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(ub) –  Ein Klassiker nicht nur unserer Fußball-Runde: der Videobeweis. Auch Hertha war schon mehrfach betroffen von dieser Diskussion. Rettet er den Fußball, schließlich geht es mittlerweile um viel, viel Geld? Oder wäre ein Videobeweis der Totengräber des Fußballs, wie wir ihn kennen. Das Thema ist ein Reizthema. Aus den Weiten der Internet-Welt haben sich zwei von Euch mit damit auseinandergesetzt: @fay und @sunny. Getreu dem Motto ‚Frauen vor‘  beginnt @fay. Tusch und Trommelwirbel, hier kommt ihr Beitrag.

(@fay) – Woche für Woche entlädt sich der Frust von Spielern, Trainern, Vereinen und Fans an den Schiedsrichtern und ihren Leistungen. Jüngstes Beispiel: Die als Handspiel gewertete Szene, als Marcel Schmelzer vom BVB auf der Linie mit dem Knie klärt, dabei aber die Hände in Richtung Weichteile bewegt, ohne allerdings den Ball zu berühren. Wolfgang Stark, seines Zeichens Fifa Referee und damit amtlich einer der besten deutschen Schiedsrichter, sieht ein Handspiel und gibt folgerichtig Rot und Elfmeter. Hätte der BVB am Ende das Spiel gewonnen, wäre es wohl bei Unmutsbekundungen geblieben. Da es aber trotz Konzessionselfmeter bei null Punkten für Dortmund (Endstand gegen Wolfsburg: 12:3)  blieb und damit der Abstand auf den Tabellenersten Bayern München am 16. Spieltag auf 14 Punkte Rückstand erhöht wurde, schlugen die Wellen der Empörung höher als sonst. Wolfgang Stark hat nach Sichtung der Fernsehbilder (!) den Fehler eingestanden. Der DFB hat von einer Sperre für Schmelzer abgesehen. Nicht einmal die obligatorische „wir wissen, dass es eine Fehlentscheidung war, aber die Regeln sind halt so von wegen Tatsachenentscheidung und so“ ein Spiel Sperre. Nichts.

 Was ist fair: die TV-Bilder zu nutzen oder eben nicht?

Da stellen sich doch gleich zwei Fragen. Brauchen wir der Fairness halber einen Videobeweis? Und: Gibt es den nicht eigentlich schon, wenn nach Sichtung von Fernsehbildern eine Entscheidung zumindest soweit möglich revidiert wird?  Die Argumente Pro und Contra Videobeweis sind vielfach, drehen sich aber in meinen Augen immer um dieselben Grundsätze.

Es geht um die Autorität des Schiedsrichters auf dem Platz und den Erhalt der Tatsachenentscheidung. Gleichzeitig könnte der Videobeweis den Druck vom ersten Offiziellen nehmen. Während Millionen vor dem Fernseher Zeitlupen sehen und die Stadionbesucher via Spielticker via Sekunden wissen, ob der Schiedsrichter daneben lag, verweilt dieser bis zum Abpfiff im Tal der Ahnungslosen.

 Gibt es einen Profi-Fußball mit TV-Beweis und einen ohne?

Es geht um die Gerechtigkeit innerhalb der Liga, die man mit dem Videobeweis erreichen kann. Nicht  immer gleicht sich alles im Laufe der Saison aus. Und es geht gleichzeitig um die Ungerechtigkeit der Ligen untereinander, wenn die kameratechnisch schwach ausgestattete Dritte Liga sich noch weiter von der Professionalität der ersten zwei Ligen unterscheidet. Von der vierten Liga abwärts will ich da gar nicht erst anfangen.

Es geht ums große Ganze, um den Geist des Spiels, um den Unterschied zu amerikanischen Sportarten, um die Besonderheiten des Volkssports Fußball. DerSpielfluss würde durch ständiges Zeitlupen zu Rate ziehen immens gestört, Werbepausen wären hier Tür und Tor geöffnet. Daher müsste sehr genau definiert sein, welche Spielsituationen durch einen Videobeweis revidiert oder gefestigt werden könnten, wer dies veranlassen darf (der Vierte Offizielle, Big Brother Hauptschiedsrichter, Trainer, etc.) und ob es eine unbegrenzte Zahl von Unterbrechungen geben darf. Wird die Uhr angehalten und die reine Spielzeit eingeführt? Wie verhindert man dann, dass das taktisch ausgenutzt wird (Stichwort Zeitspiel)?

Meine Meinung: Ich bin definitiv pro Videobeweis. Allerdings muss dieses Tool in den Händen der Schiedsrichter bleiben. Der Beweis wird nur dann zu Rate gezogen, wenn der Hauptschiedsrichter  keine gute Sicht hatte, nicht 100% sicher ist, wie er entscheiden soll und auch die Assistenten nicht helfen können. Grundsätzlich kann es dabei nur um Schlüsselszenen gehen, also Elfmeter, Rote Karte, Tor.

 Trotz allen Fluchens halte ich die Schiedsrichter in Deutschland für sehr gut ausgebildet und betreut, der Videobeweis soll lediglich dazu dienen, ihnen in brenzligen Situationen die Entscheidung zu erleichtern, denn am Ende der Entscheidungskette stehen sie.
Wird es dann nicht weiterhin zu „spielentscheidenden“ Fehlentscheidungen kommen? Kann sein. Aber es wird auch weiterhin wirklich spielentscheidenden Fehlpässe und Fehlschüsse geben. So ist Fussball halt und das ist auch gut so. 😉

Auch wenn das Thema schon seit Jahren wie ein Habicht um den Fußball kreist, ist es doch ein schönes Hamsterrad für die spielfreie Zeit. Feuer frei!

 

Nun zur zweiten Runde.  @sunny  und der Videobeweis.

(@sunny) –  Jedes Wochenende gibt es an den Fußballstammtischen dieselbe Diskussion. War die und die Situation ein Elfmeter, war der Spieler abseits usw. Immer wieder werden Entscheidungen der Schiedsrichter als falsch aufgrund von diversen Zeitlupen entlarvt. Und immer stärker ertönt der Ruf nach Anwendung von moderner Technik zur Unterstützung der Schiedsrichterentscheidungen.

Weil es um Gerechtigkeit geht.

Weil es um Millionensummen bei falschen Entscheidungen gehen kann.

Weil es um Arbeitsplätze geht.

Weil die Schiedsrichter auch aus der Schusslinie genommen werden sollen.

Auf der anderen Seite steht ein Sport der zu den beliebtesten Sportarten der Welt gehört. In seiner Schlichtheit kann er von den Jungspunden im reichen Deutschland genauso gespielt werden, wie von den armen Kindern in Afrika. Die Fußballstammtische diskutieren sich Spieltag für Spieltag die Köpfe heiß, ist das nicht ein Stück Fußballkultur?!

Nimmt die Einführung des Videobeweises nicht dem Fußball seinen Spielfluss?

Gibt es dann den Fußball da unten und den Profifußball als fast schon zwei verschiedenen Sportarten?

Wird wirklich Gerechtigkeit durch einen Videooberschiedsrichter erreicht?

Und ist das Argument nach den Arbeitsplätzen und der Gerechtigkeit für die Wirtschaft innerhalb unserer Wirtschaftswelt nicht fadenscheinig, weil da wo Arbeitsplätze verloren gehen, bleiben andere vorhanden.

 

Der Videobeweis bedeutet für den Schiedsrichter . . .

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Schafft der Videobeweis mehr Gerechtigkeit?

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Gefährdet der Videobeweis den Spielfluss?

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116
Kommentare

20. Dezember 2012 um 12:41  |  135253

Streber, alle beide. 😉


Blauer Montag
20. Dezember 2012 um 12:42  |  135254

Silber 😀


Blauer Montag
20. Dezember 2012 um 12:45  |  135256

Schreib erst mal selber etwas @henry. 🙄

Vielen Dank schon mal heute vorab an @f.a.y, @sunny und Blogvadder Bremer. Zum Thema selbst äußere ich mich im weiteren Tagesverlauf.


Ecki41
20. Dezember 2012 um 12:52  |  135259

Ich bin ganz klar für den Videobeweis!
Der Trainer sollte eine Karte erhalten, mit der er den Videobeweis einfordern kann. Dieses kann er allerdings nur 3 mal in einem Spiel machen.
Wenn dieses in den unteren Ligen nicht umsetzbar ist, ist es zwar schade, aber da geht auch nicht um das ganz große Geld.


Dan
20. Dezember 2012 um 12:56  |  135261

Danke f.a.y. Danke sunny


20. Dezember 2012 um 12:57  |  135262

Noch nicht zu Mittag gegessen, @bm?


hurdiegerdie
20. Dezember 2012 um 13:03  |  135263

Ich warte erstmal den Weltuntergang morgen ab.
Danke @F.A.Y. @sunny


Blauer Montag
20. Dezember 2012 um 13:04  |  135265

Hab grad zur Stulle gegriffen @henry 😉


Kamikater
20. Dezember 2012 um 13:05  |  135266

Meine Meinung ist seit Gedenken klar Pro Videobeweis!

Nachdem KHR absurder Weise Straffreiheit für Ribery nach der angeblichen „Lex Schmelzer“, die wir leider schon öfter hatten, gefordert hat, zeigen sich 2 Dinge:

1. Den Videobeweis gibts leider schon lange, nur eben inoffiziell und nur da, wo man es möchte

2. Bei unklaren Regeln versuchen Mannschaften Druck auf Verbände auszuüben.

Fazit: Der Schiri hat in Dortmund katastrophal gepfiffen, Schmelzer zu Unrecht vom Platz gestellt und das Spiel dadurch klar entschieden. Der Videobeweis hätte geholfen, ja her gemusst.

Beim Bayernspiel gab es keine 2 Meinungen. Eine Tätlichkeit von Ribery. Der Schiri pfiff richtig, nur hätte Ribery als Wiederholungstäter zwingend mindestens 3 Spiele gesperrt werden müssen. Der Videobeweis hätte untermauert, was ohnehin richtig gepfiffen wurde. Allerdings hätte es auch Handelfmeter für Augsburg geben müssen, was das Spiel hätte ausgleichen können. Hier hat der Videobeweis also gefehlt, das konnte Kinhöfer, der ansonsten erstaunlich gut und konsequent war und sich nicht hat einschüchtern lassen von den Bayern, nicht sehen.

Summasumarum wird die Pokalpartie in München also ein in diesem Thema einzigartiges Erlebnis werden: Mit Ansagen.

Bayern hat Angst, dass es einen objektiven Schiri geben wird und wird frühzeitig jetzt schon Druck auf den DFB ausüben, denn wenn Dortmund das Spiel gewinnt, geht bei Bayern wieder die „Finale-Dohoam-Versagensangst“ auch in der CL um. Dann können sie froh sein, noch 10 Punkte Vorsprung in der Liga zu haben. Auf die Schiriansetzung darf man also gespannt sein. Warum nicht Kinhöfer, der war doch objektiv?

Ansonsten ist dieses Duelle eines, was eben nicht Unentschieden ashgehen kann und somit wird auch die Debatte hier um den Videobeweis im Februar 2013 kumulieren, weil eben eine Mannschaft verlieren wird.

Das Thema wird uns noch länger begleiten – so lange, bis endlich auch die letzten begriffen haben, dass wir nicht beim Hallenhalma sind, sondern es um viel zu viel geht: Einflüsse von großen Unternehmen und hunderte von Mio EURO

Und ich gönne jeder Mannschaft, sprich JEDER (!), den Titel, wenn es nur gerecht ist. Aber das wird es nur mit dem Videobeweis geben.


Traumtänzer
20. Dezember 2012 um 13:25  |  135269

Danke @f.a.y. und @sunny1703

Ich zitiere @f.a.y.:

Meine Meinung: Ich bin definitiv pro Videobeweis. Allerdings muss dieses Tool in den Händen der Schiedsrichter bleiben. Der Beweis wird nur dann zu Rate gezogen, wenn der Hauptschiedsrichter keine gute Sicht hatte, nicht 100% sicher ist, wie er entscheiden soll und auch die Assistenten nicht helfen können. Grundsätzlich kann es dabei nur um Schlüsselszenen gehen, also Elfmeter, Rote Karte, Tor.

Damit ist meine Meinung im Prinzip schon auf den Punkt gebracht. Ich würde ergänzend vielleicht noch empfehlen, eine Begrenzung einzuführen, falls Mannschaften ihn doch in irgendeiner Form während des Spiels „beantragen“ können/dürfen sollten. Vielleicht jedes Team pro Spiel max. 1x oder so.

Was ich für den Spielfluss viel schlimmer finde, ist das Ein-/Auswechseln von Spielern ab der 80. Minute aus taktischen Gründen. Aber gut, über Regeln im Fußball könnte man vermutlich noch mal einen eigenen Thread aufmachen.


HerthaBarca
20. Dezember 2012 um 13:33  |  135270

Bei der Frage „Gefährdet der Videobeweis den Spielfluss?“ sind mir die Antworten nicht ausreichend!
Ich bin der Meinung, dass jeder Trainer 1 x je HZ einen Einspruch in bestimmten Situationen (Tor?, Elfmeter?, Rote Karte?) einwerfen darf!
Auch nur 1x je HZ, damit es nicht ausufert!
Dazu könnte der 4. Schiedsrichter betraut werden!
In den unterklassigen Ligen muss man eben ohne auskommen – so wie beim Tennis, Eishockey, Hockey usw.!


HerthaBarca
20. Dezember 2012 um 13:37  |  135271

@Traumtänzer
Ist zwar nicht das Thema – aber ich ärgere mich auch über späte taktische Auswechslungen! Ich würde nach der 90. min. keine zulassen, da nur diese nur der Spielverzögerung dient und nix mit FairPlay zu tun hat!


hurdiegerdie
20. Dezember 2012 um 13:48  |  135273

Ich finde Videobeweis gut. Natürlich in begrenzter Form, wie von FAY angedeutet.

Ich stelle mir das sogar lustig, spannend und interessant für die Zuschauer vor. Am besten noch die Sicht des Videoschiedsrichters auf der Anzeigetafel einblenden.


Dan
20. Dezember 2012 um 13:48  |  135274

Ich kann mit dem alten System und könnte mit dem neuen System leben.

Klar und einfach sollte sein, zu welchen Situationen der Videobeweis zugelassen wird.

Hier ist die Auswahl von f.a.y. folgerichtig. Nicht jedes Foul, gelbe Karte, Abseits usw..

Sondern „theorisch“ klare spielentscheidende Szenen, die auch das Spiel unterbrechen.
Tore (drin /nicht drin, Abseitstor), Elfmeterentscheidungen (Foul / Schwalbe Handspiel), Rote Karten (Foul, Handspiel, Tätlichkeit oder sonstige Vergehen).

Ob die Entscheidung wirklich nur dem Schiri zusteht ist zu diskutieren. Ein Schiri / Mensch neigt selten im Bruchteil einer Sekunde vor xx Kameras und xx.xxx Heimzuschauern umzufallen und an sich zu zweifeln.

Daher eher der Einspruch auch von Vereinsseite aus. Da wir keine Timeouts wie im Football haben, wäre ich für eine Strafe bei „unnötig“ angefordetem Videobeweis (der Schiri hat richtig entschieden), die Streichung einer Auswechslung. Wenn man überlegt wie wichtig Auswechslungen sind, bei roten Karten, Verletzungen, Zeitspiel usw., dann gehen Trainer auch vorsichtig mit seinen Viedeobeweis Anforderungen um.

Die Zeit der Videoanalyse ist auf eine Minute begrenzt und jede Anforderung wird mit einer Nachspielzeit von zwei Minuten erhöht.

Auch über eine reine Spielzeit könnte man diskutieren, um dieses unsägliche Rumgerolle, Abstoß verzögern, Einwurf-ball-weg-werf-oder -wechsel Zeitschinden usw. zu unterbinden bzw. ins Leere laufen zu lassen.
Betrug die Nettospielzeit 1998 noch 62:38 Minuten, waren es 2002 nur noch 52:47 Minuten. Die Tickets, Sportpakete werden immer teuerer und uns wird immer weniger dafür präsentiert.


Exil-Schorfheider
20. Dezember 2012 um 13:50  |  135275

OT, aber interessant:

http://m.spiegel.de/sport/fussball/a-874047.html

Zum Thema: danke f.a.y., danke sunny!

Ich bin ganz klar pro Videobeweis in den ersten beiden Ligen. Jedoch vermisse ich die Differenzierung, die ich schon mal ansprach. Der Videobeweis ist ja nun schon spätestens seit der Möllerschen Schutzschwalbe gegen den KSC erlaubt bzw wird zu Rate gezogen. Wie soll man sonst auch Ermittlungen nach einem Spiel aufnehmen?!
Leider wird das immer noch vermischt.


teddieber
20. Dezember 2012 um 13:52  |  135276

@Echi41 „Wenn dieses in den unteren Ligen nicht umsetzbar ist, ist es zwar schade, aber da geht auch nicht um das ganz große Geld.“
Das ist immer relativ mit dem großen Geld. 😉

Ich bin aber auch für den Videobeweis, denn beim Spiel Augsburg-Bayern hätte der Treffer der Bayern zum 2:0 gezählt. Wie Jupp Heynckes anschließend sagte, darf der 4. Offizielle sich ruhig das Spiel am Monitor angucken. Er hätte das dann sofort berichtigen können.
Ups, bin ich jetzt ein Bayern Fan? 🙂
Der Videobeweis darf nur bei Toren, Elfmeter und Rote Karten genutzt werden, weil diese wirklich das Spiel entscheiden können. Gelbe Karten sollten da nicht von betroffen sein, da gilt immer noch die Tatsachenentscheidung über die man sich dann streiten kann. 😉
Da man ja immer ein Probelauf braucht kann man diesen ja im Pokalwettbewerb üben.

Danke fay und sunny für diesen Beitrag.


Exil-Schorfheider
20. Dezember 2012 um 14:09  |  135277

Nachtrag:

Ich meinte natürlich „der Videobeweis nach dem Spiel“… Immer diese Weihnachtsfeiern… 😉


20. Dezember 2012 um 14:12  |  135278

Danke, Ihr beiden.

Bin gegen Videobeweis und damit einhergehender Bürokratisierung des Ablaufs eines Fußballspiels.

Beging Monsieur Ribery gestern im Pokalspiel tatsächlich eine Tätlichkeit? Da sind wir alle einer Meinung – oder etwa nicht?!

War der Elfmeter gegen Bayerns Boateng am letzten Bundesligaspieltag wegen Handspiel berechtigt? Klares Handspiel trotz angelegten Arms und wie soll er auch sonst springen, dreht sich doch weg und will ja gar nicht. Eindeutig, nicht wahr?!

Haben wir inzwischen eigentlich geklärt, ob Handspiel immer Handspiel ist oder entscheiden wir das mit Hilfe des Videobeweises, nachdem wir festgestellt haben, dass es Handspiel oder auch nicht war und es nun Elfmeter geben wird oder auch nicht und wissen wirklich alle Schiedsrichter davon?

Konzessionsvorschlag meinerseits:
Beweis ausschließlich, wenn es darum geht, ob der Ball hinter der Torlinie war oder nicht.
Und hier tut es auch der Chip im Ball.


sunny1703
20. Dezember 2012 um 14:19  |  135279

Ich bin für den Chip im Ball und den Videobeweis ,wie ihn @f.a.y und @teddieber beschrieben haben.
Alles andere wäre nachher nicht mehr mein Fußball und dann würde ich lieber mit „Ungerechtigkeiten“leben.

@Kami

Ein Videobeweis hätte das 1:0 des BVB gegen Wolfsburg schon als Abseitstor entlarvt und in der Folge wäre das ganze Spiel anders verlaufen.
Ein Videobeweis bzw hier der Chip im Ball hätte das 2:0 der Bayern gegen Augsburg erkannt und anschließend wären Platzverweis und evtl Handspiel nicht mehr gewesen.
Der Videobeweis hätte auch gestern das 1:0 des BVB als Abseits entlarvt.

Was ich damit sagen möchte, jeder Verein hat unter fehlentscheidungen zu leiden, Hertha genauso wie der BVB, die Bayern und XYZ und jeder profitiert davon.

lg sunny


hertha-phil
20. Dezember 2012 um 14:22  |  135280

Ich finde eine Videounterstützung absolut notwendig, denn es steht zu viel auf dem Spiel, als dass man weiterhin mit denselben Methoden wie vor 50 Jahren arbeiten könnte.

Wir haben inzwischen einen vierten Offiziellen, der könnte die Videobilder sichten und wie ein Linienrichter dem Schiedsrichter ein Signal geben. Es ist auch beim Fahneheben des Linienrichters das Ermessen des Schiedsrichters, ob er nach dessen Meinung fragt und in dessen Sinn entscheidet.

Bei Rangeleien, Elfmeter/Schwalbe, Ball-im-Tor oder ähnlichen Entscheidungen ist das Spiel ohnehin unterbrochen und oftmals gibt es sowieso Proteste, so dass das Videobild u.U. sogar schneller zu einer Spielfortsetzung führen kann.

Zusätzlich könnte jeder Trainer eine begrenzte Zahl an Klärungsanfragen stellen dürfen, ich denke an vielleicht 2 pro Spiel.

So bleibt es in Summe überschaubar und der Schiedsrichter trifft nach wie vor die endgültige Entscheidung. Nur ist dessen Tatsachenentscheidung fortan besser fundiert, wenn er bei unübersichtlichen Situationen beim 4. Offiziellen nachfragt.


Treat
20. Dezember 2012 um 14:25  |  135281

Danke an die beiden fleißigen Schreiberlinge, habt ihr gut gemacht! 🙂

Grundsätzlich bin ich für den Videobeweis, allerdings in etwa in den von @fay beschriebenen Grenzen.

Die Einspruchsmöglichkeit des Schiris sollte dabei über die gesamte Spielzeit und unbegrenzt häufig bestehen, wann immer er glaubt, Unterstützung zu brauchen. Das wird im Normalfall ohnehin eher selten der Fall sein, weil eher „Benachteiligte“ eine Entscheidung anzweifeln werden als der Entscheider selbst.

Für die Trainer würde ich pro Halbzeit eine Einspruchsmöglichkeit vorsehen. Für welche Art von Entscheidung sie diese verwenden, sollte auf Spiel entscheidende Szenen begrenzt werden, logisch, jeden vermeintlich falschen Einwurf überprüfen zu lassen, wäre ja albern.

Analog zum Hockey (hier gibt es den Videobeweis allerdings seit Jahren und ebenfalls nur im Profibereich, was nicht die geringsten Probleme verursacht) würde dem Trainer der Einspruch für die laufende Halbzeit erhalten bleiben, wenn sein Protest sich als berechtigt erweist. Liegt er daneben, verliert er sein Einspruchsrecht für diese Halbzeit.

Klar, damit könnte es im Verlauf der restlichen Halbzeit zu weiteren Fehlentscheidungen ohne Einspruchsmöglichkeiten kommen aber so werden die Trainer wenigstens darauf achten, wirklich nur bei begründetem Verdacht, eine Situation überprüfen zu lassen und nicht beliebig, bzw. aus taktischen Gründen.

Zu diskutieren wäre dann in der Tat noch, ob für die Dauer der Beweisführung die Spielzeit unterbrochen, ergo eine Nettospielzeit eingeführt werden muss. Ich könnte grundsätzlich problemlos damit leben. Andererseits ist eine Entscheidung per Videobeweis in der Regel innerhalb von wenigen Sekunden – dank moderner Technik – durchführbar. Sollte innerhalb eines angemessenen Zeitraumes keine Entscheidung möglich sein, ich denke da so an eine Minute, bleibt es bei der ursprünglichen Entscheidung. Wenn man davon ausgeht, dass es so pro Spiel und Halbzeit vielleicht zu maximal 3 oder 4 Entscheidungen kommen wird – und das ist, legt man erneut Hockey – Maßstäbe an – bereits viel, sollte es aber im Prinzip auch bei der bisherigen Spielzeit bleiben können, der Schiri gibt dann eben – wie bisher – nach Gefühl etwas Spielzeit oben drauf. Möglich, dass ein Spiel damit im Schnitt 4 oder 5 Minuten länger wird – ich könnte damit leben, wenn ich die positiven Effekte in Sachen Gerechtigkeit bedenke.

Blauweiße Grüße
Treat


Blauer Montag
20. Dezember 2012 um 14:27  |  135282

Ach wer zu spät kommt 😳

Ich bin hier und heute für den Chip im Ball und den Videobeweis ,wie ihn @f.a.y und @teddieber und @hurdie und @Ex-S. und @sunny bereits beschrieben haben.


Treat
20. Dezember 2012 um 14:29  |  135283

@wilson:

Spalter!

😉


Silvia Sahneschnitte
20. Dezember 2012 um 14:30  |  135284

Liebe @fay, lieber @sunny, danke für Eure Fleissarbeit.
Mit lieben Grüßen
Ihre Silvia Sahneschnitte


Etebaer
20. Dezember 2012 um 14:49  |  135285

Es gibt die praktischen Vorbilder, es gibt intelligente Vorschläge, wie man es für den Fussball umsetzen kann, von Leuten, die mit jeder Zelle Fußball leben und es gibt die Technik.

Was es nicht gibt, das ist der Wille der Verantwortlichen – die Frage ist nicht, ob Technik hilfestellung geben kann, sondern warum das, was möglich, ist im Milliardengeschäft Weltfussball nicht genutzt wird…


teddieber
20. Dezember 2012 um 14:55  |  135286

Sachen gibt es, die gibt es eigentlich nicht 😉

http://www.11freunde.de/artikel/champions-league-auslosung-betrug-oder-zufall


Treat
20. Dezember 2012 um 15:00  |  135287

@teddieber

Schon komisch, oder? 😉


Joey Berlin
20. Dezember 2012 um 15:26  |  135289

@fay, Videobeweis… »Gibt es den nicht eigentlich schon, wenn nach Sichtung von Fernsehbildern eine Entscheidung zumindest soweit möglich revidiert wird?«

Ja, eine zeitnahe Nutzung der Videos könnte zusätzlich negative Emotionen aus dem Spiel nehmen – auch auf den Rängen!
Daumen hoch! @fay 😉

Gibt es auch Einlassungen von Schiedsrichtern zum Thema?


apollinaris
20. Dezember 2012 um 15:43  |  135291

ich bin für den chip im Ball. Ich bin für viel bessere und kompententere Strafraumschiris..Ich bin für die Abschaffung von Doppelsbestrafungen (eigentlich Dreifachbestrafung, falls ne Spielsperre ausgesprochen werden muss)-
Alles andere macht mir mehr Sorgen als Wohlgefühl: Bilder täuschen, Bilder könn(t)en blitzschnell manipuliert werden, -ich sehe darin keinen Fortschritt, sondern eher das Gegenteil..Viel gerechter wird es dann vermutlich auch nicht zugehen. -Querverweise auf Hockey etc hinken für mich, weil beim Fussball ganz andere Summen und krimenelle Energien bewegt werden..
Unter´m Strich werde ich Fussball weiter schauen, ob mit/ohne Videosentencen. Absence ist mir halt lieber. Ich könnte auch auf 25 Einstellungen nach dem Spiel verzichten-ohne die, wäre einiges angenemer..


Silvia Sahneschnitte
20. Dezember 2012 um 16:00  |  135292

Bevor ich auf die Fragestellung eingehe, ein kurzer Blick in die Geschichte:
Aus der Tangzeit, der ersten Hochblüte des alten China um 618 bis 1280 vor Chr. ist ein Gedicht überliefert, das besagt, dass man einen Ball aus acht zugespitzten Lederstreifen nähte.
Das Spiel hieß Tsúh-küh (Ball mit dem Fuß spielen). Dieses Spiel ist erstmals 2697 Jahre vor unserer Zeitrechnung erwähnt. Anfänglich benutzte man einen mit Feder gefüllten Vollball, der gegen zwei etwa 5 Meter hohe Tore gespielt wurde.
In Japan wurde ebenso wie in Indonesien ein Kreisfussballspiel gespielt, das „Simpak“.
1349 in England fordert Edward III. die Beamten auf, dafür zu sorgen, „dass das nutzlose Ballspielen aufhöre, das viele Bürger von Wehrübungen abhält“.
Als 1692 der Berner Beat Ludwig de Muralt eine Englandreise machte, fiel ihm auf, wie groß die Zahl der jungen Menschen war, die sich ein Vergnügen daraus machten, auf den Straßen Londons mit Fußstößen einen Ball durch die Gassen voranzutreiben und mit ihm die Fenster von Häusern und Kutschen zu zertrümmern.
Ein französischer Zeitzeuge meinte im 19. Jhdt, es sei unvorstellbar das die Engländer so etwas Spiel nennen könnten; er möchte nur wissen, was sie dann als Kampf bezeichnen würden – gab es doch immer einige Unfälle. Ziel war im geschilderten Fall nicht ein Torschuß, sondern es galt, den Ball in einen Bach zu treiben, was die Gegenpartei zu verhüten suchte. Zweihundert bis dreihundert Menschen drängten auf das Wasser zu. Alle Läden waren geschlossen und der Ort sah später aus wie nach einem Sturm.
Richard Mulcaster ( 1533-1611) schrieb: so wie Fussball jetzt gewöhnlich gespielt werde, in zusammengedrängten rohen Haufen, mit Schienbeinaufkratzen und Knochenbrechen, sei es weder anständig noch wert, ein Mittel zur Förderung der Gesundheit genannt zu werden.
William Ellis schuf die ersten Regeln. 1863 wurde die Anzahl der Spieler auf 11 festgelegt, 1866 wurde die Abseitsregel eingeführt, 1875 erhielten die Torpfosten eine Querlatte, seit 1882 gibt es den zweihändigen Einwurf.

Was ich mit dem Rückblick aufzeigen möchte: Immer wieder werden, bis in die heutige Zeit, die Regeln revidiert. Der Fußball entwickelt sich stetig weiter.

Die aktive Nutzung des Videobeweises ist ein weiterer Schritt in der Weiterentwicklung des Spiels. Bisher wird der Videobeweis erst im Nachgang eingesetzt. Ein zusätzlicher Videoschiedsrichter mit einem eigenständigen Monitor kann auf Anforderung den Schiedsrichter unterstützen. Die Schiedsrichterentscheidung kann einmal pro Halbzeit vom Trainer angefochten werden. Der Videobeweis wirkt quasi interaktiv.
Nur für den Videobeweis wird die Spielzeit angehalten und sekundengenau nachgespielt. Erstmal würde ich den Videobeweis nur zulassen bei Tätlichkeit, Elfmeter, Platzverweis, Tor.
Wie jede Regel kann auch diese, wenn sie ihren Zweck nicht erfüllt, wieder entfernt werden.

Mit lieben Grüßen
Ihre Silvia Sahneschnitte


apollinaris
20. Dezember 2012 um 16:06  |  135293

P.S. ich glaube nicht, dass die größten Förderer des TV-Beweises, das Fernsehen, sich das so aus der Hand wird nehmen lassen. Für mich sind das letztlich fromme Wünsche. Aber noch mal: ich werde Fussball weiter schauen..
P.S.2 :Wenn man für den chip ist, für mehr Schiris, für Videobeweis im Nachgang..warum stellt man sich dann gegen den Fortschritt im Allgemeinen?!
Trotzdem schön, zu lesen, @Schnittchen 😉


pax.klm
20. Dezember 2012 um 16:20  |  135294

Werte Fr. Sahneschnitte.

Was ich mit dem Rückblick aufzeigen möchte: Immer wieder werden, bis in die heutige Zeit, die Regeln revidiert. Der Fußball entwickelt sich stetig weiter.

Die aktive Nutzung des Videobeweises ist ein weiterer Schritt in der Weiterentwicklung des Spiels. Bisher wird der Videobeweis erst im Nachgang eingesetzt. Ein zusätzlicher Videoschiedsrichter mit einem eigenständigen Monitor kann auf Anforderung den Schiedsrichter unterstützen. Die Schiedsrichterentscheidung kann einmal pro Halbzeit vom Trainer angefochten werden. Der Videobeweis wirkt quasi interaktiv.
Nur für den Videobeweis wird die Spielzeit angehalten und sekundengenau nachgespielt. Erstmal würde ich den Videobeweis nur zulassen bei Tätlichkeit, Elfmeter, Platzverweis, Tor.

1) Der Videobeweis ist für mich nur ein Mittel um die Regeln zu kontrollieren und die korrekte
Anwendung zu „garantieren“. In diesem Sinne keine neue Regel…
2) Die Videoüberwachung oder Überwachung per TV könnte ich mir durchaus vorstellen!
Ein „Oberschiedsrichter“ ist per Funk mit dem „Feldoffiziellen“ verbunden, er hat mehrere Kameraperspektiven und kann per Signal den Schiedsrichter auffordern das Spiel zu unterbrechen! Er könnte ihm „Feleinschätzungen korrigieren aber die letztliche Entscheidung dem Mann auf dem Feld überlassen.
Einen Beweis mit Zeitlupe gäbe es, wie von ihnen vorgeschlagen, nur bei spielentscheidenden Szenen!
Hochachtungsvoll
Pax


pax.klm
20. Dezember 2012 um 16:25  |  135295

Ehj apollo, wer legt denn fest was Fortschritt ist?
In den 60 ern war Fortschritt die Flußbegradigung
und die Flurbereinigung usw.
War das Fortschritt?
Robotisierung sollte die Arbeit erleichtern, teilweise hat sie zur Gewinnmaximierung diese abgeschafft!
Also…, würdest Du lieber ein lecker Lebenswasser, so richtig lange in Fässern gereift, trinken oder ne synthetische Reproduktion?


Traumtänzer
20. Dezember 2012 um 16:26  |  135297

Also eigentlich, liebe @Silvia Sahneschnitte, plädieren Sie, wenn ich Sie richtig verstehe, für den Videobeweis direkt im/durch den Ball? 🙂

(nicht ganz ernst gemeint)


Inari
20. Dezember 2012 um 16:34  |  135298

Ich bin seit Jahren pro Videobeweis, aber das brauche ich wohl nicht mehr sagen, da bekannt.

Ich bin für Videobeweis bei:
– Tor/nicht Tor
– roten Karten (nicht gelb oder gelb-rot)
– Elfmeter/nicht Elfmeter (egal ob gepfiffen oder nicht gepfiffen)

Der Chip im Ball muss natürlich kommen.

Tatsachenentscheidung sind per se dämlich, da falsche Entscheidungen nicht revidiert werden. Falsche Entscheidungen sind aber keine Tatsachen, sondern genau das Gegenteil. Chip im Ball und Videobeweis würde auch die Schiedsrichter entlasten, die sich dann nicht mehr wie arrogante Punktpunktpunkt ihre Fehlentscheidungen schön reden (oder ignorieren) müssen. Der Druck unfehlbar zu sein, wäre dann weg.


Silvia Sahneschnitte
20. Dezember 2012 um 16:43  |  135299

Die Videobeweisanfrage durch den Trainer, könnte in jedem Stadion durchgeführt werden! Jedem? Nein, nicht in jedem. Die Ausnahme existiert in einem Stadion, an einem rund 40 Kilometer langen rechten Nebenfluss des Rheins in Nordrhein-Westfalen, der mit „Düs“ anfängt und mit „sel“ aufhört.
Dort ist der Einspruch des Trainers nicht möglich, da ihm die Sicht auf das Spielfeld versperrt ist.
Hier haben auch nur die Fans eine interaktive Widerpruchsmöglichkeit.
Und damit der Einspruch auch deutlich sichtbar ist, erhält jeder Zuschauer einen Feuerstab zur Verfügung gestellt, der bei Bedarf brennend und leuchtend auf das Spielfeld geworfen werden darf.
Bekommt der Schiedsrichter diese höfliche Bitte auf Unterbrechung des Spiels nicht mit, darf der Fan sich deutlicher bemerkbar machen, indem er das Spielfeld betritt, am besten im Rudel.
Um den Schiedsrichter zu Zeigen wo eine Regelwidrigkeit stattfand, kann der Fan an der Stelle ein Stück der Spielfläche entfernen.
Dies geht später in die Geschichtsbücher als „Düsseldorfer Regel“ ein.
Mit lieben Grüßen
Ihre Silvia Sahneschnitte


Treat
20. Dezember 2012 um 16:55  |  135300

@Schnittchen

Der war gut… 🙂


Blauer Montag
20. Dezember 2012 um 16:55  |  135301

Unter´m Strich werde ich Fußball weiter schauen.

Gerne gehe ich dafür ins Stadion, wenn ich auf dem Weg dorthin keine körperlichen Angriffe (dazu zähle ich auch Pyrotechnik) befürchten muss. Das Gesinge und Gehopse während eines Spiels ist mir einerlei.

Gerne schaue ich auch Fußball im TV. Ich versuche, diesen Konsum auf 1 oder 2 Tage pro Woche zu begrenzen und auf das ganze Gelaber vor dem Anpfiff oder nach dem Schlusspfiff mit 25 Superzeitlupen zu verzichten.

P.S. Die kleine Clickshow für alle Klugscheißer, die eine deutsche Tastatur benutzen können. Welche ist die korrekte Rechtschreibung?

a) Fluss und Fuss
b) Fluß und Fuß
c) Fluss und Fuß
d) Fluß und Fuss


Silvia Sahneschnitte
20. Dezember 2012 um 16:57  |  135302

Lieber @pax, mit Punkt 1) haben Sie Recht, mea culpa. Ansonsten sind wir doch nicht weit auseinander.
Lieber @traumtänzer, der Ball könnte abgeschafft und durch ein „Sehendes Auge“ ersetzt werden, der Videorichter wäre damit immer auf Ball, – äh Augenhöhe.
Danke @apo
Mit lieben Grüßen
Ihre Silvia Sahneschnitte


Inari
20. Dezember 2012 um 17:06  |  135303

@bm: c


Blauer Montag
20. Dezember 2012 um 17:13  |  135304

Jawohl @Inari um 17:06

Gestatte mir eine persönliche Frage: Aus irgendeinem deiner Beiträge habe ich in Erinnerung, du lebst zur Zeit in Japan. Sofern dies stimmt, sage mir bitte, wie du auf einer amerikanischen oder japanischen Tastatur das ß findest?


trikottauscher
20. Dezember 2012 um 17:19  |  135305

@ BM 16:55h
hab’s gerade gelesen: Antwort c)
kurzes ‚u‘ ’ss‘, langes ‚u‘ ‚ß‘


trikottauscher
20. Dezember 2012 um 17:33  |  135307

ach ja, ganz klar: pro videobeweis.
ohne das nochmal im einzelnen zu erläutern, gehe mit den pro-argumenten oben einher: technisch machbar; nur bei 11er, rot o. tor; jeder trainer darf nur einmal pro halbzeit fordern, wenn zurecht, bleibt anspruch auf videobeweis bestehen…


Inari
20. Dezember 2012 um 17:42  |  135308

@blauer Montag: ich habe ein halbes Jahr in Japan gelebt, ich bin aber seit einiger Zeit wieder im Dicken B 🙂 Ich habe aber auch in Japan kein Problem gehabt, das „ß“ zu finden. Bei windows und iOS (sicherlich auch MacOS) kannst du die Input-Tastatur auf das gewünschte Sprachenlayout umschalten. Ich habe an meinem deutschen Laptop „DE“, „EN (US)“ und „JP“ und nutze alles nebeneinander.


f.a.y.
20. Dezember 2012 um 18:16  |  135309

Erstmal danke fürs Lob, auch wenn ich den Eindruck habe, ein wenig mehr „Sex & Crime“ hätte die Klickrate erhöhen können. 😆

Den Spielstand

(Endstand gegen Wolfsburg: 12:3)

hat sich übrigens @ub ausgedacht. Nie würde ich so viele Tore ausgerechnet für meinen persönlichen Oberantiverein über die Tatsatur bekommen.

Ein Beweis pro Halbzeit pro Team fände ich auch okay, allerdings wie jemand schon anmerkte: nur im Tausch gegen eine Auswechslung, wenn die Entscheidung nicht geändert wird. Und YEAH: keine Auswechslungen ab der 90. fänd ich auch super. Aber was ist bei Verletzungen? Mittlerweile scheinen Fussballer ja das „Sterben auf dem Platz“ schon recht gut zu beherrschen…

Wo ich mal schnell die Kurve zu @sunny kriege: Auch Schwalben und geschauspielerte „Tätlichkeiten“ (ich sach nur De Camar***o) sollten nachträglich mit Gelb bestrafbar (?) sein. Denn das ist im höchsten Grade unsportlich und muss dringend aufhören.


Blauer Montag
20. Dezember 2012 um 19:01  |  135310

Ach f.a.y.
das ist schon ok so mit den Klicks. Finde ich.

Hertha ist allzeit gut für „sex and crime“.
Vor 12 Monaten und 5 Tagen hatten wir hier noch Horny Markus als Vorvorvorgänger von Jos Luhukay auf der Trainerbank. Der Handtaschenraub von Änis BH passt in beide Kategorien. Nur weiß ich nicht, ob die Bilanz der HBSC KGaA in die Kategorien „sex and crime“ oder „genius and madness“ gehören. 😳


TassoWild
20. Dezember 2012 um 19:08  |  135311

@sahne at 1600:

Tolle Reise durch die Geschichte unseres geliebten, verrückten und genialen Fussball-Sports. Eigentlich fehlt nur eine Jahreszahl in der Aufreihung: 1892.
Hertha – die süßeste Versuchung, seit es Fussball gibt 😉


Blauer Montag
20. Dezember 2012 um 19:21  |  135312

Über welchen Sport schreibst du um 1908 @TaßoWild? 😕 😉


TassoWild
20. Dezember 2012 um 19:37  |  135313

Frag Deinen Arzt oder Apotheker nach
der Pille für den Mann 🙂


Blauer Montag
20. Dezember 2012 um 19:45  |  135314

Jepp @Tasso um 1937.

Wegen der hohen Suchtgefahr bei diesen und anderen Medikamenten ist nur der Konsum von 1 bis 2 Pillen wöchentlich gesundheitlich unbedenklich. :mrgreen:


teddieber
20. Dezember 2012 um 19:49  |  135315

So wird also die Winterpause überbrückt, mit Tischfußball auf Eurosport 2. Es dauert also nicht mehr lange dann wird Unterwasser-Mikado live übertragen. 😉
Danke für diesen Beitrag @Silvia Sahneschnitte // 20. Dez 2012 um 16:43 , ich habe mich köstlich amüsiert. 🙂


TassoWild
20. Dezember 2012 um 19:54  |  135316

@blau-[weisz]er mo

Und dieser Blog ist mein Methadon-Ersatz bis Anfang Februar 😉


Silvia Sahneschnitte
20. Dezember 2012 um 20:47  |  135318

Methadon, große Klasse. Vor allem wenn sich folgende Wirkungen einstellen:
Hochstimmung, Stimmungsstörung, Benommenheit, Beruhigung, Verwirrtheit, Abmagerung, Orientierungslosigkeit, Kopfschmerzen, Mattigkeit, Schlaflosigkeit, Unruhe, Sehstörungen, Herzklopfen, Herzschlagverlangsamung, Schwächeanfälle, Bindegewebswasseransammlungen (Ödeme), Atemdämpfung, Übelkeit und Erbrechen, Mundtrockenheit, Verstopfung, Gallenkoliken nach Gallenwegskrämpfen, Schweißausbrüche, Nesselsucht, Hautausschläge, Juckreiz, verminderter Urinabgang, Störungen beim Wasserlassen, Harnverhalt, eingeschränkte sexuelle Lust und Erregung (Libido und Potenz).

Na da ist es mir lieber mein Mann nimmt Levitra.
Mit lieben Grüßen
Ihre Slvia Sahneschnitte


Silvia Sahneschnitte
20. Dezember 2012 um 20:47  |  135319

oops da fiel ein (e) aus der Reihe.
Mit lieben Grüßen
Ihre Silvia Sahneschnitte


Silvia Sahneschnitte
20. Dezember 2012 um 20:49  |  135320

Oh nein ein (i), nun sollte ich ins Bett.
Mit lieben Grüßen
Ihre Silvia Sahneschnitte


Blauer Montag
20. Dezember 2012 um 21:11  |  135322

Hier kommt der Videobeweis.

Das Runde muss ins Eckige.
http://www.youtube.com/watch?v=nLzqqjkxcQs


lichterfelder
20. Dezember 2012 um 21:26  |  135323

@Videobeweis

Ich sehe jedes Wochenende wie mein geliebtes American Football durch den Video-Beweis immer mehr zerstört wird. Es sind nur bestimmte Dinge auswertbar, bei anderen gilt die Tatsachenentscheidung. Ausserdem ist manches auch nach der dritten Wiederholung nicht zu erkennen.
Wenn Videobeweis, dann nur bei Tor oder nicht Tor, sonst zerstört es den Spielfluss.


fechibaby
20. Dezember 2012 um 21:31  |  135324

Blauer Montag // 20. Dez 2012 um 21:11

Hier kommt der Videobeweis.

Das war nie ein Elfmeter für Hertha.
Klare Schwalbe vom Hertha-Spieler.
BETRÜGER!!


20. Dezember 2012 um 21:38  |  135325

OT:

Hab was für den morgigen Tag.

http://instagram.com/p/TeMulWvUHg/


apollinaris
20. Dezember 2012 um 21:48  |  135326

@pax_16:25: jetzt muss du mir noch sagen, warum ausgerechnet ICH dafür der Ansprechpartner bin ? 🙄 😯 😆


fechibaby
20. Dezember 2012 um 21:50  |  135327

Nur 2 Spiele Sperre für Ribery für seine Tätlichkeit!
Da ist Bayern aber gut bedient mit.
Wieder mal ein Bayernbonus!?
Da Dortmund in München gewinnt, ist er ja auch für das 1. Spiel im neuen Pokaljahr 2013/2014 gesperrt.


graun millionenbruecke
20. Dezember 2012 um 22:09  |  135328

OT danke, @ub fuer die hervorragende Fuehrung des Bloggs, Deine Einwuerfe sind ‚erste Sahne‘. Danke an @mey, fuer die sachliche und fundierte Startanalyse. Danke @all fuer die vielfaeltig gestalteten Themen. Ich freue mich ueber Reiseberichte und Stimmungen in anderen Laendern und Staedten, die Vielfalt macht den Unterschied.

Allen wuensche ich frohe Festtage und einige fussballfreie Stunde mit dem Platz fuer etwas Zeit zur Besinnung. Viel Erfolg und alles Gute fuer 2013.


HerthaBarca
20. Dezember 2012 um 22:10  |  135329

@f.a.y
Wenn sich einer nach der 90. verletzt – Pech!
Es ist ja auch Pech, wenn schon 3 x gewechselt wurde und sich ein Spieler verletzt!


apollinaris
20. Dezember 2012 um 22:15  |  135330

das war diesmal nun wirklich ultra-harmlos. Zwei Spiele Sperre sind mehr als genug. ich als Schiri hätte Gelb für beide gegeben, mit ner Ermahnung. Mehr war in der Szene nicht für mich. Da hatte Ribery schon andere Szenen..Weit weg von einem Bayern-Bonus-lt. „wahrer Tabelle sowieso eher ein Schreckgespenst als Realität“. Spitzenmannschaften werden insgesamt etwas besser behandelt-das hat aber mehr mit ganz unspektakulärer Wahrnehmungspsychologoie zu tun 😉 Lös dich mal vom Bayern-Trauma. Der BvB wird doch auch sehr oft recht höf(l)ich behandelt.. Schwere Pokallose für den BvB. Könnte zweimal das Aus bedeuten. In Münschen kann man immer verlieren ( die spielen allerdings ohne Ribery..) und die Ukrainer sind mein Geheimfavorit, seit ich sie das erste Mal habe spielen sehen. Ne Top-Mannschaft, mit tollem Fussball. Der Vorteil für Dortmund: die haben Woche für Woche erstklassige Gegner..die Ukrainer eher nicht einen..Beide Mannschaften spielen ähnlcih, wird evtl ein echter Knaller!!


sunny1703
20. Dezember 2012 um 22:36  |  135331

Wenn der Videobeweis kommen sollte ,dann aber ohne Einspruchsmögichkeiten von Trainern. Das halte ich für überflüssig,wenn schon Platzvrweise, gegebene Tore und gegebene Elfmeter per Video von einem oder drei Videoschiedsrichter angeschaut werden müssen.
Ich halte auch wenig von den Vergleichen mt anderen Sportarten.
Fußball ist ein anderes Spiel, das von Athletik und Spielfluss lebt, dass eine Fast-Wintersportart ist und bei der sich die Akteure nicht alle 2 Minuten auf der Bank ausruhen können. Die Zahl der Unterbrechungen durch einen Videobeweis muss auch zum Wohle der Gesundheit der Spieler reduziert bleiben.
Ansonsten finde ich die Debatte erstaunlich ruhig und erfreulich sachlich. 😀

@apollinaris
Das mitRibery habe ich genauso gesehen wie Du. Entweder es bekommen beide Rot oder beide Gelb. Aber das Gespann um Kinhöfer hatte einen schwachen Tag.

Der Videobeweis bei einer Roten Karte wird so oder so nur selten zu einer Änderung der Entscheidung des Schiedsrichters führen. Diese Entscheidungen sind oft ermessenssache. Auch deshalb wären mir drei Videooberschiris lieber als nur einer.

Danke für Eure Danksagungen 🙂

lg sunny


Better Energy
21. Dezember 2012 um 0:21  |  135332

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Offensichtliche so nah ist…

In der Saison 2009/2010 wurde bekanntlich unsere Hertha aus der Buli mit Fehlentscheidungen der Schiris herausgepfiffen. Die Schiris kosteten damals 6 Punkte und machten so den Abstieg perfekt.


Ben
21. Dezember 2012 um 0:21  |  135333

Fußball kommt immer noch daher wie ein Sport aus der Antike.

Beim Basketball hängt bspw. auch in fast keiner Halle ne Shotclock über dem Korb. Manchmal gibt es gar keine und es wird runter gezählt. Trotzdem der gleiche Sport.

Liga 1 bis 3 Chip im Ball. Sollte es sich darunter Vereine anschaffen wollen. Warum nicht ?

Und in Afrika werden die Talente sicherlich nicht benachteiligt wenn kein chip im ball ist. Die kicken grosteils ohne Fußballschuhe und schaffen es nach Europa.

Für Landerspiele sollte es auch dort möglich sein mit chip im ball außerdem hat die fifa genug geld Länder auszustatten die das nicht aufbringen können.

Videobeweis: ganz einfach bei Elfmeter generell zu prüfen und sonst bei Tätigkeiten und roten Karten.

Bei kniffligen Toren, sollte der schiri die Möglichkeit haben kurz abseits ball im aus hand oder Foul zu reviewen.

Trainer sollten keine Möglichkeit haben einzugreifen.

Kurze Verständnisfrage: gab es nicht sogar eine hawk eye Technologie die abseits Aufschlüsseln konnte oder verwechsel ich da was ?

Zum schlimmsten thema:

Taktische Auswechslungen und Verletzungen:

Wie beim Basketball ab Zeitpunkt X bspw. die zweite Hälfte: Wird bei Abstoß Einwurf Verletzungen und vor allen Dingen Auswechslungen die Uhr gestoppt.

Dies sollte doch möglich sein. Bei Auswechslungen und Verletzungen eigentlich generell. Denn das stört den spielfluss und schadet dem Fußball und nervt die zuschauer.

Leider fehlt der wille für innovationen beim Fußball.

Durch technische Hilfsmittel geht der Sport der Massen auf der ganzen Welt bewegt sicher nicht unter.


Better Energy
21. Dezember 2012 um 0:21  |  135334

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Offensichtliche so nah ist…

In der Saison 2009/2010 wurde bekanntlich unsere Hertha aus der Buli mit Fehlentscheidungen der Schiris herausgepfiffen. Die Schiris kosteten damals 6 Punkte und machten so den Abstieg perfekt.


Ben
21. Dezember 2012 um 0:25  |  135335

Fußball kommt immer noch daher wie ein Sport aus der Antike.

Beim Basketball hängt bspw. auch in fast keiner Halle ne Shotclock über dem Korb. Manchmal gibt es gar keine und es wird runter gezählt. Trotzdem der gleiche Sport.

Liga 1 bis 3 Chip im Ball. Sollte es sich darunter Vereine anschaffen wollen. Warum nicht ?

Und in Afrika werden die Talente sicherlich nicht benachteiligt wenn kein chip im ball ist. Die kicken grosteils ohne Fußballschuhe und schaffen es nach Europa.

Für Landerspiele sollte es auch dort möglich sein mit chip im ball außerdem hat die fifa genug geld Länder auszustatten die das nicht aufbringen können.

Videobeweis: ganz einfach bei Elfmeter generell zu prüfen und sonst bei Tätigkeiten und roten Karten.

Bei kniffligen Toren, sollte der schiri die Möglichkeit haben kurz abseits ball im aus hand oder Foul zu reviewen.

Trainer sollten keine Möglichkeit haben einzugreifen.

Kurze Verständnisfrage: gab es nicht sogar eine hawk eye Technologie die abseits Aufschlüsseln konnte oder verwechsel ich da was ?

Zum schlimmsten thema:

Taktische Auswechslungen und Verletzungen:

Wie beim Basketball ab Zeitpunkt X bspw. die zweite Hälfte: Wird bei Abstoß Einwurf Verletzungen und vor allen Dingen Auswechslungen die Uhr gestoppt.

Dies sollte doch möglich sein. Bei Auswechslungen und Verletzungen eigentlich generell. Denn das stört den spielfluss und schadet dem Fußball und nervt die zuschauer.

Leider fehlt der wille für innovationen beim Fußball.

Durch technische Hilfsmittel geht der Sport der Massen auf der ganzen Welt bewegt sicher nicht unter.


Ben
21. Dezember 2012 um 0:27  |  135336

Upsss. Doppelt ! Wollte noch fay danken und sunny. Good job !


Stiller
21. Dezember 2012 um 2:24  |  135337

Ich habe das Foul von Ribery anders gesehen:

1. Ribery fährt mit der Hand ins Gesicht von Koo (im Fernsehbild zu sehen – aber schlecht zu sehen); ob absichtlich oder nicht, kann ich nicht beurteilen
2. das hat Koo anscheinend als Tätlichkeit aufgefasst und wird seinerseits tätlich
3. DARAUFHIN wird Ribery grob (vermeintlich weil sein erstes Touchement unabsichtlich geschah oder er es selber nicht bemerkt hatte)

Im Fernsehen wurde nur einmal die erste „Tätlichkeit“ gezeigt, beim zweiten mal startete sie Slowmotion bei Koos Attacke, zu der sich Scholl äußerte.

Es hängt als auch am Auge des Betrachters bzw. des Regisseurs, was der Schiedsrichter zu sehen bekäme …

Ich kann zwar jeden verstehen, der um mehr „Objektivität“ (per Videobeweis) bemüht ist. Aber ich persönlich bin dagegen.

a) Fußball ist für mich ein Spiel. Leider verliert das Spielerische immer mehr. Wenn es das nicht mehr ist, werde ich ihm völlig fern bleiben.

b) Fußball ist für mich ein Spiel von Menschen. Ich toleriere, dass Menschen Fehler machen, lege aber natürlich Wert auf hohe Professionalität. Auch wenn ich mich ärgere möchte ich, dass Menschen der Souverän bleiben.

c) Pareto-Optimalität (ist Teil der) Lebenswirklichkeit; Daueroptimierung und ÜBER-Regulierung erstickt auf Dauer Menschlichkeit, Lebensfreude, Emotionen, wenn wir nicht bereit sind, Fehler zu zulassen.

Ich meine zu beobachten, dass Fußball zu einer Art Ersatzkrieg für das eigene Ego mutiert, bitterböse Rechthaberei wichtiger als das Spiel wird. Bald könnte der Begriff „Sportmann“ seine Bedeutung völlig verloren haben.

Andererseits sind wir doch alle in diesem Blog, weil es uns wichtig ist, sich fair und anständig mal die Meinung sagen zu können 🙂 von Mensch zu Mensch … oder?

Würde es denn bedeuten, dass der Video-„Beweis“ o. ä. nur noch zu einer Ansicht (der 100% richtigen …) führen würde? Sind andere Ansichten dann nicht mehr erlaubt?


apollinaris
21. Dezember 2012 um 3:47  |  135338

Kameras bekommen in diesem Zusammenhang einen zu hohen Stellenwert: Perspektive und Handhabung (bald auch software) beeinflussen das Gesehene. Äußerst wenige jener, die viel mit Kameras zu tun haben, glauben, sie könnten objektiv die Welt 1:1 widerspiegeln..Im digitalen Zeitalter, da du innerhalb von sec Einfluss auf die Pixel nehmen kannst, vor allem beim Standbild, bin ich da noch sehr viel mehr vorsichtig. Mit Kameras wird es bald sein wie mit ner Statistik: man glaube nur jener Statistik, die man selbst..usw.
Unabhängig von jedweder möglichen Betrügerei: es wird auch nach dem Video“beweis“ Skandale geben, weil viele Entscheidungen nun mal interpretierbar bleiben, ihrem Wesen nach.- Weil Bilder täuschen und verzerren können, Dinge zeigen, die eine andere Perspektive anders erscheinen lässt. Und wenn das dann erst mal im Gange ist, wird der „Videobeweis ausufern, hier noch etwas, da noch etwas mehr. ..Da bin ich sicher. Ich glaube man öffnet hier die sprichwörtliche Büchse.. 😉
Ich kann jedenfalls absolut nicht glauben , dass im Profi-Fussball, der ohne TV-Gelder schon jetzt überhaupt nicht mehr möglich wäre, irgendjemand die weitere Technisierung in Zaum halten könnte. Ich könnte jetzt den sunny geben, und vom nicht zähmbaren Kapitalis.-..lass ich aber, obwohl das Bild durchaus seinen Reiz hätte.
Einen Wolf, den du in deine Wohnung lässt, musst du freiwillig viel Raum verschaffen, sonst geht´s übel aus. Deshalb würde ich lieber keinen Wolf in die Wohnung nehmen. 😉


Dan
21. Dezember 2012 um 7:10  |  135339

Guten Morgen @all

Hurra ich lebe noch. Irgendjemand schon Untergangsnachrichten und – szenarien mitbekommen?

Habe nur von einem französischem Dorf mit 1.000 Einwohnern gehört, dass dort 10.000 warten um von Ausserirdischen gerettet zu werden.


Freddie1
21. Dezember 2012 um 7:50  |  135340

Guten Morgen, @ dan und @all

Ja, die Einwohner in diesem französischen Dorf waren von den „Spinnern“ sehr genervt 😉
Also hier ist noch nix passiert. Wär auch doof am ersten Urlaubstag.


21. Dezember 2012 um 7:56  |  135341

Guten Morgen, haben die Mayas pfiffigerweise auch die Uhrzeit des Weltuntergangs mit angesagt?

Und dann bleibt immer noch zu klären: Plopp oder Ziiiisch. Mir wäre Plopp lieber. 😉


TassoWild
21. Dezember 2012 um 8:07  |  135342

Quatsch, kein französisches Dorf:
Es begab sich in Franken. 10000 Fürther warten auf die Rettung vor dem Abstieg. Aber da kann man auf den DFB nicht zählen 😉


teddieber
21. Dezember 2012 um 8:17  |  135343

Juten morjen @ all, Hurra wir leben noch und wenn seriöse Nachrichtensender von diesem Mist berichten muss es der Welt gut gehen.
@ Sir
Da hast du dein plopp;-) http://www.youtube.com/watch?v=9hUpz0sEBn0


21. Dezember 2012 um 8:30  |  135344

Hat @ub nicht auch was von „Ausland“ erzählt, wo er derzeit sei?

Wahrscheinlich hängt er auch gerade in Frankreich auf dem Berg rum, zieht sich sein Pfeifchen rein (endlich mal wieder) und wartet auf den Plopp. 😉


Konstanz
21. Dezember 2012 um 8:44  |  135345

Nnnein, ich will auch keinen Wolf in der Bude, auch bitte keinen Habicht vor meinem Hamsterrad, ich will nur einen möglichst umfänglich einsetzbaren Videobeweis ohne große Spielverzögerungen.

Es scheint heute eine Glaubensfrage zu sein, ob wir davon aufgefressen werden. Also möglicherweise nicht Plopp und nicht Ziiisch, sondern HAPS HAPS :mrgreen:


21. Dezember 2012 um 9:07  |  135346

[…] Collinas Erben soll es, so hört man, auch um den Videobeweis gehen. Dieser wird gerade im Immerhertha-Blog […]


ccjay
21. Dezember 2012 um 9:29  |  135347

Der Weltuntergang fällt doch aus. War doch alles nur ein Werbeinstrument, um Touristen nach Mexico zu locken.

Ich bin für den Videobeweis oder für die Abschaffung der Zeitlupe im Fernsehen. Der Fußball ist Jahrzehnte ohne Videobeweis ausgekommen. Das könnte m. E. daran liegen, dass man die ersten Jahrhunderte (oder Jahrtausende, wenn man Frau Sahneschnitte folgt) nicht die Möglichkeit hatte, strittige Szenen noch einmal anzusehen. Jeder musste sich also auf seinen ersten und einzigen Eindruck verlassen. Da bekanntlich die optische Wahrnehmung einer einzigen Szene sehr unterschiedlich sein kann (oder auch das, was einem vom Gesehenen in Erinnerung bleibt, „Ich hab´s genau gesehen, Herr Richter!“), konnten sich hinterher alle super streiten. Entscheidend war, dass niemand den Beweis für die Richtigkeit seiner Ansicht vorlegen konnte. Die Sache blieb also offen. Die Entscheidung des Schiris war vielleicht falsch, musste aber akzeptiert werden, weil man das Gegenteil nicht beweisen konnte.

Heutzutage kann man das Gegenteil beweisen (bzw. vermittelt den Eindruck man könnte). Jede noch so kleine Entscheidung des Schiris wird heute in tausenden von Superslomos, Standbildern und Computeranimationen überprüft. Am Ende steht dann die große Wahrheit: richtig entschieden oder (Gott bewahre!) Fehlentscheidung! Jeder Hanswurst kann sich heute nach dem Spiel vor dem Schiri aufbauen und ihm unter Hinweis auf die Fernsehzeitlupe sagen, was er wieder für einen Müll gepfiffen hat und damit das Spiel kaputt gemacht. Unterschied zu früher: man hat heute einen Beweis (auch wenn es sich vielleicht um einen manipulierten Beweis handeln könnte, @apo). Man kann für alle Zeiten nachweisen, dass man benachteiligt worden sei und was das wirtschaftlich für einen Schaden angerichtet habe.
Die Zeitlupe und der andere Technikkäse der Fernsehsender führt damit zu einem extrem hohen Druck auf die Schiedsrichter. Letztlich geht es nur um die Akzeptanz der Schirientscheidungen. Wenn ich die aber nicht tausend mal mit Zeitlupe etc. überprüfen kann, brauche ich auch keinen Videobeweis.

Also wech mit Zeitlupe oder her mit Videobeweis.
Danke an die beiden AutorInnen!


21. Dezember 2012 um 9:33  |  135348

@Videobeweis

Ich bin dafür, und zwar ausdrücklich nicht eingeschränkt, sondern immer, wenn es strittig ist und einer der dazu Befugten die „Einspruch“-Fahne hebt. Das kann ein- oder zweimal pro Halbzeit sein. Einsprüche, die nach Studium der Bilder als Falsch einzuordnen sind (Falsch im Sinne, dass die ursprüngliche Entscheidung steht), werden mit dem Abzug einer Auswechselung bestraft. Sollte bereits dreimal gewechselt worden sein, muss man sich noch was einfallen lassen.

Parallel dazu wird die effektive Spielzeit eingeführt, zweimal 30 min.

Ein Paradoxon gilt es aber noch zu klären: was ist in Situationen, in denen eine Regelwidrigkeit nicht als solche vom Schiri eingeordnet wird und das Spiel erst einmal weiterläuft? Wird das Spiel dann unterbrochen? Wann wird es unterbrochen? Wird das Spiel dann zurückgesetzt? Was ist, wenn in der Zwischenzeit ein Tor für die andere Mannschaft fällt?

Zum Thema gleiche Spielbedingungen in allen Ligen: das ist ein hehres Ziel, obgleich unerreichbar und tatsächlich auch unnötig. Bereits heute gibt es massive Unterschiede zwischen den Ligen, von der Zahl der Schiris, über die Helligkeit auf dem Platz bei Abend- und Nachtspielen bis zur Qualität des Geläufs. Selbst die Bälle sind nicht einheitlich, die Platzgröße variiert etc.

Dieses Argument greift in Bezug auf den Videobeweis zu kurz.


hurdiegerdie
21. Dezember 2012 um 9:34  |  135349

Ich verstehe das nicht @apolinaris. Warum sollte jemand beim Videobeweis Einfluss auf die Pixel nehmen?Das hiesse ja, die Schiris wollten betrügen.In dem Sinne verstehe ich dann, dass man sich bei FIFA und DFB immer noch gegen den Videobeweis wehrt.

Na ja ich werde das nie verstehen 😉

Ich verstehe auch das Argument nicht, es gäbe selbst mit Videobeweis noch Skandale und Diskussionen.

Ist doch prima, da bleibt doch dann die Menschlichkeit im Spiel. Ich bin immr schlecht mit Beispielen, aber für mich ist das ein Argument wie, wir sollten bestimmte infektiöse Krankheiten bei uns nicht ausrotten, weil es sie auf anderen Teilen der Welt immer noch geben würde. (Wir schliessen einige Fehlentscheidungen nicht aus, weil es danach andere im noch geben könnte).


Jolly
21. Dezember 2012 um 9:40  |  135350

Danke an @ fay und @sunny.

Ich bin ganz klar für den Videobeweis, da er für mehr Gerechtigkeit im Fußball sorgen würde. Ich glaube Magath war auch dafür, daß jede Mannschaft pro Halbzeit einmal den Videobeweis einfordern kann – das wäre in meinen Augen eine vernünftige Lösung. Sicher sollte der Schiri auch bei sonstigen Unsicherheiten die Möglichkeit haben, auf den Videobeweis zuzugreifen können.

Da ich ja häufig den Schiris(Stark,Kircher,Gagelmann,Wagner …) unterstelle, Hertha zu benachteiligen, könnte ich mit Videobeweis viel ruhiger schlafen.

Daher – her damit, es geht um zu viel.

Außerdem sollte aber auch das unselige DFB-Sportgericht durch unabhängige Kompetenzen ersetzt werden, denn solchen Hanseln wie dem Lorenz kann man doch eh nix glauben. Der ist doch nie und nimmer neutral und unabhängig!


21. Dezember 2012 um 9:48  |  135351

Ach so, danke @f.a.y. und @sunny. Gut gemacht. 🙂


Treat
21. Dezember 2012 um 10:08  |  135352

hurdiegerdie // 21. Dez 2012 um 09:34

Du nimmst mir die Worte aus dem Mund. 🙂

Blauweiße Grüße
Treat


hurdiegerdie
21. Dezember 2012 um 10:09  |  135353

Ben // 21. Dez 2012 um 00:21

@Hawk-Eye
Wie ich es verstanden haben, gibt es zwei konkurrierende Systeme für die Torentscheidung, den Chip im Ball und das Hawk-Eye-System.

Ersteres verändert den Ball (so die Kritiker), zweiteres ist wesentlich teurer (weil viele Kameras nötig). Beide wurden kürzlich bei der Club-WM (glaube ich) getestet, aber die Auswertung ist noch nicht da (meine ich).

Soweit ich weiss ist Hawk-Eye noch nicht so weit, z.B. Abseitsentscheidungen überprüfen zu können.


böllenfalltor
21. Dezember 2012 um 10:10  |  135354

mal etwas abseits des themas:

wer wissen möchte, was gerhard t. so macht, wird hier fündig. schönen spitznamen hat er in wales – Big G!
http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1398512


hurdiegerdie
21. Dezember 2012 um 10:12  |  135355

Tja @treat, 😉

dafür nimmt mit @sir // 21. Dez 2012 um 09:33 die Worte aus dem Mund, gegen die Argumentation, dass ja alles in allen Ligen gleich bleiben muss, wobei ich mit @Sunnys Wintersport noch die Rasenheizung anführen würde.


Herthas Seuchenvojel
21. Dezember 2012 um 10:27  |  135356

hier für alle, die up-to-date sein wollen:
der aktuelle liveticker zum Weltuntergang
http://www.welt.de/vermischtes/article112146880/Nordmanntannen-verschwinden-in-Herzogenrath.html

so zum Thema: ganz klar pro Videobeweis
in Maßen, aber das wie dürfen andere ausknobeln dann

der Schiedsrichter sollte der unwichtigste Mann auf dem Feld sein
würde es wirklich fair zugehen, müßte ein Spieler von sich aus sagen: ich habe ihn gefoult, ich gehe freiwillig vom Feld
ist es aber nicht, daher ist der böse schwarze Mann nötig
inzwischen sind wir aber in Regionen vorgestoßen, wo ein falscher Pfiff über Millionenbeträge, Tabellenstände und letztendlich auch Arbeitsplätze entscheidet
kein Schiedsrichter kann perfekt sein, der Videobeweis wäre ein weiteres Mittel diesen Punkt anzunähern

letztendlich sollte die ganze Diskussion darum gehen, ob sich das Wesen des Spiels ändert
und das tut es nicht !
2 Mannschaften, je 11 Spieler rennen immernoch innerhalb 90 Minuten diesen komischen runden Viech hinterher und versuchen ihn in den Kasten des anderen unterzubringen
sei es eine Unterbrechung nun mehr oder weniger, die Beinaheschauspielertode der Spieler kosten ähnlich viel Zeit

alles in allem wird von einigen Funktionären älteren Semesters nur daran festgehalten, weil man sich absolut bequem eingerichtet hat
klingt ganz nach: alles nur Teufelszeug, wehret den Anfängen

der Videobeweis wird kommen, nicht diese Saison, nicht nächste, aber wartet mal einige Jahre ab, ich bin mir sicher
beim Headset ging es doch auch ganz schnell
andere Sportarten haben früher erkannt, daß man mit der Zeit gehen muß


pax.klm
21. Dezember 2012 um 10:32  |  135357

Sir Henry // 21. Dez 2012 um 09:33

Ein Paradoxon gilt es aber noch zu klären: was ist in Situationen, in denen eine Regelwidrigkeit nicht als solche vom Schiri eingeordnet wird und das Spiel erst einmal weiterläuft? Wird das Spiel dann unterbrochen? Wann wird es unterbrochen? Wird das Spiel dann zurückgesetzt? Was ist, wenn in der Zwischenzeit ein Tor für die andere Mannschaft fällt?

Interessante Fragen, aber ein Teil der Lösung haben wir doch auch heute, bei entsprechenden Szenen schon. Das Spiel darf weiterlaufen und eine personenbezogene Bestrafung erfolgt nach Beendigung der Spielszene… (Okay, güldet bei Vorteil, aber im Prinzip…)!


Inari
21. Dezember 2012 um 10:34  |  135358

@Seuchenvojel: richtig. Insbesondere die Aussage zu den „alten Säcken“, die der modernen Technik – die sie selber sowieso nicht bedienen könnten weil sie wahrscheinlich schon mit TV und Laptop überfordert sind – kritisch, nein schon feindselig gegenüber stehen. Ein Wandel der Einstellung wird spätestens mit dem Ausscheiden dieser Altherren aus den Entscheidungsgremien einsetzen, nach den vielen medienwirksamen Fehlentscheidungen der letzten Jahre wird das aber schon bald passieren. Da bin ich mir ganz sicher. Die Diskussion gibt es zwar schon lange, aber die Forderungen nach der modernen Technik sind schon von vielen prominenten Personen ausgesprochen worden. Dadurch ist die politische Basisarbeit schon gemacht worden. Ich freu mich auf einen faireren Fußballsport.

Ich möchte auch noch einmal darauf hinweisen, dass sich Feldhockey kaum vom Fußball unterscheidet und der Videobeweis dort perfekt funktioniert. Fast genau so kann der auch im Fußball eingeführt werden.


pax.klm
21. Dezember 2012 um 10:36  |  135359

Hallo Apollo warum DU in dem Kommentar um 21.45 nachfragst!
Na wegen 15.43 und 16.06
und im Hinblick auf das Faßgelagerte, bist Du da kein Fachmann?
War halt die Frage von mir: Was ist Fortschritt?


21. Dezember 2012 um 10:56  |  135360

http://www.youtube.com/watch?v=hBXerNJqdf4

und das ist dann der nächste Schritt ?

Na dann Gute Nacht 🙂


pax.klm
21. Dezember 2012 um 10:56  |  135361

Stimme @inari in seinem letzten Abschnitt zu!
@all
Finde es aber grundsätzlich schon merkwürdig welche Strafen/Einschränkungen hier gefordert werden bei Nutzung des Videobeweises!
Selbst wenn ein Einspruch zu unrecht erfolgte, dann diese Mannschaft bestrafen?
Dies würde nach meiner Einschätzung den Sinn -Gerechtigkeit- konterkarieren!

Darum bin ich der Meinung, dass ein zusätzlicher Schiedsrichter der über Headset mit dem Feldschiedsrichter verbunden wäre, dieser hätte die Pflicht und Möglichkeit korrigierend einzugreifen. (siehe auch gestern um 16.20)

Wenn dann ständig über Abseits disputiert werden dürfte, ganz klar NEE!
Aber der Oberschiedsrichter kann mit der Hilfe von Zeitlupen feststellen ob es eindeutig ar oder knapp (mm), dann sollte immer für den Stürmer entschieden werden! Im Zweifel (bei Tor) entscheidet der „Oberschiedsrichter“ und teilt die Entscheidung dem Feldmann dies mit!
Wird zu Unrecht und falsch das Spiel wegen Abseits unterbrochen, dann wird der Feldmann davon in Kenntnis gtesetzt, nach der nächsten falschen Entscheidungen erden die „da unten“
aufgefordert positiver zu entscheiden, sollten sie dann weiter (auch Tendenzen bei Fouls und anderen Entscheidungen) „falsch liegen, dann gibt es ein Rankingsystem, in dem diese Schiris finanzielle Einbußen hinnehmen müsse, oder nicht mehr höchstklassig pfeifen…


pax.klm
21. Dezember 2012 um 11:04  |  135362

Zu @apollo Einlassungen mit den Kameras.
Es stimmt, selbst damit ist nicht gewährleistet, dass es wirklich gerecht ist. Das beste Beispiel ist das Wembley Tor.


21. Dezember 2012 um 11:05  |  135363

23. März 2015

Pressemitteilung:

In den einschlägigen Hertha Blogs entbrannte gestern eine heftige Disskussion. Viele der Blogger machten Pal Dardai den Chftrainer der Bertliner Hertha für die 1:2 Niederlage im Euro League Viertelfinale gegen Bennfica Lissabon verantwortlich. Er habe den Videobeweis in der ersten Halbzeit leichtfertig vergeben. Nach einer leichten Attacke des Gegners gegen den ZM der Berliner Mukthar, bei dem es keinen Freistoss gegeben hatte, hatte Dardai den Videobeweis gefordert. Er erhoffte sich, wie er hinterher sagte einen Zentralen Freistoss, den Ronny gefährlich vor das gegnerische Tor hätte bringen können. Leider wurde auch nach Ansicht der Bilder kein Freistoss zugesprochen. Nur fünf Minuten später hätte er den Videobeweis viel dringender gebrauchen können. Da nämlich wurde Lassoga im Strafraum des Gegners rüde von den Beinen geholt. Ball gespielt oder nicht, war hier die Frage. Der Schiedsrichter (der begnadigte Robert Hoyzer – nach Schalke gewechselt) entschied auf „Ball gespielt“. So blieb der Elfmeterpfiff aus. Leider war der Videobeweis für Hertha leider bereits vergeben. Die Bitte Dardais an den Trainer der Portugiesen ihrerseits den Beweis zu fordern blieb ungehört. Und so endete ein turbulenter Fussballabend mit einem Bengalo Feuerwerk auf dem Olympischen Platz, bei dem es zum Glück nur wenige Brandverletzungen gab, die Ambulant behandelt werden konnten.


Konstanz
21. Dezember 2012 um 11:16  |  135365

Prima @Leuchtfeuer!

Deshalb:
Keine Beschränkung in der Anwendung des Videobeweises!


Dan
21. Dezember 2012 um 11:16  |  135366

Ich hätte gerne den Videobeweis….. für den Weltuntergang. 😉


21. Dezember 2012 um 11:56  |  135367

@hurdi: du magst die Zeit, du glaubst an die Zeit-ich nicht. Aber eines ist sicher: mit der Glaubwürdigkeit der Schiris hat das nichts zu tun, die bedienen doch nicht die Kameras??-Na egal- ich habe meine Skepsis mehrfach angedeutet und ausführlich einigermaßen verständlich beschrieben und bin ab jetzt raus.- Gäbe es nicht diese oft unfeine Art der Berichterstattung, die wirklich jeden Zentimeter nachweisen möchte und nahezu Entscheidung der Schiris durchleuchtet, das wird dann nicht selten auch noch dummdreist reportiert- gäbe es auch nicht dieses extreme Interesse an „Wahrhaftigkeit“, „Gerechtigkeit“. Dazu kommen noch jene, die ohnehin immer Recht haben wollen. Aber genau die werden sich eventuell wundern. Vielleicht auch nicht. Aber eher doch.
Aber eines noch zu @Inari und @Seuchenvogel: so einen Blödsinn können sich vielleicht nur jene ausdenken, die nicht genau wissen, womiz´t sie es zu tun haben. Es gibt genug Alte Säcke, die mit den neuesten Techniken gut zurecht kommen. Genau jene, die die Dinge am Besten bedienen könen, sind oft deren schärfsten Kritiker. Die Kritik richtet sich doch gar nicht gegen die Technik als solche .Auch der Verweis auf Feldhockey zielt völlig daneben. -Bis zum nächsten Thema- die jungen Hüpfer springen mal wieder sehr kurz heute..


hurdiegerdie
21. Dezember 2012 um 12:16  |  135368

@apolinaris,

ich habe nichts, aber auch gar nichts gegen das Argument, dass Kameraperspektiven verzerren können. Ich ziehe für mich nur das Argument, dass sie ggf. absichtlich verzerrt werden, nicht heran.

Ich habe Bedenken, den Videobeweis als einzige Grundlage heranzuziehen. Als frühere Sportler weiss ich, dass z.B. leichte Berührungen beim Laufen dich aus dem Rhythmus bringen können, und das dann im Video wie eine Schwalbe aussehen mag. Der Schiri mag das dann sogar besser gesehen odr gar gehört haben.

Deshalb wäre ich immer dafür, dass erst eine Entscheidung gefällt wird, und diese dann nur bei eindeutigen Videogegenbelegen überruled (Mistwort) wird.


Treat
21. Dezember 2012 um 12:20  |  135369

sunny1703
21. Dezember 2012 um 12:22  |  135370

Ich bin nur für den eingeschränkten Videobeweis, weil ich das Gefühl habe, der Druck der von außen auf die Schiedwrichter ausgeübt wird, ist zu groß. Ich mag diese Vorwürfe nicht und mir sind diese Unterstellungen suspekt. Also von mir aus dann eine Abwälzen des Problems auf Videoschiedsrichter.
Ich sehe nicht dass es gerechter zugeht, weil die meisten strittigen Szenen auch hier noch nach achtzehnfachem Anschauen in zigfacher Zeitlupe aus diversen Winkeln immer noch genauso diskutiert wird, wie zuvor. Was ist denn schon wirklich eindeutig, Bayerns nichtgegebenes Tor gegen Augsburg, um das zu lösen, brauchen wir keinen Videobeweis. Tore nach Standardsituationen werden selten genau gelklärt werden können, denn gerade die Zeitlupe macht im Strafraum zum Zeitpunkt der Standardsituation ca. 5 evtl Foulspiele gleichzeitig auf, es wird gehalten und gezogen und keiner weiß wo und wann als erstes was passiert.
Man wird nicht erkennen können, ob ein Spieler getroffen fällt oder einfädelt. Da nutzt auch keine Zeitlupe etwas.
Hier wird immer die Sportart Hockey zum Vergleich genommen. Hockey ist zum einen eine Sportart,die zu dieser Jahreszeit in der Halle ausgeübt wird und zum anderen eine bei der laufend ausgewechselt werden kann.

Für mich absurd,sind jedoch Forderungen nach einem völlig ungehemmten Videobeweis oder einen der von Trainern beantragt werden kann. Wer das will, will eine andere Sportart. Ich werde, das ist mir jetzt schon klar, einen ungehemmten Videobeweisfußball nicht mehr folgen, ich finde schon Neuerungen in anderen Sportarten gräßlich.

Diese Änderungen sind doch fast alle nicht dem geschuldet gewesen,um mehr Gerechtigkeit zu erleben,sondern um die TV Medien zu bedienen.
Wer bei uns die Kampagnen verfolgt wird sehen, die die das am lautetsten fordern sind die Übertragungsmedien wie SKY,die sich davon mehr Einnahmen durch zusätzlich Werbepausen ausrechnen.

Außer Magath und leicht bedingt Heynkes kenne ich niemanden der den Videobeweis fordert, dagegen haben sich erst gerade andere so altmodische wie stanislawski oder Zorc dagegen ausgesprochen.

@hurdie

es kommt bei Deinem Beispiel auf die Art der Infektion an, Aids müsste immer noch anders behandelt werden als eine Erkältung. Und ich sehe die Fehlentscheidungen im Fußball eher als einen grippalen Infekt an, denn als Aids.

Insgesamt lasse ich mich auf die Kompromisslösung Nachschauen bei einigen wenigen Situationen durch einen Oberschiri oder drei Oberschiris ein, alles was darüber hinaus geht, bringt mich weg von diesem Video(fuß)ball.

Übrigens wer meint alles was modern ist sei hipp, dem kann ich nur entgegenhalten,auch Atomwaffen und Atomkraftwerke sind modern und dennoch sollten sie abgeschafft werden.

lg sunny


Treat
21. Dezember 2012 um 12:26  |  135371

Oh, gab´s schon, sorry.


Treat
21. Dezember 2012 um 12:28  |  135372

@apo

Warum genau zielt der Hinweis auf Feldhockey „daneben“?

Ist das eine Tatsache oder nur deine Meinung? Wie ist diese begründet?

Nur, falls du heute noch mal Lust hast, darauf einzugehen, ich sehe später noch mal rein. Aber nur allein die wie eine Tatsache dargestellte Bemerkung, es „ziele daneben“, überzeugt mich nicht, weil mir nicht klar ist, warum.

Blauweiße Grüße
Treat


21. Dezember 2012 um 12:51  |  135374

ist doch gut @hurdi: ich glaube, ich verstehe dich ganz gut. Aber ich glaube nicht, dass , macht man die Tür auf, die Meute aufhalten kann. Das Interesse des Hauptsponsors des Fussballs ist doch, so viel Einfluss wie möglich zu haben. Die werden sich -auf Dauer-nicht mit der reinen Zuarbeiter-Rolle zufrieden geben. Und wo viele Gelder fließen…da..Hat man einmal mit dem „Verflüssigen-Filter“ von Photoshop gearbeitet,ist man gewappnet. Ob betrogen werden wird, weiss ich doch auch nicht.Im Tennis wird auch viel Geld bewegt und bisher scheint alles ganz gut zu laufen, trotz einiger interner Kritiker.- Die Möglichkeiten aber, könnten eventuell gigantisch sein. Reine Spekulation, ohne Frage. -@treat: ich habe das seit zwei Tagen begründet: was soll ich denn noch alles sagen??-Kennst du eine einzige Feldhockey-live-Übertragung zur Prime-time im prime-TV? Nein? Aha. Frage beantwortet. Lufthansa will also nicht 1 Minute vor Schluss des Spiels noch schnell einen spot senden…
Alles nur mein Raunen, zusätzlich zu den offensichtlichen Dingen.
Ich will mit meiner Skepsis ja im Grunde nur gerade jenen etwas begegnen, die so enthusiastisch und nahezu euphorisch das Kameraauge als rein objektives Mittel feiern.
Ich persönlich werde, wie schon oft gesagt, auch weiterhin sky abonniert haben. Ich habe meine Seele schon an ganz andere verkauft 😉


coconut
21. Dezember 2012 um 13:04  |  135378

ccjay // 21. Dez 2012 um 09:29

Ich bin für den Videobeweis oder für die Abschaffung der Zeitlupe im Fernsehen.“

Genau meine Richtung und auch Deine weiteren Ausführungen passen zu meiner Sichtweise.
Erst das aufbröseln jeder evt. strittigen Szene, führt doch zu dieser Diskussion. Nein es würde dabei keine absolute Gerechtigkeit geben. Gibt es diese sonst im Leben? Meine Befürchtung, wenn man immer so weiter macht, haben wir sehr bald keine guten Schiedsrichter mehr. Denn welche/r (gute) Mann (oder Frau) lässt sich gerne öffentlich zum Deppen machen.
Fehler machen alle Menschen, außer die Neugeborenen…… 😉


Silvia Sahneschnitte
21. Dezember 2012 um 13:07  |  135379

Liebe User,
@Weltuntergang
Stelle mir vor, ich bin auf dem Planeten X.Der hat eine Rotation von 8 Stunden. Da geht die Erde alle 8 Stunden unter.
Ein Thema in der „Sauren Gurkenzeit“ wäre für mich auch die Öffentlichkeitsarbeit und Außendarstellung von Hertha. Wie es geht zeigt Union. Die schaffen es heute sogar auf die Titelseite der Frankfurter Neuen Presse, siehe hier:
http://www.fnp.de/fnp/sport/fussball/eisern-union-ist-halt-etwas-anders_rmn01.c.10391967.de.html
Viel Spaß morgen @Henry
Mit lieben Grüßen
Ihre Silvia Sahneschnitte


21. Dezember 2012 um 13:10  |  135380

hmmm…. schade. Mein Bedürfniss nach Anerkennung für meinen Text hat sich leider nicht erfüllt. Naja macht nix. HeHe ich fand ihn gut und das ist die Hauptsache.

Dank an Kontanz für die netten Worte.


Toto7SC
21. Dezember 2012 um 14:07  |  135386

Sport sollte fair sein und Leistung sollte honoriert werden. Wenn jemand beispielsweise ein Tor schiesst, sollte es auch zaehlen. Und wenn mna dafuer fuer 3 Minuten ein Spiel unterbrechen muss, damit sich die Schiedsrichter ein Video anschauen koennen, dann ist es halt so. Wenn sich irgendein Spieler 3 Minuten „schwerverletzt“ auf dem Boden herumrollt, um danach wieder wie Phoenix aus der Asche ueber das Spielfeld zu rennen, beschwert sich auch niemand ueber den zerstoerten Spielfluss.

Man koennte ja auch einen Video-Schiedsrichter einsetzen, der das Spiel am TV verfolgt und im direkten Kontakt mit dem Hauptschiedsrichter steht. Bei strittigen Situation koennte dann die Anweisung des Video Schiedsrichters kommen, das Spiel kurz zu unterbrechen, damit der Video Schiedsrichter sich die Wiederholung anschauen kann.
Das wuerde meistens weniger als eine halbe Minute dauern.


Ben
21. Dezember 2012 um 14:26  |  135391

Lufthansa sendet auch während Auswechslungen und Verletzungen oder vor
Eckbällen keine Werbung.


pax.klm
21. Dezember 2012 um 14:51  |  135397

Danke Toto7SC // 21. Dez 2012 um 14:07, die erste Unterstützung meiner Ausführungen!


hurdiegerdie
21. Dezember 2012 um 15:12  |  135401

@Leuchtfeuer, dein Text ist nett und spassig -> Anerkennung 😉

Ich würde darauf antworten, wenn der Trainer Dardai bei nur einem Videobeweis diesen für einen fragwürdigen Freistoss, der dann auch noch mit hoher Wahrscheinlichkeit von Ronny in die Mauer gedroschen werden würde, vergeudete, dann ist halt der Trainer der Depp.


Stiller
21. Dezember 2012 um 16:29  |  135407

@Leuchtfeuer // 21. Dez 2012 um 11:05

Klasse. So wird’s kommen 🙂


Silvia Sahneschnitte
21. Dezember 2012 um 22:13  |  135432

@Leuchtfeuer brachte mich zum Schmunzeln.
Mit lieben Grüßen
Ihre Silvia Sahneschnitte

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