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(jl) – Tja, liebe Leute, die Befürchtungen haben sich am Donnerstag leider bestätigt. Karim Rekik (Fußprellung) und Mitchell Weiser (Sprunggelenksverletzung) werden am Sonntag in Leipzig nicht mitwirken können. Pal Dardai hatte das schon vor der endgültigen Diagnose geahnt. „Es sieht nicht gut aus“, sagte er beim Auslaufen am Vormittag – und sollte Recht behalten.

Wer Rekik ersetzt, steht bereits fest – Linksfuß Jordan Torunarigha. Im Fall von Weiser dürfte alles auf Mathew Leckie hinauslaufen.

Das Thema des Tages war allerdings ein anderes im Hertha-Kosmos: Die Rückkehr des Hertha-Dampfers nach Berlin. Heute legte das Schiff, nach dem der Klub 1892 benannt wurde, in Treptow an. Unser Praktikant Max Priola war vor Ort und hat seine Eindrücke für euch aufgeschrieben:


Endlich wieder da: Die Hertha auf großer Fahrt

Von Max Priola

Lange wurde die Ankunft der Hertha ja herbeigesehnt, jetzt ist sie endlich da. Um 13.30 Uhr fuhr der Dampfer in seinen vorläufigen Zielhafen Rummelsburg ein. Die Ankunft wirkte allerdings ziemlich trist – und das nicht nur wegen des Wetters.

Die ersten Fans, am Ende um die 50, kamen erst um 14 Uhr zur Anlegestelle, an der ein kleiner Festakt vorbereitet war. In manchen Gesichtern war Verärgerung zu sehen. Die Anhänger hatten sich die Ankunft ihres Schiffes anders vorgestellt – vor allem später. Der Grund für die miese Laune war die schlechte Kommunikation zwischen Fans und Herthas Präsidiumsmitglied Ingmar Pering, einem der Initiatoren des Dampfer-Projekts.

Schlechte Kommunikation zwischen Pering und Fans

Geplant war eigentlich eine Menge. Auf diversen Brücken, die das Schiff passierte, sollten Raketen und Bengalos gezündet werden – quasi als Willkommensgruß. Da aber niemand wusste, wo genau sich das Schiff befand, scheiterte die Umsetzung schon im Ansatz. „Es hätte so schön werden können“, meinte Fan.

Große Euphorie wollte vorerst nicht aufkommen, auch wegen des etwas wirren Ablaufs. Ein Mann riss das Ruder dann aber doch noch herum: Sänger Frank Zander, der während einer Gesprächsrunde auf einem benachbarten Schiff (mit Namen „Köpenick“…) als Gast erschien. Zander, nach einer Krebs-Diagnose erst kürzlich operiert, brachte die nötige Wärme und Herzlichkeit mit, die bis dahin gefehlt hatte. Plötzlich wurde gelächelt, die Veranstaltung erreichte Höhe- und Wendepunkt in einem.

Frank Zander dreht die Stimmung

„Mich freut es, dass die Hertha endlich wieder da ist“ sagte Zander, bestellte sein Bier und verbrachte Zeit mit den anwesenden Herthanern. Einen Schluck später versprach er: „Zur Jungfernfahrt fahre ich mit und singe unsere Hymne auf der Hertha.“ Eine A-capella-Version von „Nur nach Hause“ gab’s schon am Donnerstag. Das ganze Schiff sang mit. Da war er also doch noch, der erhoffte Gänsehaut-Moment.

Wie es nun weitergeht mit dem Hertha-Dampfer? Vorerst soll er winterfest gemacht werden. Noch fehlt es an Sponsoren und Geld, die es für Genehmigungen und Umbauten braucht. „Im Mai 2018 soll ein Finanzierungsplan stehen, mit dem in Zukunft die Finanzierung des Projektes abgesichert ist“, sagte Pering. Die Hertha ist zwar zurück in Berlin, hat aber immer noch einen langen Weg vor sich. Frank Zander blieb trotzdem positiv: „Et wird allet jut!“


143
Kommentare

Alexander
14. Dezember 2017 um 19:26  |  632978

Gold!!


Plumpe71
14. Dezember 2017 um 19:30  |  632980

Silber


monitor
14. Dezember 2017 um 19:33  |  632982

(Die Metaller sind heute dran! 🙂 )


monitor
14. Dezember 2017 um 19:38  |  632984

Die ganze Dampfer Aktion wird begleitet von Pleiten, Pech und Pannen. Der Eindruck, daß die „Macher“ ziemlich überfordert sind, verstärkt sich von Mal zu Mal.
Eigentlich Schade!


Herthas Seuchenvojel
14. Dezember 2017 um 20:02  |  632987

Bronze
@monitor: ist headbangen dann heute Pflicht ? 😉

PS: das die #freeDeniz Aktion nicht durch die Presse ging, stimmt so nicht
die Erstversion folgenden Artikels war gestern abend schon abrufbar, wurde aber nochmal überschrieben

https://www.welt.de/sport/article171571461/Hertha-BSC-fordert-im-Stadion-Freilassung-von-Deniz-Yuecel.html


Spandauer
14. Dezember 2017 um 21:41  |  632996

Hertha bekennt Flagge ??

Kann ich nur unterstützen
und ob es nun PR oder nicht ist, is mir titte.
Bei solchen Aktionen bekomme ich Gänsehaut.
Gegen Homophobie,
gegen Rassismus
oder was auch immer.
Ich fand den Kniefall schon sehr sympathisch und auch die free Deniz Aktion jetzt.

Ein dickes fettes
HaHoHe !!!
?


hurdiegerdie
14. Dezember 2017 um 21:48  |  632997

Mist, gefällt mir gar nicht, dass Weiser und Rekik ausfallen.

Ich hatte mir ein bisschen was gegen Leipzig ausgerechnet, wenn wir das Spiel lange eng halten können. Aber Leipzig ist im offensiven Kombinationsspiel schon arg stark, ob Torunarigha da mithalten kann?
Und im offensiven Mittelfeld ist mMn Weiser auch nicht wegzudenken.

Egal, freuen wir uns über den Sieg gegen Hannover. Der hat erstmal den grössten Druck weggenommen.


Spandauer
14. Dezember 2017 um 21:53  |  632999

Zum sportlichen,
Weiser und Rekik ist natürlich weniger schön.
Hoffentlich sind das nicht zu entscheidend Leute. Hatte gegen 96 das Gefühl, dass das Spiel kippt nachdem beide raus waren.?

Zum Schiff
Wen juckts schon, sry, aber ich kann diesem hässlichen Kahn nichts abgewinnen, ob da nun Hertha drauf steht oder nicht. Ich frage mich noch immer, wie viel die Gründer getrunken haben müssen, um danach einen Fussballverein zu benennen ?
Okay genug gepoltert der Name ist toll?
Gratuliere Herr Pering zu Schritt1.
Bin gespannt was zuerst fertig ist, unser Dampfer oder der BER?


backstreets29
14. Dezember 2017 um 22:05  |  633000

oops…..neuen Thread übersehen
Ich kopier das mal hier rein

In der Türkei wurden nach dem „Putschversuch“ 2016
Etliche Journalisten inhaftiert.
U.a, sogar eine Frau, die mit ihrem Kleinkind im Gefängnis sitzt, aber
nur einen deutschen Pass hat, also keine türkische Staatsangehörige ist,
im Gegensatz zu Yücel.

Ist aber egal, da man ja jetzt auf der Yücel-Welle reiten kann.

Ich finde es beschämend von Hertha, wie Hertha die Medienaufmerksamkeit mit solchen Mitteln auf sich lenken möchte.

Man „take a knee“, aber zu Vorfällen vor der eigenen Haustür schweigt man verschämt.

Mich stört weniger die Solidarität mit Yücel, als viel mehr die Art und Weise wie Hertha sich da anbiedert.
Das finde ich unnötig und vor allem unpassend.

Über Yücel kann man sicher trefflich diskutieren, es zeigt aber auch den Zustand unseres Landes, wenn ein Mann zur Ikone erhoben wird, der anderen Menschen einen weiteren Schlaganfall wünscht mit schlimmstmöglichen Folgen, oder einen Ex-Bundespräsidenten nicht kritisiert, sondern auf unterstem Niveau diskreditiert und beschmutzt.

Bei manchem Artikel könnte man meinen den hat irgendein rechter Hetz-Affe geschrieben und er hat ihn einfach auf links gedreht.

Ich würde mir von Hertha wünschen, entweder zu solchen Themen zu schweigen, oder wenn man das nicht möchte, einen ordentliches Maß an Ausgewogenheit an den Tag zu legen


juriberlin
14. Dezember 2017 um 22:13  |  633002

Ich würde mir von Hertha wünschen, weiter gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Diskriminierung und Ausgrenzung aktiv zu werden! Dabei darf es gerne auch eine Aktion wie gestern sein, die ein Zeichen für Pressefreiheit setzt! Danke dafür! #FreeDeniz!


Blauer Montag
14. Dezember 2017 um 22:19  |  633003

Ich teile die Sichtweise von Spandauer
14. Dezember 2017 um 21:41 | 632996

Hertha bekennt Flagge ??

Kann ich nur unterstützen
und ob es nun PR oder nicht ist, is mir hurz.
Bei solchen Aktionen bekomme ich Gänsehaut.

sowie von juriberlin
14. Dezember 2017 um 22:13 | 633002


Spandauer
14. Dezember 2017 um 22:20  |  633004

@backs
Man kann das natürlich auf der Welle reiten nennen, doch glaube ich nicht das es etwas bringt einen Namen zu verwendenden den leider fast niemand gehört hat. Ebenfalls glaube ich das die Deniz Yücel Aktion sinnbildlich für alle anderen zu unrecht inhaftierten steht.

Was würde für dich denn, Maß an Ausgewogenheit bedeuten? ist ja nicht so, dass sich der Verein wöchentlich politisch äußert.


Blauer Montag
14. Dezember 2017 um 22:23  |  633005

Gute und vollständige Genesung wünsche ich Karim Rekik, Mitch weiser und allen, die das auch gerade brauchen. 😀


monitor
14. Dezember 2017 um 22:28  |  633006

@backs
Die von Dir bezeichnete Yücel-Welle konzentriert sich nicht nur auf Deniz Yücel, sondern auf die Pressefreiheit in der Türkei im allgemeinen und auf die inhaftierten Menschen die dem Regime dort nicht genehm ist. Er ist nur die Frontfigur, auf die sich alle einigen können.

Was da abgeht ist ein Skandal, zeigt aber auf, daß man sich als „demokratischer Staatschef“ so etwas leisten kann, ohne irgendeine negative Restriktion befürchten zu müssen.
Gilt auch für die anderen Autokraten in Europa.


apollinaris
14. Dezember 2017 um 22:31  |  633008

Hmm.. Weiser wäre für nich eigentlich kein so großes Problem.. gewu. Spätestens nach dem Augsburg- Spiel hatte ich ein gewisses Verständnis für Stimmen, die Weiser eine schöpferische Pause wünschten .- Zu zappelig und ungenau agierte er. Normalerweise kann man ihn dann defensiv locker durch Peka ersetzen oder offensiv durch Rekik. aber Letzterer scheint komplett ausser Form ?Nach der letzten schönen HZ, die durch zwei Spielgestalter von Aussen geprägt war, hätte ich mir das gerne nochmal gewünscht. So muss wieder ungestellt und anders gewichtet werden. Ärgerlich.
Jordan wäre ja lt Dardai von vor ein paar Wochen, längst verdient zum Einsatz gekommen, hätte Rekik nicht so sensationell eingeschlagen. Und ich grstehe: zur Zeit ist er in der IV wichtiger als es Brooks letzt Saison war. Er ist stabiler und konstanter als Stark und Langkamp.
– Aufgrund meiner Eindrücke von Torunarighia zuletzt ,hatte ich beinahe mehr auf Lusti gesetzt..
jetzt heißt es Daumen drücken. Er wird nicht rdingeworfen, sonderukann sich mental drauf einstellrn: vlt und hoffentlich hilft ihm das. Das Potential hat er ja zweifellos
Schade isses aber,- irgendwie hatte ich ein gutes Gefühl- jetzt nicht mehr so..


hurdiegerdie
14. Dezember 2017 um 22:38  |  633009

apollinaris
14. Dezember 2017 um 22:31

Man kann Weiser offensiv durch Rekik ersetzen? Rekik ausser Form? Du musst was anderes meinen.


monitor
14. Dezember 2017 um 22:41  |  633010

@Spandauer
Dieser „häßliche Kahn“ ist Technikgeschichte, Herthageschichte und Berlingeschichte. Er repräsentiert 125 Jahre Berlin in verschiedenen Facetten. Ist für mich vergleichbar wie die Eiche im Zoo, die schon zu Kaisers Zeiten da war und beide Weltkriege überdauert hat. Ob dieses Schiff für Hertha so wichtig ist, muß das Umfeld des Vereins entscheiden. Aber für die Stadtgeschichte und der Technikgeschichte ist das Schiff wichtig.

Ich weiß nicht, ob sich die Initiatoren dieser Aktion dieser Sachlage bewußt sind, nachdem sie den Dampfer in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt haben.


apollinaris
14. Dezember 2017 um 22:41  |  633011

Für mich ist das gesellschaftliche Engagement, das sich auf übergeordnete Werte und nicht auf politische Richtung beschränkt, absolut Ordnung.- Es ist nicht verboten und für mich im Gegenteil begrüßenswert, als Verein sich ein Gesicht zu geben. Er wird daran gemessen werden, was Selbstüberprüfung zur permanenten Übung werden lässt. Tolle Idee, den Verein zu neu aufzustellen und in‘s 21. Jhdt zu überführen. Da bin ich doch gerne weiter Mitglied?


juriberlin
14. Dezember 2017 um 22:41  |  633012

@hurdiegerdie: …er meint Leckie!


14. Dezember 2017 um 22:47  |  633013

..klar, danke @juri..
Schade eben. Lecks in der Anfangsform, hätte Weisers Position und Wirken von gestern ziemlich gut kopieren können. So aber, haben wir wieder spielerisches Manko zu kompensieren..


juriberlin
14. Dezember 2017 um 22:49  |  633014

Das Spiel in Leipzig ist für mich nachrrangig – ich rechne mir da nichts aus! Ich hoffe, dass Weiser, Rekik und auch Darida zur Rückrunde wieder fit sind!


monitor
14. Dezember 2017 um 22:51  |  633015

Leckie ist zur Zeit ein Schatten seiner selbst. Hat man gegen H96 gesehen.


hurdiegerdie
14. Dezember 2017 um 22:53  |  633016

juriberlin
14. Dezember 2017 um 22:41 | 633012

Danke! Dem kann ich dann folgen.


Spandauer
14. Dezember 2017 um 22:55  |  633017

@Monitor

Mh… Okay, war mir so nicht bewusst.
Gepriesen sei der… das Herthaschiff?
HaHoHe

Gn8@all


jenseits
14. Dezember 2017 um 22:58  |  633018

Leckie muss schnellstmöglich wieder Vater werden.


Blauer Montag
14. Dezember 2017 um 23:11  |  633019

Vater werden ist nicht schwer,
Vater sein dagegen sehr.

Ersteres wird gern geübt,
Weil es allgemein beliebt. ….
https://www.aphorismen.de/gedicht/2713


Opa
14. Dezember 2017 um 23:28  |  633020

Blogthemen 1 – #freedeniz?
Ein Statement wie #takeaknee oder #freedeniz ist kein „gesellschaftliches Engagement, das sich auf übergeordnete Werte beschränkt“, sondern ein unreflektiertes Hinterherhecheln nach vermeintlichem Lob ohne Rücksicht auf Befindlichkeiten zu Recht Andersdenkender, ich kenne eine ganze Reihe Herthaner, die sich mit dieser Art der Positionierung nicht identifizieren. Es ist genauso billig, von der Couch aus Hashtags zu twittern wie mit GROSS- und Kleinschreibung „Dardai raus“ mit Schwung und Häme in den Blog zu kübeln. Das ist irgendwie ein „Niwo“.

Blogthemen 2 – Der Dampfer
Ich hatte heute tagsüber kurz Gelegenheit, zur Anlagezeremonie zu erscheinen und war natürlich auch enttäuscht, dass ich die Heimkehr nicht choreografiert bekam, aber das Ergebnis zählt durchaus. Mit Frank Zander genauso nett geplaudert wie mit dem Museum und anderen Altherthanern, die den Weg in die Nalepastraße gefunden haben. Mal gucken, wie lang die Hertha da im „Feindesland“ unbeschadet liegt. Die Altunioner werden sicher nie eine schändende Hand an die Hertha legen, aber bei den „Jungschen“ weiß man nie. Die Identitätsstiftung des Dampfers sollte man jedenfalls nicht unterschätzen, auch wenn ich mit der Umsetzung der derzeitigen Traditionspflege alles andere als einverstanden und auch wenig optimistisch für die Zukunft bin.

Blogthemen 3 – Die Tretertruppe von Hangover
Verdammt, war der Heimsieg gestern wichtig, auch wenn er vielleicht glücklich war und ein Unentschieden zwiswchendurch alles andere als unverdient gewesen wäre. Ob das ein Wendepunkt war, werden wohl erst die nächsten Spiele zeigen, aber Dardai hat sich etwas Luft verschafft in dieser in den letzten Wochen aufgekommenen, unseligen wie verständlichen Diskussion. Aber dieser Heimsieg war auch teuer erkauft, wenn man die Ausfälle von Rekik und Weiser dagegenrechnet. Der Schiri war in seiner Zweikampfbeurteilung – sagen wir mal – „exclusiv“ und hat seinen Teil zu den Verletzungen beigetragen.


Videogems
15. Dezember 2017 um 0:09  |  633023

Hertha darf sich in Leipzig auch gern gegen den grassierenden Antisemitismus, der auch auf Demonstrationen sein häßlich Haupt erhebt, positionieren. Und alle die hier jetzt wegen FreeDeniz jaulen, Hertha hat immer schon Flagge gezeigt, vielleicht nicht immer so öffentlich wie jetzt, aber für jeden Bahnabteilrandalierer gab es dann auch wieder Ultras, die für Obdachlose spenden, für jeden Homophoben oder Rassisten gibt es das Gegenbeispiel Herthajunxx und United Colors of Hertha. Meinetwegen können wir uns noch mehr politisch einmischen, nicht während des Spiels, davor oder danach hab ich damit aber kein Problem.


Exil-Schorfheider
15. Dezember 2017 um 7:14  |  633028

Videogems
15. Dezember 2017 um 0:09 | 633023

Ach, das ist gleich Jaulen?
Dazu mal eine simple Frage:

Wo war Herthas Statement zu #freedeniz in den ersten 300 Tagen, die der Herr hauptsächlich in Einzelhaft verbracht hat?

Da konnte ich keine Bande im Stadion, bei Twitter oder sonstwo erkennen.

Ergo sind wir beim Hnterherhecheln, weil jemand in seinem Büro mal wieder was gefunden hat, auf dass er aufspringen kann.


Bussi
15. Dezember 2017 um 8:17  |  633030

#freedeniz
? na klar, auch nach 300 Tagen ! ?

hier hecheln doch nur welche aus dem Norden und dem Süden …
jute Besserung !


HaPi
15. Dezember 2017 um 8:44  |  633031

@Spandauer schau Dir mal das historische Bild der Hertha auf der Facebookseite von Ingmar Pering an. Da sieht man schon eher, dass man nicht unbedingt 10 Bier getrunken haben muss, um das Schiff schön zu finden. Die vielen Auf- und Anbauten sind eben auch der Zeit geschuldet.
Oder schaust Du hier http://www.berliner-dampfer.de/html/hertha.html


Opa
15. Dezember 2017 um 8:56  |  633033

Disclaimer: Wer nur in Hashtags, trending topics und Kampagnensprech denkt, für den werden meine folgenden Gedanken ggf. etwas zu viel Tiefgang enthalten, mit dem intellektuelle NIchtschwimmer ohne Schwimmhilfe überfordert sein könnten. Und auch heute gilt: Nicht vom Beckenrand springen!

Obdachlosenspenden als Ablass?
Die Frage ist, wo die Grenze zwischen einem ohne Frage begrüßenswerten sozialen oder gesellschaftlichen Engagement und einem politischen Statement ist. Ja, sowohl #takeaknee als auch #freedeniz haben Hertha Schlagzeilen gebracht und zum Teil einer gerade aktuellen Kampagne gemacht, welche allerdings oft Inhalte hinter den Effekt stellt.

Das kann man natürlich so machen, aber dann muss man sich eben auch der Kritik stellen und es gibt bei beiden Kampagnen mehr als berechtigte Kritik. Der in den deutschen Medien als „Protest gegen Trump“ stilisierte Kniefall war ja noch irgendwie als (wenig mutiges) Zeichen gegen Rassismus interpretierbar, aber bei Yüksel gibt’s da deutlich weniger Interpretationsspielraum, dass Hertha sich für jemanden einsetzt, der Texte publiziert hat, für die man hier vermutlich für eine Denkpause gesperrt würde, wenn ich da an seinen Umgang mit Andersdenkenden denke. Wer Andersdenkende als…

eine lispelnde, stotternde, zuckende Menschenkarrikatur, dem man nur wünschen kann, der nächste Schlaganfall möge seine Arbeit gründlicher verrichten.

…bezeichnet und wer über unser Land, in dem er lebt und dessen Segnungen er offensichtlich auch in ausländischer Haft gern in Anspruch nimmt, folgendes schreibt…

Der baldige Abgang der Deutschen aber ist Völkersterben von seiner schönsten Seite.

Etwas Besseres als Deutschland findet sich allemal.

…, der gehört zweifelsfrei dafür nicht ins türkische Gefängnis, aber der darf eben auch sicher nicht auf meine mehr als zwingend notwendige Unterstützung hoffen, wenn er anderswo aus anderen Gründen sich den Härten der lokalen Justiz stellen muss. Und da begrüße ich eben auch kein Engagement meines Herzensvereins für diesen Menschen, dessen zweifelhafte Haltung zu unserem Gemeinwesen und zu politisch Andersdenkenden schlicht nicht geeignet ist, sich hierfür zu engagieren.

Breitbart auf links gedreht?
Wäre der Hashtag #notinmyname nicht schon besetzt, wäre das der passende gegen „Laberpaules“ gedanken- wie substanz- wie verantwortungs- wie vaterlandslose Twitterei, um irgendwie krampfhaft in den Schlagzeilen zu stehen. Das ist letztlich nichts anderes als Breitbart auf links gedreht.

Und apropos drehen. Man stelle sich vor, der politische Wind drehte sich eines Tages und Keuter würde Parolen der anderen politischen Extreme twittern, um Hertha in den „trending topics“ zu halten. Ein klein wenig mehr Nachdenken vorm Twittern, ein klein wenig mehr Differenzierung in den mittlerweile 240 Zeichen und ein klein wenig mehr Zurückhaltung in durchaus polarisierenden politischen Themen ist auch einem Herrn Keuter zuzumuten. Mit welcher inhaltlichen Begründung außer dem rein formalen Verweis aufs Hausrecht will man sonst zukünftig im Stadion Spruchbänder verbieten, die ggf. eine andere Meinung vertreten?

Änis „Self Sharia“ wurde seinerzeit richtigerweise für sein unsägliches „Free Gaza“ Statement ermahnt. Wir müssen offensichtlich nicht nur aufpassen, dass der Keuter das Thema nicht für sich entdeckt, sondern auch, dass nicht der Eindruck entsteht, Hertha würde bei seinem „Spitzenpersonal“ (ein Begriff, der mir bei einem der beiden Protagonisten zunehmend schwer fällt und beim anderen nie über meine Lippen kam) mit zweierlei Maß messen.

„Wehret den Anfängen“ gilt daher auch für für die Keuterschen Stunts.


pathe
15. Dezember 2017 um 9:11  |  633034

@Opa
Vielen Dank für den Link zu der Kolumne in der taz. Das ist ja unglaublich, was der da geschwafelt hat… 🙄


wilson
15. Dezember 2017 um 9:15  |  633035

Dieses #freeDeniz von Hertha BSC habe ich nur durch diesen Blog mitgekriegt.
Offensichtlich müssen wir uns darauf einstellen, dass sich Hertha BSC auch in Zukunft zu gesellschaftspolitischen Themen positionieren wird.

Was indes mag als Nächstes kommen – gegen Gentrifizierung, pro E-Mobilität, #freeWilly?

Wenn Du anfängst, Dich als Verein öffentlich zu positionieren, wird eines Tages die Frage auftauchen, wo Dein Engagement bei Frage XY war.


Hainer
15. Dezember 2017 um 9:21  |  633036

@Opa und @backs
Euch ist schon klar, dass es sich bei dem von Euch zitierten Aussagen Yücels um eine Kolumne in der Taz handelt, die auf Provokation angelegt ist und durchaus einen satirischen Hintergrund hat?
Die Welt hat meines Erachtens dazu auch schon Stellung genommen. Mir fehlt gerade die Zeit das rauszusuchen. Seit seinem Weggang von der Taz ist er sehr viel gemäßigter aufgetreten. Das die Welt einen Linksradikalen einstellt, erscheint doch eher unwahrscheinlich.


sunny1703
15. Dezember 2017 um 9:27  |  633037

Guten Morgen,eins vorweg, ich teile einiges von dem was@ backs zu dem Journalisten der Welt geschrieben hat, da gab es mindestens eine Geschmacklosigkeit drunter,die die Grenzen der Meinungs -und Pressefreiheit deutlich überschritten hat.

Ich empfinde das Medienspektakel um den Kollegen, das durch die Medien verschiedenster Art geht, fast wie einen Kult,mit dem Nachteil, dass eigentlich nur noch das bedauernswerte Schicksal von Herrn Yücel im Zusammenhang mit den Geschehnissen in der Türkei stehen und nicht das mindestens ebenso schlimme vieler hunderte oder tausende anderer Schicksale.

Auch ich wünsche Herrn Yücel die Freiheit ebenso wie den anderen zu Unrecht Inhaftierten in der Türkei.

Ob Hertha BSC sich zu der Sache äußern sollte, sei dahin gestellt, nur glaube ich nicht daran, dass vorige Woche jemand aus der Marketingabteilung erst nach der zehntausendsten Erwähnung des Namens Yücel auf die Idee gekommen ist, diesen Zug ebenfalls im Namen von Hertha zu nehmen und schon gar nicht ohne mit den Verantwortlichen an der Spitze des Vereins darüber gesprochen zu haben.

Niemand weiß,wie lange die Idee sich zu dem Thema zu äußern schon in den Köpfen steckte,ob es nicht auch schon Tätigkeiten im Hintergrund gegeben hat. Ist das ohne Autorisierung von Oben passiert, kann Hertha das richtigstellen.

Die Grundsatzfrage lautet jedoch,dürfen sich Sportvereine (gesellschafts-)politisch äußern!?
Ich für mich beantworte diese Frage ganz eindeutig mit ja. Alles andere wäre dann Gleichschaltung wie unter den Nazis oder in der DDR oder eine Art „Maulkorberlass“,beide sind für mich nicht hinnehmbar.

Hertha BSC lebt von Migration, Internationalität und Anti- Rassismus. Egal ob durch Spieler von den ganz kleinen hoch bis zu Ibisevic und Kalou,um nur wenige zu nennen bis hin zu den Unternehmen,die sie unterstützen.

Meine eigene Meinung zu den einzelnen Bereichen ist unwichtig, doch diese werte zu verteidigen,muss dem Verein auch öffentlich erlaubt sein.

Wenn mir davon Teile oder das Ganze,also keine Äußerungen zu anderem als den sportlichen Bereichen nicht passen,habe ich diverse Möglichkeiten meinen unmut dazu zu äußern: zum Beispiel hier im blog, durch Schreiben an die Vereinsführung, durch Beiträge bei einer MV, bis hin zum Austritt aus dem Verein und dem Entzug der Unterstützung als Fan,alles vom Rechtsstaat abgesicherte Möglichkeiten, niemand kann zu Hertha BSC gezwungen werden.

lg sunny


Herthapeter
15. Dezember 2017 um 9:33  |  633038

@Opa
15. Dezember 2017 um 8:56  |  633033

Sehr schöner Kommentar!
100% Zustimmung

@Preetz Keuter & Co.
Jetzt haben wir euch hier bereits die dritte politische Diskussion zu verdanken! Das ist genau der Themenbereich, der das Klima vergiftet und den oftmals richtigen Ansatz, dass der Sport Menschen näher zusammen bringt, konterkariert. Ihr geht mir damit gewaltig auf den Zeiger, das kann ich euch versichern!

Mittlerweile brennen mitten in Berlin wieder Davidsterne und es wird „Tod den Juden“ geschrien. In der Schule fragte uns einmal der Geschichtslehrer, was ist denn daran so schlimm, Bücher zu verbrennen?
Wir wussten keine adäquate Antwort darauf.
Seine Antwort: Wer Bücher verbrennt, der verbrennt irgendwann auch Menschen, das hat uns die Geschichte gelehrt. Ich ergänze die Bücher gerne um Flaggen und Davidsterne.

Das sind die echten Probleme, die wir aktuell mitten in Berlin auf dem Schirm haben müssten. Da könnte man tatsächlich mal was als berliner Verein nachen. Das gilt ganz besonders für einen Fussballverein, der auf der Refugees Welcome Welle geritten ist und den Import von Judenhass ungewollt verschärft hat.

Die Geister, die ihr rieft werdet ihr nun nicht mehr los! Hört am besten endlich auf mit dem sinnlosen Politgedöns und macht das, wofür wir euch schätzen und lieben!

Ich wäre Euch dann weiterhin sehr verbunden … andernfalls komme ich in arge Schwulitäten.


blauball
15. Dezember 2017 um 9:57  |  633039

Ja, Hertha positioniert sich als moderner, weltoffener Hauptstadtverein. Dieses Vereinsprofil finde ich gut, besonders weil wir mittelfristig damit unser altes Image als unattraktiven, altbackenen Skandalverein endgültig verlieren. Eine positiv belegte, weltweite Kampagne für Toleranz, Recht, Freiheit – auch für anders Denkende – passt da sehr gut. War eine prima Aktion und ganz dezent.


backstreets29
15. Dezember 2017 um 9:58  |  633040

@Hainer

Das als Satire oder Provokation abzuschwächeln ist widerlich
und vor allem versucht man da extremistische Hetze zu relativieren.
Das hat nix mit Meinungsäusserung oder freier Presse zu tun.


Hainer
15. Dezember 2017 um 10:08  |  633042

@backs

Ich hab nicht geschrieben, dass ich das gut finde. Es ist aber eben schon wichtig den Kontext einzuordnen. Das Du eher auf der konservativen Seite zu Hause bist und all dieses links-grüne Gedöns Dir zuwider ist, hast du ja schon oft geschrieben.
Deine Toleranz ist da scheinbar etwas begrenzt. Ist aber nicht schlimm für mich zumindest.
Ich glaube es ist schwierig, dass hier online ausgewogen zu diskutieren.
Diese Kolumnen wurden übrigens vor allem von Portalen hochgezogen die ihren Kampf gegen die Lügenpresse führen.
Welches politische Statement von Seiten des Vereins würdest Du denn gerne sehen?


Hainer
15. Dezember 2017 um 10:10  |  633043

@backs

Wieviele Artikel von Deniz Yücels hast Du gelesen?


backstreets29
15. Dezember 2017 um 10:14  |  633044

In der Tat, wenn unter dem Deckmantel von Kommentar oder persönlicher Meinung anderen Menschen Krankheiten oder Tod gewünscht wird, dann finde ich das widerwärtig und das Wort geschmacklos reicht da nicht.

Wo du mich schon politisch einordnest: Links-Grünes Gedöns ist genau der Duktus, den ich in komplexen, gesellschaftlichen Zusammenhängen, als zutiefst undemokratisch und ausgesprochen unintelligent empfinde.

Und genau diese Stigmatisierung zwischen rechts und links führt zu Diskussionen bar jeglichen Verstandes und zu tiefen Gräben in der Gesellschaft.

Ich möchte von Hertha zunächst mal gar keine politischen Statements hören, weil es schlicht nicht ihr Job ist.
Eine klare Positionierung gegen Rassismus, Homophobie oder generell der Benachteiligung einer Gruppe sollte man sich nicht auf die Fahne schreiben, sondern das sollte als Selbstverständlichkeit für jeden zivilisierten Menschen gelten.


sunny1703
15. Dezember 2017 um 10:17  |  633046

@herthapeter

Hertha hat auch zum Thema Antisemitismus Stellung bezogen. Zum einen gehört der Präsident in seiner Funktion als solcher Unterstützer des jüdischen Forums für Demokratie und gegen Antisemitismus.

Ein Dir vielleicht entgangenes Zeichen setzten die Herthaner vor einigen Jahren.

http://www.fussball-kultur.org/artikel/news/hertha-bsc-und-tus-makkabi-gegen-antisemitismus/

Und auch die Fans haben sich zuletzt zum Gedenken an den 09. November dazu geäußert.

lg sunny


Hainer
15. Dezember 2017 um 10:25  |  633047

@backs
Ich meine mich zu erinnern, genau diese Worte vor längerer Zeit von Dir gelesen zu haben. Wenn dem nicht so ist entschuldige ich mich.
Da Du mich ja nun als undemokratisch und unintellegent einordnest ist es wahrscheinlich besser die Diskussion zu beenden.


juriberlin
15. Dezember 2017 um 10:30  |  633048

Natürlich darf, kann und (vielleicht) muss sich Hertha BSC als Teil der Ziviligesellschaft politisch äußern. Und natürlich passt dann dem einen oder anderen jeweils im konkreten Fall die Richtung nicht, so what?


Herthapeter
15. Dezember 2017 um 10:32  |  633049

@sunny1703
15. Dezember 2017 um 10:17  |  633046

Danke für die Info! Gut gemachtes Video mit Tus Makkabi, ist in der Tat vollkommen an mit vorbeigegangen. Solche Aktionen, in denen Stellung bezogen wird, zu menschenverachtenden Verhalten von Fussballidioten vor der eigenen Haustür begrüße ich durchaus.

Wenn man sich allerdings in Welt- und Tagespolitik einmischt und auf einen medialen Zug aufspringt, dann wird das Eis sehr schnell sehr dünn, etwa wie die Bretter, die da gebohrt wurden. Da sollte man sich tunlichst raushalten.

Herzliche Grüße zurück!


Blauer Montag
15. Dezember 2017 um 10:52  |  633050

Hertha, wohin gehst Du? Hertha, wo landest Du? Diese Fragen stellen sich die Fans immer wieder. Und diese Fragen stelle auch ich mir in regelmäßigen Abständen. Besonders, wenn ich mir die aktuelle Tabelle der Bundesliga anschaue. „Es ist eng!“, sagte Pal Dardai nach dem 1:1 in Augsburg, wo nach schwachem Auftritt ein glücklicher Punktgewinn herauskam. Ein Aufwärtstrend ist im Moment nicht zu sehen. Hochfliegende Ziele sind nicht angebracht. … – Quelle: https://www.berliner-zeitung.de/29286250 ©2017


Blauer Montag
15. Dezember 2017 um 10:54  |  633051

… „Zu Hause zu treffen ist etwas Besonderes. Das ganze Stadion schreit deinen Namen – das ist ein Gänsehaut-Gefühl.“ – Quelle: https://www.berliner-kurier.de/29297112 ©2017


Blauer Montag
15. Dezember 2017 um 10:55  |  633052

… Erst der wichtige Last-Minute-Ausgleich am Sonntag in Augsburg (1:1), dann die prägende Darbietung gegen Lieblingsgegner Hannover – Kalou ist schon jetzt Herthas Mitarbeiter der Woche. Am Vormittag des Spieltags hatte Trainer Pal Dardai, wie er am Donnerstag verriet, „ein Männergespräch mit Salomon geführt – ob das geholfen hat, keine Ahnung“.

Offenbar schlug der Coach die richtigen Töne an. „Es ist immer gut, wenn ein Spieler, der nicht spielt, ein bisschen Frust hat“, so Dardai. „Salomon hat zweimal nicht gespielt, so lang war die Pause nicht. Er kam schon in Augsburg sehr konzentriert rein und hat etwas bewegt. Und vor dem Hannover-Spiel hast du tagsüber auch gespürt, es wird etwas. 10, 15 Prozent mehr Konzentration und Wille oder Hass auf den Trainer – das ist gut. Frustrierte Spieler sind immer gut.“ Angreifer Davie Selke bescheinigte dem Matchwinner „ein gutes Näschen, riesige Qualität und riesige Erfahrung“ und lobte Kalou für dessen Intuition: „Er weiß, wo die Bälle runterfallen. Er war immer da, wo es gefährlich war.“ …

http://www.kicker.de/news/fussball/bundesliga/startseite/713063/artikel_dardai_maennergespraech-mit-kalou.html


Blauer Montag
15. Dezember 2017 um 10:58  |  633053

… Das Mehr an Selbstvertrauen und Biss, das er seinen Spielern eingehaucht hatte, war schnell zu erkennen, auch die verbesserte Grundordnung. Etwas glücklich wirkte der Premierensieg trotzdem, weil die Mainzer bei den Toren fleißig mithalfen. Eine große Portion Skepsis blieb. Ist Dardai der Richtige?

Das Erstaunliche ist: In diesem Winter scheint diese Frage aktueller denn je. Dass Dardai nach dem Klassenerhalt 2015 ein siebter Platz gelang, dass er dieses nach damaligen Maßstäben sensationelle Resultat im Folgejahr sogar noch überbot (Rang sechs) und Hertha seit einer gefühlten Ewigkeit wieder in den Europacup führte, scheint das Vertrauen in seine Fähigkeiten nicht sonderlich erhöht zu haben. In Teilen der Fanszene wird vehement seine Entlassung gefordert. Dardai, so der Vorwurf, könne die Mannschaft nicht weiterentwickeln. …

https://www.morgenpost.de/sport/hertha/article212846803/Pal-Dardai-Von-null-auf-hundert-in-drei-Jahren.html

Meine Anmerkung dazu:
Dárdai coacht am Sonntag sein 100. Pflichtspiel in der Bundesliga. Weitere Pflichtspiele coachte er im DFB-Pokal und im Europa-Pokal seit 2015.


Blauer Montag
15. Dezember 2017 um 11:01  |  633054

So weit so unvollständig die heutige Presseschau.
Ich wünsche allen ein entspanntes Wochenende.
♫ ♪
Gary Moore — Friday On My Mind (HQ)


Blauer Montag
15. Dezember 2017 um 11:08  |  633055

Jepp wilson
15. Dezember 2017 um 9:15 | 633035
http://www.immerhertha.de/2017/12/14/weiser-und-rekik-fallen-aus-hertha-dampfer-legt-an/#comment-633035

Dieses #freeDeniz von Hertha BSC habe ich nur durch diesen Blog mitgekriegt.

Im Stadion hatte ich es nicht wahrgenommen.


Opa
15. Dezember 2017 um 11:08  |  633056

Wo steht denn, dass die kommerzielle Tochtergesellschaft des mitgliederstärksten Berliner Sportvereins sich als „Teil der Zivilgesellschaft politisch äußern“ muss? Und dann noch derart polarisierend, dass sich wesentliche Teile der rund 35.000 Mitglieder nicht repräsentiert fühlen dürften?

Dass Hertha sich im Rahmen bürgerschaftlichen Engagements für und gegen allerlei sinnvolle Dinge einsetzt, fand ich schon immer gut. Das endet aber dort, wo es um eindeutlig tagespolitische Statements geht, die man sich zudem erkennbar nur dafür zu eigen macht, um in den trending topics von Twitter vertreten zu sein. Das ist billig und obendrein total unglaubwürdig. Ich gehe sogar so weit, dass es – sofern politisch opportun – genau entgegengesetzte Statements von Keuter zu lesen gäbe. Das würde ich genauso wenig wollen.

Wo sind außerdem die, die sonst immer darauf verweisen, das sei alles nur Unterhaltungsindustrie? Wie passt ein politisches Statement für eine zweifelhafte Person dazu? Keuter kann auf seinem privaten Account twittern, was er will, aber als Repräsentant von Hertha erwarte ich deutlich mehr Zurückhaltung.

Wer ein solches „politisiertes Unterhaltungsangebot“ möchte, wird bei Körperschaften wie Sankt Pipi, in Babelszwerg oder bei TeBe fündig, aber wer Hertha in diese Ecke bugsieren will, wird mit Ablehnung und Widerstand rechnen müssen. Ein Verein sollte vereinen und nicht Zwietracht sähen. Sich dann für eine mehr als polarisierende Person einzusetzen, ist schlicht nicht opportun. Ansonsten besteht die Gefahr, dass bei uns demnächst Karl-Liebknecht in der Ostkurve hängen. Das kann schlechterdings nicht gewollt sein.

@blauball: Du schreibst:

weil wir mittelfristig damit unser altes Image als unattraktiven, altbackenen Skandalverein endgültig verlieren.

Ich fand die alte Hertha weder unattraktiv noch altbacken, sondern authentisch. Auch die Skandale. Und das Image eines Fußballvereins kann man nicht vom Reißbrett kreieren. Da wirken kaum via Twitter beeinflussbare Kräfte.

Eine positiv belegte, weltweite Kampagne für Toleranz, Recht, Freiheit – auch für anders Denkende – passt da sehr gut. War eine prima Aktion und ganz dezent.

Meinungspluralismus erreicht man aber nicht, wenn man sich mit Leuten verbrüdert, die anderen als „Argument“ einen Schlaganfall an den Hals oder sich das Sterben der deutschen Nation wünschen. Und selbst wenn das als Glosse oder Kolumne provozierend gemeint war, ist es ein Statement, welches ich nicht teilen kann und was mich nicht zu motivieren vermag, mich für so einen Menschen zu engagieren. Ich sehe ihn auch nicht als Ikone einer Kampagne, dafür fehlt ihm das Format – Yüksel ist nicht Gandhi oder Schwester Theresa, sondern ein Provokateur, dessen Meinung ich nicht teile. Und deshalb ist dieses Statement von Hertha schlicht falsch.


Stiller
15. Dezember 2017 um 11:17  |  633057

Wie blöd und starrsinnig-voreingenommen muss man eigentlich sein, wenn man nicht mal ansatzweise erkennt, dass Deniz Yücels KOLUMNE von 2011 die direkte bitter-böse, sarkastisch-satirische Antwort auf Thilo Sarrazins Buch DEUTSCHLAND SCHAFFT SICH AB ist.

Wie sagt man so schön: erkennen kann man nur, was man selber kennt.

Das ist die Wahrheit über @opa, backs, Exil „Kritik“ an Herthas Aktionen zu „Take a knee“ oder der Inhaftierung von Deniz Yücel und mehr als 150 weiteren Journalisten in der Türkei.

Hertha engagiert sich seit langer Zeit gesellschaftlich offen und aufrecht für seine Werte – vor allem, wenn und weil es drauf ankommt. Darauf können wir Berliner stolz sein, denn es geht bei Take-Knee und Yücel nicht um Parteipolitik sondern um Menschenrechte.

Anstatt sich dem uneingeschränkt anzuschließen, regen sich die heuchelnden „Kritiker“ doch in Wahrheit darüber auf, dass ein vermeintlich Linker bzw. eine urlinke Position (Take-a-knee) unterstützt wird. Dass es davon in Deutschland mehr gibt als wir hier zu sehen und zu lesen bekommen, darauf setzt auch Erdogan …


Opa
15. Dezember 2017 um 11:30  |  633058

@Stiller: Ich amüsiere mich darüber, in welche politische Richtung Du mich zu drücken versuchst.


Exil-Schorfheider
15. Dezember 2017 um 11:34  |  633059

Stiller
15. Dezember 2017 um 11:17 | 633057

Es ist einfach nur dumm, derartiges von mir anzunehmen…


backstreets29
15. Dezember 2017 um 11:37  |  633060

Ja Stiller….grossartig.

Kritiker sind Heuchler und haben sich deiner Mienung uneingeschränkt anzuschliessen……grossartig….

Stiller’s Credo:

Ich bin ein toleranter, gebildeter, weltoffener Hertha-Fan !
Und wenn du dich nicht sofort vollständig meiner Meinung unterwirfst, bist du ein rassistischer, frauenfeindlicher, schwulenfeindlicher, islamfeindlicher, ewig gestriger, gewaltbereiter, faschistischer, rechtsextremer Hetzer

😀 😀 😀 😀


Stiller
15. Dezember 2017 um 11:43  |  633061

@Exil, aber auch Dir dürfte klar sein, dass vor 300 Tagen noch nicht klar war, dass die Regierung – insbesondere der Außenminister – und die EU mit ihren Versuchen scheitern würden, die Inhaftierten frei zu bekommen.

Und bei „Take-a-Knee“ waren es auch keine 300 Tage, sondern die direkte Antwort auf die Versuche des amerikansichen Präsidenten Trump, die schwarzen Spieler rauswerfen zu lassen. Dagegen musste möglichst schnell ein weltweites Gegengewicht geschaffen resp. unterstützt werden.

Deine „Kritik“ an Herthas Unterstützung der Drangsalierten entbehrt in meinen Augen daher der sachlichen Grundlage.


hurdiegerdie
15. Dezember 2017 um 11:44  |  633062

Stiller
15. Dezember 2017 um 11:17 | 633057

Daumen hoch!

Eigene Meinung: zu rechtfertigen, dass jemand wegen „böser Deutschland-Zitate“ fast ein Jahr ohne Anlageschrift und Gerichtstermin mitten in Europa 300 Tage im Knast sitzt, ist zumindest nicht mein Ding.

Eine andere Frage ist, ob man fehlende Entwicklung in der „e-transformation“ trotz Crowdfunding und enormen e-blabla, nun mit Marketingauftritten im Politikbereich füllt.


Herthapeter
15. Dezember 2017 um 11:47  |  633063

@Hainer Stiller Exil Backs Opa

Ich sag’s ja, Politik ist Gift für einen Sportverein.
Es fängt auch hier schon an zu wirken, seid bloß vorsichtig!


Stiller
15. Dezember 2017 um 11:52  |  633064

@backstreet, Deine Auflistung zeigt eigentlich nur DEINE Denke. Nochmal: es geht um Menschenrechte und darum, wie die gewählten Staatshäupter Trump und Erdogan damit umgehen.

Das Engagement für Menschrechte (durch Hertha) lasse ich nicht in den Dreck ziehen.

Zu Deinen Vorurteilen (siehe letzter Absatz) kann ich nur auf meinen
2. Absatz verweisen (Wie sagt man so schön …). „Schön“ ist in dem Zusammenhang vielleicht das falsche Wort. „Treffend“ wäre eventuell sogar passender.


paulpepper
15. Dezember 2017 um 11:52  |  633065

@opa …oder bei TeBe fündig…
Du kannst es einfach nicht lassen 🙄

…aber spätestens wenn du jetzt sagen würdest, Stiller sollte auch besser zu TeBe gehen, würde ich dir das auch echt übel nehmen!
Aber ich bin wahrscheinlich auch nur „blöd und starrsinnig-voreingenommen“? 😉

Und ansonsten finde ich das heute hier viel zu politisch und böse, wie hier miteinander kommuniziert wird!
Denn eigentlich sind wir doch alle hier um einer gemeinsamen Sache (Hertha) zu frönen?


Stiller
15. Dezember 2017 um 11:54  |  633066

@Herthapeter, Politik im Sportverein … vielleicht. Menschenrechte sind aber keine „Politik“ (und damit verhandelbar) sondern ein Grundrecht. Oder?


Hainer
15. Dezember 2017 um 12:01  |  633067

@backstreets
Nochmal.
Wieviele Yücel Artikel hast Du gelesen?
Man muss die Welt als Zeitung nicht mögen, aber sie ist jetzt nicht unbedingt als hetzend oder linksradikal aufgefallen.


backstreets29
15. Dezember 2017 um 12:20  |  633068

Wann habe ich die Welt so eingeordnet?
Ich kann dir keine Anzahl nennen, aber es waren Einige.


Hainer
15. Dezember 2017 um 12:23  |  633069

Yücel schreibt für die Welt.
Und hat sich den Eindruck über Yücel aus der Kolumne für die Taz bestätigt?


backstreets29
15. Dezember 2017 um 12:28  |  633070

übrigens bin ich nach wie vor der Meinung, dass niemand im Gefängnis sitzen sollte, weil er seine Meinung sagt.

Ich zitiere mal:
Ich finde deine Meinung furchtbar, aber ich würde mein Leben dafür geben, dass du sie offen sagen kannst.

@hurdie
Dir ist komplett entgangen, dass hier niemand fordert, dass Yücel wg seiner Kolumnen im Gefängnis sitzt.

EDIT:
@Hainer
Mich beschleicht der Verdacht, dass du nicht wirklich verstanden hast, worum es mir geht und ich stosse an meine Grenzen. dir das noch deutlicher zu machen.


nrwler
15. Dezember 2017 um 12:42  |  633071

#Yücel
Es ist doch völlig unerheblich was Hr. Yücel in einem satirschem (oder auch nicht) Artikel in der TAZ über Deutschland (oder was auch immer) geschrieben hat oder auch nicht.

Jemanden ohne Anklageschrift nunmehr 300+Tage im Gefängnis festzuhalten, ist eine Verletzung der Europäischen Meschenrechtskonvektion (EMRK) Artikel 5 (die auch die Türkei unterschrieben hat).

Wer einen Verein, der sich dafür Positioniert dies bitte einzuhalten „kritisiert“, sollte evtl. noch mal in sich gehen.

@Stiller um 11:17
Top!


Spandauer
15. Dezember 2017 um 12:42  |  633072

@HaPi
15. Dezember 2017 um 8:44  |  633031

Ein netter Versuch.
Doch glaube ich weiterhin ,dass man weit mehr als zehn Bier getrunken haben muss, um dieses Bauwerk als hübsch zu bezeichnen.
Ich finde der Kahn sieht aus wie jeder andere auch. In Spandau stehen auch 2-3 solche Dampfer rum. Wenn da einer Hertha druff pinselt, würde ich keinen Unterschied erkennen. Vielleicht passt das graue Maus Image ja doch.
Nun gut ist natürlich Geschmackssache.
Und für die Leute die sich an diesem… Dampfer ergötzen können freut es mich. Ein Teil unserer Vereinsgeschichte ist zurück. ?
HaHoHe und so weiter, mehr ist von meiner Seite nicht drin.
LG


hurdiegerdie
15. Dezember 2017 um 12:43  |  633073

backstreets29
15. Dezember 2017 um 12:28 | 633070

dir ist komplett entgangen, dass ich das auch nicht gesagt habe.


Herthapeter
15. Dezember 2017 um 12:44  |  633074

Stiller
15. Dezember 2017 um 11:54 | 633066

Menschenrechte sind nicht verhandelbar, das ist vollkommen richtig. Du zweifelst doch wohl nicht daran, dass wir da nicht alle konform gehen?

Ich habe gerade mal geschaut: Es sitzen derzeit gut 260 Journalisten weltweit in Haft, davon über 70 allein in der Türkei. Wenn es tatsächlich die massenhafte Menschenrechtsverletzung ist, die die Verantwortlichen von Hertha zurzeit so schlecht schlafen lassen, warum konzentrieren sie sich auf diesen einzigen Fall?
Sie müssten doch eigentlich alle Fälle gleichermaßen anprangern. Zudem sitzen in der Türkei tausende Erdogangegner in Haft, denen weitaus drakonischere Strafen drohen, als Yücel, dafür will Erdogan nun sogar die Todesstrafe einführen.

Stattdessen konzentriert man sich auf einen vermeintlichen Medienhelden, der momentan gehypt wird. Yücel hat sich bisher weder für Hertha noch für Berlin besonders stark gemacht, noch hat er besondere Verdienste im Journalismus erworben. Seine Auszeichnungen hat er erst nach seiner Verhaftung bekommen.

Wenn man mit solchen Aktionen anfängt und sich medienwirksame Einzelfälle herauspickt, dann teilt man sie ein in gute und schlechte Häftlinge. Letzteren, also er großen Masse, wäre auch im Erfolgsfall in keinster Weise geholfen. Aber das das Image, die Welt verbessert zu haben das bleibt dann dauerhaft.


Exil-Schorfheider
15. Dezember 2017 um 12:53  |  633075

Herthapeter
15. Dezember 2017 um 12:44 | 633074

Danke!
Sehe ich ähnlich.


backstreets29
15. Dezember 2017 um 12:57  |  633076

Bin bei Herthapeter


jenseits
15. Dezember 2017 um 12:57  |  633077

@Herthapeter 12:44
Es mag zwar ungerecht erscheinen, aber es ist von Deutschland aus vielleicht etwas näherliegend, wenn das Augenmerk auf einen deutschen Journalisten gelenkt wird. Ein bisschen profitieren davon dann hoffentlich auch die anderen in der Türkei inhaftierten Journalisten.


Stiller
15. Dezember 2017 um 13:00  |  633078

@herthapeter

Es ist das gute Recht, dass Hertha sich das „herauspickt“ was ihnen im Moment wichtig oder besser: dringlich erscheint.

Woraus leitest Du ab, was Hertha „dann“ eigentlich machen müsste? Ist es also nur ein Versuch, die Lauterkeit Herthas infrage zu stellen? Ist das wichtiger als sich dem Protest gegen die Inhaftierung anzuschließen?

Muss sich Hertha, weil sie Mukoviszidose-Patienten unterstützen, auch für Alkohol-Kranke und alle anderen Kranken engagieren. Wäre nur das glaubwürdig? Darum geht es Dir? Hier und heute?

Dabei ist Herthas gesellschaftliches Engagement doch seit mehr als einer Dekade bekannt. Kann man auf der Homepage nachlesen:

Für Tsunami-Opfer, Ruanda, Benny, Alex Alves, „Kinderträume e.V.“ oder „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Gegen Gewalt, Rechtsradikalismus, Homophobie und Ausländerfeindlichkeit. Jetzt auch gegen den Entzug und die Diffamierung von Menschenrechten.

Nur, mit Letzterem kommen anscheinend einige irgendwie im Falle Deniz Yücel und Take-a-Knee nicht klar …


sunny1703
15. Dezember 2017 um 13:06  |  633080

@Opa

Es geht nicht um das Recht des Vereins sich äußern zu müssen,sondern um sich äußern zu können,zu dürfen.

Dass es immer wieder Dinge gibt,die gesagt oder getan werden, die uns als Fans/mitglieder nicht passen,ist doch selbstverständlich.

Was man dagegen machen kann, weißt Du sehr gut, bis zu welchen Konsequenzen das gehen kann, auch.

lg sunny


nrwler
15. Dezember 2017 um 13:13  |  633081

@herthapeter
Ganz praktisch: Wie soll das gehen. 260 Namen (warum eig nur Journalisten?) über Werbebanner einblenden?! PS. sitzen die alle ohne Anklage in Haft?

Es ist doch wunderbar, dass Hertha sich für Hr. Yücel stellvertretend(!) für alle unrechtmäßig in Haft sitzenden Journalisten einsetzt. Warum muss man dies „madig“ machen?

Wenn in der SACHE doch anscheinend keiner was dagegen hat.

PS. Dein Einwurf hat auch ein kleinwenig was von „Whataboutism“..


apollinaris
15. Dezember 2017 um 13:19  |  633082

@ Stiller..danke dafür..Kontexte sind hier nicht sehr beliebt. Einzelne Sätze aus ihrem Zusammenhang heraus klauben , um sie dann als widerlichen Erguß , menschenverachtend und irgendwie Links zu verdrechseln, ist ein derzeit beliebtes Stilmittel. Ein bekannter Herr aus den USA macht das auch ohne Unterlaß. -Wer sich auch nur ein wenig mit dem Autor befasst hat, bekommt Nervenzucken, wenn er hier mitliest. Unglaublich.
Dass Yücel zu einem Symbol für tausende anderer Erdowahn- Opfer steht, ist doch jedem , wirklich jedem klar. Könnte man jedenfalls
merken..
Der “ Welt“ , eigentlich eines der Blätter, die mir oft Sodbrennen bereiten, ist es durch ihr großartiges Engagement von Anfang an, zu verdanken…dass es einigermaßen in Erinnerung bleibt, was für ein Irrsinn tagtäglich in der Türkei abläuft.


backstreets29
15. Dezember 2017 um 13:19  |  633083

@Stiller

Liefen diese Engagements auch über die Bandenwerbung?

@jenseits
Mesale Tolu ist bekannt?
Übrigens auch eine deutsche Journalistin, die gemeinsam mit ihrem knapp 3-Jährigen Sohn in der Türkei in Haft sitzt.
Schreibt aber nicht für die TAZ oder Welt.


Stiller
15. Dezember 2017 um 13:23  |  633084

@backstreet29

Brauchen sie dafür Deine Erlaubnis?


nrwler
15. Dezember 2017 um 13:26  |  633085

@backstreet29
…jetzt ist die Bandenwerbung nicht genehm…. Ohwei!

Es geht aber um die SACHE. Oder?

PS. Über das Symbol #freeDeniz soll aber auch an die von Dir vorgebrachten Fälle erinnert/ hingewiesen werden… So funktionieren SYMBOLE!


Exil-Schorfheider
15. Dezember 2017 um 13:28  |  633086

nrwler
15. Dezember 2017 um 13:26 | 633085

Ihr redet aneinander vorbei.

Der Kontext, welcher hier von nervenzuckenden Allesverstehern geliebt wird, besteht darin, dass bspw. kein Hashtag #freetolu über die Bande lief… -> warum nicht?


Elfter Freund
15. Dezember 2017 um 13:33  |  633087

Zum Runterkommen für die Diskutanten und eigentlich auch für alle anderen auch:

http://www.bild.de/sport/fussball/schiedsrichter-entscheidung/das-grosse-regel-quiz-54195358.bild.html

Außerdem kann doch Uwe Bremer einzelne User mal in seinen Podcast einladen oder auch zwei… Wäre doch mal was. Dürfen wir eine Auswahlempfehlung starten, @ub ?


jenseits
15. Dezember 2017 um 13:36  |  633088

@backstreets 13:19
Ja, klar. Habe ich mitbekommen.


nrwler
15. Dezember 2017 um 13:44  |  633090

@Exil
Weil #freeDeniz dies mit impliziert…!
So funktionieren Symbole.

(It´s that simple.)

zB. Wurde #jesuis*STADT* auch für mehrere Sädte verwendet, die Opfer eines Anschlages wurden, obwohl diese Städte gar nicht in Frankreich lagen… (Ging sogar von Charlie Hebdo der Zeitung aus)


apollinaris
15. Dezember 2017 um 13:52  |  633091

#freewilly bezog sich natürlich nur auf den einen doofen Säuger damals..

Noch irritierender empfinde ich es ja, dass man aus Yücel eine Person basteln wollte, die für unwürdig gehalten wird, dass man sich für sie einsetzt und dabei mit üblen demagogischen Tricks arbeitet
Dass ist doch recht unappetitlich .


wilson
15. Dezember 2017 um 13:57  |  633092

@nrwler hat ein gutes Beispiel gegeben, wo Du Dich fragen musst, wie entweder inflationär oder ausgrenzend solche Floskel-Hashtags Verwendung finden.

#jesuis wurde bei Attentaten / Terrorakten in einigen Städten und Ländern verwendet. Warum nicht überall und somit permanent, wo derartiger Terror wütet. Wird die Hashtag-Anteilnahme auf (Beispiel) Paris, London und Berlin beschränkt, nicht aber bei zeitgleichen Attentaten in Kabul, Teheran oder wo auch immer, wird die Sache zweifelhaft.

Und daher wiederhole ich:

Wenn Du anfängst, Dich als Verein öffentlich zu positionieren, wird eines Tages die Frage auftauchen, wo Dein Engagement bei Frage XY war.


Backstreets29
15. Dezember 2017 um 13:59  |  633093

Apo Du musst genauer lesen, dann passiert dir so ein Faux pas nicht


Backstreets29
15. Dezember 2017 um 14:09  |  633094

@wilson
Wenn du alle Städte, die von islamistischem Terror getroffen wurden reichenbdir keine 280 Twitterzeichen


Stiller
15. Dezember 2017 um 14:14  |  633095

@Wilson

„Wenn Du anfängst, Dich als Verein öffentlich zu positionieren, wird eines Tages die Frage auftauchen, wo Dein Engagement bei Frage XY war.“

Und das ist dann ganz schlimm, wenn man sich so einer Frage irgendwann einmal stellen muss??? Ist ja gefährlich …

Ist es nicht schlimm, wenn man sich der Frage nicht stellt, warum man das Eintreten für akut mit Füßen getretene Menschenrechte nicht selbstverständlich sein soll? Im Interesse aller? Warum man sich für sein Eintreten für Menschenrechte rechtfertigen muss?

Was passiert eigentlich, wenn solche Trumps oder Erdogans oder Gauländer hier gewählt werden?

Können wir dann auf Dich zählen? Oder nur dann, wenn Du schon immer auch gegen alles Unrecht der Welt demonstriert hast?


wilson
15. Dezember 2017 um 14:14  |  633096

@Backstreets29
eben.
Du kommst aus dem hashtaggen nicht mehr raus.
Darauf zielte mein Kommentar ab.


Joey Berlin
15. Dezember 2017 um 14:21  |  633097

@Opa
15. Dezember 2017 um 11:08 | 633056
Kann besonders den letzten Absatz unterschreiben und mir viele Zeilen ersparen. Yücel ist für mich ein eloquenter und verwirrter Irrer aus der Fraktion schlimmer Ex-TAZ-Kampagnenjournalist. Ein falsches Subjekt um sich mit den Opfern der Erdogan Willkürjustiz zu solidarisieren. Da hat @backstreets recht, es gibt andere an denen man Solidarität hätte besser üben können. Das alte Spielchen, es muss nur das vermeintlich moralisch richtige Stichwort fallen und schon wird der sonst kritische Verstand samt Differenzierung auf Urlaub geschickt.


Herthapeter
15. Dezember 2017 um 14:24  |  633098

@ Stiller
15. Dezember 2017 um 14:14 | 633095

„Was passiert eigentlich wenn solche Trumps oder Erdogans oder Gauländer hier gewählt werden?“

Wenn jetzt menschenverachtene Despoten mit den „Lieblingsarschlöchern“ Trump und Gauland (Söder wurde sicherlich nur vergessen) in einen Topf geworfen werden, bin ich aus der Diskussion eindeutig raus. @Stiller ab hier verrennst du dich völlig.

Ich schalte gerne am Sonntag wieder ein, wenn es dann heißt: „Die alte Dame fordert den roten Bullen zum Tanz“.


Valadur
15. Dezember 2017 um 14:25  |  633099

#Quintessenz

Besser gar nicht gegen Unrecht einstehen, als einmal zu wenig.

Habe ich das richtig verstanden?


dewm
15. Dezember 2017 um 14:25  |  633100

Ich unterstütze HERTHAPETER, OPA, WILSON und in weiten Teilen auch BACKs!

HERTHA BSC ist ein BERLINER Sport- und (ganz im Besonderen) ein Fußballverein. Wer sich ganz besonders für Menschenrechte einsetzen will, sollte entsprechende Organisationen (zusätzlich) unterstützen. Ein Fußballverein ist nicht dazu da, politische Ziele zu erstreiten (welche und wo auch immer). Besonders nicht für Menschen, die nicht einmal Mitglied sind.

BACKs hat was gutes geschrieben.

„Eine klare Positionierung gegen Rassismus, Homophobie oder generell der Benachteiligung einer Gruppe sollte man sich nicht auf die Fahne schreiben, sondern das sollte als Selbstverständlichkeit für jeden zivilisierten Menschen gelten.“

SUNNY bringt es dann die Leistungen eines Sportvereines auf den Punkt:

„Hertha BSC lebt von Migration, Internationalität und Anti- Rassismus. Egal ob durch Spieler von den ganz kleinen hoch bis zu Ibisevic und Kalou, um nur wenige zu nennen bis hin zu den Unternehmen, die sie unterstützen.“

Das ist großartig und reicht doch allemal. Statements im „internationalen Kontext“ sollte man unterlassen wie auch politische Äußerungen zu innenpolitischen Themen. Denn im Gegenteil zu dem was SUNNY um 9:27 Uhr mit „Gleichschaltung“ in Verbindung bringt, wirken genau politische Äußerungen eines Vereins und Arbeitgebers als „politische Gleichschaltung“. Die Positionierung zum Thema „Ehe für alle“ mit allen Angestellten auf dem Foto fand ich in dem Zusammenhang schwierig. In der DDR nahmen einst auch alle „Werktätigen eines Betriebes“ „freiwillig“ an Kundgebungen zum 1. Mai und ähnlichem teil. Eine „Verweigerung“ zieht mindestens Rechtfertigungen nach sich…

Wenn man sich positioniert, dann bitte NUR bei „klaren Missständen vor der Haustür“. Deshalb finde und fand ich die klare Solidarisierung mit Maccabi, als jüdischen Berliner Verein, konsequent und richtig. Warum, das ergibt sich durch die Vorkommnisse am Brandenburger Tor (mitten im Herzen BERLINs) letzte Woche. Außerdem geht es hier um Solidarität mit einem Sportverein der Stadt (passt sowohl thematisch als auch regional)…


Stiller
15. Dezember 2017 um 14:26  |  633101

@Joey, da darfst Du natürlich nicht fehlen.

Wenn Yücel ein verwirrter Irrer (also nicht nur Irrer?) ist, dann ist die WELT so irre, ihn für ihre Zwecke einzustellen? Gar Lügenpresse?

„Ein falsches Subjekt um sich mit den Opfern der Erdogan Willkürjustiz zu solidarisieren.“

Irre.


15. Dezember 2017 um 14:30  |  633102

Wenn Du anfängst, Dich als Verein öffentlich zu positionieren, wird eines Tages die Frage auftauchen, wo Dein Engagement bei Frage XY war.
***
Das ist richtig und es muss tatsächlich wohlüberlegt und dosiert sein. Da ist Vorsicht geboten. Das meinte ich auch mit „überparteilichen Engagement“
Man muss aber auf Grund dieser Fragestellung aus Angst vor politischer Vereinnahmung , positionslos oder interesslos bleiben.
Bislang hat Hertha aber meiner Meinung nicht mal im Ansatz diese Linie erreicht oder überschritten. Zudem das alles sehr unaufgeregt gehandhabt,
Was aber hier mit Yücel gemacht wurde, ist schon extrem unangenehm. Deutlich mehr ein Aufreger, als Herthas Geste.

Jedenfalls für mich.


nrwler
15. Dezember 2017 um 14:31  |  633103

@Joey Berlin
Ganz im Gegenteil:
Für das Eintreten der Menschrechte einer Person kann ich eben nicht vorher „Abwägen“ wie genehm mir seine „Position“ (egal wie geartet) ist/war.

Menschenrechte gelten auch für Kinderschänder, Nationalsozialisten, Kriegsverbrecher, etc pp…


Stiller
15. Dezember 2017 um 14:33  |  633104

@Herthapeter, hör‘ doch mit den Unterstellungen auf. Von Söder habe ich noch nie gehört, dass er sich(!) „unser Vaterland zurückholen wird“.

Es gibt jede Menge Konservative mit Anstand; aber es gibt auch jene, die sich nur als solche tarnen.


Joey Berlin
15. Dezember 2017 um 14:38  |  633105

@Stiller
15. Dezember 2017 um 14:26 | 633101,
mein letzter Satz betraf dich auch. Spielchen muss man durchschauen. Weiter üben.

@dewm
15. Dezember 2017 um 14:25 | 633100
Maccabi ist ein sehr gutes Beispiel, damit umgeht man alle politischen Missverständnisse und Vorwürfe Richtung in den trending topics von Twitter vertreten zu sein wollen!


15. Dezember 2017 um 14:46  |  633106

Weil die israelische Flagge wieder bemüht wird: Dagegen kann und muss man vorgehen. Aber, um im Bedenkenträger-Modus zu bleiben. Vorgestern bei einer talk-Sendung eine Israelin dazu: „auch von uns verbrennen Kritiker die israelische Flagge bei solchen Demos“–gemeint waren (orthodoxe) Juden, die gegen den Staat Israel sind.
Man kann es letztlich niemals jedem Recht machen.
Hahohe..ich zahle jedenfalls momentan meinen Mitgliedsbeitrag noch lieber als vor ein paar Jahren..


Susch
15. Dezember 2017 um 14:47  |  633107

Ha Ho He
Hertha BSC!!!!!


Hr.Thaner
15. Dezember 2017 um 14:49  |  633108

#Deniz
Ich verstehe die Argumente, dass sich Hertha vielleicht etwas zu unbeholfen und manchmal fast unglaubwürdig auf dem Bereich der Identifikationsstiftung bewegt. Mein Empfinden ist das auch.
Besonders, da ich den Eindruck einfach nicht los werde, das ein Keuter von der Sache viel Ahnung hat aber nun „Hertha-Feeling“ professionell betreibt. Mir ist es zu viel Hochglanz und zu wenig Ursprüngliches.
Aber, es ist richtig und wichtig sich zu positionieren, wenn es um Menschenrechte geht. Hierbei geht es nicht um Politik. Und selbst wenn.

Ich wünsche mir mehr Klarheit und Selbstverständlichkeit von Seiten des Vereins, um das Kantige im Umgang mit solchen Themen zu verlieren.

Zu einigen Kommentaristi hier im Blog fällt mir nicht viel ein. Soll der Verweis auf andere Nichtgenannte, ebenfalls einsitzende Journalisten, als Argument für das Raushalten gelten? Wie krank ist das denn?
Dann gründen wir also erst einmal einen Arbeitskreis, der die Listenvollständigkeit überprüft? Dann einen, der die Priorität und Aktualität dieses Missstandes mit anderen Menschenrechtsverletzungen vergleicht? Dann vielleicht noch eine Meinungsumfrage?

Ich finde es überfällig sich zu positionieren. Solange es um Menschenrechtsverletzungen geht und keine Doppelstandards gelten, soll Hertha laut und deutlich werden. Und wem es nicht passt, der kann weglesen, sich über die Vereinsgremien und -versammlungen einbringen oder meckern.
Aber, dass freie Rede und Gegenrede möglich sind, ist ja Sinn der Kampagne für Deniz. Denn Redefreiheit ist keine Selbstverständlichkeit. Sie muss erkämpft werden. Und da gehört mein Verein dazu. Klasse!


Joey Berlin
15. Dezember 2017 um 15:00  |  633109

@nrwler
15. Dezember 2017 um 14:31 | 633103

Menschenrechte gelten auch…

Richtig, deshalb muss ich aber nicht den Schulterschluss üben.


15. Dezember 2017 um 15:00  |  633110

@HrThaner..klasse!


juriberlin
15. Dezember 2017 um 15:06  |  633111

@Hr.Thaner: word!


dewm
15. Dezember 2017 um 15:20  |  633112

Bitte entschuldige Hr.Thaner um 14:49 Uhr: Einerseits hältst Du ein unterstützenswertes Plädoyer für die Redefreiheit, andererseits tust Du jene, die sich die „Freiheit der Rede“ zur Kritik herausnehmen als „krank“ ab und verlangst von jenen „wegzulesen“. Ich empfinde Deinen (von einigen gelobten) Beitrag als sehr widersprüchlich.

Also was nu? Redefreiheit – also auch Kritik aller Art – oder Kritikverbot, wenn es um eine Sache geht, die DIR gefällt?


jenseits
15. Dezember 2017 um 15:29  |  633113

Terminierung der Spieltage 18 – 27

18. Samstag 15:30 (A) VfB
19. Freitag 20:30 (H) BVB
20. Samstag 18:30 (A) Bremen
21. Samstag 15:30 (H) Hoffenheim
22. Samstag 15:30 (A) Leverkusen
23. Freitag 20:30 (H) Mainz
24. Samstag 15:30 (A) Bayern
25. Samstag 15:30 (A) Schalke
26. Samstag 15:30 (H) Freiburg
27. Samstag 15:30 (A) HSV


Elfter Freund
15. Dezember 2017 um 15:36  |  633114

Ha Ho He ! Hertha BSC…. ich versuche es mal mit einer Blogeröffnung


Bussi
15. Dezember 2017 um 15:38  |  633115

Spandauer
15. Dezember 2017 um 15:40  |  633117

@dewn
Absolut Redefreiheit
@Blog
Ich fand es spannend die verschiedenen Argumente zu lesen. Schade das hier gleich immer eine Richtig oder Falsch Diskussion entsteht.
Ich hab das schon öfter erwähnt, es geht hier nicht darum, anders denkende Menschen zu überzeugen, sondern nur um den Austausch verschiedener Blickwinkel, damit uns allen die Chance gegeben ist, uns selbst eine fundierte Meinung zu bilden.
Ich danke allen Kritikern und muss für mich im nachhinein feststellen, dass der Zeitpunkt vielleicht schlecht gewählt war.
Trotzdem ziehe ich weiterhin, das Positive aus der Aktion Pro Menschenrechte.
HaHoHe


sunny1703
15. Dezember 2017 um 16:00  |  633118

@dewm

Mir gefällt dieser Austausch an Meinungen,wie er jetzt läuft, das vorweg. Alle schreiben bedenkenswertes und JEDER soll schreiben,welche Meinung er zu diesen beiden Themen ,also der um Herrn Yücel und der Tatsache,dass sich Hertha BSC als Sportverein öffentlich positioniert, hat.

Und ich gehe davon aus wir beide stellen uns vor einen Versuch jede dieser Meinungen zu verbieten,zu untersagen.

Damit kommen wir also zu der Frage,hat der Verein Hertha BSC auch dieses Recht!?

Und das weg von der Frage,ob es bei dem Thema Yükcel der eigenen Meinung nach sinnvoll ist oder nicht.

Ich persönlich halte es in diesem Fall für grenzwertig, das aus vielerlei Gründen, doch es gibt auch diverse die dafür sprechen.

Wenn wir jedoch akzeptieren, dass Hertha BSC als Sportverein auch das Recht hat sich öffentlich auch zu (gesellschaftlich-)politisch Themen zu äußern, und wir die Frage ob und welches Thema dafür gewählt wird, eine Frage ist,die die von uns gewählten Verantwortlichen entscheiden,müssen wir das zumindest respektieren,wie auch dass sie sich über ein Stadion auf der Grünen Wiese Gedanken machen, scheinbar dem VB zumindest nicht ablehnend gegenüber stehen oder anderes was nicht unbedingt auf die Zustimmung aller ,oder der meisten Mitglieder stößt.

Wie wäre es zb. wenn statt Yücel als Journalisten ein Bundesligaspieler von Hertha der auch die türkische Staatsangehörigkeit hat,inhaftiert wäre?

Auch die Klappe halten????!!

Ich finde bestimmt nicht jede Meinungsäußerung egal in welcher Hinsicht von unserem Verein gut, doch das Recht sich äußern zu dürfen ;ihnen zu nehmen,wäre für mich nicht mehr ein Zeichen einer streitbaren Demokratie,sondern ein „Maulkorberlass“!

lg sunny


dewm
15. Dezember 2017 um 16:23  |  633119

@SUNNY: Ganz kurz und unmißverständlich.

Wenn es um einen Herthaspieler oder ein Mitglied (quasi „Famileinangehörigen“) ginge. Dann umgehend und laut protesieren. Mit allem was geht und das nicht erst 300 Tage später sondern von Anfang an und täglich.

Wie ich oben schrieb: Denn dann wäre es eine „persönliche Sache“ des Vereins und aller Mitglieder und wäre kein politisches Statement.


Spandauer
15. Dezember 2017 um 16:27  |  633120

@Pk

PAL machte ein lockeren Eindruck heute, hoffe das die gesamte Manschaft auch etwas entspannter ist.
Der Druck dürfte also allein auf der Seite der Leipziger stehen.
Wenn Torunahriga ein guten Tag erwischt könnte vielleicht was gehen?
Mein Bauchgefühl ist gut. Wünsche allen ca. 3000 Auswärtsfahrern/rinen ein spannendes Spiel. Bringt uns Punkte mit ?
HaHoHe


Blauer Montag
15. Dezember 2017 um 16:44  |  633121

Danke Bussi
15. Dezember 2017 um 15:38 | 633115

„Rune ist eine Papafigur“ sagte Pál. 😀


Seppel
15. Dezember 2017 um 16:48  |  633122

Hallo, habe ich meinen Senf auch schon dazugeben? Nein? Oh Gott!
Keine Sorge ich mache das (HIER) auch nicht ✌️


hurdiegerdie
15. Dezember 2017 um 17:07  |  633123

sunny1703
15. Dezember 2017 um 16:00 | 633118

anscheinend (offensichtlich, zumindest Preetz), Sunny, nicht scheinbar 😉

Bobic (Ex-Herthaner) hat den VB übrigens bei immerhertha in etwa als Erfolgsstory bezeichnet. Kommt mir bekannt vor 😉


jenseits
15. Dezember 2017 um 17:08  |  633124

Stimmt. Pal machte einen entspannten und positiven Eindruck. Zum Hinrundenausklang also noch gemütlich das vorerst letzte Sonntagsspiel gegen Leipzig genießen.


Stiller
15. Dezember 2017 um 17:54  |  633125

@dewm, Du baust wieder einen Popanz auf, damit Du Deinen Popanz angreifen kannst. Hr.Thaner hat niemandem die Redefreiheit abgesprochen, was Du ihm UNTERSTELLST.

Er schreibt wörtlich:
„Soll der Verweis auf andere Nichtgenannte, ebenfalls einsitzende Journalisten, als Argument für das Raushalten gelten? Wie krank ist das denn?“

Es geht als darum, dass @Hr.Thaner das Scheinargument, Hertha würde sich ja auch nicht für die anderen Inhaftierten zu Wort melden, anführt, um Herthas Engagement für die Menschenrechte (also nicht für POLITIK) abzulehnen. DAS hält er für krank. Ich auch.

Wenn DU einschränkst, dass Hertha sich nur dann zu Wort melden darf, wenn es um sportliche Belange geht, dann versuchst auch DU Herthas Freiheit einzuschränken.

Dass das mit den 300 Tage nichts zu tun hat, sieht man doch an ähnlichen Einwürfen zu Take-a-Knee.


Stiller
15. Dezember 2017 um 17:59  |  633126

„Krank“ sollte man (ich) allerdings in Anführungszeichen setzen, was ich hiermit editiert wissen will.


Seppel
15. Dezember 2017 um 18:20  |  633128

Boah……
Es macht mir immer weniger Spaß hier! ???
Und das war einmal ein toller Fußball-Blog von Herthanern für Herthaner.


Exil-Schorfheider
15. Dezember 2017 um 18:33  |  633132

Seppel
15. Dezember 2017 um 18:20 | 633128

Ja, Ursula…


dewm
16. Dezember 2017 um 2:18  |  633194

@STILLER um 17:54 Uhr und 17:56 Uhr: Ich antworte einmal auf die Gefahr hin, dass ein hin und wieder böswilliger ImmerHerthaner mit weiblichem „Vornamen“ mir erneut vorwürft, unter Drogeneinfluss zu kommentieren. Leider war ich am Abend verhindert.

Ich habe Deine beiden POSTs nun mehrere Male gelesen und auch meinen davor noch ein, zwei Male. Ich verstehe, Du antwortest mir. Aber ich verstehe Deine Kritik nicht. Hr.Thaner hat, wie DU, eine andere Meinung als ich. Das ist OKAY und soll so bleiben. Trotzdem bleibt der Widerspruch. Hr.Thaner empfindet die Meinung anderer als krank. Du schließt Dich dem an. Nur legst Du Wert auf Anführungszeichen beim krank. Die sind Dir unbenommen. Nur eine Meinung als krank zu bezeichnen (MIT oder OHNE Anführungszeichen), deckt sich nicht mit meinem Empfinden der Meinungsfreiheit. Aber auch das ist OKAY. Hr.Thaner und Du mögen Meinungsfreiheit anders definieren als ich. Geschenkt!

Deinen Vorwurf der Einschränkung der Meinungsfreiheit „Herthas“, erwidere ich Dir mit der Frage: Wer genau ist Hertha? Als Vereinsmitglied sehe ich mich als Teil des Vereins. Und als Teil des Vereins erlaube ich mir über das Medium ImmerHertha öffentliche Kritik an den Botschaften, die (offiziell) vom Verein ausgesendet werden. Das ist Teil der Meinungsfreiheit, die u.a. Hr.Thaner durch den Verein Hertha BSC erkämpft sieht. Ich schränke nicht die Meinungsfreiheit ein, ich kritisiere mit meinem POST von 14:25 Uhr klar, dass politische Äußerungen nicht zu den Aufgaben eines Sportvereins gehören. Im gleichen Post begrüße ich die Solidarität mit dem jüdischen Sportverein Berlins Maccabi. Letzteres deshalb, da ich glaube, dass dies angesichts judenfeindlicher Auswüchse aktuell gerade auch in Berlin nötig ist und somit einen gewissen Mut erfordert. Übrigens ganz im Gegensatz zur Versendung von (beliebigen) „Hashtags“ (vom Sofa) in denen, innerhalb der zivilisierten Welt, allgemein gültige Standards eingefordert werden. Gern sähe ich ein aktualisiertes Statement des Vereins der Solidarisierung mit jüdischen Mitbürgern und Herthanern.

Wahrscheinlich aber, lieber STILLER, habe ich Deine Antwort nur nicht verstanden. Denn der 300-Tage-Verweis im Zusammenhang mit „Take-a-Knee“ verwirrt mich total. Ich gehe davon aus, Du unterstützt die neue „politisierende“ „Keuter-Linie“ des Vereins. Das ist OKAY und ich dichte Dir deshalb keine Krankheit an. Ich bin eben nur anderer Meinung. So what?


Joey Berlin
16. Dezember 2017 um 9:59  |  633200

@dewm
16. Dezember 2017 um 2:18 | 633194,
wg. „…die neue „politisierende“ „Keuter-Linie“ des Vereins.“

Interessante Bewertung, da sollte mal @ub weiter recherchieren, ob es da wirklich eine neue Ausrichtung des Vereins gibt, und gegebenenfalls welche Kriterien nun gelten.

wg. krank, mit oder ohne „… Leider ist es in Foren üblich geworden, Usern mit konträrer Meinung einen pathologischen Defekt anzudichten – was natürlich den Diskurs vergiftet und deshalb… Kampf gegen Windmühlen.


apollinaris
16. Dezember 2017 um 14:01  |  633208

Wer bei @ Hr. Thaner mitgelesen hat und auch in der realen Welt Diskussionen mit Leidenschaft kennt, weiss doch, dass da Anführungszeichen stehen und eher „ absurd, schräg, übertrieben, unlogisch , abstrus“ gemeint war . Sich darauf dann zu versteifen und irgendwelche Zirkels hlüsse zu ziehen, ist Spielfechterei. Wäre der Text im Ganzen so konzipiert, dass man Herabassung oä erkennen kann, ok- aber hier liegt nix anderes vor, als eine unglückliche Formulierung. –


Stiller
16. Dezember 2017 um 14:21  |  633209

Ziehe die gleichen Schlüsse wie @apo. Denn Dein an den Haaren herbeigezogener Vorwurf richtete sich gegen eine angebliche Einschränkung der Redefreiheit durch Herthaner, @dewm. Nur darum geht’s.

Aber das ist Dir wahrscheinlich bei all den relativierenden Abschweifung schließlich abhanden gekommen.

Zum Thema Menschenrechte nur Deine (und Joeys) Relativierungen zu lesen ist also offensichtlich fadenscheinig. Und dass @Joey Deniz Yücel als ein verwirrtes irres Subjekt bezeichnet, der für einen Appell von Hertha völlig ungeeignet sei, scheint es Dir nicht wert zu sein, sich davon zu distanzieren.

Was hält DIch eigentlich davon ab, Dich Herthas Appell anzuschließen?


16. Dezember 2017 um 14:37  |  633211

@Stiller…
„ein verwirrtes irres Subjekt“..ist natürlich keine Formulierung, die den Diskurs vergiftet..
Da kratzte dir ann Kopp.


Stiller
16. Dezember 2017 um 14:41  |  633213

Yep. Das sind bestimmt die Leute, die für unsere Grundrechte eintreten, wenn es nötig sein sollte …


Bärlin, das Original
16. Dezember 2017 um 15:43  |  633219

@Hr.Thaner 15.12. 14:49

Zustimmung! Insbesondere der letzte Absatz!


Joey Berlin
16. Dezember 2017 um 16:06  |  633221

@apollinaris
16. Dezember 2017 um 14:37 | 633211
Dass Du den Unterschied zwischen einer politischen Bewertung einer prominenten, öffentlichen Person* und dem Diskurs in einem Forum nicht verstehen willst, überrascht nicht wirklich.

*Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil – lass einfach mal wieder nachdenken. 😉


16. Dezember 2017 um 16:36  |  633222

@joey.. lass mal stecken..Kommunikation ist deutlich komplizierter, als du dir das gerade vorstellst: die Trennung kannst du doch in diesem Zusammenhang gar nicht machen. Mit deiner bewertung löst du massiv und gezielt Emotionen bei Mit-diskutanten aus.
Dass du mit solch einer Komplexität nicht vertraut bist, überrascht mich nicht wirklich..könnte ich jetzt schnippisch und angezickt sagen ( sihe oben..) Stattdessen empfehle ich dir über den Begriff Zirkularität in Zusammenhang mit Kommunikation,.nachzudenken.;-)


dewm
16. Dezember 2017 um 16:40  |  633223

@STILLER um 14:21 Uhr: Wie Du gemerkt hast, hatte ich mich zu Deniz Yücel selber nicht geäußert. Ich verweise deshalb noch einmal auf die BACKs Formulierung der ich folge:

„Eine klare Positionierung gegen Rassismus, Homophobie oder generell der Benachteiligung einer Gruppe sollte man sich nicht auf die Fahne schreiben, sondern das sollte als Selbstverständlichkeit für jeden zivilisierten Menschen gelten.“

Mir ist unklar, was DU nun noch lesen willst. Ich kann Dir aber bestätigen, dass ich viele gute Artikel von Yücel gelesen habe. Gerade auch in der Welt. Besonders aber fiel mir ein TAZ-Artikel zu antiisraelischen „Hetz-Demos“ im Zuge des letzten „GAZA-Krieges“ 2014 auf. Er war damals einer der wenigen, die jene „Demos“ zu Recht skandalisierten. Jener Artikel verursachte im dortigen „Kommentar-Forum“ große Wellen. Unschön fand ich Yücels Kommentar zu Sarrazin 2012. Auch Journalisten schreiben gute und schlechte Texte. Damit hat es sich aber auch. In jedem Fall gehören Journalisten aufgrund deren Arbeit NICHT ins Gefängnis. Nirgends auf der Welt. Warum sollte ausgerechnet ein Fußballverein darauf hinweisen? Ein Fußballverein, der zu jener Person keinen konkreten Bezug hat? Das gefällt mir nicht und hat durch die gewählte Form einen schalen Beigeschmack. Wenn dem Verein Yücel so wichtig wäre, hätten Offizielle bei den Kundgebungen die Möglichkeit gehabt, „Flagge“ zu zeigen und das dann von mir aus auch zu twittern. Oder, ein Benefizspiel gegen eine Journalistenauswahl zu organisieren. Aber so…

Ich verstehe nicht, weshalb ich diese, meine, Meinung nun für Dich noch einmal erklären musste. Es ging um Menschenrechte also auch Freiheit der Rede und Meinungsfreiheit. Und genau das merkte ich bereits an, ich kritisiere den Weg des Vereins, mit politischen Themen umzugehen, und werde nun zur Erklärung genötigt. Du willst Erklärungen und möglichst Beweisfotos meiner Anwesenheit auf „FREE DENIZ“-Kundgebungen? Geht es Dir darum? Darf ich dann kritisieren? ABER natürlich wird derjenige, der Formulierungen der Kritiker als „krank“ bezeichnet mal eben entschuldigt. Das wäre „Spiegelfechterei“ (wie APO mal nonchalant meint).

NEIN – meine Herren! Es geht hier schon um Worte, die man sorgsam wählen sollte. Ansonsten können wir nicht schriftlich diskutieren.

Böse ist nun bei EUCH der, der sich erlaubt Kritik zu übern. Seltsamerweise, und das gilt DIR @STILLER und auch APO, seltsamer Weise, seid doch gerade IHR immer so stolz, auf Euren „kritischen Zugang“ zu vielen Themen. Gerade IHR unterstellt anderen schnell „Obrigkeitsdenken“… Was macht es so schwer für Euch, gegenteilige Meinungen zu akzeptieren? An dieser Stelle sind wir uns doch alle einig, dass der Freiheitsentzug Yücels mit allen Rahmenbedingungen ein SKANDAL ist. Kein ImmerHerthaner bestritt das bisher. Deshalb geht es mir HIER auch nicht darum, sondern einzig um „Form“ und Medium.


Joey Berlin
17. Dezember 2017 um 7:33  |  633277

Moin,

Stattdessen empfehle ich dir über den Begriff Zirkularität in Zusammenhang mit Kommunikation,.nachzudenken.;-) […] Dass du mit solch einer Komplexität nicht vertraut bist,

Mach dich bitte nicht noch zum Foren-Clown, Uschi hat diese Funktion besetzt. Bring einfach nur Gegenargumente und keine einfältigen Unterstellungen.

Schönen 3. Advent.


Baller-Toni
17. Dezember 2017 um 11:02  |  633281

Was ist denn hier los?!!!!

Zählt für den Herthafan nunmehr nur noch Gold und Silber? Was ist mit Bronze, Holz, Beton?

Gerade vom Letzteren wünsche ich mir sehr viel in Leipzig.


dewm
17. Dezember 2017 um 13:59  |  633295

@JOEY am 16. Dezember 2017 um 9:59 Uhr:

„wg. „…die neue „politisierende“ „Keuter-Linie“ des Vereins.“
„[…] da sollte mal @ub weiter recherchieren, ob es da wirklich eine neue Ausrichtung des Vereins gibt, und gegebenenfalls welche Kriterien nun gelten.“

Ob „neue Ausrichtung“ die korrekte Bezeichnung ist, kann ich nicht sagen. Immerhin war das „Free Deniz“ nach „Ehe für Alle“ und dem „Kniefall“ das dritte politische Statement, dass mir auffiel. So recht glaube ich nicht an Zufall. In der Preetz-Rede auf der Mitgliederversammlung erinnere ich mich, recht deutlich betont, den Hinweis auf „Unsere Werte“ vernommen zu haben. Ich fragte mich in dem Moment, wessen Werte Preetz da meint? Seine? Gegenbauers? Meine? Des Durchschnitts aller Herthaner? Ich halte so etwas für schwierig. Denn hier gilt es ja nicht, jeweils(!) eine einfache Mehrheit zu bedienen. Allein das Vergrämen von 10 % der Mitglieder durch das aufstülpen von durch jene ungeteilte „Werte“, bedeutete einen Schwund von 3.500 Mitgliedern. Unklar ist, ob es durch diese (von wem auch immer) definierten „Werte“ gelänge, mindestens 3.500 neue Mitglieder zu gewinnen oder gar mehr. Hab lange darüber nachgedacht, ob es sinnvoll ist, besondere „Werte“ vorzugeben. Bin mit meinen Überlegungen noch nicht am Ende.

Noch einmal zu Klarstellung @STILLER um 14:21 Uhr:
Warum soll ich mich von einem Kommentar eines anderen ImmerHerthaners distanzieren? Wenn es mir sinnvoll erscheint, distanziere ich mich von einem eigenen Kommentar, aber doch nicht von einem Kommentar eines anderen. Wo kämen wir da hin , wenn jeder sich von Kommentaren anderer, die er nicht teilte, distanzieren müsste? Den Kommentar Hr.Thaners hatte ich nicht wegen des Wortes „krank“ aufgegriffen, sondern aufgrund dessen Widersprüchlichkeit. Das ist das entscheidende Kuriosum. Eine Meinung anderer bezeichnet Hr.Thaner als krank, um dann mit einem „HOCH auf die freie Rede“ zu enden. Wie kann das zusammenpassen?

Damit klar ist, worüber wir bei „Redefreiheit“ eigentlich diskutieren, lasse ich einmal Evelyn Beatrice Hall (übersetzt) „sprechen“. Deren Satz habe ich nichts hinzuzufügen:

„Ich missbillige was DU sagst, doch ich werde DEIN Recht, das zu sagen, bis in den Tod verteidigen.“

@Baller-Toni um 11:02 Uhr: GENAU!


17. Dezember 2017 um 14:24  |  633296

@joey..och, so angegriffen?-eigentlich habe ich doch nur deinen Duktus mir gegenüber kopiert/gespiegelt. Medizin kann bitter schmecken, nicht wahr?


17. Dezember 2017 um 14:29  |  633297

@dewm..Den Widerspruch hast alleine du konzipiert (konstruiert)- das muss nicht der reale Kontext sein. -10 Leser-10 Wahrheiten. -Ich würde mir da nie so sicher sein, wie du.


dewm
17. Dezember 2017 um 15:08  |  633299

@APO: Also wie so häufig von Dir formuliert: Alles kann so oder ganz anders interpretiert werden – also: „Sowohl als auch“. Nüscht ist klar, alles geht und/oder steht für alles oder nüscht… Alles könnte doch ganz anders sein… Vielleicht ist Yücel ja gar nicht im Knast? Und vielleicht ist der politische Umbau der Türkei durch Erdogan ja ein wunderbarer Weg zur Demokratisierung? … Das könnte ich bis zu Unendlichkeit weiterführen. Bringt aber nüscht!

Was soll so ein Kommentar, wie Du ihn um 14:29 Uhr getippt hast? Mit diesem, erklärst DU ALLE Kommentare hier, inkl. Deiner, zur Beliebigkeit. Hilft DIR das?

Mein ursprünglicher Kommentar zu Hr.Thaners Beitrag (am 15. Dezember 2017 um 15:20 Uhr) richtete sich an Hr.Thaner. Ich formulierte („konstruierte“) was ich daraus lese und stellte Fragen, auf die Hr.Thaner eingehen könnte. Er tat es bisher nicht. Das ist für mich OKAY und ich trage ihm das nicht nach. „Geantwortet“ hast Du und STILLER. Mehrmals. Ich konkretisierte meine Position. Beide verteidigt Ihr Hr.Thaners Kommentar. Somit scheint Ihr Euch, schon sicher zu sein. Nu schreibst Du, Du bist Dir gar nicht sicher. Was nu?

Und überhaupt: Erlaubst DU mir nun die Freiheit, Widersprüche zu formulieren („konstruieren“), also meine Meinung zu schreiben? Ich empfinde die übergroße Mehrheit der Beiträge hier nicht als Beliebigkeiten. Deshalb gehe ich (wohlüberlegt) auf einige ein. Das bringt mich und hoffentlich auch andere weiter. Was treibt DICH an, bei ImmerHertha zu kommentieren?


17. Dezember 2017 um 16:13  |  633307

@dewm..ich bin nun mal überzeugt vom Konzept der Systemtheorie, vom Konstrukivismus..habe C. G. Rogers gelernt .Es ist deutlich mehr als ein sowohl als auch ( das ist nur die erste Haut der Oberfläche…aber zugegeben: es wirkt erstmal so.).-
Du hast dir das Wort „krank „genommen und wie du es verstanden hast..und daraus dann dein ganzes Gedankengebilde, einschließlich deiner Argumentation gebaut.
Für mich ist das ein Klassiker der subjektiven Wahrheit.- Statt dialogisch zu kommunizieren, bleibst du fast immer in einem Monolg stecken, auch, wenn du das gegenteilig wahrnimmst..- Das ist der Grund, warum ich nicht mehr so gerne mit dir kommuniziere.- Natürlich, darfst du machen, was du willst..das ist für mich eine Selbstverständlichkeit-aber mein Interesse mit dir über mehr als reinen Austausch von Meinungen zu kommunizieren , ist nicht mehr vorhanden ( Erfahrungswert: du deutest permanent Personen, und bist dabei sehr überzeugt, egal (in kursiv) , was die Person erwidert- was ich zB. sehr befremdlich finde-)
(auch) ich bin nur durch Kommunikation , nur durch Widerspruch ,wie du sagst, „weiter gekommen“. Aber wesentlich dabei ist: jeder sucht sich diese Personen selbst aus.- Es muss schon passen..Mit 60 bin ich zwar noch sehr neugierig, aber dabei auch nicht mehr beliebig (!)
Ich versuche seit Wochen, dich nicht direkt anzusprechen. Ausnahme war jetzt @HrThaner, dem du nach meiner Wahrnehmung sehr Unrecht tust.

Das sollte es nun gewesen sein, finde ich.-Es hat wirklich nichts im blog zu suchen. Außerhalb des Fussballs, ist dies kein Ort zur Vertiefung. Davon bin ich überzeugt. Das medium blog bleibt dafür zu beliebig ( jeder kann machen, was er will, mit wenig regeln) auf der einen und zu begrenzt ( monothematische Ausrichtung) auf der anderen Seite.- Wir nehmen mit sochen Dialogen niemand anderen mit, beziehen niemanden ein.-Hat hier wirklich keinen Platz.
Leider hattest du das bei unserem ersten Konflikt nicht verstanden und mr ein Gespräch aufdrängen wollen, was du und deine Gruppe dann als „§sich drücken“ gedeutet hattet. Seitdem existiert zwischen uns ein Grundkonflikt, der hier nicht gelöst werden kann.
Was mich antreibt, zu kommentieren?- Das hat Gründe, viele Gründe 😉


Joey Berlin
18. Dezember 2017 um 7:07  |  633652

Lieber @apo, verschone mich bitte mit deiner subjektiven Wahrheit, dass deine „gefühlten Fakten“ regelmäßig eine vernünftige Diskussion erschweren bis unmöglich machen sollte dir mittlerweile klar sein. Da hilft kein Verweis auf Theoriekonzepte. Fakten die bekannt, erwiesenermaßen wahr sind und Pro/Contra Argumente sind für einen erfolgreichen Diskurs Voraussetzung. Damit ist das Thema nun aber auch für mich erledigt. Bis zum nächsten Aufreger… 😉

PS: Schönen Start in die Woche.


apollinaris
18. Dezember 2017 um 9:51  |  633657

Von welchem Fakten redest du gerade? Dass du dir gerade einen ganz eigenen Kontext bastelst , erschwert mir allerdings in der Tat eine vernünftige Kommunikation
Wo wir uns einig sind: null Interesse.
Und: auch für Dich einen guten Start in Deine Woche


Leiden_schafft
18. Dezember 2017 um 10:28  |  633665

Man muss sich das noch mal vergegenwärtigen: Es ist Winterpause – und Hertha hat auf KEINER Position Bedarf an Transfers. Im Gegenteil: Jede Position ist momentan so besetzt, dass sogar Phantasie drin ist in Bezug auf deutliche Steigerungen in der näheren Zukunft. Ausnahme: Jarstein. Besser wird er wohl nicht mehr 😉

Jarstein
Weiser – Stark – Rekik – Platte
Darida – Maier
Leckie – Lazaro – Kalou
Selke

Kraft
Pekarik – Langkamp – Toru – Mittels.
Schelle – Lusti
Esswein – Duda – Genki
Ibisevic

Das ist ein sehr schöner Kader. Und anders als vergangene Saison (extreme Abhängigkeit von Weisers Spielwitz) würde nicht mehr die Welt untergehen, wenn einer oder zwei dieser Spieler für viel Geld verkauft werden würde.

Ich war ja schon nach dem üblen Frankfurt-Kick nicht so pessimistisch wie mancher hier. Den Schlussverkauf mit sieben Punkten aus drei Spielen hätte ich aber nicht vorhergesehen. Umso schöner. Die Champions League ist näher als die Relegation. So soll es bitte bleiben.

Und vielleicht denkt man ja doch mal über Lewis Holtby nach, falls der in Sachen Gehalt Abstriche macht. Kann sein, dass da ein Deal wie bei Ibisevic drin ist, bei dem der HSV einen Teil weiterbezahlt…


dewm
18. Dezember 2017 um 19:07  |  633744

@APO am 17. Dezember um 16:13 Uhr: Nun hast DU es mal wieder geschafft. Eine interessante Diskussion ist tot. Du würfst mir Monologe vor. Was ist Dein Text um 16:13 Uhr? Ist nicht jeder Kommentar für sich ein Monolog der nur durch Ansprache also Bezug zum Dialog wird? Man, man, man. Ich habe mir, wie u.a. Du herausgenommen, auf Hr.Thaners Kommentar zu antworten, also meine Meinung dazu zu schreiben. Nicht Hr.Thaner sondern STILLER und DU haben geantwortet. STILLER geht hart aber sachlich vor. DU kommst unsachlich rüber, mit Deinem Vorwurf ich würde „konstruieren“. Wohingegen Du mal eben HrThaner irgendwas „aninterpretieren“ darfst und erklärst, was jener mit „krank“ meinte. Zum Ende setzt DU den Hammer mit dem Vorwurf ein, ich würde Hr.Thaner unrecht tun… Das ist zumindest mal nicht nett! Das was DU bei mir als „Monologe“ abtust sind meine Reaktionen und Erklärungen. Immerhin erlaubst DU diese ja nun höchst offiziell. DANKE dafür! Trotzdem setzt Du wie so häufig den Deckel drauf. Diesmal ist Dein Zeuge C.G. Rogers. PRIMA!

Dein irrer Vorwurf, ich würde Dir was aufdrängen, obwohl es auch diesmal wieder DU warst, der auf meine Beiträge einging, erzeugt mal wieder einen müden Seufzer. Hättest meine Reaktion auf Hr.Thaners Kommentar ja einfach stehen lassen können. Aber das kannste nicht. Genau wie Dein seltsamer „Gruppen-Vorwurf“. Immerhin war es diesmal keine „Treibjagd“. Lass den unsinnigen Vorwurf einfach und lese mal wieder bei C.G. Rogers rein! Ich kannte den Mann nicht. Also was sagt WIKIPEDIA?

„Der von Rogers geschaffene klientenzentrierte Ansatz ist heute u.a. sowohl fester Bestandteil der Gesprächsführung im Rahmen von Therapiegesprächen, als auch in der generellen Gesprächsführung der alltäglichen pädagogischen Arbeit mit Klienten.“

Findest Du wirklich das passt zum Austausch bei ImmerHertha? Du bekommst doch mit, dass Du ständig mit anderen ImmerHerthanern aneinander gerätst, wäre nicht mal ein Theoriewechsel angesagt? Dein ständig wiederkehrender Vorwurf, ich würde Dir ein Gespräch aufdrängen, ist schon seltsam, wenn doch DU mich ansprichst. Und erinnere Dich: Beim letzten Mal befahlst DU mir, mich bei Dir zu melden… http://www.immerhertha.de/2017/11/13/eine-halbzeit-gourmet-podcast/#comment-628749

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