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(sto) – Während sich am Montagabend erst einmal der interessierte Teil der Hertha-Gemeinde zum Dialog mit den Verantwortlichen trifft – dazu mehr weiter unten -, wird tags darauf wieder Fußball gespielt werden: auf der internationalen Bühne.

Dann hofft Roman Hubnik, dass nach dem 2:0 im Hinspiel nun auch in Montenegro nichts mehr schief geht, und er und seine tschechischen Landsleute im kommenden Jahr zur EM nach Polen und in die Ukraine fahren dürfen. Sein Klubtrainer Markus Babbel sagt: „Ich drücke Roman die Daumen, dass er sich für die EM qualifiziert. Es wird ihn weiterbringen, ein internationales Turnier zu spielen.“ Aus seiner eigenen Zeit als erfolgreicher Abwehrspieler weiß Babbel: „Internationale Spiele helfen zu erfahren: Wie machen das andere Verteidiger? Wann ist es sinnvoll, mit Risiko in die Zweikämpfe zu gehen? Und wann muss ich mal wegbleiben?“ All das, damit Hubnik nach der EM als ein noch besserer Abwehrspieler nach Berlin zurück kommt.

Auf den Spuren von Ebert und Lustenberger

Ein anderer, der auf die große internationale Karriere noch hofft, womöglich aber schon bald zu einer solchen kommt, spielt morgen zunächst mal „nur“ mit der deutschen U21 auf Zypern. In der laufenden Qualifikation hat der DFB-Nachwuchs die Zulassung zur EM-Endrunde 2013 in Israel schon so gut wie sicher – unter anderem Pierre-Michel Lasogga steht in gut eineinhalb Jahren also ein Highlight bevor, wie es 2009 unter anderem Patrick Ebert – und einige weitere bekannte Namen – und heuer auch Fabian Lustenberger auch einmal genießen durften.

Gerade die Beispiele Lustenberger und Ebert zeigen, dass der Weg nach der U21 ins A-Nationalteam führen kann, es aber eben nicht auch zwangsläufig muss. Bei Lasogga aber bin ich schon seit geraumer Zeit davon überzeugt, dass er Herthas nächster Nationalspieler wird. Neben der nötigen gewissen Qualität als Stürmer sprechen auch quantitative Gründe auf dieser wichtigen Position dafür. Mario Gomez wird noch ein Weilchen gesetzt sein im bundesdeutschen Angriff. Aber dahinter werden in erster Linie Miroslav Klose und auch Cacau nicht jünger. Und eben diese drei sind auch schon die einzigen Angreifer, die Bundestrainer Joachim Löw regelmäßig zu Länderspielen beruft (Schürrle, Müller und auch Podolski firmieren beim DFB inzwischen ja mehr oder weniger offiziell als Mittelfeldspieler).

Die Branche staunt über Lasoggas Entwicklung

Wenig wundersam zögert Babbel, wenn man ihn zu den internationalen Perspektiven seines noch immer erst 19 Jahre alten Stürmers befragt. „Ich tue mich schwer, mich festzulegen“, sagt der Hertha-Trainer: „Weil das gleich eine Riesenbürde wird.“ Aber da Lasogga bis jetzt nicht den Eindruck gemacht hat, als würde er sich – wie er selbst immer so schön in der Sprache des Ruhrgebiets sagt – „darüber eine Platte machen“, spielen wir das Thema einfach mal durch.

Unter anderem hat sogar Babbel jüngst ja doch eingeräumt, Lasogga bringe vieles von dem mit, was international an Qualitäten gefragt ist. Auch außerhalb Berlins wird unter den Trainern der Bundesligavereine durchaus wahrgenommen, wie Lasogga sich in seiner Zeit bei Hertha entwickelt hat. Einer sagte mir neulich: „Er trifft längst nicht mehr nur mit rechts. Sein linker Fuß ist inzwischen ähnlich gut. Auch sein Kopfballspiel ist viel, viel besser geworden. Und athletischer ist er jetzt sowieso, läuft viel, hilft auch nach hinten mit, ist also keinesfalls nur ein reiner Strafraumstürmer.“

Gomez? Null! Lasogga? Vier!

Und nicht zuletzt habe ich mal nachgezählt, wie viele Bundesligatore besagter Gomez im zarten Alter von 19 erzielt hatte: null. Deren vier stehen für Lasogga zu Buche – und bis zu seinem 20. Geburtstag am 15. Dezember stehen noch die Ligaspiele in Freiburg, gegen Leverkusen, in Kaiserslautern und gegen Schalke an. . .

Aus all diesen Gründen lege ich mich fest: Erleidet Lasogga nicht einen kaum vorhersehbaren Formeinbruch, stimmen stattdessen Leistung und natürlich auch Torquote im Verein, dürfte Lasogga von Löw sogar schon recht bald nach der EM einmal eine Chance erhalten.

Oder wer fällt euch ein, der perspektivisch vor ihm steht? Ich denke dann immer an Stefan Kießling, aber an dem scheint Löw irgendetwas nicht zu gefallen.

18.45 Uhr: Während das Musikprogramm aus mehr oder weniger gelungenen Hertha-Fanliedern besteht, füllt sich der Saal 3 im ICC nur allmählich. Ich schätze mal, dass am Ende nicht mehr als 300 Mitglieder da sein werden. Aber auch Herthas Führungskräfte sind nicht vollzählig anwesend: Trainer Markus Babbel weilt im schönen München, Finanz-Geschäftsführer Ingo Schiller lässt sich gleichfalls entschuldigen.

18.55 Uhr: Opposition für Präsident Werner Gegenbauer? Herthinho entert das Rednerpult – aber Lösungen zum Finanzproblem kann er in seiner „Rede“ nicht anbieten. Aber freundlich in den Saal gewunken hat er!

19.10 Uhr: Beginnen wir mit dem Wesentlichen: der Trainerfrage. Dazu Manager Michael Preetz: „Wir haben uns klar erklärt: Wir würden gern mit Markus Babbel verlängern. Was jetzt ansteht, ist das Zeichen des Trainers. Darauf warten wir. Das wird zeitnah passieren, in den nächsten Tagen und Wochen.“ Er habe in dieser Sache „immer noch ein gutes Gefühl“.

19.45 Uhr: Die offene Fragerunde läuft. Wir reden über die Lautstärke der Beschallung im Olympiastadion und, und, und. Interessant waren die Fragen von Moderator Axel Kruse zu…

…einer Fortsetzung der Kieztour? „Die Resonanz ist großartig“, sagte Preetz: „Wir wollen in allen Kiezen gewesen sein und allen Berlinern eine Freude machen, das haben wir noch nicht erreicht.“

…das in Fremdbesitz befindliche Gründungsschiff „Hertha“. Der mit dem Auftrag einer Rückholaktion betraute Aufsichtsratschef Bernd Schiphorst sagte: „Das ist unser Ziel, aber nicht um jeden Preis!“ Der aktuelle Eigentümer sei ja „ein ganz reizender alter Mann. Aber wenn er mit uns redet, hat er so ein wenig das Eurozeichen in den Augen.“ Er sei jedoch davon überzeugt, dass eine Einigung erzielt werden könne.

…die Wahl des Präsidiums von Hertha BSC im kommenden Jahr? Ob er Präsident bleibe, „werden die Mitglieder entscheiden“, sagte Gegenbauer – aber seine Bereitschaft zum Weitermachen ist gegeben. „Wenn nichts Weltbewegendes passiert, würde ich weitermachen wollen und darum bitten, dass ich wiedergewählt werde.“

Zum Kader: Da wiederholte Preetz schon mehrmals getätigte Aussagen. Im Winter sind „keine Neuverpflichtungen geplant“. Die Vertragsverlängerungen mit Ebert, Janker und Aerts „werden im Frühjahr intensiviert“. Vorher sei „Planungssicherheit auf der Trainerposition“ herzustellen. Möglich, dass im Winter Fanol Perdedaj zwecks Erlangung von höherklassiger Spielpraxis an einen Zweitligisten ausgeliehen wird. Und möglich auch, dass umgekehrt Shervin Radjabali-Fardi früher als geplant aus Aachen zurückgeholt wird, wenn der dort für die Verteilung von Einsatzzeiten zuständige – und auch in Berlin leidlich bekannte – Herr seine schon aus Hertha-Zeiten bekannten Spieler fortsetzt. . .

20 Uhr: Mein persönliches Highlight des Abends: Für den Kauf der „Hertha“ müssten doch die kolportierten 200000 Euro – oder so – aufzubringen sein, forderte einer. Notfalls müsste eben jedes Klubmitglied zehn Euro – oder so – bezahlen. Schiphorst entgegnete, dass es nicht allein mit jedwedem Kaufpreis getan sei. Das 1886 gebaute Schiff müsse obendrein „komplett renoviert werden“, ehe es wieder verkehrstauglich sei. Konterte der Fan: „In Köpenick haben die Fans einem Klub das Stadion gebaut. Dann bauen wir eben ein Schiff!“

20.15 Uhr: Seht es mir nach, wenn ich nur einen geringen Teil der gestellten Fragen hier wiedergebe. (Zu) Vieles ist einfach widersinnig oder tausendfach gefragt und beantwortet – etwa die „Logofrage“ Hertha BSC oder Hertha BSC Berlin? Amen…

20.20 Uhr: Das geplante Hertha-Museum sei ihm „wirklich eine Herzensangelegenheit“, sagte Schiphorst. Aber die dafür mindestens nötige eine Million Euro sei nun schon gar nicht im Budget vorhanden. „Vielleicht müssen wir da wirklich sammeln gehen.“

Und mit der Schlussfrage eines Herrn aus Köln, „warum Hertha immer so unterschiedlich spielt?“, entlasse ich euch in die Nacht. 🙄

Pierre-Michel Lasogga wird. . .

  • wird frühestens 2013 A-Nationalspieler (49%, 190 Stimmen)
  • unmittelbar nach der EM zum ersten Mal berufen (35%, 134 Stimmen)
  • wird nie ein A-Länderspiel für Deutschland machen (11%, 41 Stimmen)
  • noch vor der EM sein erstes Länderspiel machen (5%, 19 Stimmen)

Anzahl der Wähler: 384

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Wer von Herthas Talenten hat außerdem das Zeug zum A-Nationalspieler?

  • Nico Schulz (39%, 147 Stimmen)
  • keiner (28%, 105 Stimmen)
  • Sebastian Neumann (20%, 76 Stimmen)
  • Fanol Perdedaj (5%, 19 Stimmen)
  • ein anderer (4%, 14 Stimmen)
  • Abu-Bakarr Kargbo (3%, 13 Stimmen)
  • Sascha Burchert (1%, 4 Stimmen)

Anzahl der Wähler: 378

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Kommentare

pax.klm
14. November 2011 um 15:33  |  45537

Noch keine Kommentare, klar die Spaßveranstaltung geht vor!


pax.klm
14. November 2011 um 15:59  |  45538

OK , bei der Abstimmung voll im Trend.


Halblinks
14. November 2011 um 16:20  |  45542

ziemlich deckungsgleiches Blogthema, wie hier: http://www.hertha-blog.de/friedrichs-nachfolger.html


jap_de_mos
14. November 2011 um 16:25  |  45543

Ich glaube, dass wir da ein bisschen vorschnell sind. Klar kann es sein, dass Lasso irgendwann bei Jogi spielt – aber dafür ist die Saison dann noch immer zu jung. Und ich erinnere mich an diverse Spieler, die sogar Torschützenkönig in Liga 1 waren und anschließend nie wieder ein Bein auf den Boden bekommen haben. Heißt: Erstmal auf selbigem Bleiben und Abwarten. Möglich ist vieles, wetten würde ich (noch) auf nix…


Exil-Schorfheider
14. November 2011 um 16:38  |  45544

@jap

Meinst Du etwa das „Tor-Krokodil“!? 😉

Ich sage es mit Trappatoni:

„Be careful with the cat. Don’t say, that you have the cat in the sack, when you don’t have the cat in the sack.“


Dan
14. November 2011 um 16:54  |  45545

Habe mich zwischen „nie“ und 2013 entscheiden müssen. Habe dann als positiv denkender Mensch die 2013 genommen.

Wie komme ich auf „nie“? Liegt vielleicht nicht nur an Lasogga, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass das derzeitige A-System nicht zu ihm passt.
Einerseits finde ich das deutsche Spiel sehr „durch die Mitte“ lastig und desweiteren ist es auch wie bei Hertha auf überfallartige Konter ausgerichtet.
Lasogga hat das eine oder andere Mal gezeigt, dass er in den Kontern von der körperlichen Schnelligkeit mithalten kann, aber beim durch die Mitte und auch dem einen oder anderen Konter hat er meines Erachtens noch eine „zu lange Leitung“.
Das richtige Antizipieren im ticki tacki durch die Mitte ist für mich vielleicht seine größte Baustelle.

Seine zweite Baustelle, aber keine die die A-Elf Karriere betrifft, ist seine derzeitige „Fallsucht“. Wobei ich nicht ganz ungerecht sein will und mal ernsthaft nachfrage, ob es eine Verschiebung des eigenen Schwerpunktes gibt und ob das neue Körpergefühl gefunden werden muß?
Hintergrund: Lasogga kam ja mit „Babyspeck“ an und hat meines Erachtens nach einem Jahr das „Speckvolumen“ auf Arme und Oberkörper (Brust-/Rückenbereich) verteilt.
Also aus dem Stehaufmännchen wurde Ken. Die Frage ist aber wirklich ernst gemeint, kann oder will es nicht ganz so wissenschaftlich rüberbringen.


Exil-Schorfheider
14. November 2011 um 16:55  |  45546

Dan // 14. Nov 2011 um 16:54

Seine zweite Baustelle, aber keine die die A-Elf Karriere betrifft, ist seine derzeitige “Fallsucht”. Wobei ich nicht ganz ungerecht sein will und mal ernsthaft nachfrage, ob es eine Verschiebung des eigenen Schwerpunktes gibt und ob das neue Körpergefühl gefunden werden muß?
Hintergrund: Lasogga kam ja mit “Babyspeck” an und hat meines Erachtens nach einem Jahr das “Speckvolumen” auf Arme und Oberkörper (Brust-/Rückenbereich) verteilt.
Also aus dem Stehaufmännchen wurde Ken. Die Frage ist aber wirklich ernst gemeint, kann oder will es nicht ganz so wissenschaftlich rüberbringen.

Das habe ich mich auch schon gefragt, @Dan.


f.a.y.
14. November 2011 um 17:08  |  45547

Ohje. Da kann ich nix zu sagen, Glaskugel ist seit geraumer Zeit in der Wartung. Welch grosse Karriere stand dem beidfüssigen Patrick Helmes ins Buch geschrieben. Dann ein lauer Sommerkick mit Freund, Knie kaputt und jetzt? Beim VfL auf dem Abstellgleis.

Will sagen: auch wenn ich ein positiv denkender Mensch bin, fliesst bis dahin zu viel Wasser die Spree runter. Vielleicht wechselt er ja auch im Winter 2012 für sagenhafte 20mio in den Pott zurück…

Dito bei den anderen Jungspunden. Die sollen alle erstmal überhaupt in der 1. Liga ihr Können beweisen, bevor die in die A Nationalmannschaft geschrieben werden.

Und zu guter Letzt: ich denke, dass Thomas Kraft der erste sein wird. 😉


Dan
14. November 2011 um 17:10  |  45548

Achso ich glaube das ein anderes Talent aus unserer Jugend A-Nationalspieler wird.

Aber nicht in der deutschen A-Elf sondern für die USA (Morales ist jetzt kein heißer Tipp), aber ich glaube bei gleichbleibender Entwicklung an Jerome Kiesewetter. Wobei Dempsey auf seiner Position schon eine Hürde ist, aber auch langsammm in die Jahre kommt und ein Backup sollte man in der Schublade haben.


Bolle75
14. November 2011 um 17:14  |  45549

Auch ich zähle Lasso aus oben genannten Gründen zu den zukünftigen Natispielern, aber nur sofern alles so weitergeht wie bisher. Ob er aber erst nach der EM seine Premiere feiert würde ich noch nicht sagen. Bleiben Gomez, Klose und Cacau unverletzt wird es definitiv nicht dazu kommen. Doch Löw hat schon ein paar mal junge Spieler ins Rennen geschickt. So habe ich als Geheim- & Zusatzwaffe durchaus auch den Draxler mit auf dem Zettel, der, wie Sommermärchenheld Odonkor, aus dem Hut gezaubert. Aktuell also keine Chance für Lasso, aber wer weiß wie es 6 Tore später aussieht. Wenn er Natispieler wird und dort ebenfalls trifft, wird er nicht mehr lange bei uns sein. Der junge soll einfach weitermachen und locker bleiben. Er bringt alles mit und der Rest kommt von alleine.


andi79
14. November 2011 um 17:15  |  45550

Könnte für ihn in 2-3Jahren für die Nati reichen. Gerade weil wir im Sturm nicht besonders viele Talente haben. Mir fallen da eigentlich nur noch Julian Schieber(noch verletzt), Alexander Esswein und Peniel Mlapa ein. Dazu noch
Yesil und Thy aus den Junioren Teams.


Blauer Montag
14. November 2011 um 17:32  |  45551

Warum ich zu dem Thema heute nix sage, hat Halblinks bereits am 14. Nov 2011 um 16:20 Uhr geschrieben.

B is
M ittwoch


ubremer
ubremer
14. November 2011 um 18:45  |  45554

@catro,

Wenn mich mein Gedächtnis nicht zu sehr täuscht, werden die Finanzen doch gar nicht besprochen? Wäre aber schön, wenn doch.

Finanzchef Ingo Schiller ist heute Abend bei ‘Hertha im Dialog’ nicht dabei. Habe gehört, dass Schiller sich für die Mitgliederversammlung in zwei Wochen etwas hat einfallen lassen, um kurz vor dem MV-Termin jenen, die das Zahlenwerk interessiert, zusätzlich in kleinerem Kreis als dem Riesen-Auditorium Rede und Antwort zu stehen (was er bei der MV ohnehin tun wird)

P.S 8-Millionen-Investor: Ein wichtiger Aspekt ist eben, dass die Summe nicht den Verbindlichkeiten hinzugerechnet wird, sondern dem Eigenkapital 😉


hurdiegerdie
14. November 2011 um 18:46  |  45555

Zu Lasogga sage ich nichts mehr. Da kann ich ja nur auf die Nase fallen.

Ich war überzeugt davon, dass die 1. BL für ihn dieses Jahr noch zu früh kommt —– plumps.

Dann bin ich immer noch überzeugt, dass es bei ihm für nicht mehr als unteres BL-Niveau reichen wird, also wird er wahrscheinlich demnächst Nationalspieler.

Ich hoffe immer noch auf Nico Schulz für die deutsche A11.


hurdiegerdie
14. November 2011 um 19:09  |  45556

@ub,

für mich ist Geld, das zurückbezahlt werden muss eine Verbindlichkeit. Eigenkapital ist für mich Geld, was mir gehört. Egal wie das finanztechnisch genannt wird.

Dass die 8 Mio nicht den offiziellen Verbindlichkeiten zugeschlagen worden sind, ist klar, da Hertha sonst Probleme mit der Lizenz gehabt hätte. Aber Hertha „gehören“ doch die 8 Millionen nicht, sonst bräuchten sie ja die 8 Mio nicht auf einen Schlag mit einer Verzinsung von 5% zurückzahlen können (schöne Formulierung). Das sind doch finanztechnische Wortklaubereien, oder? Das ist Geld, was auf zukünftige Einnahmen verpfändet ist. Der „Spender“ schenkt es Hertha nicht, sondern er will es zurück, wenn möglich mit einer guten Verzinsung. Egal, wie das genannt wird.


14. November 2011 um 19:30  |  45557

zu Finanzen empfehle ich ie kleine Riúnde mit Schiller-alles andere ist mir zu theoretisch, zumal man als Geschäftsmann eigentlich nie mit gläsernen Zahlen argumentiert?-
Lasso als Nati-Stürmer?-Kann ich mir im Moement noch nicht mal entfernt vorstellen; andererseits ist der junge unwaghrscheinlich diszipliniert und fleissig-das kann ihn weiter nach vorne bringen, als man im Moment >sehen< kann. Einer Brcher mit Instinkt wird immer, gerade von Ticki-Tacki-Mannschaften gebraucht-die vergessen nämlich häufig, den Ball auch mal fett zu versenken 😉
Nico Schulz haben ja anscheinend mehrere auf der rechnung..? -Bei dem warte ich erst mal, ob er überhaupt gehobenes Búli-Niveau erreichen kann. Auf seiner Position gibt es sehr viele sehr gute Spieler…


Blauer Montag
14. November 2011 um 19:38  |  45558

Sorry @hurdie
zu dem Thema um 19:09 muss ich doch etwas schreiben. Das Eigenkapital eines Unternehmens stammt bzw. gehört den Gesellschaftern. HERTHA hat bei einem ihrer Tochterunternehmen einen Mitgesellschafter. Jetzt gehören die 8 Millionen dem Tochterunternehmen. Mir ist nicht bekannt, ob und zu welchem Termin der Mitgesellschafter seine Anteile weiter verkauft – in diesem Fall hätte HERTHA ein Vorkaufsrecht auf diese Anteile. Dann wäre es ein Rückkauf der Anteile, nicht die Tilgung eines Darlehens.

Derzeit gibt sich der Mitgesellschafter – von ub im Januar Investor genannt – damit zufrieden, aus seiner Beteiligung Verlustzuweisungen zu erhalten.

Und am Mittwoch sollten wir beide uns über Atomphysik unterhalten … 🙄 🙄 🙄 … wo du doch direkt über dem CERN wohnst … 😉


hurdiegerdie
14. November 2011 um 19:55  |  45559

Wieso Sorry @BM

Ich verstehe zwar nur Bahnhof, aber trotzdem Danke für den Versuch! Und warum bekommt der Mitgesellschafter – und nur der- Zinsen und Geld zurück beim Verkauf von Herthaspielern?

Schiller-Runde soll es vor der MV geben.

Ist Dan jetzt bei der Spassveranstaltung? Ansonsten für ihn: es wird wohl deine Empfehlung umgesetzt, Perdedaj zur Winterpause zu verleihen.


Ursula
14. November 2011 um 20:11  |  45561

Lieber “ubremer”, entweder sind es Schulden,
Verbindlichkeiten und dann müssen sie auch
mittel- oder langfristig zurückgezahlt werden!!

Oder das Eigenkapital entspricht grundsätzlich
dann dem Reinvermögen, was heißt, je nach
Rechtsform dann Saldencharakter hat! Das
der Anfangsbestand fortgeschrieben wird
und vielmehr Haftungsfunktionen oder gar
eine gewisse Insolvenz der Hertha, dann
letztlich ZUERST das “Fremdkapital”
befriedigt werden würde…..

Der Eigenkapitalgeber genießt dann keine
Priorität und stünde hinten an….

Ob das der Eigenkapitalgeber so bedacht hat?

Ich glaube HIER eher, dass es sich um eine
sogenannte “Mischform” handelt, zwischen
Eigen- und Fremdkapital, wie z. b. bei Options-
anleihen und dann müssten Verzinsungs-
ansprüche und/oder “erfolgsabhängige”
Zahlungsansprüche, z. B. gegenüber
Herrn Gegenbauer nach BEDARF
befriedigt werden….


Ursula
14. November 2011 um 20:15  |  45562

Ach so, Lasogga wird kein A-Nationalspieler!!
Ich würde mich freuen, auch für ihn, wenn er
DAUERHAFT für Hertha eine Bereicherung
werden könnte! Ich kann das auch begründen!


Blauer Montag
14. November 2011 um 20:20  |  45564

Noch einmal sehe mit Freuden @ursula, 😉
du hast dich wirklich durch die Bilanzen gebissen.

Deine Schlussfolgerung, bei den 8 Mio handele es sich um eine “Mischform” zwischen Eigen- und Fremdkapital, ist möglicherweise korrekt. Konntest Du bereits im Unternehmensregister erkennen, in welche der im Jahre 2011 neu eingetragenen “Töchter” der Hertha die 8 Mio EUR Beteiligung geflossen sind?

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