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Donnerstag, 27.4.2017

Herthas Torwart-Setting 2017/18

(ub) – Habe zu einer Frage, die Euch beschäftigt hat, heute nachgehakt. Also, das Torwart-Tableau von Hertha für die Saison 2017/18 sortiert sich so:

  • Rune Jarstein (32) steht bei Hertha unter Vertrag bis 2019.
  • Thomas Kraft (28) hat einen neuen Kontrakt, der finanziell an seine veränderte Position (als Nr. 2) angepasst ist, der ebenfalls bis Juni 2019 datiert ist.
  •  Marius Gersbeck (21), mit ihm wird laut Manager Michael gesprochen über eine weitere Ausleihe für ein Jahr.

 Preetz: „Nach einem Jahr Spielpraxis in der 3. Liga dann idealerweise in der 2. Liga. Am liebsten mit seinem bisherigen Klub, dem  VfL Osnabrück. Sollte der nicht aufsteigen, gibt es auch andere Möglichkeiten.“

  • Nils  Körber (20) benötigt nach seiner langen Verletzung vor allem Spielpraxis. Die soll er bei der U23 von Hertha in der Regionalliga bekommen.

Wie mutet Euch der Gesamtzusammenhang auf der Torwart-Position an? Mein Eindruck ist: Klingt wie ein Plan.

Weniger Fußball, mehr Individualtraining

Ein anderes Thema auf der Pressekonferenz vor der Partie am Samstag bei Werder Bremen war der Umgang mit den vielen Muskelverletzungen, die Hertha gerade hart treffen (Plattenhardt, Brooks, Stocker, Weiser …).

Trainer Pal Dardai erzählte von einer internen Diskussionsrunde gestern. Er hat Zusammenhänge erklärt, wie sie sich ihm darstellen. Und Veränderungen angekündigt. Demnach wird Hertha in der kommenden Saison weniger Fußball und mehr individuell trainieren (hört rein ins Video).

Feindbild Ultras

Christian Seifert, Vorsitzender Geschäftsführer der Deutschen Fußball-Liga (DFL) hat sich in einem Hintergrundgespräch über diverse Themen, auch über Ultras geäußert. Im Kicker wird Seifert so zitiert:

Seifert: „Es steht außer Frage: Die Verhaltensweise von einigen Fans ist asozial – das hat nichts mehr mit kritischer Meinungsäußerung zu tun“.

„In Wahrheit sind diese Personen die Totengräber der Fankultur, um die es ihnen angeblich geht. Es geht hier um das Ausloten persönlicher und vielleicht juristischer Grenzen unter dem Deckmantel der Fußballkultur.“

„Das Problem sind nicht die Stehplätze, sondern manche, die da stehen.“

„Da verzichte ich lieber auf eine Choreografie, wenn der Preis dafür Gewalt-Exzesse und Pyro sind.“

„95 Prozent der Zuschauer ist nicht mehr klarzumachen, warum Stadien aussehen wie militärische Krisengebiete, weil über der Stadt die Hubschrauber kreisen und vermummte Polizisten herumlaufen. Wenn das alles nötig ist, um die vermeintliche Fußballkultur zu schützen, sollten wir darüber nachdenken, was wir unter Fußballkultur verstehen.“

„Die anderen 50.000 im Stadion und der DFB tun mehr für die Fußballkultur als die, die Böller abschießen oder Plakate hochhalten oder Raketen in die Blocks schießen.“

Meine5Cent: Habe Christian Seifert auf einer Veranstaltung im Februar in Berlin als besonnene Person kennengelernt, mit sehr umfangreichem Wissen und einiger Lebenserfahrung.  Bei diesem Hintergrundgespräch (in Frankfurt) war ich nicht dabei. Schon klar, für solche Äußerungen wird Seifert Beifall von populistischer Seite erhalten. Aber mit solch‘ einseitigen, undifferenzierten Äußerungen wird er sich und der Liga keinen Gefallen getan haben.

Training am Freitag unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Die Sortierung der Hertha-Torwarte 2017/18 finde ich ...

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143
Kommentare

27. April 2017 um 16:58  |  597860

Ha!


pathe
27. April 2017 um 17:01  |  597861

Ho!


boulette in Thüringen
27. April 2017 um 17:01  |  597862

He!


psi
27. April 2017 um 17:09  |  597863

Hertha BSC!


del Piero
27. April 2017 um 17:16  |  597864

Meistens an der Spree 😆


hurdiegerdie
27. April 2017 um 17:29  |  597865

Ich befürchte, ich bin Populist.


kczyk
27. April 2017 um 17:30  |  597866

„… Ich befürchte, ich bin Populist…“

*denkt*
das geht mr doch am arsch vorbei


Ursula
27. April 2017 um 17:34  |  597867

*weiß*

…und befürchtet es nicht, ich bin
„Populemiker“ und sehr gern und
das aus Überzeugung….


kczyk
27. April 2017 um 17:40  |  597868

*denkt*
deshalb lieben wir unsere ursula.
seinen humor verstehen nur wenige.
ihre anwesenheit hier aber verstehen noch weniger.


Traumtänzer
27. April 2017 um 17:51  |  597870

#Seifert
So rein prinzipiell kann ich mit den meisten Äußerungen ja voll mitgehen. Man fragt sich ja schon, was das für eine Fußballkultur ist, die von Helikoptern und Polizeihorden begleitet ist. In einem Punkt bleib ich ihm gegenüber aber tatsächlich etwas kritisch: Ob nun DFB und DFL am Ende für sich in Anspruch nehmen können, die wahren Lordsiegelbewahrer von Fußballkultur zu sein, mag ich mir auch nicht so recht vorstellen. Dafür hängt das Diktum „Geld“ inzwischen über zu Vielem beim Fußball. Ob es da so schlau ist, dem alles immer unterzuordnen, bezweifle ich tatsächlich schon auch. Aber ansonsten, auf Fußballkultur, die auf Gewalt aufsetzt, hab ich keine Lust.


kczyk
27. April 2017 um 17:59  |  597871

*denkt*
da stehen also 2 G’s gewaltbereit gegenüber.
die gewalt auf der einen seite, die gier auf der anderen.
und alles was der gier entgegensteht, wird letztlich als gewalt bezeichnet.
so schaukelt sich hoch, was beide seiten friedlich begonnen haben.


Spree1892
27. April 2017 um 18:38  |  597874

Seiferts Worte sind für mich leider nicht nachvollziehbar. Was er noch weiter schnürt, ist der „Hass“ (wenn man das nennen darf?) gegenüber Verband und Polizei. Ein bisschen nachdenken sollte er schon. Wir haben Ende 2012 gesehen, wie ruhig im Stadion es ist, wenn die „Ultras“ bzw große Teile der Fanszenen schweigen. Wollen wir sowas?

Ultras ist die größte Bewegung in Deutschland. Rund 20.000 Personen sind das und nicht mal ungebildete Leute. Viele haben ganz normale Familie, gute Jobs etc. Es gibt sogar Ultras die Rechtsanwälte sind und andere diverse Jobs ausüben. Man sollte sie nicht unterschätzen!


backstreets29
27. April 2017 um 18:39  |  597875

@kczyk
Das ist nicht nur im Fussball so.
Alles was einem „grösseren Ziel“ oder eine Ideologie
entgegensteht, wird diffamiert und so in eine Schublade
gesteckt.
Das ist eher ein gesellschaftliches Problem.


HerthaBarca
27. April 2017 um 18:49  |  597876

#Torwartfrage
Was ich so die letzten Tage hier lesen durfte…..

…ist unsere sportliche Leitung vielleicht doch blickiger, als ihr zum Teil unterstellt wird?
Ich behaupte mal, ja!

…sowie mehr Intellekt, als unterstellt?
Ich behaupte mal, ja!


backstreets29
27. April 2017 um 18:57  |  597877

@HerthaBarca

Also das mit mehr Intellekt ist ja wohl eine böswillige Unterstellung.
Ausserdem fehlt uns der Intellekt ja auch auf der Trainerbank…..man denke nur wie grossartig sich da Nagelsmann und Tuchel gerieren.


HerthaBarca
27. April 2017 um 19:02  |  597878

@backs
Ist mir schon klar, dass der jetzt eingeschlagene Weg nur deswegen umgesetzt wird, weil in den letzten Tagen unser Blog intensiv verfolgt wurde! 😇


backstreets29
27. April 2017 um 19:04  |  597879

@Barca
Ich sehe wir verstehen uns mal wieder blind 😉


kczyk
27. April 2017 um 19:05  |  597880

„… man denke nur wie grossartig sich da Nagelsmann und Tuchel gerieren …“

*denkt*
mit mehr qualität im kader quält es sich leichter


backstreets29
27. April 2017 um 19:33  |  597881

Ironie ist eine Sprache, die nicht jeder spricht 😉


sunny1703
27. April 2017 um 19:37  |  597882

Die Ultras sind NOCH nicht überflüssig, insbesondere in einem offenen und sich verlaufenen Stadion wie dem Olympiastadion, doch wehe es geht in einen Fußballtempel mit reduziertem Kartenangebot. Wer da der TV Show Fußball entgegensteht,sei es durch Dinge wie Protest durch Spruchbändern oder Pyros, Knallkörper usw und dann auf deutlich verbilligten Plätzen sitzt, wird überflüssig gemacht.
Choreogruppen können bezahlt werden, Sound kann zum Anheizen als playback kommen,aber wahrscheinlicher ist das Schaffen eines Hallenerlebnis durch Klatschpappen auf jedem Platz.

Die Worte von Seiffert überraschen mich nicht im Geringsten, ich habe schon öfters darauf hingewiesen, dass die Ultragruppen Gefahr laufen sich selbst abzuschaffen,von dem Pyroquatsch ganz abgesehen, aber ihre Form der Unterstützung durch 90 Minuten von Chefanfeurern animierten Lärm ist zu leicht ersetzbar.

Diese Gruppen können durch brave Gruppen gesteuert durch die Medien oder den Verein organisert werden,sie können aber auch als Antwort an eine besser verdienende junge Klientel gehen, für die der Lärm im Fußballtempel ein cooles Event ist. UND VOR ALLEM die die teuren Preise bezahlen.

lg sunny


27. April 2017 um 19:47  |  597883

17:59…. GG, wie grenzgenial


Ursula
27. April 2017 um 19:51  |  597884

Im „tiefen Herzen“ denke ich ja auch,
dass Intellekt total überschätzt wird…

Wie viel Blogger verstehen sich HIER
blind, ohne intellektuell zu sein, aber
sie tun so, als ob sie es wären…

Das ist der erste Schritt zur Erkenntnis,
dass selbst Arroganz nur unsere ganz
persönliche Bewertung ist!

Arroganz ist letztlich nur ein Selbstschutz…

…und der erste Schritt, mit Selbstbewusstsein
den eigenen Minderwertigkeitskomplex zu
kompensieren, also „nicht der Rede wert“!

Es sei denn, man wäre feingeistig ironisch!
Aber um das uneigeschränkt zu verstehen,
benötigt man wieder einen Dolmetscher!

UND was hat das mit Intellekt zu tun, nichts!
Denn „NEID“ ist die Wurzel allen Übels, oder…?


monitor
27. April 2017 um 19:57  |  597885

Die Sortierung der Hertha-Torwarte 2017/18 finde ich …

Antwort E:
nachvollziehbar!


27. April 2017 um 20:03  |  597886

Die Sortierung der Hertha-Torwarte 2017/18 finde ich …

überzeugend (meine Stimme)


27. April 2017 um 20:07  |  597887

Wir haben Ende 2012 gesehen, wie ruhig im Stadion es ist, wenn die „Ultras“ bzw große Teile der Fanszenen schweigen. Wollen wir sowas?

Mein klares JA. Ich brauche keine monotone Dauerbeschallung mit Getrommel und Getröte vom Anpfiff bis zum Abpfiff.


monitor
27. April 2017 um 20:13  |  597888

Ultras
Irgendwie trifft schon alles zu, was der Herr Seifert sagt, nur nicht auf jeden.
Das ausloten von Grenzen ist mit Sicherheit ein Bestandteil des harten Kerns der schwarz Vermummten, ähnlich wie bei den politischen Demos.
Da steht nicht das Thema im Vordergrund, sondern der Raum, der die exzessive persönliche Entfaltung erst ermöglicht. Ähnlich wie bei den Hooligans.

Aber worüber reden wir? Wieviele Selbstdarsteller sind unter den vielen Fans in der Kurve. Das gleiche Problem haben die in Dortmund auch, wo eine kleine Klientel extrem gewaltbereiter Fans dem großen friedlichen Rest in der Süd ihre Meinung und Haltung aufzwingen wollen. In anderen Stadien wird es entsprechend sein, weil gesellschaftliche Phänomene sich am ehesten im Fußball zeigen. Viele Interessierte und viele Beteiligte.
Somit viel Aufmerksamkeit.
Man müßte mal ernsthaft erforschen, was diese Menschen antreibt.
Die Lösung dieses Problems liegt mit Sicherheit nicht im Stadionverbot!


kczyk
27. April 2017 um 20:13  |  597889

„… Wollen wir sowas? …“

*denkt*
ich find’s gut


monitor
27. April 2017 um 20:16  |  597890

@BM
Ich habe das nur geschrieben, weil nachvollziehbar nicht zur Auswahl stand.
Warum hast Du das „überzeugend“ geschrieben, wo doch ein Klick ausgereicht hat?


27. April 2017 um 20:23  |  597891

Damit du weißt, was ich angeklickt habe und (nicht nur) wir beide uns darüber unterhalten können monitor
27. April 2017 um 20:16 | 597890.


monitor
27. April 2017 um 20:23  |  597892

@BM
Das ist ein guter Grund! 🙂


monitor
27. April 2017 um 20:33  |  597893

Man weiß ja nie, was in Köpfen der Beteiligten so herumspukt, mir fällt da ein Spruch meiner Oma ein:
„Der Spatz in der Hand ist besser, als die Taube auf dem Dach!“

Also haben Hertha und Thomas Kraft jeweils für sich entschieden, mit der Situation jetzt weiß ich was ich habe, alles andere ist Spekulation. Und so sind sie übereingekommen den Vertrag zu verlängern.
Für mich ist das vernünftig, somit nachvollziehbar.
Überragend wäre aus meiner Sicht eine Situation wo Hertha einen absehbaren Riesenvorteil genieren könnte.
Bspw. ein etablierter Torwart aus dem Euroraum ist bereit, bei Hertha die Nummer 2 zu geben, so wie seinerzeit Rune Jahrstein. Höchstwahrscheinlich entpuppt der sich wie Rune als ungeschliffenes Juwel.
Das wäre dann für mich „überragend!“


hurdiegerdie
27. April 2017 um 20:38  |  597895

Seid ihr euch sicher, dass Seifert über „die“ Ultras allgemein spricht.
Ich war beim Interview nicht dabei, ich lese Ultras nur in der Anmoderation.

Seifert spricht von „einigen“, von „manchen“, von 50, von 0.1% unter 50’000. Vom (letzten) harten Kern, der über Prävention nicht mehr zu erreichen ist.

Ich lese das völlig anders.

Ich lese da raus, dass es um die wenigen Vereinzelten geht. Er will deshalb ja auch falsche Aktionen (Stehplätze verbieten) eben nicht, um keine Solidaritätsreaktion mit diesen Wenigen auszulösen.

Es geht um die, denen es gar nicht um Fussballkultur geht, sondern dem Ausloten, was unter dem Deckmantel Fussballkultur möglich ist.

Wie gesagt, ich lese das anders.


monitor
27. April 2017 um 20:41  |  597896

@hurdie
Ich sehe da Parallelen in unserer Meinung.


Kaj
27. April 2017 um 20:44  |  597897

@Blauer Montag: Ohne ein zu großer Fan der Ultrafan-Kultur bzw. Subkultur zu sein.
Es geht ja auch nicht darum, was der einzelne Besucher „braucht“ oder nicht. Es geht ja eigentlich(!) um die Unterstützung der Mannschaft („support“). Nicht um die akkustisch/musikalische Beschallung der restlichen Stadionbesucher. Zumindest würde ich das so einschätzen. 😉


Kaj
27. April 2017 um 20:50  |  597898

„… Marius Gersbeck (21), mit ihm wird laut Manager Michael gesprochen über eine weitere Ausleihe für ein Jahr. …“

—-

@Uwe Bremer: Interpretiere ich daraus dann richtig, dass als nächstes auf Hertha-Checklist die Vertragsverlängerung mit Marius Gersbeck somit anstehen dürfte?


27. April 2017 um 20:56  |  597899

Ob die Mannschaft 90 Minuten Getrommel und Getröte als Unterstützung versteht weiß ich nicht. Im übrigen sehe ich Parallelen in meiner Meinung zu hurdie und monitor. Leider gibt es einen harten Kern von Gewalttätern, welche sich als Fußballfans kostümieren und über Prävention nicht mehr zu erreichen sind.


backstreets29
27. April 2017 um 20:57  |  597900

Mal eins vorweg:
Ich schätze die Arbeit und das Engagement der Ultras ungemein.
Ohne diese Gruppierungen wäre in den Stadien ziemlich tote Hose.

Was ich aber entschieden ablehne, und das nicht nur im Stadion, ist,
dass man andere gefährdet, belästigt oder in irgendeiner anderen Form
beeinträchtigt, um eigene Interessen durchzusetzen.

Auffallend ist für mich, dass Pyro fast nur noch von „Auswärtsfans“ gezündelt wird. Von daher denke ich dass die Kurven das in den Heimstadien ganz gut im Griff haben


monitor
27. April 2017 um 21:15  |  597901

@backstreet
Andersherum gesehen wäre es kein Problem, wenn in den Stadien tote Hose wäre, weil es denn ja überall gleich wäre und man keinen Unterschied feststellen könnte. Somit wäre der Vorteil weg und Hertha könnte im Oly bleiben! 🙂

😉


kczyk
27. April 2017 um 21:19  |  597902

„… weil es denn ja überall gleich wäre und man keinen Unterschied feststellen könnte …“

*denkt*
und dann käme hoffenheim mit ihrer nervenden tröte


monitor
27. April 2017 um 21:19  |  597903

Vielleicht würden sich dann die nicht organisierten Zuschauer auf der Gegentribüne wieder regen, weil die „Kulissenarbeiter“ ja nicht mehr als Ausrede dienen.


monitor
27. April 2017 um 21:22  |  597904

@kczyk
Irgendeiner kommt kommt immer mit einer tollen Idee und macht das was Spaß macht, kaputt!
So hat es mit der CL auch angefangen. 😈


27. April 2017 um 21:25  |  597905

Ich finde es ungemein wichtig, dass die Jugendkultur als das gesehen wird, was sie ist: hoch erfreulich, engagiert und dass die etwas radikaleren Kräfte unter ihnen eben auch dazu gehören. Anstrengend sind, aber sehr willkommen.
Und ebenso eindeutig klar muss es ihnen sein, das niemand, auch sie selbst nicht, dulden dürfen , dass Gewalt und Gefährdung anderer aus ihrer Mitte entspringt und sie den Fussball und sich selbst damit abschaffen


monitor
27. April 2017 um 21:31  |  597906

@apo
Das kannst Du nicht verhindern.

Ich mache es kurz, auch wenn es so im Detail nicht stimmt.
Ich schlage heute meine Hände über Dinge über dem Kopf zusammen, die ich früher zeitenbereinigt unheimlich cool fand.
Die Entrüstung der Alten gehörte damals dazu.


Tojan
27. April 2017 um 21:31  |  597907

seifert umgeht wie immer eine ganz entscheidende fragen, was die situation im stadion angeht: wozu braucht man für eine zahl von ca 100 gewaltbereiten fans pro verein, die meisten davon namlich bekannt, eine drohkulisse und mehrere hundertschaften an polizei?

wenn die ultras so ein problem sind, warum macht denn die DFL gerade mit ihnen werbung für die liaga?

und zu allen die hier meinen, die stimmung der ultras sei unnötig. findet ihr die stimmung bei länderspielen aktuell also super?


27. April 2017 um 21:34  |  597908

OT:

Für Interessierte:

In Zeiten der totalen Fußball-Kommerzialisierung habe ich zum Vergleich zu früheren Zeiten auf meiner Twitter-Seite hbscmuseum1892 die Gewinn- & Verlustrechnung 01.07.1977-30.06.1978 und die vorläufige Bilanz zum 30.06.1978 von Hertha BSC veröffentlicht.


kczyk
27. April 2017 um 21:40  |  597909

*denkt*
1978 – da lag der spritpreis je liter noch bei unter 1 DM


monitor
27. April 2017 um 21:41  |  597910

@Tojan
Dann laß doch mal die Polizei zu Hause.
Dann wirst Du sehen wie viel 100 Gewaltbereite anrichten können, wenn keiner da ist, der darauf vorbereitet ist.
Dann schreien die Ultras aber, das sie vom Staat an die Hooligans schutzlos ausgeliefert wurden um die Fanszene zu unterminieren.
Klingt wie „Henne und Ei“

Die Stimmung bei wichtigen Länderspielen war nie so schlecht, wenn Deutschland ein gutes Spiel ablieferte. So meine Wahrnehmung.


27. April 2017 um 21:43  |  597911

@kczyk am 27. April 2017 um 21:40 | 597909:

Eine Bilanzsumme von etwas über 800 TEUR – da bräuchte Ingo Schiller heutzutage wohl nur 1 x pro Woche im Büro erscheinen – wenn überhaupt 😉 .


monitor
27. April 2017 um 21:44  |  597912

@kczyk
Das beste am Euro war, daß der Benzinpreis mal wieder kurz unter 1,00 war. Da kamen Erinnerungen an unbeschwerte Jugendzeiten wieder hoch. Hielt aber nicht lange an! 🙁


kczyk
27. April 2017 um 21:45  |  597913

@hertha1892 – da hatte der fan noch kultur.
aber auch die stadionwurscht.

es liegt an der wurst


monitor
27. April 2017 um 21:46  |  597914

1978
Das Benzin war ein stabiler Preisfaktor.
Ich tankte immer für einen Zehner!


kczyk
27. April 2017 um 21:49  |  597915

*denkt*
wer heute meint, seine jugend war unbeschwert, hatte nie auswahlprobleme oder er wird vergesslich


kczyk
27. April 2017 um 21:56  |  597916

„… Ich tankte immer für einen Zehner! …“

*denkt*
den rest des weges kann mann gut zu fuß zurücklegen


monitor
27. April 2017 um 21:57  |  597917

@kczyk
wer glaubt: „wer heute meint, seine jugend war unbeschwert, hatte nie auswahlprobleme oder er wird vergesslich“

-vergißt, daß unbeschwerte Jugend nur eine Redensart ist.
-schließt aus, daß unbeschwert auch die zwangsläufige Körperfülle mit zunehmenden Alter beschreiben kann, die man in der Jugend noch nicht kannte.


Tojan
27. April 2017 um 21:57  |  597918

@monitor
ich habe nicht davon gesprochen sie zu hause zu lassen, sondern bei den einsätzen verhältnismäßigkeit walten zu lassen 😉

schau mal nach NRW, wo auf grund von personalmangel bei den meisten spielen das polizeiaufgebot massiv reduziert wurde. ist deswegen mehr passiert? nein.

wurde eigentlich irgend einer der steinewerfer von dortmund bisher strafrechtlich belangt? nein? dann hat man ja vllt mal ein ansatzpunkt, warum es einige einfach nicht lernen wollen.


Uwe Bremer
Uwe Bremer
27. April 2017 um 22:00  |  597919

@hurdie

für Dich anbei die oben genannte Quelle des Kicker mit Link hier

Und, falls Du der Meinung bis, der Kicker kann das natürlich alles ganz falsch verstanden haben, eine andere Quelle eines anderen Journalisten, der beim Hintergrund-Gespräch mit Seifert dabei war – Reviersport – hier

Auch die Dachorganisation der Fans „Faszination Fankurve“ hat das Thema zusammengefasst – hier

Die Einordnung in diesem Text:

Die bei immer mehr Vereinen größer werdende Kluft zwischen Ultras und Vereinsverantworlichen, zum Beispiel in Mönchengladbach, Leverkusen, Nürnberg oder Mainz, scheint sich nun auch auf Verbandsebene zu verhärten.

Fazit: Man kann den Eindruck gewinnen, dass die oben (samt Quelle) genannten Zitate sich exakt mit dem beschäftigen, was in der Anmoderation gesagt wird: mit Ultras, wie sie Christian Seifert zu sehen scheint


apollinaris
27. April 2017 um 22:02  |  597920

@tojan…..Daumen hoch. Guter Anstoss.
@ montor: Zehner für den Tank……😎👋


monitor
27. April 2017 um 22:04  |  597921

@Kczyk
Hast Du 1978 mal für einen Zehner getankt?
Das war weder ein Groschen, noch ein Fuffziger. Auch kein Sechser. Kein Heiermann oder Zwickel. Es war eben ein Zehner. Ein Zehntel von einem Hunni. Von dem hat man in unserem Alter allerdings meistens nur geträumt.
Mit dem zu Tanken war Sprit für ca. 3-5 Tage.
Da war kein Rest, den man zu Fuß laufen mußte.


kczyk
27. April 2017 um 22:04  |  597922

@monitor – wohl wahr.
damals war auch ich gertenschlank.
die bandscheiben machen es nicht mehr so, wie ehemals.
nun verteilt sich die masse nicht mehr auf 192 cm.
irgendwie schaut es auch bei mir zwischenzeitlich etwas gedrungen aus 🙂


kczyk
27. April 2017 um 22:07  |  597923

@monitor – schon damals habe ich grundsätzlich vollgetankt.
hat immer um die 70 DM gekostet


hurdiegerdie
27. April 2017 um 22:10  |  597924

Ich versuche es nochmal. Es geht nicht um die Ultras an sich, Spree1992 sprach von 20’000.

Es geht um die „Gewaltsuchenden“, die oft gar nicht in den offiziellen Ultragruppen sind.

Gewaltsuchende (Fans vermeide ich hier) liegen bei um die 1’500. Sie sind also auch, wenn sie vermutlich nur zum Teil in den offiziellen Ultragruppen sind, selbst dort nur ein kleiner Teil.
Es geht nicht darum die Ultras verstummen zu lassen, es geht um den statistisch kleinen Teil von, wie sagt man hier, Hirnentkernten.

Von denen spricht Seifert. In allen direkten Zitaten hört man bei Seifert nie das Wort Ultras (zumindest, was ich lesen kann). Der ist doch nicht doof. Der weiss, dass es nicht um Ultras „allgemein“ geht.

Backs hat das gesagt, da beginnt eine Selbstkontrolle innerhalb der Fanblocks zu entstehen. Ich meine, ich habe es über Frankfurt gelesen, dass dort selbst das Unmögliche, Leute aus dem harten Kern zu outen, anfängt. Weil es den Ultras auch langsam auf den Keks geht, wegen einiger weniger in die falsche Ecke gestellt zu werden.

Selbst den Ultras beginnen die Hirnentkernten auf den Geist zu gehen, und die Solidarität bröckelt.

Deshalb glaube ich, dass das, was Seifert sagt, nicht populistisch oder populemisch ist.

Die teilweise völlig überzogene Polizeigewalt gegen zu viele, ist ein anderes Thema, m.E.


monitor
27. April 2017 um 22:17  |  597925

@kczyk 22:07
Das konnte ich mir praktisch nie leisten
Ich habe gern meine Mutter für ein paar Kilometer chauffiert, weil es immer „Benzingeld“ gab.
Mein Auto war so etwas wie mein erstes eigenes Refugium.
Mein Sohn ist da ganz anders drauf. Für den ist ein Auto nur ein Kostenfaktor.
Die Zeiten ändern sich!


Uwe Bremer
Uwe Bremer
27. April 2017 um 22:21  |  597926

@hurdie

warum verstehen die Medienvertreter, die bei dem Termin mit DFL-Chef Christian Seifert waren, vom Sportinformationsdienst, vom Reviersport, vom Kicker … dass die Rede von Ultras war?

Du, der Du nicht dabei warst, weiß:

Es geht nicht um die Ultras an sich


27. April 2017 um 22:25  |  597927

Ich würde es sehr begrüssen, wenn Seifert es so gemeint hat, wie @hurdigerdi ihn verstanden hat. Sollte es Ärger geben, wäre es ein Leichtes, dies noch mal im Nachhinein zu verdeutlichen
Ich selbst halte die Formulierungen Seiferts für nicht sehr glücklich gewählt , sollte es in hurdis Sinne gemeint gewesen sein
Das könnte man klarer und unmißverständlicher sagen


hurdiegerdie
27. April 2017 um 22:26  |  597928

Uwe Bremer
27. April 2017 um 22:00 | 597919

Hast du mir ein wörtliches Zitat von Seifert, wo er von DEN Ultras spricht?
Ich finde keines in allen drei Links. Auf Ultras verallgemeinert wird immer nur im Beitext Stellung genommen.

Es geht NICHT um die Ultras allgemein.


Tojan
27. April 2017 um 22:28  |  597929

@apo
und so wie immer wird hier auf bestimmte ansätze nicht eingegangen, sondern andere baustellen aufgemacht…


monitor
27. April 2017 um 22:31  |  597930

Wie so oft teile ich @Hurdies Gedankengänge.
Es geht darum die wenigen Extremprotagonisten von den wirklichen Fans zu trennen.
Das geht nicht ohne die Fans mit ins Boot zu nehmen und dieses „wir Fans gegen die Cops“ zu durchbrechen.

Ob das so alte Männer wie im DFB und DFL und wo sonst noch, hinbekommen können, glaube ich eher weniger .
Aber denen geht es ja auch nicht um Fußball, sondern um ihre Privilegien. Somit sind positive Überraschungen nicht erwünscht oder eingeplant.


Tojan
27. April 2017 um 22:32  |  597931

wenn man das wir gegen die cops (und verbände) brechen möchte, sollte man vllt mal seinen strafenkatalog überdenken und nicht unreflektierte interviews führen…


hurdiegerdie
27. April 2017 um 22:34  |  597932

Uwe Bremer
27. April 2017 um 22:21 |

Also mehr als mehrfach sagen, „wie ich es gelesen habe“, „m.E.“, i“ch war nicht dabei“, kann ich ja nicht. Noch vorsichtiger formulieren kann ich es ja meiner Meinung nach nicht.


kczyk
27. April 2017 um 22:41  |  597933

wollen wir einmal annehmen, seifert meinte tatsächlich DIE ultras.
was ist das anvisierte ziel seiner aussage ?
möchte er in den fußballstadien während der spiele eine atmosphäre wie in einem opernhaus schaffen?


Tojan
27. April 2017 um 22:42  |  597934

@kczyk
er möchte glaub ich vor allem ein alles beklatschendes puplikum, welches seine grandiosen pläne nicht kritisiert…


kczyk
27. April 2017 um 22:46  |  597935

ok – beklatschen wir seinen moch nicht artikulierten vorschlag eines krawattenzwangs in den stadien


27. April 2017 um 22:53  |  597936

England als Vorbild. Mir scheint, man möchte gerne die Basis legen, um endlich nichts mehr mit unangenehmen, vielleicht sogar noch politisierten , Plakate tragenden jungen Menschen zu tun haben, die nicht mal 50.-€ zu zahlen imstande wären..
Seifert spricht ( allgemein ) von Ultras, die Plakate hochhalten ( um später dann sagen zu können, er meinte ja nur die schrecklichen Dortmunder Plakate gegen RBL?)..das könnte man nun wirklich anders ausdrücken, um nicht falsch verstanden zu werden.
Diese Hintergrundgespräche..müssten ja solche kleinen Ungereimtheiten leicht aus der Welt schaffen können. Offenbar war da nichts zu klären. Andererseits hatte @bremer von Seifert den Eindruck einen besonnenen Mannes. Besonnenheit würde ja hierzu nicht passen.
Es bleibt: ein nicht guter Text. Und ein sehr schlechter, wenn er so gemeint war, wie er sich für viele anhört


hurdiegerdie
27. April 2017 um 23:04  |  597937

Orginalzitat (wurde vielleicht im Einführungstext zum Fred vergessen), zumindest so gekennzeichnet im Kicker:

„In einem Stadion von 50.000 Zuschauern reichen 50, die dem Spiel den Charakter geben. Perfide ist: Diese 0,1 Prozent finden sich saucool. Das ist das Kernproblem. Mit Prävention sind die nicht mehr zu erreichen.“

Es geht um 50 (Anzahl Personen), um 0.1%. Wie viele Ultras hat Hertha bei einem Zuschauerschnitt von um die 50’000? Ich meine mal etwas von etwa 1’000 gelesen haben.
50 von 1′ 000 sind…? Genau 5%, wenn diese denn alle Ultras wären. Er kann also gar nicht von Ultras ALLGEMEIN (es geht nicht darum, dass einige Ultras sind) geredet haben.
#manmanman


Tojan
27. April 2017 um 23:08  |  597938

@hurdi
interviews werden normalerweise freigegeben. meinst du seifert hätte die artikel so genehmigt, wenn er nicht genau diese uneindeutigkeiten so haben möchte?


27. April 2017 um 23:14  |  597939

Ganz allgemein: wenn ich Hintergrundtreffen habe, wenn ich Medienprofi bin..gelingt es mir, in so einer sensiblen Frage unmißverständlich zu sein.
Politiker(Funktionäre) , die das nicht tun, kalkulieren auch gerne mit dem Missverständnis, um Unruhe zu erzeugen.
Und nicht nur der Kicker hält Seiferts Rede offenbar
für mißverständlich formuliert
Aber: umso wichtiger also, dass Seifert noch eine klärende Stellungnahme nachschiebt. Und wir alle brauchen uns nicht eine Art Seifert-Exegese stürzen..


27. April 2017 um 23:15  |  597940

@toja..oh, da hatten wir den gleichen Gedanken..


hurdiegerdie
27. April 2017 um 23:19  |  597941

Tojan
27. April 2017 um 23:08 | 597938

Da gebe ich auch. Seifert wollte alle Ultras angreifen, und wenn er es nicht sagt, dann hat er es gedacht.

Errinnert mich an die Psychoanalyse. Alle Menschen sind aggressiv, wenn sie es nicht zeigen, haben sie es verdrängt.

Das nennt man Tautologie.


Tojan
27. April 2017 um 23:21  |  597942

@hurdi
also gibt seifert interviews frei, die seine eigentliche intention überhaupt nicht wiedergeben?


hurdiegerdie
27. April 2017 um 23:28  |  597944

Tojan
27. April 2017 um 23:21 | 597942

Vielleicht gibt er Interviews frei, die seiner Intention entsprechen.


27. April 2017 um 23:30  |  597945

Für die alten Herthaner hier im Blog:

Ich habe gerade von der Enkelin erfahren, dass Klaus Taube (Spieler bei Hertha BSC 1951-1961) am 01.04.2017 im Alter von 81 Jahren in Berlin verstorben ist.

Durch den Mauerbau am 13.08.1961 wurde der in Ost-Berlin lebende Klaus Taube praktisch über Nacht von seinem Verein Hertha BSC getrennt.

Hierzu empfehle ich den Artikel „50 Jahre Mauerbau: Herthas Punkte-Teilung“ von Jutta Braun und René Wiese vom Zentrum für Deutsche Sportgeschichte erschienen im „Der Tagesspiegel“.


27. April 2017 um 23:31  |  597946

Es ist doch nicht so schwer zu verstehen: Seifert spricht ja nicht als private Person in einem blog, wo er meinetwegen darauf pochen kann, falsch interpretiert zu werden.
Seifert muss sich klar ausdrücken. Und wenn dann die Empfänger zu einem Großteil seine Ausführungen misszuverstehen meint, kann er mit einer Erklärung dieses Missverständnis aus der Welt schaffen, um der Sache weiter zu dienen. Denn es geht ja nicht um Eitelkeiten.
Darauf werde ich warten. Kommt da nichts , kommt es bei mir schief an.
Bis hierin hoffe ich einfach, dass @hurdi den Mann richtig verstanden hat.
Aber es geht eben nicht um hurdigerdi, Apo, tojan oder Bremer…


Kraule
27. April 2017 um 23:39  |  597947

Sprit kostete früher unter 1,-DM.
Sprit war billig, Fußball war auch ohne CL, ohne Pyro, ohne Choreo, ohne Ultras schön, vielleicht sogar noch schöner und herzlicher, spontaner, stimmungsvoll.
Wenn mein Kumpel Günter, Sekunden nach dem Anpfiff „Hertha erwache“ brüllte…. war das Gelächter groß….. watt waren wir bescheiden und doof.
Nun abba…..


hurdiegerdie
27. April 2017 um 23:42  |  597948

apollinaris
27. April 2017 um 23:31 | 597946

Machen wir doch mal einen Faktencheck.

– In keinem der bisher verlinkten Artikel werden die Fragen aufgeführt, auf die Seifert geantwortet hat.
– In keinem der bisher verlinkten Artikel spricht Seifert im wörtlichen Zitat von DEN Ultras.
– In allen wörtlichen Zitaten (bei den bisher verlinkten Artikeln) spricht er von „einigen“, „manchen“, „50 Leuten“, 0.1%.
– Alle bisher verlinkten Artikel machen im Begleittext eine Verallgemeinerung auf „Ultras“ (an sich).

Warum sollte sich Seifert nun erklären?


27. April 2017 um 23:48  |  597949

Na ganz einfach: weil er ein Anliegen hat: in einen Dialog zu treten. Wie unschwer zu erkennen ist, interpretieren sehr viele der direkten Empfänger und der indirekten ( Kicker z.B.) seine Ausführungen anders als es seine Intention ist.
Wenn Seifert nicht ungewöhnlich eitel ist, räumt er das schnell aus der Welt. Es sollte reichen, ein paar süffsante Bemerkungen über fehlendes Leseverständnis zu machen, sollte es ihm ein wenig nach Genugtuung dürsten
Es kann doch bitte nicht um´s Rechthaben gehen?
Du kennst dich etwas mit Supervision aus, nehme ich an
Was würdes du als Supervisor in so einer Situation mit beiden erarbeiten wollen?


hurdiegerdie
28. April 2017 um 0:11  |  597950

apollinaris
27. April 2017 um 23:48 | 597949
Unter uns (nur uns). Ich habe sehr viel Erfahrung mit der Presse. Ich verlange, wenn sie persönliche Zitate abgeben will, dies vorher lesen zu wollen.
Das hat sich eingespielt und funktioniert gut, ich denke, es wird im Fussball nicht anders sein.

Auf alles, was dann von anderen um das Orginalinterview geschrieben wird, habe ich keinen Einfluss. Deshalb ziehe ich bei Seifert nur das Orginalinterview im Kicker heran.

Gegen Zweitpublikationen vorzugehen, ergibt überhaupt keinen Sinn, genausowenig wie diese als Beleg für die eigene Meinung heranzuziehen.


apollinaris
28. April 2017 um 0:18  |  597951

Aber du bist nicht bei meiner Frage geblieben?


Uwe Bremer
Uwe Bremer
28. April 2017 um 0:18  |  597952

@hurdie

dafür, dass Du vorgibst, „sehr viel Erfahrung mit der Presse zu haben“, bist Du doch erstaunlich ahnungslos.
Du redest von einem „Originalinterview“.

Richtig ist, was ich weiter oben geschrieben habe:

Christian Seifert hat dem Kicker kein „Originalinterview“ gegeben.
Seifert hat mit diversen Journalisten in Frankfurt ein Hintergrundgespräch geführt.

Da war ein Kollege vom Kicker dabei. Da war ein Kollege von der Funke Medien Gruppe dabei, genauer gesagt deren Chefredakteur. Da war jemand vom Sport Informationsdienst dabei. und weitere Kollegen.

Wie mit den Inhalten eines Hintergrundgespräches verfahren wird, ist unterschiedlich. Das sprechen die Teilnehmer mit demjenigen ab, der zum Gespräch geladen. Hier also mit Seifert.

Da alle Teilnehmer sehr verschiedener Medien übereinstimmend über Aussagen von Seifert zu den Ultras berichten, halte ich das für glaubwürdig.
Im übrigen, wenn Du die Links, die ich angeführt habe angeschaut hast, hast Du gesehen: Es ging in dem Gespräch auch um andere Themen.

Und da halte ich die Aussagen der Kollegen, die bei dem Hintergrundgespräch dabei waren, für glaubwürdiger, als Theorien, die jemand aufstellt, der nicht dabei war.

P.S. Einer der Kollegen, die bei dem Hintergrundgespräch mit Seifert dabei waren, ist ein Vorgesetzter von mir. Kein Ahnung @hurdie, warum Du, der nicht dabei war, so eine Welle schiebst, dass das eigentlich alles ganz gewesen sein soll …


hurdiegerdie
28. April 2017 um 0:26  |  597953

apollinaris
28. April 2017 um 0:18 | 597951

Die Frage habe ich nicht verstanden (ehrlich). Supervision mit wem? Wer sind die „beiden“?


Kamikater
28. April 2017 um 0:43  |  597954

@Seifert
… spricht, egal wie weit weg er vom Ultradasein ist, über eine kleine, unbestimmte Anzahl von Besuchern, die große Probleme bereitet.

Das tut er gegenüber ausgewählter Journalisten.

Gleichzeitig nitzen auch andere, nicht gemeinte Gruppierungen diese Aussagen, um wiederum darauf hinzuweisen, eh wie immer mißverstanden zu werden.

Mir scheint: jeder Ansatz der Deutung eines Zustands, insbesondere von in Verantwortung stehender Personen aus Verbänden oder Vereinen, wird von Ultragruppierungen aller Couleur absichtlich zu eigenen Zwecken mißbraucht. Insofern ist Seifert damit ins Fettnäpfchen getreten. Allerdings steht der Fettnapf rumdum.

Bis heute wollen nämlich viele Fans gar keinen Dialog. Sie wollen ihre Interessen durchbringen und nennen das dann Dialog. Diese Szene behauptet von sich, Ultra zu sein. So der Eindruck vieler Fans, die nur Fussball sehen wollen und in keiner Ultragruppierung organisiert sind.

Die Frage nach Fankultur muss also auf die Frage nach der Identität von Ultras ausgeweitet werden. Was ist Fankultur und wer ist Ultra? Und wer bezweckt was oder ist alles nur das Spiel, dessen Sinn nur dann existiert, wenn es keine Regeln gibt, die von Allen verstanden werden?

Nur mal so gefragt.

Ansonsten schliesst sich fast aus, es allen Recht machen zu wollen, in Verantwortung zu stehen und über Ultras zu sprechen. Das sollte Seifert wissen.


28. April 2017 um 0:48  |  597955

Die Frage war : wenn ich falsch verstanden werde in einer Sache, in der ich nicht falsch verstanden werden will, warum kläre ich das nicht? -Deine Erkläung unter uns, gab ja keine Antwort, die auf den Fall passt
#Supervision..war ne Analogie.( Mediation und so..)
Man muss schon (ehrlich) bereit zum Dialog sein. Ich hatte über das falsche Tautologie-Bild auch hinweggesehen, weil mir klar war, worauf du hinaus wolltest.
Bin dann mal raus..


hurdiegerdie
28. April 2017 um 0:50  |  597956

Uwe Bremer
28. April 2017 um 0:18 | 597952
a) Du verlinkst „Faszination Fankurve“, das ist Zweitverwertung.
b) Du gehst einfach schlichtweg allen meinen Punkten aus dem Weg. Das es unter den Ultras (ich sag es mal so) Idioten gibt, steht ausser Frage. Ich sage, es geht nicht um die Ultras im Allgemeinen, sondern ggf. einer kleinen harten Kerngruppe unter diesen.
c) du bleibst mir schuldig, wann in den direkten Zitaten Seifert über die Ultras ALLGEMEIN (wenn überhaupt) gesprochen hat.

Nochmal für dich (wie du sagen würdest, lesen ist nicht deine Stärke): Es geht (meines Erachtens, so wie ich es lese, was kann ich noch abschwächend sagen) nicht um Ultras allgemein, sondern um einen harten Kern, vielleicht bei den Ultras.
Der wiederholte Hinweis, dass es um Ultras ging, ist nicht mein Punkt. Mein Punkt ist, dass es um eine kleine Gruppe geht (NUR UM EINE KLEINE GRUPPE), die auch (!) bei den Ultras vorkommt. Es geht aber nicht um DIE Ultras allgemein. Es geht um die wenigen, die vielleicht 5% bei den Ultras ausmachen. Die Presse, einschliesslich du machen DIE Ultras draus.

Nochmals und nochmals.

Du bleibst mir schuldig, welche Fragen gestellt worden sind und wann Seifert von DEN Ultras gesprochen hat.

Einfaches Beispiel (hypothetisch!!!!):

Frage: Sehen sie nicht, dass einige Aktionen der Ultras kritisch zu bewerten sind.

Antwort: es sind einige (unter diesen, also den Ultras), die asozial sind.

EINIGE von vielen Ultras!!!

Boah kein Bock mehr! Du versuchts absichtlich, das zu verdrehen, was ich sage.


hurdiegerdie
28. April 2017 um 0:55  |  597957

apollinaris
28. April 2017 um 0:48 | 597955

Es war wieder einmal nicht böse gemeint. Ich hatte deine Frage wirklich nicht verstanden.

Meine Antwort meinte, wenn ich dich richtig verstanden habe:

Wenn die Medienwelle losrollt, hast du kaum Chancen dich dagegen zu wehren. Du kannst nicht gegen alle falschen Darstellungen bei der heutigen Medienvielfalt dagegen agieren. Dann verschlimmerst du es nur.

Wenn Kicker Fehler gemacht hat, kannst du dagegen argumentieren, aber wenn du gegen alle angehst, dei es falsch interpretieren, zerreibst du dich nur.

Ich gehe mal lieber ins Bett.


28. April 2017 um 0:55  |  597958

@kami..aber das ist nun wieder eine andere Ebene. Passt irgendwie nicht zum aktuellen disput (hier)
Nachher,so schwant mir, werden wir einen sehr langen Text lesen… Bis dahin..schlafe ich mich erstmal aus.
Gute Nacht
P.S. Hurdi: du brauchst doch gar nicht GEGEN etwas vorgehen, sondern nur klarstellen, präzisieren.- Kein Problem , finde ich


Uwe Bremer
Uwe Bremer
28. April 2017 um 0:56  |  597959

@hurdie

derjenige von uns beiden, der hier mit Informationen aufwartet, bin ich. Mit Quellen. Mit mehreren Quellen. Und weil ich das Thema verständlich machen dazu mit Hintergründen. Und Zusammenhängen.

Aber wenn Du den Unterschied zwischen einem „Originalinterview“ (da geht es einem Medium um Exklusivität) und einen Hintergrundgespräch, zu dem diverse Medien geladen sind, nicht kennst, kann ich versuchen, es zu erklären.

Wenn Du Dir den Unterschied nicht erklären lässt (Es gibt keinen Fragenkatalog, auf den Du so fixiert bist/ ein Gespräch mäandert von hier nach da) … kann ich Dir auch nicht helfen.

Wenn Du nicht vertraut bist mit den Gepflogenheiten eines Hintergrundgespräches, wenn Du nicht weisst, wie mit den Inhalten umgegangen wird …

Wenn Du stattdessen vorsätzlich die Dinge falsch verstehen willst (natürlich war die Faszination Fankurve bei dem Hintergrundgespräch nicht dabei – steht aber auch in dem von mir verlinkten Text genauso drin), dann macht ein Gespräch keinen Sinn.

Ob Du glaubst, dass Christian Seifert über Ultras, über einige Ultras oder ganz wenige Ultras gesprochen, steht Dir frei.
Unabhängig von Dir existiert seit den heutigen Medien-Veröffentlichungen von jenen Kollegen, die bei den Hintergrund-Gespräch in Frankfurt dabei waren, eine Diskussion:
Seifert hat was zu Ultras gesagt.

Auf dieses Thema, das uns sicher einige Zeit begleiten wird, habe ich oben in meiner Blogeinführung hingewiesen.

Gute Nacht


28. April 2017 um 1:59  |  597960

weil wir gerade über Fussball und Ultras quasseln..hier
noch etwas Zündholz für die nähere Zukunft
„Das kann ja heiter werden, Rbl..“
http://www.dw.com/de/red-bull-boss-polarisiert-mit-neuer-medienplattform/a-38534827


sunny1703
28. April 2017 um 6:07  |  597961

@apollinaris um 01 Uhr 59

Danke für den Link, die demokratische Fairness gebietet es aber dieses Interview dann reinzustellen.

http://www.kleinezeitung.at/steiermark/chronik/5197881/Dietrich-Mateschitz-im-Interview_Red-BullChef-rechnet-mit

lg sunny


sunny1703
28. April 2017 um 7:13  |  597962

@hurdie

Aus dem was in dem Interview zu lesen ist, lese ich auch nicht direkt die Aussage, „DIE Ultras “ in der Gesamtgruppe heraus. Doch andere Aussagen wie zum Beispiel der Satz „Da verzichte ich lieber auf eine Choreografie, wenn der Preis dafür Gewalt-Exzesse und Pyro sind,“ geht eindeutig an die Wurzeln des Verständnisses dieser Fankultur. Für mich wird da ein Zusammenhang gebildet, zwischen der Choreografie und Dingen wie Gewaltexzessen.

Auch „Die anderen 50.000 im Stadion und der DFB tun mehr für die Fußballkultur als die, die Böller abschießen oder Plakate hochhalten oder Raketen in die Blocks schießen,“ beinhaltet ja etwas absurdes, nämlich einen Zusammenhang zwischen dem demokratischen Äußern einer Meinung über ein Plakat in einem Fußballstadion und dem Abschießen von Böllern.

Das alles läuft doch darauf hinaus, dass alles was nicht in das schöne Bild eines sauberen TV Produkt Fußball hineinpasst in eine Schublade gesteckt wird.
Solch ein Unikum wie dieses gräßliche Olympiastadion mit seiner Nichtgenügendauslastung ist eben auch ein Nichtindieheilefußballweltpasser.

Seifert wagt nicht die direkte allgemeine Fan oder Fangruppenkritik, das was ihn stört,greift aber mehr als einige wenige an.

lg sunny


backstreets29
28. April 2017 um 7:32  |  597963

@Apo
Was genau haben Mateschitz‘ Pläne mit RBL zu tun?
Das sind zwei unterschiedliche Projekte


Kraule
28. April 2017 um 7:35  |  597964

Es gab mal einen Blog der hieß
immerhertha
zu recht.
Es gibt einen Blog der müsste eigentlich
immerrechthaben
heißen……
Beide Blogs waren bzw sind (manchmal) auch Unterhaltsam.


sunny1703
28. April 2017 um 7:39  |  597965

Wieso ist mein Link zu dem Interview mit Matteschitz rausgeflogen????????????

Wenn das hier zur Sprache kommt, sollte es doch wenigstens auch veröffentlicht werden.

lg sunny


Bussi
28. April 2017 um 8:27  |  597966

#???????????? 🙄
97 % kennen hier die Linkproblematik … manche gehören zu den 3 % 😉
#Basiswissen

Mit sonnigen Grüßen
aus dem schönen Havelland
Bussi


hurdiegerdie
28. April 2017 um 9:29  |  597967

Es steht in der Morgenpost:

Seifert unterstellt Teilen der Ultra-Szene eine Anmaßung in den Fußballstadien.

http://www.morgenpost.de/sport/article210388165/Seifert-sagt-Ultras-den-Kampf-an.html

Nichts anderes habe ich gesagt UB. Das Herummäandern über Hintergrundgespräche kommt von dir.
Ich wollte ein wenig dem Versuch des Schürens von Konfrontationen „alle Ultras“ gegen die Gier der DFL“ etwas besänftigend entgegenwirken, aber das ist wohl bei Titeln wie „Seifert sagt Ultras den Kampf an“ verlorenen Liebesmüh.

Aber die Konfrontation schürt die Presse.


Susch
28. April 2017 um 9:31  |  597968

Spielt Hertha am Wochenende?


U.Kliemann
28. April 2017 um 9:36  |  597969

Nö,die machen nur einen Ausflug an
die Weser!


Susch
28. April 2017 um 9:39  |  597970

Scheint hier niemanden zu interessieren.
Das mit den Ausflug könnte sogar stimmen 😉


Joey Berlin
28. April 2017 um 9:41  |  597971

Moin,

wg. Seifert

#Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus…

Im folgendem Link steckt jede Menge Heuchelei, Zustimmung zur perfiden Sippenhaft (auch Dietmar Hopp hat ein recht auf faire Behandlung!) und ein Leugnen der traurigen Realität.

So ist es auch uns schleierhaft, warum manches Stadion durch die Polizei in ein Krisengebiet verwandelt wird.

https://www.unserekurve.de/blog/gesetze-und-gerichte-entscheiden-ueber-rechtsverstoesse-nicht-firmen-und-verbaende/

Vielleicht ist dies ein Grund: Die ständige Gefahr von potenziell gewaltbereiten Fanatikern*, wie am Beispiel BvB vs RBL zu sehen war – ist wohl schon zu lange her, als sich daran zu erinnern…

*Wem schon beim Anblick eines Fanutensils eines anderen Vereins die Heißdüse geht und auf Aggressionsmodus schaltet, hat seine Hormone nicht im Griff und bedarf Hilfe, im Ernstfall auch von der Polizei…


Jack Bauer
28. April 2017 um 9:49  |  597972

Seifert greift hier ganz bewusst die ganze Bewegung/Subkultur an sich an. @Sunny hat da ganz gute Punkte gemacht.
Er vollzieht konsequent die nächsten Schritte, welche die DFL spätestens seit dem Weggang des (wirklich sehr moderaten und besonnenen) Rettig begeht. Er zeigt ganz klar auf: wir wollen euch nicht (das war eh klar) – und weiter: keiner braucht euch, nichtmal die „guten“ Sachen, die ihr macht, brauchen wir. Dass sich da eine gewisse Ironie befindet, sollte selbst dem größten Anti-Ultra hier nicht verborgen bleiben. Die „guten“ Aktionen der Ultras nehmen einen sehr prominenten Teil in der Vermarktung der Vereine, der Liga im In- und Ausland ein. Deutscher Fußball ist wegen, nicht trotz der Atmosphäre bei Touristen so beliebt. In England wünschten sie sich einen Teil dieser Atmosphäre zurück. Der Imagefilm Herthas sowie das Stadionfilmchen sähen ohne die „guten“ Aktionen der Ultras verdammt mau aus. Wer das auf 90 Minuten getrommel und getröte (das gab’s übrigens bei der WM 2010 – war furchtbar. Ich hab noch nie Ultras mit Tröten gesehen, aber dazu muss man sich vielleicht von seinen Vorurteilen lösen und die Augen, respektive Ohren, öffnen) reduziert, der ist halt in der Diskussion leider nicht ernst zu nehmen.
Ja, es gibt natürlich auch negative Seiten, über die kann – muss – man reden. Aber zum einen bezweifel ich, dass diese negativen Seiten mit den Ultras aus den Stadien verschwinden würden, statt wieder viel prominenter zu werden, inklusive der hier teilweise gepriesenen alten Zeiten (was wurde da nochmal nach dem „Sieg“ gerufen?). Und zum anderen zeigt Seifert ganz klar: Kein Bock mehr auf euch. Ich will jetzt die offene Konfrontation und scheue mich nicht die Leute mit populistischen Aussagen auf meine Seite zu ziehen. Ob das schlau ist, wird sich zeigen.

@Quo Vadis Veritas:
Dass Mateschitz ein Problem mit (seiner Meinung nicht entsprechendem) Journalismus hat, ist so neu nicht. Dass ein solch narzisstischer Mensch, mit schier unbegrenzten finanziellen Möglichkeiten, daran interessiert ist, seine eigene Wahrheit an die Leute zu bringen, kennen wir ja schon von dieser amerikanischen Orange.
Bei Twitter nannte das Projekt jemand „Breitbull“ in Anlehnung an „Breitbart“.
Da alles was Mateschitz bisher gemacht hat, im Endeffekt nur das Ziel hatte, mehr Dosen zu verkaufen, ist Apos Zusammenhang schon völlig in Ordnung. Mal sehen, was er sich diesmal alles einfallen lässt.


Elfter Freund
28. April 2017 um 9:53  |  597973

Better Energy
28. April 2017 um 10:01  |  597974

Schauen wir doch erst einmal, wie Kicker online getitelt hat:

-> „DFL-Boss wettert gegen Ultras: „Totengräber der Fankultur““

Man beachte, er wettert gegen die Ultras. Weiter wird darin ausgeführt, daß er insbesondere die Tapeten in Hoppelheim rügt. der Fairness halber sollte man die Ultras ebenfalls zu Wort kommen lassen. Ja es gibt hierzu Äußerungen von den Ultras über die BAFF oder über “ IG unsere Kurve“ (Die Zeiten der Sprachlosigkeit der Kurven ist seit Ewigkeiten vorbei, wird bloß von der Presse selten zur Kenntnis genommen).

Und da die Linkerei nicht funktioniert, liefere ich den Link separat nach und zitiere hier vollständig:

„Antwort der Interessengemeinschaft Unsere Kurve auf die Ausführungen von DFL-Geschäftsführer Christian Seifert zum Verhalten in Fankurven.

„Dietmar [Hopp]: Morgen ins Maritim? Papa wäre stolz.“ war vergangenen Freitag vor der Fankurve des 1. FC Köln zu lesen. Adressat war Hoffenheims Finanzier Dietmar Hopp, dessen Vater nachweislich als überzeugter Nazi im Dritten Reich Karriere machte. Am Folgetag fand im Kölner Maritim der Bundesparteitag der AfD statt – begleitet von zahlreichen Protesten.

Dieses Plakat, sowie weitere Schmähgesänge brachten Herrn Seifert nun zu folgender Einschätzung: „Die Verhaltensweise von einigen Fans ist asozial – das hat nichts mehr mit kritischer Meinungsäußerung zu tun. […] Es geht hier um das Ausloten persönlicher und vielleicht juristischer Grenzen unter dem Deckmantel der Fußballkultur. […] 95 Prozent der Zuschauer ist nicht mehr klarzumachen, warum Stadien aussehen wie militärische Krisengebiete, weil über der Stadt die Hubschrauber kreisen und vermummte Polizisten rumlaufen. […] Eine Besserung ist schwer zu erreichen, wenn in Madrid Täter für vier Monate ins Gefängnis gehen, aber bei uns in Deutschland Busse mit Schlagstöcken, Schlagringen und brennbaren Materialien aufgehalten werden und dann werden nur die Personalien aufgenommen und die Leute nach Hause geschickt. […] Mit Prävention sind die nicht mehr zu erreichen.“

Lieber Herr Seifert, wir möchten Sie daran erinnern, dass die Bewertung, was freie Meinungsäußerung und was Beleidigung ist, in Deutschland das Strafgesetzbuch und im Zweifel ein ordentliches Gericht übernimmt. Juristische Grenzen müssen dabei keinesfalls ausgelotet werden – sie stehen durch die genannten Institutionen längst transparent fest. Wir wundern uns sehr über Ihre Rechtsauffassung, wenn Sie ein brutales und fragwürdiges Vorgehen der spanischen Polizei herbeisehnen, welches erst kürzlich die Verantwortlichen des FC Bayern München dazu brachte, die Bundesregierung um Unterstützung zu bitten.

In einem Punkt stimmen wir Ihnen aber zu, Herr Seifert. So ist es auch uns schleierhaft, warum manches Stadion durch die Polizei in ein Krisengebiet verwandelt wird. Hier scheinen die populistischen Forderungen der Polizeigewerkschaften wohl wichtiger, als fundierte Polizeiarbeit und wissenschaftliche Erkenntnisse.

Die IG Unsere Kurve appelliert deshalb an Sie, die DFL wie auch den DFB juristische Einschätzungen dem deutschen Rechtsstaat zu überlassen.“

Zu dem Artikel im Kicker war noch etwas bemerkenswert:

„… und der DFB tun mehr für die Fußballkultur als die, […]die Plakate hochhalten…“

Wenn Funktionäre oder Politiker auf Krawall bürsten, dann wollen sie eigentlich von einem heiklen Thema ablenken. Beim DFB steht immer noch das Thema der Steuernachzahlung wegen 2006 in Höhe von ca. 25.700.000 Euro an. Wir reden hier auch über den Verlust der Gemeinnützigkeit beim DFB. Wir reden hier über ein strafrechtliches Vergehen i.S. des § 370 AO, für das eine Freiheitsstrafe von bis zu 10 Jahren vorgesehen ist und für das nach § 371 Abs. 2 AO keine Straffreiheit durch Selbstanzeige gibt. Und das ist also die „Fankultur des DFB“, Herr Seifert!


Susch
28. April 2017 um 10:01  |  597975

https://www.nzz.ch/sport/fussball/luganos-ezgjan-alioski-schnell-frech-und-dankbar-ld.122358
Vielleicht hilft das weiter.
Er scheint ja erst jetzt richtig in Fahrt zu kommen.
Ich würde diese unbekümmertheit bei uns definitiv begrüßen.
Man sieht an Weiser was das bringen kann.
Die Werte der laufenden Saison sind richtig gut.
Nun muss man abwägen ob er das auch in der Bundesliga schaffen kann.


sunny1703
28. April 2017 um 10:06  |  597977

Verzeih @ubremer ,wenn ich Dir vorgreife aber ich setze jetzt den Link zu dem Interview mit Matteschitz nochmal rein.

http://www.kleinezeitung.at/steiermark/chronik/5197881/Dietrich-Mateschitz-im-Interview_Red-BullChef-rechnet-mit

Jeder soll sich ein eigenes Bild machen!

@Jack

Du weißt, ich kritisiere vieles an der Art der Ultra Unterstützung,aber ich erkenne auch die Mühen an, die gemacht werden und wenn vieles dass ein Teil der Ultrakultur ist, indirekt als verzichtbar angesehen wird, ist das schon ein Angriff auf diese Kultur.

Das war aber immer vorhersehbar.

Nein, es war früher nicht besser, ich mochte das Recht auf eine freie Form der Unterstützung und ich fand es gab damals ein besseres Feingefühl,was die Truppe da unten braucht,aber damals wars und Dinge wie die unbelehrbaren Neonazis haben mich zu Beginn der 80er von Hertha weggetrieben!

lg sunny


Better Energy
28. April 2017 um 10:09  |  597978

@ Jack Bauer
28. April 2017 um 9:49 | 597972

Zu Matesch…

Er will uns also DIE (einzige und richtige) Wahrheit bringen, die er dann sicher auf Servus.TV bei Talk im Hangar mit Gästen aus dem identitären Kreis verkünden wird….

Hatten wir schon einmal in Deutschland. Bloß kam damals diese Wahrheit nicht aus Fuschl, sondern 70 km weiter entfernt…


blauball
28. April 2017 um 10:15  |  597979

Wir spielen um einen EL-Platz und Theama sind die kriminellen 1% der Fans, die ja nur Plakate basteln und ansonsten immer von der Polizei geärgert werden…
Der Spuk könnte ganz schnell vorbei sein, wenn die Verursacher im Stadion die Strafen des DFB bezahlen müssen. Die rechtliche Grundlage ist ja jetzt geklärt. Nur die Vereine nutzen das nicht und bezahlen halt. Selber Schuld!


Better Energy
28. April 2017 um 10:21  |  597980

@blauball

Ganz schnell??

Das Thema „intransparentes Sportgericht und Strafen“ gibt es in der Buli seit Anfang an 🙂


pathe
28. April 2017 um 10:24  |  597981

Das Gesetz der Serie:

http://www.morgenpost.de/sport/hertha/article210387579/Aus-der-Wissenschaft-kann-Hertha-neuen-Mut-schoepfen.html

Klugscheißermodus an:
Die Chance, dass die Kugel beim Roulette auf ein rotes Feld fällt, liegt nicht bei 50 %, sondern bei ca. 48,6 %. Es gibt ja noch die grüne Null… 🙂
Klugscheißermodus aus.


Ursula
28. April 2017 um 10:28  |  597982

Tja @ blauball, in der Tat, dies war
einmal ein Fußballblog, aber unsere
Technokraten, die nichts mit Fußball
an und für sich zu tun haben wollen
und können, verlagern sich seit vielen
Monden auf „Nebenkriegsschaupätze“…

…und zitieren „Fakten“ und Daten von
„ANDEREN“, wie spannend!?

ABER falls noch nicht bekannt, morgen
um 15:30 Uhr spielen SVW-hertha BSC!

NICHT im Olympiastadion, in Bremen,
also nicht auf den Weg machen…

UND Werder Bremen mit „bedrohlichen“
42 Punkten im Aufwind, auf dem Weg
in die EL, das wäre doch schon mal ein
„Nebensätzchen“ wert, oder? Nächtle!


Susch
28. April 2017 um 10:34  |  597983

Ich seh das so……
Wir waren im Hinspiel auch klarer Favorit als Heimstärkste Mannschaft gegen eine der Auswärtsschwächsten Mannschaften der Liga.
Und wer hat gewonnen?
Und vor allem warum hat Bremen gewonnen?
Weil sie uns früh angelaufen haben und uns zu Fehler gezwungen haben.
Das wäre mal etwas was ich auch von Hertha auswärts sehen will.
Egal wer da auf den Platz steht.
Wenn du gegen Bremen tief stehst und der neuformierten Viererkette den Dauerdruck azssetzt, wird das nicht gut gehen.


pathe
28. April 2017 um 10:35  |  597984

@Ursula
Werder Bremen spielt glücklicherweise noch gegen Köln, Hoffenheim und Dortmund. Ich sehe daher eher Freiburg und Gladbach, die ein bedeutend einfacheres Restprogramm haben, am Ende Saison vor uns als Bremen.


Elfter Freund
28. April 2017 um 10:45  |  597985

Aha, dieser neue Name aus dem Kurier wird von Dino Lamberti betreut. Soso…. na, schaun mer mal.


Susch
28. April 2017 um 10:46  |  597986

Am besten in Bremen gewinnen.
Dann wird erstmal keiner von denen vor uns stehen.
Gegen Leipzig wird dann nochmal verloren, und gegen Darmstadt und Leverkusen gewonnen.
Platz 5!!!!


Ursula
28. April 2017 um 10:57  |  597987

@ pathe, tja…

ABER das ist morgen so eine Art
„SECHS-Punkte-Spiel“!

Gewinnt Bremen ist das ein weiterer
„Psycho-Schub“ in Richtung EL, und
man ist auch nur noch einen Punkt
hinter Hertha, und ob „WIR“ dann
so erfolgreich spielen, wie @ Susch
es prognostiziert…?

So ich muss raus, mit die Hunde….

…ob 15 oder „19 Km“ ergibt sich so!

Vermeintliche 20 Km laufe ich nie wieder…..


Herthas Seuchenvojel
28. April 2017 um 11:07  |  597988

1 -1


Susch
28. April 2017 um 11:09  |  597989

Gegen Bremen muss man nicht verlieren, gegen Leipzig kann man verlieren, gegen Darmstadt und Leverkusen muss man gewinnen wenn man Euro League spielen will.
Und ich meine gehört zu haben dass das Ziel von Hertha ist.


Zippy
28. April 2017 um 11:23  |  597990

@Elfter Freund 9:53
Bin kein „Schweiz-Experte“, habe den Spieler aber ein paar mal gesehen. Kann notfalls auch verteidigen (wurde umgeschult), fleißig, sehr ehrgeizig, manchmal ein bisschen zu schnell unterwegs, verliert so Bälle, braucht Räume um sich entfalten zu können.
Dass Hertha an ihm interessiert ist, kann ich mir nach dem (angeblichen?) Interesse an Leckie durchaus vorstellen.
Meiner Meinung nach einer dieser Spieler, die in einer etwas schwächeren Liga glänzen, die aber in der Bundesliga Probleme haben (würden), dieselben Leistungen zu bringen.
Für den Kaderplatz eines Esswein oder Haraguchi ausreichend, ob es für mehr reicht und der Spieler eine echte Verstärkung darstellen könnte, bezweifle ich.
Aber vielleicht steckt ja mehr Potential in ihm als ich bislang gesehen habe.


Opa
28. April 2017 um 11:35  |  597991

Seifert im Porzellanladen
Hui, da ist dem DFL GF ein bißchen der Testosteronspiegel durchgegangen? Danke an UB, das hier zum Thema zu machen, auch wenn ich die Diskussion danach, was er wem gegenüber gemeint haben könnte, viel zu akademisch fand, weil selbst ohne das Wort in den Mund zu nehmen glasklar sein sollte, wen er gemeint hat. Und dass das kein Ausrutscher, sondern eine gezielte Provokation war, sollte eigentlich auch klar sein, kann mir nicht vorstellen, dass da drei Medienvertreter ihn in eine Falle gelockt haben. Seifert erklärt im Namen des kommerziellen Verbands einen bestimmten Teil der Fans zu Gegnern, unerwünschten Personen und pauschaliert damit in einer Art, die kaum für einen Mann in seiner Position zu rechtfertigen ist. Ohne Frage gibt es auf Fanseite problematische Personenkreise, der Umgang und das Management mit dieser Tatsache ist jedoch weit entfernt von der Professionalität, mit der der Verband sonst auftritt. Dem Fußball hat Seifert keinen Gefallen getan, die Spruchbänder in den Stadien werden am kommenden Spieltag wohl eine neue Zielperson finden. Was Seifert umtreibt, dürfte allerdings glasklar sein: Er will englische Verhältnisse und von den heute heterogenen Fans nur noch die unkritischen Konsumenten übrigbehalten. Vielleicht fragt er mal bei Breitbull in Fuschl nach, der Didi hilft bestimmt. 🙄

Restprogramm – Hertha international
Akademisch muten auch die Rechenspiele an. Herrje, wer wann gegen wen in welcher Form bei welchem Koeffizienten spielt, daraus kann man beinahe genauso viel belastbares lesen wie aus dem Kaffeesatz oder MIttelstrahl. Fehlt nur, dass sich einer aus der Esoterikecke meldet und die Wünschelroute befragt oder sich vom Pendel hat beeinflussen lassen. Mag noch jemand Aura fotografieren? Magnetarmbänder? Kristalline Wasserfilter? Wunderseife? Aluhüte? Bei Anpfiff steht’s 0:0 – und die Bayern werden Meister. Und Hertha spielt in jedem Fall international (zur Not im Trainingslager gegen Patschki Bratislava).

Was ist grün und stinkt nach Fisch?
Freue mich wie lang nicht mehr auf die Fahrt nach Bremen. NIcht aufs Spiel, aber auf die Fahrt. Eine eher unorthodoxe Reiseroute, ein eher exotisches Reisemittel, dazu exotische Reisebegleiter…. stay tuned, Montag gibt’s das nächste Tagebuch 😀


Bob
28. April 2017 um 11:41  |  597992

Thema Ultras.
Mir nehmen sich die Ultras zu wichtig.
Sie stellen sich, teilweise, über den Verein und denken Sie sind das Sprachrohr der echten, wahren Fans.
Wenn ich an unsere Ultras denke, was haben die denn diese Saison an Choreos gemacht?
Mir fällt nur eine ein, bei einem Heimspiel, da ging es um die ungeliebten rosa Trikots.
Keine Choreo zum Thema: Wir wollen nach Europa oder so.
Ansonsten ist die Beschallung aus der Ostkurve für mich manchmal nicht nachvollziehbar.
Da wird ein Programm runter gespult, egal wie der Spielstand ist.
Und was bei Auswärtsfahrten abgeht, davon fange ich lieber nicht an zu schreiben. Sei es bei An- und Abfahrt bzw. das Verhalten im Stadion.
Ich erinnere nur mal an das Auftreten bei den Qualispielen gegen Brondby.
Beim Heimspiel gezündelt und auswärts natürlich auch.
Beim ersten Bundesliga Heimspiel wurde dann im Kurvenecho (Ersteller die Harlekins) damit geprahlt, was für pyrotechnische Akzente gesetzt wurden, ein Blocksturm stattfand und das Spiel gar nicht angepfiffen werden sollte!


Blauer Montag
28. April 2017 um 12:05  |  597993

😆 pathe
28. April 2017 um 10:24 | 597981 😆


Kaj
28. April 2017 um 12:05  |  597994

usch
28. April 2017 um 10:01 | 597975
„https://www.nzz.ch/sport/fussball/luganos-ezgjan-alioski-schnell-frech-und-dankbar-ld.122358
Vielleicht hilft das weiter.
Er scheint ja erst jetzt richtig in Fahrt zu kommen.
Ich würde diese unbekümmertheit bei uns definitiv begrüßen.
Man sieht an Weiser was das bringen kann.
Die Werte der laufenden Saison sind richtig gut.
Nun muss man abwägen ob er das auch in der Bundesliga schaffen kann.“

_______

Danke für den Link. Hört sich so oberflächlich nicht so schlecht an. Wobei Zippys Einwand mich dann wiederum an einen Esswein erinnern.
Schnell, verliert de Ball und harter Schuss. Bloß dass Alioski wohl noch nicht am Ende seiner Entwicklung ist – im Gegensatz zu einem Esswein. Daher hört sich eine potentielle Verpflichtung eher positiv an,


Kraule
28. April 2017 um 12:09  |  597995

Mo@Zippy
Du kennst ja alle und hast sie alle schon mal gesehen!
Bist du Spielerberater, Scout etc.?
Ich kenne einen Scout von oder besser für Leverkusen, aus Berlin…. der hat den Spieler noch nicht, zumindest nicht bewusst gesehen und kann mir nichts zu dem Spieler sagen.
Das ich den Spieler auch nicht wirklich kenne ist unerheblich.


apollinaris
28. April 2017 um 12:23  |  597997

Morgen ist doch alles, nur kein 6- Punktespiel?
Das Spiel morgen steht unter einer völlig anderen Überschrift.
@ backs…du glaubst, das die jeweiligen Kurven die beiden Projekte des Herrn M. trennen werden?
– ich wollte nur ganz allgemein illustrieren, das da vermutlich noch reichlich und deftiges. Reibungspotential uns bevorsteht
Ein reines Marketingprodukt, dessen Inhaber sich politisch und medial extrem positioniert.
Da brauche ich keine Glaskugel, um mir das vorzustellen.
Ganz nüchtern und ( vorerst) ohne eigene Haltung gesagt ( da ändert auch das von sunny verlinkte Interview kein Müh)


fg
28. April 2017 um 13:49  |  597999

Wenn zwei Mannschaften, die in der Tabelle so nah beieinander stehen, gegeneinander spielen, ist es immer ein Sechspunktespiel.
Wenn Hertha gewinnt, kommt Bremen nicht mehr an ihnen vorbei, wenn Bremen gewinnt, sind sie nochmal ganz dicht dran.
Eine Spanne von sechs Punkten.


jenseits
28. April 2017 um 13:49  |  598000

Wenn man sich ein wenig für den Schweizer Fußball interessiert, ab und an mal Ergebnisse und Tabelle anschaut, dann wundert man sich eventuell über den nicht ganz so schlechten Tabellenplatz Luganos und wird so auf Alioski aufmerksam, der in dieser Saison an mehr als der Hälfte der Luganer Tore beteiligt war.

Ich habe mir einen Videozusammenschnitt angeschaut. Natürlich sind diese Zusammenschnitte nicht sonderlich aussagekräftig, aber interessant finde ich den Spieler schon. Dynamisch, schnell mit und ohne Ball, mit gutem Auge für seine Mitspieler und viel Zug zum Tor. Insbesondere die Vorlagen gefallen mir. Ob’s für die Bundesliga reicht, kann ich nicht beurteilen. Er scheint ja auch erst in der Dolce-Vita-Schweiz aufzutauen, nachdem er im kalten und unterkühlten Bern sein Potenzial nicht richtig entfalten konnte. Vielleicht ist da südwestsibirisch Preußen nicht die beste Destination, um glücklich zu werden.

Außerdem ist es bestimmt nur so ein Gerücht, an dem nicht viel dran ist.


Exil-Schorfheider
28. April 2017 um 14:32  |  598001

@fg

Gut erklärt.
Danke!

—————–

@zippy

Lass Dich nicht anmaulen…
Der Typ sollte sich lieber rechtzeitig und vorsorglich um die Reinigung der Sitzschalen im FlJ-Sportpark kümmern..


Nico
28. April 2017 um 14:37  |  598002

Alioski hab ich zwar noch nie spielen sehen aber seine Daten lesen sich schon interessant. Gut möglich das er besser ist als Haraguchi oder Esswein. Dazu sollte er relativ günstig zu haben sein (1 Jahr Restvertrag, kleiner Verein, kleine Liga) und sein Berater ist Dino Lamberti, der hier einigen (ua @UB) noch in guter Erinnerung sein sollte denn er hat schon die Araujo-Brüder vertreten.

Was Seifert gesagt hat empfinde ich als eine Frechheit, der sollte mal lieber die „asozialen Verbrecher“ in den Verbänden und Vereinen ansprechen. Der größte Verein Deutschlands sowie der DFB und die FIFA sind/waren nachweislich korrupt bzw. werden von Verbrechern geführt und dann stellt sich Seifert hin und beschwert sich über den kleinen Mann nur weil der mal einen Böller zündet? Für mich ist klar wer hier dem Fußball mehr schadet.


28. April 2017 um 15:25  |  598003

@fg..für mich ist das kein 6 Punkte-Spiel, weil wir morgen unter Vorbehalt spielen. Die Punkte, die wir nochbrauchen, holen wir meiner Ansicht nach woanders
Unter den gegebenen Umständen von einem 6 Punkte-Spiel zu sprechen, hielte ich für viel zu viel Druck, für die morgige Mannschaft.
Ich gehe mal davon aus, das Dardai und co. genügend emotionale Intelligenz haben, um das Spiel nicht zu scharf zu machen. Ich bin da allerdings recht zuversichtlich.
Wir spielen gegen DIE Mannschaft der Rückrunde in einem Auswärtsspiel, mit kompletter Aushilfstruppe: da baue ich mir kein Schloss, da sage ich: „macht das Beste draus. Mal gucken, was dabei rauskommt. Bleibt locker und nutzt die Stunde.“- Viel mehr würde ich nicht reinlegen.
Die 6 Punkte holen wir -eher- woanders.


fg
28. April 2017 um 15:45  |  598005

@apo:
Ich gebe dir Recht, dass Hertha morgen personell arg geschwächt ist und daher kein besonderer Druck aufgebaut werden sollte.
Ich denke aber, dass wir beide gerade auf unterschiedlichen Ebenen sprachen, deshalb habe ich auch Recht, wenn ich sage, dass es rein tabellarisch ein klassisches Sechspunktespiel ist (nicht zu verwechseln mit den sechs Punkten, die Hertha insgesamt noch bräuchte), denn von den vier Spielen ist das morgige das, wo drei Punkte am wertvollsten sind, eben weil es das einzige gegen einen direkten Gegner ist, der damit (vermutlich endgültig) auf Distanz gehalten werden würde.
Und: je früher Hertha bei den verbleibenden Spielen punktet, desto leichter würden die restlichen Spiele vom Kopf her (das sage ich wohlwissend, wie enorm schwer es morgen wird).


28. April 2017 um 15:48  |  598006

fg..einverstanden 😉


Susch
28. April 2017 um 15:52  |  598007

Sorry apollinaris
Völlig falscher Ansatz. Erstmal ist das keine Komplette Aushilfstruppe, und zweitens wäre das versteifen darauf das man woanders schon die Punkte holt alles andere als förderlich.
Letzte Saison lässt grüßen.
Ausserdem haben wir auch mit fast voller Kapelle auswärts bisher nicht viel gerissen.
Und was den Druck betrifft.
Der gehört nun mal dazu.
Man sollte den eher im positiven Druck umwandeln.
Schließlich kann man Bremen auf 7 Punkte distanzieren, oder zumindest den Abstand halten.
Das, und nichts anderes sollte das Ziel sein.
Egal wer da auf den Platz steht.


psi
28. April 2017 um 15:54  |  598008

Es ist von unseren jungen Spielern im Kader:
Meier, Mittelstädt, Kade, Baak und Torunarigha.
Torunarigha ersetzt Brooks und Mittelstädt ersetzt
Plattenhardt.
Und wenn Kalou wieder schwächelt,
kann Kade für ihn eingewechselt werden.
Wäre mein Vorschlag😉


Ursula
28. April 2017 um 16:20  |  598009

Sehr schön @ fg, dass Du anderen
Usern völlig zu Recht , die theoretische
Bedeutung eines „Sechs-Punkte-Spiels“
sehr plastisch und nachhaltig erklärst,
aber freundlich und „verständnisvoll“,
was mir nicht immer so gelingt….

….insbesondere wenn es sich um,
na lassen wir das! Gut so!


28. April 2017 um 16:36  |  598010

∆Susch.. naa, ich sehe das mal ganz anders als Du.
Ich würde als Trainer ganz normal motivieren: jedes Spiel ist ein Drei-Punkte-Spiel. Morgen können drei wichtige Punkte gewonnen werden, aber auch drei wichtige verloren. -Das ist djeden Spieltag dasselbe. Und dann gibt es spezielle Spiele. Auch diese sind dsehr unterschiedlich.
Mein Ansatz wäre morgen aber nicht: „ich erwarte von euch heute einen Sieg. Nix anderes als einen Sieh.!“ Gibt Spiele, wo ich derart scharf motivieren würde. Morgen nicht. Weil ich als Trainer weiss ( „kann heute leicht schief gehen, ohne dass ich die Truppe danach einnorden kann, werde)
Das habe ich gemeint. jetzt besser beschrieben?
Weil ich das Spiel korgen mottivationsmäßig für eines der einfachsten Spiele überhaupt halte. Kompliziert ist allenfalls die Art der Ansprache (Ton)
@ursula..ich hatte ich schon verstanden,- nur ein paar Umdrehungen tiefer versucht, zu bohren.
Du weisst schon: Gruppendynamik und so.. Kennste dich doch total gut aus 😉

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