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(jl) – An diese etwas ulkigen Bilder werde ich mich vermutlich nie gewöhnen. Tatsächlich gibt es ja Hochleistungssportler, die auf einem stinknormalen Fahrrad eine äußerst unglückliche Figur abgeben. Ronny war so ein Fall. Und auf Salomon Kalou, in seinem Fachgebiet Fußball einer der eleganteren Vertreter, trifft das auch zu. Ist (1.) nicht weiter schlimm und lässt sich (2.) erklären. Aber der Anblick bleibt nun mal befremdlich.

Ihr ahnt: Bei Hertha war statt des Auslaufens am Montag eine kleine Radtour angesagt. Hier ein Ausschnitt von der „Zielankunft“:

Hertha im Udo-Bölts-Gedächtnis-Modus. #quäldichdusau

A post shared by @jrn_lng on

Einzig Trainer Pal Dardai stand uns Reportern Rede und Antwort. Durchaus zufrieden, klar, schließlich hat der Sieg gegen Augsburg reichlich Druck vom Kessel genommen. Von Euphorie war der Ungar aber trotzdem weit entfernt. Zu harmlos war der Gegner, und aus dem Stadion geschossen, hatte Hertha den FCA ja nun auch nicht.

Ansporn für Haraguchi und Esswein

Ein Kollege hatte errechnet, dass Hertha nicht mehr absteigen kann. Das ist doch schon mal was, man denke nur an die Erwartungshaltung im vergangenen Sommer. Auch Dardai hat diesen Fakt wohlwollend zur Kenntnis genommen:

Aber zurück zum Wesentlichen: Valentin Stocker hat mit seiner Leistung gegen Augsburg natürlich für Diskussionsstoff gesorgt – auch bei euch. Stocker, Genki Haraguchi, Alexander Esswein – restlos glücklich hinterlässt dieses Trio niemanden im Hertha-Lager.

Dardai sieht die Situation trotzdem positiv, vor allem dank des Stocker-Hochs. „Wir haben jetzt wieder richtigen Konkurrenzkampf“, sagte er, „das ist das Wichtigste.“ Ein kleiner Funke Bequemlichkeit reiche schon, zack, schon sind 10-15 Prozent der Leistungsfähigkeit dahin.

Kalou oder Stocker als Darida-Ersatz

Nun also schweift der Blick schon gen Mainz. Die Herausforderungen sind bekannt: offensiver verteidigen, besser kontern und endlich mal wieder punkten. Dann ohne den gesperrten Vladimir Darida. Salomon Kalou oder Valentin Stocker sind als Ersatz-Spielmacher vorgesehen.

Als Rausschmeißer noch ein Link in die Mediathek des NDR. Dort ist momentan eine halbstündige Doku über Scouts zu sehen, unter anderem mit dem Berliner Lars Mrosko und Hannovers Dieter Schatzschneider. Und zwar hier.

Am Dienstag bleiben die Fußballschuhe der Hertha-Profis im Schrank. Nächste Einheit: Mittwoch 15.30 Uhr auf dem Schenckendorffplatz. 


167
Kommentare

Lichtenberger
10. April 2017 um 18:16  |  595257

HA


Freddie
10. April 2017 um 18:16  |  595258

HO


bernie30
10. April 2017 um 18:20  |  595260

HE


psi
10. April 2017 um 18:23  |  595261

Hertha BSC


Carsten
10. April 2017 um 18:24  |  595262

Der Meister von der Spree !


Carsten
10. April 2017 um 18:25  |  595264

Kamikater
10. April 2017 um 18:40  |  595266

pathe
10. April 2017 um 18:43  |  595267

@Grifo

Schlecht für ihn und Freiburg. Gut für uns… 👿

Komm @fechi! Gib mir eins auf die Mütze!


Herthas Seuchenvojel
10. April 2017 um 18:45  |  595268

@Favre & @ub
danke für die Auflistung der ehemals visierten Standorte
leider fehlt dort Dreilinden
(ich meine mich aber zu erinnern, der Gewerbeparkbetreiber sagte, es gäbe dort schlicht nicht genügend Platz)


Stehplatz
10. April 2017 um 18:47  |  595269

Scouts bei Hertha? Muss immer lachen, wenn ich sowas lese!


Zippy
10. April 2017 um 18:47  |  595270

Wie Kalou von Außen in den Strafraum zieht, gefällt mir und ist auch sehr wichtig, weil das jeder Gegenspieler weiß, versucht Abstand zu halten (um beweglich zu bleiben) und im Zweifel Hertha im Mittelfeld ein bisschen mehr Raum lässt. Davon können Spieler wie Stocker profitieren, unter anderem deswegen sollte Stocker gegen Mainz zentral spielen.
Dazu kommt natürlich, dass Stocker in der Vergangenheit auf der Position sowieso besser gespielt hat als auf Außen.
Es kommt dadurch eventuell mehr offensive Arbeit auf Stark und Skjelbred (oder gar Allan?) zu, denn Darida schleppt den Ball, fungiert als Bindeglied zwischen den Linien. Das kann Stocker nicht und sollte er auch nicht sein, denn das würde ihn vielleicht gar seiner Kreativität, seiner Fähigkeit den vorletzten oder letzten Pass zu spielen, berauben.
Ich würde mir wünschen, dass die Spielweise in der gegnerischen Hälfte aus dem Spiel gegen Augsburg fortgesetzt wird, da gab es häufiger mal Situationen, in denen Positionen getauscht wurden, gutes Zusammenspiel mit Ibisevic usw….


Exil-Schorfheider
10. April 2017 um 19:26  |  595271

Na toll, @pathe!
Die Verletzung eines anderen Spielers herbei wünschen… maximales Pfui!


pathe
10. April 2017 um 19:36  |  595273

@Exil
Wo steht, dass ich das herbeiwünsche? Ist außerdem schon passiert… 🙄


Favre
10. April 2017 um 19:59  |  595274

Letztlich waren es doch 12 Standorte wovon nur 2 zur Diskussion stehen = Ludwigsfelde & Olympia Park

Wäre es nich denkbar/möglich von den anderen Standorten (zB. Grenzallee/Späthstr. / Tegel etc..) nochmals welche mit in die Verlosung zu nehmen?
Probleme/Risiken bringt ja jeder ort bei einem Neubau mit sich.

Weil entweder Olympia Park oder wir gehen nach Brandenburg finde ich auch nicht wirklich passend.


Kaj
10. April 2017 um 20:00  |  595275

@ Zippy: Wobei ich Stocker auf rechts Außen gut fand. Die Spielweise nach innen ziehen – wie Kalou auf links – anstelle bis zur Grundlinie durchrennen und versuchen zu flanlen, könnte ihm zu Gute kommen.

Für einen Flügelläufer etwas zu langsam, aber einen guten Anschluß.
Ich fand die Offensive…

————-Ibisevic
Kalou——-Darida——Stocker

….nicht schlecht. Zumindest mehr Torgefahr als mit Esswein, Haraguchi.


Kamikater
10. April 2017 um 20:08  |  595276

Ich würde mir 2 Dinge wünschen:

1) dass der Senat mal in Berlin selbst weitere Standortvorscäge macht.

2) dass es eine Hertha-Ultrakundgebung vor der Charlottenburger SPD Zentrale oder dem Roten Rathaus gibt


sunny1703
10. April 2017 um 20:12  |  595277

Was ich hier heute für üble Verallgemeinerungen über bestimmte Menschen gelesen habe, hat mir doch zu denken gegeben, was das hier eigentlich noch für ein blog ist.

Die Menschen, die da verallgemeinernd genannt sind,sind unter anderem auch gute Bekannte von mir und zu guter letzt betrifft es mich auch selbst.

Aber lassen wir die Empfindsamkeit beiseite, die bisherigen Abläufe beim Stadionthema geben genau das wieder,was ich prognostiziert habe,ebenso wie das konservative Mediengeschreibe über den bösen Senat vor der Bundestagswahl.

Im Grunde könnte sich der Senat nach diesem Machbarkeitsstüdchen, denn mehr ist es nicht, zurücklehnen und Auf Wiedersehen,Auf Wiedersehen rufen, gäbe es da nicht ein Problem für den Senat, dass politisch nicht ganz so einfach zu entlasten wäre, wie die Veränderung von Hertha Berlin zu Hertha Ludwigsfelde.

Wir Freunde von Hertha müssen begreifen, dass Hertha nicht diese Bedeutung für diese Stadt hat,wie wir sie uns immer vorstellen. Gäbe es eine Volksabstimmung würde sie ebenso oder noch eindeutiger ausfallen wie die Abstimmung des SPD Kreisvorstandes in Charlottenburg- Wilmersdorf.

Doch trotz des Zeitgeistes große Sportveranstaltungen möglichst abzulehnen, gibt es ein großes(auch politisches) Interesse an der EM 2024 und einem wichtigen Spielort Berlin.

Dazu wird sicher das Olympiastadion modernisiert werden müssen, aber Kosten für die Modernisierung zur EM und dann???

Hier besteht für Hertha noch Hoffnung auf Verhandlung, sozusagen ein quid pro quo,meinetwegen vier Spiele pro Saison im Olympiastadion,etwa die Bayern, Dortmund,Hamburg oder Schalke(Spiele bei denen viele Gäste erwartet werden)und das letzte Saisonheimspiel dazu bei Bedarf Pokalspiele und internationale Spiele, im Gegenzug für das Schaffen einer machbaren Infrastruktur in Richtung Ludwigsfelde(wobei Ludwigsfelde ein riesiges infrastrukturelles Problem darstellen wird) oder noch besser den Neubau irgendwo in Berlin,am besten auf dem Olympiagelände.

Ich kann nur an beide Seite appellieren, verhandelt weiter und zwar bitte in einem moderateren Ton als bisher.

lg sunny


hurdiegerdie
10. April 2017 um 20:15  |  595278

Die Frage für mich ist die Darida Rolle. Da sehe ich weder Kalou noch Stocker. Ich denke, Allan wird kommen (Vieleicht 😉 )


pathe
10. April 2017 um 20:15  |  595279

Warum sollte das Olympiastadion für die EM 2024 saniert werden müssen? Was für die WM vor dann 18 Jahren noch super war, soll 2024 auf einmal nichts mehr taugen? Verstehe ich nicht.


Blauer Montag
10. April 2017 um 20:17  |  595280

Ich weiß zwar nicht, ob Maxi sich auch auf der rechten Seite wohl fühlt. Aber dort nominiere ich ihn in Fortführung von zippys Gedanken um 18:47.

————–Jarstein
Pekarik, Langkamp, Torunarigha, Plattenhardt
———Skjelbred, Stark
—-Mittelstädt, Stocker, Kalou
————Ibisevic

Bank
Körber; Allan, Brooks, Esswein, Haraguchi, Kade, Kohls


pathe
10. April 2017 um 20:19  |  595281

@hurdie
Oder ein 4-4-2 mit
Jarstein
Pekarik – Brooks – Langkamp – Platte
Haraguchi – Schelle – Stark – Kalou
Ibisevic – Stocker
Wobei Stocker die hängende Spitze wäre.


sunny1703
10. April 2017 um 20:20  |  595282

@pathe

Ich denke schon, dass der DFB(oder die UEFA?) bei der Vergabe der Spielorte einige Anforderungen stellen wird, ob die momentan von Berlin,aber auch anderen Standorten erfüllt werden,weiß ich nicht.

Ich habe da zumindest leichte Zweifel!

lg sunny


pathe
10. April 2017 um 20:22  |  595283

@BM

Brooks auf der Bank?? Warum?
Laut Kicker Spieler des Spiels am Sonntag.

Wenn wir am letzten Spieltag die EL schon sicher in der Tasche haben sollten, kannst du meinetwegen Kade, Torunarigha und Mittelstädt aufbieten. Aber doch nicht jetzt, wo es um immens wichtige drei Punkte geht…


pathe
10. April 2017 um 20:24  |  595284

@sunny
Ein paar mehr Toiletten vielleicht. Aber die Anforderungen bei der WM waren schon sehr hoch. Daher glaube ich kaum, dass an den Stadion in Deutschland noch viel modernisiert werden müsste. Aber lassen wir uns zur gegebenen Zeit überraschen.


Blauer Montag
10. April 2017 um 20:25  |  595285

Jepp Favre
10. April 2017 um 19:59 | 595274

und

sunny1703
10. April 2017 um 20:12 | 595277

Es gibt in meinen Augen Gesprächsbedarf.

Ich kann nur hoffen, dass das Gesprächsklima von den Ultras unter den „Stadionbauern“ hier in diesem Blog nicht weiter vergiftet wird. Lasst Hertha, den Senat und die betroffenen Bezirken ergebnisoffen in Ruhe miteinander sprechen.


Blauer Montag
10. April 2017 um 20:28  |  595286

p@the
10. April 2017 um 20:22 | 595283
a) Ich habe heute noch nicht in den kicker geschaut.
b) Ich halte den Konkurrenzkampf hoch – „das ist das Wichtigste.“


hurdiegerdie
10. April 2017 um 20:31  |  595287

@BM, @pathe beide Aufstellungen sind denkbar und möglich.


TR
10. April 2017 um 20:32  |  595288

Torunarigha unzufrieden???

Heute stand angeblich auf seinem Instagram-Account „Ich will, dass sie anfangen mich wertzuschätzen“

Erinnerungen an Jerome Boateng werden wach O_O


Exil-Schorfheider
10. April 2017 um 20:37  |  595289

pathe
10. April 2017 um 19:36 | 595273

Das war ironisch gemeint… muss man dafür immer Smileys einsetzen? 🙄


Herthas Seuchenvojel
10. April 2017 um 20:47  |  595290

ehrlich gesagt, sehe ich eine erneute Renovierung bzw. Umbau des Oly’s mehr als kritisch bis ablehnend
nicht nur, daß ich kaum glaube, daß sie freiwillig verknappen, dürften die Verbesserung in Sachen Klothema, Verpflegung, Zugänge und nicht zuletzt die zugige Dach-/ Marathontorsituation minimale Änderungen aufweisen
dazu bleiben wir immernoch NUR Mieter und nicht Eigentümer (irgendwann) und Vermarkten dürfen wa auch nüscht
wenn dann noch (schon wieder) Politiker mitreden dürfen mit ihren Wünschen und ständigen Änderungen, um sich irgendwie selbst verwirklicht zu sehen und ihre Protzvita zu erhöhen, dann sehe ich die nächste Berliner Bauruine kommen
kostet ja nüscht, sind ja nur Steuergelder
ein Verein bzw. privater Träger muß da viel pragmatischer, schneller & effizienter planen und bauen
nee nee, meins isses nicht, nur auf’s Oly bestehen weil unverrückbare Tradition, muß ich persönlich nicht zu 100 % haben


ahoi!
10. April 2017 um 20:51  |  595292

wenn du @Kamikater um 20:08 „mit-kundgibst“, komme ich auch. 😉


ahoi!
10. April 2017 um 20:55  |  595293

beim 4-4-2 von @pathe um 20:19 bin ich dabei.


hurdiegerdie
10. April 2017 um 21:19  |  595294

Gibt’s eigentlich schon Neuigkeiten zum Stadionneubau?

Z.B. wie er finanziert werden soll?


sunny1703
10. April 2017 um 21:27  |  595295

Nein@hurdie, nur alle Wissenschaftler sind faul ,alle Schweizer Fußballer können nur Torwart und alle Berliner Politiker können nur BER!

Ob Hertha BSC demnächst auch noch eine wählbare Partei wird, habe ich noch nicht mitbekommen.

lg sunny


hurdiegerdie
10. April 2017 um 21:30  |  595296

sunny1703
10. April 2017 um 21:27 | 595295

Na dann habe ich ja nichts verpasst 😉


Blauer Montag
10. April 2017 um 21:30  |  595297

😆 sunny1703
10. April 2017 um 21:27 | 595295 😆

A propos Schweizer Fußballer: Ich hoffe stark, dass Fabian Lustenberger auf dem guten Weg der Genesung ist und bald wieder am Mannschaftstraining teilnehmen wird.


hurdiegerdie
10. April 2017 um 21:44  |  595298

Blauer Montag
10. April 2017 um 21:30 | 595297

aber der ist doch nächste Saison sowieso weg, und diese Saison wird er wohl nicht mehr spielen.


ahoi!
10. April 2017 um 21:55  |  595299

#lusti: wohin geht er denn???


DreiPunkt
10. April 2017 um 21:56  |  595300

@TR: Hast Du das selber gelesen? Oder nur von einem gehört, der es von einem gehört hat? Ich habe eben nix gefunden und es wäre eigentlich auch überhaupt nicht die Art von Jordan.


Blauer Montag
10. April 2017 um 21:56  |  595301

Da weißt du mehr als ich hurdiegerdie
10. April 2017 um 21:44 | 595298


hurdiegerdie
10. April 2017 um 22:02  |  595302

Leider ist meine Festplatte abgeschmiert und ich habe meine Aufzeichnungen verloren (ja, ja speichern und so). Ich kann es nicht mehr belegen.

Soweit ich mich erinnere, hat UB gesagt, dass die Zeichen für Lusti nächste Saison auf Abschied stünden (ich glaube, es war noch deutlicher).

Ich persönlich bezweifel(t)e das.


10. April 2017 um 22:05  |  595303

..wieso sitz denn Brooks im nächsten Spiel bei dir draußen, @bm..Chemie?
Für mich sehr konstant, torgefährlich ( 🙂 ) , immer auf der Höhe. Wie sollte Dardai das gegenüber Brooks begründen?
Und wenn überhaupt an der IV basteln..( für mich eine der Top-Innenverteidigungen der Liga)..dann doch eher Langkamp, der in den letzten zwei Spielen (ganz leicht) schwächelte?


Ursula
10. April 2017 um 22:11  |  595304

# Der „Chef“ hilft noch…

HIER wird gut, sachlich und sehr
qualifiziert kommuniziert, na bitte!

Da kann „man“ nicht mithalten!

Nächtle! Die „sabbernden Köter“…


10. April 2017 um 22:12  |  595305

#Lusti..ist ja nicht nur @UB, der das andeutete. In Berlin hört man das schon etwas öfters, an verschiedenen Orten.. Ist aber im Grunde reines Grundrauschen für mich.
Bei manchen, die jeden Tag in der Nähe des Ganzen sich aufhalten, dürfte es mehr sein als reines Phantasieren
Fussballerisch würde es mich überraschen, wäre es anders. Denn auf diesen Positionen haben wir ja nun wirklich junge, ´nachrückende starke Spieler, um die wir uns dringend bemühen sollten.
Ich bin froh, solche Dinge nicht entscheiden zu müssen 😉


pathe
10. April 2017 um 22:23  |  595306

@Exil
Sorry! Dich kann ich leider immer noch recht schwer einschätzen.


Blauer Montag
10. April 2017 um 22:26  |  595308

Ich teile deine Zweifel hurdiegerdie
10. April 2017 um 22:02 | 595302

Und für apo | 595303 schrieb ich bereits um 20:28, dass ich den „Konkurrenzkampf hochhalte“. Mehr kann ich nicht tun am Rande der Bande.


pathe
10. April 2017 um 22:26  |  595309

Dresden hat sich heute wohl aus dem Kreise der Aufstiegskandidaten verabschiedet. Und Union wird es sehr schwer haben, spielen sie doch noch in Stuttgart und Braunschweig. Außerdem haben sie ja gerade nicht so einen dollen Lauf. Schade eigentlich…


hurdiegerdie
10. April 2017 um 22:27  |  595310

Erst abwerten, dann froh sein, nicht drüber entscheiden zu müssen. Immer hü und hott.

Man hört immer alles an verschiedenen Orten. Zu Lusti etwa seit 10 Jahren. Erstaunlich, dass er seit 10 Jahren unter 15 – 30 Trainern immer spielte, wenn er nicht verletzt war. Auch oder gerade trotz derjenigen, die näher dran waren.

Fussballerich sicher einer stärksten bei Hertha über 10 Jahre, m.E.


10. April 2017 um 22:30  |  595311

@BM
Ok danke für deine Antwort.
Allerdings gehe ich da nicht mit.
@Schnitzel..ich habe dir im alten thread noch mal geantwortet.


Blauer Montag
10. April 2017 um 22:31  |  595312

Man hört dieses, man hört jenes – aber niemals gibt es eine Quellenangabe. 🙄


Ursula
10. April 2017 um 22:39  |  595313

# „Sowohl als auch“…

…oder „hü und hott“, eine
„spezielle Spezialität“ vom
CHEF! Ich kann diesen Scheiß
nicht mehr lesen…

…und bin besser wieder weg!!!


10. April 2017 um 23:03  |  595315

@BM..die „Quellen“ schützt man doch. Deshalb sage ich ja „Grundrauschen“. Kann doch jeder verbuchen , wie er mag,

@hurdigerdi..vielleicht einfach mal den Satz “ bin froh, soetwas nicht entscheiden zu müssen“ im Kontext zu dem stellen, was ich seit ca 2 Jahren über Lusti sage: sportlich sehe ich ihn nicht mehr in der ersten Garnitur. Mehr geht doch gar nicht..und das habe ich auch nie anders gesagt.
Aber: ich spreche extrem ungerne über Personalsachen, mache fast zu 100% nicht bei den Diskussionen über „wer gehen muss, wer kommen soll mit“ Auch dies erkennen mir Wohlgesónnene seit vielen Jahren. Ohne Schwierigkeiten.
Wer bin ich, über konkrete Personen mit dem Habitius des Allwissenden zu fabulieren?
Kein Hü oder Hott gibt es bei der sportlichen Einschätzung.
Aber wäre ich Verantwortlicher, würde ich die Verdienste von Lusti sehen, seine tadellose Einstellung und seine Zuverlässigkeit (Konstanz).
Ich könnte so jemanden nicht sagen: „du musst jetzt der Jugend weichen“
Ist mir in meinem Betrieb am allerschwersten gefallen. Und deshalb habe ich in den vielen Jahren ein einziges Mal jemanden“ gefeuert“
Ansonsten immer nach Lösungen gesucht.-Im Schnellen Brüzter „Profifussball“ könnte ich das so nich handhaben. Deshalb bin ich in einem blog und nicht in einem Profiverein
Andere mögen sich als „Seher“ sehen und jeden Trainer nach Niederlagen maßregeln-oder Spieler ziemlich rüde wegschreiben.-
„Klare Kante“ könnte man das nennen- nicht meine Welt-in solchen Fragen, zu denen ich allenfalls eine Meinung beizutragen habe-bleibe ich abwägend.
Fragt man mich ganz einfach nach meiner sportlichen Einschätzung, gibt es seit 2 Jahren eine ziemlich klare Antwort.- Aber ich versuche, den Respekt nicht zu verlieren.
Wer mir da was anderes unterschieben möchte. Bitte.
Da denke ich mir meinen Teil dazu. Wie es jeder hier tut.


Blauer Montag
10. April 2017 um 23:20  |  595316

…. wenn der Geduldsfaden reißt.

https://www.aphorismen.de/zitat/152525


Traumtänzer
10. April 2017 um 23:23  |  595317

#Stadionumbau
OK, lese gerade im TSP-Artikel von heute, dass die SPD den Jahnsportpark für Leichtathletik fit machen möchte. OK, damit wäre dann klar, dass man hier sportpolitisch offensichtlich bereit wäre, Leichtathletik im Oly aufzugeben. Das war mir wiederum bis heute noch nicht so klar. Damit wäre dann aber zumindest der Weg frei, über den Umbau des Olympiastadions nachzudenken, falls das überhaupt noch eine Option sein sollte.
Von Hertha meine ich irgendwo gelesen zu haben, dass man das ja eigentlich nicht nochmal haben wollte, auf einer Baustelle spielen zu müssen. Wird also schon mal schwierig, unabhängig von der finanziellen Darstellbarkeit eines Umbaus und der Eigentumsfrage. Und dürfte das Stadion eigentlich nach einem Umbau in eine reine Fußballarena überhaupt noch den Namen „Olympiastadion“ tragen? Und falls nicht, was machte das wiederum eigentlich mit dem Ensemble „Olympiagelände“, wenn es da gar kein Olympiastadion mehr gibt?
Hab gerade mal geschaut… Der Verkauf der Namensrechte am Olympiastadion scheint prinzipiell wohl möglich. Diese Diskussion gab es ja seinerzeit beim Umbau (2000-2004) wohl auch schon. Selbst der damalige Senat hat das wohl auch geprüft. Bislang war/ist es Hertha vertraglich untersagt (Berliner Kurier, 3.5.2005), den Namen des Stadions zu vermarkten, aber bei entsprechender Einigung wäre es vielleicht prinzipiell möglich?! Interessant auch noch, was stadionwelt.de dazu mal schrieb:
„Das Nationale Olympische Komitee für Deutschland (NOK) bestätigte auf Anfrage von Stadionwelt, dass derzeit die juristische Lage wegen einer eventuellen Namensänderung des Stadions geprüft werde. Im Falle einer Einbeziehung des Titels „Olympiastadion“ in den neuen Namen räumt das „Gesetz zum Schutz des olympischen Emblems und der olympischen Bezeichnungen (OlympSchG)“ dem NOK ein Mitspracherecht ein. (Stadionwelt, 04.05.2005)“.

Aha, da wäre dann also ggf. mit dem NOK noch ein Ansprechpartner mehr mit einzubeziehen. Was es sicherlich auch nicht einfacher macht. Und dass es ein OlympSchG gibt, hätte ich auch nicht gedacht. 🙂


Traumtänzer
10. April 2017 um 23:29  |  595318

Kraule
10. April 2017 um 23:35  |  595319

Viele Tage war die Uschi krank….
Nun ätzt sie wieder….. Gott sei Dank


waidmann2
11. April 2017 um 3:39  |  595320

@Sunny um 21:27
da tust Du den Wissenschaftlern und Schweizern aber bitter Unrecht … 🙂


waidmann2
11. April 2017 um 4:18  |  595321

#Umbau Oly

Ein Umbau des Olympiastadions, der den Vorstellungen von Hertha (s-n-l) entspricht, wäre sicher eine reizvolle architektonische Aufgabe.
Umwandlung des kompetten Oberrings in „irgendwas anderes“, Umwandlung des Unterings und anschließenden Ovals in einen neuen rechteckigen Zuschauerbereich (inkl. Schließung des Marathontors) und damit verbunden Absenkung des Spielfelds – nichts leichter als das …!
Bauzeit und Kosten mindestens einem Neubau vergleichbar, während der Bauzeit kein Spielbetrieb möglich, Denkmalschutz begeht kollektiven Selbstmord.
Leute – das ist KOMPLETT UNREALISTISCH!!!
Dass aber ein Umbau (als ernst zu nehmende Alternative) für einen Stadionneubau aus Reihen der Berliner Politik vorgeschlagen wird, spricht für sich …
Die Interessen des Landes Berlin (Vermeidung des Verfalls des Oly – siehe Oly München) und von Hertha (eigene moderne Arena) sind bei diesem Thema nun mal diametral entgegengesetzt.
Es kann da keinen Kompromiss geben!!!
Vorausgesetzt Hertha hat die Mittel für den Neubau – woher und unter welchen Konditionen auch immer – sitzt man am längeren Hebel.
Das heißt aber noch lange nicht, dass der Senat das Projekt „Olympiapark“ zulassen wird. Dieser wird sich in dem Dilemma sehen, dass die Öffentlichkeit wahlweise zwischen „Senat vertreibt Hertha aus Berlin“ und „Undankbare Hertha kann den Hals nicht vollkriegen“ (o.ä.) titelt.
Letztlich wird man aber das Fähnchen nach dem Wind hängen (man könnte das auch Wählerwillen nennen …) und der Wind in Berlin weht nicht zu Gunsten von Hertha.
Die Quintessenz: Hertha hat die Wahl zwischen
– weiter langfristig im (inzwischen) ungeliebten Olympiastadion als Mieter
– einem eigenen Stadion vor den Toren Berlins


sunny1703
11. April 2017 um 6:28  |  595322

Guten Morgen,

ich bin der Ansicht Hertha sollte alle Mitglieder anschreiben und sie darüber abstimmen lassen,ob sie im Falle eines Nichtneubaus in Berlin auch in Brandenburg bauen können. Oder eben dann als Alternative im Olympiastadion als Mieter bleiben sollen.
Keine Abstimmung auf der Jasager MV, sondern wirklich eine schriftliche Abstimmung unter allen Mitgliedern.

Zum einen wäre das ein Stück gelebte (Vereins-) Demokratie, zum anderen sähe das besser in eventuellen weiteren Verhandlungen mit dem Senat aus. Die Position von Hertha ist doch dabei keine schlechte. Sie sind dabei sich in der Bundesliga sportlich zu etablieren, sie können eventuell in der neuen Saison EL spielen und wie wenig Zuschauer da in den ersten Spielen teilweise zu erwarten sind,wissen wir alle.
In den Jahren zuvor war Hertha noch eine Fahrstuhlmannschaft bzw. eine die sich mit Mühe in der 1.Liga hielt, Pläne für einen Neubau wären kaum vermittelbar gewesen.

Vor dieser Abstimmung soll Hertha sich erklären,wie die Finanzierung laufen soll und wie sie sich vorstellen wie die infrastrukturellen Probleme in und nach Ludwigsfelde auch gemeinsam mit der Stadt Berlin gelöst werden können.

Im Normalfall hätten ein Teil dieser Probleme in einer Machbarkeitsstudie abgeklärt sein müssen, doch in dieser sehe ich einen Haufen Standorte, die ein Berliner der viel unterwegs ist, auch in wenigen Stunden ohne teures Geld als unbrauchbar erklären kann, nur mit etwas mehr als Kiezortskenntnisse. Selbst die am Schluss übrig gebliebenen Standorte. Aber vielleicht steht in dem Machbarkeitswerk mehr drin als wir bisher erfahren haben.

Selbst in Ludwigsfelde gibt es eine Unmenge von hier schon erwähnten sehr großen Problemen, wie die Antworten darauf sind, ist bisher nicht erklärt.

Verbindliche Antworten auf die Fragen nach der Finanzierung und Erklärungen wie die infrastrukturellen Probleme gelöst werden sollen.

Und dann eben abstimmen lassen.
Das was mir bisher da geliefert wurde ,ist mir eindeutig zu wenig,um für einen Neubau auch in Brandenburg zu stimmen.

Zu guter letzt,ob Gegenbauer, Schiller und Preetz ihr Schicksal mit an diese Entscheidung hängen ist mir ziemlich egal.
Wollen die gar ihr eigenes Denkmal mit diesem Stadion bauen?????
Wenn sie meinen das tun zu müssen,ist das ihr Problem, ich käme nicht auf die Idee Rücktritte beim Scheitern zu fordern.
Wenn das wieder eine Art Drohung werden soll, jeder, absolut jeder ist ersetzbar!!

lg sunny


sunny1703
11. April 2017 um 8:04  |  595323

OT:

Nur zur Erinnerung :

Morgen ab 18 Uhr ist wieder ImmerHertha Stammtisch im Leuchtturm. Themen gibt es ja gerade zur Genüge, freue mich auf bekannte und hoffentlich auch neue Gesichter! 😀

Ach ja, Leuchtturm :
http://www.leuchtturm-kneipe.de/

lg sunny


Kamikater
11. April 2017 um 8:14  |  595324

Nein, ich finde die SPD sollte alle Bürger anschreiben, ob die das ok finden, dass die Partei Hertha einen Neubau in der Stadt verbietet.


nrwler
11. April 2017 um 8:39  |  595325

sunny1703
11. April 2017 um 8:46  |  595326

@kamikater

Einer Art Volksabstimmung sollte sich Hertha besser nicht stellen. Ich mag mich täuschen, aber ich glaube mein Weg könnte mehr Unterstützung finden. Egal ob München, Hamburg, Berlin oder auch anderswo in Europa solche Projekte finden zur Zeit wenig Unterstützung in der gesamten Bevölkerung. In Berlin und dem doch eher West Berliner Image des Vereins allemal.

LG sunny


Stiller
11. April 2017 um 8:59  |  595327

„Nein, ich finde die SPD sollte alle Bürger anschreiben, ob die das ok finden, dass die Partei Hertha einen Neubau in der Stadt verbietet.“

@Kamikater, geht’s noch?


kczyk
11. April 2017 um 9:21  |  595328

*denkt*
die spd hatte bereits die bürger befragt.

https://www.spd.berlin/w/files/spd-2016-wahl/spd_wahlprogramm_lang_online.pdf


Kamikater
11. April 2017 um 9:27  |  595329

@stiller
Klar. Und bei Dir so?

@sunny
Die SPD muss aich erstmal mit den Fakten befassen, um die es Hertha geht. Momentan versucht die Partei in Charlottenburg dem Verein das ohnehin beatehende Problem in die Schuhe zu schieben. Denn das Stadion wird eine ungenutzte Arena werden.
🙂


Jack Bauer
11. April 2017 um 9:28  |  595330

Diese reflexartigen Pöbeleien gegen die Sozis und Linke erinnert mich immer ein wenig an den guten Alfred Tetzlaff.
Die SPD steht in der Frage zu ihrer bekannten Haltung. Das wusste der (interessierte) Wähler. Einige scheinen zu vergessen, dass wir uns hier in einer ziemlich engen Hertha-„Nerd“-Blase bewegen. Die meisten Leute die in unserer Stadt leben interessieren sich nicht für Hertha, wenn nicht gerade Pokal Halbfinale ist oder Hertha im März auf Platz 1 steht. Das Interesse der Bevölkerung an einem Neubau (egal wie finanziert) und einem Verfall des Olympiastadions dürfte gegen Null tendieren.
Aber bei der nächsten Wahl kann man ja dann sein Kreuz bei der CDU machen. Die haben sich ja pro Neubau positioniert. Aber nicht wundern, wenn die CDU in Regierungsverantwortung dann wieder ihre Meinung ändert.


fechibaby
11. April 2017 um 9:40  |  595331

@kamikater

Mit Volksbegehren kann eventuell ein Neubau
im Olympiapark verhindert werden!!
Wenn es nötig wird: Ich bin dabei!

Ha Ho He Ludwigsfelder SC!


sunny1703
11. April 2017 um 9:43  |  595332

@Jack

Den Kommentar von Tetzlaff zu Hertha spielt im „Osten“, hätte ich aber gerne gehört. 🙂

LG sunny


Boy Berlin
11. April 2017 um 9:47  |  595333

…weil Fechi die Sichtachse zum Marathontor so wichtig ist bestimmt.


fechibaby
11. April 2017 um 9:55  |  595334

Viel Erfolg Kevin in Darmstadt!
Führe Darmstadt in der nächsten Saison
zurück in die Bundesliga.

http://www.kicker.de/news/fussball/bundesliga/startseite/675423/artikel_fix_grosskreutz-unterschreibt-in-darmstadt.html


hilli
11. April 2017 um 9:55  |  595335

Oh je SDP Sportskameraden… Steil, nah, laut.. viel zu KLEIN!! das Oly !!
BER II wird der Umbau des Oly…
Mal kurz in den Kochwaschgang.. vielleicht läuft es ja ein bisschen ein..
Das Dach ist dann zu kurz – Das Stadion muss auf „Stelzen“ gesetzt werden oder bis zum Grundwasserspiegel tiefergelegt… Na wenigstens vertrocknet dann der Rasen nicht.
Oh Man .. was für ein Aprilscherz.


hilli
11. April 2017 um 9:57  |  595336

@ Boy Berlin 11. April 2017 um 9:47
dreht fechi sich immer um, wenn hertha spielt ?? 😉
Der sitzt doch sicherlich im Gästeblock


sunny1703
11. April 2017 um 10:00  |  595337

Und was das mit der SPD und der Linken zu tun ist mir ein Rätsel. Selbst FDP und AFD sind dagegen. ……nebenbei wer regiert eigentlich in Brandenburg. ….Die CDU oder blau weiß? 🙂

Hoffentlich kommt auch da keiner Idee und fragt das Volk, sonst sehe ich Hertha noch um Asyl in Polen bitten 🙂

LG sunny


fechibaby
11. April 2017 um 10:08  |  595338

@sunny1703

Sollte es feststehen, dass nur noch Ludwigsfelde
in Frage kommt, dann werden die Einwohner
von Ludwigsfelde sich bestimmt noch
zu Wort melden.

Die wollen mit Sicherheit nicht, dass alle 14 Tage
tausende von betrunkenen und pöbelnden Fußballfans
durch ihren Ort ziehen!


videogems
11. April 2017 um 10:20  |  595339

fechi, du alter BVBler 😉

Ist dir gerade langweilig, daß du wieder ein paar Herthafans provozieren mußt? Mach lieber schon erste Ostervorbereitungen, das ist wichtiger.


Opa
11. April 2017 um 10:26  |  595340

Hertha, Senat und das Stadion
Hertha ist einer von vielen Sportvereinen der Stadt, weitgehend direkt bedeutungslos für den Amateur- und Breitensport, allenfalls dürften indirekt Effekte eine Rolle spielen (Vorbildfunktion für die Kids z.B.). Insofern halte ich eine Debatte, inwiefern der Steuerzahler für die Interessen eines mittelständischen Unternehmens aus der Fußballunterhaltungsindustrie aufkommen sollte, für durchaus geboten. Nehmen wir mal an, Hertha wäre ein mittelständischer Fabrikant, wenn der so mit dem Senat umginge, dass er sagt, entweder ihr überlasst mir ein Grundstück oder ich gehe stiften, würde man vermutlich in der Senatskanzlei schon mal den Blumenstrauß für den Abschied bestellen.

Herthas Miete im Oly ist für die Stadt Berlin kein relevanter Faktor. Der Haushalt des Landes Berlin beträgt in diesem Jahr 25,66 Mrd. €, die 5 Mio. € Fehlbetrag sind angesichts der 365 Mio. € p.a. Betriebskosten für einen nichteröffneten Flughafen die berühmten Peanuts. Einzig die emotionale und öffentlichkeitswirksame Komponente spielt eine Rolle. Insofern kämpft der Senat um die Deutungshoheit, nicht als derjenige dazustehen, der Hertha vertrieben hat, sondern als ein handlungsfähiger Senat, der sich nicht von einem Mittelständler erpressen lässt. Selbst wenn der Senat wollte, wäre es mit der Überlassung nicht so einfach (u.a. wg. EU-Vergaberichtlinien), das Lärmschutzproblem noch nicht gelöst und die Frage der Nachnutzung des Oly auch nicht geklärt.

Es spricht andererseits eben auch vieles dafür, dass Hertha im Olympiapark bleibt, die einmalige ÖPNV Infrastruktur ist vorhanden, schon heute ist es kein Problem, sogar deutlich mehr als die geplanten 55.000 Zuschauer zu diesem Standort zu transportieren. Das war’s dann aber beinahe auch schon. Beim Rest wird die Politik von ihrer bisweilen kurzsichtigen Denkweise eingeholt. Die Veranstaltungslärm-Verordnung fällt der Politik auf den Fuß. Wobei man ja schon die Frage stellen muss, ob denn die öffentliche Hand zwingend Veranstaltungsstätten dieser Art betreiben muss.

Was am Ende bei herauskommt? Ich bin mir relativ sicher, dass es Ludwigsfelde wird. Zu vieles spricht dafür. Der Senat wird sein Gesicht wahren, indem er Hertha ein Angebot unterbreiten wird, welches aber Bedingungen enthält, die Hertha nicht wird schlucken können. Übrigens egal, wer bis 2025 regiert. Henkel hat als Innensenator und Hertha MItglied Herthas Neubaugedanken ebenfalls eine deutliche Abfuhr erteilt.


Boy Berlin
11. April 2017 um 10:57  |  595341

Ich bin auch gespannt, wie die Mitglieder in den Entscheidungsprozess eingebunden werden…
Ich wäre persönlich auch für einen Stadionneubau. Optimalerweise im Olympiapark aus nostalgischen Gründen, doch auch mit Ludwigsfelde kann ich mich abfinden.
Wenn es eine vernünftige Kostenplanung gibt und auch das Land Brandenburg für die verkehrstechnische Anpassung der Umgebung (mit-)aufkommt, könnte ich mich mit dem Standort Brandenburg, 9km hinter der Stadtgrenze, sehr gut anfreunden.
In meiner Denke hört Hertha BSC nicht an der Stadtgrenze auf, schon heute kommt ein großer Teil der Fans auch aus Brandenburg. Man wäre auch verbohrt, wenn man sich als Hauptstadtclub nicht auch an das angrenzende Umland „heranmachen“ würde. Deshalb ja auch immer die Stadioneröffnung mit: „Berliner, Brandenburger, Hertha Fans. Macht euch bereit…“
Achso, ich bin übrigens keiner der „Ich brauche nach Ludwigsfelde nur 10 Minuten mit dem Rad“-Beführworter. Vom Norden Berlins werde ich auch meine gute Stunde brauchen, vielleicht auch eineinhalb. Doch damit könnte ich leben, denn mir liegt das wohl des Vereins am Herzen.
Ich kann die Stadt und die Landespolitik verstehen, dass sie am liebsten Hertha für immer im Oly hätten. Doch ich folge der Argumentation der Vereinsführung und sehe die Vorteile eines neuen Stadions als ausschlaggebend. Vorausgesetzt, es gibt eine solide Finanzierungsmöglichkeit – das wird der nächste Schritt zeigen.

Und vielleicht sollten wir die verkehrstechnische Anbindung des Oly nicht als „normal“ ansehen, sondern als etwas ganz besonderes, was es so nur in wenigen Stadien gibt. Ich sage nur Union… Oder auch in der ersten Liga kommt man ins Weserstadion NUR mit der Straßenbahn bei ca 40.000 Plätzen und kaum Parkmöglichkeiten.
Deshalb sollte nicht alles verteufelt werden, was nicht den Status Quo von der Bequemlichkeit her erreicht. Mit dieser Erwartungshaltung kann man nämlich nur enttäuscht werden.


Kamikater
11. April 2017 um 11:11  |  595342

@opa
Du solltest aber schon auch fairerweise dazurechnen, was Hertha der Stadt pro Jahr so einbringt. Da sehe ich Steuern und Tourismus in mittlerer 2-stelliger Höhe fließen. 😉

Bin gespannt wann die Fans, immerhin pro WE 50.000, auf den Trichter kommen, dass nicht Hertha der Buhmann ist, sondern die regierende Partei.

Stand jetzt gebe ich Dir mit der Einschätzung recht:

„Insofern kämpft der Senat um die Deutungshoheit, nicht als derjenige dazustehen, der Hertha vertrieben hat, sondern als ein handlungsfähiger Senat, der sich nicht von einem Mittelständler erpressen lässt.“

Das zeigt aber eigentlich nur, womit wir es hier in der Partei zu tun haben, wenn sie gleichzeitig bei allen Großprojekte betrügerisch mit Steuergeldern umgehen.

In 2 Jahren wird sich aber das Blatt gewendet haben.


pathe
11. April 2017 um 11:18  |  595343

@Boy Berlin

Vollste Zustimmung! Sehr guter, sachlicher Beitrag!


sunny1703
11. April 2017 um 11:24  |  595344

@boy

Angenehm moderate Töne, danke!

Ich habe keine Probleme mit einem Neubau, ich habe aber auch keine Probleme mit einem Verbleib im Olympiastadion, diese Dringlichkeit eines Umzugs den man mir weiß machen will, sehe ich nicht. Einzig, der Lärmpegel ist natürlich in einem engen Stadion besser, das ist keine Frage.

Und wenn Hertha sich an die Stadtgrenze verzieht, werde ich deshalb nicht alte Mauern aufbauen.

Doch das was bisher von Hertha geliefert worden ist, läuft immer darauf hinaus, dass der Verein die Stadt verlassen wird, sollte die Stadt nicht das und das machen und da wo sie hingehen wollen,soll dann auch die Stadt für abdrücken.

Die ganze zu legende Infrastruktur, die Sicherheitsmaßnahmen werden fast ausschließlich Berlin betreffen und ich bin zwar gerne der Ansicht,dass ein Mieter auch ins Umland gehen kann, doch dann hat er für alles zu sorgen was damit zusammenhängt und zwar nicht nur bis das Stadion auf der Wiese steht,sondern auch später Spieltag für Spieltag.

Und ich bin allen auch von Woidke zu hörenden Äußerungen zum Trotz nicht so sicher, ob die Brandenburger begeistert sämtliche Kosten für Hertha BSC übernehmen.

lg sunny


Uwe Bremer
Uwe Bremer
11. April 2017 um 11:27  |  595345

@Stadionbau

falls Fakten interessieren:
Hertha wird von 1997 bis 2025 allein an Stadionmiete 120 Millionen Euro gezahlt haben (nicht mitgerechnet ist das, was Hertha für die Catering-Rechte an die Betreibergesellsfhaft zahlen muss.)
Stichwort Zukunft von Hertha: Ein Stadion zu mieten wird perspektivisch noch teurer werden.

Es geht um die Frage, ob Hertha für den 30-Jahres-Zeitraum ab 2025 die dann fällige Summe als Mieter des Olympiastadion ausgibt oder anderweitig.

Insofern halte ich eine Debatte, inwiefern der Steuerzahler für die Interessen eines mittelständischen Unternehmens aus der Fußballunterhaltungsindustrie aufkommen sollte, für durchaus geboten.

Diese Behauptung verschweigt (sicherlich nur zufällig) ein Schlüsselargument von Hertha: Dass eine neue Arena zu 100 Prozent privat finanziert werden soll.

Falls es um das Gründstück im Olympiapark gehen wird: Da ist die Rede von Erbpacht.
Mal angenommen, eine solche Konstruktion wäre möglich:
Erbpacht meint mit Sicherheit nicht ein 1-Euro-Modell. Erbpacht würde heißen, die Betreibergesellschaft würde von Hertha eine marktübliche Pacht erhalten.


sunny1703
11. April 2017 um 11:32  |  595346

@Kamikater

Nochmal,wer regiert in Brandenburg?????????

Lass dieses Parteienvorgeschiebe aus der Diskussion, das ist unglaubwürdig.

Zu den Karten und den Einnahmen für die Stadt durch Tourismus.

Da stimme ich Dir zu, aaaaber da können sich beide die Hände reichen.

Viele aus dem Rest der Republik nutzen die Möglichkeit eines Auswärtsspiels ihres Vereins um die deutsche Hauptstadt Berlin zu besuchen, doch würde Hertha in Bautzen spielen, wäre die Zahl der Auswärtsfahrer deutlich niedriger.

Wenn das Kartenkontigent zukünftig aufgrund der Verknappung zum einen und zum anderen aufgrund der weiteren Aufsplitterung des Spieltages für die auswärtsmannschaften begrenzt wird, werden weniger Gäste kommen. Egal wo Hertha sein Neubaustadion baut.

lg sunny


Kamikater
11. April 2017 um 11:53  |  595347

@sunny
Eistonne? 🙂

Hier mal ein Blick auf die aktuellsten (veralteten) Zahlen, was pro Kopf so für den Fußball ausgegeben wird.
http://www.bisp.de/SharedDocs/Downloads/SSK/Wirtschaftsfaktor_Fussball.pdf?__blob=publicationFile&v=1


fechibaby
11. April 2017 um 11:59  |  595348

@videogems 11. April 2017 um 10:20

Du fühlst dich also von Ludwigsfelde provoziert.
Sorry, aber Ludwigsfelde ist die Idee von Hertha BSC,
nicht von mir.

Du solltest über Ludwigsfelde froh und glücklich sein!
Zum Glück wird es nicht Ludwigslust!


Uwe Bremer
Uwe Bremer
11. April 2017 um 12:03  |  595349

Herrlich,

die Berliner SPD ist auf dem besten Wege die Nachfolge von Friedhelm Funkel anzutreten.

Funkel ist der Mann, der Berlin das Derby gebracht hat (mit dem Abstieg 2010 und den Zweitliga-Spielen gegen den 1. FC Union).
Die Berliner SPD wird, falls die derzeitigen Papiere zur Maxime für das Senatshandeln werden, in die Geschichte eingehen als die Partei, die Herthas Spielstätte nach Brandenburg gebracht hat.


fechibaby
11. April 2017 um 12:15  |  595350

@Uwe Bremer 11. April 2017 um 12:03

Na und!


fechibaby
11. April 2017 um 12:18  |  595351

@Uwe Bremer 11. April 2017 um 12:03

Das „ist“ vor SPD ist zu viel.


Kamikater
11. April 2017 um 12:22  |  595352

Stimmt. Die Partei ist so rückschrittlich, dass statt „ist“ eigentlich immer „war“ besser passt.
😆


sunny1703
11. April 2017 um 12:26  |  595353

@ubremer

Erklärst Du uns gerade die Grundlagen der Politik??!!
Ich bin gespannt, was ich noch für Weisheiten von Dir lernen kann!

Wie hieß eigentlich der Typ der vor Hertha BSC auf die Idee kam einen Berliner Fußballverein auszusiedeln???

Und wie hieß der Manager,der den Trainer Friedhelm Funkel eingestellt hat?!

lg sunny


bLhai
11. April 2017 um 12:39  |  595354

@sunny
Fühlst du dich etwas angepist, weil manche hier ein Stadionneubau oder Manager beführworten? Dann solltest du vielleicht etwas in die Sonne gehen, falls du nicht schon zuviel abbekommen hast. Ist ja schrecklich dieses gejammere. Wenn man nicht gescheit diskutieren möchte, soll man doch seine tollen Antworten für sich behalten.

#ProNeubau


sunny1703
11. April 2017 um 12:43  |  595355

@bl.hai

Schöner Beitrag, selten so gelacht. Eins rauf mit Mappe!

lg sunny


Joey Berlin
11. April 2017 um 12:46  |  595356

#Noch zu wenig Fakten, dafür um so mehr Spekulationen.

@ub,

Diese Behauptung verschweigt (sicherlich nur zufällig) ein Schlüsselargument von Hertha: Dass eine neue Arena zu 100 Prozent privat finanziert werden soll.

Bisher ist ja auch kein Investor in Sicht, außer der Größenordnung 50 000/55 000 Zuschauer fassend und 150 bis 190 Mio für das Stadion, liegen die Kosten der Erschließung im Falle Brandenburgs, und wer diese übernimmt, auch noch im spekulativen Dunkeln.

Frage @all: Geschmäckle, oder doch nur ein kluger Geschäftsmann und Präsident?

Es ist wohl wenig spekulativ, wenn man davon ausgeht, das ein bekanntes und eingeführtes Unternehmen sich Hoffnungen macht, in Berlin und/oder Brandenburg eine neue Hertha-Heimspiel-Multifunktions-Arena zu betreiben. Neben der Messe Berlin und anderen, sind da auch die Velomax Berlin Hallenbetriebs GmbH – ein Unternehmen der Gegenbauer Location Management & Services GmbH von unserem Werner zu nennen…

#alleshängtmitallemzusammen


kczyk
11. April 2017 um 12:47  |  595357

„… Die Sozialdemokraten knüpfen dies allerdings an zwei Bedingungen: Ein fußballgerechter Umbau des Stadions dürfe die Außenansicht „in ihrer einzigartigen historischen Art“ nicht verändern. Und Hertha BSC solle als Zeichen des guten Willens seine alternativen Pläne für einen Stadionneubau in Brandenburg sofort aufgeben. …“

*denkt*
aus meiner sicht die wohl beste lösung – voraussetzung, dass statt eines mietvertrags ein erbbaurechtsverhältnis zwischen dem eigentümer und Hertha vereinbart wird.
diese lösung würde mit sicherheit auch die suche von investoren deutlich erleichtern.


fg
11. April 2017 um 12:55  |  595358

Nur weil uns öffentlich kein Investor präsentiert wurde, heißt das ja nicht, dass keiner in Sicht ist.


Blauer Montag
11. April 2017 um 13:02  |  595359

Ein Schiff wird kommen,
und das bringt mir den Einen,
den Meinen …


Bakahoona
11. April 2017 um 13:03  |  595360

Der Bau eines Stadions wie Hertha es will wird ca 2 Jahr dauern mit allem Pipapo – Das Stadion soll 2025 stehen – ergo ist theoretisch bis 2022 – mit einem Jahr Luft – noch Zeit den Standort zu klären. Was dazu von der Politik in 2017 gesagt wird, hat für mich heute wenig Aussagekraft.
Mit dem Video wurde das Projekt Stadion angekündigt, nicht mehr und nicht weniger. Alles noch zuviel Zukunftsmusik um sich heute den Mund darüber zu zerreissen. Erstmal den Rest der Saison, der auf dem Papier bis auf RB schlagbar sein sollte, erfolgreich bewältigen und gucken wie uns der nächste Entwicklungsschritt und die neuen Aufgaben nächstes Jahr bringen.
Mainz wird spannend, da wir einen neuen vereinsinternen Rekord aufstellen könnten, den keiner haben will. Das ist altternativer Druck und ich bin gespannt, ob der Trainerstab und das Team langsam mal eine Antwort auf die Auswärtsseuche finden.

PS: Hat sich Palko wohl ne Rote eingefangen, nachdem Papa sagte, da muss mehr kommen. Hertha Soap im Frühjahr – ich wünsch dem Jr nur das Beste. Eine zweite Generation Dardei auf dem Feld ist doch was für das Herz der Herthaner.


waidmann2
11. April 2017 um 13:03  |  595361

yepp @fg
Ich kann mir auch nur schwer vorstellen, dass die Geschäftsführung hier so offensiv mit dem Thema umgeht (u.a. Investition für die Machbarkeitsstudie), wenn nicht ein Investor in der Hinterhand wäre. Dass der noch nicht genannt sein will oder sein Engagement von bestimmten Faktoren abhängig macht wäre ja recht normal.


Uwe Bremer
Uwe Bremer
11. April 2017 um 13:07  |  595362

@sunny

für Dich ein Beispiel, wie so eine Angelegenheit nicht funktioniert:

Du gehst in ein Lokal und bestellst
– „Ein großes Steak mit viel Spinat, Mohrrüben und Bohnen.“

Steht so nicht auf der Karte. Wenn es Dir nicht serviert werden sollte, gehst Du ins Nachbarlokal.

Sagt der Wirt:
– Steak mit Spinat gibt es nicht und wird es auch nicht geben.
– Wenn Du aber Deine Drohung zurücknimmst, ins Nachbarlokal zu wechseln, serviert er Dir Fischstäbchen mit Kartoffelbrei.

P.S.
Politikverstehen für Fortgeschrittene:

Wenn es so sein sollte (wie zu lesen ist), dass hinter dem Vorschlag des SPD-Kreisverbandes Charlottenburg-Wilmersdorf die Herren Christian Gaebler (Sportstaatssekretär im rot-rot-grünen Senat) und Robert Drewnicki (Strategie-Berater von Bürgermeister Müller) stehen: Und die Dinge den Lauf nehmen, der damit vorgezeichnet ist:
Dann könnten sich perspektivisch ungeahnte Karriereperspektiven eröffnen – in Brandenburg …

Prognose: Egal, ob der Vorschlag des Kreisverbandes auf dem Landesparteitag der Berliner SPD angenommen wird oder nicht – für Hertha ist eine Umbau-Diskussion irrelevant.


sunny1703
11. April 2017 um 13:09  |  595363

An einen Investor glaube und hoffe ich auch,um zumindest einen Teil der Fragen beantwortet zu bekommen!

lg sunny


kczyk
11. April 2017 um 13:10  |  595364

„… ergo ist theoretisch bis 2022 – mit einem Jahr Luft – noch Zeit den Standort zu klären. …“

*denkt*
die notwendigen baumaßnahmen für erforderliche infrastruktur dauern länger als der bau eines stadions, weshalb die standortfrage mindestens 7 jahre vor baugeginn eines stadions geklärt sein muss.


herthabscmuseum1892
11. April 2017 um 13:15  |  595365

Das hatte das Handelsblatt im Mai 2006 zu Luxus -Arenen geschrieben (Beispiel Berger Feld-Stadion):

„…Denn allein durch Kartenverkäufe trägt sich kein Stadion. Gefragt sind Mehreinnahmen: Fast alle neuen Fußball-Tempel verfügen daher über großzügige Gastronomie- und Einkaufszonen. Denn nur so taugen die neuen Sporttempel auch als Veranstaltungsorte für Pop-Konzerte, Fernsehshows, Boxkämpfe, Tennisturniere, Partei- und Kirchentage. Verschiebbare Tribünen und Dächer, bequeme Sitze und ein umfangreiches gastronomisches Angebot sind Konzessionen an die gestiegenen Ansprüche der Stadionbesucher. Doch die kosten: Zwischen 150 und 250 Mill. Euro müssen in den Bau einer Arena internationalen Standards investiert werden. Nach einer Analyse der Norddeutschen Landesbank Nord LB fallen für den Kapitaldienst und die Bewirtschaftung eines solchen Stadions mindestens 15 Mill. Euro pro Jahr an. „Spezialimmobilien dieser Größenordnung sind deshalb auf Zuschüsse der öffentlichen Hand oder auf weitere Einnahmequellen angewiesen“, sagt Günter Vornholz, Analyst für Freizeitimmobilien bei Nord LB. So fand auch das Finanzierungsmodell für die Veltins-Arena nicht nur Freunde. Zwar wurde der 191 Mill. Euro teure Neubau komplett privat finanziert. Doch das Land Nordrhein-Westfalen bürgt über 80 Prozent der Bausumme. Auch für den NRW-Steuerzahler ist daher die Antwort auf die Frage entscheidend, ob die Arena durch Großveranstaltungen jenseits des Fußballs genügend Zuschauer anziehen kann. „Sicherlich kann man bei Gastspielen von internationalen Spitzenkünstlern hohe Eintrittspreise verlangen. Doch davon gehen Vorverkaufsgebühren und Steuern ab“, dämpft Vornholz übertriebene Erwartungen. „Das Risiko für die Veltins-Arena besteht daher in der großen Abhängigkeit von den Spielen und damit vom Erfolg des FC Schalke 04″, so Vornholz. Bislang laufe die Finanzierung aber hervorragend, denn die Verbindlichkeiten sollen bereits bis zum Jahr 2016 statt wie geplant bis 2025 getilgt sein.“

Ich frage mich, wie man Großveranstaltungen z.B. nach Ludwigsfelde locken will. In Berlin wird das kein Problem sein.


Uwe Bremer
Uwe Bremer
11. April 2017 um 13:19  |  595366

@bakahoona

Der Bau eines Stadions wie Hertha es will wird ca 2 Jahr dauern mit allem Pipapo – Das Stadion soll 2025 stehen – ergo ist theoretisch bis 2022 – mit einem Jahr Luft – noch Zeit den Standort zu klären.

Die Architekten von Speer + Partner haben bei der Vorstellung des Standort-Scouting den Zeitplan wie folgt skizziert:
Bauzeit 36 Monate Minimum ( = drei Jahre)
– plus Planungszeit
– plus Genehmigungszeit.

Als Beispiel genannt wurde der Bau der AllianzArena in München . Da hat es von der Präsentation der Standort-Analyse bis zum Eröffnungsspiel 5 1/2 Jahre gedauert. „Das ist dort alles optimal gelaufen“

Hertha-Zeitplan: Legen wir anderthalb Jahre als Zeitreserve für die Umstände drauf: 6 /12 bis 7 Jahre musst Du rechnen. Deshalb wurde mir bei Hertha gesagt: Irgendwann im Lauf des Jahres 2018 sollte der Verein Bescheid wissen, wo (bezogen auf den Standort) die Reise hingeht.


Exil-Schorfheider
11. April 2017 um 13:20  |  595367

Bakahoona
11. April 2017 um 13:03 | 595360

„Mit dem Video wurde das Projekt Stadion angekündigt, nicht mehr und nicht weniger. “

Nein, beim Freitagsspiel gegen die ´99ers von SAP hat sich Preetz bereits positioniert, dass dieses Projekt alternativlos sei.

Ebenso wurde Schiller beim Auftriit vor den Abgeordneten mit ähnlichen Worten zitiert.


11. April 2017 um 13:26  |  595368

Zitat @opa von 10:26 Uhr:

„Henkel hat als Innensenator und Hertha MItglied Herthas Neubaugedanken ebenfalls eine deutliche Abfuhr erteilt.“

Gibt es dazu auch eine Quelle?

Mein googlen mit den Begriffen „Henkel+Hertha+Stadionneubau“ erbrachte keinen einzigen Hinweis auf eine derartige Äußerung…..

Aber ich fand so immerhin diese Aussage des Abgeordneten Steffel, CDU:
Steffel: Senat muss Hertha bei Stadion-Plänen unterstützen – 30. März 2017
Zu den Stadion-Plänen von Hertha BSC sagte der Berliner CDU-Bundestagsabgeordnete, Dr. Frank Steffel (Obmann im Sportausschuss):

„Zu einem starken Hauptstadtverein, gehört ein attraktives Stadion – in der Stadt. Daran muss jedem gelegen sein. Die Vorgaben dafür erfüllt weder das Olympia-Stadion noch ein Umzug aufs Brandenburger Land. Der Senat sollte Hertha in der Stadion-Frage bestmöglich unterstützen und den Verein nicht zu suboptimalen Entscheidungen zwingen.“

soweit mein kleiner Beitrag zur Informationsgewinnung.


fechibaby
11. April 2017 um 13:29  |  595369

@Uwe Bremer 11. April 2017 um 12:03

Das „ist“ vor SPD ist jetzt weg.


Exil-Schorfheider
11. April 2017 um 13:31  |  595370

Exil-Schorfheider
11. April 2017 um 13:32  |  595371

fechibaby
11. April 2017 um 13:36  |  595372

Ich habe hier etwas über Henkel und
Stadionneubau gefunden:

„Hertha BSC steht mit dem Olympiastadion eine qualitativ hochwertige Spielstätte zur Verfügung, die von der Uefa mit dem Fünf-Sterne-Zertifikat ausgezeichnet wurde“, sagt Sportsenator Frank Henkel (CDU). „Die Zusammenarbeit hat sich auch in schwierigen Zeiten bewährt. Das weiß der Verein.“

Hier der gesamte Artikel:
http://www.morgenpost.de/sport/hertha/article207252105/Neues-Stadion-fuer-Hertha-kostet-200-Millionen-mindestens.html


herthabscmuseum1892
11. April 2017 um 13:37  |  595373

@K6610 am 11. April 2017 um 13:26 | 595368:

Die politische Karriere von Frank Henkel dürfte sich ja dem Ende nähern:

http://www.morgenpost.de/berlin/article210033141/Frank-Henkel-Das-Ende-einer-politischen-Karriere.html

Und Dr. Frank Steffel aks Präsident der Füchse wird als „Pro Berlin Sport“-Befürworter immer Hertha BSC unterstützen.


Uwe Bremer
Uwe Bremer
11. April 2017 um 13:40  |  595374

@k6610

„Henkel hat als Innensenator und Hertha MItglied Herthas Neubaugedanken ebenfalls eine deutliche Abfuhr erteilt.“

Das entspricht so nicht den Tatsachen.

Um das Thema zu verstehen, lohnt es sich, mal zwei Schritte zurückzutreten.

Hertha treibt das Thema Stadionneubau konkret um seit etwa 2013.
Was die Öffentlichkeit mitbekommen hat:
– Seit Ende März 2016 wird das Thema öffentlich dazu diskutiert.
– Damals ausgelöst, dass Hertha monatelang Dritter war, zwei (gewonnene) Heimspiele gegen Ingolstadt und Schalke vor nur mäßiger Kulisse hatte.
– Als Reaktion auf die Diskussion hat Hertha Speer + Partner beauftragt, eine Machbarkeitsanalyse zu erstellen.
– Alle, auch @sunny, haben verstanden: Bisher vorgestellt wurde der erste Schritt dieser Analyse, das Standort-Scouting.

Diesen bekannten Schritten sind andere Bemühungen vorausgegangen.
Hertha hat – geschätzt – zwischen 2013 und Frühjahr 2016 an verschiedenen entscheidenden politischen Stelle versucht, unterhalb aller Radarschirme, Verständnis für das Thema zu wecken. Ging da gar nicht konkret um Standort A, B oder C. Sondern um die Notwendigkeit einer Fußballarena.
Ein wichtiger Puzzlestein jener Zeit war der für Sport zuständige Innensenator Frank Henkel. Der hat sich bei diesem Thema wohl verhalten, wie bei anderen auch:
Mal sehen.
Jetzt nicht.
Reden wir noch mal drüber …

Letzten Endes ist Hertha mit seiner FußballArena-Frage ins Leere gelaufen.

Damit, dass diese Diskussion im vergangenen Frühjahr öffentlich geworden ist, war das Zeitfenster für Gespräche ‚Unter dem Radarschirm‘ geschlossen.

Ganz abgesehen davon, sind in Berlin mit Blick auf die Wahlen im September 2016 in den sechs, sieben Monaten davor ohne keine politischen Themen mehr neu aufgemacht worden …


sunny1703
11. April 2017 um 13:47  |  595375

@ubremer

Das ändert nichts daran, dass ein SPD Kreisverband NICHT die Richtlinien der Politik Berlins bestimmt.
Den bestimmt noch nicht mal die SPD alleine ,denn auch deren Möglichkeiten sind aufgrund der Mehrheitsverhältnisse im Senat bzw im Abgeordnetenhaus begrenzt.
Aber selbst eine andere Senatskonstellation hätte dasselbe gesagt,wie es jetzt zumindest den Anschein hat,dass es unter diesem Senat läuft,zumindest bei dem vorherigen Senat war es ja auch so.

Der fehler Deiner Rechnung ist es,das in irgendeine bestimmte Parteienrichtung zu schieben.
Die von Dir angesprochene Partei war über Jahrzehnte sehr Herthaaffin, für meinen Geschmack zu affin,so dass sich Parteienfilz auch auf den Verein umsetzte.

Das gute Verhältnis zwischen dem Präsidenten und unserem langjährigen Regierenden Bürgermeister Wowereit ist Dir sicher bekannt.

Heute sind Koalitionen oftmals breiter gefasst,sie umfassen mehr Parteien, das heißt aber auch für die Regierenden auf mehr Belange Rücksicht nehmen zu müssen. Das Anliegen Herthas so verständlich es meinetwegen von Vereins Seite auch sein mag,ist momentan zumindest in der Stadt nicht mehrheitsfähig,in den Parteien der Regierungskoalition schon gar nicht.

So wie also die Belange des Fußballunternehmens Hertha verständlich sein mögen, so sind sie es auch für die Entscheidungsträger der Stadt.

Im nächsten halben Jahr wird hier Bundestagswahlkampf sein, erst danach wird sich zeigen, welche Partei, welche entscheidungsträger, welche Positionen einnehmen werden.

Beide müssen weiter aufeinander zugehen und wenn die Tür Olympiapark zu sein sollte und ein Stadionneubau in Ludwigsfelde kommt, wird dennoch hertha auf Berlin angewiesen sein, die Gründe sind hier oft genug schon benannt worden.

Deshalb ist es besser moderater im Ton zu bleiben(auf beiden Seiten) und eine Lösung zu finden, bei der beide seiten ihr „Gesicht“wahren.

Parteienschelten sind dabei ein Mittel den Wähler zu verschrecken und gegen Hertha aufzubringen, der Wähler, der eventuell sonst auch Hertha mit Sympathie gegenüber steht und ins Stadion geht.

lg sunny


Cali
11. April 2017 um 13:53  |  595376

Bin da auch bei @Boy. Ich könnte mich mit Ludwigsfelde anfreunden und bezüglich schlechter Infrastruktur fällt mit auch noch Köln ein. Da gibt es eigentlich auch nur eine Straßenbahn.
Zudem hätte Ludwigsfelde eine sehr ansehnliche Straßenanbindung.
Das Angebot/die Ansage von Geisel, dass Oly evtl. umbauen zu dürfen ist ein schlechter Witz.
Damit ändert man nichts an der Entfernung zum Spielfeld, den flachen Tribünen, der mangelhaften Infrastruktur bei Toiletten und Gastro, denn von außen steht es ja mit Sicherheit weiter unter Denkmalschutz.
Dazu noch Bauten in fremde Grundstücke. Nie und never würde ich das tun.
Wenn es so kommt, kommt es so und dann redet in 10 Jahren kein mensch mehr darüber, dass es zur A10 raus geht.
Und das Oly behält nicht einmal mehr die 3-4 Kassenschlager im Jahr und rottet vor sich hin als zweite Mega-Leichtathletikarena in Berlin nach der Rieseninvestition in den Jahnsportpark.


Uwe Bremer
Uwe Bremer
11. April 2017 um 13:55  |  595377

@sunny

wir können uns darauf einigen,

1) Dass Friedhelm Funkel der Mann war, der Berlin das Derby geschenkt, oder?

2) Dass Du in einem Lokal, in dem Du ein Steak mit Gemüse bestellst, Dir nicht vom Wirt reinsingen lässt, dass Du Fischstäbchen mit Kartoffelbrei zu nehmen hast

(P.S. Dein Text ist ein Seitenschritt auf diverse andere Themen, die niemand behauptet oder niemand bezweifelt hat)


pax.klm
11. April 2017 um 13:58  |  595378

waidmann2
11. April 2017 um 4:18 | 595321

…) und der Wind in Berlin weht nicht zu Gunsten von Hertha.

Liegt wohl auch daran, dass es in Berlin Millionen Nicht-Berliner gibt, die letztlich nicht die Stadt als solches sehen sondern eher „Berlin“ als Bühne für`s eigene Ego.
Nachhaltigkeit gibt es hier schon lange nicht mehr.
Es gibt auch kaum einen wirklichen Konsens. Gibt es wirklich Vorstellungen wie sich der Großraum Berlin entwickeln soll?
Ob es Straßenverkehr, Bahnverkehr , Grünanlagen, Flughäfen, gerechte Entlohnung in Berlin es gibt hier keine erstklassige oder zweitklassige sondern nur noch drittklassige Politik!
Warum sollte es da wenn es um Hertha geht anders sein?


11. April 2017 um 14:01  |  595379

@all, die meinen, ich könne nicht richtig googlen,

unter „eindeutige Abfuhr“ verstehe ich aber etwas anderes, als die Verwendung der Begrifflichkeit:
„Hertha BSC steht mit dem Olympiastadion eine qualitativ hochwertige Spielstätte zur Verfügung, die von der Uefa mit dem Fünf-Sterne-Zertifikat ausgezeichnet wurde“, sagt Sportsenator Frank Henkel (CDU). „Die Zusammenarbeit hat sich auch in schwierigen Zeiten bewährt. Das weiß der Verein.“

Aber @opa wird sicherlich in Kürze die Quelle mit der „eindeutigen Abfuhr“ benennen, so es denn eine solche gibt.


Uwe Bremer
Uwe Bremer
11. April 2017 um 14:01  |  595380

@k6610

um 13.40 Uhr hast Du eine Deluxe-Antwort erhalten


sunny1703
11. April 2017 um 14:05  |  595381

@Uwe

Ich erinnere mich mit Schrecken an das erste Lokalderby im Olympiastadion vor ausverkauftem im Winter. …..Ich sage nur Mattuschka! 🙁

Übrigens hoffe ich, dass Hertha den einen Rekord am We verhindert und einen anderen bald knackt, denn immer noch ist die Rückrunde von FF die „beste“ Erstligarückrunde der Ära Preetz!

lg sunny


11. April 2017 um 14:13  |  595382

@Uwe Bremer

habe ich nunmehr auch genussvoll zur Kenntnis genommen.

🙂


herthabscmuseum1892
11. April 2017 um 14:13  |  595383

@sunny1703 am 11. April 2017 um 14:05 | 595381:

Also „mein“ erstes Lokalderby hat Hertha BSC am 14.11.1974 mit 3:0 „bei“ Tennis Borussia vor 75.000 Zuschauern im Olympiastadion gewonnen 😉 .


DreiPunkt
11. April 2017 um 14:21  |  595384

Gerade wird einem anderem Forum diskutiert, wie es denn wäre, wenn das Olympiastadion als 5-Sterne-Leichtathletikarena bestehen bleibt – als zentraler Punkt des Berliner Breitensports, als Standort für ISTAF, Leichtathletik-WM und als Option für Olympia.
Zudem natürlich weiterhin für Konzerte und Events genutzt.

Und wir dürfen uns im Gegenzug auf der Fläche des (mittlerweile recht maroden und) sanierungsbedürftigen Jahnsportparks eine neue Fußball-Arena bauen (gerne mit verschließbarem Dach – wegen Lärmschutz). Ich weiß, dass sich die Idee eigentlich aufdrängt, aber ich habe bisher noch kein (wenigstens halbwegs) offizielles Statement in dieser Richtung gelesen.
Es müsste eigentlich beiden Seiten nutzen:
Berlin hat sein Leichtathletik-Zentrum, mit allem pipapo. Die geplante Sanierung, bzw. der Abriss des Jahnsportparks (~ 170 Mio) würde entfallen. Und Hertha bekommt sein Grundstück (Erbpacht?) für eine Fußball-Arena in bester Lage.

Abgesehen von den knappen Parkplätzen würde eigentlich nichts dagegen sprechen, oder? Habe ich etwas übersehen?


pax.klm
11. April 2017 um 14:23  |  595385

Zum Stadion: Es ist eigentlich alles gesagt.
Für mich wäre wenn der Olympiapark das beste Modell.
Aber dann nicht so ein einfallslosen Kasten sonder etwas mehr Pep. Bis jetzt hat Hertha DAS Alleinstellungsmerkmal. Alle modernen Stadien sehen irgendwie gleich aus: Einfallslos!
Meine Meinung.
Ludwigsfelde, wenn auch nah, ist gesichtslos.
Dreilinden wäre sicher verkehrstechnisch besser, Flächen wären mit gutem Willen ggf auch möglich. Ist aber bestimmt teurer für den reinen Bau.
Letztlich ist Hertha aber getrieben von der Ablehnung durch bestimmte politische und mediale Faktoren…
Der Umbau des Oly wäre sicher auch machbar.
Wollte nicht Hertha schon zu „Dieterzeiten“ auf dem Maifeld mal ein Neues?
Letztlich ist aber der wirkliche Erfolg DAS was ein Stadion füllt!
Und käme dieser wären 55000 zu wenig!
Bezweifle. dass tatsächlich der Schnitt höher würde, gerade in Ludwigsfelde, zu „uninteressanten“ Spielen kämen auch nicht mehr!


herthabscmuseum1892
11. April 2017 um 14:25  |  595386

@DreiPunkt am 11. April 2017 um 14:21 | 595384:

Ich gehe davon aus, dass sich eine neue Fußball-Arena für Hertha BSC nur finanzieren lässt, wenn dort auch Konzerte und Events stattfinden. Das Olympiastadion wäre somit eine ungewollte Konkurrenz.


pax.klm
11. April 2017 um 14:26  |  595387

DreiPunkt
11. April 2017 um 14:21
Liest sich gut, großer Nachteil die Nähe zu allen nahewohnenden Nichtberlinern!


hurdiegerdie
11. April 2017 um 14:29  |  595389

Exil-Schorfheider
11. April 2017 um 13:32 | 595371

Huch, darin:

Der Vorschlag von Herrn Preetz ist ein legitimes Pokerspiel.

#duckundwech


schnitzel
11. April 2017 um 14:33  |  595390

@ Uwe Bremer

Trifft sich die gemeinsame Arbeitsgruppe Hertha/Senat eigentlich schon und tauscht sich gegenseitig aus, wie von beiden Seiten angekündigt? Mich interessiert vor allem, wie lange sich diese Umbau-Phantasie auf politischer Ebene noch überlebt. Und wie bald wird die Botschaft auch „richtig“ angekommen sein, dass:

1. Entweder Hertha ein Stadion am Olympiagelände bauen darf und damit implizit auch Spiele im Oly austragen würde – die Bereitschaft wäre vereinsseitig vorhanden (oder irre ich mich da?)

2. Oder Hertha woanders baut und damit das Oly überhaupt nicht mehr nutzen wird.


herthabscmuseum1892
11. April 2017 um 14:40  |  595391

@schnitzel am 11. April 2017 um 14:33 | 595390:

Ein „alternativlos“ neues Fußballstadion „steil, nah, laut“, aber für zwei Spiele dann wieder in das Olympiastadion?

Das passt irgendwie nicht – entweder… – oder…!


Uwe Bremer
Uwe Bremer
11. April 2017 um 14:43  |  595392

@dreipunkt

Habe ich etwas übersehen?

In Deiner Argumentation fehlt das, das als Argument lautet:
Nach einem Auszug von Ankermieter Hertha ( = 20 Heimspiele im Jahr) würde das Olympiastadion bei einem ISTAF pro Jahr (das bisher dort meist auch statt gefunden hat) zum Millionengrab.

Auch, wenn man alle Berliner Laufveranstaltung (Marathon, Halbmarathon, 25 km de Berlin …) mit einer Schlussrunde im Olympiastadion enden lassen würde … diese Veranstaltungen würden bei weitem nicht einspielen, was Hertha an Jahresmiete zahlt (5,25 Mio.)

Verlässt Hertha das Olympiastadion, müsste der Senat das machen, was anscheinend sehr schwer fällt: selbst Ideen für ein Nutzungskonzept entwickeln


jonschi
11. April 2017 um 14:53  |  595393

Duda ist wieda da…..
Auf nach Mainz!!!


Uwe Bremer
Uwe Bremer
11. April 2017 um 14:54  |  595394

@schnitzel

Trifft sich die gemeinsame Arbeitsgruppe Hertha/Senat eigentlich schon und tauscht sich gegenseitig aus, wie von beiden Seiten angekündigt?

soweit ich es mitbekommen habe, ist es bisher so gelaufen:

29. März Gegenbauer, Preetz, Schiller haben sich mit Bürgermeister Müller und Sportsenator in die Hand versprochen, künftig miteinander zu reden in einer Arbeitsgruppe. Statt öffentlich übereinander.

7. April Schiller steht im Abgeordnetenhaus Rede und Antwort. Da wurde noch einmal das Vorhaben bekräftigt, in einem Arbeitskreis intern zu sprechen.

10. April Das nächste, was passiert: Der SPD-Kreisverband Charlottenburg lehnt eine Arena im Olympiapark ab. Fordert die Abkehr vom Vorschlag BRB. Und favorisiert das, was niemand will: Einen Umbau des Olympiastadions.
Sollten zwei der engsten Mitarbeiter des Bürgermeisters, der Vorsitzende des Kreisverbandes (Christian Gaebler) und sein Stellvertreter (Robert Drewnicki) daran beteiligt sein: Ganz bestimmt nur als Mitglied des Kreisverbandes. Und bestimmt nicht als Sport-Staatssekretär (Gaebler) und Planungsreferent im Roten Rathaus (Drewnicki) …


herthabscmuseum1892
11. April 2017 um 14:56  |  595395

@Uwe Bremer:

Kannst Du mir sagen, was Hertha BSC durchschnittlich ein Spieltag im Olympiastadion kostet (ohne Stadionmiete, die ich bei 5.250.000 : 17 = 308.000,00 EUR ansetze).

Sind in der jetzigen Jahresmiete auch zusätzliche Spiele (z.B. Jubiläums-Freundschaftsspiel und UEFA-Pokal-Spiele) mit abgegolten (ich denke, eher nein, oder?)?

Danke im voraus.


fechibaby
11. April 2017 um 14:57  |  595396

Das Olympiastadion in Berlin kann man
genauso ohne Hertha BSC nutzen wie das
Olympiastadion in München.

http://www.muenchen.de/veranstaltungen/orte/1247719.html

Und statt die Str. d. 17. Juni für Public Viewing
zu sperren kann man dafür ins O-Stadion
ziehen.


Uwe Bremer
Uwe Bremer
11. April 2017 um 15:01  |  595397

@herthabscmuseum

Ich gehe bei meinen Schätzungen davon aus:

Miete: 5,25 Mio. Euro
Anzahl der Spiele: 20

Es gibt Jahre, in denen Hertha ein, zwei Heimspiele weniger hat. Andere, in denen es ein, zwei mehr sind (wg. der vielen Pokal-Heimspiele). Ob das zwischen Hertha und der Stadionbetreiber-Gesellschaft auch so gerechnet wird (oder ob jedes Spiel einzeln, varierend je nach Zuschauerzahl …) weiß ich nicht.


herthabscmuseum1892
11. April 2017 um 15:05  |  595398

@Uwe Bremer am 11. April 2017 um 15:01 | 595397:

Danke sehr – die 5.250.000,00 EUR beinhalten also auch Sicherheit, Organisation, Energie und was sonst noch an Kosten anfällt (sozusagen „Warmmiete“)?


Bakahoona
11. April 2017 um 15:08  |  595399

Mmh – da hab ich mich vom Spatenstich bis Eröffnung in Gladbach täuschen lassen, was die Dauer der Umsetzung betrifft. Trotzdem bleib ich dabei, dass die Messe noch lange nicht gelesen ist. Ich bin da von naiver Zuversicht geprägt. Derzeit geht es noch um politische Eitelkeiten, meiner Meinung nach, aber das vergeht.


herthabscmuseum1892
11. April 2017 um 15:10  |  595400

@fechibaby am 11. April 2017 um 14:57 | 595396:

„Das Olympiastadion in Berlin kann man genauso ohne Hertha BSC nutzen wie das Olympiastadion in München.“

Das sehe ich anders, weil die Finanzierung des neuen Stadions die Zusatzveranstaltungen bedingt. Bayern München hat die Allianz Arena sozusagen aus eigenen Mitteln finanziert und ist eigentlich nie auf eine Zweitnutzung angewiesen gewesen (die Nutzung durch 1860 München lasse ich ‚mal außen vor).

Somit konkurrieren das Olympiastadion in München und die Allianz Arena nicht um Zusatzveranstaltungen, denn diese finden praktisch exklusiv im Olympiastadion München statt.


DreiPunkt
11. April 2017 um 15:11  |  595401

@UB: Danke für Deine Antwort.

Es stimmt natürlich, dass das Oly in diesem Szenario seinen Ankermieter verlieren würde.
Rechnet man allerdings die (geschätzten) 170 Mio mit ein, die Berlin an Ausgaben spart, da es nicht Olympiastadion UND Jahnsportpark sanieren muss, dann hat man schon einmal für über 30 Jahre die 5,25 Mio Miete wieder raus. Sozusagen.
Der Breitensport wäre dann quasi der „Ankermieter“. Beziehungsweise der Profiteur. =)
Vielleicht würde das dann auch den neutralen Berliner Steuerzahler etwas mehr auf unsere Seite bringen.


pathe
11. April 2017 um 15:12  |  595402

@fechibaby
11. April 2017 um 14:57 | 595396

„Und statt die Str. d. 17. Juni für Public Viewing
zu sperren kann man dafür ins O-Stadion
ziehen.“

Das würde dann aber sehr kuschelig mit mehreren 100.000 Zuschauern…


Opa
11. April 2017 um 15:14  |  595403

Wer hat den schwarzen Peter?
Es sollte Konsens sein, dass das Oly ohne Hertha ein Problem ist (übrigens wie zu den Zeiten, als Hertha seine Heimspiele im Poststadion austrug). Naja, 5 Mio. Mietausfall sind angesichts eines 25 Mrd. € Haushalts und eines nichteröffneten Flughafens mit 365 Mio. € Betriebskosten p.a. eher ein Problemchen. Was obendrein auch nicht Herthas Problem ist. Da gehe ich voll und ganz mit.

Wo ich nicht mitgehe, ist die Legende, dass der Senat (oder zumindest einflussreiche SPD Bezirksheinis) Hertha aus der Stadt ekeln würde. Hertha hat eine unternehmerische Entscheidung getroffen, die im bekannten „Wir bauen im Olympiapark oder in Ludwigsfelde – ein Umbau des Oly ist keine Option“ mündet. Diese Entscheidung hat Hertha getroffen, nicht der Senat. Insofern geht es um die Frage, inwieweit der Senat Hertha entgegenkommen kann (und will) und wo es Grenzen gibt. Die Signale, die wir wahrnehmen, sehen nicht danach aus, dass man im Senat sonderlich begeistert ist.

Dem Land Berlin werden bis auf die Umsatzsteuer aus den Spieltagen übrigens wenig Verluste entstehen, denn ich gehe davon aus, dass Herthas Sitz in Berlin bleiben wird und somit Gewerbe- und vor allem die Lohn- bzw. Einkommenssteuer erhalten bleibt. Die Touris, die in die Hornbacharena zu Ludwigsfelde einfallen, werden ja auch nicht in Genshagen übernachten, sondern nach Berlin reinfahren, weshalb Berlin finanziell vom Wegzug auch nicht so arg betroffen sein dürfte.

Der einzige Punkt, wo ich aus den bisherigen Ausführungen von UB vehement widersprechen würde ist dessen „Konsens“, dass Friedhelm „man muss nicht alle Spiele gewinnen“ Funkel uns das Derby geschenkt haben soll. Aber das würde von der Debatte ablenken, die sich gerade in eine durchaus richtige Richtung entwickelt.

Um das Restaurantbild mal aufzugreifen, ist es wohl eher damit vergleichbar, dass ein Kantinenwirt im Rathaus sagt, er brauche eine neue Location und würde dafür gern auf dem Hof ein Restaurant auf eigene Kosten bauen oder er müsse halt woanders bauen und das Rathaus ihm nur einen Umbau der nicht mehr geeigneten Räumlichkeiten anbietet. Wenn man sich dann ergebnislos trennt, würde niemand dem Rathaus ein „verjagen“ des Wirts vorwerfen. Vielleicht würde hier eine verbale Abrüstung der Debatte gut tun.

@K6610: Die zitierte Aussage war für Henkel Verhältnisse eine klare Abfuhr – das hat UB perfekt und de luxe auf den Punkt gebracht 😉

@herthamuseum: Frank Steffel ist alles mögliche, aber ganz sicher kein Freund von Hertha. Seine Phantasievorschläge zur Rettung von Hertha damals waren an Lächerlichkeit und Populismus kaum zu überbieten. Das einzige, womit er in Bezug zu Hertha auffällt, ist, dass er seinen Bruder zum Stänkern zu MVs schickt. Ansonsten soll er mal weiter um seinen Teppichladen und die Füchse kümmern, ich vermute, beide Aufgaben fordern ihn neben seinem Bundestagsmandat ausreichend, dass wir auf seine „Expertise“ verzichten können. Frag mal beim Grünflächenamt Tiergarten, wie die zu ihm stehen, als er öffentlich Druck ausübte, um den Rasen vorm Reichstag zu erneuern und als Konsequenz daraus in Mitte-Tiergarten kein Budget mehr für Park- und Spielplatzpflege da war. Steffel hatte übrigens auch vorgeschlagen, Hertha solle sich einen Namenssponsor fürs Oly suchen. Er hat ein gewisses Komikertalent, aber irgendwie finde ich ihn nicht witzig.


herthabscmuseum1892
11. April 2017 um 15:22  |  595404

@Opa am 11. April 2017 um 15:14 | 595403:

Mir ging es ausschließlich um seine Position (Obmann im Sportausschuss) und seine Aussage, die das Vorhaben von Hertha BSC augenscheinlich unterstützt:

„Zu einem starken Hauptstadtverein, gehört ein attraktives Stadion – in der Stadt. Daran muss jedem gelegen sein. Die Vorgaben dafür erfüllt weder das Olympia-Stadion noch ein Umzug aufs Brandenburger Land. Der Senat sollte Hertha in der Stadion-Frage bestmöglich unterstützen und den Verein nicht zu suboptimalen Entscheidungen zwingen.“


11. April 2017 um 15:36  |  595405

@opa

ich sag’s mal so, für Henkels Verhältnisse, war es das politikergenetische Rumgeeier ohne klare Stellung zu beziehen.

Aber es ist richtig, weder Steffels noch Henkels Meinungen, werden von großer Wichtigkeit sein für die Entscheidungen des heutigen Senats.
Müller und Geisel sind die, auf die es ankommen wird, wenn es um einen Spielort in Berlin geht oder nicht.


Exil-Schorfheider
11. April 2017 um 15:38  |  595406

herthabscmuseum1892
11. April 2017 um 15:22 | 595404

Was aber auch eher eine gedrechselte Aussage ist und wie gesagt das bisherige ablehnende Verhalten als Mitglied der Ex-Regierungspartei Berlins konterkariert.

#quasieinwendehals

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DreiPunkt
11. April 2017 um 15:11 | 595401

Das sind doch völlig verschiedene Töpfe, von denen man da redet.
Mit den Einnahmen durch den Ankermieter finanziert man die Unterhaltung. Ich möchte den „Breitensport“ sehen, der das zusammenbringt…


DreiPunkt
11. April 2017 um 15:42  |  595407

@E-S: Der Breitensport bringt nix. Natürlich nicht.
Aber dafür entfällt Unterhalt und Sanierung vom JSP und das wären – wie oben geschrieben – etwa 170 Mio, plus die laufenden jährlichen Kosten. Dafür kann man das Oly ein paar Jährchen betreiben.


11. April 2017 um 15:44  |  595408

Sehr gut, @opa. So sehe ich das auch. Es ist doch völlig klar, das huier beide Seiten erstmal ihre fundamentalen Interessen auftischen.
Da halte ich mich als Beobachter völlig raus. ich finde beide gleichberechtigt in ihren Interessen. Wird nicht einfach. Aber mit Attacken kommen sie nicht weiter.
Das Vorgehen der SPD, wie es @ub oben aufgezeichnet hat, ist allerdings ein herber Rückschlag für das Vertrauensverhältnis .


Jack Bauer
11. April 2017 um 15:50  |  595409

@Uwe Bremer:

Das altbekannte Hertha Problem. Man hat einfach zu viele Pokal-Heimspiele. 😉


Opa
11. April 2017 um 15:51  |  595410

@Museum: Ich wollte mich eigentlich nicht mehr über den Reinickendorfer Teppichhändler auseinandersetzen, der hat bisher nichts für Hertha getan und wird das auch zukünftig nicht tun. Weil er schlicht keine Relevanz hat. In dieser Frage übrigens sowieso nicht.

@DreiPunkt: Warum sollte der JSP wegfallen? Die Anlage wird für den Breiten- und den Behindertensport dringend benötigt. Auf dem Gelände hat u.a. Empor die Trainingsplätze für seine 1.700 aktiv Sport treibenden Mitglieder (was mehr als doppelt so viel sind wie Hertha hat, lt. letztem MV Protokoll treiben bei Hertha aktiv lediglich 725 aktiv Sporttreibende). Der JSP muss so oder so abgerissen und neu gebaut werden, weil ein derart dimensioniertes Stadion dringend benötigt wird (und übrigens auch als Ausweichstadion für Hertha, Union und den BFC).

Die spannende Frage ist daher: Was macht der Senat mit dem Oly ohne Ankermieter? Das ist allerdings tatsächlich nicht Herthas Problem.


schnitzel
11. April 2017 um 15:56  |  595411

Danke @ Uwe Bremer für 11. April 2017 um 14:54. Das liest sich erstmal recht positiv, die Gespräche laufen also hoffentlich sachlich orientiert unterhalb der Radarschirme weiter. Die aktuellen Meinungs-Äußerungen der unterschiedlichen Fraktionen, (Teil-)Organisationen und Politiker ordne ich eher als eine Art Säbelrasseln und als Einnehmen von Verhandlungspositionen ein.

Als Nächstes wird das Resultat des SPD-Parteitages interessant. Wenn es da Kräfte gibt, die für einen Umbau sind, frage ich mich, wie man ohne essenzielle Entscheidungsunterlagen einen Umbau-Beschluss treffen will – ohne zu wissen, wie man umbauen kann, wie hoch die Kosten wären (aus der Ferne betrachtet: viel teurer als der letzte Umbau), ob ein Umbau rechtlich überhaupt möglich wäre (v.A. Denkmalschutz), und wie man Hertha auf die nächsten 30-40 Jahre als Dauermieter binden will? Wie sähe aus ihrer Sicht das Worst-Case-Szenario aus – angenommen man baut um Hausnummer (bauchgefühlte) 400-500 Mio. um, Hertha verlängert aber den Mietvertrag nicht über 2025/2030 hinaus? (Ich traue der Politik durchaus ein Szenario zu, in dem zuerst umgebaut und erst danach um langfristige Mieten verhandelt wird)


DreiPunkt
11. April 2017 um 15:58  |  595412

@Opa: Der JSP würde als Kostenpunkt für den Senat wegfallen, weil Hertha hier ein eigenes Stadion bauen würde (siehe meinen Kommentar um 14:21 Uhr).

Die Sport treibenden Mitglieder von Empor bräuchten dann ein neues Zuhause.
Und als Ausweichstadion für Hertha, Union und den BFC stünde dann natürlich im Gegenzug das Oly bereit. =)

War aber nur eine Idee und ist vermutlich nicht umsetz- und vermittelbar.


sunny1703
11. April 2017 um 16:00  |  595413

Was macht Hertha wenn das Olympiastadion von Hertha nicht mehr bespielt wird?!

Der Senat holt Wintersportarten nach Berlin!

Oder wie wäre es mit public viewing von Hertha Spielen für kleines Geld ,weil viele sich die teuren rationierten Plätze auf der Grünen Wiese nicht mehr leisten können oder für Gäste die keine Karten aus dem Kontingent erhalten haben.

Möglichkeiten gibt es genügend,wenn der Senat es denn will.

lg sunny


Opa
11. April 2017 um 16:03  |  595414

@Apo: Naja, die Frage ist, wo es Kompromisslinien gibt und derzeit sehe ich da kaum Möglichkeiten, sich ohne Gesichtsverlust zu begegnen. Herthas Verantwortliche scheinen unbedingt und um jeden Preis die Lautnahsteil-Hornbacharena zu wollen, während der Senat es nicht so aussehen lassen will, als sei er erpressbar oder als hätte er Hertha vertrieben. Nach meinem Eindruck geht’s nur noch um eine gesichtswahrende Trennung, aber nicht mehr um konstruktive Lösungen, die innerhalb der Stadtgrenzen aber eh schwierig wären, allein schon wegen des Lärmschutzes. Weder im Olympiapark wird das einfach noch bei den Prenzelschwaben, zumal dann die Frage wäre, wohin mit dem Behindertensport und vor allem wohin mit Empor? Daher prognostiziere ich als Ergebnis mal, dass der Senat Hertha ein Angebot machen wird, was aber mit unerfüllbaren Bedingungen gespickt sein dürfte. Es macht für Hertha ja auch keinen Sinn, ein schlecht oder wenig nutzbares Stadion zu bauen. Wenn ich den Kasten außerhalb des Spielbetriebs innerstädtisch nicht nutzen kann (Stichworte: Infraschall, Veranstaltungsstätten-Lärmverordnung etc.) , dann kann ich auch aufs Land ziehen, wo es niemanden stört.

Und wenn ich an Stelle des Senats wäre, würde ich zumindest überlegen, ob sich nicht Veranstaltungen wie die Fanmeile ins Oly verlagern lassen. Oder Public Viewing von Spielen von Hertha LSC 😉


schnitzel
11. April 2017 um 16:04  |  595415

… Entscheidungsunterlagen = Entscheidungsgrundlagen …


sunny1703
11. April 2017 um 16:06  |  595416

@Opa

Die Idee mit dem Hertha public viewing hatte ich aber drei Minuten vor Dir, aber ich bin ja kein Pedant,machen wir halbe-halbe 🙂

lg sunny


Opa
11. April 2017 um 16:11  |  595417

@DreiPunkt: Es geht nicht nur um die 1.700 Emporsportler, sondern auch um die rund 27.000 MItglieder des Behindertensportverbands. Es geht um die Frage, wo man Veranstaltungen wie Leichtathletikmeetings, American Football oder Rugby abhalten will. Der Jahnsportpark ist für die nächsten Jahre mit vielen solcher Veranstaltungen ausgebucht. Das kann man nicht einfach ins Oly schieben, insbesondere den Behindertensport, das Oly ist tausend Jahre, äh Lichtjahre von einem Zustand der Barrierefreiheit entfernt.

Und ganz ehrlich: Zur Not lässt man das Oly verfallen, bis es irgendwann wieder gebraucht wird. Das Kolloseum in Rom besuchen jährlich übrigens 5 Mio. (!) Touristen, das wären bei 17 Spieltagen 294.117 Zuschauer pro Spiel 😉

@Sunny: Zwei Doofe, ein Gedanke


Kamikater
11. April 2017 um 16:12  |  595418

@hbsc1892
„Danke sehr – die 5.250.000,00 EUR beinhalten also auch Sicherheit, Organisation, Energie und was sonst noch an Kosten anfällt (sozusagen „Warmmiete“)?“

Nein. Das Stadion wird bei einem Samstags Spieltag (15:30) um 10:00 Uhr morgens übergeben. Die von dir aufgezählten Themen fallen als Kosten fast alle gesondert an.

Dazu gehören bei Spitzentagen 800 Ordner, zig Organisationspersonal, Gästebetreuung, Catering, etc.

Ob da die Energiekosten drin sind, ist mir nicht bekannt.

@opa
In 3000 Jahren kann man mit dem Oly bestimmt Geld verdienen.


Exil-Schorfheider
11. April 2017 um 16:15  |  595419

Opa
11. April 2017 um 16:11 | 595417

NIcht zu vergessen, die EL-Quali-Spiele von Hertha… 😉


Carsten
11. April 2017 um 16:28  |  595420

Ich persönlich glaube schon das ein Umbau möglich wäre vom Oly, nur könnte dann dort während des Umbaus kein Fußball mehr gespielt werden. Es müsste nur innen alles rausgerissen werden und nenn reines Fußballstadion reingesetzt werden. Denke schon das es gehen würde habe das schon einmal glaube ich gesehen irgendwo im Netz. Somit würde nur die Aussenfasade stehen bleiben. Nur die Kosten oh oh die würden bestimmt imens sein 😬


herthabscmuseum1892
11. April 2017 um 16:29  |  595421

@Kamikater am 11. April 2017 um 16:12 | 595418:

„Nein. Das Stadion wird bei einem Samstags Spieltag (15:30) um 10:00 Uhr morgens übergeben. Die von dir aufgezählten Themen fallen als Kosten fast alle gesondert an. Dazu gehören bei Spitzentagen 800 Ordner, zig Organisationspersonal, Gästebetreuung, Catering, etc. Ob da die Energiekosten drin sind, ist mir nicht bekannt.“

Wow, wenn Du das jetzt noch monetär beziffern könntest… 😉 .

Danke für die Aufklärung!


heiligenseer
11. April 2017 um 16:35  |  595422

@Public Viewing unserer Spiele im Olympiastadion: Vorsicht Freunde, das war bereits am letzten Samstag mein Vorschlag, da kommt ihr ein bisschen zu spät.

Also hier nochmal:
heiligenseer
8. April 2017 um 14:12 | 594850

Das ganze Problem lässt sich doch ganz einfach lösen:
2025 werden wir so geilen Fußball spielen und bereits so erfolgreich sein, dass ein einziges Stadion die Horden an Fans, die dem Serienmeister zujubeln wollen, gar nicht ausreichen wird.
Deshalb wird das neue Stadion in Ludwigsfelde gebaut, um die Eventfans und Claqueure abzuspeisen und im Olympiastadion wird es für die wahren Fans ab 2025 zu jedem Heimspiel ein Public Viewing geben. Die „ewiggestrigen“, „zurückgebliebenen“ oder wie auch immer man sie nennen möchte, erleben dann hier ihr ganz eigenes „Heimspiel“:
Hochprozentige Biere aus Flaschen, eine Pyroshow, die neidische Gästefans in Scharen ins Olympiastadion treiben wird, ein Opa (nicht unser Opa, der ist mit der Pyroshow und seinem Currywurststand schon genug beschäftigt), der von vergangenen Spielen der letzten 50 Jahre erzählen wird und in der Pause gibt es einen Schaukampf ausgewählter, natürlich in schwarz gekleideter, Heim und Gästefans.
Am Ende jeden Spiels entscheiden dann die Fans im Olympiastadion mit einem Daumen nach oben oder unten, ob der derzeitige Trainer noch ein weiteres Spiel an der Linie stehen darf.

Damit könnten doch nun wirklich alle leben. Für den Senat ist die Nutzung des Olympiastadions geklärt und unsere Hertha schnürt für alle Fans unvergessliche Veranstaltungen.


Kamikater
11. April 2017 um 16:41  |  595423

@hbsc1892
Das fällt ja größtenteils unter „Kosten Spielbetrieb“. Weiß gar nicht, ob das überhaupt irgendwo aufgeführt wird. Die Ordner werden ja z.B. von „Best“ eingekauft und das wird in Abstimmung mit dem VVK von Spiel zu Spiel vorher neu beurteilt.

Das Stadion als Solches kostet extra.

@heiligenseer
Sensationell! 😆


Blauer Montag
11. April 2017 um 16:47  |  595424

😆 holy sea 16:35 😆


sunny1703
11. April 2017 um 17:03  |  595425

@heiligenseer

Ich hoffe für Dich, da kommt nicht noch einer, der die Idee beansprucht! 🙂

lg sunny


nrwler
11. April 2017 um 17:52  |  595426

#Public Viewing
Soll das „(Fein-)Ironie“ sein, oder Kunst oder kann das Weg…
Schon jetzt will sich keiner die Hertha-Spiele im Oly angucken, und dann aber dort Public Viewing veranstalten wollen..?!
PS. bei @heiligenseer kann man sie ja noch erahnen… Aber sonst?

Oder der „Vergleich“ von @ub um 13:07…
Ich weiß zwar, dass Vergleiche hinken… Aber der?
Ohweia!

Naja, versteh eh nix mehr, hier!
(zumindest heute)


Better Energy
11. April 2017 um 18:02  |  595427

Hertha-Arena

Der Kreisverband der SPD hat also einen Beschluss zum Oly gefasst. Aber welchen?

https://www.spd-charlottenburg-wilmersdorf.de/dl/osb_kdv080417.pdf

Ich finde die dort artikulierte Forderung ziemlich frech:

„Hertha BSC sollte als Zeichen des guten Willens sofort seine Pläne für einen Stadionumzug nach Brandenburg und damit die Verlagerung des seit 125 Jahren in Berlin beheimateten Traditionsvereins in ein anderes Bundesland aufgeben.“

SOFORT! Platz Hertha! Wo sind wir denn eigentlich?

Keiner hat je vergessen, dass die die letzte Forderung für einen neuen Mietvertrag bei 9 Mio € pa lag. Nach dem Motto: Ihr könnt doch garnicht woanders hin und müsst im Oly bleiben…

Warum saniert der Senat nicht das Oly selber für die für den JSP bereitgestellten 170 Mio €? Auf dem Gelände des JSP kann dann das Einkaufscenter Schwabylon gebaut werden…


Lichtenberger
11. April 2017 um 18:11  |  595428

@Ubremer 11.27Uhr
Ähm…120 Millionen?…sind nicht mal die Hälfte von der Summe für den geplanten Neubau?…in 28 Jahren?…
Wenn Hertha (nurmal angenommen) im Jahre 2000 diese Summe in ein eigenes Stadion investiert hätte…wäre es nich auch schon wieder …sanierungsbedürftig?
Sorry, Fragen über Fragen…und KEINE Antworten! (für mich)
Blauweisse Grüße azs Lichtenberg


schnitzel
11. April 2017 um 18:28  |  595429

@ Lichtenberger: Besonders der Folgesatz vom Blogpapi (11:27) ist interessant: Mietpreise sind stetig steigend. Aktuell bezahlen wir m.W. über 5 Mio. p.a. allein für die Stadionmiete. Hochgerechnet auf 40 Jahre (reale Nutzungsdauer eines Neubaus, vorbehaltlich Instandhaltungs-Maßnahmen) sind das schon über 200 Mio., die wir nicht für Stadionmieten ausgeben müssten. Und werden Namensrechte verwertet, kann man einnahmenseitig vorsichtig geschätzt mit 2 Mio. p.a. = 80 Mio. über die 40 Jahre rechnen. Dies nur 2 milchmädchenhafte Aspekte einer in Summe eher komplexen Berechnung des Business Cases (kurz gefasst: der Neubau IST ein Business Case).


Better Energy
11. April 2017 um 18:50  |  595438

—->>>>> da geht es weiter ——>>>>


Baller-Toni
13. April 2017 um 17:28  |  595708

Ja, das ist schon sehr „lustig“, wie
a) sich die SPD Wilmersdorf von zwei Senatsbeamten einspannen lässt und
b) wie man von Hertha per lokalen Parteibeschluss (!!) ein „Zeichen guten Willens“ erwartet, nämlich die ersatzlose Aufgabe der eigenen Planungen.

Dreister geht es nicht. Entweder sind da Stümper am Werk, oder die sind so arrogant, dass sie nichts mehr merken. Spitzenbeamte, my Ass! Beim nächsten Mal beschließt diese Furztruppe, dass Mercedes Benz „als Zeichen guten Willens“ binnen zwei Jahren aus der PKW-Produktion aussteigt, des lieben Weltklimas zuliebe, beispielsweise.

Es ist ja nicht so, dass ich einen Umzug nach Brandenburg für eine gute Idee halten würde, aber derartige Parteibeschlüsse…

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