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(mkl) – Die Österreicher hier sind wirklich gastfreundliche Menschen. Nicht nur meine Wirtin, auch wenn das mit dem FC Arsenal eine Ente war. Nein, auch im beschaulichen Örtchen Ilz, in dem Hertha gestern gegen Tel Aviv testet, hatte man sich alle Mühe gegeben, dass sich die Fans wohl fühlen. Zwar kostete der Eintritt satte 10 Euro – dafür durften die rund 30 Anhänger kräftig feiern.

Nach Abpfiff stürmten sie laut grölend den Platz und erklommen die Anzeigetafel, die immerhin rund zehn Meter hoch war. Dort hissten sie dann die Hertha-Flagge und – an der Stelle mag sich dann jeder ein eigenes Urteil bilden – brannten einige blaue Bengalos ab. Ein in jedem Fall beeindruckendes Bild, aber am meisten faszinierte mich daran, dass niemand einschritt. Wie auch immer, die Fans hatten ihren Spaß und durften mit einigen Spielern sogar noch Erinnerungsbilder machen. Und das ist ja wohl auch der Hauptgrund für Fanreisen ins Trainingslager: Eine intime Nähe, die man während der Saison so nicht bekommt.

Torun macht den Außen Druck

Da der Trainingstag heute erwartungsgemäß überschaubar ist – die erste Elf lief vorhin aus, der Rest absolvierte ein leichtes Balltraining, heute Nachmittag ist frei – kann ich (wie versprochen, ich weiß, ich weiß) noch einmal auf das Spiel eingehen.

Hertha begann stark und hatte Tel Aviv die ersten 15 Minute sehr gut im Griff. Die Mannschaft wirkte wach, die Abwehrkette stand sicher. Lasogga vergab zwei dicke Gelegenheiten völlig freistehend, bevor er den Pfosten traf – und Torun nur noch einschieben musste. Der Mann fasziniert mich immer mehr. Schnell, mit guten Laufwegen, sicher im Abschluss – da wird meiner Meinung nach kräftig Bewegung in die Besetzung der Außenpositionen kommen.

Nach 25 Minuten verlor Hertha den Faden und vor allem in der Defensive ein bisschen die Ordnung. Beim Ausgleich machte Andreas Ottl gar keine gute Figur, er ließ sich am Strafraumeck klassisch austanzen. Ab und an passte auch die Abstimmung zwischen den AVs und IVs nicht.

Die zweite Hälfte war gähnend langweilig, sieht man von Rukavytsyas Treffer zum 2:1-Endstand ab. Es fehlte jetzt bei beiden Teams deutlich an Spritzigkeit, wobei Tel Aviv mehr nachließ als Hertha. Hier war jetzt zu sehen, dass die Mannschaft das Spiel fast aus dem vollen Training heraus bestritt.

Wie Babbel angekündigt hatte, wechselte er nach einer guten Stunde kräftig aus: Ronny kam für Ebert auf die rechte Seite, Fabian Lustenberger nahm den Platz von Niemeyer ein, und Nikita Rukavytsya rückte für Torun auf die linke Außenbahn, Christoph Janker kam für Mijatovic, Rob Friend  für Lasogga und Alfredo Morales für Hubnik.

Die Wechsel in der IV waren allerdings der Tatsache geschuldet, dass Hubnik wie auch Mijatovic leicht angeschlagen waren – heute trainierten sie aber schon wieder mit. Nur Sebastian Neumann pausiert noch immer wegen einer Grippe.

Das 2:1 gegen Hapoel bedeutet für Hertha . . .

  • das dringend erforderliche Erfolgserlebnis nach zuvor drei Pleiten (36%, 164 Stimmen)
  • Schwung für den Rest der Vorbereitung (25%, 111 Stimmen)
  • gar nix (20%, 91 Stimmen)
  • dass sich Real Madrid warm anziehen muss (12%, 52 Stimmen)
  • verschärft den Konkurrenzkampf (8%, 34 Stimmen)

Anzahl der Wähler: 452

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Kommentare

derMazel
21. Juli 2011 um 13:06  |  28886

Erster!


dieter
21. Juli 2011 um 13:07  |  28887

Danke für den kurzen aber dennoch einen kleinen Eindruck vermittelnden Spielbericht @mkl. 😉

Erster??? :mrgreen:


Chuk
21. Juli 2011 um 13:08  |  28888

@derMazel:
Was hat es mit diesem „Erster!“ auf sich??
Gibt das Karmapunkte?
Sorry, ich versteh es nicht … 😐


LarsNSB
21. Juli 2011 um 13:08  |  28889

HA HO HE! Nun werden wir doch Deutscher Meister 😉


ubremer
ubremer
21. Juli 2011 um 13:09  |  28890

@Chuk,

sportlicher Ehrgeiz. Und ein bunch voll‘ Karmapunkte.
Man geht, beflügelt von dem Erlebnis, fortan anders durch den Tag. Wie soll ich sagen – beschwingter 😉


derMazel
21. Juli 2011 um 13:16  |  28892

So, und nach der unnötigen Zementierung der Pole-Position noch ein wenig auf den eingehend:

Vielen Dank für für die etwa (wir sind verwöhnt 😉 ) ausührlichere Zusammenfassung des Spiels gestern Abend (Tore: https://www.youtube.com/watch?v=kBEFT4MsqAw&feature=player_embedded, sollten die schon gepostet sein bitte ich um Verzeihung).

Torun habe ich nun, quasi auf Blogempfehlung, mir bei Comunio zusammmen mit Franz für Naldo+4Millionen ertauscht und hoffe, dass sich die die starken Eindrücke der Vorbereitung in der Liga bestätigen. Ich halte die Idee, mit Ruka den Flitzer erst in der Schlussphase zu bringen, für eine gute(Gegner platt, etc. ). In dem Video kommt es mir übrigens so vor, als würde sich unser Peter (Nr. 8 halt) dort am Eck austanzen lassen. Aber egal. Gewonnen und gefeiert wie die Weltmeister – mein Gott was freu ich mich auf den Pflichspiel start!


derMazel
21. Juli 2011 um 13:19  |  28893

@Chuck

Karmapunkte im Christentum? Kenne zwar die christliche Gebrauchsanweisung nicht ganz so genau, aber das wäre mir neu 😉 Das mit dem sportlichen Ehrgeiz kommt der Sache schon Recht nah, soll ruhig jeder wissen, dass ich hier den ganzen Tag F5 drücke um IMMER auf dem neuesten und aktuellsten Stand zu sein. Ist doch ehrensache 🙂


Blauer Montag
21. Juli 2011 um 13:19  |  28894

Schwung für die Vorbereitung.
Weiter so. Auf nach Meuselwitz.

Nett, wie der Berichterstatter sich bemüht, bei der Beschreibung von Torun bloß nicht zu viel Begeisterung über die Alpen kommen zu lassen.


DOkos
21. Juli 2011 um 13:19  |  28895

Spaßeshalber war meine Antwort: dass sich Real Madrid warm anziehen muss ! Die Antwort gefällt mir, vorallem, weil ich Real nicht ausstehen kann 😀 Spiel schaue ich mir natürlich trotzdem im Stadion an


derMazel
21. Juli 2011 um 13:20  |  28896

Und wo immer nur die Autokorrektur der eidings in den Schmutz gezogen wird: Die anderen sind auch nicht besser!


Blauer Montag
21. Juli 2011 um 13:22  |  28897

„Autokorrektur der eidings“???
Der Mazel spricht in Rätseln 🙄 🙄 🙄


Exil-Schorfheider
21. Juli 2011 um 13:33  |  28898

@bm

Er meint die Eifön´s und Eipett´s… 😉


derMazel
21. Juli 2011 um 13:34  |  28899

Richtig!


kilia87
21. Juli 2011 um 13:39  |  28900

Deutscher Meister wird nur der BSC!!!!!!!!

Demut?!? Kenn’sch net 😀


Alpi
21. Juli 2011 um 13:44  |  28902

Autokorrektur der EiFöhns.
Mein HTC schlägt da manchmal auch voll zu.


Alpi
21. Juli 2011 um 13:45  |  28903

puh, ich sollte öfter F5 drücken, damit ich auch die aktuellsten Anworten sehe.


L.Horr
21. Juli 2011 um 13:45  |  28904

… Danke für die täglich übermittelten Trainingseindrücke sowie gegebenenfalls der
Testspiel-Kommentare !


derMazel
21. Juli 2011 um 14:04  |  28906

Weiß jemand, warum der „Google-trick“ bei den Mopo-Artikeln nicht mehr funktioniert?

Ich würde gern lesen, wie Michael Preetz gegen den Hoeneß ledert 😉


Chuk
21. Juli 2011 um 14:08  |  28907

derMazel
21. Juli 2011 um 14:10  |  28908

Besten Dank.


Sir Henry
21. Juli 2011 um 14:17  |  28910

@derMazel

Für meinen Geschmack trifft die Überschrift nicht den Sinn der Aussagen von Preetz. Er ledert nämlich keineswegs gegen Hoeneß, sondern formuliert sachliche Kritik.

Was soll’s. Zeitungen wollen eben gelesen werden. Insofern hat die Überschrift ihren Zweck erfüllt.


Chuk
21. Juli 2011 um 14:18  |  28911

@Sir:
Genauso sehe ich das auch …


f.a.y.
21. Juli 2011 um 14:18  |  28912

@Mazel. Der funktioniert noch immer einwandfrei… Der Trick, meine ich.

Und: die 8 ist doch Ottl. Das Peterle hat die 18.


Exil-Schorfheider
21. Juli 2011 um 14:21  |  28913

Ich verstehe am Artikel nicht, warum die Aussage von Preetz (Klassenerhalt) gegen die Babbel’schen Aussagen gestellt werden. Wenn man die Klasse halten will, muss man eben auch mal gewinnen. Mir ist egal, ob es dabei die drei ersten Spiele sind, die dann auch dazu beitragen… Und die angesprochenen Visionen hat Babbel auch! Den DFB-Pokal gewinnen!


f.a.y.
21. Juli 2011 um 14:22  |  28914

@Mazel: ich nehms zurück. Eben gings noch, jetzt nicht mehr…


derMazel
21. Juli 2011 um 14:30  |  28915

Komische Welt.

Meinen Nummernfauxpass kann ich mir nämlich auch nicht erklären 😉

@Sir Henry und @Chuck:

Genau. Ich lese „herbe Kritik“ und dann kommt sowas. Aber ich habe mich auch schon ein wenig gewundert, weil so etwas ja bisher nicht unbedingt zu seinem Reportoire gehörte. Und weil das immernoch so ist, pusht die Online-Redaktion der Mopo ihren Artikel mit reißerischen Schlagzeilen 😀


jenseits
21. Juli 2011 um 14:38  |  28916

Mal eine blöde Frage eines Laien: Der Artikel stammt ja vom dapd. Übernimmt der Kunde den gesamten Text inklusive Überschrift von der Agentur oder ist die Überschrift von der MoPo? Wahrscheinlich formulieren die Zeitungen den Titel selbst?


Sir Henry
21. Juli 2011 um 14:52  |  28918

Selbst wenn die Zeitung den Artikel samt Überschrift kauft, so trägt sie für mein Verständnis doch als publisher trotzdem eine gewisse Verantwortung für die Richtigkeit des Textes, oder etwa nicht?


ubremer
ubremer
21. Juli 2011 um 14:58  |  28919

@jenseits,

Agentur-Text werden von Agenturen immer mit einer Überschrift geliefert. Manchmal werden die verwendet, meist aber nicht (weil das Format in der Zeitung ein anderes, weil ein anderer Aspekt für wichtiger gehalten wird)


derMazel
21. Juli 2011 um 15:00  |  28920

Und wie ist es in dem hier vorliegenden Fall gewesen? Wir müssen doch den Schuldigen finden 😉


hurdiegerdie
21. Juli 2011 um 15:02  |  28921

Bei mir geht der Google Trick immer noch.


jenseits
21. Juli 2011 um 15:08  |  28922

Ja, @Sir, aber meine Frage enthielt keine versteckte Wertung, sondern mich interessierte, wie so ein Text in der Regel von den Zeitungen verarbeitet wird. Ich könnte mir vorstellen, wenn es sich um ein für die jeweilige Zeitung nicht allzu wichtiges Thema handelt, wird ganz einfach alles unverändert übernommen, falls aber nicht, dann wird die Formulierung und der Titel den eigenen Vorstellungen entsprechend angepasst. Letztlich weiß ich es aber nicht und habe deshalb gefragt.


jenseits
21. Juli 2011 um 15:11  |  28923

Danke schön, @ubremer! 🙂
So ähnlich dachte ich es mir.


Sir Henry
21. Juli 2011 um 15:12  |  28924

@jenseits

War gar nicht als Wertung gemeint.

Ich glaube, @ubremer hat die Antwort bereits geliefert.


Blauer Montag
21. Juli 2011 um 15:17  |  28925

Aber ja doch ihre Durchlaucht @söör

@ubremer wird einmal mehr dem eigenen Anspruch: „Blog around the clock“ gerecht 😉


ubremer
ubremer
21. Juli 2011 um 15:22  |  28926

@jenseits,

unser Morgenpost-Betrieb ist mittlerweile recht groß. Der Kollege Stolpe und ich machen Print (wo die WELT und Welt am Sonntag noch dazugehören) sowie den Blog. Morgenpost-Online wird an anderer Stelle von anderen Leuten erstellt. Die geben ihr Bestes. Aber denen geht es nicht anders als uns auch: Nicht jeder kennt sich quer durch Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur, Sport und Vermischtes in jedem Bereich gleichermaßen gut aus. Insofern: Nicht zu streng mit den Kollegen, bitte 😉


jenseits
21. Juli 2011 um 15:25  |  28928

@Sir und @BM:

Stimmt, der Blogpapi hat sich sofort gekümmert! Und das, obwohl er doch gerade Bürourlaub hat! 😉


jenseits
21. Juli 2011 um 15:27  |  28929

@ubremer: Ja natürlich, da bin ich nachsichtig! 😉


f.a.y.
21. Juli 2011 um 15:32  |  28930

hurdiegerdie // 21. Jul 2011 um 15:02

Bei mir geht der Google Trick immer noch.

Bei mir erst auch. Aber versuch mal ein zweites Mal auf die Seite zu kommen. Dann ist es plötzlich gesperrt. Ich vermute, die MoPo nähert sich grade einer Lösung des Schulpflochproblems an. 🙂


Dan
21. Juli 2011 um 15:33  |  28931

Nur wen es interessiert, die Ex-Herthaner-List mit Jugend wurde ergänzt / berichtigt.

http://www.immerhertha.de/2011/07/20/bad-waltersdorf-tag-3-widmayer-wird-laut-spannung-vor-dem-test-gegen-tel-aviv/#comment-28927


hurdiegerdie
21. Juli 2011 um 15:52  |  28932

f.a.y.

Ich habe s jetzt dreimal innerhalb einer Stunde probiert: bei mir geht es.


Freddie1
21. Juli 2011 um 15:52  |  28933

Noch ne Ergänzung, bzw eher Frage @dan: Hat Schmiedebach (H96) nicht auch eine Ausbildung durch Hertha? Der wird ja grad mit anderen Vereinen in Verbindung gebracht (Stichwort : Entschädigung)


Exil-Schorfheider
21. Juli 2011 um 15:58  |  28934

@hurdie

Könnte daran liegen, dass Du nicht auf google.de klickst, oder? 😉

@freddie1

Wo Du Recht hast, hast Du Recht… Und AE bis 23…. 😉


jenseits
21. Juli 2011 um 16:03  |  28935

Danke sehr, @Dan, für diese Mühe!

Diese Statistiken sind sehr interessant – an so manchen ehemaligen (von Hertha ausgebildeten) Spieler habe ich gar nicht mehr gedacht – und ich finde es schade, dass sie als Beitrag im Laufe der Zeit immer schwerer auffindbar werden – man bräuchte halt ein Statistik-Archiv und dafür einen Statistik-Beauftragten! 😉


hurdiegerdie
21. Juli 2011 um 16:09  |  28936

Exil-S: bei mir geht es NUR mit google.de, nicht mit dem Schweizer Google.


Herthaber
21. Juli 2011 um 16:12  |  28937

Ich finde die Aussagen von Preetz sehr sachlich und auch richtig. Denn das Image von Hertha ist unter Preetz/Babbel gewaltig gestiegen.


21. Juli 2011 um 16:30  |  28938

„Bei mir erst auch. Aber versuch mal ein zweites Mal auf die Seite zu kommen. Dann ist es plötzlich gesperrt. Ich vermute, die MoPo nähert sich grade einer Lösung des Schulpflochproblems an“

Hatte das Problem vorhin auch auf der Seite der Kollegen. Das sie das „Schlupfloch-Problem“ lösen wollen, glaube ich nicht. Das ist nämlich nach meines Wissens nach ganz bewusst offen gelassen wurden, als sich der Verlag entschieden hat die MoPo-Seite hinter einer Paid-Mauer zu verstecken. Würde es dieses Schlupfloch nämlich nicht geben, würde die Seite in den Google-Rankings in die Bedeutungslosigkeit abschmieren. Das wollte niemand riskieren, deshalb das Schlupfloch 😉


jenseits
21. Juli 2011 um 16:36  |  28939

Ich kann da @Herthaber nur beipflichten. In meinem Kollegen-Umfeld war Hertha vor wenigen Jahren noch total verpönt. Hertha-Anhänger galten als stillos, reaktionär und was weiß ich nicht noch alles. Typisch daher folgende Begebenheit: Nachdem ich einmal im Fanshop war und mit einer Hertha-Tüte rumlief, begegnete mir auf der Straße ein Kollege und sagte ganz verständnislos: „Oh Gott, @jenseits, wie peinlich!“

Heute werde ich häufiger nach den Spielen von Hertha gefragt und Anstoß nimmt daran eigentlich niemand mehr. Daran haben Preetz & Co. bestimmt nicht geringen Anteil.


Dan
21. Juli 2011 um 16:53  |  28940

@Freddie1

Ja paar Euronen könnten rüberwachsen.

Manuel kam 2002 mit 14 aus Spandau zu Hertha. Hat da alle U-Mannschaften durchlaufen und ist mit 19 nach Hannover gewechselt.

Ich habe mich mit dieser Ausbildungsentschädigung noch nicht wirklich beschäftigt, aber es gibt immer DFB-Mitteilungen, die Angaben dazu machen.

http://www.dfb.de/uploads/media/DFB_OM_6_2011_Umbruch.pdf

Hier nach kann Hertha Ansprüche auf eine Ausbildungentschädigung für Manuel Schmiedebach und Kevin Stephan beantragen.

Aber frage mich bitte nicht nach der Höhe. Auf den ersten Blick und ohne mich damit beschäftigt zu haben, sehe ich da was von einem Gesamtbetrag von 50.000 aus einem freiwilligen Pool. Der dann noch je Ausbildungszeit aufgeteilt wird.

Wenn ich Zeit und Muse habe, schau ich genauer drauf.


Freddie1
21. Juli 2011 um 16:55  |  28941

ok, danke!


Blauer Montag
21. Juli 2011 um 17:00  |  28942

Dan
21. Juli 2011 um 17:08  |  28943

@BM
Wenn Lausanne gewonnen hätte, hätte uns @Hurdiegerdie schon aufs Brot geschmiert. 🙂


jenseits
21. Juli 2011 um 17:35  |  28944

@Ausbildungsentschädigung

Keine Ahnung, ob ich damit richtig liege…:

In der Richtlinie steht, dass eine AE an die früheren Vereine gezahlt werden muss, wenn der Spieler 2010/2011 erstmalig als Lizenzspieler in einem Meisterschaftsspiel der Lizenzligen eingesetzt wurde. Das trifft doch aber auf Schmiedebach nicht zu, denn der spielte doch schon 2009/2010 in der Bundesliga. Die Richtlinie findet bei ihm also keine Anwendung? Vielleicht habe ich es aber einfach nur falsch verstanden.


jenseits
21. Juli 2011 um 17:55  |  28945

Ich korrigiere mich: Ich muss natürlich falsch liegen! Aber warum er zu den Spielern zählt, die erstmalig in der Spielzeit 2010/2011 in einem Spiel einer Lizenzliga eingesetzt wurden, verstehe ich nicht.


Dan
21. Juli 2011 um 17:56  |  28946

@jenseits

Keine Ahnung, ob ich damit richtig liege 😉 :

Er hat zwar in der Bundesliga gespielt, aber wohl noch einen Amateurvertrag gehabt. Denn er ist damals von Hertha BSC II zu Hannover 96 II gewechselt.

Zum 01.07. 2010 verlängerte er seinen Vertrag bei H96 und wird hier wohl einen Profivertrag unterschrieben haben und wurde so erst zu diesem Zeitpunkt zu einem Lizenzspieler.


hurdiegerdie
21. Juli 2011 um 17:58  |  28947

Genau @Dan 😉

Aber geht auch so:
„Hertha so schlecht wie ein Aufsteiger aus der Schweizer Challenge League.“


jenseits
21. Juli 2011 um 18:08  |  28949

Bestimmt, @Dan! So wird es sein.

Ich bin wohl fälschlicherweise davon ausgegangen, dass der Wechsel 07/2009 von Hannover II zu Hannovers ersten Mannschaft automatisch mit einem Lizenzvertrag einhergehen würde.


Blauer Montag
21. Juli 2011 um 18:19  |  28950

So, so @Dan und @hurdiegerdie,
was wohl Blogvater Stolpe dazu sagen/schreiben würde …. 🙄 🙄 🙄

http://www.immerhertha.de/2011/02/07/


st1age
21. Juli 2011 um 18:20  |  28951

inwiefern gibt es n googletrick bei den mopo artikeln?..meint ihr die mobilansicht?


Exil-Schorfheider
21. Juli 2011 um 18:22  |  28952

@st1age

Auch… wenn Du bei google news hertha bsc eingibst, kannst Du hin und wieder die Pay-Wall umgehen…


hurdiegerdie
21. Juli 2011 um 18:28  |  28953

@stage

Ich hoffe, die Blogpappies gucken zu gunsten uns armer Ausländer weg:
du kannst auch einfach die Titelzeile bei google.de eingeben.


st1age
21. Juli 2011 um 18:33  |  28954

@hurdie…
danke für den hinweis…ich für mich finde es einfacher, dass „www“ durch ein „m“ zu ersetzen aber es geht ja beides und man erhält das was man will


Dan
21. Juli 2011 um 18:43  |  28955

So hier habe ich noch ein schönes Rechenbeispiel gefunden.

http://www.wflv.de/fileadmin/downloads/Tipps/NAOL_erstmalig.pdf

Wie gültig die Basisbeträge da sind und wie die 50.000 für Bundesliga und 22.500 für die Zweite Liga da reinpassen. Keine Ahnung.

Wenn ich es richtig lese, gibt es diese Ausbildungentschädigung in dieser Form auch nur einmal. Unzwar nur dann, wenn der Spieler erstmalig Lizenzspieler wird und höchstens das 23. Lebensjahr vollendet hat.

Also es gibt nicht bei jedem Wechsel bis er 24 wird eine Ausbildungentschädigung.

Und scheinbar gilt das auch nur DFB intern.

Wir bekommen für Schmiedebach zwar eine Ausbildungsentschädigung von Hannover bzw. dem DFB-Pool, weil er da Lizenzspieler wurde, aber es gibt keine weitere Entschädigung, wenn er jetzt nach Dortmund oder Mailand wechselt.

Daher denke ich bekommen wir auch keine Entschädigung für den J.Boateng-Wechsel.

Damit tut sich für mich auch eine ganz andere Frage auf. Wenn wir unseren Amateuren wie z.B. Morales, Knoll und Neumann wie letztes Jahr Profiverträge gegeben haben, dann gibt es in der Zukunft keine Ausbildungsentschädigungen, weil sie bei uns schon Lizenzspieler wurden?


Exil-Schorfheider
21. Juli 2011 um 18:47  |  28957

Nee, @Dan.
Da gibt es noch was im internationalen Bereich, wo es um Prozente an der Transfersumme geht.
Rot Weiß Essen erhält ja auch was aus dem Özil-Transfer.

http://www.fussball.de/real-madrid-hilft-rot-weiss-essen/id_42641190/index


Dan
21. Juli 2011 um 18:52  |  28958

Exil-Schorfheider // 21. Jul 2011 um 18:47

Danke.

Na gut dann schauen wir mal. Die werden sich die Euros schon in die Tasche schieben. 😉


Exil-Schorfheider
21. Juli 2011 um 18:53  |  28959

21. Juli 2011 um 19:21  |  28961

@jenseits: diese Erfahrungenkann ich teilen. Hertha hatte bei Zugereisten in etwa das gleiche Image wie Schultheiss Bier (unter Brauern werden die berliner Biere gelobt)..In der Regentschaft Hoeneß gab es dann eine spürbare Veränderung zum Positiven. Dieser Trend konnte stabilisiert, vielleicht sogar intensiviert werden . Ich kann an dem Interview von Preetz auch nichts finden, was besonders kritisch wäre, wenn überhaupt. Dass Preetz den Verein innerhalb von Berlin intensiver positionieren möchte, ist sehr zu begrüßen. Sein politischer Kurs sowieso. Einen kleinen Widerspruch zu Babbels Aussage sah ich allerdings auch.-Scheint aber nicht weiter themtisiert zu werde..umso besser!!- Ein faires, angemessenes Interview, leider mit völlig falscher headline (:-) )


Blauer Montag
21. Juli 2011 um 19:34  |  28962

Das aktuelle Wetter in Berlin bedeutet …
dass sich Real Madrid warm anziehen muss. ( :-()


jenseits
21. Juli 2011 um 19:50  |  28963

@apo: Wie war es denn bei den Nicht-Zugereisten? Bei den Geburtsberlinern? Mich würde da sowohl Dein Eindruck vor als auch während der Ära Hoeneß interessieren. Denn nicht alle meine Kollegen sind Zugereiste und ganz früher habe ich viele Jahre vom Fussball kaum Notiz genommen.

Sorry, falls die Frage zu sehr OT ist. Dann bitte links liegen lassen!


Tunnfish
21. Juli 2011 um 21:04  |  28968

@jenseits
DH war für mich zunächst der rettende manager,
dann große entwickelnde Manager, dann der größenwahnsinnige dogmatische Manager.
Personen die aus dem Nichts etas aufbauen neigen auf dem scheinbaren Höhepunkt Ihres Erfolgs in der Regel zu einer ähnlichen Entwicklung wie DH sie gemommen hat.


jenseits
21. Juli 2011 um 21:45  |  28972

@Tunnfish

Dass eine solche Karriere, wie sie DH hingelegt hat, irgendwann zu Realitätsferne und Dekadenz führen kann, kann ich mir gut vorstellen. Du warst sicherlich auch schon vor seiner Zeit Hertha-Fan und versprachst Dir durch DH vielleicht eine professionellere und seriösere Entwicklung des Vereins; eine Entwicklung, die sich ja tatsächlich eingestellt hat.

Aber wie steht es mit den Leuten, die vorher (und auch danach) keine Fans waren. Mein persönlicher Eindruck ist eben der, wie ich es oben schilderte, dass Hertha vollkommen indiskutabel war und sich das erst in den letzten Jahren besserte, vor allem im letzten Jahr. Das sind allerdings ganz subjektive Eindrücke, weil nur durch mein persönliches Umfeld gewonnen. Daher würde mich interessieren, ob andere das auch so wahrnehmen wie ich.


21. Juli 2011 um 21:58  |  28973

Antwort auf @jenseits, es ist ein reines out of topic, wer nicht will, sollte jetzt das Lesen einstellen.. 🙂
— die mir bekannten Berliner sahen es ähnlich, wie die Zugereisten. Ich auch. Mit DH kam (für mich) mehr Seriösität und Professionalität in den Verein. Sportlich war ich auch zufrieden, mit Marcello und Pantelic kam sogar so etwas wie Glanz in die Bude, die über Berlins Grenzen hinaus strahlen konnten. dazu die Joes und Friedrichs, Beinlich, Wosz -auch solche Typen wie Alves gehörten dazu ( unser kleiner Ailton)etc.
Hoeneß selbst war mir (anders als vielen hier) durchaus sympathisch, ich mochte sein Lächeln und Lachen sehr; dass jemand mal Interessee an Kunst und Kultur hat, das war bei hertha auch eher selten..seine autoritäre Art verbuchte ich unter „“für diesen Verein zweckdienlich“. Seine Art, länger als die meisten anderen Vereine, an Trainern festzuhalten, gefiel mir. Seine finanziellen Eskapaden beachtete ich nicht so sehr-das erschien mir zu undurchsichtig-und ich hielt (halte) die Profiliga sowieso für amoralisch, das langte mir zur Beruhigung. Mittlerweile und durch viele viele zähe Auseinandersetzungen mit Foristen, sehe ich diesen Part sehr viel kritischer. Und Hoeneß´Wirken in Wolfsburg hat mich diesbzgl. in der Tat schockiert..
Ich finde, dass Hoeneß bei Hertha sehr viel Gutes bewirkt hat , ne Menge guter Ansätze hatte, jedoch alles dem schnellen Erfolg unterordnete und so z.T. seine eigenen guten Ideen zerstörte. Ständige programmatische Richtungswechsel, statt Konsequenz. Trotzdem: ich bin nach wie vor der Meinung, hätte man Hoenes´nicht vorzeitig entlassen, sondern an der Seite von Favre gelassen (als Korrektiv), wäre vielleicht einiges anders gekommen. Danach wäre die Trennung, wie geplant (Stabwechsel an Preetz) richtig gewesen.
Unterm Strich: bin ich froh, mit Preetz einen moderneren und solideren Manager zu haben; mit Hoeness wäre wohl das Schiffchen Hertha untergegangen.
Aber ich verdamme nicht alles, was DH gemacht hat, im Gegenteil: ohne die geschaffene Infrastruktur, wäre weder ein Marcello, noch ein Favre oder Babbel gekommen..
DH hat ja nicht wie einen Sonnenkönig alles alleine entschieden-da gab es auch viel Zustimmung und/oder Stillschweigen.-
Sorry für die vielen Sätze, war nicht so geplant :shock:.


jenseits
21. Juli 2011 um 22:11  |  28974

Um die anderen nicht noch mehr zu nerven (eigentlich würde ich gerne noch weiter nachfragen… 😥 😉 ) , mache ich es kurz: vielen Dank, @apo!


jap_de_mos
21. Juli 2011 um 22:25  |  28976

@apo: Gute Zusammenfassung, ähnlich sehe ich es auch. Insbesondere Hoeneß als Gegenüber zu Favre scheint eine gute Geschichte gewesen zu sein. Dieses Gegenüber konnte Preetz in seinem ersten Jahr nicht wirklich sein.


hurdiegerdie
21. Juli 2011 um 23:06  |  28977

Ich sehe fast alles wie Apo, bis auf das Ende.

Also mit Busch: wehe, wehe, wenn ich auf das Ende sehe. Die Idee eines sauberen Übergangs unter Mitwirkung von Hoeness war ja geplant. Es war Hoeness, der zum Ende nicht den Teamplayer lernen wollte, so meine Meinung.

Zu Preetz, der Favre nicht die Stirn bieten konnte, wie ich es bei Jap_de_mos rauszulesen (vielleicht fälschlicherweise) glaube, sage ich nichts ausser, dass ich das völlig anders sehe, aber wir wollen keine Favre Diskussion mehr.


jenseits
21. Juli 2011 um 23:32  |  28978

Also dann schreibe ich auch noch ein Sätzchen. 😉

Ganz ähnlich, wie von @apo geschildert, ist auch meine Sicht auf Hertha; und natürlich war und ist da eine positive Grundhaltung gegenüber Hertha, mit der ich mich allerdings sehr lange alleine auf weiter Flur wähnte, jetzt aber bei anderen (Neutralen, Nicht-Fans) vermeine ebenfalls wahrnehmen zu können.


dieter
22. Juli 2011 um 0:36  |  28979

Sehe es ebenfalls so wie @apo.

Aus diesem Grunde habe ich im übrigen, in einer Zeit in der auf D.H. nur noch von allen Seiten „eingeschlagen“ wurde, auch meinen Nick in einem uns bestimmt allen bekannten Hertha-Forum gewählt, weil mir die trotz allem von ihm hier geleistete Aufbauarbeit in der „Abrechnung“ zu kurz kam. 😉


jap_de_mos
22. Juli 2011 um 7:15  |  28980

@hurdie: Das wäre mal spannend, das auszudiskutieren. 🙂 Aber du hast Recht, Favre ist lange her und die Gegenwart beschäftigt uns ausreichend.


Blauer Montag
22. Juli 2011 um 8:56  |  28981

Bluekobalt // 21. Jul 2011 um 11:17

@BM
Na dann Grüße an den Admin…

Bad Waltersdorf – Nun ist der Hertha-Kader wieder komplett! ….

Danke noch mal an Bluekobalt.
Willkommen in der Gegenwart.
Inzwischen konnte ich auf der HERTHA-Seite auch das Foto zu diesem Interview betrachten. Preetz, Ramos und Gegenbauer wirken vollkommen entspannt. Daumen drücken, dass das so bliebt bis zur nächsten Mitgliederversammlung.


Dan
22. Juli 2011 um 9:32  |  28982

@jenseits

Aus mehr als 30 Jahren Hertha BSC Erfahrungen kann ich Dir sagen: Es ist wie mit Wellen.

Wenn es wie 08/09 und 10/11 läuft, kriegst du Schulterklopfer, wenn du absteigst vielleicht ein mildes mitleidiges Lächeln oder „Musste ja so kommen.“ .

Ich denke erst die Zukunft wird zeigen, wieviel von diesen drei hintereinander emotionalen Saisons, hängen bleibt.

Fast Meister, verdient „unglücklich“ abgestiegen und dann der direkte Aufstieg.
Das setzt wesentlich mehr Emotionen frei, als wenn man im sicheren Mittelfeld rumdümpelt und ggf. nach den EL-Plätzen schielt.

Ich denke daher, wird sich das Bild von Hertha in Berlin auch ein wenig verschoben bzw. mehr Aufmerksamkeit erzeugt haben.

Die Jahre davor mit Erreichen der EL, waren sportlich sicher erfolgreich, aber nie war man wirklich mit der Hand an der Schale (vor 08/09) oder was enttäuschender war, man verpasste aus „Dummheit“ die CL.

Ich will damit sagen, der normale Fan wurde bedient und blieb bei der Stange, aber der Nicht-Fan aus Berlin/Brandenburg wurde emotional nicht berührt. Doch wie schon oben geschrieben, war das in den letzten drei Jahren anders.
Und ich bin der Meinung, erst wenn du dich immer öfter emotional auf einen Verein einläßt, kommt irgendwann der fließende Übergang zum Fan werden.

Alle anderen werden sich weiterhin wie Wellen bewegen. 🙂

Die Stimmung zu Hertha ist in Berlin positiver geworden. Das mache ich an den steigenden Mitgliederzahlen fest. Die Mitgliedschaft wurde zwar dieses Jahr extrem beworben, aber wie mich paar Kumpels belehrten, muss der Begriff Hertha erstmal positiv besetzt sein um ein Mitgliedseintritt zu unterschreiben.


Sir Henry
22. Juli 2011 um 9:34  |  28983

@apo

Ich finde, dass man Hoeneß‘ Wirken in Berlin nur in seiner Gesamtheit werten kann. Und da überwiegen für mich die Auswirkungen seiner Großmannssucht, unter denen wir heute noch leiden.

Aus dem Nichts (ja ja, es gab ein Fax), aber mit reichliche Kohle, eine Geschäftsstelle aufzubauen, schätze ich als Leistung nicht besonders, das hätten andere auch gekonnt. Die zweite Saison, die uns in die CL brachte, verbuche ich eher als netten Ausrutscher, denn als Ergebnis konsequenter Entwicklung. DH ist dann aber der irrigen Annahme erlegen, dass der Verein bereits strukturell eine dauerhafte CL-Teilnahme leisten könne und hat seine Ausgabenpolitik darauf ausgerichtet.

Später dann hat er diese Ausgabenpolitik nicht korrigiert, als die sportlichen Erfolge nicht mit den Ansprüchen Schritt halten. Der Verein wurde in eine dramatische finanzielle Notlage manövriert. DH hat eben alles auf die dauerhafte Teilnahme an der CL ausgerichtet.

Im Ergebnis hat er Hertha finanziell auf Lange im Voraus eingeengt. Ein Deibel, wer nicht an Faust denkt: „Nun sag, wie hast du’s mit den Schulden? Du bist ein herzlich guter Mann, allein ich glaub, du hältst zuviel davon.“ (Sorry, JWG ;-))

Sein unehrenhafter Abgang (man kann auch Rausschmiss sagen) ist selbstverschuldet.


jap_de_mos
22. Juli 2011 um 9:40  |  28984

@Sir: Ob das wirklich so viele andere gekonnt hätten, sei mal dahingestellt. Und das Geld, das er zur Verfügung hatte, kam ja meines Wissens auch nicht irgendwo her, sondern wurde unter seiner Ägide „aquiriert“.
Mein persönliches Fazit zu DH: Wenn er kein Geld hat und das weiß, ist er gut. Wenn er Geld hat (oder welches in der Zukunft „findet“), ist er ne Katastrophe.


Freddie1
22. Juli 2011 um 9:42  |  28985

Genau @sir: die Gretchenfrage muss leider so für DH beantwortet werden. Am Anfang brachte er (endlich) Seriösität in den Verein, aber leider hat zum Ende hin bzw die ganze Zeit eine menge Kohle verbraten, die wir nicht hatten.
@dan: seh ich auch so. Ich habe das Gefühl – auch was Medienecho angeht – , dass Hertha nunmehr bei vielen Menschen positiv besetzt ist.


Sir Henry
22. Juli 2011 um 9:51  |  28986

@jap

Und das Geld, das er zur Verfügung hatte, kam ja meines Wissens auch nicht irgendwo her, sondern wurde unter seiner Ägide “aquiriert

DAS ist nun wirklich eine interessante Frage. Wer war zuerst da? Hoeneß, der dann die UFA (war’s nicht die UFA?) erfolgreich vom Konzept Hertha überzeugt und die dann die Kohle rausrücken?

Oder die Geldgeber, die von sich aus einen Hauptstadtverein aufbauen wollen und sich das passende Management dafür suchen?


Exil-Schorfheider
22. Juli 2011 um 10:00  |  28987

@Sir

Weiß nicht, ob der Link funzt. Mit der Seite hapert es.

http://www.herthabsc.de/index.php?id=413&tx_ttnews%5Btt_news%5D=397&cHash=bf9e19601ae1e51ad520ec5e2abab0a0

Aber hier ist es so, dass die UFA vor Hoeneß da war, der dann von der UFA als Vizepräsi installiert wurde, um dann Calli Rühl abzusägen…


Sir Henry
22. Juli 2011 um 10:11  |  28988

Diese Links funktionieren nie. Wo ist denn der Text? Ich klicke mich dann durch.


Exil-Schorfheider
22. Juli 2011 um 10:17  |  28989

Ich habe einfach die Schlüsselworte Einstieg, UFA, Hertha bei goggel eingegeben und er warf mir einen News-Artikel von 2006 aus zum Zehnjährigen vom GröFuMaZ.


Sir Henry
22. Juli 2011 um 10:28  |  28991

Hab’s gefunden. Also wie ich dachte: erst UFA und Geld, dann Hoeneß.

Interessant an diesem Bericht ist, dass das Faxgerät hier ein Schreibmaschine war. Wenn wir Morgen nochmal lesen, wird es ein Abakus sein. 😉


Blauer Montag
22. Juli 2011 um 10:30  |  28992

Das Buch zum Thema Uli und Dieter Hoeneß?

Gabriel García Márquez
El otoño del patriarca, dt.(Curt Meyer-Clason): Der Herbst des Patriarchen (Roman, 1975, dt. 1978)


Exil-Schorfheider
22. Juli 2011 um 10:43  |  28993

@Sir

Genau. 😉

Ich wusste allerdings immer nur von der Schreibmaschine und wunderte mich, dass andere von einem Faxgerät sprachen…


Dan
22. Juli 2011 um 11:15  |  28994

Ach der D.H. – Licht und Schatten.

Aufstieg und Untergang eines blauweißen Imperiums.

Von der Gallionsfigur der Geldgeber zum Sparschweinschlachter.

Ich bin ein Verfechter, dass man D.H. Verdienste würdigt, aber nicht verklärt.

Wenn man sich z.B. bewusst macht, mit wieviel Geld Hertha / D.H. von UFA „zugeschi..en wurde und wieviele Auflagen der DFB / DFL für einen Bundesligisten vorgibt, ist der Aufbau der Strukturen kein Wunder.

Stand 9:58 Uhr bevor ich zu einer Sitzung musste.

Leider hat sich ein weiterschreiben erledigt. siehe @Sir Henry 🙂 🙂


jap_de_mos
22. Juli 2011 um 11:18  |  28995

Wobei die Ufa meines Wissens auch nicht übermäßig viel Geld investiert hat, sondern vor allem die Vermarktung übernommen und für ein Stück finanzielle Sicherheit gesorgt hat.
Ich bleibe dabei, dass die Aufgabe, Hertha professionelle Strukturen zu verpassen ein Mammut-Projekt war, das nicht „einfach so“ zu stemmen war und durchaus auch vom Scheitern bedroht war. Ich denke, viele hier erinnern sich noch an die Zeiten zurück, als ein gewisser Heinz Roloff…


Sir Henry
22. Juli 2011 um 11:21  |  28996

Weiß denn jemand, wie groß das Investment der UFA war oder worin die Leistung bestand? Geld? Vermarktung? Bürgschaften?


Dan
22. Juli 2011 um 11:30  |  28997

jap_de_mos // 22. Jul 2011 um 11:18

Hmmm, das mag sein das dies keine glorreichen Zeiten waren, aber ohne Roloff würdest Du heute hier garnicht mehr über Hertha schreiben können.

Und wie @exil es schon andeutete, war Hertha BSC mit Rühl auf dem besten Weg dem Verein Struktur zu verschaffen.

Aber Schwan, Schiphorst und die UFA wollten eine namhafte Figur und die Entmachtung von Rühl war stabsplanmässig. Rühl kein weiteres Geld von der UFA – Hoeness dann weiteres Geld von der UFA.
Und womit wurde die UFA belohnt? Bis zu 40% aus der Vermarktung flossen in deren Beutel. Ist doch klar das der Vermarkter dann auch anständig Aufträge an Land zieht.

Am Anfang war Dieter Hoeness nur der gute Name aus Stuttgarter Zeiten, mit dem man Geldgeber Seriosität versprach. Nach Schwans Rücktritt und Tod übernahm D.H. die Macht, weil sich die Gremien schon überwiegend im „luftleeren Kompetenzraum“ befanden.

Aber wie gesagt es gibt genug Gutes das auch er bewegt hat.


jap_de_mos
22. Juli 2011 um 11:35  |  28998

Roloff ist für mich das Synonym für unprofessionelle Strukturen. Natürlich hat auch er seine Verdienste um den Verein, die ich gar nicht schmälern möchte.
Die Geschichte mit Rühl fand ich damals schon seltsam, letztlich hat mich der Erfolg (auch gedanklich 😀 )mundtod gemacht.
Eine Gewinnbeteiligung von 40% war für Hertha m.E. dennoch ein gutes Geschäft – Hertha war von sich aus kaum fähig, Gelder zu beschaffen. Oder habe ich das falsch in Erinnerung?
Spannend wäre vielleicht mal ein Vergleich von DH am Anfang bei Hertha und Bob Hanning bei den Füchsen. Hat jemand vielleicht grad Langeweile? 😀


jap_de_mos
22. Juli 2011 um 11:37  |  28999

Ach ja: Auch der Zusammenhang von Schwan und dem finanziellen Gebaren von DH wäre interessant. Vielleicht war er tatsächlich anfangs das benötigte Korrektiv, das danach wegfiel?


jenseits
22. Juli 2011 um 11:38  |  29000

Weiter im totalen OT… gegebenenfalls einfach überlesen bitte! 🙂

@Dan

Sicherlich sind ganz allgemein sportliche Erfolge wichtig und sehr dazu geeignet, Emotionen auszulösen und Sympathie in der Bevölkerung zu wecken.

Vielleicht ist es speziell in Berlin aber doch ein wenig komplizierter. In dieser Stadt, in der Kunst und Kultur eine so große Rolle spielen, in der ein nicht unerheblicher Teil der Bevölkerung sich nicht eben als konservativ bezeichnen würde, hatte Hertha den Ruf bzw. das Image eines biederen, konservativen Vereins, der vielen vorkam wie eine Unterabteilung der Partei mit dem C im Namen, mit den entsprechenden Seilschaften und Verflechtungen, wie Berliner Filz. Ich hatte den Eindruck, viele waren nicht einfach desinteressiert an Hertha, sondern hatten eine ganz klar ablehnende Haltung.

Lange Zeit konnte Hertha nicht von der immens gestiegenen Beliebtheit Berlins profitieren, geschweige denn auf dieser Welle mitreiten; die Frage ist doch, warum nicht. Ich glaube, weil Hertha in dieser weltoffenen, toleranten und modernen Stadt sich wie ein Fremdkörper ausnahm. Die Pluralität der Berliner Bevölkerung spiegelte sich im Verein einfach nicht wieder.

Ich dachte häufiger mal: Kann Hertha nicht mal ein Turnier organisieren, in dem auch Schriftsteller- oder Musikermannschaften vertreten sind? (Ich weiß, sehr naiv.) Davon hatte ich mir einen Popularitätszuspruch erhofft. Das war vielleicht keine gute Idee, denn wahrscheinlich ist es viel zu teuer, so etwas zu organisieren und verbiegen soll sich der Verein ja nun auch nicht (bringen würde es wahrscheinlich auch nix). Preetz schafft es offensichtlich auf eine andere Weise, sich langsam dem schlechten Image zu entledigen, so dass sich immer mehr bei Hertha aufgehoben fühlen können; ob das eine dauerhafte Entwicklung sein wird, wird sich erst zeigen, auch aus den Gründen, die @Dan weiter oben nannte.


Dan
22. Juli 2011 um 11:40  |  29001

@Sir Henry

20 Millionen DM

und hier für die „Träumer“

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-8779870.html


dieter
22. Juli 2011 um 11:40  |  29002

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, welche Rolle das jetzt spielt ob nun zuerst D.H. bei Hertha war und die Ufa ins Boot geholt hat oder umgekehrt?!

Meiner Meinung nach ist das ein „Streit“ um des Kaisers Bart.

Aus meiner Sicht geht es darum, dass zu der damaligen Zeit Verbindungen geknüpft wurden, die es Hertha ermöglicht haben, aus der sportlichen Bedeutungslosigkeit heraus zu treten.
Die dabei immer wieder angeführte Schreibmaschine soll doch nur verdeutlichen, dass zur damaligen Zeit Hertha nicht nur sportlich sondern auch wirtschaftlich total am Boden lag.

Es gab auch schon vor der Zeit von D.H. Schulden bei Hertha.
Um Hertha also sportlich zu entwickeln musste man investieren und viele Alternativen gab es damals wohl nicht.

Leider ist aus meiner Sicht dann irgendwann das Augenmaß dabei verloren gegangen, indem man immer und immer wieder finanzielle Vorgriffe auf die Zukunft tätigte, in der Hoffnung man würde dies durch sportlichen Erfolg (Champions League) wieder reinholen.

Ohne das rechtfertigen zu wollen, mit dieser Art der Vereinspolitik stand man damals, zu Zeiten wo noch Kirch-Millionen schier unendlich zu sprudeln schienen, nicht allein da.
Als Beispiel sei nur der BVB genannt, der auch kurz vorm Abgrund stand.

Im übrigen spielte am Anfang dieser Entwicklung, wenn ich mich recht erinnere, Robert Schwan noch die allergrößte Rolle, bis er sich spätestens bei seiner spontan nach einem Spiel geforderten Trainerentlassung wohl eher selbst disqualifizierte und später zurück rudern musste.

Ich sehe es nach wie vor so, wie es @apo auch schon mal skizziert hatte.
Am Anfang wurde Hertha durch die damals Verantwortlichen Schwan, Hoeness und Ufa Leben eingehaucht.
Man hatte gar keine andere Möglichkeit, als zu investieren, also Schulden zu machen (in Hertha’s konkretem Fall also eine längerfristige Bindung an die Ufa), um überhaupt sportlich wettbewerbsfähig zu werden.
Und damals ging es zunächst um die sportliche Existenz in der zweiten Liga.

In der weiteren Folge wurde, sicher auch auf Grund der viel zu früh gekommenen Champions League Teilnahme, ein zu großes Risiko gegangen.
Wie schon erwähnt, blieb der zur Refinanzierung nötige sportliche Erfolg aus und der Einbruch des Kirch-Imperiums tat sein übriges.

Der zur Zeit eingeschlagene Weg ist nur die logische Folge und Konsequenz der vorherigen Entwicklung (momentan aus finanziellen Gründen, wie heißt es so schön, alternativlos), die aber auch bei vielen anderen Vereinen in der Bundesliga beobachtet werden kann.

Auch mir ist dieser Weg, insbesondere vor dem Hintergrund, dass der Verein sich finanziell konsolidieren muss, wenn er auch zukünftig wettbewerbsfähig sein möchte, natürlich deutlich lieber aber auch hier funktioniert es nur über sportlichen Erfolg.

Bleibt der aus (erneuter Abstieg) nützen auch die tollsten Nachwuchskonzepte nichts.

Meine Meinung. 😉


Sir Henry
22. Juli 2011 um 11:51  |  29003

@Dan

Interessanter Artikel. Danke dafür.


apollinaris
22. Juli 2011 um 12:02  |  29004

ich denke, es ist alles gesagt, oder? Kleine Anmerkung noch von mir an den SIR: die Ausgangsfrage von @jenseits hatte ja noch ein paar andere Aspekte: wir war die AUßENWIRKUNG?- Durch bestimmte Dinge (Jugendakademie), Medienpräsenz, eben Personalzusammenstellung, Engegement in Brandenburg etc pp -bekam Hertha als Verein einfach ein angenehmeres Gesicht, durch DH im Grunde DAS Gesicht. Er kam überwiegend positiv an – jedenfalls ist das meine Erinnerung. Ich spreche übrigens von den Leuten, die mit Fussball nicht so ganz so viel zu tun haben, außer einer allgemeinen Sympathie. @dan hat dazu eine Beobachtung reingebracht, die es genau trifft: beim Nichtfan kam ein angenehmeres Bild an-aber emotional erreicht wurde er nicht.
Wie es immer so ist, hat die fast schon tragigkomische jüngere Geschichte (Fast-Meister-Absteiger-sofortiger Aufstieg) gefesselt und fasziniert. Dieser Verlauf emotionalisiert die Menschen, selbst die, die Hertha gegenüber bisher gleichgültig waren.
Weder Verklärung, noch Verteufelung. Das trifft´s auch für mich.
Preetz wird nie der Volkstribun oder der Büttenredner werden, aber ein sehr guter Manager kann er sein..


Sir Henry
22. Juli 2011 um 12:09  |  29005

@Dieter

Wenn es um die Frage geht, ob es DH war, der die Geldgeber akquiriert hat oder nicht, dann ist schon relevant, wann er zum Verein gestoßen ist.

Und die Frage mit der dämlichen Schreibmaschine wäre ja auch gar keine, hätte nicht Hoeneß selbst diese Anekdote wieder und immer wieder erzählt. Da gewinnt der geneigte Zuhörer schon irgendwann den Eindruck, dass da jemand das Bedürfnis hat, sich und anderen permanent seine Verdienste belegen zu müssen. Dann muss die Frage erlaubt sein, warum das so ist.


Exil-Schorfheider
22. Juli 2011 um 12:09  |  29006

@Dan

Ja, auch von mir ein Danke zu diesem feinen Artikel.

@Dieter

Ich denke für mich, die Kirch-Krise hat alle Vereine getroffen, genauso die zweite „Krise“, als der neue Kirch-Deal am Kartellamt scheiterte und die Gelder schon wieder eingeplant waren.
Daher würde ich die Kirch-Krise in dieser Betrachtung der Refinanzierung herausnehmen.


jenseits
22. Juli 2011 um 12:10  |  29007

Danke auch von mir, @Dan, für den Artikel.

Mich würden die Vereinsstrukturen vor der Zeit von DH interessieren. Darüber habe ich noch weniger Ahnung. Wie waren überhaupt die Möglichkeiten vor dem Mauerfall? Als der regionale Fussball nur innerhalb von Westberlin stattfinden konnte. Wie schwer war es, Spieler unter solchen Umständen zu verpflichten und woher kamen die finanziellen Mittel?


apollinaris
22. Juli 2011 um 12:11  |  29008

@dan, zum Spiegel-Artikel, den ich nicht inhaltlich kommentieren will:
nur zum Byan Roy: das hatte ich Röber nicht verzeihen können. Für mich hatte Röber da einen tollen Spieler nicht verstanden, einzubinden. Wow!-was hatte ich gekocht-obwohl mir Röber äußerst sympathisch war, DAS nahm ich ihm fussballerisch arg übel..(und auch wird es -mindestens- zwei Fraktionen geben.. 🙂


apollinaris
22. Juli 2011 um 12:13  |  29009

nee, die Kirch-Krise hat einfach dazu beigetragen, dass so langsam ein neues Paradigma sich auftat..es braucht leider immer Katastrophen, bevor Menschen Dinge verändern…


Dan
22. Juli 2011 um 12:25  |  29010

@jenseits

Da ich dachte Du wolltest die Neuzeit betrachten, bin ich da geblieben.

Die Vergangenheit und das Erscheinungsbild Herthas hat viele Facetten.

Hertha war in erster Linie ein Arbeiterverein und bekanntlich mit Wurzel im Wedding. Herthas SPD – Mitglieder und deren Verdienste sind lang.

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-42713423.html

Das C kam vielleicht mit dem Geld und Ruppert zu Hertha, aber davor würde ich sagen, gab es kein „Hohes C“ im Verein 😉

Ansonsten verspielte Hertha viel Symphatie durch seine Skandale. Das zeigen einige Zuschauereinbrüche. Desweiteren „vererbte“ sich Liebe und Abneigung zu Hertha.

Dann die dunkle sportliche Zeit. Unseriöse Person im Umfeld.

Der Begriff Hertha war für viele negativ besetzt. Alle die nach 1971 weiterhin die Treue gehalten haben und / oder deren Nachkommen findest du heute noch im Stadion.

Die Vereinigung wurde verschlafen, neue Fans und vorallem Kinder gingen an sportlich erfolgreiche Clubs wie BVB, Bremen und Bayern verloren, weil es in Berlin nichts gab, mit dessen Schal man stolz in die Schule gehen konnte.

Um all das, auch „verlorene Generation“ genannt aufzuarbeiten, aufzuholen und aufzubrechen, reichen keine 14 Jahre Bundesliga ohne Titel aus. Jetzt erst langsam, nabeln sich die Kids von ihren Vätern ab. Oft sehe ich im Stadion, den Vater mit Bremen oder BVB Schal und der Junge in Hertha Outfit.

Ich denke (oder hoffe), dass dies die ersten Anzeichen eines beginnenden Prozesses ist, dessen Samen 1997 gesetzt wurde.

Diesen Prozeß unterstützt Hertha BSC natürlich mit „Hertha Hautnah“.


dieter
22. Juli 2011 um 12:38  |  29011

@Sir

D.H. hat vielleicht nicht die Ufa unmittelbar am Anfang als Geldgeber akquiriert (später deren Nachfolger im Rahmen von Vertragsverlängerungen und damit verbundenen sogenannten „Signing Fees“ sehr wohl) aber andere wie z.B. Trikotsponsoren schon.

@E.-S.

Ich bin da völlig anderer Meinung bzgl. der Kirch-Millionen.
Auch wenn man bei der DFL nur Jahr für Jahr seine finanziellen Rahmendaten einreichen muss ist die Planung des Vereins hinsichtlich der eigenen aufgenommenen Verbindlichkeiten mit Sicherheit eine langfristige.
Wenn da auf einmal ein sehr großer, fest eingeplanter Einnahmeposten über Jahre ausbleibt bzw. deutlich geringer ausfällt, hat man eine finanzielle Lücke, die nicht mehr zu schließen ist.


ubremer
ubremer
22. Juli 2011 um 12:43  |  29012

@apoll,

zum Byan Roy: das hatte ich Röber nicht verzeihen können. Für mich hatte Röber da einen tollen Spieler nicht verstanden, einzubinden.

zu einem guten Fußballer gehören ja immer mehrere Aspekte. In meiner Wahrnehmung hat der Sinkflug von Roy schon vor seiner Berliner Zeit begonnen – und danach angehalten.

1996/97 Nottingham Forest steigt als Letzter aus der Premier League ab (Roy 8 Spiele/3 Tore)
1997 bis 2000 hat Roy jeden Cent abgesessen (50 Spiele, 3 Tore)
2000/01 NAC Breda mit Roy (14 Spiele, 2 Tore).

Alles armselige Leistungsnachweise für einen Spieler, der holländischer Meister 1990 war, Uefa-Cup-Sieger 1992 (bei Ajax unter Trainer Louis van Gaal), dann in der Serie A und in der Premier League jeweils zweistellig getroffen hat. Ich habe Roy vom ersten bis zum letzten Tag in Berlin erlebt. Klar hat ein Trainer wichtigen Einfluss. In diesem Fall aber: Talent allein macht keinen Profi. Roy ist vor allem an sich selbst gescheitert. Meine Meinung


Blauer Montag
22. Juli 2011 um 12:53  |  29013

Moin @ubremer,
heute schon mit dem Kollegen Kleinemas telefoniert?


ubremer
ubremer
22. Juli 2011 um 12:53  |  29014

@dieter,

D.H. hat vielleicht nicht die Ufa unmittelbar am Anfang als Geldgeber akquiriert (später deren Nachfolger im Rahmen von Vertragsverlängerungen und damit verbundenen sogenannten “Signing Fees” sehr wohl) aber andere wie z.B. Trikotsponsoren schon.

da braucht man nicht mit ‚vielleicht‘ oder ’sehr wohl‘ zu reden: Ab 1994 war die ufa bei Hertha. Die haben im Herbst 1996 den mittlerweile ehemaligen Manager bei Hertha platziert. Zunächst als Vizepräsident, dann ab Frühjahr 1997 als hauptamtlicher Manager.
Das Besorgen von Sponsoren und Aushandeln der Verträge war bis etwa 2008 (oder 09 ?) Sache von ufa/Sportfive (und nicht von DH). Gleichwohl wussten beide, was gerade

Der damalige Verteilungsschlüssel (60 Prozent Hertha/ 40 % ufa war ein Skandal) Der bezog sich übrigens über viele, viele Jahre nicht nur auf die Sponsoren, die die ufa/Sportfive geholt haben. Sondern auch die TV-Verträge, deren Erlöse dem Sportrechtevermarkter quasi ohne jegliches Zutun in den Schoß gefallen sind.
DH war derjenige, der Anfang der 2000er Jahre eine Änderung des Schlüssels auf 80/20 % ausgehandelt hat. Allerdings um den Preis, dass Hertha sich sehr langfristig an Sport5 gebunden hat: erst bis 2009, dann bis 2014, dann bis 2018 und mittlerweile bis mindestens 2019.


Sir Henry
22. Juli 2011 um 12:53  |  29015

@dieter

okay, darauf können wir uns einigen.

PS: bist Du etwa DER Dieter? 😉


Dan
22. Juli 2011 um 12:58  |  29016

Bryan Roy:

Ich würde auf das Pferd von @ub setzen, wenn ich mir selber nicht geschworen hätte, nichts Schlechtes über den Mann zu sagen, der das 1:1 gegen den KSC geschossen hat und somit die Wende, im Spiel und Saison, einleitete. 😉


ubremer
ubremer
22. Juli 2011 um 12:59  |  29017

@BM,

heute schon mit dem Kollegen Kleinemas telefoniert?

Nö. Sollte ich dies am freien Tag tun?


Blauer Montag
22. Juli 2011 um 13:00  |  29018

Blauer Montag
22. Juli 2011 um 13:02  |  29019

@ub
Nö.
Dein „Dienstplan“ wird ja noch nicht im Internet veröffentlicht.


Sir Henry
22. Juli 2011 um 13:02  |  29020

Ich aute (sic!) mich gerne als Fan von Roy. Mir hat seine elegante Bewegungsweise immer gefallen. Leider hat es für ihn bei Hertha nicht funktioniert. Aber da befindet er sich ja in bester Gesellschaft.

DAS Fass machen wir heute aber nicht mehr auf. 😉


Exil-Schorfheider
22. Juli 2011 um 13:08  |  29021

@ubremer

Aus @Dans Archiv-Artikel

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-8779870.html

geht ja hervor, dass bereits das Ursprungs-Vertragswerk eine Laufzeit bis 2009 vorsah. Beim Rest bin ich bei Dir, was die Sponsoren-Akquise betrifft.


jenseits
22. Juli 2011 um 13:09  |  29022

Vielen Dank @Dan, für den Artikel und Deinen Bericht.

Mir ist in der letzten Zeit aufgefallen, dass vor allem die Kinder der Zugezogenen häufig Hertha-Fans sind, während die Väter noch immer Anhänger der Vereine ihrer Heimatstädte sind. Was Du oben über den Fan-Nachwuchs geschrieben hast:

…vorallem Kinder gingen an sportlich erfolgreiche Clubs wie BVB, Bremen und Bayern verloren, weil es in Berlin nichts gab, mit dessen Schal man stolz in die Schule gehen konnte.

hatte ich vorher gar nicht bedacht.


dieter
22. Juli 2011 um 13:19  |  29023

@ubremer

Bzgl. der Frage, wer war zuerst da, habe ich das ja gar nicht in Frage gestellt.

Aber Sorry, dass D.H. nicht am Ver-/Aushandeln von Sponsorenverträgen beteiligt war, sondern dies AUSSCHLIEßLICH durch die Ufa/Sportfive geschah, nehm ich dir nicht ab.

Sonst hätte ja wohl auch die Ufa Trigema davon überzeugen müssen, dass sie von ihrem gültigen Vertrag zurücktreten.

Hierzu ein Zitat aus dem von @E.-S. weiter oben verlinkten Artikel zum Zehnjährigen von D.H.


Im Laufe der Rückrunde hatte Hoeneß im Hintergrund wichtige Weichen gestellt: „In sehr harten Verhandlungen habe ich den Trigema-Chef davon überzeugt, von seinem Vertrag zurückzutreten.? Mit dem neuen Sponsor „Continentale“ ging es dann ins Abenteuer Bundesliga.“

Meine Meinung dazu ist, dass ein (Macht)Mensch wie D.H. mit Sicherheit nicht nur in seinem Sessel saß und auf die unterschriftsreif vorgelegten Sponsoren-Verträge der Ufa/Sportfive gewartet hat. 😉

Wenn das deine Meinung ist, bitte.


Exil-Schorfheider
22. Juli 2011 um 13:21  |  29024

@dieter

Aber den Continentale-Vetrag hat die UFA geholt!
Steht im Artikel von Dan

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-8779870.html

Dass der Dicke mit am Tisch saß, keine Frage. Aber auf einer Vereins-Homepage wirst Du immer diese blumigen Worte finden…


dieter
22. Juli 2011 um 13:21  |  29025

@Sir

Nein, ich bin nicht DER Dieter.

Lies dazu meinen Beitrag von heute morgen um 00.36 Uhr. 😉


Dan
22. Juli 2011 um 13:21  |  29026

@jenseits

Haste Dich nie gefragt, warum das Olympiastadion auf den neutralen Sitzen bei BVB – Spielen so Gelb-Schwarz und bei Bremen so Grün-Weiß sind? 😉


dieter
22. Juli 2011 um 13:27  |  29027

@E.-S.

Verweise als Antwort auf meinen Beitrag genau über/vor deinem. 😉


jenseits
22. Juli 2011 um 13:28  |  29028

@ubremer,

vielen Dank für die auführliche Darlegung der Vertragsverhältnisse mit ufa/sportfive. Das ist ja sehr interessant. Verdient sportfive heute auch noch an den TV-Verträgen mit? Ist das bei anderen Vereinen auch so?

Ich glaube, mir bekommt mein erster Tag Bürourlaub 😉 (nur zu Hause arbeiten ohne zeitliches Korsett) nicht gut. Am liebsten würde ich jetzt alles genau recherchieren und dann ein Doku-Drama drehen… 😀


ubremer
ubremer
22. Juli 2011 um 13:32  |  29029

@Exil-Schorfheider,

die Verträge zwischen Hertha und der ufa/Sport5 sind seit 1994 mittlerweile 14 oder 15mal verändert/verlängert/modifiziert worden. Insofern weiß ich aus dem Handgelenk nicht, ob bereits 1994 der Zeitraum bis 2009 feststand. Oder ob die Vertragsdauer auf der Strecke von 1994 bis 1997 von ursprünglich 2000 verlängert worden ist bis 2009 (ist, glaube ich, auch gerade nicht so wichtig).

@Dieter,

es ist richtig, dass DH Ende der 1990iger den gordischen Knoten durchschlagen hat, in dem die Trigema/Brustsponsor-Nummer über Jahre gefangen war (den Vertrag hatte übrigens nicht die ufa ausgehandelt). Das war ein wichtiger Schritt zu mehr finanzieller Bewegungsfreiheit für Hertha.
Und natürlich machte es für ufa/Sport5 Sinn, mit DH das Thema Hauptsponsor usw. abzustimmen. Aber über rund 15 Jahre, und das ist der Punkt, um den es geht, war nicht Hertha BSC der Vertragspartner, mit dem Continentale, Arcor usw. etwas abgeschlossen haben. Sondern ufa/Sport5.
Keine Meinung von mir, so war’s 😉


ubremer
ubremer
22. Juli 2011 um 13:37  |  29030

@jenseits

Verdient sportfive heute auch noch an den TV-Verträgen mit? Ist das bei anderen Vereinen auch so?

Das sind Verträge, zu denen nur sehr, sehr wenige Leute Zugang haben.
(Vielleicht nehme ich mich der Angelegenheit wieder mal an . . . )

Bis auf weiteres verabschiede ich mich in das, was bei Info-Radio „ergiebige Regenfälle“ genannt wird.


Exil-Schorfheider
22. Juli 2011 um 13:38  |  29031

@jenseits

Soll dies ein Monumentalwerk mit zig Blue-Rays werden? 😉

@dieter

Wie darf ich das verstehen? Ich bin der Meinung, dass Dieter´s Zitat nicht unbedingt wahrheitsgemäß ist. Der Machtmensch wurde ja aus ihm erst, als Schwan und Co. weg waren.


jenseits
22. Juli 2011 um 13:39  |  29032

Doch klar, @Dan. Aber ich habe dabei weniger an Kinder gedacht. In meinem Bekanntenkreis ist es ja auch so: So sie denn überhaupt Fussballinteressierte sind, sind die Zugezogenen weiterhin Anhänger der Vereine aus ihren Heimatstädten und Hertha ist dann meist der Zweitverein. Aber ich kenne wenige in Berlin Geborene, die Anhänger anderer Vereine sind.


Exil-Schorfheider
22. Juli 2011 um 13:43  |  29033

@jenseits

Zu den S5-Verträgen wurde hier sehr viel gesagt. Du musst mal nach Mineiro´s Beiträgen suchen, wo Du ja Zeit hast… 😉

http://www.hertha-inside.de/forum/viewtopic.php?f=32&t=3919


Matzelinho
22. Juli 2011 um 13:48  |  29034

„Und der Kolumbianer zeigte gleich, dass er in der Sommerpause nichts verlernt hat. Ramos ballert los!
Im Training versenkte der Stürmer einen Ball nach dem anderen.“

http://www.bz-berlin.de/sport/hertha-bsc/ramos-steigt-ins-hertha-training-ein-article1231506.html

sowas möcht ich doch lesen!


jenseits
22. Juli 2011 um 13:49  |  29035

@Exil-Schorfheider

Genau so stelle ich mir das vor! Ich sehe beispielsweise konspirative gespielte Szenen aus den Skandalzeien mit Aktenkoffern vor mir und Interviews mit Hoeneß auf einem Stuhl im kahlen Raum…


hurdiegerdie
22. Juli 2011 um 13:52  |  29036

Ausserdem wurde Hoeness gar nicht entlassen, er wollte gehen, „weil wir zu unterschiedliche Auffassungen über meine Rolle in meinem letzten Vertragsjahr bis Sommer 2010 hatten“.

Deshalb hat er auch noch eine ordentliche Abfindung mitgenommen, aber Eitelkeit ist ihm fremd:

http://www.tagesspiegel.de/sport/hertha-bsc/eitelkeit-ist-mir-fremd/1708092.html

Bin schon weg.


dieter
22. Juli 2011 um 13:54  |  29037

@ubremer

Sorry, aber ich muss dir aus meiner Sicht noch einmal widersprechen. 😉

Für mich ist in dieser Frage/Diskussion nicht der springende Punkt um den es geht, wer hier der vertragsrechtliche Partner für die Sponsoren war.

Für mich ist vielmehr das Zustandekommen der Verträge der entscheidende Punkt.

Hierzu ist meine Meinung halt, die ich natürlich nicht belegen kann, dass Hoeness sehr wohl bei Sponsorenverhandlungen ganz stark seine Finger im Spiel (in Form von unmittelbaren Verhandlungen) und somit auch mitentscheidenden Anteil an der hier diskutierten Akquirierung von finanziellen Mitteln für den Verein hatte.

Wer dann die Unterschrift unter den Vertrag macht, weil rechtlich bindend nur so und nicht anders möglich, ist für mich dann nur sekundär.

Hoffe es war jetzt verständlicher, was ich meine. 😉


dieter
22. Juli 2011 um 13:58  |  29038

@E.-S.

Sorry aber ich verstehe deine letzte Frage im Kontext nicht?!


jenseits
22. Juli 2011 um 14:00  |  29039

Nee, nee, @Exil-S, ich muss hart arbeiten! 😉
Frage ist jetzt vielmehr, wer welche Rolle übernehmen könnte…


Exil-Schorfheider
22. Juli 2011 um 14:06  |  29040

@Dieter

Du hast auf Dein Posting über mir verwiesen, das verstand ich nicht im Bezug auf meinen Post.


dieter
22. Juli 2011 um 14:18  |  29041

@E.-S.

Du hattest in deinem Beitrag darauf verwiesen, dass die Ufa den Vertrag mit der Continentale an Land gezogen hat und dass der Dicke, wie du ihn nennst 😉 , auch mit am Tisch saß.

Ich denke, um im Bilde zu bleiben :mrgreen: , dass seine Rolle bei Sponsorenverträgen eben deutlich gewichtiger war, als nur bei den offiziellen medialen Vertragspräsentationen als abnickender, freundlich dreinblickender und blumige Worte sprechender Gute-Laune-Vereins-Onkel/Repräsentant :mrgreen: daneben zu sitzen. 😉

Und ich füge noch einmal an, dass ich diese, meine Meinung (leider) nicht belegen kann. 😉


Blauer Montag
22. Juli 2011 um 14:19  |  29042

@jenseits
Angefragt werden für das erste Casting deines Monumentalfilms:

Dieter Hoeneß: @Dieter
Werner Gegenbauer: @Blauer Montag
Der „Lange“: @Exil-Schorfheider
Lucien Favre: @hurdiegerdie
Friedhelm Funkel: @herthaber
Arne Friedrich: @correctly
Ingo Schiller: @mineiro
Der radelnde Reporter: @ubremer

Drehbuch: @Dan
Choreographie und Ton: @rasiberlin
Kamera: @sir henry


Dan
22. Juli 2011 um 14:26  |  29043

@dieter

Soweit ich das immer verstanden haben , verkauft man sein Recht zu Verhandeln.

Hierzu mal ein Auszug wie Sportfive agiert:

„Natürlich sind über den möglichen Vertrag mit dem Rechtevermarkter SportFive keine Details bekannt, außer, dass dieser eine Laufzeit von zehn Jahren haben soll und SportFive von allen generierten Einnahmen 20 Prozent einbehält. Üblicherweise zahlt SportFive dem jeweiligen Verein eine so genannte “Signing Fee”, also einen Festbetrag, mit dem so zu sagen das Recht erkauft wird, den Verein zu vermarkten.“

“Der Vertrag hat eine Laufzeit von zehn Jahren, der Fußballclub soll von Sportfive eine jährliche Garantiesumme über 2,5 Millionen Euro erhalten. Darüber hinaus soll die Agentur eine Signing-Fee in Höhe von 500 000 Euro an Dynamo überweisen. Der Hamburger Sportrechtevermarkter wird sich dafür ab sofort um alle Vermarktungsbelange des Clubs kümmern. Dazu gehören unter anderem die Akquise und Betreuung von Sponsoren, der Verkauf des Stadion-Namensrechtes, die Entwicklung neuer Sponsoringpakete sowie die Vermarktung der Business- und Logenbereiche im neuen Dresdner Stadion, das im Herbst 2009 eingeweiht werden soll. Sportfive wird zu diesem Zweck ein Team vor Ort aufbauen, die bisherige Marketingabteilung des Clubs wird bei der Agentur integriert.”

Für mich liest sich, dass eben so.

Sportfive besorgt die Sponsoren die zu dem Verein passen (klärt diese sicher mit den Vereinsverantwortlichen ab, aber die letzte Entscheidung liegt bei Sportfive), der Verein darf dann als Gallionsfigur den Deal verkünden und für die Kamera Hände schütteln.

Man will mit dem „Hertha“-Gesicht abgelichtet werden, und nicht mit einem Mitarbeiter von Sportfive.

Ist aber nur meine Leseweise.


apollinaris
22. Juli 2011 um 14:34  |  29044

@ ubBremer:
versprochen, ich mach´s kurz: ich war damals sehr sehr weit weg von der Mannschaft-der beste Fussballer schien mir Roy zu sein-und nie werde ich den Scheibenwischer in Richtung Spieler von Röber verstehen, als Roy einmal einen Rückpass von der Mittellinie gab, damals bei Ajax oft praktizierte Spielweise..na ja..und auch nicht , als ein bekannter sky-Experte während einer live-Übertragung, als Roy (bis dahin bester Herthaner )ausgewechselt wurde und die beiden Kommentatoren sich fragten, warum: „ja mir gefällt eigentlich alles, was der Roy so macht, alles hat Hand und Fuss-ich weiss auch nicht..vielleicht ist der Roy dem Röber zu empfindlich? -ich weiss es nicht -mir g´fällt er hat sehrr“. Dies schien mir dieeinzig mögliche Erklärung zu sein 🙂
Du weisst da sicher mehr-als jemand von Außen, war´s unverständlich, fast unglaublich,..auch in diesem Spiel.


jenseits
22. Juli 2011 um 14:39  |  29045

@Blauer Montag

Damit hätten wir schon einen Großteil der Crew zusammen. Wenn denn alle so einverstanden sind?! Die Anfragen wurden doch ganz passend ausgewählt. Man bräuchte natürlich noch Darsteller für so manch früheren Funktionär, Trainer und Spieler. Und was Privates muss auch noch dabei sein, also z.B. eine Ehefrau oder eine Geliebte.


dieter
22. Juli 2011 um 14:43  |  29046

@Dan

Mir ist dieses Vertragskonstrukt selbstverständlich bekannt. 😉

Wie schon zweimal gesagt, es ist meine Meinung/mein Bauchgefühl, welches ich nicht belegen kann!!! , dass Hoeness sich, je länger er bei Hertha am Ruder war, immer weiter, auch in Sponsorenverhandlungen, mit „eingemischt“ hat.

Wenn denn meine Annahme der Realität entspräche und dazu geführt hat, dass mehr Gelder rein gekommen sind, wäre es ja auch eine Win-Win Situation für Hertha und die Ufa/Sport5, so dass wohl keiner beim Vermarkter etwas dagegen gehabt haben könnte.

Ich könnte mir sogar vorstellen, dass der Vermarkter teilweise nur Kontakte zu Sponsoren, mit denen schon Gespräche geführt wurden, hergestellt hat, und Hoeness dann zumindest teilweise Verhandlungen mit diesen Sponsoren geführt hat.
Vielleicht saß dann ja auch immer jemand vom Vermarkter mit dabei. :mrgreen:

Aber beim besten Willen glaube ich beim Menschen Dieter Hoeness halt nicht daran, dass der Vermarkter alles unterschriftsreif ausgehandelt hat und Dieter nur noch lächelnd verkünden durfte.

Wie gesagt, nur meine Meinung. 😉


Dan
22. Juli 2011 um 14:51  |  29047

Auch diese Schreibweise:

„Die neue Kooperation, die dem Hyatt zugleich Werbung auf der neuen TV-Videobande im Berliner Olympiastadion sichert, wurde von SPORTFIVE vermittelt.“

„Christian Jäger, SPORTFIVE-Teamleiter in Berlin: „Wir sind stolz, diesen top-exklusiven Partner für HERTHA BSC gewonnen zu haben.“

vermittelt mir das Bild.

http://secure.sportfive.com/index.php?id=775&L=1&tx_ttnews%5BpS%5D=1292765609&tx_ttnews%5Bpointer%5D=26&tx_ttnews%5Btt_news%5D=717&tx_ttnews%5BbackPid%5D=716&cHash=0e115ee7d14f406493cad0c2c93bab36


Blauer Montag
22. Juli 2011 um 14:51  |  29048

Tja @jenseits
zunächst einmal bin ich daran gescheitert, die Rolle des verstorbenen Hertha-Präsidenten zu besetzen. Außerdem müsste @Dan erst einmal das Drehbuch verfassen. Im Gegensatz zu mir kennt er ja viele der Protagonisten auch aus früheren Jahrzehnten persönlich.

Für die weiblichen Rollen werden ich auf jeden Fall noch anfragen bei @ursula und @fechibaby.


Dan
22. Juli 2011 um 15:05  |  29049

@dieter

Ok, ich will Dir um gotteswillen nicht Deine Meinung nehmen. 😉

Was ganz sicher stimmen muß, ist die Symbiose zwischen Sponsor und Verein.

In wieweit D.H. seinen „Körper“ einsetzten konnte / mußte um einen wankelmütigen / noch nicht überzeugten Sponsor zu überzeugen, wird keiner beurteilen können.

Um es auf die Spitze zu treiben und abzutauchen, man sollte dann aber auch einen Herrn Gegenbauer nicht vergessen. 🙂


jenseits
22. Juli 2011 um 15:09  |  29050

@Blauer Montag

Bevor @Dan anfangen kann, das Drehbuch zu schreiben, muss ich ja erstmal recherchieren. Da wäre es natürlich ganz schön, wenn mir dabei eine Assistentin und ein Assistent zur Seite stünden. Vielleicht wäre der eine oder andere bereit, mehrere Aufgabenbereiche zu übernehmen.


dieter
22. Juli 2011 um 15:12  |  29051

@Dan

Danke. :mrgreen: 😉

Über Gegenbauer habe ich in dem Zusammenhang auch nachgedacht und versucht zu ergründen, wie der denn eigentlich genau den Weg zur Hertha gefunden hatte?!

Hatte der Dieter da nicht auch seine Finger im Spiel? :mrgreen:


Dan
22. Juli 2011 um 16:12  |  29052

@bm

Drehbuch schreibt die Geschichte.

Erste Einstellung:

Vorschau auf die Zukunft.

Mai 2012 -> direkt vom Olympiastadion fährt der neue DFB-Pokal-Sieger Hertha BSC in einem Autokorso zum aktuellen Sportstudio, dass Unter den Linden 36-38 gastiert.
zigTausende auf den Strassen – vom Großen Stern – geht es über den 17. Juni Richtung Brandenburger Tor. Doch hier wird schon dramatisches eingebaut. Man fährt nicht durch das Brandenburger Tor sondern biegt links auf die Yitzhak-Rabin-Str. ab und dann ein wenig später in die Scheidemannstr. ein . Am Reichstag verläßt unsere Bundeskanzlerin mit einem letzten Kuss für den Pokal das Cabriolet. Weiter geht es Richtung Dorotheenstr. -> Ebert-/Ecke Dorotheenstr. verläßt die neue Regierende Bürgermeisterin Künast an der „Bündnis 90 – Die Grünen im Bundestag“ – Zentrale das Auto.
(somit sind die von @BM geforderten zwei Rollen für Frauen abgehandelt)
Aufatmen bei Babbel und Preetz. Männer endlich unter sich.

Schnitt

Wie alles begann.

Fußball spielende Jungs -> Dampferfahrt -> Bier anstossende Jugendliche mit Vereinserklärung auf dem Bierdeckel.

(alles im Dick und Doof Stil und mit Klavieruntermalung + Sprachtafeln)

Schnitt

Die Meisterjahre

nachgestellte Szenen der fünf Endspiele mit glücklichem Ausgang 1930 + 1931 -> Hanne Sobek und sein Kumpel Hans Albers

Schnitt

30 Sekunden braune Fläche die von der Mitte aus nach aussen verbrennt (Bonanza – Stil)

Schnitt

Neuaufbau

Berlinaufbau – Wirtschaftswundermentalität, altes Material von der Plumpe, Computeranimation Plume, Masse die über die Millionenbrücke stömem.

Schnitt

Die Bundesliga

Olympiastadion, Geldkoffer, Särge, Spieler mit aufhaltenen Händen, Fiffi, Holst, neues Team, Kessler, Vizemeisterschaft, zwei verlorene Pokal-Endspiel,

Ausblendung der triffend nassen enttäuschenten Spieler nach dem Halbfinale Roter Stern Belgrad.

Die dunkle Ära beginnt

Abstieg ’80, 100+ Tore die Hoffnung keimt auf, nach Aufstieg sofortiger Abstieg, es geht noch tiefer, Remscheid-Syndrom, endlich wieder Profi-Fussball, Mauerfall, November ’89 50.000 im Stadion, Aufstieg, Kruse, Fuchs, Csernai, Neururer, Abstieg Chance nicht genutzt,
man versinkt wieder im Zweitliga-Alltag. Letzte Szene hier wie Preetz als Wattenscheider freistehend den Ball über das Tor haut und Hertha nicht in die Amateurliga absteigt.

Ausblenden mit einem leeren Olympiastadion

Nie mehr Zweite Liga
Aufblenden 75.000 gegen Kaiserslautern. Was ist geschehe? Aufstieg, D.H., volle Kassen, leere Kassen, Stadionumbau, Ostkurve, CL, EL, verpasste Ziele, Röber, Stevens,Favre, Preetz, Marcello, Pal, Abstieg

Ausblenden mit traurig blickendem Preetz

Der Mann hält was er verspricht

Aufblenden Mitgliederversammlung Babbel wird vorgestellt

Aufstieg 2010/2011, Lasogga, Schulz, Perde uvm., schwere Saison 2011 / 12 mit erreichten 46 Punkten und der Weg ins Pokalfinale (zwei Heimspiele).
Pokalfinale, Tore.

Ausblenden mit der DFB-Pokal-Übergabe.

🙂 🙂 🙂

Ach ja Titel des Filmes:

DEMUT WAR GESTERN !!


apollinaris
22. Juli 2011 um 16:22  |  29053

@dan: hätte Hertha mehr solcher fans (wie dich), hätte der Verein 100 000 Mitglieder. (Schleimmodus wieder augestellt).
Nicht schlecht, so aus´m Bauch.
@jenseits/Blauner Montag. Wegen der Bestzung:
-ich habe gehört, dass @hurdi Ahnung vom Filmemachen haben müsste-vielleicht wäre er als Darsteller vom Favre unterfordert, zumal er ne Roßkur machen müsste, um den eher leptosomatisch gebauten Schweizer halbwegs glaubhaft…duck&wech..


dieter
22. Juli 2011 um 16:36  |  29055

@Dan

Sollte es auf Drehbücher Patentrechte geben solltest du dich ranhalten. 😉

Ich würde dann auch meine mir hier angedachte Rolle übernehmen, auch wenn ich einen unrühmlichen Abgang habe und in der von dir geschilderten Szene sehnsüchtig am Brandenburger Tor auf die Durchfahrt der Kolonne warten würde, um mich ins Bild zu drängen und dem erstbesten TV-Reporter nochmal die Geschichte von der Schreibmaschine zu verklickern. :mrgreen: 😉


Dan
22. Juli 2011 um 16:47  |  29057

@dieter

🙂 🙂


catro69
22. Juli 2011 um 17:09  |  29062

@ all
Klasse Diskussion, nichts wirklich ganz Neues, aber erfrischend erzählt und ohne Zankerei.

Eins muss ich noch loswerden, @ Dan, es waren sechs Endspiele…

Gruß aus Frankfurt/Main


hurdiegerdie
22. Juli 2011 um 17:58  |  29068

Wenn ich nicht den Favre spielen darf, dann somatisiere ich!
Obwohl ich bin ja wirklich eher der athletische Typ!

😆


jenseits
22. Juli 2011 um 18:37  |  29073

@Dan

In Anbetracht der Kürze der Zeit hast Du mit Deinem Drehbuch ja schon einiges auf die Beine gestellt! Im Moment trägt es noch einige visionäre Züge, aber im Laufe der Dreharbeiten, die ca. ein gutes Jahr dauern werden (inklusive der Recherche), wird diese sich dann wohl ebenfalls in historische Wandeln.

@Hurdie kann ruhig den Favre spielen, sollte ihn das unterfordern, wie @apo vermutet, dann übernimmt er halt noch andere Aufgaben, z.B. in der Regie? Oder Beleuchtung?

Aber mit Merkel und Künast sind die Frauenrollen noch nicht verteilt. Für ein Doku-Drama brauchen wir doch auch was im weitesten Sinne Romantisches…

@Dieter, Du scheinst Dich bereits in Deine Rolle einzuleben! 😆


Blauer Montag
22. Juli 2011 um 18:39  |  29075

@hurdiegerdie
Welche Krankeit hättest Du denn gerne?
-Fracksausen
-Schleimbeutelentzündung
-nervöses Asthma
-krampfhaftes Dauergrinsen
-partielle Aphasie (keine Sorge, du brauchst nicht den Sand in den Kopf stecken)
-verbale Diarrhoe („Wir müssen nicht jedes Heimspiel gewinnen“)
-Torschusspanik


jenseits
22. Juli 2011 um 18:51  |  29076

Finde ich gut, dass @rasi gerne Choreographie und Ton übernehmen will. Beim Casting der Statisten sollte ihm aber noch jemand behilflich sein, sonst werden’s wirklich nur Statistinnen und wir müssen einen Fussballfilm über Hertha drehen, wo bei nachgestellten Szenen in der Ostkurve nur weibliche Fans zu sehen sein werden. 😉


hurdiegerdie
22. Juli 2011 um 18:54  |  29077

Verschwörung! Ich wittere Verschwörung!
Jetzt entziehst du mir @BM also schon die Rolle, die du mir selber zugeschrieben hast. Nett, dass ich mir wenigsten das Krankheitsbild noch aussuchen darf.

Ischh sage nurr, dies Crew hat die Trennung von @Diiieterrr noch niischt rischtig vörkraaftöt.


Blauer Montag
22. Juli 2011 um 19:10  |  29079

Nee allet schick @hurdie
Bleib gesund – du bekommst die Rolle.


jenseits
22. Juli 2011 um 19:13  |  29081

Ja @Hurdie, da hat @Blauer Montag nur nen Scherz gemacht. Klar spielst Du den Favre!

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