Präsentiert von
Berliner Morgenpost
Anzeige

(ub) – Nachmittagstraining bei Hertha BSC. Und alle waren sie gekommen. Präsident Werner Gegenbauer. Manager Michael Preetz. Rund 250 Kiebitze, die Herbstferien in Berlin machen es möglich. Am Rande des Platzes gab es ein kleines, inoffizielles Immerhertha-Treffen. Ein Forist inmitten mehrerer Damen, die ebenfalls regelmäßig bei uns hier vorbeischauen. Da wir aber nicht wissen, ob jeweils daheim in den Familien bekannt ist, wo die Damen und der Herr heute ihren Nachmittag verbracht haben – keine Namen. Wir grüßen einfach mal in die Runde.

Noch drei Tage bis zum Auswärtsspiel beim FC Bayern. Diesmal standen vor allem Torabschlüsse auf dem Programm (Fotos: ub). Wieder und wieder wurden schnelle Konter von der Mittellinie geprobt. So, wie man das in München erwarten darf – jeweils vier Hertha-Angreifer gegen zwei Verteidiger 😉 . Die Torquote in der AllianzArena allerdings darf höher werden, als beim Training gezeigt. In der deutlichen Mehrzahl der Duelle behielten Thomas Kraft, Maikel Aerts und Sascha Burchert im Tor die Oberhand.

Szenenapplaus für Maikel Aerts

Szenenapplaus gab es für einen Flugkopfball von Fanol Perdedaj, der ungefähr 30 Zentimeter über dem Boden angehechtet kam. Zu seinem Leidwesen allerdings befördert Aerts auch diesen Ball über die Latte. Bei dem Treffer, der Perdedaj schließlich gelang, gab es Applaus von den Kollegen. Allerdings nicht für Perdedai, der den Ball aus drei Metern ins leere Tor schob. Sondern für Aerts, der bei dieser Angriff-Sequenz zuvor zweimal spektakulär pariert hatte.

Erstmals in dieser Woche trainierte Ronny mit der Mannschaft und flankte fleißig von der linken Außenbahn. In der Mitte war auch erstmals Adrian Ramos dabei. Der Kolumbianer ging aber jedem Ball aus dem Weg. Im Moment vermittelt Ramos nach seiner Verletzungspause nicht den Eindruck, als könne er am Samstag bereits Bundesliga spielen.

Nach 70 Minuten war die Übungseinheit vorbei. Für die Mannschaft. Nun schlug die Stunde der Sammler. Der kleinen Autogrammsammler, die hier die Unterschrift von Änis Ben-Hatira ergattern.

Die Profis erfüllten geduldig Wünsche. Wie hier Verteidiger Christian Lell.

Oder hier der kolumbianische Torjäger, Adrian Ramos, mit einem Poster.

Patrick Ebert erfüllte den Wunsch: Bitte nach Größe aufstellen.

Das war das letzte öffentliche Training bis zur Partie am Samstag beim Tabellenführer. Wie mutet Euch die Trainingswoche an? Und wie bewertet  Ihr die Chancen, dass die Mannschaft ihre historische Chance ergreift: Seit schlappen 34 Jahren hat Hertha BSC nicht mehr bei den Bayern gewonnen (1977 gelang ein 2:0).

Hertha fährt nach München . . .

  • gut vorbereitet (77%, 291 Stimmen)
  • exzellent vorbereitet (16%, 60 Stimmen)
  • mittel präpariert (6%, 22 Stimmen)
  • schlecht gerüstet (1%, 4 Stimmen)

Anzahl der Wähler: 377

Loading ... Loading ...

76
Kommentare

12. Oktober 2011 um 19:42  |  40539

first one!


Silberrücken
12. Oktober 2011 um 20:03  |  40544

Ich denke, es wird schwer, aber wie im richtigen Leben, es kommt darauf an, wann du den jeweiligen Gegner „bespielst“.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass aktuell von den Fans in München so respektvoll von Hertha, wie zur Zeit 2008/09, gesprochen wird. Die haben uns nicht wirklich auf dem Radar (FCB und Fans).

Keine Chance, nutze sie.


12. Oktober 2011 um 20:07  |  40545

Wird schon schiefgehen, Hertha!


12. Oktober 2011 um 20:39  |  40550

news for e-s:

füchse führen in hildesheim nach 17 min mit 7:4…


12. Oktober 2011 um 20:40  |  40551

10:5 nach 20 min… 🙂


Exil-Schorfheider
12. Oktober 2011 um 20:51  |  40552

Kann mir nicht vorstellen, dass @BM so ein Schwerenöter ist… 😀


Blauer Montag
12. Oktober 2011 um 20:51  |  40553

Hertha fährt nach München . . .
gut vorbereitet (meine Stimme 😉 ).

Leider hat @hurdiegerdie seine interessanten taktischen Spielereien erst heute nachmittag hier gepostet. Der richtige Zeitpunkt dafür wäre meines Erachtens Sonntag oder Montag Vormittag. Denn ich vermute, dass das Trainerteam Montag Mittag die Taktik für das nächste Spiel festlegt, und dementsprechend den Trainingsplan der kommenden Woche gestaltet. Egal 🙁 – unsere Kommentare liest ja bei HERTHA eh‘ niemand…. 🙁

Hertha fährt nach München . . .
möglicherweise auch mit Adrián Ramos.

Ich habe es heute auch so gesehen, dass er im Training eher mittrabte. Nachdem er sein Autogramm auf das Poster geschrieben hatte, habe ich ihn auf dem Weg zur Kabine gefragt: „Bist du fit, Adriàn?“ Er schaute mich nur an im Vorübergehen, also fragte ich noch einmal: „Estas bien?“ Und er antwortete: „Muy bien!“. Die reine Übersetzung der Frage „Geht’s Dir gut?“ und der Antwort „Sehr gut!“ gibt seinen Tonfall nicht wieder. Er klang gut gelaunt und selbstsicher.

Bis zur Abreise nach München sind noch 2 Tage Zeit. Ich würde an Trainers Stelle Adriàn noch einem Belastungstest unterziehen, und nach den Testergebnissen, insbesondere den Blutwerten, einschätzen, ob er zumindest für 40 oder 60 Minuten Spielzeit in München fit ist.


Blauer Montag
12. Oktober 2011 um 20:56  |  40554

Du glaubst es nicht Exil-S. 🙄
aber Blogvater Unser – Quatsch Unser Blogvater UB – kann sowohl charmant als auch diskret sein. 🙄


f.a.y.
12. Oktober 2011 um 21:13  |  40556

Exzellent vorbereitet fahren sie hin! Was die Jungs dann daraus machen, werde ich in der ersten Halbzeit am Radio und in der zweiten bei Bedarf am Fernseher verfolgen… Neuer wirkte bei den Ecken der Belgier nicht immer sicher, vielleicht geht da ja was. Wenn nicht, ist och egal. Dann bauen wir uns an Mainz wieder auf. 😀


Exil-Schorfheider
12. Oktober 2011 um 22:01  |  40560

@BM

Muss er ja auch können als Journalist… 😉


12. Oktober 2011 um 22:14  |  40561

wer, außer Kiebitzen kann das beurteilen-also ich meine die Eingangsfrage..den Berichtenzufolge, fehlte es ja an nichts..ich habe „gut“ angeklickt, vermutlich stimmt „excellent“ ebenso..


hurdiegerdie
12. Oktober 2011 um 22:29  |  40565

Da gebe ich dir recht @apolinaris, das können eigentlich nur Kiebitze beurteilen.

Ich würde allerdings die Frage stellen, wie man das diese Woche überhaupt beurteilen kann? Viele waren auf Länderspielreise. Es gab trainingsfreie Tage, Konditionsbolzen mit dem Rest, Kiezbesuch, ein Spiel in Oranienburg…

Irgendwie war doch heute wohl der erste Trainingstag wieder mit kompletter Mannschaft.

Könnte ich es überhaupt beurteilen, hätte ich wohl eine Antwortmöglichkeit gesucht wie „bestmöglichst unter den gegebenen Bedingungen“ oder „suboptimal, wegen der gegebenen Bedingungen“ .


b. b.
12. Oktober 2011 um 22:41  |  40568

Habe exzellent angeklickt. Ich glaube MB hat einen Plan. Erst understatement und dann etwas aus dem Hut gezaubert, Manndeckung alla Hurdie oder die trippel sex. Glaube fest an eine Überraschung. Vielleicht auch tief stehen und im one touch bis in die Spitze mit hohem Laufaufwand. Die Kondi ist ja vorhanden. Bin guter Dinge das wir einen Bonuspunkt und wenn der Fussballgott der Hertha hold ist, drei Bonuspunkte holen. Mindestens einer wird auf dem Platz stehn, den wir dort nicht in der Startelf erwarten. Jetzt erstmal rüber zum Tippspiel, muss noch aufholen. Hertha wie immer auf Sieg tippen.
b. b.


12. Oktober 2011 um 23:05  |  40570

ja,..@hud: haargenau so ist.


hurdiegerdie
12. Oktober 2011 um 23:27  |  40571

wobei die Alternative wohl bestmöglich heissen müsste 🙄


12. Oktober 2011 um 23:30  |  40572

Machen wir uns nichts vor: Die Chance von Hertha sind die Länderspiele. Hoffen wir, dass bei Schweini, Lahm, Müller & Co. die Luft raus ist. Ansonsten wird’s bitter.


Espana2010
13. Oktober 2011 um 7:06  |  40574

….muss klappen am Samstag. Habe den gewonnen „Zehner“ (Sieg Tipp 3:0 Köln gegen Kölner), mit einem Bayernfan auf`s Spiel gesetzt!


Blauer Montag
13. Oktober 2011 um 8:12  |  40575

b. b. // 12. Okt 2011 um 22:41

Habe exzellent angeklickt. Ich glaube MB hat einen Plan.

Moin @b.b. und alle,
den Plan kann nicht nur ein Kiebitz erkennen, sondern jeder Leser aus den Trainingsberichten des 11. und 12. Oktober von @ubremer. Ich stelle mal drei Titel für diesen Plan zur Auswahl:

A. Auf sie mit Gebrüll
B. Pressen bis der Arzt kommt
C. Babbel rührt Beton an.

Sendet den richtigen Lösungbuchstaben per Brieftaube oder Email an eure Freunde beim Tippspiel. 😉


Ursula
13. Oktober 2011 um 8:46  |  40576

Ich habe ein ganzes Geschwader von Brief-
tauben, die sind aber erst in einer Woche
in Müchen! Kann man dort auch tippen
oder ist es egal, ob man Freunde hat, oder…..

Ich entscheide mich für „Presswehen“ und
gebrüllt wird dabei auch, habe ich so in
Erinnerung!?


Blauer Montag
13. Oktober 2011 um 9:24  |  40577

Eine Nachricht von herthabsc.de, die ich wichtig finde.

11.10.2011 Hertha bei Topographie des Terrors.
Berlin – Auf Einladung von Prof. Dr. Andreas Nachama besuchte Hertha BSC, vertreten durch Präsident Werner Gegenbauer, Ex-Präsident Heinz Warnecke und den Sprecher des Vereins, Peter Bohmbach, am Dienstag, 11.10.2011, die Stiftung Topographie des Terrors in der Niederkirchnerstraße in Kreuzberg. Prof. Dr. Nachama führte Werner Gegenbauer und Heinz Warnecke persönlich durch die Dauerausstellung.

Nach einem intensiven Gedankenaustausch über eine mögliche, künftige Zusammenarbeit trug sich Präsident Werner Gegenbauer, stellvertretend für den Klub, ins Gästebuch der Stiftung ein: „Unersetzliche Information an einem Ort, der unbegreifliches Leid über die Menschen brachte. Dankbar für Ihre Leistungen dieser Institution, deren Dokumentation der Verbrechen möglichst allen jungen Menschen zugänglich gemacht werden muss.“

Das als „Topographie des Terrors“ bekannte Gelände war der Zentralort von Planung und Lenkung der meisten Verbrechen des NS-Regimes. In der damaligen Prinz-Albrecht-Straße, der heutigen Niederkirchnerstraße, und der Wilhelmstraße, waren zwischen 1933 und 1945 mit dem Geheimen Staatspolizeiamt, der Reichsführung-SS und dem Reichssicherheitshauptamt die Zentralen der wichtigsten Institutionen des NS-Terrorapparates untergebracht.

Die Dokumentation skizziert in Grundzügen die Geschichte dieses „Ortes der Täter“, der dort einst angesiedelten NS-Terrorzentralen und der von diesem Ort ausgegangenen Verbrechen in Deutschland und in den vom „Dritten Reich“ besetzten Ländern Europas. Weitere Informationen unter http://www.Topographie.de.


hurdiegerdie
13. Oktober 2011 um 10:20  |  40578

OT

vielleicht hat sich der HSV ja doch nicht so dumm bei der Trainersuche angestellt. Es wird Thorsten Fink. Ob selbst die HSV-Verantwortlichen hier mitlesen? 😆 😆 😆


13. Oktober 2011 um 10:34  |  40579

@BM: das ist eine wunderbare Sache-fein , dass „mein“ Verein hier involviert ist.- Die „Topograhie“ ist unheimlich interessant, in zweifacher Wortbedeutung.
nebenan steht übrigens „meine alte Liebe“, das Martin Gropius Haus- .


Freddie1
13. Oktober 2011 um 10:38  |  40580

@bm: find ich auch sehr gut und wichtig. Hertha hat da sicherlich sowas wie Vorbildfunktion. Die eigene Geschichte ist ja auch gut erforscht worden.
@hurdi: Tja , ob der Fink nu die Kastagnetten aus dem feuer holen kann bei diesem Spielerhaufen. Schaun wer mal.


ubremer
ubremer
13. Oktober 2011 um 10:46  |  40581

@off-topic
ein Trainer, der mit seiner Mannschaft in der Champions League spielt, verläßt den Klub, um ein besser dotiertes Angebot in der Bundesliga anzunehmen. Thorsten Fink bittet die Fans des FC Basel um Verständnis. Hättet Ihr das?


13. Oktober 2011 um 10:51  |  40582

hier wäre die Hölle los..!-Die Trainer sind mittlerweile eben auch (…).
Die Spieler des FC Basel werden ziemlich geplättet sein.


Blauer Montag
13. Oktober 2011 um 10:55  |  40583

apollinaris // 13. Okt 2011 um 10:34

@BM: das ist eine wunderbare Sache-fein , dass “mein” Verein hier involviert ist.- Die “Topograhie” ist unheimlich interessant, in zweifacher Wortbedeutung…. nebenan steht übrigens “meine alte Liebe”, das Martin Gropius Haus- .

Moin @apollinaris, schon auf den Beinen?
Das mit der „alten Liebe“ verstehe ich ja noch, aber ich erkenne nicht die zweifache (doppelte) Wortbedeutung der „Topographie“?

Moin @freddie1,
ist der Forschungsbericht zur Vereinsgeschichte eigentlich irgendwo noch detaillierter publiziert worden als auf den Webseiten bei herthabsc.de?


elaine
13. Oktober 2011 um 11:01  |  40584

Thorsten Fink bittet die Fans des FC Basel um Verständnis. Hättet Ihr das?

ich glaube nicht 🙂

Da wäre ich als Fan aber wo etwas von enttäuscht, wenn der Trainer meine Mannschaft mitten in der Saison, die zumal gerade sehr erfolgreich läuft verlässt und woanders einen Job übernimmt, wo er auf einem Schleudersitz sitzt.


13. Oktober 2011 um 11:02  |  40585

@BM: das bezieht sich auf „unheimlich“interessant“- blättert man in manchen Dokumenten..z.B. in denen die benötigten Gasmengen berechnet werden..und während man all das tut, wird einem bewusst, wie viele Menschen es doch gewusst haben müssen,- das gruselt.
Für mich ist es die beeindruckendste aller Mahnstätten.


Blauer Montag
13. Oktober 2011 um 11:03  |  40586

@ubremer // 13. Okt 2011 um 10:46

Da deine Frage hypothetisch formuliert ist, will ich versuchen, ganz persönlich und gelassen zu antworten. Ich bilde mir ein, für vieles Verständnis zu haben. Kein Verständnis hätte ich jedoch dafür, wenn ein erfolgreicher Trainer HERTHA verlässt, weil seine Erfolge in Berlin nicht die angemessene Wertschätzung bekommen.


jenseits
13. Oktober 2011 um 11:21  |  40587

Dafür kann man kaum Verständnis haben und ich finde es ziemlich dreist, in einer solchen Situation um solches zu bitten. Es gibt hier doch sicherlich keine anderen als nur eigennützige Motive. Im Hamburger Abendblatt kann man dazu folgende Aussage Arnesens lesen:

„Thorsten Fink war mein Wunschtrainer. Er passt mit seiner Art zum HSV und zu unserer Philosophie…“

😀


Exil-Schorfheider
13. Oktober 2011 um 11:21  |  40588

@ubremer

Ich kann es nicht nachvollziehen und hätte kein Verständnis.

@BM

Wertschätzung ist ein großer Teil des Wohlfühlfaktors, daher also nicht zu unterschätzen.


ft
13. Oktober 2011 um 11:23  |  40589

@ub

Kein Verständnis hätte ich dafür wenn MB in der jetzigen Situation von Heute auf Morgen zum HSV gewechselt wäre.
Außer – die große Ausnahme – wenn der Verein durch den Wechsel eine Ablösesumme aus Hamburg überwiesen bekommen hätte, welche den Verein in die schwarzen Zahlen katapultiert hätte.

Aber die Sachlage Basel-Fink- HSV scheint ja eine andere zu sein.
Jedenfalls, was man so aus der Ferne so mitbekommt.
Der FC Basel scheint finanziell gut im Futter zu stehen. Hat , so hab ichs irgendwo gelesen, eine milliardenschwere Mäzenatin. Was ja mal nicht schlecht ist.
Die in der Öffentlichkeit gehandelte 1 Mio Ablöse für Fink ist da ein nettes Geschenk.
Aus sportlicher Sicht gesehen, und so schreibt es ein Kommentator auf oben verlinkter Seite, wird der FC Basel mit jedem Trainer Meister.
Das glaub ich mal so.

Und wenn dem wirklich so ist, dann hat Basel alles richtig gemacht.

Was Hamburg betrifft:
Ob Fink den Abstieg wirklich verhindern kann, daran glaub ich noch nicht so richtig.
Dazu müßte man mal Tonay Turan und ABH befragen. Die wissen bestimmt mehr als wir wie es mit dem inneren Seelenleben des Dinos der Buli aussieht.
Das Fink das wird, was Favre für BMG geworden ist, seh ich noch nicht.

Im Moment sehe ich nur, das der verein, welcher nur „drei rostige Thaler in der Kassse“ hat, sich finanziell ganz schön streckt um dem eigenen Mythos ein Top Club in Europa sein zu wollen, am Leben zu halten.
Mal sehen wie die Saison für den HSV laufen wird.


Durch meine Berliner Brille gesehen, ist es mir durchaus recht wenn der HSV Platz 18 dauerhaft blockiert.


Blauer Montag
13. Oktober 2011 um 11:35  |  40590

Was hältst du davon Exil-S.,
wollen wir noch mal unsere Saisonprognose detaillierter formulieren?

Durch meine Berliner Brille gesehen wäre mir folgende Reihenfolge am Saisonende durchaus recht:

14. HERTHA
15. Augsburg
16. Vfl Wolfsburg
17. FC K’lautern
18. HSV


Freddie1
13. Oktober 2011 um 11:42  |  40591

Kein Verständnis.
@bm: ist mE voll eingeflossen in das Buch „Hertha unterm Hakenkreuz“, welches käuflich erworben werden kann.


Blauer Montag
13. Oktober 2011 um 11:54  |  40592

Danke für den Buchtipp @Freddie1.

Jetzt kann ich mich wieder daran erinnern, dass ich vor einigen Monaten (Jahren?) eine Rezension darüber in der Berliner Morgenpost gelesen hatte.


Exil-Schorfheider
13. Oktober 2011 um 11:54  |  40593

Ich halte nicht viel davon, @BM. Denn es sind erst acht Spiele absolviert… Aber ich will es versuchen.

14. Hertha BSC
15. VfL Wolfsburg
16. Hamburger SV
17. 1. FC K’lautern
18. FC Augsburg


Etebaer
13. Oktober 2011 um 11:58  |  40594

Es ist besser, der Schlechteste unter den Besten zu sein, als der Beste unter den Schlechten!
Fink wird Trainer, der HSV steigt ab, Basel scheidet aus, die Schweiz ist weiterhin ein Fußballzwerg, die Erde dreht sich weiter…
😉


helly
13. Oktober 2011 um 12:03  |  40595

Finde es unmöglich, dass es für Spieler festgelegte Wechselperioden gibt, Trainer hingegen ganzjährlich transferiert werden dürfen!
Dürfen wir, da wir derzeit einen jungen erfolgreichen Trainer haben jedesmal Zittern, wenn bei einem finanziell besser gestelltem Club der Trainerposten vakant ist?!
Nein, der Babbel Markus hat hier Erfolg, wird geachtet und hier noch so richtig einschlagen!!


pax.klm
13. Oktober 2011 um 12:25  |  40596

Verständnis für den HSV und den Herrn Fink, nee, hier ein paar Gedanken von Fans des schweizer FCB:

>Auch wenn ich den Entscheid von Thorsten Fink verstehe:Es ist so echt mies, wenn man vor der Presse die eigenen Spieler betreffend zu früher Wechsel mahnt resp. dazu verpflichtet zum Verein zu stehen und dann bei der ersten Möglichkeit zu einem abstiegsgefährdeten Bundesligaclub (der ausserdem verschuldet ist) zu wechseln. Wo ist da die Vorbildsfunktion, wo die Abgeklärtheit? Schade…Von einem Tag auf den andern zum noch besser gefüllten Futternapf wechseln. Von Charakterstärke zeugt dies nicht. So jemandem weine ich keine Träne nach.<
Beide aus Leserkommentaren in der Baseler Zeitung


hurdiegerdie
13. Oktober 2011 um 12:26  |  40597

In ubremers Link gibt es ja Kommentare zum Fink-Wechsel.

Hier auch ein paar aus der extremeren Regenbogenpresse:

http://www.blick.ch/sport/fussball/superleague/fink-zum-hsv-184201

@limmet kann mich bitte korrigieren, aber ich glaube, die Schweizer sind da etwas gemässigter als die Tüütschi. Man ist sich schon bewusst, dass die Schweiz ein eher kleines Fussballland ist und somit die besten Spieler und Trainer häufig auf dem Sprung sind in „stärkere“ Ligen.

Favre hatte z.B. eine längere Auszeit nicht weil er kein Jobangebot hatte, sondern weil er in eine der 4 Topligen wollte, und nicht zurück in die Schweiz als Trainer.

Die Diskussionen gehen mehr darum, ob Fink so Spieler wie Shaquiri mitnimmt/nachholt oder ob der reiche FCB (Basel) jetzt dann bei anderen Schweizer Vereinen wildert, um einen neuen Trainer zu bekommen (Yakin).

Die Interviews mit Spielern, die ich gesehen habe, waren auch eher gemässigt, logisch. Da gibt es Spieler wie Frei und Streller, die ja auch den Weg in die BL genommen haben, oder Spieler wie Shaquiri, die ihn bald gerne gehen würden.


Blauer Montag
13. Oktober 2011 um 12:31  |  40598

OT: Wie heißt die Freundin von Piquet?


stesh
13. Oktober 2011 um 12:32  |  40599

Money makes the World go round.

Während in der Mittelschicht die Löhne und Gehälter permanent nach unten geschraubt werden (Mindestlohn etc.) schmeißen die Manager in den Sportbereichen die Millionen wie Papierflieger durch den Äther. Ablösesummen, Gehälter, Lockmittel. Würde und Ehre für einen Verein gibt es wohl nur noch, wenn der Weg auf´s Spielfeld nicht mehr mit Rosen und Erfolg sondern mit farbigen Scheinen gepflastert ist. Und davon bitte reichlich.

Sorry der drastigkeit, musste mal geschrieben werden.


hurdiegerdie
13. Oktober 2011 um 12:35  |  40600

@bm,

die haben sich getrennt 😉


limmetstadthustler
13. Oktober 2011 um 13:00  |  40601

„@limmet kann mich bitte korrigieren, aber ich glaube, die Schweizer sind da etwas gemässigter als die Tüütschi. Man ist sich schon bewusst, dass die Schweiz ein eher kleines Fussballland ist und somit die besten Spieler und Trainer häufig auf dem Sprung sind in “stärkere” Ligen. “

Das stimme ich mehrheitlich überein! Was war in Zürich los als Favre sich doch noch umentschloss und kurzfristig zu Hertha wechselte?
Sicher sind viele Fans enttäuscht, aber schlussendlich muss man sich einfach damit abfinden (und das haben die meisten wohl auch getan), dass die Schweiz eine reine Ausbildungsliga ist (wobei der FCB mit seinem Budget noch einmal in einer seperaten Liga spielt und doch ein bisschen andere Ansprüche hat). Fink hat einige Erfolge gefeiert beim FCB, da war es absehbar, dass er den Verein früher oder später wieder in Richtung Heimat verlassen wird. Über den Zeitpunkt kann man streiten, der ist sicherlich unglücklich gewählt, aber das ist die Sache von Fink, der sich dieses Angebot nicht entgehen lassen wollte.

Aus schweizer Sicht kann man dem HSV gratulieren. Obwohl Fink beim verhassten Erzfeind aus der Rheinstadt angestellt war, wurde er auch von hier aus sehr positiv wahrgenommen. Als ehrlicher, kommunikativer Trainer. Fast ein bisschen ähnlich wie Babbel würde ich sagen… sicherlich auch nicht der grosse Taktiker, aber mit der richtigen Unterstützung an seiner Seite hat er den FCB auch taktisch (siehe Auswärtsspiel in Old Trafford) immer wieder sehr ordentlich aufgestellt. Und auch die jungen Spieler hat er immer wieder auf ein Neues Level heben können, was beim HSV zur Zeit ja auch nicht ganz verkehrt zu sein scheint. 🙂


limmetstadthustler
13. Oktober 2011 um 13:10  |  40602

Andere Frage, war nicht einer der User hier in letzter Zeit einmal in Thailand? Auch in Bangkok? Und hat er dort zufälligerweise auch Infos über ein Lokal oder dergleichen wo Bundesliga gezeigt wird? Dort leben doch sicher auch noch der eine oder andere Deutsche… ich fliege morgen Abend für 2Wochen dorthin in die Ferien (bevor jemand auf falsche Gedanken mit minderjährigen Knaben oder dergleichen kommt, ich gehe mit der Freundin, Thailand war ihr Wunsch *g*) lande dort am Samstag Mittag und möchte doch irgendwie noch das Spiel in München verfolgen können.

Danke für alle Infos dazu! 😉


Tunnfish
13. Oktober 2011 um 13:14  |  40603

@limmet
Vielleicht solltest zunächst nochmal den Rettungsschwimmer nachmachen?
Könnte sein dass die Übertragungen aus der Buli „ins Wasser fallen“.


Exil-Schorfheider
13. Oktober 2011 um 13:24  |  40604

@BM

Meinst Du Pique von Barcelona CF?
Oder Nelson Piquet? Oder gar einen anderen…


hurdiegerdie
13. Oktober 2011 um 13:26  |  40605

@stesh

Ich gebe dir völlig Recht. Das ist so!

Nur: Es geht um Profisport, also um Berufe und Arbeit.

Wer würde denn seinen Arbeitsplatz nicht wechseln, wenn er deutlich mehr verdienen könnte oder höhere Aufstiegschancen hätte? Welche Würde und Ehre zeigt denn ein Verein, wenn er einen Spieler abgibt oder einen Trainer feuert? Was hat ein Trainer davon, wenn er würdevoll dem Verein gegenüber war, wenn er entlassen wird? Oder der Spieler, wenn er nicht mehr ins Konzept des nächsten Trainers passt?

Übertragen auf andere Berufe: Hattest du schon mal einen Chefwechsel? Wieviel Würde und Ehre zeigte er/sie den Leistungen seiner Mitarbeiter in der Vergangenheit gegenüber? Was hast du davon, würdevoll und loyal gearbeitet zu haben, wenn es dem neuen Chef egal ist, was du früher gemacht hast. Ich erlebe das gerade (nicht mir gegenüber!). Neues Konzept, sch… auf das Geschwätz des Vorgängers. Weg mit den Leuten.

Nee, im Beruf muss man zunächst an sich selber denken. Kein Schw… pfeift mehr nach deiner Würde und Loyalität in der Vergangenheit, wenn die Führung wechselt. Nur du bist der Arsch, wenn du dein Weiterkommen und Verdienstmöglichkeiten aus Würde, Ehre und Loyalität untergeordnet hast.

Profifussball ist ein Beruf, der des Profi-Trainers auch. Babbel geht zu Bayern, wenn er den Ruf bekommt und Favre hätte es auch getan (nur im den Verdacht von mitschwingenden Subtexten zu vermeiden).

@Stesh, ich schreibe das nicht gegen dich oder deine Meinung. Ich wünschte mir eine andere Gesellschaft, aber so sehe ich es und in dieser Drastigkeit.


Exil-Schorfheider
13. Oktober 2011 um 13:27  |  40606

Natürlich, @limmet! Tempelreisen…wir verstehen schon… 😀


jap_de_mos
13. Oktober 2011 um 13:30  |  40607

@Fink/HSV: Aus der Distanz betrachtet habe ich durchaus Verständnis dafür. Finks Ziel als Trainer war die Bundesliga (angeblich gab es sogar entsprechende mündliche Absprachen mit dem Bseler Präsidium).
Und umgekehrt gilt: Im Misserfolgsfall hätte der FCB wohl kaum gezögert, Fink vor die Tür zu setzen. Treue nur im einseitigen Fall einzufordern, ist scheinheilig.

Dennoch bleibt natürlich „immer was hängen“. 😉
Wie glaubwürdig ist ein Trainer, der „auf dem Sprung“ ist? Was bedeutet es für Spieler, die (auch) wegen des Trainers kommen und bei der erstbesten Gelegenheit sitzen gelassen werden? Usw.

Ich glaube übrigens nicht, dass die primäre Motivation von Fink ist, beim HSV mehr Gehalt einzustreichen. Da geht’s ums Prestige, um die (sportliche) Herausforderung. Das zumindest gestehe ich ihm zu und das verstehe ich auch.
Andererseits hätte es mich auch durchaus gereizt, Basel weiter durch die CL zu navigieren und für seine Karriere hätte es auch durchaus einen Schub geben können.
Aber jeder sucht sich seine Herausforderung…


stesh
13. Oktober 2011 um 13:55  |  40608

@hurdiegerdie

Tja, Du hast Recht.
Der Traum von der besseren Gesellschaft wird auch immer einer bleiben. Aber das ist wohl ein anderes Thema mit einer weitaus größeren Dimension.

Aber zum Thema Geld hab ich noch ein Bildchen gefunden frei nach dem Motto „wie man sich bettet, so liegt / schläft man…“ (nicht ganz so ernst gemeint)

http://edge.ebaumsworld.com/picture/Ghost927/money.jpg

In diesem Sinne…


limmetstadthustler
13. Oktober 2011 um 14:02  |  40609

@Tunnfish: Den habe ich glücklichweise schon… warum? Keine Ahnung mehr… weiss ich noch was davon? Nö… aber egal, wird schon schiefgehn 🙂

@E-S: „glücklicherweise“ sind wir nur knapp 2 Tage in Bangkok, da muss ich schon ordentlich Geld liegen lassen für das Sirocco (so heisst das Restaurant über den Dächern Bangkoks glaube ich), da reicht es neben Buli schauen und Sandsäcke aufstellen für keine Tempel mehr. Oder zumindest nicht für alle 🙂


ccjay
13. Oktober 2011 um 14:11  |  40610

Profisport:
Für Trainer und Spieler ist es ein Beruf. Dass sie sich entsprechend wie in anderen Berufen auch verhalten und dies grundsätzlich auch dürfen ist vermutlich richtig.
Für den Fan/Konsumenten, für den das ganze „Event“ stattfindet und ohne den es vermutlich keinen Profistatus hätte, ist es aber mitnichten eine berufliche Angelegenheit. Für den ist es vielmehr Hobby und hochgradig emotional. Dass dieser spätestens dann, wenn das profihafte Verhalten für seinen Verein negative Auswirkungen hat (auch wenn diese vielleicht nur gefühlt sind), kein Verständnis hat und dieses auch lautstark kundtut, ist die andere Seite der Medaille.
Dies sollten die Herren Berufsträger dann aber auch aushalten.


Herthaber
13. Oktober 2011 um 14:34  |  40611

Money makes the world go round –

sorry aber was bedeuten dann eigentlich noch Verträge ? Warum macht man sie überhaupt wenn das Geld sowieso siegt. Zum Verhalten eines Profis gehört auch die Einhaltung eines Vertrages. Schließlich hat Basel einem Hr. Fink auch mal die Möglichkeit gegeben im großen Fußballgeschäft dabeizusein. Selbst wenn ein Trainer immer der Erste ist, der bei versagen der Mannschaft das Feld räumen muß, hat er eine Vorbildfunktion. Wie will er einen Spieler halten, der wärend der Saison ein höher dotiertes Angebot erhält ? Ich finde nicht nur die Entscheidung von Fink unmoralisch sondern auch das Verhalten des HSV. Gibt es nicht genügend Trainer auf dem Markt, die sich darum schlagen würden beim HSV anzuheuern ? Ich finde das ziemlich mieß und wünsche dem HSV und Fink nur den Abstieg, denn ihr Verhalten ist nicht Bundesligareif !!!!


monitor
13. Oktober 2011 um 14:47  |  40612

@herthaber

Im Grunde genommen hast Du völlig recht.

Vielleicht sehen das die Schweizer etwas gelassener, weil auf der anderen Seite ein weiterer Schweizer im europäischen Fußball für Aufmerksamkeit sorgt und somit auch ein bisschen Stolz aufkeimt, wenn ein deutscher Bundesligist sich um einen Baseler Trainer reißt.
Spricht doch für den Fußball in der Schweiz.
Ist nur so ein Gedanke.


hurdiegerdie
13. Oktober 2011 um 14:49  |  40613

Gegenfrage @herthaber:

War Hertha unmoralisch als sie Friend aus dem Vertrag ablösten, oder jetzt Frankfurt?


elaine
13. Oktober 2011 um 14:50  |  40614

@hurdiegerdie

die sind doch nicht mitten in der Saison zu Hertha gekommen, oder habe ich da etwas verpaßt 😉


Herthaber
13. Oktober 2011 um 14:52  |  40615

@monitor

Für mich ist das nicht eine Sache des Geldes, sondern der Moral. Für mich zählt auch ein Handschlag Versprochenes auch einzuhalten. Aber dies ist ja in unserer Zeit nicht nur im Fußball abhanden gekommen. Schade, aber ich denke wir müssen damit leben und werden sicherlich auch mal daraus profitieren, was mir natürlich nicht gefällt !


limmetstadthustler
13. Oktober 2011 um 14:53  |  40616

@monitor: das hat was… man sieht, dass die Schweizer Liga immerhin als „Ausbildnerliga“ gut funktioniert und auch für Trainer ein gutes Sprungbrett sein kann. Das macht zukünftige Verpflichtungen von kommenden grossen Namen vielleicht auch leichter und die Liga attraktiver.
Bestes Beispiel für diese These sind Giovane Elber oder Ivan Zamorano (sind mir gerade spontan eingefallen)… diese Spieler haben ihre Weltkarrieren in der Schweiz begonnen und davon wird heute noch oftmals erzählt. Dass der FC Basel oder FC Zürich (in diesem Fall leider) niemals die CL gewinnen werden, ist hier wohl auch dem grössten Fanatiker bewusst. Ein überstehen der internationalen Gruppenphase ist ein Highlight (in der CL sogar eine Sensation, hats aber auch lange nicht mehr gegeben), nur interessiert das in Europa kaum jemanden von den Grossen.


hurdiegerdie
13. Oktober 2011 um 14:54  |  40617

@elaine,

aber den Vertrag hat er nicht eingehalten und Hertha ist an jemanden mit bestehendem Vertrag herangetreten.

Ob Trainer auch Transferfenster haben sollten, ist eine andere Frage. Das würde ich befürworten!


elaine
13. Oktober 2011 um 14:57  |  40618

@hurdiegerdie

ich habe das gefühl, dass Spieler selten bei den Vereinen bleiben bis ihr Vertrag erfüllt ist.
Die Vereine habe da auch meistens nichts dagegen, denn nach Auslauf des Vertrages gibt es keine Ablöse.

Was hier mit Fink gelaufen ist, ist schon außergewöhnlich.


Herthaber
13. Oktober 2011 um 15:00  |  40619

@Hurdiegerdie

Es macht es doch nicht besser weil Hertha es auch praktiziert. Ich erinnere nur an die große Aufregung, als Hoffenheim es gewagt hat junge Herthaspieler zu verpflichten. Hertha macht das auch jedes Jahr und holt sich Talente aus der näheren Umgebung.


hurdiegerdie
13. Oktober 2011 um 15:14  |  40620

@elaine,
wer sagt, dass Basel die Million Ablöse nicht gerne genommen hat?

@herthaber,
das ist eine konsequente Meinung. Da habe ich grössten Respekt vor.

Was das bedeutete für Jugendarbeit, Schuldenreduktion etc. machen wir ein anderes Mal 😉


Exil-Schorfheider
13. Oktober 2011 um 15:17  |  40621

@elaine

So außergewöhnlich ist das nicht. Favre wurde mit Gämperle aus dem Vertrag geholt.
Solbakken von Köln ebenso. Chelsea hat den neuen Trainer von Porto freigekauft, etc.
Die Trainer-Stellen sind halt nur weniger, als dass Du hier nicht die Häufigkeit hast.


jap_de_mos
13. Oktober 2011 um 15:26  |  40622

@herthaber: Tja, und nun geht das Gerücht, dass eben solch ein Handschlag zwischen Basel und Fink bestanden hat, bei einem Angebot aus der BuLi. Was ist jetzt hier moralisch richtig? Sollte man solche Klauseln gänzlich unterlassen? Nur noch Monatsverträge abschließen? …?
Ich kann die Emotionen nachvollziehen – aber auf sachlicher Ebene kann ich gut nachvollziehen, was wie warum gelaufen ist. Ich kann an all dem nichts übermäßig Verwerfliches finden, weil ich davon ausgehe, dass der sportliche Reiz den finanziellen bei Weitem überwiegt.
Unmoarlisch ist m.E. das Gebaren mancher Bank-Manager oder – um im Bereich Fußball zu bleiben – die horrenden Gehälter/Ablösesummen. Dass z.B. ein Mourinho (angeblich) 12 Mio./Jahr verdient, bringt mich viel mehr ins Grübeln als der aktuelle Vorgang um Fink!


13. Oktober 2011 um 15:44  |  40623

Da lag ein Angebot auf dem Tisch.
Und alle drei involvierten Parteien – HSV, Fink, Basel – nickten eifrig mit dem Kopf.

Das war’s.


jenseits
13. Oktober 2011 um 16:15  |  40636

Wenn man hier nicht den Begriff der Moral bemühen möchte – vielleicht fällt es in diesem Bereich noch schwerer, sich einigermaßen moralisch zu verhalten, ohne sich damit zugleich auch lächerlich zu machen -, aber das Ganze hat was Würdeloses und das empfinde ich beinahe als Beleidigung. Für mich wird es auch nicht unbedingt dadurch geheilt, dass alle Beteiligten am Ende einverstanden waren oder es andere (oder gar man selbst? ;)) auch so machen. Damit kein Missverständnis entsteht: Auch ich finde, es gibt Schlimmeres und Verwerflicheres auf dieser Welt…


Sir Henry
13. Oktober 2011 um 16:32  |  40638

@wilson

Yup. So isses.


elaine
13. Oktober 2011 um 16:51  |  40644

@Exil-Schorfheider,

sind die auch so mitten in der Saison abgeworben worden?
Okay, vielleicht bin ich da auch zu empfindlich 😉

Aber, ich bin da ganz und gar bei jenseits

aber das Ganze hat was Würdeloses und das empfinde ich beinahe als Beleidigung.

Und ahne auch, dass es vielleicht schlimmeres im Leben geben könnte.


apollinaris
13. Oktober 2011 um 16:57  |  40648

nun..dass die Trainer das Söldnertum so ausleben, ist in jedem fall ziemlich neu; was in denletzten 2 jahren passiert ist, ist 20 jahre davor nich geschehen…Na klar, die meisten zucken nur müde mit den Achseln. Ich empfinde da anders..und es macht mich müde..
Es ist das Gesamtbild, das abschreckt-dazu noch die extremen Leitbilder von Herrn Sammer, dazu das Konterfei von Blatter…tja.


hurdiegerdie
13. Oktober 2011 um 17:13  |  40652

Haben wir Vertragsrechtler hier- ernstgemeinte Frage?

Wie ich es verstehe, aber bitte korrigieren, handelt es sich um einen zeitbefristeten Arbeitsvertrag (wobei zu klären ist, ob es überhaupt rechtens ist, fèr Fussballer und Trainer solche Verträge abzuschliessen).

Diese sind unkündbar. Deshalb werden Trainer auch nicht entlassen sondern beurlaubt und sie erhalten ihr Geld weiter bis zum Ablauf des Vertrages (oder es gibt eine Einigung/Auflösung/Abfindung etc.)

Sir Henry hat es an anderer Stelle gesagt, Fink hätte mit dem Fuss aufstampfen können, soviel er wollte, er kommt aus dem Vertrag ohne Basels Zustimmung nicht raus (umgekehrt ist das eben auch so).

Ich kann daran nichts Unmoralisches finden (es sei den Zeitverträge sind unmoralisch, aber bei Festverträgen gäbe es Kündigungsfristen…. auch für Spieler), denn beide Seiten (in dem Fall Fink und Basel) müssen zustimmen.


Exil-Schorfheider
13. Oktober 2011 um 18:00  |  40661

So ganz unkündbar sind solche Zeitverträge nicht. Ich erinnere an das Erstaunen einiger hier(mich inbegriffen), dass T. Kraft seinen an sich auslaufenden Vertrag kündigen musste, weil sonst eine Klausel diesen verlängert hätte.


hurdiegerdie
13. Oktober 2011 um 18:15  |  40662

Moment Exil-S., das ist was anderes.
Wenn du einen 4-Jahresvertrag hast, kannst du in den 4-Jahren nicht gekündigt werden. Bei Kraft ging es um eine automatische Verlängerung nach Ablauf des befristeten Vertrages. Diese wurde, glaube ich gekündigt, wobei wir bei der Frage von rechtlich zulässigen Kettenverträgen wären. Hätte er sich verlängert, hätte er wieder nicht kündigen können.


Blauer Montag
13. Oktober 2011 um 18:27  |  40664

Exil-Schorfheider // 13. Okt 2011 um 11:54

Ich halte nicht viel davon, @BM. Denn es sind erst acht Spiele absolviert… Aber ich will es versuchen.

14. Hertha BSC
15. VfL Wolfsburg
16. Hamburger SV
17. 1. FC K’lautern
18. FC Augsburg

Hallo @Exil-S.,
habe noch mal nachgedacht und verstehe inzwischen deine Wunschliste, denn auf Platz 15. und 16. stehe für dich die geographisch nächsten Stadien. Dann sollten aber auch Augsburg und Freiburg nicht absteigen, denn die liegen für @hurdie und @limmets. am nächsten. 😉


13. Oktober 2011 um 19:13  |  40667

Formaljuristisch mag das ja alles ok sein..darum geht´s wohl aber gar nicht..mir jedenfalls nicht. Was soll´s- „anything goes.“.ist nach wie vor das Mantra dieser Tage.


jenseits
13. Oktober 2011 um 19:52  |  40680

@apo

Formaljuristisch mag das ja alles ok sein..darum geht´s wohl aber gar nicht..mir jedenfalls nicht.

Mir auch nicht. Mich stört außerdem, dass der HSV mit seinem merkwürdigen, befremdlichen Geschäftsgebaren oder wie man das nennen soll, in der letzten Zeit, auch jetzt so weitermacht. Kann da nicht einmal irgendwas „normal“, „seriös“ ablaufen? Nee, man muss den nächsten Trainer, den man wahrscheinlich ohnehin demnächst wieder feuert, mitten in der Saison einem anderen Verein wegkaufen. Das finde ich einfach nervig.

Anzeige