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Dienstag, 31.10.2017

Keine Wunderheilung in Sicht

(jl) – Happy Halloween, zusammen. Dabei sollte die Zeit, in der Hertha einen das Gruseln lehrt, doch eigentlich vorbei sein, oder?

Von Feiertagsstimmung wollten die Profis in Westend nichts wissen. Sie trainierten am heutigen Dienstag, wenn auch unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Leckie und Darida weiter im Pausen-Modus

Damit es später nicht heißt, wir würden unsere Chronistenpflicht vernachlässigen: Keine erfreulichen Nachrichten gab es zum Wochenstart von der Verletztenfront. Mathew Leckie fällt mit seiner Oberschenkelverletzung weiterhin aus. An ein Comeback von Vladimir Darida ist nach dessen Außenbanddehnung im Knie ebenfalls noch nicht zu denken.

„Eine Wunderheilung der Muskulatur gibt es nicht“, sagte Dardai über Patient eins, Mathew Leckie. Der Australier werde wohl erst nach der Länderspielpause wieder auflaufen können. In jener wird er von seinem Nationalteam gebraucht. Im Play-off zur WM 2018 geht es gegen Honduras.

Zu Patient zwei, Vladimir Darida, sagte der Coach: „Das dauert noch lange.“ Eine genauere Prognose sei jedoch schwierig.

Was macht eigentlich Änis Ben-Hatira?

Ich hingegen finde die folgende „Empfehlung“ etwas schwierig. Bin heute über das unten eingeklinkte Arte-Video zu Änis Ben-Hatira gestolpert, muss aber ehrlich gestehen, dass ich den Film noch nicht anschauen konnte. Also, ohne Gewähr:

Am Mittwoch wird bei Hertha wieder im Geheimen trainiert. Statt auf den Trainingsplatz schauen wir auf die Pressekonferenz. 


58
Kommentare

megman
31. Oktober 2017 um 18:29  |  626172

Ha !


Neuköllner
31. Oktober 2017 um 18:33  |  626173

Ho !


Bussi
31. Oktober 2017 um 18:50  |  626175

He !


dewm
31. Oktober 2017 um 18:58  |  626177

Hertha B.S.C. !


raffalic
31. Oktober 2017 um 19:39  |  626181

Abstiegsgespenst ade!


Blauer Montag
31. Oktober 2017 um 19:50  |  626184

Prima raffalic
31. Oktober 2017 um 19:39 | 626181

Möge dein, also unser aller, Wunsch bald in Erfüllung gehen!


Zippy
31. Oktober 2017 um 19:52  |  626185

Vor einiger Zeit erwähnte ich mal für Statistikfreunde die „xG“ – Expected Goals…dafür (und mehr) habe ich in der Zwischenzeit diese Seite gefunden:

https://understat.com/

Wenn auch mit Vorsicht zu genießen – wie jede Statistik – vielleicht manchmal doch ganz interessant, weil die Torschussstatistiken an sich ja nicht immer sehr aussagekräftig sind, auch z.B. für die Frage, was für Chancen eine Abwehr eigentlich tatsächlich zulässt.


31. Oktober 2017 um 20:42  |  626187

sieht sehr interessant aus.@zippy.für einen Mathe-Loser, wie mich..ohne geduldigen Erklärbär -direkt- neben mir, nur sehr mühselig zu entschlüsseln…Als Generalist lebt´s sich etwas gemütlicher 🙂

By the way: morgen ab 18:15..tagt wieder unser immerhertha- Stammtisch..


hurdiegerdie
31. Oktober 2017 um 20:42  |  626188

Zippy
31. Oktober 2017 um 19:52 | 626185

Demnach wäre Hertha „erwartet“ Tabellenletzter.


derby
31. Oktober 2017 um 21:08  |  626189

Braucht noche jemand eine Karte für Bilbao – habe noch eine Karte abzugeben. Etwas unter Einkaufspreis. Im Hertha Blog.

Ich kann leider nicht.


Exil-Schorfheider
31. Oktober 2017 um 21:29  |  626190

@hurdie & @ub

Genau wegen dieser „kurzen“ Amtszeiten fragte ich nach.
Danke!


Tojan
31. Oktober 2017 um 21:35  |  626191

@zippy
das lustige ist: seitdem es expected goals gibt, performed hertha laut dieser statistik dauerhaft teils massiv über dem erwartungswert. mmn ein klares zeichen für eine schwäche in der methode.


Blauer Montag
31. Oktober 2017 um 21:39  |  626192

Jepp hurdiegerdie
31. Oktober 2017 um 20:42 | 626188


Demnach wäre Hertha „erwartet“ Tabellenletzter.

Zumindest in der Liste sortiert nach xG

Das Hertha wenige Tore schiesst, wissen wir jedoch bereits seit Mai
http://www.immerhertha.de/2017/05/21/sechsmal-champions-league-reif-viermal-wie-ein-absteiger/


Blauer Montag
31. Oktober 2017 um 21:44  |  626193

Die Methode wird auf der von zippy verlinkten Seite nicht weiter erläutert.
Sonst könnten wir ja auch noch den Unterhaltungswert in das Modell einpflegen Tojan. Wobei der Unterhaltungswert eines Herthaspiels nach wiederholten Aussagen einiger TV-Zuschauer gegen Null liegen soll.

#schüddeldenkopp##schüddeldenkopp##schüddeldenkopp##schüddeldenkopp#


hurdiegerdie
31. Oktober 2017 um 21:46  |  626194

Blauer Montag
31. Oktober 2017 um 21:39 | 626192

Auch nach erwarteten Punkten.


hurdiegerdie
31. Oktober 2017 um 21:48  |  626195

Tojan
31. Oktober 2017 um 21:35 | 626191

NA ja, meine Hypothese (Hertha hat due letzten Jahre überperformt) würde es stützen :mrgreen:


Blauer Montag
31. Oktober 2017 um 21:55  |  626196

Stümmt hurdiegerdie
31. Oktober 2017 um 21:46 und um 21:48 Uhr.


Opa
31. Oktober 2017 um 21:58  |  626197

@jl: Könnt ihr das Autoplay beim verlinkten Video abschalten? Bei jeder Aktualisierung läuft das von allein los.


31. Oktober 2017 um 22:03  |  626198

der Fuss ist wirklich wohl einer der schlechtesten Reporter derzeit.gruselige Spielübersicht. Hat Bayern den angestellt?-oder Heynkes? was für ein Grottenkick. Und das mit lauter Top-Spielern..


Tojan
31. Oktober 2017 um 22:04  |  626199

@hurdi
das problem an expected goals ist:

laut der statistik performen die meisten teams in der oberen tabellenhälfte jahr für jahr über und die der unteren tabellenhälfte unter…

@BM
soweit ich weiß, nimmt xG die torschussstatistik und berechnet daraus anhand eines festen schlüssels die theoretischen tore. die qualität des torschusses oder nicht zum abschluss gekommene spielzüge werden überhaupt nicht beachtet, was mmn zwangsläufig zu ziemlich wenig verwendbaren ergebnissen führt.


psi
31. Oktober 2017 um 22:17  |  626200

Schönes Tor von Celtic, 1:1
Und noch ein Tor 1:2


hurdiegerdie
31. Oktober 2017 um 22:21  |  626201

Tojan
31. Oktober 2017 um 22:04 | 626199

@hurdi
das problem an expected goals ist:

laut der statistik performen die meisten teams in der oberen tabellenhälfte jahr für jahr über und die der unteren tabellenhälfte unter…

Na ja, das ist halt eine Frage der Wirkungsrichtung. Wenn die die Überperformer eher oben stehen und die Unterperformer eher unten stehen, mag es nicht am Fehler von xG liegen, sondern daran, dass sie über- oder unterperformt haben.


hurdiegerdie
31. Oktober 2017 um 22:31  |  626202

Tojan
31. Oktober 2017 um 22:04 | 626199
„@BM
soweit ich weiß, nimmt xG die torschussstatistik und berechnet daraus anhand eines festen schlüssels die theoretischen tore. die qualität des torschusses oder nicht zum abschluss gekommene spielzüge werden überhaupt nicht beachtet, was mmn zwangsläufig zu ziemlich wenig verwendbaren ergebnissen führt.“

Ich glaube, dass ist so nicht ganz richtig. Es werden Spielsituationen bewerten, einschliesslich Abstand zum Tor, Nähe des Verteidigers, Art des Schusses (z.B. Freistoss oder aus dem Feld) und anderes. Wie gut der Algorithmus ist, weiss ich nicht, aber es ist schon wesentlich mehr als die reine Torschussstatistik. Die Frage ist, ob das System weiter „lernt“, also ständig neu mit Infos gespeist wird, oder nicht.

So ganz dum ist das nicht. Es kann natürlich nicht Glück und Pech (abgefälscht, Torwartfehler) oder Schirileistungen (2(3) Mal absichtliches Handspiel, keine gelbe Karte und Tor für Bayern) berechnen.


Tojan
31. Oktober 2017 um 22:56  |  626203

@hurdi
ich weiß nicht. eine methode, die von sich behauptet spielresultate möglichst exakt abbilden zu können will dann die gesamte saisontabelle auf überperformende teams schieben? ist mir zu einfach.


hurdiegerdie
31. Oktober 2017 um 23:16  |  626204

Tojan
31. Oktober 2017 um 22:56 | 626203

@hurdi
ich weiß nicht. eine methode, die von sich behauptet spielresultate möglichst exakt abbilden zu können will dann die gesamte saisontabelle auf überperformende teams schieben? ist mir zu einfach.

Tojan, ich bin fern davon, diese Statistiken als einzig ausschlaggebend zu sehen. Ich mag sie. Fussball ist mit Sicherheit schlechter vorhersagbar als Baseball.

Aber was du sagst, stimmt ja so nicht, mMn. Es gibt (nach Punkten) „grüne“ Unterperformer oben in der Mitte, aber auch (logischerweise) unten. Ebenso ist es bei „roten“ Überperformern. Und vieles ergibt ja auch Sinn oder entspricht dem gemeinen Fussballverständnis. Hannover so weit oben. Köln mit ganz schlechten Werten unten (bei Köln wurde gesagt, dass sie viele Chancen haben, aber nicht verwerten). Über Hertha haben doch fast alle hier gesagt, dass sie sich kaum Torchancen erspielt (dafür haben sie mehr Tore als erwartet).

Aber es ist nur Statistik. Ich mag das als informierte Spielerei. Es ist m.E. weniger „hohl“ als Ballbesitz. Natürlich nicht perfekt, aber wie soll das gehen im Fussball? Viel zu viele Komponenten, die gar nicht gemessen werden können.


Zippy
31. Oktober 2017 um 23:18  |  626205

#xG

Also zunächst mal halte ich die „erwarteten Punkte“ auch für fragwürdig – weil für ein allgemeines Über- oder Unterperformen nicht nur die Torchancen entscheidend sind.
Den „xG“-Wert an sich, den ein Torschuss bekommt, finde ich durchaus interessant, weil normalerweise Verzweiflungsschüsse aus der Bedrängnis u.ä. die Torschussstatistiken ein Stück weit verfälschen (Beispiel: Zum Ende der Klopp-Zeit hatte der BVB immer noch sehr viele Torschüsse, teilweise sogar mehr als in den Jahren zuvor und trotzdem wurden unglaublich viele Chancen vergeben, da stellt sich die Frage, welche Qualität die Chancen eigentlich tatsächlich hatten, da kann ein xG-Wert durchaus helfen, um zu schauen, liegt es eher an den Vorlagen bzw. dem „Erarbeiten“ der Chance oder am Abschluss selbst), und eben auch, wie viele „klare“ Torchancen bestimmte Mannschaften zulassen.


1. November 2017 um 1:02  |  626206

..ich kann mich an die Torchancen damals beim BvB recht gut erinnern..es waren in der Tat extreme Hochkaräter darunter..


playberlin
1. November 2017 um 7:28  |  626207

Weiß jemand, ob morgen Hertha übertragen wird auf Sport1? Oder ziehen wir wieder mal den Kürzeren?


psi
1. November 2017 um 8:15  |  626209

Sport1 überträgt das Spiel von Köln- BATE Borisov.


fechibaby
1. November 2017 um 8:19  |  626210

Bei Sky gibt es morgen Hertha BSC um 21:05 Uhr.


playberlin
1. November 2017 um 8:44  |  626211

Danke. Hatte ich mir fast gedacht 😉


fechibaby
1. November 2017 um 10:00  |  626212

1000 Tage Dardai.
Noch einmal mein Glückwunsch dazu.
Auf hoffentlich weitere 1000 Tage!

http://www.kicker.de/news/fussball/bundesliga/startseite/709676/artikel_dardais-jubilaeum_1000-tage—1000-graue-haare.html


psi
1. November 2017 um 10:52  |  626213

Oh, @fechis Beiträge landen in der Warteschleife!


Uwe Bremer
Uwe Bremer
1. November 2017 um 10:58  |  626214

@Tradition

viele reden darüber, aber viel weniger als erwartet, leben tatsächlich Tradition.

Die Ausstellung über Hertha BSC im Ephraimpalais im Nikolaiviertel hat bisher erst 10.000 Besucher gefunden (erhofft waren nach dreieinhalb Monaten 40- bis 50.000). Die Kolumne Hahohe vom Kollegen Michael Jahn aus der Berliner Zeitung – Hertha schwächelt im Museum

Für Freunde der Zusammenhänge:
Auch die Hertha-Dampfer, von interessierten Medien beschrieben als „Herzensangelegenheit der Fans“, ist eher die Bestätigung, dass Tradition ein sehr schwieriges Feld ist


1. November 2017 um 11:39  |  626215

Wer kümmert sich denn heute noch um Tradition oder lebt sie tatsächlich?! Es fängt doch schon damit an, dass es augenscheinlich unmöglich ist, bis 1.000 zu zählen.

Ich zitiere die Berliner Morgenpost vom 15.05.2009:

„Ein reales Museum, zu dem der Spatenstich bereits im September 2007 erfolgte, soll bis 2010 auf 880 Quadratmetern Ausstellungsfläche unterhalb der Gegengeraden des Olympiastadions entstehen. Jährlich besuchen 300.000 Menschen außerhalb der Spieltage das Olympiagelände; fortan sollen sie auch über die Geschichte des örtlichen Bundesligisten lernen. Noch fehlt dafür das Geld. Eine hohe sechs-, eher sogar siebenstellige Euro-Summe sei nötig, sagte Schiphorst. Seit Donnerstag führt immerhin das Internet durch „117 Jahre Hertha-Geschichte mit vielen Höhen und Tiefen“. Pünktlich um 13.30 Uhr drückten Schiphorst und Legende Erich Beer den symbolischen Startknopf, der die Adresse http://www.herthamuseum.de freischaltete.“

Was will man dann von den Fans erwarten?


Exil-Schorfheider
1. November 2017 um 12:12  |  626216

fechibaby
1. November 2017 um 12:22  |  626217

@herthabscmuseum1892

Dein Hertha BSC Museum ist um Klassen besser
als das Original von Hertha!
Die Hertha-Historie endet dort z.B. mit
der Saison 2015/16.
Aktuell ist diese Seite bei weitem nicht!


Uwe Bremer
Uwe Bremer
1. November 2017 um 12:35  |  626218

@dasletzteGeleit

für Olaf @datcheffe Lindner morgen, Donnerstag, 11 Uhr, auf dem Waldfriedhof Zehlendorf (Wasgensteig 20, 14129 Berlin)

Text von @alorenza:

Ihr Lieben da draußen und überall,

morgen ist der Tag, an dem mein Freund Olaf „Datcheffe“ Lindner – der größte Kämpfer, den ich je kennengelernt habe, Herzblut-Herthaner, Familienmensch und West-Berliner Knatterkopp – auf die ewige Transferliste gesetzt wird.

Der Abschied rund um die von Olaf gewünschte blau-weiß geschmückte Urne findet morgen ab 11 Uhr auf dem Waldfriedhof Zehlendorf statt. Adresse: Wasgensteig 20, 14129 Berlin.

Alle Freunde der Familie Lindner, alle Herthaner und natürlich auch all jene, die Olafs unfassbar langen Kampf gegen den Krebs verfolgt haben, sind herzlich willkommen.

Und denkt daran: Tragt bitte irgendwas in den Farben Blau-Weiß. Olaf schaut von irgendwo aus zu und freut sich darüber.

Bitte diesen Text teilen und alle, die eventuell kommen möchten, nochmal dran erinnern.

Danke!!!

Quelle: facebook/alorenza


Opa
1. November 2017 um 12:38  |  626219

Tradition – Die Ausstellung
Also ich war schon 4 mal dort und hab jede Menge Menschen in meinem Umfeld aktiviert, sich dorthin zu begeben, sehenswert ist sie allemal. Wenn ich dann die Zahlen sehe, ist das schon ernüchternd. Es bedürfte m.E. allerdings einer tiefergehenden Analyse als „Tradition ist halt schwierig“. Das mag auch damit zu tun haben, dass Hertha einerseits einige Privatinitiativen regelmäßig abwürgt (z.B. wollten Fans Geld für die Kopie der Viktoria sammeln, damit Hertha wenigstens einen eigenen Meisterschaftspokal ausstellen kann – das wurde als unerwünscht mit dem Hinweis abgelehnt, der Senat habe ja eine Kopie), andererseits dann für eine Ausstellung auf Exponate angewiesen sind, die glühende Herthafans aufgehoben haben, als Hertha diese im Container entsorgte bzw. entsorgen musste. Diese unzweifelhaft vorhandene Distanz ist ein echtes Herthaphänomen, dessen Erklärung sehr viel vielschichtiger ist, als man hier dem Leser Text zumuten kann. Ein Grund für die schwachen Besucherzahlen mag übrigens auch sein, dass es offiziell eben keine Herthaausstellung ist, sondern eine über den „Hauptstadtfußball“ mit der Fußnote „anlässlich des Herthajubiläums“, Hertha dann aber doch deutlich den Mittelpunkt der Ausstellung bildet. Als Fan von Union, TeBe, Viktoria, dem BFC, Tasmania, Blauweiß, Türkiyemspor oder anderer Hauptstadtvereine erschlösse sich mir nicht, weshalb ich unbedingt in diese Ausstellung müsste. Franz-Josef Strauß hat das mal drastischer ausgedrückt:

„Everybody’s darling ist everybody’s Depp!“

Soll heißen: Wenn wir nicht in der Lage sind, eine eigene Ausstellung zu organisieren, ist der gewählte Weg, eine „Hauptstadtfußballausstellung“ zu machen, vielleicht einfach nicht der richtige. Davon fühlen sich scheinbar weder Herthaner angesprochen noch die Fans anderer Vereine.

Tradition – Der Dampfer
Zu dieser Herzensangelegenheit gibt’s ebenfalls mehrere Sichtweisen, die sich lohnen. Außer den „Machern“ der Aktiengesellschaft gab’s noch viele andere, die regelmäßig Kontakt zum Reeder hielten und die bereit waren, sich zu engagieren und die relativ brüsk zurückgepfiffen wurden. Da kann ich es bei dem einen oder anderen schon verstehen, dass er sein Engagenemt auf Sparflamme hält, zumal man fürs „Mitmachen“ eigentlich andere Körperschaftsformen wählt als eine KGaA, in der die Rechte der Aktionäre auf Einzahlen und „Klappe halten“ beschränkt sind. Da ist es aus meiner Sicht etwas zu billig, das darauf zu schieben, den Fans sei das wohl nicht wichtig genug. Es gibt beim Dampfer noch einen anderen Aspekt. Die „Macher“ haben sich frühzeitig festgelegt, dass dieser unbedingt im Wasser schwimmen muss. Wer sich auskennt, weiß, dass damit auch von vornherein klar war, dass das der teuerste und schwierigste Weg ist und viele Hindernisse aus dem Weg zu räumen sind. Dass die überrascht tun und anderen die Schuld geben, weil sie das Versprechen gebrochen haben, zum Jubiläum den Kahn in Berlin zu haben, ist mir persönlich zu billig und ich darf daran erinnern, dass dieses Versprechen für nicht wenige auch der Grund für die Wiederwahl der beiden ins Präsidium gewesen sein dürfte. Wenn ich jeden, der eine helfende Hand anbietet, aus dem Weg rempel, muss ich mich nicht wundern, wenn keiner hilft. Dass der Kahn nicht in Berlin ist, ist mehr der Planungsnaivität geschuldet als dem mangelnden Interesse der Fans. So lange die Hertha bei der alten Reederei war, war der Nutzwert für die Fans größer als jetzt und Fahrten zur Hertha wurden regelmäßig von Fanclubs dankbar und dankend in überschaubarem Rahmen angenommen. Das war alles besser als der jetzige Status Quo, der darin besteht, ein stillgelegtes und beschädigtes Schiff in einem Binnenhafen in Wusterhausen liegen zu haben. Der weitere Fortschritt hängt weniger von den für alle geltenden Vorschriften als von der Tatkraft derjenigen ab, die sich als Heilsbringer haben feiern lassen.

Fazit
Der Dampfer droht, derselbe running gag wie das eigene Museum (wer kann schon 10 Jahre Spatenstich feiern?) oder das Fanhaus (das sollte 2014 fertiggestellt sein) zu werden. Und die Fans sind wie immer schuld dran? Ich darf daran erinnern, dass weitgehend dieselben Personen gerade dabei sind, ein 200 Mio. plus x € Stadion zu planen und sich wundern, weshalb den Fans angesichts der vergleichsweise kleinen Projekte mulmig ist oder sich Widerstand rührt, wenn man die Stadt zu verlassen gedenkt. Ich sehe vorm geistigen Auge schon die Museumseröffnung am Glockenturm, das Stadion in Ludwigsfelde, während der Dampfer ungenutzt vor sich hinrostet und das Fanhaus weiter „in Planung“ ist.

In solchen Momenten summe ich immer das Lied „…und trotzdem lieb‘ ick meene Hertha…“


Uwe Bremer
Uwe Bremer
1. November 2017 um 12:56  |  626220

@Tradition

Ich darf daran erinnern, dass weitgehend dieselben Personen gerade dabei sind, ein 200 Mio. plus x € Stadion zu planen

die Herren Pering, Wolter und Schiphorst sind für die Fußball-Arena zuständig, in der Hertha ab 2025 spielen will?
Warum weiß ich davon nix?


Seppel
1. November 2017 um 13:03  |  626221

Was hat es mit mangelnder Tradition zu tun wenn ich – im Nikolai Viertel- das Museum noch nicht besucht habe? 😨
Standort Oly und ich wäre mehr als nur einmal dort gewesen.
Bringt diese Dinge nicht zu den Hipstern sondern zu den Fans und den Besuchern der (u .a.) Spielstätte von Hertha BSC!


Seppel
1. November 2017 um 13:04  |  626222

@Böser Opa 😉👍


Uwe Bremer
Uwe Bremer
1. November 2017 um 13:44  |  626223

@Opa

Und die Fans sind wie immer schuld dran?

in seiner Lieblingsdisziplin: Er denkt sich etwas aus, was niemand behauptet hat. Und metert dann das Internet zu, um zu widerlegen, dass die von ihm ausgedachte Behauptung verkehrt ist.

Tatsächlich war bei mir um 10.58 Uhr zu lesen:

viele reden darüber, aber viel weniger als erwartet, leben tatsächlich Tradition.

Wer bei Hertha in den, sagen wir, vergangenen ein, zwei Jahren hingehört hat, hat das Wort Tradition oft gehört. Von Hauptamtlichen. Von Hertha-Mitgliedern. Von Präsidiumsmitgliedern. Von Fans. Und diversen anderen.
Ich finde das interessant. Und aufschlussreich, wenn man es abgleicht, wie sich bestimmte Dinge entwickeln: sei es bei der Museumsausstellung. Oder dem Dampfer (es gibt noch einige Bereich mehr). Ich mache eine gewisse Diskrepanz aus zwischen dem, was formuliert wird und dem, was gelebt wird.

Habe diesen Diskrepanz ausdrücklich auf „viele“ bezogen.
Dass diese Aussage nun, sicher rein zufällig, so verkürzt wird, verbuche ich in der Sprichwort-Rubrik mit dem getroffenen Hund und dem Bellen …


Opa
1. November 2017 um 13:53  |  626224

@Uwe um 12:56 Uhr: Ich bitte meine unpräzise Ausdrucksweise zu entschuldigen und bedaure, wenn der Eindruck entstanden sein könnte, dass einer der von Dir namentlich genannten Personen direkt für den Stadionbau „zuständig“ sein könnte.

Richtig hingegen ist, dass ohne Zustimmung des Aufsichtsrats, dem eine der drei genannten Personen vorsteht, keine der vom Verein in Gremien von Tochtergesellschaften des Vereins entsandten Personen Entscheidungen über den Erwerb von Grundstücken und grundstücksgleichen Rechten sowie über die Anschaffung und Veräußerung von Anlagevermögen jeder Art im Einzelfall von mehr als 5.000.000,00 Euro treffen dürfen.

Und die beiden anderen werden sich in ihrer Funktion als Beirat doch sicher Bericht erstatten lassen, um ggf. Fragen des Aufsichtsrats beantworten zu können.

Alle drei dürften also involviert sein, noch bevor es konkret wird. Mitnichten wollte ich jedoch zum Ausdruck bringen, einer der drei sei zuständig 😉

@Uwe um 13:44 Uhr: Da schiebe ich gleich die nächste Entschuldigung hinterher, zum einen fürs ausführliche „Metern“, zum anderen für mein Lesen, welches nicht „genauer“ war. Mag sein, dass es bestimmte Vorkommnisse gibt, wo man nach den Jahren „reflexartig“ reagiert, Du kennst das ja 😉


kczyk
1. November 2017 um 14:03  |  626225

*denkt*
kaum ein fan ist auf der suche nach der wahrheit – sie fordern nur erfolg


herthapeter
1. November 2017 um 16:06  |  626227

Man erkennt im Blog sofort, wie wertvoll diese drei Punkte gegen den HSV waren. Keine Endzeitstimmung mehr wegen der Unzulänglichkeiten dieser Truppe oder der sportlichen Hoffnungslosigkeit. Stattdessen wird bereits wieder über Schiedsrichter, Vidobeweis, Tradition und Herthadampfer diskutiert … es läuft! 🙂
Das schwache Spiel gegen den HSV hatte ich zwar erwartet, nur habe ich den HSV tatsächlich weniger schwach eingestuft. Für mich waren das definitiv drei unerwartete Punkte; ich bin soweit zufrieden.
Die Doppelbelastung bleibt der Hertha ja noch ein Weilchen erhalten, insofern bleibe ich zwar weiterhin skeptisch, für das Spiel gegen Wolfsburg bin aber auch guter Hoffnung, was die mittelfristigen Aussichten anbetrifft. Mein Wunsch wäre jetzt mal zur Abwechslung die ganz große Rotation in der EL und meine Bitte jetzt einmal komplett die jungen Wilden ranzulassen! Damit können alle nur gewinnen und der Rest der Truppe hätte hoffentlich die notwendige Frische, am Sonntag bei den VW’lern zu bestehen.


Jack Bauer
1. November 2017 um 16:42  |  626228

@PK:
Dardai will 2-3 junge Spieler sowie Spieler, die bisher wenig gespielt haben, aufstellen. Er will sehen, wer kann helfen, wer nicht. „Bald haben wir weniger Spiele“. Er spricht Maier, Torunarigha, Mittelstädt, Stocker und Duda an.

Wo wir gerade bei der PK sind; 79 Menschen schauen live zu. Die Klickzahlen der on-demand Videos liegen in der Regel im niedrigen 4-stelligen Bereich. HerthaTV hat auf YouTube ca. 27.000 Abonnenten. Das ist nicht nur für YouTube-Verhältnisse, sondern auch angesichts des Aufwands den Hertha mittlerweile für den Kanal und den Content betreibt sehr, sehr dünn. Also nicht nur Tradition, auch Moderne und Digitalisierung scheint bei Hertha schwierig zu sein.


Jack Bauer
1. November 2017 um 16:47  |  626229

Zu spät zum editieren:

Dass man für die PK des Spiels morgen das Thumbnail vom Pokalspiel letzte Woche gegen Köln verwendet, ist natürlich auch nicht so ganz optimal.

20.000 Zuschauer werden morgen erwartet. Thomas Kraft akzeptiert das. Er wünscht sich zwar mehr aber empfand die Stimmung in den letzten Spielen mit wenig Zuschauern dennoch sehr gut.


psi
1. November 2017 um 17:22  |  626230

Habe eher mit 15.000 Zuschauern gerechnet.
Euroleague interessiert die Zuschauer nur bei einem
attraktiven Gegner, das ist Luhansk nicht.
Und ob alle kommen, die den 3er Pack gekauft
haben, ist bei dem Wetter auch noch fraglich.
Mit kleinen Zuschauerzahlen kenne ich mich aus,
bin natürlich morgen wieder dabei.😉


Joey Berlin
1. November 2017 um 17:31  |  626231

Auf die nächsten 1000 Tage… 🎉🎉🎉

1.000 PROZENT HERTHA BSC!
Pál Dárdai ist seit 1.000 Tagen als Cheftrainer im Amt.
Seine Beziehung zum Hauptstadtclub geht aber viel tiefer.
Ein Interview.

http://www.herthabsc.de/de/profis/interview-pal-dardai-1000-tage/page/13790–10276-10276-.html#.Wfnz4Uhb4kI

# weil es hier Thema war…
Imho: Ein BL-Verein muss schon sehr verzweifelt sein, um sich Risiko-Trainer Favre nach den Erfahrungen in Berlin und am Niederrhein anzutun…

w w w wz.de/lokales/moenchengladbach/borussia-moenchengladbach/zweifler-zauderer-und-bessermacher-lucien-favre-wird-60-1.2546042


pathe
1. November 2017 um 18:10  |  626232

@psi
Ich habe den Dreier-Pack und werde morgen dabei sein. Ob ich allerdings im Dezember bei minus fünf Grad das Spiel gegen Östersund schauen werde, werde ich stark davon abhängig, ob es noch um den 2. Platz geht… 😉


heiligenseer
1. November 2017 um 18:15  |  626233

@pathe: Was ist denn das für eine Ausrede? Wetter gilt, späte Anstoßzeit aber nicht?

pathe
11. September 2017 um 22:06 | 618089
21h05 zu späte Anstoßzeit…? Was ist denn das für eine Ausrede? Abpfiff ist noch vor 23 Uhr. Es sollte also jeder, der innerhalb der Stadtgrenze Berlins wohnt, um Mitternacht, spätestens aber um 0h30 in der Heia sein können. Das ist doch jetzt nun wirklich nicht spät. Und die, für die es doch ungewohnt spät ist, machen einfach mal eine Ausnahme. Come on…!!!


psi
1. November 2017 um 18:16  |  626234

Das wird sehr übersichtlich morgen, vielleicht
sehen wir uns🤓
Nicht kneifen, @pathe, im Dezember wird es nicht
so kalt sein.


psi
1. November 2017 um 18:22  |  626235

@heiligenseer, du bist unser Gedächtnisweltmeister.
Es muss dir ein großes Vergnügen bereiten, alte Beiträge
aufzuspüren. Wenns Spaß macht! 🙄


Opa
1. November 2017 um 18:34  |  626236

-5° C dürfte für Zuschauer aus Östersund beinahe sommerlich sein.


1. November 2017 um 18:44  |  626237

„@Uwe Bremer am 30. Oktober 2017 um 15:28 | 626086 wenn Dardai, mal angenommen, am 5. Februar um 13 Uhr als Hertha-Trainer installiert wurde: Ist er am 5. Februar um 13.15 Uhr einen Tag im Amt? Oder ist er am 6. Februar 2015, 12.59 Uhr, einen Tag im Amt?“

Finde ich einen tollen Charakterzug, wenn man sich auch einmal selbst sozusagen veräppeln kann!


1. November 2017 um 19:08  |  626238

Uwe Bremer
1. November 2017 um 10:58 | 626214
@Tradition

Vielleicht ist Berlin eben einfach nur keine Fussballstadt.


pathe
1. November 2017 um 19:28  |  626239

@heiligenseer

Ich habe ja nicht nur das Argument Wetter angeführt. Sondern auch die mangelnde Attraktivität des Spiels, sollte man nach dem Spiel in Bilbao bereits ausgeschieden sein. Selbstverständlich werde ich im Stadion sein, wenn die Qualifikation für die Zwischenrunde noch möglich sein sollte. Auch bei minus 15 Grad. Sollte es aber um nichts mehr gehen, es sich also nur noch um besseres Freundschaftsspiel handeln, werde ich bei Minusgraden eher nicht einer der 3.500 Zuschauer sein.

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