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Donnerstag, 15.10.2015

Kuchen und Freibier

(mey) – Wenn man heute aus einem seltenen Frühwinterschlaf nach sechs Wochen aufgewacht wäre und keine Ahnung von der Tabellensituation gehabt hätte, danach aber sofort zu Herthas PK vor dem Topspiel gegen Schalke am Sonnabend (15.30 Uhr) marschiert wäre, dann hätte man trotzdem deutlich gespürt, dass das gerade gute Zeiten für die Berliner sind. So, das war jetzt ein langer Einstiegssatz, aber ihr schafft das schon 😉

Jedenfalls. Die Stimmung war so gelöst wie…ja, wie? Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht, ob sie in den vergangenen drei Jahren, in denen ich den Klub betreue, schon mal so gut war. Vielleicht damals nach dem Wiederaufstieg und der fulminanten Hinrunde unter Luhukay. Aber das war ja bekanntlich vergänglich.

Stimmungshoch

Am Donnerstag waren alle anwesenden Mitarbeiter des Klubs entspannt. Pal Dardai war entspannt und versprach sogar Kuchen für die Journalisten. Gut, das hatte jetzt nix mit der Tabelle zutun, sondern nur damit, dass der Ungar uns hat warten lassen. Denn die Videoanalyse des Gegners überschnitt sich mit der PK. Dardai kam deshalb später und entschuldigte sich so.

Junge, Junge. Später, als der Ungar über eine mögliche Vertragsverlängerung sprechen sollte und erzählte, dass er im Moment vieles genieße, sagte Dardai: „Ich genieße gerade sogar die Medien.“ Alter Finne. Wann hat es das denn mal in Berlin gegeben?

Aber schaut euch die PK selbst an. Ich fand’s interessant:

Bei so viel guter Laune fange ich eigentlich an, mir Sorgen zu machen. Aber Dardai sagte dann auch: „Wir sollten uns nicht mit der Tabellen beschäftigen.“ Wichtig sei ihm, dass seine Mannschaft die Spielphilosophie der vergangenen Wochen auch gegen ein Topteam zeige. „Wenn wir ein gutes Spiel machen, aber am Ende verlieren, dann ist das auch nicht so schlimm.“ Und: „Wir sollten in der Realität nicht so ein großen Sprung machen. Wir sind jetzt Vierter. Aber das Wichtigste in diesem Jahr ist, schnell 40 Punkte zu haben.“

Es scheint also, als bewerte Dardai das alles gerade mit der nötigen Demut. Ohnehin kommt jetzt eine schwierige Aufgabe auf die Berliner zu: Drei Auswärtsspiele in Folge stehen an: In Gelsenkirchen, eine Woche später in Ingolstadt und dann im Pokal beim FSV Frankfurt. Jetzt aber erst einmal zu Schalke.

Skjelbred ist fraglich

Gegen Königsblau wird Dardai nichts an seiner zuletzt funktionierenden Mannschaft verändern, wenn er nicht muss. Das heißt, wieder wird die Doppelspitze Vedad Ibisevic/Salomon Kalou beginnen. Sebastian Langkamp ersetzt wohl den angeschlagenen Stark in der Innenverteidigung.

Das heißt aber nicht, dass Jens Hegeler bzw. John Brooks nicht spielen. Denn Per Skjelbred kehrte von seiner Länderspielpause mit Sprunggelenkproblemen zurück. Sein Einsatz gegen Schalke ist fraglich. Kann er nicht spielen, würde vielleicht Fabian Lustenberger aus dem Abwehrzentrum auf die Sechs vorrücken, so Dardai. Dann würde entweder Hegeler oder Brooks in der Innenverteidigung auflaufen.

Bei Schalke haben sie im Moment übrigens ein paar andere Probleme. Hier die PK vom Donnerstag:

Ach ja, die Spendierhosen hatte Dardai im Übrigen schon in der Vergangenheit einmal an. Und auch da hatte Schalke etwas damit zutun: Bei Dardais vorletztem Spiel als Profi gegen S04 spendierte er den Fans im Olympiastadion 2009 Freibier.

Er hatte gewettet, dass nicht soundsoviele Zuschauer im Schnitt in dieser Spielzeit zu den Heimspielen kommen würden. Sie kamen aber, und Dardai beglich seine Wettschulden gern (Er hatte ja erreicht, was er wollte.). Damals ging es am vorletzten Spieltag noch um die Meisterschaft für Hertha. Ihr erinnert euch. Die Berliner spielten 0:0 gegen Schalke. Am Ende wurden sie Vierter.

Jetzt also Kuchen. Gewinnt Hertha auf Schalke nun auch noch erstmals seit elf Jahren, hält das Stimmungshoch in Berlin wohl noch eine Weile an.


160
Kommentare

Ursula
15. Oktober 2015 um 18:28  |  505160

JOLD! JOLD! JA JOLD!

Du gute Güte, wer is datt denn…


Blauer Montag
15. Oktober 2015 um 18:35  |  505162

HA


Blauer Montag
15. Oktober 2015 um 18:41  |  505164

HO
HE
Hertha BSC

Egal, wie die Ergebnisse in Gelsenkirchen und Ingolstadt lauten werden, mein Stimmungshoch hält noch an bis zum Pokalspiel.
Und bei einem Pokalsieg darüber hinaus bis zum nächsten Heimspiel in der Liga gegen Mönchengladbach.


Blauer Montag
15. Oktober 2015 um 18:47  |  505165

Lustenberger oder Hegeler auf der Doppelsechs?
Würde ich nicht in Erwägung ziehen. Eher folgende Start11.

————-Jarstein
Weiser, Langkamp, Lustenberger, Platt’nh.
—Haraguchi, Darida, Cigerci, Stocker
———Ibisevic, Kalou


Uwe Bremer
Uwe Bremer
15. Oktober 2015 um 18:56  |  505167

@Digitalisierung

(rübergezogen vom vorigen Thread)

eines Fußballvereines, mal eine Skizze:
Die Richtung, in die die Entwicklung in der Branche geht, betrifft alle Bereiche:
Im Bereich der Kommunikation sind sämtliche Elemente gemeint:
– Angefangen von der klassischen Homepage.
– Es wird um die Ausweitung von Kommunikation des Vereines gehen.
– Es wird um wesentlich intensiveren Austausch des Vereins mit den Fans gehen.
– Es wird um die Kommunikation der Spieler nach draussen gehen (Stichwort: Wie begegnet man Guerilla-Marketing?).

Hertha wird Antworten zu finden haben (wie andere Profiklubs auch), wie der Verein mit seiner Reichweite in die Digitalstrategien von Sponsoren eingebunden wird.

Dann ist da die Mitgliedschaft: Was mag dieses Mitglied? Was kauft jenes Mitglied? Wofür interessiert sich dieser Fan?
Welchen Daten gibt es bereits jetzt? Welche lassen sich relativ leicht erheben? Welche Schlüsse lassen sich ziehen?

Das Marketing wird sich in einer Weise digital entwickeln, dass die Anhänger der Fußball-Romantik rote Ohren und schlotternde Knie bekommen werden (Das ist nicht mehr mein Verein/Sport/Land).

(Um das Thema nicht zu überfrachten, lassen wir das Stichwort Digitalisierung im Trainings- und Spielbetrieb mal außen vor.)

Unter dem Strich wird es im Verein so gut wie keinen Bereich geben, der vom Trend zur Digitalisierung nicht beeinflusst werden wird.

Das Denkmuster: Wenn jemand neu kommt, wird anderen, die bisher da sind, etwas weggenommen, erfüllt in diesem Zusammenhang nicht mal den Tatbestand einer #MilchmädchenRechnung


Uwe Bremer
Uwe Bremer
15. Oktober 2015 um 18:57  |  505168

@opa

(rübergezogen)

Das Marketing wird sich in einer Weise digital entwickeln, dass die Anhänger der Fußball-Romantik rote Ohren und schlotternde Knie bekommen werden (Das ist nicht mehr mein Verein/Sport/Land).

Ist dieses Stadium nicht bereits längst erreicht? Soll es noch mehr Grausamkeiten als Badeenten, Zahnbürstenhalter und eine mobile App geben, die kurzfristige Änderungen bei den Trainingszeiten nicht abbildet?

Wenn Du auf die Extremsummen schaust, die das Pay-TV in England ab 2016 zahlen wird, wenn Du auf die Begehrlichkeiten in der Bundesliga hörst, dass der nächste TV-Vertrag in Deutschland in jedem Fall erheblich höher ausfallen möge als der aktuelle, dann ahnst Du: Dieses (mehr) Geld muss erst mal verdient werden.

Und da sehen die Interessengruppen, die gerne mehr Geld verdienen wollen (die Klubs, die Vermarkter, die Sponsoren-Firmen) noch erhebliche Möglichkeiten, wie der uns heute bekannte Status quo im Profifußball auszudehnen wäre.

– Dazu werden u.a. mehr Anstoßzeiten/pro Spieltag gehören.
– Die ARD-Sportschau steht wieder mal auf dem Prüfstand.

– Weitere Möglichkeiten werden in der Digitalisierung gesehen, vor allem durch die zunehmende Nutzung von Smartphones. Weil ein Verein einen Fan per Smartphone auf unterschiedliche Wege mit unterschiedlichen Informationen ansteuern kann: Abhängig davon, ob der Fan gerade im Stadion weilt oder vielleicht am Strand von Sylt.
– Die Internet-Rechte an der Bundesliga (schätze ich als Laie) werden im Zyklus von 2017-21 vielleicht noch keine überragende Rolle spielen. Aber perspektivisch wird das Internet als Abspielplattform an Bedeutung zulegen.

Deshalb wird das Thema bei Hertha mit einem Posten in der Geschäftsleitung (nicht zu verwechseln mit der Geschäftsführung) relativ hoch aufgehängt.


Ursula
15. Oktober 2015 um 19:10  |  505169

@ ubremer und ANDERE

MERKT „IHR“ NICHT (?), wie Ihr
mit Euren Beiträgen um z. B.
HIER 18:56 und 18:57 Uhr
„wegdriftet “ und Euch von
dem allgemeinen „Blogverständnis“
entfernt, und damit „Euer Klientel“
regelrecht verprellt…!!!

Ironie-Hinweise könnt Ihr nicht, wah…???

Die Hinweise von „nrwler“ waren doch
deutlich, oder nicht…?

Außer „Montag“ mit „Nonsens“, getraut
sich doch kaum noch jemand zu schreiben…


Uwe Bremer
Uwe Bremer
15. Oktober 2015 um 19:15  |  505170

@ursula
hast Du heute auch etwas Inhaltliches beisteuern?


Ursula
15. Oktober 2015 um 19:24  |  505171

# Inhaltliches…

Die Zeit mich an Hypothesen und
Spekulationen und den gelesenen,
sicherlich gut formulierten Passagen,
zu beteiligen, habe ich einfach nicht!

ABER zumindest wirst Du mir doch
dahingehend Recht geben, dass sich
die heutigen Beiträge (echte Kommentare!),
durchaus, auch nur auf zwei, drei, vier
„Kommentaristi“ beschränkt haben, oder???

UND das meinte ich…..


chachani
15. Oktober 2015 um 19:24  |  505172

Wird Zeit, dass wieder Fussball gespielt wird. Bis Samstag!


U.Kliemann
15. Oktober 2015 um 19:32  |  505173

Morgen gehts doch schon los .Mainz gegen Tuchel ! Ich finde das @ub
nur (besonders) Opa bedient hat und das sachlich und (für mich)informativ.


Ursula
15. Oktober 2015 um 19:40  |  505174

Sorry @ U.Kliemann…
,
…ich verspüre dabei, wie auch um
19:15 Uhr, so einen „Unterton“…

Du nicht…?

Ich denke auch, ein „Klasse-Thema“,
nur hast Du die Zeit, Dich „allumfassend“
daran zu beteiligen…?

Wenn nicht, sind dies genau meine
Befürchtungen…


15. Oktober 2015 um 19:54  |  505175

@Uwe Bremer am 15. Oktober 2015 um 18:57 | 505168:

„Die Internet-Rechte an der Bundesliga (schätze ich als Laie) werden im Zyklus von 2017-21 vielleicht noch keine überragende Rolle spielen. Aber perspektivisch wird das Internet als Abspielplattform an Bedeutung zulegen.“

Wie Du ja weißt, kann man in den U.S.A. die Übertragungen aller Spiele der vier großen professionellen Ligen für die Nutzung am PC oder auf dem Smartphone käuflich erwerben, was bezüglich der Fussball-Bundesliga auch in Deutschland sehr interessant sein dürfte.

Dieser Service wird jeweils von den Ligen direkt angeboten.

Gerade für die weltweite Vermarktung ist das sehr interessant.

Ich selbst nutze ja MLB TV (Baseball), wo man für circa 110,00 bis 130,00 USD pro Saison jedes der 162 Saisonspiele plus Playoffs aller 29 Mannschaften live und On Demand verfolgen kann (und darüberhinaus sehr viele Eigenproduktionen usw.).

Ich denke, dass das auch bei uns kommen muss/wird.

Das MLB TV ist zudem in die MLB-Webseite eingebettet, die auch die Webseiten aller Mannschaften (identisches Design mit selbstverständlich individuellen Mannschaftsinformationen) vereinigt und gleich mit den Online-Fan-Shops aller Mannschaften verknüpft ist.

Besser geht es meines Erachtens nicht.


monitor
15. Oktober 2015 um 19:56  |  505176

Es setzt sich fort. Mit Pal Dardai sind die PKs nicht mehr so traurig, deprimierende Pflichtveranstaltungen mit Textblocksteinen a‘ la WinWord, sondern informative Einblicke in die Situation, so wie sie der Trainer gerade empfindet, erfrischend eben.
Diese Gelassenheit wird auch die Mannschaft empfinden , Erfolg macht mutig und Hertha spielt diese Saison mutig!
Und zwar mutig mit Verstand. Bei Schalke wird man vorsichtiger sein, als in der Vergangenheit.

Fazit: Eine neue Leichtigkeit des Seins als Hertha Fan! 🙂

Ich rechne mit einem Punkt.


monitor
15. Oktober 2015 um 20:18  |  505178

Als ich Entertainment von der Telekom orderte konnte ich für 10 Euro EINEN Spieltag erwerben. Das fand ich fair. Sky Abo ist mir nach wie vor zu teuer.
Leider hat Sky dann die große Geldkeule ausgepackt und Telekom wieder von der Mattscheibe verdrängt.
Solange Sky glaubt, irgendwann alle in ihren Aboservice zwingen zu können, werden wir noch Geduld haben müssen. Schlimm genug, daß die in Deutschland immer rote Zahlen schreiben und ihr Geschäftsmodell trotzdem nicht ändern müssen.

Würde sich Sky von dem Vollangebotskonzept lösen und mehr auf Laufkundschaft setzen, wären sie eventuell wirtschaftlich erfolgreicher. Das heißt Kooperationen mit Dienstleistern wie 1&1, Vodafon, Telekom etc. und Spiele auch einzeln oder als bspw. als Hertha Power (Eine Saison nur Hertha im Paketpreis) übers Internet vertreiben. (Andere Vereine wären natürlich auch möglich, aber sinnlos! 😉 )

Moderne Fernseher haben alle Internetanschluß, da muß keiner vorm Computer hocken. Doch die spontane Bereitschaft für’s gucken zu zahlen würde steigen. Aber eben von Spieltag zu Spieltag unterschiedlich.

Das wäre für mich ein Modell für Deutschland bezüglich Fußball.


Better Energy
15. Oktober 2015 um 20:30  |  505180

@ Opa // 15. Oktober 2015 um 18:18 | 505158

#Milchmädchenrechnung
@Uwe Bremer: Danke für die “Skizze”, die bei mir aber fast mehr Fragen aufwirft als beantwortet werden.

– Es wird um die Ausweitung von Kommunikation des Vereines gehen.

Wo sieht man denn da Wachstumsspielräume? Wir haben heute neben der Homepage,…

Na gerade bei der HP ergeben sich Möglichkeiten erhöhter Kommunikation. Beispiele? Bitte:

Bereich Fußball
– Pflege der Spielpläne auch im Nachwuchsbereich (nicht erst zum Saisonende)
– Pflege der Ergebnisse der einzelnen Mannschaften
– Kenntnisnahme auf der HP des Vorhandenseins von Mannschaften auch in dieser Saison
– Mißachtung der Amateurmannschaften auf der HP

-Mitteilung wichtiger Neuigkeiten auch aus den anderen Abteilungen

Tatsache ist, daß sich unter http://www.herthabsc.de die KGaA aufführt, also ob der Verein überhaupt nicht existiert. Vielmehr pflegt die KGaA da den Anschein, als ob der Verein für sie ein (leider) notwendiges Übel sei…


hurdiegerdie
15. Oktober 2015 um 20:30  |  505181

Ich persönlich sehe es als eine Stärke des Blogs, wenn zu einem so komplexen Thema nur wenige schreiben.

Ich persönlich habe Null Ahnung, was dieser Posten von Keuter bedeutet, ich weiss auch nicht, wie man über Digitalisierung Geldquellen aufmachen wird. Ich gestehe sogar, dass mir die Feinheiten zwischen Geschäftsleitung und Geschäftsführung nicht geläufig sind.

Da ist es doch gut, wenn nur kompetente Leute darüber schreiben. Ich finde das gut was geschrieben worden ist, auch wenn ich nicht alles verstanden habe.


15. Oktober 2015 um 20:31  |  505182

Ich finde das Thema auch klasse. Und was herthabscberlin1892 zur MLB schreibt, gibt’s doch schon in Deutschland. Beim Basketball. Telekom hat die Rechte, zeigt alle Spiel, bis zum Ende der Beko BBL Saison im Internet als Livestream und als Konserve. Kostet 120 € pro Saison. Und für Fußball zahlt man Sky Abo Gebühren. Das sich das noch intensivieren wird, scheint klar. Ich denke die Zeiten von kostenlos sind lange vorbei….


15. Oktober 2015 um 20:41  |  505183

Jip @moogli warst schneller mit der der Beko Basketball Liga. 👍 Auch mit Sky bin ich zufrieden, Ich zahle ca. 22€ / monatlich durchgehend seit es Premiere/Sky gibt und habe mit BL Pokal CL also alle Sportsender eine gute Basis.

Sky ist einer der wenigen, die Altkunden nicht wie in der Mobilbranche, noch als Stamm bestehen lassen. Für mich #exzellent.

Finde das Thema hochinteressant & erstaunt was daraus alles werden könnte.

Schönes erfolgreiches Wochenende @all, wer fährt denn nun mit nach Herne-West von der Mopo-Crew❓


15. Oktober 2015 um 20:41  |  505184

@moogli am 15. Oktober 2015 um 20:31 | 505182:

Nach meiner Kenntnis liegen die Rechte in den U.S.A. bei den jeweiligen Mannschaften, die die Rechte eigenständig veräußern (regional für eine ganze Saison bzw. punktuell für Übernahme der großen nationalen TV-Stationen bei „Nationwide-Übertragungen“, wie z.B. Sunday Night Baseball etc.), MLB TV übernimmt diese Übertragungen dann in das System.

Wahlweise kann man sogar zwischen den Kommentatoren-Teams der Heim- bzw. Auswärtsmannschaft der jeweilgen Partie wählen (außer bei „Nationwide-Spielen“).


Blauer Montag
15. Oktober 2015 um 20:50  |  505185

Mein persönliches Modell bezüglich Fußball ist Folgendes.

A. Sofern ich Zeit und Geld habe, besuche ich Herthas Spiele im Olympiastadion. Da bleibt für Herthas U 23 oder andere Berliner Klubs selten etwas übrig.

B. Herthas Spiele, die ich nicht im Stadion sehen kann, würde ich gerne anschauen.

Nun ist die Frage, ob per sky oder ggf. über andere Anbieter oder in einer sky-Kneipe. Für 10 Euro trinke ich 2 Bier und einen Wodka in der sky-Kneipe bspw. im Walhalla, in der Spenerklause oder Tempelhofer Bierhaus. Für weitere Vorschläge bin ich jederzeit dankbar. 😉

Das finde ich unterhaltsamer, als zu Hause vor der Glotze zu hocken. Der Höhepunkt der vorigen Saison war für mich das Auswärtsspiel in Hamburg, von dem ich nur die 2. Halbzeit nach der Arbeit sehen konnte in einer sky -Bar nähe Rosenthaler Platz. Die Flüche der Hamburger Fans werde ich nie vergessen, als Langkamp den Ball ins Hamburger Tor köpfte.

Aber die Wege ins Oly oder in eine Kneipe mit netten Herthanern sind weit, nicht immer habe ich die Zeit dafür. Dann bleibt nur pay-per-view, wofür ich niemals mehr Geld bezahlen würde als für den Besuch in der sky-Kneipe.
Für die Spiele anderer Bundesligisten ebenso wenig.

C. Länderspiele
Keinen Cent.


15. Oktober 2015 um 20:51  |  505186

@herthabsc

Dahin geht der Weg hier sicher auch. Aber das dauert. Ich denke mal in 5 Jahren wird nix mehr so sein wie heute bzgl Sportübertragungen. Und auch die Presselandschaft wird sich gravierend ändern. Ich vermag mir nur noch nicht vorzustellen wohin. Da ist @ub sicher näher an den Visionen….


Better Energy
15. Oktober 2015 um 20:53  |  505188

@ Uwe Bremer // 15. Oktober 2015 um 18:52 | 505166

Dazu werden mehr Anstoßzeiten gehören.
Weitere Möglichkeiten werden in der Digitalisierung gesehen, vor allem durch die zunehmende Nutzung von Smartphones. Weil ein Verein einen Fan per Smartphone auf unterschiedliche Wege mit unterschiedlichen Informationen ansteuern kann: Abhängig davon, ob der Fan gerade im Stadion weilt oder vielleicht am Strand von Sylt.

Ach, Uwe.
Das mit den „mehr Anstoßzeiten“ dürfte bei den aktiven Fans auf erhebliche Ablehnung stoßen. Und selbst dem Dümmsten fällt doch auf, daß die Anderen bei den Wochentagsspielen, – also von Montag bis Freitag -, schon längst mit den Füßen abstimmen: sie kommen nicht ins Stadion, – trotz DK. Bei den DK ist dann die No Show-Rate bei 25 bis 40% und der Tageskartenverkauf bricht in der Regel um 30% zusammen. Will Hertha im Oly wieder Spiele mit 4.000 Anwesenden?

In Dortmund gibt es um das Stadion seit dieser Saison ein freies WLan. Aber während des Spiels ist das abgeschaltet. Selbst DO wagt es nicht während des Spiels Pushs in die Smartphones der Stadionbesucher abzusetzen. Außerdem gibt es noch den Offline-Modus.


Blauer Montag
15. Oktober 2015 um 20:56  |  505189

D. Champions League
Müsste ich eigentlich boykottieren.
Aber wenn der CF Barcelona – der Weltmarktführer – spielt, werde ich dann doch wieder schwach.


Uwe Bremer
Uwe Bremer
15. Oktober 2015 um 20:58  |  505190

@hbsc1892

19.54 Uhr

finde das ein gutes Beispiel: Der Blick auf die Gegenwart (des Baseballs) als Blick auf die Zukunft (des Fußballs).

Wobei Du auch die Klippe erwähnst, die in Deutschland noch nicht endgültig überwunden wurde.
Der Springer-Verlag hat für den aktuellen Bundesliga-Zyklus (2013-17) die Internet-Rechte für relativ schmales Geld von 20 (?) Mio Euro erworben. Der Preis, zu dem die Spielzusammenfassungen angeboten werden, ist mit 7,99 (?) Euro übersichtlich. Aber das Projekt hat, so wie ich es höre, überhaupt keine Reiseflughöhe erreicht.

Du hast den Unterschied benannt: Du zahlst 120 Dollar/Saison. Hier zu Lande tun sich viele Nutzer (aus sehr verschiedenen Gründen) schwer, für Inhalte im Netz zu zahlen. Der Trend wird aber auch im deutschen Profifußball in die Richtung gehen, den @moogli benannt hat: Wer gucken will, wird bezahlen.

Die Bereitschaft, für etwas zu zahlen, kann man damit steuern, indem ein begehrtes Gut verknappt wird. Ein radikaler Schnitt für die bisher gelernten Seh-Gewohnheiten wäre es, wenn es die Bundesliga nur noch beim Pay-TV gäbe – und im Internet als Pay-per-View. Keine ARD-Sportschau, kein ZDF-Sportstudio.
Am Montag und Dienstag dürften die Dritten Programme für kleines Geld die Vereine ihrer Region zeigen. Und von Mittwoch bis Freitag spielen die Vereine die Szenen des vergangenen Spieltages auf ihren Homepages ab.


Blauer Montag
15. Oktober 2015 um 21:02  |  505191

moogli
15. Oktober 2015 um 20:51 | 505186
Visionen, spekulationen und Seifenblasen haben eines gemeinsam.
Sie können auch platzen. Falls die Zuschauer
a) mit den Anstoßzeiten nicht zufrieden sind,
und/oder
b) die Preise für pay-per-View oder abos zu teuer werden. Anders gesagt: Wenn die Bereitschaft und das Budget der Kunden nicht mehr ausreichen, die hohen Preise zu bezahlen.


hurdiegerdie
15. Oktober 2015 um 21:02  |  505192

Better Energy
15. Oktober 2015 um 20:53 | 505188

Ich glaube, was oft vergessen wird, Eintrittsgelder machen einen zunehmend verschwindenen Anteil an den Einnahmen aus.


Blauer Montag
15. Oktober 2015 um 21:07  |  505193

Uwe Bremer
15. Oktober 2015 um 20:58 | 505190
Wenn der rbb-Sportplatz am Montag über Herthas Spiel berichtet, müssten wir unsere Skatrunde für 10 Minuten unterbrechen. Mal schauen, was meine Skatbrüder dazu sagen werden. ….. 😉


Uwe Bremer
Uwe Bremer
15. Oktober 2015 um 21:11  |  505194

@Better

Das mit den “mehr Anstoßzeiten” dürfte bei den aktiven Fans auf erhebliche Ablehnung stoßen.

klar wird es darum kontroverse Diskussionen geben. Die TV-Rechte von 2017-21 werden ja demnächst verhandelt zwischen DFL und den verschiedenen Medien-Unternehmen.

Wenn aber die Klubs die DFL beauftragen, unbedingt einen deutlich höheren Abschluss herauszuhandeln, als für den aktuellen Zyklus – wie soll das passieren?
In Frankreich und England gibt es jeweils zwei Pay-TV-Sender, die sich bei den Preisen extrem hochgeschaukelt haben. In Deutschland sehe ich keinen zweiten Pay-TV-Sender neben Sky.
Also wird Sky der DFL sagen: Wenn ihr mehr Geld haben wollt, müsst ihr mehr Exklusivität bieten. Etwa bei den Ansetzungen.
Aktuell gibt es 5 verschiedene Anstoßzeiten. Im nächsten Zyklus kann ich mir 7 Zeiten vorstellen. War nicht schon die Rede davon, dass es Montagabends ein Bundesliga-Topspiel geben wird? Dann muss sich die DFL nur etwas für das Topspiel der Zweiten Liga einfallen lassen.

In Dortmund gibt es um das Stadion seit dieser Saison ein freies WLan. Aber während des Spiels ist das abgeschaltet.

Damit bist Du doch beim Thema: Technisch ist es mittlerweile machbar. Wenn Baumjohann ein Tor schiesst, schickt Dir Hertha eine pushmitteilung aufs smartphone: Erstes Baumjohann-Tor seit 999 Tagen, 15. Bundesliga-Tor seiner Karriere (ich fabuliere jetzt).

Jedenfalls, wenn Du eine Saison-App von Hertha gekauft hast (es wird dann die Olympiastadion-App geben für alle Heimspiele 5,99 Euro. Und die all-inklusive-App für sämtliche Heim- und Auswärtsspiele sowie alle Pokalspiele für 9,99 Euro).
Trotzdem steht es Dir natürlich frei, Dein Smartphone auszuschalten.


monitor
15. Oktober 2015 um 21:11  |  505195

@ub
Wenn ein begehrtes Gut künstlich verknappt wird kann man auch, wegen des Gefühls betrogen zu werden, darauf verzichten.
Die Häppchen in Sportschau oder Sportstudio sind für mich nicht so wichtig, daß ich wegen deren Verlust ein langfristiges! Sky Abo eingehe.
Dann lieber Arena Liga live.


Better Energy
15. Oktober 2015 um 21:11  |  505196

@ hurdiegerdie // 15. Oktober 2015 um 20:30 | 505181

Ich gestehe sogar, dass mir die Feinheiten zwischen Geschäftsleitung und Geschäftsführung nicht geläufig sind.

Einfach erklärt:
Ein Geschäftsführer i.e.S. führt die Geschäfte der Kapitalgesellschaft und hat auch die Jahresabschlüsse zu erstellen und zu unterschreiben.

Einer aus der Geschäftsleitung hat in der Regel eine besondere Vollmacht gemäß HGB. Entweder hat er eine Handelsvollmacht und unterschreibt mit i.V. oder er hat eine Prokura und unterzeichnet mit ppa.


15. Oktober 2015 um 21:13  |  505197

In den USA gibt es auch nicht mehr verfügbares Einkommen als hier. Die wollen schauen? Dann gehen Sie entweder ins Stadion, oder zahlen zu Hause. Warum soll das hier nicht gehen @BlauerMontag? Der Deutschen Denke ist noch nicht so. Aber Geiz ist Geil hat lange ausgedient.


hurdiegerdie
15. Oktober 2015 um 21:20  |  505198

Better Energy
15. Oktober 2015 um 21:11 | 505196

Ist lieb von dir. Wirklich danke für die Mühe. Ich halte mich da wirklich raus, weil i.e.S., HGB, i.V. (wäre bei mir intravenös) und ppa eben keine Bedeutung auslösen. Sprich: bin ich völlig doof in diesem Bereich.

Für mich ist jemand, der ein Geschäft führt vergleichbar mit jemandem, der ein Geschäft leitet.


Uwe Bremer
Uwe Bremer
15. Oktober 2015 um 21:24  |  505199

@monitor

Wenn ein begehrtes Gut künstlich verknappt wird kann man auch, wegen des Gefühls betrogen zu werden, darauf verzichten.

Wenn es am Wochenende keinen Fußball mehr gibt im frei empfangsbaren TV, würde auch das große Diskussionen geben. Die einen sagen: Prima, schließen wir uns @opa an und besuchen unseren kleinen Verein um die Ecke, den wir zuletzt vernachlässigt haben. Andere werden argumentieren, dass das der Untergang des Volkssports Fußball sei. Weil Kinder und Jugendliche Vorbilder bräuchten. Und die müssten sie im TV sehen können, ohne dafür extra zu bezahlen.

(Dieses Szenario erwarte ich für den anstehenden Zyklus 2017-21 noch nicht.)


monitor
15. Oktober 2015 um 21:26  |  505200

@moogli
Die USA kennen kein öffentlich rechtliches Fernsehen.

Sie haben mehr verfügbares Einkommen, weil sie keine Sozialabgaben zahlen müssen, was aber kein Vorteil ist.

Wer mit einem befristeten Zweijahresvertrag, drei Minijobs, Harz IV oder als Subunternehmer sein Dasein finanziert bindet sich nicht langfristig an eine Zahlungsverpflichtung.


Ursula
15. Oktober 2015 um 21:30  |  505201

# ALLES leider richtig!

…“für Inhalte im Netz zu zahlen. Der Trend
wird aber auch im deutschen Profifußball
in die Richtung gehen, den @moogli benannt
hat: Wer gucken will, wird bezahlen“,….

…ZAHLEN MÜSSEN…!

UND genau das ist MEIN Problem…

…als „linke Bazille“! Wie oder wer soll
dies, so gewünscht, finanzieren?

Von Harz IV-Empfängern rede ich erst
gar nicht, aber die soll es geben!

Die EINEN können, wollen ins STADION, aber
selbst dies ist ein Tanz auf der „finanziellen
Rasierklinge“; UND die ANDEREN sind selbst
bei günstigen „Angebots-Konstellationen“ von
SKY pekuniär überfordert!

VIELE „SKY-Kneipen“ haben ob der extrem hohen
monatlichen Beiträge, SKY abgesagt, zu Recht!!!

Nunmehr sind neue Konstrukte zu stemmen!

SPORT, Fußball dann ein Privileg für die
„BESSER VERDIENENDEN“…???

ALSO…

UND die neue aktuelle Flüchtlingssituation
„innerstrukturell“ mit Zufriedenheit ALLER
in Einklang zu bringen…? Ich weiß nicht (mehr)…


Better Energy
15. Oktober 2015 um 21:31  |  505202

@hurdie

Bei Hertha überdecken die Einnahmen aus dem Ticketing (ohne Catering) die Kosten für den Spielbetrieb.

Buli-Spiele sind ein Kuppelprodukt. Nur wenn die Buli Massen zieht und die Stimmung sich auch per TV-Übertragung bemerkbar übertragen läßt, ist es auch für die Mehrzahl der Coacher interessant. In leeren Stadien ist keine Stimmung und das erst Recht nicht im Oly, was ich in der Vergangenheit selbst erleben durfte. Für das Oly benötigst du zur guten Stimmung ca. 50.000. Bei dauernden Wochentagsspielen gegen Audi, SAP, Aspirin, VW, Seat oder Hörgeräte dürften dann ca. max. 20.000 ins Stadion kommen. Für den Fall können wir im Exer spielen…

Es gibt darüber hinaus im Fußball schon jetzt ein Potenzial der Überreizung, wie man es schon beim Tennis beobachten kann. In dem Fall brechen alle Umsätze ein. Und dann?

Das Kerngeschäft der Buli ist immer noch der Sport in physischer Anwesenheit von Fans. Nur das überlebt die nächsten 125 Jahre…


Blauer Montag
15. Oktober 2015 um 21:33  |  505203

Warum soll das hier nicht gehen @BlauerMontag?
Weil der Deutschen Denke anders ist. Und das ist auch gut so.

Deutschland ist vergleichsweise gut durch die Finanzkrise 2008/09 gekommen. Jetzt ist Krieg und die Flüchtlinge sind hier. Steuererhöhungen und Erhöhungen der SV-Beiträge werden für 2016 in den Gängen des Reichstagsgebäudes bereits diskutiert.

Weitere Gedanken dazu vertage ich für mich auf das Ende der laufenden Saison. Wenn jeder weiß, wieviel netto vom brutto auch 2016 übrig bleibt.


Agerbeck
15. Oktober 2015 um 21:37  |  505204

@moni
ich zahle 34.99 € für das vollabo. mit hd und hd+. das ist sowas von in Ordnung und für jedermann mit verhandlungsgeschick zu bekommen.
mehr geht nicht. was mir viel mehr Bauchschmerzen bereitet ist das leidige Thema pairing. ich möchte nicht beim zappen zwölfundneunzigmal den jugendschutz entsperren um nur eine Tücke dieser aufgezwängten receiver zu erwähnen.
so muss ich sehen, ob ich zum Jahresende verlängere und mein teuer erstandenes equipment im Nirvana verschwinden zu lassen…

@Samstag
ich hoffe, dass man endlich mal diese turnhalle entern kann und sehe dem spiel entspannt entgegen…

raipal haben die Treppe fest im griff.


monitor
15. Oktober 2015 um 21:43  |  505205

@ub
Ich erwarte dieses Szenario überhaupt nicht, weil es das Geschäft ruinieren würde.

Sollte der Fußball nur noch im Privat TV rollen wäre es für ARD/ZDF kaum noch eine Meldung wert, Beispiel Formel 1.

Sportschau und Sportstudio haben ihren Stellenwert wegen der Bundesliga. Sportschau war mal wegen RAN und ANSTOSS außen vor, es hat aber nicht wirklich funktioniert.

Es geht um Medienpräsenz, die hat Fußball, aber hauptsächlich bei den Lebensälteren, wenn es um’s fernsehgucken geht. Und das ist der Knackpunkt. Fußball, Kneipe, Fernsehen, Kollegen, Gesprächsthema usw. finden hauptsächlich bei den Lebensälteren statt. Deren Sehgewohnheiten zu ignorieren könnte gefährlich sein.


15. Oktober 2015 um 21:45  |  505206

Ursula, Montag, ich bezweifle ja gar nicht, das Einkommen beschränkt ist. Aber genau da muß die Umdenke doch ansetzen. Ich kann mir nicht alles leisten, also muß ich Prioritäten setzen. Und wenn Hertha mein Herzensverein ist, muß ich, wenn ich dorthin will, oder Live Informationen bekommen möchte, auf etwas anderes verzichten. Ich bin sicher, daß das heute schon bei vielen so ist.

Aber egal wie, ich denke Herr Keuter bei Hertha, andere Herren bei anderen Vereinen, werden genau für sowas engagiert (zumindest wenn ich die Diskussion heute richtig interpretiert habe😉). Und sie werden den Markt ausloten, Versuchballons starten. Und dann ist es so, wie es immer ist. Angebot und Nachfrage bestimmen den Markt. Und ich bin sicher das sich für alles Neue auch weiterhin Klientel finden wird.


Uwe Bremer
Uwe Bremer
15. Oktober 2015 um 21:45  |  505207

@Trainer-Wechsel

mir hat gerade Robert Hoyzer gemailt (o.k, bin da wohl im mail-Verteiler):

Robert Jaspert nicht mehr Trainer des FC Viktoria 1889
Der Vorstand des FC Viktoria 1889 ist heute dem eingehenden Wunsch von Cheftrainer Robert Jaspert (55) auf eine sofortige Vertragsauflösung nachgekommen.

Die Trainingseinheiten des Regionalligateams leitet bis auf Weiteres Co-Trainer Sofian Chahed (32).

Der Posten des Cheftrainers soll kurzfristig neu besetzt werden.

Am kommenden Samstag (17.10.2015) gastiert die Regionalligamannschaft des FC Viktoria 1889 beim FSV Luckenwalde (Spielbeginn 13.30 Uhr // Werner-Seelenbinder-Stadion // Luckenwalde).


hurdiegerdie
15. Oktober 2015 um 21:46  |  505208

Better Energy
15. Oktober 2015 um 21:31 | 505202

Ich suche das nicht raus, du kannst mich widerlegen. Einnahmen durch Tickets liegen heute schon unter 20%. Es gab mal eine Berechnung mit allen Vorbehalten (2. Liga und so) dass 4000 Zuschauer im DURCHSCHNITT etwa 1 Mio ausmachen. Einen Rückgang von 50000 im Schnitt auf 4000 ist unwahrscheinlich.

Du machst wenig „neues Geld“ über Zuschauereinnahmen, schon gar nicht in Berlin mit dem grossen Stadion.

Die Mio über 4000 im Schnitt mehr machst du halt wesentlich einfacher über andere Kanäle. Mag traurig sein, ist aber m.E so.


Better Energy
15. Oktober 2015 um 21:52  |  505209

@hurdie

Es gab schon einmal die Zeiten. Da hat Hertha vor 4.000 Männeken gespielt. Die weiteren Spiele waren dann im Poststadion (heute zugelassen für 10.000)…

Dann sind die anderen Kanäle schnell zugeschüttet…


15. Oktober 2015 um 21:55  |  505210

Co-Trainer Sofian Chahed (32)

Seit wann ist er denn Trainer? Das ist offensichtlich komplett an mir vorbei gegangen. ……


Blauer Montag
15. Oktober 2015 um 22:02  |  505211

All diese Zahlen stehen im Geschäftsbericht der DFL hurdiegerdie
15. Oktober 2015 um 21:46 | 505208


hurdiegerdie
15. Oktober 2015 um 22:04  |  505212

Better Energy
15. Oktober 2015 um 21:52 | 505209

Aber in diesen Zeiten…. heute… da sind doch die Verluste über andere Kanäle (z.B. Fernsehen) viel grösser. Hertha heute in der damaligen Situation, wo nur 4000 Zuschauer kommen, wäre in der heutigen Situation tot, zumindest für die erste Liga. Das ist doch heute unmöglich über Zuschauerzuspruch von der Oberliga oder Regionalliga noch in die Bundesliga zu kommen.

Die grossen Gelder, bis in die 2. Liga und weiter zu kommen, werden doch nicht über Zuschauereinnahmen gesteuert.


Blauer Montag
15. Oktober 2015 um 22:04  |  505213

„Und dann ist es so, wie es immer ist. Angebot und Nachfrage bestimmen den Markt.“ So weit, so üblich.
Üblich ist aber auch – nachzulesen in allen Standardwerken der Volkswirtschaftlehre – dass die Nachfrage ausbleibt, wenn die Preise der Anbieter zu hoch sind.


U.Kliemann
15. Oktober 2015 um 22:09  |  505214

Wenn alles demnächst nur noch über Smartphone läuft müßte
ich mir erstmal eins kaufen.Kein Problem,aber welche Volkshoch-
schule bietet dafür Benutzerkurse an?


Silvia Sahneschnitte
15. Oktober 2015 um 22:13  |  505215

Interessantes Thema,
lieber @dan danke für den Link, lieber @herthabsc danke für die Info vom Baseball, danke lieber @ub für weitere Infos.
Im Gegensatz zu Ligen wie NFL, MLB und DFL ist es spannend, wie die Ziele auf den Verein Hertha hinuntergebrochen werden. Wie eigenständig kann sich Hertha mit Spielberichten vermarkten, siehe Verträge mit Springer und Sky.
In meinem Fokus steht jedoch die Fan- und Sponsorenanbindung, wenn dies gelingt, bringt es Geld, Kontakte, Perspektiven und Strategien für die nahe Zukunft.
Das Hertha mit der Mitteilung auf der Homepage ankündigt im digitalen Bereich voranzuschreiten, begrüße ich grundsätzlich.
Ein Schritt in die, für mich, richtige Richtung. Eine ausgewiesenen Fachkraft dafür zu gewinnen, die anscheinend eine Bindung zu Hertha und zur Stadt hat, sehe ich auch positiv.
Da der Aufbau dieses digitalen Bereichs aber zusätzliche Arbeitszeit bedeutet, braucht es zusätzliches Personal für die Umsetzung, ohne das jemand Anderem Teilbereiche der Arbeit abgenommen (entlastet) werden.
Ich habe in den vergangenen Jahren hier im Blog vieles was Hertha betrifft kritisch begleitet und werde dies auch weiterhin tun, aber habe aktuell zu diesem Thema nichts negatives zu äußern.

Schalke – Hertha
Habe ein gutes Gefühl. Denke das der Bann nach 11 Jahren gebrochen wird, nicht weil Köln es uns vorgemacht, sondern weil Hertha von Spiel zu Spiel
spielerisch besser geworden ist,
selbstvertrauen gewonnen hat,
taktisch vielseitiger rüber kommt,
und weil Schalkes Heimserie gegen Hertha am Samstag endet.
Auf ein schönes Wochenende

Mit lieben Grüßen
Ihre Silvia Sahneschnitte


Jack Bauer
15. Oktober 2015 um 22:44  |  505216

@ubremer: Sieht es denn überhaupt danach aus, dass die Vereine die DFL beauftragen einen DEUTLICH lukrativeren Vertrag auszuhandeln? So wie ich es mitbekommen habe, hält es sich bei den Vereinsvertretern die Waage. Ein Teil sagt wir müssen um jeden Preis den Rückstand nach England verringern, ein anderer Teil sagt uns reicht ein moderates Wachstum, lass uns nicht jeden Wahnsinn mitmachen. Ich persönlich halte zu letzterer Argumentation. Romantik Hin- oder Her. Fußball verliert für mich an Faszination, wenn bspw. meine Oma mich nach der Sportschau nicht mehr anrufen kann und mich fragt was schon wieder mit Hertha los ist.

Und zu Sky: Die Preise sind in Ordnung – ja. Hatte letztens aber das Vergnügen mit jemandem zu sprechen, der dort ein gutes halbes Jahr im Beschwerdemanagement gearbeitet hat. Die Mitarbeiter machen unbezahlte Überstunden en masse, werden von Vorgesetzten eingeschüchtert und diskreditiert. Der Mindestlohn wird mit allen Tricks (u.a. Zwangs-Mitarbeiter-Abo) umgangen usw.


Blauer Montag
15. Oktober 2015 um 22:45  |  505217

Die Kurse findest du in deinem Postkasten U.Kliemann
oder bei
https://www.vhsit.berlin.de/VHSKURSE/BusinessPages/CourseSearch.aspx


Blauer Montag
15. Oktober 2015 um 22:49  |  505218

Leider Jack Bauer
15. Oktober 2015 um 22:44 | 505216

Hatte letztens aber das Vergnügen mit jemandem zu sprechen, der dort ein gutes halbes Jahr im Beschwerdemanagement gearbeitet hat. Die Mitarbeiter machen unbezahlte Überstunden en masse, werden von Vorgesetzten eingeschüchtert und diskreditiert. Der Mindestlohn wird mit allen Tricks (u.a. Zwangs-Mitarbeiter-Abo) umgangen usw.

Arbeitsalltag in deutschen Callcentern. 🙁


hurdiegerdie
15. Oktober 2015 um 22:52  |  505219

Better Energy
15. Oktober 2015 um 21:31 | 505202

Nochmal so als Zahlenspiel: 17 Heimspiele, 50’000 Zuschauer im Schnitt, 50 Euro Durschnittspreis pro Spiel, alles nach oben verschoben. Das wären 42 Mio Bruttoeinnahmen. Netto macht das klar weniger und es ist von 0 auf 50’000.

Der Transfer von De Bruyne liegt bei etwa 80 Mio. Das sind 2 Jahre Bruttoeinnahmen durch Zuschauer bei Hertha, vermutlich mindestens 4 Jahre Nettoeinnahmen, von 0 auf 50’000. Wo will man das Geld über Zuschauereinnahmen generieren?


Uwe Bremer
Uwe Bremer
15. Oktober 2015 um 23:26  |  505220

@jack

hat ein Vereinsvertreter der Bundesliga gesagt: Ich möchte aus dem nächsten TV-Vertrag lieber weniger als mehr Geld?
Falls ja, ist mir das entgangen.

P.S. Mal angenommen, eine Mehrheit in der DFL würde beim TV-Vertrag GEGEN die Interessen der Top-5 Klubs der Bundesliga stimmen, wieviel Sekunden würden es dauern, bis eben diese Top-5-Klubs den Ausstieg aus einem gemeinsamen TV-Vertrag verkünden würden?


Better Energy
15. Oktober 2015 um 23:43  |  505221

@ub

Du weißt aber schon, daß dann die Spiele gegen die Nicht-Fünfer-Gruppe aus urheberrechtlichen Gründen unter Ausschluß der Fernseh-Öffentlichkeit, – also auch ohne Glotze -, stattfinden müssten…


sunny1703
15. Oktober 2015 um 23:45  |  505222

Zuerst mal danke für diese spannende Diskussion, angenehm zu lesen, nach dem doch sehr überschauberen Niveau seit dem letzten Spiel. Beide Seiten bringen gute Argumente vor, ich für meine Person kann nur hoffen, dass die angesprochene Entwicklung nicht stattfindet.

Profifußball wird zum Fußball der Besserverdienenden oder anders er wird mehr und mehr aus finanziellen Gründen an der Masse vorbeigehen. Wer möchte einen solchen für die meisten oder für viele nicht bezahlbaren Fußball, der soll laut ja sagen??!!

Ja, das mag populistisch klingen, doch von was reden wir hier?!Wird Hertha BSC durch diese Entwiclung zum Profiteur und statt D. Hoeness zieht M.Preetz durch das Brandenburger Tor mit der Meisterschale??

Nein, alles verschiebt sich nur weiter nach oben und die Masse unten ist egal und bleibt vor, weil eine Menge Unternehmen vom Ereignis Fußball partizipieren wollen und weil eine reihe von Einzelpersonen die mit dem Fußball direkt zu tun haben, Millionen dafür bekommen, dass sie künstlerisch eher durchschnittliche Leistungen vollbringen.

Müssen wir das wirklich mitfinanzieren, egal ob man sich das gut leisten kann oder weniger, von denen die es sich nicht leisten können, ganz zu schweigen? Wenn wir alle oder zumindest ein großer Teil davon nein sagen, werden es die Fußballunternehmer schwerer haben,ihr Produkt noch gewinnbringend an den Mann zu bringen.

Ich für mich habe Entscheidungen getroffen, ich werde weitere Verteuerungen nicht mehr hinnehmen, ich gehe auch zu keinem dieser wahnsinnskonzerte zu Irrsinnspreisen,wo die Musiker aufgrund von Bühnenshows noch nicht mal mehr improvisieren müssen,sondern begnüge mich mit Veranstaltungen wie den Umsonstkonzerten im Englichen Garten über den Sommer und Veranstaltungen zB im Yorckschlösschen, wo es bei wenigen Euro Eintritt gute handgemachte Musik gibt, wo die Musiker auch noch ihrer Lust an der Kunst freien Lauf lassen können.

Über die wirtschaftlichen Bedenken hat @BM schon einiges geschrieben!

Es liegt an uns ob wir dieser Entwicklung im Profifußball ,aber damit auch rund um unseren Verein die gelbe Karte und im übelsten Fall auch die Rote Karte zeigen.

lg sunny


15. Oktober 2015 um 23:46  |  505223

Fernsehen egal wie groß die Glotze ist und wie viel 3D drin steckt wird für mich das Erlebnis Stadion nie ersetzen können.
Sollten unsere Stadien jedoch so wie in England zu Operetten Häusern mit Eintrittspreisen vom Mond umgestaltet werden muss ich mir wohl eine neue Leidenschaft suchen.
Zumindest der DfB scheint sehr hart an dieser Vision zu arbeiten 🙁
http://www.sueddeutsche.de/sport/dfb-vs-fans-scheindialog-1.2693132


Dan
15. Oktober 2015 um 23:52  |  505224

#Freizeitgestaltung
Herr Widmayer hat heute einen Kinoabend gemacht und der Herr ist dratig durchtrainiert. Habe ihn aber nicht belästigt. 😉


Dan
15. Oktober 2015 um 23:53  |  505225

…Nicht. ..


etebeer
15. Oktober 2015 um 23:55  |  505226

#Digitales Zeitalter
Online Banking
Online Shoppen
Paypal
Flatrate
Smart TV
Smartphone
Twitter
facebook
usw. usw. mittlerweile alles ganz normal
wir sind doch längst im Kreislauf und fast alle machen mit.

Es gab mal vor langer Zeit das Ladenschlußgesetz
Mo-Fr. mussten die Geschäfte von 18.30 – 07.00 geschlossen bleiben
Sa, nach 14.00
dann kam der lange Samstag am ersten Samstag im Monat.
später der lange Donnerstag usw.
Was für ein Aufschrei bis hin zu Streiks.
Heute kannst du rund um die Uhr einkaufen,
wenn man es in Anspruch nehmen will.

zurück zu unserem Fußball
Ist diese von @bremer prognostizierte Entwicklung aufzuhalten?
Ich denke NEIN!
man wird mit den Wölfen heulen müssen,
selbst der Oberwolf muss wachsam bleiben.
nicht nur Fußball ist ein knallhartes Geschäft,
wir alle haben dazu beigetragen sind ein Instrument dieser Zeit.

Ich habe Sky letze Woche gekündigt…………
aber nur damit ich ein neues preisgünstiges Abo abschließen konnte.
Das habe ich auch schon bei meiner Autoversicherung und meinem Stromanbieter getan, denn alle kämpfen um Kunden und Marktanteile.

Ich bin da Egoist,
lebe in HH und sehen die meisten Heimspiele unserer Hertha auf Sky.
Als Mitglied bestelle ich mir die Karten der Heim-Topspiele.

Sicherlich ist Tradition wichtig,
feiern wir doch bald unseren 125. Geburtstag mit allen Fans zu hoffentlich finanzierbaren Eintrittsgeldern,
oder glaubt noch jemand das wir das Rad zurückdrehen können?


Nemo
15. Oktober 2015 um 23:57  |  505227

Wie sieht es eigentlich auf der Torhüterposition aus? Trainiert Kraft schon wieder voll mit oder pausiert er noch?


pathe
16. Oktober 2015 um 0:05  |  505228

Und Weiser? Wie steht’s um sein Zehwehweh?


apollinaris
16. Oktober 2015 um 0:05  |  505229

Danke, @ Jack Brauer…(aber) niemand, wirklich niemand interessiert sich in Wahrheit dafür. Amazon, Apple ..Ikea ..und wie sie alle machen und tun. Die meisten wissen es, die allermeisten zucken am Ende mit den Schultern.
Der reine Opportunismus ist das Pfund, mit dem die Sieger wuchern.
..


sunny1703
16. Oktober 2015 um 0:08  |  505230

@etebeer

wer sagt eigentlich,dass jede weitere Hinnahme von ausufernden Fußball Kapitalismus gleichzusetzen ist mit Fortschritt??!!

Und das in einer Demokratie in der wir doch noch leben, Widerstand Rückschritt bedeutet?

Wäre das der Fall wäre WestBerlin immer noch eine Inselstadt!

Und wer sagt, dass Du mit dieser Entwicklung mitgehen musst????
Wenn Du es machst, werden sich diejenigen die davon enorm profitieren bestimmt nicht bei Dir bedanken,sondern höchstens eine weitere Preisspirale eröffnen, weil ja genug mitmachen.

lg sunny


pathe
16. Oktober 2015 um 0:12  |  505231

Gute Blogtage! Schlechte Blogtage!
Heute war definitiv ein guter Blogtag!
Interessantes Thema, sachlich geführte Diskussion. Super!
Ich liebe diesen Blog!

Zum Thema:
Der Abschied (auf Raten) von Fußball-Bundesliga im frei empfangbaren TV wird ganz sicher passieren. Dies ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Das kann man natürlich schlecht heißen, wird aber an der Sache nichts ändern.
Ich fänd’s natürlich klasse, wenn es bald so ein Internetpaket gäbe, wie MLB, NBA etc. es offerieren. So wäre garantiert, dass ich überall auf der Welt (ich verbringe mind. ein Drittel meines Lebens im Ausland) Bundesliga schauen könnte. Das wäre mir auch einen dreistelligen €-Betrag wert.


apollinaris
16. Oktober 2015 um 0:12  |  505232

@ ete….nein. werden wir nicht, aber es wird nicht ewig halten, der “ Friede“
Die “ Alternativlosigkeit“ ist reine Propaganda. Aber sie funktioniert.Weltweit.
Bis auch das mal ein Ende hat. Für alles wird am Schluß ein Preis bezahlt. Nicht nur für ein Sky-Abo.


Better Energy
16. Oktober 2015 um 0:18  |  505233

@ etebeer // 15. Oktober 2015 um 23:55 | 505226

Sicherlich ist Tradition wichtig, feiern wir doch bald unseren 125. Geburtstag mit allen Fans zu hoffentlich finanzierbaren Eintrittsgeldern…

Unser 125. Vereinsgeburtstag ist doch erst der 25.07.2017 und dann mit der Einlösung von Schippis Versprechen.

Davor haben wir doch noch zwei andere 0-Termine,
also 20 Jahre Hertha:

30.06.2016 / 01.07.2016 –> Michael Preetz
31.12.2016 / 01.07.2016 —> Pal Dardai


Freddie
16. Oktober 2015 um 0:23  |  505234

Man kann sich aufregen wie man will, nein, die Entwicklung wird nicht aufgehalten werden.
Und , @sunny, die politische Entwicklung von Berlin hat nix damit zu tun.
Wieder mal eine Überhöhung von dir, die ich für die schönste Nebensache nicht für angemessen halte.

In der Freitagsausgabe der MoPo übrigens schöner Kommentar von Uwe zu diesem Thema.


Better Energy
16. Oktober 2015 um 0:34  |  505235

Kleine Korrektur:

Pal ist natürlich am

31.12.2016 / 01.01.2017 bei Hertha 20 Jahre … 😉


sunny1703
16. Oktober 2015 um 1:00  |  505236

@Freddie

Es geht um den Glauben,dass Widerstand sinnlos wäre,weil es ja so oder so nicht aufzuhalten ist. Genau darum geht es. Zum einen um dieses denken,dass Widerstand sinnlos ist. Dazu mein Beispiel, ich könnte noch diverse andere nehmen. Widerstand gegen falsche Entwicklungen hat nichts mit Rückschritt zu tun, das ist schlicht quatsch.

Der Satz von der schönsten Nebensache der Welt ist bei dem worum es geht, um die Unsummen,die da im Spiel sind und vor allem aber um die Massen, die ausgeschlossen werden sollen, eine Sache des Geschmacks.

lg sunny


apollinari
16. Oktober 2015 um 1:25  |  505237

b@sunny..es ist Zeit, das Apfelbäumchen zu pflanzen.
Wenn du den gesellschaftlichen Diskurs betrachtest, die beteiligten Gruppen., ist es Zeit, zu resignieren. Was Spiegel- online an Demagogie sich geleistet hatte am WE gegenüber den ttip- Demonstranten; nee, nee..die Zeit demokratischer Veränderungen ist vorbei. Das zeigt sich bestens an dieser überall und von jedem proklamierten “ Alternativlosigkeit“
Niemand hält etwas auf,,weil niemand es aufhalten will.
Die Globalisierungsfalle hat mental schon längst zugeschnappt.
Et kimmt, wie’s kimmt.


Dan
16. Oktober 2015 um 1:27  |  505238

Na das Thema hat ja nochmal Fahrt aufgenommen.
Ich weiß nicht, ob sich noch jemand an Premier League Papier erinnert, das Kamikater einstellte. Da war die klare Aussage, dass man von der „Unterschicht“ weg wolle hin zur „mittleren Gesellschaft“ und sie haben es durchgezogen.

Es wird von der Masse gesprochen, aber wer ist die Masse?
Ist man an der Masse interessiert, die den Sport lieben oder doch eher die Masse die man abschöpfen kann?

Was interessiert es die Gewinnoptimierer, ob die die kein Geld haben auf der Strecke bleiben? Nix, denn von denen kommt auch nix. Profifußball im Stadion ist auch ein knappes Gut (fällt bei uns noch nicht so auf), aber die Auslastungen der anderen Stadien gehen nicht zurück.

Mit der Digitalisierung wird auch versucht den Kunden, an den Sport oder einen Verein zu binden. Begehrlichkeiten geweckt. Selbst in Deutschland gibt es Flecken, in der die Bindung an einen Profiverein nicht unbedingt durch regionale Nähe unterstützt wird.

Der Wettkampf um die Masse, ist der Kampf um die Geldmasse.

Die ersten Verlierer werden die sein, die den Sport populär machten, denn sie werden nicht mehr die vorrangige Zielgruppe sein.

Bisher hat sich unsere „deutsche“ Fernsehkultur/ Mentalität noch als Bollwerk dargestellt, doch wir die es sich leisten können, weichen es auf.
Genervt vom Werbefernsehen und eingepflanzten Wunsch nach Selbstbestimmung und unabhängigem Zeitmanagement, werden Millionen / Milliarden in Bezahlsender und Streamingdiensten gezahlt.

Habe ich mich je gefragt, ob ich damit arme Menschen ausgrenzen werde? Nein. Werde ich ggf. mit diesem Wissen mein Verhalten ändern? Hmm, wenn ich glauben würde das die x00.000+ anderen Nutzer dies auch tun würden vielleicht. Würde ich mich dann aber auch noch fragen, welchen Nutzen das hat, wenn x.000.000 Briten dies nicht tun und darf ich dann noch meinen GF SPuK kritisieren, wenn er wieder und wieder gut ausgebildete Jugendspieler an andere Vereine verliert? Ja.

Ich kenne nicht die Lösung, ich finde es gut wenn Leute dagegen kämpfen, aber eigentlich ist das nur ein gedankliches Feigenblatt, denn ohne schlechtes Gewissen, werde ich weiterhin für mein Hobby / Freizeitgestaltung zahlen. Selbst Alt 68er und deren Zöglinge sollen das tun. 😉

Bin ich deshalb ein Totengräber des aktuellen Fußballes in Deutschland?


Dan
16. Oktober 2015 um 1:32  |  505239

@Sunny

Wer bewertet oder entscheidet, dass es sich in die falsche Richtung entwickelt? Und bleiben wir bitte im angemessenem Rahmen und driften nicht Richtung Anne Frank ab.


Flämingkurier
16. Oktober 2015 um 1:39  |  505240

Man kann natürlich Sky Go weltweit schauen
http://www.sostv.de/skygo-im-ausland-schauen/


sunny1703
16. Oktober 2015 um 1:49  |  505241

@apollinaris

Vielleicht sind wir im reicheren teil Europas auch satt und richten uns in einer gewissen Bequemlichkeit ein. Vielleicht ist es aber auch der schon immer vorhandene Konservatismus von älteren Menschen, die keine Lust mehr auf Veränderungen wollen ,sondern lieber ein stetiges Leben führen wollen.

Ich fühle mich auch zu alt, um sinnbildlich Barrikaden zu bauen,aber ich kann in diesem system (noch) meine Stimme erheben, ich kann bei Unterschriftensammlungen mitmachen, ich kann demonstrieren und einiges mehr.

Ich habe in meiner Kindheit von meiner Familie gelernt, dass mitläufer die Stützen von falschem sind, ich bin davon überzeugt,dass es heute nicht anders ist. Das bedeutet nicht, dass ich nicht auch ein gewisser mitläufer bin und bevor ich den Finger auf andere richte, fange ich bei mir selbst an zu richten.

Eben deshalb werde ich eine Entwicklung wie die im Geldfußball nicht gutheißen und sollte sie nicht zu stoppen sein,für mich persönlich stoppen,indem ich ihr persönlich entsage. Der Fußball ist und da gebe ich @Freddie Recht nur ein kleines Rädchen, wenn ich seine schöne nebensache mal anders beschreibe,doch es tangiert mich.

Nebenbei kannst Du Dir ja wohl vorstellen,dass ich bei TTIP es nicht bloß beim Tagesschau gucken belassen habe.

lg sunny


etebeer
16. Oktober 2015 um 1:53  |  505242

Sorry, ich bin doch tatsächlich auf der Couch eingeschlafen,
Danke für interessante Diskussionen und die vielen unterschiedlichen Meinungen.

sunny1703
16. Oktober 2015 um 0:08 | 505230
Kapitalismus, Demokratie, Westberlin.
ich bin mir momentan nicht sicher ob du/ihr mich verstanden habt.
Wir alle drehen täglich im Beruf oder auch Privat am digitalen Rad.
Vieles erledigt sich mittlerweile auch von zu Hause am CPU,
Strom oder Wasserverbrauch melde ich meinen Anbietern nur noch online, vieles geht nur noch über Internet, Finanzamt, Vordrucke
und sogar meine Heizung.
Ich versuche mein Leben so zu gestalten das ich mit wenig
(auch finanziellen) Aufwand ein für mich optimales Ergebnis erziele,
nutze die Vorteile die mir online geboten werden,
habe aber auch meine Grenzen gezogen wie weit ich das System
(oder das System mich) nutze,

@Sunny zeige mir bitte deinen Weg den du gehst,

apollinaris
16. Oktober 2015 um 0:12 | 505232
bis 2017 wird sich bei Sky nicht viel tun,
bis dahin gilt der Vertrag für die erste und zweite Liga.
Bald kommen für die nächsten Jahre die harten Verhandlungen mit dem Payanbieter, zerpflückte Spieltage, ÖR mit Kurzberichten nach 22.00 Uhr,
Preisspirale Eintrittsgelder usw.
Wenn Widerstand überhaupt Erfolg haben sollte,
hätte er schon vor langer Zeit beginnen müssen.

Ich frage mich schon seit Jahren, nicht erst seit Lehmann Brothers wie lange das globale System noch gut geht.

Einen Teil der Rechnung bekommen wir doch gerade in Deutschland
präsentiert, das Land scheint sich zu spalten.
Ich bin aber da hoffentlich auf der richtigen Seite und helfe hier in HH
so weit es mir möglich ist.

Better Energy
16. Oktober 2015 um 0:18 | 505233

Davor haben wir doch noch zwei andere 0-Termine,
also 20 Jahre Hertha:

habe gerade deine Änderung gelesen,

Denke das wir Beide zum Termin ein Ständchen bringen sollten.


Flämingkurier
16. Oktober 2015 um 1:58  |  505243

Ohne widerstand hätten wir wahrscheinlich schon englische Verhältnisse.
Wer kämpft kann verlieren wer nichts tut hat schon verloren.
Klingt abgedroschen nach Phrasen Schwein ist aber so.


Dan
16. Oktober 2015 um 1:58  |  505244

Sind Dauerkartebesitzer Unterstützer / Mitläufer dieses Systems? Wie sieht deren Protest gegen die falsche Entwicklung aus? Oder war die noch nicht erkennbar?

Oder ist es nicht doch der Wunsch daran teilzunehmen, weil man es sich eben doch (egal in welchem finanziellen Rahmen) leisten kann?


sunny1703
16. Oktober 2015 um 2:04  |  505245

@Dan

Ich wünsche Dir nicht in die Situation zu kommen, in der Du Deinem Lieblingssport und Deiner Lieblingsmannschaft nicht mehr folgen kannst. Das kannst Du natürlich hinnehmen und dafür mehr dann ins Kino gehen oder du schaust es illegal.

Oder aber Du fängst an Dich gegen diese Ungerechtigkeit zu wehren.

Dieses Argument keine Anne Frank Diskussion zu führen ist eher peinlich. Es geht um Widerstand gegen eine Entwicklung und die gibt es im kleinen wie auch bei größeren Themen.
Und im ganz großen hat sie eben zu jenen genannten Veränderungen geführt.
Die Frage nach richtig oder falsch muss natürlich jeder für sich beantworten, doch wenn ich Dich frage möchtest Du Preise für Fußball,so dass Du ihn nicht mehr bezahlen kannst,wie ist Deine Antwort??!

lg sunny


Flämingkurier
16. Oktober 2015 um 2:06  |  505246

Dazu müsste man die Frage klären ob Dauerkarte aus Liebe zum Verein oder eher aus finanziellen Gründen 😉


Dan
16. Oktober 2015 um 2:09  |  505247

Welchen Widerstand siehst Du?
Einbrechende Zuschauerzahlen? Sinkende Einnahmen?
Oder das kleine Dorf „Ultras“?

Denn einzigen Widerstand den ich sehe, sind die roten Zahlen bei Sky. Wir Deutschen tun uns damit noch schwer, aber der Umbruch ist meines Erachtens eingeläutet.


sunny1703
16. Oktober 2015 um 2:26  |  505248

@etebeer

Dann habe ich Dich wirklich etwas falsch verstanden,sorry!

Es gibt einen weg des offiziellen widerstands und das ist der den uns unsere Demokratie lässt. Oder etwas reißererisch, Stell Dir vor es ist Bundesligaspieltag und keiner geht hin und schaltet auch nicht die Glotze ein.
Und es gibt den persönlichen Weg sich anderen Interessen mehr zu widmen oder kleine Vereine zu besuchen.

Das wären meine wege,nach denen Du gefragt hast.

Doch ich kann auch die verstehen,die wie Du nicht in Berlin wohnen und dann auf Sky angewiesen sind,wenn sie Hertha verfolgen wollen oder die Schwerbehinderten für die das eine freudige Ablenkung ist,weil sie nicht in der Lage sind,ins Stadion zu kommen oder nur selten.

Dennoch darf am ende nicht die Frage stehen,können wir das aufhalten,sondern wollen wir diese Entwicklung und wenn wir sie nicht wollen,und das den Verantwortlichen verdeutlichen,, haben wir eine Chance. Vielleicht nicht eine Chance auf einen Stopp,aber vielleicht eine chance auf einen weg,der mehr oder besser die allermeisten Menschen finanziell am Profifußball teilhaben lässt.

lg sunny


Dan
16. Oktober 2015 um 2:28  |  505249

@sunny
Peinlich ist nur, dass Du immer wieder seit Jahren, einfachste Themen, mit moralisch schwerwiegende Beispielen belastet und Deine Ansprechpartner oder Diskussionspartner absichtlich in die Enge treibst. Es ist mehr als schwer sich daraus zu manövrieren. Viele wollen dann diesen Dialog nicht mit Dir und brechen ab.

Und erkläre mir nochmals, wer bestimmt, das z.B. Bezahlfernsehen oder die Entwicklung eine Ungerechtigkeit ist? Menschen die es nicht bezahlen können? Ist es dann auch eine Ungerechtigkeit, wenn ich mir einen dreiwöchigen Neuseeland Urlaub nicht leisten kann.

Und meine Antwort ist, heute kann ich es bezahlen, vielleicht auch morgen, mal sehen wenn ich auf Rente gehe, aber ist es dann ungerecht?


Stiller
16. Oktober 2015 um 2:46  |  505251

Ich selbst habe vor geraumer Zeit den aktuellen Marketingstandard bei Hertha bemängelt. Spätestens bei der Sponsorensuche wurden erhebliche Defizite sichtbar. Die können auf Dauer im Profifußball auch existenzgefährdend sein. Deshalb begrüße ich eine (hoffentlich umfassende) Kompetenzerweiterung dieses Feldes bei und für Hertha.

Auf der anderen Seite muss man schon die Frage stellen, ob dies zu einer künftig besseren Positionierung des gemeinnützigen Mitgliedervereins Hertha BSC führt oder ob es „nur“ der Auftakt zur Enteignung der Mitglieder von ihrer mehr als hundertjährigen Aufbauleistung wird.

Dass Letzteres eintreten kann, ist keineswegs ausgeschlossen – zB, wenn ich sowas lese:“Das Marketing wird sich in einer Weise digital entwickeln, dass die Anhänger der Fußball-Romantik rote Ohren und schlotternde Knie bekommen werden (Das ist nicht mehr mein Verein/Sport/Land).“

Dazu kann ich nur sagen, dass die Behauptung, der Profifußball sei Teil der „Unterhaltungsindustrie“, nichts als anderes ist als nostalgische Verbrämung. Ein Potjemkinsches Dorf, das den zahlenden Mitgliedern wie den (konsumierenden) Fans die Möglichkeit zur emotionalen Identifizierung suggerieren soll. Der Fan als Teil der Unterhaltungsindustrie … Mmh, damit kann man sich doch arrangieren …

Nein, Teil der Unterhaltungsindustrie war Profifußball bereits mit der welt- bzw. europaweiten Vermarktung durch FIFA und UEFA. Diese Episode neigt sich anscheinend ihrem Ende zu. Was nun im Gange ist, hat eine andere Qualität.

Neben globalen Industrieoligarchen übernehmen Konsumgüter- und Investitionsgüterkonzerne, Unternehmen der Rohstoff-, Energie-, Medien oder Finanzindustrie Anteile und Mehrheiten an Sportvereinen. Dort kommen die „Investoren“ her. Die wollen keineswegs Teil der „Unterhaltungsindustrie“ sein oder werden. Sie wollen das wöchentliche Massenspektakel in die Jahresplanung ihrer Image- und Marketingstrategien integrieren – und dabei das Sagen haben. Unterhaltend sind sie mittlerweile auch mit Werbespots, die rein gar nichts mit Hochleistungssport zu tun haben.

Dass dies auch ganz schnell mal anders als gedacht laufen kann, läßt sich am Beispiel VW und Audi ablesen. Auch Real Madrid ist vor wenigen Jahren ganz knapp an einer Katastrophe vorbei geschrammt. Übrigens, schuldenfrei sind deshalb bis heute nicht.

Herthamitglieder sollten höllisch aufpassen. Der Wunsch, die Liga auf Dauer zu erhalten, ist natürlich aller Ehren wert. Aber nicht, wenn dies als Hebel dazu benutzt wird, dass eines Tages der Schwanz mit dem Hund bellt. Dass dies – trotz aller Unkenrufe und „alternativlosen“ Prophezeiungen – nicht passiert, halte ich nicht für leicht aber immerhin für machbar.

Wichtig wäre, dass die Mitglieder an ihrer eigenen Zukunft mitwirken und sich nicht vor vollendete Tatsachen stellen lassen. Wichtig wäre auch, besser vorbereitet in die nächste MV zu gehen, um dort dort die richtigen Fragen stellen zu können. Dazu lassen sich beispielweise Prüfpunkte erarbeiten, zu denen sich die Kandidaten äußern und daran messen lassen müssen, bevor sie der neue Vorstand gewählt wird.

Und dass der Schulterschuss mit Mitgliedern und Fans anderer Vereine im In- und Ausland gesucht wird, könnte der Sache auch nicht schaden.

Vielleicht verleiht die Medienindustrie dann auch ihnen (und nicht nur Managern, Trainern und Spielern) eine Stimme sowie ein freundliches Gesicht …


sunny1703
16. Oktober 2015 um 2:53  |  505252

@Dan

Für Dich mag Fußball, etwas kleines sein, für mich nicht. Ich lasse mich nicht von schönen nebensachen blenden und nochmals Widerstand fängt im Kleinen an. Mir ging es dabei nur um den Widerstand für sich und für den gibt es im Fußball keine Sonderbehandlung auch nicht in der Form der Argumentation. Wenn ich mitbekomme,was momentan auf anderen Fußballschauplätzen (FIFA,UEFA;und nationale Verbände)passiert,frage ich mich,sind wir alle, auch ich, nicht zu sehr ohnmächtig gewesen. Aber das ist was anderes.

Übrigens holst Du dann auch eine Kanone raus in dem Du eine Luxusreise mit einem volkssportbesuch vergleichst! 🙂 Aber gut,ich drücke mich nicht vor der antwort.
Ich neide niemanden diese teure Reise, wer sie sich leisten kann, dem wünsche ich eine tolle Reise. Ich wüsste aber nicht,dass diese neuseelandreise mal etwas anderes in den letzten Jahrzehnten gewesen ist, als eine art Luxusreise. Neuseeland bezahlbar für jederman …..mal was anderes! 🙂

Der Fußball ist aber noch in einer entwicklung und dass dieser Besuch nicht zu einer Neuseelandreise mutiert, ist die Aufgabe eines widerstandes. Ich habe nichts gegen Sport im Bezahlfernsehen,solange es bezahlbar ist für die allermeisten ist.

Vielleicht ist es auch zu spät,zu früh um richtig zu verstehen,warum es so gut ist oder was daran richtig sein soll,wenn viele oder die meisten Menschen eines Tages sich keinen Profifußball mehr leisten können.

Selbst die, die es sich leisten können ,müssen dann doch mehr bezahlen.

lg sunny


Dan
16. Oktober 2015 um 3:29  |  505253

@Sunny
Aber ich habe Dich sicherlich nicht moralisch unter Druck gesetzt mit der Luxusreisen. 😆 Aber Du weißt ja das Thema haben wir immer wieder, würde mir nur für die Diskussionkultur gefallen, wenn Du das endlich kapierst. 😂😉

Und sagen wir mal so, Fußball ist für mich von etwas Großem zu etwas Kleinerem geschrumpft. Die Entwicklung frisst ihre alten Kinder.
Mit der täglichen Informationsflut, die ich genieße, kann es garnicht mehr so emotional werden , als wenn zwischen einem Heimspiel zum nächsten Heimspiel ein paar Zeitungsartikel und eine Auswärtskonferenz lag.

Und ich glaube, es ist ein Trugschluss, dass wir glauben jemals irgendeine Macht gehabt zu haben, etwas zu verhindern oder in die „richtige“Bahn zulenken. Im Fußball.

Die einzige Frage die man sich stellen kann, es gab immer Brot und Spiele für den Plebs. Was ist wenn er sich die Spiele nicht mehr leisten kann? Ich denke das haben die mit den Privaten gelöst und die meisten Gehirne trocken gelegt.


apollinaris
16. Oktober 2015 um 3:56  |  505254

manchmal wird sunny..glaube ich wirklich…auch falsch verstanden. Den Bogen um Berlin herum und Mauer und haste nicht gesehen..ist doch gar nicht so wahnsinnig falsch? er hatte @ ete so verstanden, das dieser sagte “ man könne nix machen“, nun ja. Und sunny…wollte etwas Mut machen und zeigen, das “ man“ doch noch ne Menge schaffen könnte.-
Ich glaube längst, dass Amazon, Apple, Google & Co durch nichts aufzuhalten sind. Der Markt hat hat mehr power als alle Religionsführwr dieser Erde zusammen. “ es wird so kommen, weil es so kommen wird“ ist die Losung dieser Tage.
(Aber) Ich finde sunny jetzt nicht anstrengender als jene, die mir immer erklären wollen, warum das, was ist, angeblich nicht anders sein könnte. oder das das sogar toll sei, wie es ist.
lasst uns doch wenigstens noch um moralische Dinge streiten, wenn alles andere eh schon entschieden ist 😎😏wie wär’s ?
Kann doch Spaß und Sinn machen?-


Kamikater
16. Oktober 2015 um 7:31  |  505255

Manchmal habe ich den Eindruck, dass es Menschen gibt, die sich gegen die Rotation des Planeten Erde mit dem Argument wehren wollen, „früher war alles besser“.

Digitalisierung ist seit langem ein Zeitalter und daher nicht mit Gut oder Böse zu bewerten.

Jeder kann entscheiden, was er mit seinem Geld tut, um irgandworan teilzunehmen. Das hat sich nie geändert. Lediglich das Medium und die Gewohnheiten sind volatiler geworden.

Tja, so ist das.

Dennoch darf man sich angesichts der kommenden Begegnung dringend fragen: „Watt macht eijentlich Nigbur?“


kczyk
16. Oktober 2015 um 8:18  |  505256

*denkt*
die zukunft hat im bundesdeutschen fußball doch noch gar nicht begonnen.
erst wenn der FCB als systemrelevant klassifiziert wurde und er sich nicht mehr jedes jahr für die CL qualifizieren muss und die DFL eine geschlossene gesellschaft von 36, vielleicht sogar 40 multinationalen sportkonzernen ist, deren anteilspapiere in einem eigenen segment in den börsen gehandelt werden – dann grinst uns die zukunft verlogen an.


sunny1703
16. Oktober 2015 um 8:21  |  505257

@Kamikater

Die Welt ist nicht teilbar, sich dabei einen einen dann auch noch positiv bewerteten Aspekt,in dem Fall die Digitalisierung rauszusuchen,halte ich für kurzfristig gedacht. Nein, früher war nichts besser, denn früher war ein Schritt zu dem von heute.

Doch die Vergangenheit sollte uns eins gelernt haben, es ist grundverkehrt alles als gegeben hinzunehmen und sich nicht zu wehren. Hätte es nicht immer wieder solche mutigen Menschen gegeben, weiß ich nicht ob es besser oder schlechter für die menschheit gewesen wäre, ich weiß jedoch dass ich mir diesen Gedanken an einigen Punkten der Zeitgeschichte lieber nicht weiter ausmalen möchte.

lg sunny


sunny1703
16. Oktober 2015 um 8:26  |  505258

@kczyk

Böse Worte…….aber gute Gedanken! 🙂

lg sunny


Susanne
16. Oktober 2015 um 8:32  |  505259

Ist diese Diskussion in der Nacht auch noch so berechtigt und interessant, so leicht verlogen ist sie dennoch.
Da wird (von einigen) die Entwicklung verteufelt und doch sind alle, die hier trefflich darüber streiten, wer im Tor stehen sollte, welche Position in der Mannschaft wie besetzt sein müsste um das nächste Spiel erfolgreich zu gestalten, ein aktiver Teil des prophezeiten Untergangs .


Susanne
16. Oktober 2015 um 8:37  |  505260

Konsequenter Weise müsste man sofort das Schreiben hier einstellen und sich nur noch über die o.g. Dinge, aber nicht mehr über Herthas Fußball als solchen austauschen.


kczyk
16. Oktober 2015 um 8:47  |  505261

mit der einführung der DFL hat sich der fußball vom proletariat entfernt und hat sich dem kapital angedient. die 50+1-regel wurde als feigenblatt mit ausreichenden ausnahmen verankert. und solang es noch fans gibt, die monetären mittel weiterhin für nikotin ausgeben, ist noch ausreichend milch im euter.
schließlich wollt ihr es doch auch – gemolken werden.


fechibaby
16. Oktober 2015 um 8:47  |  505262

Hat Fußball in den Spitzenligen eigentlich noch was mit Sport zu tun?
Es geht doch hauptsächlich ums Geld.
Ohne Moos nichts los.
Und der moderne „Sklavenhandel“ mit den Spielerverkäufen setzt dem Ganzen eine Krone auf.


sunny1703
16. Oktober 2015 um 8:51  |  505263

@Susanne

Sorry,aber mit der gleichen Unlogik könnte man auch schreiben, stellen wir diesen blog ein,denn die Zukunft kommt so oder so, egal wer im Tor steht,wer trainiert usw.
Was mich eher verwundert ist,dass fast alle schreiben,es kommt,wie es kommt, aber gut findet das in dem Fall niemand so richtig. Seltsame Stimmung, hat was von Resignation.

lg sunny


16. Oktober 2015 um 9:03  |  505264

OT

Hertha-Erfolgserlebnis dank digitaler Welt

Diese Woche bietet Edeka ein 4er Cola-Pack an und dazu gibt es 1 Magneten mit dem Logo eines Fußballbundesligisten.
Meine Frau war am Dienstag bei unserem Edeka und … die durchwühlten alle Kartons … kein Hertha-Magnet dabei … sie kam doch glatt mit dem BVB-Ding an. 🙁

Ich also gleich ’ne Mail an Edeka.de geschrieben … die leiteten sie weiter … dann gab es noch eine Weiterleitung … und gestern klingelte ein Mitarbeiter unseres Edeka-Marktes an der Tür und überreichte mir freudestrahlend einen Briefumschlag der Markleiterin („Glück gehabt, Sie können den BVB-Sticker jetzt wegschmeißen!!“) mit dem Hertha-Magneten drin. 🙂

Ohne digitale Welt hätte das sicherlich nicht geklappt.
#ickfreuemir #hahohe


Kamikater
16. Oktober 2015 um 9:04  |  505265

@sunny
Man kann auch trotz der ach so bösen Digitalisierung altiv am Vereinsleben teilnehmen.

Aprospos: wo bekämst Du ohne diesen Blog und deren Menschen, die Du darüber kennst eigentlich sonst Deine aktuellen Tagesinfos über Deinen Lieblingsverein?
😉


sunny1703
16. Oktober 2015 um 9:04  |  505266

@fechi

Genauso sehe ich das auch. Das Vereinskonstrukt ist im Grunde nur noch dazu da, um dem ganzen für die Fans einen Anschein von Vereinsgeborgenheit zu geben. Im Grunde könnten wir aber auch alle schreien HaHoHe Sportwetten (oder KKR) sind okay, oder gazprom ….04, VW VW VW…usw.
Die schönste Nebensache der Welt ist vielleicht noch drei vier Ligen tiefer zu sehen, ……..auch wenn die dortigen Vereine selber gerne Gazprom 04 sein wollen!

In dem Fall ein Punkt für @apollinaris! 🙂

lg sunny


sunny1703
16. Oktober 2015 um 9:08  |  505267

@Kami

Leider nur kurz,weil ich gleich los muss, ich bin nicht gegen Digitalisierung, sie hat wie viele gute und schlechte Seiten, an den schlechten sollte man jedoch arbeiten. Doch kann ich ja nicht positives an der Digitalisierung leugnen,wenn ich durch sie zb meine wolke77 und viele nette Menschen kennen gelernt habe,zuletzt auch aus diesem blog! 🙂

lg sunny


Uwe Bremer
Uwe Bremer
16. Oktober 2015 um 9:38  |  505268

@Post

von meinem Verein. Wie der Profifußball den Fan als Datenträger entdeckt und vermarktet.
Die heutige Morgenpost-Kolumne ‚Immerhertha‘ – hier


Exil-Schorfheider
16. Oktober 2015 um 9:38  |  505269

Der FCN ist vermutlich in den Fängen der „Heuschrecke light“:

http://www.finance-magazin.de/meinungen/dritte-halbzeit/1fc-nuernberg-zurueck-im-krisenmodus-1364189/?src=StartBanner

Kommt mir irgendwie bekannt vor.


Exil-Schorfheider
16. Oktober 2015 um 9:41  |  505270

@ub

Da bin ich ja mal gespannt, wann die Postkutsche bei mir eintrifft.
Per pIN geschickte Briefe brauchen in die hiesige Region recht lang…

#erfahrungswerte


16. Oktober 2015 um 9:46  |  505271

Moin…

vielen Dank für Eure nächtliche Diskussion. Sehr gute Argumente, wobei ich ähnlich wie @Dan befinde.

Aktuell leben wir doch „noch“ im Schlaraffenland. Die Preise für ein Fußballspiel im Oly sind für mich, aber glaube auch für viele (Mehrheit?) akzeptabel oder?

Die Frage ist, schaut man über den Teller hinaus, wo & vor allem wann fängt man mit dem Widerstand an?

Ich nehme mal die Behinderten DK bei Hertha als Beispiel.

Zuvor, wenn ich richtig liege war mit Vor-Anmeldung der Besuch kostenlos.

Ab dieser Saison kostet die DK unter hundert Euro zwar, aber die Behinderten werden in einen Block untergebracht, der ich formuliere es mal vorsichtig früher immer eher etwas leerer war.

ist es nun ungerecht für die Behinderten? Sollten alle Behinderten jetzt den Kauf der DK ablehnen?

Und ich dachte zudem als erstes was wollen sie denn sich beklagen im Verhältnis zu den normalen DK Preisen? Bin ich also ein böser?

Es ist nur ein Beispiel wie schwer es ist eine Entwicklung zu folgen ohne Kompromisse einzugehen. Der eine mehr, der andere weniger. #meinsenf


Jack Bauer
16. Oktober 2015 um 9:52  |  505272

@ubremer

Wollte damit sagen, dass es meiner Erinnerung nach so war, dass einige Offizielle (Allofs, Rummenigge, Eberl) eher ins Horn „Soviel Geld wie möglich, keine Tabus“, während ein Eichin Sinngemäß sagte, man solle nicht jeden Wahnsinn mitmachen. Glaube ähnliches auch von Bruchhagen und Watzke gelesen zu haben, mir fehlt aber gerade die Zeit Quellen zu suchen.

Nur noch eine letzte Sache… Die Bundesliga lebt von vollen, bunten und lauten Stadien. Wer glaubt im Kop geht noch die Post ab wie zu Beatles Zeiten, der war sehr lange nicht mehr in Liverpool. Ich – für mich – hoffe das man im deutschen Fußball erkennt, dass der Sport mehr ist als ein kommerzielles Produkt.


Opa
16. Oktober 2015 um 9:59  |  505273

Man muss auf den Fußball ja nicht unbedingt eine Gesellschaftssystemdebatte projizieren, aber die „quo vadis“ Frage stellt sich schon.

Blick über den Tellerrand
Man kann nach England schauen, wo es eine gänzlich andere Investitionskultur gibt als hier und wo Investoren ja nicht nur die Sportart Fußball okkupiert haben, sondern auch z.B. die Formel 1. Mit sich daraus ergebenden Problemen übrigens, zu denen abstrus hohe und nicht mehr zu refinanzierende Veranstalterkosten verursachen, was dazu führt, dass mehr und mehr Veranstaltungen in mehr oder weniger zweifelhaften Despotenstaaten wie Quatar, Russland oder Brunei stattfinden und die Auslandsvermarktung der PL zielt in eine ähnliche Richtung.

Und Deutschland?
Sich das zum Vorbild zu nehmen, bedeutet, dass man sich von dem organisch und gesund gewachsenen Unterbau, der in Deutschland den Fußball trägt, wird lösen müssen. Dass sich dabei Widerstand regt, kann man natürlich so bewerten, dass man „die Erddrehung aufhalten wolle“, ich finde das aber mehr als kurzsichtig, denn zur Marktwirtschaft gehört es eben auch, dass nicht immer oben auf der Sahne geschwommen werden kann. Die Kirchpleite dient heute noch einigen als Ausrede für mehr als zerrüttete Finanzstrukturen (siehe z.B. Nürnberg, Schlacke oder auch uns). Lass mal sky das Interesse an der Bundesliga verlieren. Lass mal nicht nur einen im Fußball engagierten Konzern ins Straucheln geraten. Dann bricht das ganze potemkinsche Dorf des DFL Fußballs zusammen. Und nein, kein Fußballclub ist systemrelevant, staatliche Hilfen tabu, dann bleibt nichts übrig, als aufs Insolvenzrecht zu verweisen. Was dann übrig bleibt, ist der Kern dessen, worüber wir hier so wunderbar philosophieren. Eine Amateurmannschaft in den Niederungen von Liga 5, 6 oder 7 mit glanzvollem Namen (oder Namensähnlichkeit wie bei Blau Weiß, um ja nicht in den Verdacht der Rechtsnachfolgeschaft zu geraten) mit ein paar verrückt-nostalgischen Anhängern, die Samstag und Sonntag Vormittag auf einem Kunstrasenplatz Rumpelfußballern zusehen. Diesen Markenkern mit einem Federstrich wegzuwischen, mag der feuchte Traum einiger Lobbyisten und Nutznießer des jetzigen Systems sein, aber ohne diesen Kern ist die ganze aufgeblasene Hülle nichts weiter als ein Hering im Mondenschein: Er glänzt, aber er stinkt.

Und Hertha?
Die Zukunft des „modernen Fußballs“ im Allgemeinen und Herthas Rolle im Besonderen sehe ich nicht ganz so klar im Entertainmentbereich wie einige es gern hätten. Und selbst wenn, müsste man da erst recht den Finger in die Wunde legen, denn da liegt genug im Argen, wozu seit Jahren z.B. unterirdisches Catering im Olympiastadion (oder auf anderen Veranstaltungen) gehört. Wer nur den heuchlerischen Anschein des Interesses erweckt, in Wahrheit aber die Wünsche und Bedürfnisse seiner Kunden derart gekonnt ignoriert, der wird in einer reinen Entertainmentbranche keine Zukunft haben, da kann man noch 5 Mitglieder der Geschäftsleitung für Zukunftsthemenfelder besetzen und da werden auch sinnfreie 10 € Registrierungsgutscheine für Sportwetten nicht die Welt retten. Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht und irgendwann reicht das Mäntelchen der Tradition und Identifikation nicht mehr. Irgendwann gibt es immer weniger Menschen, die noch bereit sind, 3,50 € für ein Brötchen mit dem glänzenden Hering auszugeben.

Wer braucht schon Zuschauer?
Ähnlich bei sky, irgendwann werden die Sportsbars bei Fußball Eintritt verlangen oder gesonderte Getränkepreise erheben müssen. Dann wird erst der Arme ausgeschlossen sein und irgendwann fehlt den verbliebenen Eliten die Stimmung, wenn sie feststellen, dass elitäres Austernschlürfen und Fußball nicht so recht zusammenpassen wollen, wenn der Pöbel fehlt. Vielleicht lassen ein paar Scheichs sich zur Belustigung ein paar Mannschaften einfliegen, aber die modernen „Arenen“ (mit denen ein Teil des Wahnsinns angefangen hat), werden dann verwaist sein, die sky Abos gekündigt und die Sportsbars geschlossen, weil man sich bei Bratwurst und Bier auf dem Kunstrasenplatz an der Ecke trifft. Bis das Spiel von vorn losgeht und nicht mehr der Platzwart schwarz Pils verkauft, sondern die Cateringrechte ausgeschrieben werden und eine Fressbude die Refinanzierung sicherstellen muss.

Düstere Aussichten?
Dann werden die Lobbyisten und Nutznießer sich dem Zugrunderichten einer anderen Branche widmen, schlaumeierische Reden halten und sich aalgleich winden wie Andreas Rettig, der als DFL Boss die Stehplätze in Frage gestellt hat und nun seine Schauspielrolle als vermeintlicher Oberrevoluzzer auf dem Kiez spielt, der die Lolitapresse öffentlichkeitswirksam (und irgendwie erkennbar inszeniert) darum bittet, ihn nicht mehr für Sportpreise zu nominieren und nicht mehr einzuladen.

Fazit?
Jeder darf, soll und muss für sich entscheiden, wohin die Reise geht. Man muss sich nicht zwangsläufig einem Schicksal ergeben, welches einem die Lobbyisten und Nutznießer einreden wollen. Und wir Fans haben mehr mitzureden, als einige denken. Sport 1 erwägt z.B. dort keine Übertragungen mehr zu machen, wo „Sch… Sport 1“ Rufe zu hören und selbige Transparente zu sehen sind. Wichtig ist, immer weider alles zu hinterfragen und sich seine eigene Meinung zu bilden. Dieser Blog kann dabei eine sinnvolle Hilfe sein.


Kamikater
16. Oktober 2015 um 10:04  |  505274

@Bolly
Bitte nicht vergessen, dass im Analogzeitalter, insbesondere am Beispiel der Behindertenplätze im Oly, deren Karten bisher frei waren, jede Menge Schindluder getrieben werden konnte und wurde.

Bis man mal so weit war, dass endlich diesem Unfug Einhalt geboten wurde, sind Hunderte Mal „Vertreter“ mit diesen Behindertenausweises frei ins Spiel marschiert. Damit ist Dank der Digilaisierung endlich Schluss!


Kamikater
16. Oktober 2015 um 10:10  |  505275

@opa
Dein Beispiel England jeden Tag hervorzukramen um zu warnen zieht nicht.

Da gibts eine ganz andere Historie, die sich im Übrigen auch gerade wieder umdreht. Man kann das überhaupt nicht vergleichen. Das ist eine Warnung ohne jeden Sinn und Zweck, außer Deiner Argumentation einen vermeintlich wichtigen Anschein zu geben. Sorry.

Wir sind hier in Deutschland genauso wenig oder mehr organischer gewachsen, als die Premier League. Bei und gibts zig Beispiele von Investoren, die (angeblich) keiner will. Was aber hat das mit der Digitalisierung zu tun?

Du vermengst in vielen Worten alles zu einem Einheitsbrei, der nicht mehr auseinanderzudividieren ist, aber schön und nostalgisch verklärt, was der Gang der Dinge ist.

Everybody wants to see the rainbow, but nobody wants the rain!


Dan
16. Oktober 2015 um 10:13  |  505276

@apollinaris 16. Oktober 2015 um 3:56 | 505254

Ich bin wahrscheinlich einer der Letzten der moralische Diskussionen unterbinden will/würde. Aber ich will in einer „leichten“ Diskussion, in der ich mich z.B. entscheide nicht Widerstand zu leisten, weil „I pay the price“ mich danach fühlen soll/muss, als wenn ich ein „Mauer-/ Dritte Reich Akzeptierer“ usw. bin, weil ich in diese Sache keinen Widerstand leiste.

Ich verstehe die Diskussion absolut und auch jeden der Widerstand leisten möchte, aber mir gehen eben diese Argumentationslinien und Verknüpfungen auf den Sa.. . @Sunny ist intelligent genug um das anders aufzubereiten, ich vermute aber es ist Methode. OK, dann leiste ich aber dagegen Widerstand. 😉
——-
@exil
Mach Dir nix draus, selbst Spandau scheint weit vom Friesenhaus entfernt zu sein. Die Post ist hier bisher auch nicht angekommen.
Oder kann man ggf. davon ausgehen, dass man im Friesenhaus noch nicht alle Daten von Uwe Bremer hat und mit diesem Brief nach ihnen „gefischt“ wird? 😉
——
@Bussi
Freue mich für Dich.
—–
@fechibaby
Aber die Erkenntnis ist doch nun wirklich keine neue und als Fan eines Vereines, der unter anderem seine Fans und Mitglieder mit Aktien über den Tisch zieht ist das ein Erwachen aus einem Dornröschenschlaf.

Naja und „Sklavenhandel“ können alle Vereine wir mit Ramos und der BVB mit Lewa.


kczyk
16. Oktober 2015 um 10:25  |  505277

ab wievielen jahren demütiger teilnahme gilt ein verein als in der 1. liga etabliert ?


fechibaby
16. Oktober 2015 um 10:30  |  505278

@Dan 16. Oktober 2015 um 10:13

Der Vertrag von Lewandowski war beim BVB zu Ende und er konnte ablösefrei zu den Bauern wechseln.
Ein völlig normaler Vorgang.
Die hohen Ablösesummen sind doch aber nicht gerechtfertigt.
Und die Vereine verlängern kurzfristig mit ihren Spielern, um sie dann teuer weiterverkaufen zu können.
Das nenne ich “ Menschen- und Sklavenhandel“ in Reinkultur!


apollinaris
16. Oktober 2015 um 10:31  |  505279

Es ist immer wieder das gleiche Prinzip. Die eine Reaktion auf solche Diskussion ist die von @ Susanne.: da wird dann moralischer Rigorismus eingefordert, der überhaupt nicht lebbar ist. Dieser Extremismus verunglimpft und tötet jede Ernsthaftere Diskussion.
die andere, ewig gleiche Reaktion ist die von @ kami: ‚ wir leben nicht mehr auf den Bäumen“
Niemand , wirklich niemand hatte zwar die Digitalisierung als solches kritisiert , aber was schert’s?
Das Digitalisierte, das Gläserne…ist nicht das Problem. Es lediglich ein Mittel “ das Problem“ zu perfektionieren.
Früher war nichts, wirklich gar nichts besser. Das ist ja der ganze Grund meiner Sorge um die Zukunft. 💡
Und der Fußball als solches spielt dabei für mich überhaupt keine Rolle.
Der Fußball ist allerdings ein sehr gutes Abbild dessen, was wie und warum geschieht.


Opa
16. Oktober 2015 um 10:32  |  505280

@Kamikater, dass Du anspringst, war doch so vorhersehbar wie die Tatsache, dass Du Dich inhaltlich nicht auseinandersetzen magst 😉

Mag sein, dass ich ein Nostalgiker bin und mich vielem, was der Konsum so an Verlockungen bietet, verweigere. Mag sein, dass die Warnungen vor der Zukunft viele stört, die der Meinung sind, es sei doch gar nicht so schlimm. Das lässt sich doch aber grundsätzlich aushalten.

Zur Digitalisierungsstrategie habe ich übrigens oben nichts geschrieben, sondern das war ein Ausblick in die Zukunft und eine Replik auf Uwe Bremers heutigen Artikel. Dass sich Hertha da aufstellen muss, ist nun auch nicht erst seit der Benennung von Herrn Keuter bekannt. Dass man bei solchen Veränderungen bei Hertha bislang nicht immer ganz treffsicher war, übrigens auch. Und dass man das Thema auf Geschäftsleitungsebene (Uwe, ich hab´s verstanden) aufhängt, finde ich sogar außerordentlich gut. Dennoch möchte ich gern mehr erfahren, was das heißt, was das bedeutet und vielleicht auch, wie man drauf gekommen ist 😉

Und es bedeutet nicht, dass ich da alles gut finden muss, was dabei herauskommt. Werbung für Sportwetten mit der Aufforderung zu verschicken, sich jetzt zu registrieren, finde ich angesichts der Suchtproblematik schon bedenklich. Wäre das gleiche, wenn man Schnapsproben oder eine Gratiszigarette mit der Aufforderung versendet, doch mal zu probieren.

Aber bitte, wenn ein Mailing „Digitalisierung“ sein soll, dann such ich nach der Hoeness’schen Reiseschreibmaschine, um mir selbige vorn Kopf zu ditschen (an dieser Stelle liebe Grüße an meinen Klugscheißerle Rechtschreibstalker). Diese Form der Wertschöpfung wird Stand heute kaum ausreichen, um in Relation zu den TV Geldern nennenswerte Beträge zu erwirtschaften. Und ein via Smartphone verkauftes Trikot wird dann eben auch nicht im Fanshop gekauft. Wo da nennenswerte Mehrerlöse herkommen sollen, ist mir momentan noch ein Rätsel.

@kczyk: Ich würde sagen, eine Frage des Standpunkts. Darf man Lautern und Nürnberg als etablierte Zweitligisten bezeichnen? 😉


kczyk
16. Oktober 2015 um 10:34  |  505281

wenn wir schon von digitalisierung reden, sollten wir auch den aspekt der globalisierung nicht unerwähnt lassen – zuvor aber sollte definiert werden, was wir unter beiden begriffen im zusammenhang von fußball verstehen wollen


16. Oktober 2015 um 10:40  |  505282

Ich spiele mal am Freitag den Montag, weil es so passt.

https://www.youtube.com/watch?v=WPFLAjmWCtk


apollinaris
16. Oktober 2015 um 10:40  |  505283

@ dan..10:13.,an anderer Stelle werde ich da mal nachfragen, verstehe irgendwie nicht, um was es genau dabei geht. ⏳So, meine online bestellte Waschmaschine trifft gleich ein. Leider habe ich erst von der Spedition erfahren, das es ein sogenannte “ Bordsteingeschäft“ ist. “ Beachten Sie die möglichen kleingedruckten Stellen“…Toll, mit dem gelieferten Stück, poppen also zwei neue Probleme auf. ..😎


U.Kliemann
16. Oktober 2015 um 10:50  |  505284

Die Bordsteingeschäfte sind doch heute Usus,geht da was mit „Trinkgeld“?
Oder müssen die Lieferer gleich zum nächsten Bordstein?


Opa
16. Oktober 2015 um 10:51  |  505285

@Apo: Das ist nun kein digitales Neuland, sich bei der Lieferung einer Waschmaschine das Kleingedruckte durchzulesen. 😂 Und in der Regel ist das Speditionsgeschäft und das ist im Regelfall immer schon frei Bordsteinkante gewesen. Wärst Du 19, würde ich das noch auf mangelnde Lebenserfahrung schieben, aber so ist das eher „putzig“ 😝 Meist trägt Dir der Fahrer das gute Stück aber hoch oder fässt wenigstens mit an, wenn Du ihm nen 5er in die hand drückst und selbst wenn nicht, sind Waschmaschinen heutzutage nicht mehr so schwer, dass man die nicht hochgewuppt bekommt, sind halt nur sperrig. Sackkarre oder Tragegurt hilft.


Susanne
16. Oktober 2015 um 11:04  |  505286

@apollinaris
#moralischer Rigorismus ?
Das verstehe ich nicht ganz. Wenn aber vorgeschlagen wird, nicht mehr an diesem Geschäft teilzunehmen, dann bleibe ich mit meinen Popo zu Hause, gehe nicht zum Training der Millionäre und rufe im Stadion schon mal gar nicht deren Namen, womöglich mit dem Zusatz „Fußball-Gott“.
Wasser predigen, aber Wein (Bier 😉 ) saufen…..
Für mich ist das scheinheilig, im wahrsten Sinne des Wortes.
Erinnert mich einem Moralapostel der sich ekelnd immer wieder Pornoheftchen anschaut und feststellt wie furchtbar das ist.
Verstehen Sie ein wenig was ich meine?
Ich gebe zu mir gefällt diese Entwicklung auch nicht sonderlich, aber ich mache sie mit. Ich freue mich über kleine Hertha Geschenke, wir sehen die meisten Auswärtsspiele auf Sky und freuen uns das es Sky gibt und wir nicht nur vor dem Radio hören müssen, oder nur 2 Minuten in der Sportschau zu sehen bekommen.
In anderen Sportarten ist das ähnlich und schlimmer, es wird dadurch nicht besser, aber es ist (leider) die nun nicht mehr aufzuhaltende Entwicklung. Die im übrigen nur durch uns alle möglich war, bzw ist.
Ps.
Das Catering bei Hertha ist im übrigen noch recht moderat, wie wir finden, jedenfalls im gleich zur O2/Mercedes World, zum Beispiel.


Opa
16. Oktober 2015 um 11:15  |  505287

Eine Sicht der 11 Freunde auf die Rivalität zwischen Hertha und GE.


Better Energy
16. Oktober 2015 um 11:15  |  505288

@bolly
@kami

#Behinderten-DK

Die Einführung der Behinderten-DK erfolgte auf Vorschlag des OFC (Fanclub) Hertha-Rollis. Zum Einen ist damit die Einlaßprozedur für sie wesentlich einfacher geworden, zum Anderen wird natürlich damit dem leider auch hier manchmal bestehenden Mißbrauch ein Riegel vorgeschoben.

Ein Aspekt habt ihr dabei nicht erwähnt: Die KGaA will zum Saisonende die Einnahmen aus den Behinderten-DK spenden. Sie hat also außer Aufwand nichts davon.


Dan
16. Oktober 2015 um 11:23  |  505289

@opa
Ich gehe mit deinen Ausführungen gerne mit. Ich finde es auch klasse wenn z.B. englische bzw. europäische Fußballfans in deutsche Stadien strömen und begeistert sind.

Ich frage mich dann zwar, ob das nicht vielleicht die englischen und europäischen @Opas sind, aber man fühlt sich als „deutscher Fan“ schon „gebauchpinselt“. Ob die tolle Stimmung, von dem der englische Fan letztens berichtete, bei einer Hertha Niederlage auch so rübergekommen wäre? Schwamm drüber, dass war ne gute digitale PR für unseren Verein. Wenn Hertha gut drauf wäre würde sie den Typen nochmal mit Familie und Kumpels einladen und für irgendeine Hertha-Publikation seinen Artikel in Deutsch abdrucken. Ich überlege schon, ob ich ihm einen von unseren Sammelbechern schicke, damit er das BVB -Ding einstampfen kann. 😉

Worauf ich aber eigentlich hinaus will, ist der Wert 3,55%.

„Im Schnitt bleiben nur 3,55 Prozent aller Stadionsitze der englischen Premier League leer, teilweise sind dies Plätze, die für Gästefans reserviert sind und nicht an andere Fans verkauft werden.“

http://www.stadionwelt.de/sw_stadien/index.php?folder=sites&site=news_detail&news_id=12230&gal_id=191

Gegen all den Widerstand über den ich in England gelesen haben. Von Boykotts, Massenaustretungen usw. wird das „hier“ verteuftelte Produkt Premier League in England akzeptiert. Für unsere Verhältnisse Wahnsinnseintrittspreise gezahlt überfüllte Pubs mit Sky und es ist bisher kein Zuschauerschwund erkennbar. Ja, John Doe aus Manchester ist aus dem Stadion verschwunden, weil seine 60 Pfund Dauerkarte heute das 10 bis 20fache kostet und sein Kurvenstehplatz verschwunden ist und der Dank ist, dass 99,84% Stadionauslastung in Old Trafford allen „Gierigen und Geldschefflern“ Recht geben.

Am Ende glaube ich auch, dass wenn der letzte Geschmack aus dem Kaugummi „Profit mit Sport“ rausgekaut ist, wird er ausgespuckt.


Stiller
16. Oktober 2015 um 11:23  |  505290

Was mich vor allem „amüsiert“, ist der paradoxe Versuch eines jeden „Vereins“, durch noch mehr wirtschaftliche Anstrengungen, durch immer potentere „Investoren“, die Klasse zu halten, sich dauerhaft zu etablieren.

Dabei weiß doch jedes Kind: egal was dabei heraus kommt, 2 – 3 Vereine steigen Jahr für Jahr ab. Das wird auch dann der Fall sein, wenn jeder Verein über 1 Mrd. EUR Eigenkapital verfügt, 0 Schulden hat, perfekt digital oder analog kommuniziert und in der finanziellen Lage ist, alle Messis dieser Welt zu bezahlen.

Solange diese selbstablaufende Spirale durch nicht Regeländerung auf ein vernünftiges Maß begrenzt und der Abstieg als Teil des Ganzen „Spiels“ akzeptiert wird, wird Sport (ehemals: fairer Wettbewerb) zum Sportgeschäft, in dem man permanent versucht, sich über den Hebel Wirtschaft zu eigenem Gunsten wettbewerbsverzerrende Vorteile zu verschaffen. Und zwar so lange, bis man nicht mehr Herr in eigenen Hause ist.

Gewinner sind am Ende doch nicht die Vereinsmitglieder oder die Fairness, der Fußball oder der Fan, sondern – wenn überhaupt – die Zuhälter des Markts. Fortschreitende Selbstprostitution für ein ewiges Leben im Oberhaus? War es das, was wir wollten?


Kamikater
16. Oktober 2015 um 11:27  |  505291

@Better Energy
Ja, das ist mir bekannt gewesen.

@ub
Vielleicht wäre es einmal interessant, den tatsächlichen Wert (z.B. Twitter Meldungen) für 1 Million Nutzer zu bewerten. Vor kurzem las ich, dass es etliche Sportler gibt, die mit Twitter genauso viel Geld verdienen, wie mit ihrem sonst schon einträglichen Vertrag beim Verein. Und dann bekommt nämlich das soziale Medium ein ganz neues Gewicht.

@neue Medien Geschäftsleiter
Es geht denke ich auch darum, dass Daten, die bereits längst existieren, aber nicht vernetzt sind, nicht sehr viel wert sein können. Daher gilt es diese zu clustern und für den Verein und die Fans nutzbar zu machen. Und dafür werden weitere Medien ausgebaut und vernetzt, was andere Vereine wie Schalke und Bayern längst haben und nutzen. Die erfolgreiche Nutzung neuer Medien ist von Verein zu Verein übrigens in der Bundesliga komplett unterschiedlich stark.

Vor einem Jahr hatte ich dazu mal was gepostet, finde das aber auf die Schnelle nicht wieder.

Und was da noch alles brach liegt, sieht man ja schon daran, dass oftmals die Kommunikation mit den digitale Medien zum Verein noch nicht perfekt ist.


Dan
16. Oktober 2015 um 11:28  |  505292

@fechibaby

Wie immer nur die halbe Wahrheit, wie einst wir mit Ramos (nach Abstieg) und der BVB mit Lewa (das Jahr bevor sein Vertrag auslief), hat man ihre freie Willensentscheidung zu einem anderen Verein zu wechseln unterbunden / verboten. Ihre vertraglich verkaufte Seele nicht ziehen lassen. 😉

P.S.
Und falls Du es nicht merkst, ich widerspreche Dir nicht. Aber es gibt noch viel „schlimmere“ Varianten im Sport. Schau über den Teich.


Uwe Bremer
Uwe Bremer
16. Oktober 2015 um 11:29  |  505293

@Kompliment

für die tolle Diskussion seit dem gestrigen späten Nachmittag hier.

Anbei ein Hinweis, der weg führt vom aktuellen Thema. Lege Euch ans Herz einen Text des Kollegen ‚abiszet‘, der den Blog Vertikalpass über den VfB Stuttgart führt. Er hat sich mit seinem Verein auseiandergesetzt anläßlich der Jahreshauptversammlung.

Dem Verein fehlt ein Plan. Und was ihm vor allem fehlt, ist eine realistische Selbsteinschätzung. Eigenbild und Fremdbild, beim VfB war das selten identisch.

Quelle


U.Kliemann
16. Oktober 2015 um 11:29  |  505294

Also wenn man nicht wiedergehasst wird, sollte man den Hass vielleicht
aufgeben. Schöne Satire der 11 Freunde.


apollinaris
16. Oktober 2015 um 11:37  |  505295

e@ Susanne..ich hatte es schon beim ersten Mal verstanden, was Sie sagen wollten. Und genau das ist ein völlig überzogener Vorwurf.
Man kannn heutzutage nicht als erwachsener Mensch komplett aussteigen. Das zu fordern , ist unfair ( durchsichtig). Ich möchte Ihnen das nun aber nicht weiter erklären, weil es diesen Rahmen hier schon jetzt sprengt.
@ Opa…klar, ist meine 4. Waschmaschine..und etwas 6 Geschirrspüler habe ich auch schon bekommen..12 (?) Kühlschränke.aber mein erstes Bordsteingeschäft . Ist ja nicht so, dass ich mich nicht geärgert hätte, über die eigene Nachlässigkeit . Aus dem vermeintlichen Schnäppchen, ist nun ein normaler Kauf mit erschwerten Bedingungen geworden…Nächstes Mal also wieder auf dem alten Kanal bestellen..


Joey Berlin
16. Oktober 2015 um 11:37  |  505296

9. Spieltag: S04 gegen Hertha BSC

S04 steht unter Druck, wir sollten entspannt die Sache angehen können, obwohl die IV und das defensive Mittelfeld bei unserem Team natürlich schon ein Fragezeichen darstellt. Was der FC konnte, sollte uns zumindest nicht ganz so pessimistisch werden lassen, wg. Blick auf die Statistik 🙁

#PAUL KEUTER WECHSELT VON TWITTER ZU HERTHA BSC
DER 40-JÄHRIGE ÜBERNIMMT AB JANUAR 2016 POSTEN IN DER GESCHÄFTSLEITUNG DES HAUPTSTADTKLUBS.

Der Mann hat noch nicht mal seinen Einstand auf der Geschäftsstelle gegeben, aber hier können einige das Wasser nicht halten ihre Spekulationen nicht zügeln. @ub hat das Thema gut eingeordnet!

Kulturpessimisten vs. …? 😉

Jede Bewegung bringt eine Gegenbewegung hervor – Niemand muss irgendwas gut oder schlecht finden! Aber konsequentes Handeln wäre schön. Beispiel aus England ► FC United of Manchester https://www.youtube.com/watch?v=Pm7PT5Whkro

Sehr sympathischer Bericht… aber ob sich die beiden „Lager“ auch akzeptieren können?

P.S. nicht von der Anmoderation abschrecken lassen – es wird verständlicher. 🙂


Jack Bauer
16. Oktober 2015 um 11:51  |  505297

Noch was zur Thematik Online Rechte/On Demand:

Grundsätzlich stehe ich dem positiv gegenüber. Eine Auswahl für den Kunden, wie bei Liga Total (Telekom) inkl. der Möglichkeit einzelne Spieltage (oder in Zukunft vielleicht einzelne Spiele) zu kaufen, ist begrüßenswert und Zeitgemäß.

Ich hoffe, dass man hierfür einen fähigen Partner, der dann nicht Sky heißen kann, findet.
Es ist schon ein starkes Stück einen Service wie Sky Go, dessen Serverkapazitäten für etwa 400.000 zahlende Kunden ausgelegt waren, für mehr als 4 Mio. Sky Kunden zugänglich zu machen. Ist ja nett, dass Sky Go jeder Nutzen kann. Dann aber ernsthaft die Serverkapazitäten nicht zu erhöhen und nach außen erzählen, dass man sich bei einem kostenlosen Service nicht zu beschweren habe, ist ein starkes Stück.

Dazu kommt das elende Silverlight/HTML5 Thema, was Sky seit Monaten, wenn nicht Jahren nicht auf die Reihe bekommt.

Kurzum: Ich habe kein Problem damit, wenn Dinge professionalisiert werden. Ich habe kein Problem damit, wenn Sky Konkurrenz bekommt und man in Sachen Online Distribution einen Schritt in Richtung Zukunft geht. Ein Problem habe ich aber damit, wenn man der Meinung ist, das alles dem Geld unterzuordnen ist. Dies wird in meinen Augen zu einer Entfremdung führen. Fußball hatte und hat die Faszination, dass es dieselbe Sportart bleibt, egal ob in der Bundesliga oder auf dem Schulhof mit zwei Rücksäcken als Pfosten. Dies wird aufs Spiel gesetzt, wenn dieses „Bundesliga-Produkt“ nicht mehr für jeden zur Verfügung steht. Wenn im Free-TV Bewegtbilder am Samstag erst nach 23 Uhr gezeigt werden und wir Generationen an Fußball Begeisterten Kids verlieren. Wenn wir auf Arbeit, in der Uni oder sonst wo nicht mehr in jeder Pause über Fußball reden können, weil der Gelegenheitszuschauer völlig wegbricht.

Und: Opa sagt es richtig, wenn man einen auf Entertainment machen will, dann sollte man sich dabei nicht so stümperhaft anstellen. Catering ist ein Punkt, Online Verfügbarkeit, Server Fähigkeiten, Support und Beschwerdemanagement, Bildqualität, Wahlmöglichkeiten etc.

Und in meinen Augen würde es einem Unternehmen wie Sky auch nicht schaden, wenn man darauf achtet, dass es nicht nur den Leuten vor der Kamera und denen die direkt an Produktionen beteiligt sind gut geht. Das gilt aber leider für viele Unternehmen.


Blauer Montag
16. Oktober 2015 um 11:55  |  505298

Nö Joey Berlin
16. Oktober 2015 um 11:37 | 505296

9. Spieltag: S04 gegen Hertha BSC

S04 steht unter Druck, wir sollten entspannt die Sache angehen können, obwohl die IV und das defensive Mittelfeld bei unserem Team natürlich schon ein Fragezeichen darstellt.

Da sehe ich keine Fragezeichen.
IV Langkamp, Lustenberger
DM Darida, Cigerci


Bluekobalt
16. Oktober 2015 um 11:55  |  505299

OT

Bin morgen zufällig in GE, hat noch jemand eine Idee, wie ich an zwei Karten kommen kann?


Stiller
16. Oktober 2015 um 11:56  |  505300

Danke, @ub, für Deinen gelungenen Morgenpost-Artikel. Er ist wirklich lesenswert und zeigt den Leserinnen und Lesern sehr plastisch wichtige Zusammenhänge auf.

Schlüsse daraus müssen sie selber ziehen.


16. Oktober 2015 um 12:07  |  505301

+ + + HERTHA zu Gast in Gelsenkirchen: Wird die erfolgreiche Shortstory zur Erfolgsstory? + + +

Das Leiden der „Liga-Fans“ hat an diesem Wochenende ein Ende. Nachdem sich die Deutsche Nationalmannschaft erfolgreich für die EM 2016 in Frankreich qualifiziert hat, steht nun wieder der Klub-Fußball im Mittelpunkt.

Hertha reist im Rahmen des 9. Spieltages in die Arena von Gelsenkirchen (Anstoß: Samstag – 15:30). Nach den beiden Niederlagen gegen den BVB und Wolfsburg, die die einzigen Nuller der bisherigen Saison waren, wollen die Herthaner nun zeigen, dass sie auch gegen die größeren Namen der Bundesliga punkten können.

Dies scheint notwendig, um den bisher sehr erfolgreichen Saisonstart konsequent fortzusetzen: Mit 14 Punkten aus den ersten 8 Saisonspielen starteten die Blau-Weißen zuletzt unter Lucien Favre in der Saison 2008/2009 in die Saison. Damals spielten die Herthaner bis zum 33. Spieltag um die Deutsche Meisterschaft mit! Aus dem Meisterschaftrennen verabschiedeten sich die Blau-Weißen damals durch ein Heim-0:0 gegen Gelsenkirchen.

Einen Schreck bekommt man beim Blick auf die jüngere Bilanz der Hertha in Gelsenkirchen: Seit dem letzten Dreier auf Schalke (3:1-Sieg, Tore: Marcelinho, N. Kovac, Rafael, im November 2004) setzte es für Hertha 1 Remis und 7 Niederlagen (alle zu Null)!

Höchste Zeit, an dieser miserablen Saison etwas zu ändern und sie unserer aktuellen Punktzahl etwas anzupassen!

Mehr Infos zur Geschichte dieses Duells unter: http://herthawiki.de/wiki/Hertha_BSC_-_FC_Schalke_04


Opa
16. Oktober 2015 um 12:09  |  505302

@Bluekobalt: Hier findest Du den Parkplatzplan, die Berliner Busse halten auf dem Parkplatz „Gelsenwasser“, da fragst Du einfach nach, die haben mit Sicherheit noch Karten übrig.


Uwe Bremer
Uwe Bremer
16. Oktober 2015 um 12:13  |  505303

@Stiller

und andere: Danke für die freundlichen Worte zur Immerhertha-Kolumne „Ich habe Post von meinem Verein“

Das Thema ist damit bei weitem nicht abgehandelt. Bin überzeugt, dass Fragen wie Marken-Bildung von Hertha, Digital-Strategien, die Verwertung von Mitglieder-/Fan-Daten noch eine große Rolle einnehmen werden.

Ganz anderes Thema, das heute interessant werden könnte:
Es gibt in der Twitter-Welt Gerüchte, dass mehrere Medien demnächst mit brisantem Material um die Ecke kämen zum Stichwort WM-Vergabe 2006 an Deutschland. Es geht u.a. um eine Überweisung von 6,7 Millionen Euro vom WM-Organisationskomitee an das Fifa-Kulturprogramm
Der DFB ist mit einer etwas eigentümlichen Erklärung nach vorne geprescht, über der der imaginäre Stempel „Unschuldig“ steht.

Erklärung des Deutschen Fußball-Bundes vom 16. Oktober 2015

Aus Anlass der Untersuchungen im Zusammenhang mit dem Weltverband FIFA und aufgrund der immer wieder auftretenden Mutmaßungen in den Medien hat sich der Deutsche Fußball-Bund (DFB) in den vergangenen Monaten intern mit der Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 befasst. Im Rahmen seiner Prüfungen hat der DFB keinerlei Hinweise auf Unregelmäßigkeiten gefunden. Ebenso wenig haben sich irgendwelche Anhaltspunkte dafür ergeben, dass Stimmen von Delegierten im Zuge des Bewerbungsverfahrens gekauft wurden.

Im zeitlichen Zusammenhang mit diesen Prüfungen sind dem DFB Hinweise bekannt geworden, dass im April 2005 eine Zahlung des Organisationskomitees der WM 2006 in Höhe von 6,7 Millionen Euro an die FIFA geleistet wurde, die möglicherweise nicht dem angegebenen Zweck (FIFA-Kulturprogramm) entsprechend verwendet wurde. Die Zahlung stand in keinem Zusammenhang mit der bereits rund fünf Jahre zuvor erfolgten Vergabe.

Diese Hinweise hat der DFB-Präsident im Sommer dieses Jahres zum Anlass genommen, eine interne Untersuchung anzuordnen, die die Aufklärung dieses Vorgangs zum Gegenstand hat. Die Prüfung umfasst unter Hinzuziehung externer Rechtsberater auch die Frage, ob im Zusammenhang mit diesem Vorgang Ansprüche des DFB auf Rückforderung bestehen. Ein abschließendes Ergebnis liegt dazu noch nicht vor, die eingeleiteten Prüfungen dauern noch an. Dazu gehört auch die Prüfung durch den Kontrollausschuss.

Quelle


Bluekobalt
16. Oktober 2015 um 12:17  |  505304

Danke, hat sich erledigt!


pfeifer
16. Oktober 2015 um 12:21  |  505305

@Anstoßzeiten und TV

Was in dieser Diskussion allgemein immer untergeht ist, dass die Samstagnachmittags Spiele (verleichbar mit den 15:30 Spielen bei uns) der Premier League traditionell _nicht_ live im TV gezeigt werden. Auch nicht mit dem neuen Fernsehvertrag.
Es werden pro Spieltag lediglich 4 Spiele (von 10) live im Fernsehen übertragen.

Aus diesem Grund wundert es mich, dass auch Offizielle von der DFL über mehrere Anstoßzeiten sprechen.


pfeifer
16. Oktober 2015 um 12:25  |  505306

Abgesehen davon, hat die PL auch genau so viele Anstoßzeiten wie die BL. Allerdings den Montag statt den Freitag.

Es liegt also nicht an den Anstoßzeiten. Es liegt u.a. am Wettbewerb zwischen zwei Sendern aber vor allem auch an der Attraktivität der Premier League.


Stiller
16. Oktober 2015 um 12:28  |  505307

„… Zahlung des Organisationskomitees der WM 2006 in Höhe von 6,7 Millionen Euro an die FIFA geleistet wurde, die möglicherweise nicht dem angegebenen Zweck (FIFA-Kulturprogramm) entsprechend verwendet wurde“

Mag sein. Aber man wird wohl erfahren dürfen, warum ein Organisationskomitee 6,7 Mio. EUR für ein FIFA-Kulturprogramm spendet …


Uwe Bremer
Uwe Bremer
16. Oktober 2015 um 12:30  |  505308

@pfeifer

aktuell gibt es in der Premier League wie in der Bundesliga fünf Anstoßzeiten. Der neue TV-Vertrag in England greift aber erst in der kommenden Saison ab 2016.
Hintergründe zum neuen England-Vertrag


Joey Berlin
16. Oktober 2015 um 12:34  |  505309

@Blauer Montag
16. Oktober 2015 um 11:55 | 505298,

für Pal war es auf der PK noch nicht so klar – 🎶 🎶 lass dich überraschen.


pfeifer
16. Oktober 2015 um 12:37  |  505310

Hallo Uwe,
da ist beim c/p des Links etwas schiefgelaufen 😉
Kannst du ihn korrigieren? Die Hintergründe interessieren mich.

Dennoch soll der Samstagnachmittag unangetastet bleiben und weiterhin nicht live übertragen werden.


Dan
16. Oktober 2015 um 12:38  |  505311

@Joey Berlin

Soweit ich gelesen habe, haben die ehemaligen HSV-Supporter einen ähnlichen oder gleichen Weg eingeschlagen. Aber wie schon mal geschrieben, trotz ihrer Stärke von 4000+ Personen, gab und gibt es keinen Zuschauereinbruch beim HSV.
——
#DFB WM 2006
Ich will ja kein Netzbeschmutzer sein, aber wer glaubt denn wirklich, nach dem was jetzt und schon früher zu Vergaben „hochschwappte“, dass ausgerechnet wir mit der WM 2006 die „Saubermänner“ sind?


Uwe Bremer
Uwe Bremer
16. Oktober 2015 um 12:46  |  505312

@pfeifer

danke für den Hinweis. Habe jetzt um 12.30 Uhr einen Spiegel-Link zum Thema eingefügt


Kamikater
16. Oktober 2015 um 13:12  |  505313

@WM-Vergabe 2006
Niemand ist ein Netzbeschmutzer. Das Ding kommt endlich hoch. Und all das, was ich bisher schrieb, ist wahr.

Herrlich! Es gibt manchmal doch noch einen Hauch an Gerechtigkeit, wenn auch nie die angemessene Strafe dafür.


sunny1703
16. Oktober 2015 um 13:26  |  505315

@Kamikater

Es ist schon etwas daneben ,wenn Du Schwerstbehinderte mal eben so als Betrüger abqualifizierst.

Zum einen musst Du bei diesem Betrug schon mal alle Rollifahrer ausnehmen, es sei denn da setzte sich ein Gesunder in den Rolli.

Du musst auch mal sehen,wer denn überhaupt ins Stadion mit so einem Ausweis und so einer Karte darf. Frag mal @wolke oder @apollinaris. Ich bin dabei der Gesunde unter lauter Schwerstkranken. Sozusagen Glück im Unglück. Ich fand deshalb die Initiative der Rollis zumindest diskutabel.

Zum anderen musste dieser Betrug nach dem clearingpoint stattgefunden haben, denn dort musste man lange stehen um seine Karten zu bekommen und dann am Clearing Point musste ich meinen Ausweis reingeben und erst nach einer Gesichtskontrolle gab es die Karten. Wer anschließend die Karten veräußerte, konnte betrügen, aber sicher war das ganze nicht, denn oftmals musste ich am Eingang, der meistens der für die Mitglieder war,eine weitere gesichtskontrolle mit Ausweis über mich ergehen lassen.

Das Risiko aufzufliegen wäre ziemlich hoch gewesen.

Das Problem was es gab, war dass viele Karten nicht abgeholt wurden bzw nicht rechtzeitig eine Absage mitgeteilt wurde,so dass die Karten noch in den öffentlichen Verkauf hätten gehen können. Ärgerlich bei Spielen mit hoher Zuschauerresonanz.

Doch es ist eben für eine Reihe von Behinderten mit bestimmten Krankheiten schwer abzusagen,wenn sie zB von einem Schub oder einem schweren Anfall am Tag des Spiels betroffen sind. Dann hat man als Betroffener anderes im Sinn als abzusagen.

Dem ist Hertha begegnet. Ich habe bisher nicht feststellen können wie diese Dauerkarte angenommen wurde, ich hatte den Eindruck meine Umgebung schien sie nicht zu haben, auch wenn ich Teile von ihnen aus den letzten Jahren kannte,sie eben anders als zuvor,bei jdem Spiel wechselte.

@Bolly

Es gibt ein festes Kontingent an dauerkarten für Schwerstbehinderte,das ist jetzt nicht größer geworden, nur jetzt kosten die Plätze eben was. Auch wenn es nur eine marginale Korrektur ist,die Karte kostet knapp unter 100 Euro,wenn man Mitglied ist, ansonsten kostet sie mehr.

Ich habe mir mal vorgenommen,in den nächsten Spielen bei uns Meinungen zu der Einführung einzuholen.

Ich kann schwer beurteilen, was die anderen an Rente beziehen,ich vermute jedoch eine ganze reihe werden nur von Grundsicherung leben für die sind die Anschaffungskosten nicht einfach zu stemmen.

Dennoch und da stimme ich mit Dir überein,war es der Ansatz eines Kompromisses.

Wenn es jedoch darum geht wie der Betrug einfacher wäre, dann jetzt mit dieser Dauerkarte,zumindest im Bekannten- und Freundeskreis.

lg sunny


pfeifer
16. Oktober 2015 um 13:46  |  505316

@UB.
Danke für den Link.

Also wie vermutet, Sky (126 Spiele) und BTSports (42 Spiele) übertragen zusammen 168 Spiele pro Saison

Bei 38 Spieltagen sieht das so aus:

128:38=4,4

Vier Spiele pro Spieltag. Die Kommastelle ergibt sich vielleicht aus besonderen Spielen wie Boxingday o.ä.?

Finde ich eine Hausnummer, verlichen mit der Bundesliga, wo ja _alle_ Spiele übertragen werden. Daher finde ich die (auch von Offiziellen geführte) Diskussion um die Anstoßzeiten sehr befremdlich.


Better Energy
16. Oktober 2015 um 13:51  |  505317

@sunny

Es ging nicht um die Rollis selber, sondern um die Begleitpersonen-Tx


sunny1703
16. Oktober 2015 um 14:28  |  505318

@Better

Und was sollte mit denen sein??


16. Oktober 2015 um 14:40  |  505319

Skjelbred ist im Kader 🙂


Better Energy
16. Oktober 2015 um 14:40  |  505320

… Bist du am Sonntag im Ama? Dann mündlich mehr…


Uwe Bremer
Uwe Bremer
16. Oktober 2015 um 14:41  |  505321

@pfeifer

ich finde das auch interessant, dass in England nur 5 von 10 Spielen übertragen werden. Aber Du schaust am entscheidenden Unterschied vorbei: Das TV-Programm in Deutschland, das über die GEZ-Gebühren bezahlt wird, ist besser als in England. So dass in Deutschland die Bereitschaft bisher deutlich geringer ausgeprägt ist als in England, zuzüglich zu 17 GEZ-Euro monatlich weitere 39 oder 45 Euro für Fußball auszugeben.

Die DFL wird Sky-Deutschland nicht überzeugen können mit der Forderung: Weil es in England so gehalten wird, werden von in der Bundesliga von 2017-21 nur 50 Prozent der Spiele übertragen. Dafür soll aber der Preis, den wir (die Klubs) haben wollen, deutlich über dem liegen, was Sky bisher gezahlt hat.

Dann wird Sky Deutschland zurückfragen: „Häh, für ein deutlich reduziertes Angebot deutlich mehr Geld? Wenn die DFL mehr Geld haben will, brauchen wir mehr Exklusivität bei den Übertragungen.“


herthaber
16. Oktober 2015 um 14:45  |  505322

Ich hab mir all eure Kommentare reingezogen, mit dem Ergebnis:
es mach mich depressiv !!
Ein Glück gibts wieder Fußball und ich kann mich ärgern oder freuen, meinen Emotionen freien Lauf lassen, die gehen aber schnell wieder vorbei und ich bin im normalen Alltag mit Vorfreude auf den nächsten Spieltag. Freut euch doch einfach auch.


sunny1703
16. Oktober 2015 um 14:49  |  505323

@Better, schau mal bei twitter.

lg sunny


kczyk
16. Oktober 2015 um 15:02  |  505329

„… Das TV-Programm in Deutschland, das über die GEZ-Gebühren bezahlt wird, ist besser als in England. …“

*denkt*
fast durchgängig in europa – so auch in england – wird das öffentliche TV durch gebühren finanziert.


pfeifer
16. Oktober 2015 um 15:19  |  505331

Uwe Bremer: „Das TV-Programm in Deutschland, das über die GEZ-Gebühren bezahlt wird, ist besser als in England.“

Also ich würde mal sagen BBC1 und BBC2 kann man nicht schlechter als ARD/ZDF bezeichnen 😉
Aber tatsächlich gibt es in UK eine etwas längere PayTV-Tradition. Warum auch immer.

Danke für die Erläuterung zu den Verhandlungen. Ich dachte immer es wäre eher so etwas wie ein geheimes Bieterverfahren. Der mit dem höchsten Zuschlag gewinnt.

Heißt: bei gleichgleibenden Ansetzungszeiten/Bedingungen kann nur ein höherer Betrag erzielt werden wenn ein ernsthafter Mitkonkurrent einsteigt.
Hast du noch Kontakte zu Axel Springer? Ist da was geplant? 😉


etebeer
16. Oktober 2015 um 17:09  |  505345

sunny1703
16. Oktober 2015 um 2:26 | 505248

Danke für deine Antwort,
deinen Weg kann und würde ich nur zum Teil mitgehen.

Ich möchte etwas exklusives,
etwas was nicht kostenlos zu erhalten ist,
dann kann ich protestieren oder zahlen und akzeptieren.
Überall wo es einen Markt gibt oder Verknappung eines Angebots
auch Konzerte usw.
Im RL wird das doch auch tagtäglich vorgelebt.

So lange die Vereine finanzierbaren Eintritt anbieten werden die Stadien
stimmungs(voll) bleiben.
Gespannt bin ich allerdings wie Sky ab 2017 die Erwartungen der DFL erfüllen will, der Kampf um Abonnenten zeigt doch jetzt schon wie schwer es ist Kunden langfristig zu binden.
Wer sitzt am längeren Hebel.

Bedenken hinsichtlich unseres eV. teile aber ich auch,
ich kann nur hoffen das sich für/auf unserer MV eine konstruktive Opposition bildet.
Ich würde mich freuen wenn ich endlich die Möglichkeit hätte online teilzunehmen.

Nun freue ich mich auf unsere Hertha und hoffe trotz unserer miserablen Bilanz auf mindestens einen Punkt.

Es wird insgesamt ein interessanter Spieltag

Nicht erst seit Calhanoglu hat das Duell
St.Ellingen – Vizekusen Brisanz.

Alte Rivalen treffen an der Weser aufeinander
Ob Pizza endlich in Bremen angekommen ist.

der fahnenflüchtige Tuchel trifft auf seinen alten Verein
der erste Schwung scheint verpufft zu sein.

Darmstadt und Ingolstadt spielen auswärts und können
die Puppenkiste und den VFB noch tiefer in den Keller schieben.

wird Frontzeck seine Wettquote verbessern oder erhöht Modeste
seinen MW weiter

kommen die KdF Spieler rechtzeitig von ihrer Auto Rückruf-Inspektion
oder bekommt SAP die Punkte kampflos.

Frankfurt – BMG hat schon fast was normales
wenn da der Meier nicht wäre.

tja………..und dann kommt heute Abend noch Effe
irgendwie alles verrückt.

https://www.youtube.com/watch?v=DcnQcLhx8VY

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