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(ub) – Reden wir über das noch nicht geschriebene Geschichtsbuch über Hertha BSC. Kapitel ‚Unerfüllte Träume‘. Nein, es geht nicht um den DFB-Pokal. Sondern um den Großinvestor. Genauer gesagt, die seit 2002 anhaltende Suche nach einem Großinvestor. Was unter dem damaligen Manager Dieter Hoeneß begann, hat sich heute in der Führungskonstellation Gegenbauer(Präsident)/Preetz(Manager)/Schiller(Finanzchef) nicht geändert.   Die Größenordnung wird schwindelerregend sein: Es geht um Summen von 75  Millionen Euro aufwärts.  Und die Frage: Wer soviel Geld investiert, wieviel Einfluss will der nehmen? Und unabhängig von der genauen Sume: Welchen Gegenwert für einen Investor kann Hertha eigentlich leisten? In den vergangenen zehn Jahren war die Suche nicht vom Erfolg gekrönt. Aber aktuell hat Manager Michael Preetz, angesprochen auf die Verbindlichkeiten von 42 Millionen Euro,  einmal mehr betont:

Um diese Spirale zu durchbrechen, brauchen wir auch Geld von außerhalb.

Für Euch haben sich, Trommelwirbel und Immerhertha-Tusch, @sunny und @Dan mit  dem Thema befasst. Es beginnt der Erstgenannte.

(@sunny) – Wir streiten uns über Spieler und Trainer, über Manager und Präsidenten, mal mehr, mal weniger, doch ein Thema ist unumstritten: die schlechte wirtschaftliche und finanzielle Situation unseres Vereins Hertha BSC.  Allein die Verbindlichkeiten belaufen sich laut Finanzchef Ingo Schiller zum 30. Juni 2012 auf 42 Millionen Euro. Wir wissen um die Notwendigkeit des Einstiegs eines Großinvestors.

Mehr Hopp? Oder doch mehr Abramowitsch?

Doch welche Art von Großinvestor wünschen wir uns? Einen strategischen Partner wie bisher die Deutsche Bahn?  Einen Finanzier also, der den Verein in Ruhe arbeiten lässt, aber sicher nur begrenzt investieren wird. Oder einen der mehr in die Richtung Abramowitsch, Hopp und Mateschitz, der sich in die Belange des Vereins einmischt, dafür jedoch öfterstief in ihre  Geldschatulle greifen.

Oder wird es hinauslaufen auf einen Konzern, mutmaßlich aus dem entfernten Ausland, der in Deutschland Marktanteile und Popularität erlangen will.  Von der Hauptstadt aus und mit der beliebtsten Sportart im Land, dem Fußball. Der Konzern, der Scheich, wer auch immer,  denkt in Milliarden-Größenordnungen und vor allem perspektivisch.  Mit Hertha BSC ist er vorab wenig bis gar nicht verbunden.

Geld stinkt nicht. Oder doch?

Den Idealpartner der sich nicht einmischt und die Geldschatulle öffnet, wird es nicht geben. Und wenn, wird der sich kaum bei Hertha BSC melden.

Habt ihr moralische Grenzen bei einem solchen Investor? Also darf es niemand sein der Waffen produziert oder Atomstrom? Was ist mit der Wettspiel-Industrie? Oder darf es niemand aus China sein,  den arabischen Ländern oder ein Oligarch aus dem ehemaligen Ostblock insbesondere Russland?

Wie verhaltet ihr euch, wenn diese moralischen Grenzen vom Verein überschritten werden?

Getreu der alten Blog-Weisheit ‚zwei Meinungen sind besser als eine‘ hat sich auch @Dan mit der Causa befaßt. Tusch, sein Auftritt:
(@Dan)  – Wir als Fans blicken wahrscheinlich schon lange nicht mehr durch, wie sich Hertha BSC finanziert. Simple Rechenspielchen wie TV-Gelder, Zuschauereinnahmen, Transfererlöse und Sponsoring gegen die Spielbetriebskosten und Personalkosten sowie Vereinsgelände mit Jugendkosten gegenüber zu stellen, sind vorbei. Wir müssen uns mit Abschreibungen,Verpfändung, Rechteabtritten, unbekannte Mäzen, Fananleihen und sonstige Finanzzaubertricks auseinandersetzen, wenn wir da durchblicken wollen. Doch meist fehlen die Informationen oder Jahre später gibt es mal Info-Häppchen.

Wo landet das Geld vom neuen TV-Vertrag: Bei den Spielern oder bei Hertha?

Von Herrn Schiller und Herrn Preetz vernimmt man dieser Tage in Interviews, dass der “Teufelskreis” der derzeitigen finanziellen Misere nur durch fremdes Geld durchbrochen werden kann.
Auch die Hoffnung auf einen dicken Happen durch die neuen Fernsehgelder im nächsten Bundesligajahr scheint nicht der Weisheit letzter Schluss zu sein, sondern eher ein Problemaufschub.
Wie stellen wir uns aber dieses “Fremde Geld” oder “Investor” vor?  Woher kommt er?  Warum?  Was will er/sie für sein/ihr Geld?  Was wäre der Idealfall in einer Partnerschaft? Was wären wir als Fans und Mitglieder bereit aufzugeben?  Wie sieht die richtige Strategie mit fremden Geld aus? Warum wurde er früher nicht gefunden, als man noch Bundesligist war? Fragen über Fragen.

Ich bin . . .

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77
Kommentare

Dönerteller Versace
27. Dezember 2012 um 14:25  |  135808

1


Icke
27. Dezember 2012 um 14:29  |  135810

Erster.
Klar gegen einen Investor, von dem man sich abhängig macht. Siehe Malaga.


hurdiegerdie
27. Dezember 2012 um 14:30  |  135811

😉


Stiller
27. Dezember 2012 um 14:31  |  135812

Ich bin für einen Verein mit Vereinsmitgliedern und lehne es ab zu jubeln weil Hopp gegen VW ein Tor mehr erzielt hat.

Gegen Investoren die der Verein kontrolliert (und nicht umgekehrt) habe ich nichts einzuwenden.


Kamikater
27. Dezember 2012 um 14:31  |  135813

Alles was kommt nehmen. Das sage ich seit Jahren. Dazu hoffe ich bald mal mehr brauchbares Material aus der Uni zu bekommen.


Stiller
27. Dezember 2012 um 14:40  |  135814

@Kamikater

Für eine solche Einstellung habe ich NULL (!) Verständnis; im Gegenteil: ich möchte hier weder keine sizilianischen, arabischen, rumänischen oder russischen Verhältnisse haben.

Damit meine ich KEINE Ablehnung ausländischer Investoren. Aber investiertes Geld das aus Diktaturen, Steueroasen, Umweltzerstörung, Menschenausbeutung und sonstige kriminellen Quellen stammt sind für mich sofortiger Grund, den Verein zu boykottieren.


berlin
27. Dezember 2012 um 15:01  |  135815

einen vernünftigen haupstsponsor der so um 15 mio pro jahr zahlen würde, würde schon reichen


trikottauscher
27. Dezember 2012 um 15:05  |  135816

…’schmutziges‘ Geld ist nie ’ne gute Grundlage für Geschäfte: niemals! Besonders, da es auch seriös geht…


pax.klm
27. Dezember 2012 um 15:27  |  135817

Bin eigentlich für einen strategischen Partner, der müsste allerdings mehr Geld einfließen lassen als die Bahn. Das sind z Zt nur noch Peanuts. Hertha braucht deutlich richtig Geld, um Alt-Lasten abzubauen und was neues aufzubauen!
Das wird es nicht geben ohne Einflussnahme des Investors!
Also drum, dann bitte aber mit moralischem
Minimal-Gewissen (also nicht ohne), das Land wäre mir egal, oder glaubt jemand ernsthaft in D fände sich so jemand!
Aber keine „Hure“ werden, eher so alte „Lady mit Gönner“. Dann könnte ich das mitgehen (wollen).


pax.klm
27. Dezember 2012 um 15:28  |  135818

Stiller // 27. Dez 2012 um 14:40

investiertes Geld das aus Diktaturen, Steueroasen, Umweltzerstörung, Menschenausbeutung und sonstige kriminellen Quellen stammt

Geht das überhaupt?


Stiller
27. Dezember 2012 um 15:37  |  135819

@pax

Frag doch mal Schäuble, warum er im Rahmen der angepeilten europäischen Fiskalordnung zB beklagt, dass griechische Milliardäre nicht versteuertes Geld ins Ausland bringen, er aber keinerlei Hilfe leistet, um Fluchtgelder, die in Berliner und Münchner Immobilien fließen zu erfassen.
Oder warum er den Vorschlag des niedersächsischen SPD-Kandidaten nicht unterstützt kriminellen Schweizer Banken die Konzession zu entziehen … oder warum Wettanbieter mittels Londoner „Ltd.s“ sogar ganz offen auch im Fußball werben können … oder Gazprom … oder Emirates … oder …


inari
27. Dezember 2012 um 15:58  |  135820

beggars can’t be choosers, right?! wenn ein investor kommt, muessen wir ihn nehmen. dank 50+1 kriegen wir (noch) nicht englische Verhaeltnisse.


Stiller
27. Dezember 2012 um 16:01  |  135821

@inari

Ohne eigenes funktionierendes Geschäftsmodell bleibt Hertha auf immer und ewig ein „beggar“. Und genau das gilt es zu leisten. Nicht mehr. Und vor allem nicht weniger.


moogli
27. Dezember 2012 um 16:07  |  135822

Sport ist Marktwirtschaft, erfolgreicher Sport muss kaufmännisch verwaltet werden. Aber ganz sicher nicht nach dem Motto: wasch mich, aber mach mich nicht nass. Nicht jeder Investor ist kriminell oder korrupt, aber keiner wird viel Geld geben für null Einfluss. Ich würde es verstehen und unterstützen wenn ein Geschäft auf Gegenseitigkeit zu Stande käme


zenturio
27. Dezember 2012 um 16:12  |  135823

Früher habe ich auch mal so gedacht“ bloß kein Investor bloß keine Einmischung in den Verein usw. usw.“Dieses ist bei unseren finanz. Schwierigkeiten und unserer sportlichen Lage aber keine Lösung. Mit alt hergebrachten Sponsoring wie das mit der Bahn und den anderen Sponsor Partnern ist doch in der Realität Spitzensport mit Zielen und Erfolgen doch nur noch bedingt möglich. Dieses gelingt einigen wenigen Vereinen die ein anderes standing siehe Bayern haben, aber nicht uns. Sicherlich muss man irgendwie und irgendwo die 50+1 Regel beachten die garantiert auch irgendwie ausgetrickst werden kann, wenn nicht sogar wird siehe VW. Vielleicht ist auch ein wenig Einmischung von aussen zum Wohle des Vereins und für den Erfolg gar nicht mal so schlecht. Es kommen doch immer nur negativ Beispiele wenn man über Investoren berichtet, aber der Manager von Paris hat das letztens richtig gut erklärt wie man in der Versenkung ähnlich wie wir verschwunden wäre wenn kein Geld geflossen wäre. Hertha hat ca 30000 Mitglieder und weiß ich wieviel Fans und Sympathiesanten und die Mehrheit will Fussball ganz oben und das kann so doch nur bedingt geboten werden. Deshalb sollte man die sogenannte Suche nach einen Investor wie auch immer geartet egal wie und egal woher forcieren. Da sollte man auf pers. Empfindlichkeiten keine Rücksicht nehmen. Wenn ein Gegenbauer den ja diese Kontakte immer mal wieder nachgesagt werden einen Scheich oder eine Fluggesellschaft oder von mir aus eine Waffenschmiede aus Taka Tuka Land anbringt kann er sich doch hier auch ein Denkmal bauen. Gute Marketingexperten würden doch locker eine Strategie oder was auch immer präsentieren können wo alle auch die Stadt von so einer Partnerschaft profitieren würden. Es ist sicherlich nicht leicht so jemanden zu finden aber das muß man sich zur halben Lebensaufgabe machen und verallendingen wollen. Von alleine wird keiner kommen. Also wer Spitzensport will und als Verein “ was ein Wirtschaftsunternehmen ist“ expandieren lassen will dauerhaft oben damit meine ich nicht den Gewinn der CL muss mit sowas in der heutigen Zeit wo sowas immer mehr Normalität wird wollen und auch machen.


b. b.
27. Dezember 2012 um 16:20  |  135824

Wünschen würde ich mir den strategischen Partner. An zweiter Stelle den Imperator mit dem „minimal“ Gewissen. Grundsätzlich wird es für Hertha BSC weiter schwierig bleiben, Gelder in nicht unerheblicher Dimension zu generieren. Einmal liegt es am Verein selbst und zum zweiten an der Stadt Berlin.

Beim Verein liegt es an den handelnden Person. Gegenbauer, Schiller, Hoeness und Preetz. Mehr als eine Dekade immer, wenn auch manchmal knapp, am gestecktem Ziel vorbei und dann immer tiefer in den Strudel. Die handelnden Personen sind augenscheinlich auf hohem Bundesliganiveau Verlierer. Wer will da sein Geld investieren und dann noch ohne Mitspracherecht?

Die Stadt Berlin, Weltklasse in Kultur und Tourismus. Alles andere na ja. Als große Geldplayer tatsächlich nur die DB, Siemens. Mit dem Flughafendesaster wurde Gerüchten zufolge ja schon ein Investor abgeschreckt. Auf vielen Feldern bekleckern wir uns nicht gerade mit Ruhm.

Ich gehe davon aus, mich auf weitere bescheidene Herthajahre einzustellen.


Stehplatz
27. Dezember 2012 um 16:32  |  135825

Wir wollen keinen unmoralischen Investor?
Wer hat hier im Blog kein Handy bzw. sonstige Elektrogeräte, kein Kleidungsstück aus Asien, trinkt keine Coca Cola, kauft kein Essen von Nestle oder grillt nicht mit dem noralem Billigfleisch?!
Maximale monetäre Vorteilsnahme auf der einen und der Anspruch moralische Entrüstung auf der anderen Seite. Gab es da nicht mal ein Wort für? Egal.

Man sollte froh sein, wenn sich jemand findet, der Hertha unterstützt! Ich erwarte nur zwei Dinge von einem Investor: Geld und langfristiges Engagement.


fg
27. Dezember 2012 um 16:40  |  135826

@dan: zum vorthread noch zweimal zustimmung. Die iv hat sich wahrlich erst so entwickelt. Ich vergaß, da die beiden schon gefühlt ob der leistung zum inventar gehören.


zenturio
27. Dezember 2012 um 16:59  |  135827

@ Stehplatz
Sehr sehr guter Beitrag !


apollinaris
27. Dezember 2012 um 17:06  |  135828

Ich achte im normalen Leben einigermaßen auf Moral- ich verstehe niemanden, der jeden Tag Fleisch frißt und sich das nur über Billigangebote gequälter Kreaturen beschaffen kann. Dazuhabe ich mich vor mehr als 10 Jahren entschieden. Ich würde nie bei KICK Klamotten kaufen.- Viele Bereiche kann man einfach nicht umschiffen, das wäre die Quadratur des Kreises-da müsste man auswandern. Ich habe Nokia trotz Zufriedenheit dann boykottiert-aber das ist im Grunde albern, weil ich apple moralisch nicht besser sehen kann oder sonstwen..Aber natürlich kann für mich trotz aller Don Quixotterie die Antwort niemals heißen „anything goes“-Kapitulieren ist nicht meine Methode..Deshalb, verhurt wie ich bin: einen Investor, dem ich einiges an Moral zusprechen kann, der sozusagen der „old econonomy“ angehört, würde ich ertragen können: einen Deichmann, einen Hopp , Götz Werner o.so ähnliche Leute..würde ich eben recht locker akzeptieren-einen russischen Oligarchen oder gar einem arabischen Scheich, der Frauen schändet und im Hintergrund Juden meuchelt-eben nicht.
-Ich würde aber mittlerweile auch zu Hertha stehen, wenn die in der 5. Liaga ihr Ding machen wollen, um sauber zu bleiben. -ich bleibe also Herthaner, es sei denn, sie verkaufen ihre Seele an einen Teufel-dann springe ich ganz schnell ab..


Stiller
27. Dezember 2012 um 17:27  |  135829

@Stehplatz

mit solchen verallgemeinernden „Argumenten“ ködern zB auch Drogendealer ihre Stammkunden … wer hat denn noch nie gekifft … auch mal ein bisschen Spass haben.

Bei Fleisch von Wiesenhof haben große Teile unserer Gesellschaft wahrscheinlich keine Wahl, bei der Bestimmung der Strategie eines Mitgliedervereins doch.

Deshalb habe ich meinen Kindern beigebracht, wo Rauschmittel herkommen und welches Leid und welche Organisation dahinter steckt.

Und was die Arbeitsverhältnisse zB bei FOXCONN (Apple-Produzent) betrifft, so sind sie sehr wohl beeinflussbar. Und Apple hat auch reagiert. Auch wir hatten vor Jahren keine Rauchgasentschwefelung und Dioxine aus der chemischen Industrie im Rhein. Aber darum geht es nicht.

Ich brauche keinen Staatsinvestor bei dem es für Frauen verboten ist, ein Auto zu fahren. Oder wo Demonstranten in den Knast gesteckt werden. Moral und Menschenwürde möchte ich nicht gegen ein fragwürdiges „Vergnügen“ tauschen und keinem Oligarchen Gelegenheit geben, sich hinter dem Deckmantel des Sports ein neues Image (mit Aufenthaltsgenehmigung) aufzubauen.

Ich bin dafür, dass bei Hertha endlich die Hausaufgaben gemacht werden!!!

Wer sich / dem Verein das nicht mehr zutraut, kann sich / seinen Verein doch gleich abschreiben und amerikanisches TV schauen. Da werden die Sportveranstaltungen unterbrochen, damit Werbung gesendet werden kann. Armselig.


moogli
27. Dezember 2012 um 17:33  |  135830

Power Breaking gibt es jetzt auch im deutschen Eishockey, ich finds ok. Ich kann nicht immer nur wollen und keine Gegenleistung erbringen. Das ist für mich Doppelmoral


einervon5
27. Dezember 2012 um 17:47  |  135831

Also wenn ick hier lese ,“wir“müssen den Investor nehmen , sonst nimmt ihn ein anderer, muss ick lachen. Sorry, aber muss das nicht heissen: Entweder der Investor nimmt uns , und wenn wir nicht wollen, dann nimmt „er“ sich einen anderen Klub???


Stiller
27. Dezember 2012 um 17:58  |  135832

@einervon5
… das ist wohl genau so wie mit dem Begriff „Arbeitnehmer“ … 😉


pax.klm
27. Dezember 2012 um 18:00  |  135833

Stiller // 27. Dez 2012 um 15:37

Sorry @stiller, habe mich mit dem Zitat mißverständlich ausgedrückt, ich meinte :
Ist es überhaupt möglich Investitionen in einen „Bereich“ wie Hertha ihn bietet zu tätigen, ohne dass das Geld aus „krummen“ Geschäften kommen könnte? Zumindest in entsprechender Größenordnung! Sollte MP und die anderen üblichen Verdächtigen tatsächlich so etwas hinbekommen, dann ist das wie ein Ritterschlag.


Kamikater
27. Dezember 2012 um 18:01  |  135834

@Stiller

Wir haben hier in Deutschland so enge Möglichkeiten durch die 50+1 Regel, dass die von Dir geschilderten gefährlichen Investoren wohl kaum die Möglichkeiten hätten, in unserem freien Fuß zugreifen. Desweiteren hat @Stehplatz ja schon hinlänglich beschrieben, das ist keine Trennung zwischen sauberen und unsauberen Sponsoren gibt.

Vielleicht vergegenwärtigst Du Dir mal die reelle Finanzsitation unseres Clubs und erkennst, dass Deine Panik beim Gedanken „Investor egal woher“ überzogen ist.

Wir können für jeden froh sein, der kommt. Und wenn es die Russen mit Gazprom, die Kernkraftwerksspezialisten von Siemens oder die pakistanische Krabbelgruppe von Adidas wären.


einervon5
27. Dezember 2012 um 18:10  |  135835

Ja @stiller, guter vergleich! Muss ick immer dran denken wenn ick meinem „Arbeitgeber“ meine Arbeit gebe…aber iglob ick schweife ein bisschen ab…


einervon5
27. Dezember 2012 um 18:11  |  135836

kaufe ein ck und ein Leerzeichen…


Blauer Montag
27. Dezember 2012 um 18:19  |  135837

Investor oder Insolvenz?
Ist dies die alles entscheidende Frage für die Zukunft der HERTHA BSC KGaA in der aktuellen Form?

Spannend bleibt es bis zum letzten Tag des Lizenzierungsverfahrens im Frühjahr 2013, ob und unter welchen Auflagen HERTHA noch ohne neuen Investor die Lizenz für die 1. oder 2.Liga im deutschen Profifußball erhalten wird. Denn die weltweite Suche nach einem Investor wird mindestens so schwierig wie die Suche der Berlin Partner GmbH nach Unternehmen, die sich in Berlin ansiedeln und hier in der Stadt Arbeitsplätze schaffen. http://www.berlin-partner.de/ueberuns.html

Die HERTHA BSC KGaA sucht seit 2002 einen strategischen Investor? Falls diese Suche weiterhin erfolglos bleibt, ist in den kommenden Jahren notwendig der Neustart aus den unteren Ligen des Amateurfußballs, ggf. nach der Fusion mit einem weiteren Berliner oder Brandenburger Fußballverein.


etebeer
27. Dezember 2012 um 18:19  |  135838

Sollte sich Hertha die Chance bieten einen Großinvestor
in den Verein zu holen
wäre es fatal zuviel an
Idealen auf die Waage zu legen.
Das Geld eines Großinvestors stinkt
in unserer globalisierten Welt
so oder so.

Wer und wie weit will man denn
die Moral der Geldgeber
und des Geldes zurück verfolgen?
Ich finde das scheinheilig,
es glaubt doch wohl keiner
das alles was jemals bei Bayer
produziert wurde oder bei VW
nicht auch für Kriege und Diktaturen bestimmt war.


trikottauscher
27. Dezember 2012 um 18:36  |  135839

…als gäbe es weltweit nur Investoren, die allesamt Dreck am Stecken haben?! Nee, nee: so eindimensional sehe ich das nicht! Natürlich würde ich auch (als Verein) wissen wollen, woher evtl. Geld käme und wie (!) es verdient wurde?! Potenzielle Geschäftspartner wollen doch auch vor Vertragsabschluss die (Vereins-) Geschäftsgebahren offengelegt bekommen…
Finde schon sehr bedenklich, wie leichtfertig manche äußern: Geld, egal woher, Moral hin oder her…


apollinaris
27. Dezember 2012 um 18:48  |  135840

wunderbarer Beitrag von dir @stiller. Tut gut, immitten des kompletten Moralverlustes noch ein paar stille Lichtlein zu entdecken-ich bin erschrocken, immer wieder. Und obwohl ich das alles aus der täglichen Anschauung kenne, kann ich mich an diese seltsamen und auch völlig unhistorischen Stellungnahmen nicht gewöhnen. Und bin dann auch reichlich angewidert-hier und da..


Traumtänzer
27. Dezember 2012 um 19:00  |  135841

Hui, schönes Thema. 🙂

Gleich schon mal vorab ein fettes Dankeschön an @Dan/Sunny und natürlich an alle Herthaverantwortlichen aus der Vergangenheit, denen wir es zu verdanken haben, dass wir uns heute mit unseren moralischen Grenzbereichen auseinanderzusetzen haben.

Ich hätte sehr starke Bedenken gegen einen unmoralischen Großinvestor. Viele Herthaner sind, meiner Meinung nach, vom Grunde auf gute Menschen. Sind sehr sozial eingestellt und bereit, auch gegen den Mainstream anzugehen – wenn es sein muss. Der Verein Hertha BSC selbst ist mit seiner Hertha-Stiftung im breiten sozialen Problemfeld engagiert. Das ist die große Klammer, die unseren geistig-moralischen Überbau bildet – ich finde, man kann dann nicht daher kommen und so tun als wäre im Prinzip jeder Großinvestor unproblematisch, nur weil wir die Kohle brauchen. Das widerspricht den Herthawerten, finde ich.

Hier wurde zurecht drauf hingewiesen, dass nicht jeder Herthaner in seinem Alltag völlig politisch korrekt durchs Leben kommt. Richtig. Aber man kann’s da, wo es geht, zumindest probieren. Da gibt es vielfältige Ansatzpunkte. Da, wo es nicht geht, weil einem vielleicht die finanziellen Möglichkeiten fehlen, ist das zu respektieren.

Ich bin für einen strategischen Partner und den dann vermutlich eher zu beschreitenden Weg der kleinen Schritte. Dafür aber bitte gesunde Schritte, um das Wort „nachhaltig“ zu vermeiden, weil es hier kürzlich kritisiert wurde.

Wir sollten uns aber auch einem strategischen Partner nicht willenlos ausliefern. Dieser sollte schon auch ein Interesse an Hertha BSC und an Berlin haben und selbst einem gewissen akzeptierten Wertekanon folgen. Sonst passt das nicht.

An eine Zauberaktion bzgl. der Vereinssentschuldung glaube ich nicht. Wäre ehrlich gesagt auch als Lerneffekt nicht gut! Genauso wie wir es doch alle kritisieren, dass man Griechenland das Geld förmlich hinterher wirft und ahnt, dass das vom Lerneffekt her nichts bringt, so würde es auch bei uns sein. Da ist Hertha BSC ganz Griechenland. Nein, wir sollten uns mit ehrlicher Arbeit durch diesen Widerstand durcharbeiten – dann hat das auch heilsame Wirkung in der Zukunft.


apollinaris
27. Dezember 2012 um 19:07  |  135842

@TT: Die Griechen würde ich , bitte, bitte, hier raus lassen-denn das ist schon doch ne ganz andere Bühne…da sehe ich andere Dinge am Wirken..!
Ansonsten bin ich sehr bei deinem Beitrag.


Stiller
27. Dezember 2012 um 19:25  |  135843

@apo

Da geht es mir ähnlich wie Dir; aber Du siehst, dass es auch viele gibt, die nicht bereit sind, sich um IHREN Fußball enteignen zu lassen.

Ich finde nämlich, dass ich keiner Entertainment-Company oder dem Anlagevermögen von Herrn Abramowitsch bei der Ausübung ihres Business beobachten möchte, sondern den Fußballern MEINES Vereins.

Und die Menschen, die Hertha seit 100 Jahren in Gang halten, sollten ihre Eintrittskarten auch in Zukunft bezahlen können und nicht nur zwischen Werbeblöcken im Proll-TV zuschauen müssen.

Auch Union, mit viel weniger Möglichkeiten als Hertha (aber mit einer belastbaren Idee), haben für Pokal und Derby nicht ins Olympiastadion getauscht und stehen auf Platz 7 und Freiburg und Mainz auf UEFA-Cup-Plätzen in Liga 1.

Wer glaubt, auf die eigene Sanierung und die Entwicklung eines nachhaltigen Konzeptes verzichten zu können hat schon verloren.


Blauer Montag
27. Dezember 2012 um 19:36  |  135845

The World’s Billionaires

Die Liste The World’s Billionaires ist eine seit 1987 jährlich vom US-amerikanischen Wirtschaftsmagazin Forbes veröffentlichte Zusammenstellung, die weltweit alle Personen aufführt, deren geschätztes persönliches Vermögen eine Milliarde US-Dollar übersteigt. Diktatoren und Angehörige von Königshäusern werden nicht in diese Liste aufgenommen. Bei den Zahlenangaben ist zu beachten, dass eine Milliarde im Englischen billion heißt.“

http://de.wikipedia.org/wiki/The_World%E2%80%99s_Billionaires

Vielleicht kann man einen aus dieser Liste als Investor gewinnen.


moogli
27. Dezember 2012 um 19:46  |  135846

@stiller

Was bitte ist Proll Tv?


Derby
27. Dezember 2012 um 19:48  |  135847

@Triko…

Schmutziges Geld ist nie ne Grundlage für Geschäfte….

Quatsch.

Frag mal die Kennedys wo deren Geld herkommt und was sie daraus gemacht haben!

Ein strategischer Investor – erst mal hier bitte eine genaue Definition, was ihr darunter versteht? Zuerst sollten die Begrifflichkeiten geklärt werden.

Ich bin nicht so blauäugig, dass ein Investor bei Hertha einsteigt ohne Mitsprache zu haben. Das sollte – in vorgegebenen Rahmen – auch durchsetzbar sein! Ein Investor der dies nicht macht, wird sien Geld wahrscheinlich nur in Bayern oder Dortmund investieren, vielleicht noch Schlacke – aber nicht bei einer Zweitligamannschaft die dazu noch da Image der grauen Maus, mit zusätzlich beschädigtem Image hat.

Ich warte schon lange darauf, dass wir Hilfe von Aussenbekommen, ansonsten dümbeln wir in der Zukunft weiter zwischen 1 und 2 Liga.

Die einzig andere Möglichkeit wäre eine Kagawa zu finden, oder den Verein erheblich – oder wenigstens annährend – sanieren würde.


trikottauscher
27. Dezember 2012 um 20:04  |  135848

@derby 19:48h
Wenn Du mich schon kritisierst/widerlegen möchtest, bitte sauber u. vollständig zitieren!!!
Ich sagte: „…’schmutziges’ Geld ist nie ‘ne gute (!) Grundlage für Geschäfte: niemals! Besonders, da es auch seriös geht…“
Dazu stehe ich zu 100%. Was kann ich für VW, Bayer, Kennedys & Co.??? Seltsame Argumentation…


TassoWild
27. Dezember 2012 um 20:10  |  135849

http://www.finanzen.net/nachricht/aktien/Rekordgewinn-per-Transfers-BVB-glaenzt-und-zahlt-erstmals-Dividende-2160940

@all:

Warum eigentlich nicht (doch) in diese Richtung denken? Der Großinvestor scheitert m.E. am Produkt Hertha BSC (Management, Strukturen, Markt, Stadion usw.)
Da wäre es mir eigentlich lieber, selbst der Großinvestor zu werden ;o)
Und Aktionäre finden sich doch garantiert in ausreichender Zahl…


tunnfish
27. Dezember 2012 um 20:27  |  135850

Hertha bsc hat kein einnahme sondern ein ausgaben problem. In den letzten 10 jahren 25 mio transferueberschuss auf platz drei in Deutschland und trotzdem „pleiter“ als zuvor. ausgaben in een griff bekommen, dann geht es auch ohne grissinvestor.


Kamikater
27. Dezember 2012 um 20:28  |  135851

Also hier verstecken sich etliche unter dem Deckmäntelchen der Moralkeule.

Was bitteschön verstehen denn @stiller, traumtänzer umd apo unter unmoralischen Investoren und einem „bösen“ gegenüber einem guten Investor?

Da müsst ihr schon mal deutlicher werden, bevor ihr auf andere mit den Fingern zeigt, nur um selbst im guten Licht zu stehen. Denkt mal darüber nach, dass ihr bei diesem Thema selbst den längsten Schatten werft. 😉


Joey Berlin
27. Dezember 2012 um 20:35  |  135852

@Stiller // 27. Dez 2012 um 19:25
»Ich finde nämlich, dass ich keiner Entertainment-Company oder dem Anlagevermögen von Herrn Abramowitsch bei der Ausübung ihres Business beobachten möchte, sondern den Fußballern MEINES Vereins.«

Klingt toll „fundamentalistisch“ romantisierend 😉 … IMHO, aber nicht konsequent zu ende gedacht, oder? Denn selbst bei den Amateuren sind die Adidas, Puma, und Nike Darsteller zu sehen; nee, ohne Geld gibt es nirgendwo einen Sport.
Es gibt natürlich auch andere Sportartikelhersteller, aber ob die politisch und moralisch korrekter* (*soll mal jeder für sich selbst definieren) arbeiten lassen…?!
Derzeit gibt es keinen Interessenten, und auch @sunny & @Dan haben im wesentlichen nur Fragen formuliert. Wenn der Bär einen Namen hat, kann man konkret über seine wertvolle Mitgift verhandeln!
Abramowitsch wäre bei mir auch nicht erste Wahl… aber ein Zurück vor den Sündenfall gibt es auch nicht!

@all, wer Sky Abonnent ist, stellt auch nicht gerade eine moralische Instanz dar. 😉


moogli
27. Dezember 2012 um 20:42  |  135853

Vll kann man hier mal den Begriff Moral definieren. Ich frage mich gerade was moralisch daran ist für erbrachte Leistung zu bezahlen…


linksdraussen
27. Dezember 2012 um 20:45  |  135854

Würde mich auch über moralisch einwandfreies Geld von außen freuen, halte dies aber für wenig realistisch. Selbst unsere heutigen Unterstützer sind nicht über jeden Zweifel erhaben (Bahn, Artemis etc. pp.). Keiner der strategischen Partner der Bundesligavereine hält wohl strengen CSR-Kritierien stand. Am ehesten wohl noch Hoffenheims SAP-Geld. Daher sollte man die moralische Meßlatte nicht zu hoch hängen, wenn man spürbar Geld von außen einwerben möchte.

Am ehesten attraktiv ist die Marke Hertha in der Tat für ein internationales Unternehmen, das in Deutschland noch wenig bekannt ist, aber auf dem Markt öffentliche Präsenz haben möchte und dafür die Plattform Fußball nutzen möchte. Ich sehe aber niemanden im Verein, der eine attraktive Perspektive für Investoren aufzeigen könnte. Eine Fahrstuhlmanschaft oder ein Verein, der im unteren Drittel der ersten Liga rumdümpelt, taugt für ein solches Modell nicht.


jogi-bär
27. Dezember 2012 um 20:47  |  135855

habe letztens im info-radio gehört, dass die immobillien in berlin in abstrusen höhen gehandelt werden da die investoren aus dem ausland (nicht griechenland!) hier die zukunft sehen…… trotz schönefeld etc.
ich denke das problem ist die art und weise wie hertha bsc geführt wird und sich selbst nach außen darstellt.
mit einem manager von internationelen rang (aus der wirtschaft oder politik) würde das anders aussehen.
geld stinkt! jedes geld! egal ob von mc donald oder von einem elektro oder gaskonzern.
wer fussball auf höchstem niveau in berlin, mit hertha bsc möchte, europäischen hauptstadtfussball, der muss, kann eigentlich fast alles geld nehmen. wenn er es dann bekäme! auschluß wäre für mich nur geld welches offensichtlich aus kriminellen quellen kommt.


jogi-bär
27. Dezember 2012 um 20:49  |  135856

wie ist den mit geld aus dem beutel von gegenbauer? moralisch ok oder nicht? frag mal die, die dort arbeiten.


Stiller
27. Dezember 2012 um 20:54  |  135857

@joey

Da liegst Du falsch. Ich bin kein Fundamentalist o. ä. sondern einfach: kein Pudding. Eher das Gegenteil.

Als jemand, der sich mit Märkten ganz gut auskennt, bin ich für klare Regel und Grenzen und gegen Tausch von Beliebigkeit und Einzelinteressen gegen Geld.

Und als Demokrat stören mich solche Aussagen wie: „Alles was kommt nehmen“. Aber das gilt wohl für die allermeisten hier.


fechibaby
27. Dezember 2012 um 21:00  |  135858

Die Putzkräfte vom Gegenbauer sind die ärmsten Säue.
Klarer Ausbeuter!
Unmoralisch!


apollinaris
27. Dezember 2012 um 21:09  |  135859

ich habe einfach wenig Lust dazu, mit Leuten, die Walsers Moaralkeule immer wieder gerne selbst als Keule schwingen, zu plappern. Ich finde es echt peinlich.:@stiller hat doch ziemlich klar umrissen, ich selbst auch ein paar claims abgesteckt, um was es geht: niemand, der vernünftig ist, wird einen moralisch sauberen Partner suchen, sauber im Sinne von „rein“- das ist gelinde gesagt, reine Polemik, wenn die Argumente ausgehen. Hier wurde postuliert: „egal von wem, uns ist alles recht“..daraufhin kommt jemand, der das denn doch etwas differenzieren möchte-und jener schwingt (dann) ne Moralkeule ?( was, genau das ist, weisst du ?)-und jener versteckt sich fernerhin unter einem „Deckchen der Moralkeule“? Abgesehen davon, das dieser Satz, dieses Bild partout keinen Sinn ergeben will, ist auch die Intention nicht sehr fair . Denn nicht „wir“ haben die Extremposition bezogen, sondern du. -Ich bin nicht in einem Fussballblog angekommen, um dann in solchen Fragen bei Adam und Eva anzufangen-das führt eindeutig zu weit. Es zeigt sich einfach, wie extrem brüchig vermeintliche Bruderschaft so ist..Immernoch nicht meine Welt, deshalb gilt mal wieder für mich: ich bin bei dieser Diskussion raus-mögen sie andere führen. Mit mir hat das nichts zu tun.


Bolle75
27. Dezember 2012 um 21:15  |  135860

Strategischer Partner der Bereit ist eine Summe als 15-20Mio über mehrere Jahre zahlt und einmal richtig Geld am Anfang für Perspektivspieler in die Hand nimmt. Oder aber ein Mäzen ala Gegenbauer der aber die Schulden abnimmt und ebenfalls einmal richtig in Perspektivspieler investiert. Idealfall wäre ein reicher Opi der keine Verwandten hat und seine Milliarde der Hertha vererbt. Es gibt keinen Realistischen Idealtypus, egal wer kommt viele werden vieles zu meckern haben.


Treat
27. Dezember 2012 um 21:43  |  135861

@apo und @stiller

Falls es euch tröstet – ich bin da sehr, sehr nah bei euch! 😉

Und wer es gerne richtige verstehen möchte, wird auch keine Schwierigkeiten haben, eure Texte differenziert und sachlich zu finden… 🙂

Ich habe inhaltlich zumindest nichts hinzuzufügen.

Blauweiße Grüße
Treat


Stiller
27. Dezember 2012 um 21:46  |  135862

:-);-):-)


Traumtänzer
27. Dezember 2012 um 22:19  |  135863

@apo
Also, das mit Griechenland sollte doch nur als vergleichendes Bild dienen. Dass das insgesamt noch andere Dimensionen hat, dürfte wohl jedem klar sein.

@kamikater
Verstehe Dich nicht so recht. Wieso verstecke ich mich hinter der Moralkeule? Will ich gar nicht! Ich sage aber, dass ich mit einem Großinvestor, der vielleicht selbst arg in der Kritik steht, nicht so einverstanden wäre. Er muss sich ja nun nicht ausgerechnet unsere Hertha aussuchen, um sich ein besseres Image zu verpassen und womöglich seines auf unser ohnehin schon ramponiertes transferieren. Es sei denn, es wäre GENAU die einzige Konstruktion, über die es überhaupt nur funktioniert: Schlechter Verein (fußballerisch) mit bundesweit grenzwertigem bis gar keinem Image kooperiert mit bösem Großinvestor – das perfekte Paar. Kann ja sein, dass hier einige auf die Zähne beißen könnten und das um des lieben Geldes Willen aushalten würden. Ich nicht so. Ich will kein Wiesenhof hier (obwohl das in Berlin vielleicht sogar noch besser funktionieren würde als in Bremen, weil wir hier nicht ganz so öko sind) und ich will auch keinen arabischen Investor, der Teil eines Systems von unterdrückten Menschenrechten ist etc.
Ich gebe mich da aber auch keinen Illusionen hin: Es wird kaum Unternehmen geben, die nicht irgendeine Leiche im Keller zu liegen haben. Wenn man nur lange danach gräbt, findet man auch was. Ganz bestimmt. Ich möchte aber, dass Hertha trotzdem wählerisch bleibt (auch wenn wir uns das eigentlich fast nicht erlauben können) und nicht bei den erstbesten 15 Mio. zugreift, nur weil’s 15 Mio. sind.

Deswegen mein Plädoyer: Lieber nicht auf den einen großen Schlag setzen, sondern Stück für Stück selbst dran arbeiten, aus der Spirale rauszukommen. Auch wenn’s lange dauert.

Na ja, es wird so oder so Diskussionen geben, wenn der Fall tatsächlich mal eintreten sollte und uns der Verein „jemanden“ präsentiert.


Silberrücken
27. Dezember 2012 um 23:18  |  135864

TassoWild // 27. Dez 2012 um 20:10

Das kann die richtige Richtung sein.

Kennt jemand das Reglement so gut, um sagen zu können, ob bei einer Insolvenz der Verein zwangsweise, und falls ja, in welche Liga, absteigen müßte?

Ich sehe das mal aus der Sichtweise eines Investors und einer möglichen „Story“ des Wiederaufstiegs aus Liga xy. Die Reste von Hertha sind preiswert zu bekommen. Das Schema ist von RB Leipzig und ähnlichen halbwegs bekannt.

Thema Ursprung des Geldes: Versuchen seinen Stall sauber zu halten und möglichst wenig billig kaufen. Das ist schon schwierig genug, manche haben sehr wenig Geld und wollen trotzdem alles haben. Die Zielkonflikte werden sicherlich nicht sofort gelöst werden können. Hilfreich sind Kontaktaufnahmen mit den Herstellern und das Nutzen aller com.


Exil-Schorfheider
27. Dezember 2012 um 23:32  |  135865

@tasso

Glaube nicht an eine erfolgreiche Emission an der Börse. Im Gegensatz zu anderen Vereinen, die noch aufstocken konnten, haben wir es nicht geschafft, die zweite Anleihe komplett an den/die Mann/Frau zu bringen.


Orgelpfiff
28. Dezember 2012 um 0:12  |  135866

Wer sein Geld auf schmutzige Art und Weise verdient, wird oft nicht moralisch, gesellschaftlich oder gar strafrechtlich belangt. Aber dann ist so eine vermögensabschöpfende Maßnahme wie ein Großinvestment bei Hertha doch genau das richtige. Das Geld ist hinterher aber so was von weg. Das kann nicht in weitere schmutzige Geschäfte reinvestiert werden und der Geldwäscheeffekt ggf. über einen Imagegewinn dürfte auch begrenzt sein.
Über das das Geld, das die drei ersten berliner Fußballvereine aus der Reinigungs-, Beton- und Baubranche ziehen, habe ich mir meine Meinung gebildet, da ist für moralische Illusionen wohl kein Raum.
Meine moralische Messlatte bei einem Hertha-Investor läge niedrig. Für mein Gewissen muß es reichen, Tag für Tag mein eigenes Konsumverhalten zu zügeln.


apollinaris
28. Dezember 2012 um 0:13  |  135867

@treat: das hilft in der Tat. Danke.
**
Falls es nicht jeder so genau weiss:
der begriff „Moralkeule“ ist irgendwann in den 80ern geprägt worden: Martin Walser, ein von mir sehr geschätzter Schriftsteller ( bis in die 90er)hat ihn wohl als erster gesagt; anläßlich eines Buchpreises, ich glaube, es war der Friedenspreis des deutschen Buchhandels . In seiner Rede warb er dafür, viele Dinge erstmal abzuwägen, bevor man die Diskussion mit der „Moralkeule“ abwürgt. Damals gab es ein unangenhmes Diskussionsklima: sehr sehr schnell wurde der Wahnsinn des 2. Weltkrieges im Allgemeinen und die Massenvernichtung der Juden im Besonderen in´s Feld geführt, um der Gegenseite die Luft zu nehmen, in bestimmten Themenkreisen: Asylrecht -Israelpolitik, um mal die populärsten zu nennen… Walser wollte damit polarisieren und provozieren: zu seiner Zeit mit einer gehörigen Portion Berechtigung. -Aber irgendwie auch politisch reichlich naiv. Mittlerweile wird Walsers Wort geradezu inflationär gebraucht. Als Erstes sprangen natürlich die Rechten auf diesen Zug..“Moralkeule“ „Gutmenschentum“- das sind so deren „Keulen“, mit denen sie sehr schnell gegen alle vorgehen, die auch nach christlichen oder moralischen Kriterien handeln oder argumentieren oder wenn sie ihnen einfach nicht in den Kram passen. -Ich kann mir nicht vorstellen, dass Walser das so (voraus-)gedacht hatte.. 🙄
Wie gesagt: Moralkeule und Gutmensch..diese beiden Lieblingsbegriffe einer bestimmten politischen clique, sind mittlerweile ne Art geflügeltes Wort auch für politisch eher unverdächtige…aber leider macht dies die Begriffe nicht besser oder gar richtig.-
Wie man aber eine moralische Frage (siehe oben) ohne eine Antwort in moralischen Kategorien bzw. ohne Bezugspunkte beantworten soll,-das bleibt hier gerade im Dunkeln.


Stehplatz
28. Dezember 2012 um 0:20  |  135868

@Stiller
Und mit solchen „Gegenargumenten“ würden wohl nicht mal Drogendealer aufwarten. Selbst ein Drogendealer würde wohl wissen, dass ich keine Argumente genannt habe, sondern Fragen gestellt habe.
Kann man sich moralisch über andere stellen, wenn das eigene Leben von Widersprüchen geprägt ist. „Wir sind besser als die!“ Aber sind wir deshalb gut? Wer ist die moralische Instanz die hier entscheiden kann? Da kann man weit spinnen.

Zu deinen Ausführungen:
Konsum von Cannabis ist wesentlich harmloser als der von Alkohol. Oder hast du von den 1-Euro Parties gehört, wo sich Jugendliche mit Cannabis ins Krankenhaus gekifft haben? Oder zugekiffte Autofahrer, die jährlich tausende Unfälle verursachen. Über das synthetische Zeug muss man nicht diskutieren.

Ein Leben ohne Fleisch bzw. wenig aber dafür hochwertig ist für jeden möglich. Fleisch ist vollkommen unwichtig für eine gesunde Ernährung. Wenn die Kerners und Pilawas mal in die Kameras sagen würden, dass die Deckung Körperbedarfs von Eiweiß über tierische Produkte das Krebsrisiko erhöht, vom Klima ganz zu schweigen, dann wäre die Debatte nicht kann, sondern will ich mir das leisten….

Foxxconn ist ein schönes Beispiel. Nach wie vor sind die Leute schlecht bezahlt, haben menschenunwürdige Arbeits- und Lebensbedingungen. Warum ändert sich das nicht grundlegend bzw. kommt häppchenweise an die Öffentlichkeit. Weil die Leute immernoch ihr iPhone haben wollen, weil es ihnen egal ist. Genau wie die Medien die den Mythos Apple eben ein paar Dellen und Kratzer mitgeben wollen. Da hat sich keiner Altroismus auf die Fahne geschrieben, sondern will die gute Story für die Auflage. Denn gekauft wird das iPhone trotzdem.

Insgesamt waren das nur ein paar willkürlich herausgepickte Beispiele, aber ich wollte das nicht unkommentiert stehen lassen.

@apo
Mir ging es nicht um eine Bankrotterklärung oder Kapitulation vor den Schlechtigkeiten dieser Welt. Wenn man allerdings die Auswahlmöglichkeiten bei der Umfrage liest hebt man schon mal eine Augenbraue.


Kamikater
28. Dezember 2012 um 0:41  |  135869

@apo
Hier ging es nicht um Martin W., sondern um die Tatsache, dass Demjenigen, dem bewusst ist, dass hier ohne Großinvestor die Lichter ausgehen, die unmoralische Denkweise vorgeworfen wird.

Das habe ich bemängelt und genauer nachgefragt, weil ich unter „nehmen was kommt“ weder die Drückerkolonne noch Mafia verstehe.

Wer da kommen kann, weiß ich nicht. Aber ich gewinne lieber mit Abramovich die CL in München, als mir 2015 die dritte Liga zu geben.

Klar muss das jeder unter sich ausmachen. Ich habe gewählt, völlig „unmoralisch“. Es gibt also kein Grund, sich durch irgendwas angegriffen zu fühlen.

Ansonsten ist das Thema spannend. Weil sich alle Fans damit mal so langsam auseinander setzen sollten. Es gibt nämlich kein zurück.


TassoWild
28. Dezember 2012 um 0:46  |  135870

@e-s:
Korrekt. Eine Aktie genießt allerdings eine andere Attraktivität bei Finanz-Investoren. Die Anleihe hat den Charme eines Bundesschatzbriefes [ist nicht böse gemeint], daher auf dem Markt nur geringe Bedeutung.
Ich hatte trotzdem gezeichnet… 😉


Herthas Seuchenvojel
28. Dezember 2012 um 0:50  |  135871

was wir über Moral denken, dem neuen Großinvestor, der hier gewünscht wird, wäre es schnurz angesichts der Tausenden die trotzdem ins Stadion zu strömen
zuallersterst ein Hieb auf die deutsche „Staats“bahn
auch wenn es in den Verträgen so ausgehandelt wurde, im ersten Herthasponsorjahr 7,5 Mio , im ersten Zweitligajahr 4,5 Mio und nun nur noch 3 Mio in echter niederster Zweitligamanier
ein echter Sponsor steht zum Verein oder läßt es
mag dünn klingen, aber angesichts eines staatsfinanzierten Milliardenvereins sollte der Wunsch nach oben zu streben schon vorhanden sein
mag garnicht ausrechnen, wen wir dafür hätten holen können
zweiter Hieb: Großsponsoren
Berlin ist dünn gesät, da Tourismus überwiegt und kaum Industrie vorhanden ist
die wenigen sollte man sich warmhalten, denke da an BMW Spandau etc.
ein „unmoralischer“ Sponsor, der uns die nächsten 5 Jahre sportlich voranbringt, ist mir im Moment lieber angesichts unserer Situation, als jetzt schon etliche genau wegen diesem Thema vorab zu verschrecken
danach darf man gerne wieder weiter selektieren


Kamikater
28. Dezember 2012 um 0:56  |  135872

@stiller
Ausgerechnet Mainz als Beispiel zu nehmen ist ja hammerhart:

Weißt Du wer dort Stadionsponsor ist und kennst Du deren Präsidenten und sein Job?

Das ist ein Paradebeispiel eines Vereins, der seine kleine Landseele gegen den von Dir verstoßenen Gedanken an den bösen Sponsor eingetauscht hat.

😉


apollinaris
28. Dezember 2012 um 2:10  |  135873

das Logikzentrum sitzt bei dem einen oder anderen (..) außerhalb der üblichen Parameter?
***
Frohes Neues Jahr, wünsche ich allen..Und sehr bald melde ich mich dann zurück mit einem Terminvorschlag-ich habe noch ne Wette einzulösen.. 😉


28. Dezember 2012 um 8:54  |  135874

Habt ihr eigentlich die Absicht, das ML-Seminar heute fortzusetzen?


Ben
28. Dezember 2012 um 9:16  |  135875

Perfekter Sponsor für Hertha: Rocawear von Jay-Z. Dem gehören übrigens auch die Brooklin Nets.

Rocawear könnte sich durch die Übernahme eines Marketingtechnisch diletantisch geführten Vereins eine schöne Markposition verschaffen.

Komplett neue Produktlinie, jung, hip…ihr wisst schon…

Am besten Nike, was den hype hinter sich hat und hertha nur Standardprodukte liefert, aus dem Vertrag kaufen, Trikots neu machen mit einem speziell für herthagefertigtem Design mit integriertem Hauptsponsor und schwup würden sich die Trikots auch außerhalb Berlins verkaufen.

Der effekt wäre ahnlich dem den Nike beim Einstieg in Dortmund hatte. Jedes Kind auch ich wollte das Neon Trikot haben und Nike als Hersteller war was ganz besonderes.

Leider hat Jay-Z wohl noch nichts von Hertha gehört und so laufen wir wohl bald eher in Hummel auf.

Nur mal ne Idee was man so machen könnte. .

2. Kein Geld in den Verein sondern vielleicht jemand finden der Geld in ein Heimstadion steckt, so dass sich unsere Attraktivität dementsprechend steigert. Das Olympi haben ja jetzt alle Fuballtouristen gesehen und so langsam könnten wir auch mal Heimspiele haben.


Traumtänzer
28. Dezember 2012 um 9:44  |  135876

Ich stelle mir mittlerweile die Frage, was Hertha einem Großinvestor überhaupt zu bieten hätte.
Ist SportFive nicht auch schon so eine Art Großinvestment? Wenn das weiterhin solche Deals sind, mit denen man sich selbst die Luft abschnürt, hilft das doch auch nicht. Schätze ich. Bei SportFive hat sich eine klamme Hertha drauf eingelassen, sich vielleicht einlassen müssen. Aber durchbricht man mit solchen Deals, vor dem Hintergrund sportlicher Ungewissheit, wirklich den Teufelskreis?
Was also, wenn ich mich in die Lage eines Großinvestors versetzte, wäre für mich überhaupt interessant? Da kommt man doch schnell an den Punkt, dass die werbliche Aufmerksamkeit begrenzt ist, also zumindest auf dem deutschen Markt. Wenn ich also mein Produkt oder meine Dienstleistung pushen will, ist die Frage, ob dies nun ausgerechnet mit Hertha gelingen kann. Ein unbekannter Newcomer würde hier vermutlich auf jeden Kleinkram setzen, der sich als Möglichkeit abzeichnet, d.h. Hertha müsste sich auf Vieles einlassen. Ein eher schon bekannter Großinvestor wäre da vermutlich gelassener, weil es ihm nicht mehr so richtig auf Werbung ankäme. Der möchte vielleicht eher seinem Affen Zucker geben und über die Geldschiene endlich auch mal Fußball-Manager spielen, um sein Lebenswerk zu veredeln. Resultat: Einflussnahme und Plastikfussballteam à la Abramowitsch oder Hoffe. Zudem ist klar, dass wir uns dann künftig über Wettbewerbsverzerrung auch nicht mehr aufregen dürfen, weil wir dann ggf. selbst so ein Verein sind wie Hoffenheim, Wolfsburg oder Leverkusen.

Also, mir wäre weiterhin unwohl dabei, allein schon, weil ich mich nicht mehr über die genannten Plastikvereine aufregen dürfte… 🙂


Exil-Schorfheider
28. Dezember 2012 um 10:07  |  135877

@berthas seuchenvojel

Sorry, drei Mio Ertrag für Brustsponsoring in der Zweiten Liga sind für mich nicht wenig, sondern wohl fast schon Spitzenwert.


Blauer Montag
28. Dezember 2012 um 10:44  |  135878

Nach stundenlangem Brüten bin ich dann doch in der Lage, ein paar Gedankensplitter in die Diskussion zu diesem trübsinnigen Thema zu streuen. Trübsinnig einfach deshalb, weil ich nicht verstehen kann, wie die Geschäftsführer der HBSC KGaA seit 10 Jahren nur operative Verluste erwirtschaften unter der Aufsicht und Mitwisserschaft des Präsidiums. Und nun soll ein neuer Investor dafür Geld einbringen, um die alten Verluste (das negative Eigenkapital) aus der Bilanz verschwinden zu lassen? Öhm jahaa 🙄 …. Ich weiß nicht, ob sich dafür ein Investor findet, oder ob dieser nur bereit wäre, sich an einem neuen Unternehmen, ohne die Schulden der alten KGaA, zu beteiligen.

Unabhängig von dieser Frage sähe ich einen Investor, der Eigenkapital einbringt und mit HERTHA seine eigene Marke stärken will:
A. im Bereich Tourismus (Hotelerie, Airlines, Entertainment)
B. bei ausländischen Unternehmen, welche HERTHA als Vehikel für den Markteintritt in Deutschland nutzen möchten. Die Idee von @Ben weist um 9:16 brillanterweise in diese Richtung.

P.S. Für das Genörgel über den aktuellen Sponsor Bahn AG habe ich NULL Verständnis. Keiner hätte sich beschweren dürfen, wenn die Bahn ihr Sponsoring beendet hätte, nachdem die als HERTHA-Fans verkleideten Randalierer den Sonderzug nach Düsseldorf zerlegt hatten.


fg
28. Dezember 2012 um 11:10  |  135879

Was unterscheidet eigentlich einen großen russischen Geschäftsmann, eine große russische Firma von einer deutschen, chinesisches, amerikanischen, französischen, indischen etc.?

Ist wirtschaftlicher Erfolg in Russland 2012 = Mörder und anderswo automatisch sauber?

Müssten die meisten derer, die so freizügig und engagiert den russischen Oligarchen (weiß jeder auch, was das heißt?) verteufeln, nicht auch längst konsequenterweise aufhören zu heizen?

Aber es ist ja bei uns dank der Medien seit langer Zeit en vogue, gen Osten zu verallgemeinern, und das selten positiv…


Freddie1
28. Dezember 2012 um 11:37  |  135880

@exil 10:07

Stimmt. @kamikater hatte vor einiger Zeit doch mal Link zur Sponsorenliste der Buli reingestellt. Krieg ich mit meinem “ bösen“ Smartphone nicht hin. Meine mich aber erinnern zu können, dass wir auf Platz 2 ( vielleicht 3) in Liga2 liegen. Nur Audi haut mehr raus.


Kamikater
28. Dezember 2012 um 11:45  |  135881

@Traumtänzer
Nein, Sportfive würde von diesem Deal nur dann was abbekommen, wenn sie ihn an Land zögen.

@freddie
http://www.stern.de/sport/fussball/bundesliga/trikot-werbung-so-viel-zahlen-die-sponsoren-an-die-clubs-1883254.html

Das ist zumindest das neueste der 1. Liga.

Ansonsten – Sachen gibts:

In Schweden ist Zlatan Ibrahimovic mit einem eigenen Wort im Duden geehrt worden. „Zlatanera“ bezeichnet die situation, wenn man besonders großen Druck ausübt.

In Sunderland wurden 38 Fans die Dauerkarten entzogen, weil sie gestanden haben.

Und in Leverkusen tobt man, weil Dortmund ein 17-jäjhriges Talent namens Sarr abgeworben hat.

@apo
Da hilft nur ein gemeinsames Bier. 🙂


pax.klm
28. Dezember 2012 um 12:02  |  135882

OT: Geht um Jugendarbeit

Habe mal auf @Kater´s Hinweis zu Bayer ein wenig gegoogelt. Bin dort auf einen link eines Users gestoßen, der zeigt wie Hertha „Jugendarbeit europaweit einzuordnen ist.

was ganz neues das der bvb anderen vereinen jugendspieler wegschnappt.

bevor nun jemand sich gekränkt fühlt weil ich was gegen den bvb gesagt habe:
http://www.sportingintelligence.com/
bvb auf platz 57, selbst 1860 münchen (27) und hertha (23) tun mehr..

[ nachträglich editiert von r3c3r ]

Geht man auf diesen link (englische Sprache)
sieht man schon eine gewisse Spur…
Besonders auch für Dich @hurdie und@sunny.


Stiller
28. Dezember 2012 um 15:23  |  135897

@Pax

sehr interessant. Danke.

Von 42 Vereinen gibt es nur 9, die es nicht geschafft haben auch nur ein TOP-Eigengewächs zu halten. Einer davon ist Hertha.


pax.klm
28. Dezember 2012 um 15:48  |  135898

Stiller // 28. Dez 2012 um 15:23

Andererseits ist Hertha an Position 23 in Europa beim Hervorbringen von Topspielern, etliche hunderte andere bringen quasi keine hervor!
Frage was bringt DAS uns?


Wasi
17. Februar 2014 um 22:05  |  233623

Die Führungsebene ist glücklich.
Hertha-Geschäftsführer Michael Preetz bezeichnete die Vereinbarung als „einen Quantensprung für die wirtschaftliche Seite unseres Vereins“. Finanzchef Ingo Schiller äußerte sich sogar noch euphorischer: „Heute ist der schönste Tag, seit ich bei Hertha BSC in der Verantwortung stehe“, ließ er sich in einer Mitteilung zitieren. [Quelle: http://www.finance-magazin.de/strategie-effizienz/ma/ma-deals-sulzer-aleo-solar-hertha-bsc/ ]
Warum auch nicht. Ist ja auch eine sehr gute Möglichkeit die Schulden zu tilgen.

Gruß,
W.

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