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(ub) –  Zwei Pullover oder drei?  Regenschirm und Regenjacke? Oder nur eines von beiden? Wohl Euch, die Ihr Euch mit den Verhältnissen beim Trainingslager in Schladming nicht rumzuschlagen habt. Einige aus Euren Reihen sind schon unterwegs. Die Frühaufsteher @freddie und @püppi sind schon vor Ort. Ihr Beitrag von heute Nachmittag zum Thema“ Wetter in Schladming“ (Fotos: @püppi):

Schladming

 Prognose: Schwere Saison für Union

Die Zweite Liga beginnt an diesem Wochenende. Will hier nur einmal der Vollständigkeit hinterlegen (weil es sonst in den Berliner Medien nicht thematisiert wird): Ich wünsche dem 1. FC Union nur das beste. Ein starker zweiter Verein in der Stadt wäre gut für Berlin.

Fürchte aber, dass Union nix mit dem Aufstiegsrennen zu tun haben wird. Genauer gesagt: Der Verein wird Mühe haben, die Klasse zu halten. Leider haben die Verantwortlichen, die Chance zur Neustrukturierung, die sich mit der Trennung von Trainer Uwe Neuhaus geboten hat, überhaupt nicht genutzt. Keine hauptamtliche Geschäftsführung mit Manager und Finanzchef, die dem Trainer-Team übergeordnet ist. Stattdessen wurde ein Trainer geholt, der noch nie als erster Mann Verantwortung bei einem Profiklub betreut hatte. Was für ein Standing wird der haben, sollte Union in eine Krise geraten?

Im Umfeld von Union wird über die Sofa-Nutzung diskutiert. Stattdessen ist in der Zweiten Liga eine zunehmende Professionalisierung gefordert (weil  es die Aufstiegsanwärter alle so betreiben). Schade.

Sollte ich mich täuschen (und Union spielt eine respektabele Saison) habe ich  für diese Prognose allen Spott verdient.

Habt Ihr eine Meinung zum Thema?

Hertha und die grundsätzliche Ausrichtung

Auf Hertha geschaut: Es gibt einen Text aus Euren Reihen, der sich mit den blau-weißen Perspektiven befasst. @playberlin hat sich Gedanken gemacht über die grundsätzliche Ausrichtung von Hertha. Nicht für heute und morgen. Mehr so für die kommenden Jahre, sagen wir bis 2020.

Tusch, Trommelwirbel, Film ab:

Angemessen, ambitioniert oder größenwahnsinnig?

Von playberlin 

Hertha BSC hat nach dem Wiederaufstieg 2013 als Aufsteiger souverän die Klasse gehalten und eine für Berliner Verhältnisse ruhige und unspektakuläre Saison 2013/2014 gespielt. Das Team geriet nie wirklich in akute Abstiegsgefahr, was insbesondere der mit 28 Punkten äußerst erfolgreichen Hinrunde zu verdanken war.

Zeit, um durchzuatmen und nach vorne zu blicken. Mit Jens Hegeler und Valentin Stocker wurden die ersten beiden Neuverpflichtungen bereits getätigt, weitere fünf Verstärkungen sind gefolgt. Es gilt sowohl den Verlust von Torjäger Adrian Ramos zu kompensieren, als auch den Kader breiter aufzustellen und insgesamt mehr Torgefahr zu entwickeln.

 Wie vernünftig ist Berlin?

Dank der erzielten Ablöse für Adrian Ramos von knapp unter 10 Mio. Euro und  weiterer Transfererlöse (Lasogga) ist Hertha erstmals seit Jahren wieder in der Lage, einen gewissen Investitionsspielraum zu haben. War man in den vergangenen Transferperioden eher darauf angewiesen, möglichst ablösefrei Spieler nach Berlin zu lotsen, deren Dienste anderswo nicht mehr gefragt waren, so sieht man sich plötzlich in der komfortablen Situation, etablierten Bundesligisten im Poker um potenzielle Verstärkungen die Stirn bieten zu können.

Daraus resultierend schließt sich unweigerlich die Frage nach der strategischen Ausrichtung in den kommenden Jahren an. Die Verantwortlichen verweisen nach wie vor darauf, man wolle sich in der Bundesliga sportlich etablieren, einen finanziellen Konsolidierungskurs fahren und auch in der nächsten Saison primär den Klassenerhalt anstreben. Soweit, so gut – hört sich vernünftig an und eine gesunde Portion Demut ist nach den Negativerlebnissen der letzten Jahre sogar angebracht.

 Eine Hauptstadt gehört nach Europa

Fraglich bleibt jedoch, ob sich der geneigte Berliner Fußballfan dauerhaft damit zufrieden gibt, den Klassenerhalt als Zielstellung zu akzeptieren. Seit dem Einstieg der Beteiligungsgesellschaft KKR, durch deren Finanzspritze alte Verbindlichkeiten abgelöst und Rechte zurückerworben wurden, stehen jährlich zusätzliche Mittel in Millionenhöhe durch Einsparungen zur Verfügung. Folglich sind die Erwartungen im Umfeld des Vereins eher gestiegen als gesunken. Auch Äußerungen des kickenden Personals, jüngst beispielweise der von der Europa League träumende Neuzugang Stocker, lassen vielmehr darauf schließen, dass intern durchaus ehrgeizigere Ambitionen verfolgt werden.

Zusammenfassend ist es für die Vereinsführung eine große Herausforderung, eine Strategie vorzugeben, die einerseits auf Basis der vorliegenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen realistisch und vernünftig ist, andererseits aber auch von jungen und ambitionierten Profifußballern sowie dem nach Erfolg lechzenden Berliner Publikum, der breiten Medienlandschaft in der Hauptstadt sowie von Sponsoren und Geldgebern bedingungslos mitgetragen wird.

Vorbild Mainz oder Das Ende der Demut?

Nun Ihr – welche Strategie ist angemessen, wie ambitioniert soll und darf Hertha mittelfristig Ziele formulieren und steckt hinter allem vielleicht doch eine ehrgeizige Vision „Hertha 2020“?

P.S. Eine erste Immerhertha-Inspektion von @freddie und @püppi vor Ort ergab folgenden Eindruck der „Schladming Athletic Area“:

SchladmingPlatz

Union wird 2014/15 . . .

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Herthas Perspektive 2020 lautet . . .

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77
Kommentare

hurdiegerdie
2. August 2014 um 15:28  |  328095

Gold


flötentoni
2. August 2014 um 15:31  |  328096

Ha


flötentoni
2. August 2014 um 15:34  |  328097

Ho


flötentoni
2. August 2014 um 15:34  |  328098

Macht keiner mit?


Exil-Schorfheider
2. August 2014 um 15:34  |  328099

He


flötentoni
2. August 2014 um 15:34  |  328101

He


2. August 2014 um 15:46  |  328103

zu Union: … jenau so sieht es aus. Düwel für diese „Umbruchsaison“ defacto mit „Freibrief“ ausgestattet, da kein Saisonziel (ausser natürlich Nichtabstieg) vorgegeben. Mitspielen und sehen was bei rausspringt.
zu Hertha: … 8 Neue müssen erstmal integriert werden. Mannschaft einspielen und mit einem „Stammkader“ mal ein paar Jahre durchspielen. Saisonziel Klassenerhalt klar definiert. Europa kommt dann von alleine … 😉


caballo
2. August 2014 um 15:49  |  328105

Soeben vernommen, dass Klatschbach Jorge Benitez unter Vertrag genommen hat und somit seine vakante Mittelstürmerposition besetzt hätte.

Sollte das stimmen, wäre der Weg frei für MP und Aboubakar.

Sollte mein Gefühl mich mal wieder nicht getäuscht haben? Ich würde mich freuen.
Und dann schnel die Trainingstasche packen un ab nach Schladming …


hurdiegerdie
2. August 2014 um 15:50  |  328106

Schöner Text @Playberlin, danke schön.

Ich kann noch keine gute Prognose abgeben. Erstmal muss Hertha m.E. nochmals die Klasse halten. Dann – meine ich – steht immer noch ggf. eine „Rückzahlung“ von etwa 35 Mio bis 2020 im Raum. Sollten nicht gravierende Änderungen in der finanziellen Situation der Vereine (CL-Dominanz, 50+1, Werksvereine stattfinden), wird Hertha auch 2020 nicht kontinuierlich am Tor der ersten 5-6 Mannschaften anklopfen können, so zumindest meine Prognose 😉 , was die BL-Spitze angeht.


PSI
2. August 2014 um 16:10  |  328112

Union wird mit Mühe die Klasse halten, mehr ist nicht drin!
Wenn Hertha in der kommenden Saison die Klasse, ohne zu zittern, halten kann, bin ich zu frieden.
Mittelfristig sollte man aber die obere Tabellenhälfte anpeilen.
Dank an @ freddie und püppi für die Fotos, weiter so!


xXx
2. August 2014 um 16:15  |  328114

1:0 für Ingolstadt, Morales mit nem tollen Kopfballtor!


herthabscberlin1892
2. August 2014 um 16:24  |  328117

@Kamikater // 2. Aug 2014 um 14:16

„@hbsc1892 Das sehe ich ja nun ganz anders. Ein Fußballverein mag vielleicht gerne Geld verdienen, aber er existiert nicht um Geld zu verdienen.“

Diese Worte von Dir überraschen mich sehr.

Dann schaue Dir ‚mal das Video auf der Seite des folgenden Links an:

http://www.bild.de/sport/fussball/bayern-muenchen/eroeffnet-buero-in-manhattan-37032592.bild.html

Da ist von Fussballverein gar keine Rede – nur von „Marke platzieren“ usw.


2. August 2014 um 16:49  |  328129

„Wir wollen die Begeisterung der WM nutzen, um die Marke FC Bayern München in den USA weiter zu positionieren.“
http://www.fcbayern.de/de/news/news/2014/fcb-eroeffnet-offiziell-sein-buero-in-new-york-310714.php


Tunnfish
2. August 2014 um 16:53  |  328130

@hurdie
Zu einer „Rückzahlung“ also einem Rückkauf der Anteile von KKR für 35 Mio wird es nur kommen wenn sich deren Wert bis 2020 nicht nach oben entwickelt hat, somit höhere Ziele verfehlt wurden.

Außerdem sehe ich an dieser Stelle kein MUSS sondern ein KANN.


Spree1892
2. August 2014 um 16:56  |  328136

Also morgen wird nicht trainiert. Steht auch so auf der Hertha-Homepage.

Weiß denn jemand wann ab Montag trainiert wird? Müsste ja zwischen 10-11 Uhr sein, aber schön wäre es zu wissen.


jenseits
2. August 2014 um 17:08  |  328140

@Tunnfish

Die ca. 40 Mio (ihr sagt immer 35, kann auch sein, aber wie errechnen die sich?) stecken aber nicht in Anteilen, sondern stellen mehr oder weniger Fremdkapital dar, das irgendwann einmal zurückgezahlt werden muss. Oder KKR zieht die Option und wandelt in weitere Aktien (Anteile) um.


sunny1703
2. August 2014 um 17:10  |  328142

@Exil

An das Nachkaufen nach einem ziemlich verkorksten Saisonstart von Hopp ,musste ich bei Ansicht des Grottenkicks in Leipzig auch denken.

Übrigens Jena und Dynamo trennten sich 1:1, wobei mir die Spielanlage von Dynamo besser gefallen hat.

lg sunny


herthabscberlin1892
2. August 2014 um 17:12  |  328143

„Chancenlos sind die … im Rennen um den … aller- dings nicht, auch wenn es lukrative Angebote geben soll. „Ich bin sehr zufrieden und dankbar, was ich bisher bei … mitnehmen durfte. Daher sind sie auch mein erster Ansprechpartner“, erklärte …“

Und ewig grüßt das Murmeltier…


sunny1703
2. August 2014 um 17:29  |  328152

@playberlin

Danke für Deinen Beitrag. In manchen Passagen war er ohne dein Verschulden wohl etwas überholt.

Ich glaube nicht, dass Hertha bis 2020 planen kann, dazu kann daszu schnell auch wieder nach unten mit dem Verein gehen.

Niemand weiß,ob 50+1 fällt,niemand weiß welche KKR´s sich anderen vereinen anschließen, niemand weiß,ob noch mehr Red Bulls auftauchen.

Sollten wir uns bis 2020 in der Liga etabliert haben, sollten wir sportlich auf dem level der Hoeness Jahre wandeln,wäre ich sehr zufrieden.

lg sunny


L.Horr
2. August 2014 um 17:31  |  328154

Perspektive :

schönes Thema @playberlin , aber ich glaube dein Thema kann hier im Blog nur oberflächlich und daher nur unzureichend abgehandelt werden.
Die KKR hat das Darlehen zur Entschuldung nur zinsgünstiger „vermittelt“.
Hertha bedient die Zinsen und wird auch versuchen bis zum Exit in 6 Jahren zu tilgen.
Beim Ausstieg der KKR wird die verbliebene Darlehenssumme fällig . Wenn das nicht gelingt stehen der KKR weitere , festgelegte Vereinsanteile zu.

Mukhtar oder wie zukünftig ?:

Hertha sollte mehr mit festgeschriebenen Ablösesummen in Verträgen hantieren , gerade bei eigenen Talenten !

LG


Exil-Schorfheider
2. August 2014 um 17:56  |  328160

L.Horr // 2. Aug 2014 um 17:31

„Die KKR hat das Darlehen zur Entschuldung nur zinsgünstiger “vermittelt”.
Hertha bedient die Zinsen und wird auch versuchen bis zum Exit in 6 Jahren zu tilgen. Beim Ausstieg der KKR wird die verbliebene Darlehenssumme fällig . Wenn das nicht gelingt stehen der KKR weitere , festgelegte Vereinsanteile zu.“

Genau diese Darstellung mindestens in den Bilanzen 13/14 und 14/15 würde mich brennend interessieren.

@sunny

Und das Gute für RBL ist, dass sie es unter dem Deckmantel „Verletztenmisere“ verkaufen können, nachdem Coltori, Boyd und der LV langfristig ausfallen. Mit Compper hat man ja den Anfang gemacht und auch mit der Regel gebrochen, keinen Spieler zu holen, der älter ist als 23.


Vader
2. August 2014 um 18:01  |  328161

@Caballo
zu deiner „Prognose“ das würde ich mir auch wünschen..
Mein Szenario:ich glaube das Preetz MITROGLOU will,sollte das nicht klappen schlägt hier dost oder Modeste auf.
Auf keinen dieser Spieler trifft ,technisch stark ,wendig und schnell zu.
Aber da Szalai wohlein wunschstürmer war halte ich diese Stratgie für durchaus zutreffend .
Dieses Szenario hoffe ich tritt nicht ein ..aber ich halte es für sehr realistisch

Gruß


Exil-Schorfheider
2. August 2014 um 18:23  |  328163

kczyk
2. August 2014 um 18:37  |  328168

*denkt*
wie schaut die nahe zukunft für hertha aus?
sie wird geprägt sein von 7 vereinen.
1. FCB, 2. BVB, 3. S04, 4. Lev, 5. VfB Wbg, 6. 1899, 7. RB L.
wenn nicht innerhalb der kommenden 2 jahre noch eine finanzspritze in höhe von zwischen 50 und 75 mio fließen, wird sich hertha stets zwischen trabellenplatz 7 und 10 bewegen dürfen. ab dem 10. platz aber beginnt der kampf um den abstieg.
aber auch diese position besitzt ihren charme.
und vielleicht beginnt dann gerade eine neue ära – dass der typische berliner denkt: wir lassen uns nicht unterkriegen.


Herthas Seuchenvojel
2. August 2014 um 18:39  |  328169

Mukki: das klang schon krawallig von mir, geb ich zu
aber wie oft werden heutzutage die jungen Burschen heißgemacht, um sich dann doch auf der Bank wieder zu finden
hier, bei uns, hat er sein Standing, kennt man seine Qualitäten aus dem EffEff
wobei 10 Monate Vertragsverzögerung in einem kurzen Fußballerleben schon ein starkes Stück sind

Union: @ub? warum so negativ? ich sehe sie durchaus im vorderen Mittelfeld
ausgerechnet diese Saison sehe ich mal keine Übermannschaften in der 2. Liga, die alles und jeden dominieren und dahinmetzeln
alles ist möglich

#bayrischer Amerikamarketingtrip
empfehle statt der üblichen 3 Zeilen einer BILD zu diesem Thema den wirklich hintergründigen und weitumfassenden Artikel im SPIEGEL vom letzten Montag (für @ub’s natürlich vom Sonntag 😉 )


hurdiegerdie
2. August 2014 um 18:58  |  328171

jenseits // 2. Aug 2014 um 17:08

Jenseits,

ich hatte mal 36, ein bisschen im Kopf, aber es können auch 40 Mio sein.

Ich sage „etwa“ 35 Mio um nicht als Problem-Amplifyer darzustehen.

Ansonsten, @Tunnfish hat dir @Jenseits geantwortet. Es geht nicht um den Rückkauf der bereits erworbenene Aktien, sondern um Geld, das man nicht Darlehen nennen darf, welches die KKR in weitere Aktien umwandeln kann, oder von Hertha zurückerhalten wird, wobei Hertha da nicht die Wahl der Option hat.


playberlin
2. August 2014 um 20:32  |  328186

@ sunny

Danke und richtig erkannt. Meine Gedanken dazu hatte ich schon Ende Juni aufgeschrieben. Trotzdem danke an @ub für die Veröffentlichung!


ubremer
ubremer
2. August 2014 um 20:34  |  328187

@spree1892,

Weiß denn jemand wann ab Montag trainiert wird? Müsste ja zwischen 10-11 Uhr sein, aber schön wäre es zu wissen.

Training am Montag um 10.30 und 16.30 Uhr,
Athletic Area Schladming
Untere Klaus 333
A-8970 Schladming.


sunny1703
2. August 2014 um 20:35  |  328188

@Exil

Das ist das was man umgangssprachlich mit Rangnicken meint, bei Hopp war es doch ähnlich, erst waren es junge Spieler aus der Region, dann wurde die region zu klein und man rangnickte nach Deutschland hinein, mit dem Aufstieg in die 2.Liga wurde dann gleich in die Welt und nicht erst nach Europa gerangnickt und irgendwann war junges Rangnick dann Simunic. 🙂

lg sunny


Spree1892
2. August 2014 um 21:24  |  328196

@ub,

Das ich ja vom Mannschaftshotel 1-2 km entfernt oder sehe ich das falsch?

Mit Athletic Area kann Google Maps schonmal nichts anfangen. Mit Untere Klaus 333 ja.


Spree1892
2. August 2014 um 21:28  |  328197

ist*


pathe
2. August 2014 um 21:29  |  328198

Der BVB hat für 9,7 Mio. einen Stürmer gekauft, der in der Kicker-Rangliste der vergangenen Saison zusammen mit Joselu und Kumbela in Blickfeld und an 1o. Stelle geführt wird… 🙂 🙂 🙂


BSC-FCU
2. August 2014 um 21:48  |  328202

@ubremer

U.B.´s Prognose Union

Von Aufstieg müssen wir bei Union wirklich nicht reden, dafür hat sich Union nicht verstärkt, sondern hat sich in der Quantität der Breite des Kaders sogar noch geschwächt.
Vor allem der Sturm ist Union, nach dem Abgang von Terrodde (Heute gleich Torschütze) nach Bochum, sowohl qualitativ als auch quantitativ zu dünn besetzt.
Mit Brandy verfügt Union nur über einen zweitligareifen Stürmer.
Aber der Aufstieg ist auch gar nicht das erklärte Saisonziel von Union.

Die Rahmenbedingungen , wie Größe des Stadions, Management usw. , sind für die erste Liga bei weitem noch nicht konkurrenzfähig
Auch mit einer zunehmenden Professionalisierung ist ein Aufstieg nicht planbar und unter den vorhandenen Voraussetzungen auch nur schwerlich umzusetzen.
Vereine wie RB Leipzig, Düsseldorf oder Nürnberg verfügen da über ganz andere Möglichkeiten.

Trotzdem muss ich Dir, Uwe Bremer, Recht geben, dass Union die Chance zur Neustrukturierung leider leichtfertig vergeben hat.
Ohne sportliche Leitung, wie einen hauptamtlichen Sportdirektor, wird es schon schwer, den Status Quo zu halten, geschweige mehr.

Und ohne Sportdirektor so einen unerfahrenen Trainer zu verpflichten, ist schon sehr riskant.

Und ob es vom Trainer mutig oder doch eher leichtsinnig und unvernünftig ist, das Urgestein Mattuschka so zu degradieren, wird die nahe Zukunft zeigen.
Bei Misserfolg hat er aber gleich kräftig Gegenwind…
Ich denke, es wird bei Union leider letztendlich auf puren Abstiegskampf herauslaufen


Vader
2. August 2014 um 22:44  |  328215

„und vielleicht beginnt dann gerade eine neue ära – dass der typische berliner denkt: wir lassen uns nicht unterkriegen.“

der „typische“ Berliner wird sich mittelfristig sicher nicht damit zufrieden geben.Dafür gibt es in Berlin zuviel erfolgreiche sportvereine.und sonstige Abwechslungen….nicht nur gemeine Berliner ,die Medienlandschaft wird ihr übriges tun.Berlin ist nun mal nicht Mainz..und das ist auch gut so..


kraule
2. August 2014 um 23:33  |  328230

@kczyk // 2. Aug 2014 um 18:37
100% Agree!
Es sei denn…….
man rutscht irgendwie….
in die CL……….
aber wie 🙁 ……..


Kamikater
2. August 2014 um 23:41  |  328234

@playberlin
Schönes Thema! Thanx!

Über die finanzielle Zukunft mache ich mir tatsächlich weniger Sorgen, als um die Sportliche. KKR war uns allen ja wohl bis März dieses Jahres noch kein Begriff. Insofern können wir auch über mögliche künftige Finanzkonstruktionen nur rätselraten. Aber schlaflose Nächte brauchen wir nicht deswegen zu haben.

Was das Sportliche angeht, so haben wir uns erst Mal konsolidiert. Die Frage aber dürfte bleiben: Reicht uns die nächsten 5 Jahre ein 9.Tabellenplatz zur inneren Zufriedenheit?

Da spielt wohl wieder mal eher der eigene Anspruch und die Erwartungshaltung des Umfelds eine Rolle. Wie definiert sich in ein paar Saisons von jetzt Erfolg? Über Nichtabstieg? Oder wollen wir wieder an Sporting Lissabon in der 3. EL-Runde scheitern?

Ist irgendwann eine CL wirklich realistisch? Wieviel Vereine müssten in unserer Sahnesaison scheitern, damit wir dort reinkommen?

Ich glaube, wir brauchen da noch viel mehr Geduld.

@Union
Die 2.Liga dürfte sehr interessant werden dieses Jahr. Union wirds schwer haben mit neuem Trainer.


2. August 2014 um 23:48  |  328236

´@ Zukunft

Entscheidend ist die Kohle..

Wichtig ist, dass man weitere Investoren
findet, vor allem den Kies dieser KKR
(wenn sie nicht vorher Pleite geht/ Knebelverträge aushandelt o.ä.) zurückzahlen, weitere Finanzen (durch
Ablösesummen, Jugend?) generieren und
vor allem seriös (!) weiter arbeiten kann/wird/will (?).

Kein Harakiri mit überteuer gezahlten Ablösesummen und Desastereinkäufen (Alves (letztlich als Spieler zu unergiebig und zu teuer), Rainer Bonhof, zähle jetzt auch schon Schieber dazu u.a.) usw.

Eigentlich das ewige Thema.

Nur dann ist der Traum von Europa machbar.

Ich hoffe, die Crew bleibt weitsichtig, clever,
rational, optimistisch und auf dem Boden der
Tatsachen (meinetwegen d e m ü t i g).

Entscheidend ist auch, dass wir von Personen
a la Kudritzki, Herzog, Holst (ich hatte den
Mann verdammt gerne, doch er hat so viel
Mist fabriziert, auch notgedrungen aufgrund
der Insellage), Hoeness und wie sie alle hießen.

Und Hertha 2080?

Wird in der 1. weiterspielen!

Ob’s zu mehr reicht?

Häufig war das Motto bei Hertha:

I’m sad about it

https://www.youtube.com/watch?v=MxOwD-EtjXw

Summa summarum:

Wäre ich Nostradamus, wäre ich
der König der Welt

Ha Ho He


hurdiegerdie
3. August 2014 um 0:26  |  328239

Vader // 2. Aug 2014 um 22:44

Ich befürchte, dass die Zufriedenheit des „typischen“ Berliners keine grosse Rolle spielt.

Kürzlich las ich mal, dass 7500 mehr Zuschauer im Schnitt (insgesamt 55’000 im Saisonmittel) bei Hertha etwa eine Million Mehreinnahmen ausmachten, über die Saison gesehen.

Das sind bei einem heutigen Budget von 70-80 Mio schon recht wenig. Bei einem Budget, dass Chancen auf die CL einräumt, wird es praktisch keine Rolle mehr spielen.


Herthas Seuchenvojel
3. August 2014 um 1:11  |  328249

ihr macht euch Sorgen, als alles unmöglich wäre

ja, man kann in der CL landen, siehe Favre, Pante % Voro
ja man kann Meister werden, siehe Wolfsburg $ Stuttgart

sicher braucht man ein perfektes Jahr dafür
aber unmöglich ist es nicht
seid ma nicht so griesgrämig
was erwartet ihr eigentlich, wir sind so lange ohne Titel, dat bisschen bis zur absoluten Spitze fehlt mir persönlich nicht


Joey Berlin
3. August 2014 um 8:40  |  328312

Hertha 2020,
playberlin: „Auch Äußerungen des kickenden Personals, jüngst beispielsweise der von der Europa League träumende Neuzugang Stocker, lassen vielmehr darauf schließen, dass intern durchaus ehrgeizigere Ambitionen verfolgt werden.“

Internationale Ziele zu formulieren ist im Interesse jeden Sportlers, des Vereins und auch der Stadt! Ruhig mit kontinuierlicher Arbeit dieses Ziel verfolgen – dann wird es wieder! Weniger darüber reden, einfach die Weichen stellen und aufs Ziel zusteuern! 🙂

P.S.: Ach ja, Geduld und Demut brauchen wir ja auch noch, die schießen zwar keine Tore – aber klingt in der Außendarstellung natürlich immer gut…

#wirbrauchenvisionenundeiereiereier (nur für den internen Gebrauch!)

OT,

@ub: „…dass Union nix mit dem Aufstiegsrennen zu tun haben wird. Genauer gesagt: Der Verein wird Mühe haben, die Klasse zu halten.“
2. Liga sollten sie schon halten, „couchgate“ war ganz großes Kino! Auf der rbb-Seite tönt die rbb-Lobby mal wieder euphorischer als es angebracht wäre… typisch rbb eben!


kczyk
3. August 2014 um 8:46  |  328315

„…. Und Hertha 2080? Wird in der 1. weiterspielen! ….“

*denkt*
und so alles gut läuft, die eintracht vom platz 12 in der ewigen tabelle verdrängt haben. vielleicht steht hertha dann sogar unter den top-ten.
doch was solls – ein leben mit hertha ist mehr als nur das gieren nach erfolgen.


3. August 2014 um 8:55  |  328317

Zusammenfassend ist es für die Vereinsführung eine große Herausforderung, eine Strategie vorzugeben, die einerseits auf Basis der vorliegenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen realistisch und vernünftig ist, andererseits aber auch von jungen und ambitionierten Profifußballern sowie dem nach Erfolg lechzenden Berliner Publikum, der breiten Medienlandschaft in der Hauptstadt sowie von Sponsoren und Geldgebern bedingungslos mitgetragen wird.

Ich lechze nicht nach Erfolg. Anders gesagt: Ich will mit Blick auf Hertha erst einmal definieren, was ich unter Erfolg bis zum Jahr 2020 verstehe. Bis dahin sind noch 6 Saisons zu spielen. Wenn Hertha jedesmal 40 – 45 Punkte pro Saison gewänne, hätte Hertha dann auch bereits das „verflixte 7. Jahr“ als Erstligist erfolgreich hinter sich gebracht. Gegenbauer, Luhukay, Preetz, Schiller sowie der gesamte Stab an Trainern, Scouts u.a. Mitarbeitern hätten dann einen wahrlich guten Job gemacht – und Hertha hätte 240 – 270 Punkte mehr in der „Ewigen Tabelle“ der Bundesliga.

Was die Berliner Medien, was die Sponsoren und was KKR von Hertha erwarten, ist mir persönlich vollkommen schnuppe.

P.S: Den einen oder anderen Pokalerfolg würde ich gerne auch noch im Olympiastadion erleben. 😉


3. August 2014 um 9:03  |  328319

Kamikater // 2. Aug 2014 um 23:41 Uhr
Viele rhetorische Fragen und keine Antworten?
So kenne ich dich gar nicht k@mikater. 😉

Kleiner Hinweis: Es sind 6 Jahre bzw. 6 Saisons bis zum Sommer 2020.
Wenn eine blauweiße Sahnesaison dabei sein sollte, nehme ich die gerne mit.
In aller Demut und Geduld.


herthabscberlin1892
3. August 2014 um 10:40  |  328331

Herthas Seuchenvojel // 3. Aug 2014 um 01:11:

„ja, man kann in der CL landen, siehe Favre, Pante & Voro“

Sind sie aber nicht.


glimpi
3. August 2014 um 10:49  |  328334

Mr. X, Abdul Majeed Waris. Wenn es ohne “e“ sein soll, lasst Majeed einfach weg.

http://www.borlife.de/35012-hertha-bsc-abdul-majeed-waris-von-spartak-moskau-ein-kandidat


Stiller
3. August 2014 um 11:10  |  328337

Bin bei @Kami (Ziel eines Fußballvereins ist es nicht, Gewinne zu maximieren. Ordentlich (im Plus) zu wirtschaften ist eine Grundvoraussetzung und zwar für alle Vereine die am Spielbetrieb teilnehmen. Nicht mehr und nicht weniger. Unternehmer bin ich selbst, mir geht es um Fußball.

Und da bin ich schon wieder bei @BM. „Ich lechze nicht nach Erfolg“ sondern orientiere mich am Machbaren und an der Spiel- und Vereinsphilosophie. Das Paket muss stimmen. Dann bin und bleibe ich (immer wieder kritischer) Herthafan.

Das, was die Vereine erwirtschaften, gehört der Liga. Niemand spielt dort alleine. Folglich kann er die Erträge auch nicht vor allem für sich reklamieren. Sie müss(t)en so aufgeteilt werden, dass fairer Wettbewerb möglich und die Nachwuchsarbeit möglichst breit gefördert wird.

Auch im Fußball muss gelten: der Betrieb ist für die Menschen da und nicht umgekehrt.


immer dabei
3. August 2014 um 11:18  |  328339

Zur Perspektive Hertha 2020:

Generell ist in den letzten Jahren zu beobachten, dass das Leistungsgefälle in der Bundesliga in den letzten Jahren auseinanderdriftet. 1998 wurde Kaiserslautern als Aufsteiger Meister. 2007 Stuttgart und 2009 Wolfsburg waren Meister, mit denen im Vorfeld niemand gerechnet hat. Wir erinnern uns nur zu gut daran, dass wir 2009 auch ganz nicht dran waren.

Die letzten drei Saisons waren die Saisons der Bundesliga-Geschichte, in denen der Meister die meisten Punkte aufwies. Andererseits reichten dem HSV magere 27 Punkte zum Klassenerhalt.

Diese Tendenz wird sich noch verstärken. So sehe ich uns die nächsten 1-2 Jahre auf Platz 10, was aber sichere Entfernung zu den Abstiegsrängen bedeutet. Mit Perspektive 2020 bin ich vorsichtig optimistisch, dass wir uns so um Platz 6 etablieren können. Mit ein wenig Glück rutschen wir in einer guten Saison ja mal in die Champions League, was den Weg nach oben rapide beschleunigen wird.


tabson
3. August 2014 um 11:35  |  328341

Es gab hier doch mal einen Link zu einem Radio Interview in dem das schwierige Verhältnis von dem rbb mit Hertha dokumentiert wurde.
Hat den noch jemand parat?


3. August 2014 um 11:35  |  328343

@ immer dabei: yep .so isses. Genau so.


L.Horr
3. August 2014 um 11:37  |  328344

@Stiller schrieb :

(…..) sondern orientiere mich am Machbaren und an der Spiel- und Vereinsphilosophie.

…. dem schließe ich mich an füge aber hinzu , dass ich als Fan/Mitglied ebenso wenig wie der Sportler (so hoffe ich) mich auf die Floskeln „Demut und Geduld“ gemütlich einrichte , sondern auch auf kalkulierbaren Mut , Leidenschaft und Erfolgswillen setze.

(….) Das, was die Vereine erwirtschaften, gehört der Liga. Niemand spielt dort alleine. Folglich kann er die Erträge auch nicht vor allem für sich reklamieren

…. auch hier Zustimmung , nur das ich mit der bereits bestehenden Regelung , Verteilerschlüssel , vollauf zufrieden bin.
Alles was darüber hinaus zielt wäre nicht nur für unsere zivile Gesellschaft sondern erst recht für den Charakter des Fußballs mit seiner Erfolgsorientierung tödlich.

Im Kern gibt es Gewinner und Verlierer , gerade und deswegen auch wirtschaftlich.

Die Beibehaltung der 50+1-Regelung bietet ausreichend Schutz bei regulärer Anwendung , das heisst im Umkehrschluß jedoch auch , den Umgang mit den Werksvereinen Wolfsburg und Leverkusen folgerichtig zu korregieren.

LG


kczyk
3. August 2014 um 11:39  |  328345

*denkt*
die amis machen doch aus allem geld – so mit sicherheit auch aus dem gegenwärtigen soccer-boom in den staaten. warum also sollte die KKR die gunst der stunde nicht nutzen ? die gegenwärtigen ablösesummen, die schon für durchschnittlich begabte, junge spieler aufgerufen werden, lassen eine bessere rendite erwarten, als alter wein.
es wäre ein leichtes für die investorengruppe, einen fonds aufzulegen, der zukünftige spieler der weltspitze erwirbt, diese für vielleicht 2 jahre der hertha zur weiteren ausbildung überstellt und diese der Hertha für den laufenden spielbetrieb ausleiht.
die leihgebühren könnten gegen die ausbildungskosten verrechnet werden.
dann hätte die Hertha-akademie einen neuen, interessanten markt erschlossen und die lizenzspielerabteilung besäße eine goldene zukunft.

naja ……………… fahrradkette.


fechibaby
3. August 2014 um 11:41  |  328346

Im Jahre 2020 wird Hertha BSC immer noch die Nr. 1 in Berlin sein!!

Die Förster sind dann nicht mehr die Nr. 2 in Berlin.

Die Nr. 2 wird dann ein anderer Verein sein.
Die Kandidaten dafür spielen zur Zeit alle in der Regionalliga Nordost.


L.Horr
3. August 2014 um 11:51  |  328347

Edit :

…Mäzenatentum wie z.B. bei Hoffenheim und Leipzig sind im Prinzip begrüßenswert , auch wenn´s schwerfällt wenn das bei Anderen geschieht.
Wir selbst stellen an uns den Wandel fest wenn wir die Begünstigten sind . Das KKR- Engagement bei einem Mitkonkurrenten wäre hier vernichtend bewertet worden , so aber drücken wir beide Augen zu.

Ähnlich wie beim Investoren-Verhalten , 50+1 , kann und sollte auch auswucherndes Mäzenatentum durch den DFB/DFL reguliert werden .

LG


Traumtänzer
3. August 2014 um 11:52  |  328348

#perspektive2020
Und was mich angeht, wäre ich ganz vorsichtig mit Perspektivüberlegungen. Also, nicht, dass man sich bei Hertha und im Umfeld nicht mit Überlegungen über die zukünftigen Chancen des Vereins beschäftigen sollte – aber mehr in die Richtung „Erwartungen an die Zukunft“. Fürchte, da kann man nur auf die Schn…. fallen, wenn es irgendeine Form von ambitionierten Erwartungen gibt. Warum?
Hertha hatte besondere 80er Jahre…
Hertha hatte aufgrund der besonderen 80er Jahre leider auch relativ verpasste 90er Jahre, wo das mit der ganzen Fußballvermarktung so richtig losging in D. Der Rest ist bekannt und langläufig rauf und runter diskutiert. Hier und anderswo. Wir haben gesehen, wie eng es zugeht, dass Du knapp Meister wirst, dann den CL-Platz verpasst und in der nächsten Saison absteigst. Da kommen Verletzungen hinzu. Dann schlagen Verstärkungen nicht ein oder Stammspieler gönnen sich schöpferische Auszeiten. Dann gibt es Managementfehler (Trainerentlassungen und Neueinstellungen etc.) und Trainerfehler. Und on top, weil’s ja alles noch nicht schlimm genug ist, kriegste Knut Kircher oder Wolfgang Stark als Schiedsrichter angesetzt…. 😉
Wenn nicht wir, wer sonst hat diese Erfahrungen mit Verkettungen unglücklicher Umstände und dynamischen Abwärtsspiralen… dass es uns anscheinend aktuell ganz gut geht, weil wir uns mit KKR etwas Zeit kaufen konnten (und diesen hoffentlich auch sinnvoll nutzen), darf nicht darüber hinweg täuschen, dass Profifußball nur in begrenztem Rahmen planbar und demzufolge immer auch noch etwas von Zufällen/Umständen abhängig ist. Viele andere Vereine haben die letzten 20 Jahre nutzen können, um Weichenstellungen vornehmen zu können, die ihre künftigen Rahmenbedingungen womöglich verbessern (eine Garantie haben sie auch nicht) – dieser Vorsprung durch Zeit/Geld ist kaum aufzuholen und 60 KKR-Mios nehmen sich da im Vergleich wohl eher mickrig aus. Hinzu kommt, dass ja auch die anderen Vereine jenes Investoren-Modell für sich zu entdecken beginnen, sprich, sollte Hertha hier mal Anfang des Jahres erfreulicherweise eine Art Trendsetter gewesen sein, so sieht das doch schon nur nach einem halben Jahr auch wieder fast nur noch normal aus. Und wenn man sieht, in welchen finanziellen Dimensionen die CL-Player agieren, dann schätze ich, wird es bei uns eher sehr lange dauern, bis wir da mal wieder hinkommen (zufällige Ausreißer nach oben nicht ausgeschlossen – aber dann muss man fairerweise die zufälligen Ausreißer nach unten auch immer weiter aufm Schirm haben?).

Na klar, wär’s geil, wenn Hertha zu unseren Lebzeiten wieder in CL-Dimensionen vorstößt, Meister wird und natüüüürlich endlich mal die zweite Runde im DFB-Pokal übersteht… ich würde aber unbedingt weiterhin den soliden Weg präferieren. Schauen, an welchen (kleinen) Stellschrauben man die Rahmenbedingungen weiter justieren kann, um sukzessive Entwicklungen in die positive (erfolgreiche) Richtung herbeizuführen. Nicht mit dem Krampf im Kopf „jetzt muss aber endlich mal die CL her!“, sondern Schritt für Schritt, akzeptierend, dass die CL dann irgendwann vielleicht mal wirklich auf einen zukommt. Seien wir doch ehrlich, wenn wir bei Hertha blöd genug wären, um CL sofort haben zu wollen, könnten wir das sicherlich irgendwie „zu kaufen“ versuchen –> Schulden machen. Aber das ist doch genau das, von dem wir weg wollen, weil wir gesehen haben, in welchem Ausmaß einen das lahmlegen kann, wenn man das über Jahre nicht gut genug gehandelt bekommt.

Meine Perspektivwünsche lauten also: Schrittweise Weiterentwicklung des Vereins nach vorne/oben. Gucken, was bei rumkommt und @ubremer-#geduld in den Phasen anwenden, wenn es auch mal Stagnation geben sollte. Und bitte Finger weg von der Abstiegszone!


Stiller
3. August 2014 um 11:55  |  328349

@L. Horr

“ dass ich als Fan/Mitglied … auch auf kalkulierbaren Mut, Leidenschaft und Erfolgswillen setze.“

Na klar, nicht nur aber besonders im Pokal. Bei den „Alles-oder-Nichts-Spielen“ zeigt sich für mich der Charakter der Mannschaft und die die von mir (schon lange) geforderte Spielphilosophie.

Was die Verwertung der Vereinseinnahmen aus unternehmerischer Tätigkeit betrifft, würde ich weiter gehen: wenn es einem gemeinnützigen Verein (Vereine und Versicherungen dürfen aus steuerlichen Gründen keine Gewinnmaximierung betreiben) erlaubt wird (ja wer macht das eigentlich?) dann muss er sein Steuerprivileg verlieren- oder er führt 50+1% der Überschüsse an die Liga (den Verband) ab. Dort wird dann per Schlüssel auf sämtliche Vereine umgelegt.

Ich halte die Trennung zwischen DFB und DFL deshalb auch für künstlich und nicht wünschenswert. Wenn Überschüsse aus wirtschaftlicher Tätigkeit entstehen, dann sollte diese zur Sportförderung (Trainer, Jugendförderung etc.) sämtlichen Ligen zur Verfügung stehen.


wilson
3. August 2014 um 11:56  |  328350

Diese Euphorie (kurz-, mittel- und langfristig) teile ich angesichts einer desolaten Rückrunde nicht.
Ich sehe nicht, dass sich Hertha BSC in der Form verstärkt hätte, als dass es nicht insbesondere in der nächsten Spielzeit vom ersten Tag an über die kommunizierten Demutsfloskeln hinaus um die nackte Erstligaexistenz gehen wird.
Möge ich mich wie so häufig irren.


Stiller
3. August 2014 um 12:11  |  328352

Ein Wort zur KKR. @L. Horr: „…so aber drücken wir beide Augen zu.“ Mach ich zB nicht.

Die Haupteigentümer der KKR gehören in den USA zum rechten Flügel der Republikaner. Sie nehmen Einfluß auf ihre Engagements – möglicherweise auch über direkte wirtschaftliche Interesse hinaus. Ebenso wie zB bei Springer Medien (nach meinen Informationen müssen Redakteure des Springer-Verlages Arbeitsverträge unterschreiben, bei denen die guten Beziehungen zu Israel und den USA Vertragsbestanteil sind).

Es kann schon sein, dass dadurch unvermutet viel Unabhängigkeit beim Verein verloren geht. Deshalb ist Transparenz oberstes Gebot. Aber, wo kommt sie her???

Wer zahlt bestimmt. Ich bin daher klar für eine Minimierung und Regelung der wirtschaftlichen Tätigkeit „gemeinnütziger“ Vereine.


L.Horr
3. August 2014 um 12:17  |  328354

@Stiller ,

wie von mir beschrieben bin ich mit unserem nationalem Verteilerschlüssel zufrieden.
Gerade deswegen verurteile ich gelegentlich die öffentlich-rechtlichen Medien , welche durch ihre nicht auftragsgemäße , gleichbehandelnde Berichterstattung für ein nicht zu unterschätzendes Ungleichgewicht sorgen. Jeder weiss was übervorteilte Medienpräsenz in Bezug auf Marktchancen bedeutet.

Eben weil international der nationale „Financial-Fairness-Gedanke“ ad absurdum geführt wird , hab ich mich persönlich schon längst aus dem „CL-Betrieb“ abgemeldet.
Macht für mich keinen Sinn schon vorab die letzten 16 Teilnehmer einer CL-Saison , schon allein aus deren finanzieller Potenz , bestimmen zu können.
In der Bundesliga ständig vorne mitreden zu dürfen , das wäre mein mittelfristiges Ziel für Hertha.
Die CL als Gelddruckmaschine sorgt national für die besorgniserregenden Unterschiede , nicht der Verteilerschlüssel der Bundesliga.

LG
LG


King for a day – Fool for a lifetime
3. August 2014 um 12:25  |  328356

U19 DFB Juniroenpokal

Hertha – Freiburg
1:0

Noch 20 Minuten
http://www.xxlscore.de/fussball-u19-dfb-juniorenpokal-deutschland_liga-0-4265


Stiller
3. August 2014 um 12:27  |  328357

@L. Horr

Das ist sicher richtig. Im Vergleich zur CL ist die Bundesligaverteilung von nicht so hohem Gewicht. Deshalb müßten die CL-Einnahmen wohl stärker einbezogen werden, sonst bleibt Chancengleichheit auf der Bundesligaebene auf der Strecke. Eine dadurch intensivierte und professionalisierte Breitenförderung könnte noch ungeahntes Potential zu Tage fördern.


L.Horr
3. August 2014 um 12:30  |  328359

@Siller ,
in Fragen der Moral und ethischen Qualität von Investoren , Mäzenen und Sponsoren gehe ich niederschwelliger als Du zu Werke , weil ich so auch zivil in meinem gesellschaftlichen Leben wenigstens zurecht komme.
Wenn ich da beim Fußball konsequent wäre , müsste ich erst recht im zivilen Leben konsequent sein und das wäre mein Amok !;-)

LG


catro69
3. August 2014 um 12:41  |  328363

Von der Gleichmacherei, um Chancengleichheit herzustellen, halte ich gar nichts.
Wäre es so, und unser Wunsch, könnten wir unsere 2.Ligatitel wieder zurückgeben, da die auch „nur“ erkauft waren.
Was haben die Kleinen mit der Entwicklung der Großen zu tun? Anders gefragt, was hat Hertha mit der sportlich-finanziellen Entwicklung von FCB oder BVB zu tun?
Von der, in meinen Augen gerechten, Verteilung der TV-Gelder, über die Beteiligung an der Auslandsvermarktung der Liga, bis zu den zwei Topspielen pro Saison profitieren wir , also Hertha, mehr von denen, als die von uns. Meine Meinung.
Mehr zu fordern ist einerseits verständlich, andererseits „dreist“.

Zu Hertha
Die 36 Mio von der KKR sind doch ne Vorauszahlung auf eine mögliche Aufstockung der Anteile? Hertha kann zurückzahlen, oder auch nicht.

Finanziell sollte die Devise „Nicht mehr ausgeben, als wir einnehmen“ bebehalten werden. Gleichzeitig muß die Wettbewerbsfähigkeit durch Steigerung der Personalkosten erhalten und verbessert werden. Heißt, die Einnahmen müssen weiter gesteigert werden. Behalten wir den Spieleretat für nur drei Jahre auf einem Level, rutschen wir vom mittelmäßigen Niveau auf die Abstiegsebene.
Sportliches Ziel einer jeden Saison muß das Erreichen eines einstelligen Tabellenplatzes sein.
Dem Pokalwettbewerb muß eine gleichberechtigte Bedeutung gegenüber dem Ligabetrieb gegeben werden, hier heißt das sportliche Ziel: mindesten Viertelfinale, also Top Acht.
Das Wort Doppelbelastung ist aus dem Wortschatz zu streichen!
Für den glücklichen Fall einer Qualifikation zur Europa League, hat diese mit Begeisterung begrüßt zu werden!
Die Deutsche Meisterschaft ist und bleibt Primärziel unseres Lebens!


3. August 2014 um 12:48  |  328365

Konsequenz.
Amok.

Wahrlich starke Worte.

Ich *denke* jedenfalls, im familiären und beruflichen Alltag braucht es eine gute Portion „positive Radikalität“ – Synonyme dafür können sein Autorität, Respekt, Vertrauen. Die Basis dafür bildet der persönliche Kanon an Werten und Normen. Dieser Kanon kann auch ein Schutz sein gegen Amokfahrten über deutsche Autobahnen, durchs Internet oder andere Orte mehr.


3. August 2014 um 12:52  |  328366

Hertha BSC @HerthaBSC · 44 Sek.

Schluss! Herthas #U19 besiegt in der ersten Runde des DFB-Junioren-Pokals den @sc_freiburg mit 2:0! Glückwunsch, Jungs! #BSCSCF 2:0 #hahohe


3. August 2014 um 13:02  |  328368

Meine Primärziel ist es, Freude zu bereiten und Freude zu erhalten.- Sehen meine Freunde es so, dass ich nur durch Topleistungen und first- ranking sympathisch erscheine, wechsele ich die Freunde .. Im Innersten bin ich wohl Freiburger, Mainzer oder sowas in der Art 🙂


Joey Berlin
3. August 2014 um 13:18  |  328372

OT,
@Stiller // 3. Aug 2014 um 12:11,

„Ebenso wie zB bei Springer Medien (nach meinen Informationen müssen Redakteure des Springer-Verlages Arbeitsverträge unterschreiben, bei denen die guten Beziehungen zu Israel und den USA Vertragsbestanteil sind).“

Wahrscheinlich verwechselst Du Grundsätze und Leitlinien des Verlages mit den Arbeitsverträgen!
Aber @ub kann dich da besser informieren!

Sind übrigens vernünftige Grundsätze, natürlich IMHO 😉

#“Haupteigentümer der KKR…“ 😆

„Deutsches Kapital“ ist natürlich streng den „ML-Prinzipien“ verpflichtet… 😉


Stiller
3. August 2014 um 13:27  |  328375

@Joey Berlin

??? „“Deutsches Kapital” ist natürlich streng den “ML-Prinzipien” verpflichtet… ???

Verstehe ich nicht.


kczyk
3. August 2014 um 13:37  |  328380

Noch nie haben so viele Menschen in den USA ein Fußballspiel live im Stadion verfolgt: In Michigan trafen Manchester United und Real Madrid in einem Testspiel aufeinander – vor fast 110.000 Zuschauern.

http://www.spiegel.de/sport/fussball/manchester-united-schlaegt-real-madrid-vor-rekordkulisse-a-984238.html


L.Horr
3. August 2014 um 13:40  |  328382

@apollinaris um 13.02 Uhr :

(…) Sehen meine Freunde es so, dass ich nur durch Topleistungen und first- ranking sympathisch erscheine, wechsele ich die Freunde

….@apo , Du erklärst nachvollziehbar die Beziehung zu Freunden , meinst aber die Beziehung zu Hertha ?

Hertha kann für mich aber keine Freundin sein weil fast alles was eine Freundschaft beschreibt unerfüllt bleibt und in der Konsequenz komme ich ihr nur näher wenn ich auch zahle. Selbst Fetische muss ich erkaufen.

Hertha ist meine auserwählte , wehrlose Projektionsfläche für diverse , persönliche Motive aber eine Freundin kann sie nicht sein.
🙂
Ich möchte jetzt nicht näher ausführen für was Hertha so in der Summe alles herhalten muß , aber dafür existiert die Professionelle und lässt sich bezahlen.

Das ist mein Amok @bm , die desillusionierende Wahrheit mir gegenüber !

LG


glimpi
3. August 2014 um 14:07  |  328390

Der rbb überträgt tatsächlich ein Fußballspiel.


Vader
3. August 2014 um 14:13  |  328393

Zum Glück schein der Kelch Mitroglou an Hertha vorbei zugehen

http://www.transfermarkt.de/news/view?id=167972


sunny1703
3. August 2014 um 15:01  |  328398

@glimpi

Gestern auch schon, nur zur Information!

lg sunny


glimpi
3. August 2014 um 15:13  |  328400

@sunny1703
Welches?


3. August 2014 um 15:19  |  328403

Pass auf dich auf
L.Horr // 3. Aug 2014 um 13:40 Uhr
und fahr vorsichtig.
Sonst singt Jim Morrison bald für dich

…..When the music’s over
Turn out the lights …

Das Wort „Amok“ liest sich für mich so gewalttätig. 😮


Plumpe71
3. August 2014 um 15:22  |  328405

Guter 2. Liga Auftakt, Heidenheim mit erfrischendem Fußball als 2. Liga Neuling, ein verdientes 2:1 gegen den FSV, die allerdings eine komplette 2. HZ in Unterzahl spielen müssen.

Heidenheim ist damit der erste Tabellenführer dieser 2. Liga Saison

Bin gespannt, wie Nürnberg heute startet, über 30.000 Zuschauer und ja fast schon der finanzielle Liga Krösus, Nach Verkauf einiger Spieler und der bisherigen Transfers haben die noch gut 14 Mio. auf der hohen Kante und können spätestens im Winter nötigenfalls nachlegen, ich sehe die schon als erster Favorit auf den Mitaufstieg.

Freu mich auch auf unseren KSC gegen Union und werd da mal genau hinschauen, was sich da unter Düwel alles geändert hat. In der Saisonvorbereitung hat er ja von modernem Pressing- und Umschaltspiel bei Union gesprochen, dazu die Emtmachtung von der Leitfigur Mattuschka – da kann man nur hoffen, dass er nicht zu Beginn zu viele Steine umgedreht hat.


3. August 2014 um 17:07  |  328425

@ Lenz: hast richtig übersetzt. Natürlich ist die Allegorie etwas windschief..Was ich sagen will: mir ist es einerlei, ob die Hertha jemals Meister wird. Ich wehre mich nicht gegen Erfolg, setze diesen aber nicht aber auch nicht gleich mit Titeln . Würde Hertha zu Eier Art Chelsea mutieren und Serienmeister werden, würde ich wohl trotzdem den Verein wechseln.


L.Horr
3. August 2014 um 17:49  |  328437

…@apo , war mir letztlich klar das Du nicht so weit desorientiert bist 😉 , habe aber die Aussage dennoch gerne aufgegriffen weil Einige , gerade Jene die „der wahre Fan“ erklären wollen , das nicht immer so entspannt sehen.

Ausgangspunkt war eigentlich mein netter Austausch mit @Stiller und die Frage an mich selbst ,
„ob man wirklich immer so genau wissen will ob und warum Dinge so sind wie sie sind“.

LG

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