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(mkl) – Arbeit an der frischen Luft hat immer seinen besonderen Reiz. Der Schenckendorffplatz liegt vor mir, während ich schreibe, knallen Patrick Ebert, Nikita Rukavytsya und Rob Friend noch ein paar Bälle auf das Tor von Sascha Burchert, der Rest der Mannschaft ist schon in der Kabine verschwunden. Mein Akku sagt mir, dass ich jetzt 2 Stunden und 50 Minuten auf dieser Bank sitzen könnte, um euch von heute zu erzählen…

Dabei geht das an sich recht schnell. Wichtigste Nachricht: Roman Hubnik ist wieder im Training, wenngleich der Rückstand durch seine auskurierte Fußprellung erst ein Einzeltraining ermöglichte. Der Trainer konnte nach der Einheit nicht sagen, wann er mit dem Team trainieren kann. Den Rest ließ Markus Babbel heute rund 75 Minuten schwitzen. Zuerst stand ein leichtes Sprint- und Koordinationsprogramm an, dann ließ er in zwei Gruppen sieben gegen drei spielen.

Vier Sechser, vier Offensive

Wirklich intensiv gestaltete sich dann das Spiel elf gegen elf auf halbem Platz. Interessant fand ich vor allem die Aufstellungen.

Team Gelb: Burchert, Lell, Janker, Mijatovic, Brooks, Ottl, Niemeyer, Perdedaj, Lustenberger, Lasogga, Friend

Team Grau: Aerts, Kobiashvili, Neumann, Franz, Morales, Rukavytsya, Raffael, Torun, Ebert, Ronny, Ramos

Stammtorwart Thomas Kraft trainierte derweil alleine. Das Spiel gewann Gelb 2:1 (Tore durch Friend und Lell sowie Torun)

Ich weiß, dass diese Trainingsspiele begrenzte Aussagekraft haben, dennoch fällt auf:

– dass Babbel alle Sechser in einem Team antreten ließ, wobei Lustenberger und vor allem Perdedaj offensiver eingestellt waren

– und dafür alle offensiven Mittelfeldspieler zusammen stellte, Raffael agierte hier als einziger Sechser

Mein Eindruck war, dass Babbel gezielt schauen wollte, wie a) drei Sechser zusammen funktionieren, über das „Tannenbaum“-System haben wir ja schon viel diskutiert und b) mal eine offensive Viererkette sehen wollte. Obowhl das 4-1-4-1-System seit der letzten Saison ja an sich ausgedient hat, die Balance zwischen Offensive und Defensive passte zumeist  nicht.

Was meint ihr: Wäre eine Variante mit drei Sechsern ein probates Mittel, vor allem gegen übermächtige Gegner, die (ich richte mein Augenmerk schon einmal ein wenig in Richtung Dortmund) selbst kompakte Defensivreihen spielend ausschalten? Oder ist das eine Angsthasen-Taktik? Oder bewerte ich grade, den Rasenduft noch in der Nase, meine Eindrücke hier über? Und wie haben diejenigen von euch, die heute draußen waren, dieses Spielchen gesehen?

Die richtige Hertha-Taktik in Hannover heißt . . .

  • 4-2-3-1 wie in Hamburg (78%, 362 Stimmen)
  • 4-3-2-1 der Tannenbaum (10%, 48 Stimmen)
  • 4-4-2 wie zumeist in der erfolgreichen Rückrunde (7%, 32 Stimmen)
  • 4-1-4-1 auf sie mit Gebrüll (5%, 24 Stimmen)

Anzahl der Wähler: 466

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75
Kommentare

Chuk
16. August 2011 um 18:46  |  32874

Tannenbaum gegen Gegner wie Dortmund fände ich gut. Vielleicht gibt es für uns dann auch Geschenke. 🙂


Espana2010
16. August 2011 um 18:48  |  32875

oh, Erster? Wegen Karma und so!


Chuk
16. August 2011 um 18:49  |  32876

@ Espana2010
Nee, sorry!


Espana2010
16. August 2011 um 18:51  |  32877

…doch nicht!

Aber ich denke, wir sollten gegen Hannover so spielen, wie gegen Hamburg. Hannover darf nicht ins Spiel kommen – bzw. sollte verhindert werden, dass diese Ihre Effizienz ausspielen können!

Gegen Dortmund sollten wir schon etwas defensiver beginnen – uns dabei jedoch versuchen nicht zu sehr hinten `reindrängen zu lassen!


hurdiegerdie
16. August 2011 um 18:52  |  32878

Erstmal finde ich gut, mal ein paar taktische Eindrücke vom Training zu hören. Und ich betone, dass ich damit nicht meine, es gäbe sonst keine taktische Ausrichtung im Training, sondern nur, dass man selten darüber liest!

Ansonsten meine ich, dass ein 4-1-4-1 nicht generell ausgedient hat, sondern dass man dazu eher einen Stürmer wie Ramos als einen wie Friend braucht.

Ich würde gegen Hannover im 4-1-4-1 spielen, offensiv mit Raffa und Lusti und als defensive Absicherung dahinter Niemeyer.


Espana2010
16. August 2011 um 18:54  |  32879

…vielleicht hat Hoffenheim wirklich gezeigt, wie es gehen könnte.

Auch Gladbach hat gezeigt, wie man einen augenscheinlich überstarken Gegner den Zahn ziehen kann!

Ich finde Beispiele gab es schon einige in dieser – wenn auch kurzen – Saison bereits zu sehen!

Aber jetzt erst einmal auf Hannover konzentrieren!!!!

….denn, das nächste Spiel ist immer das schwerste!!!!


Espana2010
16. August 2011 um 18:55  |  32880

ja, ja ich zahl ja!!!


ubremer
ubremer
16. August 2011 um 18:59  |  32881

@off-topic,

fünfter Spieltag, zum fünften Mal in der Startelf, für Sascha Bigalke scheint sich der Wechsel zur SpVgg Unterhaching gelohnt zu haben. Derzeit im Live-Ticker gegen den Chemnitzer FC, beim ersten Tor war „Biggi“ gleich wieder beteiligt


Blauer Montag
16. August 2011 um 19:15  |  32882

hurdiegerdie // 16. Aug 2011 um 18:52

Erstmal finde ich gut, mal ein paar taktische Eindrücke vom Training zu hören. Und ich betone, dass ich damit nicht meine, es gäbe sonst keine taktische Ausrichtung im Training, sondern nur, dass man selten darüber liest!

N’Abend @hurdie und alle zusammen,
leider kann ich nicht jeden Tag zum Training fahren, und leider ist auch nicht jedes Training öffentlich … Schnüff … Denn das taktische Training ist in der Regel nicht öffentlich.

Ich persönlich finde das 4-3-2-1 auch ein interessantes Spielsystem. Aber es scheinen mehr als nur ein paar Trainingseinheiten notwendig zu, um mit den Spielern ein neues System einzuüben. Deswegen habe ich für das 4-2-3-1 in Hannover gestimmt. Hat denn die virtuelle Startelf-Findungs-Kommission schon getagt für dieses Spiel?


fechibaby
16. August 2011 um 19:16  |  32883

Es ist schön zu lesen, wie der Herthaabgänge bei ihren neuen Vereinen glänzen und Tore schießen.
Die hier gebliebenen treffen nur Latte oder Pfosten und die Tore in Hamburg fielen nur nach Drobnys Torwartfehlern.
Wir brauchen aber keinen neuen Stürmer.
Ha Ha Ha.


Blauer Montag
16. August 2011 um 19:32  |  32885

Schreib doch ‚mal was Konstruktives @fechibaby.

Stell dir vor, Du gewinnst morgen im Lotto 10 Mio EUR, und spendest diese der HERTHA. Welche Stürmer mit Torgarantie würdest du dafür kaufen?


Jimbo
16. August 2011 um 19:34  |  32886

Alphonse Tchami und Bryan Roy!


Jimbo
16. August 2011 um 19:35  |  32887

Und Luizao! Und Andre Lima!


16. August 2011 um 19:39  |  32888

@fechi: der Sinn einer Ausleihe ist es doch, das der betreffende Spieler sich positiv entwickelt, insofern ist jedes Tor, jede gute Leistung in der Fremde ein Beleg für die Richtigkeit der Ausleihe. Nichts ist frustrierender als zu hören, dass die Spieler nichts auf die Reihe bekommen..
Siehe Holthby, siehe Kroos etc-solange derLeihklub keine KO ziehen kann, ist alles richtig gemacht worden.


backstreets29
16. August 2011 um 19:43  |  32889

Bei Fechi müsste natürlich das Gesampaket stimmen:
1. Er muss die Bundesliga kennen
2. Er muss die Sprache beherrschen
3. Er muss bei seinen Vereinen en gros getroffen haben
4. Er muss einen „Namen“ im deutschen Fussball haben

Da wird Fechi wohl den A. Winchmann an Land ziehen 😀 😀


ubremer
ubremer
16. August 2011 um 19:45  |  32890

@off-topic,

die zweite DFB-Pokalrunde ist angesetzt. Hertha spielt am Mittwoch, dem 26. Oktober bei Rot-Weiß Essen (19 Uhr).
Und für die weitere Lebensplanung: Hier geht’s zu den Terminen bis zum Pokal-Finale 2012


Blauer Montag
16. August 2011 um 19:51  |  32891

Na dann schaun‘ wir mal @ubremer,
wessen Laptop oder Eidings dann dort bei Rot-Weiß Essen schlapp macht. 😈


Blauer Montag
16. August 2011 um 19:57  |  32892

Bei deinem Gesamtpaket @backss29
hätte HERTHA sich ernsthaft um Miro Klose bemühen sollen. Bspw. hätte man ihm die vielen schönen Angelgewässer von der Havel bis zur Schorfheide zeigen sollen. Und in diesem Sommer gedeihen auch bereits die Pilze sehr gut.

Ich weiß ja nicht, ob Miro Klose damit glücklich wird, sein Gehalt in italienischen Staatsanleihen ausgezahlt zu bekommen.


fg
16. August 2011 um 20:01  |  32893

4-2-3-1 mit lusti für niemeyer und irgendjemandem für mijatovic.
gerne auch mal irgendwo mit ronny!


Bolle75
16. August 2011 um 20:22  |  32894

Das „Umschalten“, dieses Wort wird vermutlich entgegen dem propagierten Konzeptfussball das Wort der Saison, muss funktionieren. Bei Ballverlust sofort hinter den Ball und umgekehrt. Dazu braucht es Polyvalenz und genau das ist es was ein heutiger Spieler mitbringen muss. Echte Stürmer und Verteidiger wird es bald nicht mehr geben. Die einzigste Position bei der sich das nicht so extrem auswirkt ist die der Innenverteidigung. Alle anderen Positionen müssen Offensiv sowie Defensiv mitarbeiten. Ich denke wir haben dafür das Spielermaterial wenn vielleicht auch nicht in der Qualität wie Dortmund oder Bayern. Mainz und Nürnberg machen es doch vor, daß auch mit weniger viel möglich sein kann. Stand- & Angstfussball wird heute i.d.R. bestraft … und das ist auch gut so.

Das mit der ganzen Taktikzahlenspielerei ist nur Papier. 4-1-4-1 hätte vor 15 Jahren einfach 5-4-1 oder 5-3-2 gehießen.
Meine Taktik ist ganz einfach, offensiv werden 8 und defensiv ebenfalls 8 Mann benötigt, die übrigen 2 sind je nach Situation immer eher offensiv sowie defensiv ausgerichtet. Dazu dann sinnvoll auf dem Feld verteilen, schnelles „Umschalten“, Tore schießen & verhindern. Das ganze an das Spielermaterial angepasst und fertig ist. Ich bin aktuell bei 3 6ern wenn es um Hertha geht, wie das dann an der Taktiktafel aussieht ist mir Schnuppe. Babbel bitte übernehmen.


16. August 2011 um 20:25  |  32895

Ich weiß ja nicht, ob Miro Klose damit glücklich wird, sein Gehalt in italienischen Staatsanleihen ausgezahlt zu bekommen.

Der ist ja sowas von gut 😉


16. August 2011 um 20:32  |  32896

wieso sollte man jetzt eigentlich den Kapitän rausnehmen?? Bekommt im Kicker regelmäßig 2 Notenstufen besser als bei einem Teil der Fans, macht seine Sache bisher doch ordentlich. Das wäre für mich ohne Not ne Baustelle aufmachen. Nach Aerts den zweiten leader herausnehmen?- das würde ich jedem Trainer abraten..
Den Tannenbaum gegen Dortmund meinetwegen auch gegen Bayern. Aber gegen Hannover 96-die ja ein wenig den Favre-Stil spielen..? Nö…würde ich nicht so machen; allerdings bin ich kein Ausbund an Taktikwissen-habe gerne spontan und kreativ gespielt und so mag ich´s immer noch am Liebsten (deshalb mag ich Dortmund richtig gern, da lässt Klopp einige Freiräume zu!))- Hannover würde ich mit der Rückrunden-Taktik bespielen, mit viel Augenmerk auf Kompaktheit-weil Hannover genau diese Lücken sucht und jeden Abspielfehler bestrafen kann. Ich würde gerne mehr über die Flügel kommen, weil wir dort sehr gut besetzt sind und eine Viererkette Probleme bereiten können (gerne Ruka ab der 60-Minute..), da ein Ramos in der Mitte für viel Aufregung bei den IV´s sorgt-Platz für Raffa zum Nachstoßen…
Defensiv gegen die reaktiven Hannoveraner-nö-das würde zu einem Schlafwagenspiel ausarten, fürchte ich.


Bolle75
16. August 2011 um 20:33  |  32897

Staatsanleihen, italienische ?
Dafür muss man doch Zinsen zahlen 😉


16. August 2011 um 20:36  |  32898

Polyvalenz ist gut und schön-es wird aber immer auch Begabungen geben. Offensiv und defensiv-das hat auch mit dem (angeborenem) Temperament zu tun-ich denke nicht, das das jemals im Grundsatz anders wird. @bolle.
Konzeptfussball ist schnell am Ende, wenn alle Konzeptfussball spielen- die individuellen Fähigkeiten werden immer eine herausragende Rolle spielen. -Ich hoffe das jedenfalls…


hurdiegerdie
16. August 2011 um 20:39  |  32899

Bolle75, find ich gut.

Das Ganze sind Zahlenspielereien, weil die Geschichten doch mit einem Spieler zurück- oder vorgezogen sich in einen anderen Namen (Zahlenspiel) umtransformieren lassen.

Für mich ist das eine Veranschaulichung. 4-1-4-1 heisst für mich ein zentraler Stürmer (also nicht Lasso UND Ramos vorne drin) und eine zusätzliche defensive Absicherung (also 2 zentrale Mittelfeldspieler und einer als Abräumer dahinter), ob das jetzt 4-3-2-1 oder 5-4-1 heisst, egal.


Temptazn
16. August 2011 um 20:46  |  32900

Meiner Meinung nach Kaka verkaufen und dafür Arthur Wichniarek holen.


Herthaber
16. August 2011 um 20:54  |  32901

@fechibaby

Deine Feststellungen zu den 3 genannten Spielern sind grausilig.
Unser Kader besteht aus 27 Spielern, elf können spielen, sowiet kannst du mir hoffentlich folgen.
Was soll Babbel bitteschön veranlassen einen Friend in seiner jetzigen Form spielen zu lassen ?
Aerts ist 34 und hat einige Patzer hinter sich gebracht bzw. war immer ein Unsicherheitsfaktor. PML sitzt mit 19 nun mal auf der Bank. Ich finde das kein Drama und hilft ihm vielleivht auch den enormen Erwartungsdruck etwas zu nehmen. Der kommt garantiert wieder. Wo ist nun bitteschön der Weltuntergang dies zu dramatisieren ?
Übrigens heute beim Training waren die 3 voll bei der Sache. Das jeder spielen möchte ist doch klar und das erwartet doch auch jeder. Für mich ein ganz normaler Vorgang. Und wenn dies echte Profis sind dann akzeptieren die das auch.


Herthaber
16. August 2011 um 20:56  |  32902

Zu den Spielern die ausgeliehen wurden, kann ich die feststellung von @apollinaris nur 100% unterschreiben.


Bolle75
16. August 2011 um 20:57  |  32903

@hurdie: Ich finde einfach das Fussballtaktik so komplex geworden ist das es ein X-X-X(-X) einfach nicht gibt. Zum veranschaulichen ist dies zwar gut und schön aber meistens nicht ganz richtig wenn man sich das verschieben auf dem Platz anschaut.

@Apollinaris: Ich hab ja nichts gegen Götze 😉 Aber auch der spielt im System und bringt dort dann seine Individualität ein. Der Spieler der ein Spiel „alleine entscheidet“ wird seltener. Situationen wo sich ein Maradonna den Ball schnappt und nach 60m dribbeln noch den Torwar umkurvt wird es nicht mehr oft geben.


Blauer Montag
16. August 2011 um 20:57  |  32904

http://de.wikipedia.org/wiki/Staatsanleihe

Was steht im Jedermannlexikon?
„Staatsanleihen (synonym: Staatsobligationen) sind kurz-, mittel- oder langfristige Anleihen (Schuldverschreibungen), die von der öffentlichen Hand und anderen staatlichen Körperschaften ausgegeben werden. Derjenige, der Staatsanleihen zum Kauf anbietet, wird auch als Emittent bezeichnet. Die Käufer dieser Papiere profitieren wiederum von den entstehenden Zinsen.
Wie bei jeder anderen Anleihe auch, besteht bei Staatsanleihen das Adressausfallrisiko, d. h. das Risiko, dass Zinsen und/oder Kapital nicht und/oder nicht fristgerecht und/oder nicht in voller Höhe (zurück)gezahlt werden können.“

Mit anderen Worten: Der Staat ist der Kreditnehmer, welcher Zinsen an den/die Kreditgeber zahlen muss.

Und morgen erzählen uns dann die Blogväter, wie vor nicht allzu langer Zeit in ähnlicher Form HERTHA Spielerkäufe o.a. finanziert hat. @fechibaby it’s your turn now.


Blauer Montag
16. August 2011 um 21:00  |  32905

@bolle75
doch Raffa in Karlsruhe. Der ist halt der Maradona für Arme.

… duck und wech


Herthaber
16. August 2011 um 21:51  |  32906

@fg
damit kann ich mich auch anfreunden.


16. August 2011 um 21:55  |  32907

@bolle: da bin ich bei dir; wobei… Messi immer noch so spielt (..)
Trotzdem kann ein System ohne Leute wie Götze, Kawasaki oder Robbery oder eben Messi, Inista, Xavie.. auch nicht lange gespielt werden, ohne dass es geknackt wird. Die Taktik ist wichtig, ist ja klar, bei der heutigen Dynamik-aber „den Unterschied“ werden auf Dauer wohl doch die individuellen Fähigkeiten machen. Barca hat die besten leute der Welt für ihr funktionierendes System. Arsenal nur die 2. Wahl-deshalb gewinnt das System Wenger eher selten..obwohl auch dieses in sich perfekt funktioniert.
Ohne individuelle Klasse gerät ein System früher oder später an seine Grenzen.
In der Buli ist mal wieder Trend, „Systemfussball“ zu propagieren. Dutt lernt gerade, dass es eben nicht über all gleich ist 🙂
Ein guter Trainer muss auf vielen Ebenen gut sein. Ein team braucht eine gute Taktik. Ob das „alles“ ist oder gar zum Selbstzweck (wie es manchmal beim frühen Tuchel klang oder beim frühen Rangnick) werden sollte, bezweifle ich sehr.
Sport, zumal Mannschaftssport (11 gegen 11!) , braucht das anarchische, sonst verliert es seinen ureigensten Reiz.
In den 7oern und 80ern hatten einige Länder den Systemfusball schon mal versucht-als das Kollektiv über den Einzelnen gestellt wurde.
Ich sehe darin (heute) ein wenig den Traum der weniger Begabten, den Hochbegabten ein Schnippchen schlagen zu können. .:-) (überspitzt formuliert, natürlich)
Trainer Klopp stellt für mich z.Z. wirklich das non-plus-ultra dar, weil er anscheinend die Synthese gefunden hat, die individuellen Stärken der Einzelnen in ein passendes Gruppenkonzept übersetzen kann. Seine langen Bälle aus der Abwehr würde er mit einem Sahin oder Schweinsteiger in seiner Elf vielleicht gar nicht so spielen (?).-
Babbel scheint da etwas mühseliger zu Antworten zu kommen , sucht für Lusti, Raffa etc Lösungen.
Aber welcher Tariner ausser Klopp fällt mir in Deutschland noch so ein?
Dutt hoch gehandelt..
Tuchel scheidet gegen den letzten der rum. Liga aus
Rangnick mit Hochs und Tiefs..
der Aachener Trainer wurde extrem hoch gehandelt..
Was passiert in Duisburg..?
Löw macht´s sehr systematisch, kann aber auch aus dem Vollen schöpfen, hat immer die Besten bei sich.
Trainer brauchen Zeit und Vertrauen. Und Mut zum Irrtum.


hurdiegerdie
16. August 2011 um 22:11  |  32908

Bolle bin da wirklich einverstanden.

Aber wie willst du denn in einem Blog kommunizieren, wer wie wo in etwa, wenn du z.B. Raffa Ramos, Lusti, Niemeyer, Ebert und Lasogga aufstellst.

Spielt dann Ramos links oder rechts, oder als Doppelspitze mit Lasogga? kommt Raffa als rechter Mittelfeldspieler mit Doppelspitze Lasogga und Ramos. Gibt’s ne tripple 6, etc.

Ansonsten klar. Die müssen eh alle ständig verschieben, aber um unter uns so ein bisschen die generelle Ausrichtung zu kommunizieren, wen man gerne und wenn ja, warum nicht, wo hätte, da ist es hilfreich, oder nicht?


hurdiegerdie
16. August 2011 um 22:23  |  32909

Noch ne Anekdote und dann bin ich auch weg.

hier wurde zur Abstimmung 4-1-4-1 mit „auf sie mit Gebrüll angeboten“, also als offensive Ausrichtung.

Nach dem Zweitligaspiel am Montag hat Rehmer vom 4-1-4-1 System von Fortuna gesprochen. Da hat Norbert Meier etwas angegrätzt reagiert. Wer spielt 4-1-4-1? Wir haben die ganze Zeit 4-2-3-1 gespielt, wir wollen ja offensiv spielen.

Ja ja die Feinheiten 😆


Etebaer
17. August 2011 um 6:21  |  32910

apollinaris trifft es ziemlich auf den Punkt.
Taktik kommt am Ende der Kette von Mentalität, Fitness, Qualität, Taktik.
Ohne Taktik geht es nicht – nur mit Taktik auch nicht!

Wo könnte Babbel als Trainer eigentlich hingehn, falls er bei Hertha nicht bleiben wollte?
Da würde mir höchsten Hamburg einfallen, Bayern käme jetzt noch ein Jahrzehnt zu früh…if ever…


Exil-Schorfheider
17. August 2011 um 7:56  |  32911

@etebaer

Das ist aber auch wieder nur eine Meinung. Andere sehen ihn weiter, sodass sie ihm die Bayern durchaus zutrauen. Ich weiß es noch nicht. Bin nie beim Training, sodass ich mich auf andere Eindrücke verlassen muss. Aber momentan denke ich, macht er einen passablen Job.

@hurdie

Das ist interessant mit den Feinheiten. Ich erinnere mich dunkel an die Sport1-Spielreporte, dass der Verein am Abgrund am Samstag auch mit dem Tannenbaum anfing. Die erste HZ ging ja noch, aber dann wurden Solbakken´s Jungs doch echt abgewatscht…


Dan
17. August 2011 um 9:00  |  32912

Für die die es nicht wissen:

Bei Mediamarkt gibt es Tickets für Hertha – Stuttgart.

Oberring 29-30 = 9,90
Unterring M,N,O = 19,90

Aber immer nur ein Kreuz (Ticket). 😉

Aktion läuft seit 12.08. bis zum 20.08.


Mineiro
17. August 2011 um 9:28  |  32913

Danke für den Hinweis!

Ist die Beschränkung auf 1 Ticket pro Person ernst gemeint?


westend
17. August 2011 um 9:47  |  32914

***Vorsicht Kalauer!***

Die „Wedding-Ghetto-Boys“ machen nun auch in der Politik Karriere:

Dejagah nun CDU-Spitzenkandidat in Schleswig-Holstein.

Quelle: Die Zeit
http://www.zeit.de/politik/deutschland/2011-08/jager-cdu-schleswig-holstein

Was kommt als nächstes? Kevin Boateng wird Frauenbeauftragter des Freistaates Bayern?


Dan
17. August 2011 um 10:06  |  32915

limmetstadthustler
17. August 2011 um 10:26  |  32916

Ich würde dem System treu bleiben und den gleichen Spielern nochmals eine Chance geben… die haben ihre Sache ganz ordentlich gemacht… mal sehen, obs daran lag, dass der HSV überhaupt noch nicht in Fahrt gekommen ist, oder obs so wirklich einiges besser klappt… Lusti würde ich zwar gerne einmal von Beginn weg sehen, aber Wechsel drängen sich zur Zeit nicht auf…

ps. ich verabschiede mich für heute… trete nun meine Reise in die Arroganz-Arena an… mal schauen ob wir mit unserem ersatzgeschwächten Kader dort bestehen können… ich hoffe es bleibt einstellig 🙂


Exil-Schorfheider
17. August 2011 um 10:33  |  32917

Nee, @Dan.
Ich wette eine Kreuzigung dagegen. 😉
Das ist doch nur die Preisauszeichnung.

Finde es aber seltsam, dass die Aktion gegen Stuttgart stattfindet. Ist u.a. immerhin der Oberring-Block, in dem ich gegen den FCN für 25,- saß… und dann nur 9,90,-!?


Etebaer
17. August 2011 um 10:42  |  32918

Babbel mag so weit sein wie er will – er hat schlicht nicht das Gewicht mangels Masse an Erfolgen und Erfahrung jetzt schon als Bayerntrainer anzutreten.
Schließlich würde kein Bayernvielfachtitelgewinnerprofi einen Ex-Spieler der grade mal Zweitligameistertrainergrünschnabel ist für voll nehmen…


Dan
17. August 2011 um 10:45  |  32919

@Exil-Schorfheider // 17. Aug 2011 um 10:33

Nee, wette ich nicht. Hatte Freispruch und gehöre nicht zur Kreuzigungstruppe.

„Romanes eunt domus“ 😉


Exil-Schorfheider
17. August 2011 um 10:45  |  32920

Welche Erfolge hatte Klinsmänn!? 😉


Exil-Schorfheider
17. August 2011 um 10:48  |  32921

Ach ja, bevor ich es vergesse:

Herzlichen Glückwunsch, Michael Preetz!
Möge Dir das glückliche Transfer-Händchen weiterhin gute Dienste leisten und die Sanierung Deines Arbeitgebers gelingen!
Gern auch in diesem neuen Lebensjahr… 😉


hurdiegerdie
17. August 2011 um 10:54  |  32922

Kopf hoch, Brust raus @limmet

An diesen Kantersieg glauben doch alle, einschlieslich der Bayern-Spieler. Wenn sie so überheblich rangehen, wird es sicher nicht so schlimm. Ich traue Zürich durchaus ein gutes Ergebnis im Hinspiel zu, aber dann…?


Mineiro
17. August 2011 um 11:00  |  32923

@Exil-Schorfheider:

Ich denke, die Aktion findet gegen Stuttgart statt, weil man damit rechnet, dass der Zuschauerzuspruch in einem Freitag-Abend Spiel traditionell etwas geringer auszufallen droht, weil viele Zuschauer aus dem Umland oder mit Kindern dann wegen der späten Anstosszeit nicht kommen.


17. August 2011 um 11:22  |  32924

Noch mal zum Vergleich der ersten beiden Spiele:
lt Franz haben die Spieler das nicht umgesetzt, was Babbel vorgab
Abgesehen von der etwashypthtischen Sichtweise, dass diese Vorgabe evtl falsch war, wird der zweite Faktor in beiden Sichtweisen übersehen:
Nürnberg verteidigte deutlich geschickter. Hätte der HSV vielleicht zentral den Raffa besser zugestellt-wer weiss?
Es spielen immer auch andere mit, die meistens auch mit einer taktischen Marschroute kommen.
Wenn Dortmund gegen X verliert, haben sie eben schlecht gespielt (so wird das meistens kommuniziert),-dabei war an diesem Tage der Gegner einfach nur geschickter?
Wenn Hertha gut spielt, ist ne Handschrift des Trainers erkennbar, wenn sie verlieren, spielen sie ohne Konzept, weil sie Taktik nie trainieren..(mal ironisch zusammengefasst).
Ein paar Spiele mehr, braucht das alles einfach, bevor man über Dutt, Babbel & co. ernsthaft (im Sinne von komplex) diskutieren kann


stesh
17. August 2011 um 11:39  |  32925

Bilderrätsel

Was stimmt bei dem neuen Auswärtstrikot nicht?

Zu gewinnen gibts nichts. Ist nur Spaß. Mal so zur Abwechslung.

https://picasaweb.google.com/lh/photo/mGWl6U8KmMqJ09csDJkC9Q?feat=directlink


17. August 2011 um 11:53  |  32926

@apo
Naja, einen Spieler zustellen, der vom Trainer sämtliche Freiheiten genießt und sich praktisch das gesamte Spiel über aussuchen kann, wo er denn jetzt steht, gestaltet sich als ziemlich schwierig. Du ziehst ja jedes mal, wenn Raffa in die potenziell gefährliche Zone kommt, durch Übergeben und Verschieben Leute von den Außenpositionen ab. Das kann bei torgefährlichen Außen schonmal dazu führen, dass man sich ne richtig derbe Packung einhandelt. Und dass Torun und Ebert schnell und torgefährlich sind, genau wie Ramos, der ja auch gerne über die Außen kommt, ist ja auch nichts neues.


MatThais15
17. August 2011 um 11:54  |  32927

dit hertha logo…..


Bɘʁʟɪɴ
17. August 2011 um 12:27  |  32928

apollinaris // 16. Aug 2011 um 20:32

Den Tannenbaum gegen Dortmund meinetwegen auch gegen Bayern. Aber gegen Hannover 96-die ja ein wenig den Favre-Stil spielen..? Nö…würde ich nicht so machen

Genau so!
Gegen absolut übermächtige Gegner auswärts gerne mit Tannebaum, obwohl das Köln gegen S05-1 auch nicht geholfen hat.


17. August 2011 um 12:28  |  32929

@bertram: durch geschicktes Verschieben und Passwege zustellen, kann man einen Raffa wohl aus dem Spiel nehmen, wenn er nicht gerade in Hochform (das ist die individuelle, anarchische Komponente 🙂 ) ist. An manchen Tagen kann man sogar den Messi, der als Einziger im Barca-Team absolute Narrenfreiheit hat, aus dem Spiel nehmen.-Ich will nur sagen: es gibt keine narrensichere Taktik: weil es immer auch einen Gegner gibt und die „Tagesform“ etc pp
Unserer schlechte Leistung ggen Nürnberg ist auch den Nünbergern geschuldet-so, wie unser gutes Spiel der HSV durch dessen Taktik beeinflusst wurde ( was aber nicht heisst, dass der HSV nun die Qualität eines potentieller Absteiger hat.. 🙄 )


L.Horr
17. August 2011 um 12:37  |  32930

…@apollinaris 21.55 Uhr.

Voll unterschrieben !

Für jedes so genannte „System“ brauche ich geeignete , dafür veranlagte Spieler.
Der „One touch“ , „Systemfußball“ oder wie immer benannt , braucht vorrangig Ballsicherheit , Kondition und Spielintelligenz.

Die Kondition ist trainierbar , Spielintelligenz bzw. takt. Verständnis ist erlernbar , – aber Ballsicherheit ist ist wohl das Ergebnis jahrelanger Ballverliebtheit und nicht von heute auf morgen antrainierbar.

Für einen Trainer macht es also wenig Sinn auf Teufel komm raus ein System installieren zu wollen , wenn das Personal dafür ungeeignet erscheint.

Folgerichtig heisst das aber auch variabel bei der takt. Aufstellung zu sein.
Babbel wollte anfangs eine Art 4-1-4-1 installieren und wunderte sich das die vorhandenen Spieler ungeeignet sind.

Derzeit eiert man mit Strukturbäumchen wie 4-4-2 , 4-2-3-1- und Tannenbäumen herum und opfert lieber wertvolle Spieler , nur weil man für diese kein Platz im Bäumchen findet.

Ein Trainer der es schafft sich sein real existierendes Personal anzuschauen mit dem er erstmal arbeiten muß und dementsprechend ein Bäumchen kreiert , der ist für mich der komplette Trainer.

Gestern spielte etwa „Arsenal“ mit einem 3-5-2 und wie ich hörte , weil er hierin seine fähigsten Leute bringen konnte und nicht umgekehrt .
🙂


Blauer Montag
17. August 2011 um 12:42  |  32931

apollinaris // 17. Aug 2011 um 11:22

Noch mal zum Vergleich der ersten beiden Spiele:
….Wenn Dortmund gegen X verliert, haben sie eben schlecht gespielt (so wird das meistens kommuniziert),-dabei war an diesem Tage der Gegner einfach nur geschickter?
Wenn Hertha gut spielt, ist ne Handschrift des Trainers erkennbar, wenn sie verlieren, spielen sie ohne Konzept, weil sie Taktik nie trainieren..(mal ironisch zusammengefasst).
Ein paar Spiele mehr braucht das alles einfach, bevor man über Dutt, Babbel & co. ernsthaft (im Sinne von komplex) diskutieren kann.

Hallo @apo,
komplexe Diskussionen werden komplizierte Diskussionen? Ich hoffe nicht.

Eine Meinung über das Training von Dutt kann ich nicht haben. Im Juli und August habe ich dreimal das öffentliche Training der HERTHA besucht. Leider kann ich nicht jeden Tag zum Training fahren, und leider ist auch nicht jedes Training öffentlich … Schnüff … Denn das taktische Training ist in der Regel nicht öffentlich.

Bei meinen Besuchen habe ich jedesmal gesehen, wie das Kurzpassspiel trainiert wurde. Wenn das im Heimspiel gegen Nürnberg nicht gezeigt wurde, lag es:
a) am Trainer Babbel,
b) an den HERTHA-Spielern, oder
c) am Gegner?


Exil-Schorfheider
17. August 2011 um 13:17  |  32932

@BM

In dieser Fragerunde bin ich für b) und c)…


HerrThaner
17. August 2011 um 13:35  |  32933

Mal was anderes: Sollte man nicht langsam Mal auch ein Bild vom Herrn Kleinemas in die obere Zeile packen (da wurde ja noch etwas Platz gelassen)? Mittlerweile sind es ja wirklich drei Autoren, die sich um diesen Blog kümmern und nicht mehr nur noch die Herren Bremer und Stolple. 😉


HerrThaner
17. August 2011 um 13:35  |  32934

Stolpe natürlich.


17. August 2011 um 13:52  |  32935

@BM: auch ich bin für b und c.
Allerdings darf sich Babbel auch die Frage gefallen lassen, was er auf Grund seiner Aufstellung dazu beigetragen haben könnte.-Das alles ernsthaft diskutiert und ohne gleich in´s Grundsätzliche zu gehen,-gehört doch zur Arbeit mit einer Fussballmannschaft?-Wenn Babbel sich hinstellt und sagt: das habe ich taktisch falsch gesehen“-würde das ihm todsicher um die Ohren geschleudert werden. Als Babbel offen das aussprach, (was ein Furgeson schon seit Jahrzehnten betreibt), dass sein Co. bestimmte Dinge besser kann, -wurde das ihm sehr „deutsch“ ausgelegt…
Fans und Journalisten müssen sich eben auch hinterfragen, sonst wird das alles immer so bleiben: in Berlin bleiben die Trainer max 2 Jahre..


Treat
17. August 2011 um 14:09  |  32936

@Dan:

Menschen, genannt Romanes, gehen das Haus? :mrgreen:

Blauweiße Grüße
Treat


17. August 2011 um 14:11  |  32937

@apo
Natürlich kann man einen Raffael, oder eben auch Messi aus dem Spiel nehmen, ohne Zweifel. Die Frage ist allerdings: Zu welchem Preis?
Wenn ich einen Flügelstürmer entschärfen will, dann geht das durch geschicktes Doppeln der entsprechenden Außenspieler, sowohl defensiv als auch offensiv.
Es ist allerdings schwierig, wenn man seine Defensivarbeit auf einen Spieler im Zentrum konzentiert. Das hat mehrere Gründe: Zum einen hat der Offensivspieler, stellt er sich geschickt an, im Zentrum in der Regel immer eine Option mehr für sein Offensivspiel. Sprich: Will ich einen zentralen Offensivspieler komplett rausnehmen, muss ich zwangsläufig entweder sehr früh auf den Mann gehen (was schwierig ist, wenn sich, wie in Hamburg geschehen, Raffael den Ball sehr oft in der eigenen Hälfte abholt), oder man muss eben mit mindestens 2 Mann drauf. Geh ich dann, beispielsweise mit 2 6ern, auf den Zentralen, stehen meine Außenverteidiger immer 1 gegen 2. Denn diese Defizite bei hinterlaufenden Außenverteidigern auszumerzen, das ist Aufgabe der 6er. Sind die mit was anderem beschäftigt, haben die Außen die Arschkarte.
Die Alternative wäre Tannenbaum. Hat man da aber nicht das entsprechende Personal (Bei Hamburg war Kacar verletzt, Jarolim ist jetzt nicht unbedingt der spielstärkste 6er der Liga), killt man sein eigenes Offensivspiel.
Was ich sagen will: Raffael aus dem Spiel zu nehmen, das würde vermutlich, wenn man es unbedingt drauf anlegt, jedes Team der Bundesliga schaffen. Raffael aus dem Spiel zu nehmen, ohne dass die eigene Defensive darunter leidet, das schaffen wohl die allerwenigsten Teams.


17. August 2011 um 14:23  |  32938

@bertram: wir sind uns doch einig, dass es die bessere Taktik ist..mein Thema war doch nur ein klein wenig anders pointiert.
Wenn an einem Tag allerdings Torun auch nen schlechten Tag hat, könnte es eng werden 😉


Kelle_der6er
17. August 2011 um 14:41  |  32939

@apo
„Trainer bleiben nur 2 Jahre“
Kronsbein-Kessler-Röber??
Das waren aber die Erfolgstrainer -oder?


17. August 2011 um 15:06  |  32940

ähm..jetzt müssen wir aber echt mal im statistischem Mittel denken..zumal die Fiffi -und SIR-Zeiten echt schon etwas angestaubt sind 🙂
Und eigentlich will ich ja, dass unsere Trainer länger bleiben; irgendwie verstehe ich die Replik nicht ganz?


Kelle_der6er
17. August 2011 um 15:26  |  32941

@apo
ich hab‘ ja nur die reine Aussage gesehen.
Ist der wirtschaftliche Druck heute höher?! Dann gehört aber ’ne gehörige Portion Fach- und Sachkenntnis des Managments dazu, einen richtigen (?) kompetenten Trainer zu engagieren, von dem man entsprechendes erwarten kann. Oder betrachten wir die Hertha auch als „Trainer-Ausbildungsstation“ für jeweils 2 Jahre?!


f.a.y.
17. August 2011 um 15:30  |  32942

Oder anders gefragt: wo in der Bundesliga dürfen sie denn länger? Mir fällt spontan neben dem ewigen Herrn Schaaf nur noch Rangnick bei 18.99 ein. Ansonsten?


sunny1703
17. August 2011 um 15:32  |  32943

Was ganz anderes und nicht so erfreuliches!

http://www.bz-berlin.de/sport/hertha-bsc/herthas-holland-bangte-um-sein-bein-article1248957.html

Viel Glück und vor allem gute Besserung Fabian Holland!

lg sunny


Exil-Schorfheider
17. August 2011 um 16:01  |  32944

@f.a.y.

Da waren noch Finke bei Freiburg, Hitzfeld bei Bayern…


Maradona
17. August 2011 um 16:08  |  32945

Hallo Fussballfreunde!

Ich habe letztes Jahr versucht, meiner Mannschaft ein sehr variables 1-1-1-1-1-1-1-1-1-1 beizubringen. Das hat in der Vorrunde sogar sehr gut geklappt, nur gegen die Deutschen fehlte es an uns an Mumm, das war aber nur eine Blokade in den Köpfen und hatte mit Taktik nichts zu tun.
Taktik ist jedenfalls völlig überbewertet!!!
Oder hat jemand von Euch schon mal einen Trainer nach verlorenem Spiel sagen hören, er hätte die falsche Taktik gewählt? Nein? Warum nicht?
Die Taktik ist nämlich interessanterweise nie Schuld am Mißerfolg! Ergo ist sie auch nicht der Grund für Siege.
Wer Tore macht (egal mit welchen Körperteilen), der gewinnt auch. Wer immer nur Pfosten und Latte trifft braucht sich am Ende nicht zu wundern, wenn es nur zum Unentschieden reicht, da ist die Taktik völlig wumpe.


Dan
17. August 2011 um 16:22  |  32946

Hmmm ich möchte mal die derzeitige BVB-Taktik ohne Top-Kondition sehen.

Zahnräder müssen ineinander greifen.


Blauer Montag
17. August 2011 um 17:46  |  32957

Was ist das Besondere Freunde,
an der Pizza Maradona?


17. August 2011 um 18:25  |  32963

zu Fabi: jetzt sind meine permanenten Fragen nach Holland wohl beantwortet. Ein Jammer. Was für ein Pech.
Zu der Halbwertszit von Trainern: na, ich hätte schon den Ehrgeiz, es,wenn die Vereinsphilosophie es zulässt, eben anders zu machen, als der Rest der Republik..Vorbilder gibt es auch hierfür.. 😉
@dan: klar, die Laufbereitschaft(-fähigkeit) muss für jede bessere Taktik vorhanden sein. Dafür braucht´s Mentalität .
Ein guter Trainer muss mehr können als nur Taktik. Ein sehr guter Trainer muss vor allem gut interpretieren und koordinieren können und schlau zu deligieren wissen. Meine Meinung.


pax.klm
17. August 2011 um 21:06  |  32980

Wollte diese Gedanken, da sie nun schon ein paar „Tage“ so herumgeistern, doch noch einbringen!
In BR3, in der dortigen Sportsendung, äußerten sich Hans Meyer und Markus Feulner recht ausgiebig zum Spiel Hertha-Club. Das Fazit von Meyer war grundsätzlich würde der Club „defensiv so gut stehen, dass sie fast nicht zu bezwingen seien, was nach seiner Meinung nicht hieß, sie würden nun ständig gewinnen,…
Markus Feulner führte den Erfolg in Berlin auch besonders darauf hin zurück, dass die Mannschaft dem Trainer sehr gut zugehört hatte und das auch umsetzen konnte.
Ziel war es zu verhindern, dass die Hertha zu spielen anfangen kann (Feulner), dies habe man umsetzen können!

Der Eindruck den die Interviews hinterließen, war dass es vordringlich darum ging (hart und „herzlich“) Herthas Spiel nicht aufkommen zu lassen!

In HH hatte der HSV eher das „Bedürfnis“ die gestaltende Mannschaft zu sein! Dies wiederum kam Hertha entgegen, die nun ihrerseits endlich spielen konnte! Dies war sicher auch letzte Saison der Grund warum man zuhause einige „Schwächen“ zeigte!
Auch in H wird 96 den Hausherren geben möchten, das letzte Ergebnis von dort erwarte ich sicher nicht wieder, wäre aber ein Hammer…

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