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Mittwoch, 25.1.2017

Dardai hofft auf Kalou

(ub) – Bei der ersten Trainingseinheit von Hertha in dieser Woche haben wir den Sonderbeobachter @bolly vorbeigeschickt.

💪🏻💪🏻⚽️ #hahohe

A photo posted by Flo Ko (@flokohls31) on

 

Waren soweit alle Spieler auf dem Schenckendorff-Platz. Mit Ausnahme von Florian Baak und Arne Maier, die mit der U19 am Abend gegen Hertha Zehlendorf (?) im Einsatz sind.

Die Kurzversion des Trainings von @bolly lautet:

Zuerst Großfeld Tor. Chancen Mangelware. Dann 2HZ Kleinfeld. Besser – zwei Tore sah ich, einige schöne Kombinationen

Vielleicht mag er in den Kommentaren noch etwas anfügen – Trainingsbericht bei Herthabsc.de

Kalou erklärt Rücktritt

Salomon Kalou ist im Afrika-Cup mit der Elfenbeinküste in der Vorrunde gescheitert (0:1 gegen Marokk0). Es war das 92. und letzte Länderspiel seiner Karriere, im Anschluss hat er seinen Rücktritt erklärt. Selten hat ein so deprmierter Spieler den Preis als „Man of the Match“ entgegen genommen – 1:40-Minuten-Clip – hier

Kalou wird Freitag bei Hertha im Training erwartet.Ob Kalou im 18er-Kader für die Partie am Sonntag beim SC Freiburg steht?

Trainer Pal Dardai: Er hat seine Einsätze gehabt und sollte fit sein – aber ich muss Salomon erstmal in die Augen sehen und gucken, wie er strahlt

Wichtig fürs Familien-Album (Foto: @bolly):

Ben-Hatira hat sechs Tage, um einen Job zu finden

Dass der SV Darmstadt den Vertrag mit Änis Ben-Hatira aufgelöst hat, werdet Ihr mitbekommen haben.

Präsident Rüdiger Fritsch: „Nach Analyse der Gesamtsituation macht eine weitere Zusammenarbeit für beide Seiten keinen Sinn mehr. Der SV 98 beurteilt Ben-Hatiras privates humanitäres Hilfsengagement wegen der Organisation, der er sich dabei bedient, als falsch. Trotzdem halten wir es angesichts der sehr komplexen und sensiblen Thematik für bedenklich, dass sich in Bezug auf die getroffene Entscheidung nun wahrscheinlich einzelne Personen als Sieger fühlen werden. Der SV Darmstadt 98 wünscht Änis Ben-Hatira, der sich in unserem Verein stets tadellos und vorbildlich verhalten hat, für seine sportliche Zukunft alles Gute.“

Im Januar 2016 wurde sein Vertrag bei Hertha aufgelöst. Seither hat Ben-Hatira Eintracht Frankfurt und SV Darmstadt durch – und das Transferfenster schließt am 31. Januar.

Training bei Hertha am Donnerstag, 10 Uhr Schenckendorff-Platz, am Nachmittag in der Kabine


105
Kommentare

Neuköllner
25. Januar 2017 um 18:15  |  582270

Ha


pathe
25. Januar 2017 um 18:16  |  582271

Ho!


25. Januar 2017 um 18:17  |  582272

He!


psi
25. Januar 2017 um 18:17  |  582273

Hertha BSC!


25. Januar 2017 um 18:21  |  582274

Bolly und Bremer.
immerherthas Traumduo.

Habt ihr prima gemacht heute. 😀


Hurdiegerdie
25. Januar 2017 um 18:51  |  582275

„Ben-Hatira hat sechs Tage, um einen Job zu finden.“

Wenn der Vertrag aufgelöst wird, ist er doch vertragslos und kann dann jeder Zeit verpflichtet werden, oder?


25. Januar 2017 um 18:55  |  582276

Jepp Hurdiegerdie
25. Januar 2017 um 18:51 | 582275
Meines Wissens können vereinslose Spieler jeder Zeit verpflichtet werden. Aber was weiß ich schon … 😳


Stehplatz
25. Januar 2017 um 18:59  |  582277

Passt irgendwie zu Bennis. Mich wundert da wenig.
Mal sehen welcher Verein sich dieses Gesamtpaket als nächstes antut.


Zippy
25. Januar 2017 um 19:01  |  582278

@Blauer Montag und Hurdiegerdie
„Verpflichtet“ werden kann er, man darf aber ab Ende Januar-Transferfenster nicht mehr registriert werden, auch als Vereinsloser.


Uwe Bremer
Uwe Bremer
25. Januar 2017 um 19:07  |  582279

@hurdie

Wenn der Vertrag aufgelöst wird, ist er doch vertragslos und kann dann jeder Zeit verpflichtet werden, oder?

Nach meiner Erinnerung ist der von Dir skizzierte Fall der, der nach dem Sommer-Transferfenster gilt.

Nach der Winter-Wechselfrist dürfen Vereine niemanden mehr verpflichten

Dass nach der Wechselperiode (31.1) ein Wechsel für die laufende Spielzeit nicht mehr möglich sein soll, ist durch die Wettbewerbssituation gerechtfertigt, da ansonsten in der entscheidenden Phase der Meisterschaft sich einzelne Vereine auf diese Weise verstärken könnten und somit der sportliche Wettbewerb im Vergleich zu anderen Vereinen verfälscht werden könnte.

Quelle


Hurdiegerdie
25. Januar 2017 um 19:09  |  582280

Uwe Bremer
25. Januar 2017 um 19:07 | 582279

Danke, kann auch sein.


Hurdiegerdie
25. Januar 2017 um 19:12  |  582281

UB:

Du hast recht, ich habe es gefunden. Danke


25. Januar 2017 um 19:15  |  582282

Mein musikalisches Dankeschön für Zippy 19:01 und Uwe Bremer 19:07

SADE – Smooth Operator (live 2011)
https://www.youtube.com/watch?v=ZAt-mGg5W8U&index=7&list=PL4453AF767059823C


Susch
25. Januar 2017 um 20:02  |  582283

“zuerst Großfeld Tor. Chancen Mangelware🤔
Dann Kleinfeld. Besser…schöne Kombinationen“
Vielleicht sollten wir ein Antrag stellen, das wir nur auf Kleinfeld spielen.
Da scheint es ja mit den Torchancen und spielerisch zu klappen.
Zu Kalou
Ich bin froh das er wieder ne Option ist.
Allerdings glaube ich nicht das er von Anfang an spielen wird.
Kalou ohne Vorbereitung ist nur die Hälfte wert.
Auch wenn das bei unserer Offensive reichen könnte😉


25. Januar 2017 um 20:18  |  582284

Wer Interesse daran hat, wie es Hertha BSC bezüglich Verbindlichkeiten, Zuschauerzahlen etc. im Januar 1979 ergangen ist, kann das hier nachlesen:

https://www.facebook.com/herthabscmuseum1892.de/posts/613836845479813?notif_t=like&notif_id=1485371316992088

Ein interessantes Stück Hertha BSC-Geschichte.

Vielen Dank für Euer Interesse.


kczyk
25. Januar 2017 um 21:31  |  582286

*denkt*
männerfußball ist doch nichts für ein 125jähriges mädchen


Ursula
25. Januar 2017 um 21:48  |  582287

HIER ist ja ganz schön was los…

Tschuljung, wollte nicht wieder stören!
Fußball ist ja ohnehin nicht mein Ding…

Schläfle!


Hurdiegerdie
25. Januar 2017 um 22:07  |  582288

Ursula
25. Januar 2017 um 21:48 | 582287

Was möchtest du denn diskutieren? Für mich ist im Moment alles gesagt und es gibt kein neues Thema.

Zeit um rumzuflachsen.


Exil-Schorfheider
25. Januar 2017 um 22:14  |  582289

@Bolly

Roter Kinderwagen!?
So kommste aber nicht in die Kurve, pfft, ins Stadion.
Da fehlt der blau-weiße Anstrich – das Teil gehört schließlich zur Staff-Ausrüstung und die muss Vereinsfarben beinhalten.


Ursula
25. Januar 2017 um 22:17  |  582290

@ hurdie

Was trinkst Du gerade?
Hast Du einen Kamin…

…und ein „Schälchen“ Glühwein
dazu? Ich habe heute nach Amylase
die Whisky-Maische 5 Stunden zu
Whisky gebrannt, muss aber noch
„enschwefeln“!

Die kleinen „ZwischenProben“,
hick, „klangen“ gut!

Knapp zwei 0,7 Flaschen aus 15 Liter
Maische! Tja…


Hurdiegerdie
25. Januar 2017 um 22:23  |  582291

Ursula
25. Januar 2017 um 22:17 | 582290

Kamin war an, Glühwein gab’s heute nicht.
Schnaps habe ich zum Selbstschutz selten im Haus.


Ursula
25. Januar 2017 um 22:26  |  582292

…UND uns trennt Lustenberger!!

Entweder keine „Doppelsechs“
und „Lusti“ vor den beiden 4er
als EINZIGER Aus- , nee Vorputzer,
oder ein „zweiter Sechser“ mit
ganz klaren Offensivaufgaben,
käme aktuell nur Darida in Frage…

…was wäre dann mit Skjelbred?

ODER tatsächlich „Lusti“ raus…!?

Ich habe so viel Schnaps im Haus,
könnte so gar @ Kraule versorgen
und „stehe über den Dingen“, echt!


Hurdiegerdie
25. Januar 2017 um 22:35  |  582295

Ursula
25. Januar 2017 um 22:26 | 582292

Würde mich schwer reizen, mal deinen Selbstbrand zu kosten (im Sinne von kosten).

Bei Lusti kommen wir solange nicht zusammen, wie ich die Alternativen im Kader nicht sehe.

Aber ich gucke mir Alternativen (wie gegen Bremen, sogar live) unvoreingenommen an.


Ursula
25. Januar 2017 um 22:44  |  582297

@ hurdie

Ich habe mir von guten Freunden
sagen lassen und es bei diesen
guten Freunden (leider!??) selbst
erlebt, dass man über das Kosten
kaum hinaus kommt….

Ich mache dies mit großer Freude
schon jahrelang, von meiner Oma
erlernt (wirklich), die nach dem Krieg
die ganze Familie mit Schnaps aus
ALLEM, was „brennbar“ ist, versorgt hat,
und mittlerweile mache ich das mit
großer Qualität (Obst und Whisky)! Na ja…

# Brennen! Nächtle!


Hurdiegerdie
25. Januar 2017 um 23:03  |  582298

Ursula
25. Januar 2017 um 22:44 | 582297

Ich beneide dich ehrlich darum. Ich würde es auch gerne mal machen, aber „mal machen“ iss nich, dafür ist es doch zu komplex und es gibt für mich Gründe, die Finger davon zu lassen (u.A., dass „Schwarzbrand“ für einen Alkoholforscher ein gefundenes Fressen für Medien und Alkoholindustrie wäre).

Nichtsdestotrotz würde ich deine Brände gerne mal probieren.
Ich kenne hier 1-2 Weinbauern, die das nebenbei machen und das schmeckt echt gut.


U.Kliemann
25. Januar 2017 um 23:10  |  582299

Wow und keine Möglichkeit mal zu kosten!


Ursula
25. Januar 2017 um 23:22  |  582300

@ hurdie

In der Tat, gerade Du als Fachmann
weißt, dass ein „kurzes mal machen“
nicht funktioniert, es wäre auch
außerordentlich gefährlich…

In der ehemaligen Udssr, in Moskau
starben in jedem Winter viele „Betroffene“
nicht an der Kälte, vielmehr an schlecht
und „unfachmännisch“ gebranntem „SUFF“…

Das „simple Abtrennen“ im „Vorlauf“ von
Methanol und das Abtrennen im „Nachlauf“
von „Fuselölen“, einfach formuliert, wären
schon kleine Kriterien, aber da ist noch mehr!!

Es gibt auch kaum noch „Brennrechte“…

Die Branntweinmonopolgesellschaft
in Offenbach in Verbindung mit dem
Zoll, sind schlimmer als die Polizei
erlaubt, aber es wird in Deutschland,
insbesondere im süddeutschen Raum,
unglaublich viel „schwarz gebrannt“,
wie ich finde zu Recht, bei dem vielen Obst!!!


Hurdiegerdie
25. Januar 2017 um 23:31  |  582301

U.Kliemann
25. Januar 2017 um 23:10 | 582299

Quatsch! Natürlich kann ich kosten.


Hurdiegerdie
25. Januar 2017 um 23:42  |  582302

Ursula
25. Januar 2017 um 23:22 | 582300

Langes Thema.
Die Leute in Russland sterben tatsächlich hauptsächlich am selbstgebrannten Ethanol, nicht vorrangig an Schlechtgebranntem (Methanol etc).

Wir haben verschiedenste Proben getestet. Das Zeug ist insgesamt recht sauber. Es ist halt so unkontrollierbar hochprozentig, dass die Leute teilweise zu schnell und zu stark besoffen sind (oder sich zuviel zu billig besorgen können), dass sie daran sterben (auch Erfrieren in der Kälte). Methanol und andere „congener“ sind nicht das wirkliche Problem „nichtversteuerter“ Alkoholika in Russland.

Aber nun genug OT dazu.

Schlaft gut.


linksdraussen
25. Januar 2017 um 23:52  |  582303

Was macht Ursula nicht in högschder Qualität? Spielbewertungen, Marathon, Psychologie, Medizin und Schnaps! Mindestens. Hier werden viele Grundbedürfnisse gestillt. Mich unterhält das sehr.


25. Januar 2017 um 23:59  |  582304

ich mochte es sehr, durch Baden, Schwaben, Franken zu fahren und bei Obst-und Weinbauern..mal anzuhalten… 😉
Immer schöne Gegenden und oft wirklich nette Menschen. Und oft wirklich leckere Sachen.
Aber: nicht jeder hausgemachte Schnaps mit Etikett dran..schmeckt zwangsläufig besser als massentauglicher Industrieschnaps: Manchmal waren die angebotenen Schätze auch am Rande des Genießbaren. Dann sagte man „äh, oh…der schmeckt …ehrlich..“ 😆
Nicht selten habe ich zuhause dann mich gefragt, wie ich mich für diese Flasche breitschlagen lassen konnte.


Hurdiegerdie
26. Januar 2017 um 0:51  |  582305

Uups jetzt konnte ich nicht einschlafen, weil ich Ursula nicht Unrecht tun wollte.

Also als Letztes:
Ursula hat natürlich recht, dass Probleme mit dem Vorlauf und Nachlauf bei Selbstgebrannten, auch in Russland, Menschenleben kosten.

Was ich sagen wollte ist, dass das nicht das Hauptproblem mit unversteuertem Alkohol in Russland ist.

Ein Hauptproblem ist „medizinischer Alkohol“, sauberes, nicht vergälltes oder denaturiertes Ethanol mit bunten Neonaufschriften „nur zum äusserlichen Gebrauch“ (wenn’s vorne zwickt und hinen beisst, nimm Klosterfrau Melissengeist), das einfach 95%iger unversteuertes und damit billiges Ethanol ist, welches dann ggf. mit Wasser oder Cola gemischt wird, wobei jedoch die Mischung unkontrolliert hochprozentig bleibt.

Auch der illegal selbstgebrannte Alkohol ist in der Regel „sauber“ (also Ethanol), aber eben billig, so dass es nicht die „Giftstoffe“ (Methanol, Fuselöle) sind, die – oft akut (Intoxikation, Erfrierung) töten – sondern „schlicht“ die billige übermässige Ethanolmenge, die getrunken wird.

Nu abba. Ohne Lusti mit Kalou auf links und Stocker auf der 10 zum Sieg gegen Freiburg 😉


Bennemann
26. Januar 2017 um 2:07  |  582307

Was ist HIER denn los?

Sie treffen sich täglich um viertel nach drei, oh oh oh (oh yeah)
Am Stammtisch im Eck einer Schnapsbrennerei, oh oh oh (oh yeah)

(Nu) abba bitte…

Alkohol ist un­ap­pe­tit­lich und stinkt, ich genieße lieber rein pflanzlich…

Schelle UND Lusti raus, Allan und Darida Doppel6, Stocker 10, Kalou links, Genki rechts… ich glaube, wir spielen unentschieden.


Bennemann
26. Januar 2017 um 2:09  |  582308

und natürlich Esswein rechter Verteidiger…


Susch
26. Januar 2017 um 4:49  |  582310

Allan ist nicht da😉


pathe
26. Januar 2017 um 6:36  |  582312

Meine Mannschaft für den Rückrundenstartsieg (wenn es sein muss, gerne auch wieder mit dem Siegtreffer in der Nachspielzeit…):

Jarstein
Pekarik Stark Brooks Plattenhardt
Schelle Darida
Kalou Stocker Haraguchi
Ibisevic

Bank: Kraft, Langkamp, Lusti, Mittelstädt, Esswein, Allagui, Schieber.

Ja, so könnte es was werden!

Wünsche allen einen schönen Donnerstag!


Etebaer
26. Januar 2017 um 8:47  |  582313

Na, da sind also die Stadionpläne heraus.
Gut finde ich, das Hertha gerne am gut erschlossenen Berlin-Standort bleiben möchte!

Fraglich ist, ob man mit dem Neubau eventuell genau in eine aufkommende Fußballkrise investiert.

Fraglich ist, bezüglich des architektonischen Ambientes, warum das extra Geld kosten soll, wenn es eigentlich nur etwas Gehirnschmalz vom Architekten bedarf, der im Verhältnis zu den grundsätzlichen Baukosten „erheblich viel billiger“ sein sollte, um nicht zu sagen „verschwindend gering“.
Zumal ein öder, stil-/fantasieloser Neubauklotz/Blechspielkasten kaum in das Ensemble der Bauten auf dem Oly-Gelände passen dürfte.

Fraglich ist, falls der DFB die EM bekommt, ob das nicht Fenster/Türen öffnet, eine umfassende Modernisierung des Olys zu bekommen, weil die Alternative letztlich das Sterben des Olys sein würde.

Fraglich ist, wer das finanziert, so das Hertha kein Risiko trägt und wie so viele andere Vereine endet, die ein neues Stadion bauten und nicht Bayern München heissen.

Fraglich ist, ob in Berlin überhaupt die üblichen Gesetze zum Stadionobesuch gelten.

Fraglich ist, was passiert, wenn Hertha ausserhalb Berlin ziehn muß.
Letztlich wird der Osten sich Leipzig zuwenden (oder vielleicht auch mal Dresden) und nicht Hertha, wird Hertha sich Brandenburg zuwenden?

Und ist Union eigentlich ein Schneeballsystem, oder solide?

Fragen über Fragen die Genius, Geist, Gewissen plagen.
Nicht mal der Wind kann heute wissen, wo wird Hertha seine Flagge hissen?
Und gehen die Leute dann dahin, oder hatte es gar keinen Sinn?
Nur eines das ist heut schon wahr, erst im Nachhinein wird alles klar!

Viel Glück!


Etebaer
26. Januar 2017 um 8:55  |  582314

Ich weiß echt nicht, warum Langkamp so oft so wenig wertgeschätzt wird.
Für mich ist er der stabilisierende Faktor in der Abwehr, das als positiver Multiplikator auf seine Mitspieler wirkt.
Erstmal müssen die Basics stimmen und wenn andere an seine Seite stärker werden, dann kann man die Nicht-Basics vernachlässigen!


Herthas Seuchenvojel
26. Januar 2017 um 9:21  |  582315

http://www.morgenpost.de/sport/article209397903/DFL-Boss-raet-Hertha-zu-einem-reinen-Fussballstadion.html

oh oh
„Aber an jenem Abend, als Hertha BSC „an einem Großverein wie Bröndby IF“ gescheitert war, „da flog, was selten passiert, meine Fernbedienung durchs Wohnzimmer““


Stiller
26. Januar 2017 um 9:37  |  582318

Begeisterung? Ja.

Man sollte endlich versuchen, die Mitgliederzahl auf Hauptstadtniveau zu steigern und dazu die Vereinsarbeit intensivieren anstatt die Neubaupläne als A & O für die Zuschauerzahlen zu betrachten. Dabei könnte man lernen wie Begeisterung zustande kommt. Für mich zeigt die aktuelle Vorgehensweise, wie wenig nachhaltig und lediglich geldorientiert die Denke des Präsidiums ist.

Selbst wenn’s mit Standortfindung und Stadionfinanzierung klappen sollte, wird es mE maximal ein Strohfeuer werden. Die Suppe werden aber nicht die Initiatoren auslöffeln müssen. Berlin sollte das Spielchen nicht mitmachen.


26. Januar 2017 um 9:58  |  582319

@Stiller

Die Mitgliederzahl wurde innerhalb von etwa 20 Jahren seit Anfang der 2000er von unter 10k auf jetzt über 30k gehoben. Und doch bleibt die ominöse 50k-Grenze im Stadion, die nur selten nach oben überschritten wird. Das hat sich seitdem nicht verändert.

Finde, das ist kein stimmiges Argument.


Jack Bauer
26. Januar 2017 um 10:06  |  582321

Ich kann mich in der jüngsten Vergangenheit an zwei Zeitpunkte erinnern, als Hertha für Fußballbegeisterung sorgen konnte. Zum einen das Pokal-Halbfinale gegen Borussia Dortmund, als man mutlos (gegen zugegebenermaßen überragende Dortmunder) agierte und in Verbindung mit dem folgenden Katastrophen-Saisonfinale sämtliche Euphorie im Keim erstickte. Das zweite Ereignis war die Saison 08/09… „Hey, das geht ab“ und so. Hertha hat auch damals ein Paradebeispiel dafür gegeben, wie man Euphorie im Keim erstickt und die darauffolgenden Jahre haben wohl leider viele Kinder und Jugendliche in die warmen, erfolgreichen Arme der Bayern oder des BVB geführt.
Also für wirklich große Begeisterung scheint in Berlin nur die Aussicht auf Titel zu sorgen. Eine Chance darauf hat man aktuell nur über den DFB Pokal. Denn selbst als Hertha zeitweise in der Hinrunde einen 2 Punkteschnitt hielt, war Bayern stets souverän vorne, jetzt auch Leipzig. Für die Meisterschaft brauchst du mittlerweile mindestens 80 Punkte, das ist von einer Mannschaft wie Hertha selbst in einer überragenden Saison nicht zu bewerkstelligen. Ein 2 Punkteschnitt, für Hertha das absolute Limit, reicht nicht mehr für eine Titelchance und somit auch nicht für große Euphorie.

Ob ein neues Stadion daran was ändert, da habe ich ja schon mehrmals meine Zweifel bekundet. Der Wunsch auf dem aktuellen Gelände zu bleiben ist plausibel und in meinen Augen auch das einzig vermittelbare. Zweifel habe ich angesichts der explodierenden Baukosten, was für 120-150 Mio. € möglich sein soll. Aber warten wir mal die „echten“ Ergebnisse ab.


Stiller
26. Januar 2017 um 10:12  |  582322

Die Zeiten haben sich geändert, @Sir. Wenn ich Vereinsfußball wirklich will, dann muss man den Verein entwickeln. Wie diese Entwicklung aussieht, siehst Du am Vereinsleben, aber auch an der Beteiligung bei Jahreshauptversammlungen.

Du siehst es aber vor allem an der neuen Hertha-Strategie, die auf die Zuschauer zielt. Ist das ein Projekt der Mitglieder? Sind sie dort eingebunden? Nein. Das ist keine Entwicklung des Vereins, das ist Kundenfang. Noch ein Konsumprojekt mehr.

Das kommt beim Berliner nicht wirklich an. Und der ist es vor allem, der das Stadion vollmachen soll.


Kamikater
26. Januar 2017 um 10:13  |  582323

Oh Mann. Jetzt geht diese sinnlose Diskussion hoffentlich nicht wieder von vorne los…

Leute, ohne ein eigenes Fussballstadion wird der Verein keine Zukunft haben! Unabhângig davon muss man weder Bayern- noch Doetmundfans fragen, was Hertha wo für ein Stadion braucht.


Stiller
26. Januar 2017 um 10:14  |  582324

Nimm Dein eigenes Projekt, Sir. Das kommt an, weil da Herzblut drinsteckt und keine kalte Mediensauce ist. Das hat Zukunft.

@kami, auf die Reihenfolge kommt es an. Die Basics zuerst …


Freddie
26. Januar 2017 um 10:18  |  582325

@stiller
Wir reden über Profifussball und nicht Vereinsleben.
Das ist dem zahlenden Zuschauer meines Erachtens ziemlich egal.
Siehe RB


26. Januar 2017 um 10:33  |  582326

@Stiller

Es steht doch jedem Mitglied frei, sich entsprechend seiner Wünsche und Möglichkeiten zu engagieren. Und immerhin stehen dem Verein dank des starken Wachstums nun potentiell mehr als drei Mal so viele engagierte Mitglieder zur Verfügung. Jeder nach seinen Möglichkeiten.

Aber nur weil es der Großteil der Mitglieder vorzieht, passiv zu bleiben und sich nicht aktiv ins Vereinsleben oder die Zukunftsgestaltung einzubringen, kann doch der Club nicht die Arbeit einstellen und die Hände in den Taschen vergraben. Man kann die Mitglieder ja auch nicht zwingen.

Was das Stadion betrifft: natürlich ist das im Kern seines Wesens Konsum von Unterhaltung. Eine besondere Art von Konsum, weil mit viel Herzblut und Emotion, aber Konsum. Der Club bietet Fußball auf 72.000 Plätzen und die Zuschauer kaufen die Tickets und konsumieren das Spiel.

Der Kauf von einem Kilo Äpfel läuft in der Regel nüchterner ab.

Die emotionale Aufladung passiert im Kopf des Zuschauers und Fans. Das ist es, was ihn ins Stadion treibt und ihn am Ticketschalter 50 Euro ausgeben lässt. Und was ihn hoffentlich wiederkommen lässt.


Stiller
26. Januar 2017 um 10:47  |  582327

@Freddie, das beschreibst Du richtig:

„Wir reden über Profifussball und nicht Vereinsleben. Das ist dem zahlenden Zuschauer meines Erachtens ziemlich egal.
Siehe RB“

Genau das ist mE aber das Problem. Ich bin davon überzeugt, dass man mit einer Mitgliederstrategie (vs. Zuschauerstrategie) in Berlin Erfolg haben könnte. Wer ein reines Profitfußballkalkül vertritt – bitte. Mein Ding ist das nicht.

Dann am besten die Profiabteilung an einen Investor (Blue Bull 2) verkaufen.


26. Januar 2017 um 10:55  |  582328

@Stiller

Hilf mir mal auf die Sprünge: was sollen denn der Verein und seine Mitglieder deiner Meinung nach konkret unternehmen? Was unterscheidet eine Mitgliederstrategie von einer Zuschauerstrategie. Wie bekommt man deiner Ansicht nach mit einer Mitgliederstrategie das Stadion voller? Wie erreicht man die, die nicht Mitglied sind?

Ich habe das immer noch nicht verstanden.


Exil-Schorfheider
26. Januar 2017 um 10:58  |  582329

@stiller

Wenn jetzt aber schon mehr Zuschauer als Mitglieder in das Stadion kommen, kann es nicht daran liegen, dass man die Mitglieder nicht mitnimmt, wie Du ja unterstellst. Oder?


Uwe Bremer
Uwe Bremer
26. Januar 2017 um 10:59  |  582330

@Stiller

die Frage ist doch:
Wie haben es die 17 Bundesliga-Konkurrenten von Hertha hinbekommen, dass sie alle in eigenen Fußballstadien spielen?

Und was ist das Resultat von Spielen in Fußballarenen:
Ist bei den jeweiligen Klubs die Fußball-Tradition untergegangen?

Oder ist es so, dass die tolle Stimmung quer durch die Republik, von der etwa ein Guardiola oder ein Ancelotti schwärmt, in eben diesen Fußballstadien gelebt wird?

Weil: Am attraktiven Fußball kann es nicht liegen, den FC Augsburg spielt oder 1. FC Köln oder der HSV oder Werder Bremen, dass deren Stadien zumeist ausverkauft sind.

Ich war am Dienstag hier in Berlin auf einer Veranstaltung mit Christian Seifert, dem Chef der DFL.
Der sagte, der entscheidende Faktor für die Entwicklung des Profifußballs in Deutschland sei die Begeisterung.

Und die wichtigste Komponente für die Begeisterung sei das Stadionerlebnis. Damit Begeisterung entstehen kann, sei der Komfort im Stadion entscheidend: Wie dicht bin ich dran? Wie sehr kann ich das Spiel miterleben?
Folge: Die Stadionauslastung in der Liga liegt bei 91 Prozent.
Und das ist nicht das Verdienst von Hertha (Auslastung im Olympiastadion 2015/16 = 63 %) – der Morgenpost-Text


Stiller
26. Januar 2017 um 11:09  |  582331

@Sir, einen ausgearbeiteten Handlungsplan zur Vereinsentwicklung und Mitgliedergewinnung hätte ich für die Vereinsleitung dummerweise gerade nicht parat. Man mag es mir nachsehen.

Mir ist aber der Fokus „Zuschauergewinnung“ durch digitale Transformation mindestens zu eng gefaßt. Dazu wurden Profis engagiert und Gelder gefundet. Das ist aber eigentlich nicht die Aufgabe von Hertha BSC. Hertha BSC ist ein gemeinnütziger Verein mit angeschlossener Profiabteilung. Den voran zu bringen würde meines Erachtens die Attraktivität auch in punkto Zuschauerzuspruch steigern können.

Ich bin mir sicher, dass Dir und vielen Deiner Freunde einiges einfallen würde, wie man das Ding voran bringen könnte, wenn man sich darauf mal einließe.

Die Vereinsleitung hingegen tut (nur) was sie kann: sie sucht eine unternehmerische Lösung. Vorteil für uns: man muss nichts tun und kann hinterher trefflich streiten.

🙂


Freddie
26. Januar 2017 um 11:14  |  582332

Der schönste Skatabend im Verein ändert aber nix daran, dass in einem reinen engen Fußballstadion die Sicht und Stimmung besser ist als im großen Oly
Und diese eben neue Zuschauer lockt


Stiller
26. Januar 2017 um 11:17  |  582333

@Uwe Bremer

Nicht, dass wir uns falsch verstehen. Ich bin nicht prinzipiell gegen ein eigenes Fußballstadion für Hertha. Die angeführten Argumente verstehe ich. Allerdings bin ich nicht davon überzeugt, dass sie schlagend sind. Wenn eine Kosten-Nutzen-Rechnung vorliegt kann man sich bestimmt konkreter unterhalten.

Und ich bin grundsätzlich der Meinung, dass gemeinnützige Vereine nicht zur verdeckten Steuersubventionen von Kapitalinteressen dienen dürfen.


26. Januar 2017 um 11:24  |  582334

@Uwe Bremer am 26. Januar 2017 um 10:59 | 582330:

Der hohe prozentuale Stadionauslastungswert in den anderen Stadien liegt doch aber daran, dass die überwiegende Anzahl (bis auf BVB & FCB & S04) eine maximale Zuschauerkapazität von (teilweise weit) unter 60.000 bietet.

Hertha BSC spielt an der Zuschauerkapazität gemessen im zweitgrößten Stadion in der Fussball-Bundesliga. Da ist es auch unter der Berücksichtigung der Faktoren Erfolg und Kaufkraft schon fast logisch, dass diese Auslastung in Berlin nicht erreicht wird.

Die Stadionauslastung ist für mich auch nicht unbedingt DER Gradmesser für Begeisterung.


Uwe Bremer
Uwe Bremer
26. Januar 2017 um 11:27  |  582335

@stiller

du meinst: Wenn der Trend zum reinen Fußballstadien weltweit aufgenommen wird (Beispiel USA/MLS), wenn in England die großen Vereine in grosse Arenen investieren (ManCity, Arsenal, Chelsea), wenn in der Bundesliga 17 von 18 Vereinen in Fußballstadien spielen – was sich bei den meisten finanziell übrigens positiv rechnet – dann sind solche Verweise „nicht schlagend“ ?

Wir in Berlin pochen darauf, seit 1963 jede Saison 15 Bundesliga-Heimspiele mit 35.000 bis 50.000 Leuten in einer 74.000er Schüssel zu erleben – damit der Berliner meckern kann über die bescheidene Stimmung?


Uwe Bremer
Uwe Bremer
26. Januar 2017 um 11:32  |  582336

@hbsc1892

warum die Kapazität in Berlin (genauso wie bei fast allen anderen Vereinen) gesenkt werden würde (falls ein reines Fußballstadion käme) ist mehrfach und hinreichend beschrieben worden.

Und auch das Kosten-Argument (Hilfe: Alles wird für alle viel teurer) ist langweilig – da ausreichend beschrieben worden. Einfach mal schauen, wie die anderen Bundesligisten (die 17 mit den reinen Fußballstadien) es halten.
Resultat: oh, in ganz Europa ist die Bundesliga die Liga mit den mit weitem Abstand günstigsten Eintrittspreisen.
Grund: In Deutschland ist es fußballkulturell gewachsen, dass ein Stadionbesuch erschwinglich sein soll. Und das wird seit Jahrzehnten von allen Profiklubs gelebt – auch von Hertha BSC


26. Januar 2017 um 11:34  |  582337

Uwe Bremer
Uwe Bremer
26. Januar 2017 um 11:38  |  582338

@imOlympiastadion

zu bleiben, wie es jetzt ist, ist ja eine Alternative.

Nur müssen diejenigen, die dafür argumentieren, wissen: Bleibt Hertha im Olympiastadion, bedeutet das die dauerhafte Absage an jegliche internationalen Ambitionen.

Grund: Weil Hertha im Olympiastadion Mieter ist. Deshalb bleibt die Einnahmesituation (ohne Perspektive auf Änderungen) deutlich schlechter ist als bei anderen Vereinen …

Man kann halt kein Autorennen gewinnen mit einem Wagen von 1936, selbst wenn man den Wagen Anfang der 2000er komplett restauriert hat, wenn die anderen 17 Teilnehmer Autos von 1995, 2000 oder 2005 ins Rennen schicken.


26. Januar 2017 um 11:51  |  582339

@Uwe Bremer am 26. Januar 2017 um 11:32 | 582336:

Für mich (persönlich) bleibt der einzige Grund für ein neues Stadion zunächst die zweifelsohne bessere Sicht auf das Spielfeld.

Kostenvor- oder -nachteile für Hertha BSC bzw. deren Besucher kann ich nicht beurteilen, weil mir für die entsprechenden Faktoren keine Zahlen vorliegen.

Wenn es sich für Hertha BSC rechnet und die Zuschauer nicht übermäßig mehr für den Eintritt bezahlen müssen, ist das natürlich (besonders für Hertha BSC) ein zweiter guter Grund für ein neues Stadion.

Die Begeisterung kann ich für mich nicht von der Stadionauslatung oder vom Zuschauerdurchschnitt abhängig machen.

Beim z.B. 6:1 gegen Eintracht Frankfurt, bei dem ich leider nicht anwesend sein konnte, betrug die Stadionauslastung 73,00 % – die Begeisterung lag aber bei 100,00 %.

Im Signal Iduna Park in Dortmund habe ich im Oberrang gesessen und ein Spiel gegen Hertha BSC vor 80.000 Zuschauern gesehen. Ich kann jetzt nicht unbedingt eingestehen, dass ich von der Atmosphäre übermäßig begeistert war, auch wenn diese natürlich beeindruckend erscheinen mag – das Stadion an sich fand ich jetzt nicht so komfortabel und die Sicht nicht besser als vom Oberring im Olympiastadion.

Aber dies sind selbstverständlich subjektive Eindrücke.


Herthas Seuchenvojel
26. Januar 2017 um 11:55  |  582340

na na, so doof ist der Gedanke nichtmal
hätten wir die Mitglieder von Bayern oder Real, wäre eine Vollauslastung sogar denkbar
da fehlen uns aber so 16,17, 18 oder gar noch mehr Meistertitel
die sind auch demnächst nicht drin
der Sinn eines reinen Fußballstadions macht schon Sinn
aber wenn demnächst Kleinkleckersdorf gegen VfB Unterhangbergwitz schon übertragen wird, dürfte das allgemeine Interesse zurückgehen
obacht


Stiller
26. Januar 2017 um 11:57  |  582341

Da mir heute die Zeit davon läuft, fasse ich mich kurz.

Mein Hinweis: Viele Erstliga- oder CL-Clubs haben mE eine hohe Stadionauslastung (und nicht nur das!!!!!) weil sie identitätsstiftend sind. Das hat viele (verschiedene) Gründe.

In welchem Maße ist Herthas Fußballabteilung für Berliner identitätsstiftend?

Für mich wird also umgekehrt ein Schuh draus (Mitglieder -> Fans -> Kundschaft). Das Stadion muss / kann dann am Ende der Entwicklung stehen.

cu 🙂


26. Januar 2017 um 12:01  |  582342

@Herthas Seuchenvojel am 26. Januar 2017 um 11:55 | 582340:

1979 fanden 33,00 % der Befragten die Fernsehübertragungen als schädlich für die Zuschauerzahlen. Damals waren die Spieltage auch noch nicht so ungünstig gestückelt.


Kamikater
26. Januar 2017 um 12:02  |  582343

Mannmann


Herthas Seuchenvojel
26. Januar 2017 um 12:05  |  582344

@Hertha:
1979 war ich gerade so dem Blubalter entwachsen und die Republik ne völlig andere
sie es mir (uns) nach, daß der Fußball inzwischen anders gesehen wird
Seifert hat da schon ganz recht


26. Januar 2017 um 12:16  |  582345

@Herthas Seuchenvojel am 26. Januar 2017 um 12:05 | 582344:

Mit der heutigen Anzahl der damaligen Fernsehübertragungen, wären die Zuschauerzahlen aus meiner Sicht heute höher.

Das hat für mich weder etwas mit „Blubalter“ noch mit „anderer Republik“ zu tun (das mag „hübsch“ formuliert sein, hat für mich aber kein Informationsgehalt) .

Die Vereine erhalten dafür aber eben auch beträchtliche Summen, die aus diesem Grund niedriger ausfallenden Zuschauereinnahmen kompensieren.

Ich sehe Vereinswünsche nach nahezu vollständiger Auslastung und gleichzeitig höchstmöglichen TV-Einnahmen skeptisch, da dies nur für eine geringe Anzahl von Topvereinen infrage kommen kann.


Herthas Seuchenvojel
26. Januar 2017 um 12:33  |  582346

@hertha:
du mißverstehst mich
damals hatte Hertha nen Schnitt von 23.k und Übertragungen waren bei weitem seltener
man müßte meinen, der gemeine Fußballfan, dem mal wieder eine Übertragung nicht dargeboten wird, pilgert ins Stadion
denkste, siehe Zahlen oben
Zuschauerzahlen resultieren „meist“ aus dem Erfolg
wobei wir hiesigen Anhänger eh ne besondere Spezies sind, die Augsburg, Mainz etc. nicht nachvollziehen können


26. Januar 2017 um 12:44  |  582347

@Herthas Seuchenvojel am 26. Januar 2017 um 12:33 | 582346:

Damals hatte Hertha BSC aber auch Erfolg, auch der Grund, dass Berlin sehr viele andere Freitbeschäftigungen zu bieten hat, wurde damals schon geäußert. Und damals galt das Olympiastadion bei vielen Menchen als das schönste Stadion des Landes.

Dein genannter Bezug zum Erfolg, teile ich absolut.

Ich erachte es lediglich als nahezu unmöglich, ausverkaufte Stadien zu haben und gleichzeitig auch noch so hohe Einschaltquoten, die die sich stetig erhöhenden Fernsehgelder rechtfertigen.

Ein Zuschauer hat heutzutage zwei Möglichkeiten, sich ein Spiel anzusehen: Im Stadion oder im TV. Beides gleichzeitig geht nicht. Will man bei beiden Einnahmequellen das Maximum erreichen, müßten die meisten Vereine eine Nachfrage von Zuschauern haben, die beim wechselhaften Produkt (hinsichtlich z.B. Erfolg, Witterung, Anstoßzeiten etc.) aus meiner Sicht nicht zu erzielen bzw. nicht realistisch ist.


Opa
26. Januar 2017 um 13:03  |  582348

Uwe Bremer
26. Januar 2017 um 10:59 | 582330

die Frage ist doch:
Wie haben es die 17 Bundesliga-Konkurrenten von Hertha hinbekommen, dass sie alle in eigenen Fußballstadien spielen?

Die Frage ist doch, weshalb von einigen der Faktencheck ignoriert wird, dass es nur 4 Bundesligisten (München, Dortmund, Hamburg und Gladbach) gibt, die in einem wirklich eigenen Stadion spielen? Der Rest zahlt im Rahmen einer Public-Private-Partnership oder an Konzern, Mäzen oder Stadt Miete wie jeder andere auch.

Dass ein reines Fußballstadion Vorteile bietet, bestreitet niemand. Aber dafür muss sich jemand finden, der es bezahlt. Und das wird derjenige nur tun, wenn sich das in irgendeiner Form direkt oder indirekt rechnet. Da hilft es nur wenig, darauf zu verweisen, dass die anderen alle ein „eigenes Fußballstadion“ hätten.

Und wie „gut“ sich das abseits der „Großen Beiden“ rechnet, sieht man ja in Hamburg, wo Sportfive/Lagardére dicke Provisionen kassiert und obendrein ein Vetorecht für ein 12,4 Mio. € Darlehen ausbedungen hat und obendrein die Vermarktung exclusiv macht.

Und das Gladbacher Stadion rechnet sich auch nur, weil die Stadt bei der Finanzierung geholfen hat, man allerbilligst gebaut hat und, nachdem man den Abstieg vermieden hat, Champions League spielte. 4 glückliche Faktoren, die da zusammengekommen sind, die man so nicht für ein Berliner Stadion wird einplanen können. Wären die abgestiegen, würde der Borussiapark vermutlich längst der Stadt gehören.

Hertha hat kein Grundstück, will gegen den Senat bauen und ob man CL erreicht oder Abstieg vermeidet, lässt sich wohl kaum planen.

Opa aus dem Off


apollinaris
26. Januar 2017 um 13:05  |  582349

ich habe nicht viele neuen Arenen erlebt..Dortmund, Wolfsburg, Hamburg…Regelmäßige war ich nur in HH. Und dort war die Stimmung bei JEDEM Spiel klasse und die Sicht überragend. Seitdem bin ich da parteiisch Dortmund neheme ich raus: da herrscht ein unwahrscheinlichers Kribbeln in der ganzen Stadt am Spieltag. Nicht vergleichbar.
Wolfsburg….dort hatte ich eine nahezu geniale Sicht.
Eigentlich müsste ich für das Oly sein..aber der moderne Fussball…hat eine andere Resonanzfläche, als meine Erinnerungen an „meinen“ Fussball aus den 70ern…


Uwe Bremer
Uwe Bremer
26. Januar 2017 um 13:08  |  582350

@Telekom

zeigt ab 2018 alle Drittliga-Spiele live.

Wie die Telekom bekanntgab, sollen alle Spiele (in HD) im Fernsehangebot „EntertainTV“ sowie online und über Mobilfunk gezeigt werden. Die genauen Konditionen werde man zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgeben.

Damit wird das Livestreamen im Internet auch im übernächsten TV-Geld-Zyklus der Bundesliga (ab 2021) eine größere Rollen einnehmen als bisher.

Damit werden mutmaßlich die Medien-Rechte der Bundesliga noch teuerer werden.
Die Klubs, die dann in der Bundesliga spielen (Stichwort: Etablierung) dürfen darauf hoffen, dass sie dann noch höhere Einnahmen aus den Medien-Rechten erzielen werden als die jetzt schon stark gestiegenen Gelder.
Das wiederum führt dazu, dass der Wert der Bundesligisten steigen wird (Stichwort: Anteile etwa an Hertha BSC).

Quelle

Verabschiede mich in meinen freien Tag, happy day all


Kamikater
26. Januar 2017 um 13:11  |  582351

http://www.weltfussball.de/news/_n2594293_/bundesliga-klubs-mit-rekordumsatz/

Jahresumsatz: 3,24 Milliarden Euro
16 der 18 Klubs haben laut DFL-Angaben einen Gewinn erwirtschaftet. Der ausgewiesene Gesamtgewinn der Vereine nach Steuern: 206,2 Millionen Euro.


jenseits
26. Januar 2017 um 13:16  |  582352

Welcher andere Club neben Hertha hat einen Verlust erzielt? Der HSV?


kraule
26. Januar 2017 um 13:18  |  582353

1. Gehe ich da ganz mit Herrn Bremer!
2. Sehe ich allerdings noch mindestens ein ganz anderes“Problem“.
Wenn wir erst international spielen , wenn wir ein eigenes Stadion haben…….ist dieser Zug für uns abgefahren.
3. Wir sind in allem immer noch irgendwie miefig. Es kommt nicht die Professionalität großer oder erfolgreicher Vereine rüber.
Wir murksen und basteln immer noch rum. Ich bin der Meinung (ICH!), jetzt müsste investiert werden. Sollte irgendwo noch ein Groschen locker sein,jetzt müsste man ihn raus holen.
Warum?
Ich denke über diesen Gedankengang wurde nun wirklich schon genug geschrieben.
Volles Stadion, egal ob als Mieter oder eigenes Stadion, geht nur über Erfolg. Und ja, dann werden die Karten vielleicht teurer. Na und? Will man sich international etablieren, so wie viele Hauptstädte, dann geht das wohl nicht anders. Selbst jetzt wo wir an der Spitze schnuppern……hat (logisch!) jeder das Gefühl:
da gehören wir nicht hin!
Ich könnte kotz.. wenn ich lese, lieber Mittelmaß, hauptsache nicht absteigen…….
Nicht mein Ding!
Nicht wie Dieter mit der Kohle verantwortungslos um sich werfen aber investieren und die Grundlagen dafür ist ein muss. Hier ist ein ganz wichtiger Faktor, die Gunst der Stunde zu nutzen!


kraule
26. Januar 2017 um 13:23  |  582354

@ubremer
Da fehlt mir ein kleines Wörtchen welches alles wieder relativiert:
„….Das wiederum führt dazu, dass der Wert der ALLER Bundesligisten steigen wird (Stichwort: Anteile etwa an Hertha BSC)


26. Januar 2017 um 13:24  |  582355

@apollinaris am 26. Januar 2017 um 13:05 | 582349:

„Resonanzfläche“

Geniale Wortschöpfung in Zusammenhang mit der Fußball-Bundesliga!

@Uwe Bremer am 26. Januar 2017 um 13:08 | 582350:

„Telekom zeigt ab 2018 alle Drittliga-Spiele live.“

Da bin ich auf die Entwicklung der Zuschauerzahlen gespannt.

Höhere TV-Einnahmen und dafür abnehmende Zuschauerzahlen bzw. -einnahmen für die Vereine der 3. Liga?

#quadraturdeskreises


Uwe Bremer
Uwe Bremer
26. Januar 2017 um 13:27  |  582356

@Klügerwerden

mit Immerhertha.

Aus dieser Rubrik ein Literaturtipp, um den Blick aus dem eigenen gefühlten Wissen mal hoch zu bekommen.

Geht in dem Buch ausführlich um den Zusammenhang von Fußballstadien und wirtschaftlicher Entwicklung. Aber viel weitergehender über den Zusammenhang von Kommerz und Profifußball. Sowohl im Quervergleich der Ligen in Deutschland, England, Spanien, Italien und Frankreich. Aber auch im Vergleich von kommerziellen Sportarten der USA gegenüber dem europäischen Profifußball.

Stefan Szymanski – Money and Soccer. A Soccernomics Guide.
Why Chievo Verona, Unterhaching and Scunthorpe United will never win the Champions League. Why Manchester City, Roma and PSG can. Why Real Madrid, (@kami jetzt mal weghören) Bayern Munich and Manchester United cannot be stopped /Nations Book / 2015

Habe bei Amazon 15.99 Euro bezahlt
Es ist auf Englisch. Wer dem Untertitel folgen kann, versteht auch den Inhalt.

Empfehlung von mir. Ihr werdet nach der Lektüre mit anderen Augen auf Fußball schauen


Papa Zephyr
26. Januar 2017 um 13:27  |  582357

OT: Trump wird von den Niederlanden begrüßt 🙂
https://www.youtube.com/watch?v=ELD2AwFN9Nc


coconut
26. Januar 2017 um 13:30  |  582358

Warum wird hier immer wieder über eine EIGENES Stadion fabuliert?
Das Stadion wird wohl eher einem (noch zu findendem) Investor gehören und Hertha „darf“ eine Nutzungsgebühr berappen. Wo sich da nun ein signifikanter finanzieller Vorteil ergeben soll, bleibt die Frage.

Jeder Investor will ein RoI erzielen und das mit Zinsen….

Ja, vielleicht kommen ein paar Tausend Zuschauer mehr und ja, in einem kleineren Stadion wird die Auslastung steigen (na super… 😱 ). Ist ja auch eine völlig neue Erkenntnis das ein 50.000 Zuschauer fassendes Stadion bei eben jener Zahl eine 100% Auslastung hat. Diese 50.000 Zuschauer in einem 75.000 Zuschauer fassendem Stadion aber nur für eine 2/3 Auslastung sorgen….Au weia

Nur hat man damit, „am Ende des Tages“, tatsächlich etwas (mehr Zuschauer auf Dauer) gewonnen? Wenn doch bei 50K eh ende der Fahnenstange ist?
Wir erinnern uns:
Das ist in etwa der derzeitige Durchschnitt an Zuschauern und das seit einigen Jahren.
We will see….
Ich denke, es gibt einen endlichen Kreis an Menschen, die am Fußball (noch) interessiert sind….

Mir ist es letztlich egal, ob man nun ein neues Stadion baut oder nicht. Da mache ich keinen Glaubenskrieg draus. Nur sehe ich da nicht DEN finanziellen Vorteil, den einige hier meinen wahr zu nehmen.

Anders sähe es aus, man könnte das Stadion aus eigenen Mitteln errichten, dem ist aber nicht so.


Kamikater
26. Januar 2017 um 13:30  |  582359

@ub
Da bin ich ganz entspannt. Sind ja meine Argumente.


26. Januar 2017 um 13:40  |  582360

@coconut am 26. Januar 2017 um 13:30 | 582358:

Ich schließe mich Deiner Meinungsfraktion vollumfänglich an.


26. Januar 2017 um 13:42  |  582361

@Uwe Bremer am 26. Januar 2017 um 13:27 | 582356:

Das Kapitel „There will always be a Leicester City“ wäre auch interessant gewesen.


Stiller
26. Januar 2017 um 14:35  |  582362

Ich sag’s mal so: ein 55k fassendes Stadion in Berlin mit 46k Zuschauern fänd ich megapeinlich …


Blauer Montag
26. Januar 2017 um 14:45  |  582363

Ich sach‘ einfach mal JEPP coconut
26. Januar 2017 um 13:30 | 582358

…Anders sähe es aus, man könnte das Stadion aus eigenen Mitteln errichten, dem ist aber nicht so.


Kamikater
26. Januar 2017 um 15:00  |  582364

Megapeinlich ist, sein Stadion nicht selbst vermarkten zu können, wenn der Grund der Zuschauer zu kommen nicht das Stadion, sondern Hertha BSC ist.


Agerbeck
26. Januar 2017 um 15:03  |  582365

@coco
ich glaube, du unterliegst einer falschen Ausgangsannahme.

Zunächst einmal ist es doch ein Trugschluß, Hertha wäre so dämlich und würde sich um des neuen Stadions willen in die gleiche (finanzielle) Ausgangslage bringen, wie derzeit mit dem O-Stadion.
Mit all seinen Nachteilen, um dann jahrzehntelang zusätzlich zur prekären Einnahmesituation noch eine monatliche finanzielle Last herumzuschleppen.
Das wäre doch die suizidale Verabschiedung vom Profifussball für immer. Nein, ich habe ja schon einiges gesehen bei unser aller Lieblingsclub. Aber das wird nicht der Fall sein.

Aus meiner Sicht ist die Grundidee nichts anderes als eine Finanzierung auf Basis einer Win-Win-Situation für Investor und Verein. Die bessere Sicht, die mutmaßliche Erhöhnung des Punkteschnittes, schönere, weil geschlossenere Athmosphäre und Komfortsteigerung sind da nur Schmuckreisig.

Es geht einzig und allein um Kohle. Kohle, Kohle und nochmals Kohle. Einerseits um sich aus der jahrzehntelangen Fessel des Senats zu befreien, andererseits zur langfristigen, hundertprozentigen Selbstvermarktung.

Bekommt man den Senat gar weichgeklopft und findet eine ähnliche Lösung für das Olympiastadion -bspw. zur Modifizierung des Denkmalschutzes oder Übernahme des Caterings bei gleichzeitiger Senkung der Stadionmiete oder Übertragung des Stadions (alles ja kaum anzunehmen) würde Hertha sicher bleiben.
Da wäre es dann auch egal, ob nun ein 50.000er oder ein 60.000er Schnitt angesagt ist.

Nein, Hertha tritt auf der Stelle und kommt der Konkurrenz nicht bei. Die Vergangenheit beweist, dass es auch nicht besser wird.

Es ist und bleibt unumgänglich neu zu bauen. Nur Dauer und Umstand stehen zur Debatte. Ich würde gar behaupten, dass ein 55.000er Stadion ganz schnell zu klein ist.

Selbst ich als Couch-Gucker würde -selbst bei einer Preissteigerung- zu einer Dauerkarte tendieren. Trotz Schichtdienst.


Exil-Schorfheider
26. Januar 2017 um 15:15  |  582366

fechibaby
26. Januar 2017 um 15:23  |  582367

Was es nicht alles so gibt:
Für die Vermarktung von Fanartikeln im arabischen
Raum entfernt Real Madrid sein Kreuz vom Vereinswappen.

http://www.kicker.de/news/fussball/intligen/startseite/669657/artikel_marketing-deal_real-madrid-entfernt-kreuz-von-wappen.html


Agerbeck
26. Januar 2017 um 15:24  |  582368

@fechi:
hat die Meldung nicht schon einen grauen Bart?


fechibaby
26. Januar 2017 um 15:31  |  582369

@Agerbeck

Die Meldung ist von gestern:
25.01.2017, 20:19!!

Da muss der Bart aber schnell gewachsen sein!


26. Januar 2017 um 15:35  |  582370

Schöner Text @Agerbeck 15:03, trotzdem ehrlich
unter uns, sag mal ganz spontan,
was macht „hindert“ Dich aktuell zum
COUCH-GUCKER???

#bittenichtmitschlechteSichtkommen


26. Januar 2017 um 15:48  |  582371

Es gibt ja nachsweislich auch in der Wirtschaft das Lemminge-Prinzip, das Nachahmen, ohne das es passt, ist ein äußerst weitverbreitetes Geschäftsgebahren.
Im Falle von Hertha/Stadion kann ich mir aber beim besten Willen nicht vorstellen, das hier nicht ziemlich gründlich gerechnet würde?


Agerbeck
26. Januar 2017 um 16:07  |  582372

nö, bolly. es sind viele Faktoren. Es begann irgendwann, dass ich keinen Bock mehr hatte, alle zwei Wochen die Hälfte meines Wochenendes zu opfern. Der ganze Spieltag drehte sich um Hertha. Soweit, so gut.
Es waren aber für mich etwa 5-6 Stunden von Aufbruch bis Heimkehr. Das bedeutete nach ner 10-Stunden-Nachtschicht mal bloß 5 Stunden Schlaf oder vor der Nachtschicht gar kein Schlaf.
Hinzu kam das x-te Verkacken der CL-Teilnahme in Verbindung mit den bekannten finanziellen Problematiken und dem erneuten Absturz in die Bedeutungslosigkeit.
Dazu diese unsägliche Farce im Stadion mit Ver- und Entsorgung, die Kälte, fehlende Attraktivität, Schrammelfussball.

Nicht zuletzt die stetige Eintrittskartenpolitik (zB für mich war Block 2 nicht mehr Kurve, sondern Mitte zwischen Gerade und Kurve).

Bis vor drei Jahren habe ich dazu noch selber das Leder malträtiert und hatte eine Lebenspartnerin, die mich trotz genannter Widrigkeiten trotzdem noch ehelichen wollte. Obwohl sie für Fussball nicht eben Begeisterung verspüren lässt…

Heimspiele gegen Bayern und Dortmund lehne ich mittlerweile strikt ab, vom letztjährigen Halbfinale abgesehen. Einerseits weil sich der Verein (verständlicherweise) bereichert, andererseits kann ich die sportliche Unterlegenheit inmitten etlicher Gästefans in MEINER Kurve nicht mehr ertragen.
Ich wähle aus, gucke lieber Traditionsduelle gegen den HSV oder Gladbach, Schlacke oder Bremen und fahre ein bis zweimal pro Jahr auswärts. Ich bin da ruhiger geworden. In der Kneipe gegenüber oder auf der Couch ist es auch angenehm.

Aber das vielleicht entscheidendste ist die Aussicht auf sportliche Attraktivität. Da fehlt mir einfach seit Jahren der Spaß an der Offensive und es überwiegt die Angst vor Fehlern. Den derzeitigen Erfolg nehme ich trotzdem gerne, ansehnlich geht aber anders (s. Freiburg zb).

Lange Geschichte. Überzeugen werde ich dich damit nicht. Muss aber auch nicht. Ich bin mit mir im Reinen, nachdem ich von Langerwehe bis Chelsea etliches gesehen habe…


kczyk
26. Januar 2017 um 16:33  |  582373

*denkt*
sience fiktion zieht mehr zuschauer als drama oder lustspiel.


kczyk
26. Januar 2017 um 16:47  |  582375

„… Für die Vermarktung von Fanartikeln im arabischen
Raum entfernt Real Madrid sein Kreuz vom Vereinswappen. …“

*denkt*
tradition ist halt keine währung


Blauer Montag
26. Januar 2017 um 17:15  |  582376

So sieht’s aus in meinen Augen 😮
apollinaris
26. Januar 2017 um 15:48 | 582371

Im Falle von Hertha/Stadion kann ich mir aber beim besten Willen nicht vorstellen, das hier nicht ziemlich gründlich gerechnet würde?

Bis heute hat Hertha keine Machbarkeitsstudie oder irgendwelche Zahlen veröffentlicht, wie gerechnet werden könnte.
Wir diskutieren hier und heute ohne belastbare Fakten.


frohnauer
26. Januar 2017 um 18:22  |  582378

Caligiuri wechselt für 2,5 Mio zu S04. Man kriegt für den Preis also doch besseres als Esswein.


jenseits
26. Januar 2017 um 18:31  |  582379

Wenn man dann auch in der Lage und willens ist, das entsprechende Gehalt draufzulegen, stimmt das schon.


Tsubasa
26. Januar 2017 um 18:33  |  582380

@frohnauer: Schalke bekommt bessere nicht Hertha. Der gute Mann hat auch Gehaltsvorstellungen. Die Ablöse ist nur ein Teil des Geschäfts. Zudem muss der Spieler auch nach Berlin wollen. Da werden sich die meisten Fußballer eher für Schalke entscheiden. Eigenes Stadion, geile Stimmung und so…

Die Faszination Hertha muss man erstmal verstehen


DavidTilleul
26. Januar 2017 um 18:43  |  582381

@Frohnauer

Wolfsburg und Schalke sind gehaltstechnisch meilenweit von Hertha entfernt


Hurdiegerdie
26. Januar 2017 um 18:57  |  582382

Der hat doch keine internationale Schnelligkeit.


Exil-Schorfheider
26. Januar 2017 um 19:05  |  582386

Und internationale Muskulatur schon gar nicht.


coconut
26. Januar 2017 um 19:15  |  582390

@ Agerbeck 26. Januar 2017 um 15:03
mmh, ich glaube eher du erliegst da einem Trugschluss.

zB. liegen die Cateringrechte derzeit bei Hertha. Wurden ja erst vor nicht allzu langer Zeit zurückerworben…..
…zum Anderen, habe ich an keiner Stelle behauptet, Hertha würde es finanziell schlechter gehen, oder das man finanziell Harakiri begehen würde…

Allerdings sehe ich da auch kein finanzielles Schlaraffenland….
Woher sollte das auch kommen, solange einem das neue Stadion nicht gehört?
Genau das wird nicht der Fall sein.
Man tauscht den Senat gegen einen noch zu findenden Investor. Ob das nun gut oder schlecht ist, wissen wir derzeit nicht.
Klar sollte aber sein, das auch der Investor seine Investition nicht ohne Rendite sehen will. Wer das annimmt, träumt ganz offenbar.
Ganz abgesehen, von den laufenden Kosten, die so ein Stadion ja auch hat.

So wird zB. immer von der Vermarktung des Stadionnamens fabuliert.
Kann sein oder auch nicht.
Nimm mal an, Google (oder Unternehmen X) baut Hertha ein Stadion. Ich bin mir sicher, das Ding würde dann auch Google (oder X-) Arena heißen….
…vielleicht findet sich aber auch eine Investorengruppe, dann wäre das evt. möglich.
Bringt aber derzeit auch keine Unsummen mehr.
Beispiele (Zahlen leider aus 2013/2014):
Bayern München 6 Mio
Schalke 04 5,5Mio
Dortmund 4,7Mio
Hamburg 4,2Mio
Hoffenheim 3,4Mio
Frankfurt 3,0Mio
…und große Steigerungen sind derzeit nicht zu erwarten.

Aber wie schon geschrieben. Mir ist das ziemlich egal, ob neues Stadion oder nicht. Solange man in Berlin bleibt…..

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