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Dienstag, 16.1.2018

Duda drängt in die Startelf

(ub) –  Da war reichlich Zug drin, im ersten Training dieser Woche. Trainer Pal Dardai bereitete die Mannschaft darauf vor, was sie am Freitag im ersten Heimspiel des Jahres gegen Borussia Dortmund erwartet (20.30 Uhr, Olympiastadion). Auf kleinem Feld ließ Dardai drei Angreifer spielen gegen einen Verteidiger und Torwart.

Es konnte nicht schnell genug gehen. „Tempo, Tempo“, forderte Dardai immer wieder. Und wenn Vladimir Darida den Ball aus vier Metern ungefähr genauso weit übers Tor jagte, brüllte Dardai:

Konzentriert Euch. Ihr sollt Tore machen.

Die Übung auf kleinem Feld ging so weiter, dass einer aus dem Stürmer-Trio, in dem Moment, in dem der Angriff abgeschlossen war, sofort im Vollsprint zurück musste, um als einzige Verteidiger sich gegen eine neue Welle von drei Angreifern zu stemmen.

Lob von Trainer Dardai

Zum Abschluss wurde Elf-gegen-Elf auf ein 60-Meter-Feld gespielt

Team Lila: Smarsch – Weiser, Stark, Lustenberger, Plattenhardt – Skjelbred, Maier – Lazaro, Duda, Kalou – Selke.

Team Blau: Kraft – Haraguchi, Langkamp, Torunarigha, Mittelstädt – ? Darida – Leckie, Esswein, Kade – Ibisevic.

Team Lila sah aus wie eine Startelf für Freitag (mit Ausnahme des Torwarts). Auffällig an dieser Formation war Duda. Der war seit Oktober (beim 1:1 in Freiburg) nicht mehr in Herthas Startelf berücksichtigt worden. Da hat sich etwas getan.

Trainer Dardai: Ondrej hat schon letzte Woche gut trainiert. So habe ich ihn im Training schon lange nicht mehr gesehen. Seine Leichtfüßigkeit und Dynamik sieht besser aus als zuletzt. Wir haben eine Heimspiel. Mal sehen, gut möglich, dass wir mit einem echten Zehner spielen.

https://www.instagram.com/p/BeA4OQxFnjf/?taken-by=ubremer1

Kalou über seine Monsterchance

Peter Pekarik trainierte zunächst in der Kabine und später mit Athletiktrainer Hendrik Vieth auf dem Platz. Nachdem der Trainer am Sonntag berichtet hatte, Pekarik könne sich wegen Muskelverspannungen im Hals und Nackenbereich kaum bewegen, sahen Pekariks Bewegungsabläufe heute wieder  recht flüssig aus.

Habe nach dem Training Salomon Kalou befragt.

Kalou: Gegen Dortmund wird es ein schwieriges Spiel. Sie haben gerade in der Offensive viel Qualität und können immer ein Tor machen. Aber ich erwarte ein attraktives Spiel, weil die Teams nicht groß taktieren werden. Beide Mannschaften brauchen die Punkte.

Salomon, was war los am Samstag in Stuttgart bei Deiner Monsterchance, die Du übers Tor geköpft hast?

Kalou: Es ging sehr schnell. Ich wollte mich extra fest in den Boden stemmen, um Druck auf den Ball zu bekommen. Ich habe deshalb so viel Schwung geholt, weil ich dachte, dass ich bedrängt werde. Erst in dem Moment, in dem ich geköpft habe, habe ich gesehen, dass ich ganz allein stand. Und, dass das Tor leer war. Da hätte ein softer, präziser Kopfball völlig gereicht. Echt blöd.

Neujahrsempfang in Moabit

Für die Offiziellen bei Hertha standen gleich zwei Termine im Kalender. Am Vormittag weilten Manager Michael Preetz und Finanzchef Ingo Schiller in Frankfurt, beim Neujahrsempfang der Deutschen Fußball-Liga. Für den Abend ist erneut Anzug und weißes Hemd angesagt: Hertha hat seine Sponsoren und Gönner in Moabit zum Neujahrsempfang geladen.

SC Ingolstadt verpflichtet Ebert

Heute kam die Auflösung einer Frage, die sich seit Mitte vergangener Woche gestellt hatte: Der FC Ingolstadt, Tabellen-Vierter der Zweiten Liga, hat bis zum Saisonende Patrick Ebert (30) unter Vertrag genommen. Erster Einsatz für Ebert als „echter“ Schanzer: Morgen geht es in Luckenwalde in einem Testspiel gegen den 1. FC Union.

New Chapter ⚫️????#elhamdulillah #schanzer #jeder1teil @dieschanzer

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Wer wissen will, wie es Valentin Stocker geht – er schickt aus dem Trainingslager des FC Basel in Marbella dieses Foto …


80
Kommentare

Freddie
16. Januar 2018 um 18:13  |  635913

Ha!


Bussi
16. Januar 2018 um 18:16  |  635914

Ho!


Helli
16. Januar 2018 um 18:23  |  635916

He!


HerthaBarca
16. Januar 2018 um 18:24  |  635917

Hertha BSC


dewm
16. Januar 2018 um 18:28  |  635919

Der Meister von der Spree!


Helli
16. Januar 2018 um 18:28  |  635920

Freut mich sehr für Patty #20!
Kopf an Kopfrennen mit der Eröffnung des BER, so sehe ich es mit dem eigenen Stadion!
Keine gute Zeit für ehemals sehr stolze Berliner!


Uwe Bremer
Uwe Bremer
16. Januar 2018 um 18:41  |  635921

@susch

ziehe mal rüber vom vorigen Thread:

Top-Five der Bundesliga-Trainer von Hertha

1) Kronsbein 212
2) Röber 157
3) Götz 109
4) Keßler 102
5) Dardai 101

… korrigiert und Dank an @bussi 😉


Bussi
16. Januar 2018 um 18:56  |  635926

@ub, Gruß zurück 😉
(ich bin auch ein „ß-ler“)

lt. DFB-Datencenter
Top-Five der Bundesliga-Trainer von Hertha

1) Kronsbein 212
2) Röber 157
3) Götz 109
4) Keßler 102
5) Dardai 101


Susch
16. Januar 2018 um 19:00  |  635927

Wenn Duda wirklich spielen sollte, wäre das meine Wunschaufstellung
___________Jarstein______________
_Weiser_Stark_Lustenberger_Platte_
________Skjelbred_Maier_________
_Lazaro_____Duda____Mittelstädt_
___________Selke_______________
Eigentlich ja Torunarigha….aber zu unerfahren?


uamini
16. Januar 2018 um 19:02  |  635928

157 bei Röber klingt realistischer, da er nicht ganz 5 Saisons mit der Hertha in der Bundesligs war.


Uwe Bremer
Uwe Bremer
16. Januar 2018 um 19:04  |  635929

@bußi und @uamini

jup, hatte zuerst eine andere Quelle (ist jetzt verbessert) DFB-Datencenter kann man sich merken


uamini
16. Januar 2018 um 19:05  |  635930

Hab’s gerade kontrolliert, 212 für Kronsbein und 157 für Röber sind korrekt.


Bussi
16. Januar 2018 um 19:17  |  635932

@UB, nix „Bußi“ —> „Bussi“ !
(im Echtnamen habe ich das schöne „ß“ 😉
übrigens mit AltGr+Shift+ß als großes „ẞ“)


Exil-Schorfheider
16. Januar 2018 um 19:27  |  635933

uamini
16. Januar 2018 um 19:05 | 635930

Oller Kontrolletti!
Willkommen auf der dunklen Seite der Faktenhuber!


Uwe Bremer
Uwe Bremer
16. Januar 2018 um 19:44  |  635934

@bussi

sorry, diesen Ball hattest Du mir auf den Elfmeterpunkt gelegt …


hurdiegerdie
16. Januar 2018 um 21:05  |  635935

Da bin ich ja mal auf Duda gespannt.

Ich hoffe, er wird da nicht verheizt 😉


Backstreets29
17. Januar 2018 um 5:27  |  635937

SC Ingolstadt?


Opa
17. Januar 2018 um 9:09  |  635938

Ebert?
Da fiel mir doch ein Artikel bei tm in die Finger, wo er die Frage, warum er seinen Vertrag bei hat auslaufen lassen mit…

Ich wollte nicht mehr in der zweiten Liga spielen

…beantwortet 😀 Weiter wird er zitiert mit…

„Ich weiß, was ich kann, deswegen habe ich viele Angebote ausgeschlagen. Es muss einfach passen“

…und…

„Das Richtige wird schon noch kommen. Ich will Fußball auf höchstem Niveau spielen – am liebsten in einer der vier Top-Ligen in Europa.“

…weshalb man zu der Meinung gelangen kann, dass sich Ingolstadt da ja richtig glücklich schätzen kann, sich gegen all die Top-Angebote auf höchstem Niveau aus den Top-Ligen durchgesetzt zu haben. 😉 #undschmeißtdierollerum #alterrowdy #selbsteinschätzung

Duda?
Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen, wie sich Duda auf dem Platz gibt, wie sich sein Auftritt auf unser Spiel auswirkt und wie lange Pals Begeisterung hält. Strohfeuer oder Trendwende?

Arithmetik?
Um mal unsere „statistischen Streithanseln“ gegeneinander aufzuhetzen: Zählt ihr die Spiele als Trainer vor oder nach dem ersten? #zwinkersmiley

Arbeitsrecht – Befristung von Profiverträgen?
Das Bundesarbeitsgericht hat im Fall Heinz Müller entschieden, dass Befristungen in Verträgen mit Profifußballern zulässig sind (Link folgt wegen der zwei Link Regel, die auch für „Weltberühmtheiten“ gilt)


Opa
17. Januar 2018 um 9:10  |  635939

Und hier noch von einem Sterblichen die Nachreichung des Links zum Grundsatzurteil des BAG


Herthapeter
17. Januar 2018 um 10:03  |  635940

@ Duda
Solange die Spieler motiviert waren,
hat Dardai sie doch fast alle in die
Spur gekriegt, oder nicht?

Der Optimist in mir sagt,
das wird auch bei Duda klappen!

Apropos Optimist:
Sind das nicht diese kleinen Anfängerbötchen,
die dem Herthadampfer Platz machen müssen,
sobald sie seine Wege kreuzen???


Opa
17. Januar 2018 um 10:33  |  635941

@Herthapeter: Alles in § 6.02 ff. der Binnenschifffahrtsstraßen-Ordnung (BinSchStrO) geregelt. Ja, der Optimist muss dem Binnenschiff Platz machen.


Uwe Bremer
Uwe Bremer
17. Januar 2018 um 10:51  |  635942

@Neujahrsempfang

von Hertha in der Bolle Meierei in Alt-Moabit mit 350 Personen (Sponsoren, Gönner, Gremien, Team – Fotos und Text – hier


Leiden_schafft
17. Januar 2018 um 11:05  |  635943

Interessant wäre, ob Duda im Training tatsächlich anders auftritt – oder ob das Lob nur eine kleine Ego-Streicheleinheit/Motivationsschubser durch Dardai ist.

Ich glaube nach wie vor, dass Duda unserem Spiel sehr helfen kann. Wobei meine Lieblings-66 Darida/Maier mit Duda wohl erstmal kein Thema sein wird. So viel Offensivgeist wäre ja schon eine Kulturrevolution.


Uwe Bremer
Uwe Bremer
17. Januar 2018 um 12:57  |  635944

@ChristianSeifert

DFL-Chef hat auf dem gestrigen Neujahrsempfang in Frankfurt eine Rede zur Lage der Fußball-Nation gehalten. Zitiere hier mal einige Punkte:

These Nr. 1:
Der gesamte deutsche Fußball muss sich zur Spitze bekennen.
Spitzensport bedeutet: sich mit den Besten messen. Weltweit. Dieses Prinzip ist die ureigene Basis des Leistungssports. Es geht letztlich immer darum, sich zu behaupten – egal gegen wen und in welchem Wettbewerb. Von daher muss es auch der Anspruch der Bundesliga sein, im Wettbewerb der besten Ligen der Welt zu bestehen.

Wir brauchen Leuchttürme – und wir müssen uns zu ihnen bekennen. Nur wenn die Qualität an der Spitze der Bundesliga anerkannt ist, wird sie auch honoriert und nur
5
dann profitieren davon alle anderen – die gesamte Bundesliga, die 2. Bundesliga und die Amateurbasis.
Wer heute glaubt, den Status Quo verwalten zu können, wird mittelfristig scheitern. Wer sich mit Durchschnitt zufrieden gibt, wird die Menschen nicht halten – er wird sie verlieren. Denn die Alternativen sind in einer globalen und digitalen Welt immer nur einen Mausklick entfernt.

Im Auftaktspiel der deutschen Mannschaft bei der WM 2010 standen 11 Spieler aus der Bundesliga. Im WM- Finale 2014 waren es 9. In der Startelf beim Länderspiel gegen Frankreich im letzten November waren es 4.

These Nr.2:
Debatten über den Profi-Fußball müssen ehrlich geführt werden.

Ja, im Profi-Fußball geht es auch um Geld. Um sehr viel Geld. Wer mehr investiert, kann sich einen besseren Spielkader leisten und hat bessere Siegchancen. Und das Geld muss am Ende irgendwer aufbringen. Diese Zusammenhänge gibt es. Sie zu verschweigen, drum herum zu reden, sie womöglich zu kritisieren, aber gleichzeitig das Geld gerne entgegenzunehmen, ist heuchlerisch.

Wenn wir wettbewerbsfähig sein wollen, müssen wir uns zu einem gewissen Maß an Kommerz bekennen. Sich waschen ohne nass werden zu wollen, ist zwar eine deutsche Spezial-Disziplin, sie funktioniert aber nicht einmal mehr im Fußball.

Was nicht funktioniert, erleben wir derzeit an zu vielen Stellen: Schwarzer-Peter-Spielen. Sich wegducken, wenn gute Argumente – die es ja gibt – gefragt wären. Mal ist dann der DFB für alle schlimmen Dinge im Fußball verantwortlich, mal die DFL und mal ein ganz anderer. Und am Ende steht die Überschrift: „Das System ist krank.“ Wohl gemerkt ein System, von dem auch viele gut leben, die es kritisieren.

In diesem Zusammenhang: Verantwortung – das sollte auch für einige Teile der Medien gelten. Empörungskultur ersetzt derzeit – nicht nur in der Sportberichterstattung – oftmals Diskussionskultur.
Es ist zum Beispiel einfach falsch und widerspricht den Fakten, wenn immer wieder thematisiert wird, dass sich die Menschen vom Profi-Fußball abwenden. Die Fundamentaldaten sprechen eine eindeutige Sprache: Fakt ist: Es gibt so viele Bundesliga-Interessierte wie noch nie, die Zuschauerzahlen sind weiter auf extrem hohen Niveau in den Stadien und sind erneut gestiegen an den Bildschirmen.
Wenn heute an einigen Standorten die Zuschauerzahlen zurückgehen, dann dort, wo Erfolge fehlen und Zuschauer keine positiven Perspektiven sehen. Das gilt für Clubs und kann ebenso ganze Ligen treffen. Weshalb selbst manche der europäischen Top-5-Ligen trotz einzelner Stars im Schnitt kaum mehr als 23.000 Zuschauer haben und die Stadionauslastung 70% oder weniger beträgt.
Damit wir uns nicht missverstehen: Wir brauchen einen kritischen Diskurs, er sollte aber auf Fakten basieren.

These Nr. 4
Es braucht den Mut, zukunftsweisende Entscheidungen zu treffen
Wer die Zukunft gestalten will, darf sich nicht mit der Aufzählung von Sachzwängen zufriedengeben.
Wir haben eine großartige Tradition, eine breite gesellschaftliche Verwurzelung und eine wirtschaftliche Kraft, aus der vieles entstehen kann. Ein schlichtes „Weiter so“ nach dem Motto „Keine Experimente!“ taugt aber nicht.
Wir können durchaus optimistisch sein: Bundesliga und 2. Bundesliga haben die besten Voraussetzungen, auch künftig erfolgreich zu sein. Selbstzufriedenheit oder Angst vor Innovationen sind aber keine guten Ratgeber. Auch die Angst vor dem Dialog mit der eigenen Basis darf uns nicht daran hindern, die notwendigen Schritte zu diskutieren, zu entscheiden – und zu gehen.

Quelle: Manuskript der Seifert-Rede – hier


elaine
17. Januar 2018 um 13:25  |  635945

Uwe Bremer 17. Januar 2018 um 12:57 |
Danke

Tenor der Rede, wie sie bei mir ankommt ist „Friss und stirb“
„Schuld sind die anderen“
Der Unmut der Fußballfans wird anscheinend verdrängt und man will keine eigene Inventur machen
Irgendwie könnte man doch erwarten, dass man Ideen gesammelt werden, um die Kommerzialisierung für den normalen Fußballfan etwas erträglicher zu verträglich zu gestalten
Die bloße Anregung, wir sollen die an die Spitze gehieften (mit welchen Mitteln auch immer?) Teams anerkennen wird sich wohl nicht so einfach umsetzen lassen, jedenfalls nicht bei denen , die Hintergrundformationen haben


Opa
17. Januar 2018 um 13:57  |  635946

Elaine spricht mir aus dem Herzen.

Es ist egal, was die Fans wollen…?
Wer Sätze formuliert wie…

Auch die Angst vor dem Dialog mit der eigenen Basis darf uns nicht daran hindern, die notwendigen Schritte zu diskutieren, zu entscheiden – und zu gehen.

…sagt am Ende nichts weiter, als dass er auch nach einem Dialog meint, die notwendigen Schritte zu diskutieren, zu entscheiden – und zu gehen. Kann man auch mit „ist uns egal“ übersetzen, klingt nur nicht so eloquent. Wie gaga das ist, sehen wir gerade bei der Debatte um Ludwigsfelde. Da wird einem wie von Ka, der Schlange, versprochen, man ginge ja eh nicht nach da draußen und das sei nur Drohmittel (von dem jeder weiß, dass es das nicht gibt), wehrt sich aber mit Händen und Füßen, wenn ein verbindliches (!) Commitment droht und am Ende sind die Fans schuld, die der Führung Steine in den Weg gelegt haben sollen. Wenn mal wieder die Frage auftaucht, warum ein gesundes Misstrauen da ist, da hätte man eine Antwort.

Zahlenklauberei?
In der Weltmeistermannschaft von 1990 standen mit Matthäus, Berthold, Brehme, Völler und Klinsmann übrigens 5 Legionäre auf dem Platz. Was soll so eine Zählerei? Das sagt überhaupt nichts. Wer Angst davor hat, den Anschluss zu verlieren, darf eben auch nicht die Fehler, die andernorts oder in anderen Sportarten gemacht wurden, wiederholen, die alles dem Kommerz untergeordnet haben. Der Formel 1 in Europa sind erst die Zuschauer und dann die Veranstalter von der Fahne gegangen, als man die Spirale hirnrissiger Eintrittspreise immer weiter nach oben gedreht hat und sportlich größtenteils gähnende Langeweile herrschte. Wenn immer nur der Leuchtturm gewinnt, kann man die Klientel, die das gut findet, nur bedingt dauerhaft melken.

Leuchttürme oder Bedürfnisanstalten?
Wer obendrein meint, der gemeine Nichtbayernfan müsse den „Leuchtturm“ finanzieren, damit die in der Gaga-Monetenliga gegen von despotischen Scheichs finanzierte Retortenclubs mithalten, unterschätzt, dass wohl die meisten den Leuchtturm eher dafür geeignet sehen, sich daran zu erleichtern. Mir scheint, als wolle sich Sefert für den nächsten Karrieresprung vorbereiten, um bei FIFA oder UEFA noch mehr Unheil anrichten zu dürfen. Kohle fällt nach oben und der Teufel scheißt immer auf den größten Haufen.

Aufrichtigkeit eines Fußballfunktionärs?
Wenn er schon Aufrichtigkeit einfordert, warum geht er nicht mit gutem Beispiel voran und nennt die Dinge beim Namen? Teurere Tickets, keine Stehplätze, noch mehr Zergliederung, noch mehr Fokus auf den TV Zuschauer, damit noch mehr Geld bei Spielern, Funktionären und Beratern (für die man alle sicher ein Hilfswerk „Fußballer ohne Yacht“ gründen müsste) versickern kann, damit – wie wir seit gestern wissen – „alle Schiffe weiter oben schwimmen“? Das wäre mal Tacheles, da müsste er aber morgen seinen Hut nehmen, ist er doch schließlich Vertreter der kommerziellen Interessenvertretung der Vereine. Da muss er das Produkt ja irgendwie gut darstellen.

Diese Ansprache war nicht mutig, sie ist in Wahrheit feige. Wir kennen alle die Symptome dieser Krankheit, aber wir sind ratlos, etwas dagegen zu unternehmen. Ich nehme mich da nicht aus. Aber ich kann Herrn Seifert zu seinen Ausführungen nicht applaudieren.


Uwe Bremer
Uwe Bremer
17. Januar 2018 um 14:13  |  635947

@opa

Deiner Antwort entnehme ich, dass Du die Rede von Seifert nicht gelesen hast.
Seifert nennt fast alle Aspekte, die Du genannt hast beim Namen – nur erlaubt er sich zu anderen Schlussfolgerungen zu kommen als Du.

Du machst es Dir (natürlich rein zufällig) einfach: Von Seifert sei als Interessensvertrer der Vereine nix zu erwarten.

Was bist Du anderes als ein Interessenvertreter (in eigener Sache)?

P.S. Seifert spricht oben vom WM-Auftaktspiel 2010 mit elf Nationalspielern, alle aus der Bundesliga (und nicht vom WM-Kader 1990)
Wer nachzählen möchte: Aufstellung Deutschland – Australien 4:0 – hier


Herthapeter
17. Januar 2018 um 14:19  |  635948

@Seifert
Wenn sich der Herr Seifert einmal bei Vereinen wie Union, Pauli oder Offenbach umhört, dann könnte er von seiner Leuchtturmtheorie schnell enttäuscht werden.

Ebenfalls hinkt der Vergleich mit den Startaufstellungen 2010 und 2014:
„Im Auftaktspiel der deutschen Mannschaft bei der WM 2010 standen 11 Spieler aus der Bundesliga. Im WM- Finale 2014 waren es 9. In der Startelf beim Länderspiel gegen Frankreich im letzten November waren es 4.“

Dazu muss man nämlich sagen, dass Deutschland 2010 noch krasser Außenseiter war und der einzige „Star“ der Mannschaft, Ballack, konnte zum Entsetzen vieler verletzungsbedingt nicht mitspielen. Vermutich gerade deshalb wurde diese Mannschaft zur positiven Überraschung 2010.

Vier Jahre später war dieselbe Mannschaft bereits gespickt mit Stars, die bei den reichsten Vereinen Europas mitkicken durften. Daraus allerdings einen Niedergang der Bundesliga abzuleiten ist eindeutig zu kurz gesprungen.


Uwe Bremer
Uwe Bremer
17. Januar 2018 um 14:24  |  635949

@Herthapeter

wie kommst Du zu der These, dass Deutschland, Dritter bei der WM 2006, bei der WM 2010 „krasser Außenseiter“ war?
Der FC Bayern stand im Mai 2010 etwa (als Favorit) im Finale der Champions League (0:2 gegen Inter Mailand)


Jack Bauer
17. Januar 2018 um 14:43  |  635951

Nur eine kurze Anmerkung, weil mir aktuell die Zeit fehlt ausführlich zu Seiferts Äußerungen (die ich größtenteils als schwachsinnig empfinde) einzugehen.

Ich erinnere mich, dass vor ein paar Jahren gesagt wurde, die Qualität der deutschen Spieler sei nicht hoch genug, um sich in England oder Spanien zu beweisen. Man benötigt mehr Geld, muss die Spieler besser ausbilden usw. Jetzt heißt es, die Qualität der deutschen Vereine ist nicht hoch genug, für die Nationalspieler. Schlussfolgerung: Man braucht mehr Geld, um die Spieler zu halten.
Da wird in meinen Augen viel zurecht gerückt, wie es gerade passt.
In meinen Augen ist die Rede von Seifert (der im Gegensatz zu Rettig halt auch ein reiner Wirtschaftsmensch ist) auch eine Vorbereitung auf die kommenden Entscheidungen rund um Martin Kind und die Übernahme von Hannover 96. Es scheint sich abzuzeichnen, das Martin Kinds Engagement bei und für Hannover 96 doch nicht so groß und lückenlos war, wie er das seit 20 Jahren erzählt. Folglich ist die DFL laut aktuellen Statuten eigentlich dazu gezwungen (wie schon bei RB Leipzigs Lizenzantrag), Kind die Übernahme zu verweigern. Kind, der weiß, dass ein solcher Fall nicht unrealistisch ist, hat unlängst im Kicker angekündigt, dass er im Falle einer Niederlage eben Klagen würde (wie auch RB das gemacht hätte).
Mir scheint es, als wolle Rettig darauf vorbereiten, dass 50+1 „angepasst“ (man könnte auch sagen in der aktuellen Form abgeschafft) werden muss. Um der Diskussion zu entgehen, dass das eigentlich konträr den Idealen des deutschen Fußballs ist, baut er schonmal vor und erzählt uns, wie essentiell die internationale Konkurrenzfähigkeit des deutschen Fußballs sei.

@UB:

Krasser Außenseiter ist sicher übertrieben, aber kaum jemand ging davon aus, dass man den Erfolg der Heim WM und der Euro 2008 (die spielerisch das schwächste Kapitel unter Löw darstellte) wiederholen konnte. Die Euphorie kam mit den grandiosen Siegen gegen England und Argentinien, in denen man aber vorher sicher nicht als Favorit galt.


Exil-Schorfheider
17. Januar 2018 um 15:31  |  635952

@ub

Bin in Sachen Bewertung der WM 2010 bei Herthapeter und Jack Bauer.
Der vorher schmerzlich vermisste Ballack wurde schon genannt, ebenso die Euphorie nach den Spielen gegen England und Argentinien, wobei England sogar noch glücklich war mit dem nichtgegebenem Tor.
Das Spiel gegen Serbien in der Vorrunde war bspw spielerische Armut…
Jetzt noch meine Frage:
Wie viele WM-Neulinge hatte Löw im Kader?
Und warum war gegen Spanien im Hf Schluss?
Wegen der vielen Bayern-Superstars hätte das ja eigentlich nicht passieren dürfen.


Uwe Bremer
Uwe Bremer
17. Januar 2018 um 16:21  |  635953

@exil

Und warum war gegen Spanien im Hf Schluss?

Kinder, bis heute hat kein Mensch dieser Welt davon geredet, dass der „krasse Außenseiter“ Deutschland 2010 das WM-Halbfinale erreicht hat.

Das lass’ich mir auch hier nicht reinsingen, nur weil einige von Euch die Aussage von DFL-Chef Seifert willentlich und wissentlich falsch verstehen wollen.

P.S: Zu 50+1 hat Seifert in seiner Rede klare Aussagen gemacht:
1) Dass scheinheiliges Traditionsgelaber nicht hilft.
2) Wie auch immer die Statuten sind, die die DFL hat: Diese Statuten müssen vor deutschen (und europäischen Gerichten) stand halten.

Bisher hat in Deutschland niemand gegen 50+1 geklagt. Könnte sein, dass sich das bald durch Martin Kind ändert.

Diverse Juristen verweisen darauf, dass die derzeit in Deutschland gültige 50+1-Regelung von Gerichten wohl gekippt werden wird.

Damit ist der nächste Schritt absehbar: Dass die DFL gefordert ist, die Möglichkeit von Besitzverhältnissen bei Vereinen so zu regeln, dass die neue Regelung (wie auch immer sie ausfällt) mit deutschem (und europäischem) Recht vereinbar sind.


Blauer Montag
17. Januar 2018 um 16:42  |  635954

BESUCHERZAHLEN in den Stadien der Bundesliga 17/18

Stadion
1. SIGNAL IDUNA PARK
Zuschauer 727.619 Schnitt 80.847 pro Spiel

2. Arroganz Arena

3. Veltins Arena

4. Mercedes Benz Arena
Zuschauer 506.088 Schnitt 56.232 pro Spiel

5. Stadion im Borussia-Park

6. Volksparkstadion
Zuschauer 451.910 Schnitt 50.212 pro Spiel
Veränderung zur Vorsaison -2.129 pro Spiel

7. Commerzbank Arena

8. RheinEnergieStadion Köln
Zuschauer 430.900 Schnitt 47.878 pro Spiel
Veränderung zur Vorsaison -1.693 pro Spiel

9. Olympiastadion Berlin
Zuschauer 416.943 Schnitt 46.327 pro Spiel
Veränderung zur Vorsaison -4.300 pro Spiel
++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
Zum Vergleich
BESUCHERZAHLEN Bundesliga 16/17

1. SIGNAL IDUNA PARK

2. Arroganz Arena

3. Veltins Arena

4. Volksparkstadion
Zuschauer 451.910 Schnitt 52.341 pro Spiel

5. Stadion im Borussia-Park

6. Olympiastadion Berlin
Zuschauer 854.539 Schnitt 50.267 pro Spiel

7. RheinEnergieStadion Köln
Zuschauer 842.700 Schnitt 49.751 pro Spiel
Veränderung zur Vorsaison +1.253 pro Spiel

8. Commerzbank Arena
Zuschauer 836.000 Schnitt 49.176 pro Spiel
++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
BESUCHERZAHLEN Bundesliga 15/16

1. SIGNAL IDUNA PARK

2. Arroganz Arena

3. Veltins Arena

4. Volksparkstadion
Zuschauer 912.899 Schnitt 53.700 pro Spiel
Veränderung zur Vorsaison +448 pro Spiel

5. Mercedes Benz Arena
Zuschauer 881.657 Schnitt 51.862 pro Spiel

6. Stadion im Borussia-Park

7. Olympiastadion Berlin
Zuschauer 844.968 Schnitt 49.704 pro Spiel

8. CommerzbankArena
++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
BESUCHERZAHLEN Bundesliga 14/15

1. SIGNAL IDUNA PARK

2. Arroganz Arena

3. Veltins Arena

4. Volksparkstadion
Zuschauer 905.278 Schnitt 53.272 pro Spiel

5. Mercedes Benz Arena
Zuschauer 862.849 Schnitt 50.756 pro Spiel

6. Stadion im Borussia-Park

7. Olympiastadion Berlin
Zuschauer 853.613 Schnitt 50.213 pro Spiel

8. RheinEnergieStadion
Zuschauer 828.586 Schnitt 48.740 pro Spiel

9. CommerzbankArena
Alle Angaben nach https://www.transfermarkt.de/1-bundesliga/besucherzahlen/wettbewerb/L1/plus/?saison_id=2014
Alle Berechnungen ohne Gewähr.

Als Diskussionsbeitrag zu Seiferts Aussage

Wenn heute an einigen Standorten die Zuschauerzahlen zurückgehen, dann dort, wo Erfolge fehlen und Zuschauer keine positiven Perspektiven sehen. Das gilt für Clubs und kann ebenso ganze Ligen treffen. Weshalb selbst manche der europäischen Top-5-Ligen trotz einzelner Stars im Schnitt kaum mehr als 23.000 Zuschauer haben und die Stadionauslastung 70% oder weniger beträgt.

Meine Hypothese: Der Rückgang der Zuschauerzahlen an einigen Standorten könnte andere Gründe haben als mangelnder sportlicher Erfolg des jeweiligen Klubs. 😎


Jack Bauer
17. Januar 2018 um 16:48  |  635955

@Uwe Bremer:

Abgesehen davon, dass es ja nun interpretationssache ist, wer „scheinheilig labert“, versuche ich es mal mit einem Deiner Stilmittel:

Hast du überhaupt gelesen, was ich und ein paar andere zur WM 2010 geschrieben haben, oder hängst Du Dich jetzt an dem „krassen Außenseiter“ auf?


Exil-Schorfheider
17. Januar 2018 um 16:55  |  635956

@ub

Lesen hilft manchmal, bevor man los poltert und sich an einer Bezeichnung wie „krasser Außenseiter“ aufhängt.

Als Favorit ist die Truppe jedenfalls auch nicht gestartet.

Man kann natürlich auch lieber halbgare und komische Statistiken bewundern, wie sie stets dauerblau untefärbt sind.


Blauer Montag
17. Januar 2018 um 17:04  |  635957

Ich würde sie als eigensinnig im Sinne der DFL bezeichnen
Jack Bauer
17. Januar 2018 um 14:43 | 635951

Nur eine kurze Anmerkung, weil mir aktuell die Zeit fehlt ausführlich zu Seiferts Äußerungen (die ich größtenteils als schwachsinnig empfinde) einzugehen.
Ob die Eigner der DFL sich durch Herrn Seifert gut vertreten fühlen, vermag ich nicht zu beurteilen.

Die DFL macht ihr Ding.
Der DFB macht sein Ding.
Die „Mannschaft“ macht ihr Ding.
Jeder Verein macht sein Ding.

Ob dabei alle am gleichen Strang in die richtige Richtung ziehen, ist nicht in jedem Moment erkennbar.


Herthapeter
17. Januar 2018 um 17:28  |  635958

Lieber Uwe

ich erinnere mich noch genau an Frühjahr 2010, als halb Fußballdeutschland nach Boatengs Foul an Ballack am Boden zerstört war. Der einzige Topstar der Mannschaft war plötzlich weg. Auch die internationale Presse hat Deutschland keineswegs als Mitfavoriten gesehen. Deutschland ist dann mit furiosem Fussball bis ins Halbfinale gekommen, das hat sämliche Fußballkenner begeistert und vor allem überrascht. Niemand kam auf die Idee, dass diese Mannschaft womöglich underperformed hätte, immerhin hat sie nicht einmal das Finale erreicht, geschweige denn den Titel geholt.

Dass dieser Mannschaft vor der WM niemand auch nur annähernd einen tollen Fußball geschweige denn den Titel zugetraut hätte, zeigt ein Bericht des Stern ganz gut, kurz nach der WM:

„Nach dem 4:0-Auftaktmatch gegen Australien rieb sich so mancher internationaler Beobachter verwundert die Augen: Von Panzer keine Spur – ist das wirklich eine deutsche Mannschaft, die da so munter und technisch brillant die gegnerischen Abwehrreihen durcheinanderwirbelt? Wer die Stärke der deutschen Spieler mit der Schwäche des Gegners zu erklären suchte, musste sich spätestens beim 4:1-Sieg gegen England eine neue Erklärung suchen. Selbst die britische Presse musste sich vor der deutschen Spielstärke verneigen – und das heißt schon was.

Die argentinische Mannschaft – da waren sich die meisten Experten vor dem Match einig – ist jedoch eine Nummer zu groß für die „jungen Wilden“ aus Deutschland. Entsprechend fallen nun die Kommentare nach dem sensationellen 4:0 gegen die „Gauchos“ aus: Die internationale Presse reagiert fassungslos bis restlos begeistert. Allen voran die brasilianischen Zeitungen…“

@Uwe
Wenn du dich an der Vokabel krasser aufhängst, dann tausche ich das meinetwegen aus in klarer Außenseiter.

Die meisten deutschen Spieler wurden durch diese WM erst richtig nach oben katpultiert und waren plötzlich bei allen Topklubs in Europa gefragt (u.a. Özil, Schweinsteiger, Khedira). Willst DU oder der Herr SEIFERT allen Ernstes behaupten, die Marktwerte der Spieler zum BEGINN der jeweiligen WM waren 2010 und 2014 annähernd vergleichbar?

SEIFERT macht hier aus Kirschen Melonen, das ist der springende Punkt.


Blauer Montag
17. Januar 2018 um 17:35  |  635959

Immer Hertha,
immer Kirschen,
immer Schirm, Charme und Melonen. 😆


17. Januar 2018 um 17:50  |  635960

#?? WM2006/2010

Nicht, dass ich mich einmischen möchte.
Aber Deutschland war zu meist Mitfavorit!
Es hieß sehr lange typisch Turniermannschaft,
weil die Spielstärke entsprechend schwach war, aber meist kämpferisch überzeugt wurde.
Oftmals Grotten und Glückssiege.
Und richtig erst seit 2010 sah der Experte ?
Besserung. Aber von Außenseiter kann für mich sicher auch keine Rede sein.


Exil-Schorfheider
17. Januar 2018 um 17:55  |  635961

@herthapeter

Der Stern wird nicht zählen dürfen, weil kein Fußball-Fachmagazin.

Bin aber in der Bewertung bei Dir.


Exil-Schorfheider
17. Januar 2018 um 18:01  |  635962

@bolly

Waren wir 94/98 auch eine Turniermannschaft?
Frage für einen Freund…


17. Januar 2018 um 18:17  |  635963

@Exil

Sprachen wir von 2006 (Heim WM) und 2010 oder wollen wir weiter über die WM Historie ??fachsimpeln?


Exil-Schorfheider
17. Januar 2018 um 18:20  |  635964

Bolly
17. Januar 2018 um 18:17 | 635963

Darf ich Dich um 17:50 zitieren?

„Es hieß sehr lange, typisch Turniermannschaft.“

Darauf fußt meine Frage.
Oder was ist „sehr lange“ bei Dir? Ein Zyklus von vier Jahren?


monitor
17. Januar 2018 um 18:28  |  635965

„Es hieß sehr lange, typisch Turniermannschaft.“

Für mich war „sehr lange“ seit Sepp Herberger bis 2006.
Da kam Kliensmanns One Touch Fußball, war mal was neues, spektakuläres.
Dann übernahm Löw und plötzlich sah der deutsche Fußball richtig gut aus. 🙂


Ursula
17. Januar 2018 um 18:41  |  635967

Du gute Güte…

Eine „schlüssige“ Zusammenfassung
von 52 Jahren „Deutscher Fußball“
zuzüglich Jogi Löw sind 63 Jahre,
in Kurzfassung! Dreiundsechszig
Jahre, ohne Helmut Schön, ohne
Franz Beckenbauer, Bertie Vogts
und, und, und…

So geht „Blog-Wissen“ um Fußball!

UND gestritten wird HIER um diesen
„Antifußballer“ Christian Seifert….

Schreibt der für sich? Auweia…

Schreibt der für DFL, wenn ja,
sehr „beschränkt“…

Schreibt der auch für den DFB?
Wohl kaum….


monitor
17. Januar 2018 um 18:57  |  635970

Es war kurz und knackig auf den Punkt gebracht.
Davon könnte sich ein langatmiger, sich permanent wiederholender Pöbelhysteriker eine Scheibe abschneiden!


Ursula
17. Januar 2018 um 19:00  |  635971

…oder so…

Tschüssle!


17. Januar 2018 um 19:01  |  635972

@monitor hat es schon beantwortet, aber weil Du so nett fragst lieber @Exil mMn. Unabhängig des unterschiedlichen Abschneidens kann behauptet werden ?? sei eine Turniermannschaft.


Ursula
17. Januar 2018 um 19:04  |  635973

WAS wurde beantwortet auf die
Frage z. B. um 18:01 Uhr, davor
und später @ Bolly?

Ein bisschen mehr „Inhalte“
wären wohl angebracht…

…in einem Fußball-Blog, aber bitte..

Nu abba, ganz schnell, die Hunde!


sunny1703
17. Januar 2018 um 19:23  |  635976

Ich kann mich an kein Turnier seit 1966 erinnern an dem Deutschland nicht wenigstens als Mitfavorit gehandelt wurde.

Außer 68,aber da waren sie auch nicht dabei!

Nur mal so nebenbei!

lg sunny


hurdiegerdie
17. Januar 2018 um 19:27  |  635978

Bei mir funktioniert der Link zur Seifert Rede nicht.


17. Januar 2018 um 19:41  |  635979

Inhalte? @Uschi 19:41 ? Du weißt doch,
wie schwer mir das fällt. Aber rhetorisch
wertvoll und wie immer wertfreie Fragen zu stellen kannst Du gut.
Was habe ich inhaltlich jetzt aus Deinen Zeilen
erfahren um 18.41? Antifußballer Seifert? Oder wer alles Bundestrainer war?


Ursula
17. Januar 2018 um 19:45  |  635980

Wieder einmal, letztmalig bei
und mit „solchen Diskutanten“,
den guten „sunny“ ergänzend, um
den „abgewrackten“ Klischees den
(faulen) Zahn zu ziehen, leicht zu
intensivieren, folgende Fragen…

Wie oft kam Deutschland nach dem
Auftreten des DFB international,
und nach der WM 1954, ins Halb-
finale, wie oft kam das DFB-Team
ins Finale und wie oft wurde man
Weltmeister…???

UND wie ist diese Zeitspanne zu
bewerten, wenn man denn die
Prämissen JEDER Fußballnation,
die an einer WM oder EM teilnimmt,
oder einzustufen…? Na ja…

Besser so @ Bolly? Nu abba wirklich!


17. Januar 2018 um 19:53  |  635981

Na geht doch @Uschi Dass man Dich immer aus der Reserve locken muss. #vielbesser
Danke!


Exil-Schorfheider
17. Januar 2018 um 20:07  |  635982

@sunny

Für die Fraktion un Führer „Genau-Leser“:

Bisher waren nur die WM-Turmiere Thema…


monitor
17. Januar 2018 um 21:09  |  635984

Früher waren es immer die Briegels, Vogts und Kollegen, die Deutschlands Fußball in der Welt hauptsächlich repräsentierten, dann hatten wir plötzlich Fußballer, die auch ansehnlich spielen konnten.
Ist doch schön! 🙂


sunny1703
17. Januar 2018 um 21:28  |  635985

@Exil

Egal ob WM oder EM Turnier oder Endrunde, Deutschland galt immer als Mitfavorit.

Lg sunny


monitor
17. Januar 2018 um 21:45  |  635986

@sunny
Es geht doch nicht um Favorit oder Nichtfavorit, sondern um das Etikett „typische Turniermannschaft!“
In meinem Verständnis war das immer so gemeint, daß wir Rumpelfußball spielten, damit durch mannschaftliche Geschlossenheit und den typischen deutschen Tugenden wie Kampf und fairer Härte trotzdem weit kamen.
Deshalb mochten uns die Holländer nicht, weil die seinerzeit wie die Brasilianer in Europa unterwegs waren, jedenfalls in ihrem eigenem Empfinden.
Seit Klinsmann und Löw präsentiert sich die deutsche Nati weiterhin erfolgreich, aber es ist auch viel schöner anzusehen. Ösil, Boateng, Kroos, Kederira etc pp. spielten einen ganz anderen, viel schöneren Fußball, als es die Hoeness, Ballacks, etc. taten. Da hat Deutschland eine große Hürde bewältigt. Und wenn ich es richtig sehe, hält dieses Niveau weiterhin an.


Ursula
17. Januar 2018 um 21:51  |  635987

Du gute Güte, siehe oben….

Das ist HIER ein Fußballblog!

ABER dieser „fußballahnungslose“
User „stümpert“ HIER weiter und
weiter und weiter…

,,,nach dem Motto „dabei sein ist
ALLES“, aber ER merkt es nicht!

Schläfle!


monitor
17. Januar 2018 um 21:53  |  635988

Fußballblog?
Nicht für jeden.
Für manche scheint es Therapie zu sein.


monitor
17. Januar 2018 um 21:55  |  635989

Gibt es noch was inhaltliches was @Pöbeluschi zu sagen hat, oder beschränkt er sich auf die üblichen „Herablassungen“?


hurdiegerdie
17. Januar 2018 um 21:55  |  635990

Eigentlich geht es nur am Rande um die Nationalmannschaft, ob Favorit oder Turniermannschaft.

Es geht um weitere entscheidende und wahrscheinlich einschneidene Veränderungen im Profifussball Deutschland.


monitor
17. Januar 2018 um 22:17  |  635992

@Hurdie,

ich habe nur viel weiter oben das Thema „Turniermannschaft“ aufgenommen. Und wie das hier erfreulicherweise so ist, hat sich daraus ein Dialog entwickelt.

Nicht so ganz harmonisch, aber trotzdem gut.

Wo bei diesem Thema weitere einschneidende Veränderungen eine Rolle spielen, ist mir nicht so ganz klar.

Wahrscheinlich beziehst Du Dich auf die 50+1 Regel die im Einleitungstext eine Rolle spielte.
Aber seit wann kümmern wir uns um die Einleitungstexte? 😉

Wenn doch: Die Übernahme der Profivereine durch Kapitalgesellschaften wird kommen. Martin Kind wird noch bedauern, daß er dieses Faß aufgemacht hat, denn die Geister die er ruft, werden auch ihn enteignen. Die EU Kommission hat noch jede Hürde beseitigt, Geld durch Kapitalanlage zu verdienen. Der deutsche Fußball ist denen schon lange ein Dorn im Auge und denen, die daran verdienen wollen, auch!
Was können wir dagegen tun? Nichts!
Vorbild ist die NFL, NHL, NBL wo viel Geld verdient wird. In England sind die Verhältnisse ja auch schon etabliert, und Seifert hat mit dem internationalem und europäischem Recht den Weg ja schon beschrieben. Tenor: „Ihr könnt Euch dessen gar nicht erwehren, denn es entspricht dem Gesetz!“
Wir Alten werden uns vielleicht schmollend zurückziehen, aber die Mehrheit wird es gar nicht anders mehr wollen. Hauptsache CL und Ronaldo hat die Haare schön! 😉


Opa
17. Januar 2018 um 22:27  |  635993

—–>
Nebenan geht’s seit Stunden weiter, mit oder ohne Euch 😉
—–>


hurdiegerdie
17. Januar 2018 um 22:30  |  635994

monitor
17. Januar 2018 um 22:17 | 635992

Ist alles prima. Wie sagen sie bei Damenwahl? Zwischendurch schweifen wir ab (oder so).

Bei dem Rest gehe ich auch mit, ausser mit dem schmollend zurückziehen 😉

Ich habe jetzt die Rede von Seifert gefunden und finde, da steckt doch einiges drin, ob man es gut findet der nicht.

Aber es wird demnächst öfter auf den Plattenteller kommen.

Schlaf gut.


hurdiegerdie
17. Januar 2018 um 22:32  |  635995

Opa
17. Januar 2018 um 22:27 | 635993
Aber da gehts doch um Handball. Da werde ich demnächst mal lieber Exil-S fragen.


Ursula
17. Januar 2018 um 22:34  |  635997

Na ja, macht „Spaß“ HIER über
Fußball zu schreiben, wird wohl
zumindest meinerseits kaum noch
vorkommen…

…ist eben zu einem „Unterhaltungs-
Blog der besondern Art verkommen“,
die Quintessenz…

…schade auch für echte Hertha-Fans,
die HIER lesen!

Evtl. einschneidende Veränderungen
im deutschen Profifußball, wie @ hurdi
andenkt, zu diskutieren, lohnt sich für
mich HIER nicht mehr, wenn ich mit fast
jedem Beitrag zu guten Themen von
Usern „prollativ“ angepinkelt werde!

Wieder einmal Resignation, oder prollig
zurückpöbeln (?)…

…wo liegen die Taschentücher? Tja…


monitor
17. Januar 2018 um 22:37  |  635998

@hurdie
Ich sagte „vielleicht“! ziehen sich die Alten zurück. Glauben tue ich das auch nicht.
Abschweifen ist immer gut, erst dann kommt die Wahrheit auf den Tisch.

Gute Nacht in die Schweiz!


monitor
17. Januar 2018 um 22:41  |  636000

@Ursula
Die Taschentücher sind immer in der Mitte des Blogs zu finden.
Auch für die, die hier permanent nicht mehr schreiben werden. 😉


Ursula
17. Januar 2018 um 22:49  |  636002

DER ist „pöbelresistent“, mir fällt
nichts mehr ein…

…und darf es sein!! Oh je!

Nächtle!


monitor
17. Januar 2018 um 22:52  |  636003

Es wäre zu schön um wahr zu sein.
Andererseits würde mir vielleicht was fehlen! 😯


sunny1703
18. Januar 2018 um 5:29  |  636007

Ich bin da sehr bei dem was @jack Bauer geschrieben hat,da werden von @Seifert Dinge vieles in die eigene genehme Richtung schön argumentiert, selbst wenn die Beispiele dazu nicht ganz sauber sind.

Niemand hat etwas gegen einen sportlichen Wettbewerb und sei es auf allerhöchstem Niveau. Doch das was im Grunde Seifert vorzubereiten gedenkt, ist nicht mehr der möglichst sportliche wettbewerb, sondern einer der auf vor allem wirtschaftlicher Ebene ausgetragen wird.

Bosman hatte einst, ein weites Tor aufgestoßen, nach dem gute bis sehr gute Spieler aus allen möglichen Ländern in den besten und vor allem finanzstärksten Ligen Europas stark vermehrt spielen konnten.

Die Einführung der CL festigte dieses System der Abgrenzung dieser Ligen vom Rest europäischer Ligen verstärkt, im nächsten Schritt werden diese Ligen ab der neuen Saison erneut mit gesicherten Teilnahmeplätzen in der CL, dem Wettbewerb bei dem es das große Geld zu verdienen gibt, unterstützt.

Die Spieler aus anderen Ländern, die nicht aus diesen Ligen stammen und damit meine ich nicht die allerbesten,sondern die dahinter, bleiben doch kaum noch über ein Alter von 21 ,22 in ihren Ligen.
Sie werden dahin geholt,wo es zumindest die Chance gibt ganz groß international zu spielen und wo auch dank der immer besser dotierten TV Verträge mehr Geld zu verdienen gibt.Das ist diesen Spielern nicht zu verdenken,nur mit sportlichem Wettbewerb hat das immer weniger zu tun.

Ich weiß nicht wohin das noch führen wird, egal ob die Abschaffung von 50+1 oder was ich inzwischen wirklich begrüßen würde, der Einführung einer eigenen Liga für die Top 20 Mannschaften in Europa mit ihren eigenen (Wirtschafts-)gesetzen.

Vielleicht gelänge es dann darunter die Ligen in den starken Ligen aber auch europaweit mit mehr sportlichen Wettbewerb auszustatten.

Ich gehe langsam auf die 60 zu, ich nehme das Unvermeidliche inzwischen mit einem „ändern kann man daran so oder so nichts“ hin, ich weiß nicht,wie es mit 20 Jahre weniger auf dem Buckel wäre.

Heute überprüfe ich von Saison zu Saison ob und inwieweit ich mich noch diesem für mich mehr und mehr Wirtschaftsdiktat bei einem sportlichen Wettkampf unterwerfe.

Die Amateurligen allerdings noch als Profiteure zu erwähnen ist schlicht frech. Immer absurdere Anstoßzeiten die mit den Spielen in den niederen Klassen konkurrieren und den Vereinen dort Zuschauer nehmen, gehen denen, die zwar auch schon von sponsoren aber eben doch auch stark vom zuschauerzuspruch abhängig sind, teilweise an die Existenz. Ich bin froh, dass die diesjährige Bundesligasaison relativ früh abschließt, so dass eine ganze Reihe von Spieltagen in diesem jahr ohne Konkurrenz der höchsten Liga stattfinden werden.

Am Ende werden die nachfolgenden Generationen entscheiden in welcher Form und ob überhaupt der Spitzensport konsumiert wird.
Der Einfluss des einfachen Fan im stadion wird zumindest nach meiner Einschätzung geringer werden.

lg sunny


Herthapeter
18. Januar 2018 um 9:32  |  636012

@sunny1703
18. Januar 2018 um 5:29  |  636007

Schöner Beitrag Sunny, stimme dir vollkommen zu. Es handelt sich immer mehr um ein finanzielles Kräftemessen, weniger um ein sportliches.

Und ja, der Fan im Stadion ist die schmückende Staffage, von großem Belang ist er nicht. Moderne Retortenvereine kämen auch ohne Stadionbesucher bestens zurecht. Die Konsumenten vor dem Fernseher, die sind als Melkkuh allerdings unentbehrlich.

Der sportliche Wettbewerb, der dem (früheren) olympischen Gedanken noch am ehesten folgt und auch einen Wettbewerb der Regionen darstellt, das sind die Nationalmannschaften. Leider wird auch dieser Wetbbewerb durch Einbürgerungen mithilfe von Petrodollars (Kartar) oder durch Anwendung der guten, alten Kolonialherrenart unterlaufen.


hurdiegerdie
18. Januar 2018 um 13:45  |  636032

sunny1703
18. Januar 2018 um 5:29 | 636007

Danke für den schönen Beitrag. Ich sehe manche, von dir beschriebene Folgen (CL) auch so, aber für mich hat der Beitrag Seiferts doch Einiges zum Nachdenken.

Ich sehe nicht, dass es nicht um den sportlichen Wettbewerb geht, es geht ihm m.E. genau darum und dies in zweierlei Hinsicht: national und international.

Was er sagt ist m.E. (im Folgenden ist alles nur meine Meinung bzw. hängt davon ab, ob ich ihn richtig verstehe/interpretiere).

Vieles, was er sagt, sagen wir doch auch. Die Liga ist langweilig geworden. Bayern schon wieder 13 Punkte vor, d.h. sie müssten jetzt schon 5 Spiele (platt gesagt) in den nächsten 16 Spielen mehr verlieren als die Verfolger. Dabei haben sie in 18 Spielen nur 2 verloren.

Belassen wir alles, wie es jetzt ist, wird das auch so bleiben. Seifert sagt, wir brauchen eine breitere Spitze (wobei ich die Leuchttürme nicht mag, aber das ist ein anderes Thema). D.h. für mich, die Wettbewerbsfähigkeit in der Liga muss gestärkt werden. Wie soll das ohne Veränderungen möglich sein?

Er sagt auch, die Kluft zwischen 1. und 2. Liga wird immer grösser werden. Aufsteiger werden zum Kanonenfutter, d.h. wir zementieren, wenn alles bleibt wie es ist, sowieso eine mehr oder weniger geschlossene Gesellschaft mit einem feststehenden Meister und etwas Perspektivlosigkeit und Zufriedenheit für die meisten Mannschaften. Das wird (nach Seifert) mit sinkendem Interesse am Sport einhergehen.

Dann kommt das internationale Argument. Viele hier sehen doch auch, dass wir international letztlich schlecht aussahen. Ohne Veränderung wird das so bleiben oder sich verschlimmern. Aber, so sagt er, ohne internationale Wettbewerbsfähigkeit, sind wir auch für Sponsoren nicht interessant, weil auch die immer internationaler werden. Die Kluft wird grösser.

Und die DFL wird auch für unsere 21- bis 22-Jährigen nicht mehr interessant sein. Genau das, was du sagst über die schwächeren europäischen Ligen, wird uns dann auch in Deutschland passieren.

Natürlich hat das auch mit wirtschaftlichem(r) Wettbewerb(sfähigkeit) zu tun, aber die beeinflusst nun mal auch die sportliche.

Im Prinzip sagt er, wenn wir so weiter machen wie bisher, müssen wir auch bereit sein, ich übertreibe, für ewig und immer Bayern als Meister zu akzeptieren und uns mit Fussball zufrieden zu geben, wo unsere Besten nicht mehr in unserer Liga spielen, in einer Liga, die internatiol bedeutungsloser wird. Kann ja auch spannend sein, wenn sie ausgeglichener wird, aber es wird international kein Spitzenfussball mehr sein.

Ich (nur ich) habe Schwierigkeiten, Gegenargumente zu finden.


sunny1703
18. Januar 2018 um 14:35  |  636036

@hurdie

Danke für Deinen sehr nachdenkenswerten Beitrag.

Meine Bedenken bei dem auf was uns Seifert indirekt oder direkt vorbereitet, also Dingen wie dem Fallen von 50 +1 zB. gehen dahin, dass sämtliche Eingriffe die seit Bosman oder spätestens der Einführung der CL passiert sind, eben genau das erreicht haben, was wir jetzt haben, die Gefahr in den nächsten zehn Jahren nur noch die Bayern als Meister zu erleben, es sei denn sie scheitern an sich selbst mal sportlich.

Nun also noch mehr davon?!

Ich mag mir das alles nicht mehr so recht vorstellen, denn ich habe das Gefühl, dann geht es nur noch darum irgendein Riesenunternehmen als Eigner zu finden, bei dem wir anschließend was kostet die Fußballwelt spielen können, so eine Art RB system nur potenziert.

Hat das noch was mit sportlichen Wettbwerb zu tun?

Aber vielleicht sehe ich das auch zu negativ!!

lg sunny


hurdiegerdie
18. Januar 2018 um 15:26  |  636039

sunny1703
18. Januar 2018 um 14:35 | 636036

Bei der CL bin ich dabei, beim Bosman-Urteil nicht. Da gibt es einige Untersuchungen dazu. Es hat die befürchteten Qualitätssprünge der Reichen innerhalb der Ligen kaum gegeben.

Es hat wohl zu einer Angleichung der Nationalmannschaften geführt, weil Spieler aus schwächeren Ligen sich jetzt in anderen Ligen besser entwickeln konnten, was den Natis half.

Aber lass uns nicht mit Bosman anfangen, das hiesse Sägemehl mahlen.


Leiden_schafft
18. Januar 2018 um 15:59  |  636040

Was mich wundert: Wie viele sich immer noch für die Bayern interessieren. Bei sky ziehen sie die meisten Zuschauer. Die meisten Clicks in der Berichterstattung erzeugen sie auch. Erst wenn sich das ändert, entsteht irgendeine Form von Marktdruck in Richtung Reform.
Mich haben die Bayern längst verloren (obwohl ich in München lebe). Ob Neuer verletzt ist, ob Müller spielt oder nicht, ob Ribery bleibt oder geht – interessiert mich überhaupt nicht. Champions League mit den Bayern schaue ich ab dem Viertelfinale – ohne das große Nervenflattern aus Jugendtagen, als die Bayern in der CL gefühlt für ganz Deutschland spielten. Früher haben die Bayern polarisiert, heute sind sie zumindest für mich so weit von meiner Hertha-Realität entfernt, dass ich sie einfach ignoriere.

Im Endeffekt ist die Folge, dass ich von einem Fußball-Fan zu einem Hertha-Fan geworden bin. Die Bundesliga ist nicht mehr die Show an sich, sondern nur noch der Rahmen für das Geschehen rund um meinen Verein.

Das Erlebnis wird regionalisiert, die verbindende zweite Ebene entfällt – der Kampf um die Meisterschaft mit verteilten Emotiönchen. Eigentlich seit Klopp vom BVB weg ist und das letzte Gegengewicht zu den Bayern wegfiel. Als Persönlichkeit war er von der Liga unersetzbar.

Ich finde das schade. Und ich bin bei @sunny, dass sich das wohl erst legen wird, wenn die multinationalen Klubs in einer eigenen Liga ihr Ding machen. Mit Anstoßzeiten für den chinesischen Markt. Und ohne mich.


sunny1703
18. Januar 2018 um 16:40  |  636044

@hurdie

Ich stimme Dir zu, Bosman ist wirklich etwas weiter vom eigentlichen Thema weg, weil es ja auf eine Klage hin, ein EU urteil war, auch wenn ich mir nicht so recht vorstellen kann, dass die größeren Vereine Europas darüber großartig traurig gewesen sind.

Und ja das mit Natis stimmt auch,dafür haben dann die dortigen Ligen „gelitten“.

Aber wie erwähnt, anderes Thema. 🙂

@Leiden_schaft

Ich kann Dich gut verstehen was dieses Gefühl gegenüber den Bayern angeht. Meine „Sympathie“ stammt noch aus einer Zeit als Gerd Müller Anfang 20 war und die Bayern noch nicht lange in der Liga spielten und auch noch keinen Titel in der Bundesliga errungen hatten.

Aber wie Du das erwähnst,sie haben immer polarisiert,lange war das auch gut,heute finde ich die Überlegenheit öde, aber RB möchte ich auch nicht als Meister. Doch wer die Bayern aus rein sportlichen Gründen nicht abkann,den kann ich gut verstehen.

Allerdings gibt es auch einige geschätzte Freunde aus dem blog, die einerseits die Bayern aus ihrer Machtstellung heraus nicht mögen ,aber gleichzeitig Real Madrid, Barcelona,Juve ,oder irgendeinen englischen Bonzenclub bejubeln.

Das macht mich dann immer sprachlos! 😀

lg sunny


Etebaer
18. Januar 2018 um 17:19  |  636046

Der Link zum Redemanuskript geht nicht.

2010 war Spanien zwar Favorit, aber Deutschland kein „krasser“ Aussenseiter – Deutschland war nach 2006 immer fürs HF gut und dann kann man eigentlich nicht von Aussernseitertum reden.
D. war halt der nur der kleinere Favorit 😉


hurdiegerdie
18. Januar 2018 um 17:38  |  636047

Etebaer
18. Januar 2018 um 17:19 | 636046

Hatte ich gestern schon festgestellt. Hier die Hilfe:

Gehe auf http://www.dfl.de. Da hast du gleich oben ein Bild zur Rede, das öffnet eine Seite mit Video und unter dem Video kannst du dir die Rede als pdf runterladen.

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