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(ub) – Macht Euch auf was gefasst.  Vor Euch liegt einer der längsten Einträge, den wir bei Immerhertha je veröffentlicht haben. Hatte ja um Beiträge von Euch gebeten für die Zeit zwischen den Jahren. Unabhängig voneinander haben drei von Euch jeweils desselben  Themas angenommen: Mit Blick auf die formidable Hinrunde von Hertha, Liga-Dritter mit 32 Punkten – wie umgehen mit den Erfolg in der Rückserie? Und was ist als Saisonende wünschenswert: Europa League? Königsklasse? Oder doch lieber kein Europa-Cup?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, und mit Blick auf die jüngere Hertha-Vergangenheit eine Menge Emotionen.

Ein Saisonziel ist ein Saisonziel ist…

Von @playberlin

Fußballdeutschland reibt sich verwundert die Augen: Hertha BSC – noch vor wenigen Monaten ein heißer Abstiegskandidat, der nur mit viel Glück den Klassenerhalt schaffte – spielt eine bärenstarke Hinrunde, begeistert mit sehenswertem Offensivfußball, einer kompakten Defensive und überraschend souveränen Darbietungen im Stile einer Spitzenmannschaft. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Platz 3 nach der Hinrunde 2015/2016, nur die schier übermächtigen Bayern und Dortmund stehen noch besser da.

 

Als nicht gerade erfolgsverwöhnter Anhänger von Hertha BSC ist man daher durchaus geneigt, sich dem Traum vom Europapokal hinzugeben. Allzu lange war man abstinent, praktisch verschwunden von der Landkarte des europäischen Spitzenfußballs. Zuletzt schied man 2009/2010 aus der Zwischenrunde der Europa League aus. Gegen Benfica Lissabon setzte es im Februar 2010 nach dem 1:1 im Hinspiel auswärts ein deutliches 0:4. Wer die Namen der damals von Friedhelm Funkel aufgebotenen von Bergen, Kringe, Nicu und Gekas hört, denkt unweigerlich an die katastrophale Abstiegssaison, die den Beginn der sportlichen Durststrecke in den vergangenen Jahren einläutete, von manch einem als „temporäre sportliche Delle“ betitelt. Und nun scheint eine realistische Chance zu bestehen, im Mai 2016 einen der begehrten Tabellenplätze zu bekleiden, welche zur Teilnahme am Europapokal berechtigen, sei es die Champions League oder die kleinere Schwester Europa League.

Demut vs Mut

Dem gegenüber steht die in den letzten Jahren unermüdlich propagierte Demut der Verantwortlichen, welche einher geht mit der Zielstellung einer dauerhaften Etablierung in der Bundesliga. Darüber hinaus, so insbesondere ein Argument der Mahner, müsse das Team erst beweisen, dass es diese Form über die Winterpause hinaus konservieren und dauerhaft im Stile einer Spitzenmannschaft agieren kann. Allzu oft folgte einer überzeugenden Hinrunde eine enttäuschende Rückrunde.

 

Was nun? Sollte Hertha das Saisonziel Klassenerhalt vorerst beibehalten und nach Erreichen der 40-Punkte-Marke eine Korrektur vornehmen? Oder kann man der Öffentlichkeit ob der überzeugenden Leistungen und des beruhigenden Vorsprungs auf die unteren Tabellenränge gar nicht mehr ernsthaft verkaufen, es gehe einzig und allein darum die Klasse zu halten? Oder bietet es sich womöglich an, sich ausschließlich auf das Sportliche zu konzentrieren und lediglich von Spiel zu Spiel zu denken?

Donnerstag gegen einen Klub aus Zypern

Was meint Ihr dazu, wie ordnet Ihr diese fantastische Hinrunde ein? Welche Entwicklung kann und wird Hertha noch nehmen und welche Ambitionen sollten vor dem Hintergrund des aktuellen Tabellenplatzes kommuniziert werden (dürfen)? Oder wäre bspw. die Teilnahme an der Europa League eher Fluch als Segen, weil die Belastung der Spieler steigt und die Aussicht auf ein Donnerstagabendspiel im leeren Olympiastadion gegen weißrussische oder zypriotische Vertreter doch eher Ernüchterung als Euphorie hervorruft.

 

Feuer frei für eine hoffentlich konstruktive Diskussion.

  • — – – – – – – – – –

 

Kühler Kopf statt Größenwahn

Von @kruehil

Wenn man die von Pal Dardai eingeforderte Arbeitsmoral und die auf das jeweils nächste Spiel akribisch fundiert ausgerichtete Zielstellung auch für die Rückrunde – wohl berechtigterweise – voraussetzt, wird es nach dem Erreichen des Nahziels (40 Punkte) nicht ausbleiben, daß sich einerseits das Vereins-Management sehr sachlich, der Fankreis voller positiver Stimmung und die Öffentlichkeit unter Führung der Medien mit besonderer Begeisterung und ausufernder Euphorie mit der obengenannten Frage auseinandersetzen werden – unabhängig davon ob der Tabellenbereich letztendlich erreicht wird.

Davon völlig unberührt bleibt jedoch erfreulicherweise die sportliche Arbeit der Mannschaft, denn dank der einfachen, aber für die Psyche der Spieler genialen dardaischen Philosophie ist ja die an Tabellenplätze ungebundene Weiterentwicklung der Mannschaft das übergeordnete Ziel.

Kontinuierliche Entwicklung

Der Sinn des Sportes ist es Höchstleistungen anzustreben, also zielgerichtet auf Erfolg, auf Sieg zu arbeiten. Daher ist der letztendlich erreichbare Tabellenplatz unter sportlichem Gesichtspunkt nicht kalkulierbar, sondern allein von der auf längerfristigen Basis zu verwirklichen Arbeitsleistung abhängig – zuzüglich unwägbarer Umstände, z.B. Verletzungen, etc.

Und daraus ergibt sich ebenso zwangsläufig, das sich die vielerorts bereits jetzt, und nicht nur in Fankreisen, diskutierte Frage, ob die „alte Dame“ Hertha schon bereit wäre für Europa, überhaupt nicht stellt.

Wenn die Mannschaft das auf kontinuierliche Entwicklungsarbeit basierende Niveau halten kann und dazu das vom Trainerteam angestrebte nächste Ziel im Auge behält, kann sie der dabei am letzten Spieltag erreichte Tabellenplatz – gewollt oder ungewollt – zu Europa verurteilen.

Hertha hat das Potenzial

Dabei erscheint der aktuelle Spielerkader in topfiter Vollbesetzung – sofern keine erneuten Verletzungen wichtige Protagonisten zum langen Aussetzen verdammen – für die sportliche Aufgabe Europa-League durchaus ausreichend, denn eine große Zahl der anfänglich möglichen Gegner überschreitend nicht das durchschnittliche Bundesliga-Niveau.

Problematischer erscheint dabei schon die ab Mitte September erfolgenden Mehrfachbelastungen im wöchentlichen 3-Spiel-Rythmus, die bei dem von Hertha derzeit gepflegten, laufaufwendigen Stil selbst bei bester konditionellen Grundlage bald an die Substanz und damit zu Lasten des Tagesgeschäftes, der Bundesliga, gehen könnte.

Als Vorteil erscheint im Hinblick auf die von Spiel zu Spiel schauende Trainerstrategie und ohne Anpeilung eines Endzieles aber eine Gewöhnung an internationale Gegner und eben auch die trainertaktische Aufgabe angesichts der anhaltenden Rhythmus-Belastung spieltaktisch gleichwertige Lösungen zu erarbeiten, während die wirtschaftliche Komponente dieses Wettbewerbs dabei – außer den Aufwendungen und deren Ausgleich bei den minimalen Umsätzen – keine entscheidende Rolle spielen dürfte.

Europa League in Neuruppin?

Bei Heimspielen in Berlin dürfte eine Resonanz von um die 8000 Zuschauer bei Spielen gegen armenische, kasakstanische oder aserbaidschanische Gegner schon eine Traumzahl vorstellen, wobei die Nutzung des Olympia-Stadions ein Witz wäre, vielmehr die Frage auftauchen würde eventuell in umgebene Städte im Fan-Einzugsbereich auszuweichen (z.B. Neuruppin, wie bei Testspiel gegen Rayo Valencano in 2015)

Sollte letztlich gar die Champions-League herausspringen, kommt neben der sportlich bedeutend höheren Anforderung an besonderer Stelle die wirtschaftliche Komponente ins Spiel.

Schon der Tabellenplatz zur Quali-Teilnahme wäre lukrativ, weil daraus die Möglichkeit entsteht den geplanten Jahresetat zu vergolden.

Für Europa muss Hertha personell aufrüsten

In diesem Bereich erscheint Nachrüstung an sportlicher Qualität nötig, die jedoch haargenau in den bestehenden Kader passen, die gleiche Teamfähigkeit mitbringen muß (also beste Arbeit der Scouting-Abteilung und eine bis in die Einzelheiten gehende Abstimmung zwischen Management und Trainerstab voraussetzt) – und die seltsamerweise bei CL-Kandidaten deutlich höhere Transfersummen-Anforderungen bringen wird.

Der absolute Anreiz für eine Vereinsführung ist natürlich die Möglichkeit eines Quantensprungs, ein Jahre überspringender Schub in der wirtschaftlichen Entwicklung des Vereins, dem jedoch das absolute Risiko des Verlustes der gesamten sportlichen, mühsam erarbeiteten, sportlichen Grundlage gegenübersteht.

 

Nebenbei sorgt die Champions League nachweisbar für einen gefährlichen Kreislauf: willst du sportlich erfolgreich sein, bedeutend das Investition in sportliches Niveau, gleichzeitig aber auch Mehraufwendungen für erfolgbedingte Leistungen an den Spielerkreis. Die aufgewendeten Mittel bedürfen der Refinanzierung – am besten durch erneute Teilnahme im folgenden Jahr… – mit gleichen Folgen.

Werder als mahnendes Beispiel

Wird dieser Kreislauf durchbrochen – folgt einem Hoch eine Flaute- kann sich die Lage zu einem schleichenden Niedergang in der Bundesliga – besonders bei minimalem Vereinseigenkapital – auswirken.

Paradebeispiel: Werder Bremen.

Bitte keinen erneuten Größenwahnsinn – Wachsamkeit und kühler Kopf sind gefragt !!!

  • —- – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – –

 

Wir spielen im Europacup…

Von @Traumtänzer

Jetzt mal das positive Szenario unterstellt, in dem Hertha BSC eine ansatzweise ähnlich erfolgreiche Rückrunde in 2016 spielt und am Ende tatsächlich auf einem Platz landet, der zur Teilnahme in der Europa League oder gar in der Champions League berechtigt – ja, was dann eigentlich?

Blöde Frage, die selbstredend nur eine einzige Antwort verdient: Natürlich dran teilnehmen!

Die Beispiele Hertha, Mainz, Augsburg

Aber, die Frage zielt auf eine Thematik, die wir in den letzten Jahren nun schon desöfteren erlebt haben. Eine Thematik, von der sogar Hertha selbst auch schon mal betroffen war und zwar in der unsäglichen Abstiegssaison 2009/10: Ein Verein qualifiziert sich in der Vorsaison mit „Hurra“ für europäische Aufgaben, geht das Abenteuer in der Folgesaison mit Elan an und hat aber parallel massive Probleme, die wichtigen Hausaufgaben in der Bundesliga zu erledigen und gerät vielleicht sogar in Abstiegsnot.

 

Da das ein Phänomen ist, das wir nun seit einigen Jahren mit verschiedenen Vereinen immer mal wieder beobachten konnten (z.B. Augsburg, Mainz, Frankfurt, Hertha – alle haben das irgendwie schon mal durch) stellen sich automatisch auch Fragen: Wie kommt es, dass Vereine, die in der Vorsaison großartige Leistungen gezeigt haben, dann in der Folgesaison mitunter solche Probleme haben, das Abenteuer „Europa“ und den Ligaalltag miteinander in Einklang zu bringen? Liegt es nur an der größeren physischen Belastung oder liegt da auch ein mentales Problem vor?

Wenn Rotation zur Pflicht wird

Wenn es also eine Möglichkeit sein könnte, dass Hertha 2016/17 tatsächlich wieder die internationale Bühne betritt, was müsste der Monday-Morning-Manager jetzt in der Saisonplanung strategisch für Weichenstellungen vornehmen, damit uns eine sportliche Delle durch zusätzliche Belastungen erspart bleibt? An welchen Stellschrauben müsste da gedreht werden? Müssen zwingend neue Spieler her, auch wenn es bedeutet, dass damit das eingespielte Gebilde in Gefahr gerät? Müssen die Trainer beim Trainingsprogramm etwas anders machen? Was müsste auf der mentalen Seite passieren, dass auf Euphorie dieser Saison nicht gleich wieder Ernüchterung in der nächsten Saison folgt? Heißt dann auch bei uns das neue Zauberwort „Rotation“? Und: Warum scheint es sportliche Dellen durch Europapokal-Teilnahme tendenziell vermehrt eher bei vermeintlichen Mittelklasseteams, die in der Europa League spielen müssen, zu geben? Also, wie kann sich Hertha BSC möglichst einen solchen „Frust durch Europapokal“ ersparen?

 

Hier würden mich brennend mögliche Ansätze interessieren, wie man unseren Verein für den Fall der Fälle so aufstellt, dass Europapokal nicht zur Belastung wird. Gerne möchte man ja die (finanziellen) Chancen durch eine Europapokalteilnahme (Europa/Champions League) mitnehmen, unter bestimmten Bedingungen zeichnen sich aber eben auch mögliche Risiken ab, die insbesondere wir in Berlin auch sehr gerne vermeiden wollen würden (z.B. neuerlicher Abstiegskampf in der Liga).

Was wären Eure Ideen?

Beim Saisonziel soll Hertha ...

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Hertha wird im Mai ...

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126
Kommentare

Elfter Freund
27. Dezember 2015 um 11:58  |  516201

Ha


27. Dezember 2015 um 11:58  |  516202

Ho


Elfter Freund
27. Dezember 2015 um 11:58  |  516203

He


Sir Henry
27. Dezember 2015 um 12:14  |  516204

Ach, ist det schön. Noch so schöne Beiträge, und ich habe mich noch nicht mal am gestrigen beteiligt.

Macht Spaß.


HerthanerInJapan
27. Dezember 2015 um 12:14  |  516205

Hertha BSC


hurdiegerdie
27. Dezember 2015 um 12:45  |  516207

Danke an @playberlin, @kruehil und @Traumtänzer. Wirklich schöne Beiträge, die zusammengenommen m.E. alle Facetten beleuchten.

Selbst wenn wir die schlechteste Halbserie wiederholen, wird es für den Klassenerhalt reichen. Klassenerhalt ist also eigentlih kien Ziel mehr. Ich würde trotzdem weiterhin hübsch Spiel für Spiel gehen, glaube aber inzwischen, dass die EL nicht mehr von vornherein ausgeschlossen werden kann (wie ich es z.B. vor der Saison getan habe).
Mich schreckt das auch nicht mehr so, weil wir bereits einen recht grossen, ausgeglichenen Kader haben. Rotation wird halt angesagt sein.

Ich würde im Fall der Fälle dann nicht auf Teufel komm raus investieren, um eben, wie angemerkt, nicht wieder in eine Finanzfalle/-spirale zu kommen.

Das Ziel ist, die Mannschaft kontinuierlich zu entwickeln, die Platzierung ist diese Saison zweitrangig. Diesen Weg würde ich weitergehen. Ich könnte eine internationale Platzierung als völlig unerwarteten Bonus sehen. Jedes Spiel international wäre ein Bonus und selbst ein frühes Ausscheiden für mich keine Katastrophe.

Also, kontinuierlich weiterentwickeln, kein Teufel komm raus, und ggf. so viele Spiele international mitnehmen, wie es geht, ohne enttäuscht zu sein, wenn es nur wenige werden würden.

Ziel ist die kontinuierliche Entwicklung, und für mich (nur für mich) füge ich „in der Bundesliga“ hinzu.

Ich weiss, ich könnte das für mich akzeptieren und das Positive (unerwartet international geschafft) würde bei mir das ggf. Negative (evtl. früh ausscheiden) immer verdrängen. Langsamer Weiteraufbau, auch wenn es am Ende sieser Saison diesmal vielleicht zu schnell schon gegangen sein sollte.


Uwe Bremer
Uwe Bremer
27. Dezember 2015 um 12:53  |  516208

@457Millionen€

um ein Gefühl zu bekommen, in welche Richtung sich eine Liga bei einer Einzelvermarktung entwickelt: Der FC Porto hat die Übertragungsrechte an seinen Heimspielen verkauft an Telefon-Konzern Portugal Telecom. Es gibt knapp eine halbe Milliarde Euro für einen Zehn-Jahres-Vertrag, der vom 1. Juli 2018 an gilt.

Quelle
Hintergrund: Portugal hat 10,5 Millionen Einwohner


mms2505
27. Dezember 2015 um 12:57  |  516209

Also um ganz ehrlich zu sein: MIt dem Thema Doppelbelastung hatten komischerweise mal wieder nur wir ein schlechtes Ende (09/10). All die anderen genannten Teams, sei es die SGE, Mainz oder Hannover, hatten zwar in der Liga ihre Phasen der Trägheit, holten aber letztendlich ihre Punkte zum Klassenerhalt oder sogar zu einem Mittelfeldplatz. Wenn mir jemand also sagt, wir holen nächste Saison weniger Punkte in der Liga (Mittelfeldplatz), spielen aber Europapokal mit all den Vorzügen (möglichst unvergessliche Reisen), unterschreibe ich das auf der Stelle.


herthawirddieklassehalten
27. Dezember 2015 um 13:03  |  516211

Meiner Meinung nach, sollte HBSC schön weiter von Spiel zu Spiel denken.
Den 14 Punkte Abstand zum FCB halten – wäre Ziel der Rückrunde .
Und dann können wir uns im April darüber austauschen ob die Option internationale Teilnahme machbar wäre oder nicht.

im Moment heist das Ziel für Team Hertha : Gute Vorbereitung gegen Augsburg
und sonst nix weiter.


hurdiegerdie
27. Dezember 2015 um 13:27  |  516212

Stell dir vor, Bayern stiege aus dem Solidarpaket aus, und keiner schaute mehr (ausser live im Stadion bei Heimspielen)?

Den Markt machen die Zuschauer selber.

Übrigens ist eine gerechte Profiliga nach amerikanischen Vorbild ein geringeres Schreckgespenst für mich als eine Bayernmache, die die Liga an der Spitze zur totalen Langeweile verkommen lässt.


creo
27. Dezember 2015 um 13:29  |  516213

Ich lese in diesem Blog schon seit ein paar Jahren recht regelmäßig mit und hatte des Öfteren darüber nachgedacht, zu dem einen oder anderen, mein Senf dazu zu geben – bisher konnte ich mich dazu nicht durchringen.

Was mich allerdings nun interessiert:

Sollten wir wirklich mit einer Top-Platzierung abschließen, werden unsere Spieler doch sicherlich begehlichkeiten anderer Vereine wecken. Das löst in mir jedenfalls die größten Sorgen aus. Selbst wenn man hohe Ablösen generiert, muss man auch erstmal gleichwertigen Ersatz finden, der sich dann auch noch in die Mannschaft integrieren muss. Wie steht ihr dieser Thematik gegenüber?


Bakahoona
27. Dezember 2015 um 13:32  |  516214

Ich werfe mal in den Raum, dass sich die Aufgabenstellung für das Management nicht verändern wird, egal wie die RR läuft (es sei denn es passiert der SuperGau und wir würden absteigen). Es gilt weiterhin die Mitchel Weisers der international spielenden Top-Teams zu verpflichten. Wir brauchen laufstarke, intelligente junge Spieler um den Kader in der breite stark zu halten. Gute Jungs wie Dardai das beschreibt und durch den gegenwärtigen Erfolg ist das Verhandeln mit Talenten noch einfacher. Erfahrung ist im Kader genug und die gilt es jetzt in einem starken Team der nächsten Generation zu vermitteln.
Ich sähe die Notwendigkeit ein maximmal zwei Talente zu verpflichten, die unser aktuelles Niveau zumindest halten, um auch eine EL-Saison mit unserer aktuellen Spielweise positiv entgegen zu blicken. Sofern die Teamführung nicht der Illusion erliegt, man könne den Pokal auch holen, glaube ich dass der Fokus durchaus zuerst auf der BL liegt, dem Butter und Brot Geschäft und nicht der EL-Teilnahme. Ich glaube soviel Vernunft in den Entscheidungen der letzten 2 Jahre gesehen zu haben.


Opa
27. Dezember 2015 um 13:51  |  516215

#Saisonziel / Europa
@Tageskommentatoren: Super Gedankengänge. Ich versuche meine Haltung zum Saisonziel und zum internationalen Geschäft mal auf den Punkt zu bringen: Entweder Dritter oder Achter 😀

#Fernsehgelder
@Uwe Bremer: Der 500 Mio. € „Vergleich“ „Hinweis“ hinkt aber gewaltig.
1. Der FC Porto ist quasi so eine Art Bayern München Portugals mit nicht unerheblicher internationaler Bedeutung.
2. Es gibt keine Zentralvermarktung in Portugal
3. Wenn einer der „Großen“ sich so einen fetten Köder schnappt, bedeutet das, dass für den Rest der Liga entsprechend weniger vom Kuchen übrig bleibt.

Spielen wir das Szenario mal für Deutschland durch. Bei einem Ausstieg aus der Zentralvermarktung würden die Bayern sicher am deutlichsten von ihrer Einzelvermarktung profitieren und statt rund 40 Mio. sicher über 100 Mio. € p.a. erlösen. Auch Biene Maja oder Schlacke kämen wohl nicht unter die Räder. Der Rest? Nur Verlierer! Glauben wir ernsthaft, es gelänge Hertha, mehr als 20 Mio. aus einer Eigenvermarktung zu erlösen?

Kleiner Faktencheck: Die Bayern hatten im Schnitt in der Hinrunde aus sky national 870.000 Zuschauer , Hertha 370.000.

Um auf fiktive 20 Mio. € Erlös aus diesen Senderechten zu kommen, müsste Hertha (ohne Produktionskosten, ohne Sendekosten, ohne Abzinsung etc., nur Rechte) pro Fernsehzuschauer also monatlich rund 4,50 € erlösen. Klingt auf den ersten Blick machbar (und zeigt im Übrigen auch, wie absurd die Preise und Zahlen von sky sind).

Der Haken: Mit den 4,50 € machen die Bayern aufgrund der höheren Quote knapp 47 Mio. € und damit schon mal 7 Mio. mehr als bisher. Dazu kommt noch ein weiterer Hebel in Form der Auslandsvermarktung, wo die Bayern ein vielfaches dessen erlösen würden, was „normalsterbliche“ Vereine bekommen.

Schaut man in die Niederungen der 2. Liga, sieht´s wohl richtig düster aus, da ist man wohl froh, wenn man einen Trikotsatz zusammenbekommt. Will man das?

Der Ausstieg aus der Zentralvermarktung wäre der endgültige Todesstoß für den sportlichen Wettbewerb der nationalen Liga. Rummenigge kokettiert ja schon damit, lässt sich aber scheinheiligerweise noch als Hohepriester und Heilsbringer verehren, der hat in Wahrheit aber sicher schon Pläne in der Schublade, wie er das so hinbiegt, dass an der Säbener Straße so oder so sich das meiste Geld sedimentiert.

Ist die Bundesliga fernsehrechtetechnisch 1 Mrd. € wert? Bei den Risiken? Bei der Volatilität? Bei den Rahmenbedingungen? Wir werden uns alle auf Veränderungen tiefgreifender Natur einstellen müssen. Ob man sich damit dann noch identifizieren kann, sei mal dahingestellt. Aber dass das Fußballerlebnis in wenigen Jahren komplett anders ist als heute, steht für mich felsenfest, denn die Büchse der Pandora ist längst offen.

Eine reine Profiliga wäre konsequent, aber ist es das, was wir wollen? Ist es das, worum es beim Fußball geht? Kann man sich mit einer solchen Körperschaft auf einem ähnlichen Niveau identifizieren wie mit den heutigen Sportvereinen (und deren Hilfskonstruktionen)?

Vielleicht geht´s gut, vielleicht aber auch nicht. Zurückdrehen lassen sich die Fehler der Vergangenheit (wie das Aufweichen und faktische Abschaffen von 50+1) eh nicht. Ein zwischenzeitlicher Crash könnte ggf. bei der Bereinigung genauso helfen wie eine Reform des europäischen Fußballs incl. Austritt der Spitzenmannschaften aus den nationalen Wettbewerben. In beiden Szenarien müssten sich Vereine wie Hertha aber wohl neu erfinden oder „häuten“.

Momentan spielt die Musik noch, aber das tat sie auf der Titanic auch. Also genießen wir die Takte der Sonate des Untergangs.


Solinger
27. Dezember 2015 um 13:52  |  516216

Also die Beiträge finde ich gut. Aber man muss auch betrachten das Hertha von 1999 bis 2009 nur zweimal nicht in Europa vertreten war und da haben wir die mehr Belastung auch geschafft. Wenn die Geschäftsführung Sport und Geschäftsführung Finanzen mit Präsidium und Trainer Team, sowie mit den Spielern weiter so gut arbeiten, könnte ich mir vorstellen das es klappt. Die Zielsetzung in einem europäischen Wettbewerb sollte wie der DFB Pokal angegangen werden. Der Traum ist das Finale und wir gehen den Weg als Team so lange es geht, wenn es nicht klappt auch nicht schlimm.


hurdiegerdie
27. Dezember 2015 um 14:00  |  516217

Wahnsinn,
Ich habe mir gerade den Hinrundenrückblick bei Sport 1 angesehen. Natürlich Bayern, natürlich Dortmund. Aber dann? Schubert und Gladbach, Stevens und Hoffenheim, Zorniger und Stuttgart, Labbaddia und Hamburg, Heldt und Schalke.

Nüscht, wirklich gar nüscht über die Überraschung dieser Hinrunde: Dardai und Hertha. Na ja gut, die Gegentore gegen Gladbach wurden gezeigt.


monitor
27. Dezember 2015 um 14:10  |  516218

Ich könnte mit Platz 4-7 leben, aber nur unter der Voraussetzung, daß im Zweifel das Kerngeschäft Bundesliga Vorrang hat.

Somit müßte der geneigte Fan die Reise einer B-Mannschaft nach JWDitschestan klaglos hinnehmen.

Wird er das tun?

PS.
Schöne Beiträge, sowohl Teambildung, als auch CL/EL.


Traumtänzer
27. Dezember 2015 um 14:11  |  516219

@hurdiegerdie
Ich habe auch gerade eine Stunde lang Sport1 gesehen und mich gefragt, wann mal was vom Überraschungsteam der Hinrunde kommt. Nun ja, Bayern-TV… hat schon irgendwie seine Berechtigung. 🙂


hurdiegerdie
27. Dezember 2015 um 14:16  |  516220

Traumtänzer
27. Dezember 2015 um 14:11 | 516219

es war ja diesmal gar nicht sooo doll Bayern TV, nur ein Viertel der gesamten Sendezeit 😉 . Sie haben ja ausführlich auch über andere Mannschaften berichtet.
Interessant jedoch, wie konsequent Hertha immer ausgeblendet wird. Warum?

Irgendwie ist Struuuunz der Einzige, der mal Hertha im TV erwähnt 😆

Nochmal Dank für deinen Beitrag, wie auch an die anderen Beiden.


Carsten
27. Dezember 2015 um 14:24  |  516221

Also wollen wir mal alle hoffen das die Jungs gut aus der Winterpause kommen,und Dardai sie gleich richtig in die Spur bekommt.
Wenn wirklich der 4. Platz bei rauskommt 😀😀😀😀 super schön aus finanziellen Gründen für den Verein,und es müssen ja nicht überteuerte Spieler geholt werden. Der Rest nur Genuss


Jap_de_mos
27. Dezember 2015 um 14:26  |  516222

Hm, Europa. Zunächst bleibt mal festzuhalten, dass der finanzielle Anreiz der EL vor der Saison deutlich verbessert wurde. Oder hab ich da was Falsches im Kopf? Das erhöht die Attraktivität natürlich deutlich.
Die Frage ist immer, ob man es schafft, genug Spieler zu finden, die das Team über ihr Ego stellen und sportlich trotzdem mithalten können znd bezahlbar sind. Das könnte außerdem die Chance für junge Spieler sein, erste Mannschaft zu spielen…
Oder der Traum endet mit unzufriedenen Spielern, die Stunk machen, verletzten Schlüsselspielern und letztlich der Zurückstufung Dardais in die Jugend…


polyvalenz
27. Dezember 2015 um 14:53  |  516223

@Opa
Jetzt fängst Du auch schon zu hebeln an 😉
#manmanman

@hurdiegerdie
@Traumtänzer
Eine Stunde Sport1? Verschwendete Lebenszeit.


Uwe Bremer
Uwe Bremer
27. Dezember 2015 um 15:10  |  516224

@opa

falls Dich mal jemand fragt, wie viel Geld Hertha aktuell aus dem laufenden TV-Vertrag erlöst: Für die Saison 2015/16 werden das 23,11 Millionen Euro sein

Quelle


schnuppi
27. Dezember 2015 um 15:24  |  516226

Bitte bitte nicht EL,ick bin immer in der Kurve und ich liebe es . Wir haben gute und schwere Momente durchlebt ,aber DO.Abend gegen Kasabekistaner fc kann und will ich nicht.
HaHoHe


waidmann2
27. Dezember 2015 um 15:25  |  516227

# Einzel vs. Zentralvermarktung
Solange es keine europäische Liga gibt, in der analog zur heutigen BuLi europäische Spitzenclubs allwöchentlich gegeneinander spielen, brauchen die Bayern die Bundesliga. Nicht um zum 500. x Meister zu werden (das ist hinter vorgehaltener Hand inzwischen selbst in München langweilig). Aber als Sparringspartner für die internationalen Aufgaben. Und je besser die Sparringspartner, desto erfolgreicher der FCB in der CL. Ergo kann eine finanziell ruinierte deutsche Liga eigentlich nicht im Interesse des FCB sein.


27. Dezember 2015 um 15:50  |  516228

Ich bin ja selten mit olle Grossvater einer Meinung, aber dem 3. oder 8. schliesse ich mich an.
Die Euroleague ist bis zum Viertelfinale eine Totgebrut, die keinen hinter dem Ofen vorlockt und mehr Kosten und Nachteile generiert als Gewinn und Renommee.

Käme man dennoch in die Situation international spielen zu müssen, so muss man den Kader so beisammenhalten und punktuell verstärken und alle Positionen doppel gleich stark besettz zu haben.
Auch wenn die Verletzten zurückkommen, dürfte das immernoch ein bissl zu dünn sein, insbesondere in der Defensive und Aussen.

#Fernsehgeld Portugal.
Ich denke, dass man das mit Deutschland nur schwer vergleichen kann. Vorstellen könnte ich mir, dass man in der Einzelvermarktung gestaffelte Erlöse erzielen könnte, die dann aber deutlich erfolgsabhängiger wären als jetzt schon.
Das Ende der zentralen Vermarktung würde aber die Schere noch viel viel deutlicher auseinander klaffen lassen und würde wohl für viele Vereine, nicht nur in Liga 2, den Super-Gau bedeuten.


Freddie
27. Dezember 2015 um 16:02  |  516230

Euroleague:

Bin da auch gespalten (schön übrigens überhaupt das zum Thema zu haben). Einerseits hohe Belastung.
Andererseits kann man hierdurch Spielern wie Regäsel das Bleiben schmackhafter machen, da durch Rotation sicher mehr Einsätze.
Auch das Werben um junge Talente dürfte durch die EL für den Langen etwas einfacher werden.

@hurdie
Jau, hab Sport1 nebenbei laufen lassen und mich mal wieder gewundert.


Exil-Schorfheider
27. Dezember 2015 um 16:07  |  516231

backs

Irgendwie arbeitest Du mit alten Zahlen und Daten.
Sky hat mittlerweile über vier Mio Kunden und legt zumindest beim operativen Gewinn zu.

Ebenso werden in Spanien die TV-Rechte ab 2016/17 zentral vermarktet.

http://m.sport1.de/internationaler-fussball/primera-division/2015/04/spanischer-fussball-vermarktet-tv-rechte-ab-2016-17-erstmals-zentral


hurdiegerdie
27. Dezember 2015 um 16:25  |  516232

Cool, wusste ich noch nicht.
Exil-Schorfheider
27. Dezember 2015 um 16:07 | 516231
Das ergibt Sinn.


Uwe Bremer
Uwe Bremer
27. Dezember 2015 um 16:50  |  516233

@YanniRegäsel

… mehr als 100 Spiele für Hertha
… über falsche Freunde
… den Wedding
… Rainer Widmayer

im Interview beim Hertha-Nachwuchsmagazin – hier


27. Dezember 2015 um 16:51  |  516234

@Exil

Ok, dann 4 Mio, die Zahl schwankt aber auch konstant, da ja jedes Jahr zwischen Kunden und Sky neu verhandelt wird.
Ich hatte neulich erst in einer Quelle aus einem Forum von 3 Mio gelesen, da Sky die 4 Mio wohl nach einem merkwürdigen Schhlüssel berechnet hatte (Zweitkarte zählt als weiterer Kunde usw)
Ist aber auch egal, Sky bräuchte denke ich deutlich mehr Abonnenten, um die Forderungen der DFL erfüllen zu können

Die Zentralvermarktung in Spanien startet erst ab der Saison 2016/17, ist also noch nicht aktuell


Dd.
27. Dezember 2015 um 16:58  |  516235

Unter den Eindruck der ltzten 3 Spiele, das heißt auch wenn die Bundesligisten sich anders auf Hertha einstellen werden, denke ich Hertha wird seine Punkte einfahren. Jetzt setzen wir mal das Sie gut in die RR starten werden. Warum auch nicht. Die Verantwortlichen (heißt auch Spieler) scheinen im Moment nur, berechtigterweise darauf fixiert.
Ist das spielen um den dritten Platz der CL.gruppe nicht auch nur gehobenes Bundesliganiveau?


kczyk
27. Dezember 2015 um 17:00  |  516236

*denkt*
früher war das ziel klar. jeder verein wollte möglichst die meisterschale in händen halten. dafür sind sie angetreten, dafür haben sie gekämpft.
in der gegenwart geht es nur noch darum, ins ziel zu kommen, die klasse zu halten und den abstand zur nr. 1 nicht größer als x punkte werden zu lassen.

dabei sollten die vereinsmanager eines nicht aus ihren augen verlieren – die attraktivität ihres vereins mindestens national zu steigern.
wie attraktiv ist der vfl wolfsburg ? wie attraktiv ist beyer leverkusen ?
kann eine steigerung der attraktivität gelingen, selbst wenn ein verein nur im mittelmaß der tabelle spielt ?
Hertha hat sich in der laufenden saison als die überraschungsmannschaft präsentiert, doch im hinrundenrückblick auf sport1 wurde Hertha kaum erwähnt.

was also macht einen verein national attraktiv ? sportliche erfolge allein bewirkt dies offensichtlich nicht. was ist das ziel und was nur der weg ?


Dd.
27. Dezember 2015 um 17:11  |  516237

@kzcyk
warten wir mal ab was passiert wenn Sie zum Schluss immer noch da oben stehen. Thee trinken, in mein Fall Bier natürlich.

Die Basis Zielsetzung; Weiterentwicklung der Mannschaft ist doch klar ausgesprochen und wird dank der Klasse des gesamten Trainerteams und Kaders auch gelebt. Schön fand ich auch die Beiträge im Hinblick auf mögliche Neuverpflichtungen wenn Europa zur Pflicht wird. Außer in die Breite im Mittelfeld, sehe ich Hertha durchaus gerüstet für eine doppelbelastung…


Dd.
27. Dezember 2015 um 17:19  |  516238

CL würde ich sofort unterschreiben, bei Euroleague bin ich auch gespalten.


Susanne
27. Dezember 2015 um 17:37  |  516239

Geht es im Sport und erst recht im Profisport nicht darum, so weit wie möglich vorne zu landen? So weit zu kommen wie es nur geht? So oft wie möglich zu gewinnen?
Oder sind diese Ziele nicht erwünscht weil es unter Umständen schwierig werden könnte?
Ich bin als reine Amateurin, in Sachen Sport, offensichtlich nicht geeignet für das Fußballgeschäft!
Ich will immer gewinnen. Wenn das anders wäre, würde ich(!) mich für Lach-Yoga entscheiden. Oder meinen Namen tanzen, alleine der körperlichen Ertüchtigung wegen. 😉


Kettenhemd
27. Dezember 2015 um 17:50  |  516240

Danke für die coolen Beiträge ihr drei. Wunderbar.

Ziel? Von Spiel zu Spiel. Das macht Dardai komplett richtig. Nicht in Tabellenmathematik verlieren sondern auf nächste Spiel konzentrieren.

Europa?
Wenn es bei der Punkte Sammlerei rausspringt wird man wohl mitspielen. Ist das schlim. Nein, weil jeder gewonnene Punkt gut ist.
Gefahr bringt es doch. Dardai hat einen Semsationellen Erfolg in seiner ersten Saison hingelegt. Wird Europa erreicht wird es noch schwieriger den Erfolg dieser Saison zu reproduzieren. Es wird schon schwer genug das auch nur in der RR hinzubekommen.
Fluktuation in der Mannschaft, mehr Verletzungen, neue Situation für einen Trainer in seiner 2. Profi Saison, 3 Fach Belastung mit einem Kader der in einer Transferperiode einfach nicht die Tiefe bekommen kann.
Für mich am schwersten wiegt, dass Hertha vom Einsatz der Spieler in jedem, insbesondere in den kleinen Spiele, lebt. Die 5 großen wird man
In der kommenden Saison auch nicht ausspielen können. Wenn man sich nicht 100% auf jedes kleinere Spiel konzentriet spielt man wieder Gergen den Abstieg.
Dennoch: Hertha will langfristig nach Europa. Da sollte man sich der Aufgabe nicht verschließen und sie offensiv anzugehen.

Aber wie gesagt. Von spiel zu spiel und man soll erstmal die RR hinbekommen. Wird schwer genug.


Kettenhemd
27. Dezember 2015 um 17:51  |  516241

@ Susanne
Stimme 100% zu. Wenn man spielt dann um zu gewinnen. Und nicht um zu Gewinne aber nur wenn man nicht auf die Europaränge kommt.


kczyk
27. Dezember 2015 um 17:52  |  516242

@susanne
amateursportler stehen für ihren sport in reinkultur.
profisport dagegen ist teil des entertainments geworden.
hier gilt die alte olympische parole – dabeisein ist alles. schießlich geht es um viel geld, um ehre und um status. dafür wird gekämpft – mit allen mitteln und spritzen.


27. Dezember 2015 um 18:07  |  516243

Vielen Dank für die heutigen Beiträge an playberlin, kruehil und Traumtänzer.

Persönlich sehe ich das Thema Champions oder Euro League ähnlich wie

Freddie 27. Dezember 2015 um 16:02 | 516230

Euroleague:
Bin da auch gespalten (schön übrigens überhaupt das zum Thema zu haben). Einerseits hohe Belastung.
Andererseits kann man hierdurch Spielern wie Regäsel das Bleiben schmackhafter machen, da durch Rotation sicher mehr Einsätze.
Auch das Werben um junge Talente dürfte durch die EL für den Langen etwas einfacher werden.

Ich weiß nicht, zu welchen Kosten der Kader für 3 Spiele pro Woche verstärkt werden kann – durch Neuverpflichtungen/Ausleihen oder Spieler aus dem eigenen Nachwuchs.

Irgendwann zwischen dem 20. und 25. Spieltag der Bundesliga wird Hertha 40 Punkte erreichen*. Dann wäre Dardai ja bereit, noch einmal über die Saisonziele zu reden. In diesem Moment müssten auch die Planungen für die kommende Saison beginnen. Ähnlich wie backss29 um 15:50 sehe ich aus heutiger Sicht Bedarf auf folgenden Positionen:
1. im linken offensiven Mittelfeld.
2. im Sturm. Derzeit ist Julian Schieber mit 26 Jahren der Jüngste unter 4 Stürmern im Kader.
3. in der Innenverteidigung.

*Nein, ich befürchte keinen Einbruch in der Rückrunde. Und auch nicht in der kommenden Saison, wenn Hertha 3 Wettbewerbe spielen muss. Dafür hat das Team hoffentlich ausreichende Fitness und Spielkultur.
Es ist erneut zu beweisen im nächsten Heimspiel, worin der Unterschied besteht zwischen der Schauspieltruppe aus der Puppenkiste und der Hertha 2016. Wenn eine spielerisch limitierte Truppe wie der FC Augsburg in der Europa League überwintern darf, dann in Zukunft doch lieber Hertha BSC. 😉


flötentoni
27. Dezember 2015 um 18:12  |  516244

Sofern Hertha eine halbwegs vernünftige RR spielt – die Auftritte zuletzt lassen mich nicht daran zweifeln – sollten 20-25 Pnte drin sein. D.h. am Ende 52 – 57 Punmte und das sollte für EL reichen, ob gewollt oder nicht.

Der KAder ist mE derzeit fast schon für die 3-fach Belastung aufgestllt, wenn die Verletzten zurückkommen, außer auf der linken Seite müsste LV und LM nachgebessert werden, sowie in der IV ggf.

TW: RJ, TK (?); SB oder MG bzw der Körber (?)
RV: PP, MW, JR
IV: SL, JAB, FL, Stark
LV: Platte, PP
MF: Schelle, Darida, Lusti, Stark, Baumi, Hegeler
RM: MW, Beerens, Hara, Alla
LM; HAra, Stocki, KAlou, vdB (?)
ST: Ibi, Kalou, Alla, Schieber

Abgänge: ÄBH, Ronny, Mr.X und Mrs. Y?

Sieht doch nicht so schlecht aus, auch qualitativ.
BMG ist wohl an Hofmann vom BVB dran, der wär auch was für uns gewesen…


27. Dezember 2015 um 18:23  |  516245

Problematischer erscheint dabei schon die ab Mitte September erfolgenden Mehrfachbelastungen im wöchentlichen 3-Spiel-Rythmus, die bei dem von Hertha derzeit gepflegten, laufaufwendigen Stil

Die große Grafik der Morgenpost zur Hinrunde

bzgl. Laufstrecke in km pro Spiel
Mainz 05: 118,8
Hertha: 115,2
Durchschnitt: 114,2
FCB: 111,2

Ballbesitz
FCB: 67%
Hertha: 49%
Darmstadt 98: 37%


Dd.
27. Dezember 2015 um 18:45  |  516246

@flötentoni
Du hast die janzen jungen wilden aud der Nachwuchs mit profivertrag gar nicht berücksichtigt. Was wäre wenn die (sind mehrzahlmäßig defensivere positionen) ähnlich gut sind wie der regäsel?


Ursula
27. Dezember 2015 um 18:47  |  516247

# Demut? Nee!

Warum wird die Hertha bei diesem unsäglichen
“Sender Sport1“, aber auch anderswo immer
wieder “ausgeblendet“?

Um die Hertha in den Fokus der Öffentlichkeit
zu rücken, bedarf es größerer Anstrengungen,
ggf. einer Neustrukturierung des Vereins…!?

Ob “unser” Verein für das, dieses “operative
Geschäft” optimal aufgestellt ist, bleibt die
große Frage! UND ob der Geschäftsführer
Sport und “Kommunikation” für die “Image-
Aufbesserung” des Vereins ALLEIN geeignet
ist, sollte weniger “populemisch” angedacht
werden! Vielleicht wird das auch eine, die
Aufgabe für den neuen “Geschäftsführer”??

Ansonsten wird das im Moment viel zu wenig
dargestellt!! Werbung in eigener Sache war
in den letzten Jahren immer unterbelichtet!!

Sollen die weiteren Entwicklungsschritte nun
zwangsläufig wieder kleiner ausfallen, nur
weil wieder “kleinkrämerhaft” keine Gelder
für nötige “Weiterungen” bereitgestellt werden
können, oder gar gewollt sind…?

Aus eigener Kraft ohne (weitere) Mäzene und
imaginäre Geldgeber, NUR mit “KKR” wird
das nicht gelingen!

Vielleicht sollte man ganz AKTUELL eine
Art Schicksalsfrage in Verbindung mit dem
Tabellenplatz überdenken, und die Rück-
runde auf Erfolg trimmen, die Erwartungen
neu konzipieren und sich “Europa” nicht
verweigern, wenn denn die Chance bestünde…

Schattenjahre hatten wir genug!


flötentoni
27. Dezember 2015 um 18:53  |  516248

JA, die hatte ich bewusst außen vor gelassen, da ich deren Leistungsfähigkeit nicht kenne und die sich ggf. erstmal Bulimäßig etablieren müssten. JR hat ja wie Bombe eingeschlagen…

DAchte eher an Neuzugänge ala Stark udn Platte = U21 Nati woanders loseisen


27. Dezember 2015 um 19:02  |  516249

Stimmt Dd.
27. Dezember 2015 um 18:45 | 516246
Er hat Beyer, Kauter, Kohls und Mittelstädt vergessen.
http://www.herthabsc.de/de/teams/profis/page/133-383-133–.html

Bin gespannt, wer mit nach Belek fliegt. 😉


27. Dezember 2015 um 19:05  |  516250

Lucky Luke 💡
Der zieht schneller als sein Schatten.


flötentoni
27. Dezember 2015 um 19:09  |  516251

vor allem habe ich Zehgerci vergessen 🙁


Dd.
27. Dezember 2015 um 19:09  |  516252

Liebe Ursula,
Was ist das anders als auf die RR, und damit natürlich auf den Erfolg trimmen, als was gerade geschieht. Ohne auf die Tabelle zu gucken erstmal anzuknüpfen fähig zu sein an die letzuten drei spiele. Dann ohne Druck genießen zu lernen was man spielerisch kann- sehr sehr wichtig- um dann erst den nächsten Schritt anzugehen- man denke da etwa an die letzten 30 min gegen Mainz, diese 4-5 Kontersituationen in überzahl wurden doch etwas kläglich gespielt! Das könnte bsw einen nächsten Schritt sein.
Ursula, lasst uns doch erstmal thee trinken. Was man nicht beeinflussen kann, kann man nicht beeinflussen. Warten wir mal ab was passiert, wenn unsere Hertha weiter so spielt wie zuletzt…


monitor
27. Dezember 2015 um 19:14  |  516253

@ursula
Du bleibst Deiner Linie treu,
auch wenn sie immer grotesk bleibt.
Immerhin auch eine Leistung.

Viele Anführungszeichnung um Nichts in schmalen Zeilen.


27. Dezember 2015 um 19:21  |  516254

Teamarbeit im Blog flötentoni
27. Dezember 2015 um 19:09 | 516251
Wir kramen gemeinsam den Kader zusammen.

Ich bin neugierig auf die Testspiele.
„…
Dárdai: Im Sommer war es eine Vorbereitung. Im Winter wird es eher ein Vorbereiten. Wir haben jetzt nicht so viel Zeit, um erst etwas für die Fitness, dann für das Ballgefühl und für die Taktik zu machen. Für uns geht es darum, die gute Form der Hinrunde mit in die Rückrunde zu nehmen. Deswegen haben wir im Trainingslager in Belek viele Testspiele organisiert. Wir werden dort viel mit dem Ball arbeiten, damit wir uns schnell wieder finden. …“
http://www.herthabsc.de/de/teams/auf-den-punkt-gelegt-p%C3%A1l/page/9886–45-45-.html


hurdiegerdie
27. Dezember 2015 um 19:24  |  516255

Sport 1 ist jetzt nicht die Massgabe der Welt. Aber ich fand es interessant. Und es liegt eben nicht an Hertha!!!
Da wird der Aufstieg unter Schubert gefeiert, der „Abstieg“ vom VFB unter Zorniger, die auf Sicht gesehen nicht so schlechte Bilanz von Heldt. Etc. ETc. ETC.

Es gab 2-3-mal unwichtigere Themen ala Hertha diese Saison. Aber Hertha wird nicht erwähnt. Und das ist NICHT die Schuld Herthas Arbeit. Das ist Agenda Setting.

Aber zurück zum heutigen Thema. CL ist mir sowas von egal. Wer glaubt, dass wir die Gelder von den Bauern erhöhen müssen, damit sie nicht nur ziemlich sicher in Halbfinale kommen, sondern dann sehr sehr sicher…. bitte. Aber der soll dann auch nicht von Fussballromantik labern. Er ist halt Bauern- Fan 😉

Ich interessiere mich für eine spannende Saison in der Bundesliga mit Hertha. Ob die Bauern jetzt 200 Mio mehr brauchen, um gegen die britische Geldkonkurrenz das Halbfinale zu schaffen, ist mir ehrlich gesagt total Wurscht.


pathe
27. Dezember 2015 um 19:25  |  516256

Sehr schön Beiträge wieder heute!

Holen wir in der Rückrunde 20 Punkte (z. B. mit 5 Siegen, 5 Remis und 7 Niederlagen) wird mit ziemlicher Sicherheit der siebte Platz dabei herausspringen. Und dieser wird für die Teilnahme an der EL-Quali reichen, denn ich gehe davon aus, dass Bayern oder der BVB den DFB-Pokal gewinnen wird. Nur einmal in den letzten fünf Saisons waren für das Erreichen des 7. Platzes mehr als 52 Punkte notwendig (2013/13: Mainz mit 53 Punkten). In den anderen vier Saisons haben 46 – 48 Punkte gereicht.

Es ist für die Vereinsführung daher also sicher angebracht, sich schon jetzt mit dem Szenario auseinanderzusetzen, dass wir nächste Saison international spielen.

Ob dies dann gut oder schlecht für uns ist, diese Frage stellt sich m. E. nicht. Es ist dann halt so und mit ein, zwei punktuellen Verstärkungen halte ich unseren Kader auch gerüstet für die Dreifachbelastung.

Ich kann die Aussage „entweder Platz 3 oder Platz 8“ einerseits nachvollziehen. Andererseits bedeuten die Plätze 4 bis 7 neben der Möglichkeit, international zu spielen, auch ein paar Milliönchen Euro mehr an TV-Einnahmen, oder?


27. Dezember 2015 um 19:35  |  516257

Si pathe.
Herrich sagte im November, jeder Tabellenplatz mehr bedeute zur Zeit für Hertha ca. 1,25 Mio EUR TV-Gelder im Vergleich zur vorigen Saison.


monitor
27. Dezember 2015 um 19:35  |  516258

Die Westdeutschen interessieren sich nicht für Hertha, aber da glauben die Verantwortlichen der Sender ihre Kerngruppen auszumachen.

„Wir waren schon immer was Besonderes!“ 😎


Exil-Schorfheider
27. Dezember 2015 um 19:38  |  516259

Na ja, @backs, Du schreibst ja um 08:23 zum kommenden Vertrag.


1 Mrd ist eine Hausnummer von der Rummenigge und die DFL träumt, Sky wird das nach meinem Empfinden mit ihren knapp 3 Mio Abonnenten nicht erwirtschaften. Werbung ist bei Sky zwar häufig und nervig, aber ist für die Kunden aufgrund der geringen Verbreitung nicht wirklich interessant.“

Da wird man die kommende Zentralvermarktung in Spanien ja erwähnen dürfen, weil die dezentrale Vermarktung dann nicht mehr gelebt wird.

Ebenso meine ich, gelesen zu haben, dass die Mrd insgesamt aus In- und Auslandsvermarktung erlöst werden soll.


flötentoni
27. Dezember 2015 um 19:43  |  516260

Pathe, dass Finale Tssuhause lassen wir uns nicht nehmen 🙂
Zurt Not musst du halt einfliegen…

Ursula hat doch insofern Recht, dass die Außendarstellung/Vermarktung (der positiven Entwicklung und der MArke Herrtha generell) eher suboptimal ist.


27. Dezember 2015 um 19:48  |  516261

Holen wir in der Rückrunde 20 Punkte (z. B. mit 5 Siegen, 5 Remis und 7 Niederlagen)

7 Niederlagen. 😯 Gegen wen???


pathe
27. Dezember 2015 um 19:49  |  516262

@flötentoni

Da bin ich voll bei dir! In Heidenheim gewinnen. Dann mal Losglück haben und zuhause gegen Leverkusen spielen, gewinnen und so endlich das lang ersehnte Finale daheeme erreichen. Soweit, so gut!

Aber gegen die Bayern (oder den BVB) rechne ich mir dann doch nichts aus… Leider!


monitor
27. Dezember 2015 um 19:49  |  516263

@fötentoni
Welcher Verein kann denn die Außendarstellung durch die Medien in seinem Sinne beeinflussen und wenn durch was?

Leistung kann es ja nicht sein, wenn ein Verein auf Platz 3 in der Winterpause nicht berücksichtigt wird.


pathe
27. Dezember 2015 um 19:50  |  516264

@BM
War ja nur ein Beispiel. Nimm einfach zwei Siege, vierzehn Remis und eine Niederlage (gegen Bayern). 😀


Exil-Schorfheider
27. Dezember 2015 um 19:51  |  516265

@Europacup

So schlecht sind die Prämien ja nun nicht mehr in der EL.

http://fussball-geld.de/praemien-in-der-europa-league-2015-2018/

Probleme wird es nur wie schon angemerkt bei der Annahme durch den Zuschauer geben.
Stadien wie in Neuruppin werden wohl nicht den europäischen Standards entsprechen, obwohl die Idee natürlich Charme hat.
Daher sollte man schon versuchen, wieder in den Jahnsportpark zu gehen.


kczyk
27. Dezember 2015 um 19:57  |  516266

*denkt*
hart – härtha
wir brauchen stihl als partner.
dann kann die stihl-timbersports ein weiteres standbein der Hertha werden.


27. Dezember 2015 um 20:02  |  516267

Im Februar wäre ein Blick der höchst investigativen Ninja-Reporterin in Herthas Fanclub im Deutschen Bundestag interessant. Ich hoffe, die Mitgliederliste wird länger und länger und länger …

Vielleicht ist es auch der Neid auf unseren Fanclub und unser Stadion, der die Medien im Rest der Republik so beharrlich schweigen lässt?? 😆
Ok, eine Niederlage gegen Bayern. Mehr gibt’s nicht pathe
27. Dezember 2015 um 19:50 | 516264

Was hier wohl abgeht nach den nächsten beiden Heimsiegen?? 🎉🎉
Bussi, gibt’s Tags für blauweißes Feuerwerk??


27. Dezember 2015 um 20:05  |  516268

Nein kczyk
27. Dezember 2015 um 19:57 | 516266

kkr ist der krass korrekte Investor für

klein
karierte
rentner.

:mrgreen:


Herthas Seuchenvojel
27. Dezember 2015 um 20:08  |  516269

boah @Montag, schon wieder so ein Ding :roll:

@pathe: warum sollte gegen Dortmund nix gehen? 😉
hat doch die letzten beiden Hinrunden auch geklappt und da hatten wir erheblich mehr Probleme als in dieser
schlecht ausgesehen haben wir doch nur gegen Gladbach


flötentoni
27. Dezember 2015 um 20:10  |  516270

monitor, da bin ich der falsche Ansprechpartner….aber Profis wissen wie man das machen kann.
Andere Vereine schaffen das ja auch…Evtl. wäre eine offensivere Verkündung der bisher erreichten Ergebnisse vorteilhaft. Außerdem kann man (Frau) mit Hintergrundgesprächen etc. die Medien zu einer positiveren / häufigeren Berichterstattung ermutigen.
Und wenn Hertha mit keienr Sekunde in der Spott1 HZ-Bilanz erwähnt wird, kann man da auch mal ne witzige Protestnote loswerden


Ursula
27. Dezember 2015 um 20:18  |  516271

# “Schmale Zeilen”, ODER schlimmer geht`s nimmer…

Du gute Güte!

ICH hingegen finde die Beiträge der beiden “M` s” um
z. B. 19:14 Uhr und z. B. um 19:57 Uhr geradezu
überragend, kein Vergleich zu dem, was HEUTE so
ansonsten geboten wurde…

Außer als “vermeintliches Mitglied” mit “blau-weißem”
Blut, ZEHN Tage lang einen einzigen Besuch im “Oly”
zum Thema zu machen, und nicht einen Beitrag zum
Spiel einzubringen…

Na bravo, hübsch hässlich!

Ich bin dann mal besser wieder weg! Prost Neujahr!


Tf
27. Dezember 2015 um 20:51  |  516272

Wenn man über europäische Spiele in Neuruppin nachdenkt wegen mangelnder Resonanz sollte man die Antrittsprämie einstreichen und den Mut haben die zweite Garnitur antreten zu lassen. Bundesliga sollte dann Vorrang haben für eine weitere Teilnahme. Das wäre dann langsame Etablierung – nicht in der Liga sondern in Europa.


27. Dezember 2015 um 20:54  |  516273

@Exil-Schorfheider

Ich kenne die Mrd bisher nur aus dem auszuhandelnden Vertrag für die Bundeslig-Rechte
Aktuell ist der Anteil von Sky da bei ca 80 % (etwas mehr als 480 Mio von etwas mehr als 600 Mio pro Saison)
Eine Steigerung auf ca 1 Mrd pro Saison würde bei Sky die Kosten in etwa verdoppeln und wie das darstellbar ist für Sky kann ich nicht sagen.
T-online ist bei der letzten Vergabe leer ausgegangen, ob die sich das nochmal „gefallen“ lassen, wird man sehen.
Der Gelackmeierte wird am Ende der Fan sein. Was ist, wenn die Recchte aufgeteilt werden? Wieviele Reiceiver soll man sich denn ins Wohnzimmer stellen?
Was wenn Sky dem englischen Vorbild folgt und „Top-Spiel“ extra vermarkten will?
Für die breite Masse (Nicht-Sky Kunden) wird die Bundesliga immer weiter entzogen.


Uwe Bremer
Uwe Bremer
27. Dezember 2015 um 21:04  |  516274

@TV-Geld

die DFL schüttet für die Saison 2015/16 aus der nationalen Vermarktung 673 Millionen Euro aus. Dazu kommen etwas 150 Millionen Euro aus der Auslandsvermarktung. Bedeutet unter dem Strich rund 823 Millionen Euro, die die DFL verteilt.

Quelle


hurdiegerdie
27. Dezember 2015 um 21:06  |  516275

backstreets29
27. Dezember 2015 um 20:54 | 516273

Was ich gerne mal verstehen möchte, ernsthaft.

Du sagst, der breiten Masse wird der Fussball entzogen, aber wer zahlt es dann? Wer finanziert diese Fernsehsummen? Nur die Reichen? Schauen die ausreichend Fussball?

Mein Freund in Toronto kauft sich (und für seinen Sohn) eine Saisonkarte für die Blue Jays. Er sagt mir – umgerechnet auf die Saison – zahlt er 5 Canadian Dollars pro Spiel. Wo ist die Angst vor einer Profiliga?


27. Dezember 2015 um 21:28  |  516276

@hurdie

Das ganze Ligensystem ist ein gewachsenes System, welches sich über Jahrzehnte entwickelt hat.
In anderen Ländern herrscht da, insbesondere in Amerika, eine andere Einstellung, siehe NHL oder Baseball.
Auf- Abstieg haben da nie eine besondere Rolle gespielt, anders als bei uns.

Mit breiter Masse meine ich die Leute, die sich für die Bundesliga interessieren, aber nicht bereit sind im Monat 30 oder mehr Eur für Übertragungen im Fernsehen zu bezahlen oder es sich schlicht nicht leisten können.
Für diese Leute gab es seit Anbeginn der Zeit die Sportschau. Sky fordert mehr und mehr Exklusivität, aber bei steigenden Preisen.
Auf Dauer entwickelt sich das dann hin zu einer Exklusivität, die die briete Masse ausschliesst.
Deutschland ist aber kein Pay-TV Land, Stichwort GEZ, in dem die Leute bereit sind, für „Grundversorgung“ zusätzlich zu bezahlen.


hurdiegerdie
27. Dezember 2015 um 21:40  |  516277

Ist mir alles klar
backstreets29
27. Dezember 2015 um 21:28 | 516276

Aber wer generiert denn das enorme Fernseheinkommen?
Nur die oberen 10’000?
Die Entwicklung ist doch nur bezahlbar, wenn die breite Masse es unterstützt.

Es sind doch „wir“, die diese Entwicklung möglich machen.

Und ich behaupte, es sind wir, die es schlimmer machen, damit die Bayern mit den Briten mithalten können.


Uwe Bremer
Uwe Bremer
27. Dezember 2015 um 21:42  |  516278

@fürFußballRomantiker

ein Text aus der Montagsausgabe der Morgenpost vom Kollegen Schlichting:
Ganz unten ist es immer noch am schönsten, über das Hallenturnier der Kreisliga C in der „Metthalle“ – hier
#garantiertohneSky


Jap_de_mos
27. Dezember 2015 um 21:43  |  516279

Hu, da ist mir grad etwas wenig #Demut im Blog unterwegs… Ich erinnere noch mal an 35% Glück, die stets eune Rolle spielen. Das kann auch schnell mal kippen!
Meine Fragen sind bei erreichen der EL oder CL:
– welche Spieler werden abgeworben? (Wenn Gladbach Xhaka verliert, wird Darida auf deren Liste auftauchen, Brooks, Plattenhardt, Weiser…)
– welche Spieler werden freiwillig abgegeben?
– Welche Ergänzungen kann sich Hertha leisten, ohne das Gehaltsgefüge zu zerstören?
-Können die aktuell Verletzten ihr altes Niveau erreichen?
– Können wir Berliner mit weniger Erfolg leben, wenn das Glück uns mal verlässt?


27. Dezember 2015 um 21:52  |  516280

@Hurdie

Wie finanziert sich die CL? Wie finanziert sich die NHL? Wie fanziert sich ManU oder Chelsea?
Zuschauereinnahmen oder Einnahmen aus der breiten Masse müssen eine geringere Rolle spielen um mehr Einnahmen zu generieren.
Fanartikel, Asie usw usw


hurdiegerdie
27. Dezember 2015 um 21:52  |  516281

backstreets29
27. Dezember 2015 um 21:28 | 516276

Und mal ehrlich…Ist es so der Gewinn, wenn mal Darmstadt, Greuther Fürth oder Paderborn die Liga ein Jahr befruchten? Kommen wird doch eher die Brausemannschaft. Wo ist die Ausgeglichenheit mit VW Golfsburg, Pillen Leverkusen, Auto Ingolstadt?
Ist es da nicht sinnvoller, eine Liga zu schaffen, wo es spannender wird?


kczyk
27. Dezember 2015 um 21:55  |  516282

*denkt*
sie können diskutieren und debattieren – doch sie werden die welt nicht mehr ändern können.
es geht doch nicht um fußball – es geht darum, geld zu mehren. es geht um die schaffung einer neuen (luft-)blase.
das bassin wurde schon vor jahren errichtet. nun wird es gewässert.
mitschwimmen oder untergehen.
vielleicht kann sich ‚die breite masse‘ in bälde das spiel nicht mehr leisten können. scheiß drum. profi-fußball ist schon lang nicht mehr ‚das spiel der arbeiter‘. fußball ist börsen-ersatz.
vip-logen in den stadien beweisen dies.
soll doch ‚die breite masse‘ dort ihre freizeitbeschäftigung suchen, wo es hingehört – in die stadien in ihrer nachbarschaft. britz, buckow, rudow – staaken, und tempelhof. die auflistung ist nicht vollständig.
lasst die zukunft leuchten.


27. Dezember 2015 um 22:05  |  516283

Wovon sind 35% abzuziehen Jap_de_mos
27. Dezember 2015 um 21:43 | 516279 ?

32 Punkte – 35 % = 21 Punkte in der Rückrunde
10 Siege – 35 % = 7 Siege in der Rückrunde
26 Tore – 35 % = 17 Tore in der Rückrunde
18 Gegentore + 35 % = 24 Gegentore in der Rückrunde
Wo steht Hertha dann in der Abschlusstabelle?

Ich weiß es nicht.
Ich könnte mit weniger Erfolg leben.
Jeden weiteren Erfolg jedoch werde ich im Jahr 2016 mit Hertha genießen, wann immer es geht.


27. Dezember 2015 um 22:08  |  516284

@hurdie
Denkst du, dass es durch eine Profiliga ohne Auf- und Abstieg spannender wird?

kczyk denkt richtig


hurdiegerdie
27. Dezember 2015 um 22:09  |  516285

kczyk
27. Dezember 2015 um 21:55 | 516282

*denkt nicht genug*

Es sind wir, die das finanzieren. Es ist nicht naturgegeben.


kczyk
27. Dezember 2015 um 22:18  |  516286

@hurdiegerdie – du glaubst, du finanzierst das system !??


kczyk
27. Dezember 2015 um 22:20  |  516287

*denkt*
der einzelne ist austauschbar – im zweifel sogar auszuschließen.
nicht mehr die fans finanzieren das system.
die fans in den stadien sind doch nur konstenverursacher.


kczyk
27. Dezember 2015 um 22:25  |  516288

früher zB gehörten die gewinne einer versicherungsgesellschaft den versicherten. versicherungen mussten als versicherungsverein auf gegenseitigkeit (genossenschaft) geführt werden. erst spät wurde es gestattet, eine versicherungsgesellschaft als aktengesellschaft zu führen. doch aktionäre waren nur selten die versicherten.
die versicherungsprämien stiegen, der soziale aspekt des wirtschaftszweigs wurde aufgelöst – gewinner waren die aktionäre.
so läuft es gegenwärtig bei den vereinen der 1. und der 2. liga.


kczyk
27. Dezember 2015 um 22:27  |  516289

geld kennt kein naturgestz


hurdiegerdie
27. Dezember 2015 um 22:29  |  516290

backstreets29
27. Dezember 2015 um 22:08 | 516284

Oh ja, ich glaube, dass eine Profiliga nach Amerikanischem Vorbild mit Team-Gehaltseinschränkung (salary cap), Bedingungen bei Neuverpflichtungen (lottery) und einer übergeordneten Instanz, die die Entwicklung der Liga und nicht die der Bauern im Auge hat, und da ggf ohne Auf- und Abstieg, die Liga deutlich interessanter machte.


hurdiegerdie
27. Dezember 2015 um 22:33  |  516291

backstreets29
27. Dezember 2015 um 21:52 | 516280

Halte ich (nur ich ) für Quatsch. Es muss doch jemand bezahlen. es generiert sich doch nicht aus dem Nichts.


hurdiegerdie
27. Dezember 2015 um 22:35  |  516292

kczyk
27. Dezember 2015 um 21:55 | 516282

Gib mir ein Beispiel, wo Millionen (Milliarden) ohne die breite Masse generiert werden.


hurdiegerdie
27. Dezember 2015 um 22:38  |  516293

backstreets29
27. Dezember 2015 um 21:52 | 516280

Aber wer finanziert denn das? Irgendein vom Himmel fallender unbekannter GeldSegen. Natürlich ist es die Masse.


kczyk
27. Dezember 2015 um 22:38  |  516294

@hurdie – du stellst falsche fragen.
geht es den fans darum, dass ihr verein millionen generiert oder darum, dass ihre mannschaft gewinnt


27. Dezember 2015 um 22:39  |  516295

Wer lesen möchte, was und mit wem sich die DFL finanziert, schaue in deren Geschäftsbericht.
http://www.bundesliga.de/de/liga/news/bundesliga-report-2015.jsp


kczyk
27. Dezember 2015 um 22:42  |  516296

es werden heute unsummen für spieler ausgegeben, die doch nicht mehr leisten, als spieler in den 1980er jahren.
weshalb !!?
unkritische fans applaudieren – kritische fans werden gesteinigt.


Ursula
27. Dezember 2015 um 22:46  |  516297

# Also….

Wenn ich „EURE“ Ideen und Gedanken
so überdenke, bin ich froh, dass „wir“
noch viele Jahre DIESE Art von Fußball,
DIESE Ligen, DIESE Strukturen mit all
den bekannten Vor- und Nachteilen
erleben werden (müssen!?)….

…bin „oller Fußballer“!

Ich bin zu alt, ich habe „keine Zeit“ für
„it` s time for a Change“…


hurdiegerdie
27. Dezember 2015 um 22:49  |  516298

kczyk
27. Dezember 2015 um 22:38 | 516294

An der Stelle bin ich raus. Die Diskussion ging um Finanzierung durch Fernsehgelder. Wenn du eine andere Diskussion aufmachen möchtest, ist das ok.


Ursula
27. Dezember 2015 um 22:52  |  516299

…ODER so….


27. Dezember 2015 um 22:53  |  516300

Seite 17 des Geschäftsberichts der DFL
Das Projekt „MitternachtsSport“ in Berlin wird von diversen Profis aktiv unterstützt. Unter anderem Änis Ben­Hatira, Hany Mukhtar, Marcel Ndjeng, Tolga Cigerci, John Anthony Brooks und Manuel Schmiedebach dienen bis zu 200 Jugendlichen beim nächtli­chen Kick regelmäßig als „Große Brüder“ und Vorbilder. Getreu dem von Mitbegründer und Schirmherr Jérôme Boateng formulierten Motto „Lieber ein Zweikampf auf dem Platz als auf der Straße“ verbindet „Mitternachts­Sport“ Sport mit pädagogischer Betreuung – in Zeitfenstern, in denen junge Menschen oft auf sich allein gestellt sind. Freitags und samstags von 21 bis 3 Uhr sowie sonntags von 16 bis 21 Uhr ist „Kicken statt Abhängen“ angesagt – vorbeugend gegen Frustration und Perspektivlosigkeit und unter Einhaltung der „goldenen Projektregeln“: Respekt, Toleranz und Fair Play. Hertha BSC setzt sich als Kooperationspartner ein, und die Bundesliga­Stiftung fördert das Projekt seit 2010.
mitternachtssport.com


hurdiegerdie
27. Dezember 2015 um 23:05  |  516301

Blauer Montag
27. Dezember 2015 um 22:53 | 516300

Ein Projekt, leider mit Basketball, das ich versuche in Lausanne zu installieren. Leider sind die Widerstände (gegen mich) gross.


27. Dezember 2015 um 23:17  |  516302

Halte durch, wenn du kannst hurdiegerdie
27. Dezember 2015 um 23:05 | 516301
Die Jugend wird es dir danken.

Kommt alle gut in die letzte Woche des Jahres.


Paddy
27. Dezember 2015 um 23:24  |  516303

in Hamburg gibt´s diese Art von Mitternachtssport bzw. Förderung der Jugend schon seit +25 Jahren im Basketball in Sporthallen in der Gegend…

da kannst dich mal Schlau machen
@hurdiegerdie
27. Dezember 2015 um 23:05 | 516301


hurdiegerdie
27. Dezember 2015 um 23:31  |  516304

Paddy
27. Dezember 2015 um 23:24 | 516303

Danke!

Ich kenne das Prinzip zwar nicht seit 25 Jahren, aber eine Weile.
Mein Problem: ich bin nicht muttersprachlich französisch, und was noch schlimmer ist, nicht mal Schweizer.


Better Energy
27. Dezember 2015 um 23:40  |  516305

#Träume

Es ist schon schön, daß wir wieder einmal vom Pokal und Europapokal träumen dürfen. Nur: Wie heißt denn die letzte Zeile bei diesem Lied, welches in der Kurve dazu gesungen wird? Wenn nicht ist ooch sch…ejal 🙂

Wie ist denn die Realität? Am nächsten Spieltag kommt Augsburg. Die haben gerade in den letzten 6 Spielen 13 Punkte geholt, wir 15. Das wird also ein schweres Spiel.

Danach müssen wir nach Guantanamo. Bekanntlich tut sich da unsere Hertha auch öfters schwer….

#Porto
Für die 10 Jahre Übertragungsrechte bekommen sie also 457,5 Mio Euro. Bloß in dem Betrag ist auch die Bandenwerbung für 10 Jahre enthalten. Da die meisten Clubs darüber hinaus so einen Vertrag über eine Bank forfaitieren (passive Rechnungsabgrenzung!), dürfte diese Summe sich letztendlich in den deutschen Regionen für einen Tabellensiebten bewegen


hurdiegerdie
28. Dezember 2015 um 0:52  |  516306

Better Energy
27. Dezember 2015 um 23:40 | 516305

#Porto
Für die 10 Jahre Übertragungsrechte bekommen sie also 457,5 Mio Euro. Bloß in dem Betrag ist auch die Bandenwerbung für 10 Jahre enthalten. Da die meisten Clubs darüber hinaus so einen Vertrag über eine Bank forfaitieren (passive Rechnungsabgrenzung!), dürfte diese Summe sich letztendlich in den deutschen Regionen für einen Tabellensiebten bewegen

Eiskalt, gefällt mir 😉


Susanne
28. Dezember 2015 um 1:15  |  516307

Ich frage mich gerade (ernsthaft!) und vielleicht auch naiv, wer außer den Aktiven verdient -in den Vereinen persönlich – an der zunehmenden kommerziellen und auf immer mehr Gewinn strebenden Ausrichtung ?
Wer hat ein Interesse die breite Masse auszuschließen?
Wer würde auf die Idee kommen die Plätze 4,5,6 und 7 sollten nicht angepeilt werden ?


backstreets29
28. Dezember 2015 um 7:35  |  516308

hurdiegerdie
27. Dezember 2015 um 22:38

Aus den Zuschauereinnahmen und Eintrittsgeldern wird das wohl kaum finanziert.
Man schaue sich nur den Anteil der verkauften Eintrittskarten am Budget eines Vereins an.
Wieviele Tickets von Großveranstaltungen gelangen noch in den freien Verkauf und somit zur breiten Masse?
Natürlich unterstützt man das System wenn man Sky usw nutzt, aber was ist die Alternative?
Fussball wird nicht mehr für die Masse der Fussballinteressierten gemacht, sondern für die Sponsoren und Investoren und der finanzielle Erfolg gibt ihnen ja auch Recht.


Herthas Seuchenvojel
28. Dezember 2015 um 8:56  |  516310

@backs:
das mag für Großveranstaltungen wie WM’s & EM’s gelten, wo Sponsormitarbeiter eine äußerst geringfügige Chance im „normalen“ Auslosungsverfahren an Karten zu kommen
wir mit unserem Oly sind da noch priviligiert, da meist 30.000 Plätze frei bleiben und Firmenmitarbeiter gerne den Stadionrund mitfüllen ohne Konsequenzen für den zahlenden Zuschauer

zum Thema sky:
würde sagen, die Anzahl der willigen Zahler eines Jahresabos dürfte in D mit den (meinetwegen nun) 4 Mio Abonnenten erreicht sein
früher zogen teilweise noch die exklusiven Kinofilme zusätzliche Nutzer an, aber in Zeiten von Netflix &Amazone Prime ist dort aber nun kein Staat mehr zu machen

die Bindung an langfristige Verträge hinterläßt immer das Gefühl, man hätte was verpasst
die gesamte Leistung kann eh keiner abschöpfen, trotz voll bezahlt
da kommt deutsche Sparsamkeit & der Effizenzgedanke durch
(–> @Opa, das meinte ich gestern 😉 )
wenn sky-Manager wüßten, was ich schon an NBA (schau ich NUR im Original) Spiel- & Tagespässen bezahlt habe in vereinzelten Wochenenden/Wochen, wo ich mal wirklich Zeit habe, würden sie heulend vor Neid in der Ecke sitzen

im privaten Sektor lassen sich angesichts der neu aufkommenden „Neuland“-Konkurrenz kaum die Preise erhöhen und im Gastronomiesektor ist die Anzahl der wirklich sich rentierenden Abos begrenzt, da rechnet jeder Betreiber dreimal (sollte er jedenfalls)


L.Horr
28. Dezember 2015 um 10:00  |  516311

# CL

……………. über die Jahre hinweg habe ich mir die „CL“ und „EL“ gründlich abgewöhnt und focussierte mich basisorientiert auf Fußball in seinem noch nachvollziehbaren Sinne.

Ich wüsste ehrlich nich warum sich dies nun , sollte Hertha sich qualifizieren , ändern sollte.
Gerade in der CL stellt sich der Fußball derart pervertiert dar , so dass sich Hertha , wenn sie ernsthaft , erfolgreich mitspielen wollte , komplett umgestalten müsste.

All das wofür ich Hertha derzeit so schätze müsste dem Quantensprung „CL“ geopfert werden.

Autarkes Finanzgebaren , relative Unabhängigkeit , nach-und mitvollziebare Transferpuzzles und eine gewisse , fast romantische Erdung gingen flöten , nur um aussichtslos zu versuchen gegen längst entfremdete Klone sportlich zu bestehen.

# Zentralvermarktung

ich denke selbst die Bayern ahnen , das bei einer Aufhebung der Zentralvermarktung die Bundesliga für sie selbst überhaupt keine Rolle mehr spielen würde .
Ich persönlich gehe sogar so weit , das dass Produkt Bundesliga für den Normalo-Fan derzeit wertvoller ist als Bayern-TV.

LG


Freddie
28. Dezember 2015 um 10:55  |  516313

Schaaf übrigens neuer Trainer von H96


Uwe Bremer
Uwe Bremer
28. Dezember 2015 um 10:56  |  516314

@ThomasSchaaf
neuer Cheftrainer bei Hannover 96, Vertrag bis Juni 2017

Quelle


Jack Bauer
28. Dezember 2015 um 11:40  |  516315

@TV-Rechte: Es wird wohl auf eine moderate Steigerung hinauslaufen. Sky weiß, wie schwierig es war Oberhaupt auf einen einigermaßen grünen Zweig zu kommen. Mit den 16,99€ Aktions-Abos wird da gar nix verdient, solche Angebote werden in Zukunft wahrscheinlich mit mehr möglich sein. Fraglich ist aber, ob sich Sky durch ein paar Vollzahler alleine refinanzieren kann. Ich bezweifel das. Dazu müsste Sky dringend in Sachen Technik, Support und Online Angebot investieren. Da liegen sie Lichtjahre hinter Amazon Prime, Netflix und co.
Amazon ließ gestern verlauten, dass man sich in Zukunft durchaus eine Fußball WM oder auch die Bundesliga über Prime vorstellen könnte. Ich denke nicht, dass es bei dieser Rechte Vergabe soweit sein wird, aber durchaus bei der nächsten. Die haben eine streaming Plattform von der Sky nur träumen kann und man könnte endlich einen sinnvollen! Schritt in die Zukunft gehen und neben dem Komplettpaket nicht nur das Alibi Spieltags ticket, sondern auch einzelne Spiele bzw. ein Hertha Paket mit flexibler Laufzeit anbinden.
Das würde für mich Sinn ergeben und ist eine realistische Möglichkeit mehr Einnahmen zu generieren. Eine weitere Aufsplittung des Spieltages, Einzelvermarktung von Topspielen etc sind für mich kontraproduktiv.


schnitzel
28. Dezember 2015 um 11:49  |  516316

Autarkes Finanzgebaren , relative Unabhängigkeit , (…)

Nachdem ein Drittel der Hertha jemandem gehört/gehören wird*, der profitorientiert mit Unternehmensbeteiligungen handelt, könnten wir uns mal langsam von dieser Illusion, wir wären finanziell unabhängig und autark, verabschieden. Solange es die Hertha im Profifußball gibt, wird es keine finanzielle Unabhängigkeit geben. Wenn wir das wirklich wollten, müssten wir uns in den Amateurfußball zurückgliedern lassen.

*auch wenn es z.Z. offiziell 9,7% sind: Das Delta an notwendigen Rückzahlungen, falls KKR die 23,6% (= 33,3% – 9,7%) nicht übernimmt, würde uns finanziell wieder an den Rand des Ruins treiben. Wir müssen jetzt sogar hoffen und beten, dass wir zu einem Drittel der KKR gehören werden.


Uwe Bremer
Uwe Bremer
28. Dezember 2015 um 11:58  |  516317

@Bruchhagen

Vorstandsvorsitzender von Eintracht Frankfurt im Kicker-Interview:
„Künftig werden viele Traditionsvereine gegen den Abstieg kämpfen“
Auszug:
Kicker: Warum wird die Luft für die Traditionsvereine immer dünner?

Bruchhagen: Der DFL-Finanzreport weist aus, dass der Kampf um die internationalen Plätze, vor allem um Rang fünf bis sieben, die Vereine finanziell stark belastet. Hinzu kommt die extreme Steigerung der Einnahmen durch die Champions-League. Durch den neuen TV-Vertrag werden die Vereine inklusive Vermarktung künftig pro Jahr 2,38 Milliarden Euro kassieren, also sieben Milliarden in drei Jahren. Das ist eine Steigerung von 40 Prozent. Diese unglaubliche Summe macht es für Vereine wie die Eintracht immer aussichtloser in diese Regionen vorzudringen.


Jack Bauer
28. Dezember 2015 um 12:12  |  516318

Da hat der gute Herr Bruchhagen leider (mal wieder) recht.

Aber:
0:0 gegen Hannover 2004/05, 0:4 in Karlsruhe 2008/09…

Es gab die Chancen in diese Regionen vorzudringen…


polyvalenz
28. Dezember 2015 um 12:26  |  516319

@Jack Bauer

Kann man deiner Meinung nach das puntuelle 😉 sportliche Versagen damit vergleichen, dass es für „Vereine wie die Eintracht immer aussichtloser wird in diese Regionen vorzudringen“?
Das eine ist doch das sportliche Versagen und kein strukturelles Problem was mit der Verteilung von Fernsehgeldern zu tun hat.
Möchte Bruchhagen nicht sagen, dass es durch die (mehr oder weniger absehbare) Entwicklung solchen Vereinen nicht oder immer schwerer möglich sein wird, um überhaupt in solche Situationen zu gelangen?


Jack Bauer
28. Dezember 2015 um 12:35  |  516320

@polyvalenz: Es ging mir darum, dass ich der (nicht belegbaren) These anhänge, dass Hertha, hätten sie in den beiden Jahren die Champions League erreicht, niemals abgestiegen wäre, sondern sich in der nationalen Spitze etabliert hätte.
Und richtig, es ist 2015/16 schwieriger als 04/05 oder auch 08/09. Deswegen trauere ich ja auch diesen verpassten Chancen nach wie vor nach.
Dass es dennoch nicht unmöglich ist, sieht man an unserer aktuellen Tabellenposition. Wolfsburg, Schalke und Leverkusen sind aktuell nicht gefestigt, Wolfsburg vermutlich mindestens bis zum Viertelfinale in der CL, Leverkusen und Schalke in der EL noch stärker belastet.


Opa
28. Dezember 2015 um 12:46  |  516322

#Schaaf 🐑
Immerhin wird der Untergang von Hörgeräte 96 jetzt unterhaltsam. Hurrafußball und Spiele, die 4:6 ausgehen und an deren Ende ein knurriger Seebär auf Pressekonferenzen Journalisten anbrummt. Ich hol Popcorn 😁

#Zukunft der Fußballvermarktung
Weshalb im Zeitalter von individualisierten Contentangeboten die Zentralvermarktung ein Allheilmittel sein soll, erschließt sich mir auch nicht so ganz. Mir hat sich auch noch nie (also schon vor sky) erschlossen, weshalb ich ein Kinopaket buchen muss, um Sport zu gucken, für den ich grundsätzlich bereit wäre, zu bezahlen. Ein Paket, wo ich legal Fußball & Formel 1 in Fernsehen und Internet bekäme, wäre mir persönlich um die 10 € wert, gern auch ohne 24 Monate Vertragsbindung. Dass das darstellbar ist, hab ich gestern ja schon vorgerechnet und würde erheblich mehr Abonnenten generieren. Das ist m.E. von jeher DER Geburtsfehler von Pay TV in Deutschland und behindert sicher auch den Fußball in seinen Einnahmemöglichkeiten. Wenn nun ganz neue Protagonisten ans Tageslicht treten, Vielleicht ist die Eigenvermarktung auch eine Lösung? Der heutige Status Quo ist jedenfalls kein Zukunftsmodell.

#Hertha im europäischen Geschäft
Ist mir egal, ob wir CL/EL erreichen. Meine Liebe zu Hertha schmälert es nicht, falls wir da dran vorbeischrammen, ich hab mich schließlich auch in Aue oder Sandhaufen wohlgefühlt. Als Schokostreussel obendrauf wäre es aber prima, zumal es ja noch andere Effekte geben dürfte, denn der eine oder andere Spieler ist sicher im Fokus reicherer Vereine, die uns dann reichkaufen. Das ist m.E. auch die realistischste Exitstrategie, um KKR nicht kampflos weitere 22 % der Anteile zu überlassen. Immer hübsch auf dem Teppich bleiben, dabei Berliner Kerntugenden nicht vernachlässigen (Kein Sechser in der Tasche…), egal, ob wir nun vor 8.000 Zuschauern gegen den aserbaidschanische Meister oder vor vollem Haus gegen Manchester United spielen.

#Bruchhagen
Am Geld allein hängt sportlicher Erfolg allerdings auch nicht. Nahezu jede Saison gibt´s ja Überraschungsmannschaften, die mit dünnem Budget ins internationale Geschäft stolpern, in den letzten Jahren Mainz, Augsburg oder auch Frankfurt zu nennen. Das darf man jeweils als positiven „Ausrutscher“ betrachten, aus dem heraus man zwar keine Zielplanung machen sollte, was aber nicht heißt, dass man das nicht anstreben dürfen sollte.

Dass sich ausgerechnet Bruchhagen jetzt über das finanzielle Ungleichgewicht beklagt, entbehrt nicht einer gewissen Komik. Schließlich hat er lange genug bei der DFL an exponierter Stelle mitgewerkelt am Untergang. In seiner Amtszeit sind diverse Entscheidungen gefallen wie die Aushöhlung der 50+1 Regel durch Voilkswagen, Hopp und Kind sowie die Zulassung von RB zum Spielbetrieb in den DFL Ligen.

Gerade er sollte (ähnlich wie Rettich) daher nicht allzu laut „Haltet den Dieb“ schreien.


apollinaris
28. Dezember 2015 um 12:47  |  516323

@ Jack…in diesem Fall ( stimme da übrigens zu..) wären wir halt Profiteure dieser an sich kranken Struktur gewesen, was am Bruchhagens Ansatz ja nichts ändert.
Ich glaube auch, dass nur ein Ausscheren in Richtung amerikanisches System , wünschenswert wäre.,aber das wird nie und nimmer kommen.


Sir Henry
28. Dezember 2015 um 12:47  |  516324

Meiner Ansicht nach ist Sky in Deutschland immer noch dabei, die Zahlungsbereitschaft der Kunden auszutesten. Offensichtlich sind zu wenig Menschen bereit, die 20-40 EUR pro Monat (je nach Vertrag) zu bezahlen.

Sky wird sich was überlegen müssen, um die Umsätze zu erhöhen. Ob die Lösung darin besteht, die Preise zu erhöhen, darf bezweifelt werden. Ich fände die Idee des pay-per-view für mich persönlich ganz spannend, aber wenn die das nicht wollen, kann ich es nicht ändern. Also werden sie daran arbeiten, die Attraktivität des Angebots für die Fernsehzuschauer zu erhöhen. Dazu gehört zwangsläufig auch die Ausweitung der Spieltage, die Möglichkeit, noch mehr Einzelspiele zeigen zu können. Für mich (mich!) nicht das Ende der Welt.

Sky muss es aber auch daran gelegen sein, dass die Liga ausgeglichen und spannend möglichst bis zum letzten Spieltag ist. Noch mehr von diesen langweiligen Spielzeiten wie in den letzten Jahren und die Zuschauer wenden sich ab.

Und auch bei den Wirten kann Sky die Preise nicht unendlich erhöhen. Es wird sich ein Preis finden, mit dem sowohl die Wirte als auch Sky leben können. Es liegt bestimmt nicht im Interesse des Senders, Reichweite zu verlieren. Im Gegenteil.


polyvalenz
28. Dezember 2015 um 12:51  |  516327

@Jack Bauer

Alles klar, da bin ich auf jeden Fall bei Dir, jetzt verstehe ich besser was Du damit sagen wolltest.
Über den Begriff „nationale Spitze“ müssen wir uns noch einig werden, ansonsten passt das schon. Abgestiegen wäre man so schnell wohl kaum. Das führt an dieser Stelle aber zu weit…
Danke für Deine Erläuterung.


apollinaris
28. Dezember 2015 um 12:52  |  516328

Bruchhagen ist doch seit Jahren nahezu der einsame Rufer…?


polyvalenz
28. Dezember 2015 um 12:55  |  516329

pax.klm
28. Dezember 2015 um 13:02  |  516332

Susanne
28. Dezember 2015 um 1:15 | 516307

Wer würde auf die Idee kommen die Plätze 4,5,6 und 7 sollten nicht angepeilt werden ?

Ganz ehrlich: Ich. Bin hier sehr nah bei Opa.
Ruhm und Ehre nur bei vernünftigen Auftritten in der CL, Kohle auch nur dort.
EL interessiert zu wenig, so lohnt die Belastung nicht, es sei denn der Titel würde geholt.
Für die weitere Entwicklung des Vereins wäre aus meiner Sicht Zeit oder Geld nnötig. Die beste Werbung wäre ERFOLG, den aber in der EL. Wohl eher nicht.
Lieber mäßig aber regelmäßig CL.


Uwe Bremer
Uwe Bremer
28. Dezember 2015 um 13:16  |  516334

@Bruchhagen

ist seit 2003 Vorstandsvorsitzender von Eintracht Frankfurt.
Ihn verantwortlich zu machen für Geschäftsentscheidungen der DFL zeugt von #ausgeprägtemSachverstand und #starkemFairplay


Freddie
28. Dezember 2015 um 13:29  |  516336

@pax
So wenig Geld gibt es doch in der EL gar nicht.
@exil hatte doch den Link eingestellt. Allein Antrittsgage sind 2,4 Mio.
Dazu weitere Prämien. Klar, bei weitem nicht so viel wie in der CL, gleichwohl…

Übrigens geht’s nebenan weiter


Opa
28. Dezember 2015 um 13:44  |  516340

#Bruchhagen
Faktencheck: Ist neben seiner Tätigkeit bei Eintracht Frankfurt seit 2007 bis Juni 2015 Mitglied des Vorstands der DFL und Mitglied des Ligavorstands gewesen.

Sicher werden die da nur Cafétrinken oder Direktoren frühstücken. Soviel

@Uwe: Mir da mangelnden Sachverstand oder mangelndes Fairplay zu unterstellen, zeugt von was? „Nette“ Grüße…


Jan Holm
30. Dezember 2015 um 18:19  |  516762

Euroligue ist Osteuropaligue. Unattraktive Geldbeschaffungsliga.
Bitte nicht.
Lieber in der Saisonvorbereitung mal einen attraktiven Gegner
zum Freundschaftsspiel einladen, vor vollem Haus im Olympiastadion.
Wie zuletzt Juventus Turin.
Falls die Euroligue nicht vermeidbar ist würde ich die Spieler
der U23 nominieren. Die können dort internationale Erfahrung
sammeln.
Oder das Startrecht verkaufen an einen Nachrücker.

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