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(mkl) – Mit dem letzten Satz der Pressekonferenz brachte Trainer Markus Babbel wohl das Gefühl der meisten Fans zum Ausdruck: „Am Ende waren wir froh, als der Schiedsrichter abgepfiffen hat.“ Ja, wir auch. 0:0 also spielt Hertha gegen den FSV Mainz 05, und ich bin – sowohl was das Ergebnis wie auch die Art und Weise angeht – geneigt, das Wörtchen „nur“ einzufügen.

Im Spiel nach vorne mut- und ideelos, als Heimmannschaft nur 45 Prozent Ballbesitz, 8 zu 14 Torschüse und 47 Prozent gewonnene Zweikämpfe – nein, das reicht nicht für mehr. „Ich hatte nicht das Gefühl, dass wir dieses Spiel gewinnen können. Man bekommt mit der Zeit ja ein Gefühl dafür“, räumte Babbel dann auch ein, und erklärte damit seine – aus meiner Sicht – mutlosen Wechsel. Die Einzelkritik.

Thomas Kraft: Der Torhüter war heute eindeutig Herthas bester Mann. Zwar zeigte er sich in den ersten Minuten bei dem ein oder anderen Rückspiel nicht ganz so sicher wie gewohnt, seine Paraden aber waren topp. So lag es einzig an ihm, dass Hertha nicht mit einem Rückstand in die Pause ging. Gute Übersicht in der 14. Minute, als er einen Querpass geradeso abfing, in der 41. rettete er mit einem ganz starken Reflex gegen Soto. Noch stärker seine Fußabwehr gegen Ivanschitz (58.), als er aus kürzester Distanz per Fuß klärte. Insgesamt eine starke Leistung, auch wenn er selbst hinterher sagte: „Ich fühle mich auch nicht so gut, mit der ein oder anderen Aktion bin ich nicht so zufrieden.“ Man darf sich ruhig mal feiern lassen, finde ich. Note  2

Christian Lell: In der Defensive gewohnt stabil, sieht man von der Szene ab, in der er sich im Strafraum von Ivanschitz austanzen ließ (58.). Dafür allerdings fehlte in diesem Spiel jeglicher Akzent nach vorne, obwohl er mit 15 schnellen Sprints den zweitbesten Wert bei Hertha hatte.  Note 4

Roman Hubnik: Eine grundsolide Partie des Tschechen. Gutes Stellungsspiel gesellte sich zu einigen Vorstößen. War insgesamt nicht so präsent wie sein Partner in der Innenverteidigung, Andre Mijatovic. Das ist aber keine Nachteil – wer hinten nicht groß auffällt, hat sich auch keinen Fehler erlaubt. Note 3

Andre Mijatovic: Der Kapitän hatte in der ersten Viertelstunde einen schweren Stand. Erst klärte er einen Ball ins Nirvana, dann ließ er sich von Caligiuri an der Torauslinie austanzen und hatte Glück, dass Ivanschitz den Abschluss vermasselte (12.). Danach kam er aber besser ins Spiel, stand einige Male goldrichtig bei hohen Bällen. In der zweiten Hälfte half er mehrfach auf der linken Seite aus, wenn Kobiashvili noch zu weit aufgerückt war, in beiden Fällen unterband er einen gefährlichen Konter. 14 gewonnene Zweikämpfe stehen für ihn zu Buche, so viele wie für keinen anderen Herthaner. Note 3

Levan Kobiashvili: Der Georgier gefiel mir heute ziemlich gut. Er erledigte seinen Job auf der linken Seite ordentlich und schaltete sich ungewohnt oft ins Spiel nach vorne ein. So liefen speziell in der ersten Hälfte fast alle Angriffsversuche über ihn und Änis Ben-Hatira. Mit 73 Ballkontakten Bestwert bei Hertha und immerhin die viertmeisten der Begegnung. In der zweiten Hälfte musste Mijatovic zweimal für ihn aushelfen. Sein Engagement heute rechtfertigt aber eine Note 3.

Andreas Ottl: Der hier so kritisch beäugte Ottl legte eine gute Partie hin, wie ich meine. Durch das Zentrum gelangen nicht viele Bälle in Richtung Hertha-Tor, hinzu kamen einige gute Aktionen im Spiel nach vorne. So wie in der 38. Minute, als er Ben-Hatira mustergültig hinter der Abwehr freispielte, der aber leider die Flanke verzog. Mit 11 Kilometern Laufdistanz war er der zweitaktivste Herthaner (hinter Raffael), außerdem spielte mit gerade einmal 6 Fehlpässen die wenigsten Bälle zum Gegner (von den Spielern, die 90 Minuten spielten). Das ist schon ein guter Wert, immerhin hatte er 24 Pässe gespielt – nur Ebert und Kobiashvili hatten mehr. Will heißen: Kein großes Kino, aber wahrlich solide und aktiver als es von Außen ab und an scheint. Note 3

Fabian Lustenberger: Ein undankbarer Einstand für den Schweizer, der so lange auf seine Chance hatte warten müssen. Es gab viel zu klären in der Mitte des Feldes, und das machten er und Ottl recht gut. Einzig in den ersten Minuten war ihm so etwas wie Nervosität anzumerken, dann aber fing er sich. Setzte im Spiel nach vorne aber auch keine Akzente. Dann hatte er Pech, als er mit Mijatovic kollidierte. Wie der Verein bekanntgab, hat er sich eine Platzwunde zugezogen und musste in der 71. Minute durch Peter Niemeyer ersetzt werden. Note 4

Patrick Ebert: Die Zahlen sprechen eine andere Sprache als das, was auf dem Platz wirklich passierte. Mit 25 Pässen die meisten Zuspiele, die meisten schnellen Antritte (17) und immerhin zwölf gewonnene Zweikämpfe. Einzig: Es kam nichts dabei heraus, die rechte Seite lahmte. Auch, weil Ebert häufig sofort gedoppelt wurde. Seine Freistöße und Ecken brachten zumindest in der letzten Viertelstunde ein bisschen Schwung. Das war trotzdem viel zu wenig, auch wegen der meisten Fehlpässe des Spiels (18). Note 5

Raffael: Es ist wohl heute wahrlich nicht den überzogenen Ansprüchen an den Brasilianer geschuldet, auch ihm ein schwaches Spiel zu attestieren. Nur 38 Ballkontakte sprechen eine deutliche Sprache. Bis auf seinen gelungenen Sololauf in der ersten Hälfte, bei dem er drei Mainzer beschäftigte, war von ihm nichts zu sehen. Bis zur 89. Minute, als er im Strafraum an den Ball kam – und daran vorbei trat. Im zweiten Versuch traf er nun den Rücken von Bungert. Note 5

Änis Ben-Hatira: Die meisten Angriffsbemühungen in der ersten Hälfte liefen über ihn. Er zeigte sich ballsicher, konnte Zuspiele immerhin fehlerfrei annehmen. Aber was er dann daraus machte hob sich auch nicht vom Rest der Offensive ab. Letztlich fehlten auch ihm die Ideen und er verhedderte sich in den Beinen der Mainzer Defensive. Für ihn kam in der 63. Minute Tunay Torun. Note 5

Adrian Ramos: Ein Kopfball aufs Tornetz brachte der Kolumbianer in der 32. Minute immerhin zustande, sonst war von ihm nichts zu sehen. 30 Ballkontakte bis zu seiner Auswechslung in der 68. Minute, für ihn kam Lasogga. Note 5

Tunay Torun: Kam in der 63. Minute für den schwachen Änis Ben-Hatira, blieb aber blass und bewirkte auf der linken Seite nichts.

Pierre-Michel Lasogga: Kam in der 68. Minute für den schwachen Adrian Ramos. Ihm wurde das gleiche Schicksal wie Torun zuteil.

Peter Niemeyer: Kam in der 71. Minute für den verletzten Fabian Lustenberger ins Spiel und war sofort recht präsent. Er zeigte sich hinterher ziemlich überrascht von der Entscheidung des Trainers, ihn vorerst draußen zu lassen: „Ich habe es erst im Hotel erfahren“, meinte er, „eine Begründung gab es nicht.“ Die lieferte Babbel später nach: „Er hat unter der Woche zwei Tage aussetzen müssen, da wollte ich ihm eine Pause gönnen.“

 


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Kommentare

raffalic
22. Oktober 2011 um 19:28  |  41986

Gold – super… 😉


Joey Berlin
22. Oktober 2011 um 19:30  |  41987

Und das 0:4 bei den Bayern hat doch Spuren hinterlassen – leider!
Jetzt bei RWE im Pokal positive Erfahrungen sammeln!!!


jap_de_mos
22. Oktober 2011 um 19:35  |  41988

@raffalic: Heute ist nix super… 😉


raffalic
22. Oktober 2011 um 19:38  |  41989

daher auch 😉


Ursula
22. Oktober 2011 um 19:46  |  41990

Resignation allenthalben? Nee, ist doch
unsere Hertha!

Wenn ich mich schon mal auf ein Spiel freue…

In einem wenig intensiven Spiel, seitens der
Hertha mit eher geringer Laufbereitschaft,
ohne Rasse und Klasse trennte sich Mainz
von Hertha BSC eher unverdient 0 : 0!

Was haben die alles versiebt! Und wir nichts!
Wieviel Torschancen?

Was die Hertha zu Haus wieder einmal den
erwartungsfrohen Zuschauern anbot, war
nicht einmal Hausmannskost, sondern eine
von mir fast schon erwartete Vorstellung,
der hilflosen Art, plus mutloser Wechsel-
spielchen! Herr Babbel man kann ein
Spiel auch in der letzten Minute gewinnen!

Was kann Ebert, was ANDERE nicht können?

Eine Niederlage wann und gegen wen,
@ f.a.y. ist eben immer eine “Störung“,
eine Diskontinuität, um nicht wieder
“aufzuwärmen“, aber es bleibt immer
etwas hängen und das spürte man……

BEIDE Mannschaften hatten eigentlich
nicht DIE zwingenden Torchancen, wenn
man von zwei fulminanten “Kraftreflexen”
absieht und die wenigen nutzten sie nicht,
so dass es bei dieser sehr unbefriedigenden
Punkteteilung blieb, was letztlich beiden im
Grunde nicht weiter hilft! Herthas Gewinn??

Die Mainzer spielten aggressives Pressing,
machten die Räume sehr eng, und ließen
aus dem Spiel gegen die harmlose Hertha
nichts zu! Verblüffende Realität!

Aber, gegen diesen Gegner muss man ganz
“hoch” verteidigen und verschieben…

…NACH VORN….

…..und gewissen Zugang zum eigenen Spiel
suchen und finden! Wieder Begleitservice!!
Keine Impulse und die Bereitschaft Laufwege
anzubieten und zu gehen!

Nach Standards waren die Gäste allerdings
recht anfällig, aber davon hatte Hertha zu
wenig, um vielleicht doch noch speziell in
der Schlussphase 3 Punkte zu holen!

In der laufenden Saison hatte die Hertha
in der Defensive kaum Probleme, aber
gerade für den Aufbau kam kaum etwas,
diesmal NULL und aus dem defensiven
Mittelfeld gar NICHTS! Kein Spiel für
den leidgeprüften Lustenberger, aber…

….wie und wer konnte sich empfehlen??

Folglich hing ca. 85 Minuten die Offensive
total in der Luft! Erster Eckball nach ca.
83 MINUTEN!!!

Hat sich die Mannschaft wirklich gewehrt?

In den letzten SIEBEN Minuten versuchte die
Hertha so zu spielen, dass eben kein treuer
Anhänger “gläubte“, die Hertha wird doch
noch in Bredouille kommen, aber DURCH
ist sie noch lange nicht, dafür ist “Konstanz”
für die Mannschaft ein Fremdwort…..

….und die Heimzuschauer trifft der Frust,
leider immer wieder!!


waidmann2
22. Oktober 2011 um 19:46  |  41991

1. Die zweite HZ in München war besser als das was wir heute gesehen haben.
2. Mit der Leistung haben wir in Essen keine Chance.

mehr fällt einem heute nicht ein …


22. Oktober 2011 um 19:48  |  41992

ich sehe Ottl mittlerweile deutlich besser ls die meisten hier-und verstehe nicht, wie man ihm eine „unterirdische Leistung“ attestieren kann. Er war im MF noch halbwegs anspielbar.-Erinnert mich an die extrem negativen Bewertungen letztes Jahr gegenüber Lell und Gobi-scheinen doch auch Vorteile immer mitzuschwingen?-Wenn Ottl sich aufgrund seiner Spielpraxis ähnlich steigert, wie Lell, werden wir bald nix mehr zu meckern haben. Schlimm finde ich z.Z. RaRa-wo ist denn deren Form plötzlich-immer, wenn man sie zu Recht lobt, weil sie 2,3 gute Spiele gemacht haben, diese Talfahrt 🙁
Ohne diese Offensive fehlt uns aber dann das Pfund, mit dem wir wuchern wollen.-Mir fällt zu denen bald nix gescheites mehr ein..
Ebert und Hatira schwach-so, war die komplette Offensive ausgefallen..
Woher kommt dieses plötzliche spielerische Loch bei diesen Jungs?


raffalic
22. Oktober 2011 um 19:54  |  41993

@ursula: irgendwie kommt mir dein Beitrag bekannt vor…Recycling?

Mit den Noten bin ich heute nicht wirklich einverstanden, Ottl, Mija und Kobi kommen mir jeweils mindestens eine Note zu gut weg.

Die Verunsicherung nach dem Bayern-Debakel war allenthalben zu spüren, wie kann man nur in einem Heimspiel zu tief und (meilenweit!) weg vom Gegenspieler stehen (Kobi!!!)?

Bei einem Abwehrspieler kann ich es ja noch nachvollziehen wenn er für ein „unauffälliges“ Spiel gelobt wird, aber bei einem 6er (Ottl) ist mir dies auf Dauer viel zu wenig.

Mija defensiv mit dem ein oder anderen Lapsus, und in der Spieleröffnung einfach nur grausam.


raffalic
22. Oktober 2011 um 19:55  |  41995

… es heißt natürlich „so tief“


dieter
22. Oktober 2011 um 19:56  |  41996

Dann auch nochmal hier…

Zum Spiel.

Eine ganz schwache Vorstellung von Hertha.
Mainz in allen grundsätzlichen Dingen wie Einsatzwille, Siegeswille und Laufbereitschaft überlegen.
Hertha konnte lediglich die ersten 10 min. ausgeglichen gestalten, danach spielte/agierte nur noch eine Mannschaft. Mainz!

Deren einziges Manko ist ihre Ungefährlichkeit vorm Tor, was heute neben Kraft (zweimal die Null gerettet!) unser Glück war.

Was ich aber nicht verstehe, ja nie verstehen werde, ist, wie man so “lustlos”, bis auf einzelne (Ebert sei hier mal für seinen Einsatz lobend erwähnt/von 90 min. hat er gefühlte 80 zweiten RV gespielt), ohne Laufbereitschaft, Einsatzwillen usw. usf. in einem Heimspiel auftreten kann.

Das was Babbel gern als Gier bezeichnet.
Ohne diese Gier (oder wie man es auch sonst nennen will) geht es aber nun mal nicht!

Es kann auch nicht sein, dass ein Trainer die Spieler vor jedem Spiel daran erinnern muss.
Ganz im Gegenteil, Spieler, die man daran erinnern muss haben ihren Beruf verfehlt.

Mit dieser Einstellung fliegen wir am Mittwoch wie immer in der zweiten Runde raus.

Mit den Spielernoten bin ich im Großen und Ganzen einverstanden, bis auf zwei Ausnahmen.

Das was Ottl gezeigt hat ist in meinen Augen niemals eine 3, da muss viel mehr kommen (Sicherheitspässe sind zu wenig und auch er kam wie alle anderen nie richtig in die Zweikämpfe) sondern höchstens eine 4 und Ebert (und ich bin wahrlich kein Ebertfan) hat mit seinem über 90 min. gezeigten Einsatz auf jeden Fall eine 4 verdient.


Wir können alles ausser Derby
22. Oktober 2011 um 19:58  |  41997

Kann man nur sagen – die Frechheit geht weiter. München nicht verkraftet, total aus dem Rythmus und das nächste Grottenspiel abgeliefert. Mir schwant böses wenn Babbel nicht endlich mal das Stammpersonal wechsel – auf einigen Positionen – und die Mannschaft mit einer anderen Einstellung auf den Platz schickt.

Meine – emotionale – Bewertung nach dem Spiel:

Kraft – 1 – hat uns heute den Punkt gerettet

Lell – 4 – nichts nach vorne und wenig nach hinten
Hubnik – 4 – viele Stockfehler
Mijatovic – 3,5 – ganz gutes Spiel von ihm
Kobiashvili – 3 – bester Abwehrspieler. Viel über seine Seite, ABER das lag mehr daran, dass er von Ben total alleine gelassen wurde!!

Ottl – 4,5 – nischt – weder nach hinten noch nach vorne
Lustenberger – 4,5 – siehe Ottl – schwaches Debüt!!
Ebert – 5 – bis auf die Standards war das aber mal gar nichts!!! Am Besten war die neue Freistossvariante
Raffael – 5 – hat er einen Zweikampf gewonnen, hat er einen Pass nach vorne gespielt, hat er sich unendlich mal verfummelt?? Ein guter Schuss – das war es heute!!
Ben-Hatira – 6 – fällt mir nur ein – Frechheit!! Wie die Hamburger schon sagten – ein Weltklasse und dann wieder 5 Spiele nicht mal Kreiklasse. Defensiv eine 10!!

Ramos – 4,5 – wenig angespielt aber auch wenig drang zum Tor!

Lassoga – o.B.
Torun – o.B.
Niemeyer – 3! – der wollte und hat gekämpft – in Essen bitte wieder von Anfang an!!!

Babbel: 5 – wo waren die Wechsel in der HZ? Wo war die bissige Einstellung des Teams und warum Ramos und dann Lassoga und nicht Ebert raus – Torum links, Ramos rechts und Lassoga in die Mitte? Heute für mich vercoacht – neben der Einstellung der Mannschaft die eine Frechheit war!!


Ursula
22. Oktober 2011 um 20:09  |  41998

@ apo, aber seine (Ottl`s) somatische
Zweikampfschwäche war schon über
70 – 80 Minuten sehr auffällig! Seine
Bewegungen nach vorn gehemmt, gut
wie von ALLEN, aber Impulse für die
Offensive konnte er, wie Lustenberger
nicht setzen!

Damit stand, nee fiel das gesamte Angriffs-
spiel der Hertha, fand einfach nicht statt!

Ach so, das der Ottl ne gut Raumdeckung
betrieben hat, antizipierend die Räumen
sehend „zugelaufen ist“ , konnte ich von
„oben“ nicht sehen, obgleich es HIER
immer gern behauptet wird!

Für mich ist, und heute war zwar nicht der
Maßstab, da ALLE schwach, der Ottl ein
NEUTRUM!!

Er macht nicht so viel verkehrt! Er versucht
sich in Bedrängnis im Zuspiel, schlecht und
recht in die Breite oder zurück, aber er fällt
nicht positiv auf! „Das war der Ottl, sein Pass,
sein Tor! Nee! Er ist ein „Neutrum“ und setzt
kein Akzente! Das war leider für mich heute
sehr auffällig, wenn die ganze Mannschaft
zuzüglich vor „Demut“, vor diesem Gegner
„erstarrt“….


Ursula
22. Oktober 2011 um 20:12  |  41999

Na ja @ raffalic, ein wenig modifiziert,
macht es ja kaum Sinn, seinen Beitrag
in einen „toten Fred“ zu stellen, wenn
gerade „time for a change“ ist, oder?


Andi
22. Oktober 2011 um 20:12  |  42000

bin jetzt erst nach Hause gekommen und kann es immer noch nicht begreifen … das war ja NIX … Trainingsspielchen ? kein Kampf, keine Laufleistung, kein Pressing … Mainz ist so verunsichert, dass man da direkt drauf muss … aggressiv sein … die Mainzer konnten sich die Bälle zuspielen ohne dass ein Herthaner überhaupt in der Nähe war … wieso Lusti für Niemeyer kommt, weiß ich nicht … Ottl und Lell sind eine Frechheit … Raffa Totalausfall … die Mainzer waren sooooo schwach – das muss man doch erkennen … ich bin echt bedient heute … eigentlich hätte Mainz so ein dreckiges 1:0 in der 92. Minute schießen müssen … da hätte sich niemand beschweren drüfen …


raffalic
22. Oktober 2011 um 20:20  |  42001

@ursula: „…ein bißchen modifiziert“, das kommt mir irgendwie bekannt vor, wenn ich so an Hertha-Nürnberg und Hertha-Mainz denke… 😉


22. Oktober 2011 um 20:23  |  42002

Lell und Ottl eine „Frechheit“?.@Andi: das verstehe ich nicht? Frechheit sage ich, wenn jemand sich keine Mühe gibt, keinen Einsatz zeigt-aber das kann man von beiden ja nicht im Ansatz sagen?
HS-Wolfsburg 1:1
BEIDE Mannschaften mit vieeel mehr Willen zum Tempo-das geht der Hertha in Heimspielen viel zu häufig ab :twistet“


Ursula
22. Oktober 2011 um 20:27  |  42003

JA, leider „raffalic“ und eigentlich kannst
Du Augsburg noch hinzufügen! Sauer heute!


raffalic
22. Oktober 2011 um 20:45  |  42004

Bin auch sauer über die heutige (Nicht-)Leistung unseres Teams!

Es gibt einfach solche Tage an denen nix, aber auch gar nix passt. Das kann aber keine Entschuldigung dafür sein, das man erst 25 Meter vor dem eigenen Tor angreift und meilenweit von den Gegenspielern entfernt steht!

Das sind klare taktische Defizite.

Schon mal was von Pressing gehört, Herr Babbel?


fg
22. Oktober 2011 um 20:51  |  42005

nürnberg reloaded!
das schlimmste war in meinen augen die völlig fehlende einstellung mit den indikatoren laufbereitschaft, zeikämpfe sowie allgemeine gier und aggressivität. wenn sie mal den ball hatten, lief sich nahezu niemand frei, so dass die mainzer, die oft sofort erfolgreich zu dritt auf den ballführenden gingen, schnell und problemlos den ball erorbern konnten. umgekehrt hatten sie oft einen heidenplatz in der eigenen offensive und bis (kurz vor oder auch öfters) in den strafraum von hertha anspielstationen. die offizielle laufleistungsstatistk, die ja ab der saison so en vogue ist, dürfte eine deutliche, für hertha erschütternde, sprache sprechen.
wie dieter oben aber zu recht schreibt, auf so etwas müsste ein trainer eigentlich nicht noch extra hinweisen müssen, das sollte von allein laufen. dass dies nicht der fall ist, ist ganz schwach.
noch schwächer ist allerdings, dass nicht mal die halbzeitpause genutzt werden konnte, um dies zu ändern.
verunsicherung nach einer niederlage bei bayern, die (die niederlage) im normalfall in der saison jedes team treffen sollte, dürfte man nach einer vernünftigen trainigswoche im heimspiel nicht als argument durchgehen.
was wirklich sehr bitter ist, ist dass hertha, wohlwollend betrachtet, auf zwei halbe torchancen (je ein raffael-schuss pro halbzeit) kommt. das ist einfach nur ein trauriger witz.
ich befürchte aber, dass das noch häufiger in heimspielen ähnlich laufen wird, hertha ist vom spielaufbau anscheinend recht limitiert. ob das am potential der spieler liegt oder an einem mix aus auf- und einstellung, bin ich mir noch nicht sicher. beängstigend ist es allemal.
darüber hinaus finde ich es auch sehr unschön, dass ramos und raffael so dermaßen keine körperspannung hatten (und auch häufiger in bester hummelsmanier ausrutschten).
sorry, aber so lange solche leistungen regelmäßig stattfinden, wird eine berlin-münchen-babbel-diskussion auch weiter nicht verstummen.
und wie viele richtigerweise schon anmerken: welche berechtigung (frage ich mich nicht nur heute, aber da besonders) hat ebert, immer aufgestellt zu werden. ja, die flanke auf raffael gegen stuttgart war gut. und sonst? alibi pur, gepaart mit (fußballerischer) dummheit.


Exil-Schorfheider
22. Oktober 2011 um 21:10  |  42006

@fg

Wenn Raffa bereits 11 km Laufleistung hatte, erwarte ich bei den anderen nicht weniger…
Petric hatte gerade mal knapp neun km, als eine Einblendung bei SKY kam…


fg
22. Oktober 2011 um 21:10  |  42007

das eingangszitat oben von babbel finde ich nicht akzeptabel! in einem heimspiel sehnsüchtig bei 0:0 gegen mainz auf den abpfiff zu hoffen, ist doch fast schon eine bankrotterklärung. wenn er dies wirklich tat, ist es beängstigend. ein normaler trainer sollte, wie die fans, doch hoffen, dass man noch den siegtreffer erzielt, auch wenn es bis dato mau lief, aber nur zu bangen, sich gegen mainz über die zeit zu retten – was soll das denn?!
jetzt rächen sich umso mehr die drei liegengelassenen punkte gegen augsburg und in bremen, die konkurrenz von unten hat doch an den letzten beiden spielen einiges an boden gutgemacht.
ebenso verstehe ich nicht, wie oben schon von anderen geschrieben, warum hertha mainz so weit hinten empfängt, statt geschlossen 40 meter weiter vorne zu verteidigen (eine weitere, sehr unangenehme parallele zum ersten spiel der saison).
außerdem teile ich mkl`s einschätzung zu den (babbel-typischen) späten und mutlosen wechseln. warum nicht mal in einem heimspiel gegen eine limitierte mannschaft das system umstellen in der zweiten halbzeit, wenn es bis dato überhaupt nicht läuft, statt immer nur steif positionsgetreu zu wechseln? warum nicht in der hz umstellen, raute statt doppelsechs, und mit lassogga einen zweiten mann als anspielstation vorne?


fg
22. Oktober 2011 um 21:11  |  42008

@exil-schorfheider:

aber was nützen absolute zahlen, wenn sie relativ betrachtet zum gegner noch viel zu gering ausfallen?


22. Oktober 2011 um 21:18  |  42009

rasi = sauer :weinheulwein:
mannschaft = 6 🙁
thomas k. = 1+ danke… 🙂


pax.klm
22. Oktober 2011 um 21:24  |  42010

Zu Rara und zu Otter zitiere ich nur mal den
@mkl:
Mit 11 Kilometern Laufdistanz war er der zweitaktivste Herthaner (hinter Raffael), außerdem spielte mit gerade einmal 6 Fehlpässen die wenigsten Bälle zum Gegner (von den Spielern, die 90 Minuten spielten). Das ist schon ein guter Wert, immerhin hatte er 24 Pässe gespielt – nur Ebert und Kobiashvili hatten mehr. Will heißen: Kein großes Kino, aber wahrlich solide und aktiver als es von Außen ab und an scheint. Note 3

Andreas Ottl: Der hier so kritisch beäugte Ottl legte eine gute Partie hin, wie ich meine. Durch das Zentrum gelangen nicht viele Bälle in Richtung Hertha-Tor, hinzu kamen einige gute Aktionen im Spiel nach vorne. So wie in der 38. Minute, als er Ben-Hatira mustergültig hinter der Abwehr freispielte, der aber leider die Flanke verzog. Mit 11 Kilometern Laufdistanz war er der zweitaktivste Herthaner (hinter Raffael), außerdem spielte mit gerade einmal 6 Fehlpässen die wenigsten Bälle zum Gegner (von den Spielern, die 90 Minuten spielten). Das ist schon ein guter Wert, immerhin hatte er 24 Pässe gespielt – nur Ebert und Kobiashvili hatten mehr. Will heißen: Kein großes Kino, aber wahrlich solide und aktiver als es von Außen ab und an scheint. Note 3

Fabian Lustenberger: Ein undankbarer Einstand für den Schweizer, der so lange auf seine Chance hatte warten müssen. Es gab viel zu klären in der Mitte des Feldes, und das machten er und Ottl recht gut.

Patrick Ebert: Die Zahlen sprechen eine andere Sprache als das, was auf dem Platz wirklich passierte.
Raffael: Es ist wohl heute wahrlich nicht den überzogenen Ansprüchen an den Brasilianer geschuldet, auch ihm ein schwaches Spiel zu attestieren. Nur 38 Ballkontakte sprechen eine deutliche Sprache. Bis auf seinen gelungenen Sololauf in der ersten Hälfte, bei dem er drei Mainzer beschäftigte, war von ihm nichts zu sehen. Bis zur 89. Minute, als er im Strafraum an den Ball kam – und daran vorbei trat. Im zweiten Versuch traf er nun den Rücken von Bungert. Note 5
In Bezug auf Raffa:
Da frage ich mich, wenn der Junge so weite Wege geht, läuft er vom Ball weg?
Mich enttäuscht seit der Vertragsverbesserung am Meisten der Kolumbianer, viel hat er in dieser Saison noch nicht geleistet!
Überhaupt scheint mir unsere Offensive recht ausrechenbar zu sein, momentan die schwächste Abteilung! Wenig Inspiration!
War der Verleih oder Verkauf der 2ten Garde wirklich richtig?
Aber , auf mich bezogen: erwarte ich nicht auf Grund einiger guter Spiele jetzt zu viel?
Obwohl. Denke da an das Spiel in der Aufstiegssaison gegen 1860 als der Büffel nach seinem Tor an der Latte hing!
Mehr emotionale Highlights wünsche ich mir schon!
Habe dieses Spiel nicht verfolgt, möchte nur kein unangebrachtes Urteil abgeben! Frage mich aber, warum der Otter so differenziert gesehen wird, und warum einzelne Spieler nicht so ins Spiel einbezogen werden?
Warum macht TK das Spiel langsam? Ist niemand anspielbereit?

Wünsche mir für RWE ne Kampftruppe und denke, dass vorher 4 getippte Punkte immer noch möglich sind.
Glücklich bin ich , das mein Essen für über 30 recht gut war, sicher besser als das Spiel…


sunny1703
22. Oktober 2011 um 21:39  |  42011

Ich als NichtTvseher und Nichtzuschauer des Spiels scheine nichts verpasst zu haben. Nun haben wir wohl wieder das Problem der Abstiegssaison Spiele gegen direkte Abstiegskandidaten sind schlimm anzuschauen und oder werden nicht gewonnen. HSV, Augsburg und nun Mainz. Sich darauf zu verlassen gegen bessere Mannschaften, die Punkte zu holen ist ein gewagtes Unterfangen. Vor den Spielen gegen Wolfsburg und Gladbach ist Babbel nun endgueltig als derjenige gefordert, der in die Mannschaft wieder teamgeist einhauchen muss, ich moechte das Wort Leben nicht ueberstrapazieren. Zu diesem Zeitpunkt habe ich noch das Vertrauen zu dem Trainer. Doch es muss ein Erfolgserlebnis her und sollten die in der Liga weiter ausbleiben wird der name des Trainers immer im Zusammenhang mit Verbleiben in Muenchen, Bemerkungen gegen oder ueber Berliner, gegen oder ueber die Presse stehen. Ob ohne das, Training und das Spiel besser sind, sei dahin gestellt, doch foerderlich sind diese ewigen Auseinandersetzung mit den Medien, diese Stammtischstreitereien nicht.

Mich freut, dass zumindest die Hintermannschaft ihre Sache ordentlich gemacht hat, Kobi wieder mit einer wohl besseren Leistung und auch Mija wohl relatv ordentlich. Je oller desto……

Ebert gehoert wohl mal eine Pause gegoennt, Ramos……..meine Guete brauchen wir doch noch einen Stuermer….Ben Hatira, ich hoffe da kommt noch mehr als Sturm gegen Koeln, Raffael ,bitte kein Rueckfall in alte Zeiten der Nichtkonstanz………und Lustenberger hat sich wohl weiterhin nicht weiter empfohlen.

Es gibt viel zu tun, ein Anfang gegen RWE ware ein kleiner Schritt zumindest in die psychologisch richtige Richtung, ob das fuer die Liga reicht sehen wir alle,ich dann auch wieder, gegen Wolfsburg.

lg sunny


Ursula
22. Oktober 2011 um 21:44  |  42012

Nee „pax“ unsere Offensive ist in der Tat
nicht unsere schwächste Abteilung, nur
wird sie vom „Rest“ der Mannschaft absolut
im Stich gelassen! Egal wer nominell bei
der Hertha, ohne EINEN „Mittelfeldler“,
eine wenigstens elementare Bindung
zwischen Defensive und „hängender“
Offensive herstellen will und soll….

…es gibt KEINE Bindung zwischen einer
schlecht gestaffelten, weil zu tief stehenden
Defensive, und einer „in der Luft hängenden“
OFFENSIVE!

Unabhängig von dem Punktestand, und
dem daraus resultierenden Tabellenplatz,
zieht sich diese eklatante Misere, auch einer
mangelnden Spieleröffung, seit Monaten
wie ein „Roter Faden“ durch diese Hertha,
die sich natürlich nur für das Pokalendspiel
geschont hat, weil der Nichtabstieg längst
besiegelt ist, sein wird…..


Dan
22. Oktober 2011 um 22:22  |  42013

Ein wenig bierselig und daher vielleicht ein wenig undiplomatischer.

Das Spiel war schlecht ohne Frage und Mainz besser, daher ein erkämpfter vielleicht sogar unverdienter Punkt für Hertha.

Aber sorry, wie Ottl vom ersten Tag an angegangen wurde und laufend Schwachpunkte gesehen wurden, vorallem im Aufbauspiel, dann sich hier hinzustellen und für Lusti Entschuldigungen zu finden, ist für mich dann mehr als suspekt. Aber die geben wenigsten ein Urteil ab, der Rest der großen Lusti-Forderer scheint der Schock der Nicht-Leistung auch eines Lustenbergers in den Knochen zu stecken.
Wie viele U23 Beobachter es öfters einbrachten, in der Defensive ist Lustenberger eine Bank, aber er vollbringt auch keine Wunderdinge in der Offensive.

Wenn sich das Team nicht bewegt und Anspielstationen kreiert, dann kannst Du als Aufbauspieler nicht glänzen und dann eben auch ein Ottl oder Niemeyer nicht.

Ansonsten können wir das unter Angsthasenfußball abhaken. So wie Mainz gespielt hat, hätte das Heimteam agieren müssen.
Hertha stand zu tief, bewegte sich nicht und ließ sich dadurch unnötig einschnüren.

Habe fertig -Flasche leer. 🙂

Schönen Dank an alle Beteiligten in der geselligen Spandauer Brauhaus Runde.


Dan
22. Oktober 2011 um 22:24  |  42014

@Ursula // 22. Okt 2011 um 21:44
Na wenigsten hatse den großen Plan dahinter begriffen. 🙂

Nichtabstieg und Pokalsieg – was willste mehr. Wir sind voll im Plan. 🙂


Dan
22. Oktober 2011 um 22:29  |  42015

Ohne Kommentar

Spieler 1

Mittelfeld
Offensive
Tore: 0
Torvorlagen: 0
Torschüsse: 1
Torschussvorlagen: 2
Flanken: 0
Spiel
Ballkontakte: 38
Pässe: 30
Zum Mann(%): 80
Zweikämpfe
gewonnen: 6
verloren: 5
gew. in %: 54.55
—-
Spieler 2
Mittelfeld
Offensive
Tore: 0
Torvorlagen: 0
Torschüsse: 0
Torschussvorlagen: 0
Flanken: 0
Spiel
Ballkontakte: 36
Pässe: 30
Zum Mann(%): 80
Zweikämpfe
gewonnen: 7
verloren: 7
gew. in %: 50


Exil-Schorfheider
22. Oktober 2011 um 22:29  |  42016

@fg

Du hast die Laufbereitschaft als en vogue ins Spiel gebracht und die Höhe angezweifelt. Ich wollte Dich widerlegen. Mehr eigentlich nicht.
Ich habe dank der Konferenz nicht viel gesehen, werde aber bei weitem nicht missmutig, da doch von vornherein klar war, dass wir eine schwierige Saison vor uns haben.

Nun wieder alles in Frage zu stellen, das passt zum gemeinen Hertha-Fan. Es gibt immer nur himmelhochjauchzend oder zu Tode betrübt.

Ist das meine falsche Erwartungshaltung, dass ich nicht mit Zauberfußball rechne und andere immer alles gleich anprangern? Ich weiß es nicht wirklich…


Dan
22. Oktober 2011 um 22:39  |  42017

@Exil-Schorfheider // 22. Okt 2011 um 22:29

Heute hat sich die Laufbereitschaft leider eher darin geäußert, wieder viele Meter zurückzulaufen, wenn man den Ball verloren hat, als das diese Meter beim Spielaufbau investiert wurden.

Und diese Aussage hätte ich auch ohne die 1,1 Promille geschrieben. 😉


fg
22. Oktober 2011 um 22:40  |  42018

ich glaube, es gab bisher (hier und überhaupt, ausnahme vielleicht die bz) wenig „himmelhochjauchzend“, warum auch?


dieter
22. Oktober 2011 um 22:44  |  42019

@E-S

Ich hoffe du meinst mit falscher Erwartungshaltung nicht, dass ich/man erwartet, dass sich elf Herthaner in jedem Spiel gelinde gesagt den Allerwertesten aufreißen und den Gegner auf dem Platz mit allen Mitteln bekämpfen?!


Exil-Schorfheider
22. Oktober 2011 um 22:45  |  42020

@fg

Nach den Spielen in Hannover, Dortmund, Bremen und daheim gegen Köln war das schon so. Ist aber nur meine selektive Wahrnehmung…

@Dan

Dass Du noch fehlerfrei schreiben kannst… 😀
Ich mache Cuba gerade wieder frei… 😉


Dan
22. Oktober 2011 um 22:45  |  42021

@fg // 22. Okt 2011 um 22:40
Naja fg schau mal nach dem Sieg gegen BVB und die Erwartungen vor dem Bayern-Spiel.

Da freut sich schon jemand seit 2 Spielen endlich auf ein Hertha – Spiel und wird enttäuscht. 😉


Dan
22. Oktober 2011 um 22:48  |  42022

@Exil-Schorfheider // 22. Okt 2011 um 22:45

Bei meinem Körpergewicht sind nun mal 4-5 Biere nicht so wild. 🙂 Ich dachte Du spielst FM12 und nicht Civilisation. 🙂


Dan
22. Oktober 2011 um 22:51  |  42023

@Exil-Schorfheider // 22. Okt 2011 um 22:45

Ja ich weiß, Du befreist Cuba von seinen Rum-Reserven. 🙂


fg
22. Oktober 2011 um 22:52  |  42024

@dieter: genau das ist es!


Exil-Schorfheider
22. Oktober 2011 um 22:52  |  42025

@dieter

Nein, ich sprach von meiner Erwartungshaltung. Die beinhaltet ehrliche Arbeit und das war es heute immer noch, weil schonungslos gezeigt wurde, dass wir es nicht immer so können wie gegen Köln. Der BVB hat den Hühnerhaufen vom Rhein doch auch zerlegt, und die haben letzte Woche gegen H96 gewonnen. Wie wertet man also so ein Spiel wie heute, wenn man selbst in Dortmund gewinnt und bei Hannover ein Remis erkämpft?
Mich nervt eben, und das hat Dan auch schon geschrieben, dass man Lusti als Heilsbringer im DM beschrieb, der dann aber schlecht spielt und prompt nach Entschuldigungen gesucht wird. Mich nervt auch, dass Ottl wegen seinem unauffälligen Spiel immer wieder am Rande der Verbannung steht… Mich nervt aber auch, dass MB zu Saisonbeginn sagt, er sei ein Freund der Rotation und dann wird er nicht einmal mutig… Dasig bin keineswegs zufrieden mit dem heutigen Spiel, aber ich stelle nicht alles in Frage.


Ursula
22. Oktober 2011 um 22:53  |  42026

Sei mir nicht böse „bierseliger dan“, aber ich
begreife trotz meine hohen biblischen Alters
schon einige Zusammenhänge in diesem
schönen Leben….

….und fußballerische schon allemal!
Ich war AUCH im Stadion!!

Und fußballerische Zusammenhänge
erkenne ich auch noch, natürlich rein
subjektiv…..


Exil-Schorfheider
22. Oktober 2011 um 22:55  |  42027

@Dan

Dass mit dem Körpergewicht kenn ich… Deswegen schieb ich noch einen Rum nach… 😀
Spiele noch FM 12, aber die Sache ist mal wieder nicht fehlerfrei ausgeliefert worden… Eben ist Mija im Oktober von Hertha nach Freiburg gewechselt… Immer diese Bugs…


dieter
22. Oktober 2011 um 23:00  |  42028

@E-S

Das wir uns nicht falsch verstehen.
Ich zähle mich nicht zu der Fraktion, die sofort alles in Frage stellt und ich mag Lusti und halte ihn auch für einen sehr guten (spiel)intelligenten Spieler aber wie schon so oft gesagt, haben wir auf der Position die geringsten Probleme.

ABER wie auch in München, obwohl alles andere als eine Niederlage dort eine echte Überraschung für mich gewesen wäre, war das heute nachh meinem Dafürhalten von einigen Spielern auf dem Platz eine Arbeitsverweigerung.
So leidenschaftslos kann ich doch kein Fußballspiel angehen.

Niemand, auch nicht Lustenberger, hätte heute etwas bewegen können, wenn im Offensivspiel und auch beim „Versuch“ (den ich im übrigen immer nur von einzelnen gesehen habe) der Balleroberung 3, 4 oder auch 5 Spieler nicht funktionieren, weil sie nicht laufen.


Freddie1
22. Oktober 2011 um 23:02  |  42029

Ein Spiel zum Vergessen.
0 Laufbereitschaft, der Spieler, der den Ball hatte, war die ärmste Sau.
Anders die Mainzer, die früh pressten, zum Glück (und dank Kraft) aber kein Tor schossen.
Hoffentlich können wir bei VW und in essen wieder an unsere guten Leistungen, zu der die Mannschaft doch im Stande ist, wieder anknüpfen. Apropos Essen: die gemeinsame Trinkrunde im Brauhaus entschädigte für den Grottenkick.


Dan
22. Oktober 2011 um 23:06  |  42030

@Ursula

Bierselig sage ick mal:

Dat war nüscht von Lusti, wat die Leute erhofft haben.

Keene steile oder schnelle Spieleröffnung, keen Mumm den Ball offensiv nach vorne zu transportieren.

Aber dit war nicht Allein Lustis Fehler, aber so ging es auch öfter seinen Kontrahenten in früheren Spielen.

Nicht mehr und nicht weniger, aber relativiert. 😉

Meine Meinung. Prost. 😉 Obwohl jetzt nur noch mit Selters.


jap_de_mos
22. Oktober 2011 um 23:07  |  42031

@dieter: Mit Verlaub, aber diese Floskeln halte ich für nicht brauchbar. Wenn es tatsächlich so sein sollte, dass eine Mannschaft Einsatz und „Kampf“ verweigert, dann wird sie in der Bundesliga von jedem (!) Team abgeschossen. Selbst vn Augsburg oder Mainz. Meine Meinung.

Das Problem war/ist häufig nicht so sehr die Einsatzbereitschaft, sondern Abstimmungsprobleme, fehlende Gedankenschnelligkeit, fehlende Präzision usw. Keiner der Spieler wollte schwach spielen – sie haben es dennoch getan. Über die Gründe kann man nur spekulieren. Da ich das Spiel nicht live verfolgt habe, bleiben nur Vermutungen:
– Keinen Zugriff aufs Spiel bekommen = zu weit weg vom Mann gestanden und dadurch gar nicht erst in die Zweikämpfe gekommen.
– Zuviele Ballverluste
– …


fg
22. Oktober 2011 um 23:09  |  42032

ja, ich hab immer für lustenberger plädiert.
ja, auch er hat heute, wie neun andere, kacke gespielt.
aber, dann soll er auch mal zehn spielen am stück einsatz kriegen, dann könnte man vernünftig urteilen, wer im dm wertvoller ist.
ansonsten treffen es die ersten drei sätze von freddie1 auch sehr gut.


Ursula
22. Oktober 2011 um 23:10  |  42033

Das war doch aber liebe Leute, großes
Unverständnis, klar, dass der „Lusti“
nicht wie der „Phönix aus der Asche“
und dann noch zwischen 10, nein 9
Versagern auftreten konnte!

Und dann an diesem Tag, in dieser
heutigen Mannschaft, und mit dieser
taktischen Einstellung und grundsätzlich
mangelnder Laufbereitschaft!

Er konnte, zumindest heute nur verlieren,
wenn NICHTS läuft, konnt man ihm mit
seiner Aufstellung keinen Gefallen tun, aber
er ist Profi und musste RAN!!

Mit wem diskutiere ich denn hier, doch
mit Fußballern! Auch in einem anderen
Spiel, hätte er nicht nur aufgrund der
großen Erwartungshaltungen, Probleme
gehabt! Er hat wieviel Spiele Rückstand??

Spiele in der U23 erstzen eben keine
Spiele in der ERSTEN Mannschaft! Wie
oft habe ich dies HIER „verzweifelt“ zu
seinen Gunsten geschrieben (?)….


dieter
22. Oktober 2011 um 23:11  |  42034

@Jap

Sei mir nicht sauer aber ich war im Stadion und es wäre ja noch schöner, wenn einer der Spieler schwach spielen wollte.
Das hatte wir zuletzt vor zwei Jahren aber das ist ein anderes Thema.

Mit anderen Worten, das sind keine Floskeln, das habe ich auf dem Platz mit eigenen Augen gesehen.


DonG
22. Oktober 2011 um 23:24  |  42035

Man war das Spiel schrecklich!

Vielleicht sollte Babbel wieder mal in München entspannen.
Versteht mich nicht falsch. Die Familie ist wichtig und hilft Kräfte zu sammeln. Aber Babbel scheint aus der Geschichte an der Uni Köln nicht viel gelernt zu haben. Babbel macht sich daruch unnötig angreifbar.


Dan
22. Oktober 2011 um 23:24  |  42036

@fg

Ich gebe Dir fast recht, aber ich frage Dich warum?

Hast Du das Gefühl gehabt, dass sich Lustenberger für weitere Spiele empfehlen wollte?

Ich gebe Dir gleich wieder recht, dass es heute schwer war, aber ich hatte nicht das Gefühl, dass da ein Spieler auf dem Platz stand, der um einen Stammplatz spielte. UND er hat diesmal von Beginn an gespielt.

Ich wüsste nicht, wie ich als Beobachter dieses Spieles Lustenberger gegenüber z.B. Niemeyer vorziehen sollte.

Wie schon gesagt nix gegen Lusti, aber für mich bestätigt er seine Leistungen (defensiv gut / offensiv hmmm) die man a) in der Junioren EM und b) auch bei der U23 gesehen hat.


Dan
22. Oktober 2011 um 23:30  |  42037

@Ursula // 22. Okt 2011 um 23:10

Dann hätteste die gleichen Maßstäbe doch auch auf einen Ottl anwenden müssen, der hat 10/11 doch viel weniger Spielpraxis gehabt, als der Lustenberber.


Ursula
22. Oktober 2011 um 23:36  |  42038

Guter „dan“ ich sage (schreibe) jetzt nicht
wieder, ich habe nichts verstanden, einfach
nur gute Nacht, schlaf` schön! Und tschüss!


Dan
22. Oktober 2011 um 23:42  |  42039

@Ursula // 22. Okt 2011 um 23:36

Schade, dass Du mal wieder nicht verstehen willst.
Denn ich bezweifle, dass es so schwer ist meine Antwort mit Deiner Behauptung abzugleichen.

Gute Nacht.


hurdiegerdie
22. Oktober 2011 um 23:42  |  42040

So, jetzt habe ich mir mal wieder ein Hertha Spiel live im Stadion angeguckt. Soll ja so anders sein.

Das einzige Spiel, was ich nicht gesehen habe, war Köln. War ja so toll.

Ich habe das Spiel gegen Köln nicht gesehen, Ich habe in Aufzeichnungen 3 40-Meter Pässe gesehen,. Zwei wurden geil vob Äbh verwertet und einer kam für einen gefülhten 1.60m Spieler durch zwei gefühlt 2-Meter Spieler durch. Aber es war toll!!

Der Trainer von Köln wird es anders gesehen haben

Ich sehe gegen Abstiegskandiadaten Nürnberg, Augsburg, Köln, Mainz zu Hause genau 5 von12 Punkten_ -> zu Hause.

Um anderen den Wind aus den Segeln zu nehmen, der stärkste der 3 Sechser war Niemeyer. Lusti hat sich nicht aufgedrängt.

Ansonsten sehe ich,wie in der zweite Liga, wo individuelle Klasse geholfen hat, eine hilflose Hertha zu Hause. Sorry.

Das ist nicht begründest auf heute, sondern auf Nürnberg, Stuttgart, Augsburg, und Mainz , drei davon sind Abstiegskonkurrenten, die wir in der Hinrunde jetzt zu Hause gespielt haben.

Ihr dürft alle Dauerklatscher und Ständigjubler bleiben. Ich habe heute Herthas Leistungsfähigkeit wieder einmal gesehen. Es geht um nichts als den Abstieg


Dan
22. Oktober 2011 um 23:50  |  42041

@Wovon reden denn die „Demütigen“ seit bzw. schon vor dem ersten Anpfiff. 😉

Biste gut nachhause gekommen?


Ursula
22. Oktober 2011 um 23:51  |  42042

Mensch „dan“ natürlich (auch „hurdie“) hat
sich „mitnichten“ der Lustenberger aufgedrängt,
aber wie sollte es denn HEUTE in diesem
„Chaoshaufen“, der EINEN Punkt GEWONNEN
hat, auch gehen??

Und das ich kein Freund von Ottl bin, daraus
mache ich keine Hehl!

Mal eine Weile Lustenberger und Niemeyer
für die Destruktive zusammen spielen lassen…

….Du würdest sehen, dass wäre ein wirklich
konkurrenzfähiges „Doppelsechsduo“ in der
Bundesliga….

…aber das wird nicht passieren der Ottl ist
nunmal gesetzt!! Jetzt aber gute Nacht!!!


Exil-Schorfheider
22. Oktober 2011 um 23:52  |  42043

@ursula

Wieviele Spiele hatte Lusti in Liga 2 und wieviele hatte Ottl in der letzten Saison bei Bayern? Man möge doch bitte gleiche Maßstäbe setzen…

@dieter

Ich hab Dich nicht falsch verstanden. Alles ist gut!

@DonG

Die Sache an der Uni Köln war doch was völlig anderes! Dort hat Babbel unter den Woche an seinem Trainerschein gearbeitet, jetzt reden wir von Wochenenden…


fg
22. Oktober 2011 um 23:59  |  42044

@dan:

ursulas post von 23:51 nehme ich als antwort 🙂

um mal ein bißchen zweckoptimismus zu streuen: vielleicht legt hertha ja den grundstein für den klassenerhalt wirklich auswärts…
ansonsten hat hurdiegurdie vermutlich wirklich recht.

und hier etwas polemik: fliegt babbel mittwoch nachmittag direkt von münchen nach essen? 😉


Papazephyr
23. Oktober 2011 um 0:01  |  42045

Hallo Zusammen!
Ich denke, wir sollten uns in dieser Saison damit abfinden, daß Hertha mal wieder die launische Diva ist: Grottenspiele, tolle Spiele, Durchschnittsspiele – alles ist drin – und zum Schluß landet unsere alte Dame irgendwo im unteren Mittelfeld.


Dan
23. Oktober 2011 um 0:04  |  42046

Mensch @ursula 😉
aber in so einem Chaoshaufen hat doch der Ottl auch gegen Nürnberg, Hannover, HSV gespielt und hat keinen Artenschutz genossen.

Wenn wir über Fußball reden, warum dann mit zweierlei Maß messen?

Mir geht es doch nicht darum den Lusti nieder zumachen, sondern eher um diesen Irrglauben, dass der Nicht-Aufgestellte der Gewinner gewesen wäre.

Es gibt keinen Heilsbringer auf der Bank. Joker ja, aber keinen der das gesamte Herthaspiel revolutioniert.
Sonst würde Babbel ihn einsetzen, oder bezahlt der Ottl den Trainer?


Ursula
23. Oktober 2011 um 0:04  |  42047

Also jetzt bitte „Exil“ doch die Kirche im
bayrischen Dorf lassen!!

Wir reden doch von der aktuellen Saison
in der 1.Liga, denn wenn ich „Lusties“
Qualitäten, mit Durchbruch (?) so recht
berücksichtige , müssten wir ja noch eine
Saison zuvor, vor der 2. Liga gehen….

Aber mal grundsätzlich, ich will mich gar
nicht an Lustenberger aufhängen, aber
wieviel Spieler mit mehr Qualität als der
Lustenberger haben wir in der Mannschaft!

Wenn er nicht passt, NOCH gewinnbringend
im Winter verkaufen?

Wenn er wenig oder gar nicht spielt, gehen
seine Qualitäten, „Antizipieren“ verloren!

Will man „Lusti“ wirklich nach diesem
Chaosspiel ernsthaft beurteilen?

Mir hat er auch nicht gefallen!!!

Aber wer ausser Kraft???


23. Oktober 2011 um 0:05  |  42048

Zu viel D-Mut erzeugt Mutlosigkeit.


Dan
23. Oktober 2011 um 0:07  |  42049

@fg
Meine Antwort haste dann ja auch gelesen. 😉


Dan
23. Oktober 2011 um 0:11  |  42051

@wilson
und 13 Punkte. 😉 Stand heute. 😉


Ursula
23. Oktober 2011 um 0:11  |  42052

Gute Nacht allerseits! Hat mir trotz aller
Divergenzen Spaß gemacht, weil endlich
mal über Fußball, ausschließlich über
Fußball und Hertha BSC geschrieben
wurde und in/mit einem moderaten
miteinander! Tschüss jetzt!


hurdiegerdie
23. Oktober 2011 um 0:17  |  42053

@Dan, ja ich bin zurück!

Wir haben viel geredet. Es war interessant und hat mein Denken beeinflusst. Meine Wette vor der Saison zu Babbel und Lusti steht weiterhin, selbst wenn es eng für mich wird.


hurdiegerdie
23. Oktober 2011 um 0:22  |  42054

Welche Divergenzen?


Ursula
23. Oktober 2011 um 0:29  |  42055

Ich ziehe diese Äußerung zurück!


Ursula
23. Oktober 2011 um 0:34  |  42056

Ich trinke auf Dein Wohl Marie, ne“ hurdi“,
noch ein Glas Bier zu guter Letzt!

Ich wollte Dich heute beim „Landmann“
treffen, aber „meine Konstellationen“ waren
dagegen! Der Fred ist doch tot, oder?


Bear
23. Oktober 2011 um 1:10  |  42057

Ist Babbel schon in Muenchen gelandet? 😀 Das Spiel ist ja schon eine Weile vorbei und das naechste ist ja erst Mittwoch.


Etebaer
23. Oktober 2011 um 4:41  |  42058

Ein Thread ist nie tod, er geht nur unter im Sand der Zeit 😉

Mal sehn wie heute die Konstellation war:
Erfahrener Bundesligatrainer mit einem der Überraschungsteams der letzten Saison, welches derzeit nur wegen der miserablen Chancenverwertung unten in der Tabelle steht, trifft auf Trainergesellen mit Aufstiegsteam in dem zudem der m.M. nach wichtigste 6er fehlt.
Ich bin nicht so verwundert, das es so ausgegangen ist, eher froh, weil im Klassenkampf jeder Punkt zählt!

Das Trainerteam wird heut wieder einige Erkenntnisse gesammelt haben, Raffa scheint wirklich lieber in Berlin bleiben zu wollen, anstelle sich für Dortmund, oder Bayern, oder Barcelona anzubieten und bis auf Lasogga hat doch eh keiner unserer etablierten Stürmer die nötige Präzision im Fuß.

Von daher hab ich mich gewundert, aber gut…uns fehlt ein Sammer, aber den kann man nicht schnitzen, den muß man mit Glück finden und um jeden Aufwand ausgraben!


Etebaer
23. Oktober 2011 um 7:23  |  42059

Wenn man so die verschiedenen Foren liest, bei aller Enttäuschung über das relativ schlechte Spiel, sieht man, das:
A) Mainz unterbewertet wird/wurde.
Das ist trotz des Abgangs 3er Spieler kein strukturell untauglicher Trümmerhaufen aus Einzelspielern, wie Hertha damals.
B) Einige Herthafans sind Bäume, die gleich in jede Windrichtung fallen, egal wie stark die Briese weht.
Fans und Klub sind da anscheinend traut vereint – würde sonst ja auch nicht FussbalVEREIN heissen 😉
C) Weil das so ist, sind auch die Erwartungen teilweise utopisch.
D) Daraus entsteht Unzufriedenheit, die sich in Mäkeleien bahnbricht und in uferloser Kritik endet.

Wer genug Funken schlägt, wird irgendwann auch ein Feuer entfachen und das es bei Hertha brennt, das können wir die nächsten Jahre garnicht gebrauchen!


pax.klm
23. Oktober 2011 um 9:46  |  42060

Ursula // 22. Okt 2011 um 21:44
Dennoch, auch wenn Du hier recht hast, dass die Bindung da vorne des öfteren nicht gegeben ist,…
fällt mir hierzu nur der alternde Gerd Müller ein,
der in meiner Erinnerung zunehmend sich selber die Bälle weit vor dem Strafraum abgeholt hat, zwar nicht mehr ganz so viele Tore erzielte, aber von einem „Strafraumstürmer“ zu einem „spielenden“ Stürmer mutierte, zumindest sich auf den Weg machte.
Aber unsere Offensive (inkl. off. MF) ist halt nicht dauerhaft gefährlich, vermute hier ne Kopfsache!


f.a.y.
23. Oktober 2011 um 10:19  |  42061

Autsch. Ist der hart, der Boden der Realität. Das Spiel war in etwa so ansehnlich wie das gegen Nürnberg und ich bin froh, dass die Mainzer nicht noch ein Tor geschossen haben. Das war von beiden Seiten zu wenig und letztlich ein verdientes 0:0.

In der ersten Halbzeit hat mich der Drang der Mainzer noch nervös gemacht, irgendwann war aber klar: durch Können schießt hier heute keiner mehr ein Tor. Vielleicht durch Zufall. Insofern gebe ich Babbel recht: man hat nie das Gefühl, dass Hertha das Spiel gewinnen KANN. Ob man das so ehrlich sagen muss? Ich finde schon. Weil die Spieler diese Worte dann via Presse auch zu hören bekommen.

Bin da beim @Waidmann: so wird das am Mittwoch in Essen die klassische Pokalpleite…

Auch wenn er ackert, Ebert spielt oftmals extrem unintelligent und sollte in Essen zu Beginn auf die Bank. Da es dort ein Spiel um jeden Zentimeter wird, würde ich Janker oder Morales probieren. Vielleicht Ruka für Ben-Hatira?

Das positive heute?
1. Dieses unsägliche Spiel ist vorbei.
2. Niemand fährt nach Essen und meint, wir wären jetzt in Topform und die sollen bloß kommen.
3. Lusti sollte neben Niemeyer spielen, nicht neben Ottl
4. Das Spiel ist vorbei.
🙂


kraule
23. Oktober 2011 um 11:00  |  42062

Lusti muss erst noch beweisen, dass er das erfüllen kann, was einige einige von ihm erwarten.
Und zwar im Training und in der U 23!

Wie gesagt, einer meiner Lieblingsspieler, aber er ist noch lange nicht so weit, siehe gestern.

Was haben einige nur gegen Ottl??? Ich finde er ist DIE positive Konstante im Mittelfeld, gleiches gilt auch für Peter Niemeyer.

Die beiden sind unser stärkster Mannschaftsteil, neben dem Torwart.

Zu Raffa und Ramos mag ich schon fast Nichts mehr schreiben. Was die an Genialität zur Verfügung haben und davon in den Dienst der Mannschaft stellen, bzw. nutzen…..das ist für mich schon (fast) eine Frechheit. Hier stimmt einfach das Verhältnis nicht!
Das ist nicht nur meine Meinung, gestern rings um im Stadion, hörte ich diese oder ähnliche Äußerungen von allen Seiten.
Patty zeigt wieder einmal wie hoffnungslos er überschätzt wird und „Big Ben“ konnte seinen tollen Einstand auch nicht wiederholen…..

Ich frage ernsthaft, wen oder wie hätte Babbel wechseln sollen.
Warum er (Babbel) noch nicht verlängert wird mir immer klarer, diese Hertha ist eine Wundertüte. Viele Spieler haben Potenzial aber sind wohl offensichtlich nicht in der Lage dieses halbwegs regelmäßig abzurufen. Sollte Babbel erkennen, dass zumindest er nicht die Möglichkeit findet, dieses zu ändern, wird ER nicht verlängern. Und ganz ehrlich, an diesen Spielern sind auch schon andere Trainer „gescheitert“…….. Babbel wäre also nicht der Erste.


ft
23. Oktober 2011 um 11:14  |  42063

Kann mir jemand von den den Fuballexperten erklären weshalb Kraft jeden aber auch jeden Abschlag entweder ins Seitenaus oder zum Gegner schlägt ?
Ist das ne angeordnete Taktik, oder was ?
Sinn würde sowas machen , wenn die Bälle dann weit in des Gegners Hälfte landen würden und man mit aggressiven Pressing den Gegner vor dem eigenen Strafraum halten würde, so aber überließ Kraft den Mainzern das Mittelfeld und verdammte unsere Defensive zu deutlich mehr Arbeit als es notwendig war.
Die Eroberung hoher Bälle im MF , dass kann anscheined nur Peter Niemeyer.
Ein Lustenberger jedenfalls ist kein Dominator welcher ne Offensive einleitet.
Ich frag mich was der überhaupt gestern gerissen hat.
Als dritter Notsechser mag der gehen, aber als Partner für Ottl oder Niemyer eher nicht.
Von meinem Standpunkt gesehen, spielte HBSC gestern mit zehn Leuten. Denn der von einigen hochgelobte Lustenberger ist n Totalausfall auf dem Rasen.


kraule
23. Oktober 2011 um 11:16  |  42064

Aus der Blöd:

Raffael gibt immerhin zu: „Es fühlt sich an, wie eine Niederlage. Aber wir müssen mit dem Punkt zufrieden sein. Uns fehlte die Inspiration.“

Frage:
wer ist den für die Inspiration zuständig? Der 10er evtl.? 😉


kraule
23. Oktober 2011 um 11:19  |  42065

Abschläge:

Das ist bei Hertha wohl eine Tradition…… neben den Einwürfen…… die uns oft auch in Schwierigkeiten bringen, anstelle einen Vorteils zu schaffen…hat aber auch schon eine lange Tradition und ist KEIN BABBELMERKMAL


Freddie1
23. Oktober 2011 um 11:59  |  42067

@ft: Abschläge: Habe nicht gesehen, dass gestern ein Abschlag ins Seitenaus gegangen ist. Allerdings ist es richtig, dass jeder Abschlag beim gegner gelandet ist. Ist für mich aber nur zum Teil Schuld von Kraft. Die eigenen Spieler dürfen sich auch gern hin zum Ball (war gestern ohnehin Manko) bewegen.


Treat
23. Oktober 2011 um 12:04  |  42068

kraule // 23. Okt 2011 um 11:00

Thumbs up!

Blauweiße Grüße
Treat


f.a.y.
23. Oktober 2011 um 12:06  |  42069

@ft: wenn die Kollegen stehenbleiben beim Abstoss und der Gegner ZUM Ball läuft, kann der Abstossende nichts machen. Meine Meinung.


dieter
23. Oktober 2011 um 12:09  |  42070

Also jetzt auch noch dem gestern besten Herthaner die Schuld dafür zu geben, dass sich die Feldspieler nicht bewegen und somit logischerweise keinen Abschlag unter Kontrolle bringen können (denn er wird ihnen wohl kaum vollkommen unbedrängt in den Fuß fallen, das schafft auch kein anderer Torwart dieser Welt), ist ja wohl echt lächerlich.

Wie Balleroberung, auch nach einem gegnerischen Abschlag, funktioniert, hat Mainz gestern gezeigt.

Kann mich gestern auch nicht an Abschläge ins Seitenaus erinnern.
Selektive Wahrnehmung oder man sieht, was man sehen will?!


pax.klm
23. Oktober 2011 um 12:11  |  42071

Kommentar @Freddie 1 dem ich mich (im Prinzip) gerne anschließe, habe gestern das Spiel nicht gesehen aber diese Verhaltensweise ist mir auch schon früher bei Hertha aufgefallen!
Und wenn der TK nun abwirft und die uns gehen nicht zum Ball, dann kriegt er den noch schneller um die Ohren gefeuert!
Drum bloß nach vorne die Pille!


dieter
23. Oktober 2011 um 12:12  |  42072

Wie ich eben feststelle bin ich ja wohl mit meiner selektiven Wahrnehmung, was die Abstösse anbelangt, nicht allein


pax.klm
23. Oktober 2011 um 12:13  |  42073

uns* = unsrigen


pax.klm
23. Oktober 2011 um 12:19  |  42074

dieter // 23. Okt 2011 um 12:12
Stellt sich halt nur die Frage, wer ist Schuld dass die Bälle nicht bei den Unsrigen bleiben?
Der Keeper, der Trainer, die Spieler die warten bis der Ball ihnen vor die Füße fällt, wie andere warten, dass ihnen gebratene Tauben in den Mund fliegen oder gar der Ball? Ist er ferngesteuert?
Modern wäre es, den Abschlag/Abwurf als Teil eines geplanten Spielzugs zu betrachten, der TK ist ein „moderner“ Torhüter, der möchte sicher auch anders, er braucht nur entsprechende Mitspieler und die konstant…


ft
23. Oktober 2011 um 12:30  |  42075

Den Stiefel der selektiven Wahrnehmung ziehe ich mir gern an. Denn spätestens nach dem dritten oder vierten mal hab ich mir das immer genau angeschaut. Speziell in der 1. Hz. war das auffällig.
Entweder unser Mann konnte die Abschläge nicht verwerten, weil immer zwei Mainzer wie die Berserker auf den annehmenden Blauweißen gingen und dadurch (das nenn ich mal gutes Pressing ) ein solider Soielaufbau zu nichte gemacht wurde. Oder das Ding ging ins aus. Abschläge in die Mitte zu Raffa wurden von Mainz solide unterbunden, weil a der Mainzer gefühlte drei Meter größer war und es für R. schwierig war den Ball unter Kontrolle zu bringen. In solch Situation fehlte einfach ein Niemeyer als Entlastung für Raffa.

Fakt ist, die Mainzer haben die Räume schon geschickt zugestellt.

Und um es hier klarzustellen, wir haben das Spiel nicht (gefühlt ) verloren weil Tommy Kraft nicht offensiv verwertbare Abschläge machte, sondern weil uns Niemeyer fehlte.


dieter
23. Oktober 2011 um 12:31  |  42076

@pax

Für mich sind in erster Linie die Feldspieler schuld.

Ein Abschlag vom Torhüter ist wohl für eine gegenerische Mannschaft grundsätzlich (Ausnahme ein schnell ausgeführter Abschlag, wenn sich die gegenerische Mannschaft noch nicht wieder formiert hat. Aber auch dazu bedarf es Spieler, die sich dann auch sofort anbieten/freilaufen) relativ leicht zu verteidigen.
Jeder (s)einen Gegenspieler(im Blick) und wenn ich sehe, dass der Abschlag in meine Nähe kommt, dann bewege ich mich dorthin und „zeige“, dass ich diesen Ball haben will.
Und als umstehender Spieler konzentriere ich mich auf den evtl in meine Richtung kommenden zweiten Ball.


ft
23. Oktober 2011 um 12:39  |  42077

„Und um es hier klarzustellen, wir haben das Spiel (gefühlt ) verloren weil Tommy Kraft nicht offensiv verwertbare Abschläge machte, sondern weil uns Niemeyer fehlte.“

So sollte der Satz heißen.
Da war leider ein „nicht“ zuviel. 🙂


pax.klm
23. Oktober 2011 um 12:42  |  42078

Ergänzung: dass was ich aus meiner geringen Erfahrung im Tor so sehe, ist: Ich spiele den Ball möglichst weit weg, wenn meine Mannschaft es nicht schafft einen vernünftigen Spielaufbau von hinten zu realisieren,
wenn sie dazu noch ständig unter Druck steht, da der Gegner sehr „hoch“ steht,
wenn ich schnell die gegnerische Mannschaft die hoch steht „überbrücken“ will,
wenn ich den Ball Mitspielern in den/einen Konter spielen will/in den Lauf spielen will,
wenn ich verzweifelt bin weil aber auch gar nichts richtig klappen will,
wenn ein Fanal an die Mitkicker „gesendet“ werden soll,
wenn ich auf diesem Weg mal wieder zeigen will, dass icke nun eijendlig keene Ahnung habe, und von Fußball so und so nich…


f.a.y.
23. Oktober 2011 um 12:42  |  42079

Gleich wird Hertha, ach nein, natürlich Mainz im DP analysiert… 🙁


pax.klm
23. Oktober 2011 um 12:44  |  42080

Ergänzung war zu meinem comment 42074, habe leider die guten anderen comments erst nachher gelesen.


apollinaris
23. Oktober 2011 um 12:47  |  42081

also mal zu Lusti/Niemeyer/Ottl.
Ich habe mich mal festgelegt:
-nach dem ich während der Junioren-WM HIER zweimal die Frage nicht beantwortet bekam ( „seht ihr es auch so, dass Lusti offensiv einfach zu wenig Engagement entwickelt?“)., ich ihn in anderen Zusammenhängen immer nur befriedigend sah-und oft für sehr (zu?) freundlich bewertet ( in Umkehrung zu Leuten wie Kobi, Lell, Ottl)- sage und behaupte ich:
unsere Doppelsechs sollte erstmal ohne Zweifel Ottl/Niemeyer heißen. Ich habe den „Staubsauger“ immer für gesetzt angesehen und Ottl nach anfänglichem Zweifeln ( aus Sympathie zu Lusti) anfange, richtig gut zu finden. (auch wenn er auch, wie gestern, sicher schwächere Spiele hat-so ist er selten schwächer als der Durchschnitt).
Ich versuche, die Kryptik zu übersetzen: meine Doppelsechs steht. Meine Bauchschmerzen beziehen sich vieeeeeel mehr auf die Formschwankungen der (vermeintlich starken) Außen und unserers kreativen Herzen: RaRa.- Die Abhängigkeiten gegenüber diesen Spielern, die enorme Schwankungen in ihren Leistungen zeigen, ist das mein Hauptproblem.
Nach dem Motte: „es geht nicht ohne, aber nicht mit ihnen“
Ein Paartherapeut arbeitet dann meistens auf „Trennung“ hin ;.)
Nicht zu ernst nehmen-aber ein wenig ist es wohl so..o


fg
23. Oktober 2011 um 12:50  |  42082

abschläge, aber auch ecken (wenn man einen rechts- und linksfüßer, wie letzte saison oft erfolgreich praktiziert, hat), sollten grundsätzlich viel öfters kurz ausgeführt werden, denn das garantiert deutlich mehr ballbesitz.


pax.klm
23. Oktober 2011 um 12:53  |  42083

wie wäre es , aus Deiner Sicht apollo wenn Hertha gerade dann wenn Paßwege vom Gegner gut zugestellt werden, mit 2 Stürmern zu agieren, die versetzt hintereinander agieren, dahinter Raffa oder könnte Niemeyer auch weiter vorne, so ein wenig in Brechermanier?


f.a.y.
23. Oktober 2011 um 13:05  |  42084

@apo: nach einigen sehr guten Spielen von Raffa ist er jetzt wieder auf seinem Niveau angekommen. Schwankend. Und aus diesem Grund würd er wohl auch kaum ernsthaft von anderen Clubs gejagt. Gleiches gilt für Ramos. Mit dem Unterschied, dass er noch kein wirklich herausragendes Spiel in dieser Saison hatte.

Zurück zu Raffa. Vielleicht ist er unser Lukas Podolski? Er kann ein Spiel entscheiden. Ist aber in mauen Spielen leider nicht unbedingt der, der es drehen kann. Und ja @apo, vielleicht sollten wir uns zum Sommer die selben Gedanken wie die Kölner machen…


ubremer
ubremer
23. Oktober 2011 um 13:05  |  42085

@off-topic,

weiß nicht, ob es schon irgendwo erwähnt wurde: Heute/Sonntag ist geplant, dass Ex-Capitano Arne Friedrich um 22 Uhr im rbb-Sportplatz auftritt.


ft
23. Oktober 2011 um 13:12  |  42086

Achja ?
Watt will er dort erzählen ?
Das er ab Winterpause zu Gladbach gehen wird ?
Oder das er Co-Trainer bei Union werden will ?

Eigentlich gehts beim RBB doch immer um „unsere Vereine“ also Cottbus , Union , HBSC .
Weshalb alos wird Arne in den Sportplatz eingeladen ?


ubremer
ubremer
23. Oktober 2011 um 13:15  |  42087

@ft,

weil Arne Friedrich der erfolgreichste Nationalspieler von Hertha BSC ist? Weil er Aufmerksamkeit erregt? Weil er von 2002 bis 2010 bei Hertha gespielt hat? Weil er polarisiert? Weil Friedrich seit zehn Jahren in Berlin lebt?


f.a.y.
23. Oktober 2011 um 13:18  |  42088

@ub: aber datt is doch allet Schnee von gestern. 😀 Ich finde es schon ganz interessant, was er zu erzählen hat, reden kann er ja.


ubremer
ubremer
23. Oktober 2011 um 13:20  |  42089

@f.a.y.,

ich weiß nicht, wie Friedrich derzeit lebt. Mich interessiert auch, was er künftig machen will: Weiter spielen? Wenn ja, wo? Wenn nein: Was dann? Und mit etwas Abstand: Wie sieht er seine Zeit bei Hertha 😉


hurdiegerdie
23. Oktober 2011 um 13:24  |  42090

Der Tag danach: War doch alles gar nicht so schlimm.
Ich habe vor dem Spiel einen netten Tag gehabt und danach auch. Selbst die Halbzeitpause war unterhaltsam.

Raffa war gestern sicher schlecht, Ramos noch schlechter, etwa so schlecht wie Ottl und Lusti.

Bei manchen Kritiken habe ich immer den Eindruck Raffa müsse den Abschlag machen, diesem hinterherlaufen, mit 1.74 im Mittelfeld das Kopfballduell gewinnen, diesen aber nicht nur weiterleiten, sondern auch aus der Luft genau in den Luf abtropfen lassen, um dann vorne noch das Spiel schnell zu machen.

Sorry aber für den Spielaufbau von hinten heraus, waren gestern Lusti und Ottl zuständig. Von Lusti kam zum ersten Mal wenig, von Ottl nicht zum ersten Mal. Ich habe Lusti nicht schlechter als Ottl gesehen, er ist aber deutlich jünger.

Niemeyer war bester Sechser, weil er ein paar Ballgewinne im Mittelfeld hatte, aber das Spiel aufbauen kann er auch nicht. Ich hoffe weiter auf Lusti, sonst müssen wir darauf hoffen, dass Raffa im nächsten Spiel mal wieder ein Dribbling gewinnt, wie eigentlich in allen 9 Spielen vorher.


der 5. Offizielle
23. Oktober 2011 um 13:28  |  42091

@ hurdiegerdie

Besser kann man es nicht sagen !


f.a.y.
23. Oktober 2011 um 13:29  |  42092

@ub: dito. Mein bekundetes Interesse war ausnahmsweise nicht ironisch gemeint.


pax.klm
23. Oktober 2011 um 13:34  |  42093

@hurdie nett geschrieben!
Warum sollen aber die bei uns sehr zentral stehenden 6 das Spiel eröffnen?
Vergleiche ich das mal mit der wirklich guten dtsch. Nati11, so sehe ich häufiger den direkten Erfolg durch schnelle AbwürfeAbspiele auch unter Druck auf die offensiven Außen! Seltener fällt mir ein schneller Spielaufbau durch die Mitte auf, oder sehe ich das verklärt?


dieter
23. Oktober 2011 um 13:39  |  42094

Zu AF im RBB Sportplatz.

Ich werds mir aller Wahrscheinlichkeit nach auch antun.
Sollte er sich aber zu Hertha befragt äußern, werde ich von ihm nichts anderes als seine übliche „Opferhaltung/-rolle“ erwarten.

Vielleicht sollte man ihn lieber mal zum Torwart von Wolfsburg befragen?
Vielleicht kann er ja Tipps geben. :mrgreen: 😉


Freddie1
23. Oktober 2011 um 13:41  |  42095

@pax.klm: finde schon, dass das Spiel durch Schweinsteiger, khedeira/Kroos eröffnet wird.
Ist für mich auch Aufgabe eines modernen 6ers.


dieter
23. Oktober 2011 um 13:44  |  42096

So, verabschiede mich zum Handball.
Vielleicht sind die 6er da besser. 😉


fg
23. Oktober 2011 um 13:48  |  42097

hurdiegurdie beschreibt die 6er situation gut, trotzdem darf man raffa nicht aus der verantwortung nehmen (grds.), und was die gestrige leistung von raffa in puncto gegenhalten sollte, war schon recht frech.


Exil-Schorfheider
23. Oktober 2011 um 13:59  |  42098

@dieter

Viel Spaß! Werde es gleich bei Eurosport gucken! 😉


apollinaris
23. Oktober 2011 um 14:05  |  42099

mir geht´s ja vielmehr um die „Abhängigkeit“- .
@pax: ehrlich, ich kann deine Frage nicht wirklich beantworten, denn bis vor ganz kurzem dachte ich über unsere Offensive ganz anders-ich muss mich da wirklich neu sortieren und vlt. doch auch noch ein bißcehn abwarten. Die Trainer müsen sich etwas einfallen lassen, mir kommt das im Moment so vor, als stagniere die Entwicklung-und das ist immer schlecht..3.-€ für das Phrasenschwein..
In Auswärtsspielen ist unser System, denke ich, optimal; aber in Heimspielen?- Die Außen müssen mal Druck von Innen bekommen und im MF war gestern vor allem die zZentrale ein Ausfall-die Linie von Raffa war ja Niemandland für uns-und keiner konnte das ausgleichen. Hier hätte ich mir eine taktische Reaktion (welche auch immer, @pax) aber in der tat ein wenig gewünscht. So, wie die Mannschaft sich zu passiv verhalten hat, so passiv erschien mir auch das coaching gestern..Scheiss Spiel, gestern-von allen!


kraule
23. Oktober 2011 um 15:07  |  42100

Ich würde Raffa und Ramos SOFORT gegen „nur“ durchschnittliche 1.Liga Spieler, welche aber konstante Leistung bringen, „eintauschen“.

Diese Beiden erinnern mich in ihrer Funktion an Marcello…… nur war der viel öfter gut bis genial und seltener schlecht drauf….war er aber schlecht drauf, sah es nie gut für uns aus.


der 5. Offizielle
23. Oktober 2011 um 15:19  |  42101

@kraule

Wenn ich mir die ersten Spiele anschaue, so war
Raffael in der Gesamtheit der Spiele für mich
bester Feldspieler.

Bei Ramos weiss ich nicht, inwiefern seine schlechten
Blutwerte und der damit verbundene Trainingsrückstand
Auswirkungen auf seine Leistung haben.

Ich finde, dass Leute wie Ebert oder unsere in der
Spieleröffnung grausame Doppel-6 eher in den
Focus der Kritik kommen sollten.

Denke bitte mal an Raffa gegen Dortmund, Bremen, Hamburg etc. und dazu seine Tore gegen den VfB, Köln etc.

Ohne Raffael würde diese Mannschaft auf einem Abstiegsplatz stehen und
ohne Ramos wäre sie nicht aufgestiegen.


Neuköllner
23. Oktober 2011 um 15:26  |  42103

Diese Berliner Offensivkraft könnte uns vielleicht weiterhelfen:

http://www.kicker.de/news/fussball/intligen/italien/serie-a-tim/2011-12/8/1241704/spielschema_us-lecce_ac-mailand.html

Vielleicht ist er im Winter ablösefrei … 😉


pax.klm
23. Oktober 2011 um 15:35  |  42104

Irgendwie kriege ich auf Grund der sportlichen Leistungen die unsere „güldene „Fraktion immer wieder dat Heulen, watt hab icke damals immer jedacht, mit denen wenn se jroß sind werden wir Meister…, nee mit denen werden andere Meister!
Icke werde gleich melangcola!!


pax.klm
23. Oktober 2011 um 15:36  |  42105

…bringt…


23. Oktober 2011 um 15:44  |  42106

@der 5. Offizielle: ja, aber genau das ist ja die Crux..Andererseits sind deren Leistungen enorm schwankend- sehr viel schwankender als bei Leistungsträgern anderer Vereine-vielleicht wirklich mit Poldi/Köln vergleichbar.-ohne die feinen Anspiele u.a. von Ottl-hätte Raffael allerdings seine Räume auch nicht bekommen. Ich denke, das Problem liegt tiefer und ich habe auch keine Lösung, bis hierhin. S. Spruch: „ohne sie geht es nicht-mit ihnen aber auch (oft) nicht..“
Im Moment bin ich froh, ein paar konstant spielende Jungs wie Niemeyer, Ottl, Hubi, TK,Mija und Kob(auch Lasso)i zu haben-aber offensiv ist es doch seeeehr flatterhaft.-Eventuell könnte man hier aber taktisch etwas ausgleichen?


23. Oktober 2011 um 15:47  |  42107

genau: @taktiker: bitte um Alternativen.
Dass die Babbel-Elf ein 4´4´2 spielen kann, ist ja ohne jeden Zweifel-nur, mit diesem Personal scheint es mir keine gewinnbringende Sache zu sein. Umstellungen gehen weit über eine „Systemfrage“ hinaus-.


23. Oktober 2011 um 18:19  |  42123

Nach der wohl kaum zu überbietenden grausamen Frechheit, die Hertha BSC gegen Mainz 05 den Zuschauern am Samstag gezeigt hat, ist man entweder sprachlos oder man muss seinen Ärger zum Ausdruck bringen. Ich entscheide mich für die zweite Variante.

Wer erklärt Thomas Kraft, dass man Abschläge zügig ausführt sich nicht eine gefühlte Ewigkeit Zeit dabei lässt, als wenn man in Führung liegen würde?

Er hat ansonsten hervorragend gehalten, und auch wenn er von mir hoch geschätzt ist (ich hatte bereits während der Winterpause im Januar 2011 einen Hertha-Verantwortlichen angeschrieben, ob es nicht möglich für Hertha BSC wäre, ihn zu verpflichten, wenn Manuel Neuer zu Bayern München wechselt), aber damit hat er gestern erneut insgesamt circa 7 Minuten Spielzeit verschenkt.

Ganz deutlich wurde es in den letzten fünf Minuten, als Hertha BSC eine Art Schlussoffensive in Gang setzte. Anstatt den Ball schnell von der rechten Torwartraumecke auf Christian Lell zu spielen und somit vielleicht einen schnellen Konter einzuleiten, legte sich Thomas Kraft den Ball gemütlich zum Abschlag zurecht, setze in aller Ruhe ein paar Schritte zurück, schaute viele Sekunden nach vorne, um dann den Abschlag wieder einmal zu einem Spieler von Mainz 05 – die natürlich dadurch ausreichend Zeit hatten, sich zu ordnen – zu schlagen.

Wer erklärt Patrick Ebert und Änis Ben Hatira, dass es nicht auf neonfarbene Fussballschule, neue Tattoos, eine trendige Frisur oder eine theatralische Körpersprache à la Christiano Ronaldo ankommt?

Der Freistoß von Patrick Ebert, der sich noch beidbeinig lässig genau vor den Ball stellt, als ob jetzt etwas Grandioses passieren würde und in einem Pass in den leeren Raum endete, war einfach nur noch lächerlich.

Das Schlimme daran ist auch, das man heutzutage auf vielen Jugend-Fussballplätzen genauso ein Verhalten bzw. Gesten „bewundern“ darf.

Es scheint nur noch wichtig zu sein, dass die Landesflagge des betreffenden Spielers, seine Rückennummer, sein Name (oder der Kinder) bzw. Initialen in den Schuh gestickt sind.

Früher war ein guter Fussballschuh schwarz und hatte drei Streifen – fertig.

Natürlich haben gestern (bis auf Thomas Kraft und Roman Hubnik) alle versagt, doch während es bei den meisten Spielern eben ein gebrauchter Tag war, ist mittlerweile von Patrick Ebert nicht sehr viel mehr zu erwarten.

Gleiches gilt für Andreas Ottl, der es immer wieder versteht, das Spiel im Vorwärtsgang zu unterbrechen bzw. derart langsam zu machen, dass es einem die Zornesröte in das Gesicht treibt (wie bei seinem Torschuss, bis dieser logischerweise geblockt wurde).

Wie dieser Mann bei Bayern München überhaupt auch nur ein Spiel bestreiten durfte ist mir schleierhaft.

Und nun zu Markus Babbel.

Auch ich war bei seiner Verpflichtung vor der Saison 2010/2011 begeistert und er Meinung, dass man „nur“ mit ihm den sofortigen Wiederaufstieg schafft.

Aber das ständige Gerede vor Spielen wie gegen den FC Augsburg oder Mainz 05, dass man sich mit diesen Mannschaften auf Augenhöhe befindet und dort die notwendigen Punkte zum Klassenerhalt holen müsse, um dann immer wieder diesen grausamen Spielen beiwohnen zu dürfen, nutzt sich langsam und sicher ab.

Auch das 90-minütige „Ich bleib jetzt einfach auf meiner Trainerbank sitzen“ ist schon lange kein Zeichen mehr von Ruhe oder Coolness.

Markus Babbel merkt auch nicht, dass Gegner unsicher werden, wenn man einmal etwas wagt (z.B. gegen Augsburg und Mainz mit zwei Stürmern zu beginnen, um den entsprechenden Druck aufzubauen).

Die Offensive beginnt (meist) erst, wenn man zurückliegt (wie beim 0:1 gegen Augsburg).

Hertha BSC ist nicht der gewöhnliche Aufsteiger, der sich ständig verstecken muss – ein wenig Selbstvertrauen und eine Körpersprache „wir machen euch heute gehörig Druck“, wie z.B. gegen den 1. FC Köln einzufordern sind an dieser Stelle wohl auch nicht zu viel verlangt von dieser Mannschaft.

Ich warte auf den Tag, wo Markus Babbel sich einfach einmal hinstellt und zugibt, dass er seine Mannschaft einfach nicht richtig eingestellt hat.

Stattdessen ist man mit dem einen Punkt gegen einen direkten Wettbewerber um einen Nichtabstiegsplatz wieder einmal zufrieden.

Selbstverständlich hätte man gestern (verdientermaßen) auch verlieren können – aber das darf wohl kein Maßstab sein, denn es geht nur um den Klassenerhalt – und da muss man gegen ein Gegner, wie Mainz 05 in jedem Fall anders auftreten!

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