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(mey) – Wer sagt, dass so eine Vorbereitung auf die Rückrunde in der Bundesliga wenig farbenfroh ist, der irrt. Als die Profis von Hertha BSC heute Nachmittag nach der Trainingseinheit vom Feld stapften, zeigte der Himmel über dem Schenckendorffplatz, was er kann.

Aber schaut selbst (zu sehen sind die drei Torhüter Thomas Kraft, Rune Jarstein und Marius Gersbeck, die übrigens noch eine Extraschicht einlegten und Flanken-Abfangen mit Torwarttrainer Richard Golz übten):

 

Übrigens: Wer Lust hat, mir auf Twitter zu folgen, der klicke bitte auf den „Folgen“-Button. Die Kollegen @ub und @seb findet ihr hier und hier. Das könnte interessant werden, denn wir versuchen, euch auch aus dem Trainingslager in Belek am Donnerstag über Twitter mit den neusten Infos zu beliefern.

Lärm auf dem „Schencke“

Die Einheit heute war geprägt von Spielformen, und eines fällt jetzt schon nach drei Trainingstagen im neuen Jahr auf: Es ist Bewegung drin bei den Berlinern. Als ich etwas verspätet den kleinen Hügel zum Trainingsgelände hinauflief, hörte ich die Hertha-Profis schon von weitem. „Gut Peter!“ „Ran, ran!“ „Weiter Maik!“ Es scheint, als bräuchte der Berliner Bundesligasechste wenig Anlaufzeit, um wieder auf Hochtouren zu kommen.

Das dürfte ganz nach dem Geschmack von Trainer Jos Luhukay sein. Er sagte heute nach dem Training:

„Die Jungs sind fleißig und haben sofort wieder ein hohes Tempo aufgenommen. Das stimmt mich sehr positiv für die kommenden Wochen bis zum Rückrundenstart.“

Ben-Hatira auf dem Weg der Besserung

Einer fehlte heute allerdings auf dem Trainingsplatz: Änis Ben-Hatira. Nach der Aufregung um den Deutsch-Tunesier, der am Freitagabend einen ziemlich unangenehmen Zwischenfall mit der Polizei hatte, zog er gestern Nachmittag bei der Laufeinheit wieder im Kreise seiner Kollegen am dem Schenckdorffplatz seine Runden.

Heute absolvierte Ben-Hatira am Vormittag eine individuelle Laufeinheit und machte am Nachmittag, während die anderen Hertha-Profis am dem Platz trainierten, Kraftübungen in der Kabine.

Zwar hatte sich sein Trainer Jos Luhukay am Freitag noch etwas kryptisch über eine Teilnahme Ben-Hatiras am Trainingslager in der Türkei geäußert. Doch Zweifel daran, dass der flinke Flügelspieler in Belek dabei sein wird, gibt es nicht. Er befindet sich auf dem Weg der Besserung und wird am Donnerstag mit im Flieger Richtung Antalya sitzen.

Immer wieder das Sprunggelenk

Ich kann mich erinnern, dass Ben-Hatira im vergangenen Jahr just um diese Zeit auch an einer Sprunggelenksverletzung laborierte. Damals allerdings war sie komplizierter, und der Deutsch-Tunesier fehlte monatelang. Erst langsam fand er in der Rückrunde der Zweitligasaison wieder zur alten Form.

In der Bundesliga-Hinrunde aber, das ist zumindest meine Meinung, haben wir den bisher besten Änis Ben-Hatira gesehen, seit er 2011 vom HSV zurück nach Berlin gewechselt ist.

Frage an euch: Wie groß seht ihr Ben-Hatiras Anteil am Erfolg der Mannschaft in der Bundesliga-Hinrunde? Wie schlimm wäre ein eventueller Ausfall Ben-Hatiras zu Beginn der Rückrunde? Könnte Nico Schulz ihn adäquat ersetzen?

Morgen trainieren die Herthaner gleich zwei Mal um 10 Uhr und um 14.30 Uhr.

Erinnerungen an den „Schwarzen Panther“

Zum Abschluss erinnern wir uns heute aus aktuellem Anlass an einen der Großen des Weltfußballs. Portugals Stürmerlegende Eusébio ist im Alter von 71 Jahren an einem Herzstillstand gestorben. Sein Tore aber bleiben:

Ein Ausfall Ben-Hatiras zum Start der Rückrunde wäre...

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97
Kommentare

Blauer Montag
5. Januar 2014 um 17:37  |  222412

Jold 😀


Blauer Montag
5. Januar 2014 um 17:38  |  222413

Langsam mache ich mir Sorgen um rasi_hasi … 😕


5. Januar 2014 um 17:38  |  222414

🙂


rasiberlin
5. Januar 2014 um 17:39  |  222416

lebe noch… 😉


Blauer Montag
5. Januar 2014 um 17:42  |  222418

Weiterhin gute und vollständige Genesung für Änis und seine Zwillingsschwester.


5. Januar 2014 um 17:48  |  222420

Änis ist eine gute Option für die Offensive, habe auch das Gefühl, dass er in diesem Jahr besser war als „je zuvor“, weil auch sehr konstant.
Vor allem bringt er Qualitäten ein, die seinen Konkurrenten auf „seinen“ Positionen fehlen: Dribbelstärke, Handlungsschnelligkeit.
Ein Fehlen wäre bitter, aber (kurzfristig) zu kompensieren.


backstreets29
5. Januar 2014 um 17:59  |  222421

ÄBH hat sicher seine stärkste Halbserie gespielt, dennoch bringt er mich mit seinem Gerenne in 3 Mann immer mmal wieder zum Wahnsinn.
Aber es heisst ja nicht umsonst: Genie und Wahnsinn liegen eng beieinander.
Einen Ausfall seinerseits seh ich recht entspannt, weil wir genügend gleichwertige Alternativen haben


sunny1703
5. Januar 2014 um 18:07  |  222422

Ich vergleiche ÄBH immer ein wenig mit Ebert. Er muss meistens im LM spielen,weil Schulz noch nicht so konstant ist und offensiv nicht die Klasse hat. Aber für mich ist eigentlich ÄBH eher jemand der das Spiel macht als einer der Flügel rauf und runter rennt, eben wie bei Ebert.

lg sunny


backstreets29
5. Januar 2014 um 18:11  |  222423

Sowohl Ebert als auch ÄBH sind als Spielmacher ungeeignet und haben mehrfach gezeigt, dass sie da überfordert sind


ft
5. Januar 2014 um 18:13  |  222424

Ich lass mich ja gerne mal vom Fußball ablenken.
Der Vorfall mit ÄBH beschäftigt mich schon mehr als normal.
Und zwar stellt sich mir, nach dem lesen des Artikels darüber, die Frage:

Was muß da von wem der polizei mitgeteilt worden sein, dass die gleich mit offener Handfeuerwaffe
auf die Familie zu gehen ?
Das macht doch kein Polizist wenn es um “ den normalen Streit“ zwischen zwei Menschen geht.
Das ist doch völlig überzogen und gegen das Gebot der Verhältnismäßigkeit der Mittel.
Die sofortige Entschuldigung der Polizei an Ort und Stelleläßt mich obendrein vermuten, dass das gezielt gegen den Hatira Clan angezettelt wurde.


5. Januar 2014 um 18:15  |  222425

ÄBH soll aufgrund seines Ehrgeizes bloß nichts über’s Knie brechen. Immer schön langam gesund werden – und dann richtig angreifen.

Ansonsten befürchte ich einen Verletzungsrückfall, der vielleicht einen noch längeren Verletzungsausfall nach sich ziehen könnte.

Und Schulz macht das doch gut und wird immer sicherer und konstanter.


jenseits
5. Januar 2014 um 18:22  |  222426

Änis‘ Verletzung ist bitter, kann aber kompensiert werden. Mit Schulz oder Skjelbred auf seiner Position ist es aber dennoch ein anderes Spiel.

Mir tut es leid, weil er schon wieder einmal nicht auf seiner Erfolgswelle weiterschwimmen kann und erneut nach wochen- bis monatelanger Verletzungspause ins Training einsteigen muss.

Es geht wahrscheinlich auch ohne ihn, aber mit einem fitten Ben-Hatira geht’s Hertha besser.

@backstreets29 // 5. Jan 2014 um 18:11

Gegen Bayern spielte Änis OM und ich fand, er hat das sehr gut gemacht.


backstreets29
5. Januar 2014 um 18:25  |  222427

ÄBH ist keiner der das Spiel dominant gestalten kann, so wie es Baumjohann tut.
ÄBH hat dann seine Stärken, wenn er sich im 1 gegen 1 durchsetzen kann.
Oft genug vertändelt er oder er läuft sich fest, wobei das natürlich auch ein Stück weit seiner Spielanlage geschuldet ist


sunny1703
5. Januar 2014 um 18:31  |  222428

@backs

Das sehe ich eben anders als Du. Für mich hatte er dann seine Stärke als er nicht immer nur 1 gegen 1 musste,sondern auch das Spiel machen durfte. Eberts Leistung besserte sich auch,wenn er nicht den Flankengott spielen musste. Beide insbesondere ebert mussten da spielen wo sie spielen, weil andere noch schlechter waren. Schulz macht sich aber dort inzwischen wirklich gut.

Wie bei allem Geschmackssache, würde gerne mal wissen,wie die Spieler sich selber sehen.

lg sunny


elaine
5. Januar 2014 um 18:32  |  222429

@ft
Es war wohl so, dass Passanten gesehen hatten, wie eine Frau einen Mann gekratzt hatte, der sie dann in einen Wagen zog. Wenn man die Hintergründe nicht kennt, kann man schon von schlimmerem ausgehen.
Die Strafanzeige wird dann wohl auch nieder geschlagen?
Ich finde es auch gut, dass ein paar Leute die Polizei informiert hatten, als sie dachten, dass da etwas schief läuft.


5. Januar 2014 um 18:33  |  222430

Ich würde das sehr bedauern. Hatte mich ja schon häufig zu Hatira geäussert. Ich halte ihn ( mittlerweile) für kaum ersetzbar.mEr hat Fähigkeiten, die in diesem Kader höchat selten anzutreffen sind. Nicht ganz zufällig spielte er immer, wenn er fit war. Ein sehr wichtiger Bestandteil der Strategie. Ohne Hatira sind wir ausrechenbarer . Schulz spielt anders.
Hatira als OM kann ich mir durchs vorstellen. Ebert ist für mich ein anderer Spielertyp. der würde auch bei mir Aussen spielen.


Blauer Montag
5. Januar 2014 um 18:39  |  222431

backstreets29 // 5. Jan 2014 um 17:59

ÄBH hat sicher seine stärkste Halbserie gespielt, dennoch bringt er mich mit seinem Gerenne in 3 Mann immer mal wieder zum Wahnsinn. Aber es heisst ja nicht umsonst: Genie und Wahnsinn liegen eng beieinander.

Das kommt mir allzu sehr bekannt vor. Es soll ehemalige Hertha-Spieler geben, die dafür nach wie vor Applaus in diesem Blog …. 🙄
ok, ok, ok … wir wollten entspannt ins Neue Jahr starten.

Hartmut Mähdung eröffnet den neuen Flughafen.
Ronald Pofaller beschafft die neuen Fanzüge der Bahn AG mit integriertem F…..tank 40.000 l.
Lothar die Misere liefert die Drohnen für die Überwachung der …äh… Torlinien an alle Vereine der DFL.

Schöne neue Welt. 😀


jenseits
5. Januar 2014 um 18:41  |  222432

@backsstreets

Das ist aber eher eine allgemeine Kritik von Dir. Woran ist er aus Deiner Sicht speziell als OM (z.B. Hannover und Bayern) gescheitert bzw. wovon war er überfordert? Interessiert mich wirklich, denn ich habe es anders wahrgenommen.


Opa
5. Januar 2014 um 18:47  |  222434

@Jap:
Ich ziehe die Antwort auf Deinen Beitrag http://www.immerhertha.de/2014/01/04/jarstein-macht-das-leder-schnell-ben-hatira-hat-aerger/comment-page-1/#comment-222405 mal hierher und gehe gern auf die von Dir gestellte Frage ein, was aus Fansicht passieren müsste, um der „Probleme“ Herr zu werden:

Nicht ganz einfach, zumal es auch hier schon an einem gemeinsamen Verständnis mangelt, welche „Probleme“ überhaupt vorhanden sind und vieles einfach auch nichts miteinander zu tun hat, weshalb eine Auseinandersetzung ohne Differenzierung zwischen Themen wie Pyro, Gewalt, Böllern und Wurfgeschossen wenig Sinn macht, weil man sehr schnell mit dem falschen Adressaten am Tisch sitzt. Beispielsweise macht es doch keinen Sinn, wenn Dein Kioskbesitzer mit Dir über Ladendiebstahl sprechen möchte, weil Dein Nachbar etwas hat mitgehen lassen. Das ist derzeit auch das Problem der Sportgerichtsbarkeit, die einen Dritten (Verein) für das Verhalten einzelner bestrafen bzw. wider besseren Wissens Kollektivstrafen gegen unbeteiligte Fans (Platzsperren) aussprechen. Nicht alles kann in einem Rutsch diskutiert werden, nicht alles kann einseitig gelöst werden.

Hier muss von Fanseite konsequent im Rahmen von Kampagnen nach innen wie nach außen weitergearbeitet werden, dazu gehört auch die weitere Professionalisierung der Medienarbeit.

Mehr Eigenverantwortung bei An- und Abreise möchten die meisten Fans gern übernehmen, das ist nur ohne Zutun Dritter schwierig umzusetzen, wenn z.B. eigenorganisierte und selbstfinanzierte Sonderzüge von der Bahn nicht gestellt werden können. Bei individueller Anreise ist eine Forderung nach einer „gemeinsamen“ Eigenverantwortung der Fans doch eher sehr abstrakt und sehr realitätsfern.

Konsequente Ächtung von Wurfgeschossen (ähnlich wie bei Böllern) wäre ein weiterer Ansatz, der mir pragmatisch umsetzbar einfällt, wobei ich ehrlich gesagt niemanden kenne, der das ernsthaft gutheißt. Folgenreiche Wurfgeschosse (wie z.B. der Bierbecher gegen den Schiri) kamen zudem selten aus dem vermeintlich „problematischen“ Bereichen, sondern von der Tribüne. Eine nette Kampagne wäre es dennoch, würde sich in der Außendarstellung gut machen. Die Tennisbälle damals in Paderborn waren übrigens keine Wurfgeschosse, sondern Teil einer durchaus gelungenen Protestaktion im Rahmen von 12:12. Leider hat seinerzeit ein Einzelner die positive Aktion mit einem Böller ad absurdum geführt. Sollte dennoch nichts daran ändern, hier zu einer Differenzierung aufzurufen 😉

Was die Fans sonst noch tun können? Bei weiterer medialer und politischer Verteufelung könnte man wie seinerzeit bei 12:12 mal wieder zeigen, wie bescheiden das „Produkt“ Bundesliga ist, wenn die Fans sich verweigern. Keine Gesänge, keine Fahnen, kein Jubel, keine Choreos, vielleicht sogar kein Auswärtsfahren oder dort einfach nicht ins Stadion gehen, sondern davor gemeinsames Radiohören. Das hat z.B. Dortmund mal in Hamburg aus Protest gegen überzogene Eintrittspreise gemacht http://www.wa.de/sport/bvb/bvb-fans-hoeren-protest-radio-1568388.html

Ich sehe solche Form von Protest aber fast als ultima ratio an, davor sollte es gelingen, auch zu einer Differenzierung der „Stammtischmeinung“ beizutragen, damit die wahren „Unbelehrbaren“ entlarvt werden, die in völliger Unkenntnis über Themen fabulieren, deren Komplexität sie nicht begreifen. Häufig sind es die gleichen, die eine kaum umsetzbare KFZ-Maut nur für Ausländer fordern, Angst vor Sozialmißbrauch durch einwandernde Rumänen und Bulgaren haben (die bei heutiger Gesetzeslage lediglich Anspruch auf Sozialhilfe aus dem Heimatland haben), die auch meinen, man könne einen Bengalo mit Wasser löschen (obwohl das nicht geht) 😉


backstreets29
5. Januar 2014 um 18:55  |  222435

@jenseits

Da müssten wir mal gemeinsam ein Spiel ansehen, in dem er auf dieser Position spielt.
Ich empfinde es, gerade in seinen OM-Spielen, so, dass er eine Vielzahl von falschen Entscheidungen trifft, bzw ich nehme es so wahr.

Anstatt schnell weiterzuleiten spielt er den Pass zu spät oder gar nicht, sodass sein Mitspieler in Bedrängnis kommt
Er läuft oftmals „falsch“
und übersieht auch dann gern mal den Mitspieler…wie gesagt, das war eine VIelzahl von Situationen, die mich zu diesem Eindruck gebracht haben


ubremer
ubremer
5. Januar 2014 um 18:59  |  222436

@backs,

Ben-Hatira hat (auf Aussen) einen klaren Auftrag vom Trainer: In der Zone 30m vor dem gegnerischen Tor 1:1-Situationen zu suchen. Wieder und wieder.
#josknows


Opa
5. Januar 2014 um 19:00  |  222437

Zum Thema Ben-Hatira: Schade, dass ihn immer wieder Verletzungen zurückwerfen. Seine Unberechenbarkeit, sein starkes Zweikampfverhalten, seine Variabilität, sowohl einen guten Pass spielen zu können als auch durchs Dribbeln der eigenen Mannschaft Vorteile zu verschaffen, wird zu selten gewertschätzt.

Dass er dabei manchmal unglücklich aussieht, ist die Kehrseite der Medaille, ist halt kein Robben, aber dann würde er auch nicht für Hertha spielen. Ich find´s gut, dass er bei uns ist und wünsche mir, dass der Druck im OM hoch gehalten wird und Luhukay die Qual der Wahl hat. Dann ist das Team weiter der Star, unabhängig von Einzelpersonen.


backstreets29
5. Januar 2014 um 19:02  |  222438

@ubremer
das ist ja auch in Ordnung, genau das macht er ja auch….das meinte ich ja auch vorhin damit, dass das seine Spielweise mit sich bringen würde.

Alles easy.
Ich halte ihn für einen wertvollen Flügelspieler, aber nicht für überragend und nicht für einen OM 😉


5. Januar 2014 um 19:05  |  222439

@Opa: Hm. Manches kann ich nachvollziehen. Aber warum Böllerzünder und Feuerzeugewerfer nicht einfach hochkant aus Block geschmissen werden, begreife ich nicht. Wenn das passieren würd, würde sich manche negative Berichterstattung erledigen.
Oder allgemeiner gefragt: Wie kann es besser gelingen, die Gewalt-Chaoten (von denen es immer noch zu viele gibt) zur Verantwortung zu ziehen? Du lehnst Initiativen von außen ab. Aber dass Leute, die Körperverletzungen mindestens billigend in Kauf nehmen, straffrei bleiben, kann doch nicht folgenlos bleiben? Wie könnten also „kurveninterne“ Maßnahmen aussehen? (Und nein: ich beschuldige nicht alle pauschal und weiß, dass die allermeisten sich daran nicht beteiligen… 😉 )

Ich fände die selbst finanzierten und durchgeführten Sonderzüge grandios – wenn es denn auch Menschen gäbe, die für diese Züge die Verantwortung übernähmen. Denn das hieße ja auch: bei Beschädigungen haftbar sein. Wenn es mehrere Leute gäbe, die dazu bereit wären, würde mein Glaube an „eigentlich“ gewaltlose Fans sprunghaft ansteigen.


5. Januar 2014 um 19:07  |  222440

Sozialhilfe aus den Heimatländern??? Das gibt es meines Wissens nur im Wahlprogramm zur Europawahl der AfD…anderes wäre m.E. nicht gesetzeskonform…Trotzdem ist die Seehofersche Rhetorik Bauernfängerei..aber hierfür gibt es sicher auch schon einen blog, um das zu bereden 😉


5. Januar 2014 um 19:07  |  222441

Opa // 5. Jan 2014 um 18:47:

Die Argumentation in Deinem letzten Absatz liest sich aber genauso einseitig wie die von zitierte „Stammtischmeinung“ bzw. wie die von „Unbelehrbaren“.

Und noch eine Frage an Dich:

Wie löschst Du denn Bengalos?

Ich war glücklicherweise noch nicht mit dieser Problemlösung konfrontiert.

Wie Du übrigens Aktionen, wie Tennisbälle auf den Platz werfen, gutheißen kannst (positive Aktion!!!) , ist mir vollkommen unverständlich.

Derartige Aktionen unter dem Deckmantel im Namen von irgendeinem Fanaktionismus (12:12) finde ich persönlich zum K…..!

Von mir aus können diese Gruppierungen auch 90 Minuten ihre Fahnen eingerollt lassen und den Mund halten, mich interessiert sowieso vornehmlich das eigentliche Fussballspiel.


Freitag
5. Januar 2014 um 19:08  |  222442

Tach zusammen, ein Ausfall Ben-Hatiras zum Start der Rückrunde wäre bitter und nur zeitweise zu kompensieren. Ich denke, die Leistung von ÄBH für die Mannschaft wird von einigen unterschätzt. Auch mich treibt er immer wieder in den Wahnsinn, aber seine Tore gg. Mainz, Hoffenheim u. auch München waren eminent wichtig, von seinen Assists ganz zu schweigen. Nico Schulz kann ÄBH mMn sicherlich mal ersetzen, auf Dauer würde uns der „Wahnsinn“ von ÄBH fehlen.


linksdraussen
5. Januar 2014 um 19:12  |  222443

Ich habe zu Beginn der Saison wie @backs ÄBH nicht im Zentrum gesehen. Er hat mich jedoch insbesondere gegen Mainz in der zweiten Halbzeit vom Gegenteil überzeugt. Er hat sauber und rechtzeitig in die Schnittstellen gespielt und kann im Zentrum mit seinen Tempodribblings Lücken für andere reißen. Außerdem kann er im Zentrum in mehrere Richtungen ausweichen, auf der Außenbahn nicht. Deswegen rennt er sich dort oft fest. Er ist kein Spielmacher, dazu fehlt ihm noch die Passsicherheit und die Fähigkeit das Tempo zu verändern.


Blauer Montag
5. Januar 2014 um 19:13  |  222444

@ft // 5. Jan 2014 um 18:13 Uhr.
Es gibt in vielen Stadtteilen Berlins keinen „normalen Streit“ mehr in den Augen der Polizei. Bei körperlichen Auseinandersetzungen wird nicht nur ein Funkwagen mit 2 Beamten, sondern auch ein Einsatzkommando geschickt.

Letztlich maße ich mir als Zeitungsleser nicht an, die „Verhältnismäßigkeit der Mittel“ im konkreten Einzelfall zu beurteilen. Änis wird von Hertha juristisch beraten. Ob Änis und seine Zwillingsschwester darüber hinaus Beistand und (psycho-)therapeutische Hilfen benötigen, kann und will ich nicht spekulieren.


5. Januar 2014 um 19:46  |  222445

Tremmel gewinnt mit Swansea in letzter Minute 2:1 bei Manchester United im FA Cup!


Opa
5. Januar 2014 um 19:46  |  222446

@Jap:
Einen Werfer von Feuerzeugen oder Böller musst Du erstmal identifizieren, bevor Du ihn ansprechen kannst. Dazu muss dieser auch „ansprechbar“ sein. Jemand, der schon nicht mehr Herr seiner Körperflüssigkeiten ist, den braucht man genauso wenig zur Rede stellen wie jemanden, der in Begleitung eines Rollkommandos ist. Ansonsten geh davon aus, dass diejenigen, die ich mal erwischt habe, auch angesprochen hab und damit in der Kurve auch nicht allein dastehe.

Was die Sonderzüge angeht: Es gibt durchaus eigenorganisierte Sonderzüge, wo die Verantwortung beim „Veranstalter“, in dem Fall der Fanvereinigung (oder ersatzweise der Verein), liegt, die den Zug bestellt hat. Wobei es hier im Haftungsrecht natürlich auch Grenzen gibt. Das gibt´s also alles schon, alle sind damit zufrieden, nur es gibt eben nicht genug Züge, das ist momentan der Flaschenhals.

@herthabscberlin1892:
Wenn Dich sowieso nur der Fußball interessiert und das von anderen und mir geliebte Drumherum wie Fahnen sowieso zum K…. findest, musst Du Dich mit solchen Fragestellungen doch gar nicht auseinandersetzen, oder? 😉 Falls Du es dennoch wissen willst: Bei einem Abbrand von Magnesium, bei welchem der benötigte Sauerstoff selbst qua Reaktion hinzugeführt wird, hilft kein Wasser (das Ding soll als Seenotzeichen nämlich auch auf dem Wasser schwimmend bzw. unter Wasser weiterbrennen), sondern ein Eimer Sand. Reinstecken und gut. Daher sind Forderungen nach „Ablöschen“ eines Blocks ziemlich plemplem. Was passiert, wenn die „aktive Fanszene“ zum Stimmungsboykott aufruft, hat man bei 12:12 gesehen. Da herrschte von vereinzelten Einzelmeinungen mal abgesehen ziemliche Einigkeit, dass man das nicht möchte. Dazu gehört dann auch, wenn gewaltfrei und kreativ protestiert wird wie seinerzeit mit den Tennisbällen (und bevor wieder jemand quakt: Den damals stattgefundenen Böllerwurf habe ich bereits verurteilt). Das dazu hochgehaltene Transparent hieß damals sinngemäß: „Tennispublikum…? Nicht mit uns!“. Wenn Fans nicht immer wieder mit so etwas auf Mißstände aufmerksam machen würden, hätten wir in einigen Städten (wie Bünchen, Doofmund oder Schlacke) bereits englische Verhältnisse in den Stadien mit für Normalverdiener unbezahlbaren Tickets, ziemlich mauer Stimmung, Sitzplatzpolizei und Stehverbot. Wer das will, kann das übrigens heute schon im VIP Bereich haben, Essen und Trinken inclusive, bei Hertha zu vergleichbaren Preisen von gehobenen Tribünenkarten der Premier League. Für viele andere und auch mich macht seit über 30 Jahren aber die Faszination des Stadionbesuchs auch ein gewisses Maß an „gesunder Anarchie“ aus. Ich habe als Heranwachsender damals vom Oberring pinkelnde Fans genauso erlebt wie prügelnde Nazihorden, gemessen an damaligen Verhältnissen haben wir heute paradiesische Zustände und Luxusprobleme. Vielleicht sollten sich das einige am reflexhaften #aufschrei Beteiligende nochmal vor Augen führen.


Better Energy
5. Januar 2014 um 19:52  |  222447

@jap

Was manche aufgrund Pressemitteilungen der Polizei als Chaoten bei Auswärtsfahrten bezeichnen, stellt sich beim Hinterfragen zu oft ganz anders da.

So wurde zum Dortmundspiel über einen Zusammenstoß zwischen Herthanern und Magdeburgern auch hier berichtet.

In den hiesigen Kommentaren wurden die Herthaner verurteilt. Nur daß zwei Magdeburger Herthaner, welche keine Ultras waren, am Morgen (und nicht wie behauptet am Abend) im Magdeburger Bahnhof beraubt wurden, wurde dabei unterschlagen. Dass dann mit dem Regio eintreffende Herthaner diesen geholfen haben, wurde auch in der Berichterstattung unterschlagen.

Daß vor zwei Jahren die Polizei bei am Wasserklops feiernden Herthanern für die Demos am 1. Mai geübt haben, haben hiesige Kommentatoren auch den Herthanern angelastet.

Aber es gibt bei der Polizei auch Polizisten, die solche angeordnete Aktionen verurteilen: http://www.kritische-polizisten.de/pressemitteilungen/dokumente/2014-01-05-PM-Rote-Flora.pdf

Daraus folgt: Bitte differenzieren und nicht alle in einen Topf werfen.


5. Januar 2014 um 19:59  |  222448

@Opa // 5. Jan 2014 um 19:46:

Selbstverständlich muss ich mich mit diesem Thema auseinandersetzen, auch wenn ich wegen des eigentlichen Fussballspiels und nicht wegen den Eventfaktors ins Stadion gehe.

Und wen berechtigt eigentlich, andere Besucher als Tennispublikum zu diskreditieren?

Bin ich kein „aktiver Fan“, wenn ich lediglich mit meiner Familie im Hertha-Outfit ins Stadion gehe (und lediglich „HaHoHe“ rufe), um möglichst einen Hertha-Sieg zu sehen?

Ich finde Choreographien übrigens auch großartig.

Nur langsam frage ich mich, ob gewisse Dinge stattfinden, weil man den eigenen Verein unterstützen will oder, weil man sich selbst „produzieren“ möchte.

Ich kenne nicht die Protagonisten in der Ostkurve und auch nicht diejenigen, die auswärts Tennisbälle auf den Platz werfen.

Aber für mich sind Menschen suspekt, wenn Sie einerseits das Sponsorenlogo auf Gratisfahnen monieren und gleichzeitig ein Fussballspiel durch Bengalofeuer, Tennisbälle etc. stören (was darüberhinaus noch zu Geldbußen für den eigenen Verein führt).

Und ganz ehrlich:

Ich habe sehr viele tolle Spiele unserer Hertha im Olympia-Stadion gesehen – lediglich „bewaffnet“ mit Hertha-Fahne und Tröte – für mich war das immer genug „Event“.


Tunnfish
5. Januar 2014 um 20:16  |  222449

@Opa
Gesunde Anarchie…Anarchie ist nur solange gesund, solange Sie die Regeln von Moral und Ethik sowie die Mechanismen von Empathie und sozialer Intelligenz nicht gänzlich außer Kraft setzt. Das erscheint mit in der Fussballfanszene zu oft ein Tanz auf des Messers Schneide, den eine ungesunde Anarchie gewinnt. Der Verweis auf die ach so viel schlimmere Vergangenheit ist arm und die möglichen vergleichenden Konsequenzen zum Umgang mit anderen Relegionen, Frauen- und Eigentumsrechten oder ähnlichen erspare ich mir an dieser Stelle.
Mit leuchtet eben nicht ein warum eine Kurvenszene bestimmte Verhaltensmuster nicht unterbinden kann und will. Ein Schalke Trikot würde schließlich auch nicht geduldet, scheint auch in den Augen von „Kurvengängern“ „echten“ Fans oder „Relativierern ein größeres Verbrechen darzustellen, als Wurfgeschosse und Pyrotechnik.
Ich persönlich finde eine Beregnung einer Zone in der


Opa
5. Januar 2014 um 20:20  |  222450

@herthabscberlin1892
Und wieder werfen wir Themen fröhlich in einen Topf?

Tennispublikum ist ein Synonym für rein konsumierende Zuschauer, die sicher einfacher zu handhaben sind, aber in vielen Stadien nicht der Wirklichkeit entsprechen, wo sich einige Fans Stullen schmieren, weil sie sich das Fischbrötchen im Stadion nicht leisten können. Auf diesen Unterschied hinzuweisen halte ich für legitim, über die Art und Weise kann man diskutieren, aber aus den Tennisbällen eine „Gewalttat“ zu machen, ist dann doch sehr weit hergeholt.

Dass auch in einigen Kreisen der „aktiven Fanszene“ auch ein gehöriges Maß an Selbstverliebtheit herrscht, will ich gar nicht in Abrede stellen, aber auch das hat keinen Zusammenhang zum Thema Gewalt oder sonstigen Mißständen.

Wenn Du die Menschen der Ostkurve kennenlernen willst, bist Du herzlich eingeladen. Vorm Spiel steht vor der Kurve z.B. der Wagen vom FKO. Dort wirst Du i.d.R. gesprächsbereite Ansprechpartner finden, die Dir den Hintergrund solcher Aktionen erklären können.

Tröten sind übrigens heutzutage in Stadien verboten. Insofern sei vorsichtig, wenn Du hier mit solcherlei „Gewalttaten“ oder mit Deinen Taten als „Störer“ prahlst 😉


Tunnfish
5. Januar 2014 um 20:20  |  222451

Ich persönlich finde die Beregnung einer Zone in der Pyros gezündet werden, mit Wasser eine gute Idee, selbst wenn die Bengalos damit nicht zu löschen sind, da das Wasser eventuell brennede Kunststofftrikots wunderbar löscht und die kalte Dusche auch durchaus einen bleibenden Eindruck hinterlassen kann. Ich habe das hier früher schon mal gefordert, wenn die Hardcore-Fanszene nicht in der Lage ist, diejenigen in den Griff zu bekommen, die sich nicht an die Regeln halten, werden Sie wohl auch niemals als echter Verhandlungspartner an den Tischen der Vereine akzeptiert.


Opa
5. Januar 2014 um 20:30  |  222452

Falls einer Deiner Nachbarn ein Ladendieb ist, fordere ich, Dich auszuhungern…

Sind wir hier im Mittelalter?


sunny1703
5. Januar 2014 um 21:04  |  222453

@Opa

Nein, aber weil einer der Schwachköpfe aus dem Block den Du so verteidigst,seinen Bengalowahn auslebt, kann sich jeder der bestimmte Krankheiten hat, nicht im geringsten in die Nähe begeben. Das ist für mich auch eine Form von menschenverachtung.

Wer anderen seinen Egoismus,seine Form von Gewalt aufdrückt, übt eine Form von Totalitarismus aus.

Wer meinem Verein immer und immer wieder Schaden zufügt, der will nicht den Verein unterstützen, sondern sich auf Kosten anderer austoben.

Wenn der Verein aber austauschbar ist oder euch der Fußball nicht interessiert, lasst doch die die zum Fußball gehen,weil sie einem fußball spielen folgen wollen in Ruhe. Befeuert nicht Menschen mit gegenständen.

Ich habe in meinem Leben schon viele Gewaltdiskussionen folgen und führen müssen, welche die auf einem ganz anderen level lagen als um dass es Euch geht,das ist sozusagen die Gnade der deutlich früheren Geburt. Nur sorry,aber ich habe selten so unsinnige argumente für Dinge,die auch mit Gewalt zu tun haben gelesen wie das in den letzten Tagen.

Versucht Euer Anliegen demokratisch vorzubringen, demonstriert, macht meintwegen auch mal Schweigeminuten, macht Plakate,versucht die anderen Zuschauer von eurem Anliegen zu überzeugen.Macht das friedlich und schadet nicht dem Verein. Und wenn ihr keine Mehrheit bekommt, müsst ihr das demokratisch hinnehmen. So wie ich vermutlich in kein Stadion mehr gehe,wenn Bengalos erlaubt werden. Deshalb werde ich dann aber nicht meine gewalt auf andere ausüben,sondern das so hinnehmen!

lg sunny


5. Januar 2014 um 21:11  |  222454

Wasserwerfer sind Spielzeuge obrigkeitsverliebter Haudraufkasperles. Das ist keine sehr geistreicher Diskussionsansatz. Die Tennisbälle fand ich nicht schlimm, die 12:12 – Aktion fand ich gut. Selbstverliebte Kurvenfans mag ich nicht, heissen bei mir “ eventfans“, Diskussionen über Pyrrho ja/ nein, halte ich für überflüssig, weil längst entschieden. Dass für mich Profivereine in die Kosten ihrer fans involviert ( auch hinsichtlich dererVerwüstungen), ist für mich aus mehrfacher Hinsicht zwingend. Und so weiter. Was ich gar nicht mag: wenn die Fans sich selbst zu wichtig nehmen . Deshalb: vieles würde geringer diskutiert werden müssen, wenn die fans untereinander ehrlicher und kritischer wären..


Opa
5. Januar 2014 um 21:17  |  222455

Lieber Sunny,

was ist das denn schon wieder für eine Vermengung? Richtig ist, dass ich mich immer für die Kampagne der Legalisierung von Pyros unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt habe. Raucharm, separiert, kontrolliert, ungefährlich. Das illegale Abbrennen finde ich nicht gut, ich verteufle es aber auch nicht als vermeintliche Gewalttat noch rege ich mich über das scheinbar Unabwendbare auf.

Fankurven wurden zudem immer von gewissen Kräften „dominiert“ – von mir aus nenn das Totalitarismus, was es aber heutzutage sicher nicht ist, dafür ist unsere Fanszene viel zu bunt und heterogen. Es ist zugegebenermaßen schwierig, das zu verstehen und ohne etwas guten Willen wird man das auch nicht durchdringen.

Was Du mit dem „wenn EUCH der Fußball nicht mehr interessiert“ meinst, erschließt sich mir nicht, weil „ich“ nicht „wir“ bin. Meine Rolle hier sehe ich eher als Interpreter, ich teile nicht alle Positionen des „harten Kerns“, weshalb mich die bisweilen aufkommende Schärfe schon verwundert, wenn ich Motive zu erklären versuche. Und wenn ich unbeteiligt daneben stehe und das Treiben in der Kurve beobachte, würde ich ungern nassgespritzt werden oder sonstigen Zwangsmaßnahmen ausgesetzt sein und wehre mich auch gegen dieses Denken. Ist das verständlich?

Ansonsten kann man mir ja vieles vorwerfen, aber sicher nicht, mich unangenehmen Dialog zu versperren. Ich versuche, am Mittwoch im Turm dabei zu sein, da können wir das gern fortsetzen und da darf man mir auch gern ins Gesicht sagen, was man Menschen wie mir (was auch immer damit gemeint ist) alles wünscht. Persönlich ist das erfahrungsgemäß bei weitem nicht so drastisch als in der Anonymität des Internets. Das bezieht sich jetzt weniger auf Dich als auf unsere Nulltoleranzfanatiker.

Opa


5. Januar 2014 um 21:25  |  222456

@apollinaris // 5. Jan 2014 um 21:11:

„Die Tennisbälle fand ich nicht schlimm“.

Macht es einen Unterschied, was man wirft?

Tennisbälle ja – Steine, Feuerzeuge, Becher etc. nein?

Fakt ist, dass das Werfen von jeglichen Gegenständen auf das Spielfeld nicht erlaubt ist.

Genau diesen Satz „Die Tennisbälle fand ich nicht schlimm“ halte ich für fatal.

Da interessiert auch nicht die Motivation dahinter („12:12“).

Ist es so schwer, sich einfach nur ein Fussballspiel anzuschauen und lediglich Fangesänge anzustimmen?


sunny1703
5. Januar 2014 um 21:26  |  222457

@Opa

Keine Frage, so wie mit Dir ist es auch mit @kami, wer uns live diskutieren sieht, würde nicht denken, dass wir uns im blog so fetzen. Aber das ist auch gut so und zeigt nur, es werden keine Rücksichten genommen.
Einzig der respekt, die Achtung vor dem anderen ist etwas persönlicher,wenn man sich kennt.

lg sunny


hurdiegerdie
5. Januar 2014 um 21:29  |  222458

Irgendwann wird jeder für sich Stellung beziehen müssen, wie man mit den 200-500 umgeht, die gewaltbereit sind, sich bestehenden Gesetzen widersetzen und eben auch nicht diskussionsbereit sind. Da wird man noch soviele unsinnige Alkohol- und Stehplatzverbote aussprechen wie Diskussionsrunden fordern können. An die kommt man eben kaum ran, also was tun?

Diese Antwort fehlt mir, und ich wage sie nicht auszusprechen.


Opa
5. Januar 2014 um 21:31  |  222459

Sunny, ich werd ja auch gern eklig in Diskussionen – das hast Du nicht exclusiv 😛


5. Januar 2014 um 21:35  |  222460

@Opa // 5. Jan 2014 um 21:17:

„Das bezieht sich jetzt weniger auf Dich als auf unsere Nulltoleranzfanatiker.“

Warum habe ich das Gefühl, dass in diesem Satz wieder „Null Toleranz“ von Dir ausgeht?

Du wählst für Deine Kommentare stets sehr lautmalerische bzw. harte Formulierungen und monierst es aber gleichzeitig bei Kommentaren, die Deine Ansichten eben nicht teilen.

Für mich macht das genau die Arroganz aus, die mich persönlich von der sogenannten „aktiven Fanszene“ abstößt.

Diese „aktive Fanszene“ ist eben nicht der Mittelpunkt des Vereins bzw. aller Zuschauer, das muss sich einfach einmal in deren Bewußtsein manifestieren.


Opa
5. Januar 2014 um 21:37  |  222461

@hurdiegerdie: Die Frage ist halt, wie hoch man das Problem hängt. So lange sich die meisten über ein paar brennende Bengalos erregen anstatt über die wirklich schlimmen Sachen, fallen diese relevante Themen hinten runter, zumal das eine mit dem anderen wenig zu tun hat, auch wenn das viele nicht nachvollziehen können. Übrigens ein gewichtiges Argument für Sonderzüge: Wer wirklich Krawall und Remmidemmi mit Gerenne auf Bahnhöfen SUCHT, fährt i.d.R. nicht mit, da erlebt man so etwas nämlich nicht.

Aber erregt Euch mal weiter über die vermeintliche „Gewalttat“ Pyro und die bösen Auswärtsfans, die zu viel pinkeln und nicht stillsitzen wollen. Irgendwie ist das ja auch ganz unterhaltsam 😉


Inari
5. Januar 2014 um 21:38  |  222462

Schon wieder diese Diskussion? Gähn.


sunny1703
5. Januar 2014 um 21:40  |  222463

@Herthabscberlin

Das mit den Tennisbällen fand ich im Rahmen einer Aktion okay, solange sie nicht mit Wucht auf eine Person geworfen wurden.

Aber ich verstehe schon Dein Denken, die Grenzen zu rechtmäßigem Widerstand sind fließend.

lg sunny


sunny1703
5. Januar 2014 um 21:44  |  222464

Opa
5. Januar 2014 um 21:48  |  222465

@herthabscberlin1892:
Nulltoleranzfanatiker sind in meinen Augen diejenigen, die z.B. Heranwachsenden keinen Freiraum zur Entwicklung und zum Lernen geben wollen. Die sofort die Strafkeule schwingen, anstatt auf ein funktionierendes Maß an Selbstregulierung zu hoffen. Wenn sich 15-16jährige Jungs auf ihrer ersten Auswärtsfahrt danebenbenehmen, führt das in vielen Fällen zu deutlich mehr Läuterung als jede Strafandrohung. Wenn nicht, wird man das auch mit noch so repressiven Maßnahmen nicht verhindern können. Ob man daher jedes Wochenende martialische Hundertschaften in der aufgebotenen Mannstärke wirklich braucht, als gelte es, einen Volksaufstand niederzuschlagen, sei mal dahingestellt.

Arrogant ist im Wortsinne übrigens der, der nicht den Hofknicks macht, wenn der König (oder sonstige Machthaber) ein Machtwort sprach, sondern sich „erdreistete“ nachzufragen (arrogare). Wenn Du das unter arrogant verstehst, bin ich das gern 😉 Wenn Du was anderes darunter verstehst, kannst Du mir das gern erklären. Ich selbst sehe mich primär „nur“ als Beobachter unserer Fanszene, ich bin weder mandatiert (noch möchte ich das sein), in deren Namen zu schreiben noch bin ich mit allem einverstanden, auch wenn mir hier einige anderes unterstellen. Was ich schreibe, schreibe ich als Privatperson und stehe auch dazu.


Trikottauscher
5. Januar 2014 um 21:48  |  222466

Hi @opa
zur Erinnerung: das Thema dieses Threads lautet „Hertha nimmt Fahrt auf. Ben-Hatira fährt mit ins Trainingslager“. Und nicht „Opas Fan-Debatte in voller Länge nr. 273“. Gibt es für Dich eigtl. nur dieses eine Thema? Daran ändern übrigens auch Deine paar Bemerkungen zu ÄBH um 19 Uhr nuescht…

Ich wünsche ÄBH jedenfalls baldige Genesung. Gerade nach dem Ausfall von Alex Baumjohann wurde er zunehmend wichtiger in Jos‘ plänen. Hertha kann Ausfälle in der Offensiv-Zentrale kaum kompensieren. Darum hatte ich bereits vor einigen Wochen für die Verpflichtung eines weiteren ZOM-Spielers plädiert. Halte ich perspektivisch für extrem wichtig…


5. Januar 2014 um 21:49  |  222467

@sunny1703 // 5. Jan 2014 um 21:40:

Ich weiß schon, wie @Opa, @Apo und Du das hinsichtlich des Werfens von z.B. Tennisbällen meinen – aber nach allgemeiner Meinung gute oder sinnvolle Projekte, wie z.B. 12:12 werden nicht dadurch unterstützt, wenn man sie mit nicht erlaubten Aktionen proklamiert – das hat dann ostmals sogar den gegenteiligen Effekt.


jenseits
5. Januar 2014 um 21:49  |  222468

@Opa

Wer hatte heute, bevor Du Deine Sendung hier begannst, etwas über Auswärtsfans gesagt, geschweige denn sich über sie erregt?

Erregen provoziert, ne? 😉

Glückwunsch! Man hat’s Dir aber auch einfach gemacht.


5. Januar 2014 um 21:54  |  222469

@Opa // 5. Jan 2014 um 21:48:

Mit dem von mir verwendeten Wort „Arroganz“ wollte ich nicht Dich explizit ansprecher, sondern als „Interpreter“ (wie Du Dich selbst beschrieben hast).

Mit diesem Wort meine ich auch einfach die Haltung von den Personen in der „aktiven Fanszene“, die sich als Mittelpunkt allen Fan-Daseins empfinden.

Dem ist aus meiner Sicht, wie bereits von mir formuliert, eben nicht so.

Aber das können wir am Mittwoch dann weiter diskutieren…, ich muss jetzt noch der ROMA Daumen drücken 😉 .


Opa
5. Januar 2014 um 21:58  |  222470

@Trikottauscher und jenseits:
Mir ist das Fanthema wichtig. Und? Das gehört zum Fußball genauso wie Spieler, Stadien und Statistiken.

Das zog sich zudem aus dem Vorthread, wo einige darüber fabulierten, dass wir uns deshalb keinen Wintertransfer leisten können, weil sich einige Fans daneben benommen hätten. Diese Aussage habe ich nur etwas zurechtrücken wollen – was danach kam, hat sich „organisch“ ergeben und war keinesfalls von mir gewollt oder geplant 😉

Was war das Thema? 😀


Kamikater
5. Januar 2014 um 21:59  |  222471

Oh je…. mein Schreibtisch ruft…
😉

Naja, heute morgen erstmal 49ers gucken, im Lambeau Field. Mir wird schon beim Gedanken kalt, da stehen zu müssen. Bibber*


5. Januar 2014 um 22:00  |  222472

…scheint aber nicht zu helfen, Juve bereits nach dem 18. Spieltag wieder Scudetto-Gewinner.


5. Januar 2014 um 22:01  |  222473

@Kamikater // 5. Jan 2014 um 21:59:

Viel Glück gegen die „Cheeseheads“!


hurdiegerdie
5. Januar 2014 um 22:02  |  222474

Letztes Mal war Opa krank. Tut mir leid, aber ich finde das interessant, was er zu sagen hat.

@Opa, wie du das wertest ist egal. Pyro is no go, und da werden sie tun können, was sie wollen, es wird nicht toleriert werden.

Un das Schlimmere, was immer es ist, braucht auch eine Lösung. Welche ist das?


5. Januar 2014 um 22:11  |  222475

@ Hertha ;: ich unterscheidende immer schon. Aus mir willst du doch wohl keinen kniefallenden Preussen machen wollen? Die Tennisballaktion war witzig, war eine friedliche Demontration. Das ist ähnlich legitim in unserem freiheitlichen Land, wie Sitzblockaden vor Atommeilern. Ziviler Ungehorsam ist in einer funktionierenden Demokratie die Essenz moderner Zivilgesellschaften.( für mich). nee, nee..das fand und finde ich völlig ok. Solche Aktionen hatten ja auch nicht zu Unrecht Sympathie gefunden..und Aufmerksamkeit für das Thema geweckt: darum geht es bei Demonstrationen. “ Man“ muss halt wissen, wann Schluss ist und welche Mittel nicht mehr adäquat sind.
Ich kann an dieser Aktion nichts Fatales entdecken.


5. Januar 2014 um 22:20  |  222476

Ach, ich habe hier schon so viel für mich uninteressante Diskussionen über Whisky-Sorten, Turmtreffen und sonstige Dinge gelesen – das hier hat immerhin einen Bezug zur Hertha.

@Better Energy: Mir ging es eben um eine kritisch-neutrale Berichterstattung. Mein Eindruck ist, dass auf beiden Seiten nicht informiert, sondern dramatisiert bzw. bagatellisiert wird. Da tun sich (mMn!) @Opas Reisetagebücher und die Pressemitteilungen der Polizei nix. Und die Presse hat da auch noch nicht wirklich einen Weg gefunden, ihrer originären Aufgabe nachzugehen. :/

@Vermischung: Stimme @Opa zu, dass Gewalt auf Bahnhöfen etc. etwas völlig anderes sind als Pyro. Gemein ist beiden „Vergehen“ aber das Denken, dass es einen „rechtsfreien“ Raum gibt, in dem sie als beherrschende Gruppe mehr oder weniger tun können was sie wollen. Dennoch: Wer Pyros zündet, prügelt nicht unbedingt und umgekehrt.
Ich bin auch für die Einführung von Pyro-Zonen, in denen ausgebildete „Capos“ Pyro abfackeln dürfen, die vorher angemeldet und genehmigt wurde. Der Grund ist simpel: Ich glaube, dass kaum jemand sich diese Mühe machen wird und die Dinger doch wieder im Fanblock brennen. Und damit hätte sich die leidige Diskussion um „Legalisierung“ erledigt. Und falls ich falsch liege, wäre klar, wo Pyros zu finden sein werden und man kann sich einen entsprechenden Platz suchen – auch so wäre das Problem aus der Welt.

Zum Thema Finanzbelastung durch Strafzahlungen: Im mittleren sechsstelligen Bereich bewegt sich das für Hertha pro Jahr, soweit ich weiß. Da hat man auch schon ordentliche Spieler für bekommen… #Kagawa 😉


Opa
5. Januar 2014 um 22:20  |  222477

@hurdie: Danke für den Beistand 😉

Ich könnte mit diesem Ergebnis durchaus leben, dass es am Ende eines Dialogs als no go deklariert wird. Der Weg des „Dialogs“ ist nur einfach ziemlich unsauber gelaufen und der Weg, das Thema einseitig für „beendet zu erklären“, ist halt ähnlich wie bei Pofalla und dem NSA 😉 Im Übrigen finden schon längst wieder Gespräche statt und vielleicht erledigt sich diese hitzige Debatte bald von selbst.

Was die Lösung des anderen angeht? Da braucht es m.E. neuer und kreativer Lösungswege. Verteufelung oder Verbote führen nach meiner Einschätzung jedenfalls nicht zum Ziel, dafür ist die Faszination und die Gruppendynamik viel zu groß. Ich habe da durchaus Ideen, die sind aber im momentanen Stadium nicht geeignet, in der Öffentlichkeit diskutiert zu werden 😉


5. Januar 2014 um 22:28  |  222478

@apollinaris // 5. Jan 2014 um 22:11:

Friedliche Demonstration während eines Fussballspieles?

Da bin ich total dagegen.

Und nur weil man richtig von falsch unterscheiden kann bzw. man eine Sache dementsprechend bewertet, ist man sicherlich noch lange kein „kniefallender Preusse“.

Dann muss Hertha BSC jetzt nur noch die Liste der legitimen Dinge veröffentlichen, für die die Fans zukünftig während eines Spiels friedlich auf dem Feld demonstrieren dürfen.

Findest Du nicht, dass Du die Dinge hier etwas zu sehr vermischst?

Wir reden hier doch noch immer von einem Fussballspiel – eine grundlegende Diskussion über Demokratieverständnis damit zu vermengen, halte ich für deplatziert.


hurdiegerdie
5. Januar 2014 um 22:38  |  222479

Ich bin da bei @Apo, die Tennisballaktion (im Rahmen einer Aktionswoche) fand ich witzig.

Interessant ist, dass Kontrollen auch da nicht drauf gekommen sind.


5. Januar 2014 um 22:42  |  222480

ich vermische da nix. Das Fußballstadion ist genau der Platz, an dem so eine Aktion Sinn ergibt und Die richtigen Leute anspricht . Ich muss nicht immer die gleiche Meinung der Demonstrierenden haben, um deren Aktion gut zu finden. Hertha könnte das sicher auch gut verschmerzen. Selbst die etwas tätigen Medien fanden das witzig..


5. Januar 2014 um 22:43  |  222481

edit: tantenhaften Medien..


Ursula
5. Januar 2014 um 22:44  |  222482

@ Opa und ANDERE

Ich verstehe nicht, worum es HIER geht!!

„Dass bei der Frage nach der potentiellen Finanzierung von Transfers dieser Zusammenhang zum Verhalten der Fans hergestellt wird, finde ich angesichts der Summen, über die da gesprochen wird, eher absurd. Mir fallen da andere Sünden gewichtiger ins Auge: Die Abfindung von Fiedel, Mißmanagement in Sachen Trainerwahl oder Finanzierungskonstrukten, schlechter Kundenservice und suboptimales Stadionerlebnis (Aramark und Catering als Beispiel), zwei Abstiege – so viel Schaden können Fans gar nicht anrichten, dass das wirklich relevant wäre ;)“….

Diese Aufzählungen von @ Opa kann man
doch durchaus goutieren, NUR was hat
denn das mit dem „Tolerieren“ von PYRO
und der „NICHTdistanzierung“ von diesen
gewaltbereiten FANS mit reihenweisen
Gesetzesübertretungen zu tun?

Was hat das überhaupt noch mit „Fan-
verhalten“ zu tun, mit dem Fanthema,
was auch mir am Herzen liegt, nur…

Es geht um 200, 300, 400 „FANS“, die
mit den „normalen Maßstäben“ nicht
zu messen sind und die sich außerhalb
der großen „Herthafangemeinde“ stellen,
bewusst und vorsätzlich!!!

UND worum geht es jetzt HIER???

UM des Kaiser`s Bart oder um den
„heißen Brei“…!!!???


5. Januar 2014 um 22:54  |  222483

@ Opa: @ ursula hat das ausgesprochen, was auch @ hurdi meinte: die Pyro- Debatte ist eine Phantomdebatte, denn die Rechtslage schließt jedwede Tolerierung aus . Insofern bleibt @ hurdis Frage und nun die von @ ursula bestehen und unbeantwortet. Es ist eine Diskussion, die weniger als 1 % der regelmäßigen Stadionbesucher wirklich interessiert oder bewegt.,Das ist das Nervende. Und das gebiert die Nulltoleranzhaltung. Was also ist ( dann) die Lösung?


Trikottauscher
5. Januar 2014 um 22:55  |  222484

@ursula
ich glaube, es geht es um kommunale fanverwaltung von db-sonderzügen (mit zustimmung pofallas) und tennismatches… 😉


sunny1703
5. Januar 2014 um 23:06  |  222485

@apollinaris

Wenn es „nur“ die Rechtslage wäre, hätte ich sogar etwas Verständnis für die Problematik und die Leute. Nein, ich lehne es als Mittel im Stadion vollkommen ab.
Wir gehören,wenn wir zusammen zum Spiel gehen zu den 1% gefärdeten,( es sind aber deutlich mehr), denn die Auswärtsfans sitzen in großen Spielen auch bei uns im Block wie Du ja selbst weißt! Und ob Du so bengaloempfänglich bist,lasse ich jetzt mal dahin gestellt!

lg sunny


Opa
5. Januar 2014 um 23:12  |  222486

@Ursula:
Wenn man die separaten Themen nochmal umrührt, wird es nicht einfacher mit der Diskussion.

@Apo:
Kein Rechtsthema ohne Deutungsspielraum. Daher verstehe ich, dass es einige nervt, ändert aber nichts an einem weiter bestehenden Gesprächsbedarf. Oder wir haben weiter mit der „Dialektik“ zu tun, dass das Thema einseitig für beendet erklärt ist, andererseits jedes Wochenende in den Stadien die Lichter brennen. Im Sozialismus gab´s auch nur Fortschritt 😉


Trikottauscher
5. Januar 2014 um 23:29  |  222487

@tennismatches mit pyro-show? find‘ ick jut. an silvester. in tennisstadien…


Ursula
5. Januar 2014 um 23:29  |  222488

Na ja, „im Sozialismus gab es nur Fortschritt“…

Nur HIER nicht!!

Es gibt keinen „Deutungsspielraum“ und wenn,
für wen wäre er denn bindend?

Wo ist denn Gesprächsbedarf, wenn nicht
klare Akzente, Standpunkte, Abgrenzungen
und Distanzierungen, die Basis für gewisse
Vorraussetzungen auf Gegenseitigkeit mit
im ernsthaften Spiel sind!

Das sehe ich nicht!! Auch bei Dir, @ Opa
nicht!! Da ist mir zu viel Wohlwollen und
„Pseudoverständnis“ für „Straftäter“…


Trikottauscher
5. Januar 2014 um 23:37  |  222489

mal wieder im ernst: freue mich, wenn bei hertha zum trainigsauftakt entspannte stimmung zu herrschen scheint. so soll es sein. angesichts der fulminanten hinrunde hat man derzeit auch wirklich nuescht zu verlieren. im gegenteil: wenn weiter alle an einem strang ziehen, werden wir auch in der rückrunde die ein o. andere weitere überraschung erleben und schön anzuschauende spiele sehen, prophezeie ich. transfer-debatte hin, pyro-diskussion her: schöne aussichten 🙂


Trikottauscher
5. Januar 2014 um 23:42  |  222490

@ZOM
wie alt ist eigtl. marcelinhos sohn?
ach egal: verpflichten! sofort !!! 😀


5. Januar 2014 um 23:46  |  222492

@ Opa: nochmal: juristisch gibt es so gut wie keinen Handlungsspielraum, da kann man deuten, so viel wie man will.,Ich kann verstehen,,dass das einseitige Beenden der Gespräche angesichts der vorherigen Sprachregelung bei den Fangruppen kritisch aufgenommen wurde ( wird) , am Fakt ändert das wenig. Nach allem, was ich von juristischer Seite davon gehört habe, ist das Ganze im Grunde entschieden. Nimmt man hinzu, dass das Abbrennen von Pyro, in welcher Form auch immer, nur sehr sehr wenige Stadiongänger befürworten, ist das Ganze eben nervend und provoziert zu ( letztlich) härterer Gangart. den Sozialismus wollen wir hier mal bitte heraus halten.


Stiller
6. Januar 2014 um 0:52  |  222494

Mal zwischendurch eine Meinungsäußerung zu Wichtigkeit von Ben bei Hertha BSC. Da bin ich zu 100% bei @apollinaris // 5. Jan 2014 um 18:33. Also: sehr wichtig. Wenn er Abwehrkräfte auf sich zieht, wird hinter ihm Raum fürs Konterspiel frei.

Zum Polizeieinsatz: In dem Artikel hat mir nicht gefallen, dass nichts Näheres zu den Männern gesagt wurde, die Ines belästigt haben(?) Haben sie; haben sie nicht; gibt es dazu keine Erkenntnisse? Waren es Bekannte oder Fremde? Schließlich sollen sie doch der Anlaß für die Panikattacke gewesen sein.

So kann ich das Geschehen für mich nicht abschließend einzuordnen. Irritierend fand ich zudem die direkt nachfolgende undifferenzierte Aneinanderreihung / Aufrechnung / Vermischung von Polizeieinsätzen bzgl. anderer Hertha-Spieler. Die waren ja wohl berechtigt. Was will uns der Autor damit näherbringen?

Bei der Masse der MoPo-Leser könnte so etwas zurückbleiben, was nicht unbedingt gewollt war – oder doch? Mmh.


Kamikater
6. Januar 2014 um 3:10  |  222496

Mein Senf zu Fandebatten/Regionalkonferenzen:

Das Thema Pyro ist mausetot, mit und ohne Faden.

Das Thema Diskussionsbedarf zwischen Interessenvertretern ist ein Durchgehendes. Und das ist auch ganz wichtig.

Ich muss an dieser Stelle mal @Opa loben, der es ob einiger kruden eigenen Vorstellungen es hier im Blog nicht scheut, seine Argumente sachlich vorzubringen. Das verdient Lob, denn dazu gehört zunächst der Mut zur Auseinandersetzung und das Vermitteln der eigenen Position, die auch nicht jeder hier hat, da entweder das Hintergrundwissen zu Diskussionsrunden fehlt oder eine ablehnende Haltung gegenüber anders Denkender.

In den kommenden Wochen gehts wie bereits erwähnt nicht um Tennisbälle oder Bariumnitrat, sondern um das noch in den Kinderschuhen steckende Reisemanagement mit und ohne Bahn.

Ich denke, da kommen ganz spannende Themen bei raus, da es weitaus weniger Fronten gibt, als bei dem interpretierbaren Titel „Sicheres Stadionerlebnis“.

Ansonsten ist meine Einschätzung, dass auch wenn es immer wieder Vollidioten geben wird, die in jeglicher Form Gewalt ausüben, ist man gegenüber 2011 schon Lightjahre in den Diskussionen weiter, auch wenn noch viel zu zun bleibt.


Kamikater
6. Januar 2014 um 3:14  |  222497

Zu Ben Hatira:

Er ist enorm wichtig geworden, weil er Aktionen bringt, die ein Spiel entscheiden können. Er hat etwas Unberechenbares, auch wenn ihm längst nicht alles gelingt.

Ich hoffe nur, dass er trotz des Vorfalls die volle Unterstützung seiner Familie genießt, denn das scheint mir bei ihm sehr wichtig zu sein.


sunny1703
6. Januar 2014 um 7:53  |  222498

Unser nächster Gegner Eintracht Frankfurt rüstet in der Defensive auf.

http://www.transfermarkt.de/de/eintracht-frankfurt-leiht-hoffenheim-profi-weis-aus-/news/anzeigen_145030.html

lg sunny


Sir Henry
6. Januar 2014 um 8:32  |  222499

Weis hat doch beste Erinnerungen an unsere Offensive.


6. Januar 2014 um 9:19  |  222500

Es gibt für mich ein eisernes (huch!) Prinzip, an welches ich mich zu halten pflege:
wessen Gast ich bin, dessen Regeln – neben jenen, die für ein angenehmes Miteinander ohnehin Maßstab sein sollten – respektiere ich.
Das erwarte ich auch von anderen, die als Zuschauer zu Gast im Olympiastadion sind.

Ben-Hatiras Leistungen und Gewinn für die Mannschaft sehe ich skeptisch, unabhängig, welche Aufgaben ihm „der Wissende“ zugedacht haben mag. Die lichten Momente sind deutlich seltener als jene, die mich den Kopf schütteln lassen, wenngleich er zuletzt ansteigende Form zeigte.
Seine Verletzungsanfälligkeit ist ein Problem.


sunny1703
6. Januar 2014 um 9:43  |  222503

Herthas Seuchenvojel
6. Januar 2014 um 10:05  |  222504

die Themen Pyro,Tennisbälle, Ordner & Wassereinspritzung wird man bei uns im Blog nie tiefgründig diskutieren können
dabei haben wir nicht mal extreme Ansichten beider Seiten hier, sondern eher gemäßigte Charaktere, welche ab und an Ton und Inhalt des Anderen falsch verstehen
mehr ein Leuchtturmthema, dort kann man gemäßigter, intensiver und vor allem inhaltsdichter diskutieren

was mich umtreibt:
Wieso gehen interne private Dinge von Herthaspielern direkt durch an die Presse?
Warum ausgerechnet wieder Springer?
Bei jedem stinknormalen Polizeibericht werden grundsätzlich die Namen der Beteiligten herausgehalten, selbst über den (teilweise mitgehörten) Polizeifunk laufen die weniger.

Meine Meinung:
Irgendwo in der Behörde sitzt jemand, der entweder Hertha nicht gut gesonnen ist, oder ordentlich abkassiert dafür.
Weil freiwillig ohne Gegenleistung Abmahnung oder gar Kündigung zu riskieren, glaube ich nicht.
Von Beamtenbestechung fang ich erst gar nicht an.
An Herthas Stelle würde ich langsam mal bei den Behörden anfragen, wer da ständig Dinge zeitnah direkt zu der Presse durchsteckt.

Das BZ-Reporter nicht mehr gern gesehen sind bei unsrer alten Dame, ist klar
Aber ständig wiederholt vors Schienbein treten, dürfte die Beziehungen und Infos nicht gerade verbessern, das sollten selbst diese Intelligenzbestien langsam merken.


6. Januar 2014 um 10:29  |  222505

Morjn HSv,
meinst du um 10:05 Uhr den Bericht über Änis und seine Schwester in der MoPo-Print von gestern?


ubremer
ubremer
6. Januar 2014 um 10:33  |  222506

@HSv,

so etwas herauszufinden ist Aufgabe von Polizeireporter. Die gibt es vei allen Medien, unabhängig von der Verlagszugehörigkeit

@Training

20 Feldspieler + 3 Torwarte auf dem Schenckendorffplatz
Derzeit wird Direktspiel geübt (1 contact only)
Das sieht manchmal etwas holprig aus 😉


Herthas Seuchenvojel
6. Januar 2014 um 11:16  |  222507

moin BM, jepp, meinte ick

und @ub, auch juten Morgen
es stimmt, das Polizeireporter nach Meldungen hinterher sind
Persönlichkeitsrechte sollten trotzdem gewahrt bleiben
bei Frau Krause und Hern Müller werden daraus 3 Zeilen, hier ne halbe Seite mit dicker Schlagzeile
die Sache ist dieselbe, nur daß man vielleicht 1000 Blätter mehr verkaufen kann

PS: habt ihr auch nen Polizeireporter, der explizit nach berühmten Namen bei Vorfällen fahndet?‘ 😉


Herthas Seuchenvojel
6. Januar 2014 um 11:23  |  222508

@ub: als Anmerkung
hier in unserer märkischen Zeitung gibt es auch etliche Polizeimeldungen, also auch nen Reporter dazu
teilweise auch mit prominenten Bezug (welchen man erst später durch den Buschfunk herausfindet)
als Info: hier leben genug davon

trotzdem kann ick mich nicht erinnern, irgendwelche Namen in den letzten 10 Jahren gelesen zu haben

Boulevard ist bööööse, mehr als das … ^^


backstreets29
6. Januar 2014 um 11:25  |  222509

@ubremer

die ersten Passübungen nach dem Aufstieg sahen auch holprig aus ….kein Grund zur Sorge 😉


Sir Henry
6. Januar 2014 um 11:35  |  222510

mal OT

möchte für das Bayernspiel meine einzelne DK gegen zwei zusammenhängende Tickets (gerne auch DKs) tauschen, natürlich mit entsprechender Kostenumlage.

Gibts bei Hertha da eine offizielle Tauschbörse? Wie stelle ich das an?

Oder hat jemand von euch etwas anzubieten?

Mein DK ist in Block 6.2. Toller Platz, inklusive Rote Zora ungefiltert.


ubremer
ubremer
6. Januar 2014 um 11:39  |  222511

@HVs,

klar bewegen sich die Morgenpost-Polizeireporter in den gleichen Quellen wie alle anderen Zeitungen auch. Unsere ersten Infos zur Causa Ben-Hatira kamen von unserem Polizeireporter.


Herthas Seuchenvojel
6. Januar 2014 um 11:51  |  222513

@ub
ab uffen Scheiterhaufen mit denen^^
könnte ja wat anständiges machen, wie z.B. Herthajournalist 😀


Exil-Schorfheider
6. Januar 2014 um 11:56  |  222514

@hsv

Komisch… bei Uli H. wurde größtenteils gleich munter drauf los geprügelt…

@Sir

Glaube nicht, dass es eine Tauschbörse gibt.

OT zum Thema Wintertransfers:

http://www.morgenpost.de/sport/fussball/article123537333/Im-Winter-kauft-die-Bundesliga-fast-nur-Flops.html


Herthas Seuchenvojel
6. Januar 2014 um 12:04  |  222515

@Exil: selbst bei Uli gilt das Schweigegeheimnis
trotzdem gehört er hinter Gitter
ob ich es nun weiß & sage oder mir unbekannt ist

der deutsche Finanzstaat freut sich dagegen, die Selbstanzeigen sind erheblich aus Furcht gestiegen

vielleicht lanciert…?


6. Januar 2014 um 12:25  |  222519

ich finde Polizeireporter cool..Für die ist es dann ein Highlight, wenn sie Beteiligte erkennen. Im Grunde hat diese journalistische Tradition einen hochdemokratischen Ursprung..Ich finde es nicht anstößig.
Gingen die Selbstanzeigen anfangs nicht sogar zurück?


Tsubasa
6. Januar 2014 um 12:42  |  222523

Und Wieder Hamsterrad Pyro und Magdeburg.

Schön das auch Andere erkennen, dass man vielleicht mal genauer hinschauen sollte.

Die Feier am Klops ist nur ein Beispiel.

Aber Nebensache: die Kälteschlacht von Lambeau geht an uns!!!!

Ninerss!!! Next Stop Carolina!


cameo
6. Januar 2014 um 15:42  |  222544

#Polizeireporter
erkennt man an den leicht gewölbten Hosentaschen.

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