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(mkl) – Mit dem heutigen Thema habe ich aus zwei Gründen ein wenig gewartet. Zum einen, weil natürlich zunächst das Hertha-Spiel in Freiburg im Vordergund stand. Zum anderen aber auch, damit erst wenigstens ein bisschen Klarheit herrscht, was zu den dramatischen Ereignissen um Bundesliga-Schiedsrichter Babak Rafati geführt hat, der sich bekanntlich am Samstag in einem Kölner Hotel das Leben nehmen wollte.

Die neueste Nachricht (in diesem Fall aus der „Kölnischen Rundschau“) lautet: Grund sei nicht die Überforderung durch den Job auf dem Platz, sondern private Gründe. Dies ginge aus den letzten Aufzeichnungen Rafatis hervor. Aus vielen psychologischen Ecken heißt es nun: Nein, die Schiedsrichter in Deutschland sind nicht überlastet. Ich sehe die Gefahr, dass mit dieser Wendung die gerade erst aufkommende Diskussion erstickt wird. Ist ja auch praktischer. Die Wahrheit, so glaube ich, ist eine andere.

Lell berichtet von entseztem Schiedsrichter

Wer von euch heute Zeitung gelesen hat, wird um Herthas Christian Lell und seine Forderungen nicht herumgekommen sein, auch die Morgenpost hat sich ja ausführlich damit befasst. Lell hatte als einer der ersten Profis vehement den Videobeweis gefordert und zudem erzählt, wie leid ihm der Unparteiische in der Partie Hertha gegen Freiburg getan habe. „Als er den Platz verließ, hatte er Tränen in den Augen.“ Er wolle das alles so nicht mehr mitmachen, das Verhalten gegenüber den Schiris hinterfragen und sich künftig dafür einsetzen, dass zwar sachlich diskutiert würde – dass aber so hässliche Rudelbildungen wie in Freiburg, inklusive Becherwüfe von den Rängen etc, ausblieben.

Gerade habe ich gelesen, dass ein Schiedsrichter im Schnitt 20 Fehlentscheidungen pro Spiel trifft. Das weiß er vorher, so geht nun mal die Statistik. Er weiß also auch vorher, eine Partie wird ihm hinterher Vorhaltungen machen. Ein Schiedsrichter berichtet, wer auf dem Platz über mögliche Fehler nachdenke, sei verloren.

Auch deshalb haben mich Lells Worte berührt. Bisher ging ich davon aus, dass Schiedsrichter per se so gefestigte Persönlichkeiten sind. Nicht, dass sie über den Dingen schwegen. Aber es nur so weit geschafft haben, weil sie eben ein dickes Fell haben. Wenn mir nun ein gestandener Profi berichtet, dass ein Schiedsrichter kurz davor war, auf dem Platz die Fassung zu verlieren, macht mich das nachdenklich. Hören wir doch mal in die Branche hinein, die Zitate stammen aus verschiedenen Quellen:

Rummenigge: Fifa lässt Schiedsrichter im Stich

Trainer Bruno Labbadia: „Wir müssen uns Gedanken machen, ob wir in allen Dingen richtig handeln. Zum Beispiel, dass man, wie ja auch in diesem Fall extrem, jedes Jahr entscheiden muss, wer der schlechteste Schiedsrichter ist. Ich weiß nicht, welcher Sinn dahinter steckt und ob uns das weiterbringt. Man muss ja immer überlegen, dass hinter jedem, der so gewählt wird, ein Mensch steht. Das wird im Leistungssport oft, gerade im Fußball, extrem vergessen.“

Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge: „Die Fifa lässt die Schiedsrichter im Regen stehen. Zum Beispiel beim passiven Abseits oder bei der Torkamera – sie tut nichts, um die Schiedsrichter zu unterstützen.“

Max Eberl, Sportdirektor Mönchengladbach: „Muss es denn sein, dass es den ‚Pfiff der Woche‘ gibt oder dass eine halbe Stunde darüber diskutiert wird, ob der Ball eine Fußspitze über der Linie war? Da muss auch der DFB seine Schiedsrichter besser schützen. Da darf er seine Schiedsrichter nicht alleine lassen“, ergänzte Eberl.

Der schwedische FIFA-Schiedsrichter Jonas Eriksson: „Man sollte sich der Tatsache bewusst sein, was man anrichten kann, wenn man dem Schiedsrichter die Schuld gibt. Der Druck ist mitunter fast unerträglich und Kritik unser täglich Brot. Ich ermahne alle, mehr nachzudenken.“

Im Handball ist Kritik verboten

Kleiner Exkurs: Im Handball wurde bereits reagiert. Die HBL verbietet ihren Spielern, Trainern und Offiziellen seit Beginn dieser Saison in den 48 Stunden nach einem Spiel jeglichen Kommentar zur Schiedsrichterleistung. Wer sich trotzdem äußert, dem droht eine Geldstrafe bis zu 5000 Euro. „Ein Verbot, sich direkt nach einem Spiel zu äußern, kann vieles kanalisieren“, sagte Liga-Chef Frank Bohmann: „Im Handball hat sich dieser Schritt durchaus bewährt. Es wird nicht mehr so emotional reagiert.“

Und nun? Ich meine, es ist jetzt am Ende völlig egal, was zu der Hanldung von Rafati geführt hat. Überdeutlich wird, dass wir in der Tat ein Problem haben. Da muss es ja gar nicht erst zu Morddrohungen wie im Fall Urs Meier kommen, der nach einer eklatanten Fehlentscheidung Polizeischutz benötigte. Nein, es fängt im Kleinen an. Und genau da ließe sich Abhilfe schaffen.

Seit Monaten gibt es Vorschläge, wie ein Videobeweis bzw. eine Torkamera behutsam eingeführt werden könnte. Zum Beispiel, in dem man eine Obergrenze einführt, so könnten dann z.B. beide Mannschafte dreimal auf den Einsatz technischer Hilfsmitte bestehen. Ich würde diesen Schritt begrüßen. Wem ist denn mit Fehlentscheidungen geholfen, wenn hinterher sowieso alles wieder in Super-Zeitlupe analysiert wird? Dann fahren alle, beide Teams plus Schiedsrichter, irgendwie ratlos nach Hause.

Jetzt ihr: Auch wenn der Fall Rafati eine andere Wendung nehmen sollte – ist er für euch Anlass, euer Denken über Schiedsrichter zu ändern? Hat Lell Recht? Sollten Schiedsrichter technisch besser unterstützt werden? Kann eine Lösung wie im Handball gelingen? Unten könnt ihr abstimmen – und diskutieren.

Den Videobeweis...

  • ...kann ich mir vorstellen, aber nur in einer "Light"-Version mit limitiertem Einsatz. (42%, 147 Stimmen)
  • ...halte ich für überfällig, weil er das Spiel gerechter macht und Schiedsrichter unterstützt. (38%, 134 Stimmen)
  • ...lehne ich ab, weil er den Fußball komplett verändern würde. (20%, 72 Stimmen)

Anzahl der Wähler: 353

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Nach der Diskussion um den Fall Rafati...

  • ...bleibt alles beim alten, ich habe mir nichts vorzuwefen. (53%, 175 Stimmen)
  • ...muss sich wohl jeder mal an die eigene Nase fassen. (40%, 131 Stimmen)
  • ...denke ich anders über die Referees. (7%, 23 Stimmen)

Anzahl der Wähler: 329

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Ein Kritik-Verbot wie im Handball...

  • ...ist nicht praktikabel, weil der Fußball noch mehr im Rampenlicht steht. (55%, 183 Stimmen)
  • ...könnte die Lösung sein. (45%, 147 Stimmen)

Anzahl der Wähler: 330

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142
Kommentare

fg
21. November 2011 um 17:32  |  46492

HA HO HE!


Colossus
21. November 2011 um 17:36  |  46493

Hertha Bsc


Silberrücken
21. November 2011 um 17:39  |  46494

Den Strich zu ziehen, ab wann es zu viele Emotionen sind, wage ich nicht zu bestimmen.

Unabhängig von aktuellen Ereignissen gebietet es die Fairness, dass sich insbesondere die verantwortlichen Ihrer Vorbild,-Leitungs – und Führungsveranwortung bewußter werden (ohne aktuellen Bezug).

Als Sportler konnte ich mich auch nur schwer beherrschen, abder dem waren klare Grenzen gesetzt.

Im Prinzip ist das eine seit Jahren überfällige, gesellschaftliche Wertedebatte.


coconut
21. November 2011 um 17:41  |  46495

Ich sehe das größte Problem in der immer verfeinerten und aufgeblähten medialen Aufbereitung strittiger Szenen. In den Anfängen der Fußballübertragungen gab es weder Zeitlupen noch 3D Animationen. Klar wurde auch da schon mal über vermeintlich fehlerhafte Entscheidungen diskutiert. ABER es wurde kein Schiedsrichter nachträglich als „Depp“ gebrandmarkt weil er mit seiner Wahrnehmung falsch lag.
Es wir zu oft vergessen, das hier über Menschen geurteilt wird, die weder eine Zeitlupe noch verschiedene Blickrichtungen auf ein Geschehen zur Verfügung haben und sich im Bruchteil einer Sekunde entscheiden müssen. Alle Menschen machen Fehler und das ist auch gut so !!
Was Rafati zu seiner Handlung trieb weiß nur er allein. Dabei darf es auch bleiben. Das ist allein seine Sache und muss nicht mit allen Mitteln in die Öffentlichkeit gezerrt werden.


Colossus
21. November 2011 um 17:46  |  46496

so jetzt nochmal ernsthaft formuliert: Ich empfehle als Grundlektüre jedem einmal den Film „Referees at work“
Nachdem ich den gesehen hatte war mein Verständnis der pfeifenden Zunft gegenüber um ein vielfaches gesteigert. Gerade der Blick,dass es sich bei ihnen „tatsächlich“ auch um normale Personen handelt hilft enorm die nächste Fehlentscheidung lockerer zu sehen.
Was nun bei Rafati der Grund für diese extreme Entscheidung war ist mir natürlich nicht klar und es verbietet sich meiner Meinung nach auch jegliche Spekulation.
Dennoch muss die Fifa einfach revolutionärer reagieren. das Spiel wird schneller,das Training wird immer hochspezialisierter aber bei den Schiedsrichtern geht man davon aus,dass es reicht einfach mit purer Masse zu agieren.


Hilli
21. November 2011 um 17:50  |  46497

ich glaube nicht, das die „Stimmung“ im Stadion leidet, wenn es den Video-Beweis, oder Torkamera oder was auch immer für technische Hilfsmittel geben sollte. Das ist Profisport, da kann mehr Gerechtigkeit ja nicht schaden.
der 4. „Offizielle“ steht doch eh da draußen rum.. dann kann er auch kurz auf den Bildschirm schauen, wo ist das Problem?? Beim Eishockey gehts ja auch, und da ist auch ne tolle Stimmung.


Hilli
21. November 2011 um 17:59  |  46498

„DRAUFGEHALTEN“ und Reporter Thomas Kroh kommentiert auf seine arteigene Weise pointiert das Geschehen. Es geht diesmal um den Fall des Schiedsrichters Babak Rafati und seine fragwürdige Darstellung in der deutschen Medienlandschaft.
http://rbb-online.de/sportplatz/archiv/sportplatz_vom_20/der_fussball_in_der.html


Sweil
21. November 2011 um 18:03  |  46499

Ich denke ein „behutsamer“ Videobeweis, der nicht darauf hinausläuft, dass der Spielfluss extrem unterbrochen wird wäre eine gute Sache. Genauso wie die Torkamera (oder Chip im Ball) damit solche vermeidbaren Fehler nicht mehr vorkommen. Die Aufgabe ist natürlich nicht ganz einfach, ein falscher Abseitspfiff bringt natürlich niemandem die Chance zurück.

Das Hauptproblem sehe ich persönlich allerdings anders. Im Fußball verhält sich (im Gegenteil zu vielen anderen Sportarten) ein großer Teil der Spieler schlichtweg unfair. Das fängt an mit dem länger liegenbleiben bei harmlosen Fouls, und führt über Rudelbildung und Beleidigung bis zum Versuch mit einer Schwalbe einen Elfmeter zu schinden.

Die meisten Spieler machen das wahrscheinlich nicht mal aus böser Absicht, aber der Fußball als Gesamtes unternimmt eben auch rein gar nichts dagegen. Das wird immer abgetan mit „Emotionen die man doch mal haben werden darf“. Aber schau ich mir andere Sportarten an (z.B. Rugby oder Handball), geht das genauso emotional zu und es stehen bei einer umstrittenen Entscheidung nicht 15 Spieler um den Schiedsrichter herum.

Kurzum, ich behaupte das der Fußball mit seiner Art Fehlentscheidungen provoziert. Teilweise passen dazu auch Aussagen von Funktionären, dass der Fußball ohne Fehlentscheidungen doch nicht mehr echt wäre. Mein Vorschlag wären daher klare Verbote für Schiedsrichterkritik während und nach dem Spiel und wirkliche Strafen für überführte Übeltäter (Warum einen Spieler der nachgewiesen im Strafraum schwalbt nicht einfach 1 Spiel sperren?). Stattdessen gibt es gelbe Karten fürs Trikot ausziehen.


Dan
21. November 2011 um 18:14  |  46500

Der Mensch muß sich ändern nicht die Technik oder das Spiel.


Exil-Schorfheider
21. November 2011 um 18:21  |  46501

Der Maulkorb-Erlass in der HBL ist völlig überzogen und ein Eingriff in die Meinungsfreiheit! Da würde ich noch nicht mal von nichtpraktikabel und praktikabel reden.


Blauer Montag
21. November 2011 um 18:30  |  46502

Den Videobeweis…
…kann ich mir vorstellen, aber nur in einer „Light“-Version mit limitiertem Einsatz.
Jeder Trainer sollte maximal 3mal pro Spiel den Videobeweis verlangen können.

Nach der Diskussion um den Fall Rafati…
…muss sich wohl jeder mal an die eigene Nase fassen.
Was ich hier, und in anderen Blogs erst recht, alles schon über die Schieris lesen musste, da dreht sich mir der Magen um. Ich bitte alle – Profis und Amateure – um Deeskalation auf dem Fußballplatz. Es darf in der Zivilgesellschaft Berlins nicht passieren, dass Fußballschiedsrichter krankenhausreif geprügelt werden.

Ein Kritik-Verbot wie im Handball…

…könnte die Lösung sein. (33%, 11 Stimmen)

Wobei 12 Stunden „Maulkorb“ reichen sollten. Fußball und Handball sind schwer vergleichbar. Als Zuschauer sehe ich den Einfluss der Schieris beim Handball größer als beim Fußball. Am besten gefällt mir persönlich aus Zuschauersicht Rugby. Dort sind die Schiedsrichter bei Spielern wie Zuschauern geachtete Autoritäten.

Mein Fazit:
limitierter Videobeweis – JA
Denkpause („Maulkorb“ für 12 Stunden nach Abpfiff) – Ja


Konstanz
21. November 2011 um 18:36  |  46503

Schiedsrichter klassischen Typs sind abzuschaffen!

Die Fehlerquote ist zwangsläufig zu hoch, mkl beschreibt das sehr schön. Und das bringt bekanntlich nix als Ärger.

Die auf’s notwendigste reduzierte Spielleitung kann aus einer Kabine, sogar evtl. von außerhalb des Stadions von „Big Brother“ vorgenommen werden. Dazu gehört eine vernünftige Kameratechnik und eine klare Ansage per Mikrofon. Dann hören die Zuschauer die Entscheidungen zeitgleich mit den Spielern und die Diskussionen haben ein Ende. Die Karten werden über die Anzeigetafel gereicht, und auch für den Schiedsrichterball wird sich eine Lösung finden. 😉

Wer sich hinter „Big Brother“ verbirgt? Naja, drei ehrenwerte Fachleute und ein Techniker vor Monitoren, die sich unabgelenkt ganz auf das Spiel konzentrieren können und im Zweifel sehr schnell auf alle technischen Möglichkeiten zugreifen.


hurdiegerdie
21. November 2011 um 18:42  |  46504

für vieles gäbe es einfache Lösungen.

Man könnte z.B. untersagen, dass kritische Schiedsrichterentscheidungen mit Standbild und Linie gezeigt werden dürfen. Warum nicht einfach nur mit bestenfalls einfacher Zeitlupe. Wer dann nicht entscheiden kann, ob es nun Abseits war oder nicht, der kann dem Schiri auch keinen Vorwurf machen.

Ich mag die Spieltagsanalyse mit Standbildern, wo man Spielszenen aufzeigt. Aber warum nicht diese eben nur für pPielszenen um taktisches Verhalten (auch Fehlverhalten) der Spieler zu zeigen. Auf strittige Achiri-Entscheidungen könnte ich verzichten, oder die dann nur in Zeitlupe ohne Standbilder und Linien.

Will man das nicht, dann muss man Schiris die selben Möglichkeiten während des Spiels bieten, also Videobeweis. Ich verstehe sowieso nicht, wie man gegen Videobeweis sein kann, aber akzeptiere diese Meinung.


Blauer Montag
21. November 2011 um 18:49  |  46505

Oho, wie ich lese,
sind wir beide gleicher Meinung (für den Videobeweis) –
so wie an … äh …
ca. 320 weiteren Tagen eines Kalenderjahres @hurdie 😉 ?


jenseits
21. November 2011 um 19:02  |  46506

Noch habe ich mir keine abschließende Meinung zur Frage des Videobeweises gebildet. Bis jetzt war ich immer für die Einführung der Light-Version, das würde das Spiel nicht allzu häufig unterbrechen, was ja ein immer wieder angeführtes Argument dagegen ist. Aus meiner Sicht würde das in sehr vielen Situationen zu mehr Gerechtigkeit führen und die Schiedsrichter gleichzeitig entlasten. Zudem hat man bei anderen Sportarten nach Einführung des Videobeweises beobachten können, dass dies die Möglichkeit der Bestechung deutlich reduziert. Aber vielleicht gibt es ja doch gute Argumente, die gegen einen solchen Beweis sprechen?


21. November 2011 um 19:05  |  46507

Videobeweis ein klares ja, Problem nur, was passiert ,mit der Spielzeit während der Überprüfungen?

Also müssen wir gleich weitermachen, 60 Minuten effektive Spielzeit einführen, dann fällt das Zeitschinden weg, zwei Trikots pro Spieler, dann kann er eines beim Jubeln ausziehen und wenn schon die Weisheit, dass ein Spiel 90 Minuten dauert wegfällt, könnte man auch gleich nur noch 10 Spieler aufs Feld schicken, weil doch alle soviel athletischer geworden sind, dazu Zeitstrafen und permanente Wechselmöglichkeit ohne Unterbrechung um das Spiel noch schneller zu machen……. 😉

Der einzig wirklich machbare Weg, scheint die computergesteuerte Überwachung des Balls und der Spieler auf dem Platz. Abseits, Tor und Aus wären dann bei den Fehlentscheidungen abgedeckt.


Blauer Montag
21. November 2011 um 19:05  |  46508

Ist Sepp, der Blattrige ein gutes Argument @jenseits?


jenseits
21. November 2011 um 19:15  |  46509

Hm, ich weiß gar nicht, wie der Stand der Dinge ist, @Blauer Montag. Ändert er nicht ab und zu seine Meinung? Aber als gutes Argument mag ich ihn eher nicht bezeichnen. 😉


hbscwilly
21. November 2011 um 19:20  |  46510

Beim Videobeweis muß man sich darüber im Klaren sein, wo man ihn einsetzt und wo nicht. Bei den angeführten 20 Fehlentscheidungen pro Schiri und Spiel könnte eine uneingeschränkte Zulassung des Videobeweises sonst beim Einwurf anfangen und bei einer Entscheidung, ob Tor oder nicht Tor wahrscheinlich nicht aufhören. Foul oder nicht, welche Karte, Elfer oder Freistoß, abseits oder nicht, aktiv oder passiv und so weiter. Das würde, meiner Ansicht nach, in eine Hin- und Herbeweiserei pervertieren und den Fußball extrem unattraktiv werden lassen. Es müßte klar festgelegt sein, was dazugehört. Und da beginnt es problematisch zu werden. Wer will das festlegen, ohne sich zum Buhmann eines ganzen Sports zu machen.
In meinen zweiten Lieblingssport, dem Eishockey, ist der Videobeweis zugelassen, aber dort gibt es vergleichsweise weniger Auslegungsmöglichkeiten. Und in den Vorbildligen der Welt gibt es 2 Schiris auf dem Feld.
Auch für Beschwerden beim Schiedsrichter gibt es Optionen. Wer seine Beschwerden nicht im Griff hat, fliegt mindestens 2 Minuten raus. Sicher ist nicht alles auf den Fußball übertragbar. Aber für so manches Problem, lohnt sich vielleicht ein Blick über den Tellerrand des Fußballs hinaus, um einer Lösung näher zu kommen.
Allerdings sollte man nicht ändern um des Änderns willen. Aktionismus hilft niemanden weiter.


f.a.y.
21. November 2011 um 19:23  |  46511

Also, kurz und knapp:

1. Ich bin für ein 100faches Superzeitlupen-Verbot. Eine einfache Wiederholung in normaler Geschwindigkeit und Ende.
2. Unbedingt den Videobeweis. So wie bei der besten Sportart der Welt. Naja, angelehnt daran, denn im Fussball gibt es ja keine Time Outs… 😉 Jede Mannschaft bekommt 5 Auswechslungen. Man darf 3x pro Spiel den Videobeweis bemühen, verliert aber je eine Auswechslung.
3. Der Schiri verkündet nicht offensichtliche Entscheidungen und das Ergebnis des Videobeweises via Lautsprecheranlage. Beim Football selbstverständlich. Da wird nicht zwischen 2 Schiris getuschelt, ein Tor nicht gegeben und keiner weiß was los ist.
4. Chip im Ball
5. Bitte irgendwer: macht was mit dieser Abseitsregel. So ist es doch Kruscht und auf unterschiedlichen Plätzen wird an einem Tag die gleiche Situation jedesmal unterschiedlich bewertet.


Ursula
21. November 2011 um 19:26  |  46512

Gut „Konstanz“, ein Ansatz den man weiter
spinnen kann!!


Blauer Montag
21. November 2011 um 19:42  |  46513

@jenseits
Der blattrige Sepp ändert seine Meinung je nach „Kassenlage“ :mrgreen: .

@f.a.y
American Football finde ich nur als TV-Zuschauer gut. Im Stadion nervt’s, dass alle Naselang ein Schieri seinen Lappen aufs Feld wirft. Und das Regelwerk ist aufwändiger als beim Fußball – für den Laien sind anfangs viele Schieri-Entscheidungen ohne weiteren TV-Kommentar nicht nachvollziehbar.

Ich finde deinen folgenden Vorschlag prima: Jede Mannschaft bekommt 5 Auswechslungen. Man darf 3x pro Spiel den Videobeweis bemühen, verliert aber je eine Auswechslung.


Exil-Schorfheider
21. November 2011 um 19:55  |  46514

Angesichts des schlechten Coachings, dass dem temporären Hertha-Trainer vorgeworfen wird, sollte man über Auszeiten wie beim Handball nachdenken, damit den unwilligen Herthanern mal ordentlich der Marsch geblasen wird!


FelixBSC
21. November 2011 um 19:56  |  46515

Für mich hat sich nichts geändert. Es fehlt vielmals einfach an gegenseitigem Respekt. Zum Einen auf Seiten der Spieler, die die Schiris nach jedem Pfiff bedrängen, zum Anderen auf Seiten der Schiedsrichter, wenn klare Fehlentscheidungen auch im Nachhinein nicht eingestanden werden.
Das ein Schiri von der Tribüne ausgepfiffen (und beschimpft) wird, wenn er Mist pfeift, finde ich nicht dramatisch, so lange diese Emotionen nicht in Gewalt (Flaschenwürfe etc.) ausarten und auch im Stadion bleiben. Da gehören sie nunmal auch hin. Wer das nicht aushält, sollte sich vielleicht nen anderen Job suchen.
Man sollte sich einfach damit abfinden, dass Fehlentscheidungen passieren, aber ich will mich in dem Moment trotzdem (auch mal unflätig und asozial) drüber aufregen dürfen ohne Angst haben zu müssen, dass der Schiri sich danach in der Kabine erhängt, weil 40.000 Leute „Schieber“ rufen.
Den Videobeweis würde ich in der „Light-Version“ begrüßen. Ich sehe da keine Nachteile.


jenseits
21. November 2011 um 20:00  |  46516

Verstehe ich nicht. Je mehr Fehlentscheidungen gegen eine Mannschaft, die eventuell eines Videobeweises bdürften, desto weniger Auswechslungen darf sie vornehmen? Das macht es doch nicht gerechter, oder?


21. November 2011 um 20:01  |  46517

Blauer Montag
21. November 2011 um 20:01  |  46518

Angesichts des schlechten Benehmens, dass ………….. vorgeworfen wird, sollte man über Auszeiten vom Internet nachdenken, damit den übellaunigen Bloggern mal ordentlich der Marsch geblasen wird! 🙄 🙄


Blauer Montag
21. November 2011 um 20:05  |  46519

@jenseits um 20:00
Gerechtigkeit?
Im Sport?

Beim Rugby und Am.Fottball wird der limitierte Videobeweis praktiziert. Die Trainer und Spieler verspüren selten das Bedürfnis nach kontroversen Diskussionen – eben weil der Videobeweis ein limitiertes Gut ist 😉 .


Blauer Montag
21. November 2011 um 20:06  |  46520

korrigiere „Am. Football“


jenseits
21. November 2011 um 20:16  |  46521

@Blauer Montag, es ist doch ein Unterschied, ob die Anzahl der möglichen Videobeweise pro Spiel limitiert ist, oder ob mit der Anforderung eines Beweises gleichzeitig eine Strafe einhergeht.


dewm
21. November 2011 um 20:27  |  46523

Da ich hier keine Roten Punkte bekommen kann…

WIR sind schuld! Nicht die Theatraliker, die Funktionäre, die Spieler, die Trainer, die Medien oder gar der Kapitalismus. WIR sind das! WIR schalten all die unterirdischen SKY, SPORT1, RTL, SAT1, ZDF und ARD-Berichte ein, die mehr als den puren Fußball zeigen. Wir hören zu, wenn emotional aufgewühlten Spielern, Trainern, was weiß ich wem, direkt nach einem Fußballkrimi das Micro unter die Nase gehalten wird. Wenn dann Fragen nach Gefühlen und Meinungen gestellt werden. Wir schalten nicht ab und hören uns die Kritiken von Fußballwissenschaftlern wie Béla Réthy an. WIR nutzen deren Meinung zum „fachsimpeln“. Wie oft wird uns die Wiederholung einer Situation gezeigt? Bei wie vielen Angriffen oder gar Toren wird das Wort „Abseits“ vom Kommentator gesagt? Wir bekommen eine virtuelle Line gezeichnet. Und werden auf die „Inkompetenz“ des Schiedsrichters gestoßen. Und wir nehmen es hin. In der Halbzeit und danach erklären uns Katrin Müller-Hohenstein, Mehmet Scholl, Oliver Kahn und Matthias Opdenhövel (Wer is das eigentlich???) was wir gerade gesehen haben. Oder Kerner oder Franz Beckenbauer, Mario Basler, Gerhard Schröder, der Papst oder wer auch immer. Na klar! Wie sollen wir das sonst verstehen. Steffen Simon und Béla Réthy spüren ja Abseits und Fouls auf und sind auch sonst emotional an ihrer Grenze…

Man, man. Macht nur so weiter! Setzt Kameras hinter jeden Grashalm. Ist technisch sicher bald möglich. Die zeigen auch tolle Einstellungen von Ronaldos Waschbrett, lassen die neusten Tatoos der gegelten Wohlstandsjüngelchens auf dem Rasen zur Geltung kommen (Bravo-Girl ist ja auch am Ball) und WIR, Wir können mit Waldi (nie ohne 1,5 Liter Weißbier) analysieren… Wie oft hatte der Ottl den Ball nun? Ist er auf dem Platz oder nicht? Und wer ist der intelligentere Sechser? Man, man… ich kann es nicht mehr hören und lesen. Und wenn Ottl dann Burnout hat, dann sind wir wieder alle so betroffen. Und verständnisvoll. BÄH! All das ist so unglaublich anspruchslos und kommt mit derart… Ach lassen wir das…

Macht das von mir aus. Werde trotzdem ins große Stadion gehen. Sie spielen ja doch irgendwie Fußball. Mit einem, mit zwei oder gar mit drei SECHSERN, die bei uns alle irgendwie ne ACHT auf dem Rücken haben. UNSEREM Sechser traut eh keiner Bundesliga zu… Macht nur so weiter analysiert vor Euch her! Nehmt jede Situation auseinander! War es abseits oder nicht? Hätte Raffa abspielen müssen oder nicht? Darf ein Franz nun in der Bundesliga spielen oder sollte man ihn wegen Körperverletzung anzeigen? Darf ein Trainer im Hotel wohnen oder muss seine Familie mit in die Ukraine ziehen? Bohrt nach Taktiken! Kritisiert Wechsel oder das Fehlen dieser! Vergebt Noten! Macht was Ihr wollt! Am Ende bleibt es Fußball. Deutsche Kultur. Und wir sind fasziniert, wenn im weiten Rund 50, 60 oder gar 70-Tausend TOOOOR brüllen, wenn irgendeiner UNSERER Jungs den Ball rein macht. Reicht das nicht?

Ach ja zum Thema: Ein Schiedsrichter steht unter Druck. Das hat er sich so ausgesucht. Das war schon damals gegen Kiel in Köln so oder als Juskowiak vom Platz gestellt wurde oder in Wembley ein Tor viel oder…

Oder nicht?


Atze
21. November 2011 um 20:31  |  46525

Schiedsrichter ist ein gut bezahlter Job deshalb hält sich mein Mitleid denen gegenüber in grenzen.
Wenn einer das emotional nicht durchsteht und mit teilweise Berechtigter Kritik nicht umgehen kann soll er sich was anders suchen.
Wenn Schiedsrichter nach Leistung bezahlt werden würden müssten einige von denen noch den Prospekteverteilern den Job wegnehmen um nicht zu verhungern 😉
Gerade bei Herrn Raffati hält sich mein Mitleid in grenzen selbiges hat er auch nicht gehabt als er in Selbstherrlichkeit seine Fehlentscheidungen verteidigt hat !!!!
Natürlich geht es von Seiten des DfB gar nicht das ein Gott versucht Selbstmord zu begehen …..


Blauer Montag
21. November 2011 um 20:43  |  46527

Mir fehlen die Worte @Atze,
weil mir beim Lesen deines Kommentars um 20:31 speiübel wird 😡 .


bama286
21. November 2011 um 20:43  |  46528

Am Ende des „rbb-Sportplatz“ gibt es immer so eine Art Kolumne vom infoRADIO-Reporter Thomas Kroh. Auch wenn ich seine Meinung oft nicht teilen kann, gestern hatte er mich mit seinem Beitrag zum Suizidversuch von Rafati überzeugt.

Zuerst einmal ist es natürlich selbstverständlich, dass etwas vorgefallen sein muss, das wahrscheinlich für Außenstehende unerklärlich bleiben wird, was dazu führt, dass sich ein Mensch in einer solch ausweglosen Situation befindet. Dies nun jedoch auf die unmenschliche (und genau das muss es ja gewesen sein, wenn jemand sein Leben deswegen beenden wollen würde) Belastung des gutbezahlten Schiedsrichter-Berufs zu übertragen halte ich da jedoch auch ein bisschen übertrieben.

Die deutschlandweiten Suizidzahlen befinden sich im hohen 4-stelligen Bereich pro Jahr. Hinter allen steht ein Schicksal, eine zerrüttete Familie, ein verlorenes Haus oder Job, eine schlimme Krankheit. Dies sind die Dinge, die für psychische Überlastung sorgen. Natürlich gehören in diese „Kategorie“ auch Morddrohungen an Schiedsrichter. Dies ist meiner Meinung nach im Fall Rafati jedoch nicht vorgekommen.

Alle, die an dieser Krankheit leiden, sind genauso zu diskutieren, haben genauso viel Öffentlichkeit verdient, wie dieser Fall von Babak Rafati. Für mich sind die Fragen, warum ein Jobverlust in manchen Fällen solch eine Ausweglosigkeit auslöst, warum im Erziehungsrecht so vieles im Unklaren bleiben muss, etc. wesentlich inhaltsvoller und gesamtgesellschaftlich relevanter als solche nach der Überlastung von Hochleistungssportlern.

Was auch immer im Leben von Babak Rafati schief lief und läuft wird mit Sicherheit von einer Schwere für ihn und seine Familie sein, die sich die wenigstens von uns vorstellen können. Genauso wie bei Tausenden anderen. Ich sehe die Hauptschuld nicht in seinem Beruf.


Blauer Montag
21. November 2011 um 20:49  |  46529

Da muss ich an einer Stelle nachfragen bei @dewm:
Hatte jetzt der 8er Sex in der Ukraine, oder hatte der 6er eine 8 in den Beinen?


dewm
21. November 2011 um 21:13  |  46530

@BM: Weder noch! bama286 (bzw. Thomas Kroh) hat Recht!

Oder sollen wir das mit der Bundesliga lassen?


Exil-Schorfheider
21. November 2011 um 21:14  |  46531

@BM

Meinst Du mich mit übellaunig?


pax.klm
21. November 2011 um 21:23  |  46532

derwm absolut überzeugend DeinKommentar um 20:27 Uhr, so deutlich war ich selten nach Kommentaren von Dir getroffen, das fiel mir auf!


f.a.y.
21. November 2011 um 21:23  |  46533

@jenseits: die Idee ist, dass eben nicht bei jedem Einwurf der Videobeweis gefordert wird. Daher die „Strafe“. Allerdings hätte man bei 3 Videobeweisen ja immer noch 2 Auswechslungen. Beim Football muss man Time Outs abgeben, damit eben auch hier nicht bei jeder Aktion der Schiri zur Kamera eilen muss.

@BM: die Regeln sind komplex, aber im Vergleich zum momentanen Abseits im Fussball immer noch ein Klacks. Finde ich zumindest. 😉 Und: Football im Stadion ist geil. Nur leider sehr teuer und Amerika ist weit.


Konstanz
21. November 2011 um 21:26  |  46534

Abschaffung des Schiedsrichters Teil 2

Sichtbare Schiedsrichter ziehen unwillkürlich Aggressionen auf sich. Sie wirken oft lächerlich in ihrem Aufzug mit Pfeife, bunten Karten, Fähnchen und übertriebener Gestik. Sie werden auf dem Platz nicht gebraucht. Nie wieder Rudelbildung, jeder Ausfall gegen einen Gegenspieler ist deutlich im Bild und wird sofort bestraft. Über zusätzliche akustische Überwachung auf dem Platz kann nachgedacht werden.

Fernab im Studio, ausgestattet mit allen technischen Möglichkeiten, Kameras in den Eckfahnen und Toren und der Chip im Ball, bieten sie keine Angriffsfläche mehr und die Spielleiter kommen als starke Stimme aus dem Off gottähnlich und mit kontrollierten Entscheidungen, zu fast 100 % richtig und fair, unanfechtbar, ganz Nahe am Wesen des reinen, wahren Sports.

Bedenken?


jenseits
21. November 2011 um 21:29  |  46535

@f.a.y., mir erscheint das dennoch nicht logisch und ungerecht. Jede Mannschaft sollte bspw. 3 Mal pro Spiel den Videobeweis anfordern können, ohne dafür Nachteile erleiden zu müssen. Sonst würde doch gerade die Mannschaft benachteiligt werden, gegen die eine Fehlentscheidung getroffen wurde.


Blauer Montag
21. November 2011 um 21:33  |  46537

Um Himmelswillen Exil-S.
Du bist der Allerletzte, den ich jemals in diesem Blog als übellaunig erfahre. Du weißt doch gar nicht, was schlechte Laune ist. Falls doch, packst du diese nicht in den Blog.

Ja @dewm,
für heute Abend lasse ich das mit der Bundesliga.
Jetzt gucke ich noch – im TV – das 2. Ligaspiel zu Ende Bochum : Cottbus 😉


Ursula
21. November 2011 um 21:34  |  46538

….und da habt „IHR“ Euch ALLE über
mich aufgeregt, was ich zu meinem
Bedauern über Striek`s Tod noch
beigefügt habe….

Was war denn das für ein Beitrag heute
von „Atze“??? Da verschlägt es mir die
Sprache! Lediglich Montag hat für sich
in Anspruch genommen, so etwas nicht
lesen zu wollen und sein Missfallen auch
artikuliert! Unfassbar „Atze“….

…schäm` Dich!!


Atze
21. November 2011 um 21:36  |  46539

Keine Zeitlupen nur eine Führugskammera auf der Mittellinie und schon wäre die Sache deutlich einfacher. Fußball pur so wie diese Sportart mal gedacht war.
Die frage wäre ob dann auch noch Geld damit zu verdienen wäre 😉
Noch mehr Technik und Regeln werden das ganze mit Sicherheit verschlimmern.


pax.klm
21. November 2011 um 21:41  |  46540

Widerlich, mit welcher Heuchelei und Gedankenlosigkeit die Schamlosen ins Rampenlicht drängen! Warum können diese Menschen nicht die Schnauze halten?# RBB

Dieser Satz bringt es auf den Punkt, könnte aber auf vieles andere übertragen werden!
Aufregung eines Radiokommentatoren der sich über den Kindsmord (5ter StockRauswurf) total ereifert aber an anderer Stelle schon mal klar für Abtreibungen Position bezieht,
oder der gegen Abtreibungen ist aber Waffen segnet, oder oder…
irgendwie heucheln wir doch alle, sind uns selbst die Nächsten und tun so als ob,…
und werden dann selber „persönlich“…

Hänge noch ein paar Freiburger bKommentare ran, die uns vielleicht befeuern!
bwin87

bwin87 > An einen Freund senden
lasst uns an den Händen nehmen und alle zusammen weinen!

21.11.2011 – 18:31

Also sorry jetzt wird es langsam aber sicher lächerlich. Der arme Schiedsrichter der doch so in der Öffentlichkeit steht und so unter Druck ist?!
Hallo? Schon mal die Mimik und die Art und Weise des ein oder anderen Referees genauer angesehen? Mal von der strittigsten Szene des Spiels abgesehen habe ich mich schon vorher über das Verhalten & Selbstinszenierung von Herrn Wingenbach und die Art und Weise wie er sich selbst immer wieder in den Mittelpunkt des Spiels gerückt hat aufgeregt. Ich finde viele Schiris nehmen sich zu wichtig und führen sich auf wie die Axt im Walde.
Bei all dem Druck den sie sicher haben so wissen sie doch
a) vorher was sie erwartet
b) treffen sie selbst die Wahl diesen (Neben) Beruf zu ergreifen
c) werden sie drauf vorbereitet und trainiert
d) werden sie ordentlich dafür bezahlt
Mein Mitleid hält sich also in Grenzen. Ich fang auch nicht an zu weinen wenn ich im Job in Kritik gerate / und das auch ab und an nicht zu knapp! Jeder der diese Tätigkeit ausübt sollte das nötige Einfühlungsvermögen haben mit den Spielern umzugehen sprich auch die Emotionen verstehen und sich selbst nicht zu wichtig nehmen und nicht als Götter in Gelb interpretieren.

Zugegeben manchmal prasselt zu Recht oder zu Unrecht viel Kritik auf den Einzelnen ein. Aber wie gesagt oftmals wünscht man sich mehr Fingerspitzengefühl und das der Schiri sich selbst zurück nimmt. Es gibt ja durchaus auch viele positive Beispiele dieser Spezies.
HG

Schiedsrichter

21.11.2011 – 17:46

Schiedsrichter werden auf dem Platz immer unter besonderer Beobachtung und unter Druck stehen (nicht nur in der Bundesliga, eigentlich in jeder Liga). Emotionen kochen da schon einmal über. Man wird nicht verhindern können, dass Spieler, Trainer und Zuschauer sich da mal aufregen. Wer in der Bundesliga pfeift, hat das sicherlich schon zig mal erlebt und wird auch damit umgehen können. Am Samstag war es einfach eine besonders unglückliche Situation, die ich so noch nie in der Bundesliga gesehen habe. Denke das passiert einem Schiri einmal in seiner Karriere. Nach normalen Fehlern (Abseits/Elfer etc.) beruhigt sich ja in der Regel alles nach einigen Sekunden wieder.

Wichtig finde ich, dass man dann NACH dem Spiel, wenn man wieder runtergekommen ist, aufhört nur über den Schiedsrichter zu reden. Es sind Tatsachenentscheidungen, die man dann nun mal akzeptieren muss. Schiris machen, genau wie Spieler eben auch gute und schlechte Spiele. Deswegen finde ich es unerträglich wie ein Tuchel beispielsweise nach quasi jeder Niederlage dem Schiedsrichter in der Öffentlichkeit die Schuld gibt (wenn die Schiris immer korrekt pfeifen würden, wäre Mainz wohl eh schon längst uneinholbar Tabellenführer;-))

Ich find gut, dass Sorg und Reisinger ihn hier auch öffentlich in Schutz genommen haben. Man sollte nach solchen Spielen vielleicht auch mit etwas Abstand (nach dem Duschen) noch einmal ein vernünftiges Gespräch mit dem Schiedsrichter suchen und sich gegebenenfalls für Fehlverhalten entschuldigen. Unsere Spieler inkl. Sorg stehen eben auch unter einem großen Druck, der dann zu einem Verhalten führt, das einem später Leid tut. Glaube letzte Saison (als wir schon über 20 Punkte hatten) wäre eine solche Situation auch nicht so eskaliert dann. Aber kam eben am Samstag alles zusammen.


Nachdenkliches zum Schiedsrichter!

21.11.2011 – 15:46

Ich habe gelesen, dass der Schiedsrichter nach dem Spiel in seiner Kabine geweint hat. Mich hat das nachdenklich gestimmt. Vielleicht sollte man doch etwas besonnener mit den Schiedsrichtern umgehen. Wir wir ja jetzt alle wissen, hat er ja mit seiner Entscheidung, das Tor nicht zu geben, alles richtig gemacht. Klar kochen die Emotionen hoch, aber auch für einen Schiedsrichter gilt: Die Würde des Menschen ist unantastbar!

Auch deshalb bin ich froh, dass sowohl Trainer als auch Spieler, das Tor nach dem Spiel nicht weiter thematisiert haben und nicht weiter auf dem Schiri rumgehackt haben. Spontane Emotionen o.k. – aber dann muss auch wieder mal gut sein. Stellt euch vor, wir gingen mit unseren eigenen Spielern nach spielentscheidenden Fehlern so um..
Dreisamschatz

Dreisamschatz > An einen Freund senden
Schiedsrichter / Sorg

21.11.2011 – 14:14

Mich stört auch, wie momentan mit Schiedsrichtern umgegangen wird. Ist Euch bewusst, dass jeder Verein der im Spielbetrieb eines des DFB angegliederten Verbandes eine definierte Anzahl von Schiedsrichtern stellen muss ? Stellt ein Verein diese nicht, fallen empfindliche Strafen an den Verband an. Die Vereine haben grosse Schwierigkeiten den Schiedsrichternachwuchs bereit zu stellen, weil immer weniger Bock darauf haben bereits in der Kreisklasse übel angepöpelt zu werden und leider wird in der höchsten deutschen Liga jedes Wochenende vorgemacht wie das am fiesesten geht. Kein Wunder, dass trotz Aktionen wie freier Eintritt in Bundesligaspiele für Schiedsrichter jeder Klasse, etc. in den Vereinen kaum neue Schiedsrichter rekrutiert werden können. Vor diesem Hintergrund fand ich Klasse von Herrn Sorg, dass er in seinem Interview die Entscheidung des Schiedsrichters beim Eckballtor als richtig bezeichnet hat. Das war mutig und eine richtige Antwort auf die Rhetorik- Diskussion der letzten Wochen.

Starke Diskussion da auch über den Trainer, ok vielleicht ein bißchen viel, fiel mir nur auf, wie gut es ist über den Tellerrand Preussens zu schauen…


pax.klm
21. November 2011 um 21:45  |  46541

f.a.y. // 21. Nov 2011 um 21:23
Gab es seit den 80ern auch mit Dt Liga in Berlin, die Berlin Adler
dann Berlin Thunder
so schlecht war das nicht!


Ursula
21. November 2011 um 21:48  |  46542

Tja „dewm“ schon, wie gehabt ein „literarisch“
Klassebeitrag, wie eh,….

…aber sei mir nicht bös`, ich bin Fußballer
durch und durch! Ich knöddele noch heute
mir „älteren Herren“ und die Freude ist noch
immer riesig….

….und wir kommunizieren danach ganz heftig,
wie auch HIER und nebenan! DENN diese
„After-party“ danach, das „Zerpflücken“ des
Gesehenen gehört zum Fußball einfach dazu….

…oder habe ich Dich missverstanden und Du
möchtest den Fußball ganz abschaffen…?


pax.klm
21. November 2011 um 21:48  |  46543

Konstanz // 21. Nov 2011 um 21:26
Jetzt müssen wir nur noch überlegen welche Spielekonsole die richtige ist, wählen die Vertreter aus und jeder kann das Spiel elektronisch im Internet verfolgen!
Wir leben doch zunehmend in einer virtuellen Welt!
Dann diskutiere ich doch lieber mit MENSCHEN!


Exil-Schorfheider
21. November 2011 um 21:52  |  46544

@ursula

After-Party? Was sagt Deine Frau dazu?


Ursula
21. November 2011 um 21:58  |  46545

…und wie darf ich es sensibler Weise denn
empfinden, wenn eine WAHL, kaum zu
glauben, zum „Schlechtesten Schiedsrichter
des Jahres“ der Medien „retortenhaft“ apostrophiert und mit einemübergroßem
„Brimborium“ an Herrn Rafati verliehen
wird??? Gewählt von WEM??? Und warum???

Mit einer Laudatio der übelsten Art….


waidmann2
21. November 2011 um 21:59  |  46546

Profi-Fußball und Fußball sind offensichtlich inzwischen ganz verschiedene Sportarten. Oder über was reden wir?
Virtuelle Schiedsrichter (mit allen Mitteln der Technik) und/oder Grashalmkameras (aber vielleicht nur an der Mittellinie?) beim Spiel von Germania Popelhausen gehen die Spvgg.Hinterwinzbach! Jawoll! Oder – doch nicht?
Ach – das war natürlich(!) nicht gemeint…?!
Stimmt – der Schiri in Popelhausen begeht ja auch keinen Selbstmordversuch, der kriegt nur auf die Fresse – na dann …


Konstanz
21. November 2011 um 22:01  |  46547

Naja lieber @pax, da ist wohl heute jeder Mensch hier so ein bisschen auf seinem eigenen Trip unterwegs. Auf Spielkonsole stehe ich nicht so. Ich gieße mir lieber erst mal einen Lagavulin ein.
Prost!


f.a.y.
21. November 2011 um 22:04  |  46548

@Pax. Hm. Ja. Naja. Solange es live ist, kann ich Football und Fussball in jeder Form gut gucken. Aber im Fernsehen mag ich dann lieber „echte“ Profis sehen. Da konnten die Europäer beim Football nie wirklich mithalten.

Und zum Schiri am Samstag. Ich bekräftige nochmal meinen Punkt 3: Ansage übers Mikro, was entschieden wurde, dann beruhigt sich die Szenerie eventuell eher. Zumindest weiß man, worüber man sich aufregt. Ich hab vor Ort gar nicht gewusst, was los ist. Sah aus, als hätte Lell den Schiri-Flüsterer gemacht und daraufhin wurde das Tor aberkannt. Dann gabs das Gerücht, der Ball wäre mit dem Ellenbogen rein. Keiner wusste was. Das schürt Frust.


Ursula
21. November 2011 um 22:05  |  46549

Na dann! Ich mit Ardbeg! Prost!


Exil-Schorfheider
21. November 2011 um 22:09  |  46550

Ich proste mit einem „Schneeweisse“ zu!


Konstanz
21. November 2011 um 22:10  |  46551

Prost @ursula, eigentlich ist es nur der Glenmorangie heute, den muss ich nicht wässern…


Konstanz
21. November 2011 um 22:11  |  46552

Watt is‘ denn „Schneeweiße“?


Exil-Schorfheider
21. November 2011 um 22:12  |  46553

Ein Weizen zur Winterzeit!


Konstanz
21. November 2011 um 22:13  |  46554

Na denn Prost @exil


Exil-Schorfheider
21. November 2011 um 22:14  |  46555

Danke, @konstanz!


Konstanz
21. November 2011 um 22:16  |  46556

ahh, tut das gut, lecker.
Noch ein‘ klein’…


21. November 2011 um 22:16  |  46557

Ich fand als Kind die Pöbeleien gegenüber Schiris g ruselig-und das im einfachen Wortsinn. Daran hat sich nichts geändert, nur das es mich zweifach gruselt. Diese extreme, vollständig unhinterfragte Rechthaberei, die hinter Becherwürfen und Wutausbrüchen steckt- ist auch durch den „Viedeobeweis“ nicht weg zu bekommen. Außer einer Torkamera sehe ich keinen Fortschritt durch ihn. nahezu alles wirklich strittigen Szenen, bleiben auch nach Videobetrachtung strittig, allwöchntlich auf allen Kanälen zu sehen: da sitzen drei Ex-Fussballer und kommen fast nie zusammen , selbst nach 10 Minuten nicht..Torkamer-und bitte endlich das Vereinfachen der Regeln (Abseits ist zu einer monströsen Regel verkommen). Nicht ganz zufällig sind viele Schiris gegen den Videobeweis.Die anderen Dinge müssen sich ändern und letztlich mal wieder „wir“-. Und @dewm hat´s auf den Punkt gebracht: die wirklich permanenten Kommentierungen der Schiriwentscheidungen durch Reporter, Moderatoren, Techniker und Co-Kommentatoren ist unerträglich; nahezu jeder Pfiff wird hinterfragt oder gelobt (was ja auch ne Kommentierung ist). Die Kickerwahl ist dabei der Gipfel; ich gestehe, mir bis heute über diese nicht so sehr Gedanken gemacht zu haben. Die Sucht, die Spieler zu benoten, habe ich hier ja schon mal nachgefragt-ich glaube, das gíbt´s ausschließlich im Fussball..
Ich wünsche mir
-Torkameras
– dass die Torrichter viel häufiger Entscheidungen treffen
– Vereinfachung des Abseits
– vielleicht ne Reformierung des Abseits: eine zusätzliche Linie, 20 M vor dem Tor-innerhalb dieses letzten Spielabschnitts würde ich kein Abseits mehr brauchen, ohne das es zu einer Zufallsveranstaltung würde
– dass die Medien technisch und verbal bzgl der Schirientscheidungen abrüsten-


dewm
21. November 2011 um 22:18  |  46559

@URUSLA: Missverstanden? Unbedingt. Knödeln? Gern! „After-Party“, „Zerpflücken des Gesehenen“? Eh! Das gehört zum Fußball wie das „zerpflückt werden“. Noch ganz andere Dinge gehören dazu. Stand ja ooch auf’m Platz! Konnteste dit ab? Du die Berliner Medianlandschaft so wie icke die Alten im Verein? Wie war es bei DIR? Habe dit öfters erlebt. Rannte mir 90 Minuten die Lunge aus‘m Leib und die kamen und fragten ob ich mich schonen wollte. Wenn ick nich die 90 Minuten abjerissen jehabt hätte, dann wäre ich versucht mit Weidmann2 „nur auf die Fresse“… Oder hatteste Bornout oder Selbstmordgedanken? Mir geht diese Heuchelei auf den Sender. Das ist Bundesliga und wir kennen uns alle aus. Sollen wir uns die Mühe machen und die „Rafati-Anmerkungen“ der Mitkommentatoren der letzten Jahre zusammenschneiden? Sicher alles liebevolle Familienväter und –mütter…

Fußball abschaffen… tze, tze, tze

@Waidmann2: Perfekt! Und viel kürzer als icke!

@KONSTANZ & URSULA: Seid Ihr sicher mit Lagavulin und Ardberg? Einfach so? Ich mache mir Sorgen.

Trotzdem: PROST von über der großen Stadt, wenns auch nur Montepulciano is…

…auch nach Kiel!


Konstanz
21. November 2011 um 22:23  |  46560

Wieso Sorgen DEWM, ist doch schon nach 17:00 Uhr. Lass besser die Finger vom Sangiovese, Mann, Prost


monitor
21. November 2011 um 22:34  |  46561

Mein Senf dazu!
Wenn es schon in der Zeitlupe gefühlte 10 Mal zu sehen ist, wie ein Fußballer den anderen verdeckt foult, dieses Foul aber nicht geahndet werden kann, weil keiner der Schiedsrichter es sehen konnte, dann sollte die Tatsachenentscheidung für den Moment zwar gelten, es aber im nach hinein möglich sein, den Spieler zu sperren. Kommentare der Berichterstatter, die solche Situationen als Schlitzohrigkeit geradezu anpreisen, gehen mir mächtig auf die Nerven!

Dieses leidige Argument Fußball soll für alle gleich sein, ist doch völlig verlogen. Einerseits soll für Bambinis und CL die gleichen Bedingungen herrschen, andererseits ist da, wo das Geld verdient wird, nicht der DFB, sondern die DFL in Deutschland zuständig.

Zum Thema keine Schiedsrichter halte ich gar nichts. Wenn ich an Pierelugi Colina & Co denke, sehe ich die als wichtigen regulierenden Faktor eines Spiels.

Nur das hinterher dreschen auf die Schiris muß aufhören.

Und die dämliche passiv Abseits Regel gehört abgeschafft!


Ursula
21. November 2011 um 22:37  |  46562

Fußball abschaffen…tze, tze, tze, nee wa!!
Aber die „Schmarotzer“, die Medien etwas
beschneiden…

….und „WIR“ sollten dann auch mit „DENEN“
kritischer umgehen, diesen „ahnungslosen“
Stümpern, die ALLES und JEDEN
kommentieren müssen , häufig mit einem
Fachwissen, wobei man sich fragt, ob die
jemals einen Ball am Fuß hatten!!

Diese „Nebenproduktler“ des Fußballs, die
gleichzeitig ihre Totengräber sind!

….und sie merken es gar nicht, diese Simons,
Rethys und „Waldies“….


monitor
21. November 2011 um 22:38  |  46564

@apo 22:16

Schießt ein Stürmer dreimal freistehend am Tor vorbei, ist es dämlich.

Unterläuft einem Schiri dreimal gegen eine Mannschaft eine Fehlentscheidung, ist es eine Verschwörung existenziellen Ausmaßes für den Verein! 😉


Ursula
21. November 2011 um 22:47  |  46565

Aber bitte, wenn man heute noch von ISLAY,
der Insel träumen möchte und nichts Besseres
zu Hand hat, ich habe zwei kleine Fäßchen
mit selbst „Scharzgebranntem“ und innen drin
salzige Torfstückchen von der Insel, die haben
einen Touch, das haut selbst den heftigsten
Laphroig um und jedes „Lösungsmittel“…

…aber nicht weitersagen! Prost und gute Nacht!!


hurdiegerdie
21. November 2011 um 23:12  |  46567

Ach Ursula, auf den Selbstgebrannten sind wir doch schon seit Jahren scharf. Nur dann darf man nicht nur drüber reden. Auf Einladung kämen einige von uns!


Inari
22. November 2011 um 0:32  |  46570

Ich bin ganz klar pro Videobeweis. Die Schiris sind klar überfordert, die Technik ist da, also auch einsetzen.

Mein Vorschlag:
– Jedes Team bekommt 3 Videonachweis-Credits.
– Nachgeprüft werden dürfen nur: A) Tor oder nicht Tor, B) glattrote Karten (keine gelbroten oder gelben), C) Tätlichkeit oder keine, D) Foulspiel im Strafraum (ergo Elfmeter oder kein Elfmeter)

Bestätigt der Videobeweis den Verdacht des Trainers, verliert der Trainer nur einen Credit. Der Verlust des Credits ist dadurch gerechtfertigt, dass das Team ja einen Vorteil aus der richten Entscheidung bekommen hat.

Zeigt die Videoüberprüfung aber, dass der Einspruch nicht richtig war, verliert der Trainer 2 Credits, hat er nur noch einen, verliert er seinen letzten Credit.


Treat
22. November 2011 um 1:17  |  46571

Colossus // 21. Nov 2011 um 17:46

Genau den Film wollte ich auch empfehlen. Für alle ziemlich ernüchternd, die immer alles ganz genau wissen und nach schwarzen Tagen der Schiris am liebsten sofort Verschwörungstheorien stricken.

Für Leute wie euch und mich eben… 😉

Blauweiße Grüße
Treat


ccjay
22. November 2011 um 8:44  |  46573

@Inari

Die Aufzählung der überprüfbaren Situationen finde ich sehr gut gelungen. Das sind wesentliche Szenen des Spiels, kommen nicht zu häufig vor (hoffentlich) und der Videobeweis kann ein eindeutiges Ergebnis nach sich führen (Tor ja/ nein; Elfer ja/nein). Das wäre bei vielen anderen Dingen ja doch schwierig (bei frühem Abseitspfiff kann man ja nich wissen, ob der Ball ins Tor geht; was wäre dann die Entscheidung nach Video?).

Das mit den Credits ist mir aber etwas zu sanft. Die Versuchung, dieses Credits auf jeden Fall aufzubrauchen, weil man nach dem Spiel nix mehr damit anfangen kann, wäre doch gegeben. Dann vielleicht lieber eine Einwechselung einbüßen. Das sollte dazu führen, dass die Trainer wirklich sehr vorsichtig von der Beweisforderung Gebrauch machen.

@dewm: Mich kotzt das Gelaber im TV rund um den Fußball an. Das Problem ist, dass ich aber die Spiele, also den Sport, gerne sehen möchte. Da man nicht wirklich entscheiden kann, den Sport auf einem Sender ohne Gelaber zu gucken, muss man halt die üblichen verdächtigen Sender einschalten. Aber ich persönlich schränke das ganze ein, indem ich erst mit Anpfiff einschalte und mit Abpfiff ausmache. Dann muss man nur den Kommentator ertragen. Schlimm genug, aber manchmal (ganz selten) bekommt man zur Belohnung auch mal einen guten Kommentar zu hören.

Gruß aus Westfalen

P.S.: @f.a.y. Ich hab noch einen Berlin Rebels Button irgendwo rumliegen. Da war ich Mitte der 90er öfters.


Tovik
22. November 2011 um 9:00  |  46574

Die Bundesliga ist einfach zur Theatralisch. Ständig Reklamationen und Schauspielerai. Das ist Ausbildungssache. die werden vom Trainern so Augebildet. Die Premier Liga ist anders. da ist das Stolz Stark zu sein. Und Deutsche Schiedsrichter pfeift auch jeder Berührung und hat Permanent das Druck ausgepfiffen zu sein.


Sir Henry
22. November 2011 um 9:47  |  46576

Schon mal über die Einführung von Profischiedsrichtern nachgedacht. In den USA bei den großen Ligen gang und gäbe.

Gleichzeitig ein automatischer Meckerschutz. Undenkbar, dass in der NFL der Schiri dermaßen angegangen wird, wie hierzulande beim Fußball. Selbst beim Eishockey, wo die Fäuste fliegen, richten sich die Aggressionen nicht gegen die Referees. Es ist alles eine Frage, was wir zulassen wollen.

Mit Herrn Rafati hat das aber alles nichts zu tun. Was auch immer ihn zu diesem Schritt getrieben hat ist hochprivat. Geht niemanden was an. Nur ihn und seine Familie. Dieses ganze Betroffenheitsgesülze geht mir auf die Ketten.


Dan
22. November 2011 um 10:07  |  46578

@Tovik

Ich gebe Dir Recht, dass diese Schauspielerei, Schwalben, Zeitgeschinde, Kartengefordere usw. aufhören muss, um auch hier dem Schiedsrichter und Zuschauer das Leben zu erleichtern.

Anderseits glaube ich nicht, dass es Ausbildungssache im Verein ist, sondern wohl eher die Ligaeinstellung und Auslegungsrichtlinien des entsprechenden Schiedsrichterverbandes.

Wenn hier gefühlt, nur jede 5. Schwalbe mit Gelb bestraft wird, dann ist einfach die Chance einen Elfer zubekommen höher als eine gelbe Karte. Das rechnet sich dann eben.

Desweiteren sind einfach zuviele Profis, die nicht in englischen Clubs ausgebildet wurden und sich trotzdem irgenwann, an die Gangart der PL anpassen. Nicht umsonst wurde ein Klinsi dort „Diver“ getauft, auch wenn er es später gut vermarktet hat, der Auslöser war seine Fallsucht und nicht der schöne Torjubel.

Anderseits will ich die PL darin nicht schön schreiben, wenn ich z.B. das scheinbare „Fliegengewicht“ Drogba ab und zu danieder schweben sehe.

Habe gerade den Artikel von Ajax gelesen, schöne Aufbereitung, da können wir uns über unsere Ruhe glücklich schätzen.


kraule
22. November 2011 um 10:09  |  46579

Ich sehe immer den Menschen im Vordergrund. Mir geht es oft um Werte und Menschlichkeit.

Doch zu diesem Thema fallen mir scheinbar nur harte Worte ein.

Schiedsrichter -in den oberen Ligen!- sind meist im privaten Bereich, finanziell gut abgesichert. Ich kenne keinen arbeitslosen Schiedsrichter in diesen Ligen.
Ergo, tun sie das ohne jede Not heraus, aus freien Stücken.
Ein jeder mit seinen eigenen Gründen, die da sein können:
Geltungsbedürfnis, in der Öffentlichkeit stehen, gutes Geld….etc.

Wem dann diese Belastung zu viel ist, der möge aufhören.


Sir Henry
22. November 2011 um 10:36  |  46581

Ein Problem mit der nachträglichen Bestrafung von Übertätern (Schwalben, versteckte Fouls etc.) ist aber, dass die eigentlich geschädigte Mannschaft davon nicht profitiert, sondern der nächste Gegner.

Wenn A gegen B spielt und der Spieler Z der Mannschaft A dem Spieler Y der Mannschaft B eins auf die Socken gibt und der Schiri die Nummer nicht sieht und entsprechend ahndet, dann profitiert bei erfolgter nachträglicher Sperre Mannschaft C am nächsten WE beim Spiel gegen A.

Ein weiteres Problem sehe ich, dass an jedem Montag unzählige „Anzeigen“ in der DFB-Zentrale eingehen werden, weil die Mannschaften sich rückwirkend ungerecht behandelt fühlen oder andere einfach den kommenden Gegner schwächen wollen.


Dan
22. November 2011 um 10:39  |  46582

@Sir Henry

Meine Rede. Aber natürlich ist das auch historisch gewachsen und die Machtbefugnisse sowie Strafen sind erheblich. Doch da ziehen eben Verbände und Club-Besitzer an einem Strang.
Die nehmen es in Kauf und sichern sich vertraglich bei Sperren ab.
Aber glaube mir auch dort gibt es des öfteren Reibereien, in der MLB gibt es sogar den Ritus der Beschmutzung der Homplate vom „Manager“ und der anschließenden Runterstellung. Berührung ist aber ein „No Go“ und zieht bei Nichtachtung drastige Strafen hinter sich her.

Aber zurück zum Thema. Profis haben auch professionelle Spielleiter verdient. Wir sprechen immerhin über Leute, die sagen wir mal 5 Tage die Woche arbeiten, sich in der Freizeit fit halten und dann am Wochenende als „Freizeitler“ über Profis „urteilen“.

Ob Profischiedsrichter nun besser werden, wenn sie besser bezahlt werden, würde ich verneinen.
Doch die Frage, ob sich ein Profischiedsrichter besser vorbereiten kann, ausgeglichener agiert als nach 5 Tagen Arbeitsstreß würde ich bejahen.

Mehr eigene Schulung, einheitliche Schulungen bei Clubs (und nicht nur am Saisonanfang), Austausch von Schiedsrichtern europaweit (weltweit), Teilnahme als Trainingsbeobachter in Clubs, Ausbilder von nachfolgenden Schiedsrichtern usw. . Ich denke da gibt es genug Beschäftigung und Tätigkeiten, die Zeit zwischen den Spielen zu füllen und eben seine Sinne zu schärfen.


jap_de_mos
22. November 2011 um 10:40  |  46583

Ein großes Problem ist m.E. die Vorbildwirkung, die das Verhalten der BuLi-Aktiven hat.
Das wirkt sich auf das Verhalten der Zuschauer aus (die meist extremer reagieren, als die Verantwortlichen selbst), aber eben leider auch auf das Verhalten der Spieler in unteren Ligen (auch hier scheint obere Beobachtung zu gelten). Das bedeutet: was in der BuLi im Kleinen gesät wird, ernten wir auf den Rängen und in den unteren Ligen.
Eine Lösung hab ich leider grad nicht zur Hand… :o(


jap_de_mos
22. November 2011 um 10:41  |  46584

* 🙁


Dan
22. November 2011 um 11:01  |  46586

@kraule

Was ist denn das für eine Argumentation?

Den ersten Arbeitslosen der Schiedsrichter wird, wird schon vom ersten Tag unterstellt, der verdient kein Geld und ist daher käuflich.

Da würde mich sogar glatt interessieren, wie das so intern hinter den Türen geregelt wird. Gibt es sehr gute arbeitslose Schiedsrichter, die es aber wegen der Arbeitslosigkeit keine höhere Weihen erhalten oder beschafft man denen Jobs?

Es ist doch erstmal festzustellen, ohne Schiedsrichter geht garnichts. Also kein Euro für Clubs oder Spieler. Es werden Milliarden von Euro umgesetzt und die Person die das Spiel überhaupt erst startet ist die „ärmste Sau“ im Milliardenkarussell.

Wenn ich übertrieben Deiner Argumentation folge, dann bin ich auch dafür, dass nach dem es keine Wehrpflicht und somit weniger oder keine ? Zivildienstleister mehr gibt, die maximal zwei Stunden trainierenden Profis, zur Erholung die Dienste an den alten Menschen übernehmen.

Das stärkt auf alle Fälle Charakter und ggf. Respekt am menschlischem Leben und somit eine gute Basis zum Weg auch den Schiedsrichter mehr Respekt entgegen zubringen. Natürlich überzeichnet, aber angeregt durch Deine „scheinbar nur harte Worte“.


22. November 2011 um 11:01  |  46587

@ dewm

Deinen Kommentar (21. Nov 2011 um 20:27) habe ich gelesen. Ich kann ihn verstehen und nachvollziehen. Ich fand ihn sogar gut, weil er sich emotional liest. Und ich teile einige Deiner Empfindungen.

Aber warum liest Du hier oder woanders, wo es genau um das Sezieren der einen oder anderen Spielszene, um Benotungen oder des Trainers Eigenheiten geht, mit?

Oder habe ich Deinen Kommentar möglicherweise doch nicht richtig verstanden?


Sir Henry
22. November 2011 um 11:02  |  46588

@Dan

Aus meiner Sicht findet die „Diskussion“ in der MLB eher ritualisiert statt. Der sich im Unrecht wähnende Manager stampft zum Umpire, der sich den Salat genau 2,78 Sekunden anhört und dann den Unhold des Feldes verweist (für meinen Geschmack mit leicht übertriebener Gestik ;-)).

Auch ein Schiri mehr auf dem Platz könnte nicht schaden. Das Argument, das die FIFA gerne bringt, dass damit auch eine uneinheitliche Linie verfolgt würde, zieht meiner Meinung nach nicht. Beim Handball, Eishockey, Football, Baseball, Basketball etc. klappt das doch auch. Zumal die mit diesen Headsets doch prima untereinander verknubbelt sind.

Dann aber fairerweise die Kommunikation freischalten und die Zuschauer mithören lassen. Wer will, kann sich für 2,50 EUR ein Headset zum Mithören an der Kasse leihen. Auch das ist ein erprobtes Verfahren: in der NASCAR (Tony „Smoke“ Stewart ist frischer Meister) können die Zuschauer für einen schmalen Taler den Teamfunk mithören (undenkbar in der F1).

Die Idee, die Zuschauer per Lautsprecherdurchsage an den Entscheidungen der Schiris teilhaben zu lassen, finde ich prima. Gerade bei solch kniffligen Sachen wie am Samstag in der 82. Minute. Die Zuschauer werden weiter pfeifen, aber eben nicht mehr alle und die Gemüter beruhigen sich. Das ganze verbunden mit einer eindeutigeren Zeichensprache der Schiris wie im Basketball, Eishockey oder Football.


Sir Henry
22. November 2011 um 11:04  |  46589

PS: Ab Absatz Zwo geht es wieder um Fußball. 😉


Dan
22. November 2011 um 11:09  |  46590

Atze // 21. Nov 2011 um 20:31

„Die Dummheit ist die sonderbarste aller Krankheiten. Der Kranke leidet niemals an ihr. Aber die anderen leiden.“

Paul Henri Spaak


hurdiegerdie
22. November 2011 um 11:17  |  46591

Ich persönlich finde die nachträgliche Bestrafung von Schwalben äusserst schwierig.

Zum einen muss man dann ja doch wieder auf Standbilder und Wiederholungen zurückgreifen. Zum anderen ist es wahnsinnig schwierig so manche Schwalbe als solche zu erkennen. Bei jemandem der im vollen Lauf ist, mag eine leichte Touchierung des Fusses dazu führen, dass er sich „selbst“ in die Hacken tritt. Kann man das immer eineindeutig belegen/ausschliessen? Dann bekommt er hinterher noch eine Sperre wegen vermeintlicher Schwalbe, nur weil aufgrund der Fernsehbilder eine leichte Berührung des Fusses nicht auszumachen ist.

Ich meine, viele solcher „Schwalben“ gesehen zu haben, die vielleicht keine Elfmeter waren, aber doch den Stürmer aus dem Tritt gebracht haben, so dass es wie eine Schwalbe aussah.

Wiederum… Videobeweis im Stadion. Ist es klar und gaaaaanz eindeutig , dann eine direkte Bestrafung. Ist es nicht gaaaaaanz eindeutig, bleibt der Pfiff, wie er getätigt wurde, bestehen.

Ich würde beim Videobeweis jetzt auch nicht unbedingt den Vereinen ein Einspruchsrecht einräumen. Das ist zwar denkbar und sicherlich auch irgendwie machbar, aber ich sehe es als Hilfsmittel für den Schiri. Einfach, dass er die gleichen Möglichkeiten im Spiel bekommt aufgrund derer er nach dem Spiel „verurteilt“ wird.

…. oder man schränkt die Mittel zur Überführung der Schiedsrichter ein.

Interessant ist ja, dass das Schirigespann beim „ersten“ 2:2 in Freiburg alles richtig gemacht hat. Trotzdem war es der Auslöser der Publikumsreaktionen.


Dan
22. November 2011 um 11:27  |  46593

@Sir

Also laute (wie beim Football) Urteilsverkündigung ist sicher ok, aber wohl nur bei strittigen und für den Zuschauer unverständlichen Situationen.

Also z.B. wie bei unserem Spiel, Wiederholung des Eckstoß, weil Ausführung vor Wiederanpfiff, Aberkennung des Tores

Oder Rote Karte wegen Schiedsrichterbeleidigung

Elfmeter wegen Handspiel, wäre ggf. schon diskutabell, ob es offensichtlich war oder nicht.
Oder es hab mal einen Elfer für Hertha, weil jemand, für niemanden auf den Tribünen sichtbar, einen Spieler am Trikot festhielt. Den Herthanern war es egal, aber die anderen hätten es vielleicht gerne gewusst.

Das Abhören, des Schiri-Funks als Premium-Paket halte ich für gewagt. Unabhängig wie die 120 „Platzstürmer“ sich verhalten haben, aber stell Dir mal vor, die Schiedsrichter diskutieren noch vorher, ob das nun eine neue Spielsituation war oder nicht und sind sich nicht einig und der „White Cap“ Hauptschiedsrichter trifft eine Entscheidung und das bekommen 20.000 „Premium-Kunden“ mit.


f.a.y.
22. November 2011 um 11:51  |  46594

@ccjay: da haben ein paar Freunde von mir gespielt, das hat natürlich immer Spaß gemacht. 😉

Bin bei den „eindeutigen Gesten“ voll bei @dan. Beim Football kann man mit ein bisschen Wissen erkennen, warum der Schiri pfeift. Und zusätzlich sagt er es kurz an. Das brauchst beim Fussball nun nicht bei jeder Ecke, auch da bin ich bei @Dan.


Dan
22. November 2011 um 13:27  |  46595

sunny1703
22. November 2011 um 13:37  |  46596

Also zuerst mal möchte ich mich @Ursula anschließen. Wer ihn für die barschen Worte gegenüber Roloff zurecht kritisierte, dem müssen einige Beiträge hier auf den Magen geschlagen sein.
Ich finde sie um es deutlich zu sagen indiskutabel.
Herr Rafati ist kein Kriegsverbrecher und selbst bei deren Tod „jubel“ ich noch nicht mal.

Zum Thema. Die Frage , die sich für mich stellt ist, warum sind die Schiedsrichter seit einigen Jahren mehr gefordert und dadurch teilweise auch überfordert?! Weil das Spiel anstrengender, schneller und körperbetonter geworden ist?!
Nein, die Regeln sind über Jahre dieselben und ob Schiedsrichter in unteren Klassen oder FIFA Schiri, die Maßstäbe für sie haben sich nicht verschoben. Im bezahlten Fußball sind ganz sicher auch die 124 Zeitlupen eine Begründung, warum die Schiedsrichter so unter Beschuss geraten. Eine Beschränkung dieser Aufnahmen scheint mir sinnvoll, doch im Fortschritt der Technik scheint sie mir auch naiv.
Ich habe es ja schon öfters erwähnt, es sollte eine kleine Kamera aus Schiriaugenposition geben, damit der TV Zuschauer, auch mal die Sicht des Schiedsrichter nachvollziehen kann.
TV Beweise in einem geringen Umfang warum nicht,Ideen dafür sind genug schon vorhanden. Torrichter die mehr zu sagen haben. Eine Torkamera. Eine Vereinfachung der Abseitsregel.
Aber der Videobeweis. Selbst mit einem totalen Videobeweis gibt es kein gerechtes Spiel. Berühmtes Beispiel alt: Pantes Tor gegen S 04, das uns Platz 3 in der Liga gebracht hätte, kann selbst mit Videobeweis nicht zählen, denn die Gegner haben bei m Winken durch den Assisstenten aufgehört zu spielen. Und man kann ja Pante nicht den ball in der gleichen Situation mit allen anderen Spielern an der gleiche Stelle geben.
Oder neu. Auch Niemeyer hätte der Videobeweis nichts genutzt,egal ob er Foul kurz vor Schluss gegen den Freiburger gespielt hat oder nicht. Er kann ja nicht dann nochmal aufs Tor zulaufen.
Über den restlichen Sinn vom Videobeweis denke ich auch nach,finde aber die Umsetzung zumindest sehr schwierig. Hier werden immer Sportarten zum Vergleich gezogen, die aus den USA sind, die ganz andere Regeln haben, die anders aufgemacht sind und die dadurch auch angenehmer fürs Werbetv sind.
Doch warum Eishockey mit Fußball verglichen werden soll oder Football, warum nicht auch Hallenhalma oder Geräteturnen.
Ich bin dafür die Tore bei Eishockey auf 7,32 x 2,44 zu vergrößern und mit 22 Spielern zu spielen……….schlage ich sowas vor, werde ich in die Klappse von den Eishockeyfans zurecht gesteckt. Die erfolgreichste Sportart der Welt hat es nicht nötig sich Anleihen von anderen Sportarten zu holen. Oder wollen wir den Torwart zu Pferde,das wäre doch auch mal was.
Wir sollten vielleicht mal einen Blick in die gesellschaft machen und zwar weltweit. Ich glaube zunehmende Agressivität unter dem dann Spieler und Schiedsrichter leiden müssen, sind vor allem dort zu suchen. Denn das hier angesprochene Problem ist ja kein deutsches Problem ,es ist auch keins der höheren Spielklassen, es ist auch kein Problem des Fußballs innerhalb der Sportarten.

Wer von uns kennt nicht seine eigene Emotionalität direkt nach dem Schlusspfiff was schreibt man dann nicht alles!?
Was sollen die dann gleich nach dem Schlusspfiff dem völlig überreizten Spieler vor die nase gehaltenen Mikros erzeugen außer dem Bedürfnis des gemeinen Zuschauer nach irgendwelchen spektakulären Äußerungen nachzukommen ?!
Eine gewisse Pause sollte allen eingeräumt werden meinetwegen eine stunde,Zeit zum Duschen.
Und wir müssen alle lernen, Schuld für nicht günstige ereignisse reflexartig bei missliebigen gestalten zu suchen. Ob das der ungeliebte Trainer (Babbel) oder der ungeliebte Spieler ist(Ottl) oder am schlimmsten der Schiedsrichter. Begreifen wir das doch endlich mal eine Stufe kleiner, als ein Vergnügen,bei dem wir auch mal Emotionen rauslassen können, bei dem dazu auch andere Gefühle reinspielen,jedoch etwas in denen Negativgefühle ;miese Unterstellungen , absurde Verschwörungstheorien usw keinen Platz haben.

Der Fußball soll mit kleinen Veränderungen so bleiben wie er ist, ich wünschte mir nur den fan manchmal etwas positiver gestimmt oder dazu ebenso eingestellt!

Ansonsten hat Churchill doch noch Recht….no sports!

lg sunny


Dan
22. November 2011 um 13:52  |  46597

Striek mein lieber @sunny. 🙂

Roloff ist schon Februar 1998 verstorben.


sunny1703
22. November 2011 um 13:53  |  46598

@Dan——danke dämlicher fehler! 🙂

lg sunny


Dan
22. November 2011 um 14:03  |  46599

@sunny
Wieso dämlich, kann doch passieren, wenn beide Heinz heißen.


Sir Henry
22. November 2011 um 14:04  |  46600

Ketchup?


Exil-Schorfheider
22. November 2011 um 14:13  |  46601

@Sir

Womit wir wieder beim American Football sind! 😉


Konstanz
22. November 2011 um 14:16  |  46602

Abschaffung des Schiedsrichters Teil 3

Tor oder Nichttor, elfmeterreife Szenen, Fouls oder Schwalbe, Abseitssituationen usw., all das ist, eingfangen von optimierter Technik im TV besser zu beurteilen als life. Rüstet man das Spielfeld technisch aus fällt die ewige Entschuldigung der Schiris, die mit den technischen Möglichkeiten der Nachbetrachter, weg, weil, ja weil es dann gar keinen angreifbaren Schiri mehr gibt. Perfekt vorbereitet fallen alle Entscheidungen ohne Verzögerung, die Spielleiter müssen nur lernen, jeweils in den richtigen ihrer Monitore zu schauen.

Es ist wohl weniger die Frage, ob mit technischer Aufrüstung das „Problem“ weitgehend gelöst werden könnte. Die Frage scheint eine ganz andere zu sein: Will man denn überhaupt dieses „Problem“ lösen, oder will man es lieber weiter als Bestandteil der Spiele betrachten und pflegen, also sich die Möglichkeit der allfälligen Diskussion lieber erhalten?

Banken und Bahnhöfe werden überwacht, Webcams heute überall, Visionen eines bösen Überwachungsstaats können bedrohlich wirken. Aber Achtung: Wir sprechen hier nur über Fußball und einen Versuch, den Fußball gerechter werden zu lassen.


22. November 2011 um 14:23  |  46603

@sunny: kann nahezu heute alles unterschreiben-habe ja etliches ähnliches gestern auch vorgeschlagen. Ja-die „Schuldfragen“: das stößt bei mir auch regelmäßig auf. Und Rechthaberein in nahezu groteskem Ausmaß. Ich gewöhne mich gerade bei einigen an die vielen Endsatzzeichen-das konnte ich lange Zeit nicht ertragen; ich kann mit Schreihhälsen fast gar nicht umgehen (mein Vater war ein „Niederbrüller“…)- lerne aber, dass ich das zumindest im Netz ertragen kann.- Das Brüllen aber gegen Spieler (wenn sie den xten Fehlpass spielen) oder den Schiri (wenn er gegen die eigene Mannschaft einen erfolgversprechenden Angriff abpfeift oder-meine Lieblingsrubrik -„steh auf, du Sau“-wenn sie einem Schwerverletzten Schauspielerei vorwerfen..all das-wird sich nie ändern. Weil wir nicht Opernzuschauer sind/haben (wollen). Wenn aber die Lautstärke etwas abgesenkt würde, die Wortwahl etwas abgerüstet und die Spielsituationen etwas objektiver betrachtet würden-wäre ja schon viel gewonnen.-Ich schäme mich in Stadien regelmäßig-dann, wenn ich mit weniger stark Infizierten zusammen bin.- Schwierig wird es werden, da im Großen etwas zu erreichen. Wenn die mächtigen Folien-die Medien da etwas zurück nähmen ( sky finde ich macht das insgesamt sehr gut)-wäre ja schon viel erreicht. Der biedere Kicker ist plötzlich mit seiner Schiriwahl im Fokus der kritik-völlig zu Recht-und er wird 100%ig reagieren und das einstellen; die Spielernoten nicht-denn auch das ist zwischen den Saisons ein Verkaufsschlager–der Boulevard allerdings..ist überhaupt nicht lernwillig, weil sein Erfolg genau auf dies Laute, Griffige und oft genug Böse aufbaut-nur daher rührt ja deren Erfolg.-
Wir sollten uns alle hinterfragen, ob es wirklich stimmen kann, das ein Mittelfedspieler (Ottl) dermaßen viel abbekommt, einem anderen (Lusti) nahezu alles verzeihen wird , wenn es mal nicht so lief..Personaldiskussionen sind aber auch der Stoff, aus dem dieser blog hier gemacht ist. Letztlich. Es geht wohl, wie immer: um die Wortwahl. Um die Penetranz. Um Toleranz.
Es geht um´s Austeilen und Einstecken. Ich habe ganz oft das Gefühl, bei sehr vielen: das sie sehr gut austeilen können, aber selbst bei replik zu Mimosen werden. Kritik und Selbstkritik sollte sich immer die Waage halten-ich glaube dann darf es mal hoch kochen, weil es dann auch ganz schnell wieder abkühlt.
Fromme Wünsche eines Unfrommen?


22. November 2011 um 14:30  |  46604

@sunny

Großer Applaus von meiner Seite !!


sunny1703
22. November 2011 um 14:36  |  46605

@apollinaris
Gehe da mit Dir überein. Wenn wir uns alle nur mal ab und an zu zur besinnung rufen, um was es eigentlich nur geht.
Dass Fußball zu ganz schlimmen führen kann, hat er aber schon vor über 40 Jahren im Juli 69 zwischen El Salvador und Honduras bewiesen.

Auf dass sowas nie wieder passiert!

lg sunny


Sir Henry
22. November 2011 um 14:36  |  46606

@Exil

Heinz Field, Heimatstadion der Pittsburgh Steelers?

Aber psst! US-Sport genießt hier kein hohes Ansehen. 😉


22. November 2011 um 14:41  |  46607

@Sir: „US“-im Allgemeinen…


Sir Henry
22. November 2011 um 14:58  |  46608

@Apo

Ein höchst bedauerlicher, aber immerhin massenkompatibler Umstand.


kraule
22. November 2011 um 15:01  |  46609

Zwei paar verschiedene Schuhe, lieber @dan.

1. Habe ich nicht, oder es sollte zumindest so nicht rüberkommen, gegen oder für etwas zu argumentiert.

Ich wollte lediglich damit zum Ausdruck bringen, dass KEIN Schiedsrichter sich diesem Druck auszusetzen gezwungen wird, außer mit Geld, etc., ansonsten wie oben beschrieben. Die Herren bekommen eine „Aufwandsentschädigung“ die dem eines Monatsgehaltes, einer Führungskraft etc. entspricht, pro Spiel!

2.Genau aus diesem Grund wäre ich für Profi-Schiedsrichter.

3. Ging es in meinem Beitrag in keinster Weise um das was mit Rafati geschehen ist!!! Das ist tragisch und traurig. Das ist es immer wenn ein Mensch diesen Weg als seinen Letzten sieht. Und dabei ist es vollkommen egal welche Beweggründe derjenige hat.

Ich wollte mit meinem obigen Beitrag nur ausdrücken, dass sich mein Bedauern für die armen Schiedsrichter, die betrogen, getäuscht und belogen werden in Grenzen hält, aus eben o.g. Gründen.


Dan
22. November 2011 um 15:15  |  46610

@sir & @e-s

Also die Tomaten vom blauweißrotem Heinz stammen ja aus 1869. Unsere Heinzs wurden ja schon 20th Jahrhundert geboren. 😉
—-
@sunny & @apo

Wenn man aber wiederum ehrlich ist, setzen doch paar Synapsen automatisch aus. Gruppendynamik wirkt auf dich ein usw, na klar gibt es Grenzen, die selbst dann in Wort und Tat nicht umgesetzt werden, doch „du Arsch/Penner“ ist doch live im Stadion, manchmal sogar ein Befreiungselement, der geschundenen Hertha-Seele. 😉

Die aber geistig Entkernten, sind dann das wahre Problem und manchmal reicht auch der böse Blick nach hinten, wenn wieder einmal bei schlechtem Spiel „die A..en Raffa und Ramos in ihren Dschungel zurück gewünscht werden“.

@sunny

Da ist sie ja wieder die Kanone, die auf Spatzen schießt, also ich glaube es gibt wenige, die von mehr Respekt für den Schiedsrichter oder Menschen im Sport auf den 100 Stunden Fußballkrieg zwischen Honduras und El Salvador schlagen kann. Vorallem, weil ja doch einige andere Faktoren, wie Landbesetzung durch Siedler der Grund für die Ausschreitungen waren. Das dritte Spiel um die Qualifikation wohl doch nur der Funke für das Pulverfaß. Aber natürlich will, dass hier keiner erleben.

🙂 Auch nicht, wenn die Veilchen ungefragt Teile von Charlottenburg besetzen. Aber da gibt es vorerst hoffentlich kein Pflichtspiel. 🙂


Dan
22. November 2011 um 15:31  |  46612

@kraule

So long. 🙂

Habe da vielleicht im Kontext zum Thema zuviel reingelesen.

In meinem Gedankengang:
Die Schiris werden angegangen, mit Bier überschüttet und die sonst bekannte Palette und der @kraule sagt, habe ich kein Mitleid sollen sie es halt nicht machen, sind doch eigentlich gutsituiert und machen es aus „Daffke“.

War ick natürlich empört. 😉

Also falls nicht so gemeint, dann alles klar, wenn doch, dann bleibe ick dabei, nicht der sich beschwerende Schiedsrichter soll gehen, sondern der Respekt im Rahmen eines sportlichen Wettkampfes wiederkommen.

Also nichts für ungut.


sunny1703
22. November 2011 um 15:38  |  46613

Du wirst in der neueren Geschichte wenig Beispiele für Spontankriege finden, selten passieren sie aus Spaß an der Freude oder aus einem Ereigniss heraus.
Und da ist es egal,ob es ein Attentat in Sarajewo oder ein selbstinitiierter Angriff auf den sender Gleiwitz waren.
Mir ging es nur darum aufzuzeigen, dass eben schon Ende der 60 er auch ohne den heutigen Medienhype, Fußball in der Lage war sowas auszulösen.
Ich glaube, zurück zum Thema, der Umgang mit Spielern und Schiedsrichtern im Sport, nicht nur im Fußball, ist ein Spiegelbild unserer zeit und unserer Gesellschaft.

lg sunny


Dan
22. November 2011 um 15:51  |  46614

@sunny

Hier hat Herr J. Rogge mal was gesagt:
„Sport ist nicht besser als die Gesellschaft. Sport gibt nicht vor besser zu sein als die Gesellschaft. Sport ist eigentlich der Ausdruck der Gesellschaft als Ganzer: mit all ihren Schwächen, mit all ihren Fehlern, aber auch mit all ihren
wunderbaren Leistungen und Werten.“

Hier der Link:
http://www.weltethos.org/1-pdf/20-aktivitaeten/deu/we-reden-deu/Rede_Rogge_deu.pdf

Ist zwar viel „Phatos“ und für mich ein wenig Scheinheiligkeit aber doch lesenswert und man kann mal innehalte und drüber nachdenken.


Sir Henry
22. November 2011 um 15:51  |  46615

Genau so, wie es unter den Zuschauern Schöngeister gibt, die nach dem Spiel ins Theater gehen, gibt es eben auch Dumpfbacken, denen bedauerlicherweise von früh an Grundlagen des vernünftigen Miteinanders verwehrt geblieben sind. Kaum anzunehmen, dass die das in ihrem Leben noch einmal aufholen. Wer einmal in einer Schlange am Osttor am Einlass stand, weiß wovon ich rede.

Denen brauchst Du nicht mit Respekt und Umgangsformen zu kommen. Die verstehen es nicht. Das Fußballstadion kann ja nun vieles sein, aber kaum eine Besserungsanstalt für minderbemittelte und unerzogene Mitglieder unserer Gesellschaft.

Dazu kommt noch der Effekt, den die Masse auf den Einzelnen hat. Der einem wie Wein zu Kopfe steigen kann, der einen Rausch verursacht (aber auch mal einen Kater ;-)). Da kann man sich in der Aufregung auch schon mal vergessen. Die Frage ist, wie weit kann man sinken, wann greift die individuelle, nicht abtrainierbare und unterschreitbare Notbremse des normalen Anstands.

@Dan

Denk mal an diesen Schwachmaten drei Reihen über uns in WOB. Wenn ich mir vorstelle, dass diese Typen auch mal Auto fahren oder einkaufen gehen…


22. November 2011 um 15:54  |  46616

@dan: das wollte ich ja sagen: bis zum einem bestimmten Punkt, ist das ja alles ok und gewollt ( Stichwort Oper)- aber es setzt oft aus: Bierschütten, Feuerzeuge-Stangenwürfe..das können nur >wir <durch Abrüstung hinbekommen-und eigentlich der Boulevard ( Allgemeinklima)-aber da bin ich sehr skeptisch. Wird immer schwierig bleiben. Deshalb wären ein paar neue Benimmvorschriften durchaus sinnvoll-wurde hier ja schon kräftig diskutiert.-Insgesamt hat ja eine gute Entwicklung stattgefunden; gegenüber den 70ern beispielsweise. Nur die Spiler täuschen mir zu sehr; die Trainer flippen zu sehr aus; die Rudelbildung könnte fast noch schärfer sanktioniert werden: niemand außer dem Kapitän und/oder unmittelbar Betroffenen darf jeweils mit dem Schiri diskutieren z.B.-die anderen haben mind. 1m Abstand zu halten..Diese Szenen heizen tierisch auf..Mehr wird´s nich geben können. Der gesellschaftliche Spiegel ist ja nun mal da- ..
Wenn jemand "Arschgeige" ruft, lache ich auch und bin dabei, wenn´s denn wirklich eine ist 😀 -viel mehr muss eben nicht sein. Bei "Judas" , "ich knall dich ab!" .. hört´s dann spätestens auf, lustig zu sein..dann lieber Event-Fans.. 😉


hurdiegerdie
22. November 2011 um 15:59  |  46617

Ich habe da teilweise eine andere Meinung als Sunny.

Warum sollte man nicht Anleihen bei anderen Sportarten machen? Das heisst doch nicht, dass man das Fussballfeld auf Ausmasse eines Eishockeyfeldes reduziert. Wenn die Tore gleich gross bleiben, heisst das ja auch nicht, dass wir noch mit den mit Federn oder Stoff ausgestopften Lederkugeln des frühen Chinas spielen müssen.

Dass man nicht alle potenziellen Fehlentscheidungen abstellen kann oder will, heisst für mich nicht, dass man auch nicht die abstellen darf, bei denen man es kann.

Will man bewusst Fehlentscheidungen in Kauf nehmen, damit man sich hinterher schön aufregen kann, dann darf man sich auch nicht beschweren, wenn sich Leute hinterher aufregen.

Beim Eishockey gibt es doch auch keine Totalüberwachung, es wird doch auch nicht jedes Linienabseits oder jeder Check kontrolliert.

Fussball wird häufig durch 2-3 Situationen entschieden. Ich fände es gut, wenn man bei diesen zumindest die Fehlerhäufigkeit klein halten könnte.


Sir Henry
22. November 2011 um 15:59  |  46618

@apo

Ich finde „Vollpfosten“ oft ganz passend. Ist nicht zu böse, aber trifft den Kern. 😉


22. November 2011 um 16:02  |  46619

meine Frau meint ja , dass bei diesen Typen „Flachwichser“ das passendste sei,-ich möchte das aber nicht überprüfen müssen.. 🙂


Sir Henry
22. November 2011 um 16:08  |  46620

Das gute alte „Blödmann“ ist auch nett.

Wenn man, so wie ich meist derzeit, mit hoffnungsvollem Nachwuchs ins Stadion geht, muss man sich ohnehin zusammennehmen. Was meinst Du, was ich mir von meiner Prinzessin anhören darf, wenn ich das Sch-Wort verwende. Frage mal @Exil. 😉

Ab nächster Saison wird mich dann auch der Thronfolger begleiten (der Nick ist hiermit reserviert), da greift dann die doppelte Kontrolle.


Dan
22. November 2011 um 16:13  |  46621

@apo & @sir

Natürlich sind mit dem Respekt fordern / geben, Spieler, Schiedsrichter, Vereinsverantwortliche und das Medienumfeld gemeint.

Auch wenn man es schon jetzt in den Artikeln überall liest und ich nur zitiere: „Muß es eine Rangliste der schlechtesten Schiedsrichter geben?“

Warum muß a) die Zeitschrift das fragen und b) warum müssen Spieler darauf antworten?

Und ich glaube, es war noch garnicht geklärt, was mit Rafati war, aber der Schiri für VW-H96 erstmal gleich noch eine 6 reingedrückt.

Kommt so ein Vollpfosten nicht mal auf den Gedanken innezuhalten. Oder die Zeitschrift ringt sich durch ein Zeichen zusetzten. Und wenn nur für einen Spieltag?


ccjay
22. November 2011 um 16:19  |  46622

Schimpfwörter: Man kann versuchen, sich diese abzugewöhnen, indem man bei jeder Verwendung eines derselben einen frei festzulegenden Betrag X in bar in ein real existierendes Schweinderl einzahlt, dessen Inhalt dem eigenen Nachwuchs zugute kommt. Unsere Nachwuchshoffnung ist so zur wohlhabendsten Person des Haushalts geworden. 😉

Irgendwie ist die Sache aber irgendwann in Vergessenheit geraten und jetzt muss ich mich wieder selbst disziplinieren. Beim Fußball keine leichte Sache.


Dan
22. November 2011 um 16:28  |  46623

@sir
da können wir uns ja reinsteigern. Die gute alte 70er „Lusche“ über den 80er „Lindenblütenteetrinker“ zum heutigen „Alt Entf“.


Dan
22. November 2011 um 16:32  |  46624

ccjay // 22. Nov 2011 um 16:19

So ein Schwachsinn. 😉

Habe gerade irgendwo gelesen, dass ca. 23 Milliarden Euro auf Sparbüchern von Minderjährigen lagern. Das würde ja bedeuten mehr Kernseife für Ma und Pa. 😆


Sir Henry
22. November 2011 um 16:32  |  46625

„Lindenblütenteetrinker“? Genial. Hehe.

„Eierkopp“ fällt mir noch ein. „Schlumpf“ gibt es noch.

A propos „Lusche“. Nur für das Protokoll: beim Skat wäre ich auch dabei. Auch beim Poker, falls sich jemand traut. Pocket Aces ist mein zweiter Name. 😉


hurdiegerdie
22. November 2011 um 16:43  |  46626

aha @sir, wir könnten ja einen virtuellen Pokerraum einrichten. Dann kann ich auch mitspielen.


Dan
22. November 2011 um 16:47  |  46627

@sir
Hmm, da meine Oma die große Zockerin war, kann ich nur Chicago,Kniffel, Canasta und Rommé :).

Skat geht auch, Spielspaß wurde mir aber durch die harte Schule der rauchenden Wirtschaftswunder-Onkels/Opas/Vater vermißt. Dann lieber schönes Schach-Blitztunier.

Nee Nee, Karten sind schon was Feines. 😉


sunny1703
22. November 2011 um 16:50  |  46628

@hurdie
Der Fußball ist deshalb das geworden, was er ist, weil er so ist,wie er ist. Sich an anderen nicht so erfolgreichen Sporarten zu orientieren ist sehr gefährlich und könnte den Erfolg des Fußball in Frage stellen. Denn warum sind die anderen nicht so erfolgreich??!

lg sunny


Exil-Schorfheider
22. November 2011 um 16:53  |  46629

@Sir

Beim Pokern wäre ich auch am Start. Der Weltmeister hatte mich nur vertreten… *hust*

Zu den Schimpfwörtern würden mir viele einfallen, einiges davon nicht druckreif und das eine Sch-wort kostet mich noch eine Stadionbratwurst für des Sir´s Prinzessin.

Da gratuliere ich lieber Nello di Martino und Peter Niemeyer zum heutigen Geburtstag! 😉


Dan
22. November 2011 um 16:59  |  46630

Poker ist doch nur was für Statisker, die ihre und die Chancen der Anderen ausrechnen können. Und natürlich Nerven wie Stahlseile für die die eigentlichen eines totes Blatt haben und nur zu faul um zufallen. 😉


Sir Henry
22. November 2011 um 17:01  |  46631

@sunny

Der Fußball hat sich aber auch verändert, und er verändert sich ständig weiter.

Die Abseitsregel wurde z.B. dem Rugby entlehnt.


hurdiegerdie
22. November 2011 um 17:04  |  46632

@sunny
Fussball war nie so, wie er heute ist, und ich orientiere mich nicht an anderen Sportarten, sondern an der Verwendung technischer Hilfsmittel in anderen Sportarten.

Ob andere Sportarten weniger erfolgreich sind, wage ich zu bezweifeln. Wie definierst du das denn? Über Verdienstmöglichkeiten der Spieler, Anzahl der Zuschauer, grösste Medienreichweite?

Aber Achtung die Fallen lauern überall.


Dan
22. November 2011 um 17:05  |  46633

Manchmal schreibt man schneller als man denkt. 😉


kraule
22. November 2011 um 17:22  |  46634

@dan
Alles klar 😉

Wir sind da nicht weit, wenn überhaupt, auseinander.


Nostradamus
22. November 2011 um 17:26  |  46635

Zu den Regeländerungen: Beim Tennis gibt es bei den GrandSlams die Möglichkeit, mit dem „HawkEye“-System nachprüfen zu lassen, ob eine Entscheidung des Schiedsrichters bezüglich „in“ or „out“ korrekt war. Die Anzahl der Nachprüfungsanträge ist unbegrenzt. Liegt der Spieler, der die Nachprüfung beantragt, aber pro Satz 2x mit seinem Antrag falsch, kann er keine weiteren Nachprüfungen mehr beantragen. Dieses System finde ich konsequent und gerecht und es sorgt auch für Ruhe im Karton. Ausraster ala McEnroe sind damit Geschichte, vorausgesetzt der Spieler hat nicht permanent recht, was schließlich heißen würde, dass der Schiri ein totaler Blindfisch ist.

Auf den Fußball übertragen ist es natürlich kompliziert, weil m.E. eben nicht nur „in“ or „out“ (war der Ball über der Linie) zu prüfen wären, sondern auch Elfer oder Tätlichkeit/Rote-Karte-Fälle oder ggf. sogar Abseits, wenn dadurch beispielsweise ein Tor zurückgepfiffen würde. Wenn man aber die Fälle eingrenzt, beispielsweise nicht jede Nicklichkeit auf dem Spielfeld, beispielsweise im Mittelkreis bei „sortierten“ Defensiven, zur Nachprüfung berechtigen würde, sollte man imho ein derartiges Vetorecht des Trainers einführen. Der Trainer müsste dann aber schon konkret sagen, worin die Fehlentscheidung liegt. Beispiel: Ein Spieler wird an der Strafraumgrenze in einem Tackling von den Beinen geholt. Schiri lässt weiterspielen. Er müsste dann sagen: Foul IM Strafraum, also Elfer. Liegt dann zwar ein Foul vor, aber nicht im Strafraum, gehts einfach weiter – ohne Freistoß, weil der Trainer DAS schließlich nicht bemängelt hat.

Problematisch ist natürlich einerseits, wo man die Grenze dessen ziehen will, was zur Nachprüfung konkret berechtigt. Dazu kommt andererseits, dass es das „Coaching“ nachhaltig verändern würde. Trainer mit gutem Auge wären da deutlich im Vorteil. Trainer mit schlechtem Auge wären demgegenüber schon fast nicht mehr tragbar…


sunny1703
22. November 2011 um 17:32  |  46636

@hurdie
Erfolgreich in der Hinsicht, dass sie als die meist geschaute Sportart gilt und auch mit die meisten Aktiven hat und zusätzlich eine fast weltweite Verbreitung.
Dazu der wirtschaftliche Aspekt.
Ja natürlich hat sich auch der Fußball entwickelt und ich bin mir sicher es werden wieder Änderungen dazu kommen, doch wenn ich mir die Änderungen der letzten Jahre anschaue, so richtig was gebracht haben sie doch selten.
Ich lasse mich überraschen, was da so kommt…übrigens @Dan hat die Einführung der Drei Punkte Regel mehr Tore gebracht?

lg sunny


Dan
22. November 2011 um 17:56  |  46640

@sunny
Hatten wir schon mal vor kurzem. Wenn ich mich recht erinnere nur am Anfang maginal, danach sah man ein, dass ein Sieg nun wichtiger war und hat danach nach dem Motto ein Tor schießen und dann sichern verfahren. So die „Erklärung“ der Analysten.

Aber von einer Regeländerung des Sportes spricht doch @hurdie garnicht, sondern die Minimierung der Fehlerquote, der bestehenden Regeln durch technisches Equitment. Ist auch nicht mein unbedingt mein Fall.

Aber um mal den nächsten Kontern von @hurdie plastisch vorwerg zunehmen, was er meint. Wir spielen, doch auch nicht mehr mit einer Schweinsblase oder einen aus Lumpen gebündelten Ball. Hier das Equiment das den Sport verbessert oder das Equitment um die Regelauslegung / Entscheidung besser auszuwerten. Keiner will nach neuen Regeln spielen.


hurdiegerdie
22. November 2011 um 18:10  |  46641

Hmm @Sunny,

Soweit ich weiss, wird am meisten der Superbowl geschaut, dann Formel 1, dann eventuell Fussball, gar nicht soweit weg Rugby.

Hier mal für 2007. : http://www.oe24.at/media/Super-Bowl-lockt-weltweit-am-meisten-Seher/230213

Weltweit ist wohl Volleyball die populärste Ballsportart vor Fussball mit mehr Verbänden und mehr organisierten Sportlern als Fussball
http://de.wikipedia.org/wiki/Volleyball


hurdiegerdie
22. November 2011 um 18:13  |  46643

ähem @Dan, sagte ich so nahezu wortwörtlich um 15.59 😉


sunny1703
22. November 2011 um 18:46  |  46648

@hurdie
Ich denke bei der TV Verbreitung geht es nicht um ein Spiel.
Was ein Spiel angeht, so habe ich mir ja schon mal die Super Bowl angeschaut und mich interessiert das im Grunde null……eben Neugier.
Die Zahlen sind aber nicht immer so eindeutig hier z.b andere
http://de.statista.com/statistik/daten/studie/77333/umfrage/zuschauer-weltweit—sportereignisse-im-tv-2009-und-2010/

@Dan
Ich verstehe ja was hurdie meint, ich glaube aber nicht, dass das alles ohne Regeländerungen zu schaffen sein wird. Ich finde die regeln sollten alle so bleiben. Kleine Änderungen , bitte,wenn es denn was bringt, aber hier gleich das Spiel vom Wesen verändern, ist nicht mein Ding. Wer Amisport haben will, soll ihn sich anschauen. Wird Fußball zum Amisport streiten wir uns hier über die Werbepausen oder das Rahmenprogramm oder wechseln doch zum Hallenhalmablog! 🙂

lg sunny


hurdiegerdie
22. November 2011 um 19:04  |  46649

@sunny,

ich gebe dir ja völlig recht. Fussball ist weltweit eines der meist gesehenen und akzepiertesten Sportarten.
Das auch, weil er prinzipiell einfach ist und im wesentlichen der gleiche Sport geblieben ist.

Wie Dan sagte, will niemand ständige Regeländerungen.

Alles andere sind Diskussionen um pro und contra Videobeweis, mit guten Argumenten auf beiden Seiten.

Ich kann mit beiden Seiten leben, aber wenn es um die Belastung von Schiedsrichtern geht (dem Ausgangspunkt des Freds), würde ich für Chancengleichheit stimmen. Entweder dürfen Schiris Technik nutzen, oder es sollte nachträglich auch nicht erlaubt sein, ihnen Fehler mittels Technik nachzuweisen. Also entweder Viedeobeweis im Stadion oder eben auch keine Standbilder und imaginäre Linien nach dem Spiel.


Sir Henry
22. November 2011 um 19:31  |  46651

@sunny

TV-Werbung bzw. Werbepausen liegen auf Deiner persönlichen Abneigungsliste noch vor dem Fegefeuer, oder?


22. November 2011 um 19:35  |  46652

@Sir: Eierkopp, sage ich noch recht häufig.. und, au weija..: „Eierdieb, wenn ich tiefenentspannt bin“- keine Ahnung, was das eigentlich bedeuten soll 😀 😀


pax.klm
22. November 2011 um 19:51  |  46656

Rahmenprogramm oder wechseln doch zum Hallenhalmablog! 🙂

lg sunny

Jetzt übertreibst Du maßlos, lieber sunny, Hallenhalma ist mit Sicherheit kein Rahmenprogramm, wenn auch die Zuschauerzahlen deutlich niedriger sind als beim Fußball!
Liegt vielleicht daran, dass Handball ein nicht ganz so „prolliger“ Sport wie Fußball ist?


sunny1703
22. November 2011 um 20:56  |  46662

@hurdie
Wenn es nach mir langsam ins Alter gekommenen geht, ja dann der Weg über weniger TV Zeitlupen. Das gäbe hier dann noch lustigere weil streitbare Diskussionen als so schon.

@Sir
Also wenn Werbefernsehen mit Fußballunterbrechungen kommen, fände ich das nicht witzig.

@pax
Hallenhalma sollte die alternative Diskussion zum Rahmenprogramm beim Fußball sein. Ich käme niemals auf die Idee sowas ernsthaftes wie hallenhalma herab zu setzen! 🙂

lg sunny


pax.klm
22. November 2011 um 22:49  |  46676

Ich käme niemals auf die Idee sowas ernsthaftes wie hallenhalma herab zu setzen! 🙂

lg sunny
Na dann ist ja gut, wo doch Lawi in beiden Sportarten viel zu bieten hat(te)! 😉


pax.klm
22. November 2011 um 22:50  |  46678

Ach so, LG Pax


23. November 2011 um 9:19  |  46688

Noch mal einen späten Kommentar zu den Regeln und dem Videobeweis.

Wenn man das System nicht grundsätzlich verändern will, muss die Entscheidung ob und welche Technik zur Hilfe heran gezogen wird beim Schiedsrichter bleiben. Nichts hier von wegen einfordern.
Warum nicht dem Schiedsrichter bei strittigen oder unübersichtlichen Situationen, in denen er ja auch mit seinen Platzkollegen sprechen darf, die Möglichkeit einräumen sich beim 4. Offiziellen eine Szene nochmal anzusehen?
Warum nicht den Schiedsrichter dazu verpflichten seine Entscheidungen, die er sowieso treffen muss, nach seinem Ermessen über die Lautsprecher bekannt geben zu lassen?
Warum nicht die Informationen eines Chips im Ball als Hilfestellung beim Schiri auf der Uhr auflaufen lassen? Gebt den Männern in Schwarz die Möglichkeit, den Augenblick, den sie durch Blinzeln oder verdeckte Sicht verpasst haben besser zu bewerten.


pax.klm
23. November 2011 um 19:45  |  46765

Auszug aus dem Print MoPo:
Vielleicht ist Lells Wunsch nach ein bisschen mehr gegenseitigem Respekt also gar nicht so abwegig. Allerdings kann Reisinger auch besonders gut nachvollziehen, wie es sich so anfühlt als Unparteiischer: Mit 17 Jahren absolvierte er selbst eine Ausbildung zum Schiedsrichter und leitete bereits zahlreiche Partien in der Verbandsliga.

Aber Hallo! Das wäre es doch! Jeder Fußballer muß eine Schiedsrichterausbildung (light)
machen und auch Spiele pfeifen!
Im Jugend, Ama und Profibereich, das wäre lehrreich!

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