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Donnerstag, 28.12.2017

Fan vs. Experte

(jl) – Was braucht es für eine erfolgreiche Profi-Karriere? Talent, klar, aber eben auch Beharrlichkeit, Fleiß und Cleverness, Trainer, die auf einen setzen, Gesundheit und eine Prise Glück.

Die Aufzählung ließe sich natürlich noch erweitern, aber statt an dieser Stelle zum Listen-Maniac zu werden, verweise ich lieber auf das Doppelinterview, das die Kollegen @ub und @sst geführt haben. Sie haben sich mit Sofian Chahed und dessen Cousin Tarek (21) getroffen, der beim Drittligisten 1. FC Magdeburg unter Vertrag steht. Herausgekommen ist ein wirklich interessantes Gespräch.

Als hätten wir uns abgesprochen, passt unser nächster Gastbeitrag wunderbar zum Thema, schließlich geht es immer auch darum, was Trainer oder Manager in einem Spieler sehen. Autor @jap_de_mos leistet in seinem Text Abbitte – für all die Fehleinschätzungen, die ihm im Laufe seines Fan-Lebens unterlaufen sind. Kleiner Trost: Auch den sogenannten Experten liegen oft genug daneben. Freu‘ mich schon jetzt auf eure persönlichen Top- und Flop-Einschätzungen.

Warum ich doch nur Fan bin (und kein Experte)

von jap_de_mos

Uwe Ehlers. Uwe wer? Genau das ist das Problem. Keine Sau kennt mehr Uwe Ehlers. Dabei hätte er doch eigentlich Nationalspieler werden sollen. Mindestens!

Uwe Ehlers war mal ein junger Innenverteidiger (oder hieß das damals noch Manndecker?) bei Hansa Rostock, irgendwann in den Neunzigern des vergangenen Jahrhunderts. Ich hielt mich für einen ziemlichen Fußballexperten und war aus mir selbst nicht ganz nachvollziehbaren Gründen der festen Überzeugung: „Das wird mal ein ganz Großer!“ Das erzählte ich auch jedem, der es hören wollte (oder nicht schnell genug weg kam).

Wenn der Rohrkrepierer zum Kapitän wird

Leider ist Ehlers‘ weitere Karriere recht parallel zur Entwicklung seines damaligen Vereins verlaufen – und das Vertrauen in mein Expertentum bekam erste Kratzer. Doch Uwe Ehlers war erst der Anfang. Seitdem sind viele Namen dazu gekommen auf meiner imaginären Liste: Namen von Spielern, die ich völlig falsch eingeschätzt habe. Den kommenden Nationalspieler in einem besseren Drittligaspieler gesehen. Oder den Toptorjäger meines Vereins zunächst als totalen Fehleinkauf abgestempelt.

Stellvertretend für viele, einfach mal zwei Hertha-Stürmer dieses Jahrtausends:

Artur Wichniarek hielt ich für eine gute Idee. Beide Male. „Wer schon bei Bielefeld trifft, wird das auch bei Hertha tun.“ Dachte ich. Zwei Mal!

Vedad Ibisevic dagegen war für mich ein Rohrkrepierer mit Ansage. War der nicht beim VfB Stuttgart wegen mieser Stimmungsmache quasi rausgeflogen? Und überhaupt, wer es nicht mal beim kriselnden VfB auf den Platz schafft, wie soll der meiner Hertha weiterhelfen können?

Richtiger Riecher bei Daei, Wosz und Beinlich

Glücklicherweise habe ich zwischendurch auch kleine Erfolge verbuchen und Spieler einigermaßen realistisch einschätzen können (Ali Daei zum Beispiel fand ich überschätzt und die Herren Wosz und Beinlich hielt ich für gute Transfers). Aber alles in allem zeigt mir meine imaginäre Liste überdeutlich: Es ist gut, dass ich mein Geld nicht im Fußball-Business verdienen muss …

Jetzt ihr: Welche Fehleinschätzungen könnt ihr eingestehen (und sei es nur, damit ich mich mit meinem Nicht-Expertentum nicht so alleine fühle)? Oder habt ihr einmal das herausragende Talent eines Spielers erkannt, den eure Kumpels allesamt für die letzte Null hielten – und Recht behalten? Her mit euren „Bekenntnissen“! Ich bin gespannt!


61
Kommentare

fg
28. Dezember 2017 um 18:01  |  634311

Gold!


psi
28. Dezember 2017 um 18:05  |  634312

Silber!


Blauer Montag
28. Dezember 2017 um 18:07  |  634313

Goldelse!


Blauer Montag
28. Dezember 2017 um 18:12  |  634314

Prima Beitrag jap!
Gib mir ein paar Minuten, meine „Bekenntnisse“ zu formulieren, falls ich welche finde. 😉


Start-Nr.8
28. Dezember 2017 um 18:39  |  634316

Ich habe eigentlich immer richtig gelegen. 😉 😉 😉

Manchmal liegt man vielleicht auch richtig mit einer positiven Einschätzung, aber der Spieler kommt aufgrund starker Konkurrenz oder fehlenden Vertrauens des Trainers nicht voran.

Jedenfalls ist es gut, vor allem für Hertha, dass ich nur Zuschauer bin. 🙂


monitor
28. Dezember 2017 um 18:48  |  634317

Ich fand AW auch super.
Hat uns als Gegenspieler ein 0:1 eingeschenkt, die einzige Chance, die Bochum? (Nö ich google jetzt nicht nach, zu unwichtig 😉 )in dem Spiel hatte. Hat bei Hertha leider nicht funktioniert.
Kaka hat jemand aus Immer Hertha in einem anderen Kommentarbereich mal vehement auf die 10 setzen wollen. 🙂
Piszczek hat mich überrascht, schade daß der wegen dem Abstieg gehen mußte. Ich hätte nicht gedacht, daß er sich bei Dortmund so durchsetzen könnte.
Gabor Kiraly habe ich in seiner Außenwirkung völlig unterschätzt. So wie Marcelinho und Kalou. Da habe ich mich immer nur auf die negativen Seiten konzentriert. Vielleicht, weil sie alle für „ihre besonderen Momente“ gerühmt wurden. Da sind mir die Arbeiter wie Schelle, Kobiaschvilli oder Dardai näher. Aber mit fleißigen Arbeitern allein kann man halt auch keine Spiele gewinnen. 😉


Tojan
28. Dezember 2017 um 20:05  |  634318

überschätzt:
(scheinbar) stocker
Kohls
Bigalke
Esswein
und sicher einige weiter

unterschätzt:
(immer noch) kalou
ibisevic
selke
platte
jarstein
und auch diese liste ist verlängerbar

treffer:
langkamp
darida
maier
rekik
stark


Bluekobalt
28. Dezember 2017 um 20:47  |  634319

Oje, meine Fehleinschätzungen der letzten Jahre sind so dramatisch gewesen:
• Kalou, was eine Flachzange! Viel zu langsam für die Bundesliga,
kommt nicht mal an meiner Oma vorbei.
• Preetz und seine missratenen Transfers? Gott sei Dank, hatte zu
diesem Zeitpunkt der HSV, die Lacher der Republik auf sich
gezogen.
• Letzte Saison waren die Zeichen des sicheren Abstieges doch nun
wirklich nicht zu übersehen.
• Gojko Kačar, was für ein begnadeter Fußballer. Ich war überzeugt,
dass das ein kommender Weltstar wird.
• Ibisevic, sorry, geht gar nicht

Das ist nur ein kleiner Auszug meiner, ach so, fundierten Meinung.
Tatsächlich habe ich das für mich reflektiert und das ist auch ein Grund, weshalb ich nun nicht mehr gerne im Forum selber aktiv bin, denn wer bin ich, dass ich über Sachverhalte und Menschen urteilen will, die ich doch offensichtlich nicht einschätzen kann. In dem Lichte gefallen mir auch meine damaligen Kommentare nicht mehr so….


Traumtänzer
28. Dezember 2017 um 20:57  |  634320

Bei mir sind es auch Ibisevic und (immer noch) Kalou. Wahrscheinlich auch Skjelbred. Die ewig von mir unterschätzten, die mir aber auch regelmäßig immer wieder das Gegenteil beweisen. Von früheren Teams hätte ich nie gedacht, dass Joe Simunic oder aber auch Arne Friedrich mal derartige Stützen unserer Mannschaft sein könnten.

Spieler, wo ich mehr Erwartungen hatte, waren tatsächlich auch der schon genannte Artur W., aber auch Spieler wie Nikita Rukavytsya oder auch Valeri Domovchiyski. Da hatte man latent eine Ahnung, dass da mehr Potenzial ist, aber es wurde bei uns nie richtig wach geküsst.

Ein interessanter Fall für mich vielleicht noch Ronny. Mit Vorschusslorbeeren des härtesten Freistoßtores der Welt und spezieller technischer Fertigkeiten angeheuert. Dann in der zweiten Liga fast alles in Grund und Boden gespielt, aber in der ersten Liga leider völlig untragbar. Selten so eine Diskrepanz bei einem Spieler erlebt. Da hätte ich also auch gedacht, der würde/könnte uns in der ersten Liga helfen. Spätestens da habe ich gemerkt, dass man als Stadion-/TV-Zuschauer kaum eine reale Vorstellung vom Spiel-Tempo auf dem Platz hat.

Na ja und dann gibt’s ja auch noch die „Hertha-Klassiker“ wie Rainer Bonhof oder Uwe Rahn. Wobei hier sicherlich Verletzungen eine entscheidende Rolle gespielt haben, dass das aus Herthasicht tendenziell eher zum Kapitel „enttäuschte Erwartungen“ gehört.

Was soll’s…Ich halte mich natürlich trotzdem für einen ausgemachten Experten… 😉


Colossus
28. Dezember 2017 um 21:35  |  634321

Abseits von Hertha war ich anfangs überzeugt, dass Klopp nix drauf hat und mit Dortmund orfentlich baden gehen wird. Da lag ich glaub ich am drastischten falsch.


hurdiegerdie
28. Dezember 2017 um 21:46  |  634322

Meine grösste Fehleinschätzung der letzten Jahre war sicherlich, dass ich glaubte, Hertha könne mit einem Sturm aus Spielern wie Domovchiyski und Chermiti durchaus sicher die Liga halten.

Ich habe sicher mehr Respekt dem Unstand gegenüber gewonnen, dass du vorne wirklich richtig gute und zum Teil erfahrene Leute brauchst.

Schöner Beitrag @jap


28. Dezember 2017 um 22:14  |  634323

oh..ein sehr schönes und immer präsentes Thema. Ich schätze mal richtig, mal falsch ein..Heftig daneben lag ich bei Kroos, als mir vor allem Wechsel nach Spanien erstmals die Augen öffnete…und die ich mittlerweile verwundert reibe
Oder als ich am Anfang derer Karrieren Neuer zwar klasse fand, aber Adler für das bessere Paket hielt..
Luhukay nahm ich übel, dass er Mukki nicht richtig sehen würde..er hatte wohl den besseren Riecher..
Andersherum lag ich ganz gut bei Ramelow..oder Brooks, Jordan T. und Arne Maier..
Über Spieler wie Wagner, Gomez Schelle oder auch ältere wie Kalou ..wird es , wie zu allen Zeiten..kontroverse Diskussionen geben.Da ist niemand sicher: die besten Trainer und Spieler übersehen Fähigkeiten.
Einer der Gründe, warum ich es versuche zu vermeiden, allzu heftig über Spieler und Trainer zu urteilen…Am Ende überzeugen oft Zahlen: man sehe sich die Anzahl der Saisonspiele von Schelle, Lusti in den letzten Jahren an..oder die Zahlen vom zu alten Kalou.
Oder können die Zahlen von Pante nicht auch dessen ärgsten Zweifler nicht überzeugen?
Oder dass x verschiedene Trainer immer zu denselben Schlüssen kommen..?
Fussball wird aber eben auch nicht in Zahlen allein gemessen , wie Leichtathleten oder Skifahrer- deshalb gehören Fehleinschätzungen und /oder Polarisierungen zum Geschäft.- Nicht jede Fehlentscheidung betreffs eines Transfers ist ein Managerfehler.Oder nehmen wir den Olic: wer wollte ihn Hertha im Ernst vorhalten? – Olic, der erst nach einer gefühlten Ewigkeit zu einem sehr guten Männer-Fussballer wurde (insofern besteht auch bei kurt noch eine (vage) Hoffnung)


Opa
28. Dezember 2017 um 23:04  |  634324

Ich finde es ehrlich gesagt gar nicht so wesentlich, wie oft und bei wem Fans richtig oder falsch lagen, weil uns oft wesentliche Informationen und Hintergrundinfos fehlen, seies es Wechselmotive von Spielern, Alternativen am Markt oder konkrete Konditionen. Wichtig ist, dass der Manager meines Herzensvereins da einen guten Job macht und öfter richtig als falsch liegt.


29. Dezember 2017 um 0:16  |  634325

..meine aktuellen Fehleinschätzungen…:

– Boateng:
ich dachte wirklich, er sei körperlich nicht mehr bulitauglich ( auf Schalke dachte ich, einen Boateng zu sehen, der nur noch in China glänzen könnte)
Klug eingesetzt in Frankfurt ( Kovac und Dardai scheinen mir sehr ähnlich arbeitende und denkende Trainer zu sein)- ist er einer der wichtigsten Spieler im System
– Lusti..ich hätte ihm nicht mehr zugetraut, so viele Spiele (gut) zu betreiten. Klar, durch Daridas Ausfall begünstigt.aber ich finde, Lusti hat sich sogar etwas verbessert gegenüber den beiden Vorjahren-. Lusti ist ein Phänomen und eine der prägenden Spieler bei Hertha, zwar nicht einer der schillernden, aber eben einer der zuverlässigsten überhaupt..
Spieler wie Stark, Schelle und Lusti fehlt der Glanz, aber sie sind der Kitt eines Teams / Kaders
An einer meiner Vorsaisons-Urteile halte ich noch fest: ich würde weiterhin mit Weiser als RV und vor ihm Lecki spielen, weil das für mich eine sehr moderne , ambitionierte EL-Flanke wäre.-Sollte sich das in der RR nicht deutlich besser einpegeln, wäre das die nächste Fehleinschätzung.
Und dann noch Genki..dem ich es zugetraut hatte, doch noch mal zu kommen..aber irgendwie ist seine Zeit tatsächlich bei uns abgelaufen.
Bei Lazao hat sich mein sehr gutes Gefühl aus einem 4 Minuten Video-Schnipsel tatsächlich bestätigt.- Ich bleibe aber trotzdem dabei: solche Videos sind mit extremer Zurückhaltung, anzuschauen..
Und Essi?–kann uns weiterhin punktuell gut helfen.Solche ruhigen, professionellen Kaderspieler machen das Team konstanter.-


Exil-Schorfheider
29. Dezember 2017 um 8:41  |  634326

„Oder können die Zahlen von Pante nicht auch dessen ärgsten Zweifler nicht überzeugen?“

Nein, mich überzeugen die Zahlen nicht.
Das war damals schon eine ewige Diskussion. Viele fanden ihn weltklasse, aber die Quoten sagen was anderes.


fechibaby
29. Dezember 2017 um 8:51  |  634327

29. Dezember 2017 um 10:04  |  634328

@Exil 0841

Wie meinst du das? Sagen die Quoten, dass er schlechter war als allgemein angenommen?´

Ich fand Pante im Verhalten schwierig, aber auf dem Platz schon ziemlich gut.

Meine Flops: hätte nach seinem ersten Jahr bei uns nicht gedacht, dass Kalou mal eine prägende Rolle werden könnte. Habe ihn mal öffentlich als „wandelndes Phlegma“ bezeichnet, eine Äußerung, die mir heute sehr unangenehm ist und leid tut.

Bei Rekik hatte ich arge Zweifel, als ich seinen Bock im Vorbereitungsspiel gesehen habe. War für mich ein Zeichen eines grundsätzlichen Mangels an Raumgefühl. Ha, da freue ich mich doch sehr über meinen Mangel an Einschätzungsvermögen.


Ursula
29. Dezember 2017 um 10:25  |  634329

Na dann sei`s gelobt, ist ja (fast!)
alles gesagt zu diesem famosen
Marko Pantelic….


Jack Bauer
29. Dezember 2017 um 10:57  |  634330

Wer glaube ich noch nicht genannt wurde – Ronny!
Ich erinnere mich noch, dass ich mich im Bekanntenkreis zu der Aussage hinreißen ließ, der wird nochmal für einen großen Club spielen. Schwer daneben gelegen. Obwohl sich natürlich streiten lässt, ob er die Fähigkeiten dafür hatte.
Wagner habe ich natürlich auch – zugegebenermaßen – so eine Karriere nicht mehr zugetraut. Auch wenn ich es nach wie vor für richtig halte, dass man Ramos oder Kalou den Vorzug gegeben hat.
In Cigerci habe ich auch unseren Mittelfeldmotor für die nächsten Jahre gesehen.
Marko Marin fällt mir auch noch als Fehleinschätzung ein… oder Lennart Hartmann. Auch Chermiti.
Ganz gut gelegen habe ich bei Weiser. Kenne einige Bayernfans die seinen Weggang damals nicht verstanden haben, auch wenn Kimmich (den ich auch relativ früh als Nationalspieler gesehen habe) die Tränen jetzt ganz gut trocknen dürfte. Auch in der Jarstein/Kraft Thematik habe ich mit Jarstein relativ früh einen guten Riecher gehabt. Dafür aber daneben gelegen, als ich ihm die Klasse für die Europa League abgesprochen habe. Das hat er in den 4 Spielen gut gemacht.
Bei Maier und den anderen 99ern ist es noch etwas früh, aber ich erinnere mich da an sehr launige „goldener Jahrgang“ Diskussionen. Ich hoffe, dass ich da recht behalte. Die letzten Wochen und Monate sahen zumindest sehr gut aus.
Bei Neuer erinnere ich mich, dass ich den relativ früh als kommenden Welttorhüter bezeichnet habe.
Viel Aussagekraft hat das alles natürlich nicht, da es unendlich viele Gründe gibt, warum ein Spieler sein Potential nicht dauerhaft abrufen kann, warum er vielleicht eine Zeit lang über- oder unterperformed. Dennoch interessant mal über seine eigenen Einschätzungen in der Retrospektive nachzudenken.


Exil-Schorfheider
29. Dezember 2017 um 11:46  |  634332

Sir Henry
29. Dezember 2017 um 10:04 | 634328

@Exil 0841

„Wie meinst du das? Sagen die Quoten, dass er schlechter war als allgemein angenommen?´“

Korrekt.
Seine Quote wurde meiner Meinung nach immer überhöht dargestellt.
Ich habe dann immer die Quoten von Ulf Kirsten dagegen gestellt.

Darf man ja aber heute anscheinend nicht mehr schreiben…


Exil-Schorfheider
29. Dezember 2017 um 11:51  |  634333

@jack

„Auch in der Jarstein/Kraft Thematik habe ich mit Jarstein relativ früh einen guten Riecher gehabt. Dafür aber daneben gelegen, als ich ihm die Klasse für die Europa League abgesprochen habe. Das hat er in den 4 Spielen gut gemacht.“

Welche vier Spiele von Jarstein meinst Du?


psi
29. Dezember 2017 um 12:08  |  634334

Könnte es sein, dass er evtl. , aber auch nur evtl. T. Kraft meint? ?
Man man man


Opa
29. Dezember 2017 um 12:18  |  634335

Er fragt doch nur….


Exil-Schorfheider
29. Dezember 2017 um 12:29  |  634336

Danke, @Opa…

Andere Fragen sind anscheinend nicht blödsinnig oder deren Blödsinn scheint bei einigen nicht durch…

Meine Fresse…


apollinaris
29. Dezember 2017 um 12:50  |  634338

Sagt ja keiner, dass Ulf Kirsten als Vollstrecker nicht noch besser war..und etliche andere auch- aber bei Hertha BSC .? .Ein klasse- Stürmer für Hertha BSC,, nicht für Leverkusen oder Bayern..

@ psi spielt doch nur…man, man man..,ist doch Blog- bekannt. Harmlos.
man man man


Joey Berlin
29. Dezember 2017 um 12:54  |  634339

Blick zurück…

#“Weltmeister“ Luizão…
Man waren wir über diese Verpflichtung stolz und begeistert. Verschenkte sogar sein Trikot an meinen kleinen Bruder zum Geburtstag. Was für ein Frust, diese Lehre machte mich sensibel für Heißdüsen, die sofort in Verzückung oder Geschrei ausbrechen. Btw. „Bundesligauntauglich“, was für ein dummer Begriff aus dem Fanmund.

imho: Bisher bemerkenswerter Kommentar von @Bluekobalt 28. Dezember 2017 um 20:47 | 634319 ? und richtiger Satz @ Opa 28. Dezember 2017 um 23:04 | 634324

?

Wichtig ist, dass der Manager meines Herzensvereins da einen guten Job macht und öfter richtig als falsch liegt.


apollinaris
29. Dezember 2017 um 13:13  |  634340

Ah ja…so hiess der Brasi…tja…


Exberger
29. Dezember 2017 um 13:29  |  634344

Also ich fand Pantelic auch cool – Kirsten hat mal bei Hertha gespielt?
Als Vergleich sollte man doch wohl besser Stürmer heranziehen, die auch bei uns waren.

Bei Esswein dachte ich, dass es besser passen würde. Bei Nürnberg und Augsburg ist er mir immer aufgefallen. Die mangelnde Ballverarbeitung ist mir erst bei Hertha aufgefallen.


Stiller
29. Dezember 2017 um 14:05  |  634351

Bei Chermiti lag ich auch daneben.

Pantelic war ein großer Gewinn für Hertha, weil er aus Schei… Gold machen konnte. Er war aber auch ein Desaster, weil seine Launen und seine Egomanien (wenn er nicht auf dem Platz stand) das mit dem Hintern einrissen, was er mit Kopf und Füßen aufgebaut hatte. Ich mache ihn verantwortlich dafür, dass es mit der CL nicht geklappt hat.


Exil-Schorfheider
29. Dezember 2017 um 14:07  |  634352

Exberger
29. Dezember 2017 um 13:29 | 634344

Es ging um den Vergleich von vermeintlichen Top-Stürmern mit wirklichen Vollstreckern, weil die Zahlen das Thema waren.
Solche Vergleiche kann man nicht wie Pantelic – Sobeck machen, sondern muss schon Konkurrenten vergleichen dürfen.


Jap_de_mos
29. Dezember 2017 um 14:15  |  634354

War Kirsten tatsächlich zur selben Zeit unterwegs wie Pantelic? Hab den für mich unter “goldene 90er“ abgebucht…
Eine weitere grobe Fehleinschätzung meinerseits war Jens Hegeler. Den habe ich vorher 2-3x überragend spielen sehen bei Nürnberg und Leverkusen. Dachte, das ist ein Riesentransfer…
Danke für die rege Beteiligung, find ich spannend!


fechibaby
29. Dezember 2017 um 14:33  |  634356

Marko Pantelic war von 2005 bis 2009 bei
Hertha BSC.
Kirsten hatte bereits 2003 sein Karriereende.
Von Kirsten ist mir bestens in Erinnerung, als er nach dem
DFB-Pokalfinale gegen die Hertha Amateure den
pfeifenden Fans seinen Stinkefinger zeigte.


raffalic
29. Dezember 2017 um 14:36  |  634357

#Nicht alles was hinkt ist auch ein Vergleich

Scorerpunkte pro Spiel (nur Buli, eigene Berechnung auf Basis transfermarkt.de)

Ulf Kirsten: 0,64
Marco Pantelic: 0,58

Wenn ich bedenke, dass – Achtung, jetzt kommt eine nicht verifizierte These – Leverkusen in den Spielen mit Kirsten mutmaßlich insgesamt mehr „Qualität“ auf dem Platz hatte als Hertha bei den Spielen mit Pantelic, so liegt der „Italiener“ für mich überraschend gut im Rennen…einen Klassenunterschied sehe ich hier nun wirklich nicht!

Bei der Wahrnehmung von Pantelic gilt es zu berücksichtigen, dass er stets ein Spieler für die besonderen Tore und Momente war. Einer der Spieler, wegen der Connoisseure ins Stadion pilgern…


29. Dezember 2017 um 14:37  |  634358

Also, – wenn ich über Pantelic als guten Stürmer bei Hertha (!) rede, sehe ich einen sehr guten Stürmer, der damals bei Hertha immer seine Tore gemacht hat. Es ging mir darum, dass selbst die damaligen Kritiker anhand der doch eher guten Quoten ( für Hertha-Verhältnisse) doch eigentlich besänftigt sein sollten.- Denn: allzuviele Hertha-Stürmer hatten wir nicht, mit solcher Quote über mehrere Saisons.
Ich als fan von seiner Art, Fussball zu spielen, fand ihn ja ohnehin klasse.- Selbst mit weniger Quote hätte ich ihn gut gefunden.-Für den bin ich (auch) in´s Stadion gegangen.
Aber anscheinend lag ich falsch: auch an Pantes Quote lässt sich nörgeln.
So ist Fussball.


Jack Bauer
29. Dezember 2017 um 14:51  |  634359

@Exil:

Gemeint war natürlich Thomas Kraft.
Danke @pathe.


Stiller
29. Dezember 2017 um 15:13  |  634361

Am letzten Spieltag 2008/2009 stand folgende Elf in der Startformation gegen den Absteiger KSC (KICKERNOTEN):

Aufstellung:
Drobny (2,5) – Piszczek (5,5) , von Bergen (5,5) , Simunic (4,5) , Stein (5,5) – Kacar (5) , Dardai (4,5) – Ebert (4,5) , Cicero (5,5) – Raffael (5) – Pantelic (5)

Die würde mE heute gegen den Abstieg spielen. Ulf Kirsten hatte da wohl bessere Mitspieler. Bin bei @Raffalic.

Pantelic (und ggf. Voronin) waren die Bringer, die ggf. aus dem Nichts ein Tor machen konnten. Deswegen ging man ins Stadion. Bis Pante bzgl. seiner Vertragsverlängerung durchdrehte. Den Rest kennen wir.


29. Dezember 2017 um 16:22  |  634362

raffalic
29. Dezember 2017 um 14:36 | 634357

Man kann natürlich Scorerpunkte nehmen, aber ich halte es eher mit dem „Ein Stürmer wird immer an seinen Toren gemessen.“
Dann ist die Quote nicht mehr so nah beeinander. :=

——————————————————————–

@jack

Sorry!
Späße und Spiele dürfen hier nur die anderen… wenn es @apo erlaubt.
Hatte ich für einen Moment vergessen…


Etebaer
29. Dezember 2017 um 16:34  |  634363

Pante war Jahrelang Hertha Lebensversicherung – von einem Verein, der in der Spätära Hoeneßhertha immer wieder in den Abstiegskampf dippte.
In gewisser Weise Herthas Modeste…

In der richtigen Welt geht Erfolg immer vor Schönheit – es sei denn der Erfolg beruht auf Schönheit – was er im Fussball definitiv nicht tut!

###

Warum ich nicht an daran glaube, das es Zeitnah eine EU-Großklubliga geben wird:
Weil dann alle anderen Klubs, ausser dem Meister, zu Verlierern werden!

Die UEFA müßte erstmal einen Spielmodus finden, der den Ruf der Großklubs nicht beschädigt!

Was möglich, aber nicht ganz unleicht ist…

Und wovor Bayern Angst haben müßte, denn in einer Liga mit 6 englischen, 3 bis 4 spanischen, 2 bis 3 italienischen, 1 französichen und 1 bis 3 deutschen Klubs hat man keine Hausmacht und keine Bedeutung, ausser die Rolle als häßlicher, moralisierender, deutscher Prügelknabe mit einer Titelaussicht kleiner als in der CL.

###

50+1 wird fallen, das ist nur eine Frage der Zeit und was den DFB und die DFL umtreiben sollte ist, die richtigen Rahmenbedingungen dafür zu setzen.
Rahmenbedingungen die Verhindern das die Vereine von den ausgegliederten Profiabteilungen über den Tisch gezogen werden und keine Regionale Verwurzelung mehr haben und ein Wertedrain und Sittlichkeitsverfall im Geschäftsgebahren stattfindet und vor allem das unruinöse Auscheiden eines Investors und die Rückübergabe an den EV regelt, im Fall der Fälle.


Ursula
29. Dezember 2017 um 16:54  |  634365

# Am Beispiel Marko Pantlic

Ich räume ein, ich bin bekennender Fußball-,
somit selbstschreibend, Marco Pantelic-Fan!!

Ich gehe mit @ apo um 14:37 Uhr zu 100 %
d`accord! Allein seinetwegen liefen etliche
tausend Zuschauer ins Stadion, so wie auch
wegen Marcello, selbst wenn ER ein vermeintlich
„schwieriger Charakter“ war! ER war ein „EGOMANE“,
mit „background“, wie es HIER im Blog Dutzende,
leider ohne jeglichen „background“ gibt…

UND ER verstand Fußball, wie kaum ein anderer
Stürmer, nicht nur bei Hertha! ER war vielleicht
der „Erfinder“ des spielenden (Mittel)Stürmers…!

Ich erinnere an ein Spiel, Dieter Hoeness
hatte Pantelic verboten mit dem Außen-
rist zu spielen, in dem bei Hertha nicht so
VIEL lief…

…ER holte sich den Ball an der Außenlinie,
dribbelt nach innen, kurzes „antäuschen“ und
ER war im Strafraum, der gegnerische Torwart
kam ihm „winkelverkürzend“ entgegen und
ER spitzelte mit dem (natürlich!!) Außenrist
den Ball über den Torwart, m. E. zum 2 : 1
für die Hertha und zum Sieg…! Gegner…??

Dann lief Pantelic zu Dieter Hoeness….

Der Dialog ist mir nicht bekannt!

Aber „Pante“ konnte „mitspielen“, „vorlegen“
(Assists) und selber knipsen…!!!

Deshalb zog Lucien Favre, der mit ihm seine
liebe Not hatte, ihn auch permanent dem in
Topform befindlichen Voronin vor…

UND nu…?


Blauer Montag
29. Dezember 2017 um 17:15  |  634366

*fragt*
Ist eine Erlaubnis das Gleiche wie der Passierschein A38? :mrgreen:

https://www.youtube.com/watch?v=wAoUNTRFgvM


Opa
29. Dezember 2017 um 17:16  |  634367

Pante, Ulf und der Papst
Vergleich von Pante und Ulf ist etwa so „sinnvoll“ wie zwischen dem Papst und Michael Jackson, aber bitte, Hauptsache Spiegel, Italiener und Theatralik 🙄

Hegeler?
Hat hier einer Ottl gesagt? 😀 In Kombination mit den Papstvergleichen bekomme ich Lust auf Kommunikation im Maik Franz oder Eric Cantona Gedächtnisstil: Immer mit dem Stollen voran 😉

Internationale Wettbewerbsfähigkeit?
Schon heute geht es bei den Bayern im Wesentlichen um die Wettbewerbsfähigkeit in der Champions League, die nationalen Wettbewerbe werden als eine Art „Pflichtübung“ betrachtet, die nur als Qualifying für die CL dienen. Sofern sich die internationale Wettbewerbsfähigkeit national nicht mehr refinanzieren lässt, wird bei den Großclubs natürlich ein Umdenken einsetzen. Transfers wie Pogba, Neymar oder jüngst van Dijk bringen auch die Bayern an Grenzen. Und dann kann es ganz schnell gehen, dass heilige Kühe umfallen, denn bei den Summen, um die es geht, enstehen normative Kräfte des Faktischen, sowohl bei den Vereinen als auch bei den Verbänden. Selbst die DFL Zentralvermarktung dürfte dann nicht mehr sicher sein. Und dann kann alles ganz schnell gehen, eine Rückkehr zum Regionalligasystem auf nationaler Ebene mit Playoffs um die Meisterschaft fänd ich persönlich auch nicht das schlimmste. Als Herthafan kann ich mit dem Anspruch an die internationale Wettbewerbsfähigkeit eh nur bedingt etwas anfangen 😉


Blauer Montag
29. Dezember 2017 um 17:19  |  634368

Beifall und Bussi für deine Muse Etebaer
29. Dezember 2017 um 16:34 | 634363
Welch ein Satz!

Pante war Jahrelang Hertha Lebensversicherung – von einem Verein, der in der Spätära Hoeneßhertha immer wieder in den Abstiegskampf dippte.


Blauer Montag
29. Dezember 2017 um 17:23  |  634369

In meinen Augen blieb Jens Hegeler unter den Erwartungen.

Wenn ich ihn gesehen habe im Training und in den Testspielen: Immer TOP. In den Pflichtspielen brachte er seine PS nie richtig auf den Rasen. 🙂


Susch
29. Dezember 2017 um 17:30  |  634370

Pantelic und Marcelinho waren wohl die prägendsten Fußballer so lange sie für Hertha gespielt haben.
Zumindest für mich.
Beide hatten die Gabe unberechenbar zu sein.
Mich interessierte auch nicht was sie außerhalb des Platzes gemacht haben.
Denn auf den Platz waren sie fast immer diejenigen die uns Punkte gebracht haben.
Ein Spielertyp wie Marcelinho würde uns heute sehr gut stehen.
Mit Selke haben wir Gott sei Dank jemanden der ähnlich wie Pantelic Spiele entscheiden kann.
Ansonsten hatten wir seit Marcelinho niemanden mehr im Mittelfeld der so gut war.
Vor allem der so konstant gut war.
Egomanen haben heute unter einigen Trainern leider kaum noch Chancen da ja angeblich immer das Team im Vordergrund steht.
Das ist eigentlich schade da es doch genau solche Spieler sind weswegen man ins Stadion geht, oder auch Fan wird.


29. Dezember 2017 um 17:44  |  634371

@opa..also ich war es nicht, der den Leverkusener in´s Spiel brachte..aber bitte, das tut ja nix zur Sache.


Blauer Montag
29. Dezember 2017 um 17:44  |  634372

Ob früher „mehr Lametta“ oder „mehr Fußball“ war, als Marcelinho noch im Oly auftrat, mag der mündige Leser selbst entscheiden.

Ich werde auch im Jahr 2018 auf den Schenckendorffplatz, ins Amateurstadion oder ins Olympiastadion gehen, sofern es mein Terminkalender zulässt. Ich schaue den Jungprofis zu im Training, in Testspielen oder bei der U23. Meine ersten Eindrücke dabei waren positiv von Palko Dárdai, Klinsmann und Torunarigha. In ihren ersten Pflichtspielen 2017 konnten Sie jeweils diese positiven Eindrücke bestätigen. Hoffentlich auch weiterhin im neuen Jahr!


29. Dezember 2017 um 17:51  |  634373

@Susch..
#Marcello, Pante etc
..heute sind wir dáccore. Solche Spieler hatten ganz lange schlechte Karten in den Akademien. Auch den Spruch „der Star ist die Mannschaft“, hielt ich immer schon für ein eher schlechtes Leitmotiv, weil er einen ausschließenden Charakter hat : ohne indivuelle Qualität bleibst du immer berechenbar. -Aber jüngst (und auch schon vor Scholl) hat sich da wohl endlich ein Umdenken ergeben..Wir produzieren klasse Mittelfeldspieler am Stück; die ganz grossen Individualisten aber , die schillernden, teuren internationalen Superstars, die die Franzosen, Spanier, Südamerikaner und neuerdings auch Engländer , Belgier hervorbringen..haben wir nicht. Sane´, Werner , vierlleicht Goretzka..da ist Luft nach oben.


Opa
29. Dezember 2017 um 17:54  |  634374

@Apo: Du warst das mit dem Pantelic als Italiener, aber bitte , von dem, was Du schreibst, tut SELTEN was zur Sache, das Dumme ist nur, dass Du Dich dafür IMMER angesprochen fühlst. Und an den „Missverständnissen“ AUSNAHMSLOS die anderen Schuld sind. Aber bitte…


megman
29. Dezember 2017 um 17:57  |  634375

@Ursula
Nürnberg ? 2006


Blauer Montag
29. Dezember 2017 um 18:01  |  634376

Deine FESTSTELLTASTE klemmt opa?


Herthapeter
29. Dezember 2017 um 18:04  |  634377

Sehr schönes Thema@Jap!!!

Spontan fielen mir diese folgenden Namen ein:

Ilja Aracic
Der hat Ende der 90er für TeBe unsere alte Dame im Alleingang aus dem Pokal geschossen. Hoeness ließ sich nicht lumpen und hat ihn sofort gekauft. Ich dachte sofort, ein Top-Deal! Es war einer der schlechtesten in der Hoeness Ära.

Luizao
Der vielleicht schlechteste Transfer Herthas aller Zeiten (neben Rainer Bonhof, aber der war vor „meiner Zeit“). Ich hatte etwa ein Jahr vor dem Luizao Transfer in der Zeitung – damals noch auf gedrucktem Papier – gelesen, dass die Brasilianer gerne mal irgendwelche Spieler in der Nationalelf einsetzen, nur aus dem einzigen Grund, den Marktwert deutlich nach oben zu schrauben. Dann wurde Luizao verpflichtet, von dem ich nie gehört hatte und ich habe daraufhin mindestens zweimal das Argument vernommen, dass der ein richtig Guter sein müsste, weil er ja in der Nationalelf gespielt hatte. Da wurde ich sehr stutzig … mein Gefühl gab mir vollkommen Recht. Auch aus meiner heutigen Sicht war das die Spitze der Fehlentscheidungen der Hoeness-Ära.

Pantelic
Den kannte ich vorher gar nicht. Bereits bei seinem ersten Heimspiel habe ich mich aber unsterblich in ihn „verliebt“. Was der für eine Präsenz und positive Wirkung auf seine Mitspieler hatte, ist sofort bis auf den Oberring zu spüren gewesen. Ich bekomme fast noch eine Gänsehaut beim Gedanken dran.

Skjelbred
Als Preetz unseren besten Knipser Lasogga an den HSV vertickt hat und sich dafür diesen Ewigbankdrücker mit dem unaussprechlichen Namen hat aufschwatzen lassen, hätte ich ihn am liebsten zum Mond geschossen. Für mich war an jenem Tag klar, dass Preetz seinen Beruf verfehlt hat und ich diesen Verein kaum mehr ertragen könnte. Das war wohl meine größte Fehleinschätzung, seit ich Herthaner bin, also seit den 80er Jahren.

Wichniarek
Seine erste Verpflichtung, damals als Zweitliga-Torschützenkönig, fand ich absolut klasse. Ich habe mich bekanntlich mächtig geirrt.
Wichniarek zum Zweiten: Als Ersatz für das geniale Tandem Pantelic und Voronin, die damals beide von Favre verschmäht und vergrault wurden. Dieser zweite Transfer entsprach zu 100% meinen Erwartungen und Favre ist seitdem für mich die Persona non grata schlechthin, dem gönne ich sämtliche Abstiege dieser Welt.

Ibisevic
Was für ein jämmerlicher Notnagel dieser Transfer, dachte ich! Bankdrücker, längst über seinem Zenit un dann noch so ein Querulant. Das einzig Gute daran war, dass der VfB damals noch den Großteil seines Gehaltes übernehmen musste. Ich stand ja mit meiner Prognose keinesfalls alleine da. Preetz hat uns damit einmal mehr gezeigt, warum er jeden Monat großzügig von Hertha entlohnt wird und wir nicht.

Preetz, der Manager
Nach dem zweiten Abstieg hatte ich absolut die Faxen dicke. Dass dieser Hoeness-Adjutant, der wohl niemals aus der Rolle des Managerlehrlings entwachsen könnte, nochmals von Gegenbauer bedingungslos installiert wurde, war für mich eine mittelschwere Katastrophe. Etwa vier Jahre später sehe ich in ihm heute den vielleicht besten Bundesmanager. Seine Transferbilanz der letzten vier Jahre ist schlichtweg phänomenal. Hut ab, ich bin ebenfalls froh, dass ich nicht für diese Aufgaben verantwortlich bin und wir den richtigen Mann am richtigen Ort haben. 🙂


hurdiegerdie
29. Dezember 2017 um 18:09  |  634379

Der Star ist die Mannschaft war m.E. kein Leitmotiv. Es drückte einfach nur den Umstand aus, dass man bereits damals kaum „Superstars“ hatte (Babbel, Helmer, Eilts, Scholl (huch), Struuunz und Kuuuntz) und nur etwas über mannschaftliche Geschlossenheit erreichen konnte.


raffalic
29. Dezember 2017 um 18:18  |  634381

@Exil:

Stimmt, betrachtet man die Tore isoliert, so liegt Kirsten deutlicher vorne. Er traf in der Buli im Durchschnitt alle 152 Minuten, während Pantelic im Schnitt 197 Spielminuten für einen Treffer brauchte.

Auch hier ist der Abstand für mich persönlich geringer, als ich es erwartet hätte. Man könnte unter den oben beschriebenen unterschiedlichen Rahmenbedingungen auch die These aufstellen das Pantelic das bessere Gesamtpaket bot respektive der vielleicht „komplettere“ Stürmer war ob seiner „spielerischen“ Qualitäten und seines Blickes für den Mitspieler.

So oder so, für mich waren Pantelic und Raffael eine absolute Traumkombination, die mich seinerzeit zu meinem Nickname bei tm.de und später hier inspirierten.

Raffael war so ein Spieler, bei dem ich von der ersten Minute an wusste, dass er ganz besondere Fähigkeiten hat. Noch heute für mich der wohl feinste Techniker der Liga. Ein Jammer, dass er es nie bei einem großen Verein geschafft hat Titel zu sammeln, die Qualität war unbestritten da.


Stehplatz
29. Dezember 2017 um 18:26  |  634384

Tja Fehleinschätzungen… ich halt mich mal an die jüngere Vergangenheit:

Ibisevic hatte ich als eine Rob Friend-Hommage von Preetz eingeschätzt. Die Fußhinhalterfraktion hatte bei mir nach Pante und Ramos eh einen schweren Stand. #KoanNeuner
In meinen Augen schleppte sich da ein satter Altprofi Richtung Endstation Olympiastadion, dessen Ruf sich wesentlich aus einer furiosen Hinrunde und dummen Fouls in der sportschau speiste. Zu einhellig war mir die Meinung der Unterländer, der wäre satt. Geschenkt, dass Preetz der „Schwäbischen“ Hausfrau Dutt das halbe Gehalt und keine Ablöse aus dem Kreuz leierte. Der kommt für ein üppiges Gnadenbrot und macht nicht mehr als eine Hand voll Tore bis das Missverständnis im Sommer endet. Errare human est. Jahre später muss man (ja, auch Ich) Kreide fressen. Man hat einen guten Stürmer sehr günstig bekommen. Ein Mann mit Mehrwert für den BSC.

Sonst würd ich für mich mal eine ganz gute Trefferquote reklamieren. Da aber Eigenlob stinkt, lasse ich den Rest mal außen vor.


Jack Bauer
29. Dezember 2017 um 18:27  |  634385

@Exil:

Alles gut, fand es weder besonders lustig noch schlimm.


29. Dezember 2017 um 18:32  |  634386

@opa..wenn du richtig liest..steht da alles, nur nicht, dass Pante Italiener wäre.. ( „ich mag den Italiner und italienische und sowieso das Theatralische ( Pante)..“ für mich ist das Trennung genug..also für mein Sprachverständnis..aber wen meintest du dann , wer Äppel mit Birnen verglichen hatte und Pante mit Kirsten…?

***
„Der Star ist die Mannschaft“ kam , glaube ich, aus dem Umfeld von Berti Vogts..und wurde dann gerne und immer wieder leitmotivisch in Diskussionen eingebracht. Auch hier, als es Grundsatzdebatten in der Favre-Zeit gab.-So meine Erinnerung


Exil-Schorfheider
29. Dezember 2017 um 19:48  |  634395

@Herthapeter

Dafür, dass Pante von Favre verschmäht worden sein soll, hat er unter diesem in der Saison vor Voronin viele Spiele und mehr Tore als in der gemeinsamen Saison mit dem „König von Berlin“ gemacht.
Lag‘s vielleicht am kongenialeren Partner Gimenez?


coconut
30. Dezember 2017 um 0:49  |  634412

@Herthapeter 29. Dezember 2017 um 18:04 / 634377
Zitat:
“ Als Ersatz für das geniale Tandem Pantelic und Voronin, die damals beide von Favre verschmäht und vergrault wurden.“

Au weia mit den Fakten hast du es nicht so?
Tatsache ist:
Voronin war geliehen und der Leihvertrag endete. Eine weitere Leihe wollte Voronins Verein (Liverpool) nicht. Kaufen war finanziell nicht möglich.

Pantes Vertrag endete. Ein Angebot von DH über 3,5 Mio für bis zu 3 Jahre hat er abgelehnt. Er wollte noch mehr Geld. Das war für Hertha nicht zu stemmen. Da sagte selbst DH als bekennender Pante-Fan: Nein!
Letztlich spielte er für rd.1Mio bei einem anderen Verein. Verzockt nennt man das wohl….
Richtig ist das Pante immer klagte, das Favre ihn nicht genug schätzen, gar mobben würde (Mitspieler bestritten das), was angesichts von 40 Einsätzen bei 48 möglichen schlicht jeder Grundlage entbehrt. Er fehlte nur bei Verletzungen und einmal weil er suspendiert war (Training geschwänzt).

Also nichts da mit, „von Favre vergrault“…….das ist schlicht (d)ein Hirngespinst.

Ja, auch ich mochte Pante. Seine Tore waren oft sehenswert und sein Ego übergroß. Muss wohl bei solchen Spielern so sein.


Herthapeter
30. Dezember 2017 um 10:07  |  634416

@Pantelic und Voronin

Dass die Chemie zwischen Favre und den beiden Paradiesvögeln nicht stimmte, wusste jeder im Verein. Eine Fortsetzung des Engagements der beiden war somit nicht mehr realisierbar, bestenfalls mit einer gehörigen Portion Schmerzensgeld.
Favre hat sich seinerzeit in keiner Weise für einen Verbleib stark gemacht, weder für P. noch für V., wodurch ein Aushandeln neuer Konditionen im Rahmen der Machbarkeit obsolet wurde.
Stattdessen vertraute Favre voll auf den Sturmtank Wichniarek.

Alles auch eine Frage von Wahrnehmung, Fingerspitzengefühl und Zwischenmenschlichkeit, nicht nur reine Faktenhuberei.

Letzten Endes ging es eigentlich um Tops und Flops der eigenen Einschätzungen/Prognosen.

Pantelic bereits nach 30 min Hertha BSC sowas von Top, der hat mich nie enttäuscht.

Favre in seiner letzten Saison: Flop mit Ansage.


coconut
30. Dezember 2017 um 16:48  |  634439

@Herthapeter
Du ignorierst schlicht das, völlig losgelöst von Favre, beide finanziell nicht zu halten waren.
Für Voronin konnten wir keine damals verlangten 5Mio Ablöse aufbringen (letzlich zahlte ein anderer Verein etwa 2,5Mio) und Pante waren 3,5 Mio / Jahr zu wenig. Was willst du da machen?
Das sind schlichte Fakten.
Von daher ist deine Behauptung, Favre hätte beide vergrault reiner Unsinn.
Sie waren so oder so mit den finanziellen Möglichkeiten Herthas nicht zu halten.

Favre hätte übrigens Voronin gerne behalten, denn der entsprach dem, was er von einem Spieler erwartete. Voronin wäre auch gerne geblieben, fühlte sich hier wohl. Aber…siehe oben.
Übrigens:
Hätte man damals schon die Idee gehabt (wie ion der Winterpause), sich von Werbepartnern einen Vorschuss geben zu lassen, hätte es mit Voronin klappen können. Ich glaube, dann wäre der Abstieg kein Thema gewesen. So fehlte einfach zu viel an Substanz.

Saison = Flop mit Ansage, aber nicht allein durch Favre, sondern durch den Verlust des Rückrades der Mannschaft (Pante, Voro, Kacar, Simunic ohne adäquaten Ersatz, weil Taschen und Konto leer). So hat sich Hertha selber in die 2.Liga gespart. Auch eine Methode. Nur, nichts ist teurer als ein Abstieg……lt. Bruchhagen 40-60Mio

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