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(ub) – Wer Fußball-Profi werden will, sollte keine Scheu vor Kameras oder Film-Crews haben. Bei Hertha stand vor dem ordentlichen Training bereits ab 13.15 Uhr ein Foto-Shooting für die Exklusiv-Partner des Fußball-Bundesligisten an …

… hier wirft sich  Vladimir Darida im provisorisch eingerichteten Studio in Pose.

Nach anderthalb Stunden im Kabinentrakt ging’s an die Luft …

… es wurde das, wenn ich recht gezählt habe, mittlerweile dritte Mannschaftsfoto dieser Saison aufgenommen. Diesmal mit Vladimir Darida und Niklas Stark, aber ohne Nico Schulz (zu Borussia Mönchengladbach abgewandert).

Pekarik kommt nicht ins Trikot

Auf dem Foto nicht recht zu sehen: Es waren zwei Dummies aufgestellt. Die meisten verletzten Spieler waren da, etwa Roy Beerens. Aber der am Knie operierte Sami Allagui hatte es nicht geschafft. Für ihn stand der erste Dummy. Der zweite musste für Peter Pekarik einspringen. Der war zwar vor Ort, bekam aber nach seiner Schulteroperation und der aufwendigen Haltekonstruktion, die er nun tragen muss,  nicht mal im Ansatz ein  Trikot übergestreift.

Chance für Beyer, Regäsel und Torunarigha

Zum Training: Der Kader wird mittlerweile eine Unterabteilung von ‚Jugend forscht‘: Heute dabei waren neben Marius Gersbeck (20) und Nils Korber (18) wieder Maximilian Mittelstadt (18) und Florian Kohls (20). Ebenso Nico Beyer (19), Yanni Regäsel (19) und Jordan Torunarigha (18). Und am Rande trainierte Shawn Kauter (19) nach überstandenem Bänderriss am Knie individuell mit Athletiktrainer Henrik Vieth.

Zunächst gab es ausführliche Dehnungs- und Stabilisationsübungen. Dann einen Block mit vielen verschiedenen Passfolgen (einfache Pässe, direkte, über mehrere Stationen …). Zum Ende kam XXL-Digitaluhr um Einsatz: 6 x 4 Minuten spielten jeweils Fünf-gegen-Fünf auf zwei Handball-Tore, die vielleicht 35 Meter auseinanderstanden.

Dardai ist vorsichtig bei Kraft

Mitgezählt ist in jedem Team ein Torwart, auch Thomas Kraft zog von Anfang bis Ende voll durchs. Kraft, der wegen seiner Schulterprellung, die er sich  im Wolfsburg-Spiel zugezogen hat, seither pausieren musste, sagte im Anschluss:

Heute ging es gut.

Trainer Dardai mochte sich noch nicht festlegen.

„Wir müssen bei Thomas schauen. Ich will sehen, ob er im Abschlusstraining wirklich schmerzfrei ist. Aber wir haben auf der Position kein Problem. Wir haben zwei gute Torleute.“

Zum Thema Nachwuchsarbeit, Hochbegabte und der Jagd auf sie: Mir hat die sachliche und vielfältige Diskussion des Themas seit gestern Abend hier im Blog gefallen („Rekordablöse für 15-jähriges Hertha-Talent“).

Petri Heil bei Baumjohann

Für die Angler unter Euch: Es heißt …

🐟🐟🐟

A photo posted by Alexander Baumjohann (@alexander.baumjohann) on

… Alexander Baumjohann habe den kleinen Hecht, den er aus dem Wasser gezogen hat, anschließend sofort wieder reingeworfen, von wegen noch keine 45 Zentimeter und so.

Training Donnerstag und Freitag findet unter Ausschluß der Öffentlichkeit statt.


107
Kommentare

IckeWHV
30. September 2015 um 20:00  |  502853

Ha


psi
30. September 2015 um 20:01  |  502854

Ho


Carsten
30. September 2015 um 20:02  |  502855

He


Better Energy
30. September 2015 um 20:03  |  502856

Hertha BSC !


Blauer Montag
30. September 2015 um 20:05  |  502858

Sauberer Start! 👌


pax.klm
30. September 2015 um 20:12  |  502859

Zur Torwartsituation, wirklich schön zwei gute Kerle da zu haben…


pax.klm
30. September 2015 um 20:13  |  502860

Zum Hecht im Karpfenteich, die KLEINEN wehren sich am Heftigsten.


Blauer Montag
30. September 2015 um 20:16  |  502861

Der Kader wird mittlerweile eine Unterabteilung von ‘Jugend forscht’: Heute dabei waren neben Marius Gersbeck (20) und Nils Korber (18) wieder Maximilian Mittelstadt (18) und Florian Kohls (20). Ebenso Nico Beyer (19), Yanni Regäsel (19) und Jordan Torunarigha (18).

Ui, ui, ui – ich bin gespannt, wer von diesen am Freitag in den 18er Kader für den Tag der deutschen Einheit berufen wird.

Einkaufen Leute!
Bis Freitag 24 Uhr!
Am Samstag sind die Läden zu – nur die Fanshops im Olympiastadion sind geöffnet.


Blauer Montag
30. September 2015 um 20:26  |  502862

Danke Bolly
29. September 2015 um 21:02 | 502700

….. die Defizite im Mf gegen Köln waren in HZ 2 versucht worden mit langen Bällen zu kaschieren. Immer wieder nach

vorne, nach vorne, ohne das Mittelfeld zu überbrücken. So kam der Ball desöfteren schneller zurück als es uns lieb

war. Zum Glück konnte IBI einige Bälle verwerten. Sah etwas ähnlich wie einst bei Ramos aus. 😜 Mit der Einwechslung

von Baumi wurde es besser.

Du beschreibst es als Defizite in Herthas OM.
Ich (nur ich!) habe es anders in meiner Erinnerung.
Köln hatte 2 Abwehrreihen hoch vorm eigenen Tor postiert.
Die Räume bis zur Mittellinie waren eng besetzt.
Darida und Skjelbred haben keine Passwege gesehen.
Letztlich haben sie dann versucht, den Ball über die Kölner zu lupfen, um Ibisevic oder Kalou anzuspielen.


Freddie
30. September 2015 um 20:29  |  502863

Hatte es bereits im Vorfred verlinkt ( gerne, @jenseits, Lupus, Hurdie), es aber schade wäre, dass nicht noch mehr diesen Reisebericht lesen, hier noch einmal. Bessere Werbung im UK kann es nicht geben

http://thefootballneutral.com/


Ursula
30. September 2015 um 21:06  |  502864

# Mensch Meier…

Raffael verschießt Elfmeter für BMG….


Better Energy
30. September 2015 um 21:09  |  502865

@ Blauer Montag // 30. September 2015 um 20:16 | 502861

Einkaufen Leute!
Bis Freitag 24 Uhr!
Am Samstag sind die Läden zu – nur die Fanshops im Olympiastadion sind geöffnet.

Mach doch nicht die Pferde scheu…

Fehrbelliner Platz, Hbf, Ostbahnhof usw. hat doch offen…


Freddie
30. September 2015 um 21:09  |  502866

@Ursula
Ja leider.
Aber sein Solo war klasse…


Ursula
30. September 2015 um 21:11  |  502867

Tja…


dewm
30. September 2015 um 21:15  |  502868

Wollte mal wieder HALLO sagen. Vertilge gerade die Reste des Rosé vom Sommer und da erinnerte ich mich an all die Fragen der Vorbereitung. Zusammengefasst: Schaffen wir das diese Saison? Ich meine, wegen der schwachen Vorsaison und den wenigen Neuverpflichtungen… Aber nu läuft ja der große Fußball. Viel Spaß dabei!

@Baumjohann: Ja Alex. Ich war auch mal am See. Frische Luft. Oder? Dazu fällt mir ein: Ich habe eine Wassermelone getragen.


Inari
30. September 2015 um 21:21  |  502869

Ich freu mich über Baumis Rückkehr und seine tollen Pässe. Seinen kleinen Hecht brauch ich aber nicht sehen!


flötentoni
30. September 2015 um 21:22  |  502870

Danke für den Link @Freddie!!


Ursula
30. September 2015 um 21:29  |  502871

Hallo!

Es sieht bisher sehr ordentlich aus…


Ursula
30. September 2015 um 21:31  |  502872

….wider (meinerseits!) erwarten!


Opa
30. September 2015 um 21:36  |  502873

#Feiertag
Am 4.10. ist übrigens verkaufsoffener Sonntag, der Feiertag sollte also kein Grund sein, Schiebergeschäfte vorzubereiten, eher schon, dass der Russe sich seit heute selbst erlaubt hat, im Ausland operieren zu dürfen (als ob ihn das vorher interessiert hätte).

#UK Werbung
Toller Reisebericht, danke Freddie! Es gibt auf facebook und Twitter ja bereits „Hertha UK“, die fleißig die blauweiße Fahne auf der Insel hochhalten und mit denen ich schon lustige Tage in Berlin verbracht habe. Dass jetzt noch einer dazugekommen ist, den man als „Opa“ von England bezeichnen darf, ist umso erfreulicher wie überhaupt sein Bericht auch bei mir ins Mark und ins Schwarze trifft. Apropos treffen, da fällt mir meine morgendliche Polemik über den schnöden Mammon im Fußball ein: Wenn wir nicht aufpassen, wird das, was in England heute schon Realität ist, bei uns auch Einzug halten, als da beispielsweise wären:
-Abschaffung von Stehplätzen
-Verbot von Pöbeln, Stehen, Singen, Fahnen, kurz, jeglicher Stimmung
-Ticketpreise jenseits von gut und böse
-sky Preise jenseits von gut und böse
Was dann der gemeine Fußballfan macht? Entweder aufs Fernsehen, in den Amateurfußball oder ins angrenzende Ausland ausweichen, so wie es die Engländer heute machen. Dass es billiger ist, von London nach Berlin zu fliegen, sich hier für 2 Nächte ins Hotel einzuchecken und hier ins Stadion zu gehen, zeigt die ganze Perversität des Premierleague-Wahnsinns. In Spanien sieht´s nicht viel besser aus.


dewm
30. September 2015 um 21:37  |  502874

Liebe URSULA: VIELEN DANK. Aber JA, das denke ich auch. Hatte nicht die FRAGE gestellt, sondern an die Frage ERINNERT. Wegen des Rosés…

Wassermelone hin, Wassermelone her: DAS aus Deinen Fingern „Es sieht bisher sehr ordentlich aus…“. So euphorisch habe ich Dich das letzte Mal gelesen, als ich Dir via TSP verkündete, dass wir Voronin verpflichtet hatten…


dewm
30. September 2015 um 21:40  |  502875

„….wider (meinerseits!) erwarten!“

Ja URSULA: Nicht mal ich war derart optimistisch. Aber wie ich Dich kenne (und liebe), weißt Du ja woran das liegt…


flötentoni
30. September 2015 um 21:45  |  502876

„-Abschaffung von Stehplätzen“

deswegen fährst Du so oft auswärts! Jetzt wird mir einiges klar…
lieber im Stehen einen sitzen, als im Sitzen….ach lassen wir das 🙂

Ich hoffe BAumi hält durch und dann….setzt man sich Weihnachten hin und macht ein (leistungsbezogenes Angebot)


Joey Berlin
30. September 2015 um 21:46  |  502877

@Freddie
30. September 2015 um 18:01 | 502839,
schöner Netzfund! 👍

#http://thefootballneutral.com

Jim Smallman

So the Olympiastadion is a beautiful arena with a storied history, and the fans who attend games there are some of the loudest, proudest and best that I’ve ever seen. Watching a game in such an iconic structure is something that everyone should try and do at least once, and I have no doubt that we’ll be back again at some point as Berlin is such a wonderful place to visit.

So ähnliche Sätze habe ich schon oft von ausländischen Besuchern gehört – der Prophet Seher im eigenen Land hat es oft schwer gegen Trends und Zeitgeist! Von Außen sieht man häufig besser.


Luschtii
30. September 2015 um 21:59  |  502878

@Freddie
Danke für den Link! Sehr interessanter Bericht.

So endlich mal Zeit den Tag aufzuholen. 

#Euphorie
Ich konnte mich ehrlich gesagt nicht zwischen der zweiten und dritten Auswahlmöglichkeit entscheiden. Dadurch, dass ich in meiner kurzen Zeit als Fan alles negative mitgenommen habe, kann ich schlecht euphorisch werden.

Klar freue ich mich über die aktuelle Entwicklung, aber erwarte schon den negativen Umbruch bzw. bin (seelisch) darauf vorbereitet. 

#Champions League
Ich bin mit ihr aufgewachsen, von daher hab ich keine Probleme damit. Und auch wenn ich nicht Hertha-Momente zurück greifen kann, fallen mir spontan viele tolle Sachen ein, die ich sehen durfte. 

Kann nur für ‚meine Generation‘ sprechen, aber ich denke, dass die Kommerzialisierung von uns nicht so stark angeprangert wird, weil sie ein Teil des modernen Fußballs ist. Wir können nicht sagen „Früher war alles besser und deshalb wollen wir es zurück“, weil wir es schlichtweg nicht erlebt haben. 

Und ob damals wirklich alles besser war, wage ich zu bezweifeln.


30. September 2015 um 22:04  |  502879

Feiner link @freddi. Der machte Spass und brachte Neues..
yep, ich mag sehr gerne ausländische Zeitungen lesen, das erdet..Schade nur, dass ich nicht sehr geübt in Fremdsprachen bin 🙁


dewm
30. September 2015 um 22:08  |  502880

@Luschtii: Früher war ganz, ganz viel schlechter als heute. Unsere Lebensqualität ist in allen, aber auch allen, Facetten gestiegen. ABER: OHNE CL war es ehrlicher. Es gab „Europapokal-Abende“. Es gab (u.a.) Tagesschau und dann Anstoß. Ganz ohne Gequatsche. Quasi: Fußball pur. Sowas gibt es nicht mehr. Das wird es nie, niemals mehr geben…


Opa
30. September 2015 um 22:21  |  502881

@luschtii:
Ich glaube, dass keiner die alten Zeiten 1:1 wiederhaben möchte. Dafür gab es zu viele grausame Dinge, angefangen von wirklich üblem netzerschen Standfußball über noch übleren Kommentar durch Gerd Rubenbauer, Heribert Faßbender, Harry Valerien oder noch schlimmer, dem Bela Rethy der 80er: Karl Senne. Aber, wie es @dewm richtig beschreibt: Es war Pokal. Archaisch, Mann gegen Mann, KO Runde. Mit allem, was dazugehört: Überraschungen, Dramen, Verlängerung. Und es war in Relation zu heute viel, viel weniger (wenn auch mehr als genug) Geld im Spiel. Fans hießen Schlachtenbummler, die Gaströten machten einen ganz besonderen Soundteppich, die vorherrschende Bekleidung waren Kutten mit putzigen Aufnähern und die Vokuhila- oder völlersche Pudel-Frisuren schienen retrospektiv direkt aus einem schlechten, ganz schlechten Porno entsprungen. Nein, @dewm hat Recht, das wird es niemals wieder geben, weil es niemand wieder haben möchte 😉 Aber dennoch rast der Fußball mit Schallgeschwindigkeit an seine finanziellen Grenzen, eine Aufgabe, der sich auch gern Deine Generation stellen darf.


hurdiegerdie
30. September 2015 um 22:38  |  502882

Opa
30. September 2015 um 22:21 | 502881

Doch ich, ich hätte das gerne wieder. Da hat man sich noch auf den Pokalabend gefreut, und N’Abend allerseits fand ich besser als diese gebotoxten Blondinen bei Sky, und Ski-Pully Harry sowieso.


Luschtii
30. September 2015 um 22:42  |  502883

Danke Jungs für den Einblick vergangener Zeiten 🙂

So weit würde ich ehrlich gesagt nicht gehen wollen, aber ich geb euch recht: Der Fußball sollte sich zurücknehmen. 
Da aber zu 99,9% Prozent der Protagonisten nicht auf das viele Geld verzichten wollen, wird selbst eine kleine Veränderung nicht stattfinden. 

Man kann halt nur „Präventionsmaßnahmen“ ergreifen, damit keine PL-Verhältnisse entstehen. Würd mich (leider) aber auch nicht wundern, wenn es bittere Realität wird 🙁
(So wie DFL nach England schielt und Pläne schmiedet, um die Bundesliga in eine PL 2.0 zu machen)


hurdiegerdie
30. September 2015 um 23:00  |  502884

Bevor mir jetzt wieder jemand mit Unterhaltungsindustrie und Schnelligkeit des Fussballs und Preis und Nachfrage kommt: ich weiss auch das sich das Rad nicht zurückdrehen lässt.
Aber ich könnte nicht sagen, dass ich damals Fussball weniger gerne gesehen habe als heute, eher im Gegenteil.

Nu abba ins Bett.
Guts Nächtle


Freddie
30. September 2015 um 23:01  |  502885

Danke fürs danke 👍
Ich fand den Artikel gut, da ein Blick von außen erfrischend sein kann.
Man selbst ist ja bissl betriebsblind. Insofern war ich beim lesen der Zeilen eines Engländers erfreut/stolz/verlegen ob seines Berichtrs um unseren Verein und unserer Stadt.
Wir selbst sind wahrscheinlich ohnehin sehr viel kritischer mit dem, was wir lieben.
Deshalb stell ich gern die Ansichten der „Anderen“ ein, da sich diese doch wieder häufig mit den unseren ähneln. Nur halt mit deren Verein.
Das soll jetzt kein Plädoyer sein, sich mit der Kritik zurückzuhalten .
Nur: überall detselbe.😉 Und die anderen machen immer die bessere Arbeit 😉


dewm
30. September 2015 um 23:09  |  502886

@OPA: Sehr gut. Karl Senne, WAHNSINN! Aber da hast Du Ost-Übertragungen vergessen. Bei denen war der Rasen irgendwie grüner. Außerdem gab es Spiele bereits am Nachmittag. Waren ja alle Mittwochs. Auch das ging. Es gab keine Setzlisten. Alle waren in den jeweiligen Pokalen immer in einem Topf. Habe mir soeben mal das Jahr 1983 angeschaut:

Im UEFA-Cup flog Real Madrid in der ERSTEN Runde gegen Sparte Prag raus. Bayern München kam in der zweiten Runde gegen Thessloniki nach mehreren doppelten Null-Lösungen nur nach Elfmeterschießen weiter. Inter Mailand scheiterte in der dritten Runde an Austria Wien.

Oder hier 1989:
Im Pokal der Landesmeister trafen bereits in der zweiten Runde (!) AC Mailand und Real Madrid aufeinander. Wahrscheinlich waren das die damals besten Mannschaften der Welt. Quasi Endspiele Oktober/November. Für Madrid war international im Herbst Endstation. Mailand (will nicht erwähnen mit wem) wurde später (Mai 1990) Europapokalsieger.

Das war ehrlich. Damals habe ich auch Europapokal geschaut.


Opa
30. September 2015 um 23:25  |  502887

@dewm: Hihi, Karl Senne WAHNSINN 😂😁

Und Übertragung auf den Sendern 4 und 5 in SECAM. Rasen Grün und durchs Bild schlierende Fluchlichter, während eine monotone Stimme Spielernamen verlas. Irre, was da an Erinnerungen hochkommt.

Und wir fragen mal besser nicht, wo Hertha in der Zeit versunken war.


Space
30. September 2015 um 23:25  |  502888

Klasse, dass so viele junge Spieler bei den Profis mit dabei sind! Ich hoffe wir sehen bald den einen oder anderen mal in der Bundesliga 😉


Kamikater
30. September 2015 um 23:28  |  502889

Ich möchte übrigens auch manchmal meinen Schnuller von 1966 wieder haben. Aber nicht den gleichen Fussball sehen müssen.


Dan
1. Oktober 2015 um 0:13  |  502890

Falls mal die Stehplätze verboten werden, da hat Jonny Rotten einen guten Tipp gehabt. Besorgt Euch Hämorrhoiden Atteste und wenn der Steward euch auffordert verlangt ihr entsprechende Sitzhilfe oder droht mit Anwalt.


ahoi!
1. Oktober 2015 um 2:47  |  502891

jepp. großer link, großes kino @freddie. anbei meine lieblingspassage:
#
After the final whistle we saw yet another difference between German and English football. The entire Hertha squad came and celebrated in front of the Ostkurve, singing songs with the fans and saluting them. It was like they’d won a cup, rather than just a regular home game. It’s no wonder that the fans feel so proud of their team, because you genuinely get the feeling that the players treat their supporters as a true extension of their squad. The whole “twelfth man” cliché is used a lot in the UK, but in Germany it is genuinely true.

So the Olympiastadion is a beautiful arena with a storied history, and the fans who attend games there are some of the loudest, proudest and best that I’ve ever seen.

aber hallo! macht einen ja richtig stolz, ein teil davon zu sein!


ahoi!
1. Oktober 2015 um 3:01  |  502892

und noch so*n paar sätze:

and the fans who attend games there are some of the loudest, proudest and best that I’ve ever seen.

and may Hertha have a fantastic season. Those guys in the Ostkurve deserve it.

viel schöner kann man dit nicht (über uns) sagen, wa @opa?


Herthas Seuchenvojel
1. Oktober 2015 um 3:14  |  502893

ich glaub eher,
das hier: http://www.11freunde.de/artikel/die-wunderbare-welt-der-fussball-klischees-3
passt besser zu @Opa 😉


sunny1703
1. Oktober 2015 um 7:50  |  502894

Guten Morgen.

Mich macht @freddies links eher nachdenklich,als dass ich ihn bejubeln könnte
.
Inwieweit sind wir in Deutschland nicht auch dabei, den Weg der Engländer beim Fußball zu gehen. Mich befriedigt es nicht, zu wissen, dass es irgendwo in der Welt noch teurer ist ein Stadion zu besuchen, ich halte es eher für eine fehlentwicklung dass aus dem Arbeiter- und Volkssport Fußball eine Veranstaltung für Besserverdienende wird.
Mich interessiert ja auch nicht, wenn jemand aus München, Hamburg oder Paris, die Mieten in Berlin für preiswert hält. Für mich ist die Mietpreisspirale in MEINER Stadt ein sozialer Skandal.
Nur dank einer beschi……. Krankheit bin ich finanziell mit meiner Partnerin in der Lage Spiele meines Vereins zu besuchen. Sonst wären mehr als ein,zwei Spiele pro Saison nicht drin. Und das für Plätze die ich nicht unbedingt als sehgenuss einstufen möchte. Eine andere kulturelle Veranstaltung würde ich für diesen Preis bei dieser Sicht nicht aufsuchen.
Die Stimmung ist Geschmackssache, sie ist teilweise sehr schön, teilweise für mich nur monotone lärmbeschalllung, die auch vom Band kommen könnte. Ob sich die Ultras nicht damit irgendwann überflüssig machen??!!

Ich war in dieser Saison auch bei Uxx spielen ich war in Wilmersdorf und ich habe mir vorgenommen SD Croatia zu besuchen. Aber das besuchte hatte für mich mehr Ur-Fußballgeschmack als ein Stadionbesuch.
Den mache ich nur noch weil mein Herz an unserem Verein hängt und eben wie erwähnt ,ich ihn mir auf meine dumme Art noch leisten kann.

Für mich bedeute der Bericht ausschließlich, Kampf gegen solche Entwicklungen wie in England oder auch Spanien, wenn das überhaupt noch möglich ist.

LG sunny


sunny1703
1. Oktober 2015 um 8:02  |  502895

@hurdie

Ich kann Deinen Beiträgen 22 Uhr 38 und 23 Uhr 00 nur zustimmen.
Mir geht es auch nicht um die Verklärung einer vergangenen Zeit,denn das damals war eine Entwicklung zu dem heute. Nur nicht jede Entwicklung ,nicht alles was heute ist, ist besser, im Gegenteil vieles entwickelt sich zum schlechteren. Die Entwicklung im Profifußball scheint mir zumindest, eine davon zu sein.

LG sunny


Freddie
1. Oktober 2015 um 8:25  |  502896

http://www.kicker.de/news/fussball/bundesliga/startseite/636235/artikel_dardai-ueber-weisers-einsatz_er-entscheidet.html

Der Artikel beschäftigt sich auch mit Brooks.
Bei Hertha ist man offenbar der gleichen Meinung wie von den meisten hier, dass es besser wäre, in Berlin zu trainieren.


Freddie
1. Oktober 2015 um 8:32  |  502897

@sunny 7:50

Deine Sicht sei dir unbenommen und auch für mich ist die Entwicklung wie in England nicht erstrebenswert.
Aber wie du schreibst, dass „der Bericht ausschließlich Kampf gegen solche Entwicklungen “ bedeute, ist für mich (!) eine viel zu negative Aussage.
Ich erfreue mich daran, dass der Blick von Außen ein außerordentlich positiver auf Stadt, Menschen, Stadion und Hertha ist.
Stimmt mich persönlich positiver als wenn ich ich mit grimmigen Gesicht in den Kampf ziehe.


Kamikater
1. Oktober 2015 um 8:32  |  502898

@freddie
Was ich an Deinem sehr guten Link gestern um 18:01 Uhr so erstaunlich finde ist, dass es überhaupt ein solches Medium gibt, wo über solche Besuche von Stadien geschrieben wird. Das wiederum ist etwas, was die Engländer uns voraus haben. Im 11Freunde Journal findet man sowas genauso wenig, wie im Kicker.
👍


Dan
1. Oktober 2015 um 9:07  |  502899

@Kamikater

Du hast aber schon verstanden, dass der nix „anderes“ macht als @opas Reisetagebuch. Nur das er seine Storys in eBookform auf Kindl für 3Pfund verkauft und natürlich nicht nur einen Verein supportet.

Ich finde das gut, nur Deinen Plattform Vorwurf verstehe ich nicht ganz. In 11FREUNDE war gerade kleiner Bericht über ein Island Spiel drin und Leser sind aufgefordert und nutzen dies über „exotische“ Spiele zu berichten. Kuba, Nordkorea usw. mit teilweise skurillen Fotos aus und von den Stadien. Manchmal ist es auch gut, dass „Altpapier“ anzufassen und zukaufen als sich nur auf Bit und Bytes zu verlassen. 😉


Joey Berlin
1. Oktober 2015 um 9:07  |  502900

Moin, moin

@sunny1703
1. Oktober 2015 um 7:50 | 502894

…ich halte es eher für eine Fehlentwicklung dass aus dem Arbeiter- und Volkssport Fußball eine Veranstaltung für Besserverdienende wird.

In Sachen Ticketpreise muss ich dir zustimmen! Heutzutage gehören Jobcenter, Tafel und Berlin Pass für viele Menschen, darunter sicher auch viele Fußballfans, leider zum Alltag in Berlin! Der Verein sollte mit den staatlichen Stellen, Institutionen – auch Sponsoren, über diese Themen stärker ins Gespräch kommen. Freikontingente und stark reduzierte Ticketpreise – mindestens bei Spielen mit einer zu erwartenden Zuschauerzahl von 40K bis 50K sollte da einiges machbar sein!


Opa
1. Oktober 2015 um 9:30  |  502901

Schon wieder ein toller Start in den Tag hier.

@Kamikater: Also mit offenen Augen konnte man solcherlei Berichte schon seit Jahren lesen. Groundhopperberichte findest Du z.B. bei facebook auf „european football weekends“, wo sich auch für Hertha schon internationale Kontakte ergeben haben. Nach dem Ingolstadt Spiel treffe ich mich mit „meinen“ Schweizern und dem Herthafan aus Jakarta.

@Dan: Exakt so ist es. Der verkauft seine Storys für 3 € als Kiindlebook? 😱 Darüber sollte ich nachdenken 😁

@Joey: Hertha macht in Sachen soziales Engagement eine ganze Menge und ist diesbezüglich auf vielen Ebenen auch immer ansprechbar. Ich habe jedenfalls noch nie Schwierigkeiten gehabt, für eine Aktion für sozial Schwache erheblich vergünstigte oder gar gratis Tickets zu bekommen, vor den Refugees hab ich schon Aktionen für Kinderheime oder vergleichbare Institutionen organisiert. Aus diesen Erfahrungen weiß ich aber auch, dass es erstens nicht für jeden ein Segen ist, ins Fußballstadion eingeladen zu werden und zweitens so etwas auch sehr schwierig als Langzeitprojekt zu etablieren ist. Mein Tip wäre es, sich z.B. an HerthaBarca ein Beispiel zu nehmen, der seit einiger Zeit einen Rollifahrer aus seiner Gegend ins Stadion begleitet. Seit dieser Saison gibt´s für Behinderte ja auch tatsächliche Dauerkarten zu kaufen, auch das ist etwas, was man positiv herausstellen darf. Klar ist aber auch, dass Hertha seine Veranstaltungen als Premiumevent vermarktet, weshalb eine allzu inflationäre Verteilung von Gratistickets oder das an die große Glocke hängen von selbigem da kontraproduktiv wirkt. Wer heute als Bedürftiger zu Hertha will, wird einen Weg finden, da bin ich mir ganz sicher und dafür ist die Herthafamilie auch warmherzig genug.

@ahoi!: Ja, wirklich klasse Bericht und klasse Zusammenfassung.

@Seuche: War wieder was im Café? 😝 Ich finde mich gar nicht so „hardcore“. Habe erst gestern ein bißchen in meiner „Erinnerungskiste“ gekramt und festgestellt, dass ich bislang so arg viele Auswärtsspiele gar nicht auf dem Buckel habe. Kommt anderen vielleicht nur so vor 😉

@sunny: Ich muss etwas ausholen, da mir Deine Aussage zu verdichtet ist. Angesichts von 139 € Dauerticketpreis für die Ostkurve und rund 200 € für Sitzplätze (jeweils Mitgliederpreise) bzw. Tageskartenpreisen von 15 bis 22 € bin ich mir nicht sicher, ob man das so stehenlassen kann, dass Fußball schon etwas für Besserverdienende ist und man sich das nur 2mal im Jahr leisten kann. Bier für 4,20 € pro halber Liter mag im Vergleich zur Touristenkneipe auch noch in Relation liegen, Bratwurst mit 3 € ist sicher auch noch in einem leistbaren Bereich. Der momentane Stand ist also in einem Bereich, wo man sagen kann, dass das noch okay ist. Sorgen bereitet mir eher die Zukunft, denn zwecks „internationaler Wettbewerbsfähigkeit“ wird man mit der Premier League mithalten wollen. Das muss refinanziert werden und die Stellschrauben sind offensichtlich, denn über Preiserhöhungen bei Tickets oder Merchandising wird man das kaum regeln können. Auch die nationale TV Vermarktung ist nahezu ebenbürtig, wenn man den Zahlen der DFL Glauben schenken darf. Insofern wird man andere Stellschrauben drehen müssen bzw. hat dies schon getan, indem man

1. (auf sehr deutsche, umständliche Weise) „Investorenclubs“ zugelassen hat. RB, VW, Audi, SAP, Hörgeräte 96 und Bayer beglücken uns heute schon, dazu ein paar Clubs, zu denen wir auch gehören, die sich Investoren ins Boot geholt haben.

2. auf das Thema Auslandsvermarktung setzt.

Beide Wege werden absehbar Konsequenzen haben.

Zu 1: Die Investoren erwarten von ihrem Engagement eine Rendite, die ein Spektrum von Glanz über Wachstum bis Cash abdecken muss. Selbst seriös arbeitende Sportvereine (wie z.B. Freiburg) werden zunehmend verdrängt, viele andere sind es schon, was die ungeheure Popularität in den unteren Ligen beweist, wo aber viel zu wenig vom großen Geld hinfällt. Nur, wer bei heutiger Verteilung auf Gedeih und Verderb am Fresstrog der ersten Liga bleibt, wird auch nur annähernd eine Überlebenschance haben. Geht das schief, stürzen die Clubs spürbar schnell ab und finden sich oft schneller in den Niederungen der 3. Liga (oder noch tiefer) wieder, als man gucken kann. Wer in der ersten Liga verbleibt, wird Wachstum liefern müssen, zur Not eben kurzfristig über die Stellschrauben Tickets und da werden schnell die Stehplätze zu wackeln beginnen.

Zu 2.: Die Pläne der DFL sind ambitioniert, sich als Wettbewerb zur Premier League zu positionieren. Wenn man allein bedenkt, dass die Begeisterung für die Premier League durch das Empire quasi exportiert wurde und welche starken Spuren das weltweit hinterlassen hat, wird man sich ranhalten müssen. Hier mal eine Karte der ehemaligen Kolinien, die sich vom vereinigten Königreich unabhängig erklärt haben: https://cdn1.vox-cdn.com/thumbor/TCrBz-XEdEo5r6TR_hsShcVyss8=/cdn0.vox-cdn.com/uploads/chorus_asset/file/974730/Screen_Shot_2014-09-18_at_10.45.29_AM.0.png – mit Deutschsüdwestafrika und Papua Neuguinea sind wir da nicht ganz so „erfolgreich“ aufgestellt. Darüber hinaus fehlt es an einer Auswahl an attraktiven Vereinen, neben den Bauern und vielleicht noch Dortmund (woran man dann mal sehen kann, wie weit es wirklich mit der Verwurzelung am Borsigplatz her ist, wenn man deren Auslandsvermarktung und vor allem deren Folgen sieht) fehlt es an Clubs mit internationaler Strahlkraft. Nun mag das im Vergleich zu Spanien ausreichend sein, doch wenn man es ernst meint mit einer starken Zentralvermakrtung, dann brauchen wir mindestens 5-6 Clubs mit ähnlicher, internationaler Strahlkraft, doch dafür müsste man die Voraussetzungen und Rahmenbedingungen schaffen. Angesichts des heutigen Verteilschlüssels von TV Geldern, der die großen bei uns überproportional belohnt im Vergleich zu England, wo die Hierarchien sehr flach verlaufen und wo selbst Absteiger einen Fallschirm für die erste Zweitligasaison mitbekommen, haben wir diesbezüglich noch einen sehr langen Weg vor uns und ich vermag nicht zu erkennen, dass die Liga stark genug ist, daran etwas zu ändern. Insofern wird man andere Bonbons bereithalten müssen, um attraktiver zu sein, wozu dann auch die Zergliederung der Spieltage gehören wird und da dürfte es primär die Clubs mit „Strahlkraft“ treffen (denn VW gg. SAP will niemand sehen). Und an dieser Stelle trifft es dann die Zuschauer auch hier: Eine Spielansetzung auf Dienstag um 14 Uhr wird plötzlich nicht mehr illusorisch. Das bedeutet aber, dass man sich auch für ein Heimspiel einen halben Tag Urlaub wird nehmen müssen. Und das ist dann tatsächlich eine elitäre Veranstaltung, was bei weiter steigender Nachfrage aber von vielen anderen als gerecht empfunden wird, da so jeder mal die Chance hat, ins Stadion zu gehen. So wird man es uns verkaufen, wenn es soweit ist 😉


Herthas Seuchenvojel
1. Oktober 2015 um 9:51  |  502902

bääh, nöö
Kaffee gibts erst in 8 h 😉

und tue nicht so erstaunt über die 3 € als kindlebook
lt. deinem facebookposting gestern schreibste selber an nem Buch
„latürnüsch“ völlig unentgeltlich, gell? ^^


susanne
1. Oktober 2015 um 9:54  |  502903

Ganz ehrlich und ohne bösen Gedanken.
Wo nehmen sie die Zeit her?
Beneidenswert?!


Opa
1. Oktober 2015 um 9:57  |  502904

@Seuche: Ohne zu viel zu verraten: Ich hatte im letzten Winter das Buch schon fast fertig, als ein Verlag absprang. Seitdem frag ich mich, was ich mit dem Manuskript anstellen soll 😉 Werde mich die nächsten Tage mal mit dem Thema Publishing beschäftigen. Ob der Blogpapi noch wohlwollend ist, einen „Klappentext“ beizusteuern? 😁


Opa
1. Oktober 2015 um 10:00  |  502905

@Susanne: So zeitaufwendig ist es nicht, wenn man schnell tippen kann 😉


wilson
1. Oktober 2015 um 10:18  |  502906

… ich halte es eher für eine fehlentwicklung dass aus dem Arbeiter- und Volkssport Fußball eine Veranstaltung für Besserverdienende wird.

Der Fußball, die SPD – und es gäbe sicherlich noch weitere Beispiele, wie sich Arbeiter- und Volks…
Aber lassen wir das.

Steht es uns tatsächlich zu, diese vermeintliche Negativentwicklung (Vergessen wir mal die SPD in diesem Zusammenhang) zu verdammen?

Ich wiederhole es immer wieder, bis es auch der Letzte nicht mehr ertragen kann:
wir sind es, wir Fußballfans, wir Trikotkäufer, wir Sky-Abonnenten, die das Rad immer weiter drehen. Man könnte auch sagen: dafür sorgen, dass der Bogen immer weiter gespannt wird. Und noch reißt er nicht.

Wir verdammen die horrenden Ablösesummen, wir kritisieren den vermeintlichen Ausverkauf des Profi-Fußballs, vergessen aber, dass bereits der Begriff Profi-Fußball verdeutlicht, dass in diesem Geschäft Profis unterwegs sind – und ich beschränke dies nicht auf die Kicker.
Vereinsverantwortliche, Werbe- und Marketingstrategen, Berater etc.: alles Profis. Im Sinne von: professionell.
Auch die Spieler sind abseits des grünen Rasens längst Profis in der Eigenvermarktung.

Ich kann diesen Damen und Herren nicht vorwerfen, dass sie professionell arbeiten, dass sie ihr Geschäft machen. Auch nicht, dass sie es mit uns machen. Wir lassen es mit uns machen.
Mitunter sollen auch schon die absurdesten Ablösesummen durch Trikotverkäufe und sonstiges Marketing-Gedöns eingespielt worden sein.
Nur, wer kauft diese Trikots? Wer fühlt sich inspiriert, wenn ein Fußballer, ein Trainer für einen Schoko-Riegel oder ein Automobil werben?

Ja, @sunny, die Fehlentwicklung schmeckt mir auch nicht. Aber die Dinge verändern sich und ich kann mich nicht freisprechen dazu beigetragen zu haben und immer noch beizutragen, wenngleich ich mir das letzte Trikot vor zwei Jahrzehnten gekauft habe und niemals über ein Sky- oder Premiere-Abo verfügte.
Übrigens weder, weil ich der edle weiße Ritter bin, noch weil ich damit meinen stillen und ungehörten Protest ausdrücken möchte, sondern weil ich es bevorzuge, mein Geld anderweitig zu verprassen.

Vernachlässigt haben wir dabei, ob nicht der Arbeiter und das Volk („Arbeiter- und Volkssport“) ihre Penunsen, so sie denn abseits der Lebenshaltungskosten noch Verfügbares in der Tasche haben, auch lieber anderweitig auf den Kopp hauen.


1. Oktober 2015 um 10:24  |  502907

Es sind so super Beiträge hier seit gestern morgen! Macht richtig Spaß! Leider konnte ich nur querlesen, ich hoffe, heute abend schaff ich es mal, mir alles in Ruhe einzuverleiben.

Unbedingt so weitermachen… wie geil ist das denn hier zur Zeit👍👏


Dan
1. Oktober 2015 um 10:27  |  502908

@Wilson

Ich bin inspiriert vom neuem Hertha – Gartenzwerg und in keinem Haushalt sollte der Hertha Zahnbürstenhalter fehlen. 😉


Ursula
1. Oktober 2015 um 10:54  |  502910

IHR dreht Euch im Kreis…!

Eure „Diskussion“ ist überwiegend geprägt
von Wunschdenken und Sentimentalitäten!
Ihr klagt an, erklärt warum, aber jeder
Widerspruch in der eigenen Gesinnung
wird nur „beweint“, Selbstmitleid und eine
gewisse Unaufrichtigkeit sind angesagt!

Wie im Radsport, in der „Tour de France“,
werden erst durch „UNS“ die Ungereimtheiten,
Betrug, DOPING und dubiose Werbung befeuert!

„MAN“ muss bis zu den Nachrichten im Ziel sein,
ist aber nicht „normal“ zu schaffen, also forcieren
„WIR“ z. B. Doping bis zum Exzess und schreien
dann, „haltet den Dieb“!

Die „Öffentlich Rechtlichen“ stellen die „Tour de
France“ an den Pranger, um dann durch die Hinter-
tür klammheimlich „UNS“ wieder Live-Berichte
anzubieten! Man weiß um die Einschaltquoten….

UND „WIR“ nehmen, wie beim Fußball eben
auch, nur zu gern dankbar an…

Die Wurzel allen Übels sind in der Tat nicht
die „Macher“, die Profis, sondern wir die
Konsumenten, die „schnöden“, unkritischen
Verbraucher! So isses und noch viel mehr,
DENN dies ist eine „Ultrakurzfassung“
meiner Gedanken und ähnliche in meinem
„fußballerischen“ Bekanntenkreis!

Auch ich wünsche mir einen Europa-Pokal der
jeweiligen Landesmeister zurück…!!!

Selten haben UEFA und FIFA „ehrliche“ und
gute Ideen und Gedanken gehabt, „Passives
Abseits“, etc., etc., etc…..

UND stoppt endlich, ihr Verantwortlichen, diese
inflationäre Entwicklung von bis zu VIER
Teilnehmern eines Landes in dieser „CL“!!!

ODER macht eine echte eigene „Europa-
Elite-Liga“ der führenden (reichen?) Klubs!!!

Noch ginge es…


Uwe Bremer
Uwe Bremer
1. Oktober 2015 um 10:59  |  502911

@Heute

schon geschmunzelt oder Welche Karte ist genehm? – neulich in China (?) -hier


Dan
1. Oktober 2015 um 10:59  |  502912

Die wahren Opfer sind wir „Alten“, wir wurden „billig“ angefüttert und jetzt müsste man sich die „Hertha-Seele“ rausreißen um konsequent zu sein. Entzug hilft nicht, es die „Seele zum Verein“ die uns nicht losläßt.

Bei mir jedenfalls. Aber ich klage auch nicht(kaum), ich bin ein treudoofer Konsument.


Opa
1. Oktober 2015 um 11:05  |  502913

@Uwe: 😂 Super Aktion eigentlich, die demütige Geste des Verwarnten spricht eine deutliche Sprache.

@Ursula: Ja, die Rolle der Konsumenten ist bisweilen eine, die von Zerrissenheit geprägt ist. Tief verwurzelt in der menschlichen Seele ist dieser Widerspruch so wie wir beim Autounfall ja doch hingucken, obwohl wir wissen, dass es sich nicht geziemt zu gaffen.

@Dan: Es gibt ja durchaus noch welche, die es wagen, Mißstände offen anzusprechen und die dann von anderen wegen fehlender Hüpfburgen noch veräppelt werden. Aber sei weiter unkritisch 😛


1. Oktober 2015 um 11:18  |  502914

„…von bis zu VIER
Teilnehmern eines Landes in dieser „CL“!!!…“

Das ist faktisch falsch liebe @Uschi, was für die Botschaft keine Rolle spielen sollte. Seit dieser Saison dürfen bis zu 5❗️ Teilnehmer eines Landes teilnehmen, weil der Euro League Gewinner für die CL mit qualifiziert ist. Siehe Spanien, diese Saison.

Trotzdem gehöre ich unabhängig ob es 4 oder 5 Teilnehmer sind zudenen die die CL schauen. Ich kann mich noch genau erinnern, als andere Sender nicht Hertha oder Bremen übertragen haben, sondern natürlich den FC Bayern.
Wenn ich wüsste, das aktuell so alles bleibt, könnte ich persönlich damit leben.

Als ich erst letztens in der Runde zum Kaffee eine Samstagsradiokonferenz anbot fühlte ich von den ein oder anderen etwas Gelächter. Ein leichtes wäre es mir gewesen mit Sky Übertragung via Leinwand bei herbstlichen Temeraturen draußen alle noch etwas zufriedener zu stellen. Das ist der Punkt, wieviele „wollen“ wie früher nur drei❗️ Spiele in der Sportschau❓

Habe den Eindruck alle wolle Spiele wie früher, aber Übertragungen & Schnickschnack von heute. Das passt nicht.


Dan
1. Oktober 2015 um 11:25  |  502915

@Opa
Siehste Du bist halt auch so einer der „Risse“ in Mauern sucht und mit der Brechstange kommt. Ich biete die gerne an, die Risse, weil ich es nur bin. Was an Dir nun so kritisch ist, weiß ich nicht, denn Du schreibst den allgemeinen Weltschmerz im Fussball nieder und ereiferst Dich. Lösungen sind aber Dir und vielen Anderen auch fremd, von einer realistischen Durchführung will ich garnicht reden.

Die Rückkehr zum Amateurfussball, praktiziere ich schon seit Jahren mit Teutonia, wissen einige, aber daraus nun eine Philosophie zu machen naja.

Das mit den Flüchtlinge fand und finde ich super, dafür würde ich mehr Lebenszeit verwenden, als für die aussterbenden alten Fußballfans und denen die garnicht gerettet werden wollen.

Und wie man sich veräppelt füllen kann, wenn man selber eine Hüpfburg hochhält um bei einem Auftakttraining Nähe zum „Fanvolk“ argumentieren will? Mehr Toiletten ja, vielleicht noch paar mobile Bierzapfer ja, aber ne Hüpfburg? 😉

*sicherheitshalber*
Alles in einem ruhigem und nettem Ton geschrieben und zu lesen.


Ursula
1. Oktober 2015 um 11:30  |  502916

# Afrikanische Meisterschaften…

…UND am Sonntag hat mir ein gewisser
Herr Kipchoge über 42,195 km über
80 Minuten „abgenommen“…

UND über eine Millionen Zuschauer
haben den gedopten „Spezialisten“
zugejubelt, wohl wissend, dass man
eigentlich nicht 2:04,1 Std. laufen kann….

Widersprüche, Unaufrichtigkeit und
„Event-Konsumenten“…!


Dan
1. Oktober 2015 um 11:32  |  502917

@Bolly

Dit sagste jetzt erst? 😉
Radio fand ich nett, aber auch störend. Das Spielen super und das wir „Alten“ trotz Spieltag dafür 45 Minuten das Smartphone aus den Händen legten – Spitze.


Sir Henry
1. Oktober 2015 um 11:33  |  502918

Was mir am modernen Fußball gefällt? So ziemlich alles. Ich finde es schön, dass ich Kinder im Stadion sehe. Ich finde es schön, dass ich beim Stadionbesuch keine Angst haben muss. Ich finde es schön, dass moderne Stadien ein Dach für die Zuschauer haben. Ich finde es schön, dass eine große Anzeigetafel mir die Ergebnisse der anderen Stadien zur HZ einblendet und die Tore direkt darauf wiedergegeben werden. Ich finde es schön, dass die Ausleuchtung des Spielfelds erstklassig ist. Ich finde es schön, dass dank Hawk Eye sofort klar ist, ob der Ball hinter der Linie war. Ich finde es schön, dass in deutschen Stadien Affenlaute als Reaktion auf einen schwarzen Spieler nicht mehr zu hören sind.

Ich finde es schön, dass ich dank modernem Merchendise die Auswahl zwischen tausend mehr oder weniger peinlichen Artikeln habe, um meine Verbundenheit mit dem Verein auszudrücken.

Außerdem finde ich schön, dass die TV-Übertragungen nicht mehr aussehen, als kämen sie vom Mond. Dank HD kann ich viel besser sehen, was sich auf dem Spielfeld abspielt. Ich finde es gut, dass man den Kommentator verstehen kann und die Tonspur nicht per Telefon übertragen wird.

Ich finde es schön, dass ich nicht mehr darauf angewiesen bin, um halb Sieben die Sportschau zu schaffen. Ich kann mir die Highlights der Spiele ab Montag jederzeit online ansehen. Ich finde es schön, dass ich mich über Fußball nicht mehr nur in verräucherten Kneipen namens „Uschi’s Kohlen-Eck“ [sic!] unterhalten muss, sondern auf unzähligen Plattformen, Foren, Blogs und anderen Kanälen von Angesicht zu Angesicht oder virtuell austauschen kann. Ich finde es schön, dass mir eine dieser Plattformen ganz neue Einblicke in meinen Herzensverein gewährt und ich über sie meinen Bekanntenkreis um hochspannende und informative, mitunter sogar sympathische, Menschen erweitern konnte.

Ich finde es schön, dass ich über meinen Verein jeden Tag 3 bis 4, an manchen Tagen sogar wesentlich mehr Texte jeder Qualität lesen kann.

Ich finde es schön, dass mir andere Plattformen einen hervorragenden Überblick über die Lage des Fußballs in Deutschland, Europa und der Welt geben.

Ich finde es schön, dass ich darüber auch Fans von Union getroffen habe, alles Topptüpen, und man sich wunderbar über Fußball und den Weltfrieden zanken kann und sich das nächste Bier schmecken lässt.

Das ganze kostet in der geringsten Variante EUR 7,22 pro Spiel plus Zwangsbeitrag Demokratieabgabe in Höhe von EUR 17,50 p.m. plus Onlinezugang.

Ohne Stadionbesuch ist das alles noch günstiger zu haben.

Und das Schönste ist: wenn ich das alles nicht will, dann drücke ich den roten Knopf oben an der Fernbedienung. ZAPP!
Das nennt sich Freiheit.


1. Oktober 2015 um 11:42  |  502919

Bevor @freddie zuvor kommt….

#Däumchen 👍 @Sir❗️


Freddie
1. Oktober 2015 um 11:50  |  502920

Schließe mich @bolly an😉👍


Opa
1. Oktober 2015 um 11:50  |  502921

@Dan: Keine Sorge, ich hab Deinen Ton immer als ruhig und nett empfunden und gehe bei vielen Deiner Gedanken mit. Das mit der Hüpfburg kam ja nicht von mir, ich hatte nur das Mißverhältnis zwischen großspuriger Ankündigung und tatsächlich Gebotenem sowie die Sanitär- und die Versorgungssituation kritisiert und musste mich dafür veräppeln lassen, dass einer sich zur schnippischen Frage hinreißen ließ, ob Hertha denn für so etwas Hüpfburgen aufstellen solle. Das war aus meiner Sicht der Entzündungspunkt von #Hüpfburggate und Du bist seinerzeit mit auf der Hüpfburg gehüpft 😉

Ja, Lösungen zu erarbeiten ist häufig viel schwieriger als Kritik zu üben. Andererseits muss man nicht alles kritiklos schlucken, nur weil einem selbst keine bessere Lösung einfällt. Die Frage ist halt auch, wie mit Kritik umgegangen wird. Nehmen wir mal das Beispiel des leidigen Themas Bierausschank im Stadion. Das ist ein Dauerbrenner seit ewigen Zeiten, die Kritik immer wieder dieselbe, es würde nicht vorgezapft, überhaupt schlecht gezapft, alles sei furchtbar langsam. Ich weiß, dass es unzählige Gesprächsrunden zwischen Fans, Hertha und Aramark gab und unzählig waren die Beteuerungen, es zukünftig besser zu machen. Das Ergebnis ist bekannt, es ist nach wie vor schlichtweg eine Katastrophe. Da fällt es vielen nachvollziehbarerweise schwer, das ganze erneut konstruktiv zu begleiten und irgendwann wird halt nur noch „draufgekloppt“ und diejenigen, die die Anweisung geben, es dürfe nicht vorgezapft werden oder diejenigen, die das anderweitig zu verantworten haben, müssen sich das dann halt auch schlicht gefallen lassen.

Da gibt´s noch eine ganze Reihe an Punkten, die immer wieder angesprochen werden und an denen sich immer wieder Reibungspunkte ergeben. Zu wenig Toiletten (obwohl vorhanden), Motorradhelmhinterlegung ab Herbst bis Frühjahr geschlossen, suboptimale Kommunikation von Terminen und Trainingszeiten (vor allem bei kurzfristigen Änderungen), der glücklicherweise bislang gescheiterte Versuch, das Bargeld abzuschaffen und andere „Lieblosigkeiten“ wie der Fußmarsch vom S Pichelsdorf zum Amateurstadion, abgesagte Fanfeste oder horrende Eintrittspreise bei Dorfverein-Testspielen. Die Liste ist lang, der Umgang damit nicht immer optimal, aber eigentlich dachte ich, gerade Dir das nicht aufzählen zu müssen.

Rückkehr zum Amateurfußball? Für mich als Fan empfinde ich das als Wohltat. Gerade weil keine Hüpfburg aufgebaut ist, mich kein Propagandist anspricht und weil solche Erfahrungen mit dem Sport erden, der nicht als Videospiel konzipiert ist oder wo Videobeweise Einzug halten dürfen. Viele haben diese Wurzel unseres Sports vergessen. Ein grüner Rasen, zwei Tore, ein Ball. Dass abseits an der Bude Geschäfte gemacht werden, ist im Profifußball im Mittelpunkt, quasi als ob der Bratwurststand im Mittelkreis stünde. Ob das als Konzept taugt? Ich hab da auch meine Zweifel, aber Spaß hab ich dran und den playstationverseuchten und ver-x-boxten Kiddies von heute darf man das auch immer wieder mal vor Augen halten.

@Sir Henry: Ist mir zu „schön“, was Du da schreibst, so viel gute Laune und „Positivismus“ ist ja nicht zum Aushalten. 😉 Ich finde es schön, in der verrauchten Eckkneipe zu sitzen, wo mir Uschi ein Brikett hustet, während sie mein Pils zapft. Ich finde es schön, auf einem Amateurplatz den Platz unterm Baum zu suchen, um Schatten oder etwas weniger Regen zu finden. Ich finde es schön, nicht gesehen zu haben, ob der Ball im Tor war, mich aber trotzdem über die Entscheidung des Schiris zu freuen oder mich drüber aufzuregen. Ich finde es schön, wenn Väter zu der Erkenntnis gelangen, dass nicht jeder Nachwuchs stadiontauglich ist und es nicht um Hüpfburgen geht 😛


Sir Henry
1. Oktober 2015 um 11:58  |  502922

@Opa

Und weißt Du, was das Schönste ist: man kann beides haben, denn es schließt sich nicht aus.

Du bist doch das beste Beispiel dafür.

„…hier mus ein jeder nach seiner Fasson Selich werden“ F Zwo


Opa
1. Oktober 2015 um 12:02  |  502923

@Sir Henry: Das muss sich nicht ausschließen, vollkommen richtig. Man sollte halt nur nicht versuchen, aus Fußball so etwas wie NASCAR machen zu wollen. 😛


Sir Henry
1. Oktober 2015 um 12:03  |  502924

Ist übrigens ein schöner Text, @Opa, den Du da von den Freunden verlinkt hast.


Sir Henry
1. Oktober 2015 um 12:08  |  502925

@Opa/NASCAR

Wer sich auskennt weiß, dass NASCAR bodenständiger ist, als Du wahrscheinlich vermutest. Da ist mehr Uschi drin als im Kohlen-Eck.


kczyk
1. Oktober 2015 um 12:10  |  502926

*denkt*
der profifußball ist ein spiegel unserer gesellschaft.
die moderne ist das permanente verschieben von grenzen aus den bereichen des nicht machbaren und des nicht denkbaren hinein in den bereich von ‚wir haben es getan‘.


hurdiegerdie
1. Oktober 2015 um 12:40  |  502927

Kamikater
30. September 2015 um 23:28 | 502889

Ich möchte übrigens auch manchmal meinen Schnuller von 1966 wieder haben. Aber nicht den gleichen Fussball sehen müssen.

Es war mir durchaus klar, dass so ein Kommentar kommen würde. Mein Punkt ist, alles hat seine Zeit und zurückblickend ist natürlich alles heute besser. Aber: Wir haben doch genauso begeistert damals Fussball geguckt. Wenn wir heute zurückblicken, sehen wir natürlich, dass der Fussball viel langsamer und weniger athletisch war. Aber das hat uns doch damals nicht gestört. Waren Leute 1954, meist noch am Radio weniger begeistert? Oder 1974? Wenn aus irgendwelchem komischen kosmischen Stillstand alles gleich geblieben wäre, würden wir was vermissen, wären wir weniger begeistert?

Natürlich hat auch Sir Henry
1. Oktober 2015 um 11:33 | 502918 recht. Ist schon schöner, wenn man nicht im Regen sitzen muss, weil alles überdacht ist. Für mich speziell ist es natürlich auch toll, dass ich mir in der Schweiz Hertha-Spiele im Fernsehen kaufen kann.

Deshalb war doch aber nicht alles schlechter damals. Alles hat halt seine Zeit und zurückdrehen kann man es sowieso nicht.


Sir Henry
1. Oktober 2015 um 12:42  |  502928

Scheint, als stünde derzeit keine Torwartdebatte an:

https://twitter.com/HerthaBSC/status/649533405693145088

Auf der PK sagte Dardai soeben: Kraft hat das Training heute nicht mitgemacht. Wird jetzt durchgecheckt und geschaut, ob richtige Pause notwendig ist.


Stiller
1. Oktober 2015 um 12:45  |  502929

Wettkampfsport funktioniert doch selbstredend nicht ohne Wettbewerb. „Also“ haben wir als Zuschauer und Eintrittzahler in all diesen Sportarten die Entwicklung zu Doping, Betrug und Überteuerung zu verantworten?

Sind etwa die Kunden von H&M und KIK daran Schuld, wenn in Bangladesh Näherinnen sterben oder VW die Welt betrügt?

Ne, @wilson, das ist nicht nur zu einfach gestrickt. Irgendwie habe ich sogar das Gefühl, dass es dafür ganz andere Gründe gibt …


kczyk
1. Oktober 2015 um 12:48  |  502930

ich muss @hurdie zustimmen.
früher war sogar noch ‚das leder‘ tatsächlich aus leder. erst die einführung des kunststoff-balls in den ligabetrieb machte es möglich, das spiel mit noch mehr tempo zu gestalten.
doch wie schräg wurde man früher angeschaut, hatte man keinen echten lederball sondern nur ein billiges luftmodell aus plastik. man gehörte nich dazu.


Dan
1. Oktober 2015 um 12:52  |  502931

@opa

Ich fahr kein Motorrad, Bier trinken habe ich aufgegeben und ich und Haltbarkeitszeit zum Toilettedrang ist so ein Ding bei mir. 😉

Aber an Deinen Beispielen sieht man doch, dass sich wenig bis garnichts bewegt. Einerseits sind es sicherlich Grenzen oder Kosten / Nutzen (Toiletten bei geschlossenen Blöcken zu öffnen oder Helmabgabe im November für „drei“ (?) Hardcorefahrer) anderseits sind es auch einfach alte Gewohnheiten die man beibehalten will. Wieviel länger ist der Weg vom S-Bahnhof Pichelsdorf bis zum Amateurstadion als von U-Bahnhof Oly über den Hanns-Braun-Berg über das ganze Gelände 500 Meter / 1000 Meter? Natürlich ist es dem U-Bahnfahrer ein Dorn im Auge, der S-Bahn Fahrer freut sich ggf..

Ich finde es ok, wenn man seine Überzeugung hochhält und dafür kämpft, aber ich z.B. würde Euch eher in der Minderzahl sehen. Ihr kämpft für den Fußball ok, aber will die Mehrheit überhaupt den Kampf? Wird man sie wecken? Wenn die Macht von 4.000+ HSV Supporter nichts ausrichtet und „sich abgewandt“ haben und es trotzdem keine (?) Zuschauereinbussen gab, was sagt mir das?

Oder reagiert der Fan nicht teilweise schon darauf, dass Sky hier bisher nie schwarze Zahlen schrieb?
Hat „Eurer“ Kampf um Samstag 15:30 etwas bewirkt? Wieviel hat es die Entwicklung verlangsamt? Das Montagsspiel in Liga Zwei? Wird man das Montagsspiel in der Bundesliga verhindern können? Und wie reagierten die Fans? Mit uns nicht? Die Stadien sind voll, vielleicht weniger Auswärtsfans, fein für das Heimteam und mehr Karten für die.

Aber bisher sehe ich keine Reaktion der Mehrheit. Haben sie es dann nicht anders verdient? 😉

Misstände im Verein anzuprangen bin ich öfter dabei, aber auch da sehe ich vieles pragmatischer als andere.


Dan
1. Oktober 2015 um 13:03  |  502932

@hurdiegerdie

Einmal konnte man was zurückdrehen. Das Oly ohne Ostkurve (Sperre gegen Stuttgart).

Das war dann wie früher. Man hörte das Raunen der Gegentribüne. Die Stimmung / Geräusche passten zum Spiel. War schön, aber ich finde auch das die Ostkurve einen tollen Job macht, für das neue Stimmungsgefühl der Anderen mache ich da gerne Platz.


Kamikater
1. Oktober 2015 um 13:18  |  502933

Weder denke ich, früher war alles besser, noch denke ich, schlechter.

Ich gebe mich nicht mit Stillstand zufrieden. Und jeder positive Veränderung zum Guten ist immer auch eine Entwicklung. Der Fußball in seiner heutigen Ausprägung ist ein solches Gebilde, was aus eine positiven Willensentwicklung entstanden ist, mit allen seinen negativen Nebenerscheinungen.

Man muß sich noch lange nicht auf die Metaebene begeben, um feststellen zu müssen, dass sich der Fußball und die Gesellschaft beidermaßen in kontinuierlichen Veränderungsprozessen befinden und es immer Menschen geben wird, die sagen werden: Früher war alles besser. Man muß also schon entweder sehr vergesslich sein oder Einiges ausblenden, um schließlich nur noch wehmütig rückwärts zu schauen.

Ich kann auch mit dem heutigen Zustand leben, weil ich weiß, dass nicht immer alles gleich bleiben kann und sich Vieles noch verbessern lässt.


Freddie
1. Oktober 2015 um 13:34  |  502934

Lt Bild-Twitter hat Brooks eine Verletzung am Sprunggelenk .


Dan
1. Oktober 2015 um 13:37  |  502935

@Freddie
Wäre jetzt eine „perfekte“ Meldung um nicht in die USA zu reisen zu müssen. 😉


Freddie
1. Oktober 2015 um 13:44  |  502936

@dan
So auch mein Gedanke 😉😇


Sir Henry
1. Oktober 2015 um 13:44  |  502937

In der PK ist einer der regelmäßigen Fragensteller immer ein gewisser Herr Mende. Für welches Medium berichtet der eigentlich?


Freddie
1. Oktober 2015 um 13:51  |  502938

@sir

Glaube, dpa.
Ohne Gewähr


Blauer Montag
1. Oktober 2015 um 14:16  |  502939

Schließe mich @bolly an, seinem Riiiiiesenkompliment an sir henry. 😉👍


Dan
1. Oktober 2015 um 14:25  |  502940

Am Samstag werden 60.000 erwartet.


Paddy
1. Oktober 2015 um 14:27  |  502941

60k ich wollte Spontan aus Hamburg kommen in die Ostkurve, Karten kann ich also vergessen :S FUCK


hermsdorfer
1. Oktober 2015 um 14:37  |  502942

Ich tippe auf 70 000 am Samstag.
. Top Wetter
. Feiertag
. Hertha ist in aller Munde …..
. HSV bringt 10 000….


Paddy
1. Oktober 2015 um 15:26  |  502943

…ich halte zumindestens, wie seit 25 Jahren die Fahne für die Hertha in Hamburg hoch und habe mich in der ganzen Zeit nie beirren lassen 🙂

…ICH bin der Meinung, dass wir die Hamburger mit Kampf und Energie fertig machen werden…

Mein Tipp:
3 zu 1 für UNS Heimsieg


1. Oktober 2015 um 15:30  |  502944

Paddy
1. Oktober 2015 um 15:32  |  502945

ich wurde sogar in die Vereinsheime von Pauli und vom HSV geschleppt und als wir vor einigen Saisons gegen Hamburg 1 zu 1 gespielt hatten, war es einfach nur geil dort als einziger bei nem Tor von Hertha zu jubeln und nur im 2ten Moment imaginär von jedem dort auf die Fresse zu bekommen xD

naja bei 1,95m und nicht der lauchigste, nicht wirklich ein Wunder HAHAHA

man muss sich auch Auswärts mit SEINEM Verein identifizieren, auch in feindlicher Zone 😉


Dan
1. Oktober 2015 um 15:33  |  502946

Ein Bart Goor Gedächnis-Spielergebnis wäre auch was Feines. 😉


1. Oktober 2015 um 15:37  |  502947

Au Ja @Dan plus drei, wäre Record 😎 #unvergessen


Paddy
1. Oktober 2015 um 15:40  |  502948

DAS Beste wäre ja, wenn die gesamte Fanbrigarde das Fehldruckshirt mit unserer Ostkurve drauf beim HSV tragen würde 😀 😀 😀

falls sich noch jemand an den Fauxpas des HSV erinnern kann^^


Freddie
1. Oktober 2015 um 15:50  |  502949

Die Frage nach Brooks‘ Reise in die USA ist übrigens von unserem Blogdaddy gestellt worden


Opa
1. Oktober 2015 um 15:59  |  502950

@Dan 12:52 h: Fanprotest
Gute Beobachtung, wobei ich auf die Feststellung wert lege, dass ich nur für mich persönlich und nicht für irgendeine Gemeinschaft oder Körperschaft Stellung beziehe. Nein, der Protest hat, wenn man ehrlich ist, nichts bewirkt. 12:12 war zwar wahrnehmbar, aber hat nur wenig verändert. #BLÖDnotwelcome könnte man ähnlich einschätzen. Beides wurde nicht verhindert, aber es wurde Aufmerksamkeit für Fanthemen und -interessen erzeugt. Die Berichterstattung hat sich in Sachen Fanthemen deutlich wahrnehmbar ausdifferenziert. „Fußballfan“ ist angenehmerweise kein Synonym mehr für pöbelnde, brandschatzende und plündernde Horden. Insofern mag es bei den jeweiligen Einzelthemen keinen Erfolg in der Sache gegeben haben, aber die Öffentlichkeit ist durchaus sensibilisert. Die ekelhaften Montagsspiele wurden nicht verhindert, aber es wird dem übertragendem Sender jeden Montag Abend aufs Brot geschmiert, was man davon hält und die Trottel senden es auch noch 😀 http://www.hna.de/bilder/2015/09/22/5554051/406466193-joerg-dahlmann-2oMA5M7La7.jpg

#Motorradhelmhinterlegung
Mir ist schon klar, dass es sich nicht rechnet, für 3 Helme einen Studenten zum Mindestlohn zu beschäftigen. Sieh das Thema mal etwas defokussiert als Synonym für ein bundesweit verbreitetes Problem an den Stadien. Kommst Du direkt vom Bahnhof oder vom Flughafen (kann z.B. nach einer Dienstreise auch durchaus beim Heimspiel passieren), stellt sich die Frage, wohin mit dem Gepäck. Wenn die Vereine ihre Besucher, auch die Gästefans, als Kunden mit Bedürfnissen (und nicht als lästige Masse, die man mit allerlei Verboten gängeln kann) verstehen lernen, dann rechnet sich eine Hinterlegung ganz schnell. Zur Not / im Winter ein Anhänger mit Schließfächern. Heutige Praxis: Lange Listen mit Verboten (dazu so putzige Sachen wie in München immer noch kein „Obst“, in sehr vielen Stadien dürfen keine Taschen mitgebracht werden, wie soll das beim Auswärtsfahrer gehen, in WOB oder Ingolstadt z.B. gibt´s gerade mal 42 Schließfächer am Bahnhof), aber keine Möglichkeit der Hinterlegung. In solchen Punkten bin ich sehr für Veränderung zu haben, es hapert aber schlicht an der Umsetzung. Dann kann man auch mal einem Stadionkumpel zum Geburtstag eine Flasche edlen Rum o.ä. schenken.

@kczyk: #Lederball
Oooouuuhh ja, die guten alten Lederbälle, am besten, wo die Lackschicht schon runtergerubbelt war, da reichte etwas Tau im Gras und die Dinger waren schwer wie Medizinbälle. Jeder Kopfball war wie ein Faustschlag, ich hab mich im Tor damals durchaus auch mal geduckt, wenn einer den Kawenzmann volley erwischt hatte, denn mit den Händen waren die Brocken nicht schmerzfrei zu stoppen.

@Paddy: #Ostkurventickets
Die Ostkurve ist auch bei nichtausverkauften Spielen immer ausverkauft, nur bisweilen geraten vereinzelt Tagestickets in den Tagesverkauf. Wenn Du mal das Vergnügen erleben willst, lass Dir vom Blogpapi meine Mailadresse geben, vielleicht kann ich was arrangieren.


Sir Henry
1. Oktober 2015 um 15:59  |  502951

@Freddie

Weil er weiß, was er der Meute schuldig ist. 😉


Paddy
1. Oktober 2015 um 16:09  |  502952

@Opa das würde mich natürlich sehr freuen 🙂

@UweBremer bitte um die Mailadresse von Opa 😉


Opa
1. Oktober 2015 um 16:10  |  502953

@Sir Henry: Weil wir „den geilen Scheiß“ wollen 😉


kczyk
1. Oktober 2015 um 16:11  |  502954

*denkt*
es mögen ja einige gründe dagegen sprechen.
dennoch wird Hertha am samstag 3 punkte einfahren – denn keiner der amtierenden trainer-zwischenlösungen kennt den HSV und die liga besser als pal dardai.


Dan
1. Oktober 2015 um 16:14  |  502955

@Opa
Ja ich war auch überrascht wie schnell Berliner Jungs mit Bierkisten für die Rücktour zu den Schließfächern rennen können.

Und ja mich hat es aufgeregt, als man beim Pokalspiel gegen RWE zwar seine Sachen abgeben konnte, aber nach Abpfiff alle Rucksäcke und Gepäckstücke, wie ein Scheiterhaufen aufgestapelt waren und man zusehen konnte wie man seinen dunklen Rucksack rankam.

Bisher habe ich aber meist eine Abgabestelle gefunden, oder durfte mein Zeug mitreinnehmen. Ich kann Welpenblick. 😉

Aber Du weißt schon, dass ich Dich verstehe und Deine Kraft, aber es da viel interessantere Themen im Leben gäbe.

#Lederball
Die hatten wir noch am Kopfballpendel und später die ersten „China-Bälle“ mit geklebten Flicken waren der letzte Mist.


pathe
1. Oktober 2015 um 16:18  |  502956

Interessante Diskussionen und tolle Atmosphäre hier seit ein paar Tagen. Sehr erfreulich!
Leider habe ich momentan nicht die Zeit, dazu auch etwas beizutragen. Aber lesen tue ich alles!


Opa
1. Oktober 2015 um 16:23  |  502957

@Dan: Den Welpenblick weil ich das nächste mal sehen, wenn wir uns begegnen. 😂 Vielleicht nehme ich Dir auch die Tasche ab 😝


sunny1703
1. Oktober 2015 um 16:24  |  502958

@Sir

Unfassbar, aber @Freddie hat mal richtig recherchiert. Jens Mende, dpa! 😀

@wilson

Ich bin nur ein kleines Rad, dass hier seine Meinung zum Besten bringt. Das ist (m)ein ganz kleiner Beitrag eine nach meiner Ansicht Fehlentwicklung zu verändern oder zu stoppen.
Das hat nichts mit Glorifizierung der Vergangenheit zu tun oder ein Teil dessen zu sein. Denken alle so, verändert sich nie was, dann schrieben wir uns alle jetzt noch Briefe und wären mit der Postkutsche unterwegs.

Aber wie @moogli schon schrieb,danke für diese tolle Diskussion.

Übrigens @Bolly, ich fand das mit dem Radio sehr gut, mich hat das nicht gestört.

@Dan

Schreib das ruhig mit Teutonia, das geht nicht darum, daraus eine Philosophie zu machen,sondern darum Werbung für Besuche bei Klubs in den unteren Ligen zu machen,die brauchen jeden Cent. Und Spaß macht es auch. 🙂

lg sunny


Dan
1. Oktober 2015 um 16:30  |  502959

@sunny
😉
Ich frage mal ketzerische: „Hast Du überhaupt was gehört?“

Einmal war es leise, dass selbst ich nichts hörte und nachher so laut das man sich nicht mehr unterhalten konnte. Meinungen von Cyborgs halte in dieser Sache für irrelevant. 😉


Opa
1. Oktober 2015 um 16:43  |  502960

@sunny: Eintritt kostet es bei kleinen Vereinen in der Regel nur dann, wenn Schiedsrichter mitsamt Assistenten auflaufen, denn dann ist Erbe Aufwandsentschädigung vom Heimverein zu entrichten.


apollinaris
1. Oktober 2015 um 17:39  |  502967

nun, mir fallen ca 100 Dinge ein, warum mir der txt von @ Sir schief & krumm erscheint, vor allem die Quintessenz ist für mich fast schon…Aber ich weiß ja, das viele, sehr viele, das so sehen. Alles ok, will da nicht. mal Wasser in den Wein tunken, liefe dann sehr schnell auf die völlig unergiebige Grundsatzdebatte hinaus. Musa ich hier auch nicht haben 😎😀
Auch die Mär vom Konsumenten, der alles selbst bestimme, lass ich mal links(?) liegen..finde, das @ Dan dazu fast alles gesagt hat ( wenn man sich das Gesagte mal etwas genauer anschaut)
Ich habe übrigens das Gleiche wie @ sunny beim Lesen des von @freddi verlinkten Textes gedacht , parallel zur Freude und auch des Stolzes: es liegt in dem Text sehr viel Hintersinn, denn wir bewegen uns ja genau vom beschriebenen Status Quo weg, hin zu englischen /spanischen/ italienischen Verhältnissen, und der Text beschreibt nochmal, was wir da alles verlören….Nur leider werden “ wir“ wohl aufgrund des Anpassungsdruckes keinen anderen Weg finden, weil wir eben nur innerhalb bestimmter Parameter “ frei“ sind…😉

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