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 (ste) – Ich merke schon, mit der EM brauche ich Euch nicht zu kommen. Dabei dachte ich, dass die Fans von Hertha auch gern einfach mal Fußball sehen. Aber ok, der emotionale Stress der vergangenen Wochen braucht wohl auch ebenso lange, um wieder abgebaut zu werden.

Wie dem auch sei. Dann nehme ich eben wieder einen Vorschlag von Eurer Seite auf. Zwar ist der User, der heute zum Zug kommt, an sich nur ein stiller Mitleser bei uns, in anderen Foren unter dem Namen „Retag“ aktiv. Er nimmt sich der aktuellen Diskussion um Gewalt in den Stadien an.

Übrigens sind weitere Angebote an Themen und Texten sehr willkommen!!!

(ak) – Die Debatte tobt, wieder einmal. Von Eskalation der Gewalt, den „Taliban der Fans“ (Maischberger) und dringendem Handlungsbedarf sprechen die einen. Vom drohenden Ende der Fankultur, zunehmender Repression und massiver Übertreibung die anderen. Und Wir, die Fans von Hertha BSC, sind wieder einmal mittendrin statt nur dabei. Oder doch nicht?

In Talkshows, in denen sonst Parteifunktionäre, Gewerkschafter und Wirtschaftseliten über Gedeih und Verderb des Landes sprechen, steht die Fan-Problematik plötzlich im Mittelpunkt. In Brennpunkten und Sondersendungen werden Ausschreitungen, verletzte Polizeibeamte, Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz sowie massive Sachbeschädigungen thematisiert. Hertha BSC dient dabei nicht selten als mahnendes Beispiel. Wahlweise für Platzstürme, Pyrotechnik oder den vermeintlichen Zulauf gewaltbereiter Fans.

Doch ist all dem wirklich so? Ist Pyrotechnik gleichzusetzen mit Ausschreitungen? Herrscht Krieg in den Stadien und brauchen wir deswegen dringend neue Sicherheitskonzepte?

Zweifellos gibt es so manche Schattenseite und einige Fans bewegen sich gänzlich außerhalb rechtlicher und moralischer Grenzen. Und zweifellos liegt das Gewaltmonopol zu Recht in den Händen der Staatsmacht. Doch ebenso zweifellos ist eine Differenzierung notwendig. Genau hieran scheint die Debatte aktuell zu kranken.

Wer sich etwas mit der Materie beschäftigt, selbst zu Auswärtsspielen fährt und das Fandasein nicht nur aus der Perspektive der Ehrentribüne kennt, kommt unter Umständen zu (für manchen ganz neuen) anderen Erkenntnissen. Ultras sind weder per se „böse“ und gewaltbereit, noch ist die Schuldfrage für Vorfälle immer so eindeutig zu klären.

Oftmals werden Fangruppen auf Auswärtsfahrten prinzipiell als Gefährdung der öffentlichen Ordnung gesehen und deswegen wie eine Viehherde durch die jeweilige Stadt getrieben. Nicht selten werden willkürlich wirkende Materialverbote und Platzverweise verhängt und allzu oft Verstöße Einzelner mit Pfefferspray in die Menge beantwortet. Hierbei stellt sich die Frage, inwiefern es sich womöglich ein Stück weit um eine selbsterfüllende Prophezeiung handelt.

Natürlich brauchen wir ausgeklügelte und funktionierende Sicherheitskonzepte. Niemand hat Interesse an einer weiteren Eskalation. Doch wir sollten zurück zur Sachlichkeit kommen. Forderungen nach höheren Zäunen, Abschaffung der Stehplätze und noch mehr Repression sind höchst populistisch und gießen weiter Öl ins Feuer. Stattdessen sind drei Dinge notwendig: zunächst Differenzierung und Transparenz. PVC-Rohre sind keine Holzlatten oder Eisenstangen und Gewalttäter gibt es – leider – auch auf Seiten der Polizei. Nicht umsonst ist Berlin deutschlandweit das einzige Bundesland mit einer bestehenden Kennzeichnungspflicht für Polizeibeamte. Der dritte und entscheidende Punkt jedoch: Dialog – MIT den Fans. Mittendrin, statt nur dabei!

Und jetzt Ihr! Wie seht Ihr die aktuelle Debatte um Gewalt im Zusammenhang mit Fußball? Was habt Ihr persönlich für Erfahrungen gemacht? Welche Lösungsvorschläge habt Ihr?

Eine richtige Maßnahme gegen eine weitere Eskalation wäre ...

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Eine Kennzeichnungspflicht für Polizisten ist ...

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Die Diskussion über Gewalt in den Stadien ist ...

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84
Kommentare

pax.klm
8. Juni 2012 um 18:29  |  90870

Ich bin grundsätzlich für ein miteinander !


Colossus
8. Juni 2012 um 18:30  |  90871

pax, bitte erstmal nur mit Gold antworten 😉

Silber


pax.klm
8. Juni 2012 um 18:31  |  90872

Ach so mehr Dialog mit den Fans heißt ja nicht, dass Straftäter „leer“ ausgehen sollten, Konsequenz mit Unterscheidungsvermögen wird benötigt!


Exil-Schorfheider
8. Juni 2012 um 18:34  |  90874

Dann wohl Bronze! 😀


Exil-Schorfheider
8. Juni 2012 um 18:38  |  90875

Mir fehlen die Mehrfach-Optionen bei der ersten Click-Show.

Bin für personalisierte Tickets und strengere Kontrollen.

In vielen Talk-Shows wirkt die Debatte für mich aufgebauscht. Ebenso die Forderung nach Abschaffung der Stehplätze. Ich will keine englische Stadion-Kultur, was die hohen Ticket-Preise einschließt…

Aber der DFB kann sich ja jetzt nicht mehr hinstellen und Pyrotechnik geißeln seit dem positiv besetztem Platzsturm von Düsseldorf und dem dortigen Zündeln… trotzdem bin ich absolut dagegen!


Freddie1
8. Juni 2012 um 18:45  |  90876

Die gelb-rote ist ein Witz


Sir Henry
8. Juni 2012 um 18:48  |  90877

Schade, das Thema ist heute verschenkt weil die Ablenkung zu groß ist.

Bin grundsätzlich gegen das Ringelpietz mit Anfassen. Die Regeln bestehen und müssen von allen respektiert werden. Die Regeln werden nicht dadurch ungültig, dass eine kleine Gruppe ständig ihre Unabhängigkeit von ebenjenen Regeln deklariert.

Der hohe Organisationsgrad bestimmter Fangruppen hat eine hohe Stimmgewalt zur Folge. Aber die Lautstärke allein macht ein falsches Argument nicht richtiger.


Bakahoona
8. Juni 2012 um 18:51  |  90878

Ich habe in einem anderen Forum schonmal geschrieben, dass ich eine Belohnung für die Fans begrüßen würde die zur Identifikation der „Pyromanen“ beitragen. Die BAhn hat sowas in jedem Wagen hängen. Handycam draufhalten und an den austragenden Verein senden. Und kommt mir an der Stelle nicht mit „Gemeinschaft“ oder „Fankultur“. Pyros sind keine Fankultur und haben in unqualifizierter Hand in keinem Stadion was verloren. Wer trotzdem derartige GEfahrensituation herbeiführt und dabei in Kauf nimmt Unbeteiligte zu verletzen oder gar Schlimmeres, braucht nicht auf meine Solidarität setzen, oder die Anonymität der Gruppe suchen. Schließlich verursachen diese Vollpfosten eine Menge Schaden am Ruf, in den Vereinskassen und generell an ihrem Verein, den sie ja ach so sehr lieben. Ich behaupte mal das viel viel mehr Leute gegen Pyros im Stadion sind und die „Fackler“ sich einen Dreck darum scheren was der Rest denkt. Da helfen keine teuren Sicherheitskonzepte. Da muss auf die Selbstreinigung der Fans gesetzt werden. Und die kann man durchaus mit nen paar Euros anschubsen.


jonschi
8. Juni 2012 um 18:51  |  90879

Gute Besserung Moravski…
Ich denke die Griechen werden mit 8 Mann das Spiel beenden..
Und der Schiedsrichter teilt sich ein Zimmer mit Wolfgang S.!!!


Sir Henry
8. Juni 2012 um 19:14  |  90880

„Übrigens sind weitere Angebote an Themen und Texten sehr willkommen“

Kann ich mir vorstellen. 😉


mirko030
8. Juni 2012 um 19:14  |  90881

Also ich habe da mal ein Zweitligamannschaft zusammen gestellt.

Finde die hat was für sich:

TW: Kraft

AW: Piszczek, Simunic, Boateng, der LV fehlt noch (Fathi)

DM: K.P.Boateng, Salihovic
OM: Raffael, Dejagah

ST: Pantelic, Voronin

Bank: Kiraly, Madlung, Lustenberger, Kacar, Hubnik, Lassoga

Sind alle noch aktiv.


L.Horr
8. Juni 2012 um 19:19  |  90882

Eine richtige Maßnahme gegen eine weitere Eskalation wäre …

… noch mehr , noch strengere Maßnahmekataloge sind aufwendig , kostenintensiv , nervig und dennoch nicht wirksam !

Was eindeutig die größten Erfolgschancen hätte wäre eine „Selbstreinigung“ mit Hilfe von Ächtung und eigenverantwortlicher Selbstkontrolle in den maßgeblichen Fan-Blöcken.

Der Weg dahin kann nur über den Dialog mit den „Herden-Führern“ laufen .
Diese in die Verantwortung nehmen und im Gegenzug diese auch mit Privilegien austatten .
Letzteres funktioniert doch schon ganz gut , siehe „FKO“ =Förderkreis Ostkurve !

Gaaaanz Subjektiv , der spanische Schiedsrichter scheint mir auch so ´ne selbstherrliche Hupe zu sein.
Arroganz schafft nicht zwangsläufig annehmbare Autorität .


t.o.m.
8. Juni 2012 um 19:21  |  90883

@mirko030
also ich weiß nicht, der Lassoga senkt den Altersdurchschnitt doch sehr bedenklich 😉


mirko030
8. Juni 2012 um 19:42  |  90884

@t.o.m.

Ist der Quotenjunior 😉


Inari
8. Juni 2012 um 19:58  |  90885

die beste Maßnahme ist zeitnahes bestrafen, meiner Meinung nach.

– Kameraüberwachung
– die Missetäter sofort noch während des Spiels von der Polizei aus dem Block holen
– hohe Geldstrafen, mehrere tausend Euro als Mindeststrafe (da sowohl illegales nicht-genehmigtes Abbrennen von Bengalos als auch große rücksichtslose Gefährdung von Mitmenschen)
– Wenn die Person Mitglied eines Fanclubs ist und sich eindeutig beweisen lässt, dass dieser Fanclub den Gebrauch von Bengalos fördert (verbal oder durch Taten), den Fanclub ebenfalls bestrafen. Genauso wie es die Justiz bei den Bandidos/HellsAngels versucht zu machen.
Erst wenn es ans Geld geht, werden die Idioten aufhören zu zündeln.


sunny1703
8. Juni 2012 um 20:08  |  90886

Polen hatte nur Luft für 30 Minuten, dann waren die Opas der griechen einfach besser. Wenn Polen im Wettbewerb bleiben will, muss da einiges mehr kommen. Die Abwehr hat kaum Bundesligaformat.

lg sunny


f.a.y.
8. Juni 2012 um 20:11  |  90887

Sowas wie in DüDorf darf in einem Herthablock nicht mehr passieren, das war schlimm. Auch wenn man sich von der Polizei provoziert fühlt, gibt es Grenzen!

Reden, reden, reden ist das einzige, was funktionieren wird. Mit den „Alpha-Männchen“ ganz klare Regeln vereinbaren. Werden die nicht eingehalten, werden Privilegien gestrichen. Leider wird es anders nicht gehen.

Kamera und Leute aus dem Block holen, halte ich für den falschen Weg. Das wird – so wie das Einstellen der Gespräche zum Thema Pyro – zu einer weiteren Vertiefung des eh vorhandenen Grabens führen.

Bisher hat das in meinen Augen bei Hertha ganz gut funktioniert, zuhause gab es keine Bengalos, Böller wurden mit Pfiffen quittiert. Auswärts war es bis zu jenem friedlichen Platzsturm Tag auch okay und da kommt man nur durch Gespräche wieder hin.


Slaver
8. Juni 2012 um 20:12  |  90888

Hubnik steht in der Startaufstellung im ersten EM-Spiel der Tschechen gegen Russland.


sunny1703
8. Juni 2012 um 20:28  |  90889

Bekommen de Fangruppen,die Randalierer, wird es für den Fußballfreund einige Einschränkungen in Zukunft geben.
1.Keine Stehplätze mehr
2.Abgabe der Karten nur noch numeriert gegen Ausweis,Vorzeigen des Ausweises am Eingang

Ob ich das gut finde, nein. Aber wenn der Fußball wieder eine Entwicklung zu mehr Gewalt annimmt, wird der Staat eingreifen. Und nebenbei die Kosten auf die Vereine bzw dann über verteuerte Karten auf die Fans umlegen.

lg sunny


Freddie1
8. Juni 2012 um 20:50  |  90890

Hubsi mit der ersten Chance


linksdraussen
8. Juni 2012 um 21:06  |  90891

Die tschechische Abwehr schwimmt wie die der Hertha.


Inari
8. Juni 2012 um 21:13  |  90892

So wie es aussieht wird Hubnik wohl bei uns bleiben. Sieht nicht danach aus, dass er groß bei der EM auftrumpft und für viel Kronen vertickt werden kann.


hurdiegerdie
8. Juni 2012 um 21:13  |  90893

Finde ich ein spannendes Thema, danke an den Schreiber. Man müsste Zeit haben, sich näher mit den verschiedenen Konzepten , die es bereits gibt, auseinanderzusetzen. Kann ich im Moment nicht.
Die Fanbeauftagten sind – soweit ich es weiss – gegen Aufhebung der Stehplätze (den Sinn sehe ich auch nicht).

Recht hohe Fanbeauftragte (ich komme nicht auf die Namen, aber man sieht sie ab und zu im Fernsehen) haben mir mal gesagt, dass der gezielte Herdentrieb ins und aus dem Stadion viel latente Gewalt produziert.

Thema Alkohol: da gibt es viele Ansätze: die einfachste ist, (aggressiv) Angetrunkene nicht ins Stadion zu lassen. Zumindest bei Hertha würde das viel helfen, denn der Ausschankservice im Stadion lässt ja kaum Alkoholexzesse zu.

In der Gewaltprävention allgemein haben sich Videoüberwachung klar bewährt und dazu muss man nicht ein ganzes Stadion überwachen, sondern im Wesentlichen die Fanblocks (ausser bei positov besetzten Platzstürmen). Es ist heute technisch absolut einfach und möglich Gewalttäter über Videoüberwachung auszusortieren, das kommt dann natürlich mit zukünftigem Rayonverbot und personifizierten Eintrittsskarten.

Gespräche mit Fangruppen sind unerlässlich und ich denke, die Unterstützung von Selbstreinigungsprozesse (mit Vereinsunterstützung durch Annerkennung offizieller Status, Vergünstigungen) innerhalb der Fangruppen sind sinnvoll (zur Effektivität solcher Massnahmen kenne ich jedoch die Literatur nicht).


Inari
8. Juni 2012 um 21:16  |  90894

Ich seh eben, Hubnik hatte vorgestern Geburtstag. Alles Gute nachträglich.


Matzelinho
8. Juni 2012 um 21:55  |  90895

Hubnik leitet den 2:1 Anschlusstreffer für die Tschechen ein, reschpeckt!


Sir Henry
8. Juni 2012 um 22:22  |  90896

Ist das eigentlich jener Pavluchenko, der damals beinahe bei uns gelandet wäre? Woran scheiterte eigentlich der Deal?


Kdi67
8. Juni 2012 um 22:24  |  90898

Oh Roman das sah nicht gut aus beim 1-4


bernie30
8. Juni 2012 um 22:24  |  90899

Oh je Hubnik


Wir können alles außer Derby
8. Juni 2012 um 22:29  |  90900

Verkauf von Hubnik können wir vergessen!
Desaströses Spiel!!


pathe
8. Juni 2012 um 22:30  |  90901

Den Hubnik kauft uns keiner ab, so wir der heute spielt… knüpft nahtlos an seine schlechten Leistungen bei uns an.

Dann eben verschenken! Wie Torun, Ottl…


linksdraussen
8. Juni 2012 um 22:31  |  90902

Hubnik schon mit Zweit-Liganiveau.

@Sir: Es war nicht das Fax 😉 Der Königstransfer des abgebenden Vereins realisierte sich nicht. Deswegen kein russischer Sturm bei Hertha.


Schirokoko
8. Juni 2012 um 22:34  |  90903

@mirko

Ich glaube bei der Ablöse von Kiraly könnte es schwierig werden. Aber sonst gerne. 😉


linksdraussen
8. Juni 2012 um 22:34  |  90904

Immerhin hat Hubnik zwei bis drei Scorerpunkte gemacht. Klare Führung im Turnier.


Schirokoko
8. Juni 2012 um 22:35  |  90905

@ Sir Henry

Spontan würde ich sagen an der Ablöse. 😉


hurdiegerdie
8. Juni 2012 um 22:41  |  90906

Ich habe ja keine Ahnung, aber ich fand Hubnik nicht schlecht.

Die Verhandlungen zu Pavlyuchenko führte damals Preetz, der Versuch war nach 4 gespielten Spielen noch günstig mit einem Hit nachrüsten zu können. Nicht dumm, wenn es geklappt hätte. Die Alternative war Ramos; in meiner einseitigen Sicht basierend auf einer DVD Sammlung von Favre, so zumindest die einseitige Sicht von Favre.


linksdraussen
8. Juni 2012 um 22:44  |  90907

http://wap.bild.de/sport/fussball/em/hertha-war-sich-mit-diesem-em-helden-einig-9597644.bild.html

MP eilige Nachkäufe, nachdem Hr. Favre Lucas Barrios nicht gut genug fand.


linksdraussen
8. Juni 2012 um 22:46  |  90908

@ Hurdie: Hubnik verschuldet mindestens zwei Gegentore, spielt katastrophale Fehlpässe in der Vorwärtsbewegung. Er ist derzeit leider ein Schatten seiner selbst.


hurdiegerdie
8. Juni 2012 um 22:51  |  90909

Bevor sich Leute ärgern, das war pure Provokation.

Soweit ich das erinnere, war Hertha an Pavlyuchenko so dicht dran, dass Axel Kruse
im RBB schon von einer sensationnellen Verpflichtung sprach. Ich denke, es wäre klasse gewesen. Ich glaube aber auch, dass Ramos ein GEMEINSCHAFTLICH guter Deal war.


linksdraussen
8. Juni 2012 um 22:54  |  90910

Es wäre damals noch viel sensationeller gewesen, wenn man für denselben finanziellen Aufwand Voronin gehalten hätte.


hurdiegerdie
8. Juni 2012 um 22:56  |  90911

@linksdraussen,

mag sein. Ich habe das nur nebenbei geguckt. War er nicht am Tor der Tschechen beteiligt? Wenn ich rein geschaut habe, fand ich in gut, antizipierend, o. Eines der Gegentore war auch gut vom Stürmer gemacht. Aber hier würde ich echt nicht streiten, da war ich wirklich über den gnazen Spielverlauf nicht aufmerksam genug.


Slaver
8. Juni 2012 um 23:00  |  90912

Bis aus das 4:1 der Russen, wo Hubnik schlecht aussah, hat er nen gutes Spiel gemacht. Er hat viele wichtige Zweikämpfe gewonnen, hat viele Bälle gut abgelaufen, hat sich in den Spielaufbau mit eingeschaltet (und so u.A. das Tor der Tschechen mit eingeleitet) und war bei den Standards immer da, wo es gebrannt hat.

Auch Scholl hat ja nach dem Spiel gesagt, dass es da einfach schwierig für den Verteidiger ist den Pavlyuchenko zu verteidigen, weil der dauernd Schüsse angedeutet hat. Da ist ein Verteidiger einfach so in der reagierenden Rolle, dass er permanent auf dem falschen Fuß steht und so nicht an den Angreifer nah genug ran kommt, um ihn wirklich stellen zu können.


Inari
8. Juni 2012 um 23:02  |  90913

Hubnik hat eher schlecht gespielt. 2-3x gut den Ball abgelaufen und die Wege zugestellt. Vorne nur eine Szene (Kopfball weit vorbei). Hinten einmal wie ein Schüler düpieren lassen beim 4:1. Mit der Leistung bleibt er bei uns und zu Recht in Liga 2.


apollinaris
8. Juni 2012 um 23:20  |  90914

Hubnik hat nicht so schlecht gespielt. Die Russen sind vorne sehr spieltstark. Du hat als Angreifer, wenn du es richtig machst, immer Vorteile. Dass Hubnik da parallell zum Strafraum getrieben wird (grätscht er, wird er überlupft oder foult), darf nich zugelassen werden-Hubnik muss mit Schüssen rechnen -da hilft normalerweise heutztage jemand. Nee, wie auch in Hertha Spielen: nicht die Endkämpfer sind die Hauptschuldigen, die haben es fast immer schwerer als jene, die das Tempo bestimmen können. Hertha darf froh sein, einen IV wie Hubnik halten zu können-allzu viele bessere Alternativen gibt es ganz sicher nicht.


hurdiegerdie
8. Juni 2012 um 23:22  |  90915

Danke @Slaver, so habe ich das – nur nebenbei- auch gesehen. Aber was ich sagen wollte; ich habe jetzt nicht 90 min auf Hubnik geachtet, nicht mal 90 min auf das Spiel. Es kann durchaus sein, dass es Böcke von ihm gab.


schnitzel
8. Juni 2012 um 23:26  |  90916

Schönen Guten Abend,

@Hubnik
Einer der auffälligsten Tschechen, leider kein Kompliment für einen Verteidiger. Bei 2 Gegentoren wesentlich beteiligt und allerhand gefährliche Szenen für die Russen mitverschuldet. Er ist zwar nur ein Teil eines desolaten Defensivverbandes – Kadlec war wirklich schlecht und das zentrale MF richtig überfordert – dennoch war seine Leistung nicht berühmt und die Interessenten werden jetzt nicht unbedingt schlange stehen 😉

@Gewalt-Diskussion
… ist leider mal wieder dringend nötig. Die Vorschläge:

eine Abschaffung der Stehplätze
personalisierte Tickets
mehr Sicherheitskräfte
strengere Kontrollen
mehr Dialog mit den Fans

bringen mMn herzlich wenig. Das alles hindert hirnamputierte „Fans“ nicht an einem Platzsturm oder einem Becher- oder Was-weiß-ich-Wurf.

Was helfen würde, wäre eine ordentliche Erziehung in der Kinderstube samt Menschenwärme, mit viel Zuneigung. Da es aber nicht immer dazu kommt, muss leider eine alte zoologische Weisheit herhalten: Affen gehören in den Käfig; einen Platzsturm kann man anscheinend wirklich nur mittels a.) meterbreite und metertiefe Gräben und/oder b.) meterhohe Zäune durchgehend rund ums Spielfeld verhindern. Würfe von Bechern, Schlüsseln etc. kann man teilweise mit Netzen abfangen, aber es fliegen gern verwendete Klappmesser oder Dart-Pfeile durch.

Leider ein Thema, das bei mir mittlerweile Resignation auslöst. Traurigerweise hat es eben heute wieder einen Platzsturm in Ö. gegeben, bei einem Relegationsspiel (2. Liga); zur Abwechslung haben 40-50 „Fans“ vom Verliererteam den Platz gestürmt, Szenen wie bei F95-BSC. Spiel wurde ABgebrochen (es ist sowieso schon 3-0 gestanden, daher macht es sportlich keinen Unterschied).


Dan
9. Juni 2012 um 0:38  |  90917

Ich provoziere mal. Mehr Gummiknüppel.

Nicht die Polizei bringt die Gewalt in die Stadien sondern die „Idioten“.

Seit wann muss man Polizisten mit Bengalos und Böller beschmeissen, weil sie vor einer Fankurve auflaufen?

Die provozieren uns. Womit? Weil sie da stehen?

Gehirnakrobaten.

Stärkere Überwachung der Fankuren, Bengalos angezündet, Hundertschaft rein, aussortieren, Kosten trägt der Verein.

Fangespräche klappen schon lange nicht mehr, weil das keine Fans sind. Das ist eine Subkultur.

Emotion zulassen, so ein Scheiß. Muss erst ein Mensch abgefackelt werden um diesen Wahnsinn zu stoppen?


coconut
9. Juni 2012 um 0:55  |  90918

@linksdraussen
Es war weder genug Geld für einen Barrios (DO hat 4,2 Mio. Ablöse bezahlt), noch für einen Voronin (sollte seitens Liverpool kein Leihgeschäft mehr werden, sondern ein Transfer. Wechselte für 2 Mio nach Moskau) vorhanden.
Also hör auf solch einen Quatsch zu verbreiten.

BTT:
Nach meinem dafürhalten wurde genug gequatscht. Jetzt sollte gehandelt werden. Diejenigen, die immer wieder gegen derartige Verbote verstoßen, werden das auch immer weiter machen, solange es keine persönlichen Konsequenzen nach sich zieht. So wie es einige Vereine schon machen, nämlich sich die verhängte Geldstrafe von denen die da zündeln zurück zu holen, scheint mir am vernünftigsten.


apollinaris
9. Juni 2012 um 1:14  |  90919

Gewalt begegnet man im Allgmeinen am Besten mit einer guten Strategie, die vielseitig ist. Gegengewalt alleine, wird auf Dauer eher gegenteilig wirken. Nur reden wird den bekloppten Kern nicht erreichen…Also: Alkoholfredies, die auffällig sind, gar nicht erst in´s Stadion lassen ( mache ich nicht anders..)-mit Fangruppen weiter reden, um die Selbstregulierung zu fördern-und noch mehr und intensivere Videoüberwachung.
Kosten für Polizeieinsätze muss der Verein bezahlen, ansonsten trauen die sich nicht, Farbe zu bekennen.
Auch der Vandalismus vor und nach den Spielen, muss endlich thematisiert werden.. Nicht nur rund um´s Stadion.


Dogbert
9. Juni 2012 um 9:51  |  90920

Ein sehr schwieriges Thema, mit dem sich sicherlich schon etliche Arbeitsgruppen befaßt haben dürften. Wenn nicht, wäre es doch ein Dissertationsthema für Soziologiestudenten.

Fairerweise muß ich anmerken, daß diese Randale für mein Empfinden im Vergleich zu den 80er und 90er-Jahren deutlich zurückgegangen sind. Der Unterschied ist der, daß sie dafür umso gezielter eingesetzt werden, um für Unruhe zu sorgen.

Diesen Leuten scheint es gar nicht um Fußball oder Verein zu gehen, sondern sie mißbrauchen diese große Plattform zum Ausleben ihrer Aggressionen. Das ist die eine Gruppe.

Die andere Gruppe, die hier nicht zum Thema gehört, sind tatsächlich überreagierende Fangruppen, die gezielt auf Mannschaftsbusse oder Spieler losgeht. Dieses Phänomen muß separat betrachtet werden.

Ehrlich, Leute, nichtmal ich finde dafür Erklärungen geschweige Lösungen. Wer geht denn schon angeschickert zu Sportveranstaltungen? Und warum betrifft das dann immer nur den Fußballsport, wie es wohl der Fall ist?

Ich bin sicherlich der Letzte, der auf Kollektivstrafen plädieren würde, da diese zu 99,9% die Unbeteiligten treffen würde.

Geldstrafen oder Geisterspielstrafen für Vereine interessieren diese „Fans“ herzlich wenig. Das Stadion und das Drumherumist lediglich die geeignete Umgebung, um „unerkannt“ Aggressionen abzubauen.

Alle Vorschläge, die dann auch von engagierten Fanbetreuern umgesetzt wurden, haben nichts genützt.

Die einzige Möglichkeit, die ich noch sehe, ist die, solche „Fans“ wie Straftäter zu behandeln. Mit anderen Worten: Beweise sichern und ab in den Knast.


Traumtänzer
9. Juni 2012 um 11:08  |  90921

Danke für das spannende Thema, das aktuell wirklich leider etwas untergeht, schade.

Die o.g. Maßnahmen finde ich finde ich problematisch, weil sie vermutlich nichts bringen. Stärkere Kontrollen, ja mei. Sicher, aber wie weit will man das treiben? Irgendwann kommst du da an Grenzen und das ist praktisch nicht mehr darstellbar. Dialog mit den Fans: Ist immer gut – aber letztlich erreichst du damit auch nur die Vernünftigen.

Ich glaube, ich tendiere echt zu harter Bestrafung. Leute ausfindig machen und Action! Gilt dann übrigens genauso für wild gewordene Polizisten. Ich glaube das nämlich durchaus, dass das nicht durch die Bank weg nur zarte Lämmchen sind. Wogegen ich mich aber wehre, ist dieses „nur weil die Polizisten teilweise auch so sind, müssen wir Fans so sein“. Mal ganz ehrlich: Würde im Fanblock alles friedlich sein und die Jungs und Mädels da einfach nur „ihren Job“ machen, nämlich die eigene Mannschaft anfeuern – DANN BRÄUCHTE DA ÜBERHAUPT GAR KEINE POLIZEI ZU SEIN!!!!!!!!!

Übrigens:
BENGALOS SIND KACK-DRECK-SCHEISSE!
GEHÖREN NICHT INS STADION!
SIND WAS FÜR IDIOTEN!

@Dan hat’s gesagt: Muss erst was passieren?

@Dogbert und @Schnitzel möchte ich hiermit in ihren Ausführungen folgen.


Silberrücken
9. Juni 2012 um 11:34  |  90922

1. Videoüberwachung im gesamten Stadionbereich
2. personifizierte Tickets
3. Kontrolle/Auswertung der Aufnahmen und Zugriff innerhalb des Stadions
4. Zivilrechtliche Verfahren seitens des Veranstalters
——————————–
Eine 100%ige Lösung wird es nicht geben, Einschränkungen werden für den Großteil der Menschen kommen. Ich erinnere mich ganz schwach, dass wir früher (80er) so etwas wie mobile Gerichtsstände o.ä. bei Großveranstaltungen hatten.


Tunnfish
9. Juni 2012 um 11:34  |  90923

Ich bin da eher radikal veranlagt.

Feuerwerk hat in den Stadion GAR NICHTS zu suchen. Wenn so eine Fackel in Deinem Genick oder Ausschnitt abbrennt bleibt da nicht viel übrig oder ein Kanonenschlag schlägt auch gleich noch das Trommelfell mit durch.
Und dann war es wieder keiner und die Fangruppen tun betroffen.

Sorry Feuerwerk hat mit Feiern und Emotionen nichts zu tun und kann auch gar nicht Grundvoraussetzung sein. Mal abgesehen davon, dass man für mehrere Minuten in so einer Wolke nicht sehen und schwer atmen kann.

Was den restlichen Mob angeht:
Die Welt ist voller Idioten und davon gehen auch genug zum Fussball. Wenn die druchdrehen kann die Staatsmacht und der Ordnungsdienst nur hart druchgreifen. Wenn der Mob tobt helfen auch die besten konstruktivsten und kuschligsten Gespräche im Vorfeld nichts mehr.
Ein wahnsinniger Mob bleibt eine unberechenbare Masse.

Wie tritt man dem entgegen:

-Intensivere Kontrollen auf verbotene Gegenstände an den Eingängen.
– Einlass nach Blöcken aufgeteilt.
– Stichprobenartige intensive Nachkontrollen vor den Blöcken.
– Personalisierte Tickets mit RFID-Chip,
– Personenabgleich beim Einlass,
– Kameraüberwachung aller Blöcke,
– harte Strafen für Vergehen im Stadion sowohl staatlich als auch von Vereinsseite (Strafen im Dialog mit den Fans erarbeiten)
– Mehr geschultes Ordnungspersonal in den Risikoblöcken.
– sichtlich angetrunkenen Personen den Einlass verwehren


Inari
9. Juni 2012 um 11:46  |  90924

Ich muss meine Meinung von Hubnik von gestern ein wenig revidieren. Ich sagte, er habe ein eher schlechtes Spiel gemacht. Ich habe eben das RUS/CZE Spiel nochmal geschaut und muss sagen: er war Teil einer schlechten Abwehrkette. Unfassbar, wie oft Russland Konter fahren konnte und hinten waren bei CZE nur 2-3 Abwehrspieler. Da kann ein Hubnik natürlich nicht glänzen. Oft hat Hubnik gut geklärt und war der einzige Abwehrspieler, der etwas versucht hat nach vorne zu tragen.

Hubnik hat aber oft quasi Libero gespielt und sich nicht an die Viererkettenformation gehalten. Schon vor dem 3:1, bei dem das genauso geschehen ist und an dem er mitschuld war, einige Male. Am 4:1 war er ebenfalls stark beteiligt, auch wenn ein anderer Abwehrspieler ruhig hätte mithelfen können. Da stehen 3 Abwehrspieler um Hubnik und alle decken den raum, aber keiner hilft zu doppeln. Da will ich Hubnik gar nicht so viele Vorwürfe machen, auch wenn er sehr schlecht in der Aktion aussieht.

Gut war die Leistung nicht von Hubnik, aber das war die Leistung des gesamten Abwehrverbundes nicht.

Mein Fazit lautet jetzt: durchschnittliches Spiel in einer schlechten Abwehrkette.


moogli
9. Juni 2012 um 11:50  |  90925

Ich denke, es hat sehr viel zu tun mit der allgemein steigenden Unzufriedenheit der Menschen. Viele nutzen einen Stadionbesuch als Ventil für ihre private und berufliche Situation. Deswegen glaube ich auch nicht, das restriktive Maßnahmen greifen können. Eine Lösung habe ich allerdings auch nicht.

PS: klar gucken wir EM, auf heute Abend freue ich mich jetzt schon… obwohl…der Nachbar feiert mit Liveband im Garten… so gar nicht unsere Musikrichtung… deswegen können wir nicht auf der Terrasse das Spiel verfolgen 🙁


Silvia Sahneschnitte
9. Juni 2012 um 12:04  |  90926

Ich bin gegen Gewalt, aber für Bengalos! Ein Widerspruch? Nein!
Gewalt gegen Personen und gegen Sachen verurteile ich. Die Straftäter müssen ausfindig gemacht werden, mittels Videoüberwachung, ausgeschriebenen Belohnungen für Hinweise auf Straftäter etc. Bestrafung derselbigen. Der Verein muß in die Verantwortung, sich von Tätern distanzieren, sie mit Stadionverboten belegen.
Der Verein muß die Leitlinien für eine gewünschte Fankultur vorgeben. Dies kommunizieren, regelmäßig.
Hofieren von Gewaltbereiten Fans ist eher nicht angesagt.
Für Bengalos, Schalen oder Tonnen in den Reihen zur Entsorgung bereitstellen.
Mit lieben Grüßen
Silvia Sahneschnitte


Better Energy
9. Juni 2012 um 12:21  |  90927

Seitens des DFB heisst es immer: „Wir haben Regeln und die müssen wir einhalten.“ Richtig sagt man dazu, denn das Nicht-Einhalten von Regeln ist Gewalt. Und wer über eine Schiedsgerichtsbarkeit verfügt, hat sich mit dieser ebenfalls an die Regeln zu halten, weil er sonst selber Gewalt durch Unrecht ausübt. Und nun stellen wir doch einmal die Frage, inwieweit der DFB mit seiner Stahlhelm-Abteilung selber Gewalt durch Missachtung der Regeln ausübt oder dazu anstiftet…

– Korruption: Wenn ein Verband dafür sorgt, dass ein Verbandsmitglied wie Hoffenheim durch Beschäftigung eines Familienmitglieds eines Verbandspräsidenten wie bei Herrn 20er einen fruchtbaren kurzen Draht auf Entscheidungen der Verbandsgerichtsbarkeit erhält, dann nennt man das laut TI Korruption. Genau diese Art von Korruption wird Hr. Platini vorgeworfen, wurde aber auch beim DFB praktiziert. Korruption ist Gewalt!

– Lügen: Spätestens seit der ZDF-Sendung weiß jeder, dass bei dem Thema „Bengalo“ der DFB die Öffentlichkeit angelogen hat, indem er bewusst behauptet wurde, dass ein dem Verband vorliegendem Gutachten zu dem Schluss käme, dass Bengalos in Stadien immer verboten seien. Der DFB wusste, dass dies eine Lüge war und immer noch ist. Wie will dieser Verband mit den Fans wieder ins Gespräch kommen, wenn jeder weiß, dass Behauptungen des Verbandes leicht eine Lüge sein kann? Wer redet denn mit Lügnern? Der DFB hat sich zuerst hierzu zu entschuldigen und auf die bisher erarbeitete Grundlage zurückzukehren. Mit weiteren Lügen und einem „Weiter so“ wird er der Lage nicht gerecht. Lüge ist Gewalt! Der DFB muss zuerst den Lügen abschwören…

– Unrecht: Immer wieder zieht sich die Gerichtsbarkeit des DFB auf so genannte „Tatsachenentscheidungen“ zurück. Da wird ein Spieler mit Rot vom Platz gestellt, obwohl er in keiner Weise regelwidrig gespielt hatte. Wie beim Fall Podolski besonders deutlich ersichtlich war, sagten die Zeugen und die Bilder aus, dass er keine Verfehlung gemacht hatte. Die Entscheidung des Schiris war eine Ungerechtigkeit. Dem setzte der DFB mit seinem Urteil noch eins drauf und sperrte den Spieler für ein weiteres Spiel trotz anderslautender Beweise: Das ist Unrecht! Und Unrecht ist Gewalt! Der DFB hat zuerst einmal dem Unrecht auch bei seinen Urteilen abzuschwören, wenn es Gewalt anderer anprangern will…

– Körperverletzung durch Verbandsmitglieder: Hoffenheim ließ Gäste bei mindestens 4 Spielen mittels einer Akustikkanone beschallen. Dabei waren mindestens 6 Personen involviert. Da kein Mensch für diese Beschallung Geld bezahlt hatte, war dies eine Körperverletzung bzw. eine unerlaubte Handlung gegenüber den Zuschauern. Trotzdem stellte die DFB-Gerichtsbarkeit das Verfahren ein mit dem Signal, dass das Leben und die Gesundheit der Zuschauer dem Verband solange egal ist, solange es keine Toten gibt. Daraus folgt: Der DFB fördert die Gewalt!

Dass Hr. Hopp offenbar mittels Sachleistung in Form des Trainingscamps der N11 eine „Auflage“ erfüllte, die sicher auf dem kurzen Dienstweg über Hr. 20er zustande kam, gehört ebenfalls hierher…

– Missachtung der Regeln: Im Regelwerk steht genau, wie ein Spielplatz auszusehen habe und dies der Schiri nach jeder Unterbrechung zu kontrollieren habe. Werden bei einem Spiel die Regeln nicht eingehalten wie in Düsseldorf, dann ist das egal, wie die DFB-Gerichtsbarkeit bisher sagte. Hallo DFB: Bitte veröffentlichen Sie die Liste, bei wem und wo die Regeln nicht gelten! Denn das Nicht-Einhalten von Regeln ist Unrecht und damit Gewalt!

Daher an den DFB: Kommen Sie zurück auf den Boden der Rechtstaatlichkeit und schwören sie dem Unrecht endlich ab! Keine Lügen mehr, kein Unrecht mehr! Bauen Sie die von Ihnen ausgehende Gewalt ab!


jenseits
9. Juni 2012 um 12:25  |  90928

Ich habe zu wenig Ahnung von diesem Thema, denke aber, es sollte ein Mix aus Unterstützung der Selbstreinigungsprozesse durch Reden und Belohnen und einer besseren Überwachung insbesondere der Gästeblöcke sowie der eigenen Fankurve sein. Vielleicht wären drastischere Strafen auch gut, immerhin wird da mit hochgefählichem Feuerwerk rumgefuchtelt. Ich würde das auf Grund der Gefährdung anderer Menschen auch für angemessen halten, bin mir aber nicht sicher, ob das abschreckend wirkt und zur Besserung beiträgt.

Warum wird eigentlich nicht etwas anderes erfunden, dass auch schön bunt usw. ist, aber eben nicht gefährlich?


jenseits
9. Juni 2012 um 12:26  |  90929

-s


pax.klm
9. Juni 2012 um 12:28  |  90930

Wenn ich so einige Lösungsansätze hier lese, dann fällt mir nur 1984 , die absolute Überwachung!
Ist schon jemand die Idee gekommen, dass solche „Mißstände“ gerne mal von der „Staatsmacht“ mißbraucht werden um weitere Kontrollsysteme zu installieren?
Übertrieben formuliert: Wie wäre es wenn uns allen ein Chip implantiert würde? So quasi bei der Geburt?
Sollte es den „Ordnungskräften“ tatsächlich nicht möglich sein, die welche „schlimmes“ tun zu identifizieren?
Aus den Satelliten können sie die Uhrzeit beim Blick auf Nachbars neue Rolex sehen, aber aus nen paar Metern vernünftige Bilder machen geht nicht? Quatsch mit Soße…


pax.klm
9. Juni 2012 um 12:28  |  90931

…ein…


jenseits
9. Juni 2012 um 12:28  |  90932

Hattet Ihr auch schon mal diese Bemerkung von WordPress nach dem Abschicken eines Kommentars: „Du kommentierst zu schnell. Immer locker bleiben.“? Ganz schön frech, finde ich. 😉


Dogbert
9. Juni 2012 um 12:34  |  90933

Wir haben es hier mit der rein praktischen Umsetzung zu tun. Wie will man denn 20.000 Leute (ich habe die Zahl sehr niedrig angesetzt) innerhalb von zwei Stunden „filzen“. Das ist zeitlich und organisatorisch nicht zu bewältigen.

Es kann also nur darum gehen, deutlich Zeichen zu setzen, indem man die Auffälligen identifiziert, und der Gerichtbarkeit zuführt. Wenn möglich, per Handy oder Handzeichen einen Polizisten im Stadion herbeiruft.

Ich hoffe ja immer noch auf den Selbstreinigungsprozess. Die Fangruppen sollten aufgefordert werden, auffällige Personen zu melden und sich nicht im Schutze dieser zu verstecken, weil das Spiel halt schlecht gelaufen ist.


TomTom81
9. Juni 2012 um 12:48  |  90934

Ich schließe mich hiermit den Ausführungen von @Traumtänzer, @Dan, @Dogbert und @Schnitzel an.

Unter den Fans gibt es Straftäter und unter den Polizisten ebenso. Beide gehören ausgefiltert, denn der Großteil der Fans will friedlich Fußball sehen und das eigene Team anfeuern.


Orgelpfiff
9. Juni 2012 um 13:07  |  90935

Ich möchte zwei Ansätze von @Dan & Dogbert aufgreifen, nämlich „Gummiknüppel“ und „Knast“:

Zum Thema Gummiknüppel stört mich die Taktik der Polizei, in der Regel nur voll aufgerüstet und erst dann, wenn bereits was vorgefallen ist – dann aber gleich mit massiver Mannschaftsstärke – einzurücken. Diese Krieger unterbinden schon mit ihrem martialischen Auftreten jede Kommunikation und bieten denen, die von Provokation sprechen wollen, einen Ansatz. Gerade auch in der Ostkurve halte ich es für friedlich genug, pro Blockzugang zwei ständige Schupos in normaler Uniform als Deeskalations- und Kommunikationskräfte zu stationieren. Genauso, wie man mittlerweile mit den Damen von der Kartenkontrolle, die immer die selben sind, mittlerweile beim Durchgehen ein freundliches Wort wechselt, würde sich auch zu den Block-KOBs ein persönliches Verhältnis aufbauen. Dafür muß ich aber einen Menschen vor mir haben, also ein Gesicht und kein Visier. Dies wäre eine gute Unterstützung der immer wieder geforderten Selbstreinigungskräfte unter den Fans, denn die Hemmschwelle zur Kooperation würde so sinken. Dann kommt es natürlich noch auf das gegenseitige Fingerspitzengefühl an, es nicht wie Denunziation anfühlen zu lassen.

Zum Thema Knast würde ich mir sehr wünschen, übrigens auch bei Ausschreitungen wie z. B. am 01. Mai, Krawalltäter 24 h wegzusperren. All die Mitläufer und Randaletouristen, die am nächsten Morgen in der Schule, bei der Ausbildung oder im Betrieb erscheinen müßten, und dann eine „Entschuldigung“ von der JVA oder GESA offenbaren müssen, würden sich ihr Mittun stärker überlegen. Und gerade von der Anonymität der Masse nährt sich der Mut des Einzelnen, den Rubikon zu überschreiten.


ft
9. Juni 2012 um 13:25  |  90936

Thema RUS vs TSCH :

An Hubi lag es nun wirklich nicht, dass die Russen den Tschechen solch Packung verpasst haben.
Die Tschechen haben das Spiel im Mittelfeld verloren. Dort haben die Russen denen fast jeden Ball abgenommen. Rosicki war n Schatten seiner selbst. Kaum Ideen und wenn dann waren die Russen einfach schneller.
Alarm haben (aus meiner Erinnerung ) nur Se Selassie und Hubi gemacht.
Letztere war hinten wie auch vorne zu sehen und half überall aus wo es nur ging.
Richtig schwach – speziell in Halbzeit zwei war die li Seite der Tschechen. Dort konnten die Russen wiederholt ihren freien ungedeckten Mann positionieren und die gefährlichen Angriffe völlig ungestraft einleiten bzw vollstrecken.


pax.klm
9. Juni 2012 um 13:46  |  90937

Es kann also nur darum gehen, deutlich Zeichen zu setzen, indem man die Auffälligen identifiziert, und der Gerichtbarkeit zuführt.

Die „Auffälligen“ sind aber oft die, die eben nicht sofort zu erkennen sind!
Habe schon mehrmals Gespräche in der Bahn „belauscht“ von Heranwachsenden, jungen Leuten, die vom Alter her eindeutig keine Heranwachsenden mehr waren, Thema:
Wo und wie und wann Gewalt ausgeübt werden kann, bei der Walpurgisnacht, beim Fußball etc
die das beim Fußball machen scheinen aber meist gar keine Fans, denen wie auch den „politischen“ geht es nur um die Randale…
Und solche müssen dann sofort dingfest gemacht werden, da dann auch keinen Kuschelkurs…


pax.klm
9. Juni 2012 um 13:52  |  90938

Ach so, habe ne Zeitlang Dauerkarte auf der Gegentribüne gehabt, dann 6 Jahre in der OK
(OFC) fand dort die „Kultur“ im Sinken und gehe jetzt nicht mehr in die Fankurve und habe auch keine Dauerkarte mehr…
OK ist mir inzwischen nicht mehr mein Potential, obwol mein Fandasein Ende der 60er und Anfang der 70er bei den Fröschen begann…


hurdiegerdie
9. Juni 2012 um 14:12  |  90939

Hiermal eine etwas andere Sicht. Darin auch der Link zum Konfliktmanagement (was ich mit Herdentrieb bezeichnete), und was natürlich nichts damit zu tun hat, dass man im Stadion mit Polizeikräften die Fankurven beobachten muss.

http://www.kos-fanprojekte.de/index.php?id=news-01-04-2010


sunny1703
9. Juni 2012 um 14:28  |  90940

Zum Glück habe ich ja jetzt die Lösung für alle meine Probleme…………..der DFB ist Schuld. Okay stürzen wir den DFB, sind wir alle glückliche Menschen und Hertha ist ohne diese Mafia in zwei Jahren Champagnersieger.

Es gibt zwei Lösungsansätze. Bei dem einen müssen wir sehr weit ausholen und uns Gedanken machen, warum gibt es diese Leute, Fans oder wie man sie auch nennen will. warum steckt in ihnen ein solches Gewaltpotential. es müsste untersucht werden,inwieweit auch die legale Droge Alkohol die Aggressivität unterstützt.Der Ansatz über die Gesellschaft,über die Politik ist ein sehr umfangreicher ,auf alle Fälle keiner der kurzfristig Besserung verspricht.

Der zweite Ansatz sind diese Fans. Ich habe auch meine Zweifel, sie Fans zu nennen,allerdings tue ich mich schwer sie auch gleich in die Straftäterecke abzuschieben.Bengalos haben nichts im Stadion zu suchen, doch um ehrlich zu sein, wer verballert nicht unverantwortlich und alkoholisiert jedes Jahr zu Silvester Millionen von Euros .ohne dabei Rücksicht auf die Gesundheit der Mitmenschen zu nehmen? Straftäter…….immer mehr werden so Menschen benannt die eine andere Norm haben als man selber. Die die rauchen,die ihre Hunde…..,die die laut Musik hören und irgendwann sind es die die zu dick sind oder schwerbehindert.
Dennoch muss was getan werden,bevor was passiert. Nur warum muss es soweit kommen. Warum greifen sich die Fangruppen, denn nicht ihre Pappenheimer und fordern sie auf,das zu unterlassen?! Warum werden sie nicht ausgegrenzt oder gar angezeigt? Warum wird jetzt nach der Polizei gerufen?
Es ist doch eindeutig, diese pyromanischen Fans und große Teile anderer in den Fanblöcken haben zumindest einen Stand einer gewissen Akzeptanz oder Toleranz zueinander. In diesem Form nun Hundertschaften von Polizisten in einen Block von tausenden friedfertigen mit einigen Pyromanen einrücken lassen, kann die gleiche Folge haben,wie manche grausamen Polizeieinsätze bei Demonstrationen. Bis vor der Demo friedfertige Bürger mutierten zu plötzlich militanten Demonstranten. Die die aber wirklich gefunden und rausgeholt werden sollen,haben sich vermummt,werden von keiner Kamera entdeckt oder sind plötzlich weg aus dem Bereich wo sie vorher waren. Statt dessen bekommen Kinder oder Frauen bei Knüppel frei was auf die Birne.
Die Überwachung Vermummter ist ebenfalls sehr schwer. In der Folge eines Vermummungsverbotes haben wir Spiel für Spiel eventuell Polizeieinsätze, ob die den Besuch des Stadions noch interessant machen,lasse ich mal dahin gestellt.

Auf Dauer sehe ich wirklich nur eine Chance darin, diese Leute zu erfassen. Das heißt aber sicher Abschaffung der Stehplätze und Einführung von personalisierten Tickets. Wer mit bengalos erwischt wird,bekommt ein Jahr Stadionverbot und zwar bundesweit.
Das die Kontrollen zu zeitaufwendig sein können,ist eine Frage der technik.

Es bleibt zu klären,inwieweit die engagierten Ordnungskräfte nicht handlanger dieser Pyromanen sind. Ich habe oftmals das gefühl ohne deren teilweise Unterstützung kämen diese Dinge nicht so leicht ins Stadion.

Die Vereine müssen in die finanzielle Pflicht genommen werden.

Allerdings hört ihre verantwortung außerhalb des Stadions auf. Das ist rechtlich nicht anders möglich!

Insgesamt ist es schade, dass wir über dieses Thema diskutieren müssen, nur leider haben viele von uns die eindeutigen Warnzeichen ignoriert.

lg sunny


Treat
9. Juni 2012 um 14:30  |  90941

Dan // 9. Jun 2012 um 00:38

Spart mal wieder viel Zeit, danke. Dem ist aus meiner Sicht NICHTS hinzuzufügen.

Blauweiße Grüße
Treat


Treat
9. Juni 2012 um 14:32  |  90942

Ach so, 71, guter Jahrgang.


hurdiegerdie
9. Juni 2012 um 14:43  |  90943

Herzlichen Glückwunsch @treat um 14:32??


fg
9. Juni 2012 um 15:30  |  90944

neuzugänge?


Sir Henry
9. Juni 2012 um 15:32  |  90945

@Treat

Ein wenig schal im Abgang vielleicht. 😉


pax.klm
9. Juni 2012 um 15:43  |  90946

@hurdie, danke für das Einstellen des interessanten links…
@treat, liebe Grüße

und @sunny Dich muß ich mal so ein bißchen ärgern.
Erkläre mir den Absturz fast aller Mannschaften
/ Vereine im ehemaligen Gebiet der „SBZ“ nebst Berlin West.
Und siehst Du nicht auch Parallelen zum Absturz der ehemaligen Mitte des „Reiches“?
Nach der Wiedervereinigung wurde das Beitrittsgebiet kräftig abgewickelt!
Preussen bleibt abgeschafft, aber der Rheinbund lebt! 😉


sunny1703
9. Juni 2012 um 16:06  |  90947

@pax, ich kann mich an sehr viele schöne Jahre im Fußball mit Hertha erinnern, doch wenn wir uns wie der 1.FC Köln oder auch schon Gladbach(beide Rheinland) oder auch Frankfurt(DFB Zentrale) von einem Mußtopf in den nächsten bewegen ,geht es nicht mehr gut.

Und warum sollte sowas nur auf den fußball bergrenzt sein?

Dieses Thema bitte mal in einem Extrablog.

Und nebenbei, hast Du was gegen Rheinländer , Schweizer, Österreicher, Franken, Schwaben oder Türken?

lg sunny


Exil-Schorfheider
9. Juni 2012 um 16:07  |  90948

pax.klm // 9. Jun 2012 um 15:43

„Erkläre mir den Absturz fast aller Mannschaften
/ Vereine im ehemaligen Gebiet der “SBZ” nebst Berlin West.“

Denn @sunny will ich nun nicht gerade machen… 😉
Aber, hier muss man klar sagen, dass es mehrere Faktoren für diese Entwicklung gibt. Einige Vereine verließen sich auf die falschen Leute(Dresden mit Otto, Rostock mit Diestel), andere haben einfach Probleme, vernünftige Erlöse zu erzielen, um gewisse Rückstände aufzuholen. Aber es gibt wohl einen leichten Aufwind. Gestern habe ich dazu diesen Artikel gelesen:

http://www.spiegel.de/sport/fussball/sportvermarktung-die-3-liga-lockt-die-sportagenturen-an-a-837346.html


Exil-Schorfheider
9. Juni 2012 um 16:12  |  90949

Oh, streiche ein „n“ im ersten Wort…


Dan
9. Juni 2012 um 16:14  |  90950

@hurdie
Treat => Nö => ist noch eine Weile hin.


apollinaris
9. Juni 2012 um 16:28  |  90951

@pax: alles, was in Richtung Überwachungsstaat geht, sollte man pingelig betrachten. lieber zu vorsichtig, als umgekehrt. Was allerdings installierte Videokameras in Stadien und anderen Orten sich wiederholender GEWALTTATEN damit zu tun haben, verstehe ich immer nicht? Wie ich gestern schon sagte: es muss eine vielschichtige Strategie gefahren werden: Fanprojekte sind unverzichtbar und haben ne Menge gebracht-aber die Fanprojekte selbst müssen auch geschützt werden,-vor jenen Gruppen, die sich nicht ansprechen lassen (wollen). Ohne Polizei und ohne kriminalistische Strategie geht das gar nichts. Die Verantwortlichkeit liegt im Profifussball da übrigens eindeutig (für mich) beim Verein und der DFL.
Um das mal etwas abgehoben zu formulieren: ein allzu laizistischer Staat, wird sich früher oder später von Innen her zerstören. Die staatliche Gewalthoheit ist für mich unantastbar. Dieser Staat muss allerdings kontrollierbar sein. Das ist gleichzeitig Grundvoraussetzung. Im Großen und Ganzen..und auch im Vergleich, leben wir da verhältnismäßig komfortabel.. 💡
@better: dass Strafen trotz erwiesener „Unschuld“ ausgesprochen werden, geschieht nach rein rechtsstaatlichen Kriterien. Das mag seltsam klingen: aber vor allem durch das Formalrecht unterscheidet man sich vom Willkürrecht. Es gehören die Entsprechenden Vorschriften und Bestimmungen geändert, erst dann kann anders entschieden werden. Die sind falsch bzw. überholt, das sehe ich auch so.-Ich wäre da nur etwas vorsichtiger mit den Formulierungen und Schuldzuweisungen..
Aber, das steht ja außer Frage,-die Sportgeríchtsbarkeit sollte wirklich schleunigst reformiert werden.


pax.klm
9. Juni 2012 um 17:03  |  90960

@apo,
Was allerdings installierte Videokameras in Stadien und anderen Orten sich wiederholender GEWALTTATEN damit zu tun haben, verstehe ich immer nicht?

das habe ich auch nicht angesprochen, aber personalisierten Eintrittskarten, die zunehmend helfen Menschen komplett zu überwachen, Tür und Tor zu öffnen und dabei nix zu „merken“, das versteh ich nicht!
Wie oft wurden Gesetze geändert wegen vermeindlicher Gefahren ja sogar Kriege geführt
-gegen den Terror- um vermeindlich Schutz zu „verkaufen“!


apollinaris
9. Juni 2012 um 17:12  |  90964

gegen die personalisierten Karten bin ich auch, ganz entschieden- da core-das geht eindeutig zu weit.


Better Energy
9. Juni 2012 um 17:18  |  90966

@apollinaris // 9. Jun 2012 um 16:28

Da machst du es dir es zu einfach.

Verstößt eine Vorschrift in den Statuten des DFB gegen höheres Recht, – hier Art. 2 GG, Art. 12 GG -, darf ein Richter diese Vorschrift nicht anwenden, will er nicht selber Rechtsbrecher und damit Straftäter sein.

Die von mit aufgezeigte Anwendung der Statuten des DFB widerspricht in erster Linie höherem Recht!


apollinaris
9. Juni 2012 um 17:40  |  90974

oha..da schiesst du mit Kanonen auf Spatzen! die von dir zitierten Artikel sind m.E. hier nicht anzuwenden.

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