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Berliner Morgenpost
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Mittwoch, 27.12.2017

Hertha? Wo liegt das überhaupt?

(jl) – Tja, Freunde, da sind wir schon wieder. Hoffe, ihr hattet besinnliche Tage, mit allem, was ihr euch so vorgestellt habt.

Falls ihr euch fragt, was die Herren Hertha-Profis über Weihnachten so getrieben haben: In den sozialen Netzwerken gab’s ein paar Einblicke. Mathew Leckie zog es in die Heimat…

Merry Christmas all

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… genauso wie Valentino Lazaro

… oder Ondrej Duda:

My everything ❤️ #family#christmasdinner#christmas

A post shared by Ondrej Duda (@dudao_10) on

Nun aber – wie angekündigt – Bühne frei für euch und eure Gastbeiträge. Den Anfang macht Exil-Berliner @TheZeCo, der sich auf eine spannende Spurensuche begeben hat. Jenseits von Berlin und Brandenburg zeichnet er das Bild nach, das die Menschen im Rest des Landes von Hertha haben. Dabei ist er altbekannten Klischees begegnet, aber auch erfreulichen Überraschungen. Viel Vergnügen!


Die graue Hauptstadt-Maus bekommt Farbe

Von @TheZeCo

Wie vermutlich jeder von euch – und die meisten anderen Fußballfans in Deutschland und der Welt – wurde auch ich schon ausgiebig gefragt: Warum gerade dieser Verein? Warum gerade Hertha? Die Antwort ist fast immer dieselbe: Ich bin damit groß geworden. X oder Y hat mich als Kind daran fasziniert. So richtig zufrieden stellt mich die Antwort aber nicht.

2001 zog meine Familie mit mir als elfjährigem Pimpf aus Berlin in die ostwestfälische Provinz. Dort gab und gibt es Schalker, Dortmund- und Bayern-Fans, einige Gladbacher. Das 20 Autominuten entfernte Paderborn mit seinem SC wirkte damals beinahe unbekannt, wenn überhaupt konnte Arminia Bielefeld regional eine größere Gruppe Fußballfans begeistern.

Als Mini-Marcelinho in Ostwestfalen

Mit meinem Marcelinho-Trikot wurde ich im Sportunterricht erstmal komisch angeguckt, im Tischtennisverein (ja, auch das ist ein Sport 😉 ), immerhin ausgiebig belächelt. „Was willst du denn mit denen?“ Das finde ich rückblickend mit am merkwürdigsten, schließlich war das eine für Hertha erfolgreiche und gute Zeit. „Ja, für uns gibt’s halt nichts anderes“, war die übliche Antwort. Am ungläubigsten habe ich wohl geguckt als mich jemand fragte: „Hertha, wo liegt das überhaupt?“

Mein Vater, mein Bruder und ich, zu dritt haben wir uns regelmäßig vor dem Fernseher versammelt, um Hertha die Daumen zu drücken. Unser letztes gemeinsames Heimspiel haben wir 2002 gegen Leverkusen besucht, ein 1:1 – damals mit nicht anerkanntem Siegtor und einem riesigem Sandhaufen, statt der Haupttribüne.

Auswärts dabei sein, das war für uns einfacher. Umso schöner die Erfahrung, als Hertha seit x Jahren mal wieder in Dortmund gewinnen konnte. Die Saison 08/09 war ein Highlight und selbst im grauen Ostwestfalen wusste man mittlerweile, dass BSC für den Berliner Sport Club stand. Die weitere sportliche Entwicklung ist natürlich jedem bekannt. Unvergessen ist für mich das Relegationsspiel in Düsseldorf, mit einer besonders herben Note, als Tage später meine Zusage für die Düsseldorfer Uni ins Haus flatterte. „Das kann ja was werden!“, sagte mein Vater.

Mehr Gleichgültigkeit als Verachtung

So schlimm wurde es dann natürlich nicht, auch wenn zwei oder drei Trinkkumpane der Fortuna nie wieder gesehen wurden, nachdem ich meine Leidenschaft für Hertha kundtat. In der Studentenbude hing die Champions-League-Fahne stolz an der Wand und in den Vorlesungen trug ich gern die „Fahne Pur“ auf dem T-Shirt.

Im Großen und Ganzen gab es viel mehr Gleichgültigkeit als Verachtung oder gar Hass. In wirklichen vielen, vielen Fifa-Partien hab ich zumindest allein dadurch Respekt bekommen, dass ich mit Hertha gespielt habe, während alle anderen Bayern, PSG oder Real Madrid genommen haben.

Nun arbeite ich in Frankfurt, also noch weiter im Süden mit einer noch ausgewachseneren Fanbasis. „Warum bist du Hertha-Fan?“ – „Ich stehe auf Schmerzen.“

Wenn selbst Bayern-Fans neidisch werden

Ein Kollege, der Bayern-Fan ist, hat sich schon neidisch mit mir über den Halbfinaleinzug im Pokal gefreut. Er würde sich ja auch für seine Bayern freuen, aber so ausgelassener Jubel wie bei mir, den würde er selbst nicht empfinden. Aber auch hier ist es hauptsächlich eher Gleichgültigkeit gegenüber Hertha.

Ein Kollege von mir ist selbst Berliner, aber BVB-Fan geworden. Er könne mit Hertha einfach nichts anfangen, er hat sie nie richtig wahrgenommen. Als ich ihm diesen Sommer stolz die Zugänge aufzählte, rutschte ihm zumindest ein „Hertha wird wohl doch noch ein richtiger Bundesligaklub“ raus.

Ich habe das Gefühl, seit unserem letzten Aufstieg ist Hertha in der restlichen Fußball-Landschaft schon deutlich präsenter, wenn auch nicht unbedingt anziehender geworden. Und wenn man sich schon damit beschäftigt, warum Hertha?, dann muss man auch fragen: Warum ein anderer Verein? Wofür stehen die?

Im Fall von Köln und Mainz ist das einfach zu beantworten, sie sind das sportliche Äquivalent zur karnevalesken Haltung ihrer Städte. Aber Hamburg, der große Klub, der in den Siebzigern den Bayern Paroli bot, Dortmund als neuerlicher Erzrivale? Viel mehr als Tradition, wie mir scheint, ist offenbar nicht anführbar.

Von der Gangster-Truppe zum Perspektivklub

Jeder wird schon seine Geschichte zu seinem Verein finden können. Hertha hätte auch eine ganze Stadt erobern können. Warum das nicht geklappt hat, beantworte ich als Möchtegern-Historiker mit der einzigartigen Berliner Teilung, wenn auch sicher viele andere Gründe dazu gehören. Vielleicht ist es ja gerade das, was mich an Hertha so anzieht. Diese historisch einzigartige Schwierigkeit.

Mitte der Nullerjahre war Hertha eine „Gangster-Truppe“ mit Autospiegeltretern und Feierbiestern, die Asis mit der Berliner Schnauze und – obwohl von einem ganz anderen Kaliber – Marcelinho. Heute ist Hertha der Perspektivverein, der eine richtige Identifikationsfigur zum Trainer hat. Das habe ich mir persönlich immer gewünscht.

Und: Pal Dardai kommt allgemein gut an, er gibt Hertha ein Gesicht, das wohlwollend registriert wird. Ich kann das ganz gut an meiner langjährigen Partnerin spiegeln. „Früher gab es da diesen Ronny und den Ramos, über die du dich immer beschwert hast.“ Zuletzt haben wir uns Hertha in Köln angeschaut. „Wo ist Pal Dardai? Guck mal, wie der da rumturnt!“, hat sie immer gesagt. Den findet sie gut. Plattenhardt, das sei ja ein Schönling und der Weiser hat den Swag zu sehr aufgedreht. Aber sie sind ihr immerhin ein Begriff. 😉

Die große Klappe gehört dazu

Aber Hertha braucht ein Bild darüber hinaus. Die von vielen gescholtene Medienkampagne empfinde ich persönlich als okay, und irgendwo vielleicht auch ganz witzig. Wir sind halt Berliner! Die große Klappe wurde uns in die Wiege gelegt! Mit Selbstironie nehme ich da gern jedes sportliche Tal in Kauf.

Fanseitigen Hass will ich nicht. Kleine Sticheleien gehören dazu. Am Ende wünsche ich mir für Herthas Wahrnehmung in Deutschland aber vor allem zwei Dinge:

  1. Dass der Fan XY am Ende respektiert, dass Hertha ein solider Verein mit einer langen und auch schönen Geschichte ist. Der große Blau-Weiße aus der Hauptstadt, der mit dem komischen Stadion, der eigentlich eine ganz gute Arbeit macht. Respekt füreinander, nicht nur für einen selbst.
  2. Das steht mit Abstand ganz, ganz oben: Ich möchte nie wieder gefragt werden, wo Hertha überhaupt liegt.

38
Kommentare

hurdiegerdie
27. Dezember 2017 um 18:01  |  634267

Gold


U.Kliemann
27. Dezember 2017 um 18:06  |  634268

Silber!


psi
27. Dezember 2017 um 18:11  |  634269

Bronze!


dewm
27. Dezember 2017 um 18:18  |  634271

Kupfer!


U.Kliemann
27. Dezember 2017 um 18:25  |  634272

Manmanman komisches Stadion habe ich
noch nie gehört. Aber gut ,schöner Beitrag
von TheZeCo.


Blauer Montag
27. Dezember 2017 um 18:28  |  634273

Danke für den netten Gastbeitrag TheZeCo.
Zu einem Satz brauche (nur?) ich eine Übersetzung.

und der Weiser hat den Swag zu sehr aufgedreht.


U.Kliemann
27. Dezember 2017 um 18:44  |  634274

Das Jugendwort des Jahres 2011 sollte Dir
schon ein Begriff sein Blauer.


Blauer Montag
27. Dezember 2017 um 18:46  |  634275

Mut zur Lücke UK 1844 😈


Blauer Montag
27. Dezember 2017 um 18:47  |  634276

OT Dorfpolizist Franz Eberhofer kommt nicht zur Ruhe. In der Nacht zum 31.12.2017
TV Tipp https://www.br.de/br-fernsehen/programmkalender/sendung-1856012.html


Opa
27. Dezember 2017 um 18:54  |  634277

Googeln kriegen einige erst in der nächsten Klasse 🙄

@TheZeCo: Bist Du bei den Frankfurter Herthafans engagiert?


Bussi
27. Dezember 2017 um 19:20  |  634280

jefällt mir :mrgreen:
„Obwohl niemand so genau weiß was das heißt, wurde der „Swag“ zum Jugendwort des Jahres gekürt.“
aus @Opas „Quelle“ 😉


Bussi
27. Dezember 2017 um 19:25  |  634281

bestimmt ist der Swag sowas wie der Earschplittenloudenboomer ?

aber ein juter Beitrag von @TheZeCo !


Blauer Montag
27. Dezember 2017 um 19:36  |  634282

Mit anderen Worten: „Hohlsprech“ Bussi
27. Dezember 2017 um 19:20 | 634280 😉

Google liefert zu jedem Begriff brav eine Trefferliste, kann jedoch die Bedeutung des Wortes swag nicht erklären.


Colossus
27. Dezember 2017 um 19:59  |  634283

Mal kurz offtopic:liverpool verpflichtet nen Niederländischen IV für 85 Millionen.Will ja nicht sagen, dass Rekik das gerade wert ist, aber ich hab die Vermutung, dass der Transfer uns noch richtig gesund stoßen wird.Da kommt n dicker Fisch.


Joey Berlin
27. Dezember 2017 um 19:59  |  634284

@Blauer Montag
27. Dezember 2017 um 19:36 | 634282
Hier wird dir/uns geholfen.
https://www.welt.de/kultur/article13750218/Swag-ist-das-Jugendwort-des-Jahres-2011.html


hurdiegerdie
27. Dezember 2017 um 20:06  |  634285

Nuhr so und das ist kein Scherz:
https://www.youtube.com/watch?v=x6IUg8HG738


Blauer Montag
27. Dezember 2017 um 20:37  |  634286

Das ist kein Scherz hurdie.
Das ist einfach nur grottenschlecht.

Vielen Dank Joey 1959!!!


monitor
27. Dezember 2017 um 20:38  |  634287

Danke @TheZeCo,

sehr schöner Beitrag. Hertha, wo liegt das(?) ist bezeichnend für Deppen von anderswo! 😉

„Den Swag aufdrehen“ halte ich für überflüssiges Prollsprech, daß wichtig klingen soll. So wie ich damals geil, Scheiße und Mannmachsachen verwendet habe. Aber das war etwas ganz anderes!!!! 😉
Da war Superkalifragilistischexpialegetisch ja noch sinnvoller! Dafür @opa, hätte ich auch kein „Strg T“ investiert, nur um hier flüssig zu lesen. 🙂


monitor
27. Dezember 2017 um 20:49  |  634288

Das Jugendwort von 2011 hat sich offensichtlich nicht durchsetzen können! 😉


blauweiß75
27. Dezember 2017 um 20:57  |  634289

ein richtig klasse Beitrag !


Susch
27. Dezember 2017 um 21:17  |  634290

85 Millionen ?????
Das ist doch absoluter Wahnsinn.
Der ist 26 und hat gerade mal 12 von möglichen 20 Ligaspiele gespielt. Einzig die Vertragslänge bis 2022 macht ihn teurer wie sein Marktwert (30 Millionen) und selbst diesen sehe ich viel zu hoch an.

Entweder nicht im Kader oder nicht eingesetzt.
Unter diesen Umständen sollte Rekik mindestens 50 Millionen bringen?
Allerdings bezweifle ich das so ein Angebot kommen wird.


Knipper1892
27. Dezember 2017 um 21:30  |  634291

Danke für „Wo liegt denn Hertha?“

Wer mag, kann sich auch mal diese Facebook-Seite zu Gemüte führen:

Fussballer, die den Swag aufdrehen.
https://m.facebook.com/Fussballstyler/

Lustige Klamotten, da weiß man dann, was Swag bedeuten soll. Leon Bailey mehrfach unter den letzten Einträgen, aber auch P.M. Lasogga hatte vor kurzem einen Eintrag…


apollinaris
27. Dezember 2017 um 21:55  |  634292

# swag aufdrehen..bin ich der Einzige, der den Begriff ziemlich cool findet? Auch “ epic fail“ oder guttenbergen“.. hätte ich vor 45-xx Jahren wohl angewendet. Dafür bin ich nun aber leider schon zu alt ..Mein ..Fehler. ?


apollinaris
27. Dezember 2017 um 21:59  |  634293

@theZeCo… sehr ruhiger und angenehmer Text.
hat mir richtig gut gefallen. Danke dafür!


frankophot
27. Dezember 2017 um 22:12  |  634294

@TheZeCo: Darf ich -ebenfalls als Exil-Herthaner in OWL gross geworden – fragen, wie der „20-Min. nach PB“-Ort heisst ?


Seppel
27. Dezember 2017 um 23:45  |  634295

@apollinaris
27. Dezember 2017 um 21:55 | 634292
# swag aufdrehen..bin ich der Einzige, der den Begriff ziemlich cool findet?
—–
Ne! Aber du bist der Einzige der auf dicke Hose macht?


heiligenseer
27. Dezember 2017 um 23:54  |  634296

Wieso feiert Duda zusammen mit Herbert Grönemeyer Weihnachten? Ach ja, die beiden vereint die Kreativität.


apollinaris
28. Dezember 2017 um 0:14  |  634297

@ Seppel… ok. ich fahre zwar niemanden permanent persönlich in die Beine..aber meinetwegen… wie würdest umgekehrt du das bezeichnen , was du gerade machst? – Und auch noch rein virtuell, da braucht‘s nicht mal ne Hose zum Verbergen..


Bennemann
28. Dezember 2017 um 1:32  |  634298

schöner Text von TheZeCo, hat mich mehrfach schmunzeln lassen.

Swag ist euch kein Begriff? Und dann MoneyBoy rauskramen, um das Wort zu „erklären“? Lustig.

Besser geeignet vielleicht Soulja Boy, der meines Wissens das Wort kreierte:

https://www.youtube.com/watch?v=9yRme0C2pmI


Etebaer
28. Dezember 2017 um 2:01  |  634299

Ein Grund warum an Hertha BSC nicht ohne Berlin sagen sollte (höchsten ohne BSC) is ja der, das kein Mensch, ausser Fussballkennern, eine Ahnung hat, das im BSC das Wort Berlin drinnen steckt – Es könnte genausogut Ballsportclub bedeuten wie Bonner SC oder Burmesischer Schach Club.

Weswegen ich kein Verfechter der Hertha BSC ohne Berlin Verortung bin – Insiderwissen lockt keine Outsider!

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Das es Schalke nicht gut geht, sieht man daran, wenn Manager plötzlich lächerliche Aussagen tätigen, wie jene, das Spieler nun hauptsächlich Ablösefrei wechseln würden.

Da haben weder die Bedürfnisse noch Interessen der Finanzkräftigen Vereine eine Rücksichtnahme drauf, die kaufen wenn sie brauchen und es ist allemal besser das Geld bleibt bei den Vereinen, als bei den Beratern, denn billiger wird’s ja wegen Ablösefrei nicht, das Geld würde nur aus dem Fussball genommen.

Aber Schalke braucht natürlich ein Alibi für ihre schlechte Vertragspolitik, die schon unter den Vorgängern herrschte und von Heidel nicht mehr korrigiert werden konnte.

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Liverpool kauft einen Verteidiger für ~80Mios und während Deutschland sich im Fernsehgeldtraumland wähnt, ist die Konkurrenzfähigkeit gegen die grossen italienischen, spanischen und dem französischen Verein nicht wesentlich besser geworden und die englischen Vereine haben sich sozusagen per Hypersprung in eine andere Dimension katapultiert und die deutsche Wettbewerbsfähigkeit ist hunderte Millionen schlechter geworden – auch beim Einkommen zählt das Delta und nicht das Total!

Vor allem wenn der Talentdrain dann mit dem Braindrain einhergeht!

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Kein Mensch im Ausland wird die Bundesliga gucken, weil sie interessant ist.
Soviel Sportfreaks gibt’s nicht, das die Sport des Sports wegen gucken!
Die Leute wollen ihren jeweiligen Heilande siegen sehn, eine Liga ohne Helden ist nicht mehr als eine College League und die Bundesliga ist bestens beraten, da schnellstens gegenzusteuern.

Wir haben keine Altstars mehr, wie Raul, keine Jungstars wie Draxler, keine Migrantenstars wie Özil, keine Talentstars wie DeBryune, der jetzt mit City Furore macht.

Dortmund holt die Gescheiterten zurück und verliert die Ausnahmetalente schneller, als die Bundesliga Trainer entläßt.

Bayern vergreist am Kopf und kein Mensch weiß, was Uli.H und Rummenigge.K den Brazzo, der in 2 Wochen mehr macht als Sammer in 2 Jahren, so ausbaldovern lassen.

Die Nordklubs + Wolfsburg sind im Arsch, Misswirtschaft und Vergangenheitsorientierung plus Planlosigkeit fordern ihren Tribut.

Red Bull muß nun die Rückschläge auf dem langen Weg nach ganz oben wegstecken – ein Meisterteam und einen Meistertrainer entwickelt man nicht eben in 2 Jahren.

Hoffenheim ist einfach nur noch Bayerns inoffizielles Farmteam.

Leverkusen war zuletzt in der Ära Kirsten einigermaßen interessant.

Schalke muß die Folgen der Mißwirtschaft und Fehlplanungen vor Heidel aufarbeiten, während es sich noch für einen Spitztenklub hält.

Der Rest ist grausiges Mittelmaß, mit einem Schleier von Tradition und jederzeit gefährdet, in die Vergangenheit zurückzustürzen.

Der VFB Stuttgart haut derzeit die Pauke, wenn da mal nicht das Fell juckt…

Das alles ist eine Chance für Vereine wie Hertha, die mit guter Planung und seriösem Wirtschaften die Plätze „hochfallen“ können, die andere herunterfallen.
Aber man sollte auch Expertise von Aussen zulassen und nicht den Bremer Fehler der Vereinsinzucht begehen um daraus resultierende sportliche und wirtschaftliche Blutarmut mit Traditionsreichtum zu verbrämen.

Hertha ist auf einem guten Weg und ich wünsch mir, das man den weiter erforscht und beschreitet!

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Pal ist nun einer der 3 Dienstältsten Trainer:
Ihm und Trainerteam meinen Glückwunsch und mögen Pal + Team neue Meilensteine bei Hertha setzen!


TheZeCo
28. Dezember 2017 um 6:55  |  634301

Vielen Dank für das positive Feedback zu meinen paar Gedanken. 🙂

Das mit dem Swag ist mir tatsächlich über die von @Knipper1892 genannte Seite näher gekommen. Da wurde unser Mitch seinerseit nach seinem Wechsel öfter mal präsentiert, natürlich spöttisch gemeint aber ich fands witzig!

@frankophot: Der Ort ist Bad Driburg und könnte dir dann ja eventuell sogar ein Begriff sein. 😉


elaine
28. Dezember 2017 um 7:54  |  634302

TheZeCo 28. Dezember 2017 um 6:55
auch von mir ein Danke für deine Gedanken.

Das musste ja teilweise hart gewesen sein 😉

und auch unter diesem Gesichtspunkt ist es nicht hoch genug zu bewerten, dass du unsere Fahne dort hoch gehalten hattest!!!!

Allerdings würde ich den Spruch „Wo liegt denn Hertha“ nicht zu hoch hängen.
Im Wessiland war man auch bezüglich Berlin und DDR vor der Wende auch eher oberflächlich informiert.
Wenn man dort weilte wurde man schon gefragt ob man nun aus Ost oder West Berlin käme und heute ist das auch oft so, dass ich , wenn ich sage ich würde aus Berlin kommen, die tröstende Antwort bekomme, dass es nichts machen würde, wenn man aus dem Osten kommt.

Das Interesse am Osten der ca. 400km entfernt liegt ist doch eher im Allgemeinen nicht sooooo hoch.


frankophot
28. Dezember 2017 um 9:20  |  634303

@TheZeCo: Brakel ! 🙂 Is aber schon länger her. Hab damals mit „Pele“ Wollitz bei der Spvgg. 20 gekickt…


frankophot
28. Dezember 2017 um 11:02  |  634304

… und ich hab´s damals genauso erlebt, wie Du.
Und das zu Hertha-Hochzeiten der 70er !
Täglich in der Schule mit meinen Kumpels:
Der FC-Meineid hautnah :).


Uwe Bremer
Uwe Bremer
28. Dezember 2017 um 12:03  |  634307

@Wasmachteigentlich

Sofian Chahed?
Schütze des entscheidenden Tores im B-Jugend-Finale zur Deutschen Meisterschaft gegen den FC Bayern? Der erste Zögling, der (gemeinsam mit Malik Fathi) aus Herthas eigener Nachwuchsarbeit bei den Hertha-Profis angekommen ist. Dessen Karriere bei Hertha und Hannover 96 eine gewisse Flughöhe hatte, aber mit 152 Einsätzen doch anders verlief als erhofft.
Heute ist Sofian Chahed Cheftrainer der U-14 von Hertha – und eng mit seinem Cousin Tarek Chahed (1. FC Magdeburg).
Wir haben uns mit Sofian (34) und Tarek Chahed (21) getroffen. Thema: Wie geht das mit einer Profikarriere? – Morgenpost-Text – hier


sunny1703
28. Dezember 2017 um 13:03  |  634308

@TheZeCo, vielen Dank für Deinen Beitrag. Betreff Aufmerksamkeit im Westen sind meine Erfahrungen deckungsgleich mit denen von @elaine.
Bei Hertha darf man auch nicht vergessen, dass bei den dortigen Fußball interessierten der verein durCh den bundesligaskandal 71 und die wahrlich nicht beliebten auswärtsfans keinen guten Ruf in den 70ern hatte. IN den 80ern bis mitte der 90er im sportlichen irgendwo, stieg anschließend das Interesse durch sportliche Erfolge und durch den Einsatz von D.Hoeneß, da mag man stehen wie man will zu ihm.
Herthas Wahrnehmung ist heute bedingt durch eine ruhige vereinsführung auf einem neutralen Niveau und das ist doch schon eine Menge wert.

Lg sunny


blauweiss
28. Dezember 2017 um 13:15  |  634309

@Etebaer

Was soll die Bundesliga denn machen?

Mehr Geld vom Zuschauer holen, ist nicht die Lösung. Wer mehr Geld investiert, der gewinnt, is ne Sackgasse. Viele Fans wollen genau das nicht! Ich auch nicht!!! Dann lieber Regionalliga!


28. Dezember 2017 um 16:14  |  634310

Neue Marktwerte bei TM – auch Hertha steigert sich

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