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(ub) – Falko Götz hat ein möbliertes Zimmer in Hanoi bezogen. Der Verkehr in der Hauptstadt Vietnams ist derart dicht, dass er sich nur mit einem Chauffeur  durch die Stadt bewegt. Energisch dementierte Götz ein Zitat, dass der Express von ihm gedruckt hatte: „Ehe ich gar nichts mache, gehe ich halt nach Vietnam.“  Bei 11 Freunde sagte Götz:

Da hatte ein Journalistenkollege wohl Redaktionsschluss und hat deshalb aus einem kurzen Telefongespräch mit mir, das wegen schlechter Verbindung abrupt abbrach, einen Satz aus dem Kontext gebrochen, der so nicht gemeint war. Ich wollte sagen: Bevor ich gar nichts mache, mache ich lieber etwas, das Sinn hat. Etwas, bei dem es Neues aufzubauen gibt.

Götz wundert sich über die Wetterkapriolen in Vietnam. Aber eigentlich heißt die Botschaft hinter dem Engagement in Südostasien: Im deutschen Profigeschäft hat Götz derzeit keine Chance. Der Kollege Kleinemas wundert sich in der Samstagsausgabe der Morgenpost darüber, warum das so ist: Mit wenigen Ausnhamen haben Cheftraienr, die seit 1997 bei Hertha BSC waren, im Anschluß keinen Höhenflug mehr angetreten.

Der Privatier

Jürgen Röber (57) Seine beste Zeit als Trainer hatte er in Berlin. 1997 der Aufstieg mit Hertha, 1998 der Bundesliga-Klassenerhalt, 1999 Champions-League-Teilnahme. Fortan qualifizierte sich  Röber in jedem Jahr bis 2002 für das internationale Geschäft. Diese Flughöhe hat er danach nie wieder erreicht. Nach einem Jahr ohne Job folgte eine einjähriges Engagement beim VfL Wolfsburg. Dann eines bei Partizan Belgrad. Ein paar Wochen bei Borussia Dortmund,  einige Monate bei Saturn Ramenskojen vor den Toren von Moskau. Einige Wochen bei Ankaraspor. Seit Herbst 2009 hat Röber sich ins Privatleben zurückgezogen. Ein Angebot von Hertha BSC im Frühjahr 2010 auszuhelfen, hat Röber aus persönlichen Gründen ausgeschlagen. Seither hat er sich zurückgezogen. Als Trainer will er nicht wieder arbeiten, höchstens als Bindeglied zwischen einem Manager und der Mannschaft. Eine Konstruktion, die selten zu finden ist.

Der Job-Hopper

Huub Stevens (57) kann immerhin sagen, dass ihm das Engagement bei Hertha BSC nicht geschadet hat.  Er lebt von seinen Erfolgen auf Schalke als Uefa-Cup-Sieger (1997) und DFB-Pokalsieger  (2001 und 2002). In Berlin enttäuschte Stevens. Er vermochte nicht der sehr teuren Mannschaft um Marcelinho, Alves, Friedrich, Simunic, Preetz und später Bobic sowie Wichniarek eine Struktur zu geben. Weder im DFB-Pokal noch in der Liga erfüllten sich die Erwartungen. Nach anderthalb zumeist quälenden Jahren wurde Stevens im November 2003 entlassen. Trotzdem blieb er im Geschäft: 2004/05 machte Stevens den Babbel und stieg mit Bundesliga-Absteiger 1. FC Köln als Erster der Zweiten Liga  wieder auf. Es folgten die Stationen Roda Kerkrade,  HSV und PSV Eindhoven. Doch die Magie  war dahin. Nach sieben Monaten beim PSV trat Stevens zurück.  Trotz Erreichen der Champions League mit RB Salzburg und dem österreichischen Titel 2010 vermochte er die Erwartungen, einen populären Klub von internationalem Format zu kreieren. nicht erfüllen. Im April  2011 wurde Stevens Vertrag aufgelöst.

Der Rosenzüchter

Hans Meyer (68) hat sich aktuell entschlossen, etwas zu machen, was hochdotierte Trainer selten machen: Er engagiert sich ehrenamtlich. Meyer ließ sich ins Präsidium von Borussia Mönchengladbach wählen.  Und sagte, er wolle sich nicht nicht in die sportlichen Belange einmischen. „Da muss und will ich nicht klugscheißern“. Die Borussia habe mit Lucien Favre und Max Eberl eine kompetente sportliche Leitung.  Meyer sieht es als seine Aufgabe, den Hauptamtlichen den Rücken frei zu halten.  Nachdem Meyer 2004 Hertha vor dem Abstieg bewahrt hatte, wiederholte er Gleiches 2005/06  beim 1. FC Nürnberg. 2007 wurde Meyer mit dem Club gar DFB-Pokalsieger. Im Februar 2008 wurde er wegen anhaltender Erfolgslosigkeit beurlaubt, Nürnberg stieg am Saisonende ab. Meyer ist in jedem Herbst und Frühjahr der erste Kandidat, der angerufen wird, wenn Vereine einen Feuerwehrmann suchen. Zuletzt hatte sich Dieter Hoeneß als Manager des VfL Wolfsburg eine Absage bei Meyer geholt.

Der Auswanderer

Falko Götz (49) ist neben Röber der zweite Trainer, der nach seiner Hertha-Zeit (2004 bis April 2007) nicht wieder richtig auf die Beine gekommen ist.  Nach anderthalb Jahren ohne Tätigkeit war Götz von Januar bis Oktober 2009 Trainer bei Holstein Kiel. Ziel war es, an der Förde mit reichlich Geld ein „Hoffenheim des Norden“ zu etablieren. Die „Störche“ stiegen zwar in die dritten Liga auf, aber Götz wurde nach einem unschönen Vorfall in  der Kabine fristlos entlassen. Die Mannschaft hatte sich einstimmig gegen Götz ausgesprochen.  Der Streit über die fristlose Kündigung wurde über mehrere Instanzen vor Gericht ausgetragen und endete mit einem Vergleich. In diesem Frühjahr war Götz sich mit Dieter Hoeneß so gut wie einig, Nachwuchschef beim VfL Wolfsburg zu werden.  Das hat sich aus bekannten Gründen zerschlagen. Götz weiß, dass er mit dem Zwei-Jahres-Vertrag als Nationaltrainer in Vietnam aus dem Blickfeld des hiesigen Profigeschäftes verschwindet.

Der Taktik-Versteher

Lucien Favre (53) Er kam 2007 als zweimaliger Schweizer Meister und verdiente sich vor allem mit einer überraschend starken zweiten Saison einen bundesweiten Ruf. Den beschädigte er unnötigerweise mit seiner berühmt-berüchtigten Pressekonferenz im Hotel Adlon. Hertha BSC wandelte die Beurlaubung von Favre in eine fristlose Kündigung um. Auch dieser Streit wurde mit einem Vergleich beigelegt, Favre verzichtete auf sehr viel Geld.  Für seinen schwachen Abgang, bei dem Favre schlecht von seiner Agentur beraten war, musste er lange büssen. 17 Monate dauerte es, ehe ein Klub ihm wieder einen Kader anvertraute. Dass Favre sportlich bestechende Qualitäten hat, bewies er in diesem Sommer mit dem nicht mehr erwarteten Klassenerhalt von Borussia Mönchengladbach.

Friedhelm Funkel (58) trainiert heute Zweitligist VfL Bochum.

Was ist Eure Meinung: Ist es Zufall, dass kein Trainer, der Hertha trainiert hat, einen  Topklub der Bundesliga bekommen hat? Wenn nein, warum ist das so – Berlin als Trainer-verschlingender Moloch?  Ist es Zufall, dass kein Trainer sein Vertragsende bei Hertha erreicht (Ausnahme Hans Meyer)?  Wer ist beste Trainer der vergangenen 15 Jahre? Welcher Hertha-Trainer hat eine Zukunft an herausgehobener Stelle?

P.S. Der Kollege Stolpe hatte es bereits angesprochen: Die Sommerpause ist Eure Chance, hier im Blog zu schreiben. Einige haben vorgelegt, morgen werden weitere von Euch an dieser Stelle mit einem spannenden Thema zu lesen sein: Wer ein Thema hat, wer etwas diskutieren möchte: Feuer frei 😉 Die Länge ist beliebig. In der Regel sind die Beiträge zwischen 300 und 500 Worten lang.  Thema schicken als email an uwe.bremer [ at ] axelspringer.de

Wer ist der beste Hertha-Trainer seit 1997?

  • Lucien Favre (46%, 170 Stimmen)
  • Jürgen Röber (32%, 118 Stimmen)
  • Markus Babbel (12%, 45 Stimmen)
  • Hans Meyer (8%, 29 Stimmen)
  • Friedhelm Funkel (1%, 2 Stimmen)
  • Huub Stevens (0%, 1 Stimmen)
  • Falko Götz (0%, 1 Stimmen)

Anzahl der Wähler: 366

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Welcher (ehemalige) Hertha-Trainer wird noch einen Topklub trainieren

  • Lucien Favre (51%, 172 Stimmen)
  • Markus Babbel (45%, 153 Stimmen)
  • Huub Stevens (3%, 9 Stimmen)
  • Friedhelm Funkel (1%, 3 Stimmen)
  • Falko Götz (1%, 2 Stimmen)
  • Hans Meyer (0%, 0 Stimmen)
  • Jürgen Röber (0%, 0 Stimmen)

Anzahl der Wähler: 339

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Michael Ballack läuft gegen Brasilien nicht auf

  • eine richtige Entscheidung vom Capitano (55%, 136 Stimmen)
  • eine falsche Entscheidung (45%, 111 Stimmen)

Anzahl der Wähler: 247

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48
Kommentare

08-15
17. Juni 2011 um 19:09  |  25157

Ich glaube, Herthas Trainerverschleissquote ist doch noch vglw. normal oder? Hertha ist halt ein wankelmütiges Wesen. Nach dem vorletzten Aufstieg (1997) ist es nicht gelungen, eine gewisse Konstanz in die Leistungen hinein zu bekommen. Die Gründe dafür sind vielfältig. Bei den Aufs und Abs in den letzten Jahren ist es keinem Trainer so richtig gelungen, Reputation aufzubauen. Vielleicht am ehesten noch Röber. Und ein stückweit auch Lulu?

Aber, um es knallhart zu sagen: Trainer sind temporäre Erscheinungen. Rehagel, Schaaf, Finke eher die Ausnahme – da muss schon viel zusammenkommen, dass es passt. Die Vereine müssen ein stückweit in sich ruhen und in der Lage sein, sich vom Umfeld selbstbewusst abgrenzen zu können. Wenn externe Einflüsse zu groß werden, schlägt das Emotionale einer Saison eben auch mal schnell in eine Trainerdiskussionen rein. Vereine, die sich davon nicht befreien können, werden dann auch schnell dem Druck von außen nachgeben. Da sind natürlich Medien (und wenn man’s genau betrachtet, ja auch immer nur Einzelpersonen – „Medien“ hört sich immer so nach richtiger Masse Menschen an) beteiligt, aber auch wir Fans.

Die Frage ist halt: Gibt es überhaupt den idealen Trainer? Da scheiden sich doch die Geister. Die einen rufen nach Visionen und Konzept, die anderen nach Matchplan und Taktikschule, wieder andere nach Jugendversteher oder Integratoren. Ganz andere wollen den Feuerwehrmann und Schleifer alter Manier. Wieder ganz andere wollen Jürgen Klinsmann. 🙂
Wie so oft im Leben ist es vermutlich nicht das eine ODER das andere, sondern von allem etwas. Und ganz wichtig auch die Frage: Welche Richtung braucht/geht ein Verein (seine Mannschaft) zum betr. Zeitpunkt einer Trainerneuentscheidung? Ich schätze, unsere Hertha hängt in dieser Abwägungs-Schleife volle Kanne mit drin.

Ich hoffe, uns bleibt mit Babbel eine eher frühzeitige Trainerdiskussion erspart. Ich wünsche es mir und ihm.

@hurdie, apollinaris
Schon mal prophylaktisch: Bitte keine erneute Favre-Diskussion… Danke. 🙂


08-15
17. Juni 2011 um 19:10  |  25158

Ha, erster! 🙂


DOkos
17. Juni 2011 um 19:13  |  25159

Ich hab bei der 2. Frage Markus Babbel angeklickt, der wird noch ganz groß rauskommen.. Und unsere Hertha in den Europacup führen! (in 2-3 Jahren – ja, er bleibt so lange bei uns). Dann trainiert er ja immerhin schon einen großen Verein 🙂


ubremer
ubremer
17. Juni 2011 um 19:15  |  25160

@Ballack,

frisch aus der Nachrichten-Küche und passend zum gestrigen Thema: Michael Ballack (34) hat das DFB-Angebot zurückgewiesen, im August in Stuttgart die Nationalmannschaft gegen Brasilien in seinem 99. und letzten Freundschaftsspiel als Kapitän aufs Feld zu führen. Ballack sagte dem Sportinformationsdienst:

„Form und Inhalt der Mitteilung sind leider bezeichnend dafür, wie sich der Bundestrainer mir gegenüber seit meiner schweren Verletzung im Sommer letzten Jahres verhalten hat. Ein längst vereinbartes Freundschaftsspiel jetzt als Abschied zu deklarieren, ist aus meiner Sicht eine Farce. Ich weiß, dass ich meinen Fans dieses Spiel eigentlich schuldig bin, aber ich kann dieses Angebot nicht annehmen.“


Etebaer
17. Juni 2011 um 19:45  |  25162

Röber und Meyer waren die besten Hertha Trainer.

Babbel wird derjeninge sein, die sie ablöst und einmal bei einem der ganz Großen andocken.


calla
17. Juni 2011 um 19:50  |  25163

Wie jetzt? Im Frühjahr 2010 hat Röber einen Aushilfsjob ausgeschlagen? Friedhelm war doch da – interessantinteressant! Was war denn da heimlich angedacht?

Meine Rangliste:
Friedhelm / wie i.Ü. Neururer – geht gaaar nicht, kein Esprit, kein Gar Nichts
Falko Götz – hat gewollt und nicht gekonnt
Hans Meyer – zu kauzig, eigenwillig und anstrengend – aber manchmal lustig
Jürgen Röber – der Sympath, hat viel erreicht und war authentisch
Favre – auf ihn lass ich nichts kommen, er hat Träume bedient, war aber zu sehr in seine Details verliebt und ist damit leider an seiner eigenen Introversion gescheitert. Da er lernfähig ist, wird er seinen Weg gehen. Ich wünsche ihm alles Gute!
Babbel – last but not least! Lässt sich bisher super an. Ich denke, mit ihm erlebt Hertha die erfolgreichste Zeit – nein, nicht titeltechnisch. Sondern allumfassend: feeling, Kohle, Image – unbezahlbar und wichtiger als alles Andere. Babbel wird in einiger Zeit (hoffentlich erst in 3 bis 4 Jahren) abspringen zu HSV/Bayern o.ä.

Als wirklich gescheitert sehe ich nur Friedhelm und Götz. Der eine wird nie zu Größerem berufen sein (will er bestimmt auch gar nicht, er kennt seine Grenzen) und der Andere wird ewig auf der Suche bleiben.
Die Frage, die ich mir stelle, ist: Warum wollte nie ein „besserer“ Trainer (außer Favre und der hat ja auch gezögert, bevor er zugesagt hat) zu Hertha kommen? Ich habe da eine Ahnung…


hurdiegerdie
17. Juni 2011 um 19:51  |  25164

Du sagst mir dann 08-15, wenn das Thema zu dem ich was schreiben darf für dich ok ist.
Ich male auch mal ein paar Smileys hinterher 😆 😆 😆


Freddie1
17. Juni 2011 um 20:15  |  25165

Zwar völlig OT, aber dennoch interessant:

http://www.presseportal.de/pm/100709/2064636/tz-muenchen-servus-muenchen-nach-26-jahren-muenchen-geht-s-fuer-andi-ottl-nach-berlin

Kleines Interview mit Ottl.
BTT: Favre war und ist für mich der beste Herthatrainer. Er wird mE auch einmal eine wirklich große Mannschaft trainieren.
Babbel könnte es auch mal packen.


Exil-Schorfheider
17. Juni 2011 um 20:26  |  25166

Für mich gab es zwei Trainer, die ich über alles stelle:

Röber für die geile Zeit von 1996 bis 2002, mit dem ich mich als Jungspund derart identifizierte, dass ich aus dem Verein austreten wollte…

Favre, zu dem wir hier und heute ja nicht so viel sagen dürfen nach Vorgabe von 08-15! 😀 😀 😀


HerrThaner
17. Juni 2011 um 20:57  |  25168

Meiner Meinung nach war der beste Herthatrainer der letzten Jahre ein gewisser Schweizer. Aber auch ich will jetzt keine erneute Favre-Diskussion vom Zaun brechen, davon muss ich mir bei transfermarkt.de schon genug durchlesen. 😉
Die größte Karriere wird aber Babbel machen. Sollte er die nächsten ein, zwei Jahre gute Arbeit in Berlin verrichten – was wir ja alle hoffen -, dann wird die nächste Station sein geliebtes München sein. Heynckes ist keine langfristige Lösung und auch bei den Bayern ist man ja sehr interessiert daran, eigene Spieler in den Verein zu integrieren. Außerdem verstehen sich ja Nerlinger und Babbel angeblich sehr gut.

Und um noch kurz auf die dritte Frage zu kommen: Ballack hat die richtige Entscheidung getroffen.


bawü_herthaner
17. Juni 2011 um 21:18  |  25169

Interessantes Thema.
Wenn ich das Verhãltnis von Investition zu Erfolg anschaue war Favre am effizientesten. Kann aber von Babbel noch übertroffen werden.

Götz ist seit seiner Zeit bei 1860 nicht wieder auf die Beine gekommen. Als Jugendtrainer war er Klasse und nach Huub auch – irgendwie ist er in München und danach bei Hertha überfordert gewesen.
Vietnam ist ein tolles Land mit dem angeblich besten Alltagsessen der Welt.

Insgesamt ist die Eingangsbehauptung zu oberflächlich. Hertha war bis 2005 ein Klub mit ordentlichem Budget und wer da nichts holt, der muss sich nicht wundern wenn er sich nicht für Höheres empfiehlt.
Und folgende Punkte scheinen mir eher personenbezogen als am Klub liegen zu können:
– Röbers Pause war wohl einfach zu lang und er hat den modernen Fußball ohne Spielmacher wohl nie zu vermitteln verstanden. Zu teuer dürfte er auch sein.
– Vielleicht hat Hoeneß manchen Trainer zu oft enteiert und verunsichert, so dass sie danach nicht mehr vertrauensvoll mit Spielern zusammen arbeiten konnten?

Zu Ballack: Konsequent und richtig nach Nichtbeachtung auch kein Feigenblatt mehr annehmen zu wollen. Verlierer sind beide auf die Weise, Ballack hatte eh schon verloren. Er ist eben gerade heraus und setzt Zeichen- Pech für Jogi, dass er nie gelernt hat mit starken Charakteren bzw. Leitwölfen umzugehen.


driemer
17. Juni 2011 um 21:38  |  25170

Ich habe Probleme mit dem Thema, denn ich denke nicht, daß ich dabei so richtig objektiv sein kann.
Wollte man es an den Erfolgen messen, kommen mir die dafür entstandenen Schuldenberge in den Sinn und die Ausgangspositionen für die Trainer sowie ihre Hinterlassenschaft. Ich bin da also den wohl leichtesten Weg gegangen und habe beide Male für Babbel votiert, weil er bisher meine Hoffnungen erfüllt und neue Hoffnungen aufgebaut hat.

Sicher betrifft das Erstere auch Röber. Aber bei dem habe ich ohnmächtig zugucken müssen, konnte nur im Stadion und in meinem Zimmer toben und fluchen, als der Anfing die Mannschaft aus Eigennutz gegen die Wand zu fahren. Doch er hatte einen Rekdal, der ihm mit seinen Umstellungen den Hintern rettete und Preetz zu einem guten Stürmer werden lies, Und hätte DH damals nicht begonnen, seinen Gönner und Förderer Schwan um seine Machtergreifung abzuschießen, wäre Röber nicht so lange Trainer geblieben. Sicher hatte Röber die größten Erfolge, aber er hatte dann auch eine der besten Mannschaften und die beste Rekdalsche Taktik auf seiner Seite. Überlassen hat er uns eine mit seinen ewigen Dauerläufen (als seine Ego-Bestätigung) zwar wirklich gute Fußballer aber im taktischen und mannschaftlichen Bereich, mit all den Stars, eine mentale Bruchbude.

Götz als Interimstrainer war eigentlich nur durch Thom derjenige, der die Einzelspieler wieder mental aufrichtete, zu einer mannschaftlichen Geschlossenheit führte. Leider war da schon Stevens im Anmarsch. Hätte da DH den Mut gehabt, den Vertrag mit Verlust wieder aufzulösen, wäre uns bestimmt einiges gelungen, was letztlich weniger Geld gekostet hätte als die Auflösung.

Stevens hatte dann Herthas teuerste Mannschaft zur Verfügung. Sicher, durch den Interimserfolg von Thom (Götz) hatte er bei den Fans wohl nie eine richtige Chance. Aber er tat auch selbst genug dafür, sich jede Chance zu versauen. Seine taktischen Wirren konnte die Mannschaft nicht bedienen und wollte es auch wohl nicht. Daß er van Burik zum Kapitän wählen ließ, war wohl das einzige, was ihm zugute gehalten werden kann. Ansonsten hat er vermutlich nie begriffen, wie die Mannschaft spielen wollte und die Einzelspieler am besten einzusetzen waren. Verschweigen will ich aber auch nicht, daß ihn das Verletzungspech gewaltig zurück warf. Er hinterließ eine Mannschaft, die nicht mehr an ihr Potenzial glaubte und teilweise sehr zerstritten schien.

2. Teil folgt wohl morgen. 🙂


apollinaris
17. Juni 2011 um 21:46  |  25171

1. Meyer , für mich der perfekte Trainer und Mediendompteur..steckt fast alle o.g. locker in seine Manteltasche..
2. Favre/Babbel
3. Kronsbein/Röber
hertha ist ne reine Mittelmaß-Adresse, deshalb kann ich nichts besonderes aus der Trainerentwicklung ( deren Karrieren) heraus lesen.
Verwundert hatte mich, dass Röber nicht mehr Fuss gefasst hatte, dem hatte ich viel zugetraut. – Ich habe kein schlechteres Training gesehen bei einem Bundesligisten als das des Herrn Götz, der mir eigentlich sehr sympathisch war-bis ich dann sein Training sah…
Favre ist hoch begabt,- es sieht so aus, als hätte er die Lücken in seinem Können geschlossen. Die kommende Saison wird über das weiteres Trainerschicksal von ihm entscheidend Einfluss haben. Ebenso kann Babbel einen Meilenschritt machen oder zurückfallen ala´Doll ( dem ich einiges zutraue..)
Fiffi muss ich nennen, weil er mein Held als Knirps war..
Funkel ist ein sehr sehr guter Trainer, dem ich immer vertrauen würde. Solide, erfahren-leider nicht sehr kreativ.


FelixBSC
17. Juni 2011 um 22:04  |  25172

Nachdem Favre Gladbach so eindrucksvoll gerettet hat, war ich doch wieder etwas traurig, dass er nicht mehr die Hertha trainiert…

offtopic: beichler (und auch domo) haben im ersten testspiel von duisburg getroffen.


08-15
18. Juni 2011 um 0:37  |  25175

@hurdie:
Klaro. Könnte aber auch erst Ende nächster Woche sein – hälste solange aus? 🙂


simpel
18. Juni 2011 um 2:13  |  25176

Hehe, der Teil mit Funkel ist klasse, hab gelacht. Vielleicht breitet sich Herthas Erfolglosigkeitsvirus auch immer auf die Übungsleiter aus?


kypdurron
18. Juni 2011 um 3:32  |  25177

Eine echte Vergleichbarkeit sehe ich nicht. Wie Du richtig schreibst: Stevens hatte auch nach Hertha großen Erfolg, auch beim HSV. Wenn ich mich richtig erinnere, hat er dort aus privaten Gründen aufgehört. Und, beim HSV haben in letzter Zeit so einige Trainer aufgehört, das mag auch noch eine Rolle spielen 😉

Götz‘ konkrete Arbeit kann ich nicht beurteilen, aber unterm Strich war er bei uns doch recht erfolgreich, ob nun Könner wie Marcelo und Pante trotz Götz oder wegen Götz gut waren … who knows. I not. Alles hat er sicher nicht verkehrt gemacht, aber seine weitere Karriere zeigt, dass die Kritik, die bei uns an ihm laut wurde, vielleicht nicht so ganz falsch war.

Röber hatte m.E. einfach Pech mit seinen Vereinen. Kann sich noch jemand an DIESEN VFL Wolfsburg erinnern? Fach, Strunz, Effenberg, die haben so einiges verschlissen … auch zuletzt noch Veh und Hoeneß. Über den „Zustand“ des BVB zwischen Bert v.M. und Klopp lässt sich eigentlich auch nichts besseres sagen.

Meyer hätte nach Berlin fast jeden Job haben können, und hat mit Nürnberg auch noch mal richtig auf die Kacke gehauen. Mit Europapokal und allem. Kann mich noch gut erinnern, wie der Meyer-FCN uns abgefertigt hat.

Bei Favre weiss ich noch nicht, wo die Reise hingeht. Das beste und das schlechteste hat er hier gezeigt, jetzt bin ich sehr gespannt, was er in Gladbach macht. Bei Funkel weiss man, es geht runter, und dann gehts wieder rauf 😉


sunny1703
18. Juni 2011 um 7:58  |  25178

Da ich die Fragen nicht mit Sympathie und Antipathie und finanziellen Möglichkeiten und Nichtmöglichkeiten korrekt beantworten kann,beantworte ich sie nach dem Erfolg und dann ist Röber die Antwort auf Frage 1. Der erfolgreichste Trainer bezogen auf seine gesamte Laufbahn war Meyer,alleine schon durch seine Erfolge in der DDR.
Bei Frage 2 fehlt mir die Antwort keiner. Wenn dann kommt für diese Frage als Anwort eigentlich nur Babbel in Betracht,alleine vom Alter her. Götz ist kaum vorstellbar.Favre muss sich jetzt erst zwei Jahre beweisen,Funkel ist nett und ein solider Arbeiter,doch kaum jemand für einen Spitzenklub. Und Stevens will vermutlich nicht mehr,ansonsten könnte man es ihm zutrauen. Ob Babbel was taugt wird sich zeigen.
Frage 3
Diese ganze Geschichte ist merkwürdig. Hat hier jemand was falsch vermittelt oder bzw und jemand was nicht verstanden,sagt jemand bewusst was falsches?! Ich weiß es nicht,jedenfalls hätte ich an Ballacks Stelle sollte seine Sichtweise nicht völlig frei erfunden sein, dieses plötzlich zum Abschiedsspiel deklarierte Länderspiel gegen Brasilien auch abgesagt. Soll er bei Interviews vor und nach dem Spiel gute Mine zum bösen Spiel machen.
Das ist doch unglaubwürdig.
Soll er ein Abschiedsspiel bei Bayer machen und dann ist gut.

lg sunny


sunny1703
18. Juni 2011 um 11:40  |  25179

In der Printausgabe des Tagesspiegel ist heute zum Thema Ballack ein interessanter Meinungsbeitrag des Chefredakteurs Stephan Andreas Casdorff erschienen. Mann muss nicht dessen Meinung sein, aber vieles wirkt auf mich ähnlich.
Leider ist der Beitrag bis jetzt noch nicht online zu lesen.

ein schönes we

sunny


fg
18. Juni 2011 um 12:07  |  25180

bei der zweiten frage fehlt noch die klickmöglichkeit

„keiner“


ubremer
ubremer
18. Juni 2011 um 12:34  |  25181

@Löw,

in der Printausgabe des Tagesspiegel ist heute zum Thema Ballack ein interessanter Meinungsbeitrag des Chefredakteurs Stephan Andreas Casdorff erschienen. Mann muss nicht dessen Meinung sein, aber vieles wirkt auf mich ähnlich.
Leider ist der Beitrag bis jetzt noch nicht online zu lesen.

wir als @sunny-Versteher verlinken hierhin 😉


Sir Henry
18. Juni 2011 um 12:53  |  25183

Ich teile die Meinung des TSP-Mannes nicht. Führen heißt entscheiden. Die Entscheidungen müssen nicht zwangsläufig den Betroffenen gefallen. Aber so wie ich es verstehe, wurden MB viele Brücken gebaut, über die er sich zu fein war zu gehen. Irgendwann ist es dann auch mal gut und der Vorgesetzte agiert.


Stehplatz
18. Juni 2011 um 12:58  |  25184

@ubremer
Danke für den Tipp!

Kann der Meinung von Herrn Casdorff eigentlich komplett zustimmen. Ich bin sehr gespannt, wie bei der Europameisterschaft die Mannschaft aussieht und ob sich überhaupt noch eine wirkliche Hierarchie bildet.


apollinaris
18. Juni 2011 um 13:04  |  25185

@Sir Henry: Herr Casdorf ist einer der schlimmsten Kommentatoren des TSP- der „Chef“ schreibt selten über Fakten, sehr gerne ergeht er sich in reinen Meinungstiraden. Da ich zu ca 91% …nicht mit ihm einer Meinung bin, fast immer die gegenteilige vertrete-kann ich auch diesmal nix finden, was irgendwie Sinn ergibt und etwas anderes als Meinungsmache wäre. Alleine die Passage zu Frings ist für mich Ausdruck ziemlich schlechter Informiertheit oder-was ich eher vermute- eine gewisse Ignoranz gegenüber der „Wahrheit“. -Die beugt er ohnehin ganz gerne..Meinungsmacher eben..


apollinaris
18. Juni 2011 um 13:56  |  25186

@sunny: beim TSP kann man noch unter „Zeitung heute“ gehen, dann hast du die „Print-Ausgabe“ vor Dir-und dort findest du den Casdorf dort, wo(was) er immer schreibt: unter „Meinung“
Die Gliederung entspricht dann 100% der der Printausgabe- .


dieter
18. Juni 2011 um 14:29  |  25187

@apollinaris

Was ist denn DIE bzw. deine Meinung zu Frings.

Meiner Meinung nach wurde er sehr wohl genauso stillos aus der N11 von Löw aussortiert, wie jetzt Ballack.

Es muss doch vom Bundestrainer erwartet werden können, dass er langjährigen und so zu aktiven Zeiten auch immer von den sportlich Verantwortlichen bezeichneten Spielern rechtzeitig, persönlich und ohne monatelange Hinhalte- bzw. Verzögerungstaktik mitteilt, dass er nicht mehr mit ihnen plant.

Es glaubt doch wohl niemand daran, dass Löw nach der Erfahrung der WM 2010 ernsthaft darüber nachgedacht hat, Ballack wieder ins Team einzubauen?!

Es war ein einziges Rumgeeiere von Löw und co. seitdem und das ist in meinen Augen einfach ganz schlechter Stil.
Bei Frings war das mMn ähnlich.

Man kann sicherlich geteilter Meinung darüber sein, ob dann eine solche Entscheidung richtig ist aber dafür trägt die sportlich Leitung halt die Verantwortung und nicht die „Medien“ oder wir Fans.

Ich erinnere in diesem Zusammenhang an die Ausbotung von Kahn vor der WM 2006.
Als diese Frage öffentlich diskutiert wurde hat die sportliche Leitung ziemlich schnell reagiert und eine klare Entscheidung getroffen.

Nichts anderes hätte ich bei Frings und Ballack auch erwartet.


apollinaris
18. Juni 2011 um 14:41  |  25189

Frings war völlig außer(jeder) Form. Hatte sich selbst permanent in´s Gerede gebracht. Damals habe ich genug dazu geschrieben-es hat sich nichts geändert an den Infos..Bei ballack widerspreche ich Dir zutiefst: wieso sollte Löw ne Tür zu schlagen?? Hätte Ballack zu der Leistungsstärke zurückgefunden, die er zum Zeitpunkt vor >dem Foul< hatte, würde er m.E, ganz sicher in der Elf stehen, weil er dann besser (noch) besser wäre als Khedira und im Kader stünde er sowieso.
Es ist reine Spekulation, zu behaupten, Löw hätte seit der WM ( die man gegen Spanien recht kläglich aus der Hand gab-ohne Gegenwehr der Leader der "flachen Hierarchie")-nicht mehr auf Ballack gezählt. Das glaube ich nicht., es spricht wenig dafür. Abgesehen davon, dass Löw nie etwas anderes gesagt hatte. Dass Ballack sich dann noch einmal verletzt und es die gesamte RR nicht schafft, auch nur ansatzweise in alte Form zu kommen- war damals nicht vorherzusehen.
Wie von einigen Journalisten glaubhaft vermittelt wird, weiss Ballack schon länger von Löws Entscheidung im frühen Frühjahr…
Ich finde ganz und gar nicht, dass man hier solche eindeutigen Rückschlüsse ziehen kann. Frings benahm sich völlig unmöglich. Bei Ballack warte ich noch etwas ab und hoffe darauf, dass er zur Besinnung kommt.
Es gab jedenfalls keinerlei Grund für eine "schnelle Entscheidung"- das wäre damals ne flasche Entscheidung gewesen und allzu populistisch.(denn 80% der Fans und Zeitungen waren ja der Meinung, Ballack´s Zeit sei abgelaufen. Bei den sogenannten Experten sah das eher umgekehrt aus..)


sunny1703
18. Juni 2011 um 14:43  |  25190

@ubremer ,vielen dank für den Link! 🙂
@apollinaris
Danke für den Weg zum Beitrag von Casdorff.

Aber der Rest…,ich nehme Dich jetzt einfach mal so wie Du bist,aber geht es nicht eine Nummer kleiner. Nur weil jemand häufig nicht deiner Meinung ist, muss er noch kein schlimmer Kommentator sein und ohne voll im Journalismus drin zu stecken, diesen Posten erreicht man nicht,wenn man mal eben ein paar Meinungsmacherbeiträge schreibt.
Oder provozierend ausgedrückt,eher wirst Du Bundestrainer als Chefredakteur beim Tagesspiegel.
Ich finde einiges nicht alles an Casdorffs Kommentar nachvollziehbar ,aber wenn ich Kommentare zu dem Thema gefunden habe, ist ja der tenor ähnlich, auch hier in der Mopo sind doch gewisse kritische Stimmen,zum Umgang mit Ballack zu lesen gewesen,wenn vielleicht auch nicht mit der Schärfe von casdorff. Da ich selten die Journalisten so einer meinung sehe,glaube ich,irgendwas ist da von Seiten des DFB nicht unbedingt glücklich gelaufen.
Provozierend möchte ich aber doch mal fragen,wann darf man Deiner Meinung nach was gegen LÖw schreiben?! Oder ist Löwkritik strafbar?! Dann droht vielen jetzt Ärger! Spaaaaaaaaaaaß :-)))))

lg sunny


dieter
18. Juni 2011 um 14:48  |  25191

Naja, offensichtlich werden wir da wohl nicht auf einen Nenner kommen @apollinaris.

Ich sehe das gänzlich anders.

Meiner Meinung nach ein weiteres Indiz für mich und meine Betrachtungsweise ist die genauso unsägliche Rumeiere von Löw und co. bzgl. der aufkommenden Kaptänsfrage während der letzten WM und auch danach.

Auch hier gab es kein klares Statement der sportlichen Leitung!

Mehr will und kann (keine Zeit mehr 😉 ) ich dazu aber auch nicht mehr sagen.


Exil-Schorfheider
18. Juni 2011 um 14:51  |  25192

Ganz komischer Kommentar von Herrn Casdorff! Da muss ich @apo zustimmen.
Wenn die Entscheidung seit Ende März bekannt ist, wie glaubhaft vermittelt werden kann, dann ist die Presseerklärung von MB echt ein Witz, die
man auch hätte anders formulieren können.

Meine Meinung zu MB: Als Spieler großartig und leider ohne internationalen Titel, aber als Mensch eine glatte Sechs und völlig falsch von Michael „Schwulen-Combo“ Becker beraten!


apollinaris
18. Juni 2011 um 14:56  |  25193

lieber sunny, nun höre bitte endlich auf, die Welt in zwei Hälften aufzuteilen: die eine, die dir gefällt-die andere, die dir nicht gefällt. Du hast schon einige Male mit großen Kübeln über die Qualität der Springer-Presse gevotet..Ihch verfolge Herrn Casdorff seit vielen Jahren..er ist der Vertreter der Westerwelle-FDP, er hat dafür gesorgt, dass gute Jounalisten gar nicht mehr oder nur noch wenig ( Schuhmann) schreiben dürfen, während brutale Schreiberlinge ala´Ursula Weidenfeld immer größeren Raum zugesprochen bekommen. Über den Chefredaktuer des TSP bilde ich mir sehr wohl ne Meinung, obwohl ich wohl eher Bundestrainer würde als seinen Job zu bekommen. Das gleiche gilt dann aber für dich in Zukunft, wenn Du über den Chefredakteur der BILD schreibst..also lass diese Mupfigkeiten-das ist unter deinem sonstigen Niveau.


sunny1703
18. Juni 2011 um 15:22  |  25194

@apollinaris
Ich kenne den Chefredakteur der Bild nicht, noch nicht mal mit Namen,habe also noch nie was über ihn persönlich geschrieben und ich habe auch nichts für die FDP übrig. Dennoch kann man doch mal eine andere meinung lesen. Es ist doch okay,wenn hier einige schreiben,sie sehen das anders als Casdorff und und wieder andere das genau so sehen und ich finde einiges richtig und einiges falsch.
Der einzige ,der hier die Welt in zwi Teilen teilt,wenn man das schon schreiben sollte bist Du, in die ,die deiner meinung sind und die nicht Deiner Meinung sind und die werden dann mit wenig druckbaren Adjektiven bedacht oder mutieren zu einer brutalen Schreiberin.
Deine kenntnisse über den Tagesspiegel sind nicht die meinen,aber ich lese seit ich lesen kann vom Elternhaus den Tsp bis heute.
Eine Zeitung mit brutalen Schreiberlingen würde ich mir nicht holen,so ein Masochist bin ich nicht. Die Zeitung gehört bei mir zum Frühstück, und da ich mein Frühstück liebe,lasse ich mir nicht so gerne das Frühstück von so einem Journalismus verderben.
Aber vielleicht sollte ich das mal tun,dann hätte ich 20 Kilo weniger drauf. 🙂

lg sunny


apollinaris
18. Juni 2011 um 15:36  |  25195

Frau Weidenfeld vertritt eine brutale Politik-seit wann bist du so empfindlich, wenn es um Politik geht`? Hast du noch nie von Frau Weidenfeld oder Marold Kommentare gelesen?-Die würden genauso gut in der „Welt“ stehen können-und natürlich lese ich das . Und genauso werde ich im Politischen alles akzeptieren, allerdings mit gleicher Münze zurück geben. Lustig ist nur, wenn ausgerechnet @sunny im Politischen schamig wird.- Wenn Du schreibst: „man sollte nicht alles glauben, was die Boulevard-Presse berichtet“- ist das in Ordnung-sogar, wenn du von Revolverblatt reden würdest, würdest du kaum Widerspruch ernten. Wenn man aber das gleiche über Casdorfs Artikel schreibt, ist das nicht mehr in Ordnung?-Verstehe ich nicht? Und; wenn Frau Weidenfeld nicht schon häufig brutale Artikel geschrieben hat,-dann verstehe ich deine Kapitalismus-Kritik nicht, bzw. kann sie nicht ernst nehmen…
Einfach mal nur nicht mit zweierlei Mass rechnen, dann klappt´s auch mit der Diskussion.
Ich sage ja nicht, dass jede andere Meinung falsch ist, nur: Herrn Castdoff mir als „Zeugen“ zu nennen, stößt bei mir auf Skepsis und Ablehnung (s.o.)-
Mehr nicht, sunny-. Alles im Rahmen und jede Benotung. Mit @Dieters Widerspruch konnte ich etwas anfangen, mit deinem sermon eher nicht…Soll jetzt aber nicht in einen tiefen Streit münden, bitte… 🙁


Sir Henry
18. Juni 2011 um 15:38  |  25196

http://wap.bild.de/sport/fussball/wolfgang-niersbach/dfb-schiesst-gegen-ballack-18425602.html

Das deckt sich genau mit meinem Eindruck der Situation. Löw wollte sich nicht länger hinhalten und von MB düppieren lassen. Er hat dann einfach Fakten geschaffen. Ich glaube, MB hat sein Standing grandios falsch eingeschätzt.


apollinaris
18. Juni 2011 um 15:41  |  25197

ach so: welche Adjektive habe ich verwandt, die „wenig druckbar sind“. 😯 😯


hurdiegerdie
18. Juni 2011 um 15:47  |  25198

Ich darf ja nichts zu Favre sagen @Sir Henry, aber ich hoffe 08-15 lässt mir durchgehen, wenn ich auf meinen gestrigen Beitrag hinweise 😉

Ich kann sogar beweisen, dass ich es so gesehen habe, wie es sich jetzt abzeichnet.

http://www.immerhertha.de/2011/06/16/201112-oder-ebert-und-die-saison-seines-lebens/#comment-25140


Sir Henry
18. Juni 2011 um 16:07  |  25199

Ich nehme an, es schmeichelt Dir @hurdie zu erfahren, dass auch Dein post von gestern zu meiner Eindrucksfindung, und zwar nicht unerheblich, beigetragen hat. 😉


sunny1703
18. Juni 2011 um 16:22  |  25200

@apollinaris

Wo habe ich Casdorff als Zeugen genannt? Und für was? Ich lese mir Dein Geschreibe zu dem Thema durch und denke mir meine teil,der in diesem Pnkt anderer Meinung ist und ich lese mir einen Cadorff zu.
Du hast Recht ich bin manches Mal nicht frei von Vorurteilen,aber die Meinung des Einzelnen mache ich seltenst in solcher Ausdrucksform madig,das habe ich in vielen Jahren politischem Schreiben plus Studium der Politologie mir abgewöhnt. Eine Kampagne gegen Weidenfeller,Casdorff,Witte, Rosentritt und Lorenz ua. käme von mir,aus respekt vor der Meinung des einzelnen nicht.
@Sir Henry
Es mag so sein wie Niersbach sagt,es mag so sein wie ballack es sagt,wir wissen es nicht.Jedenfalls waren die Reaktionen der Beteiligten vorhersehbar. Oder hat jemand wahrhaftig geglaubt Ballack jubelt und sagt,danke Jogi,dass Du mir die Entscheidung abgenommen hast!? Oder dass Niersbach oder Löw sagen, ja,wir haben da einen fehler im kommunikativen Bereich gemacht.
Solche Schuldeingeständnisse sind leider auf solchen Ebenen selten oder zu spät.
Die Dummen sind wir Fans, für die Löw an Reputation verloren hat oder ein verdienter Spieler wie ballack, der sich vielleicht wie eine Art beleidigte Leberwurst verhält.
Was ab März passierte ist mir ein Rätsel,wen ich erreichen will ,erreiche ich. Dass der jetzige Streit dann los ging war doch vorher zu sehen. Ich weiß nicht wann Ballack wieder bei Bayer zum Training erscheint,aber wäre selbst bei Nichterreichbarkeit es nicht möglich gewesen zu warten bis das Training in Leverkusen wieder anfängt.
Und wozu das einjährige vorherige Rumgeeiere? Die Leistung Ballacks ist zumindest nach dem März besser gewesen als die vieler Nationalspieler und auch wenn @dreamer schreibt, das ist egal,wenn Klose und Friedrich ihre Leistungen beim DFB bringen,so kann ich nur sagen,diese Chance hätte Ballack aber auch verdient gehabt.
Nein,ich habe eine Vermutung,aber es liegt mir nicht über Vermutungen ,die auch als Unterstellungen ausgelegt werden könnten zu schreiben. Sportlich ist diese Vermutung/unterstellung nachvollziehbar,menschlich charakterlich nicht.
Ich glaube es wird Zeit,dass die Bundesliga wieder anfängt!

lg sunny


apollinaris
18. Juni 2011 um 16:36  |  25201

@sunny: ich hatte lediglich geschrieben, dass castorf aus bestimmten Gründen nicht für mich überzeugenderr „Zeuge“ ist ( im übertragenen Sinne)-das hatte ich an @Sir Henry geschrieben, wohlgemerkt. Den Rest..kann sich jeder selbst durch lesen.
Ein Fehler von mir: ich verwechselte die Namen: ich meinte den ober-neoliberalen Malte Lehming ( der aber einen klasse Artikel zu Guttenberg schrieb) , nicht L. Marold
Wenn der Tagsspiegel auf der Meinungsseite und im Wirtschaftsteil immer meinungsärmer wird und die kritischen Journalisten rauskanten- dann ist es ein Thema für mich, einem zahlenden Kunden, seit mehr als 30 Jahren…und vermiest mir mein Frühstück.
Na ja: Moral ist immer so eine Sache.-Ich bleibe da lieber ohne Vor-urteile. In manchen Dingen ist die MoPo dem TSP weit voraus-in anderen Dingen wieder nicht, sunny. Man muss sich die Dinge genau anschauen.
Und: du hast die Adjektive immer noch nicht aufgezählt, die Unterstellung lediglich wiederholt 🙁
Was soll der Popanz, der sich gerade auf baut?


apollinaris
18. Juni 2011 um 16:42  |  25202

zum Sportlichen: Ballack hat auf seiner Position ganz andere Konkurrenz als Friedrich.
Nicht vergleichbar.
Sportlich kann ich die Entscheidung sowieso nachvollziehen (ich, der IMMER für Ballack geschrieben hat, von Anfang an..)
Ballack hatte eine ganze Saison Zeit, nach der WM. In der Vorrunde kan die Verletzung dazwischen, in der RR hat er es nicht geschafft, in Leverkusen zu einer dominanten Figur zu werden. War bestenfalls Mtläufer. -Zeit, eine Entscheidung zu trffen. Ich hatte immer auf Ballack gestzt und gehofft-nachweislich. Sber zuletzt wurde deutlich: er schafft es nicht mehr. Löws Verhalten sehe ich überhaubt nicht als Eierei oder Zaudern-ich hätte es nicht anders gemacht. -Wenn all die anderen Vorwürfe gegen Löw zutreffen ( das wird sich zigen),-dann würde Löw in meiner Achtung weit sinken, charakterlich. Noch aber glaube ich das nicht-und der reine Meinungsartiekel von Castorf kann mich nicht umstimmen.. 😉


sunny1703
18. Juni 2011 um 17:38  |  25203

@oOkay apollinaris,betrachten wir das sportliche.
Welche 6 er haben wir zur Zeit? Da ist Schweinsteiger ein Spieler de r nicht nur für mich in der letzten Saison bundesligadurchschnitt spielte. Dann haben wir rolfes ,als es für Leverkusen um die „Wurst“ ging tauchte er lestungsmäßig noch hinter Ballack ab. Vidal ist nun mal leider kein deutscher wie auch sahin nicht.
Klare Sache Ballacks Leistungen in dieser Saison waren nicht besonders,die der deutschen 6er zumindest die aus der Bundesliga auch nicht.Bleibt also auf junge Spieler wie Bender setzen,bleibt das Hoffen auf eine Leistungssteigerung bei Schweinsteiger und Rolfes und eine gute Form von Khedira,falls der übehaupt noch bei real zum Einsatz kommen wird. Und was ist mit Verletzungen?
Unter diesem Aspekt und der Möglichkeit,dass ein gesunder Ballack wieder tritt fässt,wäre es da nicht auch möglich gewesen,die Entscheidung erst vor der EM zu treffen?In einem Jahr kann so viel passieren,musste deshalb jetzt das Tischtuch endgültig zerschnitten werden?
Um es deutlich zu sagen,keine Leistung keine Nominierung,das dann aber gültig für jeden und nicht nur für die die vielleicht etwas unbequemer sind.
Und um es auch deutlich zu sagen,wäre die EM heute,würde ich Ballack knapp nicht nominieren, ein zwei richtig erfahrene sind nie verkehrt in einer Mannschaft.Beispiele dafür gab es immer genügend. Diese Saison war aber selbst mir zu wenig Ballack.

lg sunny


Blauer Montag
18. Juni 2011 um 18:04  |  25204

Mäßigt doch bitte eure Ausdrucksweise. Verbale Hooligans sind mir ein Gräuel. Wenn der eine dem anderen Arroganz, Inkompetenz und was sonst noch alles vorwirft, sitzt wieder jemand beleidigt oder wütend vor dem Bildschirm. Diesen Schuh kann sich anziehen, wer mag. 😈 Der Rest der Leser wendet sich ab mit Grauen. 🙁

Ich wünsche mir hier ein angenehmes Diskussionsklima passend zu den unten genannten Nutzungbedingungen. http://www.immerhertha.de/nutzungsbedingungen/


Blauer Montag
18. Juni 2011 um 18:36  |  25207

Meine Antworten zu den obigen Fragen:
Wer ist der beste Hertha-Trainer seit 1997?
Markus Babbel

Welcher (ehemalige) Hertha-Trainer wird noch einen Topklub trainieren
Markus Babbel

Als Gründe für meine Wahl finde ich die Kommentare #25159 von @Dokos, #25162 von @Etebaer und # 25163 von @calla Klasse ❗ Ich hoffe, Babbel und Preetz machen die HERTHA zu einem Topklub. 😀 😀 😀

Den HSV betrachte ich sowieso nicht als großen Konkurrenten. Falls Babbel zum FC Bayern wechseln möchten, sollen sie dafür genauso viel Ablöse zahlen wie für Mario Gomez.


Tunnfisch
18. Juni 2011 um 19:26  |  25213

NAchdem nun auch noch Herr Niersbach die Version von Löw stützt und alles andere auch sehr seltsam gewesen wäre, als gerade dieser von Niersbach dargestellte Ablauf bin ich in meiner Ansicht bestätigt.
Löw hätte sich doch selbst nie geschadet, Löw war sich bereits nach Genesung von Ballack (vorher war es eh egeal) darüber klar, nicht mehr mit Ballack zu planen. Warum hätte Löw von sich aus so lange warten sollen?
Wegen der Qualispiele und den möglichen Verletzungen um Ballack als Ersatz einzusetzen kann es ja nicht gewesen sein.
Ballack hat sich da verrannt und kann nicht loslassen. NAch Niersbachs Aussage hatte man Ballack sogar einen KAderplatz gegen Uruguay angeboten, damit er mit dem Brasispiel auf 100 kommen konnte.


apollinaris
18. Juni 2011 um 20:22  |  25227

Ein schöner Kommentar, der mir etwas näher und sachlicher erscheint, als der von Herrn Castdorf:
Süddeutsche Zeitung vom Freitag,
Klaus Hoeltzenbein „In tiefer Verbittterung“ kostet 1,50 -aber die meisten sing´d ja findig 🙂
@BM: ich kann keine verbalen Entgleisungen entdecken?


Blauer Montag
18. Juni 2011 um 20:46  |  25232

@apollinaris
Zieh dir den Schuh an, welcher dir passt.

Und fördere bitte hier ein angenehmes Diskussionsklima passend zu den unten genannten Nutzungbedingungen. http://www.immerhertha.de/nutzungsbedingungen/


apollinaris
18. Juni 2011 um 21:04  |  25234

welche Entgleisungen, persönlicher Art? warum soll ich die Nutzungsbedingungen lesen? habe ich gegen sie verstoßen? weil ich einen TSP-Autor „brutale“ Artikel vorwerfe?
Ich fühle mich gerade vera..? Da nutzt mir dein link nicht, sondern provoziert eher?
Bitte werde konkret oder lass es, mich in ein bestimmtes Licht stellen zu wollen.
gerne als mail an
tagesspiegel.herthaner.apo@googlemail.com
aber dieser link nervt mich..


Slongbo
26. Juni 2011 um 9:16  |  25937

Ich denke, die wirklich guten Trainer, kommen auch nach Hertha weiter, wenn sie noch jung genug sind. Also Favre oder Babbel, wenn er Hertha mal wieder verlässt.

Meyer sowieso damals.

Und die anderen waren vielleicht z.T. nach ihrer Zeit bei Hertha von der Zeit überholt worden, also sprich am Karriereende, so wie Röber, oder einfach nicht gut genug?!

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