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(sto)– Die SMS aus der Redaktion kam um 15.20 Uhr: „Tipp: Hertha siegt 2:1“. Absender war mein Kollege Lutz Teske, ihm konnte ich um 17.57 Uhr nur antworten: „Du bist ein Titan!“

Ja, so war das heute, ein paar wenige haben wirklich daran geglaubt, dass Hertha beim Deutschen Meister gewinnen kann. Aber als es damit dann tatsächlich soweit war, mussten alle feststellen, dass diese scheinbare Sensation auf gar nicht so sensationelle Weise zustandegekommen war. „Das Spiel hat in Hertha den verdienten Sieger gefunden“, konstatierte der in Heimniederlagen eher ungeübte BVB-Trainer Jürgen Klopp.

Nach fünf Spieltagen ist Aufsteiger Hertha BSC mit acht Punkten vorläufig auf Position 7 notiert – Meister Dortmund ist nur Zehnter. Verrückte Bundesliga!

Der Berliner Sieg war ein Erfolg der gesamten Mannschaft, aus der einige wenige jedoch herausragten. Die Einzelkritik.

Thomas Kraft: Nur um wenige Minuten verpasste der Schlussmann sein zweites Zu-Null-Spiel hintereinander. Schade, denn Kraft hätte sich diese „weiße Weste“ mit einer abermals fehlerfreien Vorstellung verdient gehabt. Beim Gegentor (88.)  schien er machtlos. Stark drehte er Gündogans flach getretenen Freistoß noch um den Pfosten (28.), auch beim anschließenden Kopfball von Hummels sowie später in Halbzeit eins gegen Großkreutz (41.) ließ er keine Schwäche erkennen. Das nötige Glück hatte er bei Benders Lattenkracher aus gut 30 Metern. Auszeichnen konnte sich Kraft ein letztes Mal gegen Perisics Kopfball (86.).  Note 2

Christian Lell: Der Rechtsverteidiger hatte kaum Mühe mit Dortmunds Großkreutz und dem immer wieder nachrückenden Schmelzer, auch, weil die Abstimmung mit Ebert passte. Dass er diesmal nach vorn kaum etwas bewerkstelligte, war in diesem Spiel kein Makel. Note 2

Roman Hubnik: Der Tscheche lieferte sich packende Duelle mit Lewandowski, die er auch samt und sonders für sich entschied – bis zum Kopfball des Polen kurz vor Schluss, der die Dinge mit dem 1:2 noch einmal unnötig spannend machte. Doch kein Vorwurf: Hubnik war stellungssicher und zweikampfstark, weil ungemein furchtlos. Note 2

Andre Mijatovic: Der Kapitän war wie so oft nicht so auffällig wie Hubnik, der stets ackert wie ein Berserker. Aber auch der Kroate war solide – und vorn wieder einmal eine Waffe: Sein Kopfball, den er vollkommen frei ansetzen durfte, war maßgeblich für die Entstehung des 2:0. Note 2

Levan Kobiashvili: Wenn BVB-Trainer Jürgen Klopp hernach davon sprach, dass Götze-Ersatz Blaszczykowski „nicht recht ins Spiel gefunden“ habe, so lag das sicher auch am Georgier, der links hinten zwar unspektakulär, aber eben doch ganz und gar solide seinen Dienst verrichtete. Und weil heute kein Abwehrspieler schlechter als „gut“ war: Note 2

Andreas Ottl: Wenn es je Zweifel am Wert des Ex-Bayern für den Aufsteiger gegeben hat – das war eine ganz und gar erwachsene Leistung. Immer mit dem Gespür für die richtige Aktion bekämpfte Ottl Dortmunds Kreativspieler Kagawa, fand eine nahezu ideale Abstimmung mit Nebenmann Niemeyer und den Innenverteidigern dahinter. Auch nach Balleroberung blieb er stets ruhig, hatte kaum unüberlegte Aktionen. Das war nahe am „sehr gut“: Note 2

Peter Niemeyer: Siehe Ottl. Auch er präsent und zweikampfstark sowie ballsicher. Dazu Schütze des 2:0, als er Mijatovics noch abgewehrten Kopfball gedankenschnell mit dem Knie ins Netz bugsierte. „Ein Goalgetter steht da, wo er zu stehen hat“, kommentierte der defensive Mittelfeldspieler seine Leistung selbstironisch. Note 2

Patrick Ebert: Fand gut in die Partie, leitete mit einer langgezogenen Flanke auf den zweiten Pfosten prompt die erste gute Chance für Ramos ein (8.). Haute sich auch defensiv rein. Der einzige Makel war schlussendlich keiner: Als er nach 80 Minuten Weidenfeller anbolzte, statt mit Auge den Abschluss zu suchen, da gab es Ecke. Ebert trat sie herein, Mijatovic stieg hoch zum Kopfball, . . . Note 3

Raffael: Als ich schon urteilen wollte, dass Raffael zwar fleißig in der Defensive arbeitete, aber offensiv im Schatten der Außenbahnspieler Ebert und Torun stand, da zündete der Brasilianer auf einmal den Turbo. Und wer bis jetzt nicht wusste, wie schnell und auch wie beharrlich dieser Raffael sein kann – nach dem Tor zum 1:0 in Dortmund weiß es wohl ein jeder in Fußball-Deutschland. Und Raffael hätte den BVB im Alleingang abschießen können, doch Latte (56.) und Pfosten (78.) standen weiteren Treffern im Wege. Ein „überragendes Spiel“ attestierte Dortmunds Trainer Klopp dem oft angezweifelten Raffael. Note 1

Tunay Torun: Ehe die Kräfte schwanden und er nach 58 Minuten von Krämpfen geplagt vom Platz musste, hatte der junge Deutsch-Türke die rechte Abwehrseite des Meisters ein ums andere Mal vor massive Probleme gestellt. Respektlos traute er sich Offensivaktionen zu, flink leitete er per Doppelpass mit Ramos die lange Zeit beste Berliner Torchance ein, doch sein strammer Rechtsschuss aus 16 Metern streifte nur den rechten Außenpfosten. Seine Leistung war eine klare Kampfansage an Mitbewerber Änis Ben-Hatira, dass er sich zumindest nicht leicht wird aus dem Mittelfeld verdrängen lassen. Note 3

Adrian Ramos: Der Kolumbianer leitete Torchancen wie die von Torun ein und hatte auch selbst welche, vor allem aber beschäftigte er über 90 Minuten die Dortmunder Innenverteidiger Subotic und Hummels. Gefühlt verwickelte er sie in 100000 kleine Zweikämpfe, wodurch er nicht eine Sekunde aus den Augen zu lassen war. Das schuf Räume, in die Raffael und Kollegen zunehmend gierig hineinstießen. Note 3

Nikita Rukavytsya: Beim Australier musste es schnell gehen, als seine Dienste an Stelle von Torun gefragt waren. Zwar konnte er in der verbleibenden halben Stunde kaum einmal seine enorme Schnelligkeit ausspielen, doch spielte er insofern taktisch klug, als er sich auf einfache Aktionen reduzierte und den Ball in den letzten Minuten auch einfach mal humorlos vom eigenen Strafraum wegbolzte. Note 4

Änis Ben-Hatira: Der Last-Minute-Zugang vom Hamburger SV musste 83 Minuten lang auf sein Comeback/Profi-Debüt im Hertha-Trikot warten und fiel in der restlichen Zeit nicht mehr auf und nicht mehr ab.

Fabian Lustenberger: Kam nach 87 Minuten, Sekunden später fiel das 1:2, und von da an tat auch der Schweizer das Seine, um den Vorsprung ins Ziel zu retten. Angesichts der Leistungssteigerung der Doppelsechser Niemeyer/Ottl könnte sich an dieser Rolle auf absehbare Zeit wenig ändern. 

Wer waren eure Three Stars in Dortmund?

  • Raffael (31%, 537 Stimmen)
  • Thomas Kraft (26%, 455 Stimmen)
  • Roman Hubnik (15%, 255 Stimmen)
  • Peter Niemeyer (8%, 130 Stimmen)
  • Markus Babbel (7%, 120 Stimmen)
  • Andreas Ottl (4%, 67 Stimmen)
  • Patrick Ebert (3%, 47 Stimmen)
  • Adrian Ramos (2%, 32 Stimmen)
  • Andre Mijatovic (1%, 21 Stimmen)
  • Christian Lell (1%, 20 Stimmen)
  • Tunay Torun (1%, 19 Stimmen)
  • Levan Kobiashvili (1%, 15 Stimmen)
  • Nikita Rukavytsya (0%, 2 Stimmen)

Anzahl der Wähler: 596

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85
Kommentare

hurdiegerdie
10. September 2011 um 21:08  |  36588

uff bei all diesen Kritiker an Raffa dachte ich schon wieder, ich sei der Ahnungslose. Erster?


frankophot
10. September 2011 um 21:36  |  36589

Ja, aber bei allem Lob:
Dass Raffael beim 1:0 nicht quergelegt, sondern es selbst versucht hat in dieser Situation (und mit viel Dusel das Tor gemacht hat), dass kann nicht sein. Das MUSS ihm einer klar machen !

Jeder grosse Spieler hätte hier quergespielt: Messi, Iniesta, Özil oder Ronaldo.

Wenn man ihm das klarmachen kann, dann kann er

1. endlich das nächste, seinem Potential entsprechende, Niveau erreichen.

2. in dieser Saison noch viel mehr passieren !

Freudige Grüsse aus BCN


apollinaris
10. September 2011 um 21:39  |  36590

ja, auch für mich heute Raffael überragend. Kann mich mit den Noten sehr gut anfreunden; allerdings war Ottl 2/3 der 1. HZ ein Ausfall-in der 2. allerdings richtig klasse. Man schiesst sich viel zu sehr auf Spieler ein (meist, um seinen Liebling spielen zu sehen..)-ein Fall von „selektiver Wahrnehmung“ 🙂
Ich erinnere mich an die feste Überzueugung sehr vieler, dass weder Lell, noch Kobi bundesligatauglich seinen. Auch heute habe ich 2 x den Kobi in Sprintduellen als Sieger gesehen.. 😉 Sein Stellunsgsspiel und seine Ruhe am Ball sind für Hertha unverzichtbar.( Auch hier lag Babbel richtig..)


derMazel
10. September 2011 um 21:57  |  36591

Dit war so jeil!

ThreeStars: Raffa, Kraft und „das Konzept“.

Heute hat wirklich fast alles gepasst. Hinten richtig gut gestanden, die Räume gerade in der Mitte so eng gehalten, wie ich es kaum für möglich gehalten hätte(hatte mich ja über die frühen Ballgewinne im Mittelfeld schon ausgelassen. Und dann kriegen die Jungs das heute wirklich so hin!). Große Leistung unseres Defensivverbundes, Hut ab! Die „Anbindung“ der Offensiven 4 hat mir heute sehr gut gefallen. Es ging über weite Strecken schnell und zielstrebig (und meisten flach!) nach vorne. Gerade in der 2. Halbzeit hatte ich das Gefühl, dass der Babbel Markus die „Bremse des totsicheren, gewollten Querpasses“ da dann ganz bewusst heraus genommen hat. Weil auf einmal ging es doch -Ballgewinn, Blick nach oben und nach vorn und nicht mehr quer – das hat mir sehr gut gefallen. Ich bin echt begeistert nach Hause gefahren und habe das grinsen nicht mehr aus dem Gesicht bekommen. Ein schöner, schöner Tag. By the way: Die Rauchbomben waren mehr als überflüssig. Das muss doch echt nicht sein!


10. September 2011 um 22:00  |  36592

Langsam frage ich mich, ob Ottl nicht doch ein Guter ist. In den wirklich brenzligen Zweikämpfen an der Strafraumkante ist der immer nahe am absoluten Nullpunkt cool und stiebitzt irgendwie die Pille statt wie blöd rumzugrätschen. Oft brillant heute bei Hertha: das Umschalten nach Balleroberung, das sichere Passspiel von hinten raus. Das war, im Vergleich mit den kopflosen Dortmundern, der meisterlichere Fußball.


jenseits
10. September 2011 um 22:01  |  36593

So, zu Hause.
Das war das beste und spannendste Spiel von Hertha, das ich seit Ewigkeiten gesehen habe – und sehr schwere letzte sechs Minuten. Ein verdienter Sieg, damit hätte ich nicht gerechnet. Insgesamt ein klasse Leistung der gesamten Mannschaft. Und sie haben den Sieg nicht nur einfach mit Glück ermauert. Ich bin einfach zufrieden und wünsche dem Geburtstagskind @Linxfuss noch alles Gute.


backstreets29
10. September 2011 um 22:01  |  36594

@frankophot
Ich hab selten so einen Quatsch gelesen.

Bei 1 gegen 1 gehen versuchen 95 % der Stürmer ZURECHT das Tor zu machen.

An Raffa’s Leistung gibt es heute nix zu kritisieren.


ft
10. September 2011 um 22:01  |  36595

Die 1 mit Mappe geht heute an MB.
Er hat seine Mannschaft sehr gut auf die Dortmunder eingestellt. Die Maloche im Konditraining hat sich heute deutlich bezahlt gemacht.
Denn nicht die Blau-weißen mußten schwitzen sondern die Bienen.
Trotz „nur“ 40″ Ballbesitz einen souveränen Sieg zu erspielen, dass ist schon ne Nummer.
Alle Achtung.

Kraft ist n Titan.
Wir werden noch viel Freude mit und an ihm haben.

Ansonsten alle eins bis zwei.


frankophot
10. September 2011 um 22:20  |  36596

@backstreets29

Ich würde Dir empfehlen, die Szene nochmal anzuschauen. Ehrlich. Vielleicht relativierst Du dann DeineAussage ein wenig. Es war eben kein reines 1:1
und es war grob fahrlässig, nicht querzulegen. Gruss


hurdiegerdie
10. September 2011 um 22:24  |  36597

keine Ahnung, ob sich Stolpe bei sieben 2ern und einer 1 auf einen Spieler einschiesst, finde ich nicht.

Ich fand diesmal Ottl auch erste HZ nicht so schlecht, einige ganz wichtige Ballgewinne.

Kobi überrascht mich auch, und das habe ich häufiger diese Saison gesagt. Letzte Saison mit sehr vielen schlechten Spielen und kaum 1.-Liganiveau, wie das viele auch gesehen haben. Diese Saison bisher richtig gut.

Lell fand ich letzte Saison zu Beginn recht arrogant und überheblich im Spiel, aber das gilt diese Saison eben nicht mehr. Ein guter sporadischer Analytiker hat mir mal erklärt, es hätte mehr an der Abstimmung mit Ruka gelegen. Und in der Tat fand ich Lell immer besser werdend, seit Ebert mit ihm spielt. Lell selber erwähnt auch recht häufig, dass die Abstimmung mit Ebi wirklich immer besser wird, was ihm auch mehr Freiräume schafft.

Manches hat sich halt im Vergleich zur letzten Saison geändert. Nicht jede Kritik letzte Saison war falsch, weil sich jetzt etwas geändert hat, finde ich.


apollinaris
10. September 2011 um 22:26  |  36598

ich war heute extrem begeistert von Raffa-@franko hat aber trotzdem zu 100% Recht- da hatte Raffael schlicht Glück und wäre der nicht rein gegangen..au weija..Es stimmt: Messi & co hätten den zu 95% abgespielt 😉
Das muss man ja dem Raffa nicht heute sagen..aber übermorgen darf man ihm das Video zeigen..,.


HerrThaner
10. September 2011 um 22:27  |  36599

War schon eine klasse Leistung heute. Auch taktisch, wo ich ja bei Babbel immer meine Zweifel hatte, konnten wir wirklich überzeugen.

Men of the Match waren neben dem unermüdlichen Raffael auch Hubnik (der Fels in der Brandung) und Kraft (ganz starke Paraden). Aber im Grunde war es heute eine geschlossene Mannschaftsleistung, bei der wir mit einer etwas besseren Chancenverwertung den BVB auch mit ner ordentlichen Packung nach Hause hätten schicken können.

Nun muss nur noch bei Ramos der Torknoten platzen (ansonsten stimmt die Leistung bei ihm auch), dann ist alles super. 😉


jenseits
10. September 2011 um 22:34  |  36600

Auch ich war heute von Raffa begeistert, @apo, und ich würde normalerweise auch sagen, @frankophot liegt mit seiner Beurteilung ganz richtig, aber heute bin ich gewillt anzunehmen, dass Raffa die ganze Situation antizipiert hat… 😉


apollinaris
10. September 2011 um 22:36  |  36601

@hurdi: natürlich nicht-aber sehr oft zu absolut und apodiktisch-und oft genug überzogen-wenn man es mit den Urteilen der überregionalen Presse verglichen hat (worauf ich oft hinwies) @sto war natürlich auch nicht gemeint..bzgl Ottl.
Manchesmal sehen vielleicht die vielen kritiker aus der Ferne die Dinge weniger genau, als diejenigen, die sehr nah dran sind-das ist das, was ich sagen will und wiederum sehen Trainer auch das Eine oder andere..
Fakt ist, dass es seit jeher Liebnlingsspieler gibt, die man spielen sehen will und dafür andere schlechter sieht als sie sind. Letztes Jahr wurden Morales und Knoll z.T. nächtelang vehement gefordert, weil Lell und Kobi nicht zweitligafähig seien und so weiter. Ich hatte das Gleiche auch lange immer wieder. Ich denke, so geht es doch vielen Fans?- Hin und wieder freut es mich, wenn Trainer Recht behalten. Löw ist auch ein starkes Beispiel mit Klose/Poldi etc…


backstreets29
10. September 2011 um 22:36  |  36602

@frankophot
ich habe die Szene ca 15 Mal gesehen und bin der Überzeugung, dass 1. mindestens 95 % der STÜRMER selbst den Abschluss sucht und 2. Ebert wohl im Abseits stand.
Das lässt sich aber nicht zweifelsfrei klären.#

Was mich an deinem Ausgangsbeitrag stört ist, einfach die Tendenz, dass man bei Raff erneut ein Haar in der Suppe sucht.
Fakt ist aber, dass er seit dem 2. Spieltag die überragende Figur bei uns ist.

Mit etwas Glück hätte er heute nen 3er Pack erzielt un dhätte Dortmund allein erschossen.
Man muss aber fairerweise sagen, dass ihm das Glück, welches er beim Tor hatte, danach nicht mehr hold war.
Zugestehen muss man ihm aber, dass er das GLück erzwingt und sich diese Chancen durch eine immenses Laufpensum verdient


Slaver
10. September 2011 um 22:41  |  36603

Ottl war klasse heute. Zusammen mit Raffael und Kraft bester Spieler.

Ottl hat heute einige wichtige Zweikämpfe gewonnen, hat die Bälle gut verteilt, ist heute von allen Hertha-Spielern am meisten KM gelaufen und hat mit nem tollen tödlichen Pass in den Lauf von Raffael dessen Tor zum 1:0 vorbereitet.

Sooooo sollte Ottl jede Woche spielen, dann werden wir noch viel Spaß an ihm haben!


b. b.
10. September 2011 um 22:45  |  36604

Tolles Spiel unserer Hertha. Entschlossen, ruhig, sicher und keine Hektik. Teileweise den Ball sicher, flach und direkt im Farvestil nach vorne gebracht. Richtig gut. Alle haben gekämpft, jeder für jeden, super geschlossene Mannschaftsleistung, keiner ist abgefallen! Einen Wunsch habe ich noch, Kobi muss sein Offensivspiel dem seines gutem Defensivspiels anpassen. Dann hätten wir eine schöne Flügelzange. Hoffe der Trainer arbeitet daran. Und auf dem Teppich bleiben.
Gute Nacht wünscht b. b.


driemer
10. September 2011 um 22:48  |  36605

Nun neige ich ja dazu, kein Fan von Raffael zu sein, aber er ist Herthaner, und demzufolge sehe ich neben seinen überwiegend unbefriedigenden Leistungen auch das Gelungene in seinem Spiel. Aber eine „1“ habe ich nicht gesehen, denn es stimmt, was @frankophot schreibt und frage ergänzend, was denn gewesen wäre, wenn vor dem 1:0 der Ball nicht wieder von dem Dortmunder Knie vor die Füße Raffaels springt?
Dann wäre von der ganzen Szene geblieben: Raffael schaltet den Turbo ein, paßt nicht zum freistehenden und ihm den Paßweg zeigenden Herthaner, schießt Weidenfeller an, und es steht weiterhin 0:0. Also alles so wie immer: eigensinnig, egoistisch und bekommt selbst Bälle aus 3, 4 Metern nicht ins Tor geschossen. Dasselbe gilt für seine beiden Pfostenschüsse. Ich spekuliere nicht, wie das Spiel dann ausgeht, denn der Rest der Mannschaft spielte stark genug und wollte gewinnen. Babbel hat eine glänzende taktische Leistung bewiesen und nach den Trainingsberichten das umgesetzt, was trainiert wurde. Ich hätte allen Spielern eine 1-2 gegeben. Denn bewertet sollte eigentlich nur werden, wie sie ihre Aufgabe erfüllt haben und nicht die Spanne zwischen privater Sympathie und geduldeten Mitläufern.

Sicher weiß ich auch, daß Journalisten gerne Geburtshelfer von Helden sind, wenn nicht sogar noch ihre Erzeuger.
Was also, @dstolpe, hat denn nun , z.B., Ebert und, z.B., Raffael zwischen „1“ und „3“ unterschieden? Daß Ebert nur Flanken und Ecken schlägt, die ein Jeder in Tore verwandeln kann? Und daß ein Raffael dazu nicht fähig ist und nur von seinem Egoismus und auch der Leistung, z.B., Eberts lebt? Hättest du, z.B., Ebert höher bewertet, wenn, z.B., Raffael dessen Flanke wie Mija und Niemeyer in ein Tor verwandelt hätte?

Wir hätten das Spiel leicht 3:1 oder 4:2 gewinnen können. Raffael hat das leider verhindert – weil er nun schon zum wiederholten Male den Ball aus kürzester Distanz nicht im Tor unterbringt.

Aus all meiner Erfahrung mit Raffael, – er hat noch nie ein Spiel allein gewonnen. Er ist nur gut, wenn die Mannschaft gut ist. Aber die Mannschaft ist oft genug gut, auch wenn ein Raffael nicht gut ist.

Vielleicht wäre es glücklicher gewesen, die Mannschaft zum Helden zu benoten. Bei aller Lust am Geburtshelfersein eines Einzelnen.


hurdiegerdie
10. September 2011 um 22:52  |  36606

Einverstanden @apolinaris. Dass @sto nicht gemeint war, habe ich mir schon gedacht 😉

Aber was letzte Saison kritisiert wurde (m.E. zurecht auch mit Kobi), ist heute eben auch nicht mehr wahr. Mir gefällt Kobi diese Saison ausserordentlich gut, und dennoch habe ich ihn letzte Saison kritisiert. Manchmal ändern sich Dinge auch.

Achtung, jetzt kommt selektive Wahrnehmung 😉 , und die nehme ich für mich bei Raffa in Anspruch.
Hätte Raffa das Tor nicht gemacht, gälte nach den 2 Pfosten/Lattentreffern wahrscheinlich Charlie Brown (I could have been the hero now I’m the goat).

Interessant ist für mich, dass dies niemand bei Toruns Tor (war es Hamburg?) gesagt hat, welches er aus extrem spitzen Winkel gemacht hat, obwohl in der Mitte 2!!! Leute völlg frei standen, die er hätte sehen müssen (aus dem Winkel und als Apraller).

Bei Raffa heute, meine ich (selektive Wahrnehmung), er war weit vor Ebert, hatte ganz wenig Zeit, nachdem er die beste IV der Liga hat stehen lassen. Ebert kam von hinten mit Speed, den konnte er m.E nicht sehen, wenn er sich nicht die Zeit nimmt anzuhalten und zu schauen, die er m.E. nicht hatte.

Also wirft man Raffa sein Tor vor, müsste man Torun sein Tor viel stärker vorwerfen, meine ich.


hurdiegerdie
10. September 2011 um 23:06  |  36607

Ich hoffe CSI ist bald vorbei, damit ich das aktuelle Sportstudio sehen kann. Der erste Lattenschuss nach genialer Flanke von Ebert, war volley genommen, den schiesst der eine oder andere auch mal an die Eckfahne. Beim 2. Pfostenschuss gab es 6 Abwehrspieler und überhaupt keine Anspielstation. Wer bei Hertha kann daraus noch einen gefährlichen Torschuss kreieren?

Aber mal sehen, ob ich es im Aktuellen Sportstudie noch zu sehen bekomme, vielleicht täusche ich mich ja..Sch… CSI


apollinaris
10. September 2011 um 23:10  |  36608

an Toruns Treffer kann ich mich wirklich nicht genau erinnern, allerdings habe ich lange Fussball gespielt und immer offensiv-also den Ebi hat Raffa sehen müssen und ganz sicher hat Ebert sich auch Gehör verschafft.. 🙂
Ich habe Raffa übrigens auch nichts vorgehalten :-D-allerdings hatte @fanko mit seinem Einwand schlicht Recht, finde ich.
****
Was mich heute fast am Meisten begeisterte: dass wir kaum Freistöße kassierten!! Das war in den letzten Wochen teilweise haarsträubend und wäre heute sicher schief gegangen, bei deren Stärke bei Standards (und unserer gleichzeitigen Anfälligkeit). Also diese Disziplin finde ich beachtenswert und ehrlich auch überraschend.
Und zu Ottl: da halte ich für 4 Wochen meinen Mund: der war sehr lange mit wenig Spielpraxis unterwegs (Parallele zu Lell)..in der 2. HZ war´s eifach klasse
Zum 2. Mal die Frage: Wer hatte denn nun eigentlich den Pass auf Raffael gespielt? Niemeyer oder Ottl?


Ursula
10. September 2011 um 23:13  |  36609

Ich folge Dir einmal mehr @ hurdiegerdie
und diesmal uneigeschränkt!

Habe mir noch einmal Passagen des Spiels
auf Festplatte angesehen und komme danach
noch mehr als während des Spiels zu dem
Schluss, dass Raffael die einzig richtige
Entscheidung FÜR SICH und zu Gunsten
der Hertha getroffen hat!!

Ich werde dies ggf. morgen noch einmal
ordentlich begründen! Jetzt muss ich
nach Wrozlav oder anders Breslau….


apollinaris
10. September 2011 um 23:14  |  36610

na gut, beteilige ich mich auch daran: die beiden Alu-Treffer dem Raffa vorzuhalten-finde ich sehr ungerecht, das nervte mich schon beim Reporter! Das waren zwei geniale Szenen: wenn er die abschließt, schnalzen alle mit der Zunge und reden von „messianisch“..Da hatte er schlicht alles richtig gemacht, mit extremen Pech. Er hatte ja keine Alternative?


Silberrücken
10. September 2011 um 23:17  |  36611

1. Da spielt ne Mannschaft
2. Die neuen Spieler integrieren sich sicher noch besser
3. Der Punkteschnitt stimmt
4. Die Leichtigkeit wird kommen


jenseits
10. September 2011 um 23:18  |  36612

Was mich heute außerdem fasziniert hat, waren die Situationen, nachdem im bzw. am Strafraum den Dortmundern der Ball abgeknöpft wurde und auf engstem Raum, weil eigentlich alles vollgestellt war, ein riskantes, aber total abgezocktes Kurzpassspiel stattfand, das jedes Mal aufging, sprich, es herrschte dort unglaubliche Passsicherheit.


raffalic
10. September 2011 um 23:19  |  36613

@slaver:

Bitte bei der Bewertung von Ottls Leistung nicht vergessen, dass dessen Pass zum ersten Treffer alles andere als tödlich war sondern der Treffer vielmehr Raffas Schnelligkeit und dem Ablenkungsmanöver von Ramos, der beharrlich im Abseits rumturnte, zuzuschreiben ist.

Übrigens hätte Raffa auch eine deutlich höhere Laufleistung als Ottl gehabt, so er denn durchgespielt hätte wäre er hochgerechnet bei ca. 12,3 km (im wahrsten Sinne des Wortes) ausgelaufen, das wäre nach Kagawa Platz 2 aller Akteure gewesen!!


driemer
10. September 2011 um 23:23  |  36614

@hurdiegerdie

hier kann man CIS auch nach dem Sportstudio sehen 😉

http://www.sat1.de/filme_serien/ncis/


apollinaris
10. September 2011 um 23:25  |  36615

@Raffa: das war aber blitzgescheid und perfekt getimt- ideal gespielt!


raffalic
10. September 2011 um 23:31  |  36616

@apo:

das ja, aber unter einem tödlichen Pass verstehe ich dennoch etwas anderes, dafür war der Weg zum Tor viel zu weit und die Anzahl der Gegenspieler entscheidend zu hoch.


hurdiegerdie
10. September 2011 um 23:34  |  36617

Driemer, ich bin verheiratet und meine Tochter ist zu Besuch, da habe ich keine Chance 😉

Ich habe es aber noch sehen können, das Tor war aber nicht erkennbar aus der Einstellung im Sportstudio.

Aber habt ihr die 3 ersten Szenen gesehen, wo Dortmunds Hilflosigkeit demonstriert werden sollte?

Das waren 3 Ballgewinne von Raffa in der Defensive.


apollinaris
10. September 2011 um 23:45  |  36618

@hurdi: deshalb sah ich ihn bei Hertha als optimale 6…aber so, wie er heute gespielt hat, klebe ich nicht mehr an diesem Modell..


driemer
10. September 2011 um 23:48  |  36619

@hurdiegerdie,
ich habe Raffael nicht abgesprochen, heute wichtiger Teil hervorragend agierenden Mannschaft gewesen zu sein, nach hinten wie ach vorn. Mir ist nur seine Hervorhebung als alleiniger Held dieses Spiels in der Benotung suspekt. Außerdem ruft eine solch abgehobene Benotung automatisch nach Betrachtung der Gesamtleistung des Spielers. Und da gab es neben dem vielen Licht eben auch Schatten.

Daß das heute eine Luxus-Kritik ist, darüber sind wir uns bestimmt einig.


driemer
10. September 2011 um 23:50  |  36620

ups, ich muß wohl Licht anmachen beim Tippen.


apollinaris
10. September 2011 um 23:58  |  36621

Raffa hat sich für mich seine 1 redlich verdient-ich hätte sie dem Kraft aber auch gegeben..und der Mannschaft sowieso.. 🙂


hurdiegerdie
11. September 2011 um 0:23  |  36623

@driemer, auch da wäre ich bei dir.

Wenn man nicht versuchte, bei dem Spiel auch noch Raffa schlecht zu reden, hätte ich einige Aktionen von ihm benannt, die falsch waren. Beispielsweise 3 Abspiele, die zu spät waren und die Stürmer ins Abseits gestellt haben. Ich hätte ihm auch keine 1 sondern eine 2 gegeben, aber er war für mich mit Kraft und Hubnik klar bester Mann auf dem Feld.

Aber wenn ich dann lese, er wäre so schlecht gewesen, dann kommt erstmal mein Beschützerinstinkt und selektive Wahrnehmung raus und ich betone erstmal die „nur“ positive Seite. Denn hätte er auch noch die 2-3 Pässe früher gespielt, wäre es eine glatte 1 gewesen (zumindest bei mir).


Temptazn
11. September 2011 um 0:25  |  36624

Hätte ehrlich nicht gedacht das unsere Hertha gegen Dortmung gewinnen könnte. Aber vor allem die Art wie sie gespielt haben lässt mich positiv in die Zukunft blicken. Hinten kompakt und taktisch diszipliniert, im Mittelfeld gekämpft und geackert und vorne ein gutes Angriffsspiel zu kreieren.. Es gibt deshalb für mich keine Three Stars sondern nur einen: Die GANZE Mannschaft+Markus Babbel !


Felix BSC
11. September 2011 um 1:12  |  36625

Ich bin absolut begeistert von der Art und Weise, wie dieser Sieg erspielt wurde.
Das Passspiel war um Welten besser, als in den Vorwochen. Durch das Stellungsspiel wurde die Mitte komplett zugestellt und was dann (notgedrungen) über außen reinkam, räumte die IV ab.
Ich hab aus aktuellem Anlass mal auf Einwürfe geachtet und ich hab tatsächlich Fortschritte gesehen. Zumindest führte nicht jeder Einwurf von uns zu nem Angriff des BVB.
In dieser Saison sieht man bei Raffael endlich dauerhaft die von Favre geprädigte Spezialität des Brasilianers:

Er ist in der Lage mit dem Ball am Fuß zu beschleunigen.

In den beiden Szenen vor dem 1:0 und dem Pfostentreffer ist das wunderbar zu beobachten.
Ach, ich bin einfach schwer begeistert von diesem Sieg 🙂
Und das Wichtigste: 6 Punkte Vorsprung auf Rang 16.


Freddie1
11. September 2011 um 1:28  |  36626

Ich kann ehrlicherweise schon nicht die Einleitung @driemers ( 22:48) verstehen, die Raffa „überwiegend unbefriedigende Leistungen“ bescheinigt oder „dass er noch nie ein Spiel allein für Hertha “ gewonnen hätte. In meinem gedächtnis sind hier zB. das Spiel gegen Bielefeld (1:0) oder in Liga 2 gegen karlsruhe.
Aber heute die zwei Alu-Treffer ihm ankreiden zu wollen, ist in meinen Augen eine völlige Verkennung seiner Leistung. Das ist schon böswillig.
Merkwürdigerweise hebt auch Kloppo ihn hervor.
Wir können froh sein, einen Spieler wie ihn in unseren Reihen zu haben.


Treat
11. September 2011 um 1:50  |  36627

Ich schrieb es ja schon im letzten Thread, Raffa hätte den Ball vor dem 1:0 auf Ebert aus meiner Sicht quer legen müssen! Das ändert ja nichts daran, dass er ein tolles Spiel gemacht hat aber wenn man sich bei aller verdienten Euphorie ob des unerwarteten Sieges mal um ein klein wenig Erdung bemüht, müsste man feststellen, dass Raffa den Ball nach dem missglückten Beinschuss gegen Weidenfeller nur durch reines Glück zu einem zweiten Einschussversuch zurück bekam, weil Weidenfeller den Abpraller über Bande (Verteidiger Dortmund, ich meine es war Schneller) versehentlich wieder vor seine Füße zurück „flipperte“. Ebert indessen war über rechts mitgelaufen – und dies schon seit einiger Zeit, hatte sich von seinem „Bewacher“ effektiv entfernt, stand nicht im Abseits und hat schon mehrfach seine Kaltschnäuzigkeit und gute Schusstechnik in solchen Situationen gezeigt. Ich finde Raffa auch besser als Ebert und gönne ihm sein Tor – mir geht es nur darum, sachlich zu bleiben. Und da fände ich es wichtig, das Raffa in solchen Situationen öfter mit mehr Übersicht agiert und nicht immer so eigensinnig. Das kann dann nämlich den Unterschied zwischen einem hoch talentierten und einem extrem erfolgreichen Angreifer ausmachen…

Prallt der Ball von Weidenfeller ins Nirgendwo, möchte ich nicht erleben, wie der sonst tadellose Raffa trotz seiner tollen Leistung im Spiel hier zerrissen worden wäre, weil er eine solche Chance eigensinnig vertendelt, anstatt zum freien Ebert zu spielen!

Allein die Tatsache, dass er durch viel Glück noch zum Erfolg kam, kann die grundsätzlich falsche Entscheidung doch nicht plötzlich rechtfertigen, das ist doch etwas arg ignorant, oder?

Bei den Latten- und Pfostentreffer bin ich aber bei euch – das macht er toll und mit vollem Risiko – und hat letztlich einfach Pech.

@Hurdie: Auf deine FuGo/ Schiri – Wertung war ich wieder echt gespannt! 🙂 Bin auch da wieder voll bei dir!

Blauweiße Grüße
Treat


Felix BSC
11. September 2011 um 2:12  |  36628

Ich meine auch gerade im ASS gesehen zu haben, wie Ebert wütend im 16er gestikuliert, noch nachdem der Ball m Netz liegt 😉
Sollten wir dann aber auch abhaken als Gott sei Dank gut gegangen, ansonsten hätten wir uns sehr geärgert.


KDI67
11. September 2011 um 2:12  |  36629

Zuhause! Glücklich! Sehr schönes Spiel, obwohl ich die letzten 5 Minuten nicht immer brauche!
Three Stars? All Stars!!!
Sehr gute Gesamtleistung!!!
So nun nach einem langen Tag schlafen und vom Spiel nochmal träumen!!!
🙂 Gute Nacht alle


driemer
11. September 2011 um 4:14  |  36630

@Freddie1,
ich weiß ja nicht, wie viele Spiele du von Raffael gesehen hast, um meine Einleitung als „böswillig“ einschätzen zu können. Mich macht es aber schon stutzig, wenn du zum Karlsruhe-Spiel (du meinst sicher das 2;6) nicht nur die 3 Tore von Raffael in Erinnerung hast, aber nicht mehr weist, daß erst Eberts Einwechslung in der 62. MinuteHertha auf die Siegessstraße brachte. Dessen genialer Paß über 30 Meter leitete die Wende ein. Eine Halbzeit lang hatte Raffael weder Torgefahr noch Abspielqualitäten oder Paßgenauigkeit ausgestrahlt. Bei seinem 1:1 wurde er nach Solo von Ramos freigespielt, dann Ebert mit dem Paß zum 1:2, das 1:3 wurde wieder von Ebert eingeleitet, dessen Ball über Lasogga zu Raffael kam. 2 Tore schoß Ramos, 1 Ronny. Also bitte, die ganze Mannschaft machte in der 2. Hälfte ein gutes Spiel, von dem auch Raffael profitierte. Übrigens hat Raffael keine Torvorlage gegeben.
Also sei bitte mit Anschuldigungen dieser Art vorsichtiger. Und mit Bielefeld meinst du doch sicher nicht das Gurkenspiel von Bielefeld, in dem Ronny das 1:0 schoß und Ramos nach tollem Solo für Raffael im Strafraum liegen ließ sowie Friend die Vorlage für Raffaels 2. Tor gab.

Ich schrieb doch: Raffael ist nur gut, wenn die Mannschaft gut ist.

Naja, ich werde aber den Teufel tun und meine Diskussion mit @hurdi ad absurdum führen, weil du meinen Beitrag fehlinterpretierst.

Und ja, Raffael hat bisher für Hertha mehr schlechte als gute Spiele gespielt. Er hat noch Schulden bei uns

@alle.

Zu den beiden (Pfosten und Latte) Schüssen. Da prasselt das Kasten-Denken auf mich ein, das ich schon mal bemängelt habe. Wäre das einem anderen Spieler passiert (was ja auch ist) und das 2:0 nicht gefallen, dann wäre aber hier ein Geheule losgegangen (was ja auch schon ist) wegen leichtfertig vergebener Chancen. Bei Raffael wird von Pech geschrieben. Denkt mal an den Lustenberger-Treffer, als der in den Strafraum geflogen kam und den Ball aus der Luft ins Tor knallte. Hat da noch jemand dessen Schußtechnik in Erinnerung? Es war ein Stoß-Schuß, der weder zur Seite noch nach oben abdriftete. Einen solchen Ball mit Vollspann ins Tor befördern zu wollen ist einfach aus der Entfernung die falsche Schußtechnik. Da das nicht die erste Fehlentscheidung in der Schußtechnik von Raffael war, habe ich das moniert, weil dieser Art Fehlschüsse (keinen Druck hinter den Ball bekommen, abdriften bis zur Eckfahne, aus spitzem Winkel den falschen Rist wählen ) Raffael auffällig oft passieren. Deshalb schrieb ich auch, daß aus dieser Entfernung mehr Schußraff(a)inesse erwartet werden muß. Denn so was ist nicht nur Pech.

Das hat alles nichts mit seiner seit der Babbel-Schelte und dem Ben-Hatira-Transfer verbesserten Leistung zu tun. Mir geht es um vergebene Chancen durch falsches Verhalten, die auch Punkte kosten können. Wenn ein Trainer kritisiert werden darf, weil er falsch aufstellt, ein- oder auswechselt und dadurch ein Spiel verloren geht, dann darf auch ein Spieler kritisiert werden, wenn er Teile seines Jobs falsch macht.


der 5. Offizielle
11. September 2011 um 6:32  |  36631

Die Direktabnahme von Raffael nach der Flanke
von Ebert erfolgte mit der Innenseite (6:00 min
unter folgendem Link:)

http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=OFGMH0Xs3Ss

Kennzeichen des Innenseit-Stosses ist die hohe Genauigkeit.
Bei einer Entfernung von 6m zum Tor sollte
die Genauigkeit des Schusses das entscheidende
Kriterium bei der Wahl der Schusstechnik sein.

Raffael hat daher meiner Meinung nach die absolut
korrekte Schusstechnik gewählt.


Philly_Krause
11. September 2011 um 7:15  |  36632

Für alle die noch nicht befriedigt sind was scharfes: http://www.youtube.com/watch?v=OFGMH0Xs3Ss

Was mich heute mehr überrascht hat als Raffa (für eine eins hätter er den Querpass spielen müssen) war das Sebstbewusstsein mit dem Hertha sich spielerisch aus der Abwehr befreit hat. Die haben nicht einfach den Ball mit einem langen hohen Pass rausgehauen, inder Hoffung das ein Blau-Weißer „getroffen wird“, sondern mit Kurzpass-Spiel und Übersicht. Wow, das war selbstbewußt. Hab mir ein wenig die Augen gerieben, und das nicht weil es Sa. morgen war 😉 . Da hat schon die erste Häfte echt spass gemacht zu zuschauen.

Was mir bei den anderen Auswärtsspielen und besonders bei der heutigen Übertragung auch aufgefallen ist, dass der Hertha-Block ziemlich deutlich zu hören war. Das in Dortmund! Und schon in der 1. Hz. Da hat sich tatsächlich was geändert im letzten Jahr!

Nacht auch. Hahohe!


Uwe
11. September 2011 um 7:28  |  36633

Bei der Abstimmung fehlt ein Reiter für das ganze Team incl. Trainer oder die Frage müßte lauten die TOP 11 des Spiels. Es war eine herausragende Manschaftsleistung .


Blauer Montag
11. September 2011 um 9:05  |  36635

ft // 10. Sep 2011 um 22:01

Die 1 mit Mappe geht heute an MB.
Er hat seine Mannschaft sehr gut auf die Dortmunder eingestellt. Die Maloche im Konditraining hat sich heute deutlich bezahlt gemacht.
Denn nicht die Blau-weißen mußten schwitzen sondern die Bienen.
Trotz “nur” 40% Ballbesitz einen souveränen Sieg zu erspielen, dass ist schon ne Nummer.
Alle Achtung.

Kraft ist n Titan.
Wir werden noch viel Freude mit und an ihm haben.

Danke @ft,
du hast für meine Meinung bezüglich Babbel bereits die richtigen Worte geschrieben.

Meine 3 Stimmen habe ich heute morgen vergeben an Kraft, Raffa und Mija. Nach 5 Spielen hat der Innenverteidiger bereits 2 Scorerpunkte. Seine Kopfbälle waren wichtig, um die Punkte in Hamburg und Dortmund zu holen. Weiter so!


calla
11. September 2011 um 9:10  |  36636

Fantastisch! Gut gemacht, Jungs.
Ich habe am Morgen danach immer noch so einen verklärten Blick. Im Tale grünet Hoffnungsglück…

Wie aus Solidarität werde ich heute den ganzen Tag im Olympiastadion sein. ISTAF

Schönen Sonntag Euch allen 🙂


Blauer Montag
11. September 2011 um 9:11  |  36637

Mein Extrapunkt geht an Peter Niemeyer für die Aussage: “Ein Goalgetter steht da, wo er zu stehen hat”. Daumen hoch und weiter so Peter!!! 😀 😀 😀


Blauer Montag
11. September 2011 um 9:13  |  36638

Ick fahr oooch zum ISTAF @calla 😀


Beetlecrasher
11. September 2011 um 9:35  |  36639

Hertha – you made my day! Habe nicht davon zu Träumen gewagt. Jetzt sind sie mit 8 Punkten wieder im Soll und das Spiel macht Lust auf mehr. Meine Angst vor einer zittrigen Saison ist vorerst etwas abgeklungen. 🙂 Gruesse von Maui


calla
11. September 2011 um 10:21  |  36640

@BM

schön schön 🙂 bei bestem Wetter

Wir wissen noch nicht, wo wir sitzen werden. Das wird ne Überraschung.

Aber Du erkennst mich ganz leicht: jubelnd und gut gelaunt, mit Sonnenbrille und zwei Steppkes.

Also bis gleich
:-)))


us.ralf
11. September 2011 um 10:39  |  36641

Hertha einfach nur toll,toll,toll.
Trotzdem Glück bei den Toren, wenn Raffael hier nicht immer so eigennützig wäre, dann hätte er das Prädikat Weltklasse verdient, so bekommt er bei mir nur eine zwei.


capro98
11. September 2011 um 11:02  |  36643

driemer@ also , wenn ich mich richtig erinnere hat man gerd mueller oefters 89 min nicht wahrgenommen ( bei bayern so wie in der dfb elf ) und dann doch sein tor gemacht . van basten , rummenigge , ronaldo etc. genauso und trotzdem waren sie die matchwinner . verstehe deine meinung zu seiner gestriegen leistung ueberhaupt nicht . und wenn du meinst das ebert ( den ich sehr schaetze ) halt der mann ist weil er die flanken gab , oder wie in karlsruhe den toedlichen pass spielte dann blaetter mal in der historie nach und du wirst sehen das meist der der matchwinner war der das tor schoss und nicht der der die flanke oder den pass spielte . aber manch einer findet immer nen haar in der suppe oder sucht so lange bis er sich etwas zusammen reimen kann . ich geh nun seit 40 jahren zu “ meiner “ hertha und leute wie dich gab es leider zu jeder zeit — nie zufieden !! mal ehrlich , was hast du den vor dem spiel getippt ? auf hertha ? auf sieg ? vergess nicht das wir hertha sind , aufsteiger und nicht der amtierende deutsche meister ! ich bin gluecklich und danke aus gegebenden anlass der manschaft , dem trainer und dem ueberragenden raffael . gruss aus thailand


Ralli3400
11. September 2011 um 11:09  |  36644

Was für eine Mannschaftsleistung. Niemeyer, Otttl, Hubnik, Kraft, Ebert, Raffael, Ramos und Lell, einfach Klasse. Lell in den letzten Spielen immer besser, liegt wahrscheinlich an Ebert.
Bei Raffas 1:0 stand glaube ich Schmelzer im Weg zu Ebert. So das der Querpass vielleicht nicht möglich war. Aber egal bei soviel Pech in der Vergangenheit, muss ja auch mal etwas Glück dabei sein.
Ich hatte soviel Gänsehaut vor Glück und Freude wie seit 2 Jahren nicht mehr. Damit hatte ich nicht gerechnet noch nicht einmal mit blauweißer Brille. Quote bei betandwin 7 für 1 dass sagt alles. Das Kurzpasspiel sah schon wieder aus wie bei Favre. Onetouch und jeder stand da wo er erwartet wurde. Wenn das zuhause fortgesetzt wird, hat es jeder schwer hier Punkte zu holen.
Weiter so Herthaner. SUPER


Teddieber
11. September 2011 um 11:36  |  36645

oh man, der Basler ist es geschickt umgangen Raffa zu loben! Raffa hätte schon abspielen müssen, jedoch ein Stürmer ist egoistisch und ein Mittelfeldspieler spielt ab. 😉


Exil-Schorfheider
11. September 2011 um 11:43  |  36646

@capro98

Klar habe ich auf Hertha getippt. 2-1! Man muss eben immer positiv an die Sache ran gehen. Ich fand, das war neben München das leichteste Spiel der Saison.


11. September 2011 um 11:53  |  36647

Also mal zu Raffael:
Ich habe im Fernsehen auch gedacht, dass er hätte abspielen müssen. Wer aber mal mit vollem Speed aufs Tor zu gelaufen ist und dabei noch den Atem des Gegenspielers gespürt hat, der weiß, das es sehr schwer ist den Mitspieler, der auch noch von Hinten kommt, zu sehen.
Nein, in so einer Situation muss man sofort entscheiden, was man macht und das dann durchziehen.
Klar hatte Raffa Glück in der Situation, aber er hatte eben auch zweimal Pech gehabt.
Irgendwo habe ich gelesen, dass das auch schwer fahrlässig von Raffa war 😆 😈
Er hätte die Dinger unbedingt machen müssen.
Da fällt mir echt nichts mehr zu ein.
Egal, dummerweise sollten wir uns gegen Augsburg auf ein echtes Gewürge einstellen.
Da wird nichts vom Glanze dieses Wochenendes übrig bleiben. Denn Augsburg wird hier sicher nicht das Spiel machen wollen.
Dafür wird die Ungeduld der Zuschauer wieder ins unermeßliche steigen, wenn die Puppenkiste nicht nach 30 min. fünf Dinger drin hat.
Anderes Thema:
Ob die BZ morgen schon das internationale Geschäft ausruft??


jenseits
11. September 2011 um 11:58  |  36648

@Philly_Krause // 11. Sep 2011 um 07:15

Was mich heute mehr überrascht hat als Raffa (für eine eins hätter er den Querpass spielen müssen) war das Sebstbewusstsein mit dem Hertha sich spielerisch aus der Abwehr befreit hat. Die haben nicht einfach den Ball mit einem langen hohen Pass rausgehauen, inder Hoffung das ein Blau-Weißer “getroffen wird”, sondern mit Kurzpass-Spiel und Übersicht. Wow, das war selbstbewußt.

So ging es mir auch. Mich hat es stark beeindruckt, wie sie diese Situationen gelöst haben und dabei eine Passgenauigkeit an den Tag gelegt haben, die ich ihnen gar nicht zugetraut hätte.

Raffas Lattentreffer spricht aus meiner Sicht, obwohl der Ball nicht ins Tor ging, dennoch eher für ihn, denn bei dieser Flanke von Ebert hätten nicht wenige eher die Luft als den Ball getreten. Dass er ihn überhaupt noch so treffen kann…


Exil-Schorfheider
11. September 2011 um 12:13  |  36649

@bluekobalt

Warum erst morgen!? 😉


apollinaris
11. September 2011 um 12:16  |  36650

zu Raffa: ich hatte ja schon mehrfacvh gepostet, dass ich im Training bei den Schussübungen über Raffas etreme Streuung überrascht bin..Aber seine gestrigen Alu-Treffer machen auch nach mehrfachem Anschauen auf mich nur eines: Pech gehabt! den Volley-Schuss setzt er klasse und sensibel an- der Pfostenschuss nach genialem Lauf, war sogar extrem gut-also, hier verstehe ich das Beharren auf die eigene Position nicht ganz.
Ansonsten verstehe ich die leicht distanzierte Haltung zu Raffael schon. Einen Raffa, wie gestern aber , mit dieser Laufleistung, mit diesen Pässen zu Ebert, Ruka und nicht nur Ramos…mit diesen steelings usw. können wir nicht hoch genug loben, denn solche Spieler machen definitiv den Unterschied. Er hatte gestern maßgeblichen Anteil an dem Sieg, wie auch Hubnik, Kraft, Mija…dass es alles (vorallem auch) eine Mannschaftanstrengung war, ist richtig-und sollte die Babbel-Kritiker (ich meine jene, die ihm nahezu alles absprachen, was einen Trainer ausmacht) vlt. mal nachdenklich werden lassen..(?)


fg
11. September 2011 um 12:24  |  36651

@sto: raffael wollte nicht reden, schreibt die bz. ist da richtig? war er bockig? liegt ihm was auf dem herzen? oder selektive wahrnehmung und ales ist gut?
ps: heute köln putzen!


apollinaris
11. September 2011 um 12:45  |  36652

ich kann nur hoffen, es ist keine Diven-Reaktion-das wäre das Falscheste, was Raffa machen könnte 🙄


Herthaber
11. September 2011 um 12:58  |  36653

Hab mir gerade den Doppelpass reingezogen, da wird über die schwache Leistung von der Borussia diskutiert, so schön so gut, ist den Fußballexperten vielleicht aufgefallen, daß Hertha nicht mehr zugelassen hat ? Dies kam mir viel zu kurz, besonders von meinem „Freund“ Mario Basler, der zwar die Qualitäten von Raffa hervorgerufen hat aber nichts mehr davon erwähnt, wieviel der „Krampfadern Kobi“ gelaufen ist. Da lob ich mir einen Jürgen Klopp, der hat die Leistung von Hertha gewürdigt und auch als verdient bezeichnet. Wenn man das Spiel nicht gesehen hat und dem Doppelpass lauscht, bekommt man einen total falschen Eindruck von unserem Team.


mkleinemas
11. September 2011 um 12:59  |  36654

@fg: auch heute beim Auslaufen wollte er nicht reden. Bockig war er nicht…nach eigenem Bekunden aber müde.


Herthaber
11. September 2011 um 13:01  |  36655

Übrigens, wenn Raffa vor seinem Tor zu Ebert gepasst hätte, wäre der im Abseits gewesen.


Herthaber
11. September 2011 um 13:05  |  36656

@Bluekobalt

befürchte ich leider auch. Wäre schön wenn wir uns täuschen und Hertha mit Selbstbewußtsein gegen Augsburg antritt. Immerhin waren wir bisher etwas besser. Egal wie, hauptsache die Punkte bleiben in Berlin.


pax.klm
11. September 2011 um 13:17  |  36657

Beim Tor und beim Pfostenschuß (versucht) Raffa den TW zu tunneln, er hat insgesamt auch Erfolg damit, Patti zieht bei seinem Versuch kurz vor dem 2:0 „nur“ ab, sein Versuch führt allerdings zur Ecke…
Also will sagen wo ist da ein überlegter Schuß?
Bei Raffa scheint es ja so zu sein, dass seine Körpersprache, seine event. Ansichten, wichtiger sind als seine tatsächlichen Leistungen! Meine Güte, bei fast allen Spielen die er als schlecht „empfunden“ wurde, war zumindest sein defensiver Einsatz gut, Marke Abwehrspieler ohne zu grätschen,….
Seine Sebstenttäuschung wenn er es offensiv nicht so packt, dass sei ihm dem introvertierten doch gegönnt! Mir ist er zu oft verkannt!
Seine Leistung gestern war absolut Top!!
Eins vielleicht nicht, aber ne Eins mit Abstrichen auf alle Fälle!

Hätte er mit einem versuchten Abspiel wirklich mehr erreicht? Wir werden es nie erfahren.
Denn der Ball war nun mal drinnen!
Shit: hätte , wenn und aber…
Richtig ist den Raffa zu stützen, falsch ist : Zu viel zu erwarten!
Sein Geld ist er mit Sicherheit wert!
Sein Nicht-Reden ist auch seiner Persönlichkeit geschuldet! Bin froh, dass er bei Hertha spielt, meine Erwartungen erfüllt er mehr als ….


Herthaber
11. September 2011 um 13:19  |  36658

@driemer

ich glaube nicht, daß ein Spieler in dieser Situation über Schußtechniken nachdenkt, dies geschieht im Unterbewußtsein oder instinktiv. Nur wer die Technik von Raffa besitzt macht das Richtige im richtigen Moment. Wenn du ein Tor erzielen willst, bleibt nicht viel Zeit zum Nachdenken, da mußt du knallen und natürlich auch Glückhaben.


pax.klm
11. September 2011 um 13:20  |  36659

Herthaber // 11. Sep 2011 um 12:58
Was erwartest Du von M Faseler?
Der hat bei Hertha nix gerissen und leidet unter totaler Selbstüberschätzung…, vor allem intelektuell…


dewm
11. September 2011 um 13:20  |  36660

Wenn ich mich mal kurz einmischen darf fallen mir zwei Sachen auf. Es ist schon WAHNSINN, welche Dispute ein verdienter (!!!) Sieg beim amtierenden Meister heraufbeschwören kann.

Zum Thema: Muss RAFFAEL querspielen? Logisch muss er quer spielen. Von der Tribüne und vom bequemen Ohrensessel in der warmen Stube fordere ich das natürlich auch. Und sagte dann, so er dies täte hinterher: WELTKLASSE. Befinde ich mich – noch dazu als langjähriger Stürmer – selbst in der Situation schließe ich ab. Ein Stürmer muss allein vor dem Tor abschließen! Das lernt ein Stürmer von Kindesbein und das wird ihm immer wieder eingeimpft. „IMMER ABSCHLUSS!“ Ohne Abschluss kein Tor! Fußball kann so einfach sein… 😉 Was mich wiederum wundert ist jedoch, dass einige RAFFAEL vorwerfen, nicht abgespielt zu haben. Niemand wirft RAFFAEL vor, den Ball nicht vorbei am Torwart direkt ins Tor geschossen zu haben… Sehr seltsam. In jedem Falle werden die gelernten Stürmer absolutes Verständnis für RAFFAELS Entscheidung aufbringen und es erklären wie der geschätzte Kollege KOBALT.

DRIEMER zu Raffael: Was mich sehr wundert Kollege DRIEMER, DU sagst an einer Stelle, DU hältst nicht viel von Einzelbewertungen. Ich sehe das genauso und gebe Dir hier wie auch in der Bewertung einiger anderer Fragen absolut Recht. Ich finde, eine Leistung kann nur durch den Trainer abschließend bewertet werden. Nur er kennt die Aufgaben des zu bewertenden Spielers. Wie passt es da, dass DU den Spieler RAFFAEL derart heraus hebst in dem Du dessen Leistung in ein ungleiches Verhältnis stellst und anscheinend besonderes erwartest? Kann es sein, dass DU DICH bei diesem Thema ein klitzekleines Bisschen von Deinen Sympathien lenken lässt? FREDDIE1 hat absolut Recht mit seinen Beispielen. Mit „Bielefeld“ meinte er nicht das Spiel in der letztjährigen 2-Liga-Saison. Da bin ich sicher… 😉 Mir fallen zu Freddies Unterstützung sofort noch ein Spiel gegen Stuttgart und eines gegen Duisburg ein. Würde mich nicht wundern, wenn DAN FREDDIE1 mit einer SQL-Auswertung unterstützen könnte… 😉 In jedem Fall finde ich es nicht wichtig, ob ein Spieler eine Mannschaft den Sieg bringt. Im Fußball gewinnt oder verliert die Mannschaft. Bei Sieg war sie gut, bei Niederlage eben nicht. Für die „Nuancen“ ist vereinfachend der Trainer zuständig…


Freddie1
11. September 2011 um 13:33  |  36661

@driemer (4: 14): ich hab so ziemlich alle Spiele von Raffa für Hertha gesehen.
Aber schöner Diskussionsstil, dem anderen Unkenntnis vorzuwerfen, wenn man anderer Meinung ist.
Meine Meinung ist eben, dass Raffa mehr gute als schlechte Spiele für Hertha gemacht hat.
Mit Bielefeld meinte ich den 1:0 Sieg in seiner ersten Saison hier (daher der Zusatz beim zweiten Beispiel „Liga 2“ gg Karlsruhe).
Ihn in einem Spiel, in dem er drei Tore macht, nicht als matchwinner zu sehen , ist schon mindestens merkwürdig. Mit deiner Argumentation hat auch Gomez mit seinen 4 Toren gestern wenig für die bayern beigetragen, da er manchmal dem Ball einfach im Wege stand.
Aber gut, ich will die anderen User nicht langweilen, da wir in der Bewertung von Raffa eh nicht zum Konsens kommen werden.
Ich bin froh, dass wir ihn haben und er kann den Unterschied in engen Spielen machen.


apollinaris
11. September 2011 um 13:33  |  36662

vorneweg: ich hatte Raffa das versäumte Querlkegen nicht negativ angerechnet,-und seine Leistung von Anfang an, als überragend angesehen.
Aber, aus Sicht eines Stürmers:
-direkt auf´s Tor ging nicht, da hatte Weidenfeller dicht gemacht-vorbei legen etc: ging alles nicht. Nur die Beine gingen (wioe sehr oft in solchen Situationen). Aber in so einer Situation hast du auch als Stürmer IMMER die Wahl, abspielen oder selber machen. Instinktiv macht man das, was man in dieser Millisec entscheidet: das hat nichts mit Erlerntem zu tun. Raffa fühlöte sich sicher, traute sich das zu-nächstes Mal spielt er vielleicht ab-das ist das Geheimnis der eigenen Befindlichkeit.
Ich finde die Diskkussion sehr abstrakt: der Ball ging rein., krönte eine sensationelle Leistung. Punkt. Etwas Glück gehabt. Die beiden anderen Situationen waren dafür brutal unglücklich.
Ich hoffe nur, Raffa zieht die richtigen Schlüsse..Ich bin immer auf Seiten der Diven, aber .. 😉


herthaforlife
11. September 2011 um 13:35  |  36663

@dewm

Schöne Rede über das Stürmerdasein… aber vielleicht gönnst du dir auch mal das Bayern Spiel da siehst du wie es auch gehen kann… egal was man gelernt haben möchte…

@Herthaber

Es wäre kein Abseits gewesen… siehe 4.55 min
http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=OFGMH0Xs3Ss

Nitchs desto trotz Raffa mit extrem wichtiger Laufarbeit und einer insgesamt bärenstarken Leistung…


Herthaber
11. September 2011 um 13:36  |  36664

@dewm

vielleicht mußt du das alles berücksichtigen was man über Raffa im Vorfeld vor einiger Zeit hier im Blog losgelassen hat. Natürlich weiß jeder das Raffa ballverliebt ist. Aber ich habe immer die These vertreten, daß er mit seiner Kreativität unserem Spiel sehr gut tut. Er mit seiner feinen Technik explodieren kann und eben auch Spiele entscheidet. Wenn er das wäre was manche hier von ihm verlangen, würde er nicht bei uns spielen. Raffe ist für mich eine Klasse für sich, auch mit seinen Fehlern und wir haben keinen zweiten.


Freddie1
11. September 2011 um 13:37  |  36665

@dewm: danke; so war´s gemeint 😉


Stehplatz
11. September 2011 um 13:41  |  36666

Nur weil man der Journallie nicht Gewehr bei Fuß steht wird hier gleich eine Diven-Reaktion vermutet? Verständlich, wenn man die Aussagen seiner Mitspieler und seinen Werdegang bei Hertha sieht. 🙄
Er hat gestern herausragend agiert und ich kann die Kritik am fehlenden Abspiel(Ebert im Abseits), dem Pfostentreffer (von Weidenfeller abgefälscht) und dem Lattentreffer nicht nachvollziehen.

Da ich auch sonst mit Kritik an Babbels Konzept nicht spare, will ich diese Gelegenheit hier auch mal loben.
Gestern wurde sehr gut verteidigt. Konsequent am Mann und gegen den Ball sowie permanentes Zulaufen von Passwegen(Raffa!). Auch eine extreme Zweikampfstärke gegen Topspieler wie Bender und Hummels.
Besonders gefallen hat mir aber die Umschaltbewegung. In den bisherigen Spielen fand ich die Vorträge eher behäbig und langsam bedacht darauf den Ball nicht zu verlieren, was immer einen Hauch von bayrischen Beamtenfußball aus den Anfängen des letzten Jahrzehnts hatte. Gegen Dortmund hat man teilweise sehr schnell ohne unnötige Ballverluste gespielt, da man die richtige Mischung aus Mut und Konzentration hatte.
Babbel hat da die Mannschaft gut eingestellt.

Das die beiden AVs sich gesteigert haben liegt nun weniger daran, dass sie in der letzten Saison falsch eingeschätzt wurden, sondern an der grundlegend anderen Ausrichtung. Dieses Jahr eher auf Konter, letztes Jahr von kontrollierter bis totaler Offensive.
Lell ist sicherlich besser geworden durch die wiedergewonne Matchpraxis, aber Kobi profitiert davon nicht permanent das Spiel mit nach vorn ankurbeln zu müssen und nicht mehr mit den beiden 6ern sondern mit den IVs auf einer Linie zu stehen.

Dieser Sieg gegen Dortmund ist aber auch keinen Pfifferling mehr wert wenn man nicht gegen Augsburg siegt. Das sind drei Punkte die hermüssen wenn man die Klasse frühzeitig halten und einen Konkurrenten schwächen will!


Herthaber
11. September 2011 um 13:41  |  36667

@herthaforlife

im „Doppelpass“ hat man das so anylysiert.


Freddie1
11. September 2011 um 13:59  |  36668

@herthaber: wenn du das abseits meinst, ist wohl Ramos aber nicht Ebert gemeint.
Aber die Analyse von Brain Basler war auch schön:“ Hertha hat schnelle Offensivspieler“.
Klang vor kurzem noch irgendwie anders.


Freddie1
11. September 2011 um 14:03  |  36669

OT: grad Hammertor für Union gefallen.
Direkt aus der Luft die Flanke in den Strafraum und dann direkt mit Seitfallzieher ins Netz.


apollinaris
11. September 2011 um 14:28  |  36670

@stehplatz: ersetze das Wort „vermutet“ durch „befürchtet“, dann bist du näher dran-jedenfalls an meiner Empfindung
Zu der Verbesserung der AV´S stimme ich deiner Erklärung zu-allerdings wurde auch z.T. zu heftig drauf gehauen. Auch, wenn das einige vlt ungerne hören: manchmal irrt man sich auch einfach nur. Ich tue ndas jedenfalls beim Fussball recht häufig..Ist auch logisch: denn ich bin nicht täglich nahe dran…und auch kein Fachmann. Natürlich gibt es hier den Einen oder Anderen, der niemals falsch liegt.


Exil-Schorfheider
11. September 2011 um 15:31  |  36678

@herthaber

Nur weil die Herrschaften im DoPa es so auslegten, muss es ja nicht gleich Abseits sein.
Habe mir noch mal den hier geposteten Link angeschaut und:

Der Schuss von Ebert führte nicht zu einer Ecke, sondern zu einem Einwurf…


Herthaber
11. September 2011 um 16:25  |  36683

Bisher hat noch keiner über den Tritt in die weichen Regionen von Torun sich geäußert. Für mich war das eine klare Gelbe. Aber nix ist passiert. Schon merkwürdig. Obwohl die Schiedsrichterleistung sonst gut war.


Exil-Schorfheider
11. September 2011 um 16:48  |  36684

Ist bisher nur im Live-Ticker zur Sprache gekommen. Das war mindestens Gelb…


Treat
11. September 2011 um 19:35  |  36706

Ich habe das gestern direkt nach der Szene gepostet, es kam aber keine Reaktion darauf. Habe wohl nur ich so dramatisch gesehen. Für mich eine rote Karte, dabei bleibe ich.

Blauweiße Grüße
Treat


20. September 2011 um 18:44  |  38143

[…] dass Babbel allen anders lautenden Beteuerungen zum Trotz doch ab und zu mitzulesen scheint: Ottl in Dortmund, “das war nahe an der  Note 1″ – die Formulierung kam mir doch s…. . […]

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