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(mey) – Das heutige Blogthema ist ein kontroverses, und es dürfte für reichlich Diskussionsstoff sorgen. Wir machen weiter mit euren Gastbeiträgen. Diesmal schaut @sunny1703 mal von oben auf den Verein. Er fragt, was es bedeuten würde, wenn Präsident Werner Gegenbauer sein Amt abgeben würde. Wie würde der Klub dann aussehen? Wer wäre die Alternative?

Immerhertha sagt „Danke, @sunny1703!“ und macht die Bühne frei:

Als Einleitung möchte ich Euch einen Link zu einem Beitrag des Tagesspiegels über Werner Gegenbauer vom Mai letzten Jahres einstellen, den ich informativ und objektiv fand. http://www.tagesspiegel.de/sport/hertha-bsc/herthas-praesident-werner-gegenbauer-nur-verlieren-kann-er-nicht/6678968.html

Wie das damals ausgegangen ist , wissen wir. Am Ende muss auch ich als Kritiker der MV zugeben, der Dickschädel, meinetwegen auch die Loyalität des Präsidenten zu Michael Preetz hat sich ausgezahlt. Wir spielen wieder da wo wir hingehören, in der 1. Bundesliga!

Mit diesem manchmal sehr unterschätztem Präsidenten, mit Ingo Schiller, dessen Einfluss und Wissen über das was im Verein passiert sehr weitreichend ist, mit Micha Preetz, der nun in der 1.Liga zeigen muss, ob er seine sportlichen Lehren aus den letzten Abstiegen gezogen hat und Jos Luhukay als Trainer mit Konzept, scheint Hertha wirklich gut und damit auch erstligatauglich aufgestellt zu sein.

Doch wir wissen auch, eben genau von den beiden Abstiegen, welch ein vermutlicher sportlicher Drahtseilakt bis zum Klassenerhalt auf uns zukommt. Es sei denn, Hertha mutiert zur Frankfurter Eintracht der neuen Saison.

Und wenn es dann doch wieder schief geht? Ein Trainer, ein Geschäftsführer Sport, selbst ein Finanzchef sind bei Hertha ersetzbar, doch wie geht Hertha ohne diesen Präsidenten?! Momentan scheint er geradezu unersetzbar, vor allem dann, wenn er auch noch wie vermutet viel Geld in den Verein gesteckt hat. Doch macht WG weiter im Falle eines erneuten Abstiegs?

Wer könnte Gegenbauer ersetzen?

Was ist dann mit seinen Geldern? Vor allem aber, gibt es jemanden, der ihm nachfolgen könnte? Hat er selber da schon jemand im Auge, also egal ob Abstieg oder nicht!?

Daher meine Fragen an Euch:  Könnt Ihr euch unsere Hertha ohne Werner Gegenbauer vorstellen? Macht er auch im Falle eines erneuten Abstiegs weiter?

Wüsstet Ihr jemanden, der ihm nachfolgen könnte?

Wäre ein wenig mehr „Opposition“ im Team Gegenbauer vielleicht nicht doch sinnvoll?

Und übergeordnet: Wie kann Hertha mehr solcher „1.Liga Menschen“ für wichtige Posten bei Hertha begeistern?

Vielleicht habt Ihr, liebe Blogchefs, ja ein ausführliches Interview mit dem Präsidenten geplant. Das könnte ein wenig Aufklärung bringen.

Anmerkung von unserer Seite: Auf der Mitgliederversammlung hat Präsident Werner Gegenbauer kürzlich gesagt, dass es einen dritten Bundesligaaufstieg mit ihm nicht geben wird. Heißt: Steigt Hertha erneut ab, schmeißt er hin.


53
Kommentare

rasiberlin
14. Juni 2013 um 17:01  |  174007

🙂


todde
14. Juni 2013 um 17:07  |  174008

silber?


todde
14. Juni 2013 um 17:07  |  174009

😉


Colossus
14. Juni 2013 um 17:09  |  174010

Bronze?


cameo
14. Juni 2013 um 17:51  |  174012

Zitat: „Anmerkung von unserer Seite: Auf der Mitgliederversammlung hat Präsident Werner Gegenbauer kürzlich gesagt, dass es einen dritten Bundesligaaufstieg mit ihm nicht geben wird. Heißt: Steigt Hertha erneut ab, schmeißt er hin.“

Kann auch heißen: Steigt Hertha erneut ab, bleibt er Präsident, aber Hertha steigt nie mehr auf.


Huhuquasten
14. Juni 2013 um 18:13  |  174013

Kann aber auch heissen:
Hertha steigt nie wieder ab!


King for a day – Fool for a lifetime
14. Juni 2013 um 18:58  |  174014

Ich war und bn immernoch der Meinung dass der Präsident eines Fusballvereins Ahnung vom Fussball haben sollte.
Genauso wie der eines Eishockeyvereins von Eishockey, der eines Volleyballvereins von Volleyball, der eines Landes von seinem Land usw.

Werner hat desöfteren betont dass er gar nicht wirklich Ahnung hat.
Schön dass er wirtschaftliche Beziehungen hat (die uns aber bis heute noch keinen „dicken“ Sponsor an Land ziehen konnten) und er ein bischen was im Sparschwein hat – uns daraus offensichtlich schon das ein oder andere Mal die Lizenz gesichert hat.
Hut ab dafür!
Aber wie soll ein Präsident, der wiegesagt zugibt selbst wenig Ahnung zu haben, beurteilen was die jeweiligen Leiter eines Bereichs machen ?
Da kam es nicht überraschend dass er nach dem letzten Abstieg meinte „Preetz ist der richtige Mann. Der weiss was er tut“ (so in etwa formuliert)

Ich hab auch ein wenig Ahnung von gewissen Dingen. Für mich wäre es also durchaus kein Problem jemanden davon zu überzeugen was ich da rede/mache.
Wundert mich also nicht dass er Preetz z.B. zu 100% vertraut. Er weiss/kann es ja selbst nicht besser.

Und genau das war der Grund warum ich echt kurz davor war ihn nach dem letzten Abstieg abzuwählen.
Nur wurde mir noch mehr Angst und Bange, je näher die MV im Mai 2012 rückte.
Die Kandidaten mit ihren Pseudokonzepten sorgten dafür dass ich mich fragen musste, ob es nun besser oder noch schlimmer wird.
Und wenn man sich das schon fragen muss, dann hinterfragt man generell.

Ja, wir sind wieder erstklassig. Mit Werner … mit Micha.
Alles richtig gemacht ?
Ich weiss nicht … zumindest das grosse Ziel erreicht, ja.
Die nächsten Krisen und temporären sportlichen Dellen werden in Liga 1 mit Sicherheit schneller kommen als Herr Zander „nur nach Hause“ aussprechen kann.
Dann wird unter Garantie auch der Micha wieder nervös – dann muss der Werner erneut den Micha bewerten.
Und da sind wird wieder an dem Punkt: Wie will unser Präsident objektiv urteilen, wenn ihm die selbst eingestande Fachkompetenz fehlt ?


Zu den Fragen:
Natürlich kann ich mir Hertha auch ohne Werner vorstellen, wenn Optionen da sind.

Wer ?
Rehakles … ?
Ich glaub der hat weltweit Ansehen, von welchem Werner nur träumen kann. (Ich kannte Werner nicht bis er eben da war)
Vermutlich weniger wirtschaftliche Kontakte, dafür aber eben Ahnung von Fussball und Ansehen.
Allerdings halte ich ihn nicht mehr für ganz so „frisch“ für so ein Amt. Ist gar nicht mal despektierlich gemeint …

Calli Calmund ?
Ansehen und Konatke ohne Ende.
Sympathischer Typ. Eines der letzten „Schwergewichte“….. so oder so …

Opposition ist immer gut
Davon lebt die Demokratie.

Und mehr begeistern …
Hatten wir neulich zum Thema Publikum anziehen schon:
Sportlicher Erfolg!


Etebaer
14. Juni 2013 um 19:06  |  174015

Seit der Saison 2009/10 sind 7 Vereine aus der 1.Bundesliga abgestiegen (2012/13 lassen wir aus).
Von diesen 7 Vereinen sind 2 wieder aufgestiegen: Frankfurt, Hertha.

Vereine wie Köln, Lautern, St.Pauli und Bochum haben es nicht geschafft und reihen sich ein in die Geschichte gescheiterter 1.Ligisten, wie 60 München, Cottbus, Duisburg.

Die direkte Rückkehr war in den letzten Jahren die Ausnahme und wäre ohne die stabilisierende Hand des Präsidenten wohl kaum gelungen.
An Preetz festzuhalten war bis hierher mutig und richtig.

Es konnte endlich der richtige Trainer geholt werden und ich hab keine Vorstellung mit welchen Engelszungen man J-Lu besprochen hat, damit er trotz allem nach Berlin kommt.

Hertha wurde mit finanzieller Kreativität wirtschaftsfähig gehalten.

Ich seh keinen in der bekannten Opposition, der ähnliches erreicht hätte.

Von hier an, so wie Hertha sich jetzt aufstellt, kann der Weg nur Bundesliga heissen, dann wird auch die Ära Gegenbauer, Preetz eine entsprechend positive Würdigung erfahren und vielleicht der Beginn der neuen Hertha sein.

Viel Erfolg!


Etebaer
14. Juni 2013 um 19:17  |  174017

PS: Für Hertha wärs gut, wenn irgendwer im Stab die Rolle des Querdenkers übernimmt, der auch mal sagt, wenn der Kaiser nackt ist…

Konsenz führt immer nur zu der schlechten Lösung, mit der zwar alle Leben können, aber niemandem gedient ist.


Hertha69
14. Juni 2013 um 20:03  |  174019

Hallo,

also erstmal war ich zu Zeiten von D.H. nicht unbedingt ein Befürworter von Herrn Gegenbauer, dies hat sich nun geändert.
Ich fand bzw. finde seine ruhige Art mit den entstandenen Problemen umzugehen einfach richtig, seine Politik der ruhigen Hand hat uns doch vor einigen Dingen bewahrt, die ich gar nicht ausmalen möchte.
Ich war auch auf dieser unsäglichen Mitgliederversammlung, und wusste nicht ob ich, bei dieser Opposition lachen oder heulen sollte.

Trotzdem würde ich eine fundierte Opposition begrüßen, da auch ein Präsident mal „Anregungen“ von aussen braucht, die auch mal konstruktiv sein dürfen.


hurdiegerdie
14. Juni 2013 um 20:07  |  174020

Die Erfolgsbilanz von Gegenbauer liest sich in etwa wie die von Preetz, ausser dass er in seinem ersten Jahr noch Favre hatte 😉


Ursula
14. Juni 2013 um 20:43  |  174023

Ich möchte mich besser HIER, auch anderswo
zu dem Menschen, dem „Vereinsvorsitzenden“
und „UNTERNEHMER“ Werner Gegenbauer;
noch dazu in Verbindung mit seinen partei-
politischen „Seilschaften“ zu Steuersündern
und von mir so bezeichnet, „Finanzstraftätern“,
keinen Deut besser als Uli Hoeneß, BESSER
nicht äußern……

….oder glaubt JEMAND, das „WG“ selbstlos
und aus Gemeinsinn, aus Liebe zur Hertha
diesen JOB macht und seine „Unterstützung“
völlig „zinslos“ und uneigennützig war und ist???


fechibaby
14. Juni 2013 um 20:45  |  174024

Ohne Gegenbauer und seine Millionen würde es unsere Hertha vermutlich nicht mehr geben.

Ich wünsche allen morgen beim Finale der U 17
viel Spaß!!

Ha ho he Hertha BSC


Hermsdorfer
14. Juni 2013 um 20:49  |  174025

@ Ursula
Wie heißt denn das Zeug was du nimmst ?


ubremer
ubremer
14. Juni 2013 um 20:55  |  174026

@ursula,

verweise auf unsere Serverprobleme und meinen Kommentar von heute, 11.52 Uhr.
Habe eben noch mal in diversen Ordnern geschaut (waiting for moderation, Spam) . . . dort ist nix von Dir zu finden.

Eigentlich verschwinden hier keine Kommentare. Ob das aber möglich ist, wenn ein komplett neuer Server installiert wird (wie heute Vormittag geschehen) . . . ?

Falls Deine Text just in dieses schwarze Loch entschwunden sein sollten, kann ich nur sorry sagen.


flötentoni
14. Juni 2013 um 20:56  |  174027

BeiDalliDalli hätte Rosi 1x BESSER abgezogen 🙂


Ursula
14. Juni 2013 um 20:57  |  174028

@ ubremer, danke für die Replik!


bluekobalt
14. Juni 2013 um 21:01  |  174029

….oder glaubt JEMAND, das “WG” selbstlos
und aus Gemeinsinn, aus Liebe zur Hertha
diesen JOB macht und seine “Unterstützung”
völlig “zinslos” und uneigennützig war und ist???

Nö! Muss er das?


Ursula
14. Juni 2013 um 21:14  |  174031

@ flötentoni, und ich dachte, doppelt, und
dann großgeschrieben, hält besser….


King for a day – Fool for a lifetime
14. Juni 2013 um 21:15  |  174032

Ja @ bluekobalt

Die Spieler tun dies ja schliesslich auch 😉


flötentoni
14. Juni 2013 um 21:17  |  174033

Besser is das .-)


hertha-phil
14. Juni 2013 um 21:52  |  174035

Erst mal vielen Dank, sunny, für den gelungenen Beitrag. Auch der link zum Hintergrundartikel des Tsp ist für mich sehr hilfreich gewesen.

Anfangs war ich kein „Freund“ Gegenbauers – aus dem, was ich lesen konnte, erschien er mir wie einer der Industriellen, die sich als gesellschaftliche Dekoration einen Vereinsvorsitz angeln wollen. Speziell in der letzten, schwierigen Zeit hat er für mich positives Profil gewonnen.

Auch in der Bundesliga gibt es Präsidenten, die in kritischen Situationen in Aktionismus verfallen oder den Medien gefallen wollen. WG hat an Preetz festgehalten, weil er von ihm überzeugt ist. Das finde ich vernünftig. Und auch wenn er sich im Profifußball nicht als Experte sieht – da steht er nicht allein da (H96, Wolfsburg, VfB,…) – Menschenkenntnis muss er schon haben, wenn es ihm in anderen Situationen gelungen ist, gute Führungspersönlichkeiten zu finden. Deshalb finde ich auch die hier manchmal vorgebrachten Vorwürfe, Preetz sei zu hektisch in der Krise gewesen, aus unserer Entfernung etwas sehr spekulativ. Das konnte WG definitiv besser beurteilen und sich alle Argumente darlegen lassen.

Wenn Gegenbauer auch Geld in den Verein investiert hat, spricht es für ihn, darüber nicht zu reden. Das macht ihn mir viel sympathischer als z. B. Kühne beim HSV.

Für den Verein und für WG würde ich mir wünschen, dass es weitere Personen geben würde, die weniger als Opposition denn als konstruktive Mitstreiter ihm mit Wohlwollen zur Seite stehen. Aus einem derartigen Kreis von Führungspersönlichkeiten könnte dann ein Nachfolger aufgebaut werden, denn jeder tritt auch mal ab – und dann sollte es kein Vakuum geben. Das kann auch nicht in Gegenbauers Interesse sein.

Das finde ich etwas schade, dass er das nicht selbst sieht und aktiv versucht zu fördern. Das ist wohl wiederum mit seiner Abneigung gegen Teamwork zu erklären. Schade, aber wer ist schon perfekt?

Insgesamt finde ich, dass Hertha mit der Führungsmannschaft zur Zeit eine gute Figur abgibt.


apollinaris
14. Juni 2013 um 22:52  |  174038

ein Text gestern von mir zum Tagesthema war auch im schwarzen Loch verschwunden…
zum heutigen Thema: toller sidestep, aber schwer zu retournieren.-
Man muss auch nicht immer etwas geraucht haben, nur hin und wieder Zetung lesen, lieber @Hermdorfer.- Trotzdem denke ich, wir haben einen hemdsärmeligen Präsidenten, der gut zum Dampfer Hertha passt. Wir hatten wirklich schon viel unympathischere und anrüchigere Typen zum Präsidenten. Wir können „nicht meckern“, und viel mehr erträgt ein echter Berliner sowieso nicht. Klar ist, dass ich mir viel mehr interessante Leute in der Führung wünsche und auch ein paar dufte Oppositionelle und Querdenker. Aber backen können wir die nun mal nicht..


b.b.
14. Juni 2013 um 22:55  |  174040

@sunny, gelungener Beitrag, Danke dafür. Zu WG sehe ich der Zeit keine Alternative. Eine nur ansatzweise ordentlich aufgestellte Opposition ist nicht in Sicht.

WG gleicht seinen selbst geäußerten fehlenden Sachverstand mit Fachleuten in der zweiten Reihe aus z.B. Andreas Schmidt. Er wird nicht blind Michael Preetz folgen, auch wenn er von diesem überzeugt ist. Nicht jeder, der oben steht und Verantwortung trägt, muss sich unbedingt 100 % im Tagesgeschäft auskennen.

@ King, ich finde schon, wir haben einen dicken Sponsor mit der DB, der uns auch in schlechten Zeiten treu geblieben ist. Auch hieran wird WG seinen Anteil haben. Ferner auch am Verbleib unserer Premiumpartner. Spielt unser Team erfolgreich wird auch noch mehr Sponsorengeld zu generieren sein. Der BVB hat meines erachtens die ganz dicken Sponsorenverträge auch erst mit und durch den sportlichen Erfolg an Land ziehen könne.

Einen Nachfolger baut WG doch schon mit Thorsten Manske auf, zu dem ich aber keine Aussage machen kann.

Meine Meinung, ohne WG geht derzeit und auch schon die letzten Jahre, gar nichts. Natürlich ist nicht alles Gold was glänzt. Auch ich hab mich auf der MV von ihm ziemlich überrollt gefühlt und trotzdem bekam er meine Stimme, was ich nicht bereut habe.


kraule
14. Juni 2013 um 22:59  |  174042

25.!


Nemo
14. Juni 2013 um 23:48  |  174046

Ein interessantes Thema, das sunny da angestoßen hat. Danke dafür!

In meinen Augen sollte ein Präsident die Richtung des Vereins vorgeben und die Arbeit der wichtigsten Personen im Verein im Auge haben. Bei Hertha also Preetz für den sportlichen Teil und Schiller für den finanziellen.
Außerdem sollte das eine Arbeit im Hintergrund sein. Für die einzelnen Ressorts können die jeweiligen Verantwortlichen sprechen.

All diese Punkte erfüllt Werner Gegenbauer hervorragend. Als Berliner Geschäftsmann kennt er die Stadt und weiß, wie ein Unternehmen zu führen ist. Und das ist Hertha mittlerweile.
Ich finde gerade gut, daß er nicht aus dem Fußball kommt. So hat man eine ganz neutrale Sicht auf die Dinge und ich bin überzeugt davon, daß er genug Leute aus dem Fußball kennt, mit denen er sich mal beraten kann.

Gerade die ruhige Art und Weise ist es, die ich außerordentlich an ihm schätze. Da wird sich auch nicht wie in vielen anderen Vereinen und auch bei der Hertha früher vor jedes Mikro gedrängt.

Wenn er tatsächlich eigenes Geld in den Verein gesteckt hat, finde ich das bemerkenswert. Natürlich ist er kein reiner Wohltäter. Das Geld wird er dann vermutlich auch wiederhaben wollen plus Zinsen. Aber es gibt mit Sicherheit wesentlich leichtere Dinge, sein Geld arbeiten zu lassen.

Ok, ich kann es nicht mehr verbergen: Ich bin sehr zufrieden mit unserem Präsidenten! 🙂


hurdiegerdie
15. Juni 2013 um 1:03  |  174051

Solange mich niemand widerlegt macht Gegenbauer das bei Hertha ehrenamtlich. Laut Wikipedia sitzt er in mehreren Gremien.

Warum er das macht, weiss ich nicht. Ob ein solcher Posten bei Hertha ehrenamtlich sein sollte, wage ich zu bezweifeln.

An seinem Herz für Hertha zweifele ich nicht. Alternativen zu ihm sehe ich nicht, nicht auf einem ehrenamtlichen Posten. Aber ehrenamtliche Posten sind Sch… viel Arbeit, niemals ausreichend Zeit und man ist immer der A…. Und das auf mehreren ehrenamtlichen Posten? Warum sollte man das tun?


Das ewige Talent
15. Juni 2013 um 1:52  |  174054

Ich würde sogar soweit gehen und sagen, dass, wenn Werner Gegenbauer nicht mutmaßlich privates Geld in unseren maroden Verein gesteckt hätte, es wohl nicht mal mehr diesen Blog hier geben würde. Kann das sein?
Also, mir wird das eigentlich fast zu selbstverständlich hier auf der Liste abgehakt, dass da vielleicht ein paar Millionen geflossen sind. Schaut Euch doch an, wie das mit den Geldzuschüssen an anderer Stelle läuft. Beispiel 1860 oder unser Lieblingsvereim 1899 Hoffenheim. Dafür läuft das doch bei uns echt noch vglw. geräuschlos. Und das ist gut so.
Und falls wir aus der Schuldenfalle mal raus kommen sollten, fände ich es auch in Ordnung, wenn er Geld zurück erlösen kann.
Ich glaube ihm, dass er Herthaner ist, sonst würde er sich diesen ganzen Mist mit diesem Verein nicht antun. Denn mal ehrlich: So geil sind wir nun wirklich nicht, wie wir momentan aufgestellt sind. Von daher hat er meinen vollsten Respekt, dass er sich mit Hertha nun schon seit ein paar Jahren die blau-weiße Kante gibt. Und gratis obendrauf gibt es Kritik von den letzten Vollpfosten im Verein. Welcher Mensch, der noch ganz bei Trost ist, tut sich das an?

Es ist eine enorme Verantwortung, einen solchen Verein zu führen und eine mutige Entscheidung, in unserer sportlichen Situation der letzten Jahre, weiter auf Konsolidierung zu setzen. Er könnte ja auch gnadenlos auf den Durchlauferhitzer “kreditfinanzierte Königstransfers“ setzen, um kurzfristig aus dem Schneider zu sein, aber bringt uns das weiter? Keine Ahnung.

Ich finde zudem, dass er bei der Wahl-MV mit seiner Preetz-Ansage Haltung bewiesen hat – wer hat denn heutzutage noch eine Haltung?

Momentan gebe ich zu, habe ich auch Schwierigkeiten, einen potenziellen Nachfolger zu sehen. Natürlich, niemand ist unersetzbar, aber Manske ist es auch (noch) nicht oder?
Möge uns eine solche Nachfolge-Entscheidung bitte noch etwas erspart bleiben.

Thema Opposition: Es hat doch niemand etwas gegen sachlich vorgetragene Kritik. Wenn es was gibt, raus damit! Was erhoffen sich denn einige von institutionalisierter Opposition im Verein? Ich verstehe den Grundansatz davon nicht. Steckt da ein prinzipielles Misstrauen dahinter, dass im Verein immer alles falsch gemacht wird und nur Opposition so etwas aufdecken kann?

Abschließend: Ich glaube, wir werden auf Sicht mehr Gegenbauers für den Verein nur dann rekrutieren können, wenn wir als Verein in seriöse Fahrwasser geraten. Dann sind wir auch für gute Leute attraktiv, die eine emotionale Bindung zum Verein aufbauen werden. Entwickeln wir uns eher zum Krawallverein, werden wir auch eher Krawalltüten und Knallchargen da vorne aufm Podium sehen.

Also auch hier zeigt sich: Die Strategie der Kontinuität könnte auch in diesem Bereich hilfreich sein.

So, tut mir leid, ich kann anscheinend keine Kurzbeiträge.


DerClon
15. Juni 2013 um 3:18  |  174055

@Das ewige Talent 01:52

Sehr gut!
Bin genau deiner Meinung. 🙂

Schön wenn man nur lesen und nicht schreiben muss. 😀


Kamikater
15. Juni 2013 um 9:29  |  174076

Es ist ganz schwer etwas über Werner Gegenbauer zu sagen. Wir alle wissen nicht wie viel Geld im Verein hat, wir mutmaßen nur.

Das macht ihn ein ganzes Stück weit im Positiven wie auch im Negativen zu einer ominösen Figur.

Positiv ist natürlich festzustellen, dass wir momentan Ruhe haben im Verein. Negativ ist, dass wir bis heute keinen strategischen Investor unter der passiven Regie von Herrn Gegenbauer haben.

Und wir wissen deswegen auch nicht, ob wir keinen strategischen Investor haben, weil Werner Gegenbauer passiv regiert.

Fakt ist, ebenso wie wir finanziell im schwachen Fahrwasser sind, sind wir zweimal auf und zweimal abgestiegen. Und das muss dann jeder selbst für sich bewerten, wie er das findet.

Mir wäre im Sinne des Vereines wohler, wenn ich wüsste, dass Herr Gegenbauer in den nächsten Jahren diesen strategischen Investor findet und sich auf ein paar Jahre hin aus dem Verein heraus zieht.

Denn ich glaube zu lange Zeit an einer einzigen Person festzuhalten, die derart starke Machtstrukturen vorweist, ist für keinen Verein gut.


Nemo
15. Juni 2013 um 10:20  |  174078

Allen Zuschauern beim U17 Finale heute viel Spaß. Macht ordentlich Stimmung! 🙂

Wäre gerne dabei gewesen, muß aber heute arbeiten. 🙁


Herthaber
15. Juni 2013 um 10:22  |  174079

Kritik ist immer da gut angebracht, wo sie bewiesenermaßen berechtigt ist. Nur immer nörgeln und alles in Frage stellen, ohne Alternativen darzulegen, ist pure Polemik.
Es wäre schön, wenn die, die über WG bzw. MP nur die negativen Aspekte diskutieren, auch mal die positiven Dinge ansprechen würden. Das wäre zumindest sportlich fair.
Letztendlich hat auch die Mannschaft einen erheblichen Anteil am AUF und AB unseres Vereins.


apollinaris
15. Juni 2013 um 10:28  |  174081

@ewige Talent: ich sage zu allen deinen Thesen,:sehe ich anders. Dein Stil gefällt mir sehr, weil man sich auseinandersetzen kann. Kann ich jetzt leider nicht, weil ich zum Amateustadion muss..Vielleicht später dann doch noch eine Replik.
Bin heute sehr bei @kamikater.


Ursula
15. Juni 2013 um 10:43  |  174082

@ kamikater, ich gehe noch einen Schritt
weiter und behaupte, dass die „passive“
Regie, wie Du sie nennst, die der Werner
Gegenbauer mit „vernetzten Machtstrukturen“
besetzt, eher noch ein Hindernis, eine
Hemmschwelle , gar ein „No Go“ für evtl.
strategische Partner darstellt!

Ich nenne es mal so, seine „stille Präsenz“
lässt Hertha im permanenten „Status quo“
(über)leben, aber auch vor sich „hin siechen“…..

Die Gegenprobe konnte bisher LEIDER nicht
gemacht werden….

Übrigens Glückwunsch zu Deiner renovierten
Wohnung, nunmehr ohne Jesuskreuz….!?


15. Juni 2013 um 10:54  |  174083

Juten Morgen Freunde,

wo kann man die Hertha Bubis im TV/Internet live schauen? Gibt’s irgendwo ein Stream?


15. Juni 2013 um 10:59  |  174084

@hallo Ursel,

von welchen Steuersünden von GB sprichst Du? Hast Du nähere Daten ?
Gruss,

von der Plumpe


15. Juni 2013 um 10:59  |  174085

meinte natürlich WG, wat solls 😉


Nemo
15. Juni 2013 um 11:03  |  174086

@ Ursula: Ich denke, daß es für einen strategischen Partner wesentlich interessanter ist, in einem Verein zu investieren, wo Ruhe und Verläßlichkeit in der Führungsebene herrschen.
Das ist bei Hertha gegeben. Sehe nicht, wo das ein Hinderungsgrund sein sollte.

Die Frage ist nur, was ein Investor will. Vermutlich reichlich Mitspracherecht und den bekommt man in einem gut aufgestellten Verein eher weniger.
Wenn man richtig erfolgreich ist, kommt man auch an andere Investoren ran, die mit der puren Partnerschaft zufrieden sind.


Kamikater
15. Juni 2013 um 11:17  |  174091

Im Verein hat man zwar Ruhe, aber die vielen verklausulierten Finanzstrukturen verderben jedem Investor die Lust, weil ein potentiell investierter, eigene Anteil an Hertha, durch die vielen Schulden, die in zig verschiedenen Konstrukten noch auf Jahre hinaus versteckt liegen, nicht zu beziffern ist.


L.Horr
15. Juni 2013 um 11:26  |  174093

…. mein Thema , danke sunny !

Formal muß ein Präsident kein ausgewiesener Fachmann seines Bereiches sein.

Als Präsident steht er dem Präsidium vor und deligiert seine Geschäftsführer welche über die jeweiligen Kompetenzen verfügen.

Als Regulativ zum Präsidenten existiert der Aufsichtsrat und nicht zuletzt die Mitglieder.

Zum Vorwurf Gegenbauer würde sich bei Hertha bereichern und Reputation fischen möchte ich folgendes anmerken.

Gegenbauer hat bundesweit einen sehr guten Ruf und seine vielfältigen Aktivitäten waren immer geräuschlos , dafür um so erfolgreicher.

Stellvertretend nenne ich mal sein Engagement beim Istaf , bei der IHK und seinen diversen kulturellen Verantwortlichkeiten in Berlin.
Zuden wurde vor einiger Zeit seine Firma zur qualitativ besten Ausbildungsstätte Berlins gekürt.

So einer bräuchte Hertha nicht um sich selbst aufzuhübchen und das Präsidentenamt ist ein Ehrenamtliches.
Selbst seine Facility-Firma betreut nicht das Olympiatadion , wahrscheinlich vorausschauend um Spekulationen nach Günstlingswirtschaft den Saft zu rauben.

Meine generelle Frage nach einem strategischem Partner für Hertha beantwortete mir Gegenbauer vor 31/2 Jahren sinngemäß wie folgt :

Auf dem nationalem Markt sehe er keine passenden Partner , selbst im EU-Raum wären die Aussichten kaum gegeben.
Sein Augenmerk liege im asiatischem Raum weil dort das entsprechende Kapital vorhanden ist.
Zudem existieren dort bei den Unternehmern Investitionsgedanken welche dem Charakter einer „Strategischen Partnerschaft“ eher entsprechen als jener Finanz-Investoren welche mit eindeutigen Exit-und Renditeabsichten zu ködern wären.

Weiter betonte Gegenbauer , eben weil der Exit-Gedanke fehlen sollte , eine strategische Partnerschaft langfristig ausgelegt ist und das vom Investor eingebrachte Kapital längerfristig Gültigkeit besitzt , Hertha aber auch längerfristig von ähnlichen Einnahmen ausnimmt.

Das Einstiegskapital eines strategischen Investors ist also folgerichtig höher wenn dieser in eine sportlich erfolgreiche Mannschaft einsteigt als in einen Zweitligisten , deshalb ist nicht nur das aufspüren eines Investor wichtig sondern auch der Einstiegszeitpunkt.

Dies gilt es zu harmonisieren !

Bezüglich seiner Wiederwahl :

Ich finde es nicht nur legitim sondern auch völlig ausagekräftig , wenn Gegenbauer bei seiner Kandidatur Ziele aber auch Voraussetzungen nennt unter denen meint sein Mandat auszufüllen.
Hier war es das Festhalten an M.Preetz , unmissverständlich vorher ausgesprochen und die MV erteilte ihm vor dem Hintergrund dieser Ansage das Mandat.

Mehr Demokratie geht nicht , klare Verhältnisse !


Ben
15. Juni 2013 um 12:07  |  174101

Demokratie bei Hertha…


Ben
15. Juni 2013 um 12:10  |  174102

Im Übrigen: Ich schreibe nun als „Tsubasa“ weiter.

Ben ist Geschichte. ..


Tsubasa
15. Juni 2013 um 12:13  |  174104

Gibt es heute einen Stream vom Finale ?


coconut
15. Juni 2013 um 12:18  |  174105

Manch einer braucht halt seinen blau-weißen Elfenbeinturm….

Von mir nur soviel:
Gegenbauer hat die (All-)Macht übernommen als er DH abservierte. Das Resultat seiner bisherigen Herrschaft:
2 Abstiege, 2 Aufstiege.
Daraus resultierend wurden die Schulden von rd.30Mio auf >40Mio getrieben.
Eine wahre Erfolgsgeschichte.
Das sind simple Fakten.
Ob er dabei mit ruhiger Hand oder Hektisch den Verein sportlich gegen die Wand gefahren hat, spielt eine eher untergeordnete Rolle.

Für mich nun wahrlich kein Grund Fähnchen zu schwenken oder Hosianna zu rufen…


L.Horr
15. Juni 2013 um 13:33  |  174114

@coconut ,
Elfenbeinturm hin oder her .

Wenn Du´s anders siehst , hau doch mal deine glaubhaften Alternativen raus mit „Wem“ , „Wann“ und mit „Welchen“ Schachzügen es anders gelaufen wäre ?


Ursula
15. Juni 2013 um 13:37  |  174115

@ Ursel, nee @ Hanne Sobeck, ich habe
nicht von IHM als Steuersünder gesprochen!!

Das kann ich NICHT beurteilen und an den
Gerüchten beteilige ich mich auch nicht!!

Ich habe von parteipolitischen Verbindungen
gesprochen, sage ich mal so s. o., zu bekannten
„Finanzstraftätern“, wobei ich auf Anhieb
nicht einmal weiß, ob die ALLE verurteilt
worden sind….?

Das wechselte von Haftstrafen auf Bewährung
und wieder Freisprüchen, weil die Gerichte
schlecht ermittelt hätten, und weiß der Geier!?

Eine Krähe…..

Ansonsten bin ich wieder einmal bei der
„Kokosnuss“! ZWEI sportliche Abstiege
und Potenzierung der Verbindlichkeiten
um weit mehr als 25 %…….

Übrigens Klasse „Tsubasa“! „Ursel“ ist auch
nicht mehr, ab morgen „Kilimanscharo“
oder nennt mich einfach nur noch „Berg
des bösen Geistes“….

Schönes Wochenende!


Das ewige Talent
15. Juni 2013 um 13:38  |  174116

@apollinaris // 15. Jun 2013 um 10:28
Schön und gut, dass Du ALLES anders siehst als ich, aber da würde mich dann natürlich schon auch konkret interessieren, was, wo, wie genau? Also, etwas mehr Diskussionsfutter wäre gut.


Ursula
15. Juni 2013 um 13:45  |  174117

@ Das ewige Talent, ich sehe leider auch
ALLES anders als Du, aber habe z. Z. keine Zeit
näher darauf einzugehen! Ich unterstelle mal
der „apo“ auch nicht, sonst würde er!

Ansonsten (siehe oben) wollte ich mich zu
diesem Thema auch nicht äußern! So gesehen,
habe ich schon viel zu viel „abgesondert“…..


Das ewige Talent
15. Juni 2013 um 14:00  |  174119

@Ursula // 15. Jun 2013 um 13:45
Ist doch völlig in Ordnung, wenn Ihr Sachen anders seht. Aus Diskussionssicht wirken solche einfachen Aussagen wie „Ich sehe alles anders“ (ohne weitere ausführende Erläuterungen) aber natürlich etwas mager. Nun gut, vielleicht kommt wenigstens von @apollinaris noch etwas dazu.


apollinaris
15. Juni 2013 um 23:26  |  174243

@das ewige Talent: es kommt noch was, an dieser Stelle. Hab Geduld, war heute den ganzen Tag unterwegs und gearbeitet..und jetzt 16 Bilder für immerhertha auf flickr veröffentlicht..morgen abend kommt meine replik, nichts weltbewegendes. Natürlich nicht.
🙂


Dan
16. Juni 2013 um 11:56  |  174267

Typen wie Werner Gegenbauer sind am aussterben bzw. nur noch selten anzutreffen.

Da von 36 Vereinen in den beiden Ligen nur wenige einen strategischen Partner haben, sehe ich das Problem weniger bei den „Machthabern“ in den Vereinen, sondern eher bei den strategischen Partnern. Wenn man sich schon in eine Abhängigkeit begeben will, dann für eine Menge Kohle, einen seriösen Partner und eine langfristige Bindung.
1860 zeigt uns auf was so auf dem „Partnermarkt“ ist und wie sich ein „Schnellschuss“ wegen finanzieller Bedrängnis auswirken kann.

Ich bezweifle aber auch nicht, dass Werner Gegenbauer solange es geht die Machtverhältnis im Verein halten will. Die Vita seiner Firma zeigt ja auf, dass er los lassen konnte / musste aber „er“ dann später doch die Kontrolle wieder erlangte.

Was Hertha BSC ohne Gegenbauer wäre, ist schwer zusagen.
Ihn triff eine Mitschuld, D.H. solange gewähren zu lassen um dann vielleicht zu spät die Reissleine zu ziehen. Das dann mit dem angeordneten und auch von vielen Fans gewünschten Sparkurs der sportliche Niedergang, trotz bundesligareifem Personal, einher ging war fatal.

Ich glaube, dass er den nachhinten losgegangen Sparkurs mit privaten Geldern, von sich und anderen, stützt.
Es ist Geld, dass Hertha BSC die Lizenz sichert.

Da ich nicht in seinen Kopf schauen kann, kann ich nur schreiben wie es bei mir rüber kommt. Er übernimmt Verantwortung in Form von „Hilfe“ sowie Kampfeswillen und nicht in Form von Aufgeben und sein Amt zur Verfügung zu stellen.

Das bei einem dritten Abstieg, er aber als „Figur“ verbrannt sein wird, erkannte er schon auf der letzten MV.

Was dann kommen würde, will ich mir nach der letzten Präsidiumswahl nicht vorstellen. Ob Herr Manske dann schon reif wäre, kann ich nicht beurteilen. Aus der Ferne empfehle ich aber an seiner Redegewandheit einschließlich Betonung zu arbeiten. Ansonsten rennen ihm die Mitglieder nicht nur beim Vorlesen der Vereinszahlen davon. 😉
Ob Herr Thomas noch soviel Rückendeckung von der damaligen Opposition bekommt bezweifle ich.
Viele sind von seiner damaligen Kehrtwendung auf der MV enttäuscht.

Was wird also nach Werner Gegenbauer folgen? Spannende Frage, aber eigentlich hoffe ich, dass aus sportlicher Sicht, dass vorerst kein Thema mehr sein wird.


17. Juni 2013 um 1:08  |  174345

@ewige Talent: in aller Kürze meine Gegenthesen bzw. meine Kritik an deinen Thesen:
– du stellst am Anfang deiner Rede die rhetoische Frage „gäb´s ohne Gegenbauer vlt. gar keine Hertha mehr „(und damit diesen blog). Was sich so toll uns ehrfuchteinflößend anhört, ist aber erstmal nur eine Behauptung, die nicht wirklich belegt ist. Ich bin aber durchaus bereit, dies in Teilen zu glauben. Und dennoch würde ich außer einem „Danke“ nichts Weiteres daraus ableiten können, was sunnys Thema anbelangt
– Hoffenheim und Hopps Milliarden-Engagement damit zu vergleichen, fällt mir sehr schwer.
– warum sagst du, dass Gegenbauer sich mit Vollpfosten aus dem Verein nicht rumplagen müsse? Wer ist Vollpfosten und warum? weil er nicht pro-Gegenbauer ist?-Gewagte und schwächste Stelle deines Beitrages 😉
– Die Parteinahme von Gegenbauer für Preetz und die Verquickung seiner Wahl mit dem Schicksal Preetz ( im übertragenem Sinne) kann man positiv als Haltung, als moralisch integre Verhaltensweise Preetz´gegenüber interpretieren. In Ordnung. Nicht wirklich falsch wäre aber hier auch die umgekehrte Sicht dieser Situation…
– ob eine Opposition wünschenswert wäre und die Qualität der Vereinsarbeit voranbringen würde?- Na, selbstverständlich! Ohne ein gutes Team, das hart und fair verschiedene Standpunkte abwägt, gibt es überhaupt keinen Fortschritt in der Arbeit. Ohne Korrektiv, ohne qualitativ gute Kritik an der eigenen Arbeit, besteht die Gefahr der sprichwörtlichen Vereinsmeierei, der Postenschacherei, sprich der Betriebsblindheit. Bayern München hat immer sehr starke Persönlichkeiten im Hintergrund gehabt, die auch mal den offiziellen Kurs hinterfragten etc.
Das ist doch eigentlich ne Binsenweisheit..
Aber bei Hertha gibt es , sorry Herr PBohnbach, eine recht dünne Schicht von starken Persönlichkeiten. Immer wieder bei den MV´s zu bewundern, wenn die Reden gehalten werden. Ich weiss, wie schlimm das auch bei anderen Vereinen (OFC ..u.v.a.m.) häufig so ist. Hertha BSC ist aber Berlins Vorzeigeklub..und da staune ich dann doch , dass es buchstäblich NIEMANDEN außer dem Herrn Gegenbauer gibt, der auch nur im Entfernten in Betracht käme. Das sähe ich gern mittelfristig verändert. Würde der Reputation auch nicht schaden (und damit bei der Suche nach weiteren potenten Sponsoren)
Opposition und Kritik ist immer sinnvoll. Allerdings sollte sie natürlich Qualität haben..Man kann sich das alles nicht backen.Man kann aber z.B. @kamis Argumente auch nicht aus der Welt wünschen..


Das ewige Talent
17. Juni 2013 um 8:49  |  174354

Danke, @apollinaris // 17. Jun 2013 um 01:08
(übrigens auch an @Dan, dass Du noch nachträglich etwas in dem Thread geschrieben hast) – damit kann man doch arbeiten. 🙂

Natürlich ist meine Eingangsfrage unbelegt. Genauso wenig weiß ich/wissen wir, ob er überhaupt Millionen in den Verein eingeschossen hat. Aber der Verdacht liegt halt nahe.

Den Vergleich zu Hoffenheim, aber noch vielmehr den zu 1860 München finde ich sehr treffend, weil es eben sehr gut zeigt, worauf man sich einlässt, wenn man nach dem großen Investor ruft, der aber dann doch mehr machen möchte als die Rufenden vorher dachten. Was das mit einem Verein machen kann, zeigen die Beispiele doch gut. Aber klar, es gibt auch Gegenbeispiele (Leverkusen, Wolfsburg – hier läuft das zumindest etwas besser)

Ich sage nicht, Gegenbauer müsse sich nicht mit Vollpfosten rumplagen, sondern genau das Gegenteil. Warst Du nicht auf der Wahl-MV vor einem Jahr? Da gab es eine deutliche Häufung jener Vollpfosten zu sehen. Es hat auch nichts mit Pro-/Contra-Gegenbauer zu tun, sondern es ist dieses sehr eigene Selbstverständnis dieser Leute, wie aus ihrer Sicht der Verein funktionieren müsste. Und dass ich da mit meiner Wahrnehmung nicht alleine stehe, zeigen dann auch die Reaktionen der Vielen, denen das – trotz gewisser sogar vielleicht vorhandener Gegenbauer-Abwahlwilligkeit – selbst das dann auch zuviel war. Insofern finde ich meinen Punkt an der Stelle gar nicht den schwächsten. Gut, wenn die Wortwahl „Vollpfosten“ daneben lag – reden wir halt von den latent „Anstrengenden“ im Verein, die zwar meinen es besser zu wissen/können, aber bei genauem Hinschauen auch nichts auf die Reihe bekommen.

Thema Opposition: Ich stelle ja gar nicht die positive Funktion von Opposition als solcher in Abrede, ich fragte nur, was dieser merkwürdige Wunsch nach einer eher institutionalisierten Opposition immer zu bedeuten hätte. Hertha BSC ist eben kein Parlament und in der MV sitzen keine Abgeordneten, die sich in Fraktionen organisiert haben. Ich glaube, das vergessen halt einige manchmal. Aber wie gesagt, wenn jemand gute Gegenvorschläge hat – immer her damit!

Zur dünnen Personaldecke habe ich meine These geäußert. Das steht und fällt mit der weiteren Vereinsentwicklung. Verläuft die eher besser (seriöser), kriegen wir auch bessere Leute. Zwar sind wir der größte Fußballverein in Berlin, aber wir haben in den letzten Jahrzehnten auch mit den größten Mist verzapft. So etwas setzt sich halt fest in den Köpfen.

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