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(ub) – Voilà, hier gibt’s ein großes Paket: Immerhertha-XXL. Unabhängig von einander haben sich zwei von Euch mit dem gleichen Thema beschäftigt: Warum hat man Sympathie für manche Vereine. Und warum wird eine Rivalität mit anderen aufrecht erhalten, die nur mit dem Blick in die Geschichtsbücher zu erklären ist – und nichtmal einen Gegenpol hat. Zuerst wird @Schuss.Tor.Hinein! tätig, auf deren Homepage wir verweisen.  In der zweiten Hälfte nimmt sich @Sir Henry aus anderem Blickwinkel der Frage an. Viel Spaß beim Lesen. Und Kompliment an beide Autoren: Die Texte kamen mit Quellen-Angaben im Internet, Fotos und Vorschlägen zur Clickshow 😉 .

Mit Blick auf den Doppel-Whopper-Umfang und weil das Thema einiges für Diskussionen hergibt, wird dieser XXL-Blog eine Wochenend-Ausgabe, die über zwei Tage bis Montag stehenbleibt.

@Schuss.Tor.Hinein:  Mein liebster Feind

(sth) Es ist der Tag des Finales. Jenes Pokalfinale, von dem wir alle, wohl mehr befürchtend als wissend, annehmen, dass Hertha BSC es nie erreichen wird. Und das, obwohl es so praktisch vor unserer eigenen Haustür stattfindet. Wie schade eigentlich. Aber, es ist auch der Tag, an dem ich mir meine neue Hertha-Dauerkarte kaufen werde. 2011/12: Erste Liga, da will ich dabei sein. Ja. Ein schönes Gefühl, das mich für einen kurzen Moment lang gefangen nimmt und in eine gute, eine blau-weiße Welt entführt. Mit der Aussicht auf spannende und interessante Spiele und hoffentlich interessanten Gegner . . .

. . . bis zu jenem Zeitpunkt, an dem ich vor dem Hertha-Fanshop meiner Wahl, am Breitscheidplatz/Europacenter, eintreffe, um dort jäh aus meinem schönen Traum gerissen zu werden: Von tausenden ausgelassen feiernder Fans des FC Schalke 04. Gelsenkirchener Vorglühen fürs Pokalfinale am Abend, sozusagen. „Das kann doch jetzt echt nicht sein“, rede ich zu mir selbst, „dass sich jetzt hier tausende von Schalkern vor meinem Fanshop breit machen und Spaß haben. Schlimm genug, dass sie im Finale stehen, aber vorm Herthafanshop Party machen, das geht echt gar nicht.“

„Haben Sie das neue Schalke-Trikot?“

Also, schnell rein in den Fanshop und den Schalker Mob draußen lassen – ich will schließlich in Ruhe meine Dauerkarte kaufen. Im Kellergeschoss des Fanshops verpasst man mir einen guten Stadionsitzplatz (direkt neben Werner G.) und auf meinem Weg über die Wendeltreppe zurück ins Erdgeschoss, bemerke ich schon das Sakrileg, die Entweihung des heiligen Bodens: Schalke-Fans betreten meinen Fanshop. Hallo? Darüber schon halb ohnmächtig vor Wut, erwartet mich sogleich der nächste Keulenschlag. Sie wagen es doch tatsächlich, folgende, aus Worten modellierte (und aus ihrer kleinen Weltsicht wohl „witzige“) Frage ihren Sprechorganen entfahren zu lassen: „Haben Sie schon das neue Schalke-Trikot?“ – Bäng! –Totenstille. Auch der Klavierspieler im Saloon würde jetzt schlagartig aufgehört haben zu spielen, wenn es im Herthafanshop einen Klavierspieler geben würde bzw. der Herthafanshop ein Saloon wäre (wir denken über diese Art Geschäftsmodell vielleicht an anderer Stelle weiter nach…).

Wir alle stehen wie paralysiert da (aber die Hand am Revolver, jederzeit bereit zu ziehen) und warten voller nervöser Spannung. Die Luft vibriert. Plötzlich der erlösende Moment. Der Klavierspieler (die Verkäuferin!) antwortet trocken: „Nee, leider schon alle ausverkauft!“ – die Musik spielt weiter. Hä? Welche Musik? Ich will nur weg. Das ist mir alles zuviel. Schalker sind doch einfach echt nur saudoof…

Nach dem Finale abends tobt dann bei immerhertha.de die Diskussion: Wie kann es angehen, dass Schalkefans in „unserer“ Ostkurve platziert wurden (verlorene Heimrechtwahl hin oder her) und was bedeutet das? Die Community diskutiert aufgeregt. Und mir steht natürlich auch der Schaum vorm Mund. Wie soll man dort noch ordentlich Fußball gucken, jetzt, wo unser liebster Feind sich unsere heilige Kurve zum Untertan gemacht hat. Verdammt. Ich möchte am liebsten laut aufschreien: „Wer nicht hüpft, der ist ein Schalker – hey, hey, hey!“ Oder besser gleich zum Fenster hinaus laut und aggressiv in den Hinterhof intonieren: „Wir sind die Blauen, wir sind die Weißen, wir sind diejenigen, die auf die Schalker schei…!“ – das wird schon irgendjemand verstehen, im Hinterhaus. Oder?

Zoltan Varga, der DFB und das 3:0

Vierzig lange Jahre ist es nun mittlerweile her, ich selbst habe es gar nicht miterlebt, dass es den sog. Bundesligaskandal gab. Herthaspieler waren bestochen worden,  Schalkespieler auch. Der Herthaspieler Zoltan Varga wurde (höchst umstritten, weil der eigentliche Prozess zum Bestechungsskandal noch gar nicht stattgefunden hatte) vom DFB mit einer Vorsperre belegt, wollte das aber nicht akzeptieren und bekam vorm Berliner Landgericht Recht. Im anstehenden DFB-Pokalspiel (Dezember 1971) gegen Schalke 04 wurde er von Hertha also eingesetzt und führte sein Team zu einem 3:0-Sieg. Schalke legte Einspruch ein und beim DFB erkannte man eine gute Gelegenheit, dem „aufmüpfigen Berlin“ einen Denkzettel verpassen zu können. Also wurde dem Einspruch, oh sonderbarerweise, statt gegeben und das Spiel nachträglich „am grünen Tisch“ gegen Hertha gewertet. Schalke 04 zog in die nächste Runde ein und das, obwohl in der Schalker Mannschaft in diesem Pokalspiel nicht weniger als sieben Spieler zum Einsatz kamen, die selbst im Bundesligaskandal verwickelt waren. (Quelle: „Hertha und Schalke – eine exklusive Feindschaft“, Tagesspiegel )

Für das blaue-weiße Berlin war dieser Moment so etwas wie die Initialzündung zum pauschalen „Hass-Modus an“, wenn es auf das Thema „Schalke 04“ zu sprechen kommt. Und ja, im weitesten Sinne wohl auch für eine latent aggressive und feindliche Gesinnung gegenüber dem DFB und seiner Sportgerichtsbarkeit, ob der zum Himmel schreienden Ungleichbehandlung.

@Sir Henry:  Wenn einer eine Reise tut

(hc) – Hertha, HSV, St. Pauli, Werder, Osnabrück, Schalke. So lauten die Namen der etwas bekannteren Fußballvereine an meiner heutigen Wegstrecke. Das fiel mir aber erst auf, als ich im Hotel in Gladbeck ankam und mir an der Fassade dieses Schild in die Augen sprang.

Mein erster Gedanke: „Na, das kann ja was werden.“ Egal, Augen zu und durch. Ist ja nur eine Nacht und Schalke spielt heute nicht.

Aber es ging noch weiter, wie das etwas unten stehende Bild belegt (Fotos: @Sir Henry). Nun ja, die Herren werden sich nicht unbedingt heute treffen müssen. Nun sitze ich im Brauhaus zu Gladbeck, trinke ein süffiges Selbstgebrautes (schmeckt astrein) und sinniere darüber, wie es wohl kommt, dass ich einige Vereine richtig mag und sympathisch finde, während ich anderen Clubs die Cholera, Pest und andere nette Dinge an den Hals wünsche.

Die reinen Ergebnisse können es nicht sein. Dann würde ich Werder Bremen verteufeln, die mir 1988 meinen BFC Dynamo aus dem Pokal der Landesmeister gekegelt haben. Aber ich mag Werder. Ich mag Werder sogar sehr.

Wenn es nicht die Ergebnisse sind, dann muss es die Spielweise sein? Glaube ich aber auch nicht. Dann hätte mir die Mannschaft von 1899 Hoffenheim in der Hinrunde der Saison 2008/09 ans Herz wachsen müssen, die mit erfrischendem, unbekümmerten Offensivfußball den arrivierten Klubs das Fürchten lehrte (hat außer Hertha eigentlich eine andere Mannschaft damals sechs Punkte gegen Hoffenheim geholt?). Aber Hoffenheim war mir nicht sympathisch sondern bestenfalls egal.

Wenn es nicht die Ergebnisse oder die Spielweise sind, dann müssen es die mit dem Verein in Verbindung stehenden Personen sein. Aber auch das trifft bei mir nicht zu. Als Hans Meyer, für mich der Godfather der Trainerzunft, Nürnberg trainierte, blieb der Club in meiner persönlichen Beliebtheitsskala von Eins bis Zehn auf Zwokommafünf stehen.

Frankfurt, Lautern und Schalke kann ich nicht leiden

Wenn es nicht die oben genannten Kriterien sind, dann bleibt doch nur noch der sportliche Erfolg als Gradmesser. Nur komisch, dass mir Tabellenplatz Vier von Hannover 96 oder gar die Meisterschaft vom VfL Wolfsburg zwei Jahre zuvor die beiden Mannschaften nicht einen Deut näher brachten.

Auch umgekehrt ergibt es keinen Sinn. Eintracht Frankfurt, 1. FC Kaiserslautern und Schalke 04 haben mir nichts getan – trotzdem kann ich diese Vereine nicht leiden. Der SC Freiburg ist mir schlicht egal. Beim VfL Osnabrück wusste ich bis zur letzten Saison nicht einmal, dass er existiert.

Da steh ich nun ich armer Tor und bin so klug als wie zuvor.

– – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – –

Jetzt seid Ihr dran. Wie kommt es, dass Ihr manche Vereine mögt und andere nicht? Gibt es dafür echte Gründe oder ist es wie immer im Leben, dass man Sympathie nicht begründen kann? Welche Clubs stehen bei Euch auf der Schwarzen Liste und welchen drückt ihr die Daumen? Zum Thema Schalke: Sind die wirklich so unwissend, warum Herthaner Probleme mit ihrem Verein (S04) haben – oder tun sie einfach nur so? Ist diese (vermutlich) einseitige Fanfeindschaft noch zeitgemäß und „produktiv“ für den eigenen Verein, für Hertha BSC? Oder vergeuden wir damit nur unsere Energie? Welchen Wert hat es, im Stadion bei nahezu jedem Heimspiel Fangesänge gegen Schalke anzustimmen, obwohl Schalke gar nicht anwesend ist (letzte Saison nicht mal in unserer Liga spielte!) und Hertha vielleicht gerade Anfeuerung fürs eigene Spiel gebrauchen könnte? Gibt es eine Chance, dass sich die Herthafanseele in puncto Schalke je beruhigen wird?

Andersherum: Was ist dem gegenüber von Fanfreundschaften zu halten wie z.B. der zum KSC? Ist das noch zeitgemäß? Wie ist es um neue Freundschaften und Sympathien bestellt? Bahnt sich vielleicht  mit dem MSV Duisburg etwas an, der den Aufstieg von Hertha in deren Stadion sehr wohlwollend begleitet hat? Und künftig wird der MSV mit Daniel Beichler und Valeri Domovchiyski zwei uns bekannte Gesichter in seinen Reihen haben.   Was ist Eure Meinung?

Wer nicht diskutieren will: Wenn mögt Ihr? Warum? Und wen nicht?

P.S. Bei den Umfragen sind bis zu drei Clicks möglich.

Nicht leiden kann ich . . .

  • FC Schalke (21%, 231 Stimmen)
  • VfL Wolfsburg (19%, 208 Stimmen)
  • TSG Hoffenheim (12%, 127 Stimmen)
  • Energie Cottbus (10%, 108 Stimmen)
  • Bayern München (8%, 87 Stimmen)
  • 1. FC Union (6%, 71 Stimmen)
  • Eintracht Frankfurt (5%, 53 Stimmen)
  • VfB Stuttgart (3%, 37 Stimmen)
  • Hansa Rostock (3%, 35 Stimmen)
  • FC St. Pauli (3%, 31 Stimmen)
  • 1. FC Köln (3%, 28 Stimmen)
  • Borussia Dortmund (2%, 23 Stimmen)
  • 1. FC Kaiserslautern (2%, 22 Stimmen)
  • Hamburger SV (2%, 20 Stimmen)
  • Bayer Leverkusen (1%, 16 Stimmen)

Anzahl der Wähler: 393

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Ich mag . . .

  • Karlsruher SC (17%, 159 Stimmen)
  • Werder Bremen (14%, 136 Stimmen)
  • Borussia Mönchengladbach (13%, 125 Stimmen)
  • Borussia Dortmund (11%, 103 Stimmen)
  • Bayern München (7%, 70 Stimmen)
  • FC St. Pauli (6%, 57 Stimmen)
  • 1. FC Union (6%, 56 Stimmen)
  • FSV Mainz (5%, 49 Stimmen)
  • MSV Duisburg (3%, 30 Stimmen)
  • SC Freiburg (3%, 29 Stimmen)
  • Hansa Rostock (3%, 27 Stimmen)
  • Bayer Leverkusen (2%, 23 Stimmen)
  • Hamburger SV (2%, 21 Stimmen)
  • 1. FC Köln (2%, 18 Stimmen)
  • 1860 München (1%, 14 Stimmen)
  • Energie Cottbus (1%, 13 Stimmen)
  • Hannover 96 (1%, 13 Stimmen)
  • VfB Stuttgart (1%, 9 Stimmen)

Anzahl der Wähler: 371

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88
Kommentare

Blauer Montag
18. Juni 2011 um 18:22  |  25205

Ich mag ….Hannover 96.
Leider kann ich dafür nicht abstimmen 🙁 🙁 🙁


ubremer
ubremer
18. Juni 2011 um 18:24  |  25206

@Blauer Montag,

bitt’schön, der Herr


Blauer Montag
18. Juni 2011 um 18:39  |  25208

Krieg ich bitte noch einen Nachschlag @ubremer?
1. FSV Mainz 05

Danke


18. Juni 2011 um 18:51  |  25209

@ bm: 96 + m05… gab´s schon was zu trinken heute??? 😆

@ all: ich sag nur: bsc + ksc, und ganz besonders:

1: UND SITZT DU AUF KLO MAL UND HAST KEIN PAPIER, DANN NIMM DOCH DIE FAHNE VON SCHALKE 04!!!

2. UNVSU

…. bestimmt gibt´s gleich mecker von euch.. sorry… bin weg… 🙄


Blauer Montag
18. Juni 2011 um 18:58  |  25210

Jenes Pokalfinale, von dem wir alle, wohl mehr befürchtend als wissend, annehmen, dass Hertha BSC es nie erreichen wird.

Danke für die Provokationen gleich am Anfang – da vergeht mir der Appetit auf den Doppelwhopper. Ich rolle weiter zum netten Reisebericht von @sir henry und der abschließenden Batterie von Fragen. Zumindest einige davon kann ich beantworten.

Zum Thema Schalke: Ist diese (vermutlich) einseitige Fanfeindschaft noch zeitgemäß und „produktiv“ für den eigenen Verein, für Hertha BSC? Oder vergeuden wir damit nur unsere Energie? Wir vergeuden damit unsere Energie.

Welchen Wert hat es, im Stadion bei nahezu jedem Heimspiel Fangesänge gegen Schalke anzustimmen, obwohl Schalke gar nicht anwesend ist (letzte Saison nicht mal in unserer Liga spielte!) und Hertha vielleicht gerade Anfeuerung fürs eigene Spiel gebrauchen könnte? Fangesänge gegen Schalke finde ich überflüssig, es sei denn, diese dienen zur Erwärmung der Stimmbänder, um die HERTHA noch lauter weiterhin anzufeuern.

Gibt es eine Chance, dass sich die Herthafanseele in puncto Schalke je beruhigen wird? Erst wenn alle Zeitungsarchive geschlossen sind und der letzte Zeitungsleser gestorben ist.

Andersherum: Was ist dem gegenüber von Fanfreundschaften zu halten wie z.B. der zum KSC? Freundschaften finde ich immer prima – davon kann man doch nie genug haben.


Arzalan
18. Juni 2011 um 19:01  |  25211

Hmm, interessante Artikel. Vielen Dank an die fleißigen Schreiberlinge 🙂
Auf die Fragen nach dem Warum fallen mir ehrlich gesagt keine wirklich plausiblen Antworten ein. Für mich ist das halt ne Gefühlssache.

Der KSC war mir schon Mitte der 90er Jahre sympathisch, als ich noch keinerlei Beziehung zu Hertha hatte (Man möge mir das aufgrund meines damals kindlichen Alters verzeihen). Aber auch Schalke fand ich aufgrund der Eurofighter-Saison sympathisch. Sonst hatte ich keine Beziehungen zu dem Club. Wie gesagt, so was wie Fanfreund- bzw. -feindschaften waren mir damals total unbekannt. Seit meinem ersten Herthaspiel in der ersten Erstligasaison 1997 habe ich gemerkt, dass diese Feindschaft auch immer mehr meine Feindschaft wurde. Aber ich hab versucht mich dagegen zu wehren und inzwischen ist mir das auch ganz gut gelungen, glaube ich 😉 Ich lasse mir ungern irgendwelche Meinungen aufdrücken, schon gar nicht etwas, was mit so harten Wörtern wie Feindschaft oder sogar Hass belegt werden. Die haben meiner MEinung nach im Fussball nichts zu suchen!
Sympathisch oder unsymphatisch sind mir dagegen enige Vereine, gewisse Emotionen gehören zum Fussball ja dazu 😉

Angekreuzt als „Ich kann nicht leiden“ habe ich Wolfsburg und Cottbus, Bochum war leider nicht verfügbar. Bielefeld mag ich auch nicht…
Als „Mag ich“ habe ich KSC, Bremen und Freiburg“ angegeben.
Zu Schalke habe ich inzwischen ein neutrales Verhältnis nach dem Motto: „Ist mir egal“.
Die in der vergangenen Saison ausgelebte Feindschaft zu Union hat mich ehrlich gesagt ziemlich genervt! Ich hab mich gefreut, dass wir in Berlin auch noch einen anderen Verein haben, der höherklassigen Fussball spielt. Das kann Berlin auf alle Fälle vertragen! Vor allem, da Union sich ja eher eine Nische sucht, in der sie sich wohl fühlen und die sich von Herthas Zielgruppe trotz stärkerer Berlinfokussierung doch stark unterscheidet! Ich weiß, dass ich Herthaner bin, aber wenn andere Union besser finden: Bitte sehr!


Blauer Montag
18. Juni 2011 um 19:12  |  25212

@rasiberlin Noch bin ich nüchtern.
Meine Biografie kann meine Vorlieben erklären. Aber hier im Blog werde ich dazu nix schreiben – in den letzten Woche lief mir hier zu viel persönliche Anmache.

Ich hoffe, ich finde recht bald wieder im Juli oder August den Weg zum Schenkendorffplatz, ins Oly oder ins Walhalla. Bei einer kühlen Hopfenbrause kann ich dir gerne einige Schwänke aus meinem Leben erzählen. Darauf sage ich jetzt schon Prost oder Salud, frei nach Adriàn Ramos.


ubremer
ubremer
18. Juni 2011 um 19:28  |  25214

@rasi,

2. . . .

warum bringst Du den anderen nicht den Respekt gegenüber, den Du selbst auch haben willst?
Gelbe Karte!


41er
18. Juni 2011 um 19:29  |  25215

Da wird der MSV sogar im Text erwähnt, für ihn abstimmen kann ich aber nicht.. schade 😉


Rocco
18. Juni 2011 um 19:38  |  25216

nicht leiden : Schalke 04, Eintracht Frankfurt, Energie Cottbus

Gut leiden/symphatisch : KSC , Hansa, Dortmund


18. Juni 2011 um 19:40  |  25217

@ bm: bin ich gern dabei…

@ ub: gelbe karte akzeptiert. aber die 5 buchstaben sind doch schon bei den öffentlich-rechtlichen hoffähig geworden…

http://www.bild.de/unterhaltung/tv/kai-pflaume/show-fussball-skandal-18355400.bild.html

… und ich mag eben „echte“ derbys… in runde 2 des pokals gerne gegen köpenick, falls wir meuselwitz überstehen… 🙄


Rocco
18. Juni 2011 um 19:43  |  25218

Achso, warum ich die Vereine leiden kann oder auch nicht :

Die Fanszene ist für mich ausschlaggebend.


calla
18. Juni 2011 um 19:44  |  25219

In Zeiten, da unsere Zivilisation uns in enge Korsetts zwängt, suchen wir uns unsere Feindbilder im Sport. Dem letzten noch vorhandenen Hort, wo gekämpft werden darf. Zumindest im Mannschaftssport.

Einen „Feind“ braucht wohl jeder – Mann. Um mal Dampf abzulassen, mal ungehemmt rum zu meckern, dem anderen aufzeigen wie schwach und wie stark man selbst ist. Im Sport kann man seine latente Gier nach Stärke so richtig schön ausleben, besonders als Fan. Da kommt so eine Geschichte wie mit Schalke gerade recht. Bei den Rostockern sind es die Fans, die Bayern sinds ja sowieso und immer arrogant usw. usw.

Wie manche Fans ihre Vereinstreue suggerieren, find ich persönlich ganz schön überspitzt ausgelebt und an manchen Stellen übertrieben bis gefährlich. Wie @sth hier seine Abneigung zu Schalke beschreibt – hm. Das wirkt auf mich proletarisch primitiv und bedenklich. Find ich überhaupt nicht gut! Wozu das ganze?

@SirHenrys Gedanken kann ich aber gut nachvollziehen, da gehe ich mit. Versteht mich nicht falsch, ich mag auch einige Mannschaften weniger als andere, z. B. Karlsruhe (ja!), Cottbus, Wolfsburg etc. Aber mehr als Frotzeleien sind bei mir nicht drin.

Ich muss am Ende immer noch lachen können. 🙂


jenseits
18. Juni 2011 um 19:55  |  25220

Ich habe jetzt gar nicht abgestimmt, weil mir drei Click-Möglichkeiten jeweils zu wenig sind.

Dauerhaft verspüre ich aber ohnehin keine allzu ausgeprägte Zu- oder Abneigung für/gegen irgendeinen Verein – abgesehen von Hertha natürlich. Auch wechseln meine Sympathien oder Antipathien im Laufe der Zeit. Schon immer eher unsympathisch waren mir Nürnberg, Hamburg, Wolfsburg, Hoffenheim und Bayern. Ich halte eher mal zu Mainz, Hannover oder Kaiserslautern. Ganz allgemein sind mir Vereine, die ich als Underdogs ansehe, erstmal lieber als die „Großen“. Und zu viel Geld zur Verfügung zu haben, ob verdienterweise oder auch nicht, scheint bei mir eine tendenziell ablehnende Haltung hervorzurufen. Warum ich aber z.B. Nürnberg nicht so mag, kann ich mir selbst nicht so recht erklären; vielleicht reicht bei mir auch mal ein einziges verlorenes Spiel, um mit dem gegnerischen Verein stets etwas Unangenehmes zu assoziieren.

Allgemein verspüre ich auch so etwas wie einen emanierenden Lokalpatriotismus, deswegen bin als Berliner auch für Union, freue mich wenn Cottbus und Rostock gewinnen oder gar aufsteigen usw.

Dann muss ich gestehen, haben Vereinsforen, wie z.B. auf transfermarkt.de, in denen ich manchmal lese, auch ihre Wirkung auf mich. So kann ich nach dieser Saison Bochum nicht mehr leiden; das gleiche gilt auch für die Eintracht.

Mir persönlich wäre es lieber, wenn man diese sehr einseitige Abneigung gegen Schalke nicht so offen zeigen würde, ich empfinde das immer als würdelos, wie einen Zwergenaufstand, dem „Feind“ ist es ja sogar völlig schnuppe! Aber ich möchte hiermit niemand zu nahe treten, denn ich kann den Groll schon nachvollziehen, wenngleich ich selbst nicht so empfinde bzw. denke.

Und über die Fanfreunschaft mit Karlsruhe freue ich mich einfach. So ist bei Auswärtspielen in dieser schönen Stadt eine prima Atmosphäre und ich fühle mich willkommen. Wenn es noch mehr solcher Freundschaften gäbe, würde ich das schön finden.


Slaver
18. Juni 2011 um 19:57  |  25221

Schade, das nur 3 Klicks bei den Umfragen jeweils möglich waren. Bei der ersten Umfrage hätte ich 16 Klicks gebrauchen können *fg*

Bei der Zweiten hätte mir hingegen 1 Klick gereicht *g*


dieter
18. Juni 2011 um 19:57  |  25222

Es gab zur WM 2006 mal ein Silikon-Armband in den Nationalfarben auf dem stand „Love your Nation, respect the others“

Das finde ich sehr passend und sollte genauso auf Vereinsebene gelten.
Auch nach dem Motto „Sportliche Rivalität ja, Hass nein!“ 😉


f.a.y.
18. Juni 2011 um 19:59  |  25223

Hm. Ist bei mir irrational und wechselt manchmal mitten in der Saison. Am Anfang letzte Saison hab ich über Kölle und deren Spielweise abgekotzt. Am Ende hab ich sie gefeiert, weil sie der Eintracht einen eingeschenkt haben. 🙂

Ich mag Vereine meist dann nicht, wenn ich deren Fans nicht mag. Bei mir ist es die Eintracht und Cottbus (Dorfjungs feiern die Prärie). Wolfsburg, weils nah und doof ist.

Den anderen Werksclub (Bayer) mag ich, sorry. Die spielen schönen Fussball. Dito Freiburg und Mainz. Da guck ich gerne zu. Aber interessieren tun sie mich nicht wirklich. Also ich fiebere da nicht mit… H96 finde ich auch sympathisch.

Gegen Schalke hab ich nix, kenne nur nette Schalkefans. Und irgendwie sind die Herthaner denen ähnlicher als manchem lieb ist. Unbeliebt bei der Masse, blau weiß… Union drück ich wieder die Daumen, bin aber froh dass wir sie los sind.


Blauer Montag
18. Juni 2011 um 20:07  |  25224

Nach dem Finale abends tobt dann bei immerhertha.de die Diskussion: Wie kann es angehen, dass Schalkefans in „unserer“ Ostkurve platziert wurden (verlorene Heimrechtwahl hin oder her) und was bedeutet das? Die Community diskutiert aufgeregt.

N’Abend @calla,
der Autor oben übertreibt meines Erachtens bei dieser Aussage. Am 21.5.2011 gab es 51 Kommentare zu den Schlackefans in der Ostkurve, ein bestenfalls durchschnittlicher Wert. Wir hatten hier schon Tagesthemen mit weit über 100 Kommentaren. Wer noch einen Nachschlag haben möchte, kann ja nach dem heutigen Doppelwhopper noch einmal das Thema und die Kommentare vom 21.5.2011 lesen.
http://www.immerhertha.de/2011/05/21/


ubremer
ubremer
18. Juni 2011 um 20:08  |  25225

@41er,

Da wird der MSV sogar im Text erwähnt, für ihn abstimmen kann ich aber nicht.. schade

wo Du Recht hast . . .
MSV ist nachgetragen 😉


f.a.y.
18. Juni 2011 um 20:08  |  25226

P.S. Die selbsternannten „Schachtscheisser“ aus Aue sind mir ans Herz gewachsen. Habe da ausnahmslos nette Menschen kennengelernt. Wunderschönes Stadion. So entstehen bei mir Symapthien. War wie in Karlsruhe nur sächsisch und lila. 🙂


calla
18. Juni 2011 um 20:25  |  25228

dito N`Abend @Blauer Montag 🙂

nee Du, ich glaube, er meint alles genau so und würde liebend gerne noch mehr gegen Schalke ledern.


Blauer Montag
18. Juni 2011 um 20:38  |  25229

Wenn du magst @calla
frag nach beim Autor 😉
Seine Emiladresse findest du hier
http://schusstorhinein.fuss.si/?page_id=19


apollinaris
18. Juni 2011 um 20:43  |  25230

Mir sind manche Fanverhaltensmuster ein Greuel. Die verodneten „historischen Feindschaften“, haben für mich abschreckenden Charakter. Ich erkenne darin keinerlei Sinn und halte solche Dinge für zwingend gewaltfördernd.
Fanfreundschaften finde ich sympathischer; lassen mich aber ebenso „kalt“. Mit dem KSC hatte und habe ich nichts am Hut, ähnlich wie mit Schalke.
Bei mir wechseln über die Jahre gewisse Sympathien: das hängt sehr stark von den aktuellen Spielern ab-wenn ich zwei , drei Spieler besonders mag, mag ich automatisch die Mannschaft ( der Klub ist mir einerlei); diese Saison fand ich Schalke durchaus , für Momente sympathisch, weil ich mich in Raul schwer vrloiebt habe :-)- hätte es noch zwei Spieler wie ihn gegeben, hätte ich die Daumen für Schalke gedrückt.
BvB- fand ich schon zu Zeiten der Zorc, Möller, Hitzfeld etc sympathisch und letztes Jahr lebte diese alte Liebe wieder auf. Es wechselt. Als Klinsmann bei Bayern war und Ribery, Schweini & co war ich sicher, dass ich zum Fan würde,-es kam dann anders. Aber prinzipiell könnte mir sogar Bayern sympathisch werden. Die Klubs sind mir ziemlich egal-nur die Mannschaften plus Trainer interessieren mich.
Bei Hertha ist das fast ähnlich..aber nur fast.. ;-)..auch Werder genießt bei mir eine (positive) Sonderstellung. Der HSV hat sich als KLUB erstmal bei mir verabschiedet. Ausnahmen bestätigen eben doch die regel 🙂


Slaver
18. Juni 2011 um 20:44  |  25231

Mist was soll ich jetzt nur machen??

Lusti bei der U21 auf Eurosport vs. Letztes Finalspiel von Alba auf Sport1 …

Das das aber auch beides parallel laufen muss *heul*


Blauer Montag
18. Juni 2011 um 20:54  |  25233

Macht’s gut Nachbarn,
da werd‘ ich mal gucken, ob Lusti noch fit ist, und feste für ALBA die Daumen drücken. Danke für den Tipp @slaver ~~°~~


coconut
18. Juni 2011 um 21:29  |  25235

mmmh, Feindbild oder gar Hass????
Ne, damit kann ich rein gar nichts anfangen. Ich bin halt einfach ein Fußballfan. Manches mal kommt eine gewisse Antipathie gegenüber dem einem oder anderen Spieler auf. Aber gegenüber Vereinen? Nö, geht nicht.
Nur eines funktioniert seit vielen Jahren: Hertha ist und bleibt meine Nr.1… 😀
Ich gehöre auch zu denen, die selbst S04 in der CL symbolisch die Daumen drücken. Da ist halt der Wunsch das ein deutsches Team erfolgreich sein möge deutlich ausgeprägter als die Taten gewisser Leute in der Vergangenheit. Zumal deren Hauptdarsteller im heute und jetzt nur noch eines sind: Geschichte…


hurdiegerdie
18. Juni 2011 um 21:36  |  25236

Slaver ist doch einfach:

Erst Berliner Sport, dann die Schweiz 😉


Slaver
18. Juni 2011 um 21:39  |  25237

@hurdie

Naja, ich habe mich jetzt mit mir darauf geeinigt, dass ich beides gleichzeitig schaue …*g*


Sir Henry
18. Juni 2011 um 21:46  |  25238

Ich mache es genau so, @slaver. 😉


hurdiegerdie
18. Juni 2011 um 22:10  |  25239

Nett geschrieben das Ganze von beiden. Danke!


driemer
18. Juni 2011 um 22:31  |  25240

ich mag keine anderen Vereine, solange sie Konkurrenten sind, dann gönne ich ihnen nicht mal das Schwarze unter den Fingernägeln.

Über die Veltinenser muß ich nichts mehr schreiben, meine Meinung zu denen hat ja schon jemanden zum verbalen Kollaps gebracht.

Ich mag aber ansonsten Trainer (oder nicht – vor allem nicht, wenn sie an der Seitenlinie zum totalen Krieg aufrufen), Spieler (oder nicht – und besonders nicht, wenn sie Holzfäller sind und/oder auf Kriegsfuß mit der Erdanziehung liegen) und ich mag Mannschaften, die die Vereine besiegen, die ich nicht mag.
Z. B., als Sammer bei Dortmund spielte, habe ich denen die Daumen gedrückt und möglichst viele Spiele gesehen. Kaiserslautern wünsche ich vor allem jede Niederlage auf dem Betzenberg – egal, wie lange die nachspielen dürfen.

Die Fanfreundschaft der Herthaner zum KSC hat eigentlich bekannte Gründe (Benny), die ich respektiere aber nicht mitleben muß.

Und Nürnberg – na gut, das ist besonders ein Verein, den ich mit den Veltinensern gleichsetze, besonders nach dem Skandalspiel 2010 im Oly.

Ich kann also beide Themengeber sehr gut verstehen. Danke dafür.

@Calla,

proletarisch primitiv

Diese und ähnliche Formulierungen sind mir schon öfter hier in den Beiträgen aufgefallen.
Hm, muß man so denken, um dazu zu gehören???
Oder ein Ausrutscher?


hurdiegerdie
18. Juni 2011 um 22:53  |  25241

Ich mag Bayern nicht, obwohl mir deren Management über Jahrzehnte Hochachtung abverlangt. Ich mag Schalke nicht, weil damals meine Fanbindung an Hertha anfing und ich es wirklich nicht vergessen habe. Ich mag Werksmannschaften nicht, weil sie der Idee des 50+1 zuwider laufen.

Ich mag Underdogs, weil sie sich mit weniger Mitteln behaupten müssen. Ansonsten mag ich Freiburg aus dem gleichen Grund und weil gute Freunde von mir da wohnen und ich so immer ein nettes Auswärtsspiel habe. Ich werde Augsburg mögen, weil es die Mannschaft eines guten Freundes von mir ist und weil es ein Underdog ist.

Ansonsten mag ich jede Mannschaft, wenn sie gegen uns verliert und finde jede Mannschaft doof, wenn sie gegen uns gewinnt.


andi79
19. Juni 2011 um 0:21  |  25242

Danke für die beiden Artikel!

Solange es bei einer sportlichen Rivalität zwischen Vereine bleibt kann ich mit leben. Nur wenn die Fans aufeinader einschlagen oder auch „nur“ beschimpfen gehts mir deutlich zu weit. Habe im Stadion auch nicht „Schei… Union“ mitgesungen.

Außer Hertha mag ich eingentlich nur Barca(gucke die Spiele so oft wie möglich), weil sie super Fussball Spielen und Spieler wie Xaxi,Iniesta,Messi total bodenständige Typen sind.
In Deutschland sind mir die anderen Vereine egal. Ich achte da mehr auf die einzelnen Spieler oder Trainer und da gibts Leute die ich aus verschiedenen Gründen mag oder auch nicht.
Im großen und ganzen bin ich bei diesem Thema jedoch ziemlich emotionslos.
Nur bei den Hertha-Spielen kann ein Sieg einen fröhlicheren Abend bereiten und eine Niederlage zum Frustabbau-Sport(meist Gewichte stemmen) führen.


b. b.
19. Juni 2011 um 0:24  |  25243

Meine Vereine sind Hertha BSC, Hertha 03 Zehlendorf, dort hab ich gespielt und aus Kindheitstagen die Eintracht aus Braunschweig, weil ich den Horst Wolter als Torwart so toll fand. Wenn ich im Tor spielte, war ich immer der Wolter. Ohne es erklären zu können, kann ich nichts mit VFB Stuttgart, Kaiserlautern und Wolfsburg anfangen und noch etlichen anderen Vereinen. Sympathien habe ich mit Mannschaften, die Freunde favorisieren. Gladbach, HSV, Bremen. Ferner die Borussia aus Dortmund. Zur Fanfreundschaft KSC? Muss ich doch mal hin fahren. Wurde ja schon ausreichend positiv beschrieben, is nur so weit. Schalke ist mir egal und ich finds schon übertrieben, besonders von den „Jungen“, gleiches gilt für Union, was die Jungen angeht auch aus Köpenick in unsere Richtung. Ansonsten hat Union meinen Respekt und wenn es nicht gegen Hertha geht, sollen sie gewinnen, mit der Ausnahme nicht vor uns Meister oder Pokalsieger werden.
Auf Internationalem Parkett drücke ich allen Mannschaften die Daumen.
Eine Ausnahmestellung hat noch Bayern München, bin kein Fan aber was dort geleistet wurde alle Achtung. Ist für Deutschland einmalig, daher auf der Positivliste.
Attribute wie Feinschaft, Hass gehören für mich nicht zum Fandasein. Gesunde Rivalität schon, da darf es gesangsmäßig durch aus mal rauer Zugehen, Nach dem Schlußpfiff isses dann auch wieder gut.

Noch ne Bitte an die „Spezialisten“, tauscht mal Eure Mailadressen aus zum Abarbeiten Eurer Befindlichkeiten.

Allseits ne gute Nacht.
b.b.


19. Juni 2011 um 1:04  |  25244

vergass ich in meiner Aufzählung: Freunde spielen in der Tat ne große Rolle: deshalb waren zwischenzeitlich auch Rostock und noch immer die Offenbacher Kickers für mich interessant ( nicht teilen muss ich die irrsinnige Feindschaft zwischen OFC-Fans und die der Eintracht..)
Meine These: nähme man den Fans für immer den Alkohol, würden sie weniger Muße zum Pflegen von emotionalen Pseudobeziehungen haben und sich um wichtigeres in ihrem Leben kümmern.
Noch mal zur angeblichen Fehde Schalke/Hertha: was ist eigentlich aus dem Wörtchen „Vergebung“ geworden?-Oder hassen Fussballfans über alle Generationen hinweg- analog zur Sippenhaftung?-da pflege ich doch lieber meine verbalen Kollapse..oder?


flötentoni
19. Juni 2011 um 1:33  |  25245

ohne alle komments gelesen zu haben…
ich hab den buliskandal nicht wahrgnommen- erstes sipiel an das ich mich erinner bsc) bsc-e. braunschweig 2-4…dann infiziert und zwar mir recht .-) immer union ggü positiv gestimmt zu mauerzeiten… seh die auch nicht als konkurrenz, obwohl das 1-1 und die heimpleite + boulevardbericht tat weh…aber 1.fc u ist nicht unsere liga bzw konkurenz (wie ein tb und bw 90- da ist eher abneigung ggf hass) ich bi sozialiert mit fanfreundschaft zu union – deswegen versthe ich das nicht.
abneigung zu schalke-obwohl nicht realy life erlebt, muss sein !
und retortenclubs a la hoffe, vw mag ich nicht….b l 04 und b u 05 als „gründer“ gewissermassen unter welpeschutz, aber lieber ist mir dann doch „was ist gelb und stinkt nacht ei- eintraaaacht braunschweig!“ – alte tradition halt…insofern find ich grad auch h96 (trotz tradition) nich so doll….
hingegen mainz, freiburg – typische underdogs, ausser gg hertaha immer gerne….wer gut fussball spielt (eine alte dame ausgenommen .-)) den find ick jut!!!!


Better Energy
19. Juni 2011 um 6:17  |  25246

Ich mag Vereine, die mit dem in unseren Leistungszentrum ausgebildeten Nachwuchs sorgfältig umgehen und sie weiter entwickeln. Das sind wir allen Mitgliedern geschuldet, zumal sie mir Ihren Beiträgen die Nachwuchsförderung erst möglich machen. Und jetzt fange ich erst an aufzuzählen: Aachen, Duisburg und nun fällt mir im Nachgang auch Mainz ein (Malik). Zu den Mögen-Topvereinen gehören also alle, die unseren Nachwuchs weiter entwickeln, entweder durch Kauf oder Leihe.

Zu den Nicht-Mögen-Vereinen gehören alle diejenigen, die unfähig sind, durch Scouts in der eigenen Region guten Nachwuchs zu finden und zu fördern und sie in anderen Nachwuchszentren abwerben zum Nachteil des Kindes. Dazu gehört unbestritten Hoffenhein. Die anderen dürfen sich gerne hier einreihen…


BerlinerHerthaFan
19. Juni 2011 um 9:31  |  25247

Prinzipiel halte ich von Fanfeindschaften nix – es ist am Ende doch einfach nur Fußball. Aber dennoch gibt es Vereine die ich mag, die mir egal sind und bei denen ich mich Freue, dass sie Verlieren (nicht nur gegen Hertha, da Freue ich mich immer:) ). Die Feindschaft mit Schalke war mir bekannt, hat mich aber nie groß interessiert. Nun weiß ich auch endlich woher das kommt.:) Die Fanfreundschaft zum KSC flege ich, weil ich Fanfreundschaften gut finde, ansonsten ist mir der KSC aber eigentlich egal. Ich habe gemerkt, dass ich irgentwie ne persönliche Verbindung zu einem Verein brauche, um ihn zu mögen. Vereine die einfach nur schönen Fußball spielen respektiere ich und schauen ihnen gerne zu. Aber ich beschäftige mich nicht mit ihnen – also Ergebnisse nachschauen usw.
So haben sich über die Jahre einige Vereine angesammelt, die ich mag und wo ich auch ab und zu mich in der Presse informiere und ihnen natürlich auch die Daumen drücke.

So verfolge ich gespannt die Spiele von Energie Cottbus (weil ich dort studiere) und auch von Union (da Berlin einfach auch zwei gute Teams verträgt). Hinzu kommt das Interesse an Clubs die mich in meiner Jugend beschäftigt haben, wie Dynamo Dresden, Hansa Rostock und CZ Jena. Besonders Lustig ist meine Sympathie zu Dresden und Hanse und natürlich die Liebe zu Hertha bei einem Besuch eines Cottbusspiels gewesen. Wo ich mir am Ende dann von den Ultras die Schlachtrufe „Scheiß D. Dresden, Scheiß H. Rostock und SCheiß Hertha BSC“ anhören musste. Meine Kumpel (eingefleischter Cottbus-Fan) fands lustig, ich habe es stillschweigend hingenommen. Ich mag Energie trotzdem 🙂 auch wenn ich mich hier nicht traue, mein Hertha Trikot anzuziehen (außer im „geschützten“ Uni-Umfeld).

Die einzigen Vereine die ich nicht mag, sind die sogenannten Retorten-Clubs. Obwohl Hoffenheim sicher auch ein Traditionsverein ist, steht da für mich immer nur das Geld im vordergrund. Interessanter weise stört mich Bayer nicht so sehr wie Wolfsburg. Komisch.

Die Bayern sind da so ein Sonderfall. Ich freue mich eigentlich über jede Niederlage, aber auch nur weil man eh immer einen Sieg erwartet. Dennoch Respektiere ich die Bayern für ihr wirtschaftliches Können und glaube das sie jede Saison in die CL gehören. Da sie als einziger deutscher Club da wirklich eine Changse haben (auch wenn Schalke und net Bayern Mailand auseinandergenommen hat). Aber kann nicht sagen, dass ich sie mag und egal sind sie mir auch nicht – daher Sonderfall.

Am Ende ist für mich nur Wichtig, wie sich Fanfeindschaft ausdrückt. Sind es kleine Nicklichkeiten die man sich an den Kopf wirft, bezeichne ich das als Zanken. Geht es so weit, dass man um sein Leben fürchten muss, wenn man im falschen Stadtteil ist (Schalke – Dortmund z.B., weiß nicht wie das in Hamburg ausschaut und wie extrem es in Berlin genau ist, habe bisher noch kein Hertha-Trikot in Köpenick getragen).
Der Aspekt der Gewalt ist halt eher immer das Kriterium, dass da für mich reinspielt. Blöde Sprüche kann ich ab, aber wenn mir einer aufs Maul haut, weil ich den „falschen“ Verein mag, hört für mich der Fußball auf.


ubremer
ubremer
19. Juni 2011 um 11:12  |  25248

@off-topic,

weil wir das Trainer-Thema am Vortag hatten: BILD am Sonntag hat Falko Götz in Vietnam besucht.
Lustenberger hat mit der U21 der Schweiz mit drei Siegen und 6:0 Toren das EM-Halbfinale erreicht. Und @hurdie erklärt uns, wie die Noten-Skala in der Schweiz ist, wenn Lustenberger eine 5 erhält 😉


LLcoolandi
19. Juni 2011 um 11:39  |  25249

@Schuss.Tor.Hinein: Mein liebster Feind:

BRAVO !!!!!!
Ich hätte es genauso geschrieben. Absolut richtig beschrieben !
Zu diesem Pokal-Spiel kommt noch, das m.W. kein in den Bundesligaskandal verwickelter Herthaner jemals wieder für Hertha gespielt hat, während bei Sch.. sogar die Spieler, die vor einem ordentlichen Deutschen Gericht einen Meineid geschworen haben wieder dort spielten, bzw. sogar Nationalspieler (Fischer, Rüssmann) wurden…
Mir kommt regelmäßig die Galle hoch wenn ich Sch… sehe oder hören muss. Selbst CL und EC-Spiele von denen schaue ich mir nicht an !

Bei „Ich mag . . .“ fehlt als Antwort:
„Keinen anderen Verein als Hertha“


hurdiegerdie
19. Juni 2011 um 12:04  |  25250

Aber gerne, @ub, auch wenn die Skala ja als Legende eingeblendet ist: 6 ist die beste Note, 1 die schlechteste. Irgendwie ja auch sinnvoll, oder?

Wie findest du das Mädchen auf einer Skala von 1 bis 10? (Wobei 10 die schlechteste Note ist???).

😉


19. Juni 2011 um 12:35  |  25251

huch, das ist die Skala der BILD, aus meinen Kindertagen.
Da war „6“: Weltklasse und die „5“=Nationalmannschaftsreif- 🙂
Lusti war gestern klasse, aber spielt scheinbar wirklich sehr gerne „defensiv“-ich würde ihn mir sehr gerne mal offensiver wünschen, zumal mit Ottl und Niemeyer…


08-15
19. Juni 2011 um 12:52  |  25252

Als ich jetzt so die Kommentare überflogen habe, fühlte ich mich spontan bei @jenseits gut aufgehoben. Mir geht’s auch so, dass ich durchaus mit Vereinen aus der Region (bis hoch nach Rostock) sympathisieren kann.

Ansonsten, habe ich noch andere Vereinssympathien? Werder Bremen finde ich ganz gut. Die ruhen irgendwie so gemütlich in sich und sind trotzdem relativ erfolgreich. Und die ganze Stadt steht wie eine Wand hinter denen. Wer durch die Bremer Innenstadt geht, entdeckt viele Läden, die Werder-Bremen-Krams in der Auslage haben. Und natürlich habe ich norddeutsche Kollegen, die haben mich wohl hauptsächlich „infiziert“. 🙂

Die Underdog-Modelle à la Freiburg und Mainz finde ich auch nett. Das hat was. Und um noch international zu werden – fragt mich bitte gleich nicht nach dem warum – der FC Everton hat’s mir in der Jugend irgendwie angetan, seit irgendeiner Panini-Klebebild-Aktion. 🙂
Ja, kein Liverpool, kein Manchester, kein Chelsea, kein Arsenal. Alles irgendwie nicht Mainz, äh mein’s…

Was Bayern München angeht, halte ichs mit @hurdie: Kotz, aber Respekt für die Vereinsführung seit Jahren. Aber ich kann mich mit Schalke/vayern freuen, wenn die z.B. im Champions-League-Halbfinale/Finale stehen und dabei sogar für die Gesamtliga was leisten können (Eurowertung).

Was meine Haltung zur Schalke-Abneigung angeht – Danke @jenseits. 🙂 Ich finde auch, das hat irgendwie etwas von Zwergenaufstand, wenngleich ich Respekt vor dem Ärger der Fans habe, die das damals miterleben mussten. Und die Rolle des DFB scheint da ja auch keine „glückliche“ gewesen zu sein. Ich finde aber, das ist nun soooo lange her…

Fanfreundschaften
Das ist so eine Sache. Einerseits finde ich das gut, dass so etwas möglich ist. In der heutigen Zeit scheint das ja eher anachronistisch. Auf der anderen Seite habe ich z.B. bei den Spielen gegen den KSC immer ein ganz ungutes Gefühl. Die ganze Saison verfolgt man auf der Anzeigetafel die Ergebissee mit und im direkten Aufeinandertreffen will man sich ja dann gegenseitig irgendwie auch nicht wehtun. Und gerade dann sind die Spiele gegen den KSC aber oftmals welche, in denen es um was geht. (z.B. Champions League, Trainerentlassung, Auf-/Abstieg usw.) Das finde ich dann schon immer hart.

Interessant finde ich die Aussagen zum MSV Duisburg. Hat das noch irgendjemand mitbekommen, dass die Duisburgfans gegenüber Hertha Sympathien bekundet haben? Iss irgendwie an mir vorbei gegangen. Aber ich war auch bei diesem besagten Auswärtsspiel nicht dabei – nur danach auf dem Kudamm, Fahne schwenken und Pyrotechnik filmen… 😉


Petra in Lübeck
19. Juni 2011 um 13:17  |  25253

Tja, wie sag ich es nur. So richtig ungern, mag ich jene Mannschaften, deren Fans so unflätig oder arrogant sind (dazu gehören Vereine wie Rostock, Dresden, Bayern, BFC Dynamo). Ansonsten bin ich der Auffassung, jeder hängt mit Herzblut an seinem Verein und das ist auch gut so. Ob Schlacke oder Union ist mir egal, mein Herz schlägt Blau-Weiß und der Rest na und …. 😉


19. Juni 2011 um 13:21  |  25254

@petra: als „Neutraler“ kann man mit Hertha-Fans allerdings dann so seine Probleme haben 🙂
Also unflätiger als Berliner Fans..habe ch bisher wenige erlebt..oder irre ich?


FelixBSC
19. Juni 2011 um 13:52  |  25255

Also die Wahrnehmung anderer Vereine ändert sich bei mir im Zeitablauf und hängt von den verschiedensten Faktoren ab. Ich kann mich erinnern in den 90ern Stuttgart und ihr magisches Dreieck sehr bewundert zu haben, aber inzwischen ist mir der Verein mit Bobic und Labbadia eher unsympathisch – ich hab es mir sogar etwas gewünscht, dass sie die 3. (!!!) miese Hinrunde in Folge nicht noch wieder geradebiegen können.
Karlsruhe mochte ich immer schon (auch ohne anfangs von der Fanfreundschaft zu wissen), noch mehr, seit ich die tolle Stimmung im Februar live erleben durfte.
Leverkusen war mir immer relativ egal, bis ich 2007 wegen eines Praktikums in der Gegend war und mir unser Gastspiel dort (ging leider nach langer Führung noch 2:1 veloren) im Stadion zu Gemüte geführt habe. Habe damals wegen zu später Ticketbestellung nur noch nen Platz auf der Gegengeraden bekommen und so zwischen Leverkusenern gesessen. U. A. ein nettes Ehepaar mit nem Sohn, der in Berlin studiert hat. Also irgendwie ist der Besuch Alles in Allem positiv in Erinnerung geblieben. (Auch weil es herrlich war anzuhören, wie die Bayerfans damals über Paul Freier und Stefan Kießling gemotzt haben 🙂 („Jetzt verkauft endlich den Freier und kauft von dem Geld ein paar neue Schuhe für den Kießling, damit der nich immer nur stolpert…“)

H96 mag ich nicht, weil ich die Stadt nicht schön finde, die Bayern sind mir seit Nerlinger Manager ist wieder sehr viel unsympathischer, als vorher, der HSV hat die letzte Seison eindrucksvoll genutzt um in meiner Gunst nach unten zu rutschen und der Rest der Liga ist mir irgendwie ziemlich egal.

Sympathie bzw. Antipathie sind also ein ziemlich ungreifbares Mysterium und wohl nur das Beiwerk, damit man rechtfertigenden kann, weshalb man unsere über Alles geliebte Hertha doch viel besser findet, als den Rest der Welt 😉


Petra in Lübeck
19. Juni 2011 um 13:54  |  25256

@Apo: Da hast Du Recht und ich bin dann immer in „Fremd-Schäm-Haltung“…

Aber leider hat so mancher Ostclubs Probleme mit Rechtsradikalen und das ist dann für mich nocht ätzender 🙁


Orgelpfiff
19. Juni 2011 um 14:25  |  25257

Seit ich anfing, mich für Fußball zu interessieren, war Klaus Fischer mein Lieblingsspieler und ich erfuhr Bestätigung durch das absolute Gänsehautspiel 1982 im Halbfinale gegen Frankreich, das laß ich mir nicht nehmen, egal wie Fischer in die Schalke-Händel verwickelt war. Andererseits habe ich mit der deutschen Südwestecke (Baden, Pfalz, Südhessen) überwiegend ungute Erfahrungen, die Fanfreundschaft zum KSC ist darum nicht unbedingt meine.
Hertha ist wie Familie, wie eben bucklige Mischpoke. Man möchte die üblichen Familienfeste manchmal irgendwie vermeiden, muß aber doch hin. Und einmal da, muß man die schreckliche Tante küssen und wird mit dem blöden Vetter konfrontiert, den alle anderen so toll finden.
Heißt übersetzt: Man läßt kein Spiel aus, wenns gefällt singt man mit, wenns einem gegen den Strich geht, hält man sich am Bier fest und schweigt.
In der Diskussion kommt mir die Situation mit Union noch zu kurz. Es ist doch gar nicht lange her, daß wir das Zusammenhalten über die Mauer hinweg besungen haben. Das Spiel gegen Wattenscheid und das Freundschaftsspiel waren auch noch klasse. Ich meine mich zu erinnern, daß Union-Fans mal eine Schweigeminute im Olympiastadion störten. Ich finde irgendwie nichts greifbares, was zum kippen der Beziehung geführt hat.


19. Juni 2011 um 14:42  |  25258

@petra: da geht´s uns dann sehr sehr ähnlich. Die Sache mit den Rechten hatten (haben) wir ja auch-aber ein Klub kann da offensichtlich ne Menge machen-deshalb sollte man auch nicht aufhören, die Finger in solche „Wunden“ zu stecken, die jeweiligen Klubs nicht in Ruhe lassen…und deren Relativierungen nicht hin nehmen.- Fussball ist für mich in allererster Instanz ein toller Sport, der Spass macht. Ich habe als Kind in jedem Urlaub mit allen anderen Kindern, egal wo es war (ob in Schweden,Schweiz, Bayern, Harz, Westfalen etc pp) mit den Einheimischen gegen die Pille gebolzt, fand dadurch sofort Zugang..DAS war für mich Fussball-und ist es heute noch. Dass es in Stadien ziemlich leise wäre, wären alle so, wie ich, muss ich zugeben..deshalb finde ich Nickligkeiten und Schmähgesänge ( bis zu einer gewissen Schmerzgrenze) völlig in Ordnung, auch lustige Verar..ungen. Alles, was drüber hinaus geht, ist für mich schlicht unverständlich und armselig.-Wie könnte man dann seinen Minderjährigen mit in´s Stadion nehmen??!-Das ist für mich der Gradmesser: kann ich eine kluge, attraktive Frau u/o mein kleines Kind mit nehmen..oder muss ich schon auf der Anreise ihnen Ohropax und Augenbinden verordnen..?


jenseits
19. Juni 2011 um 14:45  |  25259

Mir geht es ähnlich wie @hurdie: Mannschaften, gegen die wir gewinnen, mag ich etwas mehr, und die, gegen die wir verlieren, finde ich ziemlich doof. 🙂 Wenn es dann auch noch so ein Verein ist, den ich ohnehin nicht besonders mag, kann ich nach einem verlorenen Spiel schon auch recht krätzig gestimmt sein.

Aber das übertrage ich eigentlich nie auf die Anhänger der Vereine. So macht es mir immer Spaß, nach einem Heimspiel im Biergarten mit den „Gästen“ ein paar Worte zu wechseln und mich über das Spiel oder Fussball allgemein zu unterhalten. Wenn ich beobachten kann, dass es nach einem Spiel entspannt zugeht und sich die Fans der anderen Vereine bei uns wohl fühlen, dann bereitet mir das Freude, denn wichtiger als alle Antipathien ist mir auf jeden Fall, den Eindruck eines guten Gastgebers mit ein wenig Grandezza und Humor zu hinterlassen.

@apo, sind die Berliner Fans wirklich so rüpelhaft oder unflätig? Mir ist das nur einmal wirklich aufgefallen, als ich vor drei Jahren oder so mit einem Sonderzug nach Cottbus gefahren bin. Das fand ich schrecklich… Aber nach den Heimspielen z.B. geht es doch noch einigermaßen zivilisiert zu; ist doch rüpeltechnisch gesehen eher Durchschnitt, oder? 🙂


19. Juni 2011 um 15:02  |  25260

@jenseits: ich sage nicht, dass sie schlimmer oder besser sind. Aber es gibt Teile von denen, das ist (wie andernorts) unter aller Schublade..
In anderen Städten stehe ich lieber an, als in Berlin. Das kann aber daran liegen, dass der Berliner im Allgemeinen recht rüpelhaft ist :mrgreen:


jenseits
19. Juni 2011 um 15:20  |  25261

@apo, „in anderen Städten stehe ich lieber an…“ – was heißt das denn? Meinst Du an der Theke oder verstehe ich irgendeinen Slang nicht richtig? Bin da nicht ganz up to date…

Und nö, ich finde, der Berliner ist vergleichsweise wenig rüpelhaft. Ganz objektiv! 😉


apollinaris
19. Juni 2011 um 16:40  |  25262

@jenseits: wenn man in ein Stadion geht, steht man meistens an: an der Stadionkasse, dem Wurststand,dem Bierstand, den WC´s, dem Bus etc pp 🙂


19. Juni 2011 um 16:46  |  25263

Zur Historie des AntiS04-Urknalls muss man noch die Saison 64/65 anfügen, als Hertha zwangsabsteigen musste, dafür Tasmania als (West-)Berliner Quotenklub nachnominiert wurde. Zusätzlich wurde die Bundesliga von 16 auf 18 Mannschaften aufgestockt, womit die sportlich abgestiegenen Schalker (+ der KSC!!) doch noch erstklassig bleiben durften.

Mir persönlich ist das schnurzpiepe, aber ich genieße die Spiele gegen S04 wegen der herzlichen Atmo. Wie heißt es so schön: Was sich neckt, das liebt sich. Insofern muss ich einem der Vorredner zustimmen, der meinte, die beiden Vereine (Hertha + s04) sind sich ähnlicher, als sich das manch Hassprediger eingestehen mag.


ubremer
ubremer
19. Juni 2011 um 16:54  |  25264

@off-topic

der Capitano hat sich via Presseerklärung zu Wort gemeldet und findet, dass alles, was der DFB zum Thema sagt, nicht den Tatsachen entspricht. Bayer Leverkusen hat soeben foldendes verbreitet unter der Überschrift: „Persönliche Pressemitteilung von Michael Ballack als Reaktion auf die jüngsten Aussagen von DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach“ (da der Text noch nicht online steht, für Euch die volle Ladung):

„Ich finde es schade, jetzt erneut Aussagen lesen zu müssen, die nicht der Wahrheit entsprechen und auf die ich reagieren muss. Ich kann nachvollziehen, dass Wolfgang Niersbach versucht, für Joachim Löw Partei zu ergreifen. Ich halte es sogar in seiner Position als Generalsekretär des DFB für seine Pflicht. Fakt ist jedoch, dass niemand, auch nicht Wolfgang Niersbach, auch nur bei einem einzigen der Gespräche dabei war, die der Bundestrainer und ich geführt haben. Wenn der Bundestrainer Wolfgang Niersbach erzählt haben sollte, er habe bei unserem Gespräch am 30. März zu mir gesagt: „Micha, das war’s für dich und lass das jetzt mal sacken“, oder „Ich plane nicht mehr mit dir“, dann ist das schlichtweg nicht wahr. Das genaue Gegenteil war der Fall.
Ich wollte seinerzeit vom Bundestrainer wissen, wie er in Zukunft mit mir plant. In diesem Gespräch vermittelte er mir, dass er mich nach meinen Verletzungen wieder auf einem guten Weg sieht und durchaus daran glaubt, dass ich es in jedem Fall noch einmal schaffen kann, in die Nationalmannschaft zurückzukehren; dass ich ein Kämpfertyp sein. Er hat mich motiviert und aufgefordert, nicht hinzuschmeißen.
Demgegenüber passte die seit letztem Sommer andauernde Hinhaltetaktik des Bundestrainers überhaupt nicht zu den Aussagen, die er mir gegenüber und auch in der Öffentlichkeit gemacht hat. Bezeichnend dafür und unwiderlegbar ist eine Aussage eines seiner engsten Mitarbeiter, des DFB-Teammanagers Oliver Bierhoff, im Frühjahr in der Sendung „Doppelpass“ von Sport 1 in Reaktion auf die Forderung eines Journalisten, Michael Ballack doch endlich zu sagen, dass man nicht mehr mit ihm plane. Oliver Bierhoff antwortete sinngemäß, dass man sich nicht alle Türen zuschlagen wolle und Michael Ballack noch sehr wichtig werden könne.
Im Mai reifte bei mir endgültig der Entschluss, zurückzutreten. Diese Überlegung teilte ich dann dem Bundestrainer und auch Wolfgang Niersbach mit. Ich hielt einen Zeitpunkt im Sommer für angemessen. Wir vereinbarten, dass ich in der Sommerpause meinen Rücktritt selbst bekanntgeben dürfe. Ein genaues Datum, geschweige denn eine Frist, stand dabei nie zur Debatte. Als Joachim Löw mich im Urlaub letzte Woche nicht erreichte, musste ich plötzlich von Wolfgang Niersbach eine Stunde vor Veröffentlichung der Pressemitteilung des DFB per SMS erfahren, dass der Bundestrainer „nicht mehr mit mir plant“. Drei Tage vor meinem Urlaubsende, wissend, dass ich danach wieder uneingeschränkt erreichbar bin und man genügend Zeit hat, bis die Bundesliga-Saison wieder beginnt, hat man konträr zu unserer Absprache diese Pressemitteilung verfasst.
Noch einmal: Es war klar und unmissverständlich von beiden Seiten vereinbart, dass ich meine Entscheidung, zurückzutreten, in Ruhe in der Sommerpause selbst verkünden darf. Mit dieser Erklärung möchte ich das Thema jetzt abschließen und mich voll und ganz auf meine Ziele mit Bayer 04 Leverkusen konzentrieren.“


jenseits
19. Juni 2011 um 16:58  |  25265

@apo: Ick lach mir kringelich. Also nach dem Motto: Willst du mal ordentlich anstehen, dann geh ins Stadion! Zwischendurch und nebenbei ein bisschen Fussball gucken. – Da kommt man im Olympiastadion wirklich voll auf seine Kosten! 🙂


apollinaris
19. Juni 2011 um 17:07  |  25266

@jenseits: da sind wa weit vorne 🙂
Zum Ballack-Theater: wäre es so, wie Ballack beschreibt,-wäre es eine völlig absurde story seitens Löw. Ich frage mich nur: wieso sollte er so etwas machen? .welchen tieferen Sinn würde das machen? Und: natürlich wäre ihm klar gewesen, dass das auf öffentlichen Widerspruch seitens Ballack stoßen würde..
Sehr düster, sehr bescheuert..das Ganze ist leider wirklich zu einer Farce geworden und passt so gar ich in das Bild, das man von sich geben möchte….


Blauer Montag
19. Juni 2011 um 17:07  |  25267

Oje, jetzt wird nachgekartet. „Es war klar und unmissverständlich von beiden Seiten vereinbart, dass ich meine Entscheidung, zurückzutreten, in Ruhe in der Sommerpause selbst verkünden darf. Mit dieser Erklärung möchte ich das Thema jetzt abschließen und mich voll und ganz auf meine Ziele mit Bayer 04 Leverkusen konzentrieren.“ Haben die Herren Ballack und Löw schon nach wenigen Wochen Gedächtnislücken und wissen nicht mehr, was sie im Mai 2011 verabredet haben? Springt über euren Schatten. Lasst den Michael Ballack seine 100 Länderspiele machen inclusive Abschiedsspiel. Die Mannschaft und der Bundestrainer sollten diese beiden Spiele mit dem Ex-Kapitän aushalten können. Es ist mir egal, wer von beiden der größere Dumm-/Dickkopf ist. Ein ehrenvoller Abschied und gut ist, Michael.


dewm
19. Juni 2011 um 17:17  |  25268

Klasse geschrieben Jungs! RESPEKT! Eure Berichte und Erlebnisse sind von mir nur zu gut nachvollziehbar. Besonders gelungen ist die anschauliche Darstellung der Szene als die Schalker im Fanshop nach dem neuen Schalke-Jersey fragten… Nur schade, dass die Antwort nicht wahrheitsgemäß lautete: „Die mussten wir zurückschicken. Haben wir in den letzten Jahren angeboten. Niemand wollte die hier haben. Einfach unverkäuflich. Lausige Qualität, fieses Design und falsche Beflockung. Besonders negativ kam das falsche Hertha-Emblem auf den Jerseys an.“

Für mich gilt: Ick bin Herthaner. Fußball bedeutet für mich Emotionen. Und deshalb sage ich auch immer: „Fußball is langweilig“. Dieser „schöner Fußball-Meinung“ kann ich aber auch absolut NÜSCHT abgewinnen. Beim Fußball geht es um nüscht anderes als: Den Sieg. So habe ich es immer gehalten. Egal, ob ich einst auf dem Platz stand oder ob ich heute im Stadion meinen Verein „sehe“ oder beim Public Viewing UNSERE Jungs bei EM, WM oder dem Weg dorthin begleite. Das macht das Spiel einfach. Alles andere langweilt. Von mir aus soll Barca zum 200en Mal im CL-Endspiel Manchester, Mailand, Real oder Real, Mailand oder Manchester beherrschen. Mir egal. Wie soll ich da Emotionen bekommen? Sollen diese Vereine Milliarden für immer dieselben Spieler ausgeben. Von mir aus können die mit „One-Touch“ und dabei ohne Bodenberührung spielen. Mich interessiert der Zirkus nich die Bohne. Ich will sehen wie mein Verein gewinnt. Und wenn es am Ende so geschieht wie im Herbst 2008 gegen Leverkusen. Umso besser. Solche Siege sind doch Orgasmus pur. Aber nun schweifte ich ab…

Andere Vereine sind mir egal. Aber für Jeden, der so denkt und fühlt wie ich habe ich größten Respekt und mit dem komme ich gut klar. Ob er für Schalke, Bayern oder Oberneuland empfindet. Ich empfinde höchstens Mitleid, wenn es denen so ergeht wie uns vor zwei Jahren. Aber am Ende gehört das dazu. Und schweißt jene „Gemeinde“ zusammen.

Nein im ernst: Jeder musste sich einmal entscheiden. Auch wenn diese Entscheidung im Unterbewusstsein fiel. Zu erklären ist so eine Entscheidung oft nicht. Besonders wenn man sein Herz an Vereine verloren hat, mit deren Heimatstädte jene Liebenden sonst nichts verbinden… Auch diese Fans verdienen meinen Respekt. Und irgendwie verstehe ich sie. Und ich habe mit solchen Leuten immer die besten Gespräche geführt. Ob Stuttgart, Schalke, HSV, Bayern, Frankfurt, Kaiserslautern, unter der Woche oder nach dem Spiel waren es immer tolle Gespräche und gemeinsame Erlebnisse trotz der Spitze (besonders vorm und natürlich während des Spiels)…

Leute, die mir erzählen, sie mögen Vereine, da deren Mannschaften „schönen Fußball“ spielen, empfehle ich immer, in den Zirkus zu gehen.

Thema Benimm: Nö! @APOllo, da habe ich viel erlebt. Aber peinlicher als andere sind unsere Jungs nicht. Hertha-Fans gehören besonders Auswärts eher zu den Kreativen, was „uns“ bei vielen gastgebenden Fangruppen Respekt eingebracht hat. Dazu treten Herthaner auswärts in recht großer Menge auf. Was diverse Gründe hat und ebenfalls für Respekt sorgt. Ansonsten ist die Ostkurve nicht peinlicher als jede andere Kurve in deutschen Stadien. Na klar. Einige von denen sind wirklich peinlich. Aber die gehören eben zur „Familie“. Niemand kann denen verbieten, unsere Liebe zu teilen. Wenn es zu unerträglich wird, muss eben angemessen eingegriffen werden. Zwischen Freiburg und Bremen ist es überall das Gleiche. Nur aufgrund bestimmter Rahmenbedingungen (was weiß ich) haben manchen Vereine besondere Probleme mit einer Generation. Aktuell, bedaure ich die Dresdener…

OKAY, wurde doch länger. Tut mir leid. Bitte aufgrund des spannenden Themas und der guten, ehrlichen Einleitung durch Schuss.Tor.Hinein! und Sir Henry um Nachsicht.


Tunnfisch
19. Juni 2011 um 17:41  |  25269

Herr Ballack entscheidet von sich aus seinen Rücktritt selbst zu verkünden. Herr Löw findet das „eben auch“ total falsch und forciert hinterrücks eine Pressekonferenz just wenn Herr Ballack nicht erreichbar ist….
Was ist das denn bitte für eine seltsame Geschichte?
Warum hätte Löw mit einem Rücktritt nicht leben können sollen?


Slaver
19. Juni 2011 um 17:59  |  25270

Klinsmann-Club, Toronto FC, hat wohl Interesse an Rob Friend. Auch Thorsten Frings soll wohl auf dem Wunschzettel stehen.

http://www.bz-berlin.de/sport/hertha-bsc/herthas-rob-friend-ab-nach-kanada-article1207611.html


apollinaris
19. Juni 2011 um 18:35  |  25271

lieber dewm: nix anderes habe ich gesagt: nicht anders als andere sind die berliner Fans, weder im Schlechten, noch im Guten.

Der Berliner an sich ist allerdings derber-ich meinte damit die , die keine Kutten etc tragen.. 🙂
Ansonsten scheibst du das, was ich auch schon mal sagte: die anderen Fans lieben ihren Klub genauso (unvernünftig und einseitig),-schon alleine deshalb sind Fanfeindschaften und Gefühle wie HASS komplett daneben und erinnert mich eben doch an „verordnete kriege“, wo sich das Fussvolk abschlachtet und die Könige miteinander Weintrauben essen ..;-) und die Frauen teilen.
Eines empfinde ich aber doch ganz anders: der völlig „unverdiente“ Siege gegen Lev´kusen freute mich zwar-aber ich war sehr weit von einem orgiastischen Gefühl entfernt. Dieser Sieg schmeckte eher wie die schale Lust, die Dir eine Käufliche simuliert… 🙂 falls Du das mal erlebt haben solltest.. 😉
Verstehen kann ich das Empfinden aber sehr gut und finde es auch liebenswert, wenn diejenigen sich dessen bewusst sind, was sie da veranstalten-und ohne echt empfundenen Chauvinismus auskommen.


19. Juni 2011 um 18:51  |  25272

… guter beitrag @dewm…find ich mich sehr gut aufgehoben…

@ slaver: hätte nix dagegen wenn es funzt, da würde der klinsi aber pluspunkte bei mir sammeln…


dewm
19. Juni 2011 um 21:43  |  25273

Tut mir Leid @APOllo. Ich will nicht hart klingen. Gestatte mir jedoch trotzdem diese Kritik, denn Du wunderst Dich immer wieder (wir lesen uns nun schon einige Jahre), dass man Dich falsch versteht. Vielleicht solltest Du Deine Beiträge doch noch einmal genauer lesen, bevor DU auf das „senden“-Button klickst. Oftmals fehlt mir bei Dir das Nachfeilen… Wie auch immer, aus mehreren Beiträgen oberhalb meines ersten hier, verstehe ich Dich so, dass Berliner oder Hertha Fans aus Deiner Sicht eher zu den „peinlicheren“ gehören. Wenn ich Dich falsch verstanden habe, sieh mir das bitte nach. Nimm diese Info jedoch aber bitte auch als Hilfe an. Denn oft geht es mir mit dem Verständnis Deiner Beiträge wie jenen, die Deine Beiträge „falsch verstanden“. Kommunikation besteht immer mindestens aus zwei Seiten. Wenn Kommunikation fehlerhaft ist muss das nicht zwingend am Empfänger liegen. Wie es natürlich auch nicht zwingend am Sender liegt… Also. Ist schon OKAY.

Dein „Orgasmusreplik“ finde ich nun aber doch interessant. DU willst sagen, dass ein aufgrund der Spielanteile unverhoffter Sieg in letzter Minute für Dich weniger Freude auslöst, als ein Sieg in einem Spiel in dem der Gegner an die Wand gespielt wurde? Letztere Siege stehen doch meist schon 30 Minuten vor Schluss fest…. Seltsam. Deinen Vergleich mit der „gekauften Liebe“ würde ich eher wählen, wenn meine Mannschaft aufgrund des Investitionsvolumens doppelt oder dreifach so teuer wäre als die des Gegners. Mit viel Geld ist es doch kein Kunststück, den Gegner zu beherrschen, um dann 3, 4 oder 5 zu Null zu gewinnen… Auch als ich noch selber auf dem Platz stand waren die unverhofften, von mir aus auch unverdienten, Siege die schönsten. Danach schmeckte das Bier immer am besten… Wie war das bei Dir? Du spieltest doch auch. Wenn Ihr total unverdient 1:0 gewonnen habt, war Euch das peinlich? Habt Ihr Euch bei den anderen entschuldigt? Oder habt Ihr Euch gar aus Gründen der Fairness in letzter Minute mit Absicht einen reinhauen lassen. Fußball ist doch nicht gerecht. Soll auch nicht. Oder die Gerechtigkeit liegt gerade darin, dass Hertha seinerzeit „unverdient“ gewann… Es geht darum (innerhalb der durch Regeln erlaubten Grenzen), ein Tor mehr als der Gegner zu schießen. Wie ist doch Schnuppe.

Oder soll ich Dich so verstehen, dass die Leverkusener uns damals den Sieg verkauften? Das wäre in der Tat eine ganz neue Sicht auf die damaligen Ereignisse. @UB und STO: Ihr solltet vielleicht recherchieren. Evtl. deckt IHr einen Skandal auf…

@rasi: Sehr gern, dann lohnte es sich doppelt… 😉


Sir Henry
19. Juni 2011 um 22:09  |  25274

Ballacks Argumentation ist nicht stimmig.

Er muss sich schon entscheiden: Entweder er streitet alle Aussagen des DFB als unglaubwürdig ab oder er nutzt die Aussagen zu seiner Unterstützung. Eins geht nur.

Aber Niersbach als lügnerischen Boten Löws abzuqualifizieren und (ausgerechnet) Bierhoff als den Überbringer wahrer Wahrheiten zu deklarieren ist nicht stimmig.

Die Worte Ballacks sind schwammig. Es sei ihm also „vermittelt“ worden, er hätte noch eine Chance. Löw und Niersbach klingen da doch anders.

Letztlich läuft es für jeden von uns darauf hinaus, wen er für glaubwürdiger hält.


apollinaris
19. Juni 2011 um 23:09  |  25275

@dewm: aber ich hatte es doch schon klipp und klar gesagt:
Zitat: “ @jenseits: ich sage nicht, dass sie schlimmer oder besser sind. Aber es gibt Teile von denen, das ist (wie andernorts) unter aller Schublade..“
soll heißen: die Berliner Fans sind wie alle Fans 😉
Ich habe -wie gesagt-mich über den Sieg gefreut-aber nicht mehr als über andere Siege..eher weniger, weil es mir ein wenig peinlich war. Als Spieler habe ich völlig anders gefühlt als als Zuschauer-allerdings waren mir einige Elfmeter-Tore peinlich, weil ich ganz woanders hinschießen wollte-die Freude war verschmitzt-aber auch etwas schal..
Jeder Mensch hat verschiedene Emotionen-das ist doch das Schöne am Menschenleben?
Mißverständnisse gibt´s in solchen blogs, wo sehr verschiedenen Menschen, mit sehr verschiedenen Ansichten und Sprachen zusammenkommen, immer. Das geht anderen, wie ich hier oft mit lese ja nicht anders…Übrigens: ich hatte die ganze Zeit ein Grinsen auf den Backen als ich den Text heute nachmittag schrieb. Und habe das Gefühl, das @jenseits mich ganz gut verstanden hat.. 🙂
Da erkenne ich kein Muster, zumal ich ja noch in anderen communities war/bin..


Felix
20. Juni 2011 um 0:15  |  25277

Ich mag bestimmte Vereine einfach, weil sie echte Vereine sind mit echten Fans und Tradition und und und…
z.B. Kaiserslautern oder vllt. Nürnberg

Vereine wie Hoffenheim oder Wolfsburg (v.a. Wolfsburg) mag ich einfach nich, weil sie ihr Geld in den Arsch geschoben bekommen und dann teilweise nicht mal Erfolg damit haben…
und meistens haben sie dann nichmal richtige fans, sondernd eben nur so Erfolgsfans für ne Saison

Frankfurt mag ich nicht wegen dem Bruchhagen, keine Ahnung wieso^^

Meistens ist es eben ünbegründet, manchmal aber nicht 🙂


bawue_herthaner
20. Juni 2011 um 2:04  |  25278

@Felix: Frankfurt? Bruchhagen ist ok, aber ansonsten sind das die gewalttätigsten Fans der Liga über die der DFB auch noch schützend die Hand hält und mit seit Jahren kaum steigenden Strafen auch dei Eintracht nicht zwingt zu handeln. SGE hat wohl nur 25.000 Euro Strafe gezahlt für den Platzsturm (inkl. Angriff auf Polizei), was Hertha bei harmloserer Aufführung glatt das Doppelte kostete… und was da abgeht wenn der KSC spielt (Zugüberfall, Attacken …) ist unter aller Kanone.

Pro: KSC, Gladbach (noch nie einen unsympathischen Fan von denen getroffen), Mainz (sind jut druff und freundlich)
Contra: Frankfurt, 1899, VW; bei Schalke ist mir der Verein unsympathisch, die Fans eher nicht

Ballack: Weil ich ja nun nicht soooo weit weg wohne vom Löw kann ich mir vorstellen, dass der Dinge so formulierte (man will hier ja keinem weh tun bzw. Konflike im Angesicht zu Angesicht austragen müssen), dass das einer ausserhalb BaWü’s nicht versteht. Im übrigen halte ich Löw ebenso wie Favre für einen stilleren Typen und mithin leicht geneigt entschiedene Worte zu umgehen. Er spielt lieber taktisch sein Spiel als klare Aussagen dazu zu finden, was gespielt wird. Mit anderen Worten: Das kann man als Farce und Scheinheiligkeit bezeichnen.
Pro Ballack – kontra DFB-Versteher

Achso: „Fangesänge gegen Schalke oder Union
wenn die nicht gegen uns spielen“ sind extrem deplatziert. Das wirkt wie Kindergartengezänk. Abgesehen davon sollte man Abneigung gegen Union durch Nichtbeachtung ausdrücken, sonst macht man die wichtiger als sie sind.


micha
20. Juni 2011 um 7:52  |  25279

Also erstmal vielen Dank an die Autoren der, teils provokanten, aber super geschriebenen Artikel!

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass die Fanfreundschaft zum KSC mir, gelinde gesagt, pubsegal ist :-), sorry ist aber so, eine Nähe zu dem Verein kann ich nicht feststellen und bekomme es einfach gefühlstechnisch nicht gebacken.

Meine Most-Wanted Liste der gehasstesten Vereine wird unangefochten vom VFL Wolfsburg angeführt, der es schafft mit seinem Geld und seiner was kostet die Welt Mentalität doch keinen Erfolg zu kaufen und dabei so super Arrogant aufzutreten und sich als Aasgeier am Ende der Saison bei Hertha zu bedienen. Nicht das es schade um Friedrich wär! Bin froh das er weg ist!

Gefolgt wird der VFL von Hannover (würg) und Kaiserslautern.

Aber erklären kann man es nicht ;-)!


micha
20. Juni 2011 um 7:56  |  25280

Sorry hab noch den zweiten Platz im Most-Wanted Ranking vergessen die Obervoll…

Die sich dermaßen daneben haben als Hertha um den Abstieg gekämpft hat und deren Torhüter der sich durch extrem unsportlichen Verhaltens immer wieder schön in den Vordergrund spielt:

Nürnberg.

Geht gar nicht!


20. Juni 2011 um 9:35  |  25281

Als ehemaliger Fan und gebürtiger Hesse ist Eintracht Frankfurt ein muss. Mag diese Mannschaft schon noch, da ich seit Kindheit an damit zu tun hatte. Gewaltätige Spinner gibt es bei jedem Fußball Verein und die sollten nicht der Maßstab sein. Ansonsten sind mir die Bremer noch recht Symphatisch, ebenso der BVB oder Leverkusen, Dank Völler 🙂
Am wenigstens mag ich die Geldgeilen WOB sowie Hoffenhenheimer und den FC Köln!!

Zu dem Friend – Gerücht; Falls noch ein wenig Geld übrig ist, so sollte man sich mal nach HAMDI HARBAOUI umsehen. Seine Leistungsdaten sind mehr als überzeugend und als Backup auch noch bezahlbar für Hertha.


Teddieber
20. Juni 2011 um 9:42  |  25282

Moin, werde wahrscheinlich einer der letzten sein der sich zu Wort meldet, aber der Job macht es zur Zeit nicht möglich immer ins Internet zugehen. (Nur noch eine Woche, dann habe ich einen neuen Job. HURRA)
Toller Bericht der Co-Autoren.
Ich habe bei den „Bösen“ Vereinen Schlacke,VW und St. Pauli angegeben. Schlacke aus den bekannten Gründen oder besser gesagt das Spieler Kohle genommen haben , dann ins Ausland gewechselt sind und dann sogar wieder in der Nationalelf gespielt haben. Hertha- Spieler haben auch Kohle genommen, haben gestanden und wurden doch verflucht!
Habe aber eine sehr gute Freundin aus Ge-Buer und für welchen Verein schlägt Ihr Herz? Richtig! 😉 Habe sie mal begleitet als S04-Bayer den Pokal gewonnen hat, war lustig und feucht.
Bei den andern Club´s kann ich es nicht erklären, ist einfach so. Köln ist auch so ein Verein bei dem ich nicht traurig bin wenn die in der 2.Liga spielen.
Bei den beliebten Vereinen habe ich nur Gladbach angegeben. Das Endspiel gg Liverpool oder Simonsen usw. kann ich zu meiner Verteidigung sagen.
Auf meiner Hertha Kutte, sie ist ordentlich verpackt, habe ich einen Fanfreundschaftsaufnäher Hertha und Bayern. Zum KSC habe ich Null Meinung und Union war einmal.


apollinaris
20. Juni 2011 um 10:35  |  25283

und wodurch hat sich St Pauli „strafbar“ gemacht?


20. Juni 2011 um 10:49  |  25284

Ich bin seit fast 50 Jahren Berliner. Westen. Also Hertha. Fan? Nee. Eher Anhänger. Habe irgendwann gemerkt, dass ich mich freue, wenn Hertha – also meine Stadt – gewinnt und gemerkt, dass die Laune betrübter wurde, wenn Hertha verlor. Das schien und scheint bei den Fans und Anhängern anderer Vereine nicht anders zu sein.
Warum sollte ich andere Vereine mögen oder gar hassen? Überhaupt „hassen“ – was für ein Wort.
Ich habe vor kurzem erst (nach Tipp von @Treat) „Fever Pitch“ von Nick Hornby gekauft und gelesen. Ein schönes Buch, aber Hornby beschreibt jemanden, der ich nie sein werde.
Wenn ich guten Fußball sehen will, gehe ich nicht in den Zirkus (@dewm), sondern zu Hertha. Um mich zu fragen, wann es mal guten Fußball zu sehen geben wird. Der Zirkus muss warten, solange die Freude über Herthas Siege größer ist als der Wunsch, guten Fußball zu sehen.

Andere Vereine? Ich sehe lieber M´Gladbach als Hannover 96. Aachen als Cottbus. Das sind Gewohnheiten. Wie heißt es in einer Werbung: Erklären kann man das nicht!
Mir sind Vereine, die das Wort „Kult“ strapazieren, verdächtig.

Die Leidenschaft, die andere einem Verein entgegenbringen, kann mich begeistern. Ein Verein hat das bislang noch nicht vermocht.


hertha@berlin
20. Juni 2011 um 11:15  |  25285

@Sir Henry@und @Schuss.Tor.Hinein!
danke für die treffenden Texte 😀

ich mag Gelsenkirchen nicht, aus den benannten Gründen. Der Stachel sitzt halt zu tief 😉 Dann auch BVB und Cottbus eher nicht, was glaube ich mit deren momentanen Trainern zu tun hat.

Jemand hatte hier auch geschrieben , ob man nach so vielen Jahren den Sportfreunden aus Gelsenkirchen nicht vergeben kann??? Aber, die Sache ist ja so einseitig und die Kollegen, wissen ja angeblich nicht einmal mehr worum es ging. Da ist nie eine Aufarbeitung geschehen….Andererseits habe ich mehr sympathische Schlake-Fans getroffen, als Stuttgart-Fans.

Sympathisch sind mir die Bayern (ich halte mich auch gerne an die Gewinner)eigenartiger Weise auch Rostock und seit letzter Saison der MSV Duisburg und Paderborn, was für mich ber mit persönlichen Begegnungen mit deren Fans im Zusammenhang steht.


Exil-Schorfheider
20. Juni 2011 um 11:33  |  25286

@Schuss.Tor.Hinein! und @Sir Henry

Schöne Texte!

Weiß nicht, was ich von den angesprochenen Feindschaften und Freundschaften halten soll… kann mich weder mit den Tiraden gegen Schalke oder der Anbiederei beim KSC anfreunden, da bin ich wahrscheinlich zu jung für… Habe im Kollegenkreis eine gebürtige Berlinerin, die klar für Schalke ist, aber wir ziehen uns immer nur minimal auf… Klar habe ich mal in der Ostkurve mitgesungen, als es hieß „Leute! Wehrt Euch! Geht nicht zu St. Pauli.“ Aber das war ohne Hintergedanken, denn wir waren jung und brauchten… richtig, Geld gab es dafür keins, aber man war damals dabei….

Richtig unsympathischfinde ich lediglich die BSG Volkswagen… sicherlich hat man noch ein paar Antipathien gegen „Fans“ der SGE, aber wie @apo schon schrieb, jeder Verein hat seine „Problemfans“, die wird man eben nicht los.

Sympathisch dagegen sind so einige… Dynamo Dresden und Lok Leipzig eher als FC Hansa, dazu noch der FC Magdeburg…. selbst im Westen der Republik mag ich die Mainzer oder Breisgau-Brasilianer… Aber Union… nö, da sage ich jetzt mal nüscht zu… war mir immer recht sympathisch, aber nach dem „Senatstheater“ vor den Derby´s ist der letzte Funken Sympathie doch auch eher erloschen… Mit, nun habe ich doch was dazu geschrieben…


westend
20. Juni 2011 um 11:37  |  25287

Ein wichtiger feuilletonistischer Beitrag zur Schalke-Frage:

http://www.youtube.com/watch?v=8hy_JpV_3tw&NR=1

S04 — die Sch**** vom Revier!


apollinaris
20. Juni 2011 um 11:46  |  25288

@wilson: oha! -in diesem thread der erste Artikel, den ich vollständige (verstehe?) und teile. Das Buch (Fever..) steht immer noch im Regal, nach dem ich den Film gesehen hatte, wusste ich: so sehr ich das Drumherum mag -tiefer muss ich nicht hineingehen in diese Fan-Daseins-Athmo-da empfinde und lebe ich definitiv (ganz) anders.
Mit Mainz (etwas abgeschwächter auch bei Pauli) geht es mir genauso: diese fast schon verordnete „für den Underdog sein-„Attitüde gefällt mir nicht; deren Torwart drückte, als er mal nach einem Spiel ausrastete, für mich die gesamte Skepsis bei mir perfekt aus: scheint mir mit dünner Nadel gestrickt zu sein, dieser liebe, heitere Karnevals-look..(ich lege mich nicht fest-aber für größere Sympathien, reichts , nach anfänglicher Begeisterung meinerseits, z.Z. nicht mehr)-Aus Trotz würde ich dann beinahe lieber für einen Sympathie-Underdog wie Bochum (Tradition!) sein..oder Düsseldorf(!!).. 🙂
Deshalb ist es auch durchaus möglich, dass es Siege der Hertha gibt, die mich weniger berühren-weil sie sportlich unverdient waren oder weil sie grottenschlecht gekickt haben.
Ich bin für meine Stadt…deshalb freute ich mich sehr über Siege von Blau Weiß 90, fand den Riedle klasse und Gaedtke usw. :roll:- und würde mich auch für Union freuen, wenn es drauf ankäme. Hertha berührt mich von allen Klubs auf diesem Planeten am meisten, ist der einzige nicht karikative Verein, dem ich Geld zukommen lasse. Liebe würde ich es niemals nennen-denn selbst der Tod meiner Katze hatte mich mehr berührt als es je eine Niederlage einer Fusballmannschaft schaffen könnte. Die letzten Tränen, die ich in diesem Zusammenhang vergoß..waren 1966 im Endspiel gegen England; der letzte Wutausbruch nach dem Buli-Skandal und dem Verschwinden meiner Helden (von Steffenhagen bis V. Groß)..
Zu Liebe kann ich nur zu einzelnen Menschen empfinden und zu den Gattungen Tiere Pflanzen..) auch zu Büchern und Kunstwerken kann ich solche Gefühle entwickeln-nicht aber gegenüber Institutionen und Konstrukten-dazu sind diese viel inhomogen und in sich widersprüchlich.. Wie kann ich Schalke-Fans hassen, wenn mein Sohn sich beispielsweise in ein Schalker girl verliebte?-Wie soll das gehen?
Ich war nie FAN, selbst als Kind nicht-immer Anhänger. Danke @wilson,-wieso bin ich nicht selbst auf dieses Wort gekommen?
Das heisst nicht, dass ich leidenschaftslos und unbeteiligt vor dem Rasenviereck hocke, ganz und gar nicht- aber ich würde aus Enttäuschung auch nie auch nur ein Kissen auf den Rasen schmeißen(zuhause schon eher)-Die Tür zu einer EX habe ich mal eingetreten und noch so einiges extremes veranstaltet-aber da ging es immer um persönliche, sehr persönliche Dinge.. 😉


Exil-Schorfheider
20. Juni 2011 um 11:51  |  25289

@apo

So, so… Türen eintreten… kein Wunder, dass Berti Vogts mal sagte:
„Hass gehört nicht ins Stadion. Solche Gefühle soll man gemeinsam mit seiner Frau daheim im Wohnzimmer ausleben.“

😉


apollinaris
20. Juni 2011 um 11:52  |  25290

😛
perfekte Erwiderung, seeeehr breites Grinsen bei mir…


sunny1703
20. Juni 2011 um 13:14  |  25305

Ballack und Löw ,lasst uns endlich mit Eurem Schei.. in Ruhe. Kommunikations- und Verständnisprobleme ,schlechtes timing und und und viele Rätsel, am besten wir Fußballfans stecken die beiden in eine Kiste und lassen sie da bis zur EM schmoren,sich prügeln oder was weiß ich.Ersetzbar ist jeder von ihnen. Peinlich!

Jemand der wie ich einmal schon den Verein den er unterstützt ,gewechselt hat, damals von Hertha zu Blau Weiß 90, sieht hinter meiner Anhängerschaft zu Hertha kein Dogma. Wenn die Entwicklung im Verein oder die fans mir nicht mehr passen,trete ich aus und wechsel wieder und wenn es zu Kickers 1900 ist.

Hass hat auf dem Fußballplatz nichts zu tun. Natürlich sind 90% der Fans die einen anderen Vereinn hassen harmlos,aber aus den anderen 10 % entsteht Aggressivität,Radikalität und ähnliches widerliches Verhalten. So ein eigenes Anhänger gefährdenes und dem eigenen Verein oft schadendes Verhalten sollte von anderen nicht toleriert werden.Wer meint Aggressivität gegenüber anderen Vereinen auf körperliche Art loszuwerden tut nur was für sich selbst und nichts für den Verein,ganz im Gegenteil.

Ich kann die Abneigung gegen S 04 nicht mehr verstehen,vor allem da diese Neigung auch einseitig ist. Wer war denn damals bei diesem berühmten Pokalspiel im Stadion im Stadion außer mir?Eine Handvoll vielleicht noch! Viele werden das ja wohl nicht gewesen sein. Ja,damals war ich auch erzürnt,aber heute? Oje,Hertha war zu deppert und hat beim Skandal mitgemischt,ich kritisiere immer erstmal an eigener Stelle.
Hertha und Schalke sind so lange man denken kann,die Skandalnudeln des deutschen Fußballs. Im Grunde sind das Geschwister der Geschichte.
Ja,ich finde es natürlich auch nicht gut,wie S 04 mit enormen Schulden von der DFL/DFB die lizenz geschenkt bekommt,doch würde der DFB scharfe Kriterien anwenden,wäre die Liga um einige weitere Vereine ärmer BVb,HSV usw und vor allem wäre Hertha auch nur noch 5.Ligist.
Diese Retortenklubs aus Wolfsburg und besonders Hopp sind mir nicht sympathisch,aber selbst damit habe ich meinen Frieden geschlossen. Vor allem da ich gegen Bayer 04 ,ein ebensolcher Verein nie was hatte.

Ein Outing, ich habe seit ich mich für Fußball interessiere und das ist sei 1966 nach der WM in England einen Verein der meine Nummer 2 ist.
Das ist Bayern München.

lg sunny


apollinaris
20. Juni 2011 um 15:21  |  25317

na, in diesem Fall, nach aufmerksamen und langsamen Lesen..100% dáccord


Sueven
20. Juni 2011 um 16:21  |  25323

Dortmund mag ich, weils in den 90ern meine private Tippkickmannschaft war, der Spielerlackierer und Brettausstatter musste, um Eifersüchten vorzubeugen, auf ne Herthamannschaft verzichten, denn GEGEN Hertha hätte keiner spielen wollen. So gabs damals ein ewiges Duell B. Mglb vs BVB. Köln mag ich, weil Ändi von Junta Colonia uns immer so toll bewirtet. Und Aue, weil die Fans einfach spitze sind. Neben den üblichen Verdächtigen im Negativen, Wolfsburg, Hoffenheim ect., kann ich die Bremer Verantwortlichen einfach nicht mehr sehen, sowohl Allofs als auch Schaaf sind für mich heutzutage Mahnmale der Selbstgerechtigkeit. Daher hätte mich ein Bremer Abstieg sehr gefreut. Und wie toll fand ich die, grad vor 97.


apollinaris
20. Juni 2011 um 19:17  |  25341

@sueven: nur so aus Interesse, wie solche Einschäzungen (Meinungen) zustande kommen: worauf begründet sich das menschliche Urteil: „Selbstgerechtigkeit“.Ich frage deshalb, weil ich keinerlei Anhaltspunkte dafür finde?


Sueven
21. Juni 2011 um 12:03  |  25437

Interviews der letzten 2 Jahre..


apollinaris
21. Juni 2011 um 13:34  |  25457

sagt mir jetzt fast noch weniger-jedenfalls nicht mehr. Müssen wir wohl so stehen lassen..Ist eben ne Meinung.
Es gehen auch Leute in die Wahlurnen, da wünschte ich mir für Momente die Aristokratie wieder.. 😀


Exil-Schorfheider
21. Juni 2011 um 15:07  |  25471

Stark, @apo! Der letzte Satz passt wie Arsch auf Eimer! 😉


12. Juli 2013 um 15:29  |  178605

[…] Bull Leipzig gehört übrigens zu den Vereinen, die mir egal […]

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