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(sto) – Draußen am Mannschaftsbus atmete Michael Preetz tief durch. Ehe der Manager von Hertha BSC sich mit einem möglichen Wunschgegner im Achtelfinale des DFB-Pokals befassen wollte, „sind wir heute erst einmal froh, dass wir diese unsägliche zweite Runde überstanden haben“, sagte er. Vier Jahre des permanenten Scheiterns gegen mehr oder weniger prominente Gegner sind jetzt ad acta gelegt.

Eine „professionelle Leistung“ attestierte Peter Niemeyer sich und den Seinen. Kritischer ordnete Patrick Ebert das 3:0 bei Regionalligist RW Essen ein: „Das Ergebnis“, sagte er, „ist deutlicher, als der Spielverlauf es aussagt.“

Hergestellt wurde der Sieg von einer Mannschaft, die es in dieser Zusammenstellung so noch nie gegeben hatte. Trainer Markus Babbel hatte sich mit insgesamt sieben Neuen gegenüber dem Mainz-Spiel für Heavy Rotation entschieden. Die Einzelkritik.

Sascha Burchert: Der Nachwuchs-Keeper kam nach Meuselwitz zu seinem zweiten Pokaleinsatz in dieser Saison und machte seine Sache ausnahmslos gut. Gegen insgesamt harmlose Essener gestattete er sich keinen Wackler und war in den beiden Situationen, als es auf ihn ankam, zur Stelle: Bei einer Flanke von rechts, die im Zentrum einen dankbaren Abnehmer gefunden hätte (63.); und unmittelbar nach dem Führungstreffer bei Tokats Schuss von der Strafraumgrenze (69.). Note 2

Christoph Janker: Machte als Vertreter für Christian Lell die rechte Abwehrseite dicht, setzte aber trotz wenig defensiver Beschäftigung null Impulse nach vorn. Note 4

Roman Hubnik: Einen Gruselpass im Aufbau leistete sich der Tscheche Mitte der ersten Halbzeit, einen Torschuss setzte er nach dem Seitenwechsel weit drüber. Seine Hauptaufgabe aber, das Verhindern von Toren, erledigte er einwandfrei. Note 3

Maik Franz: Durfte nach langer Zeit mal wieder ran und lieferte – von wenigen Stockfehlern abgesehen – eine ganz routinierte Leistung. Im Stile eines „Zehners“ waren seine Zuspiele auf Torun und Lasogga, die die Offensiven aber allzu fahrig vergaben. Note 3

Sebastian Neumann: Der gelernte Innenverteidiger spielte nach Einsätzen in Herthas U23 und der deutschen U21-Nationalmannschaft nun erstmals auch bei den Profis links in der Abwehr. Erledigte das ähnlich wie rechts Janker defensiv solide, aber ohne offensive Einfälle. Note 4

Fabian Lustenberger: Weil nahezu alle Routiniers entweder gleich in Berlin geblieben waren oder auf der Bank saßen, durfte der Schweizer Hertha als Kapitän anführen. Und insbesondere im ersten Durchgang ging er vorneweg – allein, es mochte ihm kaum ein Kollege folgen. Nach der Führung konnte er sich etwas aus der Verantwortung nehmen und sein Kerngeschäft, die Ordnung in der Spielfeldmitte, konzentrieren. Note 2

Peter Niemeyer: Der Dauerläufer im Mittelfeld kehrte nach einem Spiel Pause zurück, legte die 90 Minuten aber zumeist im lockeren Trab zurück. Tat das Seine für die defensive Ordnung, aber nicht mehr. Note 4

Patrick Ebert: Abermals eine höchst dürftige Leistung des Mannes im rechten Mittelfeld. Gab nach 41 Minuten den ersten Torschuss der Berliner ab und lieferte zudem die Ecke vor Ramos‘ 1:0, aber mehr gelang ihm nicht – gegen einen Regionalligisten ist das zu wenig. Folgerichtig deshalb unmittelbar nach dem Führungstor ausgewechselt. Note 5

Tunay Torun: Der Deutsch-Türke durfte als Raffael-Vertreter in der Offensivzentrale ran – und enttäuschte in dieser Rolle selbst gegen einen Viertligisten. Vergab beinahe fahrlässig die erste sehr gute Chance nach einer knappen Viertelstunde, die für Ruhe hätte sorgen können. „Den muss Tunay machen“, kritisierte Manager Preetz. War bissiger als mancher Kollege, aber weit entfernt von gut. Note 4

Änis Ben-Hatira: Der Deutsch-Tunesier avancierte nach einer verwarnungswürdigen Grätsche zum Feindbild der RWE-Fans. Brachte insgesamt keine einzige gute Aktion zustande und war nach 45 Minuten der logische erste Anwärter auf eine Auswechslung. So kam es dann ja auch. Note 5

Pierre-Michel Lasogga: Der frühere Essener (zu B-Jugend-Zeiten) war mangels Versorgung durch die Kollegen hinter ihm 45 Minuten lang die viel zitierte „ärmste Sau auf dem Platz“. Sein Abend besserte sich mit Ramos‘ Hereinnahme aber entscheidend. Erzielte nach Ronny-Freistoß mit Glück und Willenskraft das wichtige 2:0. „Danach konnten wir es in Ruhe runterspielen“, sagte er. Note 3

Adrian Ramos: Das Führungstor erzielt, das Tor zum Endstand in Raffael-Manier vorbereitet – der Kolumbianer bewies auch unter für ihn wohl wenig erquicklichen Umständen, weshalb er die unumstrittene Nummer eins unter Herthas Offensiven ist. Note 2

Ronny: Ich gestehe, ich war skeptisch, als nach etwas mehr als einer Stunde ausgerechnet der Brasilianer zur Einwechslung an der Seitenlinie auftauchte. Es stand schließlich noch 0:0, und ich sah nicht, wie Ronny Hertha in dieser Phase des Spiels helfen sollte. Aber zum einen fiel dann noch das 1:0, zum anderen strafte Ronny mich mit einer ganz seriösen, schnörkellosen Leistung Lügen. Trat den Freistoß, der zum 2:0 führte und brachte sich unauffällig, aber leistungsfördernd in Herthas Offensive ein. Kuriosität am Rande: Der ARD-Mann sagte in der Sportschau eben: „Freistoß des eingewechselten Rooney. . .“ – schön wär’s 😉

Nikita Rukavytsya: Auch der zuletzt etwas in Vergessenheit geratene Australo-Ukrainer durfte in der Schlussphase noch mitmachten – und dankte dieses Vertrauen mit einem erfolgreich abgeschlossenen Konter zum 3:0-Endstand.

Markus Babbel: Den Matchwinner eingewechselt, ebenso den Einfädler des 2:0 und den Schützen des 3:0, dazu insgesamt Stammkräften eine Ruhepause gegönnt und den Männern dahinter eine Perspektive aufgewiesen – es war lange nicht schön anzuschauen, aber letztlich hat der Coach an diesem Abend alles richtig gemacht! Note 1

Deniz Aytekin: Eine wohltuend sachliche Leistung des Unparteiischen in einer leicht zu leitenden Begegnung. Kleinere Ungenauigkeiten in der Zweikampfbewertung fielen für mich nicht ins Gewicht. Note 2

P.S.: Donnerstag um 10.50 Uhr fliegt die Mannschaft von Düsseldorf zurück nach Tegel, gegen 14 Uhr wird trainiert – Zuschauer sind nach meinem Wissensstand zugelassen. . .

Wer waren eure Three Stars in Essen?

  • Adrian Ramos (28%, 329 Stimmen)
  • Sascha Burchert (19%, 221 Stimmen)
  • Fabian Lustenberger (14%, 160 Stimmen)
  • Markus Babbel (9%, 102 Stimmen)
  • Maik Franz (8%, 98 Stimmen)
  • Ronny (8%, 90 Stimmen)
  • Nikita Rukavytsya (7%, 77 Stimmen)
  • Pierre-Michel Lasogga (4%, 49 Stimmen)
  • Peter Niemeyer (1%, 10 Stimmen)
  • Sebastian Neumann (1%, 8 Stimmen)
  • Deniz Aytekin (1%, 7 Stimmen)
  • Patrick Ebert (0%, 5 Stimmen)
  • Roman Hubnik (0%, 4 Stimmen)
  • Änis Ben-Hatira (0%, 2 Stimmen)
  • Christoph Janker (0%, 2 Stimmen)
  • Tunay Torun (0%, 1 Stimmen)

Anzahl der Wähler: 401

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Wer ist euer Wunschgegner im Achtelfinale?

  • Holstein Kiel (34%, 145 Stimmen)
  • VfL Bochum (20%, 85 Stimmen)
  • FC Augsburg (7%, 30 Stimmen)
  • Hamburger SV (6%, 27 Stimmen)
  • Fortuna Düsseldorf (5%, 21 Stimmen)
  • Schalke 04 (4%, 18 Stimmen)
  • 1.FC Kaiserslautern (4%, 18 Stimmen)
  • Greuther Fürth (4%, 16 Stimmen)
  • Borussia Mönchengladbach (4%, 16 Stimmen)
  • Bayern München (4%, 15 Stimmen)
  • 1. FC Nürnberg (3%, 12 Stimmen)
  • Borussia Dortmund (2%, 9 Stimmen)
  • Mainz 05 (2%, 9 Stimmen)
  • VfB Stuttgart (1%, 5 Stimmen)
  • 1899 Hoffenheim (0%, 2 Stimmen)

Anzahl der Wähler: 428

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76
Kommentare

decon
26. Oktober 2011 um 23:06  |  42614

Erster! 😛


decon
26. Oktober 2011 um 23:11  |  42615

Für mich bester Mann heute ist Sascha Burchert. Dafür dass er so selten wirklich Chancen bekommt zu spielen, hat er heute gezeigt dass er auch eine Alternative sein kann, sofern Kraft einmal ausfallen sollte.


Petra in Berlin
26. Oktober 2011 um 23:15  |  42617

Tja, durchschnaufen und genießen. Eine Runde weiter… das Leben kann doch echt schön sein. Wenn wir jetzt auch mal ein Heimspiel zugelost bekommen, ist mir der Gegner fast wurst. Getippt hab ich auf Kaiserslautern als nächster Gegner, aber wie ich unsere Glücksfee kenne, kriegen wir entweder Holstein Kiel (also wieder auswärts) oder Bayern München 😉


26. Oktober 2011 um 23:19  |  42618

die Noten sind mir zu gut.
BOrchert 2
Janker 3,5
Hubi 3
Franz3
Neumann 4
Lusti 3,5
Niemeyer 4
Ebert 5
Torun 4,5
Lasso 4
Ramos 2
Ronny 3 (mit 2 auffallend schwachen Momenten
Ruka – (aber machte einen gutenEindruck)

Babbel ? kann ich nicht einschätzen: seine Einwechslungen waren ok-aber seine Startaufstellung war ja auch daneben…saß mir doch zu passiv auf der Bank. Ohne Bewertung, diesmal muffele ich, weil mir ein paar Sachen nicht so gefallen haben , insgesamt gesehen.


Exil-Schorfheider
26. Oktober 2011 um 23:24  |  42619

Meine Three Stars:

Ramos
Borchert formerly known as Burchert
Franz

Wunschgegner: Holzbein Kiel!

Habe fertig! Muss die schlechten Spiele gegen Nürnberg, Augsburg, München, Mainz und die heutigen schlechten 60 min in einen Alptraum packen…


Silberrücken
26. Oktober 2011 um 23:25  |  42620

Es wird uns ein schlagbarer Gegner zugelost werden. Daumen drück……kurz vor Weihnachten ein Heimspiel hätte einen gewissen Charme.


hurdiegerdie
27. Oktober 2011 um 1:08  |  42622

So bin aus Berlin zurück, war alles sch… ausser die Treffen vor und nach dem Mainz-Spiel (nochmal Dank an alle, die dabei waren).

Offensichtlich (anscheinend) verpasse ich alle !!!!! 3:0 Siege von Hertha, deshalb nichts von mir zum Spiel, ausser: ich habe das Ergebnis wohlwollend zur Kenntnis genommen, die Spielberichte nicht (Kenntnisnahme schon, aber nicht wohlwollend).

Guts Nächtle.


Nostradamus
27. Oktober 2011 um 1:18  |  42623

wünsche mir auch das holzbein aus kiel – oder zumindest mal n heimspiel. holzbein hätte den reiz, dass man sich ohne echten gegner klammheimlich ins viertelfinale mogeln könnte, wir da meiner erinnerung nach noch was gutzumachen haben und nochmals mit ner b-elf angetreten werden könnte, was die spannung für die hinterbänkler wie auch auf die a-elf erhöht. heimspiel gegen nen bundesligisten wäre aber auch ok, selbst gegen die bayern aus bayern


hurdiegerdie
27. Oktober 2011 um 1:25  |  42624

Genau, wünsche mir jetzt für @Exil-S und @kiefer(sic)blauweiss natürlich Holstein Kiel.


Nostradamus
27. Oktober 2011 um 1:31  |  42625

3 stars gehen an ramos, lustenberger und babbel. äbh, ebert und torun haben sich für die nächsten aufgaben fürs erste nicht empfohlen, wenn nicht sogar disqualifiziert. chance bei nem viertligisten nicht genutzt. pech gehabt, so ist das eben. habe den eindruck, dass dieses trio sich gegenseitig eher runterzieht als stärkt. ruka hat seine chance genutzt, ronny mit abstrichen, aber die einwechsler waren insgesamt präsent und erfolgreich.


hurdiegerdie
27. Oktober 2011 um 1:37  |  42626

Ansonsten finde ich die Noten von @sto schick (also schick im Sinne von…bestätigt mich als jemand, der dieses Spiel nicht gesehen hat). Gibt’s Widerspruch (ausser bei Babbel latürnich!!!)?


hurdiegerdie
27. Oktober 2011 um 2:44  |  42627

Berlin Berlin, hey
dein Herz kennt keine Mauern!
Berlin Berlin, hey
es gibt nichts zu bedauern!
Berlin Berlin, hey

Ich, verabredet im Preussen, 14 Uhr, alles geplant. Kartenabholung 2 Stunden vor dem Spiel, sprich 13.30.

13.30 Niemand da, vor mir zwei UKler, vermutlich Britten, hinter mir zwei Holländer, vermutlich Dänen, neben mir 3 Schweden.

13.35 Ein Tross mit Tickets rollt an, aber die Fenster öffnen sich nicht. Neben mir eine unbenannter Berliner (hier allen bekannt): um 13.40 klopfe ich gegen die runtergelassenen Rolläden, morgen schreibe ich eine Brief an…. (er kennt die Namen).

13.43: ein Seitenfenster geht runter. Ich: Hey, ich habe eine Verabredung um 14 Uhr, ihr wolltet um 13.30 die Karten ausgeben!

Antwort: Mir ejal, wir machn um 14 Uhr uff

Ick: abba hier steht doch 2 Stunden vorm Spiel.
Antwort mir ejal, watt da steht, wir machn um 14 Uhre uff.

Die Britten, Holländer und Schweden schauen mich an, verzweifelt um Übersetzung bittend.

Ich im feinsten Englisch: f..c o.f, the blo…..dy bast..ds give a damn..d sh.t about us . Übersetzung für anwesende Kinder. Oh my dear, this is berlin, this is culture, your have to cope with it. You are standing here in front of a historical building, enjoy the sun, you will be served by very polite people, they just want you to enjoy it for 30 more minutes. Die Antworten begannen mit merkwürdigen und völlig ungerechtfertigten f… Ausdrücken.
13.53 die Rolläden gehen hoch: Ick hab doch jesagt wir machn früher uff.

Jetzt erkennt man die Fenster; sie sind alphabetisch nach Buchstaben der Anfangssnamen geordnet, Die Schweden, Britten und Holländer hatten Pech, sie waren zwar 15 Minuten vor der offiziellen Eröffnung da, standen aber 40 Minuten danach vor dem falschen Fenster und durften sich hinten neu anstellen.

Ich hatte Glück, ich stand vor dem richtigen Fenster und war um 14.05 im Preussen.

Ich fühle mich immer richtig gut, wenn ich in Berlin bin, beginnt schon am Flughafen Schönefeld: How do I get to central station? Wat’n kannste keen Deutsch? Jeh mal zur S-Bahn, steht allet dran (och kleenjeschrieben, welche ausjewiesenen Linien wejen Umbauten jerade nich bedient werden. Abba, wat machste mit dem Trolley hier, den darfste nich mitnehmen, den bring ma schön zurück, vorher sag ick dir nich welchen Zug du mehemn musst.

Ich nehme mir immer 1/2 Stunde mehr, um Ausländern am Flughafen zu helfen.

Abba fremdschämen tu ick mir doch jedet mal.


Inari
27. Oktober 2011 um 4:30  |  42628

Wunschgegner: VfL Bochum, Heimspiel im Oly. Holstein Kiel wäre auch gut, aber da hätte Kiel Heimrecht.


Ursula
27. Oktober 2011 um 5:06  |  42629

Ich träume nicht mehr Alpen, bewahre mir
meine Nachtmahr!

Der Albtraum ist allerdings vom Nachtschreck
zu unterscheiden, denn träum` ich von Hertha
in der Nacht , bin ich um den Schlaf gebracht!

Deshalb schreibe ich gerade, eigentlich was
mir gefallen hätte, fällt mir aber nur Ramos
ein und „eine Runde weiter“…..


teddieber
27. Oktober 2011 um 6:14  |  42631

Noten sind mir im Pokal aus den bekannten Gründen egal. Wir haben mal ein Weihnachtsspiel, hurra, hoffentlich zählt das nicht als ausrede wenn man zu wenig Urlaub hatte. 😉 Ich habe keinen Wunschgegner, habe mich aber für Stuttgart entschieden, da das mein letztes Pokalheimspiel war und ich glaube zu wissen das es nach Elfmeterschießen (Arnold verschossen?) verloren wurde. Also Revanche! 😉


KDI67
27. Oktober 2011 um 7:28  |  42632

@hurdie
Erinnert mich etwas an Kurt Krömer! 🙂

Three Stars: bUrchert; Lusti und Aytekin (unparteiische Leistung muss ja mal belohnt werden)

Gegner: Kiel! Haben wir da nicht noch ne Rechnung offen?!?


Blauer Montag
27. Oktober 2011 um 7:50  |  42633

Morchen @allerseits,
meine *** vergebe ich an Burchert, Ronny und Ruka. Entgegen meinen Erwartungen haben sie gezeigt, dass sie der Mannschaft zumindest im Pokal weiterhelfen. Gerne vergebe ich noch 2 ** extra an Aytekin und Babbel.

Dass dieser Pokalsieg nicht durch schönes Spiel erreicht wurde, weiß inzwischen jeder Interessierte. Aber das Spiel einer heavy rotierten HERTHA in Essen muss noch kein Anlass sein für Albträume. Habe ich richtig gerechnet – Raffa noch 2 weitere Pokalspiele gesperrt?

Pokal is‘ Pokal.
Liga is‘ Liga.


Exil-Schorfheider
27. Oktober 2011 um 7:51  |  42634

@KDI67

Korrekt. Das war die erste Stevens-Saison und das Spiel ging 1-4 nach Elfer-Schießen aus…

@teddieber

Arnold? Das war doch im letzten Jahrtausend… 😀
Da gab es doch noch das eine oder andere Heimspiel im Pokal… Klingt komisch, ist aber so…


Exil-Schorfheider
27. Oktober 2011 um 8:26  |  42635

@ursula

Wie schön, dass es die Flexionen der deutschen Sprache zulassen, eine Nachtmahr oder den Nachtschaden auch als Alptraum zu bezeichnen… vielleicht hätte ich auch Alpdruck schreiben sollen!?


Mineiro
27. Oktober 2011 um 9:39  |  42636

Interessant, dass unter den 16 Mannschaften im Pokal-Achtelfinale 12 Bundesligisten sind sowie zwei der drei derzeit stärksten Zweitligateams.

Bleiben nur noch der VfL Bochum und Holstein Kiel. Da die Kieler nach den immer wieder gemachten Pokalauslosungserfahrungen der Vergangenheit mit großer Wahrscheinlichkeit zu Hause gegen den FC Bayern spielen dürften ist eigentlich klar, dass unser Gegner im Achtelfinale ein deutlich anderes Kaliber sein wird als in den Runden davor. Spricht ja auch irgendwie für den Wettbewerb.

Umso wichtiger und schöner wäre es, wirklich endlich mal wieder ein Heimspiel im DFB-Pokal zu haben. Vielleicht kommen dann ja auch endlich mal die so groß vor der Saison angekündigten weißen Hertha-Pokaltrikots zum Einsatz… 😉


Blauer Montag
27. Oktober 2011 um 9:53  |  42637

„Donnerstag um 10.50 Uhr fliegt die Mannschaft von Düsseldorf zurück nach Tegel, gegen 14 Uhr wird trainiert – Zuschauer sind nach meinem Wissensstand zugelassen. . .“
herthabsc.de kündigt für heute im 13:30 Uhr ein öffentliches Training an. Geht jemand hin?


Ursula
27. Oktober 2011 um 10:05  |  42638

Ja „Exil“, als Freund der Deutschen
Sprache kommen mir solche „Anwandlungen“ zur Unzeit oder wenn ich zufällig Dich
gelesen habe….

….was aber in keinem sachlichen Zusammenhang zu Hertha BSC stehen
sollte…


27. Oktober 2011 um 10:46  |  42640

nö..@BM..nach dem zweifelhaften Genuss der Aubergine, muss ich nun mal wieder“ ran an die Bouletten..“


elaine
27. Oktober 2011 um 10:53  |  42641

@BM
ich würde ja liebend gerne, aber leider muss ich mich auch *ran an de Bouletten* 😉


Blauer Montag
27. Oktober 2011 um 10:58  |  42642

Aubergine @apo?

Guten Appetit für Dich und @elaine 😉


frankophot
27. Oktober 2011 um 11:30  |  42643

Erstaunlich.
35% – und damit zur Zeit mit Abstand die Meisten in diesem Hertha-Hertha-Forum – wünschen sich Kiel als Gegner. Was wieder ein Auswärtsspiel bedeuten würde.
Habt Ihr immer noch nicht genug davon ???
Oder ist die Hose vor einem höherklassigen Gegner schon wieder so voll, dass man selbst DAS in Kauf nimmt ? Wobei Ihr doch wisst: Das KANN nach hinten losgehen.. !
Oder wohnt Ihr alle in Schleswig-Holstein?


27. Oktober 2011 um 11:38  |  42644

@BM: kannst du dich an meinen Beitrag über meine dicke Backe erinnern? 💡
-muss jedenfalls arbeitsmäßig jede Menge nach holen..


ft
27. Oktober 2011 um 11:42  |  42645

An der Abstimmung beteilige ich mich nicht.
Denn wenn ich ehrlich bin, hab ich vom Spiel nix mitbekommen.
Ich weiss nicht an was oder wem es lag, aber in der Kneipe lief nur die „Konferenz“. Und keiner der dort anwesenden Skyexperten brachte es zustande den Hertha-Essen Kanal reinzukriegen.
Es war einfach nur zum ko…. .
Denn wenn den dann die (gefühlten ) zwanzig Sekunden nach Essen geschaltet wurde, dann haste nur ein grottiges Gekicke wahrgenommen.
Schröcklicher Abend.

Einziger Trost – Sieg und weiter.
Der Fluch ist also gebannt.


Zur Frage nach dem Wunschgegner :

Als Berliner neige ich ja zum Größenwahn.
Deshalb wähle ich als next big step den ersten Eff Zehh Bayern München für uns aus.
Aus folgenden Grund:
Wenn wir die schlagen, dann stärkt es die Moral. Falls wir verlieren, dann sind wir halt gegen den Überflieger der Liga rausgeflogen.
Was wiederum die Moral der Truppe nicht in den Keller ziehen dürfte.

Aber das sind eh nur Gedankenspielchen.

Also nehmen wir das was kommt dankbar an.


elaine
27. Oktober 2011 um 11:45  |  42646

@frankophot

Ist es nicht so, das ab Viertelfinale nur noch aus einem Topf gelost wird????

Ich würde mir Bochum wünschen, die hatten wir bisher immer im Grif 🙂


elaine
27. Oktober 2011 um 11:46  |  42647

ähm ,ich meine natürlich Achtelfinale 😳


Exil-Schorfheider
27. Oktober 2011 um 11:50  |  42648

Ach, @elaine… 😀


Exil-Schorfheider
27. Oktober 2011 um 11:54  |  42649

Egal, ob ein Topf oder zwei Töpfe… ab der Dritten Liga abwärts hat der jeweilige Verein Heimrecht…


hurdiegerdie
27. Oktober 2011 um 11:56  |  42650

@frankophot,

Holstein Kiel, weil @Exil-S (der da in der Nähe wohnt) schon recht früh (also weit vor dem Pokalspieltag) weissagte, Hertha würde gegen Holstein Kiel ins Viertelfinale kommen

War doch so, oder , @Exil-S?


Exil-Schorfheider
27. Oktober 2011 um 12:02  |  42651

27. Oktober 2011 um 12:23  |  42653

@exil: wohl lange werde ich nicht mehr einen Kommentar zu 2. Liga-Zeiten vergessen..der ging, sinngemäß, so:
“ ..dieser ausdruckslose und fast schon dumm drein schauende Babble-oh, wie schön, dagegen in das verschmitzte Gesicht von Sasic zu schauen, diese Schläue. Wir sind arm dran“ -Das war am Tag, als Hertha gegen bravorös spielende Duisburger zuhause chancenlos 0:2 unterging.-Sachen gibt´s..
Ich mag den Sasic und traute ihm und Duisburg den Aufstieg zu..Vermeintlich super Transfers erwiesen sich erstmal als Flops..u.a. der Domo hat extrem enttäuscht. Ich schau von ganz Außen drauf-und eigentlich wollte ich auch nur die Geschichte eines seltsamen Kommentars erzählen. Dieser Kommentator wird sich vermutlich nicht mehr erinnern(wollen)..aber ich hab das noch vor mir 😀


f.a.y.
27. Oktober 2011 um 12:32  |  42654

Ich hab Düsseldorf ausgesucht. Gerne zuhause. Habe das Spiel gegen die und auch die Lautstärke der Fans in guter Erinnerung. Aber ob ein Heimspiel in der momentanen Heimverfassung der Mannschaft wirklich so ein Bonbon wäre? Zur Not fahre ich aber auch nach Kiel, bin auf jeden Fall beim fast historisch anmutenden Ereignis „Achtefinale“ dabei. 😉 Bayern wäre schade, wir wollen gegen die doch lieber in den schneeweissen Trikots im Finale… Naja. Gut. Auf dem Boden bleiben.

Das Spiel habe ich nur via Radio (mit zu Herzsprüngen führenden Aussetzern) auf dem Nachhauseweg verfolgen können. War grausam spannend für mich. Als ich zuhause dann die Tür aufschloss, stands 2:0, das Herz war wieder im ruhigeren Takt und ich habe das 3. Tor noch sehen können. Letztlich ist es halt so: gegen so einen Gegner muss man geduldig sein und sich nicht nervös machen lassen. Pässe dürfen dann natürlich trotzdem ankommen und laufen ist durchaus taktisch vertretbar…

Habe keine Three Stars gewählt, weil ich das Spiel noch nicht gesehen habe. Werde mir aber heute Abend mal die Wiederholung ansehen.

P.S. Milan Sasic hat Kiel nicht überlebt… Er ist gefeuert worden und Lassos Stiefvater übernimmt interimsmäßig den Job in Duisburg.


catro69
27. Oktober 2011 um 12:34  |  42655

Weiter, weiter, immer weiter. Nachdem die Sportlerbrause eine Stunde lang die Nerven beruhigen musste, wandelte die Gerstenkaltschale sich zum Jubelgetränk.
Keine drei Sterne gewählt, Burchert und Ramos reichen, dem Rest noch zusätzlich Zucker in den Allerwertesten zu blasen erübrigt sich. Da ist noch Luft nach oben, aber ganz viel Luft.
Wunschgegner: Mainz – zu Hause – mit Nikolausmütze und dick eingemummelt. Mit Glühwein und Weiterkommen.

@ hurdie Bin Vielfliejer und kenn det, wir sind schon en nettet Völkchen, wa?
Aber so am Rande, sind die Franzmänner besser? Kommste da mit one, two, three vastehn die dir nie. (Nachwirkung der Hopfenkur) Quälste dir aber mit öhn, döh, tra vastehns se dir, wa? (Bin ick schlecht heute)

Themenwechsel: Burchert unser Pokaltorwart? Gabs doch schon mal bei nem anderen Verein, komm nicht drauf welcher und am Ende (Halbfinale) gabs Diskussionen, ob der Stammkeeper oder der Pokalheld ran soll. Krieg die Geschichte gerade nicht zusammen, wer hilft?

Weiter, weiter, immer weiter.


Blauer Montag
27. Oktober 2011 um 12:49  |  42656

@po um 12:23

War das ein Kommentar:
a) hier in diesem Blog,
b) in der Presse,
c) im Rundfunk oder TV?

Ich sattel jetzt meinen Drahtesel für den Weg zum S.dorffplatz

hasta luego


dstolpe
27. Oktober 2011 um 12:50  |  42657

@catro
Das war 2007 der Ruhmreiche 1.FCN 🙂


catro69
27. Oktober 2011 um 12:55  |  42658

@ dstolpe Erzähl, bin im Pokallegendenmodus.


catro69
27. Oktober 2011 um 12:56  |  42659

„Ihr“ habt den Pokal gewonnen und seid dann abgestiegen, das weiß ich noch.


27. Oktober 2011 um 12:58  |  42660

Achtelfinalwunschgegner?

Heimspiel gegen Mainz.

Kurz vor Weihnachten. Kurz vor Spielbeginn.
Das Abteil singt geschlossen Oh Du fröhliche, denn zur Überraschung aller Anwesenden lassen sich die Türen der S-Bahn nun doch öffnen.
Alle laufen hurtig in Richtung Stadion, scheitern jedoch ein ums andere Mal an den mannshohen Schneewehen, die der kalte Ostwind aufgetürmt hat. Helmut Mehdorn, der die BSR vor drei Wochen übernommen hat, nachdem Johannes B. Kerner nunmehr seinerseits Air Berlin dank seiner Aktienmehrheit führt, hat der BSR einen strikten Sparkurs verordnet, der dazu führte, dass die Straßen und Wege nur noch am ersten eines jeden Monats von Schnee und Eis befreit werden.
Private Räumdienste, die aushelfen könnten, sind damit beschäftigt, den Scherbenhaufen, den der europäische Rettungsschirm hinterlassen hat, aufzukehren.
Vor dem Stadion haben sich unterdessen lange Schlangen gebildet. Die elektronische Kartenkontrolle versieht bei Temperaturen unter – 20 Grad Celsius ihren Dienst nicht mehr. Das Ordnungspersonal ist damit beschäftigt, das Spielfeld vom Schnee zu befreien.
Während die ersten ImmerHertha-Blogger, die sich in Stadion gekämpft haben, versuchen, die vor fünf Minuten gekaufte Bratwurst zumindest soweit wieder zu erwärmen, dass beim Hineinbeißen nicht beide Schneidezähne ausbrechen, steht @ hurdiegerdie am Häuschen, an dem seine Karten hinterlegt wurden. Dass er vor dem Fenster für die finnischen Besucher und somit falsch steht, ahnt er zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Wer hat’s erfunden?
Das Spiel beginnt. Von den 26.800 Zuschauern, die ihre Karten im Vorverkauf erworben haben, stehen außer @ hurdiegerdie noch 14.672 vor den Toren des Stadions.
Die Hälfte von ihnen wird bis zum Halbzeitpfiff – wobei kein Pfiff zu hören sein wird, da Rafatis Pfeife eingefroren ist (Dies wäre jetzt der geeignete Zeitpunkt, um sich um Rafatis Pfeife zu sorgen.) – inzwischen ebenfalls im Stadion weilen. Der Kartenhäuschenbeauftragte versucht unterdessen, den angefrorenen Rollladen zu bewegen, scheitert mittelfristig und stellt eine Ersatzbescheinigung in dreifacher Ausfertigung aus, die zunächst vom Obmann der Ordnerinnung abzuzeichnen ist.
Die zweite Halbzeit beginnt. Es steht weiterhin 0-0. Das Stadion füllt sich. Nach 70 Minuten scheinen alle im Stadion zu sein. Alle? Nein. Ein Besucher aus Usbekistan und ein Berliner Schweizer stehen am Zaun und losen, wer bei der Räuberleiter unten stehen muss.
Anpfiff zur zweiten Halbzeit der Verlängerung beim Stande von 0-0. Babbel überreicht Widmayer ein hübsch eingepacktes Geschenk und verabschiedet sich in den Weihnachtsurlaub.
Elfmeterschießen. Nach je dreizehn Versuchen tritt laut Sky-Reporter Borchardt für Hertha an. @ hurdiegerdie trifft in seinem Block ein.
Borchardt legt sich den Ball zurecht.
Der Schneefall hört auf.
Borchardt läuft an.
Helmut Mehdorn übernimmt mit sofortiger Wirkung die Leitung des Ordnungsdienstes im Berliner Olympiastadion.
Borchardt verwandelt zum 1-0.
Aus Rafatis Pfeife ertönt wider Erwarten der Schlusspfiff (Dies wäre jetzt der geeignete Zeitpunkt, um sich zu freuen, dass Rafatis Pfeife wieder funktionstüchtig ist.). Alle liegen sich in den Armen. Alle? Nein. Ein Zuschauer aus Usbekistan steht jenseits des Zaunes, schüttelt den Kopf und singt: Ihr seid nur ein Karnevalsverein.


Exil-Schorfheider
27. Oktober 2011 um 13:05  |  42661

Stark, @wilson!

@apo

An den Kommentar hier im Blog kann ich mich auch erinnern. Frage mich aber, ob das der gleiche Blogger war, der die Demission des Hertha-Trainers im Dezember 2010 war!?


catro69
27. Oktober 2011 um 13:09  |  42662

@ wilson Danke, laut vor dem Monitor zu lachen ist auffällig, oder?


Exil-Schorfheider
27. Oktober 2011 um 13:12  |  42663

Ich möchte das „war“ durch ein „forderte“ ersetzen…


27. Oktober 2011 um 13:12  |  42664

@ wilson

Der Helmut heißt Hartmut (Mehdorn).


Exil-Schorfheider
27. Oktober 2011 um 13:14  |  42665

@wilson

Und ich schwelgte gerade in Erinnerungen an Hartmut Kohl… 😀


ft
27. Oktober 2011 um 13:21  |  42666

hübsche story @wilson

apropos Winter
Wo gibts die wärmsten Unterhosen zu kaufen ?
So langsam muss man/frau sich eindecken bevor s echt kalt wird.
Schneeschieber hab ich auch noch nicht…


Exil-Schorfheider
27. Oktober 2011 um 13:25  |  42667

@ft

Im Devotionalien-Shop der Bundeswehr! Alte Erfahrung mit Thermo-Unterwäsche… 🙂

Zum Spiel:
Hier hat der Schreiberling wohl ein Bier getrunken, so wie er Ruka schreibt…

http://www.bild.de/sport/fussball/dfb-pokal/hertha-machts-mit-koepfchen-20665542.bild.html


27. Oktober 2011 um 14:09  |  42668

schwer out oft topic:
@exil: nee, nee..die hat ja einen anderen Stil..es war übrigens im uns bekannten Nachbarblog-vom Hamburger..wurde aber von niemanden, auch nicht von den Wächtern des Anstandes, zurückgepfiffen 🙂
Na ja..wollte nur illustrieren, wie schnelllebig solche persönlichen Attacken oder Liebesbekundungen sein können 😉 -und: mich hatte das damals extrem aufgeregt, fast noch mehr, dass alle dazu schwiegen. Stell dir vor, ich hätte damals so was zu LF gesagt 😀 . Gesteinigt, gefedert und geteert-alles gleichzeitig-aber nun sind die Rollen eben vertauscht.. 💡


27. Oktober 2011 um 14:11  |  42669

Huch-ich muss beim Kicker einsteigen: nahezu identische Noten. Auffallend: Lusti…
Und es gibt sie doch: die selektive Wahrnehmung 🙂 🙂 😳


hurdiegerdie
27. Oktober 2011 um 14:33  |  42670

Na Apo, vergleichen wir doch mal die Noten ohne den Ankerpunkt heranzuziehen, der ist nämlich überall anders (mal 4 hier im MoPo, mal 3 im Kicker.

Defensive Reihe:
Kicker: Franz Bester, alle anderen gleich
Apolinaris: Hubi und Franz beste, Janker schlechter Neumann noch schlechter

Defensives Mittelfeld:
Kicker Lusti vor Niemeyer
Apolinaris: Lusti vor Niemyer

Offensives Mittelfeld;
Kicker: Ebert Bester gefolgt von Torun und Ben-Hatira.
Apolinaris: Torun besser als Ebert, ÄBH vergessen.

Aber bei beiden Lasso besser als das restliche Offensive.

Stimmmt Lusti ist auffallend: eine der wenigen Übereinstimmungen mit dem Kicker, Lusti war bester zentraler Mittelfeldspieler.
Selektive Wahrnehmung erfasst halt jeden.


kraule
27. Oktober 2011 um 15:08  |  42672

3:0, Achtelfinale, wir sind noch dabei……

Alles schön!!!


pax.klm
27. Oktober 2011 um 15:39  |  42673

Blauer Montag // 27. Okt 2011 um 12:49
Wo bleibt Dein Bericht vom Training?
Die Info, dass das Training um 13.30 beginnen soll, die erereichte mich eben zu Hause, als icke so gegen 14.44 am Platz war, dachte Beginn wäre 14.00, hab ick außer ´nem Ordener und ein paar abziehenden Kiddis niemand mehr jesichtet…
Also her mit der Marie!


Dan
27. Oktober 2011 um 16:00  |  42674

Noch nüscht gelesen, daher schon vorab ein „sorry“ falls sich was wiederholt.

Wer eine Reise macht hat was zu erzählen. Ich versuche es kurz zumachen.
Hinfahrt mit dem Sonderzug war ok, man lernt nur in Niedersachsen ist man von der Aussenwelt abgeschnitten und das VW – Stadion sieht auch von aussen hässlich aus.

In Essen angekommen beginnt der große Viehtrek der Sonderzugnutzer. Nach dem Motto „kein Stück darf auf dem Weg zum Schlachthaus verloren gehen“ sind sämtliche „Fluchtwege“ auf dem Bahnhof und ausserhalb des Bahnhofs mit massiven Polizeieinsatz abgesperrt.
Mit Bussen wird der Fan-Transport etappenweise Richtung Stadion verfrachtet. Endlich mit der Aussenwelt wieder verbunden, kann ich mir auch die Frage beantworten: „Warum dauert die Fahrt solange?“ Scheinbar ist man angewiesen worden, uns eine exklusive Touristen-Tour durch die sehenswerte Industriegebiete von Essen anzubieten. Aus SIEBEN Kilometern und 14 Minuten Weg wurden 25 Kilometer und schlapp 50 Minuten. Mein Dank für dies Informationen geht an das „versteckte“ Google Trekking-Tool auf meinem Handy. 😉

Nach Aussagen von zwei Augenzeugen, soll es ca. 50 Jungtieren gelungen sein, sich aus ihrem Transporter zu befreien. Die stürmten danach einen Getränkemarkt, dass mit einem „guten alten Mütterlein“ besetzt gewesen sein soll und völlig überfordert. Die Plünderung des Ladens ohne Bezahlung wurde durch eintreffende Sicherheitskräfte verhindert und die Ware der älteren Dame wieder zugeführt. Tja die in Essen kennen wohl die eine Art von „Fans“ ganz gut.

Zwischenzeitlich wurde der Transport, der sich nicht befreienden „Opferlämmer“ vollendet, um dann in einen Auffangbereich geschleust zu werden.
Die Strategie des Zeitschindes beim Transport ging auf, nur eine kurze Wartephase bis zum Einlass. Bekannt als „gefährlicher ebook-Reader-Werfer“ mußte ich doch tatsächlich meinen Rucksack abgeben, der wie gesagt lediglich nur meinen Reader beinhaltete. Wahrscheinlich hatten die einen Tip bekommen, dass meine komplette Pyro-Ausstattung darin versteckt war.

Das Spiel in einem reinem Fußballstadion zu verfolgen, ist sowieso schon intensiver aber wenn man dann noch so klasse Fans wie RWE hat (neudeutsch: Support) dann kann man sich glücklich schätzen. Genauso wie Hertha auf seine mitgereisten Fans. Ob es eine optische Täuschung war oder vielleicht die Bausubstanz des alten Stadions, ich würde behaupten, wenn die Post abging bewegte sich in beiden Fanlagern das Stadiondach.
Mit immerhin einem Zuschauerschnitt von 6.853 in Liga 4 gebührt Essen Respekt.
Ein kleiner baulicher Höhepunkt war die Westtribüne mit manueller Anzeigetafel und dem Spruch „Die Westtribüne lebt“. Bekanntlich oder auch nicht, ist die Westtribüne abgerissen worden und nun war das besagte Holzgestell „Westtribüne“ aufgestellt worden.
Und tatsächlich sie lebte. Nach und nach füllte sie sich mit circa. 50-100 Zuschauern. Ich dachte: „Hey sieht aus wie bei Fort Laramie“ mein Stehnachbar Stefan , ein Immerhertha-Leser, traf es fast noch treffender: „Wie die Westberliner-Ausguck-Türme an der Mauer“.

Die Stimmung in beiden Lagern war klasse, das war Fußball pur.

Zum Spiel ist sicherlich alles gesagt worden. Meine „nahen“ Eindrücke sind lediglich:

-Ebert viel diskutiert und gemeckert, aber hat in keinsterweise Bemühungen erkennen lassen mehr für das Spiel zu investieren. Für mein Empfinden der „Faulste“ auf dem Feld und an diesem Tag damit auch der Auffälligste.

-Erste Halbzeit zäh, aber Essen hat es wie man es eben als „kleiner“ Gegner macht, kämpferisch dagegen gehalten und die Räume mit elf Mann in der eigenen Hälfte eng gemacht. Daher fand ich die zwei bis drei Solo-Läufe von Franz, der den Platz der sich vor ihm anbot sah und nutze, sehr gut.

– Hatira war nicht schlecht, viele der Janker-Pässe kamen nicht an und wenn doch dann haben drei Essener gestaffelt im Verbund den Trickser „behandelt“. Hier lies der Schiri ziemlich großzügig Milde walten, denn was die Essener dem Ben in die Hacken gehauen haben, war nicht nett. Mit der gelben Karte und der sogar sichtbar aufstauenden Aggression, war das praktizierter Selbstschutz für den Spieler vom Trainer und eine verständliche Auswechslung.

-Zweite Halbzeit und mit Ramos im Spiel zeigte mir an diesem Tag eins. Die gedankliche Schnelligkeit eines Lasoggas muß zunehmen, wenn Hertha spielerisch durch die Mitte kommen will.

-Das ein Standard zur Führung führte, war dann die logische Konsequenz.

-Erfreulich war auch, dass Burchert sich auszeichnen konnte. Ist es lustig oder ein Hinweis, dass eine fast neue Abwehr, dem Torwart ermöglicht seine direkten Vorderleute anzuspielen und den Ball abzuwerfen?
Ich für mich kann das nicht wirklich beantworten, aber für lange Abschläge war viel zu wenig Platz in der Essener Hälfte und viel Platz für die Verteidigerlinie.

Mit Freue im Herzen und meinem Rucksack-Nummernachweis in der Hand ging es zur Ausgabestelle. Bewacht von ca. 15 Ordnern aber schlecht beleuchtet offenbarte sich mir die Ausgabestelle: ein gestapelter Haufen von ca. 100 – 150 meist dunklen (wie meiner) Rucksäcken.
Auf „Hier bitte meine Nummer.“ folgte „Schauen sie mal, ob sie ihren Rucksack finden.“ Och nö. ca. 10 Minuten ein verzweifeltes Ausschau halten, nach einem kleinen mit einem Hauch von Nichts gefüllten Rucksack neben Prallgefüllten. Verängstig im Schatten verborgen entdeckte ich ihn und „Heureka ich hab ihn das da ist er“ will ich ihn in Empfang nehmen doch plötzlich die Frage : „Wer hat ihre Nummer?“. Ich dreh mich um und sehe im Dunklen fünf Frauen in gelber Signalweste. Uff.
„Welche Nummer hatten Sie?“ Adrenalien pumpt sich durch meinen Körper und der aufkommende Blutschleier lichtet sich und vor meinem Auge erscheint die Nummer 507.
Statt mich nun beweisen zu lassen, dass es mein Rucksack ist kommt die Frage: „Wer hat die 507?“ und fünf gelbe Signaljacken fangen an, in dem nun angewachsenen Haufen von „Schicksalslosen“, meinen Hauptgewinn zu suchen. Nur ein triumphierendes „Hier“ bewahrt mich vor einer Schlagzeile im „Essener Tagesblatt“.

Die Rückfahrt aus dem Stadion zum Bahnhof gestaltete sich ähnlich wie die Hinfahrt, nur diesmal dauerte sie nur 20 Minuten. Wieder auf dem Bahnhof eingepfercht, ohne auch nur die Möglichkeit zu haben, sich für die Rückfahrt eine Selter zukaufen, erkenne ich, dass nur so das Automaten-Konzept auf Bahnhöfen mit goldaufgewogene Waren klappen kann. Für banale Selter oder sogar stilles Wasser gibt es scheinbar keine Goldwaagen.

Die Bahnfahrt zurück würde ein kleines Taschenbuch füllen. Ich mache es mal kurz, Komasaufen hat uns auf alle Fälle eine Generation geschaffen, die mit entgleisten oder totenmaskenähnlichen Gesichtern bei 2,8 Promille im noch locker und sicher durch schwankende Zuggänge laufen zu lassen.
Bei meiner nächsten Bahnfahrt werde ich auf alle Fälle Gummistiefel mitnehmen oder solche Einmal-Schuhüberzieher. Wofür kann sich wohl jeder männliche Leser denken, es gibt einfach zu wenige von mir, die sich dabei hinsetzen. 😉

Zum Abschluß grüße ich nochmal Rene und Stefan, zwei fleißige aber nicht schreibende Immerhertha.de Fans, und danke ihnen für die kurzweilige Bahnfahrt.

Naja doch bisle länger geworden.


Ursula
27. Oktober 2011 um 16:26  |  42675

Na gut oder so, gerade dazu gekommen und
ich muss nicht aus „anderen Gründen“, aber
gerade, weil ich „diese Richtung“ besonders
mag, dem „wilson“ ein riesiges Kompliment
machen, das war was, das hatte was….


Ursula
27. Oktober 2011 um 16:29  |  42676

„dan“, um es kurz zu machen, der Burchert
hätte spielen müssen, was habe ich für ihn
plädiert, ist gleich Lustenberger!

Das sind Spielertypen, die wachsen mit
ihren Aufgaben und nicht bei der U23….


pax.klm
27. Oktober 2011 um 16:50  |  42677

Dan, um es kurz zu machen, Spitzenerfahrungsbericht! Der sollte zu höherem berufen sein/werden in einer Zeitung wie: Der Westen…oder so!


Blauer Montag
27. Oktober 2011 um 17:44  |  42678

Schade @pax.klm // 27. Okt 2011 um 15:39,
dass du vergebens zum S.dorffplatz gefahren bist.

Das Training begann um 13:30, wie auch bei herthabsc.de angekündigt. Die Mannschaft trainierte in 3 Gruppen.

1. Gruppe
Burchert und diejenigen, welche in Essen durchgespielt hatten, machten Stretching u.a. Übungen sowie Auslaufen. Ende nach ca. 30 Minuten.

2. Gruppe
Torwarttraining mit Aerts, Fiedler, Kraft und einem für mich unbekannten Mister X.

3. Gruppe
„Heimschläfer u.a. “ machten zunächst gemeinsames Aufwärmen mit den beiden ersten Gruppen. Danach gingen sie auf das hintere Kleinfeld, an welches die Ordner keine Zuschauer mehr heran ließen. Aufgrund der Entfernung haben meine alten Ohren die Kommandos der Trainer kaum noch gehört. Sehen konnte ich, wie im schnellen Wechsel 7 gegen 3 gespielt wurde.

Das Training war gegen 14:30 zu Ende. Ehrlich gesagt, heute fand ich das Zuschauen langweilig, da ich keinen Bekannten getroffen habe. Nach einem kurzen Plausch mit Uwe Bremer war der Blogvater dann schon wieder unterwegs.


Dan
27. Oktober 2011 um 18:10  |  42679

@ursula
um es kurz zu machen. Wann stand Burchert je in der Kritik bei mir und erst die Spielpraxis in der U23 verschafft ihm Sicherheit, statt bei der Ersten auf der Bank zu sitzen.

@Exil-Schorfheider
Falls es so kommt wie es kommen sollte.
-bestelle ich Karten vor
-persönliche Betreuung
-weihnachtlichen Ausflugstipp
-und ein Hotel bzw. Pension deines Vertrauens.


27. Oktober 2011 um 18:21  |  42680

Für Hurdi

Burchert 2,5- 2
Janker 3-4
Hubi3-3-3
Franz 2,5-3
Lusti 3,5-3,5
Ebert 4-5
Neumann 3-4
Ebi3-4
Torun 4,5-4,5
Ramos 2-2
Sieht für mich ziemlich ähnlich aus, fast gleiche Bewertung-größte Abweichung-1 volle Note
PN 4-4
Dazu kommt ABH, den ich als schlechtesten Herthaner im Text aufführte-gleiche Einschätzung beim Kicker. Also, ich denke nicht, dass ich groß übertrieben habe-und daher dein Vorwurf der selektiven Wahrnehmung ein wenig mutwillig klingt..zwischen einer 2-und einer 3,5 sehe ich einen erheblichen Unterschied in der Wahrnehmung. Zwischen einer Neumann 4 und einer Neumann 3 nicht so sehr. Völlig anders sieht der Kicker Ebert, den ich ich Richtung 5,5 sah als in die andere Richtung. HIER kann bei mir „selektive Wahrnehmung vorliegen, einfach, weil ich Ebi richtig auf´m Zettel habe im Moment :twistet:
Aber gut, du magst selbst solche Dinge bei mir analysieren- nicht mein Ding.
@dan: schöner Beitrag..aber diene Wahrnehmung betr Hatira teile ich Null: im TV war da nicht viel von Fouls zu sehen-der hatte sich das alles selbst eingebrockt, nach meiner An-Sicht. Für mich mit Ebi der schlechteste Mann auf dem Platz.


Exil-Schorfheider
27. Oktober 2011 um 18:35  |  42681

@Dan

Sollte es so kommen, werde ich mich um ein angemessenes Rahmenprogramm bemühen! 😉


Treat
27. Oktober 2011 um 18:39  |  42682

@Exil-S.:
Schließe mich @Dan an, ich habe dann nämlich Urlaub und könnte auch kommen.

Blauweiße Grüße
Treat


Better Energy
27. Oktober 2011 um 19:11  |  42683

@Dan

Da werde ich mal deinen Bericht ein bisschen erweitern:

Bereits eine Stunde vor Abfahrt versammelten sich am Ostbahnhof viele Essenfahrer. Das Personal am „Service Point“ war mit der Auskunft, auf welchem Gleis der Fanzug abfährt, vollständig überfordert und verwies auf das Gleis 7. Vielleicht wussten sie es auch nicht besser. Gott sei dank gibt es noch die elektronische Anzeigentafel; dort stand dann die Nummer des richtigen Bahnsteigs. Auch auf dem Bahnsteig selbst wurde dann eine Zugdurchfahrt angekündigt, als schon die Hertha-Lok in Sicht war, sehr zur Beunruhigung einiger Herthaner. Aber die Hertha-lok wusste es besser, hielt und ließ uns einsteigen. Und dann wand sich der superlange Zug quer durch Berlin und durch die anderen Bahnhöfe, auch durch Hannover, sehr zur Freude der Eisenbahnfans, die an den Bahnhöfen standen und die Hertha-Lok mit ihrem Bandwurm an Waggons filmten. Und damit jeder wusste, wer da durch die Lande fährt, gab es auf diesen Bahnhöfen ein kräftiges HA HO HE.

Tatsächlich wurde die „Herde der Herthaner“ durch die Polizei in Essen in den Absperrungen gefangen gehalten. Noch nicht einmal das Eindecken mit Essbaren im Bahnhof wurde den Herthanern erlaubt. Selbst einige, die mit Bekannten in Essen verabredet waren, ließ diesen Beamten nicht aus dem Pferch. Im Übrigen stellte sich ein gewisser Herr Nerz als verantwortlicher Polizeioffizier mit 2 Sternen für die Massengefangennahme der Herthaner vor. Strafrechtlich nennt man das Freiheitsberaubung im Amt, gegen welches eigentlich die StA in Essen von Amts wegen ermitteln muss. Die Busse bei der Rundreise durch Essen wurde durch Polizei aus diversen NRW-Städten begleitet. Witzigerweise waren auch Dortmunder dabei, die sich aber nicht daran erinnern konnten, aß wir uns dort daneben benommen haben. Hätte in Berlin ein Taxifahrer eine solche Rundreise mit einem Fahrgast gemacht, wäre er seinen Führerschein los gewesen. Aber in Essen ist anscheinend einiges anders.

Deine Schilderung der ausgebüxten 50 Herthanern wurde mir anders berichtet: Einige fing die Polizei in der Nähe der Busse wieder ein. Der Verkäuferin wurde durch die Polizei verboten, an die Berliner etwas zu verkaufen. Selbst diejenigen, die in der Schlange standen um zu bezahlen, wurden aus dem Laden gedrängt, ohne dass an die Verkäuferin der Obulus abgeliefert werden konnte.

Dass die Essener Polizei sich auch auf der Rückfahrt nicht an die Gesetze hält, braucht nicht besonders erwähnt werden.


Ursula
27. Oktober 2011 um 19:39  |  42689

„Dan“ das war meinerseits eine allgemein-
gültige Festellung, keine persönliche!

Lediglich Deine Festellung, das er sich
auszeichnen konnte, war mir Anlass s. o.!

Ob er aber mit der gleichen Intension in
der U23 spielt, wage ich zu bezweifeln!

Ansonsten ein netter „Reisebericht“, ehrlich!


Ursula
27. Oktober 2011 um 19:41  |  42690

Ich meine auch mit den korrespondierenden
Berichten und Eindrücken von „Better Energy“!!!


elaine
27. Oktober 2011 um 19:43  |  42692

in der U23 spielt Burchert ja auch gegen 4.Liga-Mannschaften und die Blogger, die ihn da beobachtet hatten, waren über seine Entwicklung dort begeistert.
Wie Dan sagt , besser in der U23 spielen, als bei den Profis auf der Bank sitzen .


elaine
27. Oktober 2011 um 19:48  |  42694

@Dan & @Better Energy
danke, für die Reiseberichte, und ich werde glaube ich nie mit diesem Zug fahren 😉

In Dortmund war das alles wesentlich entspannter.

Bis auf den letzten Moment, nachdem die Hertha-Fans mit den Dortmundern vom Stadion aus zur U-Bahn gegangen waren, danach gemeinsam im Zug zum Hauptbahnhof fuhren,(Auf dieser Fahrt standen wir auch alle gemeinsam 15 Minuten im Tunnel) wurden wir beim Ausstieg am Hauptbahnhof dramatisch getrennt. Die Dortmunder mussten nach rechts und die Herthaner nach links gehen, so wurde dann nichts mehr mit einem gemeinsamen Imbiss.


hurdiegerdie
27. Oktober 2011 um 19:52  |  42695

@Dan, @Bette Energie,

Ich habe mich mittwoch mit Beauftragten für Fanprojekte zum Thema Alkohol und Gewalt unterhalten.

Die waren der Meinung, dass viel Gewalt aus diesen gekesselten Viehtrieben durch die Polizei entsteht.


Better Energy
27. Oktober 2011 um 20:23  |  42700

Zum Spiel:

Das Stadion in Essen war gut gefüllt. Die Essener wurden sogar aufgefordert, auf der Stehtribüne mehr zusammen zu rutschen, damit alle das Spiel sehen können. Ein fürsorglicher Stadionsprecher.

Die Fürsorge ging noch weiter: Als die Herthaner mit der Unterstützung der Mannschaft loslegten los legten, wurde sicherheitshalber der Lautstärkeregler über dem Gästeblock bis zur Schmerzgrenze hoch geregelt, so dass noch nicht einmal eine Unterhaltung möglich war. Das Stadion in Essen ist ja nur noch eine Ruine. Offensichtlich ist auch der Lärmpegel-Begrenzer kaputt und wurde nicht erneuert. Der Stadionsprecher wusste noch nicht einmal, wie der Verein, gegen den die Essener spielen, richtig heißt. Und als er dann noch fast weinend die Anzahl der Zuschauer mit 14.000 verkündete war klar, in Essen geht mit der Ruine eine Ära zu Ende. Allein die Ergebnisanzeige war schön rustikal.

Das Spiel unserer Mannschaft war darauf ausgelegt, den Gegner auf dem Kartoffelacker müde zu spielen. Zum Schluss der 1. HZ war das Spiel nur noch in einer Hälfte. Unsere starke Abwehr hatte aufmüpfige Essener, die sich in der falschen Hälfte von Hertha verirrten, immer im Griff. Es war wie immer bei Kämpfen mit 4.-Ligisten: Deren Spieler gaben 150% und kämpften bis zum Erschöpfen und dafür meine Hochachtung vor den Essenern. Bloß die Sprüche von deren Kurve mussten in der 1. HZ nicht sein, erhielten aber aus unserem Block gleich die richtige Antwort. Zur Halbzeit wurde von allen Fans gemeinsam das Lied „Am Tag als Conny Kramer starb…“ und der Stadionsprecher blöckte wieder dazwischen.

Sascha spreche ich mal meinen Hochachtung aus: Das gemeinsame Trainieren mit Thomas hat sich bei ihm ausgezahlt (Er wirkte nicht wie in Aue nervös, – wir standen aber auch nicht hinter ihm -). Eine weitere Topleistung lieferte der Schieri Deniz Aytekin ab. Danke dafür. Auf Schauspielereien leiß er sich nicht ein, obwohl Mail mitspielte. Der lieferte hübsche Dribblings durch die gegnerischen Reihen. Ebi war wie immer, ein Arbeiter vor dem Herrn. Ein selbst verursachter Ballverlust, kein Problem, dann holt man sich den wieder. Änis sollte langsam mit Ebi üben. Das Tor ist nicht dort, wo er die Pässe hin schiesst. 15 Meter weniger ist mehr. Und Ramos zeigte, warum er in der kolumbianischem N11 steht. Durch die Beine spielen, fällt bei ihm aus: wegen is nich. Und Nika zeigte dann beim 3:0, wer schneller ist

Nach dem 2:0 haben die Essener ihren Fahnen eingeräumt und wir skandierten: „Sieg“.

Gastronomisch hat Essen aber einiges im Stadion zu bieten: Schaut aus wie eine Boulette, heißt aber Frikadelle. Warum? Die wird nur außen erhitzt, in der Mitte ist sie kalt. @Dan, da es sich auch wie in Berlin um Hackfleisch handelt und die Hackfleischverordnung greift, kann sich da nicht der eine oder andere Herthaner eine Lebensmittelvergiftung zugezogen haben? Die andere braune Wurst, von der Konsistenz, einer Krakauer ähnlich, wurde gegrillt anstatt gedämpft. Und so schmeckte sie auch für einen Berliner Gaumen daneben. Schnitzel hatten sie eigentlich auch auf der Speisekarte, boten sie aber sicherheitshalber erst gar nicht an. Ach in Berlin zurück war ich glücklich, wieder geschmacklich etwas Vernünftiges essen zu können nach 18 Stunden. Essen ist zum Essen keine Reise wert.

Liebe Essener, kommt nach Berlin, dann wisst ihr, wie kulinarisch gut auch ein Stadionbesuch sein kann. Egal, ob dies dann im Landgasthaus ist oder in den Stadionterassen oder beim Abgreifen einer Rostbratwurst oder eines Döner in ganz Berlin. Im Übrigen: Wir Berliner verweisen keinen Besucher (auch wenn er die gegnerische Mannschaft unterstützt) außerhalb unserer Grenzen. Wir sind nämlich gastfreundlich und haben deswegen, weil in unserer Stadt mehr als 190 Nationen anzutreffen sind, eine umfangreiche Küche aus der ganzen Welt. Und wir Berliner und auch die Herthaner freuen sich (fast) immer um jeden Besucher.

Zum Schluss eine Frage an alle Herthaner: War der Tag schön trotz einer gesetzesunkundigen Polizei? Er war emotional sehr schön, weil der Sieg sogar den Ärger über die Dummheit der gesetzesbrechenden Polizei aufhebt.


27. Oktober 2011 um 21:14  |  42705

Zwei kurze Kommentare aus Essen:

„Zur Halbzeit wurde von allen Fans gemeinsam das Lied „Am Tag als Conny Kramer starb…“ und der Stadionsprecher blöckte wieder dazwischen.“

Wir singen Am Tag als der FC Scheiße starb, gemeint ist Sch…e 04.

Und, es war nett mit den Berliner Fans! Könnt gerne wiederkommen.


elaine
27. Oktober 2011 um 22:00  |  42714

@Ich danke Sie,

danke für die Einladung, vielleicht klappt es wieder 😉
Aber, macht mal *hinne*, dass ihr zurück in die 1.Liga kommt. Ein Verein mit solchen Fans und solchem Liedgut gehört da einfach hin 🙂


Dan
28. Oktober 2011 um 9:59  |  42740

@Better Energy
Ich hatte die Bratwurst und die war für mich perfekt. Hitze, Farbe und gut durchgegrillt ohne verbrannt zu sein. Lecker einfach lecker.

@Ich danke Sie
Ja, ich könnte mir gut vorstellen mal wieder zu kommen und in EURER „Kurve“ zu stehen. Als Fußballfan war das klasse zu erleben. Als der FC Scheiße starb bebte die Bude.
Schade war nur das ich kein Bild von „eurem“ Helmut Rahn schießen konnte, mein Bild vom letzen Mal hat schon das orange der damaligen 70er angenommen.


Better Energy
28. Oktober 2011 um 19:31  |  42803

Noch ein kleiner Nachtrag:

@Ich danke Sie
Ich danke auch für die Einladung. Ihr seid tolle Fans und habt eure Mannschaft sehr gut unterstützt, besser als jeder andere Verein in der Regionalliga, die ich kenne.

Ein paar von uns stiegen am Bahnhof Zoo aus und deckten sich erst einmal mit Flüssiger Nahrung und Rauchbarem ein. Der Supermarkt hat ja bis 3:00 Uhr offen.

Einsteigend in den Nachtbus N9 fragte mich der Busfahrer, ob ich aus dem Oly komme und wollte mich deswegen umsonst mitfahren lassen. Ich klärte ihn auf, daß wir gerade aus Essen kommen und bezahlte meinen Obulus.

Liebe BVG, die Frage des Busfahrers war der Ausdruck der Gastfreundlichkeit in Berlin. Daß er nicht wusste, wo wir spielten, ist eigentlich eurer Problem. Aber diese Frage hat gezeigt, daß Berlin gastfreundlich ist und auch Gästefans zu den bekannten Bedingungen transportiert. Danke dafür, nicht nur gegenüber uns Herthanern, sondern auch gegenüber den Gästefans.

Ja wir sind wir, wir sind Berlin!!!!


28. Oktober 2011 um 19:38  |  42805

meine Güte, da wird man ja verschämt ( weil´s auch andersherum leider gehen kann..). Schön, dass du so einen guten Lauf in Berlin hattest!! HaHoHe 😀


28. Oktober 2011 um 20:57  |  42836

@elaine, Dan & Better Energy
Vielen Dank für die freundlichen Kommentare – war mir nicht sicher wie man als Fremdling in Eurem Forum ankommen wird – der positive Eindruck verfestigt sich.

Re der Helmut Rahn Bonze – sie wird einen schönen Platz im neuen Stadion bekommen.
Nächstes Mal wenn Ihr auf der A40 („woanders is auch Scheiße“) von Mühlheim Richtung Essen fahrt – achtet auf die Autobahnbrücken. Auf der 1. steht: Rahn müsste schiessen. Auf der zweiten: Rahn schießt und auf der dritten: Tor Tor Tor!!!
Es kribbelt jedes Mal wenn ich da langfahre.

Bis die tage und Glück auf!

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