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(ub) – N’Abend in die Runde, muss heute mal einen Joker ziehen. Habe gesehen, dass Ihr seit gestern Nachmittag angeregt diskutiert habt. Wir haben in der Montagsausgabe der Morgenpost eine Seite zu Hertha BSC. Stelle Euch schon mal zwei Texte hier ein zum Thema #TakeAKnee.
 


 
Habe heute etwas telefoniert zu den Hintergründen der Aktion im Olympiastadion sowie Reaktionen eingesammelt. Ex-NFL-Star Björn Werner hätte es nicht gemacht, Hertha-Präsident Werner Gegenbauer findet’s gut.

„Im Lichte der Weltöffentlichkeit“ – hier 

Außerdem ein Kommentar zu diesem Thema:

Wie politisch darf ein Fußballverein sein – hier

Und bitte um Genehmigung, mich in den Feierabend verabschieden zu dürfen.

Training am Montag, 15.30 Uhr Schenckendorff-Platz.

 

Die Aktion #TakeAKnee von Hertha finde ich ...

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215
Kommentare

psi
15. Oktober 2017 um 20:04  |  623144

Ha!


Hertha Ralf
15. Oktober 2017 um 20:07  |  623145

HO


15. Oktober 2017 um 20:11  |  623146

He!


dewm
15. Oktober 2017 um 20:13  |  623148

Hertha BSC!


Stiller
15. Oktober 2017 um 20:32  |  623153

Fairness auf dem Platz, aber die gleichen Menschenrechte nicht für alle?

Ein Sportverein, dem Rassismus scheißegal ist,
ginge mir am Arsch vorbei …


zippo
15. Oktober 2017 um 20:32  |  623154

ich fand die aktion klasse!
schönen abend ub


Joey Berlin
15. Oktober 2017 um 20:46  |  623156

@monitor 15. Oktober 2017 um 19:59 | 623143

Auf jeden Fall wird dieser „Kniefall“ kontrovers diskutiert, was vorauszusehen war. Mit dem Trittbrett ist schon klar, aber wieso würdest Du die Sache bei Real oder Barca anders bewerten. Reine Verständnisfrage. Mit mutmaßlicher Polizeigewalt, Diskriminierung in den USA und Trump haben beide Clubs ebenso nichts zu tun.

Björn Werner, gebürtiger Berliner, und Ex-Profi bei den Indianapolis Colts, war nicht recht einverstanden mit dem Hertha-Vorgehen. „Ich kann auf jeden Fall sagen, dass ich mich nie hingekniet hätte.

Auch Kaepernick ist in den USA nicht unumstritten, Respektlosigkeit vor der Hymne zeugt von politischer Instinktlosigkeit. Pfeifen in der Kirche und auf Bühnenbrettern wird auch nicht gern gesehen.


jenseits
15. Oktober 2017 um 20:50  |  623157

Ich fand die Geste gelungen. Hertha muss in Kauf nehmen, dass es eine Menge Kritik gibt, das ist ja quasi aktionsimmanent. Mal etwas anderes als „Zeig‘ Rassismus die Rote Karte“ mit grammatikalischen Fehlern hochzuhalten. Im Stadion gab es ordentlich Applaus dafür.

Eine PR-Aktion ist es gleichzeitig. Und ein wenig schmunzeln musste ich ob des Gedankens, dass Hertha ganz ohne mehrwöchige strapaziöse Reisen in die Ferne nun selbst in Übersee einen gewissen Bekanntheitsgrad erlangt hat.


Susch
15. Oktober 2017 um 21:01  |  623159

Zumindest lenkt dieses Thema von der schlechten Leistung gegen Gelsenkirchen ab.


Opa
15. Oktober 2017 um 21:20  |  623161

Wenn wir bei Herthas #takeaknee über ein politisches Statement gegen Rassismus sprechen, ist das völlig okay. Wenn wir aber über ein politisches Statement gegen Trump sprechen, dann müssen wir auch darüber sprechen, dass dem Mann mit einiger Kritik Unrecht getan wird. Ein paar Beispiele:

1. Der Vorwurf, Trump wolle mit dem 2 % Ziel die NATO-Staaten zum massven Aufrüsten zwingen, ist z.B. absurd, denn das war eine Selbstverpflichtung der NATO Staaten, die beim Gipfel in Wales 2014 von allen NATO Staaten freiwillig und vor dem Hintergrund der Ereignisse auf der Krim beschlossen wurde. Damals war übrigens der vielgepreiste Friedensnobelpreisträger Obama US Präsident.

2. Der Vorwurf, Trump habe das Klimaabkommen gekündigt, ist ebenfalls falsch, denn die USA sind diesem Abkommen nie beigetreten. Obama hatte seinerzeit mal wieder einen „Blankoscheck“ ausgestellt, sich bei der Abschlussveranstaltung für hübsche Fotos ablichten lassen. Obama hatte nur wieder zu der Maßnahme gegriffen, eine Entscheidung mit einer „executive order“ durchzusetzen. Die aber ist nicht verbindlich, verbindlich ratifizieren können die USA das Abkommen nur mit einem Kongressbeschluss – und der liegt nicht und lag nie vor, Obama wusste auch, dass er ihn nicht erhalten hätte. Trump war nur Überbringer der schlechten Botschaft. Und mich würde nicht wundern, wenn viele Politiker, die öffentlich jaulten, als Trump ausstieg, in Wahrheit froh waren, denn die zur Erreichung der ambitionierten Ziele notwendigen Maßnahmen sind alles andere als populär.

3. Letzte Woche wurde der Vorwurf laut, Trump habe den Austritt der USA aus der UNESCO vollzogen. Formal mag das richtig sein, aber bereits seit 2011 haben die USA ihre Zahlungen aus „völkerrechtlicher Raison“ eingestellt, denn die UNESCO hatte einigermaßen „exclusive“ Ansichten in der Nahostfrage und seitdem hatten die USA nur noch einen Beobachterstatus, der nun aufgegeben wurde. Ein Schritt, den ich mir auch von einer zukünftigen Bundesregierung wünschte.

4. Trump wurde für seine Mauerbaupläne zu Mexiko scharf kritisiert. Wo waren denn eigentlich die Proteste, als sein Vorgänger (der Friedensnobelpreisträger) Rekordsummen für die Grenzsicherung ausgab und Mexiko dazu zwang, eine Monstermauer zu Guatemala zu bauen? 2006 haben die Senatoren Obama und Hillary Clinton dem „Secure Fence Act“ des damaligen US Präsidenten Buch zugestimmt. 1.125 km Zaun, 6,40 m hoch. Da hab ich keine Proteste derjenigen wahrgenommen, die heute gegen Trumps Pläne vorgehen.

Nur damit wir uns richtig verstehen: Ich halte Trump für einen ziemlich schlechten Präsidenten. Gemessen an seinem Vorgänger halte ich ihn in Sachen Heuchelei aber für einen Fortschritt. Und aus dieser Perspektive betrachtet finde ich den „Kniefall von Berlin“ – auch aus den bereits genannten Gründen, eher für einen „PR Stunt“, wo ich die dafür entstandene Begeisterung zwar methodisch nachvollziehen kann, aber inhaltlich nicht mittragen mag.

Sich gegen Rassismus und Ausgrenzung auszusprechen hätte man auch mit einem Transparent bewirken können. Zwar mit weniger Aufmerksamkeits- und Vermarktbarkeitsgrad, aber dafür mit deutlich geringerer Gefahr der politisch missverständlichen Vereinnahmung.


Better Energy
15. Oktober 2017 um 21:35  |  623164

@ monitor //15. Oktober 2017 um 19:59 | 623143

Zu:

Den Kniefall finde ich peinlich. Es ist eine us amerikanische Auseinandersetzung, zwischen betroffenen Sportlern und einer gesellschaftlichen Gruppe in USA, die sich von Trump repräsentiert fühlt. Da kann man als FC Barcelona oder Real Madrid sich einbringen, Hertha wird da wohl eher als Trittbrettfahrer wahrgenommen! So meine Einschätzung.

Auf jeden Fall sollte man sich Sprüche wie: „Jetzt kommt erst mal Gelsenkirchen“ schenken, wenn man solche Leistung abliefert. Das war gestern so etwas von peinlich, manmanman!

Hierzu hat Hertha bereits im Stadion erklärt: „Die Welt ist bunt. Wir wollen ein Zeichen setzen für Vielfalt und Toleranz.“

Zum Geschichtlichen:
Das war ein Zeichen, und zwar aus dem Berliner Olympistadion, in welchem 1936 bekanntlich die Spiele ausgetragen wurden. Und die NSDAP wusste sich dort zu feiern. Drei Jahre später versank die Welt im Krieg. Und sie knieten in Richtung Flamme, zu den Ehrentafeln.

1969 war die Befürchtung, daß die NPD in Bundestag einziehen könnte. Sie schafften es nicht. 48 Jahre später schafften es deren Gesinnungsgenossen mit 13% in den Bundestag einzuziehen. Darf ich dich mal daran erinnern, daß diese Personen gesagt haben, daß sie eine deutsche Staatsbürgerin im Ausland „entsorgen“ wollen? Hatten wird das nicht schon einmal in Deutschland? Warum legen wir Herthaner wohl bei unserem damaligen Arzt immer wieder eine Rose an seinem Stoplerstein nieder, der bekanntlich in Auschwitz entsorgt wurde? Und nicht vergessen: Das Mahnmal bei der Amerikanischen Botschaft sei nach deren Ansicht ein „Ort der Schande“.

Bist du immer noch der Meinung, daß nach der intoleranten Flüchtlingshetze der letzten 2 Jahre dieses Thema Hertha nicht angeht? Wie viele Mitglieder hat Hertha aus wieviel unterschiedlichen Nationen? Intoleranz rüttelt an den Grundwerten unseres Vereins.

Rassismus ist gerade deswegen auch in Berlin ein Thema, weil hier eben Menschen aus 190 verschiedenen Nationen leben. Daher war dies auch ein Zeichen und zugleich eine Mahnung an die Hiesigen.

Zu GE: Gelsenkirchen war schon vor 1933 seeehr staatstragend. Das solltest du einmal nachlesen. In der Staatsbibliothek gibt es aus der damaligen Zeit viel Literatur…


Ursula
15. Oktober 2017 um 21:35  |  623165

# Trump oder „TakeAKnee“…

Mir fällt zu diesem obigen, 21:20 Uhr,
geballten Unsinn nichts mehr ein!
„Obama oder die Ehre Gottes“….

…oder „Trump gegen den Rest der Welt“…

Hübsch hässlich, ich bin HIER raus!
Du gute Güte! Die sabbernden Köter scharren…


Stiller
15. Oktober 2017 um 21:39  |  623166

Für Faktenhuber ein Eldorado, aber für Verharmloser und Relativierer ein Desaster, ist der „Fact Checker“ der Washington Post:

https://www.washingtonpost.com/news/fact-checker/wp/2017/10/10/president-trump-has-made-1318-false-or-misleading-claims-over-263-days/?utm_term=.84be4b881aa7

Könnte man natürlich auch relativieren. Zum Beispiel so: Wenn dies stimmt, dann wären das nach Berechnungen des SPIEGEL ONLINE lediglich ca. 5 Unwahrheiten pro Tag …


Opa
15. Oktober 2017 um 21:51  |  623167

@Uschi: Ich bedaure aufrichtig, nicht Deiner Erwartungshaltung an Deine Mitmenschen zu entsprechen, die widerspruchslos sabbernd und schwanzwedelnd den großen Worten des Herrchens lauschen sollen.


backstreets29
15. Oktober 2017 um 22:03  |  623168

@Better energy

Wenn Andrea Nahles die Bundesregierung „sturmreif schiessen will“, hatten wir das auch schon mal

Wenn Merkel Schulz in Brüssel „entsorgt“ ist das demokratischer Duktus
Flüchtlingshetze…..auch so ein Vokabular………

Ich frage mich immer, warum ausgerechnet eine der liberalsten und tolerantesten Gesellschaften ständig ein Zeichen setzen muss, aber diese Tolerans in vielen Bereichen mit Füssen getreten wird.
Warum wird diese Toleranz nicht auch mal eingefordert?

@Uschi
Wenn man keine Meinung hat, oder keine Ahnung, dann darf man sich gerne mal an Dieter Nuhr halten.


pax.klm
15. Oktober 2017 um 22:13  |  623169

Es wäre DIE Aktion gewesen wenn die alte Dame danach ein Feuerwerk abgebrannt hätte! Spielerisch und ergebnismäßig, so wie einst unter dem „Schönen“…

Björn Werner, gebürtiger Berliner, und Ex-Profi bei den Indianapolis Colts, war nicht recht einverstanden mit dem Hertha-Vorgehen. „Ich kann auf jeden Fall sagen, dass ich mich nie hingekniet hätte. Einfach nur als Deutscher“,

Es sind aber mehr als nur „Deutsche“!
Insofern, wenn es wirklich vom Verein kommt, GUT so!
Noch besser wenn es eine Initiative der Spieler war, warum aber nicht im Spiel so mutig?


Ursula
15. Oktober 2017 um 22:15  |  623170

# Politischer Blog….

Ich lese ja gerade mit sehr großem
Entzücken von Leuten „die Meinung
UND Ahnung“ haben und bin ganz
überrascht, wie umfassend humanistisch
allgmeingebildet HIER User sind, die
so gar den großen Philosophen Dieter
Nuhr kennen, wohl auch inhaltlich!?

Das „lernt“ uns was…

Im Gegensatz zu ANDEREN bin ich
trotz meines hohen bliblischen
Alters nicht lernresistenz…

Nu abba! „Widerspruchslos“ sabbernd? Tja…

…ABER „SCHWANZ“ wedelnd….


U.Kliemann
15. Oktober 2017 um 22:19  |  623171

Wahlen in Austria und Niedersachsen scheinen
doch tatsächlich einen Fußballblog zu tangieren.
Warum? P.S. Auf Sky Babylon Berlin gesehen.
Naja ein bischen zu viel Hype für mich.


Exil-Schorfheider
15. Oktober 2017 um 22:28  |  623173

@pax

War ja keine Initiative der Mannachaft. Diese stimmte lediglich dem Vorschlag zu.

Kam sicherlich von „Paule“…
Die Aktion war auch gut, aber letztendlich eine PR-Geschichte, die bestimmt „von oben“, dem Minderheitsgesellschafter abgesegnet werden musste.


ahoi!
15. Oktober 2017 um 22:29  |  623174

@opa: was für eine merkwürdige „verteidigungsrede“ für einen us-präsidenten, der lügt, das sich die balken biegen, gegen minderheiten (behinderte, homosexuelle), frauen und journalisten hetzt und die welt immer näher an einen atomkrieg heranführt….

für die argumentation von @backstreets („warum ausgerechnet eine der liberalsten und tolerantesten Gesellschaften ständig ein Zeichen setzen muss, aber diese Tolerans in vielen Bereichen mit Füssen getreten wird.“) habe ich als kreuzberger – sowie als mensch, der polizeiliche statistiken (auch ohne schaum vorm mund) lesen und interpretieren kann – durchaus ein gewisses verständnis!

zum „kniefall“ an sich: nette geste, nur warum hier, warum jetzt? kann mich nicht erinnern, dass berlin zuletzt sonderlich auffällig geworden ist in sachen rassismus und diskriminierung. der alltag in der stadt belegt eher das gegenteil. und dann brauche ich auch keine fußballer, die vor dem marathontor (bzw. vor S04-fans) auf die knie gehen….

zur diskussion an sich: wenn sich der eigene verein ein politisches statement erlaubt, darfs meiner ansicht nach auch in einem fußballblog mal (vorübergehend) politisch werden.


15. Oktober 2017 um 22:30  |  623175

..worüber man nicht reden kann…Wittgenstein ..oder meinetwegen auch Schuster und Leisten..Hauptsache keine Politik im blog 😆


immerlockerbleiben
15. Oktober 2017 um 22:39  |  623176

Sehr gute Aktion.
Der inhaltliche Kern ist das wichtige, die zweifellos vorhandene PR Überlegung ist für meine Bewertung zweitrangig wichtig.
Richtig gut hätte ich es gefunden, wenn es eine Absprache mit Schalke und danach eine gemeinsame Aktion gegeben hätte. Statement gegen Rassismus ist nun wirklich wichtiger als der – richtige – Ärger über die 70er und Gelsenkirchener Halbmoral.


U.Kliemann
15. Oktober 2017 um 22:46  |  623177

Na ja aber die Niederlage als solche ist
doch trotzdem Scheiße.


immerlockerbleiben
15. Oktober 2017 um 22:48  |  623178

@Uwe Kliemann
Ja


15. Oktober 2017 um 23:18  |  623180

Ja sicher U.Kliemann
15. Oktober 2017 um 22:46 | 623177

Na ja aber die Niederlage als solche ist
doch trotzdem Scheiße.

Gesten gegen Rassismus, für Toleranz finde ich jederzeit richtig und notwendig.

Das Eine hat mit dem Andern für mich nix zu tun.


videogems
16. Oktober 2017 um 0:33  |  623182

Daumen runter. Man kann aber auch nichts anderes vom Schundblatt Nr.1 erwarten, als so ein Machwerk.

Traurig daß die BLÖD so ausrechenbar ist, aber ist halt ein ultrakonservatives Tittenblatt.

Die Ärzte haben da schon mal das Beste dazu gesungen:

Lass die Leute reden und lächle einfach mild
Die meisten Leute haben ihre Bildung aus der Bild
Und die besteht nun mal, wer wüsste das nicht
Aus Angst, Hass, Titten und dem Wetterbericht

Lass die Leute reden, denn wie das immer ist
Solang die Leute reden, machen sie nichts Schlimmeres
Und ein wenig Heuchelei kannst du dir durchaus leisten
Bleib höflich und sag nichts – das ärgert sie am Meisten


SweetTooth90
16. Oktober 2017 um 1:05  |  623183

Auwaia, der Kommentar der Bild ist so ziemlich das Dämlichste was ich seit langem lesen musste.

@Fechi

Hast du mehr als die Überschrift gelesen ?


dewm
16. Oktober 2017 um 1:33  |  623184

Was eine seltsame Aktion. Unangekündigt knieten sich die Jungs plötzlich nebeneinander hin. Ich muss sagen: Ein beeindruckendes Bild. Aber WARUM? Im ersten Moment dachte ich: Jetzt verfolgt mich dieses obsessive (deutsche) TRUMP-Bashing schon ins Stadion. Jetzt muss ich auch beim Fußball (konzentriert) ein guter Mensch sein, in einer Zeit also, in der ich eigentlich abschalten darf und keine Verantwortung für nüscht übernehmen und für oder gegen irgendwas Stellung beziehen muss. Ich würde im Stadion gern einfach nur Herthaner sein.

Ich hab keine Ahnung vom American Football. Nur ganz nebenbei bekam ich mit, da knien welche aus Protest gegen Alltagsrassismus bei der Nationalhymne und Trump (obwohl Präsident) konnte nicht an sich halten und twitterte gegen jene Aktion. Ich weiß, die Hymne ist (für Deutsche schwer vorstellbar) was ganz besonderes in den USA. Für einen solchen Kniefall während der Hymne gehört in den USA Mut. Dieser Mut als Courage des Einzelnen, dessen unbequemes (!) Statement wahrzunehmen erzeugt die Faszination dieser Aktion. Wenn die in den USA mit der Zeit zur Gewohnheit wird, ist der „Zauber“ also die Kraft dahin. Und nun kopiert das eine Fußballmannschaft in Deutschland in einer konzertierten, gut vorbereiteten, bequemen (!) Aktion. Keiner der Jungs geht auch nur das geringste Risiko ein. Im Gegenteil: Was wäre wohl gewesen, wenn einer der Jungs gesagt hätte: Ich finde die Aktion doof und mache nicht mit. Wie sähe die Toleranz jenem gegenüber aus?

Ich bin mit meinem Verein ja immer sehr nachsichtig, wenn mal wieder ein neuer (wie nennt man das heute?) Claim (?) präsentiert wird. Aber eine solche Aktion empfinde ich als Verhöhnung derer, die wirklich unter Rassismus und Intoleranz leiden. Ich misstraue politischen Gruppenbekenntnissen grundsätzlich. Wenn es einzelnen der Jungs wichtig ist, sich politisch zu engagieren, in welcher Richtung und Form auch immer, sollen sie das unbedingt tun. Aber wenn das als Gruppe geschieht und dann noch derart bequem und risikolos, nur Beifall erhaschend (wer wird sich wohl in Europa öffentlich als Rassist darstellen?), ist mir das als „indirekt Beteiligter“ des „Spektakels“ nur peinlich.

Aber JA: Rassismus lehne ich als menschenverachtend ab und Toleranz ist die Grundlage von Freiheit. Mir ist in diesem Land die Freiheit noch oder wieder zu sehr eingeschränkt. Diese Einschränkung der Freiheit erfolgt angeblich auch noch im Namen der „Toleranz“. BACKs hatte in einem seiner Kommentare das skandalöse und hoffentlich vom BVG bald kassierte NetzDG (um das uns Putin beneidet) als lohnendes Kampfziel angefügt. Ein „Gruppenkniefall“ ohne Hymne („Nur nach Hause“ dürfte ja wohl kein passender Rahmen sein) überzeugt mich nicht als Mittel für mehr Toleranz und gegen Alltagsrassismus in Deutschland und schon gar nicht auf der Welt. Dafür waren die verlesenen Worte nur nett, also beliebig oder marginal. Das Fußballspiel ohne Worte drum herum, erreicht ganz pur weit mehr.


16. Oktober 2017 um 2:15  |  623185

.
#Verhöhnung der Opfer? und andere Gedanken..
– ich hatte mal das grosse Privileg mit einem Holocaust-Überlebenden länger sprechen zu können, in entspannter Athmosphäre. Den fragte ich unter vielem anderen, ob der Spielberg-Film „Schindlers Liste“ eine Verhöhung der Opfer betreiben würde, weil es doch ein durch und durch kommerzieller Film sei-wie der damalige, tatsächlich linkslastige westdeutsche Feuilleton nahezu einmütig behauptete (folgerte). Er sah mich mit seinen verschmitzten Augen an und schüttelte den Kopf: „ein grossartiger Film. Wie kann man so verkopft dran gehen?“
-Jedes Bekenntnis zu mehr Menschlichkeit, jedwede Geste für überparteiliche, humanistische Menschendinge sind zu begrüßen.
Wir leben in einer durch und durch globalisierten Welt, so dass jeder mitbekommen konnte, um was es in den USA geht. Um was es den dort lebenden und handelnden Menschen aktuell geht.-Im Fokus stehen in diesem Fall Schwarze Sportler, die gegen den immer offener zutage tretenden Alltagsrassismus demonstrieren, aufbegehren und für sich eine Form des Protestes gefunden haben.
Überall in der Welt kennt man dieses Symbol.-Natürlich auch und gerade in Berlin.-Und wenn Hertha und die Spieler ihre Verbundenheit mit den Sportlern zeigen wollen, sich exemplarisch und plakativ auf die Seite der Protestierenden stellt,-ist das eine gute Geste, an der ich gar nichts Falsches finde.-Man hat nicht zuviel draus gemacht, sondern mit dem einfachstem Mittel Kontext hergestellt.
Es war eine freie Entscheidung der Spieler, da bin ich sicher; vielleicht haben Torun und Kalou etwas intensiver gefühlt- aber wer wollte ihnen plötzlich vorschreiben, was sie tun oder nicht tun sollten.
-Dass es von einigen auch mit Präsident Trump in Verbindung gebracht wird, ist ein lässliches Nebengeräusch; für dieses Nebengeräusch ist der Präsident allerdings im grossen Masse selbst verantwortlich. Aber das permanente Mißverstehen selbst von einfachen Dingen, das permanente Umdeuten durch Andersmeinende..hält hoffentlich niemanden ab, weiterhin das zu tun, was man für richtig hält.-Besser als permanent zu schweigen, ist es allemal.-Und das ist dann auch mein Zirkelschluss zu meinem oben erwähnten Gespräch. Denn das Schweigen der Nachbarn und das Schweigen der Welt hängt zusammen.-Das wurde mir eindringlich nahe gebracht.
Noch ne zeitpolitische Meinung: Trump hatte von mir Zeit bekommen. Ich wollte nicht mit einem Vorurteil herangehen. Trump aber hat dann meine Sorgen noch übertroffen. Nur sein Jähzorn und seine „you´re fired“-Attitüde und das doch recht wehrhafte System in den USA hat den Willen zur Zerschlagung des Justiz und anderen staatlichen Institutionen im Weg gestanden. Besser so.
Bashing? vielleicht. Aber es trifft hier mal den Richtigen.
Gar nix war mir peinlich: neben mir, hinter mir , vor mir sind viele Leute spontan aufgestanden und haben intensiv geklatscht.-Die Menschen brauchen Gesten manchmal mehr als Worte


16. Oktober 2017 um 2:19  |  623186

Etwas anderes: ich habe ein tolles Foto vom Oly gemacht..würde mein Avatar austauschen wollen. Wie ging das noch mal?-Ich kann mich nur dunkel an ein Stichwort erinnern: Gravatar..Und dann?


jenseits
16. Oktober 2017 um 3:41  |  623187

@apo
Auf gravatar com.


Valadur
16. Oktober 2017 um 9:08  |  623194

Bei dem Kommentar von der Bild wird mir schlecht! Das ist genau die Denke eines Trump garniert mit der Eingebung des undankbaren millionenschweren Sportlers, der auf nicht verzichtet hat und nie etwas riskieren musste… *würg*

Da fällt mir ein „Gedicht“ ein:

It’s wrong to do it in the streets
It’s wrong to do it in the tweets
You cannot do it on the field
You cannot do it if you’ve kneeled
And don’t do it if you’re rich
You ungrateful son of a bitch
Because there’s one thing that’s a fact
You cannot protest if you’re black

-Trevor Noah


HerthaBarca
16. Oktober 2017 um 10:02  |  623195

Ich finde die Aktion absolut gut und richtig!

Aufgrund des wachsenden Populismus (ich habe extra die Richtung weggelassen), finde ich es durchaus legitim, dass ein Verein, der aus einer solchen bunten Gesellschaft kommt und in ihren eigenen Reihen so viele Nationalitäten innehat, sich für Vielfalt, Toleranz und Verantwortung (Zitat Tweet @HerthaBSC) positioniert!

Was mich bei dieser ganzen Diskussion wundert, dass sich scheinbar eher das rechte Klientel angesprochen fühlt.

Warum wird ua Bayern dafür kritisiert (für mich zu Recht), dass sie unkritisch ihr Trainingslager im arabischen Raum abhalten?

Sport und Politik kann aus meiner Sicht nicht auseinander gehalten werden.

Ich wiederhole sehr gerne: Es war ein Zeichen f ü r und nicht gegen etwas!


wilson
16. Oktober 2017 um 10:10  |  623196

Interessehalber, da ich nicht im Stadion zugegen war:

kniete die gesamte Mannschaft (einschließlich Bank) nieder oder war es – ich gebrauche das nicht nette Wort – medienwirksam nur die Elf auf dem Rasen?

Wäre letzteres der Fall, passt „medienwirksam“.
Falls nicht, ziehe ich das Wort und die damit vorweggenommene Wertung zurück.


Exil-Schorfheider
16. Oktober 2017 um 10:17  |  623197

wilson
16. Oktober 2017 um 10:10 | 623196

„kniete die gesamte Mannschaft (einschließlich Bank) nieder oder war es – ich gebrauche das nicht nette Wort – medienwirksam nur die Elf auf dem Rasen?“

Bank und Trainer auch.
Gab auch ein Foto davon.


Papa Zephyr
16. Oktober 2017 um 10:20  |  623198

@apo 16. Oktober 2017 um 2:19 | 623186
Du verwaltest den Profil – und insbesondere Dein Bild – auf
https://de.gravatar.com/


wilson
16. Oktober 2017 um 10:21  |  623200

@Exil-Schorfheider
Danke.


Uwe Bremer
Uwe Bremer
16. Oktober 2017 um 10:25  |  623201

@wilson

#TakeAKnee – die Hertha-Bank im Foto – hier


fg
16. Oktober 2017 um 10:43  |  623202

https://www.morgenpost.de/sport/hertha/article212247089/Herthas-Dilemma-Harmlos-hoch-drei.html

Guter Artikel vom Langen, der die wichtigen Probleme anspricht.

Zwei Bemerkungen zu Dardai aus dem Artikel:
Zum einen finde ich, dass man nun schon recht häufig nach Niederlagen liest, dass Dardai sagt, dass er im Vorfeld Fehler gemacht hätte. Das ehrt ihn zwar, aber nach bald drei Jahren finde ich das etwas zu häufig, Stichwort aus Fehlern lernen.
Zum anderen dürfte ja die Belastung, die Schalke durch abgestellt Nationalspieler gehabt hatte, nicht viel geringer gewesen sein.


16. Oktober 2017 um 10:46  |  623203

Hertha mit Knieschmerzen.

Wenn solche Gesten anlasslos kopiert und aus ihrem eigentlichen Kontext gerissen werden, werden sie zu leeren Gesten, die nur noch dem Virtue Signaling dienen. Aus der Tatsache, wie einhellig der mediale Beifall war, kann man auf die Überflüssigkeit der Aktion schließen. Wie anders in den USA, wo sie wirklich Diskussionen auslöst und sogar die Politik beschäftigt.

Die neue Ice Bucket Challenge.


blauweiss
16. Oktober 2017 um 10:50  |  623204

Die Aktion war goldrichtig, das zeigt die Diskussion!

BILD bleibt blöd!


Opa
16. Oktober 2017 um 10:53  |  623205

Das #takeaknee ist nicht so unumstritten, wie es einige sehen wollen. Das Problem ist, dass es eben keine reine Geste gegen Rassismus und Ausgrenzung ist, für diesen Kampf gibt es sicher eine breite Zustimmung. Das Problem ist, dass diese Geste mittlerweile als Protest gegen Trump verstanden wird. Damit wird das zum politischen Statement, welches den Spielern und dem Verein nicht zusteht. Dass es obendrein in den USA als „disrespecting the flag“ empfunden werden kann, kommt in der Außenwirkung erschwerend hinzu. Vielleicht hatte man mit diesem PR Stunt darauf gehofft, dass Trump gegen Hertha twittert, das scheint mir mittlerweile das wahre Ziel gewesen zu sein. Insgesamt empfinde ich die Aktion als zu undifferenziert und zu missverständlich.


Exil-Schorfheider
16. Oktober 2017 um 11:12  |  623206

Bis auf ein paar Sky Go-Szenen vom Top-Spiel im Bus nichts gesehen vom Spieltag, der hier anscheinend gut zusammengefasst wurde:

https://www.11freunde.de/artikel/gif-mich-die-kirsche-8


jenseits
16. Oktober 2017 um 11:14  |  623207

@frankophot 10:20

Danke für den link. Sehr schön zu lesen.


Stiller
16. Oktober 2017 um 11:15  |  623208

@opa, ab wieviel % Unumstrittenheit hättest Du denn kein Problem mit der Geste gehabt? Und was würde das legitimieren?

Ich halte das für geheuchelt. Dir geht es doch in Wahrheit darum:

Das Problem ist, dass diese Geste mittlerweile als Protest gegen Trump verstanden wird. Damit wird das zum politischen Statement, welches den Spielern und dem Verein nicht zusteht.

Genau so weit darf es nicht kommen, dass Du oder deinesgleichen definier(s)t, was dem Verein, den demonstrierenden Fußballern oder uns allen zusteht.

Genau deshalb sollten Demokraten die Demonstration gegen Diskriminierung unterstützen. Deutschland hat dazu noch mehr Grund als andere.


16. Oktober 2017 um 11:26  |  623209

Um Himmels Willen..es geht um schlimme Zustände in den USA, da bleibt es nicht aus, dass ein auch in Rassismus-Fragen polternder Präsident involviert ist.-Dass ein Schwarzer, der sich nicht genügend geschützt fühlt, der sich dikriminiert fühlt, Schwierigkeiten mit der uneingeschränkten Identifikation mit der „Flagge “ hat, ist doch eine zwangsläufige Folge.- Ein Protest, gegen tief in der Gesellschaft verwobene Konflikte, ist eben kein Kindergeburtstag..eine Solidaritätsadresse ist dann deshalb falsch oder bedenklich?- das ist dann doch etwas kurz gegrifffen,oder?


Valadur
16. Oktober 2017 um 11:27  |  623210

#TakingAKnee

In Zeiten, in denen die AfD mit einem zweitstelligen Prozentsatz in den Bundestag einzieht, in denen in Österreich Rechtspopulisten (höchstwahrscheinlich) an die Macht kommen, in denen ein Trump mit der Gefahr eines dritten Weltkrieges spielt und Nazis als „very fine people“ tituliert, kann eine Geste, die in den USA als gegen Rassismus und auch, seit seiner Rede, gegen Trump gewertet wird, gerne (durch Hertha) globalisiert werden!


16. Oktober 2017 um 11:29  |  623211

dank an @jenseits und @papa..#gravatar


wilson
16. Oktober 2017 um 11:34  |  623212

@Uwe Bremer
Danke.


Ursula
16. Oktober 2017 um 11:44  |  623213

# „TakeAKnee“ oder „Fußball-Desaster“?

Dieser Blog hat klar entschieden, „immerhertha“
ist kein Fußball-Blog mehr, ist zum „politischen
Blog“ mutiert…

@ Susch wies gestern schon indirekt darauf hin!

Diese erneut vermeidbare Niederlage gegen
Schalke 04 ist ganz schnell von der Tages-
ordnung verschwunden! Nur nicht daran
drehen und kritisch gegen „unseren“ Dardai
gar nachhaltig argumentieren…

Es gab doch so viel „GUTE SPIELE“….!?

Da ist ja der sehr gute Artikel von J. Lange in
der MOPO kritisch und substanziell, wie ich
es mir gerade HIER auch gewünscht hätte…

…sich ernsthaft über diese aktuelle Mannschaft
und den „Trainerstab“ auszutauschen!

Aber HIER werden wieder die Blog-Tugenden
hoch gehalten, wie schönreden und relativieren!

Mit steht es ja eigentlich auch nicht zu, über
Beiträge von Usern über „TakeAKnee & Co“,
meint ergänzende Erklärungen z. B. zu Trump,
abzugeben, aber einige Beiträge empfand ich
nicht nur als heftig daneben…

Ich konnte (für mich!) nur diese Beiträge
von @ ahoi um 22:29 Uhr und @ dewm um
1:33 Uhr so wie @ Stiller für die „andere Seite“
ernst nehmen!

Die meisten Beiträge landeten (für mich!)
unter „ferner liefen“ oder waren absolut
unpassend bis ziemlich peinlich! Tja…

Nächtle!


16. Oktober 2017 um 11:45  |  623214

..wie kann eine Geste leer sein, wenn sie spontan von Tausenden angenommen wird?-weshalb kriechen manche in die Köpfe dieser apllaudierenden Leute und wollen ihnen erklären, dass sie im falschen Kontext seien?-Schon bissle durcheinander.-


fg
16. Oktober 2017 um 11:51  |  623215

Danke Ursula, du sprichst mir aus dem Herzen!

Durch diese Diskussion ist Herthas schlechte Leistung inkl. der massiven, dauerhaften Mängel im spielerischen und generellen offensiven Bereich, die es seit Jahren gibt und von vereinzelten ordentlichen Halbzeiten übertüncht wurden, komplett in den Hintegrund geraten.

Zur Diskussion über die merkwürdige Geste bin ich bei dewm und Sir Henry sowie Herrn Reichel.


jenseits
16. Oktober 2017 um 11:55  |  623216

Zu @jlanges Artikel:
Dass eine Mannschaft, die 50 Minuten in Unterzahl spielt, ein paar Kilometer weniger läuft, sollte nicht verwundern.


16. Oktober 2017 um 12:00  |  623217

@fg

Nur für’s Protokoll: ich teile weder die Meinung von Herrn Reichelt noch gehe ich mit seiner Argumentation konform.


Opa
16. Oktober 2017 um 12:11  |  623218

@ Stiller um 11:15:

ab wieviel % Unumstrittenheit hättest Du denn kein Problem mit der Geste gehabt?

Was ist das denn für eine Frage, das auf eine Prozentzahl herunterzubrechen? Schau Dir doch den Blätterwald an, als was diese Geste in Deutschland vor Samstag empfunden wurde. Ich hab gestern ein paar Beispiele genannt. Hertha hat das zwar erklärt, das ändert doch aber nichts an der Symbolik und der Missverständlichkeit.

Und was würde das legitimieren?

Was genau magst Du jetzt wissen? Ich fand Herhas soziales Engagement, auch das gegen Rassismus, bisher sehr gut, habe es unterstützt und werde das auch weiterhin tun. Nur diese Geste mag ich nicht unterstützen, die Gründe habe ich ausführlich in den letzten Stunden dargelegt.

Ich halte das für geheuchelt. Dir geht es doch in Wahrheit darum:

Das Problem ist, dass diese Geste mittlerweile als Protest gegen Trump verstanden wird. Damit wird das zum politischen Statement, welches den Spielern und dem Verein nicht zusteht.

Genau so weit darf es nicht kommen, dass Du oder deinesgleichen definier(s)t, was dem Verein, den demonstrierenden Fußballern oder uns allen zusteht.

Woraus liest Du denn, dass es meine Anspruchshaltung wäre, dass ich zu definieren gedenke, was anderen zusteht? Und wer bitte sind denn „ich und meinesgleichen“?

Genau deshalb sollten Demokraten die Demonstration gegen Diskriminierung unterstützen.

Besteht für Dich ein Wesenszug der Demokratie aus Meinungspluralismus? Ist jemand, der die Geste von Hertha unpassend fand, für Dich automatisch ein Nichtdemokrat und einer, der Diskriminerung unterstützt?

Deutschland hat dazu noch mehr Grund als andere.

Wir haben eine besondere Form von historischer Verantwortung, daraus vermag ich aber nicht abzuleiten, dass wir die #takingaknee Geste mitmachen oder dass das alle gut finden müssten.


Uwe Bremer
Uwe Bremer
16. Oktober 2017 um 12:11  |  623219

@ursula

wenn Hertha eine Aktion macht, die dazu führt, dass es als Antwort weltweit mehr als 25.000 Retweets und 65.000 Likes gibt, da kann man sich fragen: Warum, wieso … und kann auch durchaus unterschiedliche Ansichten haben.

Wer den Profifußball verfolgt, weiss: So etwas hat es in der Bundesliga und auch bei Hertha noch nie gegeben. Da ist im Olympiastadion etwas Besonderes passiert.

Deshalb finde ich es folgerichtig, dass #TakeAKnee hier im Blog diskutiert wird.

Und finde es auch interessanter, als die langweilige @ursula-Platte, die mittlerweile in der achten Saison nach jeder Hertha-Niederlage aufgelegt wird, als habe sie einen Sprung „Der Trainer ist Schuld, der Trainer ist Schuld, der …“


elaine
16. Oktober 2017 um 12:17  |  623220

jenseits 16. Oktober 2017 um 11:55

sehe ich auch so, wenn ein Spieler ca. 10km im Spiel läuft und eine Halbzeit fehlt, dann fehlen auch die 5Km in der Statistik

Unter dem Strich sind die Jungs dann wohl genau so viel gelaufen, wie Gelsenkirchen


kczyk
16. Oktober 2017 um 12:18  |  623221

„… Ich wiederhole sehr gerne: Es war ein Zeichen f ü r und nicht gegen etwas! …“

*denkt*
ist es nicht so, dass, wenn ich FÜR etwas bin, ich mich zwangsläufig auch gegen etwas artikuliere !??


Exil-Schorfheider
16. Oktober 2017 um 12:22  |  623222

Wie ich gestern schon „schrob“:

Blog-Beiträge mit weniger als 500 Beiträgen nach Niederlagen kann ich nicht ernst nehmen.

Habe den absoluten Tiefpunkt vom Tiefpunkt, wie er ja hier wieder herausgekramt wird, visuell nicht mitbekommen.


elaine
16. Oktober 2017 um 12:25  |  623223

#TakeAKnee

die Diskussion finde ich auch interessant und irgendwie auch sachlich

Da es nun mal eine Aktion vom Sonnabend war gehört sie natürlich auch hier in den Blog

Mir hat die Aktion gefallen, wie auch immer , jede Aktion gegen Diskriminierung finde ich positiv, egal von wem . Mir ist das Prinzip immer am wichtigsten

Wenn dabei noch eine weltweite PR dabei hearus fällt und überall darüber diskutiert wird, dann ist mir das als Abfallprodukt auch recht


fechibaby
16. Oktober 2017 um 12:26  |  623224

Silvia Sahneschnitte
16. Oktober 2017 um 12:26  |  623225

Danke @Better Energyam 15. Oktober 2017 um 21:35 Uhr.
Danke @ frankophot am 16. Oktober 2017 um 10:20 Uhr.
Mit lieben Grüßen
Ihre Silvia Sahneschnitte


apollinaris
16. Oktober 2017 um 12:37  |  623226

BILD und BZ.. au weija-. Ich klick das nicht an, lese nur „das passt nicht nach Berlin“und „kopiert“- tja, schon sitzen wir im intellektuellen Schrebergarten .
Solche Gedankengänge erinnern mehr an Hakenfelde als an Berlin, 2017
🤔


Better Energy
16. Oktober 2017 um 12:39  |  623227

So, nur für euch :

Ich fahre heute los nach Lemberg.

Das heißt, ich werde weiter mit lesen und über Instagram ein paar Bilder senden, so Gott will.


fg
16. Oktober 2017 um 13:00  |  623228

@Prioriäten:
Die Währung, die Hertha wichtiger sein sollte, sind Punkte in der Tabelle.
Wenn da nicht bald gehörig welche dazukommen und man sich im Abstiegskampf zementiert, dann helfen auch keine virtuellen Zahlen wie Retweets und likes.

Inhaltlich bin ich klar bei Schupelius: Was will uns Hertha mit einer Geste zu einem inneramerikanischen Konflikt sagen?
Es fehlt schlicht der Sinnzusammenhang.

@Sir Henry:
Das hatte ich auch nicht gechrieben.


wilson
16. Oktober 2017 um 13:02  |  623229

Intellektueller Schrebergarten oder intellektueller Schreibergarten, egal – Hauptsache idyllisch.


Stiller
16. Oktober 2017 um 13:03  |  623230

@opa

Um 12:11 Uhr fragst Du:
„Woraus liest Du denn, dass es meine Anspruchshaltung wäre, dass ich zu definieren gedenke, was anderen zusteht?“

Nachdem Dein vorhergehender Satz lautet:
„Damit wird das zum politischen Statement, welches den Spielern und dem Verein nicht zusteht.“

Wer so „denkt“, @opa, der gehört zu deinesgleichen. (Damit ist auch diese Frage beantwortet.)


herthabscmuseum1892
16. Oktober 2017 um 13:07  |  623231

@apollinaris am 16. Oktober 2017 um 12:37 | 623226:

Ich teile die Ansichten von Herrn Schupelius voll und ganz – und dann ist es mir auch vollkommen gleichgültig, in welcher Zeitung dies veröffentlicht ist.

Hertha BSC ist für eine Sache (bzw. dagegen) eingetreten, was vollkommen legitim ist.

Dies aber mit einer Geste zu tun, die in den U.S.A. mit einer Kritik an der Ungleichbehandlung von weißen und farbigen Menschen verbunden ist, ist aus meiner Sicht falsch.

Alle mir bekannten Medien in den U.S.A. haben hier nämlich den Zusammenhang zu den NFL-Spielern geknüpft und nicht dahingehend, dass Hertha BSC für Toleranz und gegen Rassismus in unserer Stadt eintritt.

Und es gibt zahlreiche Möglichkeiten für z.B. Hertha BSC, dies auf eine eigene Art und Weise kund zu tun.

Auch die damit zwangsläufig verbundene und vollkommen überflüssige Vermengung mit einem deplatzierten Protest gegen den POTUS hätte mit einer anderen Geste vermieden werden können.

Da darf man sich dann auch nicht wundern, wenn der gut gemeinte Versuch, gegen Rassismus und für Toleranz in unserer Stadt einzustehen, in dieser Form zudem lediglich als Versuch der Umsetzung einer Marketing-Aktion/-Strategie interpretiert wird.

Ich sehe den Kniefall kritisch und halte ihn – nach wie vor – für falsch.


Stiller
16. Oktober 2017 um 13:10  |  623232

Zu diesem Thema ein interessantes Interview mit Markus Kuhn, einem ehemaligen deutschen American-Football-Profi findet ihr hier:

http://www.spiegel.de/sport/sonst/nfl-proteste-gegen-donald-trump-einige-sollten-vielleicht-die-augen-oeffnen-a-1169843.html

Wer den Links folgt, findet dort auch das „Hurensohn“-Zitat, dass das Fass zum überlaufen brachte.


jenseits
16. Oktober 2017 um 13:13  |  623233

Also, da gibt es zwei nicht ganz unwichtige Blätter in den USA, die New York Times und die Washington Post, die genau Herthas Statement aufgegriffen haben.


herthabscmuseum1892
16. Oktober 2017 um 13:18  |  623234

Ich habe noch vergessen hinzuzufügen, dass der Kniefall in den U.S.A. während der US-amerikanischen Nationalhymne durchgeführt wird.

Mich würde schon interessieren, ob Hertha BSC diese Aktion auch während der deutschen Nationalhymne, die bei uns vor derartigen Veranstaltungen nicht gespielt wird, durchgeführt hätte.

Diesen speziellen Zusammenhang in den U.S.A. hat Hertha BSC hier vollkommen außer acht gelassen, obwohl diese Aktion ja nicht spontan sondern geplant war.

Wie gesagt, eine Aktion in einer anderen Art und Weise wäre passend gewesen und hätte die unerwünschten Nebenwirkungen gar nicht in Augenschein treten lassen – aber weltweit (besonders in den U.S.A.) hätte das dann natürlich nicht annähernd soviel Aufmerksamkeit auf sich gezogen.


Valadur
16. Oktober 2017 um 13:20  |  623235

#Bezug (nur) auf Berlin

Hertha BSC stands for tolerance and responsibility! For a tolerant Berlin and an open-minded world, now and forevermore! #TakeAKnee #hahohe

„An open-minded world“… irgendwie fehlt mir da der Bezug rein auf Berlin.


herthabscmuseum1892
16. Oktober 2017 um 13:26  |  623236

@jenseits am 16. Oktober 2017 um 13:13 | 623233:

Die New York Times beginnt ihren Artikel mit:

„Hertha Berlin nodded to social struggles in the United States by kneeling before its Bundesliga home game on Saturday.“

Und diese Verknüpfung mit US-amerikansichen Athleten ist vollkommen überflüssig wenn Hertha BSC verlautbart: „Wir sind West, Ost und Mitte. Wir sind der Club der Haupt- und Weltstadt – mit Fans aus allen Berliner Kiezen, aus allen Städten Deutschlands und aus aller Welt. Werte wie Toleranz, Verantwortung, Mut, Solidarität, Gleichheit und Respekt leben und vermitteln wir aus tiefer Überzeugung. Berlin ist bunt!“, zumal es Rassendiskriminierung, wie seit Gründung der U.S.A. bis zum heutigen Tage, in Deutschland nicht existent ist.


apollinaris
16. Oktober 2017 um 13:26  |  623237

Jedes Zeichen gegen Rassismus und Diskrimierung ist wichtig und richtig. Jeder, der es selbst erlebt hat, kann es besser einschätzen.

Hans sarpei


apollinaris
16. Oktober 2017 um 13:36  |  623238

Schwarze dürfen für das Land in Kriegen sterben . Schwarze dürfen für das Land Medaillen holen. – Im Monent gibt es mal wieder Grund genug, während der Hymne auf Verbrechen gegen Schwarze ( und andere Minderheiten ) im Land zu demonstrieren
Dass Hertha sich mit dieser Haltung solidarisiert, ist völlig ok, weil es um Überparteiliches geht, um Substantielles; um Werte, die auch im Sport besonders gepflegt werden.- das geht nicht nur die Amis etwas an.
Dein Nachbar ist die Welt und umgekehrt


jenseits
16. Oktober 2017 um 13:37  |  623239

@herthabscmuseum1892 13:26
In Ordnung, da hast Du einen anderen Artikel, der den Inhalt einer anderen Agentur wiedergibt.

Aber warum sollte dieser Kontext überflüssig sein? Es ist eine entlehnte Geste, die überhaupt nur durch Nachahmung Wirkung entfaltet und die wohl auch diese Verbundenheit unter Sportsleuten zum Ausdruck bringen sollte.

In Deutschland gibt es aber ebenso Diskriminierung. Auch Rassendiskriminierung. Das ist nicht ein alleiniges Problem der USA.


herthabscmuseum1892
16. Oktober 2017 um 13:41  |  623240

@apollinaris am 16. Oktober 2017 um 13:26 | 623237:

Dann kann man eigene Zeichen setzen und muss sie nicht kopieren. Oder werden die Spieler von Hertha BSC beim nächsten Heimspiel die mit einem schwarzen Handschuh bekleidete Faust in den Berliner Himmel strecken?

Hertha BSC engagiert sich schon seit Jahren in eigener Weise für soziale Aspekte etc. – warum man diesen Weg verlässt und anfängt, Dinge zu kopieren, erschließt sich mir nicht – es sei denn, man hat damit wirklich „marketingstrategische“ Ziele verfolgt (was ich nicht glauben will).


apollinaris
16. Oktober 2017 um 13:45  |  623241

Je mehr ich versuche, die Argumente zu verstehen, die contra aufgeführt werden, je weniger verstehe ich sie. Sind das nicht allein Kopfgeburten?- die, die applaudiert haben, hatten sicher schlichtere Motive: wollten nur zeigen, für was sie einstehen. Mit wem sie sich solidarisieen wollen
Wie kann man gegen einfache, friedliche Botschaften sein?- weil ein amerikanischer Präsident sich vielleicht
gebasht fühlt?


herthabscmuseum1892
16. Oktober 2017 um 13:51  |  623242

@jenseits am 16. Oktober 2017 um 13:37 | 623239:

Ich sehe es anders als Du.

Ich habe in Deutschland auch noch keine Rassendiskriminierung erlebt, obwohl ich in Berlin lebe, wo wohl die meisten Kulturen überhaupt aufeinandertreffen. Genausowenig habe ich Rassendiskriminierung bei meinen weit über zwei Dutzend Besuchen in den U.S.A. erlebt – wohl deshalb, weil auch in New York wohl die meisten Kulturen überhaupt aufeinandertreffen. Beides wohl weltoffene Städte.

Colin Kaepernick hat übrigens Beschwerde wegen systematischer Ausgrenzung gegen die NFL-Besitzer eingereicht, weil er keine Anstellung in der NFL mehr findet.

Was folgt als nächster Schritt in der Bundesliga? Werden alle Spieler alle Mannschaften beim nächsten Spiel sich hinknien.

Ich möchte in dieser Thematik eigentlich nicht polemisch werden, aber das hätte dann schon den Charakter einer „Ice Bucket Challenge 2.0“.

Ich bleibe dabei:

Hertha BSC ist für die richtige Sache eingetreten – aber mit dem falschen Mittel.


herthabscmuseum1892
16. Oktober 2017 um 13:53  |  623243

@apollinaris am 16. Oktober 2017 um 13:45 | 623241:

Warum Du immer wieder den POTUS ins Spiel bringst erschließt sich mir nicht.

Die von Colin Kaepernick kritisierte Rassendiskriminierung gab/gibt es dann ja wohl schon unter jedem der 45 Präsidenten.


glimpi
16. Oktober 2017 um 14:08  |  623244

@frankophot
16. Oktober 2017 um 10:20 | 623199
Danke für den tollen Link.


fechibaby
16. Oktober 2017 um 14:12  |  623245

@Better Energy

Ich wünsche Dir und allen Mitfahrern eine gute Fahrt
in die Ukraine.
Kommt gut hin und wieder zurück.


Plumpenpils
16. Oktober 2017 um 14:21  |  623246

Ich finde die Geste sehr gut und wichtig.

Bin sehr verwundert, dass es anscheinend ok ist, ein Zeichen gegen Rassismus als „dumm und unangebracht“, bezeichnen zu können.

Ich frage mich da immer wo wir eigentlich leben?!
Wir sind hier nicht in einer Friede-Freude-Eierkuchen-Blase in der es keine Probleme gibt.

Diskreminierung und Resprekt aller Kulturen ist ein aktuelles Thema, und da finde ich es sehr gut, dass unser Verein hier ein Zeichen setzt. Klar, es ist ein Geste, die aktuell um die Welt geht, aber es ist eben auch eine Geste.

Und jeder der schreibt, dass ist peinlich, dumm, naiv, oder sonst was, hat mich für anscheinend den Grundgedanke nicht verstanden.

Es freut mich sogar, dass so viel darüber diskutiert wird. Allein dafür hat es sich schon gelohnt.

Nur weil Berlin eine weltoffene Stadt ist, in der viele Kulturen leben, heißt das nicht, dass man sich nicht gegen Rassismus bekennen darf.

Der Pilot im Flugzeug sagt ja auch nicht, „so jetzt sind wir in der Luft, nun können wir die Triebwerke ausschalten“.


Hainer
16. Oktober 2017 um 14:23  |  623247

@herthabscmuseum1892
Wenn Du in Berlin noch keine Rassendiskriminierung erlebt hast, dann unterhalte Dich mal mit dunkelhäutigen Berlinern oder welchen mit ausländisch klingendem Namen und ihre Erfahrungen bei der Wohnungssuche. Gilt natürlich wie immer nicht generell.


backstreets29
16. Oktober 2017 um 14:28  |  623248

Gegen welche Diskriminierung wird denn nun im „Original“
in die Knie gegangen?
Kaepernick wollte gegen Rassismus gegenüber Schwarzen und gegen Polizeigewalt gegen Schwarze ein Zeichen setzen.
Soweit so gut.
Ihm schloss sich eine gewisse Anzahl NFL-Profis an.
POTUS hat dagegen gewettert, wie übrigens etliche Andere auch, weil das als respektlos der Flagge gegenüber verstanden wird und den
Nationalstolz verletzt.
Nationalstolz ist übrigens nur in Deutschland ein böses Wort.
Jetzt wird von einem Teil der Medien Kaepernicks Idee als Protest gegen Trump (POTUS) instrumentalisiert.

Mir stellt sich jetzt die Frage: Was genau hat Hertha damit zu tun?
Wogegen positionieren sie sich und wo führt das hin?
Gegen Rassismus in den USA? Gegen Polizeigewalt in den USA?
Gegen Rassismus in Berlin? Gegen Gewalt gegen die Polizei?

Warum kniet man dann nicht mal für die liberale Moschee von Frau Ates in Berlin?
Warum kniet man nicht mal gegen Geschlechterapartheid?
Warum kniet man nicht mal gegen die Verfolgung von Christen?
Warum mal nicht gegen Terrorismus?

Berlin muss nicht zeigen, dass es eine tolerante weltoffene Stadt ist, das sieht man und fühlt man auf den ersten Blick.

Je mehr ich über die Aktion von Hertha nachdenke, umso mehr beschleicht mich das Gefühl, dass Hertha sich ins Knie geschossen hat.


Joey Berlin
16. Oktober 2017 um 14:29  |  623249

@Susch 15. Oktober 2017 um 21:01 | 623159

Zumindest lenkt dieses Thema von der schlechten Leistung gegen Gelsenkirchen ab.

Bis zum 22.10.2017, 15:30 Uhr liegt der Focus der Spieler-Generation facebook dann hoffentlich wieder auf dem Gegner SC Freiburg und es werden weniger Nebenschauplätze die Öffentlichkeit beschäftigen. Bin da optimistisch, dass unser Team dort punktet.

wg. http://www.bild.de/politik/inland/julian-reichelt/hertha-protest-ist-dumm-und-unangebracht-53542220.bild.html

to whom it may concern: Solch zur Wahrheit zugespitzte Meinung und Fakten können den ideologisch gefestigten und denkfaulen User schon erzürnen…
#freie Meinung, freie Presse. 😉


SORGENKIND@Adlershofer1892
16. Oktober 2017 um 14:29  |  623250

Es ist erstaunlich wie sehr diese Aktion polarisiert.
Und wie eloquent und belesen mit Hintergrundwissen
geglänz wird. Ich hatte nur ein Bauchgefühl!
Der Hintergrund dieser Aktion scheint auf den ersten Blick ehrenhaft. Aber es kommt mir ein bisschen vor, wie bei einem Aufsatz für eine 3.Klasse, an deren Ende der Lehrer notiert: Thema verfehlt.
Wir in Deutschland haben jeden Grund uns für ein gleichberechtigtes Zusammenleben, für echte Demokratie (und ich meine nicht die Farce, die in Amerika als solche gelebt wird) und Freiheit zu demonstrieren. Es treten wieder Leute auf die politische Bühne, die mit billigen Parolen, Ängste schürend auf Stimmenjagd gehen. Ich bin zutiefst besorgt, wie sehr selbst gute Freunde auf diese unfassbare und ewig gestrige Idiotie hereinfallen.
Ich halte es trotzdem ein wenig mit @opa, wobei mir Trump in seiner Begründung zu gut weg kam. Das #takeanknee fand ich unpassend. Man hätte das auch anders transportieren können. Wir sind doch Top dabei, wenn es um Social Media geht.
Was bleibt für mich nämlich nach der Aktion? Mein erster Gedanke, das es mir zuviel nach „International PR“ roch. Hertha ist auf den Titelblättern in New York. Job done!


kczyk
16. Oktober 2017 um 14:31  |  623251

*denkt*
kinder halten sich gern ihre hände vor ihren augen im glauben, dass sie hierdurch unsichtbar sind. erwachsene wissen, dass es auch einfacher geht; vor unbequemen wahrheiten einfach die augen verschließen.


herthapeter
16. Oktober 2017 um 14:31  |  623252

Diese Knieaktion war aus meiner Sicht so ziemlich der größte Unfug, den man vor einem Bundesligaspiel machen konnte.
Das war kein Zeichen gegen Rassismus, welches ohnehin kaum nötig gewesen wäre, sondern es ist ein deutliches Statement gegen den US Präsidenten. Dass alle Bundesligavereine gegen Rassismus jeglicher Art sind, hört man mittlerweile in jedem Werbeblock in Dauerschleife. Dass Hertha gegen Rassismus ist, daran gab es wohl auch am Samstag keine Zweifel mehr. Wenn man meint, noch mehr gegen Rassismus zu sein, als ohnehin schon angenommen, dann hätte man das problemlos mit Hilfe eines Mikrophons vor dem Anpfiff durchsagen können. Stattdessen äffte man einen US-Hymnenboykott nach, der ohne Abspielen einer Hymne ablief und der in Deutschland noch nicht einmal als Affront angesehen würde.
Rassismus war hier zuletzt ohnehin kein wirkliches Thema weder in Berlin noch bei Hertha. In den Foren ist Rassismus jedenfalls kaum mehr als eine Randsilbe wert. Wozu auch? Gibt es etwa irgendeinen Dunkelhäutigen, der sich in Berlin nicht mehr auf die Straße traut oder womöglich nicht mehr ins Olympiastadion?

Nein, das Thema ist zum Glück längst durch. Hier hat sich aber der Verein hinreißen lassen, zu einem Affront gegen Trump. Das ist sicherlich hip, das ist auch noch mehrheitsfähig und es kommt bei der erhofften Zielgruppe von Hertha dufte an. Ein Verein, der bis vor kurzem keinerlei Bedenken hatte, sein Winterlager bei Erdogan in der Türkei aufzuschlagen und dort zu jeder politischen Fragestellung und Menschenrechtsverletzungen wohlweislich die Klappe gehalten hat, der sollte in einem inneren US Konflikt besser die Füße still halten.

Für mich ist hier klar eine rote Linie der Politisierung überschritten worden. Wer zudem den dicken Maxe nur dort markiert, wo er rein gar nichts zu befürchten hat und auf gute PR Resonanz zählen kann, ist bei mir tatsächlich unten durch.


herthabscmuseum1892
16. Oktober 2017 um 14:34  |  623253

@Hainer am 16. Oktober 2017 um 14:23 | 623247:

Stimmt, da hast Du Recht.

Ich bin selbst schon Opfer von Rassendiskriminierung bzw. Fremdenfeindlichkeit geworden, als zwei Elternteile begonnen haben, sich auf Türkisch zu unterhalten, als ich mich während des Trainings von Junior zu den beiden auf eine Bank gesetzt habe.

Das war, nachdem ich von beiden als Nazi betitelt wurde, weil Deutschland türkischen Politikern (insbesondere Erdogan) nicht gestattet hat, hier Wahlkampf zu betreiben und ich dies selbstverständlich als vollkommen richtig unterstützt habe.


dewm
16. Oktober 2017 um 14:34  |  623254

@APO: Du versuchst Argumente zu verstehen und da Dir das nicht gelingt (was nicht schlimm ist), setzt Du die Kritiker in den „intellektuellen Schrebergarten“ nach Hakenfelde. Ist das Deine Art der Toleranz? Nicht Übereinstimmung war doch das Ziel, es war die Toleranz – die Toleranz als Grundlage der Freiheit und zum demokratischen Austausch (auch Diskurs genannt). Ist doch nicht schlimm, wenn man sich mal nicht versteht. Jene, die Du kritisierst (eingeschlossen mich selbst) verstehe ich uneingeschränkt mit folgender vereinfachender Aussage:

Das Ziel ist richtig, der Weg ist falsch.

Warum könnte Dir das nicht reichen? Nur weil Dir der gewählte Weg gefällt? Findest Du wirklich, dass Unverständnis ein stichhaltiges Argument ist, jemanden, dessen Meinung Du nicht teilst, in den „intellektuellen Schrebergarten“ nach Hakenfelde abzuqualifizieren? Hattest Du einmal ein prägendes Erlebnis in Hakenfelde? Und wenn, versuche es doch einmal mit Toleranz!


kczyk
16. Oktober 2017 um 14:36  |  623255

„… Diese Knieaktion war aus meiner Sicht so ziemlich der größte Unfug, den man vor einem Bundesligaspiel machen konnte. …“

‚FAIRPLAY‘ am trikotärmel ist auch dümmlich.
selbstverständlichkeiten brauchen keine hervorhebung.


herthapeter
16. Oktober 2017 um 14:42  |  623257

@ kczyk
16. Oktober 2017 um 14:36 | 623255

Da stimme ich dir zu, kczyk. Die Fairplay buttons sind vermutlich nur deshalb so weit oben, am Ärmel, damit das Fairplay nicht so leicht mit den Füßen getreten werden kann.


herthabscmuseum1892
16. Oktober 2017 um 14:44  |  623258

Und angefangen hat alles damit, dass ich gegen eine Fußballreise nach Belek im April 2017 gewesen bin, weil ich mit 12-jährigen Kindern nicht in ein Land fahren wollte, welches unter Kriegsrecht steht.

Seit diesem Zeitpunkt hat Junior dann unter dem türkischen Trainer auf einmal sehr viel weniger Spielzeit erhalten, obwohl er vor diesem Ereignis bei jedem Spiel mit im Kader stand.

Immerhin hat der Trainer sich bei unserem Verlassen des Vereins um Entschuldigung gebeten, was für mich allerdings unehrlich war, weil er gegenüber anderen Personen mitgeteilt hat, dass Junior bei ihm keine Chance mehr hatte und gehabt hätte.

Ein Beweis dafür, dass der Kampf gegen Intoleranz und Diskriminierung noch lange nicht vorbei ist.


Stiller
16. Oktober 2017 um 14:46  |  623259

Ein Land in dem in jüngster Zeit mehr als 1.000 Flüchtlingsheime (die allermeisten bis heute „ungeklärt“) brannten, kann wahrlich nicht von sich behaupten, dass klare Zeichen gegen Diskriminierung hier „überflüssig“, „dumm“, gar „Unfug“ seien.

Klar ist aber auch, dass Diskriminierung sich gegen jeden Menschen, auch gegen Deutsche wenden kann. Genau deshalb ist der Protest gegen Diskriminierung, Vorenthaltung von Menschenrechten und blanken Rassismus ÜBERALL zu verurteilen.

Es ist eine globale Aufgabe, denn wir haben nur einen Planeten.


Valadur
16. Oktober 2017 um 14:50  |  623260

@herthabscmuseum1892

Alles klar. Die Rassendiskriminierung geht nur von Migranten gegen die guten Deutschen aus. Naja, wenigstens weiß ich jetzt wessen Geistes Kind du bist.


backstreets29
16. Oktober 2017 um 14:53  |  623261

@Stiller

Lies mal die Statistiken des BKA und schau dir die
Kriminalitätsentwicklung insbesondere was
„Übergriffe gegen die sexuelle Selbstbestimmung“.
Raub und Diebstahl betrifft.
Gleichzeitig darst du gerne recherchieren, warum es in den Heimen
gebrannt hat, anstatt hier ein ganzes Land unter Generalverdacht zu stellen.
Das ist linksextremistischer Murks

Nein, das ist ein globales Problem, aber keine globale Aufgabe.
Dort wor Diskriminierung und Rassismus bereits überwunden waren,
wird er wieder hineingetragen. Ein globale Aufgabe wäre es, alle
dazu zu bewegen den Lebensentwurf des Anderen zu akzeptieren


backstreets29
16. Oktober 2017 um 14:55  |  623262

@Valadur
Das ist populistischer Schwachsinn, den du hier ablässt.

Es wäre das Gleiche wenn ich sagen würde, alle Muslime sind
Terroristen.

Verallgemeinerungen sind unnütz und bringen eine Gesellschaft genau dahin, wo wir heute stehen.
Und du giesst fleissig Öl ins Feuer…….Applaus


herthabscmuseum1892
16. Oktober 2017 um 14:55  |  623263

@Valadur am 16. Oktober 2017 um 14:50 | 623260:

Das habe ich gar nicht geschrieben.

Was bist Du denn für eine eigenartige Person?!

„Wessen Geistes Kind“?!

Ich glaube, Du solltest Dir irgendwo Hilfe besorgen.

Aber ganz, ganz schnell.


Hainer
16. Oktober 2017 um 14:58  |  623264

@herthabscmuseum1892

Deine Beispiele sind nicht schön, suggerieren allerdings, dass Diskriminierung vor allem von denen, die nicht von „hier“ sind ausgeht. Ich vermute, dass war so nicht beabsichtigt. Denn der übliche Fall ist ein anderer. Und nimm es mir nicht übel, es war sicher keine schöne Erfahrung für Deinen Sohn, aber bekommst Du keine Wohnung oder keinen Job auf Grund deines Aussehens oder deines Namens dann kann das existenzbedrohend sein.


backstreets29
16. Oktober 2017 um 15:01  |  623265

@Hainer
Dein Posting suggeriert, dass das in Berlin oder Deutschland die Regel ist.
Dann wären aber ein Großteil der Menschen mit Migrationshintergrund
obdachlos.
Merkst du wie deine Argumentation Vollgas vor die Wand fährt?

Definiere doch bitte mal den „üblichen Fall“….das würde mich sehr interessieren


Valadur
16. Oktober 2017 um 15:01  |  623266

Wenn jemand schreibt…

„Ich habe in Deutschland auch noch keine Rassendiskriminierung erlebt, obwohl ich in Berlin lebe, wo wohl die meisten Kulturen überhaupt aufeinandertreffen.“

…um einen Protest gegen Rassismus als unnötig anzusehen und dann später ausführt, dass er ja doch als Deutscher Rassendiskriminierung durch Migranten (hier: Türken) erfahren hat, dann ist alles gesagt.


U.Kliemann
16. Oktober 2017 um 15:05  |  623267

Deutschland Kolumbien 4:0 und jetzt mit 2 Herthanern.


Hainer
16. Oktober 2017 um 15:06  |  623268

@backstreets29
Wo waren Diskriminierung und Rassismus überwunden?


herthabscmuseum1892
16. Oktober 2017 um 15:07  |  623269

@Valadur am 16. Oktober 2017 um 15:01 | 623266:

Tja, um das differenzieren zu können, ist geistige Transferleistung gefragt.

Aber ich will das mit Dir auch nicht weiter diskutieren.

Mit Menschen, die mir so gegenübertreten, wie Du um 14:50 Uhr, will ich rein gar nichts zu tun haben.

Da bin ich 100 % INTOLERANT.


Freddie
16. Oktober 2017 um 15:08  |  623270

Anderes Beispiel:
Wer auf Spannung alà Rex Kramer steht, kann ja mal durch Neukölln mit ner Kipa aufm Kopf wandern.
Da ist die Toleranz auch sehr begrenzt


Stiller
16. Oktober 2017 um 15:08  |  623271

@backstreets29, 16. Oktober 2017 um 15:01 | 623265

„Gleichzeitig darst du gerne recherchieren, warum es in den Heimen
gebrannt hat, anstatt hier ein ganzes Land unter Generalverdacht zu stellen.
Das ist linksextremistischer Murks“

Das geht zu weit. Ich fordere Dich auf zu belegen, dass ich „ein ganzes Land unter Generalverdacht“ gestellt und „linksextremistischen Murks“ verbreitet habe oder die Löschung Deiner diskriminierenden Behauptungen bei der Morgenpost resp. Herrn Bremer zu beantragen.


Valadur
16. Oktober 2017 um 15:09  |  623272

„Da bin ich 100 % INTOLERANT.“

Das glaube ich sofort.


kczyk
16. Oktober 2017 um 15:11  |  623273

*denkt*
wer diesen blog seit jahren und mit interesse liest wird bestätigen müssen, dass diskriminierung leider ein gängiges thema ist.


jenseits
16. Oktober 2017 um 15:11  |  623274

@Stiller 15:08

Als Dokument ist es doch eher interessant. Ich würde es nicht löschen lassen.


backstreets29
16. Oktober 2017 um 15:18  |  623275

Zitat:

Stiller
16. Oktober 2017 um 14:46 | 623259

Ein Land in dem in jüngster Zeit mehr als 1.000 Flüchtlingsheime (die allermeisten bis heute „ungeklärt“) brannten, kann wahrlich nicht von sich behaupten, dass klare Zeichen gegen Diskriminierung hier „überflüssig“, „dumm“, gar „Unfug“ seien.
*******************************************

und jetzt krieg nich gleich wieder Schnappatmung……is einfach Murks was du da von dir gegeben hast, entschuldige dich und gut is


Hainer
16. Oktober 2017 um 15:18  |  623276

@backstreets29
Macht es Dir was aus sachlich zu bleiben?

Ich hab schon weiter oben geschrieben, dass sich das nicht generalisieren lässt. Aber es gibt sie und es sind keine Einzelfälle.

Es gab diverse Studien mit Blindbewerbungen in denen sich die Chancen von Bewerbern mit Migrationshintergrund massiv verbesserte.

Üblicher Fall bezog sich darauf, dass nicht vorwiegend Angehörige der Minderheit sich rassistisch verhalten, sondern Angehörige der Mehrheit gegenüber der Minderheit.
Ich weiß nicht, ob Du dunkelhäutige Bekannte in Deinem Umfeld hast. Frag die mal. Ich weiß, ich hab auch einen Freund, in Berlin geboren schwarz wie die Nacht, der sagt er hätte das noch nicht erlebt, aber das ist nicht der Regelfall.
Aber nochmal, zum Glück ist die Mehrheit der Gesellschaft in Berlin durchaus tolerant.


herthabscmuseum1892
16. Oktober 2017 um 15:19  |  623277

@Hainer am 16. Oktober 2017 um 14:58 | 623264:

Ich wollte genau das Gegenteil ausdrücken.

Nicht ausschließlich von den sogenannten „Deutschen“ geht oftmals Diskriminierung aus, sondern eben auch von denen, die das den sogenannten „Deutschen“ vorwerfen.

In der öffentlichen Berichterstattung werden z.B. AFD-Wähler permanent und durchweg als Nazis dargestellt, wohingegen die zahlreichen Wähler von Erdogan in keiner Weise an den Pranger gestellt werden. Und da ich mit einigen dieser Wähler zwangsläufig Kontakt haben musste und zudem erfahren musste, welch immense Ablehnung dort gegen Deutschland und der sogenannten deutschen Kultur vorherrscht, habe ich dieses Beispiel gewählt.

Mir fehlt eine ausgewogene Berichterstattung zu allen denkbaren Positionen von ganz links nach ganz rechts, denn das Problem der vielfältigen/vielschichtigen Diskriminierung bzw. Ausgrenzung ist eine wohl weltweite, alle Kulturen und alle Regierungsformen umfassende Problematik.

Aber das ist jetzt auch ein anderes Thema.


herthabscmuseum1892
16. Oktober 2017 um 15:20  |  623278

@Valadur an 16. Oktober 2017 um 15:09 | 623272:

Dann bin ich sehr beruhigt.


Valadur
16. Oktober 2017 um 15:20  |  623279

@Freddie um 15:08

Sehr guter Punkt. Es gibt so viel Rassismus und Hass dem Fremden gegenüber, dass eine Aktion wie sie Hertha am Wochenende gestartet hat niemals falsch sein kann.

Und um dann wieder den Bogen Richtung USA und TakingAKnee zu spannen, in Charlottesville demonstrierten Rechtsradikale, Nazis und sangen „Jews will not replace us.“… Donald Trump bezeichnete sie später als „very fine people“.


Stiller
16. Oktober 2017 um 15:21  |  623280

Danke, @jenseits. Kommt drauf an …


Valadur
16. Oktober 2017 um 15:35  |  623282

@herthabscmuseum1892 um 15:19

Mal als Beispiel:

„Die Aufregung in Deutschland nach dem türkischen Verfassungsreferendum ist groß. „Demokratie genießen, aber einen Despoten wählen“, erregt sich die „Bild“-Zeitung. „Was, bitte, ist da los?“, fragt die „Süddeutsche Zeitung“. Und auch SPIEGEL ONLINE-Kommentator Hasnain Kazim wundert sich über „das merkwürdige Wahlverhalten der Deutschtürken“.“

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/warum-deutsch-tuerken-fuer-erdogans-praesidialsystem-stimmen-a-1143688.html


backstreets29
16. Oktober 2017 um 15:36  |  623283

@Hainer
Mach dir um meinen Bekanntenkreis keine Sorgen
Jeder links-grüne würde da sabbernd von einem intellektuellen Orgasmus geschüttelt werden, bis die Leute anfangen zu reden und ihre Meinung zu sagen.
Wenn ich ein paar Zitate von bspw. einem in Österreich geborenen Juden, oder einem Togolesen, der für einen Dienstleister von uns arbeitet, hier schreiben würde, wäre ich lebenslang gesperrt.

#ÜblicherFall
Scheinbar scheint sich ja das Blatt zu wenden. Du kannst ja mal auf eine DITIB Veranstaltung gehen, oder versuchen mit deiner Frau oder Freundin eine Moschee in München zu besuchenn. Wohlgemerkt mit Termin und nicht am 3.Oktober.

Du kannst dich auch gerne hier als weiblicher Flüchtlingshelfer betätigen. Die sind sehr gesucht.

Weisst du was mich an dieser Pseudo-Rassismus Debatte einfach massiv ankotzt?
Wir sind tolerant gegenüber Menschen, die sich einen Scheiss um Integration, Respekt, Gegenseitigkeit oder gesellschaftlichen Frieden scheren.

Und genau mit dieser falsch verstandenen Toleranz legem wir den Menschen, die wirklich Hilfe braachen und gewillt sind, ihren Beitrag zu einer friedlichen Gesellschaft zu leisten, sich zu integrieren und sich eine Existenz aufzubauen, nicht nur Steine in den Weg, sondern es wird ihnen damit die Chance auf eine Zukunft verbaut.
Eine Gesellschaft, und das hat nix mit Deutschen zu tun, oder Schuld am WK1 + 2, sondern generell jede Gesellschaft neigt zu Pauschalierungen und genau das wird mit dieser falsch verstandenen Toleranz und Unterwürfigkeit befeuert, bis der Graben so tief ist, dass es nur nohc knallen kann

Ich hab diese schwachsinnige Rechts-Links-Diskussion sowas von satt, weil keiner sich in der Lage sieht, mal das Hirn einzuschalten und mit gesundem Menschenverstand an die Sache ranzugehen.
Man muss sich das mal vorstellen: Da findet in einer angeblichen Vorzeigedemokratie mitten in Europa eine Wahl statt und weil so Manchem das Ergebnis nicht in den Kram passt, wird sofort zur Diskriminierungs-Keule gegriffen.

Soweit sind wir.


Stiller
16. Oktober 2017 um 15:38  |  623284

@backstreets29, dort steht klipp und klar, dass in unserem Land in jüngster Zeit mehr als 1.000 Flüchtlingsheime gebrannt haben und deshalb Zeichen gegen Diskriminierung nicht überflüssig sind. Das entspricht allseits bekannten Tatsachen.

Es ist von Dir unwahr und persönlich diffamierend zu behaupten, dass ich „das ganze Land“ für brennende Flüchtlingsheime verantwortlich machen würde und „linksextremistischen Murks“ verfasse.

Was üble Nachrede ist, solltest Du wissen. Deshalb erwarte ich von Dir, dass Du das in aller Form zurück nimmst.


apollinaris
16. Oktober 2017 um 15:48  |  623285

@ dewm: mit dir macht‘s keinen Spass, weil du verdrehst- ich hatte ganz klar grkennzeichnet, welche beiden Sötze in den Schrebergarten gehören. Kannst du nicht oder willst du nicht?
Der Verlauf der Diskussion iat übrigens sehr interessant..


Valadur
16. Oktober 2017 um 15:48  |  623286

@herthabscmuseum1892 um 15:19

Es tut mir leid, aber hier muss ich wieder dazwischengrätschen:

„In der öffentlichen Berichterstattung werden z.B. AFD-Wähler permanent und durchweg als Nazis dargestellt, wohingegen die zahlreichen Wähler von Erdogan in keiner Weise an den Pranger gestellt werden.“

Das ist Blödsinn!

Auf Spiegel Online war z.B. zu lesen:

„Die Aufregung in Deutschland nach dem türkischen Verfassungsreferendum ist groß. „Demokratie genießen, aber einen Despoten wählen“, erregt sich die „Bild“-Zeitung. „Was, bitte, ist da los?“, fragt die „Süddeutsche Zeitung“. Und auch SPIEGEL ONLINE-Kommentator Hasnain Kazim wundert sich über „das merkwürdige Wahlverhalten der Deutschtürken“.“

Suche bei Google einfach mal nach „Warum Deutsch-Türken für Erdogans Präsidialsystem stimmen“ und du wirst einige Artikel finden.

Man muss die öffentliche Berichterstattung auch wahrnehmen und nicht einfach ausblenden.


Hainer
16. Oktober 2017 um 15:52  |  623287

@Backstreets29
Eines ist doch klar Idioten gibt es immer und überall.

Ich hab doch gar nicht geschrieben, dass es die von Dir benannten Probleme nicht gibt. Ich glaub Museum hat mich auch verstanden.
Es ist aber eben auch nicht so, wie Du es darstellt, dass nur die kommen, intolerant seien und zwar alle. Ich glaub das stimmt so nicht, weißt Du aber wahrscheinlich selber.

Und es ist eben auch nicht so das alle die hier schon immer leben so tolerant sind. Ich bin ein Kind des Ostens und in einer Nazihochburg groß geworden. Und da ist bis heute nix mit leben und leben lassen, wenn Dein Aussehen denen nicht passt und ein Großteil der Mehrheit schweigt.
Oder guck Dir mal, um zum Fußball zurückzukehren an, was da in Cottbus in der Fanszene gerade passiert – schönes, tolerantes Deutschland.


wilson
16. Oktober 2017 um 15:52  |  623288

Zum Niederknien interessante Diskussion.

@backstreets29
Bei vielem, was Du in den letzten Stunden geschrieben hast, habe ich mich kopfnickend ertappt.
Dein letzter Kommentar (15.36 Uhr) bringt es auf den Punkt.

Wir sind tolerant gegenüber Menschen, die sich einen Scheiss um Integration, Respekt, Gegenseitigkeit oder gesellschaftlichen Frieden scheren.

Vieler derer, die Du kritisierst, werden Dir entgegnen, dass genau dies unsere Aufgabe ist:
Jenen vorzuleben, dass wir eine weltoffene, tolerante Gesellschaft sind.

Ich ertappe mich immer mehr, genau an diesem Punkt zu scheitern.


backstreets29
16. Oktober 2017 um 15:52  |  623289

Diffamierend ist, was du einem Land unterstellst.
Lies es halt einfach nochmal in Ruhe durch, dann fällt es dir bestimmt auf.
Die Intention einer solchen Aussage kannst du ja wohl kaum von
der Hand weisen.
Ich stell dir mal meine Interpretation deiner Aussage hier rein:

„In Deutschland wurden Flüchtlingsheime abgefackelt.
Dieses Land hat ein Problem mit Rassismus und ein Zeichen
ist dringend nötig“

********************************
Stiller
16. Oktober 2017 um 14:46 | 623259

Ein Land in dem in jüngster Zeit mehr als 1.000 Flüchtlingsheime (die allermeisten bis heute „ungeklärt“) brannten, kann wahrlich nicht von sich behaupten, dass klare Zeichen gegen Diskriminierung hier „überflüssig“, „dumm“, gar „Unfug“ seien.
********************************


schnitzel
16. Oktober 2017 um 15:54  |  623290

*fragt*
Wie groß wohl die Schnittmenge jener Leute, die sich gerade über #TakeAKnee echauffieren, und denjenigen ist, die sich letztes Jahr so furchtbar über das pinke Auswärtstrikot aufgeregt haben?


backstreets29
16. Oktober 2017 um 15:56  |  623291

@Wilson

Aufgrund eigener Erfahrungen und in meinem Umfeld erkläre ich das als gescheitert und habe es aufgegeben.
Wenn mir nochmal jemand erzählt, Fussball verbindet, dann muss ich ihm sagen: IN Einzelfällen ja.

Ich finde eine weltoffene, tolerante Gesellschaft fantastisch und bin überglücklich in einer solchen Gesellschaft aufgewachsen zu sein.
Allerdings darf Toleranz und Weltoffenheit nicht in Unterwürfigkeit gipfeln.
Und das ist genau das, was im Moment passiert und ich denke, dass das der falsche Weg ist und ein Weg ist, der in das genaue Gegenteil einer von mir so geschätzten Gesellschaft führt


backstreets29
16. Oktober 2017 um 15:59  |  623292

@Hainer

Lies nochmal meinen Beitrag um 15:36
da habe ich differenziert und nicht pauschaliert,
wie du mir das unterstellst


wilson
16. Oktober 2017 um 16:04  |  623293

@backstreets29
Und erneut auf den Punkt (15.56 Uhr).


Hainer
16. Oktober 2017 um 16:05  |  623294

@Backstreets29

Ich spitz es nochmal zu: Willst Du wirklich behaupten ein Deutschland ohne Zuwanderer wäre ein durch und durch tolerantes Land ohne Rassismus und Diskriminierung?

Dabei gebe ich zu Bedenken, dass die Landstriche mit der höchsten Zustimmung zu rassistischen Ansichten, die mit dem geringsten Anteil an der Bevölkerung von Ausländern oder Menschen mit Migrationshintergrund sind.


pathe
16. Oktober 2017 um 16:09  |  623295

Zum Fußball:

– Haraguchi für zwei Spiele gesperrt.
– Darida fällt mit einer Außenbanddehnung im linken Knie vorerst aus.

Quelle: Twitter Hertha BSC


kczyk
16. Oktober 2017 um 16:09  |  623296

*denkt*
und nun zurück ins stadion


Hainer
16. Oktober 2017 um 16:10  |  623297

@Backstreets29

Naja, die Differenzierung fällt schon eher zart aus. Aber im Endeffekt sind wir in unseren Ansichten wahrscheinlich nicht so weit weg voneinander wie es scheint.

Aber es gibt schon einen sich verstärkenden Alltagsrassismus, der dann eben alle trifft auch die, die sich integrieren wollen und nicht überall gibt es ein Korrektiv, leider gerade oft im Osten nicht.


apollinaris
16. Oktober 2017 um 16:13  |  623298

Man kann natürlich dem @ backs kopfnickend zustimmen. Mein Kopf macht jedoch ne andere Bewegung.- Wer hier ernsthaft darüber streiten möchte, ob es Alltagsrassismus bei „uns“ überhaupt gäbe, möchte über die eigene Bedindlichkeit reden. Nicht über die anderen.- Damit haben wir uns vom Thema entfernt
Die Bedenkenträger gegen Herthas Aktion haben ihren eigenen Film- . Thema ist kaputt. Zu dem anderen Thema sag ich mal nix…die Argumente kennt nan ja zu genüge


frankophot
16. Oktober 2017 um 16:15  |  623299

Duisburg Marxloh: Ausländeranteil Ende 2016: 53%
Stimmen für die afd bei der Bundestagswahl 2017: 30%


kczyk
16. Oktober 2017 um 16:16  |  623300

@frankophot – es fehlt eine wesentliche info – die wahlbeteiligung


wilson
16. Oktober 2017 um 16:23  |  623301

@apollinaris

Eine andere Reaktion hätte mich überrascht.
Das Schöne ist: wir bleiben konservativ in unserem Handeln.
Und Berechenbarkeit ist doch etwas Schönes.
So nach dem Motto: „Sie kennen mich.“


Valadur
16. Oktober 2017 um 16:26  |  623302

@kczyk und @frankophot

Duisburg Marxloh:
Wahlberechtigte: 539
Wahlbeteiligung: 66,42%
Stimmen AfD: 30,42%

-> 109 Stimmen für die AfD


Herthapeter
16. Oktober 2017 um 16:27  |  623303

Jetzt haben wir hier genau die Diskussion, die dabei rauskommt, wenn Fussballer Politik machen wollen.

Das war für Hertha eine glatte 6!


apollinaris
16. Oktober 2017 um 16:27  |  623304

@ wilson.. nein, du hast mich überrascht-


Stiller
16. Oktober 2017 um 16:30  |  623305

@backstreets29, es bleibt dabei: Deine „Interpretation“ ist ein Versuch der Relativierung, heilt aber nicht Deine bösartigen Unterstellungen.

Was Du nun „Interpretation“ nennst, steht dahin.

Was Dir weiterhin nicht frei steht ist zu behaupten, dass ich „das ganze Land“ für brennende Flüchtlingsheime verantwortlich machen würde und „linksextremistischen Murks“ verfasse.


backstreets29
16. Oktober 2017 um 16:32  |  623307

@Apo

Mich hat Wilson nicht im Geringsten überrascht.
Ebensowenig wie du.
Du magst meine Beiträge gelesen haben, verstanden hast du sie nicht, sonst würdest du nicht zu folgender Schlussfolgerung kommen:

********************************
Wer hier ernsthaft darüber streiten möchte, ob es Alltagsrassismus bei „uns“ überhaupt gäbe, möchte über die eigene Bedindlichkeit reden. Nicht über die anderen.- Damit haben wir uns vom Thema entfernt
***********************************

@Hainer
******************************************************
@Backstreets29

Ich spitz es nochmal zu: Willst Du wirklich behaupten ein Deutschland ohne Zuwanderer wäre ein durch und durch tolerantes Land ohne Rassismus und Diskriminierung?
*******************************************************

Nein sowas würde ich nie behaupten, ebensowenig wie ich keinem Hundebesitzer traue, der seine Hand für seinen Hund ins Feuer legt.
Grundsätzlich bin ich aber der Meinung, dass darauf ankommt
aus welchen Gründen und von wo die Zuwanderung kommt


wilson
16. Oktober 2017 um 16:33  |  623308

@apollinaris

Wie auch immer.
Es mag nötig sein, diese Diskussionen, die der letzten Tage, immer wieder zu führen.

Allein: sie ermüden.
Und auf dieser Ermüdung wächst nichts Gutes.
Ich spreche nicht von mir, sondern der Gesellschaft.

Aber ich merke, dass ich mich kryptisch ausdrücke. Also lass ich es lieber.

Grüße


jenseits
16. Oktober 2017 um 16:35  |  623309

So unterschiedlich kann man das Ergebnis beurteilen. Der Nerv wurde getroffen. Für mich eine Bestätigung, dass wir den Kampf und Zeichen gegen Diskriminierung bitter nötig haben. Also meinerseits eher eine glatte 1 fürs Ergebnis.


Opa
16. Oktober 2017 um 16:35  |  623310

Ich fand das überhaupt nicht kryptisch, wilson, sondern sehr klar und verständlich. Und weise.


backstreets29
16. Oktober 2017 um 16:36  |  623311

@
Stiller
16. Oktober 2017 um 16:30

Das ist in keinster Weise eine Relativierung.

Zum Schluss: Wenn man diskutiert, dann muss man mit Gegenwind rechnen.
Wenn man den Wind nicht aushält, soll man im Haus bleiben.

Aber sich daneben benehmen und dann nach den Gesetzeshütern plärren, ist unwürdig und peinlich


Tsubasa
16. Oktober 2017 um 16:36  |  623312

Es gibt keinen Rassismus in Berlin ist wohl der größte Unfug den ich seit der Eröffnung in diesem Blog gelesen habe.
Wenn man selbst von den eigenen Fans bepöbelt wurde oder die Eltern von Hertha Fans belästigt wurden sieht man das vielleicht ein bisschen anders.
Ich kann das verstehen, dass man das als Nicht-Betroffener nicht sehen will, aber deshalb ist es nicht nicht da. Ich überlege mir noch heute noch ganz genau meine Wege beim Fußball und guck mir die Genossen aus mit denen man nicht zu lange ungestört sein sollte und so machen das viele.
Hertha hat ein Zeichen gesetzt ohne Befehl der DFL ne Karte hochzuheb en und das finde ich gut und der Blick, der über den Tellerrand hinausgeht, passt seht wohl nach Berlin. Die Amerikaner haben uns, größtenteils erfolgreich, den Nazimist ausgetrieben und jetzt driften die selbst in unsere Zeiten zurück.

Da passt es gut, dass eine Mannschaft aus Berlin sich solidarisch zeigt mit den Athleten, die mundtot gemacht werden sollen, wo systematisch vom Thema abgelenkt wird, wo es heißt die Veteranen fühlen sich angegriffen, obwohl die was ganz anderes erzählen.

CK7 hat die Leute demaskiert. Die Schwarzen sind nämlich so lange akzeptabel, wie sie sich die Knochen zerschmettern und die Schnauze halten und die, die sich dagegen wehren verdienen es, dass man sich auch in Berlin mit Ihnen solidarisiert.


raffalic
16. Oktober 2017 um 16:37  |  623313

Wer glaubt, es gebe in Deutschland keinen Alltagsrassismus (mehr), der möge dem Vorschlag von @ Freddie folgen.

Demnach ist aus meiner Sicht grundsätzlich jede Aktion zu begrüßen, die Rassismus verurteilt.

Gleichzeitig geht es mir wie auch vielen anderen hier so, dass ich den Weg von Hertha nicht uneingeschränkt gutheißen kann, weil der Beigeschmack einer PR-Aktion für mich(!) zu sehr in der Luft liegt.

Dies liegt wie hier schon geschrieben u.a. auch daran, dass vor dem Spiel keine Hymne gespielt wird. Wenn dann @ ubremer noch über die Resonanz in den sozialen Medien berichtet, so verstärkt sich bei mir der Beigeschmack eher noch.

Wie so oft könnte Hertha hier, auch und gerade jetzt noch nachträglich für mehr TRANSPARENZ sorgen, indem über die Art und Weise, wie es zu der Aktion kam, aufgeklärt wird (vielleicht habe ich diesbezüglich auch etwas überlesen, was es längst gibt, dann sorry!).

Wenn die Aktion zum Beispiel die Idee von Kalou war, so wäre für mich persönlich(!) die Glaubwürdigkeit eine andere, als wenn das Ganze aus der Feder der „Spin Doctoren“ stammt.

Zusammenfassend muss ich gestehen, dass ich hin und her gerissen und irgendwie ratlos bin bei der ganzen Nummer – schade eigentlich….


pathe
16. Oktober 2017 um 16:40  |  623314

@frankophot
Ausländeranteil in Sachsen: 2,8 %
Stimmen für die AfD bei der Bundestagswahl: 27 %.


kczyk
16. Oktober 2017 um 16:41  |  623315

videogems
16. Oktober 2017 um 16:42  |  623316

Ich finde das ist eher eine glatte 6 daß wir dann plötzlich wieder auf AfD und Flüchtlinge kommen. Mir radikalisiert sich der allgemeine Umgangston im Deutschland des Jahres 2017 zusehends, und das will und kann mir nicht gefallen.

Und ein BVB-Fan immer mittendrin mit wunderschönen Artikeln aus Zeitungen, die sich vom Format gut lesen, vom Inhalt aber leider wenig Format haben.


Dd.
16. Oktober 2017 um 16:42  |  623317

Ich lese mit großem Interesse, wie immer, den Blog.
Ich fasse mal für mich zusammen:

Finde auch in Ordnung das der Kniefall nach Sa. Thema ist. Denke, wird die Niederlage nicht verdrängen.
Spontan fand ich die Aktion, inklusive Bank, gut. Es hat mir was gegeben. Hat mich getröstet Habe dabei gar nicht das Gefühl, mich mir sämtlichen Hintergründe aus der USA beschäftigen zu müssen.
Zu wissen zu glauben, das ist ein Zeichen gegen den Präsidenten, kann ja fast nur von Zeitungsjournalisten kommen. Und was die Wert sind, hat man gerade am 8. November 2016 (inklusive Meinungsforscher) erleben dürfen. Aber wenn es in der Zeitung steht, muss es ja stimmen. Ja Herrn Reichelt, ich spreche zu Ihnen. Haben Sie mit irgendwelche Afro-Amerikaner aus dem mittleren Westen der US gesprochen, die diese Geste der Footballstars, im Fernsehen verfolgt, vorrangig als Zeichen gegen Trump verstanden haben. Das können wohl nur Journalisten aus Waschington und New York. Ich verstehe das Sie nicht jedesmal, teuere eigene Leute dort hinschicken können, und das es Sie da schon auch angewiesen sind, auf was die dort schreiben. Aber wenn Sie sich berufen fühlen, so eine einfache Geste hinterfragen zu müssen, wie kommen Sie zu Ihren Ansichten? Habe Sie dort resechiert?. Nicht dass man in eine Blase landet.
Der Reichelt Kommentar hat mich halt sehr entäuscht. Ganz anders die Leute hier im Blog, die diese Aktion nicht gut finden, oder auch nur Bauchschmerzen haben. Ich lese mit Intersse Ihren Beiträge.
Wie gesagt, für mich war die Aktion schön, und weiter geht ehrlich gesagt meine ganze Überlegungen gar nicht.

Zum sportlichen:
Habe irgendwie zunehmend ein Problem mit Kalou. Fand ihm schon gegen Bilbao, wo ich endlich mal im Stadion sein konnte, problematisch, und habe etwas erstaunt hier gelesen, wie positif er hier, in dem Spiel, gesehen wurde. Hat damals, an der Mittellinie, mit nur den Torwart von Bibao in deren Hälfte, mehrfach die falsche Entscheidungen getroffen. Habe dann extra auf ihm geachtet, hat er mir wieder in den nächsten spiele, beeindruckt, wie er auch nach hinten gearbeitet hat. Etwas kompliziert zu erklären. Worauf ich hinaus will; gegen Schlake kann ich mir an zwei Situationen erinnern, das er an der Mittlinie den Ball bekommt, mit sämtliche Feldspieler beider Partien in Herthas Hälfte, und anstatt (wie Ibi in so eine Situation) dann mit one touch in den Raum für den, glaube einmal war weiser, zu spielen, fing er an den Ball kontrolieren zu wollen, und war der Ball weg in eine Sekunde. Habe halt zunehmend etwas probleme mit sein Spiel.
Also bis hier und nicht weiter…


apollinaris
16. Oktober 2017 um 16:43  |  623318

Quatsch- wieso für Hertha ne glatte 6??- sind Diskussionen etwas Schlechtes?-


Valadur
16. Oktober 2017 um 16:43  |  623319

@kczyk

Aufs Datum achten. 🙂

Meine sind die Zahlen von der Bundestagswahl.


Stiller
16. Oktober 2017 um 16:45  |  623320

Da kann ich Dir nur beipflichten, @jenseits um 16:35.


Herthapeter
16. Oktober 2017 um 16:50  |  623321

@ apollinaris
16. Oktober 2017 um 16:43 | 623318

Ja, da sind sie leider. Jedenfalls wenn sie politisch sind und am falschen Ort stattfinden. Das hat auch diesem Blog hier nie gut getan, so weit ich das jedenfalls überblicken kann.

Es hat dem Sport immer gut getan sich aus der Politik herauszuhalten, so weit man ihn eben raushalten kann.

Wenn wir jetzt alle hier und im Stadion Stellung nehmen zu Lohnausgleich, Flüchtlingskrise, Rentenerhöhung, Umgang mit Trump, Griechenland und Verkehrsberuhigung, dann gibt es wahrscheinlich irgendwann Mord und Totschlag im Stadion. Das exkaliert ja mittlerweile sogar schon auf einer Buchmesse.


Exil-Schorfheider
16. Oktober 2017 um 16:57  |  623322

Man sieht, Faktenhubern liegt auch nicht jedem… das war ja amateurhaft.


Herthapeter
16. Oktober 2017 um 17:02  |  623323

@Jenseits 16:35h

Nur weil es die Gemüter erhitzt, ist es nicht per se der richtige Ansatz.

Mal angenommen, du hast im Stadion eine Hundertschaft NPD- (oder Trump-, oder Erdogan-, oder KPD oder AfD- … such dir dein Lieblingsfeindbild aus) Anhänger, die genau vor Dir im Block Stimmung machen und die Gemüter mächtig erhitzen, entspricht das deiner Meinung?


frankophot
16. Oktober 2017 um 17:08  |  623324

@pathe: Eben. Wie erklärt man (sich) das ?
@kczyk: Das war die Landtagswahl.


Stiller
16. Oktober 2017 um 17:08  |  623325

@herthapeter
„Es hat dem Sport immer gut getan sich aus der Politik herauszuhalten, so weit man ihn eben raushalten kann.“

Das Problem besteht doch in erster Linie darin, dass sich die Politik nicht aus dem Sport heraushält – zu allen Zeiten, in allen Ländern.

Aber Sport steht doch nicht nur für Wettkampf, sondern für fairen Wettkampf. Und wenn Mitmenschen von höchster Stelle diskriminiert, als „Hurensöhne“ bezeichnet oder zum „feuern“ frei gegeben werden, dann darf man doch nicht einfach den Kopf in den Sand stecken und glauben, das ginge Sportler und Fans nicht an.

Demokratie und Recht leben von Demokraten. Erst dann Haltung zu zeigen, wenn es zu spät ist, wird nicht funktionieren. Hat nie funktioniert. (Schau zB mal über den Bosporus!)

Deshalb brauchen die Diskriminierten unsere Solidarität nicht irgendwann, sondern jetzt.


Stehplatz
16. Oktober 2017 um 17:14  |  623326

Ich hoffe doch, dass Daridas Ausfall Maier mal auf den Spielplan setzt. Glücklicherweise hat man sich für den eigenen Nachwuchs entschieden, statt für einen Neuzugang. Zeit für Jugendförderung!


backstreets29
16. Oktober 2017 um 17:14  |  623327

@Stiller

Grossartig…..poste doch mal deine Solidarität in diesem Fall mit
AfD-Wählern


Zippy
16. Oktober 2017 um 17:17  |  623328

@Dd.
Ich finde interessant, was du über Kalou schreibst. Darauf (schnelle Entscheidungen, Ballverarbeitung) werde ich mal in den nächsten Spielen achten.
Ich finde nämlich meistens, dass gerade seine Spielübersicht und die Fähigkeit, sich schnell in Richtung des nächsten Passempfängers zu drehen, seine Stärken sind – an guten Tagen natürlich.
Aber da ich ihn und seinen Spielstil mag, bin ich vielleicht auch zu „nachsichtig“. Besonders konstant präsentiert er sich in dieser Saison bisher jedenfalls nicht.


Dd.
16. Oktober 2017 um 17:26  |  623330

@Zippy
Meine Beobachtung gilt nur wenn viel Raum da ist, also wenn der Gegner aufgerückt ist. Manchmal habe ich das gefühl, er will dann den Dribbler geben, anstatt den Pass, wobei der Ball immer schneller ist als der Spieler (Habe ich von Cruyff)
Also, diese vermeintliche Beobachtung, gilt nicht wenn der Gegner sich hinten rein stellt.


jenseits
16. Oktober 2017 um 17:27  |  623331

@Herthapeter 17:02

Es geht um eine Thematik, die im Sport selbst eine Rolle spielt (Lohnausgleich und Griechenland eher weniger). Im Stadion auf den Zuschauerrängen sowie unter den Sportlern: Rassismus und Diskriminierung. Dagegen sprechen sich explizit sowohl der DFB als auch Hertha aus. Und wie formulierte es heute Vormittag @Better Energy so schön: „Intoleranz rüttelt an den Grundwerten unseres Vereins.“ An den Grundwerten! Es gab auch in der Vergangenheit Aktionen mit roten Karten, die gegen Rassismus hochgehalten wurden, in der Regel m.E. Aktionen, die dann bundesligaweit in den Stadien durchgeführt wurden. Nur daran stört sich natürlich niemand. Wird kaum realisiert oder wahrgenommen und tut nicht weh. Das Mittel vorgestern war ein anderes, mit mehr Symbolkraft. Und so erkennt man wenigstens, dass sich einige nicht nur gegen die Art und Weise ausprechen, sondern überhaupt gegen eine Aktion gegen Rassismus und Diskriminierung, für Toleranz. Weil es weder Rassismus noch Diskriminierung noch mangelnde Toleranz gebe. Und dem stimme ich gar nicht zu.

Augen verschließen hilft meiner Ansicht nach eben nicht. Im Gegenteil.

Und nein, um Gottes Willen, bitte keine Gruppe politisch konträr und extrem Gesinnter im Stadion um mich herum. Da nehmen die gegnerischen Fans ja schon eine Menge meiner Toleranz in Anspruch. 😉


Stiller
16. Oktober 2017 um 17:28  |  623333

@backstreets29

Bevor Du etwas von mir fordern kannst, solltest Du zunächst den Anstand beweisen, Deine falschen Behauptung zurück zu nehmen.


Zippy
16. Oktober 2017 um 17:37  |  623336

@Dd.
Wäre natürlich möglich (Achtung Spekulation!), dass Kalou in letzter Zeit zu häufig von den Mitspielern „enttäuscht“ wurde, weil diese seiner Meinung nach nicht schnell genug aufrücken und sich frei laufen, sodass er so nun auch manchmal agiert, wenn eine Anspielstation da ist.
Ich hatte, glaube in der vorletzten Saison, schon mal in einer Phase den Eindruck, dass dies der Fall sein könnte. Gerade weil er ja sonst ein mannschaftsdienlicher Spieler ist, wäre das schade.
Wie gesagt, ich werde mal darauf achten. 🙂


apollinaris
16. Oktober 2017 um 17:38  |  623337

@ Wilson: ermüdest du oder ermüdet, wie du suggerierst, „ die „Gesellschaft“? Ich glaube ersteres- wenn ich an die Reaktionen im oly und im Netz denke-. Mittlerweile muss man ja nachfragen, denn seit Neuerem sind 15-20% ja das Volk 😉
Aber noch mal die Diskussion genauer anschauen: ab welchem Punkt und durch was, wurde das ursprüngliche Thema:Solidarität mit den Schwarzen in den 🇺🇸 und Herthas Wertevermittlung, zu einem Thema, da sich dann manch Deutscher weigert, untereürfig zu sein und andere Befindlichkeiten. Bei solchen Sätzen wacht hoffentlich der eine oder andere Schlummernde auf.- der code solcher Gedankengänge ist offen und sehr leicht zu entschlüsseln. eigentlich.
****
TrAining zu Ende: war ganz schön, in der warmen Oktober-Sonne- Spielformen, die Offensivlösungen zum Thema hatten- phasenweise nit recht dürftigen Ergebnissen, dann wieder bessere Passagen
Das Engagement war ok. Klinsmann fiel mir auf: tolle Paraden bei hohen Bällen- aber auch wieder deftige Böcke beim Fussspiel.
Maier heute mit reichlich Luft nach oben. Bot sich nicht an heute: wenn es eng und schnell wurde, wirkte er doch überfordert Stocker fleißig aber auch , wie alle anderen: licht und Schatten
Als Kiebitz ist es nicht so leicht, Überblick zu behalten. Insofern nix zu hoch hängen. Man sieht noch schlecht als im oly🤤


16. Oktober 2017 um 17:39  |  623338

@17:28

Doppelklammer.


jenseits
16. Oktober 2017 um 17:42  |  623339

@apo

Danke für den Trainingsbericht. Weniger erfreulich finde ich, dass Maier einen nicht allzu guten Eindruck bei Dir hinterlassen hat. Ich hoffte doch, durch den Ausfall Daridas käme er jetzt zu zu seinen ersten Einsätzen.


Susch
16. Oktober 2017 um 17:46  |  623340

Es ist nicht zu fassen.
Darida , der Mittelfeldmotor zwischen den Linien (nicht meine Meinung) fällt verletzt aus, und hier geht es “ fast“ nur um ein Kniefall der Hertha.
Man muss ja fast annehmen dass das so geplant war um vom wesentlichen abzulenken 🙈
Hier scheint es zu funktionieren.
Herzlichen Glückwunsch 👍

Warum sollte ein Maier denn jetzt spielen?
Wir haben doch noch Lustenberger, Skjelbred und zur Not Stark.
Da müssen sich schon noch zwei zusätzlich verletzen.

Zwei Spiele Sperre für Haraguchi sind OK.

Gar nicht erst mitnehmen würde ich Weiser, Rekik und Leckie.

Plattenhardt hingegen muss sich mal langsam in die Saison reinspielen.
Zumal Mittelstädt sich die Nase gebrochen hat.

Meine Aufstellung wäre dann folgende
____________Kraft____________
_Pekarik__Stark__Toru__Platte_
___Lustenberger_Maier_______
_Esswein___Stocker_Haraguchi_
_________Ibisevic____________
Bank:Jarstein,Skjelbred,Lazaro,Selke,Kalou,Baak,Duda.
Jeweils Ibisevic und Selke eine Halbzeit spielen lassen.
Für Freiburg dann so
_____________Jarstein_____________
_Weiser__Stark_Rekik__Plattenhardt_
_______Skjelbred_Darida___________
_Lazaro________Duda_______Leckie_
___________Ibisevic/Selke_________
Hoffentlich fällt Darida nicht für Freiburg aus.
Denn mit Skjelbred und Lustenberger auf der Doppelsechs hätte ich Probleme was Offensive betrifft.
Vielleicht kann ja ein Maier positiv überzeugen.
Bei Ibisevic und Selke muss der Trainer entscheiden wer den besseren Eindruck macht.
Beide zusammen halte ich für nicht sinnvoll da beide ähnliche Stürmertypen sind, und Duda dafür weichen müsste.
Und es muss ein Sieg in der Euro League her um nicht mit einer weiteren Niederlage nach Freiburg reisen zu müssen.
Sorry für OT ✌
Danke Apo für die Trainingseindrücke 👍


jenseits
16. Oktober 2017 um 17:49  |  623341

@Susch

Ich habe gelesen, Darida falle mehrere Wochen aus.

Ok, jetzt steht da nur etwas von „in den anstehenden Partien“:


Susch
16. Oktober 2017 um 17:59  |  623344

Das ist ja blöd mit Darida.
Dann wird wohl alles auf Skjelbred/Lustenberger hinauslaufen.
Kann mir nicht vorstellen das Dardai nun ein Duda oder Stocker da spielen lässt.
Und Maier eh nicht.
Lazaro wäre noch eine Alternative auf der Doppelsechs oder als Achter.
Hat er ja gelernt 💪
Wir müssen jetzt zusehen das wir jemanden da installieren der Offensiv denkt.
Für mich die Hauptaufgabe die Dardai lösen muss.
Dafür muss er sich aber von sein Defensivdenken lösen.
Mal sehen was die nächsten Wochen bringen.
Angsthasenfußball und auf Effizienz hoffen, oder selbst die Initiative ergreifen.
Könnte interessant werden ✌


Susch
16. Oktober 2017 um 18:06  |  623346

Kraft hat sich auch verletzt und fällt aus.
Schade für Kraft. Hat eigentlich gut gespielt.
Dann also Jarstein im Tor.


Dd.
16. Oktober 2017 um 18:20  |  623348

@Zippy
Nur für die Klarheit. Halte Kalou selber auch für ein Teamplayer. Aber ist halt ein Spieler der vor 15 Jahre seinen Entwicklung bekommen hat. Interessant ist auch ein Interview mit Kalou (Glaube es war Hertha TV): Schnelligkeit ist nicht nur physische Schnelligkeit, sprich Sprintstärke

Ein Satz von Dardai, über dem ich länger nachgedacht habe:
Der Fußball hat sich in den letzten 10-15 Jahre nochmal grundsätzlich verändert. (Ist jetzt aus der Erinnerung. Will Ihm keinen falschen Zitat in dem Mund legen. Ist etwa so bei mir hängen geblieben).
.
Finde es schön zu hören, das Dardai in gegensatz zu manch anderer ehemaligen Topspieler, nicht nur Ihre eigene Zeit als Profi, zum Maßsstab ihrer Traineransichten machen. Habe ich jedenfalls so rausgehört.

Was mir noch bei Ibi auffält:
Steht oft vor den gegnerischen IV, damit er anspielbar ist. Steht selten auf gleicher Höhe, und lauert auf den Pass in der Tiefe. Will jetzt nicht dagegen wettern, aber kann mir an einige Szenen dieser Spielzeit erinnern (Ohne jetztgenau zuordnen zu können), wo wunderbare Pässe hinter der Abwehr passierten, aber niemand lief rein. Wenn ich darüber nachdenke, dieses Spielelement sieht man eigentlich bei uns Nie??!!


herthabscmuseum1892
16. Oktober 2017 um 18:24  |  623349

@wilson am 16. Oktober 2017 um 15:52 | 623288:

„Vieler derer, die Du kritisierst, werden Dir entgegnen, dass genau dies unsere Aufgabe ist: Jenen vorzuleben, dass wir eine weltoffene, tolerante Gesellschaft sind.“

Das scheitert schon daran, dass es Kulturkreise gibt, die eine weltoffene und tolerante Gesellschaft gar nicht wollen bzw. diese sogar um jeden Preis verhindern wollen und „uns“ in gleichem Atemzug vorwerfen, dass „wir“ bei der Integration „ihres“ Kulturkreises versagt haben.

Clevere Taktik.


Zippy
16. Oktober 2017 um 18:31  |  623350

@Dd.
Zu Ibisevic: Die Anspielbarkeit wird wohl der Grund sein, denke ich. Zudem war er ja schon immer eher einer, der mit dem Rücken zum gegnerischen Tor stark ist, das wird mit zunehmendem Alter und abnehmender Schnelligkeit nicht anders werden.

Mit Leckie (und zuvor Esswein) hatte ich eigentlich auf einen Konterspieler auf Außen gehofft, der genau das tut, auf gleicher Höhe mit der Abwehr steht, vielleicht die gegnerische Kette durch schnelle Läufe sogar einen Tick zurück schiebt, um Platz im Mittelfeld zu schaffen. Die Außen kleben bei uns aber – außer manchmal, wenn Weiser im Mittelfeld spielt – dermaßen an der Linie, dass solche Läufe – zumindest auf der Position – nur selten zum Tragen kommen.


Susch
16. Oktober 2017 um 18:33  |  623351

@ Dd
Dafür ist Ibisevic einfach zu langsam.
Im Strafraum würde das noch funktionieren.
Aber ab der Mittellinie ist der Weg einfach zu weit für Ibisevic.
Gleiches gilt für Kalou.
Konnte man gut gegen Schalke beobachten als er das Laufduell gegen den 35 jährigen Naldo verloren hat.
Pässe in die Tiefe ist demnach eine Option um die wir uns berauben.
Macht uns damit Offensiv auch leichter ausrechenbar.
Könnte eine Option werden wenn Selke richtig fit ist.


herthaber
16. Oktober 2017 um 18:35  |  623352

Mir hat die Aktion gefallen.
Man kann in unserem Ländle nicht genug an mehr
Toleranz appellieren. Und Fußballer sind auch
mündige Bürger und dürfen ihre Meinung
auch öffentlich machen. Wenn man zusammen
dies so beschließt, kann ich nichts schlimmes
daran finden. Daumen hoch !!
@fechibaby deine Kommentatoren, die du
anführst haben die Weisheit doch auch nicht
gelöffelt und geben auch nur einen Kommentar
ab. Im übrigen wurden ähnliche Bekundungen
(gegen Rassismus) weltweit von Fußballvereinen
durchgeführt.


hurdiegerdie
16. Oktober 2017 um 18:41  |  623353

„ab welchem Punkt und durch was, wurde das ursprüngliche Thema:Solidarität mit den Schwarzen in den 🇺🇸 und Herthas Wertevermittlung, zu einem Thema, da sich dann manch Deutscher weigert, untereürfig zu sein und andere Befindlichkeiten.
Bei solchen Sätzen wacht hoffentlich der eine oder andere Schlummernde auf.“

Also ich werde da hellwach, da ich versuche, irgendeinen Sinn aus diesen Wörtern zu ziehen.


apollinaris
16. Oktober 2017 um 18:51  |  623354

@ jenseits: nicht zu hoch hängen: wer weiß, wie die anderen Zage war/ wird: in der Übung auf immer enger serdendem Raum, merkte man schon noch, dass ihm alles noch erwas zu schnell geht- auch Duda hatte auf nich bicht den besten Eindruck gemacht: viele Fehlpässe; da war Schelle ne andere Hausnummer/ Duda biss sich aber rein und steigerte sich deutlich. An Maier lief es zunehmend vorbei.- bur meine Wahrnehmung- habe aber nur mit halbem Auge hingeschaut- gab ja noch andere Kandidaten: Selke zB..
Erfreuen: Stark wirkte sehr motiviert und fiel positiv auf. Ich würde Maier trotzdem Praxis geben: er braucht auch das Gefühl, nahe dran zu sein (Selbstvertrauen)


16. Oktober 2017 um 19:04  |  623356

Wo wurde Daridas Ausfall publiziert?

Stehplatz
16. Oktober 2017 um 17:14 | 623326

Ich hoffe doch, dass Daridas Ausfall Maier mal auf den Spielplan setzt.

Mein Zwischenfazit für heute:
Ein Ausfall ist Mist.
Ein Kniefall ist eine gute Geste, die gelegentlich missverstanden wird.

♫ ♪ Animals – Don’t Let Me Be Misunderstood
https://www.youtube.com/watch?v=mfwN0X8YnWo


Joey Berlin
16. Oktober 2017 um 19:06  |  623357

Wer steckt hinter der PR-Aktion?
Jung von Matt, Alarmisten, die „Germanangst“der Lobbyisten?

Jo Groebel lobte: „Die Zeiten sind zu ernst, um den Fußball gänzlich aus der Weltpolitik herauszuhalten“, sagte er der „Heilbronner Stimme“.
Der Medienexperte betonte: „Zunächst mag die Hertha-Geste etwas befremdlich wirken: anderes Land, andere Sportart, andere Liga, auch im übertragenen Sinne. Bei näherem Hinsehen aber macht es durchaus Sinn: Die Trump-Politik, soeben wieder die Infragestellung des Iran-Vertrags, ist schon längst nicht mehr nur eine inneramerikanische Angelegenheit, sondern rührt an die Grundfesten der internationalen Diplomatie und des Weltfriedens.“ Hier dürfe niemand schweigen, „hier müssen auch deutsche Sportler ihre Solidarität mit den massiv denunzierten Athleten aus den USA zeigen“.

https://www.welt.de/sport/fussball/bundesliga/hertha-bsc/article169646113/Herthas-Kniefall-eine-hoechst-erfolgreiche-PR-Aktion.html#Comments

#Der Lobbyismus schreckt vor nichts zurück. Der Zweck heiligt die Mittel. Spindoctor Jo Groebel erklärt uns die Welt und wie wir sie retten können. Toll!


16. Oktober 2017 um 19:08  |  623359

Bei solchen Sätzen zerbreche ich mir nicht den Kopf.

„ab welchem Punkt und durch was, wurde das ursprüngliche Thema:Solidarität mit den Schwarzen in den 🇺🇸 und Herthas Wertevermittlung, zu einem Thema, da sich dann manch Deutscher weigert, untereürfig zu sein und andere Befindlichkeiten….“

Stattdessen warte ich unterwürfig auf Nachrichten vom heutigen Herthatraining.


Susch
16. Oktober 2017 um 19:09  |  623360

@ Blauer Montag
18:14


Exil-Schorfheider
16. Oktober 2017 um 19:13  |  623361

Stiller
16. Oktober 2017 um 17:28 | 623333
@backstreets29

„Bevor Du etwas von mir fordern kannst, solltest Du zunächst den Anstand beweisen, Deine falschen Behauptung zurück zu nehmen.„

Du kannst nicht einfordern, was Du selbst nicht machst.
Halte ich für doppelmoralistisch.


16. Oktober 2017 um 19:16  |  623362

Danke Susch
16. Oktober 2017 um 19:09 | 623360
Der heutige Diskussionsverlauf ist für meiner Einer etwas unübersichtlich. 😮


16. Oktober 2017 um 19:22  |  623363

Ich hatte ja gehofft, Langkmap kehre zurück ins Mannschaftstraining und Dárdai könne für die nächsten Spiele aus dem vollen Kader schöpfen. Nüscht is‘. 🙁

https://www.ligainsider.de/hertha-bsc/6/kader/


Orgelpfiff
16. Oktober 2017 um 19:37  |  623367

Habe heute vormittag Darida mit seiner MRT-CD im Fahrstuhl getroffen. Die paar Schritte zum Tresen sahen eigentlich ganz normal aus. An mehr als 1-2 Wochen glaub ich nicht.


Stiller
16. Oktober 2017 um 19:55  |  623371

@Exil

Wer mich mit Unwahrheiten oder Diffamierungen überzieht, von dem erwarte ich zunächst die Korrektur seines Verhaltens. Davon mache ich ggf. jede weitere Kommunikation abhängig. Das halte ich für fair.

Bis jetzt kann ich da nichts erkennen.

Niemand muss sich bepöbeln lassen und dann auch noch Entgegenkommen zeigen. Schon gar nicht von Leuten, die vorschlagen:
„…Gleichzeitig darst du gerne recherchieren, warum es in den Heimen
gebrannt hat, …“

Doppelmoral? Würde die nicht damit anfangen, dass @backstreets29 völlig undifferenziert und ohne Angabe von Gründen – also vollkommen pauschal – für „AfD-Wähler“ von mir fordert, was er bei der „Take-A-Knee“-Geste an mir kritisiert?

Ich vermute, das ist Dir noch nicht aufgefallen?


16. Oktober 2017 um 20:03  |  623373

@BM..19:08..solltest du aber- war ein guter Tip, um den Verlauf der Debatte zu verstehen. Pfeif auf das eine falsche „da“.. Wenn du es nicht tust: schweig doch einfach. ? Oder willst du schon wieder anfangen, zu stänkern?-


Exil-Schorfheider
16. Oktober 2017 um 20:12  |  623378

Stiller
16. Oktober 2017 um 19:55 | 623371

Du hast einst Deine falschen Vorwürfe gegen andere hier auch nicht zurückgenommen.
Warum sollte man daher fair zu Dir sein?


Ursula
16. Oktober 2017 um 20:21  |  623382

# Die Stimmung ist wieder voll-
umfänglich „angespannt“…

@ Stiller um 19:55 Uhr, eigentlich
müsste ich mich „wieder raushalten“,
aber es ist vergebliche „Liebesmüh`“
mit diesen Usern auf „Deine Art“, eben
moderat zu kommunizieren…

…die interpretieren es ohne „Rot“
zu werden, reziprok als „PÖBELN“!

# Pöbel-Uschi oder Fairness auf
Gegenseitigkeit!


16. Oktober 2017 um 20:28  |  623385

..nix Neues, dass der Bock hier gerne zum Gärtner gemacht wird..


Stiller
16. Oktober 2017 um 20:44  |  623389

@Ursula, im Grunde stimme ich mit Dir in diesem Punkt überein. Aber ich meine, dass nicht alle, die sich der Argumentation von Hertha BSC oder den Pro-Usern in Bezug auf „Take-A-Knee“ verschließen, in einen Topf zu werfen sind.

Du bist aber bislang der Einzige, der sich dafür entschuldigt hat. Chapeau.

@Exil
Ich denke eher, dass es ein mittelschwerer Fehler von mir war, die von Dir oder anderen als „falsch“ empfundenen Punkte teilweise nicht zu Ende diskutiert zu haben (weil ich es nur noch als sinnlos empfand). Manchmal bleibt aber nur Dissens übrig. Ich kann mir vorstellen, dass das Frust auslöst. Bei mir auch.


Stiller
16. Oktober 2017 um 20:50  |  623391

@Ursula

Um Mißverständnisse zu vermeiden: Du bist aber bislang der Einzige, der sich für ins Persönliche gehende Anwürfe entschuldigt hat. Chapeau.


Exil-Schorfheider
16. Oktober 2017 um 21:24  |  623395

Stiller
16. Oktober 2017 um 20:44 | 623389

Falsch.
Du hast u. a. @dewm beschuldigt, er wollte Dir eine Krankheit andichten.
Das war bekanntlich jemand anderes.
Um Entschuldigung gebeten hast Du nie…


kczyk
16. Oktober 2017 um 21:58  |  623400

*denkt*
wieder einmal nur kindergeburtstag


dewm
16. Oktober 2017 um 22:16  |  623407

@APO um 15:48 Uhr: Wenn Dir der Austausch zu einem Thema keinen Spaß macht, dann ist es einfach, diesen abzubrechen. Ich wollte Dir den Spaß nicht verderben. SORRY. In meiner Replik auf die Du Dich beziehst, habe ich bewusst mehrere Deiner Kommentare vom Vormittag zusammengefasst. Dass Du die Meinungen Reichelts und Schupelius‘ in den Hakenfelder Schrebergarten verortest, habe ich mir fast schon gedacht. Ich hatte vorher abgewogen und konnte auch deren Statements auf meine Vereinfachung

„Das Ziel ist richtig, der Weg ist falsch.“

verengen, wenn beide auch unterschiedlich (intensiv) begründen. Diese Begründungen muss (jeweils) niemand teilen. Du verortest die Meinungen beider und damit, da (vereinfacht) das Ergebnis ja identisch ist, aller anderen, die der Aktion skeptisch gegenüberstehen und das auch formulieren in den Hakenfelder Schrebergarten. Das ist am Ende lediglich meine Folgerung (Meinung), die Du nicht teilen musst. Aber Du könntest diese und die Meinungen anderer Kritiker aus Toleranz stehen lassen. Besonders wenn Du um 13:45 Uhr formulierst:

„Je mehr ich versuche, die Argumente zu verstehen, die contra aufgeführt werden, je weniger verstehe ich sie.“

Könnte nicht auch die (friedlich) geäußerte Kritik an „einfachen, friedlichen Botschaften“ unter Toleranz und Meinungsfreiheit fallen? Ich toleriere, wie viele andere auch, Deine Meinung. Wie Du meine Meinung nicht verstehst, verstehe ich viele Deiner Äußerungen nicht. Ist doch aber nicht schlimm. Gegenteilige Meinungen befruchten den Diskurs! Was wäre denn Meinungsvielfalt sonst?


Stiller
16. Oktober 2017 um 22:47  |  623417

Falsch, @Exil-Schorfheider
16. Oktober 2017 um 21:24 | 623395

Es war nicht allein @Ursula; @dewm hat den Faden aufgenommen und ihn in äußerst mieser Form weiter gesponnen.

Ich verstand später auch Deine Relativierung nicht. Auch heute akzeptiere ich das nicht. Denn Dein Link hat doch klar bewiesen, dass beide an der Diffamierung beteiligt waren.

Während es @Ursula später ehrlich leid tat, hat @dewm bis heute kein Schuldbewußtsein entwickelt.


16. Oktober 2017 um 23:18  |  623427

@dwem..bitte deine email, dann schick ich dir ne Antwort


16. Oktober 2017 um 23:22  |  623429

viel wichtiger wäre mir ja zu wissen, ob jemandem mein Oly-Foto gefällt, dass ich mit ner kleinen cam beim EL-Abendspiel geschossen habe 🙂
bei flickr in der ganzen Auflösung


Stiller
16. Oktober 2017 um 23:29  |  623430

Bärenstarkes Foto, @apo-


jenseits
16. Oktober 2017 um 23:32  |  623433

@apo
Du hattest zwar gesagt, Du hättest ein neues Foto vom Oly, zunächst hatte ich auf dem Bild aber eine Kaffeetasse erkannt. 😀

Gut, dass man es hinter Deinem Nick anklicken kann. Gefällt mir ausgesprochen gut! Ganz toll.

Raumschiff Oly.


17. Oktober 2017 um 0:10  |  623439

danke schön 🙂 , Ihr beiden


dewm
17. Oktober 2017 um 0:55  |  623442

@APO: Akzeptiere einfach, dass wir unterschiedlicher Meinung sind! Wir sehen uns bald wieder im Turm. Sparen wir uns aufwändige Formulierungen. Mir scheint, es ist diesmal eine 60/40 Verteilung zu Gunsten der Vertreter Deiner Meinung (#Armada)… Ach ja, das Foto ist das gewohnte Niveau. Im bisherigen schwarz-weißen spüre ich mehr „Magie“. Komm Gut durch die Nacht!

@STILLER und „Schuldbewusstsein“: kczyk denkt oft das Richtige. Heute ist es der „Kindergarten“. Lies doch im damaligen FRED mal Deine POSTs! Vor allem, die an mich gerichteten! Du teilst aus, dann stecke auch ein! Ich hab Dir nichts unterstellt oder angedichtet, Du mir schon. Manchmal schießt man über das Ziel hinaus. Auch ich. Ist nun aber Geschichte… Du verurteilst Rassismus, gut so! Nun arbeite an Deinen „Ostvorurteilen“! Sind Vorurteile aufgrund der Herkunft des Gegenübers nicht so was wie die kleine Schwester vom Rassismus? Ich verlange von Dir kein Schuldbewusstsein, biete Dir im Gegenteil etwas grandioses: Reflexion. Mir bringt die Reflexion aus dem Austausch in diesem BLOG sehr viel…


herthabscmuseum1892
17. Oktober 2017 um 1:38  |  623443

Für Interessierte an dem Schicksal des NFL-Spielers, der als Erster mit der Missachtung der US-amerikanischen Nationalhymne auf „Polizeigewalt und Rassenungleichheit“ in den U.S.A. aufmerksam gemacht hat:

http://www.nydailynews.com/sports/football/colin-kaepernick-sealed-nfl-fate-collusion-grievance-article-1.3566332


17. Oktober 2017 um 1:58  |  623444

@dewm..das tue ich doch ?-Ich verstehe diesen Hinweis nicht.
Mir gefällt das Neue etwas besser, weil es lebendiger ist, weil es bewohnt ist.- Ist auch viel spontaner entstanden, mit weniger Zeit . Kurz: schwieriger. Und die stürzenden Linien waren schon heftig..


dewm
17. Oktober 2017 um 9:55  |  623465

@APO: Wir werden uns schon wieder verstehen. Und wenn mal nicht, halb so wild…

@Foto: Behalte das neue! Abwechslung ist auch gut. Außerdem hast Du eine „professionellere“ Sicht und bist emotionaler mit Deinen Fotos verbunden. Verständlich.

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