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Dienstag, 3.10.2017

Quo vadis, Videobeweis?

(mey) – Der Tag der Deutschen Einheit war für Hertha ein Tag der Teilung. 14 Nationalspieler sind auf Reisen. Mehr als ein halbes Team also. Und so standen am Dienstagnachmittag nur elf Feldspieler und drei Torhüter auf dem Schenckendorffplatz.

Wer noch einmal lesen will, welcher Herthaner wo international unterwegs ist, der schaue bitte –>hier.

Stocker hat Knie

Trainer Pal Dardai ließ seine Trainingsgruppe in der ersten Einheit nach dem 2:2 gegen die Bayern am Sonntag zunächst ein paar Passübungen durchführen. Dann ging es auf einem kleinen Feld auf große Tore. Dabei zeigte sich, dass Davie Selke, der nach seiner Verletzung wieder im Teamtraining ist, noch ein wenig die Selbstverständlichkeit fehlt. Der Angreifer probierte zwar viel. Viel gelang ihm aber noch nicht.

Beim Training fehlte neben den Nationalspielern auch Valentin Stocker. Der Schweizer hat ein paar Probleme am Knie. Da wollen sie bei Hertha kein Risiko eingehen. Soweit der Dienstag.

Am Freitag bestreitet Hertha übrigens ein Testspiel gegen eine (ACHTUNG) „Polizeiauswahl“. Hände hoch, wer da gern dabei wäre. 14 Uhr, Amateurstadion. 

Weiser spielt immer

Am Mittwoch findet ihr in eurer Morgenpost ein größeres Stück über die Rotation bei Hertha. Kollege Bremer hat sich mal die Mühe gemacht und geschaut, wer wie viel bisher gespielt hat. Eine Erkenntnis erschließt sich schon beim ersten Blick: Mitchell Weiser spielt immer. Hier schon einmal die Grafik dazu (Wenn ihr draufklickt, könnt ihr die Grafik größer sehen):

 

Zum Abschluss haben wir noch zwei Umfragen für euch. Sie betreffen ein hochemotionalisiertes Thema: den Videobeweis. Wir sind gespannt auf eure Meinung.

Den Videobeweis finde ich bisher...

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Nach der Testphase wird der Videobeweis ...

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110
Kommentare

Paddy
3. Oktober 2017 um 18:49  |  621790

Ha!


Neuköllner
3. Oktober 2017 um 18:59  |  621792

Ho!


megman
3. Oktober 2017 um 19:01  |  621794

He !


dewm
3. Oktober 2017 um 19:05  |  621795

Hertha BSC!


Uwe Bremer
Uwe Bremer
3. Oktober 2017 um 19:07  |  621796

@RotationBerlin

oder Was macht der Trainer, wenn seine Stars unbedingt spielen wollen? – mein Morgenpost-Text samt Grafik


Traumtänzer
3. Oktober 2017 um 19:17  |  621797

892 Spielminuten bei Mitchell Weiser finde ich schon OK. Besser wären #1892 … 😉


Stiller
3. Oktober 2017 um 19:18  |  621798

Die Clickshow finde ich gut gelungen.

Um mal zu beginnen, muss ich sagen: wenn ich in mich hineinhorche, dann sind mir die „emotionalen“ Argumente zum Thema VB im Fußball bei weitem wichtiger als die rationalen.

Bin also auf der gleichen Linie wie dewm, @U. Kliemann (heute Abend in der ARD wieder „Wir sind die Neuen“) und @Ursula und so weiter …

Schön finde ich, dass ich bisher nicht den Eindruck hatte, dass es in diesem Blog primär darum ging, dass der Hertha ein Elfer aberkannt wurde. Es geht doch schon um die Grundsatzfrage.

Deshalb bringe ich mich auch bei den rationalen Fragen mit (hoffentlich) rationalen Gegenpositionen ein. Die emotionalen Beweggründe contra VB kann man ja mit wenigen Sätzen zusammenfassen.

Das ist bereits mehrfach geschehen.


Uwe Bremer
Uwe Bremer
3. Oktober 2017 um 19:18  |  621799

@Videobeweis

wir haben oben zwei Umfragen eingestellt.
Aktuell hat Schiedsrichter-Chef Lutz-Michael Fröhlich angekündigt, die Kriterien, wann der Videobeweis angewendet werden soll, werden die DFB-Schiedsrichter in dieser Länderspielpause noch mal schärfen.

Max Eberl, Sportdirektor von Gladbach, gibt den Spindoctor pro Videobeweis.

Max Eberl: Man darf nicht vergessen, dass wir über die größte technische Revolution im Fußball seit knapp 50 Jahren sprechen. Dass es nach wie vor Diskussionen gibt, war doch klar. Und dass es die eine oder andere Anlaufschwierigkeit gibt, war auch klar. Die Technik muss zuverlässig funktionieren, und die Menschen, die mit ihr umgehen, müssen sich an das neue Verfahren gewöhnen. Damit meine ich die Schiedsrichter, aber auch uns Verantwortliche. Definitiv haben wir durch den Videobeweis schon jetzt mehr richtige und gerechtere Entscheidungen gehabt als wir es ohne ihn gehabt hätten. Wir sind in einer Testphase, aber ich bin sicher, dass sich die Sache durchsetzen wird.

Quelle: borussia.de


Stiller
3. Oktober 2017 um 19:21  |  621800

Ich ziehe mal rüber:
————————————————————————————

Und sie bewegen sich doch …

Nach der Länderspielpause soll die Kritik an der Augmented Reality-Einführung in Fußballdeutschand durch eine Schärfung des Entscheidungsprofils entschärft und noch transparenter werden:

http://www.kicker.de/news/fussball/bundesliga/startseite/706733/artikel_froehlich_der-videoassistent-ist-keine-maschine.html


3. Oktober 2017 um 19:24  |  621801

Hände hoch, ich wäre am Freitag gern dabei!


Ursula
3. Oktober 2017 um 19:25  |  621802

Danke!


dewm
3. Oktober 2017 um 19:31  |  621803

SORRY @STILLER: Muss noch mal emotional werden… 😉

@KAMI um 9:39 Uhr: Ich diskutiere selbstverständlich mit Emotion. Worum geht es denn beim Fußballspiel sonst? Ich habe gestern beschrieben, wie ich die Anwendung des Videobeweises erlebte. Und wie lächerlich ich die Art der Auflösung, des in jenem Moment von mir als korrekt vermuteten Ergebnis (kein Elfmeter), empfand. Ich bin zu tiefst überzeugt, dass diese neue Regel dem Fußball schaden wird. Und dabei spielt es überhaupt keine Rolle, ob mein Verein in Summe häufiger auf der glücklichen Seite steht. Einem mir lächerlich vorkommenden Sport werde ich sicher keine Aufmerksamkeit mehr widmen. Wenn nur ich das in Zukunft so sehen würde, wird das keine Auswirkungen haben, sehen das aber viele wie ich, wären „Deine“ Arbeitsplätze wirklich futsch. Warum willst Du mit mir diskutieren? Deine Argumente haben nüscht mit Fußball zu tun und ansonsten lese ich immer nur, dass ein paar Szenen, die erst falsch beurteilt wurden, durch den VB korrigiert werden. ABER, das frage ich Dich: Zu welchem Preis? Ein paar Szenen werden „korrekt“ beurteilt und „richtig“ gestellt, aber was ist der Preis? Das Fußball im Stadion kein Spaß mehr macht? Weil man nur noch sehr vorsichtig jubeln kann, immer in der Angst, der Schiedsrichter fasst sich ans Ohr? Hier sehe ich keinen Ansatz für eine Diskussion. Der Videobeweis ist für den Fußball noch schädlicher, als ich vor der Saison befürchtet habe.

Hoffnung macht mir, dass Du nun bereits auf dem Rückzugsgefecht zu sein scheinst, denn wenn Du nun sogar mit von SEUCHE zusammenfantasierten „positiven“ Nebeneffekten kommst, dann bleibt Dir nicht viel. Denn Du sagst es ja um 11:27 Uhr ganz offen:

„Und es ist auch klar, das mit der Einführung eines solchen Systems sich die Regeln des Fußballs ändern/angepasst werden. Das und nichts anderes ist bei allen Sportarten, bei dem ein Videobeweis eingesetzt wird, vorgefallen.“

Wegen ein paar aufgeklärter (und „umgedrehter“) Situationen und dem einen oder anderen Nebeneffekt soll das Spiel verändert werden? Woher nimmst DU die Sicherheit, dass der Fußball in der jetzigen Form diese Regeländerung überlebt?

Deine Frage von 9:39 Uhr ist korrekt:

„Wie schnell werden aus Fehlentscheidungen Konsequenzen gezogen?“

Genau. Deshalb meine Antwort: Die „aktive Testphase“ sollte rasch beendet werden! Der Videobeweis ist im Fußball nicht praktikabel.


Stiller
3. Oktober 2017 um 19:36  |  621804

OK, dann werde ich auch mal emotional und ergänze:

…, ohne die Seele dieses Sports zu verraten …


3. Oktober 2017 um 20:01  |  621805

Mein Herbstnachmittag im Olympiapark, der vieles zu bieten hatte.

Sonne, Wind und Regen

Einen 3:1 (0:1) Sieg der Hertha U23 gegen Budissa Bautzen.
Die Gäste kontrollierten bis zum Halbzeitpfiff über weite Strecken das Spiel. Im Verlauf der 2. Hälfte brach Budissa ein – ob 3 Auswechslungen infolge Verletzungen die Ursache oder ein konditioneller Rückstand vermag ich nicht zu sagen. Ab der 70. Minute ließ nur noch Hertha Ball und Gegner laufen und Pronichev schoss 2 Tore. Nur ein Rückpass brachte noch einmal Gefahr für das Herthator in der letzten Spielminute – der Bautzener Schütze traf das Außennetz.

Training bei den Profis
Es nahmen rege teil Klinsmann, Kraft und Smarsch; Palko Dárdai, Esswein, Friede, Kade, Kurt, Mittelstädt, Lustenberger, Selke, Skjelbred, Stark, Weiser

Das Spiel in Viererteams (eins davon mit Kraft als Feldspieler) auf kleinem Feld ist sehr rasant. Dárdai, Friede und Kade gingen das Tempo voll. Ich bin mir nicht sicher, ob Selke (erst seit 1 Woche im Mannschaftstraining) diese Spielform kannte. In meinen Augen bewegt Davie Selke sich gut und der Trainer kann in jederzeit holen, wenn er ihn braucht.


3. Oktober 2017 um 20:03  |  621806

Dafür braucht es weitere Spiele Traumtänzer
3. Oktober 2017 um 19:17 | 621797

892 Spielminuten bei Mitchell Weiser finde ich schon OK. Besser wären #1892 … 😉


monitor
3. Oktober 2017 um 20:11  |  621807

Bislang wurden Fehlentscheidungen immer mit dem Etikett Tatsachenentscheidung versehen, wie die richtigen Entscheidungen auch. Ein nachträgliches Korrigieren einer SR-Entscheidung war undenkbar. Nun wurde dieses Dogma aufgebrochen, wenn auch nur ein bisschen.
Ich finde den Videobeweis an sich gut als Ansatz, aber wie sie es umgesetzt haben, ist unter aller …Würde.

Wie schon oft hier beschrieben, VS darf nur eingreifen, wenn der Irrtum des FS absolut klar ist.
Videobeweis darf auch nachträglich Tatsachenentscheidungen vor dem Sportgericht korrigieren, wenn dadurch grobe Unsportlichkeiten, wie Schwalben, Fouls oder Tätlichkeiten bei Rudelbildungen geahndet werden können, die der FS nicht richtig beurteilt hat.

Spucken, Schwalbe, Tätlichkeiten 3 Spiele Sperre für den Spieler.
Schwalbe muß eindeutig sein, gefallen und nicht reklamiert ist keine Schwalbe.

Das wäre mein Ansatz.

Elfer, nö doch nicht, VB gefordert vom Spieler, VS interveniert, kann aber auch nicht mehr sagen als: „ich habe da Zweifel!“, und im Nachhinein alles falsch kann nicht die angestrebte Lösung sein.

Kurzum: Der Videobeweis soll den Vorteil des Fernsehzuschauers gegenüber dem Schiedsrichter reduzieren helfen. Er darf aber nicht die Zuschauer im Stadion schockieren.


3. Oktober 2017 um 20:11  |  621808

Vielleicht bin ich, altersbedingt, ja ein wenig oldschool, nicht alles Neue und Moderne ist in meinen Augen eine Bereicherung.

Das gilt unter Anderem für den Videobeweis. Kann gerne wieder abgeschafft werden. Lasst den Fussball wie er ist.

Trotzdem denke ich, in der Praxis wird er erst mal bleiben, und man wird versuchen ihn zu verbessern.


Seppel
3. Oktober 2017 um 20:43  |  621810

Also gut, obwohl meine Meinung oder Äußerungen kaum Beachtung finden, darum geht es mir auch nicht wirklich, nochmal ein Hinweis von mir:
mir geht es ausschließlich um Emotionen! Wann darf ich zukünftig an der richtigen Stelle jubeln? Nach dem der Ball das Netz ausbeult oder einer der vielen Schiedsrichter nach „langer“ Zeit (safe) das Tor bestätigt hat? Ich möchte nicht mit Kontrolle jubeln. Jedem seine Meinung! Mir als Fußballer ist das suspekt. Ich will wenn das Ding im Netz zappelt oder der Schiedsrichter auf Elfmeter entscheidet meinen Gefühlen Ausdruck geben und mich nicht erst sachte vom Sitz erheben und abwarten was nun entschieden wird!!!


hurdiegerdie
3. Oktober 2017 um 21:19  |  621811

http://www.spiegel.de/sport/fussball/bundesliga-videobeweis-das-darf-doch-nicht-var-sein-kommentar-a-1168530.html

Doch zurück zum Videobeweis. Warum schafft es der Fußball nicht, sich unaufgeregt mit Neuerungen auseinanderzusetzen? Weil er sich für so unglaublich wichtig hält. Weil er in einer Art überhöht wird, wie es in anderen Sportarten niemals passieren würde. Hockey, Basketball, Eishockey, Tennis – Video-Unterstützung gibt es in vielen Bereichen, sie gehört mittlerweile einfach dazu.

So wie den Zuschauern bei großen Tennisturnieren das Warten auf eine „Hawk-Eye“-Entscheidung eine neue Facette verschafft hat, könnte dies der Videobeweis im Fußball auch. Wer beim Heimspiel des Hamburger SV gegen Leipzig im Stadion war, die Anspannung beim Videobeweis zum vermeintlichen Elfmeter für Timo Werner wahrgenommen und den anschließenden Jubel der HSV-Fans mitbekommen hat, weiß, dass der Videobeweis auch bereichernd sein kann. Stattdessen wird darüber lamentiert, man könne den Torjubel nicht mehr genießen. Echt jetzt?

Man möchte dem grummelnden Volk zurufen: Beruhigt Euch, ist nur Fußball.


Herthapeter
3. Oktober 2017 um 21:23  |  621812

Ich bin hier eindeutig bei @Max Eberl.

Er darf gerne öfter hier schreiben! 🙂


schnitzel
3. Oktober 2017 um 22:14  |  621815

Man kann über die praktische Umsetzung diskutieren, das war bislang noch nicht das Gelbe vom Ei. Man kann und muss über den Modus reden, wann und wer den VB anstoßen bzw. fordern kann*. Aber wie um Himmels Willen kann man grundsätzlich gegen die beste Neuerung im Fußball seit Jahrzehnten sein, die zum ersten Mal seit langer Zeit wieder Hoffnung auf einen faireren Sport macht? Dieses „lassen wir den Fußball wie er ist, es braucht keine Verbesserungen“ ist eine Attitüde, die ich nicht ernst nehmen kann. Das ist so, als würde man sich gegen E-Mail und Internet wehren, weil das Faxgerät doch so gut funktioniert. Hier wurde auch in den Raum gestellt, dass man sich bei einem Tor der eigenen Mannschaft nicht mehr freuen darf. Das ist nur lächerlich und vielleicht auch gezielt polemisch. Niemand kann freudige Fans aufhalten, v.a. wie oft ist es bisher vorgekommen, dass der Schiedsrichter nicht gleich auf Mittelauflage gezeigt, sondern am Headset gegriffen hat? Eine Diskussion über VB Ja oder Nein macht null Sinn, es kann nur darum gehen, wie man den VB optimiert.

*die FIFA hat eh schon mind. 10 Jahre in Sachen Technik verschlafen. Jetzt wäre es an der Zeit, sich die Praxis in anderen Sportarten anzusehen. Es wurde hier völlig zurecht schon mehrmals die NFL genannt. Da können die Headcoaches 2x pro Spiel eine wesentliche Entscheidung „challengen“, d.h. einen Review verlangen. Diese Reviews gehen schneller als jede Auswechslung ab Min. 75. Das hält jeder Fan der Welt aus. Man muss es halt auch zulassen, dass die Sportart ein Stück gerechter wird. Und dass es Zeit braucht, kann niemanden überraschen. Die BL ist – leider, oder vielleicht auch „nicht leider“ – ein Forschungslabor mit einigen hundert Versuchskaninchen. Auch darüber kann man diskutieren, inwiefern eine andere Liga dafür sinnvoller gewesen wäre. Unter dem Strich dient es aber der guten Sache und es wird definitiv besser.

Ich habe meine Hoffnung nicht begraben, dass dieser Sport wieder fairer wird, dass sich die Fußballer irgendwann einmal weniger wie Arschlöcher sondern wie faire Sportsmänner verhalten – siehe wieder viele/alle? andere Sportarten – und dass weitere sehr gute Ideen besser heute als morgen umgesetzt werden (allen voran 60 min Gesamt-Netto-Spielzeit oder Spieluhr ab 75./80. Min. bei jeder Unterbrechung anhalten) und dass das bisherige Regelwerk konsequenter gepfiffen wird : Jede Unsportlichkeit, jede Reklamation (auch jedes Affen-Gebrülle), jede Schauspielerei (auch Schwalben ohne Reklamation sind Schwalben) muss ohne Wenn und Aber mit Gelb geahndet werden. Warum klappt das in allen anderen Sportarten so gut, nur im Fußball so schlecht? Das ist unnötig, weil die Regeln schon längst da sind. Die Schiedsrichter müssen nur mal endlich anfangen ordentlich durchzugreifen und wenn es sein muss auch mal ein Spiel wegen zu vieler Gelb-Roten und zu weniger Feldspieler vorzeitig abzupfeifen. Früher oder später lernen es die Herren Fußballer.


Seppel
3. Oktober 2017 um 22:22  |  621816

Oho, jetzt werden aber schwere Geschütze aufgefahren 😅.


Exil-Schorfheider
3. Oktober 2017 um 22:29  |  621817

hurdiegerdie
3. Oktober 2017 um 21:19 | 621811

Bin ich absolut bei Dir!
Ich hatte hier seinerzeit von einem Elfer für Schalke berichtet, der per VB gegeben wurde.
Emotion pur in der großen Turnhalle…

———

Apropos Turnhalle:

@coconut

Auswärtssieg beim Vize-Meister der letzten Saison… heute brennt der Baum…


Bennemann
3. Oktober 2017 um 22:30  |  621818

ich finde, der NFL-Vergleich hinkt gewaltig, da Football nicht auf einem flüssigen Spielablauf fußt, sondern auf ein ohnehin durch Unterbrechungen geprägtes Spiel.

Warum befürwortet ihr alle, dass Reklamationen bestraft gehören?


Ursula
3. Oktober 2017 um 22:32  |  621819

Lieber „hurdiegerdie“
3. Oktober 2017 um 21:19

„Man möchte dem grummelnden
Volk zurufen: Beruhigt Euch, ist
NUR Fußball.“

GANZ GENAU so isses eben…

…kein Tennis, kein Eishockey,
kein Basketball und, und, und,
eben NUR FUßBALL, den JEDER
so auch versteht, verstanden hat!

Diese „Jubel-Attitüde“ ist doch
ein ECHTES Argument, wenn denn
Zehntausende z. B. im Oly „Tooor“
brüllen und es dann „weggebeamt“
wird! Ist das erstrebenswert…

Ich spiele seit „66 Jahren“ Fußball
und habe mich (fast) nie über Fehl-
entscheidungen in diesem Sport
aufgeregt, im Gegensatz zu anderen,
auch HIER, bis vor ein paar Monden!

UND nun ALLES reziprok, gedreht??

Warten auf Godot (aus Köln!)…???


schnitzel
3. Oktober 2017 um 22:38  |  621820

@ Bennemann,

du fragst jetzt aber nicht wirklich allen Ernstes, warum eine Unsportlichkeit mit Gelb geahndet werden soll?

@ Seppel, höchste Zeit, bei so manch abenteuerlicher Wortspende hier..


monitor
3. Oktober 2017 um 22:43  |  621821

@schnitzel
Weil auch die beste Neuerung Murks sein kann, denn es gab kaum eine. Somit ist die beste relativ. Ausser das passive Abseits, das war auch nicht so toll!


hurdiegerdie
3. Oktober 2017 um 22:52  |  621822

Ursula
3. Oktober 2017 um 22:32 | 621819

Ich hoffe, es ist klar geworden, dass dies ein Zitat aus dem verlinkten Spiegelkommentar ist.

Aber in der Tat, es trifft meine Meinung ganz gut.

Ich finde auch, dass der bisherige Videobeweis gar nicht so schlecht läuft. Nachdem ich jetzt erfahren haben, was ich so nicht wusste, dass jedes Tor und jeder Elfmeter überprüft wird, muss man sich selber vielleicht auch fragen, ob ein klares Abseitstor wirklich ein klares Abseitstor war. Man muss sich fragen, ob ein gegebener Elfmeter, der nach eigener Meinung klar keiner war, vielleicht doch einer war, oder zumindest nicht so klar keiner war. Zumindest haben diese Entscheidungen zunächst der Hauptschiedsrichter, die Linienrichter entschieden und der Videoassistent hat es nicht klar umentscheiden können. Da sitzen und stehen also mehrere Profis, die so „zweifach“ entschieden haben, was ich nicht wahrhaben will.

Letztendlich sind diese Beispiele der „Videobeweise“ aber alles auch Entscheidungen, wie sie vorher ohne Videoüberprüfung getroffen worden wären.

Es sind also die falschen Umentscheidungen, die ich bewerte. Aber wie viele davon gab es ausser bei Hertha?

Tja der Jubel, der einem im Halse stecken bleibt. Aber hatten wir den nicht auch, wenn das Tor nicht gegeben worden ist. Und jetzt können wir vielleicht dann mnchmal auch zweimal jubeln, beim Tor und dann noch, wenn es der Videobeweis bestätigt.

Ich muss aber auch sagen, dass mir der Videobeweis nicht so wichtig ist. Wenn deswegen Leute wie DEWM, die ich kenne und als wahre Herthafans und Stadiongänger kenne, nicht mehr ins Stadion gingen, würde mir das in der Seele wehtun. Dann lieber keinen Videobeweis.


Ursula
3. Oktober 2017 um 23:06  |  621823

@ hurdie

Danke für Deine intensive Antwort!
Natürlich gefällt mir Dein letzter
Satz am Besten…

Es geht doch um „UNS“, um uns
Stadiongänger, auch um diese,
mit Abstrichen, „SKY-Couch-Potatoes“…

Nicht immer gilt „Verstand“ vor
Leidenschaft…

Grüßle! Nächtle!


Stiller
3. Oktober 2017 um 23:18  |  621824

🙂


coconut
3. Oktober 2017 um 23:25  |  621825

@ Exil-Schorfheider 3. Oktober 2017 um 22:29 | 621817
Prima.
Ich hatte schon befürchtet, nun geht nicht mehr so richtig was, da ihr das Spiel davor ja recht deutlich verloren hattet.
Na dann hoch die Tassen… 😉


coconut
3. Oktober 2017 um 23:38  |  621826

#Videobeweis
Weniger wäre mehr……
Warum nur hat man nicht den Popo in der Hose und gewährt, wie in anderen Sportarten auch, jedem Team ein Einspruchsrecht? Jeweils 1x je Hz und wenn es berechtigt war, bleibt das Recht bestehen.
Mit dieser undurchsichtigen Art und Weise wie es zur Zeit läuft, ist das Murks. Keiner (außer den direkt beteiligten) weiß genau, was da gerade abgeht. Das ist wie „Gemauschel im stillen Kämmerlein“.
Das kann und sollte nicht so bleiben.

Ansonsten darf der VS nur dann den Schiri informieren, wenn etwas gravierendes außerhalb seiner Wahrnehmung passiert. Oder bei krassen Irrtümern (zB. falschen Spieler eine Karte gezeigt)
Aber jedes Tor oder vermeintlichen/tatsächlichen 11er erst mal grundsätzlich gegen checken?
Nö, das raubt dem Spiel eine ganze Menge an Faszination und Emotion.
Wenn ein Team der Meinung ist, das Tor wurde aus einer Abseitsposition erzielt (oder ansonsten nicht regelgerecht), können sie Einspruch einlegen.
Aus die Maus.


Bennemann
3. Oktober 2017 um 23:49  |  621827

@schnitzel: Was ist daran unsportlich, eine eigene rechtliche Beurteilung eines Sachverhalts zu begründen und die daraus resultierende Folge zu beantragen?

Was ist daran unsportlich, wenn ein gefoulter Spieler der Meinung ist, das an ihm verübte Foul müsse mit einer Karte bestraft werden?

Was ist daran unsportlich, wenn ein Spieler, der eine Schiedsrichterentscheidung in Frage stellt, eine weitere Sachverhaltsaufklärung begehrt?

Was ist daran unsportlich, wenn ein Spieler die Beurteilung des Schiedsrichters nicht teilt und als Ausdruck dieser inhaltlichen Divergenz hämisch Applaus gibt?

Das sind im gewöhnlichen Leben vollkommen akzeptierte und seit Ewigkeiten praktizierte Rechte! Diese Rechte dürfen Fußballer aber nicht in Anspruch nehmen? Warum?


dewm
3. Oktober 2017 um 23:52  |  621828

@SEPPEL um 20:43 Uhr: ICH, ich der dewm, ich habe Deine Äußerung beachtet und ich teile sie. Ich frage mich schon seit Wochen: Sind es (nach URSULA) die „SKY-Couch-Potatoes“, von denen einige nicht mal selber „intensiv“ Fußball gespielt haben, die UNS und die Emotionen des Stadions nicht verstehen? Es ist klar, Entscheidungen werden „regelgerechter“, wenn man sie mit unterschiedlichsten Einstellungen und (Super-)Zeitlupen am Bildschirm betrachtet. Aber jene, die das als Unterstützung fordern, wollen ein anderes Spiel als das, über das wir uns hier seit Jahren austauschen. BENNEMANN hat absolut RECHT! Wenn ich über Fußball spreche und diesen denke, muss ich die Automatismen des Spiels Fußball bedenken, wenn ich über dessen Regeln richten will.

Ich bitte alle zu bedenken, es geht um das SPIEL! Es geht nicht um eine niemals zu erreichende Gerechtigkeit! Das SPIEL muss Freude oder besser Ablenkung bringen. Das Spiel, deren Teil ein Schiedsrichter mit dessen Entscheidungen ist, lebt von Emotionen – Unterbrechungen schaden den Spielern und den Zuschauern. Das SPIEL ist nach 90 Minuten beendet. Diskussionen dauern dann Stunden, Tage, manchmal Wochen und von einzelnen Anekdoten zehren wir ein Leben. Je „unrunder“ je intensiver…


dewm
4. Oktober 2017 um 0:55  |  621829

@HURDIE um 22:52 Uhr, DANKE für Deinen letzter Absatz (HU HU URSULA!): Noch ist es nicht soweit. Meine Dauerkarte werde ich schon im Stadion absitzen… 😉 Außerdem bin ich Beobachter. Am Sonntag waren es nicht meine Emotionen mit denen „gespielt“ wurde. Ich hatte ja vorher verstanden, ein Elfmeter-Pfiff bedeutet in dieser Saison nicht, dass auch ein Elfmeter erfolgen würde. Traurig, dass es in der Situation so war. Die Dynamik jener Situation (ich mache hier auf den durchs Raster gefallenen Kommentar HerthaBarcas aufmerksam), machte die Rücknahme der Entscheidung doch sehr „fraglich“… Ich blieb sitzen, neben mir standen alle und ballten (im übertragenen Sinne) die Fäuste. Es war nicht das erste schöne direkte Spiel unsere Jungs in den Strafraum. Die Szene hast DU gesehen. Alles (in blau-weiß) stand und war in freudiger Erwartung… Den Rest habe ich bereits gestern kommentiert.*

Was ich ausdrücken will ist doch, wenn der Pfiff erfolgt ist, ist er erfolgt. Weshalb können wir das nicht akzeptieren? Auch wenn wir uns ärgern, wenn wir negativ betroffen sind und schimpfen? Auch das Schimpfen und Pfeifen sind Emotionen und die gehören zum Fußball im Stadion. Die Schiedsrichter der letzten hundert Generationen konnten mit deren Entscheidung leben. Und das (sowohl Emotionen und Schiedsrichter-Gewissen) im Gegensatz zu Basketball und American Football oder was weiß ich…

ABER @HURDIE: Kämpfe weiter für die Sache, die Du für richtig hältst, so wie ich das auch tue. Ich finde es sehr traurig, dass Du so selten im große Stadion unsere Emotionen teilen kannst. Ich bin sicher, DU hättest eine andere Meinung zum Videobeweis, wenn DU (ausgestattet mit Dauerkarte) immer da sein könntest. Denn die Emotionen im großen Rund sind das Elixier. Elfmeter für uns und Tor wirken besonders. Und wenn wir gewonnen haben, ist alles andere nachrangig. Und genauso ist es überall. Das ist Fußball. Und das ist gut!

_____

*Ein Abseitstor erkennt man dagegen im Stadion sehr schnell. Die Fahne den Linienrichters ist dann verdammt oben…


Tojan
4. Oktober 2017 um 1:06  |  621830

@dewm
ich hab ne dauerkarte, ich war am sonntag im stadion und ich bin immernoch für den videobeweiß. emotionalität tötet nicht bei jedem die sachliche beurteilung von aspekten.


dewm
4. Oktober 2017 um 1:20  |  621832

@tojan: Na dann… Sei wofür Du es für richtig hältst. Der Videobeweis ist Realität. Auf die „sachliche Beurteilung von Aspekten“!


4. Oktober 2017 um 1:35  |  621833

noch mal zu den Emotionen..Also ich hatte mal ne Dauerkarte ; letzte Saisn war ich häufig im Oly und in dieser Saison war ich bei jedem Spiel dabei.- Ich hoffe ich bin jetzt emotional genügend legitimiert, etwas zu äußern..? 🙂
Wie lief das beim 11m?- zuerst springe ich fett hoch, mit geballter Faust und felsenfest davon überzeugt, dass es richtig war (ich bleibe schon mal sehr entspannt sitzen, wenn neben mir die Jungs aussticken -weil ich mir sicher bin, es wird abgepfiffen- aber das war ein klares Ding)
Dann ne Traube beim Schiri, ich ahne Schlimmes. In meiner Umgebung ( sehr ruhiger Block, ) z.T. Unverständnis, Fragezeichen, man hört viele Belehrungen und Fragen..Ich setze mich wie ein Schüler, der auf seine Note wartet. Dann das Unvermeidliche, wenn es um meine Hertha gegen Bayern geht..: der Schiri trabt zur Videoecke und bleibt und bleibt und bleibt..da war mir alles klar:“das wird nix.“Und gleichzeitig denke ich allerdings zornig: “ wie kann das glasklar sein, wenn der Nappel so lange braucht?-Schiebung!“)- Der angepasste Zuschauer in mir spricht altklug zu seinen Sitznachbarn: “ so ein Mist..scheint keiner gewesen zu sein!“- dann erhalte ich ne sms, da steht von meinem Sky-Zuseher“ war kein 11m“- Na gut..abgehakt.
Das war das Auf und Ab..Jetzt mal ne ganz blöde Frage von mir: “ das ist doch kultivierbar?- Bei pro-Entscheidung freut man sich dann noch mal..und bei Verwandlung des Strafstosses: noch einmal . Vielleicht sind sogar mehr Emotionen im Spiel?-Allerdings, ich gebe zu: ein heftiger coitus interruptus isses schon.-Aber das mussten wir ja auch irgendwann mal lernen..das Hinauszögern..
Ach, ich bin einfach hin-und hergerissen..


m69
4. Oktober 2017 um 5:27  |  621845

@bennemann
Klar sind Reklamationen in gewissen Maßen in Ordnung und rechtens.
Nur gibt es Spieler, die wegen jedem Furz ne Karte/Elfmeter oder sonst was fordern, was einfach unsportlich ist und zu selten bestraft wird. Dazu komnt, dass es häufig die gleichen Protagonisten sind, die ständig lamentieren. An die Fratzen hat man sich schon gewöhnt…
Das finde ich ebenso erschreckend wie – man zumindest in D, in UK sieht das schon besser aus – als Schwalbenkönig fast Narrenfreiheit hat.
Das geht mir auf den sac* und wenn ich Boateng oder sonst wen mit verzerrten Gesicht und Rechtecke in den Himmel malend auf den Schiri zustampfen sehe, kriege ich richtig Plaque, egal ob gerechtfertigt oder nicht.

VB
Die Schiedsrichterei ist grundsätzlich reformbedürftig im Fußball.
Videobeweis ist ja ein ganz nettes Feature, aber total inkonsequent umgesetzt. Und das liegt mMn vor allem daran, dass die Art und Weise zu pfeifen ein Flickenteppich ist, der sich über Jahrzehnte entwickelt und daher einfach keine Struktur hat.
Dazu lastet teilweise ein viel zu hoher Druck auf den Schiris.

Es gilt den ganzen Brei Mal zu entwirren, klare Verhaltensweisen den Schiris mitzugeben. Es gibt zu viel “ ähm, ja gute, ist Ermessen, ähh, ja ne ist klar“-mentalität und da sind die großen Verbände gefordert.
Es wird nie ein hundertprozentig fairen und sauberen Ablauf geben, will ja auch keiner. #emotion
Doch die Entwicklung der letzten Jahrzehnte ist einfach Murks.

Schlaflos in Neukölln…ist Vollmond?


4. Oktober 2017 um 8:35  |  621849

DaWa 063 – Elchtest und Zellen-Uli

Es bleibt dabei: Hertha fährt auf der Leistungsachterbahn.

Einem müden Kick in Östersund, bei dem kein Elch aufgeweckt wurde, folgte ein großartiges Unentschieden in Berlin gegen die Bayern.

Außerdem geht es um laute Nebengeräusche: die Debatte um den Videobeweis beschäftigt auch uns. Hertha ist zum zweiten Mal in Folge direkt davon betroffen. Beide Male zu unserem Nachteil.

Zuletzt ziehen wir ein Resümee nach dem ersten Schwung englischer Wochen.

Zwischendurch schweifen wir ab.


Tf
4. Oktober 2017 um 9:08  |  621850

Sicher habe nicht nur ich mich in der Vergangenheit oft gewundert, warum hier bei immerhertha manche Diskussionen geführt werden und dann aus dem Ruder laufen und unter den Anhängern des gleichen Fußballvereins Grabenkämpfe entbrennen. Durch einen Zufall fand ich in einem Forum nun die Antwort. Zitat:

„8.00h: Mir ist langweilig. Ich poste in einem Hundeforum die Frage „Ist Frolic oder Pedigree das bessere Futter für meinen Hund ?“
8.05h: 47 Antworten. Man beschimpft mich wechselweise als Geizhals, Idiot oder Tierquäler
8.10h: 37 VEGAN lebende BARFER und 53 Verfechter von Trockenfutter streiten sich in 246 Antworten um die einzig wahre Wahrheit der Hundeernährung.
8.15h: Die 37 vegan lebenden Barfer und 53 Verfechter von Trockenfutter haben sich darauf verständigt, den Tierschutz und das Veterinäramt zu verständigen, man solle mir den Hund wegnehmen.
10.00h: Vor meiner Haustür steht ein völlig erschöpfter Paketbote. Er überreicht mir ein 75 kg schweres „Starter-Paket“ von Frolic.
10.01h: 5 militante Barfer erscheinen, schlagen den Paketboten zu Boden und versuchen so, die Zustellung in letzter Sekunde zu verhindern.
10.05h: 75 kg Frolic-Produkte fliegen durch die Gegend, 100 Dosen Nassfutter rollen über die Straße und blockieren den Verkehr.
10.10h: Ein zweiter Paketbote versucht, ein 10 kg Probepaket Pedigree zuzustellen.
10.11h: Die 5 Barfer haben ihn kastriert. 10 kg Pedigree liegen in meinem Vorgarten.
10.15h: 59 Krähen und 17 Elstern sind in meinem Vorgarten gelandet. Hitchcocks Vögel sind ein Scheißdreck dagegen! Sie stürzen sich auf das Frolic.
10.20h: Der Paketbote kommt langsam wieder zu sich und stöhnt. Mein Hund versucht, die Krähen zu fangen.
10.30h: Die Polizei kommt.
10.31h: Die rabiaten Barfer flüchten
10.35h: Ich habe mich mit den Ordnungshütern geeinigt: Wenn ich das Dosenfutter dem Tierheim spende und die Straße reinige, komme ich mit einer Verwarnung davon.
10.45h: Die Krähen und Elstern haben das ganze Frolic gefressen.
10.50h: 2 Krankenwagen holen die verletzten Paketboten ab.
10.52h: Mein Hund hat Federn im Maul.
10.55h: Da meinem Hund die Frischkost so gut schmeckt, beschließe ich ab morgen zu barfen.
11:00h: Ich sitze auf meinem Sofa, trinke einen Kaffee und mir ist langweilig…
12:00h: Und weil mir immer noch langweilig ist, schreibe ich im veganen Elternforum, dass ich als alleinerziehender Vater mein Baby statt mit Nivea lieber mit einer Speckseite abreibe, weil die Haut dann so schön glänzt.“
Tja und bei manchen kommt dann der immerhertha-blog. 😁

Eine schöne Restwoche wünscht der Tf


Susch
4. Oktober 2017 um 9:17  |  621851

@ Tf
👍


wilson
4. Oktober 2017 um 10:07  |  621852

Es existiert der Spruch, vor Gericht gäbe es keine Gerechtigkeit, sondern ein Urteil.

Diesen Spruch wende ich auf das Videogericht / den Videobeweis an.
Und vermutlich bin ich nicht der Erste, der dies in Zusammenhang bringt.


Seppel
4. Oktober 2017 um 10:28  |  621854

Ich gebe gerne zu es gibt einiges neu zu „regeln“ im Fußball. Aber bitte nicht die Tatsachenentscheidung! So oft sie hart und auch zuweilen falsch sei, ist sie ein elementarer Bestandteil des eigenen Sport Fußball!!!
Anders sehe ich es bei Schwalben und zum Beisp. aggressives meckern gegen Schiedsrichterentscheidungen! Hier kann gerne gegen entschiedener angegangen werden. Allerdings meine ich, wären hier zur „Bekämpfung“ bzw. zur „Erziehung“ schon genug Möglichkeiten vorhanden. Alleine wenn der Schiedsrichter seinen Assistenten an der Außenlinie mehr Entscheidungsgewalt einräumen könnte, dürfte……. Gerne auch Torrichter die nicht nur an der Torauslinie herumhampeln sondern auch aktiv an der Entscheidungsfindung teilnehmen.
AKTUELL:
Nun auch noch das DAZN sicher EL Rechte für 3 Jahre!


Seppel
4. Oktober 2017 um 10:28  |  621855

Ich gebe gerne zu es gibt einiges neu zu „regeln“ im Fußball. Aber bitte nicht die Tatsachenentscheidung! So oft sie hart und auch zuweilen falsch sei, ist sie ein elementarer Bestandteil des eigenen Sports Namens Fußball!!!
Anders sehe ich es bei Schwalben und zum Beisp. aggressives meckern gegen Schiedsrichterentscheidungen! Hier kann gerne gegen entschiedener angegangen werden. Allerdings meine ich, wären hier zur „Bekämpfung“ bzw. zur „Erziehung“ schon genug Möglichkeiten vorhanden. Alleine wenn der Schiedsrichter seinen Assistenten an der Außenlinie mehr Entscheidungsgewalt einräumen könnte, dürfte……. Gerne auch Torrichter die nicht nur an der Torauslinie herumhampeln sondern auch aktiv an der Entscheidungsfindung teilnehmen.
AKTUELL:
Nun auch noch das! DAZN sichert sich EL Rechte für 3 Jahre!


hurdiegerdie
4. Oktober 2017 um 11:12  |  621856

coconut
3. Oktober 2017 um 23:38 | 621826

Du sagst:
„Ansonsten darf der VS nur dann den Schiri informieren, wenn etwas gravierendes außerhalb seiner Wahrnehmung passiert. Oder bei krassen Irrtümern (zB. falschen Spieler eine Karte gezeigt)
Aber jedes Tor oder vermeintlichen/tatsächlichen 11er erst mal grundsätzlich gegen checken?
Nö, das raubt dem Spiel eine ganze Menge an Faszination und Emotion.“

Ich:
Ich weiss nicht, ob hier ein Misverständnis vorliegt. Wenn ich es richtig verstehe, WIRD jedes Tor und jeder Elfmeter überprüft. Das läuft aber im Hintergrund ab, wir bekommen davon gar nichts mit, wenn es keinen Einspruch beim Feldschiedsrichter gibt.
Nur wenn es einen „Einspruch“ gibt, bekommen wir das mit.

Deshalb mein Plädoyer: Nicht bei jeder Szene, wo man meint es wäre eine falsche Entscheidung rufen: „Warum gibt es hier keinen Videobeweis, das ist doch alles Mist.“ Vermutlich gab es eine Überprüfung, sie hat nur nicht dazu geführt, die Entscheidung des Feldschiedsrichters in Frage zu stellen.

Für uns würde das dann heissen, sich selbst nochmals zu überprüfen, ob man die „Fehlentscheidung“ des Feldschiedrichters nicht vielleicht selber falsch gesehen hat.


rasiberlin
4. Oktober 2017 um 11:14  |  621857

@ Tf

🙂


Blauer Montag
4. Oktober 2017 um 11:32  |  621858

Ähnliches schreib opa vorgestern.

wilson
4. Oktober 2017 um 10:07 | 621852


Blauer Montag
4. Oktober 2017 um 11:37  |  621859

Du hast die Woche gerettet Tf. 😆

4. Oktober 2017 um 9:08 | 621850 😆


wilson
4. Oktober 2017 um 11:47  |  621860

@Blauer Montag

Dann habe ich es wahrscheinlich @Opas Kommentar gelesen und war zu Recht beeindruckt. Und hatte heute wieder vergessen, dass ich es hier las.
Wo auch sonst.


U.Kliemann
4. Oktober 2017 um 12:05  |  621862

Die EL nächste Saison bei DAZN.Schöne neue
Fußballwelt!


Tf
4. Oktober 2017 um 12:09  |  621863

Ach und ich bin gegen Videobescheiß. Eine
Fehlerquelle mehr…

Nu stürzt euch drauf.


Uwe Bremer
Uwe Bremer
4. Oktober 2017 um 12:09  |  621864

@DAZN

wie hier schon vor Monaten mitgeteilt:
In der Champions League von 2018 bis 2022 werden sich SKY und DAZN die Rechte teilen. Heißt: SKY hat 34 Exklusivspiele – DAZN 104.

Europa League

SKY hatte für die Europa-League-Rechte des kommenden Zyklus kein Angebot abgegeben)

DAZN hat die Rechte an den 205 Europa-League-Partien erworben. 15 davon sollen im frei empfangbaren Fernsehen übertragen werden. Noch ist offen, an welchen Sender dieses Paket geht. Als Favorit gilt NITRO.

Perspektive: Der eine oder andere SKY-Abonnent wird sich fragen, ob der Preis, den er für sein Abo bezahlt, noch gerechtfertigt ist.


Tf
4. Oktober 2017 um 12:13  |  621865

Dann lieber 12 Geschworene pro Spiel paritätisch besetzt.
Den Vorschlag dass die vier weiblichen Geschworenen (drei aus Westdeutschland, eine aus Ostdeutschland) keine Aussagen zu Abseits machen dürfen, unterstütze ich allerdings nicht. Jeder der 12 soll das gleiche Stimmrecht haben.


Exil-Schorfheider
4. Oktober 2017 um 12:20  |  621866

4. Oktober 2017 um 12:50  |  621868

Toll @ ub.

Und Nitro braucht ein Abo, wenn du es in HD sehen willst 😂


Uwe Bremer
Uwe Bremer
4. Oktober 2017 um 12:53  |  621869

@moogli

wenn Du eine @DAZN-App hast, kann Dir das egal sein. Wenn nicht, entscheidest Du je nach Partie, um die es geht, ob sie Dir das Geld wert ist, was NITRO aufruft (falls sie die Rechte erhalten).


raffalic
4. Oktober 2017 um 12:59  |  621871

@DAZN

…ist ja derzeit mit rund 10Euro im Monat recht günstig und mir persönlich das Geld wert, auch weil diverse weitere Sportarten im Abo inkludiert sind und dieses verbraucherfreundlich monatlich kündbar ist.

Die Frage ist, wie sich der Preis entwickeln wird, wenn das Angebot ausgeweitet wird.


Susch
4. Oktober 2017 um 13:02  |  621872

Sollte Hertha nicht in der Euro League spielen ist es mir eigentlich völlig egal wer was wo zeigt.
Von daher mach ich mir diesbezüglich bis zum Mai keine Gedanken 😉


4. Oktober 2017 um 13:06  |  621873

Ich weiß was sky kostet.
Private in HD +10€/Monat
Prime Amazon kostet 69 im Jahr, zuzüglich Channel Gebühr für Bundesliga.
Eurosport Player 69 Euro, noch.
Dazn 10 im Monat.

Sorry, dann steig ich aus und höre Radio, lese den Ticker hier. Und gucke nebenbei ne schöne Doku/Film.


Uwe Bremer
Uwe Bremer
4. Oktober 2017 um 13:12  |  621874

@moogli

da halte ich eine Wette dagegen 😉


Etebaer
4. Oktober 2017 um 13:38  |  621875

Bayern endlich wieder sterblich – Gratz zur Aufholjagd Hertha!

###

Ancelotti ist also nun Geschichte und wird im Nachhinein als Fehlbesetzung betitelt – das sehe ich anders:
Guardiola übernahm Bayern auf dem Zenit und war auch der richtige Trainer für ein Team auf dem Zenit und hielt Bayern dort einige Zeit, doch schon in seinem zwoten und vor allem dritten Jahr wurde klar, das etwas bei Bayern nicht stimmt.

Zum einen gab es sowohl eine Hybris des Vereins, als auch des Trainers, die besoffen über ihre Ligaerfolge niemals ihrer Schwächen gewahr wurden und prompt in den wichtigen CL-Spielen in Bausch und Bogen scheiterten.
In die Kategorie Hybris und ihre Folgen fällt auch die Aussage von Philip Lahm, der ja enthüllte, das Guardiola unnötige Taktikspielereien vornahm, um den Gegner ihre taktische Limitierungen vor Augen zu führen.
Stattdessen hätte man sich besser darauf besonnen, die unentdeckten Blößen, der eigenen Spielanlage ,vor den wichtigen Spielen zu erforschen, damit man eben nicht im CL-Halbfinale ins offene Messer läuft.
Ausserdem sind die Spieler darüber bequem geworden, Papa Guardiola schwingt sein Taktikzuaberstab und alles Schwere wird plötzlich ganz ohne Anstrengung erreicht – die Spieler haben das höchste Niveau an Wettkampfhärte verloren.

Strategisch ist es so, das man die Entwicklung der Transfersummen völlig verschlafen hat und das berühmte Festgeldkonto der Transferinflation zum Opfer fällt.

Die Nachwuchsförderung wurde nur noch proforma gemacht.

Der Überalterung der Mannschaft mit dem damit einhergehenden Qualitätsverlust wurde nicht proaktiv gegengemanaged.

Wichtige Positionen konnten und können nicht adequat ersetzt werden, was bei einem Verein mit CL-Titelambitionen ein NoGo ist.
Die einzige Ausnahme bildet hier die Torwartposition – alle anderen Positionen bieten genug Möglichkeiten um mit einer mäßigen Rotation genug Spielern Wettkampfhärte zu geben.
Dazu gehört natürlich das Managen der Staralüren verschiedener Spieler dazu, das zuletzt offenbar auf den Erhalt von Erbhöfen aus fussballromantischen Gründen anstelle von Leistungsdenken setzte.

etc.

Letztlich ist Guardiola 3x Deutscher Meister geworden und in der CL beim ersten gleichwertigen/stärkeren Gegner gescheitert – 2x nur aus eigenem Fehler und einmal wegen der strategischen Versäumnisse des Vereins.

Ancelotti ist 1x Deutscher Meister geworden und in der CL gleichermaßen beim ersten ebenbürtigen Gegner wegen der gleichen kaderstrategischen Versäuminsse des Vereins und zuviel Vertrauen in die Selbstverantwortung der Spieler rausgeflogen.
Ich denke nicht, das er nun im 2ten Jahr überhaupt noch lust hatte.
Im wird klar geworden sein, das er bei Bayern ins fallende Messer gegriffen hat und der Klub für die Zukunft im Europäischen Spitzenfussball derzeit in keiner Weise gerüstet ist.

Ich denke, das die Aufstellung gegen PSG eine Art Anrufung eines Gottesurteils war, das man eben mit den Spielermitteln die der Verein noch hat, die nicht überaltert, frustriert oder formschwach sind, gegen diesen französichen Spitzenverein mithalten kann, dann gäbe es eine Chance auf ein gutes Ende, oder eben das es nicht geht und dann lieber ein frühes Ende ohne grössere Beschädigung des eigene Namen.

Das Gottesurteil viel eindeutig aus und darüber sollte die Optik des Spiels nicht hinwegtäuschen.
Während die europäische Spitzen stärker wird, ist die Überalterungslawine bei Bayern am abgehen!

Natürlich steckt immer noch viel Potenzial im Verein, der mit diesem Kader auf jeden Fall deutscher Meister werden kann – auch wenn der BVB grade in einer Triumphphase ist, die solange anhalten kann, wie die Bundesliga braucht zu lernen, wo und wie die Blößen des BVB bespielt werden können – aber die Spieler müssen wieder lernen, das Erfolg nicht das Resultat von ein bischen Zauberstockschwingen ist, sondern von langer, harten Arbeit, viel Einsatz und großem Herz gepaart mit dem besten Fussballsachverstand, den die Welt bieten kann.

Und der neue Trainer darf Carlo Ancelotti mehr als nur sehr dankbar sein. das er den Mut hatte ins fallende Messer zu greifen und den Boden für die Akzeptanz, das Veränderungen nötig sind, zu bereiten, als Puffertrainer zu Guardiola und all die falsche Heilandisierung, die mit diesem Namen verbunden ist, zu einem Echo der Vergangenheit zu machen und ihm überhaupt die Chance dafür gibt, den FC Bayern losgelöster von trügerischen Emotionen zukunftsfähig aufzustellen.

Und ich möchte das Bayern in Zukunft ein Meister der Stärke wird, anstelle der Bully in the Classroom.
Ein Meister der große, starke Konkurrenz in der heimischen Liga hat, damit er für die großen Internationalen Herausforderungen gewappnet ist, die in der CL auf Ihn warten und der akzeptiert, das man dann eben nur alle 2, oder 3 Jahre Meister wird, mit dem Vorteil das man auch alle paar Jahre auch mal die CL gewinnen kann.

Große Sieger brauchen Große Gegner – sonst sind sie keine Helden, sondern nur eine Statistik!

In dem Sinne:
Auf den Sport!


coconut
4. Oktober 2017 um 14:00  |  621876

@Etebaer
Nichts für ungut, aber dein Bay-trag hat sich wohl verirrt.
Dort wäre er besser aufgehoben….
https://forum.fcbayern.com/

HIER interessieren mich die Probleme des FC Bayern nur peripher.
HIER geht es in erster Linie um Hertha BSC.
Danke.

PS:
Klar, aktuelle Meldungen der Fußballwelt kann man mal bringen. Aber einen „Epischen“ Beitrag über vermeintlich/tatsächlich gemachte Fehler beim FC Bayern?
Nein danke. Bitte nicht hier.


Bennemann
4. Oktober 2017 um 14:29  |  621877

@m69:

Schön, dass wenigstens einer auf das Thema anspringt.
„Nur gibt es Spieler, die wegen jedem Furz ne Karte/Elfmeter oder sonst was fordern, was einfach unsportlich ist “
Das mag von mir aus unsportlich sein, aber dafür eine Strafe zu vergeben, ist schlichtweg nicht rechtsstaatlich! Der Einwand wird hier ja vollkommen ignoriert, vielleicht reite ich auch ein totes Pferd, aber dennoch halte ich diese spezifische Regel für abenteuerlich und rechtswidrig.
Wenn ich für einen meiner Mandanten Klage erhebe, beantrage ich aufgrund der regelmäßig schwachen wirtschaftlichen Verhältnisse Prozesskostenhilfe. Diese „PKH“ wird geprüft und ggf. abgelehnt, wenn die Klage mutwillig erscheint – sprich, wenn die Klage keinerlei Erfolgsaussichten zulässt. Eine entsprechende Strafe erhalte ich aber nicht. Das ist Rechtsstaat.

Wenn sich ein Spieler ungerecht behandelt fühlt, muss er die Klappe halten. Wenn ein Spieler mitbekommt, dass ein an ihm verübtes Foul vom Schiri gesehen und gepfiffen wurde, hat er offenbar keinerlei Recht, einen (mündlichen/formlosen) Antrag zu stellen, wie der foulende Spieler seiner Meinung nach zu bestrafen sei. Das ist nicht rechtsstaatlich.

Bisher konnte mir niemand hier eine zufriedenstellende Antwort geben, wieso dies im Fußball so gilt, in JEDER anderen Lebenssituation (zumindest im Geltungsbereich des GG) aber ganz klar

1. Antragsrechte gewährt werden
und
2. bei entsprechender, ggf. sogar absurden Antragstellung KEIN sanktionswürdiges Verhalten erkannt wird.

Als Antwort bekommt man dann:
„Dazu komnt, dass es häufig die gleichen Protagonisten sind, die ständig lamentieren. An die Fratzen hat man sich schon gewöhnt…“
Klingt für mich reichlich willkürlich – was wiederum auch nicht rechtsstaatlich wäre…


Exil-Schorfheider
4. Oktober 2017 um 14:46  |  621879

Bennemann
4. Oktober 2017 um 14:29 | 621877

„Bisher konnte mir niemand hier eine zufriedenstellende Antwort geben, wieso dies im Fußball so gilt, in JEDER anderen Lebenssituation (zumindest im Geltungsbereich des GG) aber ganz klar “

Verrennst Du Dich da im Thema Antragsrecht nicht ein bisschen?


Bennemann
4. Oktober 2017 um 14:53  |  621880

@Exil: Also doch ein totgerittenes Pferd. Keine Ahnung, verrenne ich mich da? Dann renne ich schon seit Ewigkeiten in die falsche Richtung, „intern“ spreche ich das immer wieder an – leider mit ähnlichem Resultat, niemand (!) nimmt den Einwand ernst. Dabei halte ich die Diskussion für zumindest diskussionswürdig. Und ich würde ja auch still sein, wenn irgendwer mal eine qualifizierte Gegenthese aufstellt. Doch im Grunde genommen sagen alle: Das war schon immer so, gewöhne dich daran. Die Frage nach dem Wieso bleibt – auch hier – unbeantwortet.


Seppel
4. Oktober 2017 um 15:03  |  621881

@moogli
Dann sind wir schon zu zweit! Einen großen Teil meines Lebens nimmt Hertha ein. Aber ich habe auch ein Leben „daneben“. Diese Preistreiberei mache ich ganz sicher nicht mit!!!
Dann eben wieder wie zu Zeiten vor Premiere/Sky. Alle Heimspiele und einige Auswärtsspiele live. Ich habe Alternativen mein Leben interessant zu gestalten. Dabei geht es mir nicht um das Geld, auch hier eher um ein Gefühl :
Sich nicht melken zu lassen wie eine Milchkuh in Massentierhaltung. Gerne darf Herr Bremer mir auch eine Wette anbieten.


Uwe Bremer
Uwe Bremer
4. Oktober 2017 um 15:08  |  621882

@seppel

versteh‘ die Aufregung nicht.
Niemand wird gezwungen, ein Stadionticket zu kaufen. Niemand wird gezwungen SKY zu abonieren, oder DAZN oder den Eurosport-Player.
Jeder entscheidet nach seinen Interessen, seiner Lust, seinem Geldbeutel, seiner Zeit, seinem Lebenszuammenhang, wofür er sich entscheidet. Das war bisher so. Sehe gerade nicht, warum das nicht auch künftig so sein wird.


Seppel
4. Oktober 2017 um 15:09  |  621883

@uwe bremer
Absolut richtig, ganz meine Meinung 👍


hurdiegerdie
4. Oktober 2017 um 15:13  |  621885

Bennemann
4. Oktober 2017 um 14:53 | 621880

Fussball hat Regeln.

Du musst ja, wenn du über eine Wiese gehst und dir da ein Ball zwischen die Füsse rollt aber leider nicht noch zwei fremde Leute bis zum Ende der Wiese vor dir stehen, auch nicht anhalten bzw. zurück auf eine andere Position auf der Wiese.

Ok war flapsig und blöd, aber es gehört zu den Regeln dieses Sports, dass man keine Karte fordern sollte. Zu den neuen Regeln in der BL gehört, dass man keinen Videobeweis fordern sollte.


Uwe Bremer
Uwe Bremer
4. Oktober 2017 um 15:18  |  621886

@bennemann

das sind Regeln, die die FIFA vorgibt, die entsprechend die UEFA und der DFB umzusetzen haben. Komplizierter ist es nicht.


Bennemann
4. Oktober 2017 um 15:21  |  621887

ok, ich sehe schon, meine Argumentation wird nicht begriffen…

Fußball hat Regeln – ach sooo, endlich eine qualifizierte Antwort – not:)

Sind diese Regeln rechtsstaatlich?
Leben wir in einem Rechtsstaat?
Haben sich auch Regelwerke (z.B. Satzungen), die außerhalb der für jedermann geltenden Rechtsordnung begründet werden, an rechtsstaatlichen Prinzipien zu orientieren?

(die beiden letzten Fragen sind jeweils mit „ja “ zu beantworten, wenn denn zumindest ein rechtsstaatliches Grundverständnis besteht)

Sorry, falls das jetzt flapsig rüber kam, aber ich bemühe mich tatsächlich eine Diskussion zu starten, die aber offensichtlich nicht gewünscht ist.


Paddy
4. Oktober 2017 um 15:23  |  621888

@ Exil-Schorfheider
4. Oktober 2017 um 12:20 | 621866

…also ich freue mich darüber, dass der Valentino Lazaro die ersten Minuten bei uns gespielt hat. frühstens zum Jahreswechsel ist er die erhoffte Bombe (vom Spielwitz her, Handlungsschnelligkeit und voin Dardais Spielphilosophie), auf die wir uns gefreut hatten.

…naja abwarten und Tee trinken, dann wird dies schon alles irgendwie werden 🙂

P.S. was ist mit unseren „jungen Hüpfern“, habe einfach das Gefühl, dass zur Zeit einfach die älteren Mitspieler da weiter sind, nur ohne Spielerfahrung auch keine Weiterentwicklung… im laufe der Saison werden diese schon ihre Chance erhalten 🙂


Uwe Bremer
Uwe Bremer
4. Oktober 2017 um 15:27  |  621889

@bennemann

vielleicht ernennst Du einen Umstand zu einem Problem, das kaum jemand teilt?
Ein Problem, das eine Wertigkeit hat, die, verglichen mit anderen Problemen, nicht wirklich relevant ist?


Exil-Schorfheider
4. Oktober 2017 um 15:40  |  621890

Paddy
4. Oktober 2017 um 15:23 | 621888

Wenn Du Trainingseindrücke hast, finde ich das okay.
Bin halt skeptisch, ebenso wie ich es bei Leckie (bisher ja aber sein Soll übererfüllt) und Selke bin.

————————————————————–

@bennemann

Worüber genau willst Du in Sachen Antragsrecht diskutieren?
Gehst Du im Supermarkt auf die Kassiererin zu und stellst einen Antrag, Deine Waren zum Bezahlen auf das Kassenband legen zu dürfen?

Auf die qualifizierte Antwort bin ich gespannt, weil Du ja auch welche einforderst.

Für mich gehen solche Einwürfe in Richtung „Schwurbeleien von Reichsbürgern“, ohne DIch damit in die Ecke packen zu wollen.


Opa
4. Oktober 2017 um 15:47  |  621891

Rechtstaat und Fußball
Oder um es mal flapsig zu sagen: Es sollte bei jedem F-Jugendspiel den Eltern möglich sein, eine Sprungrevision zum Bundesverfassungsgericht für die Entscheidungen des Schiedsrichters beantragen zu können. Sicher sehr, sehr sinnvoll – oder doch nicht? Zu einem Rechtstaat gehört auch der Rechtsfriede und um selbigen zu erreichen, gilt es, ein gesprochenes Urteil zu akzeptieren, auch wenn man damit nicht einverstanden ist. Je relevanter ein Vorgang, umso mehr Einspruchsmöglichkeiten gibt es. Aber wegen Handspiel, Abseits oder Tor jedes mal das Sportgericht zu bemühen, ist ähnlich albern wie nach jeder getroffenen Tatsachenentscheidung den Schiri zu belagern, bis der sich ans Ohr greift.

Alter Schwede – Opas Reisetagebuch aus Schweden
Wer während der Länderspielpause meine Erlebnisse in Östersund und auf der Fahrt dorthin und von dort lesen will, ist herzlich eingeladen, hier das Tagebuch #65 zu lesen.


4. Oktober 2017 um 15:55  |  621892

U 19 startet mit Sieg in EM-Qualifikation

Die deutsche U 19-Nationalmannschaft ist mit einem Sieg in die erste Qualifikationsrunde zur EURO in Finnland gestartet. Das Team von DFB-Trainer Meikel Schönweitz gewann das Auftaktspiel im polnischen Zabrze 5:1 (1:0) gegen Weißrussland. Kapitän Kai Havertz von Bayer Leverkusen erzielte in der 17., 57., 64. und 90. Minute (beide Elfmeter) vier Tore für den deutschen Nachwuchs, Arne Maier von Hertha BSC (86.) sorgte für die zwischenzeitliche 4:1-Führung.

Und genauso trat die DFB-Auswahl auch auf, Deutschland legte von Beginn an den Vorwärtsgang ein und drängte die Weißrussen in die Defensive. Das 1:0 resultierte aus einer Co-Produktion zweier Bundesliga-erfahrener Spieler: Maier bereitete Havertz‘ Führung mustergültig vor.

Leverkusen-Profi Havertz trifft viermal

Im zweiten Durchgang legte Kai Havertz den zweiten Treffer nach, ehe Weißrussland durch Miroslav Khlebosolov auf 1:2 verkürzte (59.). Nach einer Roten Karte gegen Andrei Pilipovets (63.) und dem daraus resultierenden Elfmeter erhöhte erneut der DFB-Kapitän vom Punkt auf 3:1 (64.). Weißrussland beendete die Partie mit acht Feldspielern, nachdem Gleb Shevchenko in der 68. Minute die Gelb-Rote Karte gesehen hatte.

In der Schlussphase kam Deutschland zu weiteren guten Möglichkeiten. Eine davon nutzte Maier zum 4:1, Havertz gab die Vorarbeit. In der Nachspielzeit verwandelte der Leverkusener Bundesligaprofi seinen zweiten Strafstoß zum 5:1-Endstand (90.+1).


Susch
4. Oktober 2017 um 16:06  |  621893

Ich will den Maier endlich bei den Profis sehen 💪
Schade das er in Östersund aus dem Kader gestrichen wurde.
Ist ja nicht so das wir im DM spielerisch kein Bedarf haben😉


Stiller
4. Oktober 2017 um 16:12  |  621894

@Bennemann,

Naturgesetze können wir nicht ändern, gelten universal. Auch dann, wenn man das nicht für OK hält.

Staatliche Gesetze muss man einhalten, aber man kann gegen sie verstoßen oder sie via Parlamentsmehrheit ändern

Regeln auch Spielregeln ordnet man sich unter, oder man ist nicht mehr im Spiel.

Eine Spielregel kann zum Beispiel lauten, dass Du in der Wohnung Deiner Freundin, die noch bei ihren Eltern wohnt, die Schuhe auszuziehen hast, wenn Du die Wohnung betrittst.

Das magst Du aber nicht, bist Du von zu Hause nicht gewohnt.

Ohne Probleme kann der Vater (Schiri) des hübschen Mädchens, dem Du mit Deinem Lamento auf die Nerven gehst, sich Deinen Ton („Unsportlichkeit“) und sogar jede weitere Einrede (grobe Unsportlichkeit) verbitten und Dich rausschmeißen.

Nur, weil Du das nicht als Unsportlichkeit empfindest und Dein demokratisch legitimiertes Rederede in Anspruch nehmen willst, muss er sich Deine Tiraden weder anhören, noch Dich in der Wohnung belassen. Er wirft Dich einfach raus (rote Karte). Die Regeln in seiner Wohnung bestimmt er selbst.

Nein, Du trittst die Tür anschließend auch nicht ein, um Deine Reisefreiheit zu untermauern, weil Du weißt, dass Du nicht nur gegen Gesetze verstößt, die Dich teuer zu stehen kommen, sondern auch, weil Du ahnst, dass Du dann auch aus dem noch viel wichtigeren Spiel mit der jungen Dame bist.

Denn die Regeln, die sie im Umgang mit ihr beachtet sehen möchte, bestimmt sie selbst.


Blauer Montag
4. Oktober 2017 um 16:22  |  621895

Es nahmen gestern am Training teil aus der Generation U23: Klinsmann, Smarsch; Palko Dárdai, Friede, Kade, Kurt, Mittelstädt, Selke und Stark. Bis auf Klinsmann waren sie auch in der vorigen Woche beim Profitraining, als ich zuschaute.

Paddy
4. Oktober 2017 um 15:23 | 621888

….. was ist mit unseren „jungen Hüpfern“, habe einfach das Gefühl, dass zur Zeit einfach die älteren Mitspieler da weiter sind, nur ohne Spielerfahrung auch keine Weiterentwicklung…

Als Laie konnte ich in Realgeschwindigkeit (ohne Zeitlupe, ohne Videobeweis) mit einer Ausnahme keine auffälligen Unterschiede zu den älteren Spielern erkennen. Im Rahmen der von Uwe Bremer beschriebenen Rotation werden etliche der von mir genannten Spieler zukünftig ihre Einsatzminuten erhalten, so weit und so lange Hertha in 3 Wettbewerben spielt.


Blauer Montag
4. Oktober 2017 um 16:26  |  621896

Gegen Bayern wiederum haben Darida und Skjelbred ein tolles Spiel gezeigt. So groß kann die Not in Herthas DM nicht sein Susch
4. Oktober 2017 um 16:06 | 621893


jenseits
4. Oktober 2017 um 16:26  |  621897

@Bennemann

In einem Fußballspiel fällt der Richter permanent ein Urteil. Beide Parteien haben sich zuvor den sportlichen Regeln unterworfen und den Schiedsrichter / das Schiedsrichtergespann als alleinige Urteilsinstanz, die nach ihrem ermessen und unparteiisch (!) die Regeln anwendet, akzeptiert. Den Schiedsrichter in seiner Urteilsfindung unter Druck zu setzen und dem Gegner eine möglichst harte Strafe zu wünschen und diese rabiat einzufordern, entspricht eben nicht der Sportlichkeit. Wäre vielleicht etwas anderes, wenn sich nach jedem Vorfall die Kapitäne gegenüberstellen und zum Schiri ruhig sagen: Ich bin für einen Platzverweis / Ich bin dafür, das Spiel ohne Strafe fortzusetzen. Oder Ähnliches.


Susch
4. Oktober 2017 um 16:26  |  621898

Und wenn wir nicht in 3 Wettbewerben spielen ?
Das heranführen der talentiertesten und besten Nachwuchsspieler sollte unabhängig davon erfolgen ob wir nun ne 2 oder 3 fach Belastung haben.
@ Montag
Ja…..gegen Bayern haben alle gut gespielt.
Wir spielen aber nicht nur gegen Bayern.


Etebaer
4. Oktober 2017 um 16:36  |  621900

@Coconut

Nö, ist schon ok hier, man lernt auch aus den Fehlern anderer!

PS: Neehlsmam jetzt zu holen wäre Trainertalentmord!


Frederic Raspe
4. Oktober 2017 um 16:57  |  621901

@Bennemann – sportlich faires Verhalten und Rechtstaatlichkeit sind 2 völlig verschiedene Stiefel, daher ist dort den Vergleich zu suchen albern. Mal zum Beispiel, wenn mich auf der Straße jemand aus vollem Sprint weggrätscht, darf ich mich entsprechend wehren und zurücktreten, sofern die Verhältnismäßigkeit gewahrt ist. Mache ich das als Spieler in einem Fussballspiel, fliege ich mit ner Roten vom Platz, da auf dem Platz andere Regeln gelten. Deinen Argumentationen entnehme ich, dass du nicht auf den Kopf gefallen bist, daher irritiert mich es ein wenig, dass du dich so verweigerst hier die geistige Transferleistung zu erbringen und dich auf diesem Argument verkrampfst a la „was bei A gilt muss doch auch für B gültig sein“. Die Regeln eine sportlichen Wettkampfes haben bei den meisten Sportarten einen höheren Anspruch an die Teilnehmer, als es das gesellschaftliche Miteinander erfordert. #Vorbildlichkeit. Ich wünsche mir keinen erstklassigen sportlichen Wettstreit ohne Haltungsanspruch an die Teilnehmenden. Wem das nicht wichtig ist, kann sich ja dem Boxsport oder dem professionellen Wrestling zuwenden, da gehört es zum Event, dass sich die Protagonisten als Rebellen geben.


coconut
4. Oktober 2017 um 16:58  |  621902

@Bennemann
Was haben Rechtsstaat und Regeln in einer Sportart miteinander zu tun?
Richtig: Nichts.
Reichst du auch Klage ein, weil dich einer beim „Mensch äegere dich nicht“ rausgeworfen hat? Schließlich warst du doch zuerst auf dem Feld.
Oder akzeptierst du die Regeln dieses Spiels?

Genauso muss man es beim Fußball betrachten. Es gibt Regeln, denen sich jeder unterwirft, der diesen Sport (freiwillig!) betreibt.
Diese Regeln sehen eben im fordern einer Karte oder auch des VB eine Unsportlichkeit, die mit einer gelben Karte zu ahnden ist. Passiert nicht immer (Fingerspitzengefühl des Schiedsrichters), aber des öfteren.

Genau deshalb ist eine Diskussion über Rechtsstaatlichkeit Murks, denn das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.
Übrigens hat der Staat die Sportgerichtsbarkeit als legitim erklärt. Anders gesagt, der Staat erlaubt den Sportverbänden die Einhaltung ihrer Regeln selbstständig zu überwachen und Verstöße zu sanktionieren. Alles andere wäre auch völlig Unsinn.

PS:
habe zu lange gebraucht (ohne Linse, Augenentzündung) schwierig. Andere haben im Prinzip schon geantwortet…ich sende es dennoch ab.


apollinaris
4. Oktober 2017 um 16:59  |  621903

Rechtsstaatliche Prinzipien? @ benne.. du rührst da einen zu dicken Brei: nach deiner Argumentation könnte es keine Rote Karte für zB Beleidigung geben, wenn Aussage gegen Aussage stünden. Das würde also die Ausübung des Spiels verunmöglichen
Im Nachhinein kann man das dann ja versuchen
Gegen die Regel „ unsportliches Verhalten „ im Falle Boateng.. kann dieser jgerne Verfassungsklage stellen- ob es zu einer Verhandlung kommen würde..? Was meinst du?


Frederic Raspe
4. Oktober 2017 um 17:08  |  621904

@Coco und Apo – les trois Musketiers der Sportlichkeit?


Bennemann
4. Oktober 2017 um 17:56  |  621906

na endlich:)

1. @ exil:
“ Gehst Du im Supermarkt auf die Kassiererin zu und stellst einen Antrag, Deine Waren zum Bezahlen auf das Kassenband legen zu dürfen?“
Nee, das ist aber auch nicht der Rahmen für einen Antrag. Konkludent mache ich hiermit aber ein Angebot, welches die Verkäuferin als Erfüllungsgehilfin des Supermarktes, dann auch annimmt… Geht leider am Thema vorbei.
„Für mich gehen solche Einwürfe in Richtung „Schwurbeleien von Reichsbürgern“, ohne DIch damit in die Ecke packen zu wollen.“
Sind Reichsbürger damit aufgefallen, rechtsstaatliche Prinzipien einzufordern? Meinen Erkenntnissen zu Folge stellen Reichsbürger den gesammten, existierenden Rechtsstaat in Frage? Und ob du es nun wolltest oder nicht, du stellst mich damit automatisch in eine Ecke.
2. @UB:
„Ein Problem, das eine Wertigkeit hat, die, verglichen mit anderen Problemen, nicht wirklich relevant ist?“
Fehlende Rechtsstaatlichkeit ist nicht wirklich relevant. Super Erkenntnis!
3. Op@ :
„Es sollte bei jedem F-Jugendspiel den Eltern möglich sein, eine Sprungrevision zum Bundesverfassungsgericht für die Entscheidungen des Schiedsrichters beantragen zu können. „Erstes Rechtsmittel ist in der Regel ein Einspruch bzw. Widerspruch – nicht unbedingt die Sprungrevision. Und schon mal gar nicht ans BVerfG…
„Zu einem Rechtstaat gehört auch der Rechtsfriede und um selbigen zu erreichen, gilt es, ein gesprochenes Urteil zu akzeptieren“
Wunderbar! Von welchem „gesprochenen“ Urteil sprichst du? Ich habe mehrere konkrete Spielsituationen genannt, konzentriere mich aber mal auf die wohl gängigste. Ein angreifender Spieler wird gefoult. Der gefoulte Spieler hört einen Pfiff des Schiris. Der gefoulte Spieler zeigt symbolisch eine Karte. Das bisher gesprochene Urteil des Schiris sagt nur, „Stop, da lag eine Unsportlichkeit vor“. Der gefoulte Spieler geht mit seinem Handzeichen insoweit mit (stimmt, Schiri) und beantragt nun eine Rechtsfolge. Daraufhin wird das Urteil gefällt. Soweit, so normal – außer eben im Fußball.
4. @Stiller:
„Regeln auch Spielregeln ordnet man sich unter“
Soweit die Regeln rechtmäßig sind, klar. Aber ich stelle ja die Rechtmäßigkeit der Regel in Frage. Das Beispiel mit der „hübschen“ Freundin geht ähnlich weit an der Sache vorbei, wie das Supermarkt-Beispiel.
„Nur, weil Du das nicht als Unsportlichkeit empfindest und Dein demokratisch legitimiertes Rederede in Anspruch nehmen willst, muss er sich Deine Tiraden weder anhören, noch Dich in der Wohnung belassen. “
Der „strenge“ Papa meiner Angebetenen setzt bei sich zu Hause NATÜRLICH das Hausrecht durch. Hier gibt es aber auch keine unmittelbare Drittwirkung der Grundrechte. Die müsste im Fußball mMn aber eben gelten.

Aber ich will euch damit auch nicht nerven, wenn ihr es für richtig haltet, dann kann ich daran auch nix ändern. Will ich ja auch gar nicht. Wollte eben nur eure Meinung dazu mal hören, nachdem meine Bekannten bei der Diskussion nur noch mit den Augen rollen. Vielleicht will ich eine Antwort wie: „Der Schiri ist auf dem Spielfeld nicht zu kritisieren“ provozieren. Das lese ich nämlich zwischen den (wenigen) Zeilen durch und das erinnert mich an vorauseilenden Gehorsam, der mir wiederrum vollkommen fremd ist.


Dan
4. Oktober 2017 um 17:58  |  621907

5cent

#VB
Schöne Diskussion. Lesen hat Spaß gemacht.
Aus dem Mutterland des Fußballs (übersetzt):

„Einem alten Hund kannst du keine neuen Tricks beibringen.“

Als Stadionbesucher habe ich wirklich meine Probleme damit und da gehts es nicht um gerecht oder ungerecht sondern um den Augenblick der für mich verloren geht.

@Hurdie sagt zwar zu recht, Tor und dann nicht geben gab es auch schon ohne VB, aber das war komprimiert in 10 Sekunden (?). Jetzt in 2 bis 3 Minuten?
Ich fand z.B. den Ablauf bis zur Entscheidung zum Elfer für den BVB am Wochenende völlig absurd. Weiterspielen bis das Spiel unterbrochen ist? Wenn Augsburg nun ein reguläres Tor geschossen hätte, statt eine Ecke rauszuholen? Wäre da irgendeinem vermittelbar, ja schönes Tor Augsburg aber 20 Aktionen vorher war ein Foul. Habe ich als Schiedsrichter nicht gesehen, aber der Videoschiedsrichter hat nach 60 Sekunden Analyse da berechtigterweise was gesehen. Schade das ihr so schnell gekontert habt. Nehmt Euch nächstes Mal mehr Zeit am besten mit Querpässen.

Eigentlich halte ich den VB für nicht verkehrt, aber meines Erachtens sollte das Spiel nicht wie ein Videospiel kontrolliert werden, sondern von Menschen auf dem Platz und daher halte ich den „Einspruch vom Trainer : Da war nach unserere Auffassung was nicht koscher, bitte überprüfen.“ erstrebenswerter als Basis des VB als einen derzeitigen gefühlten „0berschiedsrichter aus Köln“.

Wobei der „mein Augenblick“ bleibt im Stadion bei beiden Versionen „zerstört“.


Exil-Schorfheider
4. Oktober 2017 um 18:03  |  621908

Bennemann
4. Oktober 2017 um 17:56 | 621906

„1. @ exil:“

Nein, nicht Du machst das Angebot, sondern der Markt.

Sicherlich stellen die die Rechtstaatlichkeit in Frage, aber Deine Thesen gehen ja in eine ähnliche Richtung, weil Du selbige beim Sport vermisst.
Deshalb auch „in Richtung“, aber das muss man auch sehen und verstehen.

Ich bin hier raus.


Stiller
4. Oktober 2017 um 18:04  |  621909

@Bennemann:

Vielleicht will ich eine Antwort wie: „Der Schiri ist auf dem Spielfeld nicht zu kritisieren“ provozieren.

Das hat Dir @jenseits bereits ausführlich und korrekt beschrieben. Da gibt es nichts zu provozieren. Es ist Regelbestandteil des Spiels, dass der Schiri als Unparteiischer das ALLEINIGE Entscheidungsrecht hat.

Wer das Spiel und damit die Regel nicht will, fliegt aus dem Spiel oder macht einfach von sich aus nicht mit.

Das ist im Rahmen der Entscheidungsfreiheit freiwillig möglich.


4. Oktober 2017 um 18:31  |  621910

Uwe Bremer
4. Oktober 2017 um 13:12 | 621874
@moogli

da halte ich eine Wette dagegen 😉

Okay! Angenommen 😉
Und ich werde ehrlich berichten, was wir ab 2018 für Abos besitzen 🤗

PS Sorry das ich jetzt erst antworte, aber die Lebenswirklichkeit hatte mich mal wieder eingeholt (hätte ich je erwähnt, wie sehr ich Baustellen und Handwerker hasse? Zumindest wenn sie bei mir Zuhause sind…)


hurdiegerdie
4. Oktober 2017 um 18:39  |  621911

Dan
4. Oktober 2017 um 17:58 | 621907

Ich gebe zu bedenken, dass wenn sie sich mit Querpässen mehr Zeit lassen, es noch länger bis zum Entscheid dauert 😉 <—


fechibaby
4. Oktober 2017 um 18:41  |  621912

Liebe Grüße zum Talk im Turm im Leuchtturm in der Crellestr.!


Papa Zephyr
4. Oktober 2017 um 18:46  |  621913

@Bennemanns Antragsrecht…
Fand ich als Beitrag auch etwas skuril – möchte trotzdem versuchen, eine Antwort zu geben.
Der Fall mit der gelben Karte ist für mich der einfachere: wo im realen Leben darfst Du eine persönliche Strafe für jemand anderen beantragen?
Wenn Dich Dein Nachbar beklaut, kannst du auch nur die Tat anzeigen, also die Sachlage darstellen. 2 Jahre Haft kann nur die Staatsanwaltschaft fordern. Dementsprechend darf ein Spieler den Schiedsrichter auch auf das Foul hinweisen. Zusätzlich kannst Du vom Dieb Schadenersatz fordern. Beim Fussball wäre das wohl die Aufforderung, Freistoss oder Elfmeter zu pfeifen. Ob der Schiedsrichter dies beachtet, bleibt ihm überlassen. Aber solange man sachlich bleibt, gibt es dafür auch keine Gelbe.


4. Oktober 2017 um 18:49  |  621914

Und eines steht ja mal auch fest @ub

Ein Stream kommt niemals an ein LIVE Bild im TV. Je höherwertig deine Technik, desto weniger bist du auf’s streamen versessen.

Aber das sind ja nur marginale Sachverhalte. Was kümmert es die Vereine, solange die Knete fließt…..


Bennemann
4. Oktober 2017 um 19:25  |  621919

nö Exil, der Supermarkt stellt gibt grundsätzlich eine invitatio ad offerendum ab, lädt mich also ein, ein Angebot abzugeben. Schuldrecht A.T.

P@pa: Da es im Fußball einen gesonderten Sanktionskatalog gibt, ist die Situation nicht vergleichbar mit dem allgemein anwendbaren Strafrecht. Und auch hier gab es historisch ein ganz gewöhnliches Antragsrecht für – aufgepasst – Jedermann, das im Laufe der Zeit und der Spezialisierung unserer Gesellschaften dem Staat übertragen worden ist.

@Stiller: Du willst oder kannst nicht nachvollziehen, was ich hier von mir gebe. Ja, es gibt Regeln… Und? § 175 StGB war auch mal eine dieser Regeln. Bis erkannt wurde, dass diese Sanktion – tatatata – nicht rechtsstaatlich war.

Ich bin dann jetzt aber auch draussen, wenn eine Sichtweise, die Rechtsstaatlichkeit fordert, als skurril bezeichnet wird.


Papa Zephyr
4. Oktober 2017 um 19:30  |  621920

Was ist daran rechtstaatlich, für jemand anderen eine persönliche Strafe fordern zu dürfen?
Es hat bestimmt gute Gründe, dass nicht jedermann Strafen für andere Förder darf….


Stiller
4. Oktober 2017 um 19:46  |  621922

„@Stiller: Du willst oder kannst nicht nachvollziehen, was ich hier von mir gebe.“

@Bennemann, 175 StGB war eine Regel??? Tja dann, …

P.S.:
Ist lediglich eine rhetorische Frage! Bitte nicht darauf antworten. Das Thema ist für mich beendet.


Bennemann
4. Oktober 2017 um 19:49  |  621923

keine persönliche, sondern im eigentlichen Sinne eine Vertragsstrafe… die dürfen regelmäßig alle Beteiligten eines Vertrages bei entsprechendem Verhalten fordern. Die „guten Gründe“ warum nicht jedermann Strafen für andere fordern kann, sind im Rahmen des Strafrechts der Staatsanwaltschaft anheim gelegt, da der Staat hier sein Gewaltmonopol geltend macht – eine Entwicklung, die durch die Straffung unserer Gesellschaften notwendig war! Hier ist nicht hineinzuinterpretieren, dass das Souverän keine Strafen fordern kann. Beim verfassen dieser Zeilen wurde mir klar, dass man meine These weiter unterbrechen kann: Die Rolle des Schiedsrichters ist klar verfassungswidrig, da er Ankläger und Richter in einer Person ist. Nun stellt Fußball selbstverständlich keine Thematik dar, die sich am Grundgesetz messen lassen muss – oder doch? Stichwort Drittwirkung der Grundrechte.

Ich sehe schon, ich muss mir da ein Juristenforum suchen.


jenseits
4. Oktober 2017 um 19:54  |  621924

@Bennemann

Erst beschwerst Du Dich, dass man hier nicht in angemessenem Maße auf die von Dir aufgeworfene Fragestellung eingeht, dann machen sich mindestens 12 Leute die Mühe, etwas Klärendes und eigene Gedanken dazu beizutragen. Deine Reaktion:

„Als Antwort bekommt man dann:
„Dazu komnt, dass es häufig die gleichen Protagonisten sind, die ständig lamentieren. An die Fratzen hat man sich schon gewöhnt…“
Klingt für mich reichlich willkürlich – was wiederum auch nicht rechtsstaatlich wäre…“

„ok, ich sehe schon, meine Argumentation wird nicht begriffen…

Fußball hat Regeln – ach sooo, endlich eine qualifizierte Antwort – not:)“

Dann liest Du aus den WENIGEN Zeilen, die Deinem Thema gewidmet wurden, vorauseilenden Gehorsam raus und bist beleidigt, weil jemand Deinen Beitrag „etwas skurril“ fand.

Das machst Du echt prima!


kczyk
4. Oktober 2017 um 19:59  |  621927

*denkt*
fußball und rechtsstaat.
noch sind die schiris kein handlungsorgan unserer verfassung


Bennemann
4. Oktober 2017 um 20:33  |  621929

@jenseits: Das ist zwar gegen mich formuliert, aber so kann man das wohl zusammenfassen. Ich schmolle:)

Nein, tue ich natürlich nicht, und ich finde es auch ganz großartig, dass 1. sich die anderen überhaupt die Mühe gemacht haben, darauf einzugehen
und
2. du das jetzt noch mal so schön zusammen gefasst hast.

Wenngleich
ich natürlich nachhaken muss. Haben sich die „WENIGEN“, mindestens 12 Antworten tatsächlich Mühe gemacht, etwas Klärendes beizutragen? Auf mich wirkte es eher so, als wurde gebetsmühlenartig wiederholt, es gäbe eben Regeln. Das ist doch gar keine Reaktion auf meine Grundfrage, ob denn diese eine spezielle Regel – sorry – rechtsstaatlich sei?

Erklärt das nicht unter Umständen meine teils schroffen Antworten? Waren meine Einwände gegen die Gedanken der anderen User wirklich nur von verletzter Eitelkeit geprägt? Wenn ich die Frage stelle, ob diese bestimmte Sanktion richtig ist, als Antwort dann ein „dass es häufig die gleichen Protagonisten sind“ erhalte, dann klingt der dahinter stehende Gedanke objektiv betrachtet willkürlich. Wurde denn meine Argumentation begriffen?

Schluss jetzt, es tut mir leid, dass ich unsere kostbare Lebenszeit mit so einer Belanglosigkeit vertan habe.


4. Oktober 2017 um 21:16  |  621930

@Bennemann

Der Schiri ist nicht nur Ankläger und Richter, sondern auch noch Polizist dazu.

Ich finde diese reichlich verkopfte, und natürlich hochgradig unsinnige, Diskussion wunderbar. So ein schönes Rotweinthema.

Dir sei Herr Jan F. Orth anempfohlen. Bei Twitter zu finden unter @jan_f_orth oder im alten Internetz unter https://www.janforth.de

Der Mann ist Fußballfan und Richter. Ich glaube, mit dem findest du eine Wellenlänge.


Bennemann
4. Oktober 2017 um 22:04  |  621942

Danke @sir Henry! Sieht vielversprechend aus:)


SORGENKIND@Adlershofer1892
5. Oktober 2017 um 13:24  |  622032

Kurz zum Thema Videobeweis.

Das, was diesen Sport gerechter machen soll, schadet ihm m.M.n. nachhaltig!
Es hängt wie ein Damokles Schwert über jedem Spiel.
Es zerfetzt dir derart die spontanen Emotionen, wie z.Bsp. beim Hertha Bayern Kick. Was lagen wir uns in den Armen nach dem 11er Pfiff.
Und wie ungläubig sahen wir uns an, das nach der getroffenen Entscheidung (Pfiff), der VB wohl unberechtigt benutzt und zum falschen Ergebniss geführt hat. Früher haben die Profis den Schiri gern mal mit der Karten-zeige-Geste bedrängt, heute sieht man auch gern mal das blöde Luftviereck bei manchen Fussballern.
Wie spontan sind die Jubelexzesse vieler Stürmer geworden, die nach erzielten Toren abdrehen mit ehrfürchtigem Blick zum Schiri, ob dessen Finger sich ans Headset drückt. Jubelsturm on Demand!
Das gehört in seiner ganzen Anwendung dringend reformiert oder abgeschafft.
Wenn nicht mal die Schiedsrichter wissen, wann und ob, in welcher Reihenfolge (vor oder nach Pfiff) in Köln angefragt wird, bleibt es ungerecht!
Manche der Entscheideung haben sicherlich zu einer richtigen Entscheidung geführt, aber
es raubt dem Fussball das Salz in der Suppe. Den spontanen Gefühlsausbruch.


Lumberjack
6. Oktober 2017 um 9:33  |  622150

Also der Videobeweis ist an sich nicht schlecht, allerdings frage ich mich wirklich wann er zum Einsatz kommt. Der Elfer der für Hertha gepfiffen wird, war für mich glasklar. Ich habe auf Sky die frontaleinstellung gesehen und sehe das Darida eindeutig VOR dem Bayern Spieler am Ball ist. Da ist nix Ball gespielt oder ähnliches. Für mich hätte der Pfiff bestehen bleiben müssen.

Meine Frage ist, welche Bilder sieht der Schiri auf dem Spielfeld? Sieht er die gleichen Bilder wie wir? Wenn solche (für mich) Fehlentscheidungen nach Videobeweis herbeigeführt werden, dann können den genausogut auch wieder abschaffen. Dann verlagert sich der Ärger nicht auf den Schiri auf dem Spielfeld, sondern auf den Videoschiri.

Diese Szene hätte als Tatsachenentscheidung stehen bleiben müssen. Eine klare FEHLENTSCHEIDUNG und nur dort soll doch der VS eingreifen, lag hier meiner Meinung nach nicht vor.

Ich hoffe das es sich noch einpegelt und wir zukünftig wirklich mehr gerechtigkeit haben. Aber das werden wohl erst die nächsten Spiele zeigen.

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