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(ub) – Ben Sahar? Find‘ ich gut . Ein interessanter Typ, der  einiges erlebt hat. Ein offener Typ. Höflich, aufmerksam. Einer, mit dem man  über seinen Glauben reden kann. Oder über die politische Lage in seiner Heimat Israel. Und einer, der das Geschäft versteht. Hatte mal ein Interview mit ihm in einer Phase, wo es für Sahar nicht gut lief. Wir haben auf englisch miteinander geredet, da fühlt er sich (neben seiner Muttersprache) am wohlsten. Wollte ihm vorab erklären, dass es kritisch wird. Sahar unterbrach mich:

 You have to ask your questions, go ahead man.

Ben wusste immer genau, was los war. Er hat sich regelmäßig bemüht, mehr zu trainieren, als jene Kollegen, die regelmäßig im Spiel-Einsatz waren.

Auf einer bestimmten Ebene hatte Sahar Pech. Er war im Sommer 2012 geholt worden, als Trainer Jos Luhukay davon ausging, für die Zweite Liga einen Kader für ein 4-4-2-System zusammenzustellen. Sahar war einer für den Sturm. Dann entpuppte sich Ronny als der Unterschiedsspieler der Liga, Luhukay schwenkte auf eine 4-2-3-1-Taktik um – und  hatte praktisch ein bis zwei Stürmer zu viel an Bord. Sami Allagui wurde für die rechte Außenbahn umfunktioniert, wieder musste sich Sahar anstellen. Im Winter verschärfte sich seine Situation, als sich Pierre-Michel Lasogga wieder dienstfähig zurückmeldete.

Was Ronny an Spielverständnis im Übermass hat …

Wir haben im Blog in jener Zweitliga-Saison oft darüber diskutiert: Wieso erzählt der Blogdaddy hundert Male, Hertha übe im Training Ballstaffetten und Kombinationen? Wenn davon in den Punktspielen nix zu sehen war. 2013, in der Bundesliga-Hinrunde war dann deutlich, dass Hertha sich mit einstudierten Kombinationen durch die Liga dribbelte.

Aber: Ob Zweite Liga oder Bundesliga: Kombinationstraining mit Ben Sahar war jedes mal ein Desaster. Ob nach drei Monaten, nach sechs oder neun oder zwölf – es wirkte immer, als ob Ben zum ersten Mal in dieser Trainingsgruppe stehen würde. Kein Zusammenhang, kein geordnetes Weiterspiel.

So, wie ich bei Ronny zumeist verstehe, was seine Idee bei Pässen ist (egal, ob sie angekommen), waren die Kollegen bei Sahar oft verblüfft, wie er die Bälle weitergespielt hat.

Wundertüte auf dem Trainingsplatz

Häufig war es kurios: Sahar kreierte durch seine Schnelligkeit auf dem Flügel Situationen, die sonst gar nicht   entstanden wären. Aber er brachte sie nur selten zu einem logischen Ende. Wenn der Stürmer auf den ersten Pfosten lief, kam seine Flanke auf den zweiten. Wenn der Stürmer, weil zwei Verteidiger vor ihm waren, auf den zweiten Pfosten auswich, landete Sahars Flanke beim vorderen Verteidiger . . .

Und plötzlich, wenn niemand mehr mit irgendetwas rechnete,  jagte Sahar den Ball aus 18 Metern in den Dreiangel, dass es Ovationen von den Kollegen gab.

Nun heuert  er bei Willem II an. Sein zwölfter Profi-Klub im Alter von 24. Ben hatte gehofft, dass Hertha seine Basis wird für Kontinuität. Er hat Angebote ausgeschlagen, wo er doppelt so viel hätte verdienen können (im Sommer 2013 lockte der FC Evian mit einem Jahresgehalt von 1,3 Millionen).

Das schwere Erbe als Wunderkind

Sein Umfeld ist, sagen wir, schwierig. Ben Sahar hat sich längst erholt davon, dass er 2006 als 16-Jährigier als Bester Spieler einer U17-EM ausgezeichnet wurde. Davon, dass Jose Mourinho ihn zum FC Chelsea geholt hat. Davon, dass in Israel damals geträumt wurde, jetzt entstehe ein Welt-Star, der nur deshalb bei Chelsea nicht spielt, weil Didier Drogba vor ihm steht.

Sein Umfeld hat sich in Teilen von Mourinho/Chelsea/Premier League bis heute nicht erholt. Da herrscht guter Wille, aber eine eklatante Unkenntnis, wie das Profigeschäft läuft.  Auch bei den Beratern, die verpflichtet wurden, waren nicht immer die passenden Leute am Start.

Perspektive bei Willem II Tilburg

Willem II hatte sich schon im vergangenen Sommer bemüht. Ich wünsche Ben Sahar viel Glück in Holland.

Er braucht zwei Dinge: Endlich mal  Konstanz, um einen Spielrhythmus zu finden. Um dann Tore zu schießen. Dafür braucht es einen Trainer, der sagt: Ich vertraue diesem Stürmer.

Ben Sahar und Hertha . . .

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Ben Sahar wird in der Eredivisie . . .

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78
Kommentare

Freddie1
20. Juli 2014 um 17:23  |  321906

Sehr interessanter Blog


Kamikater
20. Juli 2014 um 17:29  |  321914

Ja, finde ich auch @freddie


Blauer Montag
20. Juli 2014 um 17:30  |  321915

Ha, Ho, He 😉


boulette in Thüringen
20. Juli 2014 um 17:35  |  321919

Hertha BSC ole


King for a day – Fool for a lifetime
20. Juli 2014 um 17:39  |  321921

Ben is 24

#kleinkrämerei


Lars
20. Juli 2014 um 17:42  |  321925

Da stellt sich nur die Frage, warum wurde der Vertrag nach dem Aufstieg noch mal um 2 Jahre verlängert?

Ein Jahr training hätte doch reichen sollen zu erkennen, ob es reicht oder nicht, bzw. hat er ja dann in der letzten Saison auch keine wirkliche Chance mehr bekommen bis zu seiner Ausleihe. Für mich unverständlich.


ubremer
ubremer
20. Juli 2014 um 17:47  |  321930

@lars

Da stellt sich nur die Frage, warum wurde der Vertrag nach dem Aufstieg noch mal um 2 Jahre verlängert?

unverblümt gesprochen: Sahar war ein vergleichsweise günstiger Profi bei Hertha. So eine Art Versicherung: Besser einen Stürmer zu viel als zu wenig. Und wer weiß, vielleicht platzt der Knoten noch

@kfdfl,

thx 😉


jap_de_mos
20. Juli 2014 um 17:52  |  321935

@ub: Für solche Blog-Posts liebe ich immerhertha: „familiär“ ohne in den Klatsch-Bereich abzugleiten, hintergründig, spannend. Danke dafür!


Agerbeck
20. Juli 2014 um 18:15  |  321945

Es war glaube ich im sommer vergangenen jahres, als ich in einem trainingsbericht eben jenem ben sahar eine größere passage widmete, die sich im heutigen blog widerspiegelt.

Ich glaube auch, dass es bei ihm eine unglückliche verkettung mehrerer aspekte ist, die durch eigenes zutun negativ beschleunigt wird.

Mein eindruck ist der, dass er tatsächlich ein feiner kerl mit einem feinen füsschen ist. hinzu kommt eine überdurchschnittliche schnelligkeit, geschmälert durch ein überschaubares defensivverhalten.

Hier beginnt nun die crux. gelernter stürmer, mit antrainiertem rückwärtsverhalten…das blockiert den kopf und damit die sicherheit und kreativität, die für einen stürmer unerlässlich sind..

die vielfalt seiner stationen zeigt aber auch, dass er es nirgends schaffte, trotz seines großartigen talentes, alles für den durchbruch zu tun.
Das wiederum spürt ein trainer und irgendwann auch die teamkollegen. dann fehlt irgendwann die letzte konsequenz und der wille, bestimmte abläufe zu automatisieren. Irgendwann bist du dann raus…

Es fehlt der unbedingte rückhalt des trainers und es hat sich ausgestürmt.

Aber der goldene schlüssel, um alle diese dinge ins positive zu verkehren, ist das erlernen der sprache. Das muss mein eigener anspruch im ausland sein. So schnell es geht.
Und bei aller liebe: auf und neben dem fussballplatz braucht es nun wirklich nur ein kleines eimerchen vokabular, das man mit willen und eifer in kurzer zeit erlernen kann.

in jenem training fungierte django janker als englisch-dolmetscher, der jede übung haarklein für sahar übersetzte, obwohl dieser schon seit mind. einem jahr das blau-weiße „H“trug.

nur eine momentaufnahme, aber an dem tag war die komprimierte vielfalt wunderbar zu bestaunen.

Ich wünsche ihm, dass er endlich den faden findet und die unterstützung des trainers erhält, um noch den durchbruch zu schaffen.
Es kann doch mit seiner großen qualität nicht sein, das ganze fußballerleben auf der bank zu verbringen.

Machs gut ben, ick mochte deinen fussball.

PS: Vielleicht findet ja irgendwer nich meinen
damaligen trainingsbericht, keine Ahnung
wie ich den filtern kann…


linksdraussen
20. Juli 2014 um 18:18  |  321946

Ja, sehr schöner Text. Ähnlich gut wie der Heitinga-Text heute im Print. Sahar wünsche ich alles Gute. Vielleicht funktioniert er ja bei seinem neuen Verein in der vordersten Spitze, wenn er sich nicht allzu sehr am Kombinationsspiel beteiligen muss.


Blauer Montag
20. Juli 2014 um 18:29  |  321950

Agerbeck, du blätterst den immerhertha-Kalender rechts oben zurück bis in jenen Monat, in welchem du deinen Kommentar schriebst.


Blauer Montag
20. Juli 2014 um 18:47  |  321957

Wow K6610
wie hast du denn jetzt ausgegraben? 💡


Ursula
20. Juli 2014 um 18:50  |  321959

Hier schreiben „Leutchen“ Subtexte,
die keine sind!

UND auf dieser Basis werden viel zu
ernsthafte Themen dann auch noch mit
gespielter Ernsthaftigkeit ohne „SUB“,
dann zu „Ernst zu nehmenden“ Texten
verarbeitet…

…du gute Güte…!!


ahoi!
20. Juli 2014 um 18:50  |  321960

moin, moin.

in der tat wunderbarer hintergrund @ub.

das ist der zielführende searchstring bei google: „agerbeck sahar training“ und schwupps kommt man zu der von k6610 vorgeschlagenen seite… 😉


K6610
20. Juli 2014 um 18:53  |  321963

@BM

geht am Besten über die verschiedenen Suchoptionen von Google…..in dem Fall habe ich als Suche Agerbeck+Sahar+Immerhertha eingegeben und den Zeitraum beschränkt auf 01.06.2013 bis 31.08.2013
Da wars dann gleich der erste Treffer in den Suchergebnissen.

😉


20. Juli 2014 um 19:03  |  321964

OT
In Vorfreude auf die neue Saison, ein paar Fan-Devotionalien.
Für einige ist Hertha ja eine Ersatzreligion.
Mit lieben Grüßen
Ihre Silvia Sahneschnitte


Blauer Montag
20. Juli 2014 um 19:17  |  321967

Was meinst du ursula,
wär’s mal wieder Zeit für den „Schwamm drüber Blues“?


Freddie1
20. Juli 2014 um 19:20  |  321968

@linksdraussen

Jau, als Sturmspitze könnte es bei Sahar funzen.
Ansonsten wirke er auf mich immer bissl wie Ruka II. Aber der hatte noch etwas mehr taktisches Spielverständnis wenngleich sein Defensivverhalten auch ausbaufähig war.


Agerbeck
20. Juli 2014 um 19:21  |  321969

ganz großes kino…auf euch ist verlass…


Ursula
20. Juli 2014 um 19:34  |  321973

Nee, nee „Montag“, wenn schon
dann „denn schon“….

„Schwamm drüber“, erst wenn die
Qualle lacht oder die „Muräne“ über
DIES Ihr Gesicht nicht verliert…

ODER war es Peter Maffay, der ist
doch auch Muräne…

Na jut, Du warst aber auch ein ganz
kleines „Bisschen“ gemeint….


Freddie1
20. Juli 2014 um 19:36  |  321975

OT

Fernsehtipp für heute Abend :

Auf Arte live aus London Monty Python .


wilson
20. Juli 2014 um 19:47  |  321979

Monty Python – der Pferdeflüsterer.


Ursula
20. Juli 2014 um 19:51  |  321980

…featuring „Ursula“, die „Hundeflüsterin“…..


20. Juli 2014 um 19:57  |  321982

@Freddie1, iss doch erst am 30.7. !?

Mi 30.07.2014 21:30 (arte)
Monty Python live (mostly)
One Down Five to Go
Show, England 2014


Freddie1
20. Juli 2014 um 20:02  |  321984

@bussi

Stimmt, heute „richtig“ live als Stream

http://concert.arte.tv/de/montypython

War mißverständlich


Eigor
20. Juli 2014 um 20:02  |  321985

@Bussi
Die Show ist wohl heute…
ARTE streamt
http://concert.arte.tv/de/montypython


Eigor
20. Juli 2014 um 20:03  |  321986

🙂


20. Juli 2014 um 21:21  |  321997

Ach , es ist so schade. Diese sehr schnellen Spieler waren immer eine Waffe. In Zeiten Viererkette, Verschieben etc..können diese Blitze eine enorme Gefahr für den Gegner sein. Mit etwas Technik u d Abschluss ausgestattet , und wir haben einen Star. Ben Sahar hatte von allem etwas und doch die gleiche Misere wie bei Ruka: egal, wieviel man mit ihm redet, der kapiert dat ( anscheinend) nicht 🙁
Für mich besonders traurig, weil ich auf diese schnellen Typen extrem stehe. Tja..alle Anlagen mitbekommen und trotzdem fehlt’s irgendwo. Für mich völlig verständlich, dass so lange an ihm festgehalten wurde. Wenn der es gepackt hätte, hätten wir einen Riesen..
Der Franzose in Dortmund ist ja ein ähnlicher Fall, wenn denn auch doch ne Etage höher.. ( Auberme..ang oder so ähnlich)


Kamikater
20. Juli 2014 um 22:58  |  322007

In Holland wird ein Russland Boykott diskutiert. Interessanter Gedanke.

http://www.sport1.de/de/fussball/fus_international/newspage_924370.html


Herthas Seuchenvojel
21. Juli 2014 um 0:12  |  322016

@apo; bin sowas von bei dir
hatte immer gehofft, Ben setzt sich bei uns durch
ein Spieler, der gegnerische Abwehrketten durchbricht, niederreisst und zur Verzweiflung bringt
schade, 2 Jahre Hoffen wurden nicht belohnt
Ben, mach deinen Weg, du bist ein Guter

PS: oha, da hab ich ja gestern nacht eine Diskussion angestoßen bzw. das gegenteilige Äquivalent gegeben
m.M. nix für den Blog eigentlich
aber @Dogbert, gerne Mittwoch im Turm weiter konstruktiv


Dogbert
21. Juli 2014 um 6:04  |  322063

Meine Ex-Frau war 10 Jahre in Therapie. Ist unsere Tochter davon lebendig geworden? Ist sie nicht. Also sind diese Psychokacker Flachpfeifen. Sie kriegen bestenfalls Sachen gebacken, die auch ein Fünfjähriger locker nebenbei schafft.

Die wollten meiner Frau tatsächlich einreden, daß das Leben auch ohne ihre Tochter weitergeht. Das wußte sie aber auch schon vorher. So blöd ist sie nun auch wieder nicht.

Eine aus dem eigenen Leib entstandende Person läßt sich nicht ersetzen. Da können sich die Psychokacker noch so dumm und dämlich reden. Was soll der Scheiß also?


tabby
21. Juli 2014 um 6:42  |  322068

#Sahar
Danke für den interessanten (Hintergrund) Bericht.
Schade, aber hat eben nicht sein sollen.
Wünsche Ihm wie den anderen Abgängen viel Glück und und noch eine lange Karriere.


Dogbert
21. Juli 2014 um 6:55  |  322071

Um Sahar tut es mir leid. Er hatte doch in Bielefeld gut gespielt.

Ich bin der Ansicht, daß er einfach nicht an die für ihn passenden Trainer geraten ist.

Irgendwie kann er ja alles, aber er paßt nicht zu den Mitspielern.


elaine
21. Juli 2014 um 8:40  |  322084

Teresa Enke Es ist schön, dass die Frau trotz ihres schweren Schicksals ihren Weg gefunden hat


King for a day – Fool for a lifetime
21. Juli 2014 um 9:25  |  322093

@ Dogbert

Ich kann nachvollziehen daß du wenig Vertrauen in die therapeutische Psychologie hast denn im Endeffekt können die Theraupeuten auch nur Tipps geben, probieren dich zu führen, zu begleiten in einem Heilungsprozess.
Ich hatte in der Klinik „Havelhhöhe“ (sehr empfehlenswert übrigens da anthroposophische statt Schulmedizin) einen (von mehreren) ganz guten Therapeuten.
Richtig öffnen konnte ich mich ihm aber auch nicht. Und bei den 5 oder 6 die ich nach der Klinik aufgesucht hatte war das noch schlimmer.
Das kann eben nicht jeder, sich einem „Fremdem“ total zu öffnen. Aber nur so kann die Heilung stattfinden. Darum hatte ich neulich schon gesagt daß die Familie, sofern man eine intakte hat, das wichtigste ist wenn diese auch bereit ist auf dich einzugehen und nicht nur mit Sprüchen wie „Kopf hoch“, „das wird schon“ usw. kommt, denn das ist genau das, was ein betroffener eben nicht hören will.
Schlimm ist es auch wenn deine Freunde, von denen du bis dahin dachtest daß sie welche sind, mit Sprüchen kommen wie „Nu hab dich ma nich so du Memme“, „hör uff zu jammern“ usw.
Da trennt sich die Spreu vom Weizen udn mein Freundeskreis beschränkt sich seitdem auf 2 Leute.
Aber zurück zu den Therapeuten. Auch wenn sie nicht jedem helfen können, habe ich Hochachtung vor jedem der anderen helfen WILL. Und sich teils ein Berufsleben lang mit dem Elend anderer beschäftigen zu müssen/wollen erfordert schon wirklich einiges.
Daher hab ich grossen Respekt vor solchen Leuten und würde niemanden als „Psychokacker“ oder wie auch immer bezeichnen, auch wenn es auch in dieser „Berufsgruppe“ schwarze Schafe gibt die nur auf die Zahlen auf dem Kontoauszug aus sind.

Übrigens sind mein Depressionen seit gestern 14 Uhr wieder ganz schlimm … da hat sich nämlich mein Ventilator hier verabschiedet (Neeeeeeein!!!)
Kleiner Scherz am Rande …


HerrThaner
21. Juli 2014 um 9:35  |  322096

@Blogpappies: Im heutigen Sahar-Artikel der Morgenpost ist Sahar meistens richtigerweise 24, einmal (im ersten Satz) aber auch als 25-jähriger angegeben.


Jack Bauer
21. Juli 2014 um 10:13  |  322102

Nur ein kurzer informativ gemeinter Einschub, falls es jemanden interessiert.

Ein Psychologie Studium bereitet einen in erster Linie darauf vor, selbst in der Forschung tätig zu werden. Die Vorbereitung auf das eigentliche „therapieren“ erfolgt in einer 3-Jährigen Ausbildung, welche einen Master Abschluss in Psychologie voraussetzt. Auf dem schnellsten Weg benötigt es also 8 Jahre um ein staatlich anerkannter Psychotherapeut zu werden. Wer mal Psychologie Vorlesungen besucht hat und sich mit den Leuten dort unterhält, der weiß natürlich, dass das Vorurteil über Psychologie Studenten nicht ganz aus der Luft gegriffen sind. Viele von denen sind natürlich dort, um ihre eigenen Probleme in den Griff zu kriegen und viele sind auch offensichtlich völlig unfähig, andere Leute zu therapieren. Diese Leute gehen aber auch in aller Regel in die Forschung. Natürlich gibt es Leute, die dann trotzdem Therapeuten werden, obwohl sie dafür ungeeignet sind. Die gibt es aber in jedem Beruf, im übrigen völlig egal, ob akademisch oder nicht.
Es gibt aber eben auch Leute, die diese 8 Jahre auf sich nehmen um danach Menschen zu helfen und das auch schaffen. Ich habe in meinem Bekanntenkreis sowohl Leute, bei denen eine Therapie keinerlei Besserung gebracht hat, als auch Leute, die ohne einen „Psychokacker“ jetzt vermutlich nicht mehr Leben würden.


Alexander
21. Juli 2014 um 10:28  |  322105

Jeder Beitrag – ob länger und fundiert, oder einfach nur kurz und präzise – von @ub ist lesenswert.

Ein Genuss.


Dan
21. Juli 2014 um 10:50  |  322111

Wenn Ben Sahar zu Preetz einen guten Draht hatte, hat Preetz ihm vielleicht die Handynummer vom Maikel Aerts gegeben.
Der kennt Willem II und könnte ihm bezüglich Umfeld ein guten Start verschaffen.


caballo
21. Juli 2014 um 10:51  |  322113

@ dogbert

Das tut mir sehr leid, was deiner Familie widerfahren ist.
Ich weiß nicht, wie ich, als Vater dreier Kinder, es schaffen würde, damit umzugehen und zu einem halbwegs ’normalen‘ Leben zurückzukehren.
Dennoch, lieber Dogbert, die ‚Psychokacker‘ geben ihr Bestes und können nichts an dem Schicksalsschlag ändern der Euch so grausam ereilt hat, sondern – und da hat der Tageskönig recht – nur helfen, damit umzugehen.

Es gibt vielleicht eine Handlungsmöglichkeit jenseits der Psychologie damit umzugehen, indem man ein Mädchen findet, das ein ähnlich furchtbarer Schicksalsschlag getroffen hat, weil es seine Eltern verloren hat. Am besten im Alter Eurer Tochter. Ihr alle Liebe und Sorge selbstlos zu schenken, sie aufzuziehen wie die eigene Tochter, kann helfen das Furchtbare zu überwinden und ein ’neues‘ Leben zu finden …

@ ben sahar

Als überzeugter Anhänger von Luhu trifft ihn bei Umgang mit diesem Spieler meine Kritik.
Ich meine, dass er nie eine echte Chance erhalten hat, also mal mehrfach hintereinander sich im Spiel bei Hertha zeigen zu können.
Das hat mich an Beichler erinnert, den man auch so schlimm behandelt hat – die dunkle Seite von Hertha!

Das ist auch ein Armutszeugnis des Scoutings und Managements, denn irgendetwas haben sie ja mal bei ihm gesehen. Warum hat man ihn geholt und verlängert? Da haben sich die Verantwortlichen wahrhaft nicht mit Ruhm bekleckert … und gegenüber dem Spieler verantwortungslos gehandelt!

Ich habe aber die Hoffnung nicht verloren, dass Ben es bei einem anderen Verein schaffen wird …
und vielleicht mit einer Leistungsexplosion …

Es grüßt
caballo


tabby
21. Juli 2014 um 10:58  |  322115

#U19EM: Auch nach dem 2. Ansehen (danke an ES) war ich sehr vom „Nachwuchs“ angetan.
Mukhtar rennt noch in der 92. Minute einem Ball hinterher, gute Arbeit der Außenverteidiger usw.
Leider brachten die Einwechselungen eine destabilisierung der Defensive und mancher Spieler wollte dann „sein“ Tor erzielen.
Mit dem Raum zeigten dann die Bulgaren mal ein wenig Ihrer Kabinettstücke.
Ich freue mich schon auf die nächsten Übertragungen bei ES.


Sir Henry
21. Juli 2014 um 11:00  |  322116

@caballo

Und die Verantwortlichen von Chelsea, QPR, Sheffield, Portsmouth, De Graafschap, Espanyol und Auxerre?

Alles verantwortungslose Schlawiner, die dem armen Kerl nie eine echte Chance gegeben haben?

Klingt nicht gerade schlüssig.


King for a day – Fool for a lifetime
21. Juli 2014 um 11:03  |  322117

@ Marcel Ndjeng

Grad in meiner Strasse gesichtet.
Saß in einem braunen Mini-Cooper und wartete wohl in einer Einfahrt auf irgendjemanden


Dan
21. Juli 2014 um 11:12  |  322119

@King for a day – Fool for a lifetime // 21. Jul 2014 um 11:03

Kann nicht Wagner sein, der fährt Vespa. 😉


Kamikater
21. Juli 2014 um 11:14  |  322121

@King
Quatsch, der hat gelernt dass die Erde sich dreht und wartet jetzt das sein zu Hause vorbeikommt.

@ub
Der Heitinga Artikel hat mir übrigens genauso gut gefallen, wie der Obige. Da werden die Fakten und persönlichen Eindrücke so zusammengeführt, dass man ein handfestes Bild bekommt. Klasse!


Sir Henry
21. Juli 2014 um 11:16  |  322123

@Kami

Hoffentlich hat er sich auch östlich seines Heimes platziert, sonst wird das ein langer Tag.


King for a day – Fool for a lifetime
21. Juli 2014 um 11:38  |  322135

Hab den Marcel gefragt wie ein Formel-1 Wagen klingt wenn er an einem vorbeirast. Wusst er aber nicht.
Dann wollt ich ihn noch fragen ob ein weiterer RV kommt, weil ich ihn als einzigen Pekraik-backup etwas wenig finde, fand ich aber doch zu gemein


Kamikater
21. Juli 2014 um 11:45  |  322138

Weiß jemand, ob das PSV-Spiel sehr voll oder ausverkauft sein könnte? Wollte eher kurzfristig hingehen…


Freddie1
21. Juli 2014 um 11:50  |  322139

@caballo

Aber in Bielefeld war er ja nun auch nicht der Überstürmer, sondern einer von vielen.
Ebenso Beichler. Der hat sich doch in der zweiten Liga auch nicht durchsetzen können. Wie soll das bei Hertha in der ersten funktionieren?


21. Juli 2014 um 11:57  |  322144

Ich wünsche Herrn Sahar alles Gute.

Hertha
Habe zwei Fragen zur augenblicklichen Situation:
1. Wird die taktische Ausrichtung in dieser Saison noch variabler (1 Spitze/2 Spitzen, 3er Abwehr- oder 4er Abwehrkette, Mittelfeldvariationen), gab es im Training, bzw. in den Vorbereitungsspielen hierzu schon Aufschlüsse?
2. Torwartposition (wurde schon einmal nachgefragt), Burchardt und Jarstein waren wohl regelmäßig im Einsatz. Was ist mit Kraft?
Wurde sein Vertrag verlängert oder wird nicht mehr mit ihm geplant?
Danke für ein oder mehrere Antworten.
Mit lieben Grüßen
Ihre Silvia Sahneschnitte


21. Juli 2014 um 12:20  |  322156

Kraft ist unsere klare Nummer 1, denke ich und wurde, glaube ich ich, im letzten Testspiel in der 2. HZ im Tor gesichtet…(?)


Freddie1
21. Juli 2014 um 12:22  |  322158

Kamikater
21. Juli 2014 um 12:31  |  322160

@freddie
„…der in der Zentrale spielen kann“, ist vielleicht noch die wichtigste Info. Ich sehe da am Ehesten vom Typus her einen Sydney Sam, der aber auch gerne über die Außen ‚rumkruschtelt.


Kamikater
21. Juli 2014 um 12:34  |  322161

Älter, aber immer noch nett, was unserem Sponsor so alles passiert…

http://www.der-postillon.com/2013/08/neuer-verspatungs-rekord-seit-2007.html


Dan
21. Juli 2014 um 12:39  |  322163

@Silvia Sahneschnitte // 21. Jul 2014 um 11:57

Gegen alle Gegner wurde mit einer Vierkette gespielt. Sehe bei uns auch nicht das Spielermaterial ín der eine Dreierkette in der Bundesliga funktioniert.

In den meisten (allen?) Fällen wurde ein 4-1-4-1 gespielt. In den ersten beiden Spielen die ich Live sah (DB-Team und Viktoria) behaupte ich mal das die vier hinter der Spitze oft routierten.


Dan
21. Juli 2014 um 12:41  |  322164

….behaupte ich mal gesehen zu haben, dass


Dan
21. Juli 2014 um 12:49  |  322167

@Kamikater

Deine Anfrage:
BSC – PSV

Block Freie Plätze

Fankurve Block F: 277
Sitzplätze Tribüne: 583
(Block A-D)
Stehplätze: 2007


21. Juli 2014 um 12:56  |  322170

Kamikater
21. Juli 2014 um 13:01  |  322174

@Dan
Weltklasse, Danke!


ubremer
ubremer
21. Juli 2014 um 13:02  |  322175

@BenSahar

im Outfit von Willem II im Interview sowie als Poser im Stadion


Dan
21. Juli 2014 um 13:02  |  322177

😉 @Bussi
Achja? Und warum antwortest Du ihm nichteine Stunde früher? Musste der Bub mich erst telefonisch aus meinem gesunden Büroschlaf reißen?
#manmanmanman 😉


Exil-Schorfheider
21. Juli 2014 um 13:24  |  322180

Dan // 21. Jul 2014 um 13:02

@bussi hat wohl selbigen gehalten… 😉


21. Juli 2014 um 13:24  |  322181

Danke @apo, danke @Dan,
ich würde mich freuen, wenn es nicht nur bei einem 4-1-4-1 System bliebe. Hertha wäre dadurch zu leicht auszurechnen. Letztendlich wird der Erfolg den Ausschlag geben.
Aber noch einmal zur Torwartpersonalie, sehe das Kraft die erste Halbzeit gegen Arnheim gespielt hat, alles gut.
Mit lieben Grüßen
Ihre Silvia Sahneschnitte


Dogbert
21. Juli 2014 um 13:28  |  322183

Ich möchte mich hier bei allen für die netten Zusprüche bedanken.

Zwischen den Zeilen konnte ich wieder erkennen, daß es wirklich besser ist, solche Dinge besser mit indirekt oder direkt Betroffenen zu besprechen.

Ich wollte Psychologen und Psychotherapeuten nicht pauschal verdammen, sondern unsere Erfahrungen hatten gezeigt, daß diese Leute viel zu oft gar nicht wissen, wovon sie reden. Wir bekamen schnell den Eindruck, daß jeder Klient irgendeine Nummer ist und man keine Zeit hat, sich mit ihm wirklich eingehend zu beschäftigen.

Einer der Therapeuten zerstörte sogar unsere Ehe, indem er meiner damaligen Frau einredete, daß ich der „Verursacher“ ihres Problems sei. Damit brachte er sie in eine weitere Krise.

Das gipfelte darin, daß sie mich nur noch als „Bekannten“ bezeichnete. Diese bodenlose Unverschämtheit ließen sich unsere beiden anderen Töchter nicht bieten und haben sich von ihr distanziert. Ich inzwischen auch. Das haben wir alles den Psychokackern zu verdanken.


Pflaume09
21. Juli 2014 um 13:28  |  322184

Hallöchen,
Ich wollte morgen in der Geschäftsstelle Karten für den Test gegen Sevilla erwerben.
Bei der Gelegenheit würde ich gerne beim Training vorbei schauen. Auf der Homepage habe ich aber keine Trainingszeiten gefunden.
Wo kann ich denn in Erfahrung bringen ob und ggf. wann morgen Vormittag trainiert wird?
Vielen Dank!


Dan
21. Juli 2014 um 13:35  |  322186

@Exil-Schorfheider // 21. Jul 2014 um 13:24
Achso.
——
Silvia Sahneschnitte // 21. Jul 2014 um 13:24
Das kann passieren, anderseits hat uns J-Lu letzte Saison gezeigt, dass taktische Grundausrichtungen ohne Personalveränderung variabel verschoben werden können. Defensiv oder Offensive.


21. Juli 2014 um 13:40  |  322187

Nun, es ist nicht so selten, dass die Ursache von persönlichen Krisen in den jeweiligen Beziehungen ( Systemen) zu finden ist. Und gar nicht selten ist es eben so, dass eine Therapie eine radikale Änderung der Lebensverhältnisse zur Folge hat.
Eigentlich redet kein Therapeut seinem Klienten etwas ein, sondern es wird zusammen erarbeitet.
Ich würde fragen, ob es eine Paartherapie als Option gab usw. aber das sprengt wohl den blog.
Ich möchte dir glauben, dass du Pech mit deinem Therapeuten hattest. Das ist dann tragisch , weil folgenschwer.
Aber ich möchte dann doch noch mal auf den Beitrag von @ Jack Bauer verweisen. Der hat das wunderbar sachlich zusammengefasst.


Dan
21. Juli 2014 um 13:42  |  322190

@Pflaume09 // 21. Jul 2014 um 13:28

Falls @ub keine Infos hat, könnte Dir hier jemand helfen.

http://www.herthabsc.de/de/service/kontakt/page/698–103–.html

Heute soll um 16:00 Uhr Training sein. Muß upgedatet worden sein.


21. Juli 2014 um 13:43  |  322191

@Dan, denen vorm Forst lasse ick immer den Vortritt 😉


Kamikater
21. Juli 2014 um 13:47  |  322193

Wat, nu doch Training? Also wieder ruff uffs Rad…


Exil-Schorfheider
21. Juli 2014 um 13:53  |  322194

Stand doch hier so im Blog, dass heute Training ist.

#manmanman


Pflaume09
21. Juli 2014 um 13:54  |  322195

@Dan
Danke erst mal.
Vielleicht kommt die Info ja noch im Laufe des Nachmittags/abend.


Kamikater
21. Juli 2014 um 14:02  |  322197

@E-S
Ja, aber auf der Hertha-Page nicht…
#Manmanman
😉


Dan
21. Juli 2014 um 14:10  |  322199

@Kamikater
Genau. Die Nachricht ist erst seit 12:54 Uhr. offiziell. 😉

Pass auf Dein Herz auf.


Exil-Schorfheider
21. Juli 2014 um 14:13  |  322200

@kami

Traust Du dem Blogpapi etwa nicht? 😉

Viel Spaß beim Radfahren und immer viel trinken! Also Wasser… 🙂


Kamikater
21. Juli 2014 um 14:33  |  322204

@E-S
Heute schon 3 Liter. Also Wasser….

@Dan
Na, deswegen fahre ich doch…
😉


ungarob
23. Juli 2014 um 23:44  |  323202

super beitrag. chapeau!

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