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(jl) – Auch wenn es die skandalaffinen Leser unter euch (gibt es die etwa?) enttäuschen wird: Kein Donnerwetter, kein Eklat, kein Rappeln im Karton – der in der Überschrift erwähnte Anpfiff diente am Mittwochvormittag einem rein sportlichen Zweck.

Dabei hätte manch einer einen Anpfiff vielleicht gebrauchen können. Mitchell Weiser, über den ich in der Mittwochsausgabe der Morgenpost geschrieben habe, bewegte sich noch demotivierter über den Platz als tags zuvor. Irgendwann wurde es selbst dem diplomatischen Fabian Lustenberger zu bunt. Der Kapitän machte Weiser dezent darauf aufmerksam, dass er mehr nach hinten arbeiten müsse. Muss man nicht überbewerten. Ist im Training schließlich das Normalste der Welt.

Woher kommt Weisers Phlegma?

Die Gründe für sein derzeitiges Phlegma kennt Weiser wohl nur selbst. Vielleicht bereitet ihm seine Verletzung doch mehr Probleme als er selbst, Verantwortliche, Fans und Journalisten wahrhaben woll(t)en. Fakt ist: Weisers Auftreten wird Pal Dardai nicht entgangen sein. Wenn es dabei bleibt, wird sich der Trainer gegen Leverkusen vielleicht anderweitig behelfen. Am Mittwoch beließ er es bei einem Allgemeinplatz, der auch Änis Ben-Hatira betraf:

Dardai: „Ich werde die Woche über genau beobachten – Tagesform, Spannung und so weiter.“

Das letzte öffentliche Training der Woche, es ging langsam in Richtung Praxistest. Dardai ließ Elf gegen Elf spielen, die Tore wurden dabei auf Höhe der Strafraumkante postiert.

Rot: Körber (Jarstein) – Plattenhardt, Regäsel, Langkamp, Kauter – Ronny (Mittelstädt), Darida, Kohls (Ben-Hatira), Haraguchi – Hegeler, Baumjohann.

Blau: Gersbeck (Burchert) – Weiser, Lustenberger, Brooks, van den Bergh – Beerens, Skjelbred, Cigerci, Stocker – Ibisevic, Kalou.

In Halbzeit eins galt das Hauptaugenmerk der Defensive. O-Ton Dardai I: „Jungs, gegen den Ball gut stehen!“ Das klappte ganz gut, zumindest gemessen an den Torschüssen. Abgesehen von einem Ibisevic-Kopfball, der am Pfosten landete, blieben die Angriffsreihen blass.

Jarstein patzt mehrfach

Im zweiten Durchgang wurde das aggressive Leverkusener Pressing simuliert. Das bereitete vor allem Team Blau im Spielaufbau arge Probleme. Lag auch an Keeper Sascha Burchert, aber natürlich nicht nur. O-Ton Dardai II: „Jungs, wir müssen uns einen Kopf machen!“

Ungewöhnlich: Burcherts Gegenüber Rune Jarstein erlaubte sich mehrere fußballerische Patzer. Innerhalb von gefühlten 45 Sekunden fielen jedenfalls drei Tore, bei einem davon säbelte Jarstein slapstickartig über den Ball. Nun denn. Besser im Training als im Ernstfall. Endstand: 2:1 für Team Blau.

Saisonpremiere für Lustenberger/Brooks

Ernst wird es am Sonnabend ja auch für ein „neues“ Innenverteidiger-Duo. Weil Sebastian Langkamp seine Gelbsperre absitzen muss, werden Fabian Lustenberger und John Brooks auflaufen. Für Dardai kein Grund zur Sorge:

„Letztes Jahr gab es Spiele, in denen wir so richtig gut gestanden haben.“

Nun ja. So mir beim Schnelldurchlauf nichts durch die Lappen gegangen ist, gab es die Startformation Lustenberger/Brooks in der vergangenen Saison dreimal (3., 4. und 18. Spieltag). Die Bilanz: sieben Gegentore. Soll aber nichts heißen. Ist lange her – die Resultate stammen bekanntlich aus der Pre-Dardai-Ära.

Die Nachmittagseinheit wurde übrigens gestrichen. Stattdessen stand Autogramm-Sport auf dem Programm. So sah das aus:

Ab Donnerstag trainieren die Hertha-Profis im Verborgenen. Dafür lest ihr an dieser Stelle, was die Sportliche Führung auf der Pressekonferenz von sich gegeben hat. 


59
Kommentare

hurdiegerdie
2. Dezember 2015 um 17:03  |  512960

Gold


U.Kliemann
2. Dezember 2015 um 17:04  |  512961

Ha!


U.Kliemann
2. Dezember 2015 um 17:06  |  512962

Ich pfeife auf Silber!


Stiller
2. Dezember 2015 um 17:09  |  512963

He 🙂


Blauer Montag
2. Dezember 2015 um 17:17  |  512965

Hertha BSC


Helli
2. Dezember 2015 um 17:55  |  512968

Ich wünsche mir, dass der Rudi Völler am Samstag mal wieder so richtig rumgrantelt!
Mit allem hadert und so!🙃
Dann haben wir einen schönen 2. Advent!


nrwler
2. Dezember 2015 um 18:41  |  512972

Rübergezogen… (sollte die Diskussion um KKR „tot“ sein, einfach überlesen)

Auch ich wollte mich nur ganz kurz in die “KKR-Diskussion” einmischen, und gleich vorweg zugeben, dass VWL (etc.) eher nicht mein “Fachgebiet” ist. Daher bitte ich um Nachsicht, sollten meine Nachfragen arg “laienhaft” sein…

Also im Grunde genommen, versteh ich eig nur ein “real mögliches” Szenario, dass ab dem Jahre 2021 eintreten könnte, vollständig…
Nämlich…
1) KKR stockt seine Anteile auf 33% auf
Dann fließt kein Geld. Hertha muss nicht 36Mio€ zurückzahlen u KKR muss auch kein Geld an Hertha zahlen. Also, alles paletti…

Und jetzt wird schon schwieriger… (für mich)
2) KKR will nicht aufstocken, aber seine 9,7% behalten
Dann muss Hertha 36Mio€ an KKR zahlen, oder? Und sollte man das Geld nicht haben, sich “finanzieren lassen” (=Schulden machen)

3)Hertha will seine (alle) Anteile wieder zurückkaufen
Dann müsste Hertha erst die 36Mio€ wieder zahlen u zusätzlich noch einen Summe “drauflegen”, die 9,7% der Anteile entspricht, oder?! Und das Unternehmen “Hertha BSC” muss dafür natürlich nochmal neu “bewertet” werden. Um die Summe für die 9,7%, zum Zeitpunkt 2021, bestimmen zu können. Gell?

Wahrscheinlich werden jetzt einige (besonders @ub) mit den Augen rollen, weil all dies schon x-Mal beantwortet wurde. Trotzdem, aus dem gestrigen “Refresh” konnte ich mir meine Fragen nicht wirklich beanworten. Viell findet ja einer kurz die Muße, sich meiner Einer anzunehmen 😉

PS: mit anderen (komplexere) Szenario fang ich erst gar nicht an…


Blauer Montag
2. Dezember 2015 um 18:46  |  512973

👋👋👋nrwler 😯
In meinen Augen eine „krass korrekte“ Beschreibung der 3 Szenarien.
Der ich nix hinzu fügen muss.


Uwe Bremer
Uwe Bremer
2. Dezember 2015 um 19:00  |  512974

@DerSitplatzUltra

verabschiedet sich nach 35 Jahren aus der Bundesliga, weil ihn der Fußball langweilt.

Wann fing es an, dass die Mannschaften der höchsten deutschen Spielklasse keiner Idee mehr haben, was sie mit dem Spielgerät machen sollen, wenn sie es in ihrem Besitz haben? Wann wurde aus „Fußball spielen“ nur noch „Gegen den Ball arbeiten“?

– eine Leseempfehlung


jenseits
2. Dezember 2015 um 19:40  |  512979

#Weiser

Manche Spieler bei uns haben eine leichte Überdehnung und laborieren ein Jahr daran. Weiser reißt ein Bein ab, wächst ihm nach zwei Tagen nach und am dritten Tag spielt er mit diesem nachgewachsenen Bein schon wieder im Mannschaftstraining. Das ist doch noch gar nicht durchtrainiert! 🙂

Brooks / Lusti Innenverteidigung finde ich ohnehin juut.

Jarstein soll jetzt aber zulegen und nicht seine Schwächen präsentieren!


Blauer Montag
2. Dezember 2015 um 20:04  |  512981

Also wirklich jenseits. 😉
Kaum wird er gelobt,
vor den Mitgliedern,
von Michael Preetz,
da schwächelt der Jarstein.

Im Training. 😳


Sir Henry
2. Dezember 2015 um 21:23  |  512984

Vielleicht kann mir mal jemand die Ängste erklären, die sich mit dem möglichen Exit von KKR zum Ende der ersten Entscheidungsfrist 2021 (Aufstocken auf 33% ja oder nein) ergeben. Gesetzt den Fall, KKR möchte seine Anteile von 9,7 % zu diesem Zeitpunkt abstoßen aber Hertha hat nicht das Geld, um die Aktien zurückzukaufen. Na und?

Dann wird KKR zusehen müssen, dass sie die Anteile an irgendjemand anderen verkaufen können. Dann wird eben ein neuer Anteilseigner die Prozente haben. Und dann? Nichts dann. Es ändert sich doch nichts.

Entscheidend für Hertha ist doch, ob ein Anteilseigner einen (negativen) Einfluss auf die Geschäfte ausüben kann. So wie ich das verstehe, hat KKR keinen Einfluss aufs Tagesgeschäft. Und durch die massive Minderheitsbeteiligung auch keinen Einfluss auf das strategische Geschäft.

Das Gleiche gilt auch für einen neuen Anteilseigner.

Was also sind eure Ängste?


Ursula
2. Dezember 2015 um 21:52  |  512985

# Nachvollziehbare Inhalte und der
ewig gefährdete „Blogfrieden“…

Der Beitrag um 19:19 Uhr ist total
sinnfrei und „boshaftigkeitig“….

Keine Replik mehr zu diesem Thema!

Der Beitrag um 21:23 Uhr ist „gefühlt“
wie von mir geschrieben…

Inhaltlich richtig und für „jedermann“
nachvollziehbar!

Keine weitere Replik oder Ergänzung!!

Nu abba wirklich!


nrwler
2. Dezember 2015 um 22:09  |  512987

@Sir Henry

Gesetzt den Fall, KKR möchte seine Anteile von 9,7 % zu diesem Zeitpunkt abstoßen aber Hertha hat nicht das Geld, um die Aktien zurückzukaufen. Na und? …

Ok, den Punkt kann ich ja noch nachvollziehen. Dann müsste KKR einen anderen Käufer finden. Und zur Not, mit Verlust verkaufen. (Wenn KKR den unbedingt seine Anteile abstoßen will – Szenario eher unwahrscheinlich, sag ich mal)

Aber wie war das mit den 36Mio€ nochmal (genau)?
Also KKR möchte seine Anteile zwar nicht abstoßen, aber auch nicht auf 33% aufstocken. Müsste Hertha dann zum Stichtag im Jahre 2021 diese 36Mio€ an KKR zuückzahlen?!

Und wenn man (Hertha) die nicht auf seinem „Festgeldkonto“ hat, dann muss man sie „finanzieren“, oder?


Blauer Montag
2. Dezember 2015 um 22:14  |  512989

https://www.youtube.com/watch?v=PPvRsLWlDXw&list=PLalh1vP8ibccw3pV5l7faA8xCOw-rGuz8&index=93

Ian Dury/There ain’t half been some clever bastards

Macht’s gut Nachbarn.


Exil-Schorfheider
2. Dezember 2015 um 22:17  |  512990

@nrwler

Rein theoretisch ist es so, wie Du es ausführst.
Das hat der @Sir nämlich vergessen.

Die 36 Mio sind ja eine Art Hybrid-Darlehen, die nicht Darlehen genannt werden dürfen.

Ebenso fand ich 6. nicht als gleiches Szenario wie 1., da bei letzterem die Ausführung von @Dan nicht bedacht wurde.


jenseits
2. Dezember 2015 um 22:25  |  512991

@ Ursula – 2. Dezember 2015 um 21:52 | 512985

Boshaftig? War anders gemeint.
Sinnfrei?
Tschüssikowski.


hurdiegerdie
2. Dezember 2015 um 22:28  |  512992

Und ich @ Sir habe Schwierigkeiten nachzuvollziehen, dass man alles es suupi findet, wenn eine Heuschrecke 33% der Hertha-Anteile hält und diese günstig erworben hat.

Da es mir aber klar zu sein scheint, dass der Deal mit der KKR ein last exit Hertha war, kann ich damit leben. Der Deal musste sein.

Aber ich kann mir für die Zukunft von „wirklich gut“ bis „mittlere Katastrophe“ alles vorstellen.

Wirklich gut: Hertha löst die Verbindlichkeiten total ab, spart die 36 Mio an, kann die Anteile behalten (vermutlich müssen sie ein paar Zinsen drauflegen).

Immer noch gut: wie wirklich gut, aber Hertha verliert die Anteile, hat aber hat die 36 angesparten Mios, um dann mal wirklich mit Blick auf EL zu investieren.

Nicht mehr gut: Hertha ist zwar schuldenfrei, hat aber keine Reserven, die Anteile sind weg: Kein grosses Kapital um die Mannschaft zu entwickeln und andere Vereine werden an dem Verkauf von Anteilen zu gesteigerten Marktpreisen der Liga eine neue Kluft zu Hertha aufbauen. Hertha kann nicht mithalten, weil die Anteile sind schon verkauft.

Mittlere Katastrophe: Hertha hat das Geld verbraten, KKR will nicht aufstocken, Hertha muss KKR auslösen und das mit neuen Krediten; steht wieder auf dem Stand von vorher.

Warum nur eine mittlere Katastrophe? Wir hatten Hertha 7 Jahre länger.


nrwler
2. Dezember 2015 um 22:40  |  512993

@Exil-Schorfheider
Merci! Tappe ich also wohl total im Dunkeln… 😉
@hurdie
Ja, so in etwa male ich mir auch die möglichen „Zukunfts-Szenarien“ um Hertha aus… Man hat sich Zeit gekauft. Mehr nicht, aber auch was.


hurdiegerdie
2. Dezember 2015 um 22:55  |  512994

nrwler
2. Dezember 2015 um 22:40 | 512993

Ich fand die Ausführungen um 18:41 so falsch nicht, wobei ich bei 1) (was so wohl richtig ist) nicht alles paletti fände und bei 2) nach meiner Einschätzung wohl noch ein paar Zinsen drauf kämen.

Die Frage für mich ist, könnte Hertha die Anteile zu einem „abgemachten“ Preis zurückkaufen, selbst wenn KKR aufstocken wollte, oder diktieren die dann den Preis. Oder einfacher, liegt es nur in der Hand der KKR. Ich glaube ja.

Was Exil-S mit Punkt 6 und @Dan meint, habe ich nicht verstanden 😉


kczyk
2. Dezember 2015 um 23:03  |  512995

*denkt*
eines sollte auch nicht außer acht gelassen werden.
zumindest mir vermittelt sich der anschein, als würde seit dem einstieg der KKR die geschäftsführung professioneller laufen.


nrwler
2. Dezember 2015 um 23:13  |  512996

@hurdie

Die Frage für mich ist, könnte Hertha die Anteile zu einem “abgemachten” Preis zurückkaufen…

Nach meinem Verständnis: Nein.
Hertha hat zwar ein Vorkaufsrecht, muss aber den „marktüblichen“ Preis zahlen. Ganz aus der Luft gegriffen, darf der Preis aber natürlich nicht sein. Es muss, denk ich mal, die gleiche Berechnungsgrundlage angewandt werden, mit der Hertha auf 220Mio€ für knapp 2 Jahren bewertet wurde.

Hab mittlerweile auch den MoPo-Artikel gefunden, indem „alles“ erklärt wird. Hier: http://www.morgenpost.de/sport/hertha-aktuell/article124452314/Fuer-Bundesligist-Hertha-BSC-brechen-goldene-Zeiten-an.html

Zitat: „Die verbleibenden gut 36 Millionen hat der Bundesligist erhalten im Vorgriff für künftige Lizenzgebühren.“ Aber so leid es mir tut, so richtig verstanden habe die 36Mio€ dennoch nicht.

Das einzige, was wohl die (meine) Fragen zu den 36Mio€ beantworten könnte, ist:

Muss Hertha die 36 Millionen zurückzahlen? Vielleicht.

Heißt für mich: Ja, Hertha muss 36Mio€ zurückzahlen, wenn KKR nicht aufstockt. Ergo, entweder jetzt(!) anfangen Geld „beiseite zulegen“ oder dann halt 2021 neue Schulden machen.


nrwler
2. Dezember 2015 um 23:28  |  512998

Aber gut, anscheinend geht man im Friesenhaus davon aus, dass KKR auf die 33% aufstocken wird…

Zwar scheint mir dieses „Szenario“ auch am wahrscheinlichsten, ob das aber eine „gute, verlässliche“ Managemententscheidung ist, weiß ich nicht so wirklich…

Anderseits, wie sähe die Alternative aus? Ca. 6Mio€ pro Jahr ansparen, gleichzeitig aber die Mannschaft „qualitativ verbessern“, den Verein ganz allgemein „weiterentwickeln“, die „Restschulden“ noch begleichen und alle restlichen noch veräußerten Catering-/Marketing Rechte zurück erwerben… Hmm.

Wohl ähnlich anspruchsvoll, wie die Quadratur des Kreises 😉


apollinaris
2. Dezember 2015 um 23:35  |  512999

Ob jetzt professioneller gearbeitet wird, kann ich wirklich nicht beurteilen. Ich weiß nur, dass Liquidität ungemein beruhigend für den Moment ist und im Folgenden alles einen seriöseren Anschein bekommt.
Entscheidungen werden weniger fiebrig gefällt…Und manchmal..hilft es einem auf’s Pferd.


hurdiegerdie
2. Dezember 2015 um 23:37  |  513000

nrwler
2. Dezember 2015 um 23:13 | 512996

Sorry, meine ich wirklich nicht böse, aber der Artikel wurde etwa 25-mal verlinkt und ich habe ihn auf 4 verschiedenen Computern.

Was klar ist: Nimmt KKR die Option war, fliesst kein neues Geld. Alle Fragen zu Rückkaufoptionen oder Zahlungsmodalitäten, stockten sie nicht auf, wurden nach meinem Gedächtnis nie sicher beantwortet.

Wie ich (nur ich!) es verstehe, hat KKR alle Optionen in der Hand, läuft es gut, können sie die Anteile mit höherem Wert nehmen und mit Gewinn verkaufen, läuft es schecht, muss Hertha zahlen (m.E., aber ohne Garantie, mit Zinsen) . KKR verliert nur, geht Hertha Pleite.


2. Dezember 2015 um 23:56  |  513001

wir bleiben dann lieber im Konjunktiv ..verlöre, ginge.
🙂


kczyk
2. Dezember 2015 um 23:57  |  513002

*denkt*
es gibt auch eine noch nicht angedachte möglichkeit.
nehmen wir an, dass der firmenwert von hertha bis 2021 sich von ehemals angenommenen 220 mio € auf vielleicht 330 mio € steigert.
will KKR die 9,7% anteile an hertha halten, müssen sie nachschießen.
dann kann Hertha mit den 36 mio € gegenrechnen.
ansonsten fällt der anteil der KKR auf einen wert, der sich kaum noch versilbern ließe.
aber wer hier glaubt schon an den wirtschaftlichen erfolg der hertha !??


Rayson
3. Dezember 2015 um 0:06  |  513003

Also Leute, nach allem, was ich gelesen habe, und nach allem, was mir im Umfeld von solchen Investoren wahrscheinlich erscheint: Das maximale Risiko besteht offensichtlich darin, dass KKR seine Beteiligung auf ein Drittel aufstocken könnte, sofern das alte Darlehen nicht zurückgezahlt wird. Insolvenzgefahr gleich Null.

Btw. Hat jemand einen Link auf den letzten betreffenden Jahresabschluss? Ist nicht ganz einfach zu finden.


nrwler
3. Dezember 2015 um 0:08  |  513004

@hurdie
Kein Problem, alles gut. Und weiß ich ja eig auch… Wollte nur „zeigen“, vorher mein darauffolgendes Zitat kommt… 😉


coconut
3. Dezember 2015 um 0:30  |  513005

@ kczyk
2. Dezember 2015 um 23:57 | 513002

Zitat:
„will KKR die 9,7% anteile an hertha halten, müssen sie nachschießen.“
Das ist falsch.
Sie haben ja die 9,7% schon bezahlt. Die (mögliche) Wertsteigerung ist Teil des Deals. Die KKR ist doch kein Wohltätigkeitsverein…
Oder würdest du für deine anno 1990 gekauften Aktien jetzt noch 50% draufzahlen, weil die so viel an Wert gewonnen haben?

Hapert wohl etwas mit dem Denken…….

@ Rayson
3. Dezember 2015 um 0:06 | 513003
Nein!
Das maximale Risiko besteht darin, das die KKR eben nicht auf 33% aufstocken will, Hertha aber dafür schon das Geld kassiert hat. Dann müsste Hertha diesen Betrag (36Mio€?) zurückzahlen…..


wolfka
3. Dezember 2015 um 2:14  |  513006

Danke
@Uwe Bremer
2. Dezember 2015 um 19:00 | 512974
für den link für Fußballinteressierte !
Das unendliche Breittreten über den KKR-Deal hatten wir eigentlich schon vor ca.18 Monaten ausführlich .

OT,
die Spalte ‚ letzte Kommentare ‚ : vielleicht kann man mit einer 24h Zeitangabe arbeiten . Oder man erweitert mit am u. pm


Rayson
3. Dezember 2015 um 2:17  |  513007

@coconut

Nach allem, was mir bekannt ist, kann KKR auf die Rückzahlung der 36 Mio. € nicht bestehen, sondern nur die Umwandlung in EK verlangen. Alles andere macht auch wenig Sinn.


Dan
3. Dezember 2015 um 6:25  |  513008

@Rayson
….?
Macht es Sinn oder ist es sinnvoll, wenn KKR auf 36 Mio. verzichtet, weil sie keine Umwandlung in EK (?) verlangen?

Kann man wirklich glauben, dass es da keinen vertraglichen Modi gibt, der eine „Tilgung“ von 36.0 Mio „Vorschuß“ vorsieht?

Ich denke uns sind nur die allernötigsten mitteilungspflichtigen Eckdaten dieses Deals bekannt und ich glaube wir hatten auch nicht das bessere Blatt in der Hand um Spitzenkonditionen auszuhandeln. Lediglich der „Testballon“ von KKR in der Branche könnte ggf. für moderate Konditionen gesorgt haben. Aber ganz sicher nicht den Verlust von 36. Mio..


Herthas Seuchenvojel
3. Dezember 2015 um 8:06  |  513009

Morix
3. Dezember 2015 um 9:04  |  513010

Ein Kommentar der nichts mit dem Blogbeitrag zu tun hat und die Diskussion von gestern wird hier weiter geführt. Warum eigentlich? Ist es nicht eigentlich so, dass man eine Diskussion dort führt wo der Blogger sie angeschoben hat?

Man hat den Eindruck das die Angst des jeweiligen Schreibers vor herrscht, dass sein Kommentar nicht von allen gelesen wird, wenn er ihn nicht in das neu eröffnete Thema schreibt. Wobei es ja kein Problem wäre die Diskussion „drüben“ weiter zu führen. Und darüber hinaus ist es dem Themenstarter gegenüber auch ein wenig unhöflich.

Btt: Weißer sollte nur spielen wenn er richtig genesen ist. Ich fand Regäsel hat seine Sache sehr gut gemacht. Davor Haraguchi auch – wobei der auch gerne auf links darf. Sehe da nicht so den Änderungsbedarf.
Bin mir eher momentan mit dem defensiven Mf nicht so sicher. Wenn Lusti in die IV geht. Darida ist zwar immer abspielbar aber so richtig überzeugt hat er mich die letzten Spieltage nicht.


nrwler
3. Dezember 2015 um 9:51  |  513011

@morix

Ist es nicht eigentlich so, dass man eine Diskussion dort führt wo der Blogger sie angeschoben hat?

Ok, werde versuchen Deinen Vorschlag in Zukunft zu beherzigen.

Dennoch eine kurze Anmerkung: Würde man diesen Vorschlag immer konsequent umsetzen, würde dieser Blog ein „themenbezogener“ Blog werden, oder? Also jedes Thema hätte seinen eigenen Thread.

Da in den nunmehr 5 Jahren, seitdem dieser Blog ins Leben gerufen wurde, es gefühlt keinen Diskussion mehr gibt, die es vorher nicht auch schon iwann mal gab. Und wenn jede Diskussion nur dort weiter geführt werden würde, in dem ein Blogger sie einstmals „angeschoben“ hat, würde es iwann für jedes Thema einen eigene Thread geben. Denk ich mal.

Aber ich versteh schon was Du meinst. Nichts für ungut.


Opa
3. Dezember 2015 um 10:02  |  513012

#Übersichtlichkeit
Das ist halt der Nachteil, wenn man nur mit Blogkommentarfunktion als einzige Kategorisierung arbeitet. Ich finde es auch nicht schlimm, Diksussionen „hinüberzuziehen“, weil der Tagesbeitrag ja nur so eine Art Framework für die sich fortsetzende Diskussion bildet. Wem das nicht gefällt, kann sich entweder beim Blogpapi ein Taschentuch abholen oder woanders schreiben, wo etwas mehr „Ordnung“ herrscht. Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass einer der Blogchefs das als respektlos betrachtet. Ich jedenfalls werde immer im aktuellen Tagesthema diskutieren und lasse mich zwar dafür anpöbeln, aber sicher nicht abschieben.

#Weiser
Hui, schlurft demotiviert über den Platz, wird vom Kapitän dafür angepflaumt, der Trainer äußert sich vieldeutig, scheint ja Feuer unterm Dach zu sein. Mal gucken, welche Kräfte sich daraus freisetzen, Hauptsache keine „gegenläufigen“.

#Gegenläufige Kräfte
Apropos gegenläufige „Kräfte“ – das mit Jarstein und Kraft dürfte noch lange nicht ausgestanden sein. Gleiches gilt für die Themen Brooks, Self-Hatira u.a., die zurückkehren und bestätigt meine Prognose, dass das kein Luxusproblem, sondern die eigentliche Herausforderung für Pal ist. Hoffen wir, dass er das hinkriegt, übern Berg sind wir nämlich noch lange nicht mit unseren 23 Punkten. Samstag wartet einer der „Großen“, niemand erwartet einen Sieg gegen die Pillendreher, aber ein entscheidendes Indiz zum aktuellen Stand wird sein, wie sich die Mannschaft präsentiert. Kämpft man geschlossen oder gibt´s Anzickereien? Schafft es die Mannschaft wieder, ein bereits gezeigtes Kurzpasspiel zu zeigen oder gehen weitgehend unbedrängt Bälle verloren?

#Tagesvorschau
Nachher brummt mein Handy wieder wie verrückt, wenn Hertha die Pressekonferenz twittert. So, wie wir Pal kennengelernt haben, wird er sich kaum in die Karten gucken lassen und die eine oder andere sehr selbstbewusst vorgetragene Nebelkerze zünden, das gehört wohl zum Rasenschach und zur Menschenführung aber dazu.

#Sitzplatzultra
Uwe Bremer hat gestern einen Artikel verlinkt, den ich bemerkenswert finde, weil er mir in vielen Punkten aus der Seele spricht. Auch ich bin müde (und mir darüber bewusst, dass es vielen eine Heidenfreude bereitete, wenn ich mich zurückzöge), aber noch bereitet mir das Drumherum zu viel Freude. Was da auf dem Rasen stattfindet, interessiert mich am Rande, weckt aber keine Begeisterung. Wegen des Sports wird man aber auch kaum Herthafan.


Freddie
3. Dezember 2015 um 10:28  |  513013

http://www.augsburger-allgemeine.de/neu-ulm/Nach-Rauswurf-Basketball-Spieler-verklagt-Bundesligisten-Ratiopharm-Ulm-id36256467.html

Sprengstoff?
Die Arbeitsrichter argumentieren, dass in D befristete Arbeitsverträge über zwei Jahre nicht zulässig seien. Für den Sport gäbe es keine Ausnahme.


Dan
3. Dezember 2015 um 11:05  |  513014

@freddie

uijuijuijuijui


Jack Bauer
3. Dezember 2015 um 11:24  |  513015

@Opa: Mal ganz blöd gefragt: Durch was genau siehst Du Deine Prognose bestätigt? Bisher habe ich von Ben-Hatira kein Wort vernommen, selbiges gilt für Kraft. Auch Beerens und Stocker verhalten sich ruhig. Ich bezweifle nicht, dass speziell die Torwart-Frage Brisanz birgt, aber frage mich gerade wodurch du bestätigt wurdest?

@Weiser: Die Mannschaft und Pal werden das schon klären. Da kann man nun wirklich vieles reininterpretieren. Privater Stress oder sonstwas. Er wird wissen, dass er sich Samstag reinhauen muss. Abgesehen davon für mich momentan unser wichtigster Mann und potentiell einer, der uns mal die 36 „KKR-Mio.“ einbringen könnte.


Uwe Bremer
Uwe Bremer
3. Dezember 2015 um 11:35  |  513016

@Diskussion

wir machen oben im Blogeröffnungstext ein Angebot. Das wird von Euch manchmal mehr kommentiert, manchmal weniger. Manchmal entwickeln sich im Lauf des Tages neue/andere Themen. Manchmal wird ein Thema aus dem Vorthread mit rüber genommen, weil es interessiert.
Ich kann mit allen Varianten leben.

@gegenläufigeKräfte

Der Fachausdruck im Mannschaftssport für solche Konstellationen lautet: Konkurrenzkampf.
Diese Situation ist von Trainer und Manager innerhalb eines Kaders ausdrücklich erwünscht. Mittlerweile hat Hertha diese Konstellation auch auf der Position im Tor. Ich finde das normal.
Die Beteiligten wissen das. Die Herausforderung für sie ist, damit vernünftig umzugehen.
Finde nicht, dass man die Beteiligten gegeneinander ausspielen muss.

@KKR

finde, dass diverse Szenarien, die hier durchgespielt werden, an der Realität vorbeigehen.
KKR ist nicht aus Liebe zum Fußball unterwegs. Die wollen mit dem Sieben-Jahres-Investment in Hertha Geld verdienen.
KKR verdient nur Geld, wenn es Hertha gut geht ( = die Entwicklung positiv ist).

Mir fällt keine Konstellation ein, in der KKR mit großen Geldsäcken aus der Tür geht und Hertha ohne Zukunftsperspektive zurückbleibt.


hurdiegerdie
3. Dezember 2015 um 12:11  |  513017

Uwe Bremer
3. Dezember 2015 um 11:35 | 513016

Mir fällt keine Konstellation ein, in der KKR mit großen Geldsäcken aus der Tür geht und Hertha ohne Zukunftsperspektive zurückbleibt.

Mir auch nicht!


3. Dezember 2015 um 12:13  |  513018

..wenn es nicht übertrieben wird, ist das weitgehend Themenoffene (für mich) das Lebendige und Besondere an diesem blog. Wie fesselnd es dann wird, hängt natürlich auch von den Diskutanten ab. Die Höflichkeit gegenüber des bloggers ist dann gegeben, wenn hier fleissig geklickt wird, ohne zu spamen.


3. Dezember 2015 um 12:15  |  513019

…wobei „spam“ immer im Auge des…usw, ,,liegt..schon klar. 🙂


catro69
3. Dezember 2015 um 12:33  |  513020

@ub
Du hast die 36 Mio mal selbst als Vorgriff auf Lizenzgebühren bezeichnet.
Ich verstehe das so, dass Hertha sich „seine“ Lizenzen zurückgekauft hat und nun wieder damit Geld verdient. KKR sitzt daneben und ist an diesen Einnahmen beteiligt (weil Geldgeber für den Rückkauf).
Hat diese Form der „Rückzahlung“ mittlerweile begonnen und wenn ja, über wieviel reden wir? Ich könnte mir vorstellen, dass der Einnahmeanteil von KKR die 36 Mio innerhalb des Vertragszeitraums einerseits deckelt und zum anderen ein entsprechender Gewinn abfällt. Bei dieser Form der Finanzierung soll die Gewinnerwartung des Investors branchenüblich bei rund 20% (+/- 5%) liegen.
Kann es sein, dass Hertha nun jährlich rund 6 Mio an KKR zahlt und nicht weiß, wie KKR sich nach der Vertragslaufzeit entscheidet?
Wenn ich dich richtig verstanden habe endet die „Abzahlung“, also die Einnahmebeteiligung KKRs erst, wenn KKR seinen Aktienanteil per Option auf 33% erhöht. Kann es also sein, dass Hertha, sagen wir mal 30 Mios „zurückzahlt“ und KKR dann von seiner Option Gebrauch macht?
Dann hätte KKR nach catros Milchmädchenrechnung 33% Herthaanteile zum Preis von 24 Mios (18 Mio für die bisherigen 9,7% + 6 Mio die Hertha nicht „zurückzahlen“ müßte) erworben.
Vorteil wäre dann, Hertha könnte die Lizenzeinnahmen zu 100% behalten.
Nachteil wäre, Hertha hätte sich zu nem Spottpreis verkauft.
Ich hoffe, du konntest mir folgen und kannst mir meine Sorgen nehmen.


Opa
3. Dezember 2015 um 13:03  |  513021

#Finanzen
Es dürften ja noch weitere „Altlasten“ in Form der Genussscheine dazukommen, nicht umsonst spricht Schiller immer von der Tilgung „zinstragender Verbindlichkeiten“. Allein Pudwill bekommt 6 Mio. € Genusscheinkapital zurück, dazu muss noch der „Geheiminvestor“ bedient werden. Mag ja sein, dass man bei KKR das Heft des Handelns in der Hand hat, bei den anderen wissen wir es nicht. Zieht man diese Zahlungsverpflichtungen ab, dürfte der kürzlich präsentierte, stattliche Eigenkapitalberg auf eine Flachlandebene in der Nähe des Meersspiegels absinken. Soll sagen: Wir haben die Schlinge etwas lockerer um den Hals sitzen, den Kopf rausgezogen haben wir noch lange nicht.

#Arbeitsgerichtsurteil
Also ich lese daraus zunächst einmal, dass die Rechtswirksamkeit der Kündigung aufgrund einer Leistungsverschlechterung im Mittelpunkt stand und dies richtigerweise verneint wurde und sich das Urteil nur am Rande mit der Befristung des Vertrags beschäftigt und auf die grundsätzliche Rechtslage verweist, dass ohne entsprechenden Sachgrund eine Befristung über 2 Jahre hinaus nicht möglich ist. § 14 Teilzeit- und Befristungsgesetz nennt nur Beispiele, die für den Profisport in Form eines „Verscheleißtatbestandes“ von der Rechtsprechung für Trainer, aber nicht für Spieler anerkannt sind. Auch im Profifußball gab´s in Mainz für deren Torwart Heinz Müller ein entsprechendes Urteil der ersten Instanz, das Berufungsverfahren ist noch anhängig. Sauber lösbar wäre das Thema aber über einen Tarifvertrag für Spieler. Interessanter Artikel dazu auf http://www.juraexamen.info/befristung-von-profisportlern-wird-mueller-zubosman-ii/


Dan
3. Dezember 2015 um 13:19  |  513022

@catro

Vielleicht habe ich dich falsch verstanden, aber das liest sich ja wie als wenn Hertha doppelt für die eine Sache zahlen würde.

Ich kann mit meiner folgenden Annahme vollkommen falsch liegen, aber, nur aus dem Gedächnis, fiel dieser Begriff „Vorgriff auf Lizenzgebühren“ im Zusammenhang mit der Erklärung „warum es sich um kein Dahrlehen handelt“. Ich lese das eher als einen „Verbuchungstrick“ damit diese 36.0 Mio. irgendwo auftauchen, aber nicht als Verbindlichkeit.

Denn wenn Deine Annahme richtig wäre, dann bekam Hertha Geld kaufte sich davon ihre 100% zurück, müssten dann 7 Jahre xx Mio. zahlen und KKR könnte dann am Ende auch noch auf 33% aufstocken. Das wäre ja Wahnsinn.

Ich hoffe mal, dass es so ist, dass KKR an einer Marktwertsteigerung des Vereines interessiert ist und ihre Gewinnmarge dort sehen. Jede rausgezogene Million wäre dann konterproduktiv. Und ich hoffe weiter, dass „Vorgriff auf Lizenzgebühren“ vielleicht der, von mir übersehende, Rettenungsring ist, wenn KKR nicht aufstockt und wir nicht die 36.0 Mio haben, dass dann KKR nach sieben Jahren von uns zur Abzahlung xx% von den Linzenzgebühren/rechten erhalten.


elaine
3. Dezember 2015 um 13:56  |  513023

Dan 3. Dezember 2015 um 13:19

ich habe bisher auch nirgends gelesen, dass Hertha jetzt an die KKR zahlt, das läuft erst 2021 an, wenn die KKR nicht aufstockt

wenn KKR nicht aufstockt und wir nicht die 36.0 Mio haben, dass dann KKR nach sieben Jahren von uns zur Abzahlung xx% von den Linzenzgebühren/rechten erhalten.

Ich versuche das auch ganz locker zu sehen.
wenn Hertha weiter den Marktwert steigert, werden sie schon auf 33% aufstocken, denn die sind dann wesentlich mehr wert, als die 36Mio , um dann weiter Investor zu bleiben oder mit Gewinn zu verkaufen und wenn nicht, kann auch Hertha einen neuen Investor finden, der dann zu dem Marktwert die Anteile kauft. Bei gestiegenem Marktwert, könnten für 36 Mio dann auch weniger Anteile verkauft werden,
Stand heute ist der Marktwert doch schon gestiegen und KKR wird auch daran mitwirken, dass das weiter passiert, um dann , wie @Dan schreibt auch zu profitieren.
Falls Hertha den Marktwert nicht steigert, was nicht anzunehmen ist, wäre das der Supergau, aber auch nicht schlimmer, als vorher.
Wie auch schon geschrieben wurde, vor dem Deal mit KKR hatte Hertha wohl nicht mehr so viele Möglichkeiten
Frei nach dem Motto *Freedom’s just another word for nothin‘ left to lose*


Uwe Bremer
Uwe Bremer
3. Dezember 2015 um 14:21  |  513024

@catro

Du hast die 36 Mio mal selbst als Vorgriff auf Lizenzgebühren bezeichnet.

Um genau zu sein, habe ich wieder gegeben, wie Hertha mir den Zweck erkärt hat, wofür die genannten 36 Millionen ausgegeben wurden.
Du hast die 36 Mio mal selbst als Vorgriff auf Lizenzgebühren bezeichnet.

Hat Hertha ein Darlehen aufgenommen?

Nein. Die 61,2 Millionen Euro, die Hertha erhalten hat, setzen sich aus drei Elementen zusammen: Für rund 18 Millionen Euro hat KKR knapp zehn Prozent der Anteile der Hertha-Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) erworben. Dann hat Hertha einen Unterschriftsbonus für künftig zu erzielende Gewinne erhalten (sieben Millionen). Die verbleibenden gut 36 Millionen hat der Bundesligist erhalten im Vorgriff für künftige Lizenzgebühren. „Hertha BSC hat kein Darlehen aufgenommen“, sagte Ingo Schiller, der Finanzchef von Hertha BSC. „Alle Maßnahmen, die wir mit KKR beschlossen haben, dienen dazu, die Eigenkapital-Seite von Hertha zu stärken.“ Dieser Unterschied ist wichtig. Hätte Hertha ein Darlehen aufgenommen, wären diese als Verbindlichkeiten aufgetaucht.

Quelle

Die Konstruktion ist (glaube ich) nicht so, wie Du sie skiziert hast.
Es ging darum, eine Konstellation zu finden, dass
a) Hertha die insgesamt 61,2 Millionen erhalten kann
b) weder die gesamte Summe noch Teile der Summe als Darlehen gewertet werden, sondern der Eigenkapital-Seite von Hertha zuzuschlagen sind. Die Konstruktion muss sowohl gegenüber der DFL als auch dem Finanzamt standhalten

Nach 1 3/4 Jahr haben wir registriert, dass Hertha bisher keine Rückstellungen gebildet hat.
Ich glaube nicht, dass Finanzchef Schiller dasitzt und zockt („Mal gucken, ob KKR auffältt, dass sie eigentlich Anspruch auf Geld von uns hätten“). Vielmehr wird Schiller, die Art wie Hertha finanziell agiert, mit KKR absprechen.
Weil es im Interesse sowohl von Hertha als auch von KKR ist.

Angenommen: 2021 verkauft KKR seine Anteile (egal ob 9,7 oder 33 Prozent). Der Preis, den sie dann erhalten, hängt auch von der Zukunftsprognose ab, die Hertha zu jenem Zeitpunkt gestellt wird.
Mein Menschenverstand sagt: Wenn sich der Profifußball bis 2021 sehr gut entwickelt hat, der Markenwert von Hertha dann aber nur ein wenig besser taxiert wird als 2014, wäre das kein lukratives Geschäft.
Es ist unbedingt im Interesse von KKR, dass Hertha 2o21 eine (sehr) gute Zukunftsprognose hat – weil die Anteile an Hertha dann mehr Wert und entsprechend teurer zu verkaufen sind.

@elaine

zu „freedom’s just another word for nothin‘ left to lose“

Pink – Me and Booby McGee /


polyvalenz
3. Dezember 2015 um 15:16  |  513025

@ub

Was meinst Du mit einer „sehr guten“ Entwicklung des Profifußballs?


Opa
3. Dezember 2015 um 15:21  |  513026

Die Bahn macht jetzt Werbung mit Opa

Tse, ich erwarte sofort meinen Werbevertrag, sonst zieh ich die Notbremse 😂


hurdiegerdie
3. Dezember 2015 um 16:18  |  513027

Ich packe mal einen anderen Artikel als den von @ub rein, nicht dass wir immer das gleiche lesen müssen 😉

http://www.finance-magazin.de/meinungen/dritte-halbzeit/finanzinvestor-kkr-pusht-hertha-bsc-berlin-1354489/

Ich glaube zwar, dass der etwas falscher ist, als das, was @ub uns berichtet, aber in der Schnittmenge kann man erkennen, was man wohl als gesichert annehmen kann. 😉

Ich mag ja den Begriff „eigenkapitalähnliches Darlehen“, wo es sich doch um darlehensähnliches Eigenkapital handelt. :rofl:


Opa
3. Dezember 2015 um 16:23  |  513028

Eigenkapitalähnliches Darlehen vs. darlehensähnliches Eigenkapital erinnert ein bißchen an Volksfront von Judäa vs. judäische Volksfront


Exil-Schorfheider
3. Dezember 2015 um 16:39  |  513029

@hurdie

Den hab ich damals nach Erscheinen auch mal rein gestellt.
Da wurde mir beschieden, dass der Autor sehr weit weg sei von Hertha.


hurdiegerdie
3. Dezember 2015 um 16:54  |  513030

Exil-Schorfheider
3. Dezember 2015 um 16:39 | 513029

deshalb sage ich ja: die Schnittmenge kann als gesichert angesehen werden. Es sind 36 Mio und die müssen auf die eine oder andere Weise zurückgezahlt werden. Sei es über Anteile oder cash.

Der Rest variiert: Kann Hertha, wenn sie es wollte, zu einem festen Preis (mit Zinsen) die Übernahme der Aktien verhindern (vermutlich mit Zinsen) oder liegt es allein in der Hand der KKR, wie der Deal zm Ende abläuft.

Da verstehe ich @ub eher so, dass es die KKR entscheidet und sowieso Hertha gar nicht darauf aus ist, sich nicht an KKR zu verkaufen.


apollinaris
3. Dezember 2015 um 17:47  |  513031

OT…# Uwes Link zum Rasenfunk..
Witzig…anscheinend nahezu zeitgleich zu @bremers link hatte ich nahezu 1:1 die gleiche Litanei @ Kliemann und @ bb…gegenüber abgelassen..Überschrift : Fußball- Verdruß… 😎😏
Gäbe es Hertha nicht, würde ich will längst ausgestiegen sein.


Freddie
3. Dezember 2015 um 18:14  |  513032

Na wenn keiner will, mach ich ihn

https://m.youtube.com/watch?v=rYdjCHylDpY


catro69
3. Dezember 2015 um 19:45  |  513048

@Dan
Hast mich richtig verstanden.
Zugegeben, es wäre ein denkbar schlechter Deal, hoffe, es läuft eher so, wie du es beschreibst.
Schlechter Deal ist aber auch, dass Hertha ein Drittel seines Markenwerts (220 Mio) zum Preis von 27,82 % (61,2 Mio) abgegeben haben könnte. Der Gewinn, den KKR allein durch Inanspruchnahme der Option schon jetzt hätte, läge bei 5,48 % von 220 Mio bei erstaunlichen 12, 056 Mio. Ohne Marktwertsteigerung oder Gewinnbeteiligung aus dem 9,7%-Paket. Klar, nur ein Buchwert, aber immerhin.
Steigert Hertha seinen Markenwert in den sieben Jahren lediglich um fünf Prozent, also um 11 Mio, wäre ein Drittel Hertha 77 Mio wert und KKR könnte 15,8 Mio Gewinn erklären, was ungefähr 25% Rendite entspräche.
Steigert Hertha seinen Markenwert jährlich um 1 %, wäre die KGaA 2021 rund 238 Mio wert, KKR-Gewinn (79,3 Mio Anteil): 18,13 Mio oder ca. 30 % Rendite.
Bei einer jählichen Steigerung von 2 % geht die Rendite Richtung 38%…
Sollte der Markenwert unerwarteter Weise fallen, auf z.Bsp. 200 Mio, könnte KKR immer noch 5,5 Mio Gewinn „verbuchen“.

Mit der Zahlenspielerei will ich nur zeigen, dass sich KKR auf eine ziemlich sichere Seite begeben hat. Vielleicht wird Hertha noch ein wenig nebenbei gemolken, damit auch wirklich kein Verlust für die Investoren entstehen kann, so ne Art „Abstiegszusatzversicherung“?
Kann mir einfach nicht vorstellen, dass KKR jetzt nicht in irgendeiner Art und Weise mitverdient, muss ja nicht so extrem sein, wie ich es heute Mittag angedeutet habe.

PS: Sorry für die späte Reaktion, wurde immer wieder abgelenkt.

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