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(ub) – Immerhertha und zwei starke Themen an diesem Freitag. Der Vorthread, der kürzeste Liveticker der Blog-Historie zum Gütetermin in der Sache ‚Christian Fiedler vs Hertha BSC‘ ist weiter aktuell.

Aber hier lässt Immerhertha die Meinungen los. Der Test von Hertha BSC am Samstag gegen Rasenball Leipzig in Dessau hat für einigen Wirbel gesorgt (Paul-Greifzu-Stadion, 15 Uhr). Nicht nur auf der Mitgliederversammlung im ICC im Mai, auch hier im Blog dieser Tage.  @SirHenry schlug vor, eine Pro- und Contra-Diskussion über Spiele gegen RB Leipzig zu machen. Er übernimmt den Part pro RB. @f.a.y. hat sich freundlicherweise bereit erklärt, den Standpunkt  contra RB zu formulieren. Ring frei, getreu dem Motto Ladys first beginnt @f.a.y. – Tusch, Trommelwirbel, los geht’s . . .

Contra RB: Tango gegen den modernen Fußball

(f.a.y.) – Hertha BSC bestreitet im Rahmen der Vorbereitung auf die 1. Bundesliga am 13. Juli ein Testspiel gegen RB Leipzig. Die organisierten Fans von Hertha haben in Gesprächen mit den Verantwortlichen versucht, dies zu verhindern, was misslang. Daher haben sie sich dazu entschieden, das Spiel zu boykottieren. Nun stellt sich die Frage, warum RB Leipzig für viele organisierte Fans ein derart rotes Tuch ist. Hier der Versuch einer Erklärung:

Red Bull agiert im Falle RB Leipzig nicht wie ein klassischer Sponsor wie zum Beispiel die Bahn bei Hertha, sondern hat einen maroden Verein einfach komplett übernommen. Red Bull hat vom damaligen Leipziger Fünftligisten SSV Markranstädt die Lizenz, vom FC Sachsen Leipzig die jeweils erste Jugendmannschaft überlassen bekommen und sich parallel die Namensrechte am Leipziger Zentralstadion gesichert. Damit hat der Marketingfuchs, Gründer und Besitzer des Konzerns, Dieter Mateschitz, zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Zum einen den ersehnten Schritt in den bundesdeutschen Fußball geschafft, zum anderen die tiefe Sehnsucht der Sachsen nach randalefreiem Profifußball gestillt. Denn die 1. Liga samt Champions League wurden von Beginn an als Ziel ausgegeben.

Zu diesem Thema sagt Mateschitz in einem Interview mit der WELT 2007:

Mateschitz: Von Herrn Abramowitsch unterscheidet uns so gut wie alles. Ich treffe Entscheidungen als Geschäftsführer und Marketingverantwortlicher für die Marke Red Bull, nicht aus einer Passion heraus. Auch sind wir weder Mäzen noch klassischer Sponsor. Wo wir uns sportlich engagieren, sind wir integriert, übernehmen die Verantwortung für die sportliche Leistung und wollen die Identität von Marke und Sport schaffen. Wenn unsere Mannschafen gewinnen, heißt es, die Red Bulls oder die Roten Bullen haben gewonnen. Gewinnt Real Madrid, sagt niemand, die Siemenser hätten gewonnen. Wir wollen keinen Scheck abliefern und dann von Präsidenten und Funktionären abhängig sein.

Wie konnte so eine „Übernahme“ im Schatten der 50+1 Regelung überhaupt funktionieren? Die Probleme mit dem Sponsorennamen im Vereinsnamen, laut DFB Statuten nicht erlaubt, umging man mit zwei einfachen Tricks:

Der Trick mit dem Namen

Red Bull suchte sich einen Verein in der 5. Liga, also einer Amateurliga. Diese unterliegen dem jeweiligen Landesverband und nicht direkt dem DFB.

Der offizielle Vereinsname trägt im Gegensatz zu den Vereinen in New York und Salzburg nicht „Red Bull“ im Namen, sondern heißt RasenBallsport Leipzig. Dennoch ist immer nur von RB Leipzig und den „Roten Bullen“ (wer kann Englisch?) die Rede. Auch das Red Bull Logo musste nur minimal abgeändert werden, damit es vom Verband anerkannt wurde.

Dass der Verein und der Sport zu einem reinen Marketinginstrument und 90 Minuten Product Placement degradiert wurden, scheint zumindest die 30.000, die zum Aufstiegsspiel kamen nicht weiter zu stören.

Apropos Verein. Theoretisch kann man bei RB Leipzig natürlich Mitglied werden, es handelt sich ja offiziell um einen Verein. Die Mitgliederzahl wird zwar nicht kommuniziert, es soll aber unter den rund 350 Mitgliedern wohl nur sieben bis neun stimmberechtigte Mitglieder geben. Die Zahlen variieren, auch hier hält man sich wie bei allen Belangen des Konzerns bedeckt. Bekannt ist nur, dass all diese Mitglieder hochrangige Funktionäre von Red Bull sind. Und dass diese über einen Mitgliedsantrag (Jahresgebühr 800€) abstimmen.

 Das scheinheilige Argument mit dem Ost-Fußball

Red Bull hat sich aus wirtschaftlichen Interessen für das Experiment Fußball entschieden und geht das, wie alle anderen Geschäftsideen akribisch und professionell an. Im Gegensatz zu „den Scheichs“ aus dem englischen Fußball ist alles durchdacht und vor allem sind alle Posten mit Fußballfachleuten besetzt. Es wird nichts dem Zufall überlassen und die Wahl fiel nicht auf Leipzig, weil man etwas für den Fußball und die Region dort tun wollte. Die Wahl fiel auf Leipzig, weil sich der Verein bei Red Bull fast angebiedert hat und die vorher kontaktierten Vereine Fortuna Düsseldorf und Sachsen Leipzig kein Interesse hatten, beziehungsweise die Fans der Vereine sich vehement gewehrt haben. Allein die Tatsache, dass Red Bull in Düsseldorf einsteigen wollte zeigt, dass es weder um Förderung einer profifußballarmen Region geht, noch um den Osten.

Das Konstrukt RB Leipzig halte ich für ebenso schlimm wie das Projekt Hoffenheim oder Wolfsburg, weil hier eine wichtige Regelung des DFB/ der DFL ganz offen umgangen wird und somit Wettbewerbsverzerrung stattfindet. Schlimm ist nicht die Tatsache, dass Konzerne oder Einzelpersonen sich auf den beliebten Volkssport stürzen, um ihre Einnahmen oder ihren Einfluss zu vergrößern. Das müssen sie ja aus kapitalistischer Sicht schon fast tun und es ist dieselbe Motivation, die auch echte Sponsoren umtreibt. Schlimm ist, dass von DFL und DFB Regeln aufgestellt werden, die am Ende nur für einige gelten, nicht aber für alle. Schlimm ist, dass über kurz oder lang viele anderen Vereine eben dieses Schlupfloch auch nutzen wollen werden. Schlimm ist, dass zum Beispiel Hertha irgendwann mitziehen oder untergehen wird. Schlimm ist, dass wir als Fans darauf keinen echten Einfluss haben werden, wenn sich das Karussell Fußball immer schneller dreht.

Alle, die gerne Fußball sehen um des Sports willen werden sich irgendwann entscheiden müssen, ob sie weiter mitfahren oder ob ihnen schlecht wird und sie aussteigen. Ich für meinen Teil kann nur sagen: Ich werde Hertha weiterhin bei so vielen Spielen wie möglich unterstützen, auch gegen Marketingtools wie RB Leipzig, wenn sie mal in der Liga oder im Pokal aufeinandertreffen. Sollte mein Verein aber einen Deal wie Hoffenheim oder Markranstädt zeichnen, bin ich raus. Dann gucke ich mit meinem „Wider den modernen Fussball“ Shirt 4. oder 5. Liga und vielleicht lege ich mit @sunny einen flotten Tango in der gewinnspielfreien Halbzeitpause hin.

– – – – – – – – – – – – – – – –

Es folgt die Gegenmeinung zugunsten des Aufsteigers in die Dritte Liga, verfasst von @SirHenry. Tusch, Trommelwirbel, los geht’s . . .

Pro RB: Tradition schiesst keine Tore

(SirHenry) –  Der Leibhaftige ist hinter uns her, es droht nichts Geringeres als der Untergang des Fußballs.

Wenn es um Argumente gegen RB Leipzig geht, wird nicht lang abgewartet. Da wird nicht mit feiner Klinge gefochten, sondern es werden die großen Kaliber in Stellung gebracht und scharf geschossen.

Da geht es um den Fußball an sich. Da sehen die Skeptiker die Werte des Spiels auf dem Scheiterhaufen der Kommerzialisierung geopfert.

Das Ganze erschließt sich dem unbedarften Zuschauer nicht auf den ersten Blick. Der sieht nämlich weiterhin 22 Jungens da unten einem Ball hinterherrennen.

Nein, man muss schon eine Weile dabei gewesen sein, in der Fankurve sozialisiert, sich durch langatmige Mitgliederversammlungen gequält und wenigstens einmal den Weg nach Meppen hinter sich gebracht haben. Dann gelangt Fan offensichtlich in eine Art höhere Sphäre, die ihm erst den wahren, den unverstellten Blick auf den Fußball ermöglicht.

Kommerz als Totengräber des Fußballs

In einer kruden Mischung aus Traditionalismus, Antikapitalismus und (Eigen-)Vereinsliebe kommt der Initiierte dann zu dem Schluss, was in der Szene Konsens ist: Kommerzialisierung ist der Totengräber des Fußballs. Konsequent werden dann Feindbilder aufgebaut und gepflegt. Dazu gehört alles, was dieser Entwicklung mutmaßlich Vorschub leistet: der Einstieg von Hopp in Hoffenheim, die Entwicklung von viagogo oder eben die Strategie von Red Bull in Leipzig.

Da wird dann beklagt, dass die „Retortenklubs“ die alten Vereine verdrängen würden. Leider wird nie erläutert, wie viele Spielzeiten, Titel, Abstiege, Europacupduelle und verpasste Chancen notwendig sind, um aus einem schlichten „Verein“ einen „Traditionsverein“ zu machen.

Es wird auch fein unterschieden zwischen einem „normalen“ Sponsor wie der Telekom oder Evonik, und den bösen „Einflussnehmern“ vom Schlage des Volkswagen-Konzerns, der SAP oder eben Red Bull.

Warum nun ausgerechnet Sponsoren wie der Deutschen Bahn oder der Telekom höhere Glaubwürdigkeit und lauterere Absichten in Sachen Fußball zugesprochen werden, als Red Bull, erschließt sich mir nicht. Hier wie dort geht es dem Sponsor um nicht mehr und nicht weniger, als mit Hilfe des Vehikels Fußballverein seine Markenbotschaft an den geneigten Zuschauer zu bringen.

Dass es in der Bundesliga einige Vereine gibt, darunter auch Hertha BSC, deren Partner und Sponsoren ganz oder teilweise im Staatsbesitz sind (Bundeswehr, Deutsche Bahn) bzw. einen großen Teil ihrer Einnahmen aus Subventionen beziehen (Solarfirmen), ist schlimm genug. Es sei hier aber nur am Rande erwähnt.

RedBull als konsequente Entwicklung

Soll nun Red Bull der Vorwurf gemacht werden, dass sie die gegebenen Rahmenbedingungen maximal ausreizen? Bestimmt nicht. Was Red Bull macht, ist lediglich die konsequente Weiterentwicklung des Sponsorenmodells. Wenn, dann gehören dem DFB einige Fragen gestellt, der die Entwicklung verschlafen hat. Red Bull ist ja als Vereinsname nun wahrlich kein Neuling, siehe Österreich.

Zurück zu den Zuschauern von RB Leipzig: 30.000 kamen zum Relegationshinspiel gegen Sportfreunde Lotte. Ich behaupte, den meisten von ihnen ist die Vereinsstruktur sehr egal. Die sind der ideologischen Grabenkämpfe zwischen Lok und Chemie Leipzig überdrüssig. Die wollen endlich wieder Bundesliga in ihrer Stadt sehen und dafür nicht nach Berlin, Nürnberg oder Hannover fahren müssen. Red Bull bietet ihnen genau das. Die nächsten Jahre werden zeigen, ob das Modell erfolgreich ist oder nicht.

Denn es wird natürlich seine Zeit dauern, bis sich eine gewachsene Fanszene etabliert. Na und? Bei Hertha konnten sich in den dunklen Neunzigern die Zuschauer mit Handschlag im Stadion begrüßen. Heute haben wir dauerhaft einen Schnitt von über 40.000. Warum sollte das in Leipzig nicht auch möglich sein?

Die Beispiele Leipzig und Hoffenheim sollten den etablierten Teams in den oberen Spielklassen eine Warnung sein, dass es nicht reicht, sich auf Traditionen auszuruhen. Tradition schießt keine Tore. Die Vereine dürfen Entwicklungen nicht verschlafen, müssen sprichwörtlich am Ball bleiben. Es reicht eben nicht mehr aus, der alte Platzhirsch zu sein. Das Geld für den Fußball kommt letztlich vom Zuschauer. Für den muss die Veranstaltung Fußball attraktiv sein, vom Trainingslager über das Spiel im Stadion bis zum Sky-Kunden. Nur dann ist er bereit, dafür sein Geld auszugeben. Dafür müssen sich die Vereine Gedanken machen, wie sie sich dauerhaft attraktiv und erfolgreich präsentieren können.

Nur keinen Rost ansetzen, muss die Devise sein. Es gibt keine Lebensversicherung für alte Vereine. Das ist auch gut so, denn sonst würde heute noch Hessen Kassel gegen Preußen Münster in der ersten Liga spielen.

Red Bull Leipzig gehört übrigens zu den Vereinen, die mir egal  sind.

– – – – – – – – – – – – – – 

So, das waren zwei Säcke voller Argumente zum Thema. War etwas überraschendes für Euch dabei? Was? In welche Richtung tendiert Ihr – und warum?

Dass Hertha gegen RB Leipzig spielt, finde ich . . .

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Vereine wie RB Leipzig . . .

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162
Kommentare

Elfter Freund
12. Juli 2013 um 15:30  |  178606

Jold !!


fechibaby
12. Juli 2013 um 15:31  |  178607

Und schon wieder das Thema RB Leipzig!


Elfter Freund
12. Juli 2013 um 15:35  |  178609

RB hat ne gute Mannschaft, ist ein guter Test…. und ansonsten sollte man sich auf die hiesige Entwicklung konzentrieren und ähnlich potente Sponsoren werben. Red Bull fährt nun mal dieses Marketingkonzept, hat ne Nische gefunden, die Mannschaft hat sich aber auch sportlich qualifiziert, in der Regionalliga erstmals unter Mühen, und muss nun schauen, ob es noch weiter nach oben geht.


Jolly
12. Juli 2013 um 15:41  |  178610

Bronze..


fechibaby
12. Juli 2013 um 15:41  |  178611

Lieber RB Leipzig als Bayern München!!

Bin mal gespannt, wie das Testspiel morgen ausgeht.
Für Leipzig beginnt ja schon in einer Woche die 3. Liga.
Die sind bestimmt schon richtig fit!!
Ich wünsche RB Leipzig alles Gute für die 3. Liga.


Jolly
12. Juli 2013 um 15:58  |  178613

Stimme da ausnahmsweise mal @fechibaby zu,

LIEBER RB Leipzig als die arroganten, der Konkurrenz die besten Spieler wegkaufenden Bayern.
Deren Personalpolitik ist für mich ein „rotes“ Tuch.

Außerdem stammem meine Eltern aus Leipzig, waren glühende „Chemie“-Fans, aber deren Nachfolger „Sachsen“ hat sich ja in Luft aufgelöst..
Na gut, die „Bullen“ haben ein paar Jugendmannschaften übernommen..

Leipzig sehnt sich nach guten Fussball, wie das Derby gegen Lok letztes Jahr gezeigt hat (24.000 Zuschauer) oder das Reli-Spiel gegen Lotte ( 30.000 Zuschauer).

Mir persönlich ist es völlig wurscht, ob dann ein Didi Matteschitz dafür sorgt..

Und wir Herthaner haben in 3-4 Jahren noch ein Auswärtsspiel in der „Nähe“. Natürlich in der ersten Bundesliga. 😉


Jolly
12. Juli 2013 um 16:03  |  178614

Und nochmal ein Dank für die Trainingsberichte a la @catro oder @agerbeck!


hertha-phil
12. Juli 2013 um 16:29  |  178617

Danke für die beiden sehr differenzierten und gut geschriebenen Beiträge, super!

Mir missfällt diese „Übernahme“ in Leipzig auch und ich würde auch die Rolle des DFB in diesem Zusammenhang kritisch hinterfragen. Der DFB hat auf die Einhaltung seiner Statuten zu achten, damit einheitliche Rahmenbedingungen im Wettbewerb bestehen bleiben.

Aber ohne Sponsorengeld geht im Profifußball gar nichts, und da ist das Brausegeld auch nicht schlechter als das von Adidas, der Telekom oder der Bahn. Hopps persönliches Engagement in Hoffenheim finde ich übrigens sehr gut, ich bin höchstens etwas neidisch! Denn wenn jemand aus Sympathie für Hertha ein paar Millionen in den Verein pumpt finde ich das auch nicht schlecht.

Die wenig demokratische Vereinsstruktur bei RB missfällt mir auch, allerdings gibt es andere Sportarten, z.B. Formel1, da gibt es auch keine abstimmenden Vereinsmitglieder. Warum das beim Fußball zwingend so sein muss?

Jetzt zum eigentlichen Punkt: Weshalb hier ein Testspiel nicht stattfinden soll, erklärt sich nur aus der Fan-Romantik, die Sir Henry hier sehr treffend beschrieben hat. Diese ist mir aber etwas suspekt.

Darf Fan seine eigene Position auch mal hinterfragen oder ist das zuviel verlangt?


juriberlin
12. Juli 2013 um 16:31  |  178618

Den Kommerz im Profifußball zu beklagen ist natürlich Unsinn.
Regeln sollten jedoch für alle gelten.

Vereinskonstruktionen wie in Leipzig, Wolfsburg oder Hoffenheim (auch wenn diese im Einzelnen noch mal sehr unterschiedlich sind), die ganz offensichtlich der 50+1 Regel widersprechen dürfte es deshalb nicht geben.
Da sich DFL und DFB aber ihre Regeln immer gerade so auslegen wie es ihnen passt habe ich wenig Hoffnung auf Besserung!


Kamikater
12. Juli 2013 um 16:42  |  178619

Die 50+1 Regel zeigt doch nur, dass VW, Adidas, Allianz, Bayer, SAP und Red Bull die Verbände stark beeinflussen …


apollinaris
12. Juli 2013 um 16:48  |  178620

Also bei mir steht: 100 mal lieber Mayern München als irgendein Retortenverein. Ich mag den Beitrag von @ sir nicht sonderlich, der der anderen Seite vorhält alle möglichen“ kruden „Dinge zusammenzurühren?
Krude finde ich fays Argumentation jedenfalls nicht.- ich sehe übrigens Unterschiede zwischen Hopps Engagement und dem von Red Bull. Red Bull und viagogo mögen legitime Interessen haben,nämlich Geld zu verdienen. Aber muss ich das alleine nur deshalb toll finden, weil es legitim ist? Richtig finde ich, wenn Völler für Bayer darlegt, warum er kein reiner Werksclub sei ( dann könnte m einpacken. Und richtig ist auch, dass Traditionsklub, keine Qualität an sich ist..also leicht sollte man es sich bei diesem Thema nicht machen. Wenn Teile der fans in den Bestrebungen von Red Bull ( für mich mittlerweile auch VW Wolfsburg) Gefahren sehen . Und legitim (huch!) und völlig unkrude finde ich es, dass einige an der Eingangskasse abstimmen wollen. Bei Pflichtspielen würde man damit auch dem eigenen Verein schaden. So, zeigen diese fans nur mal ihre Position. Finde ich sympathisch. Gänzlich unverständlich finde ich die vermeintliche Gleichartigkeit zwischen normalem Sponsering ala DB


apollinaris
12. Juli 2013 um 16:57  |  178621

Sorry, geht weiter:..und totaler Kontrolle ala RB?
Kein Maler würde sich von einem Mäzen oder Sponsor in seine Bilder reinquatschen lassen..das normale Sponsering hat ähnliche Ziele aber geht dabei doch noch völlig andere Wege. Ich sage es so: würde Hertha von einer Firma oder einem Einzelmäzen komplett abhängig werden und dabei gewachsene, wesentliche Vereinsstrukturen aufgeben, wäre ich raus. Was hat denn dann mein Verein mit meiner Erinnerung noch gemeinsam? dieser Verein wäre nicht mehr Hertha BSC. vielleicht würde ich zu einem CL-Spiel mal hingehen, allerdings ohne die Emotionen, die ich jetzt habe.


Ursula
12. Juli 2013 um 17:02  |  178622

zu 1000 % bei „APO“, siehe oben!!


Ursula
12. Juli 2013 um 17:02  |  178623

@ aus dem “Vorfred”

Als “Preetz-Gegner” sollte ich mich freuen oder
eben nicht? Nach dem heutigen “Güte-Termin”
in Sachen Fiedler, hat Jos Luhukay auch die
“Personalie” Michael Preetz im Visier….

Auf Wunsch von Cheftrainer und Geschäftsführer
Sport in spé Jos Luhukay, sind ihm auch diese
Entwicklungen in Einkauf und evtl. Optionen
bei Spielern durch Michael Preetz ein Dorn im
Auge! Es gäbe noch zu viele Spieler im Kader,
die vor seiner Zeit bei Hertha durch M. Preetz
zu VIEL Vertrauen genossen haben!

Luhukay hat im interner Kreis angeregt, auch
über den Verbleib von Preetz nachzudenken….

Fehler, wie bei FIEDLER würde es mit und
unter ihm nicht geben!!

ER und Richard Golz könnten die unwesentlichen
Belange eines “Managers” durchaus in Personal-
union viel besser in seinem Sinne bewältigen!

Nicht unerheblich auch die Tatsache, dass bei
Spielen der Hertha in der neuen Saison, die
nicht so positiv verliefen, ER, Luhukay nicht
immer diese “Trauermine” von Michael Preetz
auf der Bank ertragen müsste…..

….war ich schon 111ter…??

Dürfen “Hertha-Fans” ihre eigenen Positionen
auch einmal hinterfragen oder wird auch hier
nur nach “mainstream” gepunktet?

Als Torwarttrainer von mir ungeliebt, als der
Mensch Fiedler kommt ER mir schon wieder
viel zu schlecht weg…..


Tsubasa
12. Juli 2013 um 17:08  |  178624

Manchmal glaube ich, ich bin hier fehl am Platz, wenn man Beitrag 2 und die Kommentare liest.

Wie schon erwähnt: die Fifa, der DFB und die DFL werden an Ihrer Arroganz, Willkür und Inkonsequenz untergehen.

Fußball ist ein wenig attraktives Spiel, dass von Rivalität und Identität bzw. Identifikation lebt.

Regelanpassungen werden seit Jahren verpasst und die Verbände lassen die einen völlig unwirtschaftlich handeln um Titel zu holen, lassen andererseits Mäzene und Vereinsübernahmen auf wenig bis gar nicht attraktiven Märkten zu.

Schon letzte Saison war die Bundealiga so unattraktiv wie nie, aber wenns keiner merkt und in zehn Jahren tatsächlich nur noch werkteams wie in der Formel 1 gegeneinander spielen: Bitte !

Bin schon mal 5 Jahre ohne Fußball ausgekommen als die BL den Reiz für mich verloren hatte…

Mein Fazit: Gehts beim Fußball nur noch um den Sport auf der einen und das Geld auf der anderen Seite: Goodnight


Ursula
12. Juli 2013 um 17:24  |  178625

Tja „Tsubasa“…..


coconut
12. Juli 2013 um 17:33  |  178627

@Tsubasa // 12. Jul 2013 um 17:08

„Manchmal glaube ich, ich bin hier fehl am Platz“…..

Das bist du ganz sicher, wenn es dich stört das es
„Gehts beim Fußball nur noch um den Sport auf der einen und das Geld auf der anderen Seite“
ganz genauso ist.
Wie sollte das im Profisport auch anders sein?
Ich habe damit kein Problem. Schon allein deswegen, weil sich „das Rad“ nicht zurück drehen lässt.
Entweder man akzeptiert das, oder lässt es eben sein. Wer allerdings erwartet, das alles nach seinem Gusto geschehen mag, der wird enttäuscht werden. Denn genau das wird nicht geschehen.

Von daher ist es mir egal ob Vereine mehr oder weniger „in der Hand“ von einem oder mehreren Sponsoren/Investoren sind.
Dann müsste man zB. auch den Traditionsverein Hannover 96 „weg beißen“. Dessen Präsident Kind in Personalunion ja auch Sponsor ist. Demnächst dann, nach Wegfall der 20 Jährigen Sperrklausel, dann den Verein auch quasi „übernehmen“ kann.

Wer das nicht will, sollte sich schon mal damit abfinden, das die Eintrittskarte dann keine 15€ sondern vielleicht 200€ kostet. Denn keiner wird doch wohl ernsthaft daran glauben, das die Akteure (also die Spieler/Manager/Trainer) den selben Aufwand für vielleicht 5000€/Monat treiben würden.
Ob das nun schön ist oder nicht, es ist Realität!


wilson
12. Juli 2013 um 17:35  |  178628

Gut zu lesen, @f.a.y. und @Sir Henry. Danke.

Könnte Neid (nicht Silvia, ihr Rhönraddreher)eine Rolle spielen?

Die da stecken Fantastilliarden in eine Vereinshülle und hauchen ihr künstliches Leben ein und werden uns, die Traditionsvereine, in höchstens einem Jahrzehnt überflügelt (oh, wie passend) haben. Das ist nicht fair!
Ist es nicht? Warum eigentlich nicht? Weil Geld dort stinkt und hier nicht?

Hielte morgen der dunkle Lord mit seinem prall gefüllten Säckel in Berlin Einzug und tilgte er sämtliche Schulden von Hertha BSC und böte an, jede Saison 50 Mio. hübsch aufgeteilt in Transfers und Investitionen in den weiteren Ausbau der Jugendakademie aus seinem Brustbeutel zu holen und würde womöglich ein feines Der-dunkle-Lord-Fußballstadion bauen und würde als Gegenleistung nur ein wenig mehr als ein Trikot mit seinem Konterfei und Logo erwarten, nämlich ein gewisses Mitspracherecht in Sachen sportlicher Führung – so richtig abstoßend fände ich die Vorstellung nicht.
Aber ich bin auch kein Traditionalist.


King for a day – Fool for a lifetime
12. Juli 2013 um 17:36  |  178629

Ich mag die neue Red Bull Cola


Tsubasa
12. Juli 2013 um 17:48  |  178631

@coco:

1. Es gibt noch etwas zwischen sterilem Sportereignis und Geld. Siehe Hertha. Wir bieten weder großen Sport noch haben wir das Geld was man in der Bundesliga benötigt.

Aber Hertha BSC ist ein Mythos und wenn die alte Dame spielt sind wir da.

2. Hannover 96 ist ein Verein mit gewachsenen Strukturen und es mag sein, dass das mit Kind ein Dorn im Auge ist, aber es wird ein ehrwürdiger Verein gefördert und nicht einfach einer neu gegründet auf nem Acker.

Da kann man dann auch nicht mit Sky oder Zuschauer argumentieren. Das sind Vereine die kleine Stadien haben und weder daheim noch auswärts großes Interesse hervorrufen.

Die DFL sollte bemüht sein lieber Köln als Heidenheim oder Ingolstadt in der Liga zu haben.

LEIPZIG? Habs jetzt nicht besonders mit Ostfußball oder Oberligaromatik aber einen Bundesligaverein könnte Leipzig doch gebrauchen und der Markt ist auch da, aber einen „Verein“ nicht einen Sponsor ohne Verein.


f.a.y.
12. Juli 2013 um 18:03  |  178633

@king: gibt es eine neue?

@tradition: Ablehnung vom Red Bull Konzept sollte man nicht vorschnell als traditionalistisch abstempeln. Stichpunkt Wettbewerbsverzerrung. Stichpunkt Mauschelei mit DFB und DFL. Stichpunkt, wer hat, der kann. All das kann man ablehnen, ohne auf Tradition zu pochen. Geht einfach nur um bestimmte Werte. Und da hat jeder andere Massstäbe.

Sorry für die Halbsätze, bin in Eile. 🙂


Joey Berlin
12. Juli 2013 um 18:34  |  178635

@fechibaby // 12. Jul 2013 um 15:41

„Lieber RB Leipzig als Bayern München!!“

Dann schau dir mal die Red Bull/Bayern Connection am Beispiel der Geschichte von Red Bull Salzburg an. Ein wirklich gut gemachter Wikipedia Eintrag! http://de.wikipedia.org/wiki/FC_Red_Bull_Salzburg#Einstieg_von_Red_Bull
Auch sehr Interessant: Bei den Salzburgern taucht ein alter Hertha Bekannter (bis 2009 Assistent der Geschäftsführung bei Hertha BSC ) auch als Geschäftsführer auf – Jochen Sauer!


King for a day – Fool for a lifetime
12. Juli 2013 um 18:41  |  178636

@ f.a.y.

Ja, eine ohne Zusatzstoffe. Cola pur, heisst es zumindest.
Die schmeckt aber wirklich gut

Leepzsch tickert morgen übrigens
http://redbulls.com/soccer/leipzig/liveticker/
Also richtig, nich so wie hier wo man stest F5 drücken muss :p

@ Vorschaufunktion: Geht seit Tagen bei mir nicht …


MemphisR
12. Juli 2013 um 18:56  |  178637

@ tsubasa

zu deinem Punkt zwei. Haqnnover mag ein Verien der über gewachsene Strukturen verfügt und nicht mehr auf dem kleine Acker spielt, aber auch dieser Verein(oder auch jeder andere) musste mal gegründet werden., d.h. sie mussten sich entwickeln.

RB Leipzigalso ein Verein der sich aus einem anderen gegründet hat, wie so oft im sport. Dieser neue Verein muss sich seinen Weg nach oben erspielen. Klar haben sie einen gewaltigen Förder im Rücken, d.h sie haben Moneten aber trotzdem muss sich ihr Weg an die Spietze sportlich erworben werden. Sie gehen also den gleichen Werdegang eines jeden Vereins.

Tschö


Better Energy
12. Juli 2013 um 19:03  |  178638

@SirHenry

Dass die Firma sich Red Bull nennt, hat eigentlich damit zu tun, daß in dem aus Asien stammenden Getränk (Krating Daeng) Stiergalle enthalten ist. Und der eine braucht halt Stierhoden, der andere Stiergalle und der Dritte labt sich am Stierpenis zur Steigerung seiner Potenz. Mir egal. Und wie bezeichnen die New Yorker zutreffend die dortige Fussballfirma (Verein im deutschen Sinne gibt es ja nicht)? YSA! Auch eine Variante für das Bullengetränk…

Mateschitz ist nur das Aushängeschild für das Marketing dieser asiatischen Firma.

Vereine haben eine Tradition, sofern sie sich dem Grundgedanken der Vereine zu eigen machen.

Vereine sind in der Zeit während der napoleonischen Besetzung und in der anschließenden Zeit der Restitution entstanden. Da durfte es nämlich keine politischen Versammlungen geben, erst recht keine Parteien. Also gründete man (unpolitische?) Sportvereine und traf sich da. Abgestimmt wurde dort demokratisch. Und wenn du weiter denkst, dürfte es ohne die Vereine 1848 nie gegeben haben und der Druck der Straße zur Demokratisierung hätte es in Deutschland nie gegeben. Und genau das ist die Tradition der Vereine: Aufrechterhalten von Demokratie, Freiheit und des Satzungszwecks. Deswegen sind die MV bis heute immer noch demokratisch und (noch) nicht (wieder) totalitär. Aber in Angesicht von PRISM kann das ja noch kommen.

Ein Verein wie der in Leipzig karikiert eben den Gedanken der Vereine im Sinne der e.V. und ist nur ein so genannter wirtschaftlicher „Verein“.

Es ist ein erheblicher Unterschied, ob man ein Verein mit Geld oder Sachzuwendungen fördert oder ihn sich zu eigen macht. Sponsoring, so wie es DB und andere Firmen machen, fördern den Verein genauso wie es Mitglieder im Verein gibt, die diesen fördern.

Sponsoring ist eben ein Fördern und es ist eben nicht dieses Handeln, was die Leipziger da so treiben.

Und deswegen gibt es auch im Umfeld von Hertha den Förderkreis Ostkurve e.V., dem wirklich nicht nur Junge beigetreten sind, sondern auch Alte, die eben die Choreos der Jungs gut finden und mit dem Mitgliedsbeitrag diese so unterstützen und so fördern.


King for a day – Fool for a lifetime
12. Juli 2013 um 19:27  |  178639

@ BetterEnergy

Irgendwann fängt eine Tradition aber auch mal an

Mein Lieblingsspruch, weil so zutreffend.

Du sprichst Satzung, Demokratie und Freiheit an.
RB hat einen Verein gegründet (Irgendwann fängt eine Tradition…) mit einer Satzung über welche die paar Männekinn (Mitglieder) wohl demokratisch entschieden haben.

Alles im Rahmen, wenn auch bei fast allen Vereinen anders (Satzung), aber in meinen Augen nichts verwerfliches.
RB hat einen Verein mit eigener Satzung gegründet über die die paar Mitglieder wohl demokratisch entschieden/abgestimmt haben.
Das ist eben auch die Freiheit eines Vereins seine Satzung selbst zu definieren.


HerthaBarca
12. Juli 2013 um 19:32  |  178640

@all
gibt es außer @Elaine, @Dan mit Anhang und mir sonst noch jemand, der nach Dessau fährt?
Hätte sogar noch Platz im Wagen!


King for a day – Fool for a lifetime
12. Juli 2013 um 19:33  |  178641

Nur mal so am Rande … wurde demokratisch darüber abgestimmt dass unsere Beiträge von 5 auf 7 Euro steigen ?
Ja, demokratisch innerhalb des Präsidiums bestimmt.
„Uns“ wurde es nur mitgeteilt


apollinaris
12. Juli 2013 um 19:36  |  178642

@king: direkte Demokratie ist wieder was ganz ganz anderes. Je mehr durcheinander gerät, desto mehr verschwinden offensichtliche Unterschiede. Den Vogel bei diesem sehr beliebten Rhetoriktrick schoss für mich heute @memphis ab. Dessen Beitrag treibt dies beliebte bis zum „Anschlag durchrelativieren“ auf die Spitze.


apollinaris
12. Juli 2013 um 19:39  |  178643

@king: soll heissen: natürlich gibt es ab einer bestimmten Grössenordnung Grenzen. Deshalb leben wir auch in einer repräsentativen Demokratie. Mit 80 Mio Menschen plus Kinder etc ist anderes wohl schlecht machbar..


HerthaBarca
12. Juli 2013 um 19:40  |  178644

@Apo
Sind wir nicht 80 Mio inkl. Kinder?
Klugscheißermodus aus! 😉


HerthaBarca
12. Juli 2013 um 19:45  |  178645

Ich finde das mit RB Leipzig nicht ganz so tragisch, da ich auch sehe, dass sie eine Fußball-Struktur für diese Gegend schaffen!
Ich wiederhole das eine oder andere: Aber ist nicht Bayer, VW und Hopp die ganze 50+1-Regelung längst ausgehebelt worden? Kind wartet doch auch nur noch, bis er die 20 Jahres-Schwelle erricht hat! Ich denke auch, dass die Entwicklung – zum Teil leider – nicht mehr aufzuhalten sein wird!


King for a day – Fool for a lifetime
12. Juli 2013 um 19:46  |  178646

@ apo

Ich finde den Begriff Demokratie in Vereinen, speziell in Fussballvereinen, ohnehin total unangebracht. Kam ja auch nicht von mir.

Wir können bei uns auch nur den Präsidenten wählen. Das wars auch schon.
Genau wie in der Politik.
Du darfst wählen, danach hast du dich dem zu beugen was eben „diktiert“ wird.
Passt das nicht, darfst du zum nächsten Termin gern jemand anderen wählen (der dann wieder nur diktiert. Ich sag mal besser vorgibt weil der Begriff Diktatur die Diskussion in eine falsche Richtung lenken könnte)
Wirkliche Demokratie wäre, wenn man selbst über die Motorradhelmablageplätze abstimmen könnte (Kosten, Ort etc.)

Das „normale“ Fussballgeschäft betreibt doch aber eh die Hertha BSC GmbH & Co kgaa, auf die wir ohnehin keinen Einfluss haben
Im Prinzip passiert nichts anderes in Leipzig, nur fällt da die Wahl des Präsidenten weg

@ Vorschaufunktion
Ich bettel seit Tagen um ein Feedback ob die bei anderen auch nicht mehr funktioniert …


Better Energy
12. Juli 2013 um 19:48  |  178647

@King

Lies deren Satzung und dann wirst du deren totalitäre Züge erkennen. Daher hat das Leipziger Modell eben nichts mehr mit einem Verein im engen Sine zu tun.


King for a day – Fool for a lifetime
12. Juli 2013 um 19:52  |  178648

HerthaBarca // 12. Jul 2013 um 19:45

Ich finde das mit RB Leipzig nicht ganz so tragisch, da ich auch sehe, dass sie eine Fußball-Struktur für diese Gegend schaffen

Jup
Für die Stadt, die Region ist das gut.
Landen die irgendwann in Liga 1, wird wohl noch mehr Infrastruktur nötig sein.
Grösseres Stadion z.B.
Dies wiederum bedeutet grosse Aufträge für Firmen die das bauen sollen.
Das betrifft dann sich Hoch-Tief (als Beispiel) aber eben auch zig mittelständische Unternehmen die meinetwegen für Deko, Geländer, Malerarbweiten oder was auch immer zuständig sind
Und natürlich schaffen sie auch Arbeitsplätze für ca. 24-30 Fussballer 😉


coconut
12. Juli 2013 um 19:52  |  178649

@Tsubasa // 12. Jul 2013 um 17:48

Aus meiner Sicht redest du dir da eine Menge schön.
Hertha hat einen Etat von 70-80Mio.€ in der 1.Liga. Hat innerhalb der letzten paar Jahre erneut den Schuldenstand nach oben getrieben. Vermutlich weil sie ohne Einsatz von Geld gespielt haben…. 😆
Da von „kein Geld“ zu fabulieren ist ziemlich daneben. Hat nicht gerade Hertha (neben 2-3 anderen) mit einem Exorbitant hohen Etat 2x die 2.Liga finanziell und somit auch sportlich dominiert?
Wer Tradition daran fest macht, das ein Verein mindestens seit 100 Jahren existieren muss, der hat ein seltsames Demokratie Verständnis. Ich gewinne immer mehr den Eindruck, das da eher Neid und der Schiss vor diesen Finanzkräftigen Vereinen der Grund für die Ablehnung ist und die vermeintliche Tradition nur als Deckmantel herhalten soll.

Vielleicht sollte man ja eine Profiliga ohne Ab- und Aufstieg schaffen. In dieser dürfen dann nur die, natürlich in einer demokratischen Abstimmung erwählten Vereine spielen, die am meisten Zustimmung des gemeinen Fans erhalten…. 🙄

Wie @King schon schrieb ist es ja im Grund auch bei uns so, das der Profifußball von einer extra gegründeten KGaA betrieben wird. Wo ist denn da die Tradition?

@King
Vorschau geht bei mir auch nicht….


apollinaris
12. Juli 2013 um 19:52  |  178650

@ king: seit Tagen haben jetzt mindestens schon 10 Leute bestätigt, mit der VORSCHAU Probleme zu haben..
@barca: 😳


moogli
12. Juli 2013 um 19:53  |  178651

@ Vorschaufunktion

Geht bei mir auch nicht mehr

Ot: es gab hier mal einen Thread wegen WhatsApp… leider finde ich den nicht mehr, weiß jemand in welchem Blogthema der versteckt ist? 😉


Kamikater
12. Juli 2013 um 19:53  |  178652

@Stiergalle
I think I spider!


Better Energy
12. Juli 2013 um 20:01  |  178653

@HerthaBarca // 12. Jul 2013 um 19:45

Leverkusen: Die Fussball-GmbH ist eine Ausgründung des Bayer Leverkusen e.V., der als Betriebssportverein zu Beginn des letzten Jahrhunderts gegründet wurde. Dieser e.V. hat auch mehrere Olympiasieger hervorgebracht.

Wolfsburg: Das Ganze gilt auch für die KdF-Stadt. Bloß besteht dieses Werk noch nicht so lange wie Bayer.

Hoppel: Unstreitig ein Spielzeug eines … -> die Punkte kann jeder für sich selber ersetzen. Hatte dieses Hoppelheim je das (auch durchgeführte) Ziel den Breitensport zu fördern wie bei beiden anderen Werksvereinen (KdF-Stadt oder bei Bayer)?

Leipzig: Wo ist dort der Breitensport? Daher eine reine Marketing-Maßnahme wie bei der Formel 1. Mehr nicht.

Der Grundgedanke der Sportvereine ist immer noch der Breitensport, aus dem sich der Spitzensport dann entwickeln kann. Alles andere hat mit den Gedanken eben echter, traditioneller Sportvereine nichts zu tun.


Pepper
12. Juli 2013 um 20:04  |  178654

Spricht man im Profifußball von der Rechtsform des e.V., ist das in meinen Augen schlichtweg romantisch…

Der DFB hat nicht umsonst die Rechtsform der GmbH & Co. KG aA eingeführt. Auch „unsere“ Hertha hat ihre Lizenzspielerabteilung ausgegliedert, zu recht, wie ich finde. Wie soll man da noch von einem romantisch verklärten Vereinsgefüge reden?!

RB Leipzig ist für mich die Zukunft der Klein- bis Durchschnittsvereine. Wer glaubt denn noch an einen „ehrlichen“ sportlichen Aufstieg eines gut wirtschaftenden Mittelklassevereins?! Das geht alles 1-2 Saisons mehr oder weniger gut, bis der entsprechende Verein wieder in seinem mausgrauen Fußballalltag verweilt… Um mich abzusichern: Ausnahmen bestätigen die Regel 😉


King for a day – Fool for a lifetime
12. Juli 2013 um 20:07  |  178655

@ Better Energy

Totalitarismus in diesem Zusammenhang zu nennen find ich etwas gewagt.
RB hat eine Satzung die keine weiteren Mitglieder erlaubt. Fertig.
Dieses totalitäre würde ich derzeit eher den USA unterstellen „Seid mit uns, oder seid gegen uns“, weshalb ja auch die gestandetsten Politiker eines souveränen Staates wie unseren, scheinbar schonwieder vor denen einknicken.
Mal schauen was passiert oder passiert ist wenn HaPe Friedrich zurück ist ….

Von RB fühl ich mich nicht bedroht. Von den Staaten … ich darfs ja nich ausprechen (Huhu NSA)

Ich glaube viele haben einfach Angst ,dass es irgendwann ein BuLi gibt mit eben nur solchen Vereinen wie RB, die 50+1 Regel gekippt wird usw.
Die Zeiten ändern sich nunmal.
Frag mal die Hersteller von Kutschen. Was haben die nach Erfindung des PKWs wohl gemacht ?

Kommt es soweit, dann hat die Geschäftsführung von Hertha die Aufgabe da eben „mitzuhalten“ und genauso entsprechende Partner, Scheichs etc. an Land zu ziehen.

Wie hat Hertha es eigentlich (unter anderem) geaschafft 2x direkt wieder aufzusteigen ?
Richtig, weil wir den grössten Etat hatten.
Nicht von RB, sondern wohl auch wegen WG

Aber eigentlich ist es ja wie bei den Spielergehältern und Ablösesummen.
Sind auch explodiert und es regt sich jeder drüber auf.
Und doch boykottiert kaum einer den Fussball.
Warum auch ? Rein sportlich wird sich nichts ändern, ausser vielleicht alle 10 jahre die Systeme, was den Fussball sicher nicht attraktiver machen wird.


King for a day – Fool for a lifetime
12. Juli 2013 um 20:08  |  178656

apollinaris // 12. Jul 2013 um 19:52

@ king: seit Tagen haben jetzt mindestens schon 10 Leute bestätigt, mit der VORSCHAU Probleme zu haben..

—-

Oh, ok
Les ja auch nich alles


apollinaris
12. Juli 2013 um 20:09  |  178657

ich glaube, hier geht etwas durcheinander. Unter Tradition versteht man auch gelebte Geschichte, Arbeit und Geschick. alle Vereine sind gewachsen, sind gross geworden oder klein geblieben oder oder..Mit was genau , ausser dem blossen Erfolg, soll man sich denn bei Vereinen aus der Tube identifizieren? Der Neidfaktor mag dabei sein; nur spielt der ne völlig untergeordnete Rolle. Der Begriff Neid wird in der politischen Diskussion m.E. sehr gerne gegen berechtigte Anfragen, gegen berechtigte Kritik an ungerechten Verhältnissen gebraucht. Mich schüttelt es gerade ein wenig..Geht´s denn wirklich nur um Erfolg? oder sind Vereine, Sportvereine nicht doch viel mehr? Wenn RB sich für die Menschen in der Region engagieren wollten, hätten sie das wohl auch anders können, als einen Klub zu gründen, der mittelfristig Europa aufmischen soll..Das ist ja ähnlich unangenehm, wie einst die Göttinger Gruppe hier bei TeBe. Aber ich merke, wie sehr die Zeit solches Denken zulässt, verpackt im allgegenwärtigem „anythings goes“. Nicht meins, Ich mag so vieles am Fußball, bin auch bereit, dafür so einige Kröten zu schlucken- aber die Seele des Spiels ist ganz ganz bestimmt nicht der bloße Erfolg. Der mag sexy sein, glücklich macht er nicht..


apollinaris
12. Juli 2013 um 20:14  |  178658

ähm, jetzt sind wir bei den USA?? Ich finde, dass Better Energy im Thema blieb. Aber die USA haben grade hier nix verloren. Und es knickt auch niemand hier vor deren Macht ein, sondern weil sie wissen, dass die USA massiv unterstützt wurde..z.B. durch den BND,,oh Mann, lasst uns bei Thema bleiben 😉


Tsubasa
12. Juli 2013 um 20:15  |  178659

@coco: Ich habe nicht geschrieben kein Geld und von der 2. Bundesliga habe ich auch nicht gesprochen.

Selbst dafür haben wir eigentlich kein Geld.

Zudem würde ich es begrüßen wenn Du mich schon falsch zitierst, dass Du Deine Argumente nicht als die Wahrheit verkaufst bzw. Aussagen wie „ist daneben“ würde ich gerne auch als Meinung wahrnehmen bzw. Lesen.

Wo die 100 Jahre Tradtionsgrenze herkommt die Du erwähnst. Sicher nicht aus meinem Beitrag.

Den Vorschlag mit der Profiliga finde ich indes gut, wenn sich die DFL ansonsten nicht vor einer Überflutung von Dorfvereinen und Firmenclubs retten kann. Gute Idee!

Na klar bin ich neidisch auf Vereine die Erfolg haben und wo die Stars spielen. Gerne würde ich die Weltstars bei Hertha sehen, aber bei Hertha auch gerne mit starken Sponsor aber nicht bei Hertha BSR oder Micro Stars Berlin.

Wo bei uns die Tradition ist ? Schau Dir die Leute im Stadion an, die in 1. , 2. Oder 3. Generation mit dem Verein leiden.

Hertha ist Hertha mit oder ohne Profiabteilung.

Meine Meinung


MemphisR
12. Juli 2013 um 20:21  |  178661

@apo

Sorry erstmal für die Rechtschreibfehler….
Klar relativiere ich das bis zum Anschlag durch, aber wo fängt Tradition an und wo hört sie auf?

Weiter am Beispiel der Club Hannover ist zwar als Hannoversche Fußball Club gergründet worden, aber die spielten zuerst nur Rugby, da hat sich also über die Zeit etwas entwickelt…
Auch gab es hier einen Förderer oder einen Menschen der sich dafür sehr in Zeug gelegt hat…Ob der Weg den RedBull einschlägt der richtige ist wird sich zeigen, klar steckt zum Teil Maketing dahinter, aber trotzdem baut der Konzern in der Region etwas auf.

Tschö


King for a day – Fool for a lifetime
12. Juli 2013 um 20:22  |  178662

apollinaris // 12. Jul 2013 um 20:14

ähm, jetzt sind wir bei den USA??

—–

Bei dem Wort Totalitarismus hab ich n Beissreflex in diesen Tagen, sorry
Bleibe aber dabei dass der Begriff im Fussball nix zu suchen hat


wilson
12. Juli 2013 um 20:25  |  178663

@apollinaris

sind Vereine, Sportvereine nicht doch viel mehr?

„Geschichte, Arbeit und Geschick“ schreibst Du. Ich ergänze um Erinnerungen, Leidenschaft – und wahrscheinlich finden wir noch zig tolle Begriffe.

Die Chance, genau dies zu erleben, willst Du RB Leipzig nehmen, bloß, weil sie mit einem Sack voll Kohle antraten?


Tsubasa
12. Juli 2013 um 20:28  |  178665

@Wilson: Jeder Verein hat die Chance verdient. Aber Firmen sollten keine Vereine gründen dürfen.


ubremer
ubremer
12. Juli 2013 um 20:30  |  178666

@Lucien Favre obacht?

Markus ‚die ehrliche Haut‘ zu Besuch im Trainingslager von Gladbach in Rottach-Egern.

Babbel lobt die Arbeit von Borussia-Manager Max Eberl

hier


King for a day – Fool for a lifetime
12. Juli 2013 um 20:34  |  178667

Ach der Markus will dann jetzt wohl Manager werden ?
Da muss man andere schonmal loben. Clever.
Als Bewerbungsvideo am Besten wieder Szenen aus seiner schlimmen Zeit, untermalt mit trauriger Piano-Musik.
Dann klappt das schon als Manager des FC Liverpool

Steht in dem Interview wie es mit ihm weitergeht ? Wollts noch nich lesen …


Ursula
12. Juli 2013 um 20:44  |  178668

Ich glaube, dass Hertha BSC gerade deshalb
Schwierigkeiten hat, Sponsoren zu finden,
weil die Tradition dieses Vereins eben mit
DIESEM Weddinger „Eckkneipenmief“ kaum
vereinbar ist mit „progressiven“ Marketing-
Engagements, die nur auf Kommerz aufgebaut
sind

…unabhängig von der jahrelangen Unfähigkeit
der Verantwortlichen, ernsthafte Sponsoren
zu finden, und diese elementaren Eigenheiten
eines


PreussischeProvinz
12. Juli 2013 um 20:44  |  178669

union:glasgow 1:0


wilson
12. Juli 2013 um 20:44  |  178670

@Tsubasa

Deine Meinung nehme ich zur Kenntnis.

Und Vereine sollten keinen 42 Mio Euro Schulden ausweisen dürfen.
Noch eine Meinung.


Ursula
12. Juli 2013 um 20:46  |  178671

….Gesundbrunnen-, Millionenbrückenvereins
mit eben Kommerz sinnvoll zu verbinden….

Sorry Smart!


King for a day – Fool for a lifetime
12. Juli 2013 um 20:47  |  178672

@ Ursula

Joa, aber genau dieses Image wollen ja viele beibehalten. „Tradition“ halt
Blos nicht den neuen Gegebenheiten anpassen. Das wär ja so gar nicht „true“

Hauptsache wir haben die pure Fahne …


apollinaris
12. Juli 2013 um 20:49  |  178674

@wilson: möchte ich niemandem nehmen. Von Erinnerungen sprach ich auch heute Mittag..Nee, ich habe mich mit mehreren hier gezofft, als es um Hopps Hoffenheim ging. Nur..zu einem Verein gehören auch Strandungen und Kämpfe, Niederlagen und das Scheitern. Wie sonst soll man sich irgendwann auf etwas bgemeinsam Errichtes besinnen können? Wenn aber die Voraussetzungen derartig sind, dass nichts riskiert wird, dass man sich mit niemanden in der Region vergleichen kann? wo bleibt da das Lebendige, das Einende? Ich will das niemanden in Leipzig verwehren. Schrieb ich gestern schon. Doch kann ich eben für das Projekt kein Mü Sympathie entwickeln. Und ich bin sehr skeptisch, wie die Region um Leipzig herum, das alles irgendwann mal aufnehmen wird..Es wird eh kommen, also ist es müßig, darüber zu klagen. Aber toll oder wünschenswert..das ist das Ganze für mich wahrlich nicht.


PreussischeProvinz
12. Juli 2013 um 20:49  |  178675

na jut, interessierts wohl keenen…war früher mal anders 😉


Tsubasa
12. Juli 2013 um 20:56  |  178676

@Wilson: Stimme ich Dir ebenfalls zu. Warum Vereine Unternehmen imitieren dabei völlig unwirtschaftlich arbeiten…

Sehe ich allerdings nicht Herthaspezifisch


HerthaBarca
12. Juli 2013 um 20:56  |  178677

@rbb
Bei dieser Spielstandsanzeige fehlt nur noch der Kommentar von Wolfgang Hempel (?)!


Jolly
12. Juli 2013 um 21:00  |  178678

@ apo

Die von mir oben erwähnten Zuschauerzahlen bei dem Leipzig – Derby und dem Relispiel zeigen deutlich, daß die Lepziger RB wohl annehmen und vermutlich werden die Bullen auch mit die meisten Zuschauer in der 3.Liga aufweisen.

Andererseits hassen viele der Traditionsklubfans dieser Region, wie die von Carl Zeiss Jena oder Rot-Weiss Erfurt diese Truppe.

Aber det is Didi doch wurscht..


Jolly
12. Juli 2013 um 21:02  |  178679

@ Hertha Barca

Nee, Heinz-Florian Oertel… 😉


Tsubasa
12. Juli 2013 um 21:02  |  178680

Das Relispiel… Wenn in Berlin zehn Jahre kein sportliches Highlight stattgefunden hätte, hätten sich wohl auch ein paar ins Olympi verirrt.


PreussischeProvinz
12. Juli 2013 um 21:03  |  178681

@spielstandsanzeige
genau, sieht aus wie aus alten schwarzweisszeiten 😉


HerthaBarca
12. Juli 2013 um 21:11  |  178682

@jolly
Stimmt – so hieß er!


HerthaBarca
12. Juli 2013 um 21:14  |  178683

@Spielstandsanzeige
Paßt doch irgendwie – oder?


Ursula
12. Juli 2013 um 21:21  |  178684

Union nutzt die Außenbahnen nicht, wie
die Hertha, spielt nicht „BREIT“ genug,
„allet inne Mitte“ und dann zurück und
wieder vom Torwart aus von vorn….

…kein modernes Spiel! Trainer Neuhaus
ist zwar sympathisch, aber kein Moderner…..

…ERGO….


hurdiegerdie
12. Juli 2013 um 21:22  |  178685

Ich frage mich gerade, was wohl unser Kinder und Enkelkinder so denken würden. Lieber mit einem Verein/Club eine Tradition aufbauen, wo man auch mal was gewinnt, oder lieber mit Opi über die Zeiten der Bundesligaskandale schwelgen?

Bin ich Hertha-Fan wegen der Tradition geworden? Nöö, ich war klein und wollte Fussball gucken und fand das toll im Stadion.Ich wäre auch hingegangen wenn die Hertha Berliner Stadtreinigung gehiessen hätten. Klar haben wir alten Säcke eine Tradition aufgebaut, aber es gibt doch auch Nachwuchs.

Ich bin gegen RB, wenn es nur einige Geschäftstüchtige dürfen. Von mir aus muss Leverkusen seinen Namen ändern. Aber aufzuhalten ist es doch eh‘ nicht. RB war nur schneller und cleverer. Ich habe Sorge um englische Verhältnisse, aber die US-Franchises sind häufig über Jahre hinaus ausverkauft, trotz regelmässigen Übertragungen im Fernsehen. Und bei vielen Spielen weiss man nicht, dass Bayern gewinnt.

Ich glaube, meine Vorschaufunktion geht nicht.


hurdiegerdie
12. Juli 2013 um 21:29  |  178686

Ach sorry,

klasse Beiträge @F.A.Y. und @Sir.


fechibaby
12. Juli 2013 um 21:35  |  178687

@Union – Celtic Glasgow

Das Beste bei diesem Spiel ist die BVB Fahne im Gästeblock am Zaun!


Jolly
12. Juli 2013 um 21:35  |  178688

@ Tsubasa

Zu deiner Gedächtnisauffrischung – die WM 2006 fand auch in Leipzig statt.


Ursula
12. Juli 2013 um 21:40  |  178689

Das Beste an diesem Spiel ist die taktische
Ernsthaftigkeit, die beide Mannschaften
„schon aktuell“, versuchen zu demonstrieren….


Ursula
12. Juli 2013 um 21:42  |  178690

2 : 0 !!!


Tsubasa
12. Juli 2013 um 21:43  |  178691

@Jolly: danke aber dfb hat da nicht gastiert.


apollinaris
12. Juli 2013 um 21:51  |  178692

@jolly: habe nicht von Leipzigern gesprochen. Die sind ausgehungert und denen gönne ich auch. Aber was wohl die hundert anderen Vereine so denken..? Es ist nicht aufzuhalten; aber ich bin sehr sicher, dass es anders ausgehen wird als in den USA. Denn die USA haben nie eine andere Wirklichkeit gehabt. Bei uns ist das was ganz anderes..Ich glaube nicht, dass man das vergleichen sollte. ich denke auch, dass das ne persönliche Entscheidung ist: wird beim Sport der Kommerz auf die Spitze getrieben, bin ich schon aus geschmacklichen Gründen raus: unerträglich für mich, was beim Eishockey und Basketball abläuft. Ob in 20 Jahren der Fussball noch erfolgreich sein wird? weiss ich nicht. Aber ich bin sicher: einen Beckenbauer , einen Hoeness hatte solch eine Frage bewegt; einer Firma, die auf Erfolg ihrer Marke und nicht auf den spezifischen Sport setzt, ist das völlig wurscht. Ähnlich, wie vor 50 jahren sich niemand um die Ressourcen kümmerte bei Mercedes , Volvo oder sonstwen. Ausser ein paar Ökospinnern kam niemand auf die Idee, dass es mal anders sein könnte, als gerade jetzt..Soll heissen: ich glaube nicht, dass es dem Sport in Deutschland gut tun wird, wenn immer mehr Gebilde entstehen wie in Leipzig, Wolfsburg , Sinsheim etc Ganz schlicht schon deshalb, weil es um andere Interessen geht, als noch vor wenigen Jahrzehnten. Kann sein, dass ich schwarzmale. Aber eigentlich habe ich für solche Dinge einen recht guten Sensor..


King for a day – Fool for a lifetime
12. Juli 2013 um 21:53  |  178693

hurdiegerdie // 12. Jul 2013 um 21:22

Ich glaube, meine Vorschaufunktion geht nicht.

Das sollte auf der nächsten MV unbedingt angesprochen werden


Tsubasa
12. Juli 2013 um 21:57  |  178694

@apo: Daumen hoch !


apollinaris
12. Juli 2013 um 21:58  |  178695

@hurdi; Erich Fromm fällt mir dazu ein: es ist nicht denkbar, dass diese Veränderungen nicht (auch) den Charakter des Sports verändern wird. Und nach meiner An-Sicht stehen die Chancen schlecht, dass der Charakter sich zum Vorteil verändern könnte,
Habe ich schon gesagt, dass ich in Rangnick den genuin richtigen Mann am richtigen Ort sehe? der passt in seiner Verbissenheit perfekt dorthin. Achtung: Ferndiagnose, 50% Fehlerquote 🙁


coconut
12. Juli 2013 um 22:01  |  178696

@Tsubasa // 12. Jul 2013 um 20:15

Ich wüste nicht, wo ich dich falsch zitiert hätte.
Wenn ich zitiere, mache ich das auch Kenntlich.
Das nur mal am Rande.

Du schreibst:
„1. Es gibt noch etwas zwischen sterilem Sportereignis und Geld. Siehe Hertha. Wir bieten weder großen Sport noch haben wir das Geld was man in der Bundesliga benötigt.“

Wo also habe ich dich falsch verstanden, das Hertha (angeblich) kein Geld hat?
Wie kann man Geld ausgeben (ja, auch unsere Spieler spielen hier nicht aus Tradition, sondern für viel Geld!), was man nicht hat?
Das man davon mehr ausgibt als man einnimmt, ist ja eine andere Baustelle.

Gegen den Kommerz zu sein, aber gleichzeitig fröhlich mit der Hertha-Fahne wedeln, ist ja schon reichlich seltsam……

Was die Liga ohne Aufstieg/Abstieg angeht.
Dein Gesicht möchte ich sehen, wenn Hertha dann nicht dabei wäre….. 😎

Ob man mit RBL nun einverstanden ist oder nicht, dieser Verein ist Realität.
Dagegen zu wettern, mag vielleicht dem eigenen Seelenheil dienlich sein, ändert aber ganz sicher nichts an der Tatsache.


Ursula
12. Juli 2013 um 22:02  |  178697

@ „Recht guter Sensor“, ich war und bin ein
„Ökospinnner“…..

UND was Du so eben von Dir gibst, ist ganz
halbherzig lediglich „angerissen“….

Wo ist Dein eigentlicher Inhalt, @ apo….?


pathe
12. Juli 2013 um 22:06  |  178699

Ein Glück ist dieses ermüdende Thema morgen, nachdem wir sie mit 5:0 von Platz gefegt haben, vorbei.


fechibaby
12. Juli 2013 um 22:08  |  178700

Beim Profifußball geht es doch nur noch ums Geld!
Der Fußballsport ist dabei doch nur noch Nebensache.
Die „reichen“ Vereine werden immer reicher!
Für die anderen Vereine bleibt kaum was übrig.
Da kann ein Verein nur froh und glücklich sein, wenn er einen starken Geldgeber gefunden hat!


King for a day – Fool for a lifetime
12. Juli 2013 um 22:09  |  178701

5:0 ??

RB gewinnt 3:1
Warum sag ich dir anschliessend


King for a day – Fool for a lifetime
12. Juli 2013 um 22:12  |  178702

@ fechi

Willkommen im Fussballgeschäft 2013

Du unterstreichst damit auch (danke) meine These, dass es sehr viel um Neid geht. Ne, nich die Silvia.

Seit Jahren/Jahrzehnten wird in Berlin gejammert warum sich denn kein grosser Sponsor/Investor der Stadt Berlin, dem Verein Hertha BSC annimmt.

Ist es dann aber soweit und das ganze wird auch noch mit sportlichem Erfolg gekrönt, dann verlinke ich diesen Blog von heute gern nochmal …


f.a.y.
12. Juli 2013 um 22:12  |  178703

@coconut:

Ob man mit RBL nun einverstanden ist oder nicht, dieser Verein ist Realität.
Dagegen zu wettern, mag vielleicht dem eigenen Seelenheil dienlich sein, ändert aber ganz sicher nichts an der Tatsache.

Aber man muss trotzdem nicht jede Kröte stillschweigend schlucken.


f.a.y.
12. Juli 2013 um 22:15  |  178704

Das 3:0 von Union identisch mit dem Tor gegen Hertha. #flashback


Tsubasa
12. Juli 2013 um 22:16  |  178705

@Coco: da steht „das Geld“ nicht kein Geld. Ob man bei Hertha „viel“ Geld verdienen kann stelle ich zudem ebenfalls in Frage. Wer die Wahl hat und nur nach monetären Anreizen wählt, wird wohl kaum bei Hertha spielen. Schlechter als wir zahlen nur noch wenige in Liga 1.

Ich bin gegen das was Red Bull darstellt oder auch hoffenheim. Gegen Sponsoring bin ich nun wirklich nicht.

Aber zwischen Förderung und Kommerzialisierung von Vereinen und Firmen die Vereine imitieren sollte man nun wirklich unterscheiden.


f.a.y.
12. Juli 2013 um 22:16  |  178706

…also eher ne Mischung aus beiden. Wohl doch nur verschwommene Erinnerungen….


King for a day – Fool for a lifetime
12. Juli 2013 um 22:17  |  178707

f.a.y. // 12. Jul 2013 um 22:12

Aber man muss trotzdem nicht jede Kröte stillschweigend schlucken.

——–

Muss man nicht, aber inwiefern bedroht sie dich denn direkt oder Hertha BSC ?


Ursula
12. Juli 2013 um 22:20  |  178708

@ pathe, dieses „ermüdende“ Thema ist doch nicht morgen nach einem Sieg, wie auch immer,
vom Tisch!

Dieses Thema MUSS ein Thema bleiben…..

….und hat auch etwas mit der so gepriesenen
IDENTIFIKATION zu tun…..

Union hat in „dieser Phase“ ordentlich gespielt!


fechibaby
12. Juli 2013 um 22:32  |  178709

@Ursula

Ich kann mich nur noch einmal wiederholen:
Das Beste bei dem Spiel Union – Celtic war die BVB Fahne im Gästeblock am Zaun!!

Wünsche allen ein schönes Wochenende.

Die Herthafans, die nach Dessau fahren zum Freundschaftsspiel gegen RB Leipzig, sollen nicht ganz so traurig sein, wenn sie mit einer Niederlage die Rückfahrt antreten müssen!
Es war ja ein Benefizspiel für einen guten Zweck.


apollinaris
12. Juli 2013 um 22:42  |  178710

@ursula: seit dem ich hier schreibe , wiederhole ich alle paar Monate, dass ich beim Profifussball „gespalten“ bin, schon seit langem Kröten schlucke, Fast 10 Jahre war ich aus ähnlichen Gründen vollkommen abstinent. So lange ich Woche für Woche CL und Bundesliga schaue, KANN ich nur anreissen..denn darüber hinaus, wäre Heuchelei, Aber es hat (bei mir) eben null mit Neid zu tun, wenn ich gegen Gebilde wie RB bin. Das ist eine sehr anmassende und etwas billige Argumentation. Auch aufdringlich. Dann, wenn das Gegenüber doch mehrfach sagt: Gebilde wie RB sind meine persönliche Grenze. Wer mir weismachen will, dass das Interesse und die Methodik bei Golfsburg und RB gleichzusetzen ist, mit all den anderen Vereinen, nur etwas cleverer, mag Recht haben. Ich glaube Ihnen aber nicht, deshalb ficht es mich nicht an. Würde aber Hertha BSC von so einem Grosssponsor übernommen und würde den Verein grundsätzlich verändern , wäre Profifussball für mich durch. Und ich würde in Gartenarbeit, Fotografie und anderen sehr schönen Dingen aufgehen. Was hat das nun mit Neidmotiven zu tun?
und erst bdann, @ursula, hätte ich das Recht mehr und grundsätzlicher in die Tiefe zu gehen, weil ich dann über ungute Kompromisse reden könnte, die ih jahrelang eingegangen bin..usw. etc.


f.a.y.
12. Juli 2013 um 22:46  |  178712

@king: sagte ich doch im Text: „Schlimm ist, dass zum Beispiel Hertha irgendwann mitziehen oder untergehen wird.“ Das betrifft mich dann direkt und darüber mache Ichmensch heute schon Gedanken.


Bolly
12. Juli 2013 um 22:46  |  178713

Da versucht der eine unseriöse Verein der Bundesliga den anderen verbal Schach Matt zu setzen-Unglaublich, da neben sich wirklich beide nix.

Aber das alles wegen Tradition *zwinker Aachen & Co müssen sich doch totärgern, wenn Sie diesen Artikel wieder mal lesen.

http://www.sport1.de/de/fussball/fussball_bundesliga/artikel_746796.html


f.a.y.
12. Juli 2013 um 22:46  |  178714

Ichmensch = ich mir.

Ich vermisse die Vorschaufunktion sehr.


King for a day – Fool for a lifetime
12. Juli 2013 um 22:48  |  178715

apollinaris // 12. Jul 2013 um 22:42

Und ich würde in Gartenarbeit, Fotografie und anderen sehr schönen Dingen aufgehen

——–

Und da frag ich mich warum du es nicht einfach tust ?!
Gibt ohnehin so viel schönere Dinge im Leben, auch wenn man das in einem Fussballblog sicher nicht gerne hört.

Eine schöne Nebensache!
Nicht mehr – nicht weniger

Ich weiss schon warum …. ach egal

Trotzdem erste Testspielniederlge morgen


apollinaris
12. Juli 2013 um 22:53  |  178716

@king: weil ich noch mit der Spaltung gut leben kann. Ist denn das wirklich so schwer, zu begreifen?


King for a day – Fool for a lifetime
12. Juli 2013 um 22:53  |  178717

f.a.y. // 12. Jul 2013 um 22:46

@king: sagte ich doch im Text: “Schlimm ist, dass zum Beispiel Hertha irgendwann mitziehen oder untergehen wird.” Das betrifft mich dann direkt und darüber mache Ichmensch heute schon Gedanken.

———-

gehts darum aber nicht bei jedem Verein, jedes Jahr ?
Muss man doch als Herthaanhänger sehr genau wissen aus jüngster Vergangenheit …
Sogesehen sind wir in 2 jahren 2x untergegangen.
2x hat uns aber eben nicht Tradition, eine vorbildliche Satzung oder sonstwas wieder auferstehen lassen, sondern eben die Kohle


King for a day – Fool for a lifetime
12. Juli 2013 um 22:57  |  178718

apollinaris // 12. Jul 2013 um 22:53

@king: weil ich noch mit der Spaltung gut leben kann. Ist denn das wirklich so schwer, zu begreifen?

———

Das is ja hässlich
Da könnt ich ja schon wieder mit Totalitarismus anfangen …

Und ja, wenn man anderer Meinung ist, ist es schwer die andere zu verstehen

Hugh, Indianer hat gesprochen ?


mirko030
12. Juli 2013 um 22:59  |  178719

Juchu. Bald fängt die Bundesliga und diesmal kit Hertha wieder an. Es wird Zeit. Auf gehts Hertha kämpfen und siegen.


hertha-phil
12. Juli 2013 um 23:03  |  178720

Schöne Diskussion heute!

Ich möchte noch mal einen Punkt einwerfen, den ich echt nicht verstehe.

Klar habe auch ich eine Abneigung gegen das scheinbare Kaufen von Erfolg. Ich sehe nur, dass jeder Verein versucht, Finanzen zu akquirieren, um über bessere Spieler erfolgreicher zu sein als andere.

Jetzt der Punkt, den ich nicht verstehen kann: Warum darf man gegen RB Leipzig nicht spielen?


coconut
12. Juli 2013 um 23:08  |  178722

@f.a.y. // 12. Jul 2013 um 22:12

Wie ich schon schrieb:
Es hilft vielleicht der eigene Seele, ändert es aber nicht.

@apo

Ich denke hier muss man trennen.

Den ganzen Rest hast du ja schon relativiert, also habe ich meine Litanei dazu gestrichen.
Kommt davon, wenn die Hunde mal müssen müssen…. 😉

Es gilt nun mal:
Profisport ohne Kommerz geht schlicht und ergreifend nicht.
Das dann sozusagen im Sog, auch Unternehmen „auf den Zug“ aufspringen und sich einen Verein leisten, statt nur als Geldgeber ohne Stimme bereit zu stehen, ist für mich nur ein logischer Schritt.
Ich prophezeie, das es iw. nur noch Profivereine im Fußball geben wird, die eine Firma repräsentieren.

Ob ich das schön finde? Nö, aber ich habe das schon vor langer Zeit realisiert und akzeptiert.

Andererseits bedeutet das ja nicht, das es keinen Fußball Sport mehr ohne Kommerz geben wird. Nur kann dieser dann nicht beruflich betrieben werden.

Fußball zB. in unteren Ligen ist ja im Prinzip genauso spannend, nur auf einem geringeren Niveau. Diese Entscheidung muss jeder für sich selber treffen.

@Tsubasa // 12. Jul 2013 um 22:16

Nein, du schreibst:
„zwischen sterilem Sportereignis und Geld. Siehe Hertha…..“
Also implizierst du mit dieser Aussage Hertha hat weder was mit „sterilem Sport“ noch mit „Geld“ zu tun.

Abgesehen davon, strebst du ja offenbar nach mehr Erfolg für den Verein, was ja, wie du selber feststellst nur mit mehr Geld möglich sein könnte. Aber das sich dann kein Sponsor findet, der in ein „Vielleicht“ zig Mio.€ investiert ohne was zu sagen zu haben ist auch nicht das „Wahre“?
Du solltest dich mal entscheiden, was dir wichtiger ist. Erfolg im Profibereich bedeutet Geld investieren. Also wäre der einzig mögliche Weg einen Investor zu finden, der dann aber auch Einfluss nehmen wird. Dann könnte aus Hertha BSC ganz schnell Hertha RBSC werden (RBSC steht natürlich für Rasenballsportclub)…. :mrgreen:

Anders ausgedrückt:
Die Formel „Hey, ihr Firmen, reicht mal ordentlich Kohle rüber, damit wir Erfolg haben, aber ansonsten haltet euch raus“, geht ganz sicher nicht auf.


apollinaris
12. Juli 2013 um 23:10  |  178723

@King: mir fehlt gerade die Phantasie, was du meinen könntest. Du stellst seltsame Fragen, die darauf schliessen lassen, dass du mich nicht verstanden hast. Und du kommst mit Totalirismus um die Ecke? weil ich dich unterdrücke? weil ich deine Meinung herabsetze? oder wovon redest du gerade? du fragst mich, warum ich denn nicht eben schon Abschied vom Fussball nehme. ich antworte (trotzdem) brav: weil ich noch ganz gut mit dem Ist-Zustand leben kann. ist das denn wirklich so schwer zu verstehen (akzeptieren)?


coconut
12. Juli 2013 um 23:14  |  178724

@hertha-phil // 12. Jul 2013 um 23:03
…na weil DIE keine Tradition haben und ein Kunstgebilde sind.

Kunstgebilde sind zwar viele Vereine (MSV, alle SpVg’s usw.), aber das mit Tradition… 😆


coconut
12. Juli 2013 um 23:16  |  178725

Gute Nacht @all


apollinaris
12. Juli 2013 um 23:18  |  178726

Ccoco: mir ist auch schon lange klar, dass RB und VW die logische Folge des heissen Markts Profifussball ist. Wenn zugelassen wurde, dass Vereine sich mit einer Viertel Milliarde Euro verschulden können/dürfen, um ihre Vormacht zu behalten, war das klar. Die ersten Transfers, die zweistellig wurden machten klar, dass hier an einem neuen Rad gedreht wird. Die Investitionen, die Bayern, Real etc im Grossen und Hertha im Kleinen tätigen, sind absoluter Wahnsinn. Wenn nun Firmen kommen, die aus reinem monetären Interesse in den Fussball investieren wie nie zuvor, wenn das Sponsoring in neue Dimensionen vorstösst /weil anders diese Gelder gar nicht mehr verdient werden können, die man braucht, um zu überleben), glaube ich nicht mehr an die Anmut und an die Schönheit dieses Spiels. Dann ist es eben Rollerball..und hier scheiden sich dann die Geister, Mehr isses ja nicht.


apollinaris
12. Juli 2013 um 23:23  |  178727

schnell noch einen Satz, dann züchte ich virtuelle Rosen für die Rest-Nacht: ich finde nicht, dass man RB und das VW der letzten Jahre mit den bisherigem Sponsoring in der Buli gleichsetzen kann. Insofern sind wir gerade Zeugen einer neuen Entwicklung ( vorhersehbar, aber eben neu) Wir bekommen englische Verhältnisse. Mal sehen, ob der Fussball noch mal 100 Jahre hält..


hertha-phil
12. Juli 2013 um 23:26  |  178728

Gerade bei Anmut und Schönheit in Verbindung mit Fußball, @apo, muss ich an Barca denken, zwar ein Verein mit viel Tradition, aber die Schönheit des Spiels ist wohl eher den exorbitanten Transfers und Gehältern geschuldet.
Dann dürfte man doch nie CL ansehen und auch nicht gegen solche Vereine Freundschaftsspiele austragen?


Ursula
12. Juli 2013 um 23:29  |  178729

111ter, mein Gott, watten Glück!!!


King for a day – Fool for a lifetime
12. Juli 2013 um 23:35  |  178730

ach apo

mir hat nur eine kleine Anmerkung von dir nicht gefallen, darum hab ich etwas ausgeholt entgegen meinem Naturell.
Und nein, ich versteh dich auch nich immer
Damit aber auch genug da ich selbst dieses -Du und Ich- im Netz nicht mag

Morgen Coca-Cola gegen Red Bull
Da gibts hoffentlich wieder Spannenderes


jenseits
12. Juli 2013 um 23:42  |  178731

Vielen Dank, @f.a.y. und @Sir. Zwei sehr schön geschriebene Beiträge.

Ich kann @f.a.y.s Argumente sehr viel besser nachvollziehen. Übrigens Danke @f.a.y., Du hast auch gleichzeitig unglaublich viel Information für mich mit eingebracht.

Bezüglich der Retortenvereine habe ich eine wenig prinzipielle Haltung. Mir macht es schlicht keinen Spaß, wenn finanzielle Zuwendung beim Fußball überhaupt nicht mehr an vorhergende Leistung gekoppelt ist. Deswegen finde ich Bayer, VW, Hopp und RB ähnlich ärgerlich. Bei mir hat das aber nichts mit Tradition oder Ähnlichem zu tun.

Trotzdem mache ich bei Leipzig für mich eine Ausnahme. Denn in diesem Fall überwiegt bei mir die Freude, dass es einen Ausgleich für erlittene Unbill gibt und der Fußball dort wieder Fuß fasst, gegenüber dem Ärger wegen der ganzen Ungerichtigkeit. – Ach, wie schön tröge formuliert.


Ursula
12. Juli 2013 um 23:46  |  178732

Ich benutze diese „Vorschaufunktion“ NIE,
sonst hätte ich diese „Kleist-Funktionen“
nicht! Also der „apo“ hat sich viel Mühe
gegeben, sich zu erklären, und JEDEM
zu antworten! Danke!


aufziehvogel
12. Juli 2013 um 23:49  |  178733

Die so viel beschworene 50+1-Regel wird durch RB Leipzig nicht verletzt, weil sie nicht für Vereine gilt, sondern für deren ausgegründete Kapitalgesellschaften (die mittlerweile ja die meisten Vereine für ihre Profiteams und deren Vermarktung ins Leben gerufen haben).
Nur eben RB Leipzig nicht! Ergo ist der Hinweis auf diese Regel völlig ungeeignet für sachliche Kritik am Modell Red Bull.


Bolly
12. Juli 2013 um 23:56  |  178734

Oh zu Ende der Kintopp „King@Apo Reloaded“ War zwischen durch spannend, aber wie das immer bei Serien ist-wenn Sie prickelnd werden, geht’s zu Ende & beim nächstenmal kommt man nicht mehr rein & Neue Personen sind wieder aktuell. Gute Nacht & ein schönes Weekend@all


King for a day – Fool for a lifetime
13. Juli 2013 um 0:08  |  178735

@ Bolly

Entgegen der Pro7-Richtlinie …
We don’t want to entertain you !


Bolly
13. Juli 2013 um 0:16  |  178736

@King Lach…

😆 „It’s not over until the fat lady sings.“ 😉


BaerlinerHerthaFan
13. Juli 2013 um 0:27  |  178737

Alle die hier so schön sagen „Lieber RB Leipzig als die arroganten Bayern“. Glaub ihr wirklich, Leipzig ist besser?

Die Bayern haben sich das wenigtens über Jahrzente aufgebaut. Das ist ein Verein der normal Mitglieder haben kann. Klar kaufen die alles weg und das ist Scheiße. Aber RB wird das doch auch machen, sobald die in der 1.Liga sind und dann gibt es nur noch RB Leipig und Bayern München. Vielleicht mal so ein Verein wie Dortmund in den letzten Jahren, der es schafft mit guter Arbeit ran zu kommen. Aber am Ende gewinnt das Geld.
Mich stört an RB, dass es alles von heute auf morgen aus dem Boden gestampft wird.
Die Strukturen eines normalen Vereins werden komplett verraten. 800€ Mitgliedsbeitrag, damit auch ja kein Pöble über die Zukunft des „Vereins“ bestimmt sondern RB in Ruhe ihre Fußball-Marketingkampagne durchziehen kann. Es gibt wirklich keinen Verein in Deutschland den ich Hasse, aber RB ist Dreck.
Selbst Hoffenheim ist noch ein Verein, trotz Hopp. Auch wenn die genauso wenig Fans zu den Auswärtsspielen (gitl auch für Bayer und VW) bringen wie RB das tun wird. Den Fans kaufe ich noch Leidenschaft für ihren Verein ab, aber RB-„Fans“ sicher nicht. Das sind doch nur Leute, die jetzt dabei sind, weil sie hören in drei Jahren geht´s in die CL. Das schlimme ist, das wird wohl auch funktionieren, weil Geld am Ende doch Tore schießt…meistens.


hurdiegerdie
13. Juli 2013 um 0:40  |  178738

Die Angst vor einer Profiliga? Haben wir die nicht schon sowieso? Der Auf- und Abstieg spielt sich doch eh nur noch im ganz engen Rahmen ab. Natürlich mit Ausnahmen, wie Frankfurt, die einfach als Mittelfeldmannschaft soviel Geld gespart hatten, dass sie nach dem Abstieg nachrüsten konnten.

Hier mal die Absteiger seit 2000:
2000/2001 SpVgg Unterhaching
Eintracht Frankfurt
VfL Bochum
2001/2002 SC Freiburg
1. FC Köln
FC St. Pauli
2002/2003 Arminia Bielefeld
1. FC Nürnberg
Energie Cottbus
2003/2004 Eintracht Frankfurt
TSV 1860 München
1. FC Köln
2004/2005 VfL Bochum
Hansa Rostock
SC Freiburg
2005/2006 1. FC Kaiserslautern
1. FC Köln
MSV Duisburg
2006/2007 FSV Mainz 05
Alemannia Aachen
Borussia Mönchengladbach
2007/2008 1. FC Nürnberg
Hansa Rostock
MSV Duisburg
2008/2009 Energie Cottbus
Karlsruher SC
Arminia Bielefeld
2009/2010 Hertha BSC
VfL Bochum
2010/2011 Eintracht Frankfurt
FC St. Pauli
2011/2012 1. FC Köln
1. FC Kaiserslautern
Hertha BSC
2012/2013 SpVgg Greuther Fürth
Fortuna Düsseldorf

Und hier mal die Aufsteiger seit 2000
2000/2001 1. FC Nürnberg
Borussia Mönchengladbach
FC St. Pauli
2001/2002 Hannover 96
Arminia Bielefeld
VfL Bochum
2002/2003 SC Freiburg
1. FC Köln
Eintracht Frankfurt
2003/2004 1. FC Nürnberg
Arminia Bielefeld
FSV Mainz 05
2004/2005 1. FC Köln
MSV Duisburg
Eintracht Frankfurt
2005/2006 VfL Bochum
Alemannia Aachen
Energie Cottbus
2006/2007 Karlsruher SC
Hansa Rostock
MSV Duisburg
2007/2008 Borussia Mönchengladbach
TSG Hoffenheim
1. FC Köln
2008/2009 SC Freiburg
FSV Mainz 05
1. FC Nürnberg
2009/2010 1. FC Kaiserslautern
FC St. Pauli
2010/2011 Hertha BSC
FC Augsburg
2011/2012 SpVgg Greuther Fürth
Eintracht Frankfurt
Fortuna Düsseldorf
2012/2013 Hertha BSC
Eintracht Braunschweig

Wenn ich mir das Ganze so angucke, sind viele wohl gänzlich weg. Ein paar haben es geschafft die Liga konstanter zu halten:
Freiburg, Nürnberg, Gladbach, Hannover, Mainz, Frankfurt, Hoffenheim

Und wer hat diese auf der Reihe mit (fast-) Meisterschaft. Stehen sie nicht eher auf der Liste als Mannschaften, mit denen Hertha um den abstieg konkurrieren wird. Also, wenn ich aus denen wählen müsste oben mal angreifen zu können, vermutlich Hoffenheim (und natürlich Gladbach).

Und wo spielen die bis auf Ausnahmen? Irgendwo im Niemandsland mit Tendenz eher zum Abstieg als Euro-League (ja ich weiss, Hannover, vor einem Jahr nach langer Phase auch mal Gladbach, dieses Jahr mal Freiburg und Frankfurt).

Ich weiss nicht, wei das gelayoutet rüberkommt. Ich glaube meine Vorschau geht nicht.


Traumtänzer
13. Juli 2013 um 1:08  |  178740

Wie ich schon im anderen Thread schrieb: Hertha, nicht nur auf die eigenen Fans hören. Ruhig auch mal das machen, was alle anderen in dem Business machen – und Fußball ist Geschäft – Geld mitnehmen und gut. Wenn ich schon beim Tagesspiegel lese, dass Herthafans sagen, ihnen sei das RB-Spiel peinlich gegenüber der Restrepublik… lachhaft. Leute, wisst Ihr, was mir peinlich gegenüber Fußballdeutschland ist? Dass wir in den letzten 3 Jahren zweimal abgestiegen sind und dabei vor allem das WIE!!!

Die ganze Diskussion ist doch echt scheinheilig. Wenn wir sonst nichts zum Aufregen haben, unso besser.

Jute N8!


pathe
13. Juli 2013 um 1:19  |  178741

Ursula // 12. Jul 2013 um 22:20
Zumindest in diesem Blog, so hoffe ich, ist dieses Thema dann Vergangenheit. Denn sollte es hier nicht in erster Linie um Hertha BSC gehen? Dass man dieses Thema mal aufgreift, da wir gerade gegen die spielen, kann ich noch nachvollziehen. Morgen noch eine Analyse des Spiels gegen RB Leipzig und danach sollte man es nach meinem Empfinden aber dabei bewenden lassen.


Herthas Seuchenvojel
13. Juli 2013 um 1:45  |  178742

sorry, OT
nur für @sunny

Froome seh ick langsam ähnlich wie du

das Einzelzeitfahren mal genauer angeschaut
Pernot aß wie ein Affe uffen Schleifstein, alle paar Hundert Meter nur am Rutschen
dem Mechaniker, der das eingestellt hat, würd ick…

Andy Schleck saß sauber, 1 A Leistung, schräg angestellter Sattel zum Durchdrücken, glatt fürs Lehrbuch
aber seitdem sie seinen Bruder erwischt haben, scheint bei ihm nen Umdenken stattgefunden zu haben, unter ferner liefen diesmal
okay, 5 x luxenbuergischer Zeitfahrmeister sagt janüscht, ick war auch regelmäßig in der Top 10 Potsdams, dat sind ähnliche Relationen bei der Bevölkerung

Tony Martin hab ick verpasst, Folge der Nachtschicht , aber ick mag ihn
wenn er mal konstant fahren würde und ohne Stürze, wäre Platz 10 drin
für mehr fehlt ihm die Erfahrung und das Alter

Cadel Evans, hmm..hat mir bei T-Com nicht gefallen, weil zu anfällig
der Giro steckt ihm arg in den Knochen, ZWEI Dreiwochen Touren am Stück sind einfach zuviel

nicht das man nur Raubbau betreibt, weil man die 11.000 Kalorien täglich nicht wirklich aufnehmen und verarbeiten kann, von Damm- und Darmproblemen rede ick janicht erst

nun zu Froome, ick befürchtete echt Schlimmes bei den ersten beiden Zwischenzeiten
im 3.Drittel brach er aber ein
kein Wunder, Martin ist es gewohnt, die gesamte Strecke auch mal 90 min mit 98 % zu bolzen
für Froome war es zuviel, und daran lag einzig und allein sein Fahrstil
während Schlecki schnurgerade fuhr, pendelte bei ihm der Rennmaschinenschwerpunkt nicht sauber durch
auf deutsch: er fuhr Schlangenlinien
da muss sich keiner wundern, daß am Ende 5% mehr Strecke uffen Tacho stehen
5% von 30 km sind 1,5 km
seien wir mal fair und geben ihm nur 750 m, das sind immernoch 60 sec, die ihm den Sieg bei gleicher Leistung gekostet haben

mich begeistert Kittel gerade
dazu Greipel, Fothen,Degenkolb, Voigt und Greschke (der vor ein paar Jahren nen preisverdächtiges Tourbuch führte, schade drum )

sorry fürs OT, war aber mal nötig


randberliner
13. Juli 2013 um 2:16  |  178743

Wer besorgt endlich mal Medizin für Ursula?


Herthas Seuchenvojel
13. Juli 2013 um 2:31  |  178744

@<Dan, schick mir mal deine Nummer oder muss ick erst den Leuchtturm anrufen?
bin zu erreichen unter

null eins fünf zwei zwei zwei drei drei sieben neun neun null
(weeßt doch, die NSA liest mit 😉 )
bin ab 13 Uhr im Städchen 😉


Joey Berlin
13. Juli 2013 um 8:41  |  178757

@SirHenry

„Leider wird nie erläutert, wie viele Spielzeiten, Titel, Abstiege, Europacupduelle und verpasste Chancen notwendig sind, um aus einem schlichten „Verein“ einen „Traditionsverein“ zu machen.“

Es fehlt noch das Gründungsdatum als entscheidendes Kriterium… ich schlage mal als Stichtag den 20. Januar 1966 vor, alles was später gegründet wurde, hat leider den Geruch von Retorte! (da hat der 1. FC Union Berlin gerade noch mal Glück gehabt 🙂 )

@Traumtänzer

„Die ganze Diskussion ist doch echt scheinheilig.“

So isses!!


kraule
13. Juli 2013 um 9:23  |  178758

Morgen.

Ich bin heute Fußball gucken:
RB Leipzig vs Hertha BSC!

Ich freue mich auf das Spiel.
Erste Standortbestimmung!
Und die Bullen wollen ganz bestimmt gut aussehen und sich Selbstvertrauen vor dem 1.Saisonpflichtspiel holen.

Frage an die Boykott Fans:
werdet ihr euch den Spielbericht durchlesen und interessiert euch der Spielausgang?
Ernst gemeint!!!


Joey Berlin
13. Juli 2013 um 9:39  |  178761

@kraule // 13. Jul 2013 um 09:23,

wünsche viel Spaß, wird sicher ein bessere Kick als dieser Langweiler bei den Förstern. Die einen spielen 2. Liga, die anderen wollen in die CL keiner weiß warum. 😉


ubremer
ubremer
13. Juli 2013 um 9:48  |  178762

@kraule,

Immerhertha freut sich über jede Info zum/rund um das Spiel, die Du hier ablädst


Herthas Seuchenvojel
13. Juli 2013 um 10:02  |  178763

@kraule : immerhertha-Runde 14.30 vorm Stadion?


Fnord
13. Juli 2013 um 10:19  |  178764

Bin gestern gar nicht zum Lesen gekommen und auch jetzt in Eile, daher nur kurz:

@Sir, @f.a.y.: Ihr habt es geschafft beide Seiten gut darzustellen, dafür meinen Dank. Vor allem f.a.y.s Beitrag hat mir das Problem nocheinmal richtig verdeutlicht. Danke!


f.a.y.
13. Juli 2013 um 10:32  |  178765

@kraule: der Blog ist zwar sehr beliebt, aber viele FKOler werden hier wohl nicht lesen.

@aufziehvogel: sie wird aber grade eben durch dieses Modell unterlaufen.

Allen heute beim Spiel viel Spass, komplett ernst gemeint und ohne Subtext.


apollinaris
13. Juli 2013 um 10:45  |  178766

@herthaphil: nö, das ist Schmarrn: schön hatte schon Brasiliens Pele-Mannschaft gespielt; Maradonnas Argentinien, Deutschland 1972 , Gladbach in den 70ern, Overath, Manni Katz…Die Schönheit des Fussballs meinte ich anders: Fussball hat ne Seele. Und die ist nicht schnellzu definieren. @ Hurdi hat es schon ganzbgut beschrieben: es ist ein schleichender Prozess. Für mich ist abzusehen, wann der Proletensport fussball, der zum Volkssport wurde, die nächste Verfwandlung erhält. Sie ist seit längerem in Vollzug. Und ich ahne, mich wird das Ergebnis in 10 Jahren nicht mehr so interessieren wie heute noch. Einzig meine eongeborene Skepsis hält mich noch beim Fussball. Skepsis in diesem Sinne:
“ ich bin zu skeptisch, um Pessimist zu sein“ – Milan Kundera
So, ich fahre jetzt ins Grüne..


coconut
13. Juli 2013 um 11:02  |  178768

@apo

Ich kann dich gut verstehen. Deshalb hat der Fußball für mich auch nicht mehr den Stellenwert wie früher. Dennoch sehe ich so tolle Spiele wie zB. das letzte CL-Finale aber gerne.

Das perverse an der Sache ist doch:
Wir sind ja selber Schuld!
Hätte der Fußball bei uns nicht diese Beachtung, würden wir über „Kunstwerke“ wie RBL und Co. gar nicht Diskutieren…


ubremer
ubremer
13. Juli 2013 um 11:10  |  178770

@Luhukay,

gestern schon von @sunny zusammengefasst, nun in Originalform: Das Trainer-Interview im Kicker. Mit interessanten Aussagen zu Wagner, Ramos und der Situation im Sturm, zu Lustenberger und zu Ronny – hier


Joey Berlin
13. Juli 2013 um 11:27  |  178774

@Preetz

Luhukay: „Sehr sinnvoll. Hertha sollte mit dem Manager bald verlängern, um Unruhe zu vermeiden. Wenn du als Klub Kontinuität als Ziel ausgibst, musst du auf den wichtigen Positionen damit anfangen.“

Klingt erst mal vernünftig, wird aber trotzdem bei einigen ein „Nase rümpfen“ hervorrufen. Bei mir nicht, wenn sich beide einig sind ist das positiv und die Chemie scheint zu stimmen.


Agerbeck
13. Juli 2013 um 11:27  |  178775

@whatsapp
mail an immerhertha@arcor.de mit username und handynummer. dann wird euch der user „todde“ in den stadiontreffpunkt-chat aufnehmen.

bitte sehr gerne infos zum spiel nachher. mich interessiert, ob hertha spielt. nicht ob rbl spielen kann, darf oder was auch immer.
kann ich eh nichts ändern dran! trotzdem tiefrotes tuch. mehr ggf. später!


13. Juli 2013 um 12:11  |  178779

Vielen Dank ubremer für ein wieder mal sehr spannendes Thema heute 🙂
Und nachdem ich mich nun rund 1,5 Stunden hier durchgelesen habe, sind mir auch ein paar Gedanken dazu gekommen.
@apo brachte das Bespiel mit TeBe (für die ich, wie schon an anderer Stelle erwähnt, auch immer sehr viel Sympathie hatte) und der Göttinger Gruppe. Auch ein Sponsor der den Verein fest in der Hand hatte und sogar den damaligen Präsidenten stellte, war bei den meisten TeBe Anhängern nicht sehr beliebt. Ähnlich wie @f.a.y. oben schrieb, sagten auch einige, das sie lieber in die 4., 5. Liga gehen würden….usw…usw…
Mit der Göttinger Gruppe war TeBe aber so um die Jahrtausendwende sogar mal Tabellenführer der 2. Bundesliga! Und heute? ….Berlin Liga….
Und an dieser Stelle muss ich doch mal hinterfragen, was ich selbst eigentlich will? Ja genau, ich will guten Fußball sehen, gerne auch mit Spielern die außergewöhnliche Dinge können und zeigen! Gehe ich heute zu TeBe, was (aus alter Verbundenheit?) auch nur noch ein oder vielleicht zweimal pro Saison vorkommt, kenne ich gar keinen Spieler mehr, weil die eh alle halbe Jahre mal wechseln. Und der Fußball… na ja…. Da könnte ich dann eigentlich auch ein paar Straßenjungs beim Kicken zuschauen!?
So habe ich dann jedenfalls vor rund 10 Jahren meine Liebe zu Hertha (ja, mein Opa ist auch schon in den 70ern mit mir ins Oly gegangen) wieder entdeckt und versäume seitdem (wenn auch oft nur bei sky) kein Saisonspiel mehr. Gerne würde ich natürlich Hertha auch wieder international spielen sehen. Und in dem Punkt bin ich (wie auch schon damals zu TeBe Zeiten) ganz bei @wilson: Warum nicht auch mit dem „dunklen Lord“, wenn er mir schöneren Fußball verspricht?
Bin ich jetzt ein Eventfan oder gar käuflich?
😉


dewm
13. Juli 2013 um 12:14  |  178780

Vielleicht komme ich nun etwas spät, aber besser später als nie: Schön, dass zwischen dem SIR und mir mal ein Reibungspunkt besteht.

@F.A.Y.: Perfekt zusammengefasst. DANKE! Die von Dir herausgearbeiteten Punkte sind sehr wohl die „feine Klinge“. Es gibt bei dem Thema klare Unterscheide zu den im Zusammenhang immer genannten Clubs aus Leverkusen, Wolfsburg und Hoffenheim. Die Keule (oder Kanone) der Vereinfachung einer differenzierten Problematik nutzen eher jene, die argumentieren beim Sponsoring großer (sportlicher) Leistungen wäre alles, aber auch alles erlaubt. Sonst gäbe es die tollen Leistungen nicht, da diese nicht finanzierbar wären. Es gäbe also keine Grenze. DU @F.A.Y. hältst dem klar entgegen, was eben nicht so einfach herauszuarbeiten ist: Es gibt diese Grenze eben doch! Und ich bin sicher, dass es diese für jeden gibt. Wir, also DU, ich und einige andere setzen diese recht tief. Viel weiter unten an als andere. Ich denke, es ist gut, dass es uns gibt. Denn Diskurs hilft immer in der Demokratie. DANKE!

Schade, dass wir anscheinend in der Minderheit sind. Schauen wir einmal was als nächstes kommt. Denn die Verschiebung der bisherigen Grenze durch das „Marketingtool“ (großartige Bezeichnung!) RB Leipzig scheint durch zu sein…


zippo
13. Juli 2013 um 13:50  |  178786

geld gewinnt anscheinend doch spiele!
also solange meine mannschaft solche tore produziert,darf sie meinetwegen auch von red bull gesponsert sein.
guckt ihr:

http://www.youtube.com/watch?v=wlqsO3UYgyU


Kamikater
13. Juli 2013 um 14:03  |  178787

@Regionalliga
…still und heimlich hat die Regionalliga Bayern begonnen. Hab ich gar nicht mitbekommen dass die jetzt schon spielen.

Ansonsten bin ich vielleicht der einzige der heute Nachmittag gerne wüsste, wie das Spiel ausgeht und ob man das irgendwo sehen kann…

Dennoch mag das ja einen Ticker oder Übertragung geben?

Danke Euch für die Infos. Gruss aus der Klinik.


HerthaBarca
13. Juli 2013 um 14:06  |  178789

Grüße aus Dessau:
Sitze mit @Elaine, @Dan mit Tante, Sohnemann und ich auf der Tribüne! Wir sitzen links oberste Reihe!
Wetter schön! Haupttribüne gut gefüllt! Fanblocks beider Seiten noch sehr dünn!
Noch jemand da?


Dan
13. Juli 2013 um 14:09  |  178790

ein paar Immerhertha Boykottbrecher sitzen auf derTribüne T3 oberste Reihe 17 – 19


Kamikater
13. Juli 2013 um 14:15  |  178792

Könnte einer von Euch tickern?
🙂


HerthaBarca
13. Juli 2013 um 14:16  |  178793

Ja, wir tickern!


13. Juli 2013 um 14:17  |  178794

Ich öffne heute meinen Briefkasten, und was finde ich?

Ein 32-seitiges farbiges „BZ“-Extra „Union feiert die Alte Försterei“.

Schlimmer geht’s nimmer.


Kamikater
13. Juli 2013 um 14:21  |  178795

@hbsc1892
Ach lass sie doch feiern. Konkurrenz belebt das Geschäft in dieser Stadt. Wir profitieren auch indirekt durch deren Regionalhype.
😉


Bolly
13. Juli 2013 um 14:26  |  178796

Moin @ all

Super zwecks Tickern-Sitze entspannt nach knappen Tennismatch am Plötze & warte auf Eure Eindrücke. Euch viel Spass beim Spiel, viele Tore & passt uff de Sonne auf 😉


Wünschenswert
13. Juli 2013 um 14:29  |  178797

Tolle Beiträge die man hier lesen kann!
Man sollte allerdings nicht vergessen, das es sich auch bei diesem Spiel um ein Benefitzspiel handelt. Die Einnahmen aus der Kartenverkauf und auch sonstige Einnahmen sollen komplett gespendet werden. Auch wenn es mir nicht gefällt, ein Benefitzspiel gegen den 1. FC Barfuß Leipzig-Vorstadtverein hätte warscheinlich, blendet man den Boykott des Spiels aus, weit aus weniger eingebracht, als ein Spiel Erst- gegen Drittligist. Ich hoffe also das trotz RBL viele Leute kommen, kann aber jeden verstehen der wie ich auch eher bei f.a.y. ist.


Jay
13. Juli 2013 um 14:29  |  178798

gibt es keinen Stream für das Spiel?


HerthaBarca
13. Juli 2013 um 14:34  |  178799

14:30

Beide Mannschaften auf dem Platz, um sich aufzuwärmen!
Leipzig war ca. 5 min früher da!


HerthaBarca
13. Juli 2013 um 14:36  |  178800

Mukhtar, Schulz, Ronny und Ramos machen sich abseits der anderen mit Ball hoch halten separat warm! Scheint so, dass die vier nicht zur ersten Mannschaft gehören!


13. Juli 2013 um 14:37  |  178801

Kamikater // 13. Jul 2013 um 14:21:

„Wir profitieren auch indirekt durch deren Regionalhype.“

Ja, es gibt hier in Schöneberg sogar einen einzigen Union-Fan.

Der ist in seiner Union-Jacke aber sehr unlocker – wenn man dem mit einem Augenzwinkern zuruft, „Hey, falscher Bezirk“ reagiert der sofort sehr aggressiv – anstatt das alles einfach locker zu sehen.


HerthaBarca
13. Juli 2013 um 14:37  |  178802

Von den Blog-Pappies noch keiner zu sehen!


13. Juli 2013 um 14:40  |  178807

HerthaBarca // 13. Jul 2013 um 14:37:

„Von den Blog-Pappies noch keiner zu sehen!“

Das werden die beiden mit den „Ballack-Masken“ sein 🙂


moogli
13. Juli 2013 um 14:56  |  178810

@Agerbeck

Danke für Deine Antwort zu whatsapp


kai
13. Juli 2013 um 15:03  |  178816

gibt es ne aufstellung


Joey Berlin
13. Juli 2013 um 15:16  |  178822

Unter Vorbehalt: Kraft – Pekarik, Franz, Lustenberger, Holland – Niemeyer, Kluge – Ben-Hatira, Baumjohann, Sahar – Lasogga.

Leider nichts anderes gefunden. 😉

https://twitter.com/DieRotenBullen


jenseits
13. Juli 2013 um 15:21  |  178824

Es geht übrigens drüben mit einem neuen Blogeintrag weiter… 😉


moogli
13. Juli 2013 um 15:43  |  178833

@Agerbeck

Leider kann ich keine Email an den Empfänger absetzen, bin offenbar zu blöd für all die neuen Medien 😉


zk
14. Juli 2013 um 11:13  |  178930

Hmm, 50+1 gilt doch nicht für Vereine sondern nur für Kapitalgesellschaften. RB Leipzig hat aber keine Kapitalgesellschaft.

7 oder 9 stimmberechtigte Mitglieder sind schon mal 5 oder 7 mehr als bei Frankfurt bei denen nur Bruchhagen und Hellmann das Sagen über die Kapitalgesellschaft hat und die ätzen nur gegen RB Leipzig.


ubremer
ubremer
14. Juli 2013 um 12:24  |  178935

@zk,

dass Eintracht Frankfurt so um die 17.000 Mitglieder hat, ist Dir bekannt, oder?
Ebenso wird Dir bekannt sein, dass die Eintracht-Mitglieder einen Aufsichtsrat wählen. Dieser Aufsichtsrat bestimmt dann die Geschäftsführung (Bruchhagen/Hellmann).
Heißt im Umkehrschluss: Der Aufsichtsrat kann die Geschäftsführung abberufen.
Wird der Aufsichtsrat in einer Krisensituation nicht aktiv, können die Mitglieder den Aufsichtsrat abwählen und einen neuen Aufsichtsrat wählen. Der dann wieder sich mit der Geschäftsführung befasst.
Das hat klar demokratische Elemente.
Wie ist das bei RB Leipzig? Wer beruft da die sportliche und wirtschaftliche Geschäftsführung?

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