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(ub) –  Hertha BSC beim VfL Wolfsburg – ein  passender Anlass, um mit Dieter Hoeneß zu reden. Der Kollege Stolpe hat es getan. Was der ehemalige Manager in Berlin (November 1996 – Juni 2009) und in Wolfsburg (Dezember 2009 – März 2011) zu erzählen hat, lest Ihr in der Freitags-Ausgabe der Berliner Morgenpost und der Welt. Dieter Hoeneß lebt mit seiner Frau wieder in München. Der Kollege berichtet, Hoeneß wirke entspannt. Er habe mittlerweile Abstand zum Geschehenen. Er habe auch über eigene Fehler gesprochen. So sei die teure Verpflichtung des brasilianischen Abwehrspielers Rever in Wolfsburg  im Januar 2010 nicht sinnvoll gewesen (Wer sich erinnern mag:  Zuvor in jenem Winter war auch ein sofortiger Wechsel von Arne Friedrich Thema/Hertha ließ aber nicht mit sich reden).

Unter anderem argumentiert  Hoeneß, das von ihm hinterlassene gute Fundament bei Hertha sei ein Grund dafür, dass der Verein nach dem Bundesliga-Abstieg 2010 mit einem großen Etat den sofortigen Wiederaufstieg haben angreifen können. Gemeint sein dürften neben den strukturellen Hinterlassenschaften (Trainingsgelände, Internat, Olympiastadion)  auch die Verträge mit den großen Sponsoren wie der  Bahn, Nike usw.

Hoeneß lässt sich nach wie vor unterrichten, wenn er Gegenstand der Berichterstattung in Berlin ist. So weiß er von dem“ Präsidiums-Interview“ in der Morgenpost, in dem auch seine Rolle bei Hertha kritisch gewürdigt worden ist. Stellvertretend sei hier Präsidiumsmitglied Norbert Sauer zitiert:

Sauer: Ich glaube, dass Hertha sich von Dieter Hoeneß emanzipiert hat. Er war der Zampano, er hat Hertha stark fokussiert auf sich. In der Zwischenzeit wurden Strukturen geschaffen, die viel teamorientierter sind. Die Verantwortung ist auf diverse Schultern verteilt. Wir haben heute im Sinne eines modernen Fußball-Unternehmens bessere Strukturen. In dem Sinne hat sich Hertha emanzipiert. Ich möchte aber anfügen, dass es wichtig ist, Dieter Hoeneß gerecht zu werden. Er wird immer in eine bestimmte Ecke gestellt. Er hat auch viel Gutes bewirkt hat. Trotzdem finde ich, dass Hertha jetzt unter dem Aspekt Sport und Wirtschaft besser dasteht.

Die Entwicklung von Hertha scheint  Hoeneß heute wichtiger als das Schicksal des VfL.  Eine Sehnsucht bewegt ihn: Er möchte seine Dienste in Berlin gewürdigt wissen.

Das Thema ist eines, das bei Hertha Stirnrunzeln auslösen wird:  In den turbulenten Tagen im Mai/Juni 2009, als seine Zeit bei Hertha endete, hat Hoeneß es abgelehnt ,offiziell verabschiedet zu werden: Nicht von Aufsichtsratschef Bernd Schiphorst. Und schon gar nicht von Präsident Werner Gegenbauer. Daraufhin hat Hertha Hoeneß mit einem (in etwa siebenstelligen) Goldenen Handschlag ausgestattet.

Es geht jetzt nicht um den Rückspiegel: Wer hatte damals welchen Anteil woran – oder eben auch nicht. Die Perspektive ist von hier nach vorn geschaut:

Liegt es an Hertha auf Hoeneß zuzugehen? Oder ist es andersherum? Hoeneß hat mal laut darüber nachgedacht, ob er nicht irgendwann ein automatischer Kandidat als (ehrenamtlicher) Hertha-Präsident wäre.  Ist grundsätzliche eine Funktion bei Hertha  für Hoeneß denkbar?

Wenn es um keine Position im Verein geht (, die Hoeneß nach eigener Aussage auch nicht anstrebt):  Hat er eine Würdigung verdient? Wie soll die aussehen? Oder ist das Wirken inklusive der Wahrnehmung  von Hoeneß mit dessen Gehalt, das er über 13 Jahre in Berlin bezogen hat, abgegolten?

P.S. Die Stimmung bei Hertha? Nach dem 3:0-Pokalsieg bei Rot-Weiss Essen sahen die Herren Preetz und Babbel heute auf der Pressekonferenz vor der Partie am Samstag beim VfL Wolfsburg so aus (Fotos: ub).

Und die Herren Profis? Jene, die im Georg-Melches-Stadion im Einsatz waren, liefen mit Konditionstrainer Henrik Kuchno aus.

Die anderen, die nicht oder nur teilweise gespielt haben,  liefen sich warm und trainierten eine gute Stunde mit Cotrainer Rainer Widmayer. Seine Anfeuerung zu den Mijatovic, Raffael, Lell, Ottl, Ramos und Kobiashvili: „Bewegung, nicht nur rumstehen.“

Hat Dieter Hoeneß eine Würdigung bei Hertha verdient?

  • Nein (42%, 210 Stimmen)
  • Ja (35%, 172 Stimmen)
  • ist mir egal (23%, 113 Stimmen)

Anzahl der Wähler: 495

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Die Ära Dieter Hoeneß bei Hertha verdient die Note . . .

  • befriedigend (41%, 206 Stimmen)
  • ausreichend (23%, 115 Stimmen)
  • gut (18%, 90 Stimmen)
  • mangelhaft (14%, 68 Stimmen)
  • ungenügend (3%, 16 Stimmen)
  • sehr gut (1%, 4 Stimmen)

Anzahl der Wähler: 499

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78
Kommentare

Blauer Montag
27. Oktober 2011 um 19:22  |  42684

Ronald Biggs lebt in Brasilien.
Richter Schill lebt in Brasilien.
Und Dieter Hoeneß 😈 ?


Schirokoko
27. Oktober 2011 um 19:26  |  42685

Im Grunde genommen hat er eine Ehrung verdient, aber wie weit diese gehen soll??
Er hat bis zu einem gewissen Punkt Hertha sehr weit gebracht. Wer was anderes behauptet sollte sich nochmal Hertha’s Geschichte anschauen.
Naja wie gesagt weit diese gehen soll, sollen andere entscheiden!!


elaine
27. Oktober 2011 um 19:35  |  42686

ob Dieter Hoeneß eine Ehrung verdient hat kann ich meiner Meinung nach nicht beurteilen, denn da fehlt mir der Hintergrund, was getan, nicht getan und was verschwendet war.

Wenn ihm wirklich noch etwas an Hertha liegt, dann wäre es doch gut da in den Frieden zu kommen.

In den letzten Tagen hatte ich öfter daran gedacht, dass wohl die Tartanbahn im Stadion, die unbedingt erhalten bleiben sollte, auf sein Drängen hin in der Farbe *blau* eingebaut wurde, weil dies eben besser zu unseren Farben passt.

Nun wird das ja überall auf der Welt nachgeahmt. Bei der letzten WM im Sommer in Daegu war die Bahn auch blau, das soll angeblich schneller sein.
Wenn das wirklich auf ihn zurück zu führen ist, dann ist er ja da ein Vorreiter 😉


playberlin
27. Oktober 2011 um 19:37  |  42687

DH hat insbesondere Ende der Neunziger viel Gutes bewirkt, professionelle Strukturen initiiert, eine wettbewerbsfähige Infrastruktur geschaffen und unter anderem bei Sponsorenverträgen wichtige und seriöse Partner für Hertha gewonnen.

Auf der anderen Seite hat er bei Spielertransfers eine Menge Geld verbrannt, war teilweise ein zu dominanter Macher, wirkte hier und da beratungsresistent.

Alles in allem würde ich seine Arbeit mit einem „befriedigend“ bewerten. Sicher hat er seine Verdinste, aber nach nunmehr 2 Jahren sollte man auch einen Strich unter die Sache ziehen und das Thema abschließen. Lasst uns nach vorne schauen, auf uns warten schließlich ganz andere Aufgaben – die erste bereits am Samstag.


Etebaer
27. Oktober 2011 um 19:38  |  42688

Ich habe das Gefühl, das die erste Hälfte der Ära Hoeneß die Bessere war.
Die zweite Hälfte gezeichnet vom Verkrampfen an der Aufgabe Hertha zu einem etablierten Spitzenklub zu machen.
Irgendwo da hat es ihn dann aus der Kurve getragen.
Die Geschichte wird ihn gnädig beurteilen, weil der Name Dieter Hoeneß mit dem damaligen Aufstieg, der CL, ein paar verrückt genialen Fußballern verbunden ist.
Das Finanzielle bleibt im Dunkeln.
Wolfsburg ein Mißverständnis.
Man hegt die schönen Erinnerungen.


hurdiegerdie
27. Oktober 2011 um 19:43  |  42691

Ich finde, Hertha würdigt Hoeness schon genug:

So etwa bis 2019 laufen wohl die Vorgriffe auf Teile von Herthas Einnahme. Jedes Mal wenn wir also einen Euro umdrehen müssen, weil wir kein Geld mehr haben, huldigen wir Hoeness sozusagen.


Mr. Spock
27. Oktober 2011 um 19:46  |  42693

Ich muss meine Würdigung erst auf meiner Reiseschreibmaschine zu Papier bringen…


Polyvalent
27. Oktober 2011 um 20:04  |  42696

Wie Würdigung?
D. Hoeness hat Herthas Tafelsilber auf Jahre verramscht und am Ende noch eine millionenschwere Abfindung eingestrichen. Dafür, dass er fast alles, was er aufgebaut hatte, mit seinem Hintern wieder eingerissen hat, soll er noch hofiert werden.
Nee danke.
Von mir nur ein auf nimma Wiedersehen.


hbscwilly
27. Oktober 2011 um 20:04  |  42697

Im ersten Moment, als ich Eröffnung las, durchzuckte mich ein „um Gottes willen – bloß nicht“! Etwas später, nach etwas Überlegen zum Wort „verdient“ in der Überschrift, muß ich dann doch differenziert antworten.
13 Jahre D.H. bei Hertha können ja nicht komplett für die Tonne gewesen sein. Er war für mich in den letzten Jahren seiner Hertha – Zeit schon der lebende Beweis dafür, wie ungleich Talent innerhalb einer Familie verteilt sein kann.
Aber dazu muß es ja irgendwie gekommen sein.
D.H. war der Vertreter einer aussterbenden Art Fußballmanager. Er war das was Calmund in Leverkusen, Wildmoser bei 1860, U. Hoeneß bei den Bayern, Assauer bei S04 und so weiter waren. In der Zeit in der er bei Hertha war, hat es vielleicht einen großen Zampano gebraucht. Was rauskommt, wenn vom Präsidenten bis zur Stadionklofrau mitreden darf, sah und sieht man bei 1860 München.
Er wurde sehr lange nicht kontrolliert. In Berlin konnte er sich einen Vorstand nach Maß basteln.
In Golfsburg haben ihm die VW – Manager schon nach 2 Jahren auf die Finger gehauen.

Auf der anderen Seite frage ich mich, was in Berlin mit einer Hertha passiert wäre, die bestenfalls jede Saison im Aufzug zwischen erster und zweiter Liga verbringt.

Ich denke einfach D.H. und Hertha gehörten 13 Jahre zusammen und in dieser Zeit gab es gute und schlechte Entwicklungen. Er war eben da. Gehört genauso zu Herthas Geschichte, wie Schwan oder Holst. Besonders würdigen würde ich ihn aber nicht.


27. Oktober 2011 um 20:20  |  42698

Irgendwie kann ich alle Meinungen sehr gut nach vollziehen die hier geäüßert wurden, auch die in meinen Augen sehr harte Meinung von Polyvalent.
In meinen Augen hat er trotz aller Fehler die er gemacht hat, wie dem vielen Geld was er verbrannt hat und den enormen Schuldendie er dadurch angehäuft hat, eine Würdigung verdient. Denn ich behaupte wenn es damals DH nicht gegeben hätte, würde der Verein heute nicht mehr existieren oder in irgendwelchen unteren Ligen herumdümpeln. Ich denke das sollte man niemals vergessen dabei.


Marcus
27. Oktober 2011 um 20:23  |  42699

DH hatte zu seine Wolfsburger Zeit gesagt, er wolle Hertha entlauben – das sagt wohl alles – und mit dem Abstieg hatte er es ja auch geschafft.
Auch daß er sich immer noch berichten läßt, wenn über ihn geschrieben wird, zeugt doch von seiner Selbstverliebtheit – irgendwie fühlt er sich immer noch als Sonnenkönig


Blauer Montag
27. Oktober 2011 um 20:27  |  42701

Erfreulicherweise kann ich heute Abend feststellen, dass ich – ohne Wenn und Aber, Subtexte und andere Missverständnisse – zu einhundert Prozent der gleichen Meinung bin wie @hurdiegerdie um 19:43, Mr. Spock um 19:46 und Polyvalent um 20:04 Uhr.

Kann es eine größere Würdigung geben als ein T-Shirt für den „Größten Fußball-Manager aller Zeiten“? Jaaaaaa, eine Halloween-Maske und ein Platz bei Madame Tussaud.

Die größte Würdigung für die HERTHA wäre es für mich, wenn die Mannschaft mit der folgenden Aufstellung 3 Punkte in Wolfsburg holt.

Kraft –
Lell, Hubnik, Mijatovic, Kobiashvili –
Janker, Lustenberger, Niemeyer, Morales –
Raffael, Ramos –

Die Bank: Aerts, Franz, Lasogga, Ottl, Ronny, Rukavytsya, Torun.


Ursula
27. Oktober 2011 um 20:34  |  42702

Habe schon an anderer Stelle auf gewisse
Verdienste von Dieter Hoeneß hingewiesen,
weil ich ihn mit relativierenden Erklärungen,
die jetzt HIER zu weit führen würden, schon
schätzte und Hertha sollte dies auch tun!

In geistiger Übereinkunft mit dem Präsidium
führte Dieter Hoeneß ganz und gar unaufgeregt
Hertha BSC und scheinbar auch leidenschaftslos,
aber dem war nicht so!

Dieter Hoeneß war fast von Anfang an ein
echter Herthaner, aber autoritär, mit wenig
Bereitschaft zum Delegieren, aber mit sehr
viel Herzblut!

Dieter Hoeneß fehlte zumindest ZWEI Mal
ein Quäntchen Glück, für die Hertha erneut
in die CL zu kommen und KEINER würde
heute ob der Finanzen der Hertha weinen!!

Hertha hätte sich mit den beiden Teilnahmen
wahrscheinlich in der „oberen Tabelle“ der
Bundesliga etabliert, aber er ist letztlich an
der Ignoranz, beim Versuch eines demonstrativen
Stils bei seiner Art der Unternehmensführung,
vorrangig an einem antiquierten Präsidium
gescheitert, deren Präsident dann den bekannten
“Festspielen” eines Dieter Hoeneß aus eigener
Eitelkeit “nicht mehr beiwohnen” wollte…

Für jeden Rückschlag fand er noch relativierende
Worte, denn er gehörte menschlich zu den klar
Besseren! Nur hätte er sich VIEL mehr als
gehabt, ein Team zulegen sollen und eben
delegieren!!! Die ihn heute wegen seiner
“Verschwendung” diskreditieren, hatte alle
Macht, ihn in seiner gewissen Maßlosigkeit
zu bremsen!

Dieter Hoeneß hat nicht mehr Schuld an der
aktuellen Finanzmisere von Hertha BSC, als
die jetzige Administration, vorrangig die Herren
Gegenbauer und Schiller, die alle noch in Amt
und Würden sind….!!!


der mo
27. Oktober 2011 um 21:01  |  42703

Eine Wuerdigung fuer Hoeneß? Okay… danke dieter. Mehr nicht.
Zur erklaerung: danke, dass du da warst als wir endlich aufgestiegen sind (welchen anteil ER dabei hatte vermag ich nicht zu sagen)
Danke auch, dass du uns mit deinen Transfers eine CL-taugliche mannschaft beschert hast. Auch namen wie marcelinho und pantelic werden mit ihm in verbindung gebracht.
ebenso boateng, dejagah und und und. auch seine zum teil klugen vertraege mit beteiligungen an weiterverkaufen und zweitligatauglichkeit gehen auf seine kappe. danke nochmal.
aber das sind eben nur leuchtenden beispiel und der schatten seiner aera ist noch viel groesser.

also nein, ich wuerde ihm gewiss kein denkmal vor dem stadion setzen wollen. ein wikipedia-eintrag ist der huldigung genug.
wir hatten eine menge spass unter seiner regenschaft und werden noch eine weile an ihn erinnert werden. jedes jahr aufs neue wenn der finanzplan vorgestellt wird.
haette sich hertha anders entwickelt, wenn er nicht dagewesen waere? gewiss, gewiss. waeren wir heute frei von schulden, waeren wir ein fahrstuhlclub oder gefestigtes mittelmaß, oder gar..etabliertes spitzenfeld? das kann man nicht sagen aber tatsachen sind tatsachen und die bewegen sich im zweistelligen millionenbereich und die kann man einem manager nunmal ankreiden.
die vereinsfuehrung wie sie sich heute praesentiert gefaellt mir jedenfalls deutlich besser. keine skandalprofis, keine suedamerikaner die man noch von frueher kennt, keine taenze im mittelkreis, als der wiederaufstieg naeherrueckte. 🙂 und vorallem teamgeist, identifikation mit dem verein und vorallem demut als aufsteiger. das sagt mir zu 🙂

also nochmal danke dieter, vergessen werden wir dich nicht. aber weiter gehts.. gegen wolfsburg muss mal wieder eine ueberzeugende leistung her.

gruesse!


27. Oktober 2011 um 21:06  |  42704

Die Themen wiederholen sich, damit auch die eigenen Sätze.. Kann mich dem Gesagten von @ursula diesmal nahezu zu 100% anschließen. Im Grunde hat mich DH wieder zur Hertha gebracht, die ich vorher fast 10 Jahre nicht mehr richtig „auf dem Zettel“ hatte-mich nervte der Verein eigentlich nur noch. Mit DH kam wieder ein Gesicht (das mir mit seiner Verschmitztheit immer sehr sympathisch war), da hielt jemand seinen breiten Rücken hin. Da konnte jemand mal überraschende Sätze formulieren. Klar, wie oben einer sagt-alte Schule..aber, das ist nun mal so. Plötzlich sprachen auch in meinem (was den Fussball angeht) komplizierten Umfeld die Leute wieder zaghaft über „Hertha“, ohne gleich die Nase zu rümpfen. Es kamen mehr und mehr positive Schlagzeilen.-Auch sportlich entwickelte es sich enorm. Teilweise hatte DH mit seiner (eigentlich von 80% der Fussball_Manager) Strategie auch reichlich Pech-hätte der damalige Trainer und die Mannschaft deutlich zupackender die letzten 2,3 Spiele gespielt-würde heute wirklich völlig anders diskutiert werden.-Manchmal ist es eben im Profisport auch nur knapp. Dass mit Preetz heute kein Hasardeur mehr am Ruder steht-ist zeitgemäß und endlich auch besser.-Dass DH mehr verdient hat, als das jetzige eingleisige Image, steht für mich fest. Ob er aber reif für ne irgendwie geartete Ehrung ist?-Keine Ahnung, wie die Stimmung „an der Basis“ ist..ich denke mal eher nein. Berlin ist ein Land der Meckerer und auch ganz schön nachtragend. Hier werden die Helden von gestern im Zweifel ausgepfiffen, denn geehrt (wie es in England und anderswo üblich ist).
Unterm Strich hat DH natürlich auch zu Recht viele Kritiker..In 5 Jahren kann man noch mal drüber nachdenken, die Zeit ist nicht reif dafür, vermute ich. Geht´s dann der Hertha prächtig, sollte man es tun. Wenn nicht, wird es nix mehr.. 🙄


Exil-Schorfheider
27. Oktober 2011 um 21:23  |  42706

Ja, der Dieter eben.
Viele reiben sich an ihm, die anderen stehen hinter ihm und sein beinahe ruinöse Schaffen. Ich sehe es so, dass er einen starken Beginn bei uns hatte, der sicherlich vieles besser beim Klub machte. Mittlerweile sehe ich es wie @hurdie und die anderen, die kein gutes Haar an seinen letzten Jahren lassen. Ich glaube auch nicht, dass die mindestens zwei Beinahe-Einzüge in die „Königsklasse“ die Finanzen derart verbessert hätte, denn meiner Meinung nach wäre nur noch mehr Geld verbrannt worden als sowieso schon…


hurdiegerdie
27. Oktober 2011 um 21:30  |  42707

Wenn es Hertha in 5 Jahren prächtig gehen sollte, würde ich ja die Ehrung den heutigen Machern zukommen lassen, die es geschafft haben, den Karren wieder aus dem DH-Dreck zu ziehen.

Ob es anders gekommen wäre, hätte Hoeness die CL einmal geschafft, ist reine Spekulation. Ich vermute, er hätte noch mehr verpulvert, um dann die Bayern anzugreifen. Das ist aber auch nur Spekulation. Was bleibt ist, was am Ende rausgekommen ist, und das waren über 60 Mio Schulden mit einem Verkauf von allem was Hertha noch hatte bis 2019. Schon vergessen? Das letzte was Hertha noch verkaufen konnte, waren zukünftige Transfers.


27. Oktober 2011 um 21:47  |  42708

ist doch klar, @hurdi..einer hat immer Recht und das letzte Wissen. Habe mich längst daran gewöhnt. -Aber wenigstens noch eines, bevor ich Dir das Feld überlasse: Es geht doch mehr um ne Geste, als um ein Amt, insofern ist dein erster Satz völlig überflüssig.


Alpi
27. Oktober 2011 um 21:55  |  42709

Ich sehe es wie E-S. Mit Einnahmen aus der CL hätte er noch mehr Geld verbrannt, statt Schulden zu tilgen.
Wären wir in die CL gekommen, hätte er die Wolfsburg-Transfers bei uns gemacht.

Manager-Typen wie die Hoeneß-Brüder oder ein Calmund sind natürlich viel unterhaltsamer als vielleicht ein Preetz oder Allofs.
Aber was für mich zählt, ist nicht die Inszenierung der Manager vor und nach den Spielen, sondern die Vorstellung der Mannschaft auf dem Platz.


Herthaber
27. Oktober 2011 um 21:56  |  42710

An der Person Dieter Hoeneß scheiden sich die Geister.
Für mich sind seine Verdienste um den Verein aller Ehren wert. Wenn auch die letzte Zeit sehr fraglich und seine Spielereinkäufe zuteuer und unglücklich gewesen sind. Er ist sicherlich für einiges verantwortlich aber eines ist unbestreitbar – die Strukturen die Hertha zu einem Großverein gemacht haben, wurden von ihm ins Leben gerufen. Es würde mir keine Zacke aus der Krone fallen, wenn man ihn seiner Dienste wegen eine Ehrentafel im Verein widmen würde. Es haben ganz andere auch große Fehler gemacht und waren Alterspräsident. Warum also nicht ?


Herthaber
27. Oktober 2011 um 21:58  |  42711

@Alpi

Mit hätte und wenn kann man Dieter Hoeneß nicht kommen, daß ist doch unbewiesen.


Herthaber
27. Oktober 2011 um 21:59  |  42712

Das die Zeiten eines Patriarchen im Verein vorbei ist, ist doch klar. Unsere derzeitige Vereinführung gefällt mir auch besser. Aber zum Amtsantritt von D.H. war er genau der Richtige zum richtigen Zeitpunkt.


dieter
27. Oktober 2011 um 22:00  |  42713

Größere Würdigung?!?

Er ist Namensgeber meines Nicks, reicht das nicht?! :mrgreen:


Exil-Schorfheider
27. Oktober 2011 um 22:20  |  42715

@dieter

😀 Thumbs up!

Und er hat bereits ein Shirt! Danke noch mal an @rasi!!!


dieter
27. Oktober 2011 um 22:43  |  42716

Ja, genau @E-S, ein Shirt hat er auch noch.
Wir wollen es mal nicht übertreiben.


Bolle75
27. Oktober 2011 um 22:59  |  42717

Ohne Hoeneß gäbe uns heute wahrscheinlich gar nicht, daß sollte man nicht vergessen. Verstehen vermutlich nur die älteren unter uns. Ja er hat Respekt und Würdigung verdient. Nein er sollte keine Position mehr im Verein bekleiden da er hier zu viele Gegner hat. Er hat gute Arbeit in B. geleistet, sehr gut wäre sie wenn er früher gemerkt hätte das seine Zeit abläuft. Die heutige Hertha war sein Baby und das ist jetzt Erwachsen geworden. Es will seinen eigenen weg gehen und selber bestimmen wo es lang geht. Hoeneß hat das Fundament gestellt was zum Schluss etwas zu dick wurde, so sehe ich das. Man sollte aber auch den Herrn Schwan nicht vergessen der einigen Anteil daran hatte was Hoeneß aufgebaut hat. Ohne Holst nun zu entweihen behaupte ich das Hertha ohne Schwan & Hoeneß niemals CL und um die Meisterschaft mitgespielt hätte. Ohne Hoeneß würden wir zwar keine 30Mio Schulden haben aber vermutlich würde Hertha außer ein paar tausend Berliner auch niemanden Interessieren.

@hurdie und all die anderen: Wir hätten aber auch kein Trainingszentrum und vor allem nicht diese Strukturen die erst die Röber-Hoeneß-Schwan Ära hat entstehen lassen. Hertha hat einen erfolglosen Patriarchen durch einen neuen ersetzt und der hat aus uns das gemacht was wir heute sind. Die Schulden sind ärgerlich und in der Höhe auch vermeidbar gewesen aber trotzdem werde ich den Teufel tun und Hoeneß nur deswegen zu verteufeln weil er ein Risiko gegangen ist ohne das wir heute vermutlich ganz woanders spielen würden.


Herthaber
27. Oktober 2011 um 23:13  |  42718

@Bolle75

Kann ich nur unterstreichen!

Neben einigen Fehleinkäufen haben wir aber ihm auch Friedrich, Marcelino und Pantelic zu verdanken und ich denke das waren doch Volltreffer oder ?


Exil-Schorfheider
27. Oktober 2011 um 23:21  |  42719

@herthaber

Was deren Gehaltskonten betrifft, ja! 😉


dieter
27. Oktober 2011 um 23:23  |  42720

@E-S

Daran hab ich auch gedacht. 😉
Insbesondere, was eine dieser Personen anbelangt. :mrgreen:


Exil-Schorfheider
27. Oktober 2011 um 23:27  |  42721

Ich wollte das gar nicht vertiefen, @dieter. Es gibt eben auch zu diesem Thema Pro und Contra. Für mich waren das überdurchschnittliche Spieler. Als Volltreffer hätten sie woanders gespielt.


27. Oktober 2011 um 23:32  |  42722

@exil: die Spieler Pante, Marcello, Friedrich Wosz, Beinlich etc haben ja auch ne Menge eingebracht, waren für Sponsorenverträge äußerst wichtig. Diese Namen kannte jeder Fussballfreund und Werbeadressat in Deutschland. Ohne solche Leute bekommst du keine großen Verträge. Marcello mit extrem guter Quote, genauso Panne..Friedrich mit nahe 100 Länderspielen..also für Berliner Verhältnisse absolute Volltreffer-nur die 70er sind vergleichbar gewesen.
Deshalb sind auch die Transfers von Lell, Ottl und Kraft ziemlich clever..


hurdiegerdie
27. Oktober 2011 um 23:32  |  42723

Als Hoeness kam, war Hertha praktisch bereits aufgestiegen. Er hatte also nichts mit der Mannschaft zu tun, die den Aufstieg schaffte; die wurde von jemand anderem (Rühl) zusammegestellt. Röber war auch schon ein Jahr bei Hertha.

Sicher hat Hoeness Strukturen bei Hertha geschaffen, anfänglich. Hertha war auch einmal in der CL, zu diesem Zeitpunkt noch weitestgehend unverschuldet trotz des Aufbaus der Akademie (die ja von der DFL vorgegeben war). So bis 2003/2003 war die Arbeit von Hoeness ok. Dann hat er den Verein – mit Abnicken einiger anderer Herren – fast in die Insolvenz getrieben.

Die Zauderhaftigkeit eines Favre 🙄 haben dann Hertha noch mal handlungsfähig gemacht und die Schulden etwas reduziert. Die weitere Entschuldung hat uns den Abstieg gekostet. Wir werden aber noch weitere 8-10 Jahre unter der Finanzpolitik eines Hoeness leiden.


Exil-Schorfheider
28. Oktober 2011 um 0:18  |  42724

@apo

Mag jeder sehen, wie er will. Marcello hatte sicherlich eine gute Quote, er war ja Mittelfeldspieler. Bei Pante weiß ich immer nicht, warum alle von guter Quote sprechen. Liegt es daran, dass die anderen Stürmer bei Hertha so schlecht waren? 45 Tore in 114 sind für mich Durchschnitt, mehr nicht. Und Friedrich kam auf die hohe Zahl der Länderspiele, weil er auf rechts der Einäugige unter den Blinden war.


Bear
28. Oktober 2011 um 0:49  |  42725

Dieter Hoeness hat eine neue Aera eingeleitet und Strukturen geschaffen, von denen man heute noch profitiert. Leider ist er an seiner Gier gescheitert und hat den Verein fast wieder ruiniert..


28. Oktober 2011 um 1:05  |  42726

@exil: ist es dann aber nicht gut, wenigstens den Einäugigen unter Blinden zu haben.?Die Quote von Pante
ist für Hertha-Verhältnisse ein Top-Wert, vor allem, weil er es konstant gebracht hat. Noch hat niemand aus dem jetzigen Kader seine Konstanz..
Und Marcello war doch halbwegs unbestritten Hertha bester Mittelfelder aller Zeiten, in einer Reihe mit Varga und Beer-eigentlich noch einen Tick über den beiden?-
Den Werbenden waren diese Namen und Figuren jedenfalls äußerst wichtig, so, wie heute die Namen Ottl, Lell, Kraft, Ramos, Raffael und in der Schweiz Lustenberger wichtig sind. Aber sie müssen alle noch zu legen, wollen sie mal so viel einbringen ( zurück geben) wie die o.g.
Es gab ne recht lange Phase, in der außerhalb Berlins die Hertha überhaupt nicht wahrgenommen wurde, grauer als grau-. Erst mit ner tollen Spielweise u/o schillernden Persönlichkeiten kommt Bewegung in die Sponsorenhirne-ist ja auch klar. Und auf diese Schien setzte DH-und das war damals eben so üblich. Durch gute Kontakte und Image, hatte er hier und da ganz gute Verhandlungspositionen. Für mich sind diese positiven Aspekte nicht zu leugnen.
Er ist jedenfalls sicher nicht nur Totengräber und jemand, den man bei jeder sich bietenden Gelegenheit herabsetzen muss, sondern auch Wegbereiter für vieles positive. Er hat unbestritten viele Türen aufbekommen..und ganz sicher auch vieles umgestoßen und verhindert.
Ich mochte ihn, ohne ihn zu verehren oder gar zu vergöttern.
Ich respektiere die Person voll und ganz und sehe in ihm einen Herthaner, nicht weniger als es ein Schiller oder Preetz ist, der das alles ja auch nicht umsonst macht-und dem Verein nahezu seine ganze Karriere verdankt. Demgegenüber hatte DH eine Karriere weit vor seiner Berliner Zeit.-
Damit kein falscher Ton hinein kommt: Preetz macht seine Sache herausragend, auch viel besser als ich es ihm zugetraut hätte. Preetz passt auch sehr viel mehr in die veränderte heutige Zeit., die andere Vorgehensweisen verlangt. Seine Teamfähigkeit ist Gold wert. Alles ist gut. Unter DH war aber auch nicht alles schlecht.
DH hat sogar den gottgleichen und unfehlbaren Schweizer nach Berlin geholt, weil er einen Plan hatte (etwas zu spät).- Und für mich ist es eben nicht so, dass ausschließlich oder zu 90% der DH den Abstieg zu verantworten hat.-Wer hier mitschwingendes subzeugs wahrgenommen hat, liegt richtig-aber alles mit einem verschmitzten Lächeln, ohne Zorn..bitte. 🙄


Exil-Schorfheider
28. Oktober 2011 um 7:45  |  42727

@apo

Ich kann Deinen Standpunkt durchaus nachvollziehen. Deswegen schrieb ich ja von einem starken Beginn des DH, der passenderweise in die Zeit fiel, als ich mich der Hertha zuwandte, was aber meinem Alter geschuldet ist. 😉


Blauer Montag
28. Oktober 2011 um 8:07  |  42728

Morchen Exil-S. und @lle,
Dieter H. hat sicher einen großen Anteil daran, bei Hertha seit den 90 Jahren eine gute Infrastruktur für Profifußball zu schaffen. Aber um welchen Preis?

Ich persönlich würde die Frage danach, wer HERTHA in die 2. Liga gebracht hat, wie folgt beantworten:

Ingo Schiller 10 %
Dieter Hoeneß 50%
Arne F. und seine Spießgesellen 20%
Lucien Favre 10%
Micha Preetz 5%
FuFu 5%

Für mich begann der Kurs in die 2. Liga im Jahr 2003. Seidem hat HERTHA viel zu oft mehr Ausgaben getätigt als Einnahmen erzielt. Eine erste Geste der Anerkennung (Versöhnung) wäre es gewesen, wenn Dieter Hoeneß im Mai 2011 eingeladen worden wäre (teilgenommen hätte) an/zu der Feier des Wiederaufstiegs in der Zitadelle Spandau. Da stimmt wohl @pos Vermutung um 21:06 „… die Zeit ist nicht reif dafür“.


28. Oktober 2011 um 8:46  |  42729

Je ausgeprägter der aktuelle/letzte Misserfolg, desto mehr sehnst Du Dich danach, dass die Meriten der Vergangenheit gewürdigt werden.
Das ist menschlich.

Zu Würdigungen und Denkmälern hat Hans Meyer bekanntermaßen gesagt:
Im Fußball baut man Dir schnell ein Denkmal, aber genauso schnell pinkelt man es an.

Hoeneß sollte froh sein, dass ihm keines errichtet wurde.
Auf seine Verdienste (positiv) und seine „Verdienste“ (negativ) haben einige Kommentatoren hingewiesen und ich konnte in beide Richtungen sehr vernünftiges lesen.
Allerdings schlägt in meiner Bewertung die Waage eher in Richtung „Verdienste“ aus.


Treat
28. Oktober 2011 um 8:51  |  42730

Zu Hoeneß ist alles gesagt.

Daher Off-Topic:
Freut Ihr euch auch immer so, wenn der Kevin Tore schießt?
http://www.youtube.com/watch?v=7PDe0doCp0w

😎
Blauweiße Grüße
Treat


Exil-Schorfheider
28. Oktober 2011 um 8:58  |  42731

dieter
28. Oktober 2011 um 8:59  |  42732

@Treat

Nö.. interessiert mich nich die Bohne, was der macht.


28. Oktober 2011 um 9:03  |  42733

@ Treat

Mich ängstigt ein wenig, dass ich auch so ausgesehen haben dürfte, als Hertha kurz vor Schluss den Siegtreffer gegen Stuttgart schoss.


Exil-Schorfheider
28. Oktober 2011 um 9:10  |  42734

@wilson

Und dabei „Raffa-Raffa-Raffa-el-el-el“ gerufen!?


28. Oktober 2011 um 9:28  |  42736

@ Exil-Schorfheider

Nee.
Aber mein Stadionverhalten unterscheidet sich schon etwas von meinem sonstigen spießigen Auftreten.
Neulich (gegen Mainz) wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass ich wieder so viel und lautstark geschimpft hätte. Das ist mir dann peinlich.


Exil-Schorfheider
28. Oktober 2011 um 9:32  |  42738

@wilson

Verstehe, was Du meinst. Kenne ich nur zu gut.


f.a.y.
28. Oktober 2011 um 9:56  |  42739

@wilson: I like. Vielleicht schaun wir doch mal zusammen ein Spiel. 😉


jap_de_mos
28. Oktober 2011 um 10:14  |  42741

Die Diskussion hatten wir doch schon ein paar Mal oder?
Mein Eindruck ist – kurz gesagt – dieser: Wenn er kein Geld für Spieler hat (und auch nix beschaffen darf), ist er gut. Dann ist er gezwungen, kreativ zu werden. Hat er Geld, wird’s ruinös.
Würdigung? Vielleicht kann er ne Kneipe aufmachen: „Hoeneß am Zoo“. Da ist grad was frei geworden… 🙁


Blauer Montag
28. Oktober 2011 um 10:21  |  42742

“Hoeneß am Zoo” …. wird wohl genau so gerne genommen wie ein Sponsoren-Pils …. duck und wech 😆


28. Oktober 2011 um 10:27  |  42743

Das Gegenteil von gut gemacht ist meines Wissen gut gemeint. Und so würde ich auch die Arbeit eines D.H. ohne das Gegenfeuer eines Robert Schwan bezeichnen. Es ging von dem Moment an mit Hoeneß durch als die „Kontrollinstanz“ Schwan weg war. D.H. wollte Hertha zu einem europäischen Spitzenklub machen, guck ich mir aber den Zuspruch an den Hertha bekommt, seit der Verein bodennäher agiert wähne ich Hertha derzeit viel eher auf dem Weg dieser Spitzenverein zu werden als noch zu Hoeneß’s Zeiten. D.H.+Hertha hat Bundesweit Stirnrunzeln gegenüber den angeberischen Hauptstädtern verursacht. Die aktuelle Hertha ist Sympathieträger geworden, vielleicht noch nicht Bundesweit, aber ich kann mich nicht erinnern das Hertha mal lokal mehr Sympathien hatte. Darauf lässt sich aufbauen, damit lässt es sich entschulden und nach 4-5 Jahren „Wohlverhaltensperiode“ mit seriösem Wirtschaften (denn genau dafür sind Manager da und daher hat D.H. sich eher nen Tritt in den Allerwertesten als ein Denkmal verdient) werden wir auch wieder international vertreten sein. Diesmal aber mit einem gesunden Verein. Also eher gut gemacht als gut gemeint.


hurdiegerdie
28. Oktober 2011 um 10:31  |  42744

Wirklich hübsch @treat, danke.

@Wilson: also ich habe dich nicht gehört, dabei sass ich doch nur ein paar Reihen tiefer. Sooo schlimm war es also nicht. Vielleicht habe ich aber auch zu laut geschimpft.


Ursula
28. Oktober 2011 um 10:41  |  42745

Zu Hoeneß ist zwar längst ALLLES (?)
gesagt, geschrieben worden!?

Aber leider driften die Hypothesen über
eine evtl. „CL“-Teilnahme oder zwei und
dem Werdegang der Hertha mit Hoeneß
DANACH genauso in den Bereich von Unterstellungen und Spekulation ab, wie
umgekehrt, was wäre wenn…..

….und jetzt ganz vorsichtig zum nachenken,
denn so wohltuend ich das aktuelle, ruhige
Fahrwasser abnicke, so begann für mich der
Anfang vom Ende eben gerade mit dem
„Weggang“ von Dieter Hoeneß!

Mit dem erneuten „Kauf“ von Wichniarek,
dem „Verzicht“ auf Monsieur Favre und der
Neuverpflichtung von Friedhelm „Ratlos“
Funkel und einigen Nebenkriegsschauplätzen,
die eben nicht jener Hoeneß zu verantworten
hatte, sondern sein(e) Nachfolger!! Aktuell
hoch gelobt!

Genauso wie in der Schlussphase dem Hoeneß
die Verplichtung des brasilianischen AV links
in der Winterpause nicht „gestattet“ wurde,
genauso hätte „MAN“ auch bei andereren
„waghalsigen Transaktionen“ intervenieren
können!! Nur da sonnten sich alle in und mit
diesem „Le roi soleil“, einschließlich der
jetzigen ADMINISTRATION……

…..usw., usw., usw,……….


28. Oktober 2011 um 10:54  |  42746

@Baka..neuer, interessanter Aspekt. Ich sehe das aber anders: DH hatte seit langem Seriosität ( tja..) in den Verein gebracht. Das Umfeld Berlin, nicht zuletzt durch den neuerlichen Abstieg, hat sich aber ziemlich gewandelt. Ich erlebe die jüngeren Menschen..anders als meine Generation: deutlich geerdeter, fröhlicher und unabhängiger. Ich finde nicht, das Hoeneß´Hertha Großmannssucht ausstrahlte ( wohl aber das Umfeld, vor allem auch das mediale..)- aber Preetz passt in der Tat viel mehr zu heutigen Zeit, als ein Hoeness. Doch Vorsicht : die Zuneigung ist immer noch fragil: allzu viel Kredit (wie in Dortmund, Schalke etc) haben sie noch nicht. Würde Hertha den Babbel nach ner mittleren Niederlagenserie entlassen, oder würden einzelne Spieler für wiederholten Ärger sorgen..oder gäbe es zu oft fussballerisches Gewürze (ohne Einsatz) etc,- wäre der recht schnell aufgebraucht.-
@treat: köstlich und eindeutiger Beleg: gehe niemals mit deiner Frau/Freundin/Freund in ein Fussballstadion, wenn der/die nicht selbst ein völligen Schatten hat… 😳
Ich bin eher ein fast stiller Zuschauer, bei dem sich nur bei Toren nahezu alles entlädt..gegen Mainz allerdings hätte ich wohl auch öfters die Contenance verloren :..


28. Oktober 2011 um 11:08  |  42747

@ursula: du warst allerdings auch für die Entlassung von Favre-zu der es m.E. überhaupt keine Alternative mehr gab, seit der Co-Trainer-Story. Und die letzten beiden Interviews zeugten von einer Art Schockstarre. Bis dahin war ich überzeugt,dass es keinen Wechsel geben dürfe, war da plötzlich im Lager der „Fairsten“-Wenn ein Trainer aber die Mannschaft verliert(warum auch immer)-und dann (und die passt einfach) auch noch diese Teeküchenstory. Da würde ich nicht von einem administrativen Fehler sprechen. Den gab es wohl vorher, wenn du dich an die heftigen und hitzigen Tsp-Diskussionen erinnern möchtest– 💡
Ich habe ja auch ne Prozentrechnung, wie der Blaue Montag
-aber darin bekommen Favre und Preetz deutlich mehr Anteile. Vergessen wirdimmer auch die Mannschaft!-Die hatte einen nicht kleinen Anteil am Abstieg!!
Aber Du, @ursula, solltest zu dem stehen, was Du damals dachtest (zu dem das gar nicht so furchtbar verkehrt war…)


28. Oktober 2011 um 11:09  |  42748

sorry:nicht Fairsten, sondern…


Blauer Montag
28. Oktober 2011 um 11:18  |  42749

Morchen noch mal @apo,
was ihr damals im Tsp-forum diskutiert habt, kenne ich gar nicht. Stand heute würde mich nur noch mal interessieren, wie du die Prozente verteilen würdest an die Schuldigen für den Abstieg 2009/2010?


Ursula
28. Oktober 2011 um 11:20  |  42750

Nein „apo“ ich war vielfach sogar hefstigst
gegen Favre, insbesondere in der Phase
um die DREI letzten Spiele (Karlsruhe 0:4),
aber ich war NIE für seine Entlassung….

…..und als die Verpflichtung von F. Funkel
bekannt gegeben wurde, habe ich in meinem
Bekanntenkreis bereits die „Abstiegsglocken
läuten“ lassen!!

Übrigens wäre unter Hoeneß eine erneute
Verpflichtung von Wichniarek überhaupt
nicht möglich gewesen, nur über „seine
Leiche“….


Polyvalent
28. Oktober 2011 um 11:21  |  42751

So wie ich den „Sonnenkönig“ einschätze, würde er bei einer entsprechenden Befragung seinen Anteil am Abstieg bei 0 % bewerten (da nach ihm alles falsch gemacht wurde), seinen Anteil am Aufstieg aber bei ca. 25-30 % (da er das Fundament gelegt hat).
Wie soll man denn so Einen würdigen?


28. Oktober 2011 um 11:32  |  42752

..@ursula: dass du gegen FF warst, das kann ich bestätigen.
Na egal-führt ja auch in eine neue Grundsatzdiskussion. –
@treat hatte schon nicht ganz falsch gelegen… 🙂


Blauer Montag
28. Oktober 2011 um 11:40  |  42753

@polyvalent um 11:21
Wenn würdigen so schwer fällt … IGNORIEREN?


kraule
28. Oktober 2011 um 11:44  |  42754

Dieter wollte Hertha nur sekundär zu einem europäischen Spitzenclub machen, primäres Ziel war es DER Manager bzw. Macher eines europäischen Spitzenclubs zu sein…….


28. Oktober 2011 um 11:54  |  42755

@BM, na gut, für Dich..außerhalb des Diskutierbaren, also OUT of topic 😀
aus dem Bauch heruas, kann sein, dass es zu damals etwas abweicht…

Preetz, Favre 30%
DH: 20%
FF: 15%
Schiller & co 15%
Mannschaft 20% (ich meine nicht Friedrich und seine Spießgesellen-diese Theorie
kommt bei mir nicht an- sondern alle-ob Raffael, Kacar, der unsäglich pomadige Cicero oder die „Rebellen“.die es in solchen Phasen einfach auch gibt- diese Mannschaft hat nicht alles gegeben)


kraule
28. Oktober 2011 um 12:04  |  42756

Mal ganz kurz und ohne jegliche schriftliche Begründung meine Prozente:

Mannschaft 50%
DH&LV&FF 50%


Blauer Montag
28. Oktober 2011 um 12:27  |  42757

Sind „notiert“ eure Kommentare #42756 und #42755 @kraule und @apo 😉
Die von euch genauso wie von mir genannten Namen werden uns ggf. nach Halloween weiter umtreiben. Favre kommt zu Besuch ins Oly – dann können wir erneut Schuldzuweisungen in Prozenten verteilen.
Und später kommt auch Huuuuuuuuuub ….

Einige Kommentare über Euch wurde noch mal das letzte Heimspiel gegen Mainz erwähnt. Ich hoffe für den Trainer, die Fans und die HERTHA, dass die Mannschaft wenigstens in weiteren Heimspielen wieder die Leistung wie gegen Stuttgart bringt. Wenn unsere Offensive schwächelt, dann mahne ich zur Gelassenheit. 9 Tore können für den Klassenerhalt ausreichen.

9 mal EINS zu NULL für Hertha bringt weitere 27 Punkte. VOILÁ, der Klassenerhalt.

Ich hoffe, wir erleben noch weitere Heimsiege in dieser Saison.
Oder HERTHA holt eben die notwendigen Punkte zum Klassenerhalt auswärts – und fängt morgen damit an 😀 ❗


hurdiegerdie
28. Oktober 2011 um 13:51  |  42762

Schuld am Abstieg war für mich der notwendig gewordene Sparkurs und somit zu 75% Hoeness. Dieser Sparkurs wurde vielleicht im Abstiegsjahr übertrieben (Preetz, Gegenbauer: 5%). Dazu kam auch noch Pech in einigen ersten Spielen (Bochum, Mainz, Gladbach), das auch noch auf zusätzliches Verletzungspech aufbaute (Raffa, Drobny, Kacar) und ein verspäteter Stürmereinkauf (Ramos), insgesamt 10%. Die letzte Hoffnung wurde dann nach 7 Spielen mit der Entlassung Favres und der Einstellung Funkels zerstört.


Dan
28. Oktober 2011 um 16:06  |  42781

Was für ein Thema. Hatten wir wohl noch nie. 😉
Hier jedenfalls nicht.

Der Mythos D.H. geliebt & gehaßt oder Himmel & Hölle.
Ich werde nun keine Argumente auseinander pflücken, oder schon erbrachte bestätigen. Ich ergänze nur um einiges.

Mein persönliches Empfinden zu D.H.: Was er vorne aufgebaut hat, hat er am Ende mit dem Hintern wieder eingerissen. Er hat mit Hertha Roulette gespielt, verdoppelt und nicht gewonnen.
Dieter Hoeneß hat mit Handlungen und Aussagen während und nach seinem Wirken bei Hertha BSC bewiesen, dass er keinen Tropfen Herthablut im Leib hat, sondern einzig das „Mein Lebenswerk-Gen“.

Ja Dieter Hoeneß hat Strukturen reingebracht, ja er hat Hertha wahrscheinlich damals gerettet und ja er hat die Reiseschreibmaschine entsorgt.

Aber wie? Konnte er zaubern? Hat er Geld mitgebracht? Nö, er war am Anfang lediglich der Stiefelhalter für die feindliche Übernahme durch die UFA.
Nicht falsch verstehen. Als Hertha-Konsument verurteile ich nicht das Geld was floß, aber als schon damaliges Mitglied habe ich gesehen wie die Pistole auf die Brust der Herthaverantwortlichen gesetzt wurde.

Hertha hatte ca. 5 – 10 Mio DM Schulden (war damals viel) und konnte sich halt nur die „Reiseschreibmaschine“ leisten. Ich muss nur kurz zurück denken nach Essen und demütig dem Fussballgott für unsere Entwicklung danken. Aber damit die UFA die Geldhähne öffnete, waren klare Bedingungen zu erfüllen. Manager Rühl durch Dieter Hoeneß ersetzen. Unsere Leute an den Schalthebeln der Hertha-Zentrale sonst Banane. Wirtschaftlich alles verständlich. Das es da die eine oder Anhörung noch vor dem DFB gab und Postengeschiebe hinter den Kulissen nenne ich mal nur als Fußnote.
Der Aufstieg stand fest, Hoeneß wurden vom Vize-Präsidenten zum Manager gekrönt und die Millionen sowie Sponsorenaufträge (Vermarkter UFA) flossen.
Also lediglich sein Name und Standing bei Schwan und der UFA, dass er sich in seiner Stuttgarter Zeit erworben hat, verhalfen ihn zu dem Posten. Dafür wurde der Wegbereiter, der Leute wie Preetz sowie Dardai holte und einen soliden Weg einschlug, geopfert.

Also mit diesem schönen neuem Geld verpasste er der alten Dame ein „Lifting“. Geld das nicht er holte, sondern das ihm als Startkapital zu geschoben wurde.

Wie groß ist nun der Verdienst eines D.H. ? Arbeitszeit hat er für sein Lebenswerk ohne Ende reingesteckt. War er bei den Strukturen innovativ oder hat er nicht nur kopiert?

Nach dem gesundheitlichen Ausscheiden und späteren Tod von Schwan, hat D.Hoeneß das entstandende Machtvakuum erkannt und sofort ausgefüllt. Der Traum „Mein eigener Verein“ wurde realer. Jahr für Jahr besetzte Hoeneß die Posten mit Getreuen bis Hertha fußballfachlich entkernt war.

Einer der Getreuen hat es dann, aber auch beendet. Als Entscheidungsmacht und die neue Satzung vorhanden waren.

Wenn man das Pech um verpasste CL – Teilnahmen ins Feld schickt, sollte man aber auch nicht das Glück von 2003/2004 vergessen.

Vielleicht hat Hertha einen starken Mann gebraucht, vielleicht musste der Filz an den Rand gedrückt werden, aber irgendwann hat er die Bodenhaftung verloren.

Ich bin der Meinung, mit dem Geld das ihm damals zur Verfügung gestellt wurde, hätten viele etwas bei Hertha bewirken können.
Vielleicht sogar eine goldene Zukunft.

Daher mein vorläufiges persönliches Urteil:

Dieter Hoeneß hat mit seiner Art und Weise Hertha BSC 13 Jahre geprägt. Ihm gebürt der Respekt sich für Hertha eingebracht zu haben.

Durch sein Handeln nach der Entlassung (Entlaubung) bestätigt sich eher mein Eindruck der Wichtigkeit des persönlichen Lebenswerkes, als die Verwurzelung mit dem Verein.

An den Schulden sind rechtlich gesehen mehrere Schuld. Vom Fachwissen entkernt, hätten wohl nur Buchhalter, in diesem Fall Herr Schiller (Arbeitnehmer von D.H.[wegen KGmbH aA]) , ihn stoppen können. Hier bin ich aber absolut weit weg von Geflogenheiten hinter den damaligen Türen.

Danke für die Zeit Dieter Hoeneß und mit ich schließe mit den Worten vom verstorbenen „Onkel Wolfgang“: „Grundsätzlich ist jeder ersetzbar, auch Hoeneß.“

Meine Waage bewegt sich trotz meiner anprangernden Worte in keine Richtung: Hertha BSC ist nicht Dieter Hoeneß und Fehler wurden an vielen Stellen gemacht. Auf nur einen zeigen ist da zu einfach. Aber er war nun auch nicht der große Retter.

Meine Sichtweise.


hurdiegerdie
28. Oktober 2011 um 16:14  |  42783

Feine Sichtweise, @Dan


Treat
28. Oktober 2011 um 16:37  |  42788

Bin vollends mit @Dan und @hurdie! Dem gibt es in der Tat NICHTS hinzu zu fügen. Die umfänglichste und dabei sachlichste Sichtweise, die ich bislang dazu gelesen habe.

Blauweiße Grüße
Treat


bernie
28. Oktober 2011 um 16:41  |  42789

@ Dan guter Beitrag. Ist auch meine Meinung.


Ursula
28. Oktober 2011 um 16:46  |  42790

@ dan kann aufgrung einiger richtiger Fakten
dennoch nur sehr eingeschränkt mit Dir
konform gehen!

Zum Einen ist dieses Thema D. H. so komplex,
dass wir schon im TSP Unsummen an Themen
und Beiträgen dieser Art bis zum Erbrechen
durchgezogen haben, zum Anderen wird gern
vergessen, dass wir neben einem Präsidium,
auch einen Präsidenten Schipphorst hatten!!
Zugegeben mit anderen Vollmachten und
Kompetenzen als aktuell,…..

…aber auch einen AUFSICHTSRAT, einen Aufsichtsratvorsitzenden namens Werner Gegenbauer, der Dieter Hoeneß, wo er nur
konnte, aus VOLLER Überzeugung nicht
nur unterstützte, ihm regelrecht Zucker
in den Ar……

Man „golfte“ zusammen, man „schlief“ und
„urlaubte“ zusammen und da gab es das
Thema Hertha BSC nebst Finanzen sowie
einer evtl. „verlorenen Bodenhaftung“ nicht???

Oder hatte man sich auch privat nur über Rio,
Karneval und Pu…. blödelnd ausgelassen……


28. Oktober 2011 um 16:47  |  42791

ja, kann ich gut akzeptieren, @dan 🙂


waidmann2
28. Oktober 2011 um 17:52  |  42797

Viele haben sich hier argumentativ echt Mühe gegeben. In beiden Richtungen viel Bedenkenswertes und wohl auch Richtiges.
Ich bin bei dem Thema aber ganz egoistisch: Hoeness habe ich ICH Marcello zu verdanken und ich habe ungezählte Momente im Oly genossen, wenn Marcello am Ball war (einige verkorkste Ecken mal abgezogen …)


Dan
28. Oktober 2011 um 20:46  |  42834

@ursula
Ich habe Dir aber auch in diesen Diskussionen mit Zahlen nachgewiesen, wie die Ausgaben und Einnahmenseite von Hoeneß, vor dem Aufsichtsratvorsitzenden Gegenbauer, also unter Rupert Scholz, aussah und wie mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden W.G. .
Die Tendenz waren unübersehbar und das Kind schon lange in den Brunnen gefallen, wenn man mit der Entscheidungsstimme eines Vorsitzenden erst ab dem 02.05.2006 ausgestattet war.

Ich spreche Gegenbauer von Schuld nicht frei, aber er versucht wenigstens den Karren aus dem Dreck zuziehen, wo andere sich schon längst verflüchtigt haben oder der Rücktritt nahe gelegt wurde.

Aber wie damals ein Rotweinthema und leider werden wir wohl nie die dabei haben, die die ganze Wahrheit kennen.


Dan
28. Oktober 2011 um 20:54  |  42835

@waidmann2
Vollkommen ok die „egoistische“ Einstellung. Aber hätteste vielleicht nicht jedes Jahr solche „Ausnahmespieler“sehen wollen und dafür dem ohne Zweifel Herthaaushängeschild Friedrich nur 2,5 Mio statt 3,5 Mio + jährlich 0,75 Mio Saisonendvergütung gezahlt?


Ursula
28. Oktober 2011 um 21:22  |  42839

DIESE Zahlen sind mir bekannt! Am ehesten
gehe ich mit Dir, mit Deinem letzten Satz
konform, obschon es so langsam zu meinen
Lieblingssatz mutiert, ich ersticke an dem,
was ich eigentlich manchmal schreiben
möchte, aber…..


Ursula
28. Oktober 2011 um 21:49  |  42845

….denn gerade dieses Thema wird nicht
in einem rechtsfreien Raum „diskutiert“ und
nicht unbedingt ist die Gewähr auch HIER
gegeben, dass man nicht „missverstanden“
werden kann!


waidmann2
29. Oktober 2011 um 7:23  |  42874

@Dan
Ob man mit jährlich knapp 2 Mio mehr in der Schatulle hier einen zweiten „Marcello“ hätte haben können, ist etwas hypothetisch. Aber dennoch bin ich komplett bei Dir, dass Arne tendenziell überbezahlt war. Wie gesagt – es gäbe vieles, was man gegen DH anführen kann …


Ursula
29. Oktober 2011 um 9:49  |  42882

….aber auch VIELES, was dafür!
Vom dubiosen Causa Friedrich
rede ich allerdings auch nicht,
zumal er nicht mein Lieblings-
spieler war….

…..im Gegensatz zum „Göttlichen
Marcello“….


sunny1703
29. Oktober 2011 um 12:01  |  42908

Eine sehr seltsame anmutende Diskussion. Ich habe immer einen Reflex, wenn es darum geht jemanden zum Buhmann zu machen und andere rein zu waschen oder mit einem naja, die haben vielleicht auch einen kleinen Teil Schuld zu verteidigen, weil sie gerade die „Führer“ des Vereins des Herzens sind, nein, so vergesslich kann ich nicht sein.
Hoeness verbinde auch ich mit vielen wirtschaftlichen Fehlentscheidungen, mit exhorbitanten Geldausgaben. Allerdings lebten fast alle Bundesligavereine zu diesem Zeitpunkt über ihre Verhältnisse, selbst laufend in der Cl spielende Vereine wie Werder oder S 04 sind hochverschuldet. Von europäischen Spitzenteams ganz zu schweigen. Hier gilt es eine Unsitte im Profisport anzuprangern und damit auch die, die das unterstützt haben, wie eben auch Herr Hoeness. Doch die Schreibtischtäter sind nicht besser als die Macher, die Kopfnicker haben sich genauso schuldig gemacht, wie die die meinten mit Geldausgabe pur seinen Titel zu kaufen. Ein Aufsichtsrat eines Unternehmens ist kein Freizeitklub bei dem sich einige mit einem Titel schmücken dürfen. Um die Aufgaben eines Aufsichtsrates zu kennen, empfehle ich einen Blick mal in die deeutsche Aktiengesetzgebung. Kann nicht schaden, bevor man hier aktuelle Präsidentenfahnen schwenkt.
Wenn Hoeness in seinem hier unterstellten Ausgabenwahn und seiner Diktatur nicht gestoppt wurde, dann nur weil diese Herren im Aufsichtsrat ihn nicht stoppten, wozu sie jederzeit fähig gewesen wären. Sie haben auch keinen Aufschrei laut werden lassen, sind nicht in die ja so schlimme Berliner Medienlandschaft gegangen. Doch statt dessen sonnte man sich lieber im Licht des zu den Top 8 in deutschland spielenden Hauptstadtvereins Hertha BSC.
Gibt es den wirtschaftlichen „Schuldigen“ für die Finanzmisere bei Hertha BSC, dann gehört Hoeness wie zig andere Herren auf die Anklagebank und verurteilt würden, die wie auch ein Hoeness.
Viele haben schon vielleicht vergessen warum ein Gegenbauer in Führungspositionen zu Hertha kam. Er war Präsident des Berliner Industie- und Handelskammer und vor allem ist er ein ganz enger Vertrauter des Diepgen- Landowskyclans. Schon vergessen wer das war. Die Brüder die ja auch auf anderen Gebieten gezeigt haben wie man Geld zum Fenster raus schmeißt.
Aber gut jeder bekommt seine Möglichkeit zur Läuterung, Gegenbauer bekam sie weil man ja nicht gegen irgendwas im Verein stimmt.
Dass ein Hoeness in der Meinung nicht die gleiche Chance hat,was das wirtschaftliche angeht, ist NUR damit zu erklären, dass er eben nicht mehr bei Hertha ist. Und mein lieber@Dan, vielleicht hat Hoeness für sich das alles gemacht, für sein Lebenswerk, nur machen das nicht die jetzt handelnden Personen ebenfalls?! Unterstellungen und dein Spruch war eine, sind zwar populistisch,damit nicht unbedingt aber richtig.
Ich lasse hier jetzt den Vergleich mit einem nicht mehr unter uns weilenden Herthamitglied , weil ich mit ihm zum schluss meinen Frieden geschlossen hatte..
Noch interessanter wird aber die Hoeness Kritik im sportlichen Bereich.Hertha war vom Aufstieg an für lange Jahre sportlich immer eine der Mannschaften, die genannt wurden, wenn es um die UEFAcupplätze ging. Leider scheiterte die Mannschaft einige Male an ihren eigenen Nerven,w enn es um die CL ging, doch was man Hoeness nicht vorwerfen kann, war Ideen zu enwickeln , was anderes zu schaffen. Da war das Jugendinternat, da gab es die „Berliner“ Mannschaft da gab es über den Trainer Stevens etwas besseres zu errreichen, da gab es das Holen von Hans Meyer und es gab zum Schluss die Idee Lucien Favre.
Und es gab eine ganze Reihe sportlicher Nieten, jeodch nicht mehr als bei anderen Vereinen auch.
Ich bin mir sicher mit einem Gespann Hoeness Favre wäre Hertha nicht abgestiegen, weil ein Hoeness die Stürmerfehleinschätzung Favres nicht unterlaufen wäre.
Bei einem Abgang eines Bundeskanzlers „gehört“es sich bei der Antrittsrede des Nachfolgers den Vorgänger zu erwähnen, dass er sich um das Land verdient gemacht hat.
Seine jetzigen Nachfolger müssen in den nächsten Jahren erstmal zeigen, ob sie an einen Hoeness heran reichen. Zu wünschen wäre es uns allen.

Ja somit hat sich auch ein D. Hoeness um Hertha verdient gemacht. Mit einigen das man nicht vergessen wird, positiv wie negativ.

lg sunny

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