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Donnerstag, 18.1.2018

Gegen Dortmund voll auf Sieg

(sst) – Hallo Herthaner, draußen wütet Friederike, ein Grund mehr, unseren Immerhertha-Blog zu lesen. Erst recht, wenn unser Superprakti Max Priola wieder in die Tasten gehauen hat. Max war am heutigen Donnerstag für uns bei der Pressekonferenz. Hier seine Zusammenfassung der Ereignisse:

Nach der Niederlage in Stuttgart will die Mannschaft von Trainer Pal Dardai unbedingt im Heimspiel gegen die Dortmunder Borussia punkten. Beim Gegner gibt es gerade viel Aufregung, Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang ist auch in Berlin nicht dabei. Herthas Kader für Freitag steht noch nicht fest, dennoch freut sich Dardai: „Außer Karim Rekik, sind alle Spieler gesund.“ Auch die Startelfkonstellation bleibt bisher noch ein kleines Rätsel.

Stark und Lustenberger bilden wieder die Innenverteidigung

In der Abwehr ist noch nicht geklärt, ob Weiser oder der zuletzt angeschlagene Pekarik beginnen wird. Klar ist, Niklas Stark und Fabian Lustenberger bilden die Innenverteidigung. Marvin Plattenhardt ist gesetzt und wird sich gegen die starken Borussen beweisen müssen, wenn er mit auf den WM-Zug springen will. „Jogi is watching you!“ Ein Interview mit Platte könnt ihr morgen in eurer Berliner Morgenpost lesen.
Per Skjelbred und Arne Maier werden die zwei Sechser sein und Davie Selke wird als Mittelstürmer agieren. Auf den restlichen Positionen kann man nur spekulieren, wer gegen „Schwarz-Gelb“ startet. Wir haben es getan, herausgekommen ist dabei folgende Aufstellung:

– – – – – – – Jarstein – – – – – – –

Weiser – Lustenberger – Stark – Plattenhardt

– – – – Maier– – Skjelbred – – – –

Lazaro – – – Duda – – – Kalou

– – – – – – Selke – – – – – –

Wie würde das bei euch aussehen? Lieber mit Langkamp? Oder Mittelstädt?

Schieber und Haraguchi bei der U23

Wie für Freitagabendspiele üblich, treffen sich die Profis morgens zum Anschwitzen. Nach der kleinen Einheit wird der 18er-Kader festgelegt. Trainer Dardai verriet, dass sechs Spieler bei der U23 trainieren werden. Neben Florian Baak, Maurice Covic, Julius Kade und Sinan Kurt sollen auch Julian Schieber und Genki Haraguchi die Einheit absolvieren.
Ob Schieber und Haraguchi beim Freundschaftsspiel der U23 am Sonntag gegen Lichtenberg 47 mitspielen, entscheiden die Spieler selbst. „Das ist ihre Entscheidung, da das Spiel auf Kunstrasen ausgetragen wird. Ich weiß selbst, wie schwierig es ist, die Muskulatur an den Kunstrasen zu gewöhnen“.

Gegenpressing – Der Schlüssel zum Erfolg

Dardais Fokus liegt auf dem Dortmund-Spiel und dort geht er mit seiner Mannschaft voll auf Sieg. „Wir wollen hohen Ballbesitz haben, ein gutes Heimspiel machen und nicht nur warten. Den entscheidenden Faktor wird das Gegenpressing spielen“, prophezeite Dardai. „Wenn wir richtig gut drauf sind, können wir ein grandioses Spiel machen!“

Die komplette Pressekonferenz könnt ihr euch hier ansehen:

Die Aussagen des Trainers versprechen einen mutigen Auftritt. Die Marschrichtung für Freitag lautet: „Wir wollen Agieren, statt Reagieren.“ Dardai will vor allem durch einen ansprechenden Auftritt eine gute Stimmung im Stadion entwickeln lassen und sieht einen möglichen Vorteil auf den Rängen. „Wenn das Stadion fast ausverkauft ist, hat das ein enormen Effekt“, sagte der Trainer.
Apropos Fans. Hertha BSC erwartet 65.000 Zuschauer, davon 6.000 aus Dortmund. Der Trainer betonte den hohen Stellenwert der Unterstützer: „Die Fans sind das Wichtigste!“ Dardai warb für das morgige Heimspiel. „20:30 Uhr Flutlicht, ganz Deutschland guckt zu, schönes Stadion, geiles Spiel!“

Herthaner, was will man mehr?


105
Kommentare

Blauer Montag
18. Januar 2018 um 19:24  |  636052

Ha!


hurdiegerdie
18. Januar 2018 um 19:25  |  636053

silba


Neuköllner
18. Januar 2018 um 19:30  |  636054

He!


jenseits
18. Januar 2018 um 19:30  |  636055

…silba. Damit gebe ich mich nicht zufrieden.

Ho!


pathe
18. Januar 2018 um 19:46  |  636056

Hertha BSC!!!

Grüße aus Lanzarote!


psi
18. Januar 2018 um 19:47  |  636057

Der Meister von der Spree!


psi
18. Januar 2018 um 19:56  |  636059

Schönen Urlaub, @pathe!
Ich hoffe, du hast den Eurosportplayer dabei.?


pathe
18. Januar 2018 um 20:04  |  636060

@psi
Danke!
Den Eurosportplayer habe ich abonniert. Aber ob Eurosport die Rechte hier hat…?


jenseits
18. Januar 2018 um 20:06  |  636061

Oh je, Freitagsspiel. Wenn wieder einmal jemand für mich einen Tipp hätte, wie ich das Spiel morgen legal ohne Abo online sehen kann: herzlichen Dank im Voraus und ich wäre glücklich. 🙂
Sky Ticket funktioniert so ja nicht…


psi
18. Januar 2018 um 20:08  |  636062

Sky Go kann man ab 2018 europaweit sehen.
Sollte mit dem Player auch klappen, gib mal Bescheid
morgen.


hurdiegerdie
18. Januar 2018 um 20:14  |  636063

jenseits
18. Januar 2018 um 20:06 | 636061

Für mich ist es das erste BL-Spiel diese Sasion, was ich im Pay-TV sehen kann.

Das ist so furchtbar. Ich freue mich so und bin so erwartungsfroh. Das heisst bei mir immer, es endet in einer Katastrophe, endweder schnell (0:3) oder nach langem Bangen und Hoffen am Ende (1:2).

Aber irgendwann muss es ja mal anders sein, dann darf aber nicht obige Aufstellung sein 😉


Opa
18. Januar 2018 um 20:18  |  636064

Stadiondebatte mal anders….?
Hat Dardai für die „schönes Stadion“ Aussage eine Abmahnung zu befürchten? 😛

Streaming in der EU?
Da ist @pathe ein paar Wochen zu früh unterwegs, um von der neuen Regelung zu profitieren, mit der man Streamingdienste auch im Urlaub oder bei einem vorübergehenden Aufenthalt EU weit nutzen können muss. Wer zu früh reist, den bestraft der Rechtehandel…

Aufstellung
Die obige Aufstellung gefällt mir, einzig, ob Kalou auf dem linken Flügel sticht, wird man sehen, aber zur Not kann ja Lazaro links, Leckie rechts und Darida in die Mitte. Hach, so viele Optionen sind ja fast als Luxusproblem zu bezeichnen.


jenseits
18. Januar 2018 um 20:30  |  636065

@hurdie

Ich freue mich für Dich. Aber was heißt da ‚erwartungsfroh‘? Das ganze Stadion und alle anderweitigen Zuschauer, die Spieler erst recht, müssen morgen Siegesgewissheit ausstrahlen. ☺ In unserem Stadion habt ihr, insbesondere ohne euren Star, nichts zu melden! Immer und ohne Unterlass an die Grenze (für Dich: die zwischen der Schweiz und Berlin/Hertha überschreiten) gehen. Es kommt also auf Dich an!

Und mit Maier, Lazaro, Selke, Lusti, Kalou und Weiser kann doch eigentlich nichts schief gehen. Außer höhere Gewalt funkt uns dazwischen. ? 😉

Ich drück Dir für uns die Daumen.


psi
18. Januar 2018 um 20:32  |  636066

Streaming EU,
wo kann ich das nachlesen, @Opa?


Blauer Montag
18. Januar 2018 um 20:35  |  636068

Rechte hin oder her – wenn morgen kein Blitzeis vom Himmel fällt, bin ich im Kühlschrank Stadion.
#blauweißsindwir##blauweißsindwir##blauweißsindwir#


psi
18. Januar 2018 um 20:37  |  636069

Danke!


Jack Bauer
18. Januar 2018 um 20:40  |  636070

Streaming:

Wer Amazon Prime hat, kann den Player für 4,99€ für einen Monat abonnieren. Da ist dann auch noch das Freitagsspiel gegen Mainz (16.2.) mit drin. Auf den Fernseher streamen geht das dann bspw. über Fire TV Stick, PS4, oder Smart TVs, die Amazon Channels unterstützen. Ansonsten natürlich PC/Laptop und HDMI Kabel ran. Ohne Prime kostet der Spaß 6,99€ / Monat.

@pathe:
Soweit ich es verstanden habe, kannst du den Eurosport Player zwar überall nutzen, kannst aber dann halt nur das gucken, für das Eurosport in dem jeweiligen Land die Rechte hat. In Spanien hat meines Wissens movistar die Rechte. Was du also brauchst, ist eine deutsche IP Adresse.

https://www.kino.de/film/die-mannschaft-2014/news/eurosport-2-live-stream-sehen-auch-im-ausland-so-gehts/


Opa
18. Januar 2018 um 21:01  |  636072

Hertha, Seifert und sinkende Zuschauerzahlen…
Die Welt thematisiert Herthas Zuschauerabwärtstrend und setzt ein Fragezeichen, ob ein neues Stadion allein ausreicht. Bemerkenswert auch diese Passage:

Wenn Seifert also anmahnte, der deutsche Fußball müsse sich zur Spitze bekennen, meinte er – neben anderen Vereinen – auch Hertha. Denn gerade in der Hauptstadt muss größer gedacht werden. Doch diese Denke, dieses Streben, ein Aushängeschild zu sein, fehlte vielen Fans bislang – auch vielen Hertha-Fans. „Wenn heute an einigen Standorten die Zuschauerzahlen zurückgehen, dann dort, wo Erfolge fehlen und Zuschauer keine positiven Perspektiven sehen“

Herthas sportliche Entwicklung ist positiv, die Zuschauerzahlen dagegen rückläufig. Ist Seifert nur ein Dampfplauderer? Welchen Anteil hat die „Verzwergung“ der Bundesliga mit den Retorten- oder Dorfvereinen wie Leverkusen, Hoffenheim, Augsburg, Wolfsburg, Mainz oder Leipzig, die Traditionsvereinen wie Nürnberg oder Lautern dauerhaft nur eine zweitklassige Perspektive bieten (und dennoch respektable Zuschauerschnitte von rund 26.000 – 28.000 erreichen)? Zum Vergleich: Hoffenheim 28.000, Leverkusen 28.000, Wolfsburg 27.000, Augsburg 27.000, Mainz 29.000, RB 39.000.

Es gibt mehr Faktoren als die von Seifert aufgezählten und viele Probleme der Liga sind hausgemacht und haben mit dem Aufweichen von 50+1 zu tun und nicht mit 50+1 selbst.


hurdiegerdie
18. Januar 2018 um 21:10  |  636073

Opa
18. Januar 2018 um 21:01 | 636072

Das hat die Welt mMn falsch verstanden, obwohl Seifert mit den Leuchttürmen (da wäre meine Kritik) nicht Hertha meinte.


Papa Zephyr
18. Januar 2018 um 21:25  |  636074

@jenseits
Ich überlege noch, ob ich mir nicht doch ein Monatsticket für 5,99 für den Europlayer kaufe….
Oder ich gehe doch noch spontan ins Stadion. Aber bei dem Wetter? Und zudem alleine ohne meine Glücksbringer Mädchen?


jenseits
18. Januar 2018 um 21:46  |  636075

@Papa Zephyr

Mach es so, wie es Dir recht erscheint. Und das Monatsticket wäre dann auch vielleicht etwas für mich. Aber wir müssen dann wenigstens angestrengt und zuversichtlich vor dem Bildschirm sitzen. ?


jenseits
18. Januar 2018 um 21:58  |  636076

Ich habe @Jack Bauers Kommentar zu Seifert gelesen und habe ähnliche Gedanken. Wie es gerade passt: Mal sind deutsche Spieler nicht in ausreichendem Maße in den internationalen Ligen unterwegs, sind sie es doch, spricht es auch gegen die deutsche Herangehensweise, weil ja kaum noch ein Spitzenspieler hier spielen möchten.
Die Aufweichung von 50+1 und die Belohnung der Vereine, die damit erfolgreich in der CL sind, macht den Fußball hierzulande für mich immer uninteressanter. Ist aber nix Neues.


bernie30
18. Januar 2018 um 22:14  |  636078

Wo kann man das life in Österreich schauen?


hurdiegerdie
18. Januar 2018 um 22:15  |  636079

Opa
18. Januar 2018 um 21:01 | 636072

Ok es ärgert mich, nicht, dass du das zitierst, es steht so in der Welt, aber wie der Absatz in der Welt zustande kommt. Ich hoffe nur ich trete keinem Blogpappie zu nahe, die ja, so glaube ich, auch in der Welt schreiben.

Bei dem Zitat werden Aussagen aus völlig unterschiedlichen Thesen zusammengefügt und mit einem Verweis auf Hertha verknüpft, der überhaupt nicht gefallen ist. Klar, die Aussagen von Seifert werden in Anführungsstrichen geschrieben, aber die Verknüpfung ohne Anführungszeichen sind reine Interpretation der Welt.

Nehmen wir dieses Zitat und zerlegen es:
Wenn Seifert also anmahnte, der deutsche Fußball müsse sich zur Spitze bekennen,
Das ist die Überschrift aus These 1.
Was er sagt ist:
„Spitzensport bedeutet: sich mit den Besten messen.
Weltweit. Dieses Prinzip ist die ureigene Basis des
Leistungssports. Es geht letztlich immer darum, sich zu
behaupten – egal gegen wen und in welchem
Wettbewerb. Von daher muss es auch der Anspruch der
Bundesliga sein, im Wettbewerb der besten Ligen der
Welt zu bestehen.
Nur wenn wir dauerhaft eine intakte Spitze haben,
bestehend aus mehreren Clubs, die europaweit mithalten
können und sich national einen spannenden Wettbewerb
liefern, erfüllt die Bundesliga dieses Versprechen.“

Weiter Welt:
meinte er – neben anderen Vereinen – auch Hertha. Denn gerade in der Hauptstadt muss größer gedacht werden. Doch diese Denke, dieses Streben, ein Aushängeschild zu sein, fehlte vielen Fans bislang – auch vielen Hertha-Fans.

Genau das sagt er nicht, er redet weder über Hertha noch von Fan-Erwartungen. Er redet über eine starke Liga, die eine Spitze aus mehr als einem (nämlich mehreren) Clubs hat, die national einen Wettbewerb haben und international mithalten können.

Jetzt kommt das wortwörliche Zitat:
„Wenn heute an einigen Standorten die Zuschauerzahlen zurückgehen, dann dort, wo Erfolge fehlen und Zuschauer keine positiven Perspektiven sehen“

Dieses kommt aus These 3 (nicht These 1 wie oben) und es zielt nicht auf Hertha ab, nichtmal auf die Bundesliga speziell:

Im Original sagt er:
„Wenn heute an einigen Standorten die Zuschauerzahlen
zurückgehen, dann dort, wo Erfolge fehlen und Zuschauer
keine positiven Perspektiven sehen. Das gilt für Clubs und
kann ebenso ganze Ligen treffen. Weshalb selbst manche
der europäischen Top-5-Ligen trotz einzelner Stars im
Schnitt kaum mehr als 23.000 Zuschauer haben und die
Stadionauslastung 70% oder weniger beträgt.“

Er spricht bewusst von ganzen Ligen.

Hier jetzt meine Interpretation:
Wenn Ligen nicht ausreichend ausgeglichen sind und es kaum Hoffnung gibt mal oben anzugreifen, wird es langweilig und Zuschauerzahlen gehen zurück. Das gilt aber auch für andere Ligen mit PSG, Barca und Real Madrid etc.
M.E. sagt er, wir müssen intern die Ligen stärken, aber das auch im internationalen Wettbewerb. Wie das erreicht werden kann, hmmm. Ich befürchte, weiter wie heute ist es nicht. Aber es ist keine Kritik an Hertha. Was er sagt ist, wir müsssen was ändern, damit mehr Mannschaften ein Perspektive haben. 50+1 ist (auch bewusst von Seifert gewählt) vielleicht ein Weg dahin.

Aber man möge mir andere Wege aufzeichnen.


Jack Bauer
18. Januar 2018 um 22:37  |  636080

Mal wirklich doof gefragt:

Kann mir jemand erklären, warum die Liga ausgeglichener sein sollte, wenn Hannover, Hertha, Frankfurt und co. mehr als 49,9% ihrer Anteile verkaufen können?
Verkaufen Schalke, Gladbach, Bayern und co weitere Anteile, wird der finanzielle Unterschied noch größer, als er es eh schon ist.
Wo war eigentlich Seiferts Aufschrei, als die CL-Gelder in derartige Höhen geschossen sind, dass jeder wusste, dass die CL Teilnehmer durch die Gelder derart einteilen, dass man die nie wieder einholen kann?!
Für mich ist eben das heuchlerisch. Den weiteren Ausverkauf des Fußballs – die totale Hingabe an die Interessen der Wirtschaft – so zu verkaufen, dass es alternativlos sei, um weiter konkurrenzfähig und erfolgreich zu bleiben oder gar – noch höhnischer – um für mehr Spannung und Chancengleichheit zu sorgen.


hurdiegerdie
18. Januar 2018 um 22:39  |  636081

jenseits
18. Januar 2018 um 21:58 | 636076

aber auch das, sagt er genau nicht!
Ich will ja jetzt nicht Seifert verteidigen, vieles gefällt mir auch nicht, aer wenn sollte man doch auch mal genau zitieren, was er gesagt hat, und überlegen, wie er es vielleicht gemeint hat.

Das Beispiel mit den Nationalspielern meint mMn (nur meiner) doch nur, dass wir im Vergleich mit anderen Ligen als Liga in Rückstand geraten, so dass die besten Spieler nicht mehr hier spielen, sondern in anderen (finanziell und international wettbewerbsfähigeren) Ligen.

Ganz ehrlich, mir wäre das egal! Von mir aus könnte de BL auf internationalem xy oder yz Niveau spielen, wenn die Liga spannend wäre und Hertha Meister werden könnte.
Aber Seifert ist DFL Vertreter, er will eine starke Liga, im internationalen Vergleich starke Liga. Dieses 10, 9 oder 4 Speler in der Nati ist ein Bild ein Symptom aber keine Kernaussage.


monitor
18. Januar 2018 um 22:41  |  636082

„Wenn heute an einigen Standorten die Zuschauerzahlen
zurückgehen, dann dort, wo Erfolge fehlen und Zuschauer
keine positiven Perspektiven sehen.

Kann es sein, daß sich der Hype um den Fußball abnutzt und die Karawane der Eventzuschauer so langsam weiterzieht? Das es vor kurzem noch cool war, ins Stadion zu gehen, jetzt aber andere Dinge „angesagt“ sind?
Sich dadurch die Zuschauerzahlen auf die Kerngruppe „Fußballfan“ reduziert?
Ich meine das Thema Fußball hat in Deutschland durch die WM 2006 eine extreme Popularität erreicht, die schon seit längerem wieder abnimmt.


Tojan
18. Januar 2018 um 22:48  |  636083

ich bin da bei @monitor, wobei sich der fußball da mit dem stärken der starken (CL, Fernsehgelder) und dem schwächen der Schwachen (transfers) und der daraus resultierenden eintönigkeit in nahezu allen wettbewerben selbst unattraktiv gemacht hat. denn sportliche unterhaltung basiert auf spannung, nicht auf kantersiegen und meisterschaften im märz.


hurdiegerdie
18. Januar 2018 um 22:53  |  636084

Jack Bauer
18. Januar 2018 um 22:37 | 636080

das ist überhaupt keine doofe Frage, aber sie sollte nicht mit der Vergangenheit der Cl verknüft werden.

Ich gehe bei allen CL-Vorwürfen mit, aber das ist Vergangenheit, nicht mehr zu ändern und (m.E.) zukünftig irrelevant

Der erste Teil deiner Frage ist interessanter: Wenn jetzt alle die anteile verkaufen mit 50+1 bleibend (ja ist möglich), dann wird sich nichts ändern. Hertha wird eher Nachteile haben, weil sie früh, billig verkaufen mussten, um das Überleben zu sichern.

Die Antwort geht in Bereiche, die viele nicht wollen und von Seifert versteckt angedeutet werden.

Ich belasse das mal als Cliffhanger für zukünftige Diskussionen 😉


hurdiegerdie
18. Januar 2018 um 22:55  |  636085

Tojan
18. Januar 2018 um 22:48 | 636083

Aber genau das sagt mMn genau Seifert. Die Konsequenz daraus ist halt sehr sehr „kritisch“.


Tojan
18. Januar 2018 um 22:56  |  636086

@hurdi
aber jetzt mal ehrlich: was soll ein möglicher verkauf von 100% anteilen verändern? bayern wird durch diese maßnahme vermutlich mehr geld erlösen können als alle anderen vereine zusammen, der abstand wird also eher größer als kleiner geworden.

dass diese art von gleichmacherei (alle geben so viel geld aus wie möglich) nicht funktioniert zeigt doch regelmäßig die englische liga, in der es meistens auch nicht spannender ist, als hier.


hurdiegerdie
18. Januar 2018 um 23:17  |  636087

Tojan
18. Januar 2018 um 22:56 | 636086
In den letzten 5 Jahren gab es in England 5 verschiedene Meister.
In Deutschland?


hurdiegerdie
18. Januar 2018 um 23:27  |  636088

Uups nur 4 in England


Tojan
18. Januar 2018 um 23:31  |  636089

@hurdi
und in 3 dieser 5 Jahre hatte der meister 10 oder mehr punkte vorsprung…

mein verständnis von spannung einer meisterschaft ist nicht per-se verschiedene sieger, sondern ein offener kampf bis zum ende ohne klar überlegene teams…


Jack Bauer
18. Januar 2018 um 23:39  |  636090

Wobei es in England ja mit Arsenal, Liverpool und ManU, dazu Vereine wie Everton, Blackburn, Leeds schon „immer“ deutlich mehr Titelaspiranten gab. An die Stelle von Everton und Leeds sind jetzt – mit sehr viel Kohle – ManCity und Chelsea getreten.

Aber: Burnley gegen City ist genauso klar, wie hier Freiburg gegen Bayern. Und wenn 50+1 fällt, dann wird aus Freiburg gegen Bayern auch nicht City gegen Liverpool. Im Gegenteil. Die Unterschiede würden nur noch größer.


hurdiegerdie
18. Januar 2018 um 23:52  |  636091

Aber der Meister wechselt doch und er wechselt regional Mal London mal Manchester, sogar Leicester. Es ist nicht immer von vornherein Bayern.
Jede Saison weisst du eben in England nicht, wer Meister wird.

In Deutschland weisst du es doch seit Jahren vorher, dass es wieder die Bayern werden.

Und auch der Rest stimmt nicht.

16/17 ware es 7 Punkte
15/16 mit dem Überraschungssieger Leister waren es 10 Punkte
14/15 waren es 8 Punkte
13/14 waren es 2 Punkte
12/13 tatsächlich über 10 nämlich 11 Punkte

mit wechselnden Meistern

Deutschland:

16/17 Bayern: 15 Punkte
15/16 Bayern: 10 Punkte
14/15 Bayern: 10 Punkte
13/14 Bayern: 19 Punkte
12/13 Bayern : 25 Punkte


hurdiegerdie
19. Januar 2018 um 0:05  |  636092

Und auch in dieser Saison wird der Meister in England nicht der des Vorjahres sein. Aber in Deutschland wird es wieder derselbe sein.

Gute Nacht.


Jack Bauer
19. Januar 2018 um 0:07  |  636093

Und die Frage ist eben: Wird das besser ohne 50+1? Haben dann Vereine wie Hertha, Frankfurt, Hannover eine realistische Chance auf die Meisterschaft?
Oder sind die Bayern weiterhin uneinholbar, enteilen evtl. sogar noch weiter und es besteht nur eine Chance für Dortmund in einer perfekten Saison oder RB wenn Red Bull noch mehr Geld reinpumpt?
Ist die Abschaffung ein probates Mittel für eine spannendere Liga? Oder ist es nur eine weitere Möglichkeit für die „Leuchttürme“ noch mehr Geld zu beschaffen, um „uns“ international würdig zu vertreten?


Tojan
19. Januar 2018 um 0:09  |  636094

@hurdi

stimmt ich wollte das eigentlich noch auf: stand bereits spieltage vor schluss fest ändern. wie gesagt, dieser unterschied ob nun 3 teams mit jeweils vorsprung meister werden oder eins, ist für mich quasi nicht vorhanden. die spannung in einer saison zählt um die leute dabei zu behalten.

außerdem bist du in dem zuge immernoch eine antwort schuldig: glaubst du wirklich, dass ein unbegrenzter verkauf der anteile nicht dazu führt, dass bayern am meisten geld einsammelt und so den abstand noch weiter vergrößert?

die antwort auf einen durch zu viel und ungerecht verteiltes geld versauten wettbewerb kann schlicht und ergreifend nicht noch mehr geld sein.


sunny1703
19. Januar 2018 um 0:31  |  636095

Ich verstehe schon was @hurdie meint, kaufen sich Google, apple, microsoft,facebook,alibaba,tencent und andere Kaliber hier bei verschiedenen Vereinen ein, wird es aufgrund einer größeren wirtschaftlichen Chancengleichheit zu einem ausgeglichneren Wettbewerb in der Liga führen .

In der folge wird das alte traditionelle Vereinswesen ausgedient haben und es werden strukturen wie bei RB mehr werden. Inwieweit das am Ende angenommen wird, ist schwer vorherzusagen, doch eins ist sicher, die Abhängigkeit von einem Fußballverein bzw Standort wird deutlicher von rein wirtschaftlichen faktoren abhängig sein als sie es jetzt schon sind.

Da es keinen Schritt zurück mehr geben kann,wird es entweder eine solche entwicklung geben oder wir müssen eben doch auf eine europäische Superliga hoffen unter der dann die anderen Ligen (hoffentlich) einen sportlich faireren Wettbewerb austragen können.

lg sunny


Tojan
19. Januar 2018 um 0:37  |  636096

@sunny
aber warum sollten diese schwergewichte bei hertha investieren und nicht bei bayern, wo ihr produkt besser vermarktet wird? die kleineren vereine bekommen dann wieder das wirtschaftlich schwächere paket ab, nachdem die großen sich bedient haben.


sunny1703
19. Januar 2018 um 1:12  |  636097

@tojan

Ich glaube, Du kennst mich durch den blog gut genug,um zu wissen,dass ich wahrlich nicht berauscht von so einer Entwicklung wäre.

Doch wenn sich große Wirtschaftsunternehmen vermehrt als Eigner zur Verfügung stellen, werden sie sich jeder ihren Verein suchen über den sie bestimmen. Das könnte, ich betone könnte, abhängig von der zahl solch großer Unternehmen als Eigner dann auch vermehrt eine zumindest wirtschaftliche Chancengleichheit bedeuten.

Ob davon am Ende Hertha profitiert oder Union oder ein anderer Berliner Verein sei dahin gestellt, doch die bei weitem größte deutsche Stadt und Hauptstadt und Regierungssitz ist sicher ein Standort von größerem Interesse als Meppen, (liebe meppener ,die ihr jetzt mitliest,verzeiht mir 🙂 )

Wie das am Ende kommt,weiß ich nicht,von mir aus kann auch alles so bleiben,nur glaube ich nicht daran.
Und wir Fans können entweder die entwicklung zufrieden oder mit Magengrummeln mitmachen oder uns wie ich auch einen Amateurverein zusätzlich oder hauptsächlich suchen oder vom Fußball abwenden.

lg sunny


19. Januar 2018 um 7:43  |  636099

Danke für den Link zum Artikel in der Welt, @Opa.

Gute Analyse von @Hurdie, wie ich finde.

Der Text ist eine Mischung aus zusammengebrautem und erdachtem Geraune. Und er endet mit der Stilblüte von drei Pünktchen, was den Autor (der übrigens nicht genannt wird) natürlich zu einem großartig nachdenklichem Zeitgenossen macht.

Interessant ist, dass er völlig außer acht lässt, dass das Publikum bei Spielen von Bayern, Dortmund, Gladbach und Köln zu einem großen Teil eben NICHT aus Herthanern bestand und besteht, sondern aus Gästefans außerhalb des Gästeblocks. Nun kann man aus meiner Sicht die These aufstellen, dass der Rückgang der Zuschauerzahlen mit dem Rückgang eben dieser Zuschauer zu tun hat und dass die Kernzuschauerschaft von Hertha praktisch unverändert ist.

Das hätte aber nicht ins Narrativ des Autors gepasst.


Herthapeter
19. Januar 2018 um 8:45  |  636100

@Sir Henry
Ich kann über den Zuschauerschwund zwar auch nur mutmaßen, teile aber deine Vorstellung nicht, dass es sich nur um Gästefans handelt, die wegbleiben.

Es gibt ja auch einen Anteil an Gelegenheitsbesuchern im Oly. Die sind sicherlich nur bedingt bereit, überteuerte Tickets zu kaufen, insbesondere wenn es dann die falschen Plätze sind und wenn sie womöglich nicht neben den Freunden sitzen können, die ebenfalls hingehen würden. Diese Gelegenheitsbesucher kommen auch lieber, wenn es wirklich um etwas geht, das war in dieser Bundesligasaison bisher selten der Fall.
Das könnte nennenswerten Einfluss auf die Zuschauerzahlen haben, wie ich finde.

Was ich allerdings ausschließe:
Die Seifert’sche Schlussfolgerung, dass die Zuschauer wegbleiben, weil man in der Euro-League -die sich ohnehin fast niemand anschauen wollte- Prügel bezogen hat.


Flankovic
19. Januar 2018 um 9:00  |  636101

6000 aus Dottmund + der ganzen Event- und Erfolgsfans = Heimspiel BVB.


Freddie
19. Januar 2018 um 9:17  |  636102

Bin da bei @sir.
Was da um uns rum als Berliner im Bayerntrikot saß, war schon nicht mehr feierlich.
Von den ganzen Ronnys aus Gera ganz zu schweigen.


hurdiegerdie
19. Januar 2018 um 9:28  |  636103

sunny1703
19. Januar 2018 um 1:12 | 636097

Sunny versteht mich 😆


Exil-Schorfheider
19. Januar 2018 um 9:28  |  636104

Danke ebenfalls für den Link von @opa und der Analyse von @hurdie.

Bin ebenfalls beim @Sir und bei @Freddie.
Die Welt vergisst nun mal in ihrem Diss, dass das Bayern-Spiel an einem langen Wochenende(03. Oktober) statt fand, wo viele Bayern-Fans aus Neufünfland mit Sicherheit im Kurzurlaub weilte.
War auch nicht schlimm, wenn man dann die Berliner Exemplare im Stadion sieht, die während eines Spiels in den Bayern-Fanshop gehen… ich war kurzzeitig irritiert.


Jack Bauer
19. Januar 2018 um 9:39  |  636105

Die Diskussion hatten wir glaube ich schonmal. UB und andere brachten vor ein paar Jahren, als der Zuschauerschnitt im Olympiastadion auf dem Peak war, regelmäßig die Statistik ein, lt. der Hertha in Europa zu den Top 10 in Sachen Zuschauerschnitt zählt.
Ich habe damals schon angemerkt, dass das auch dadurch kommt, dass durch die Größe des Olympiastadions – und die geringe Auslastung durch Herthaner – Fanszenen wie Dortmund, Bayern, HSV etc. 6-7.000 Karten absetzen können. Dazu kommen die ganzen Berliner und Umlandfans, die bei Spielen wie gegen die Bayern dann fast die Hälfte des Publikums ausmachen. Hertha tut sich verdammt schwer, mehr als 40.000 Herthaner ins Stadion zu locken und maximal da würde auch der Schnitt liegen, wenn wir – wie in den meisten anderen Stadien – jedes Mal nur 2-4.000 Gäste im Stadion hätten. Ausnahmen sind in meinen Augen dann gegeben, wenn es wirklich um was geht (CL Teilnahme oder Titel) und idealerweise das Wetter noch mitspielt (DFB Pokal Halbfinale, Endphase Saison 08/09, mit Abstrichen das letzte Heimspiel gegen Darmstadt 15/16).


derby
19. Januar 2018 um 9:47  |  636106

Das ist doch Augewischerei.

Die 50+1 Regel muss fallen, damit die Bundesliga interessanter und auch international erfolgreicher wird. Auch ein BVB hat anscheinend nicht die Mittel mittelfristig eine konkurrenzfähig, internationale Mannschaft aufzustellen. Hier helfen der Bundesliga nur Investoren aus dem Ausland. Wird kommen, Seifert bereitet gerade den Weg mit seiner Rede – dich ich klasse finden.

Ich finde es peinlich wie Teams wie Hertha, aber auch ein Teil der Fans die Europaleauge angegangen sind. Für mich ist das ein wichtiger Wettbewerb. Aber gegen solche Mannschaften zu scheitern, war schon mehr als peinlich. Fanbrille bitte unten lassen!

Ich kann mich an ein leidenschaftlich!!! geführtes Spiel erinnern, das war das in Bilbao. So will ich die Mannschaft auch gegeh Genger wie aus der Ukraine oder Schweden sehen. Anonsten war das Beamtenfussball.

Womit wir bei den Zuschauerzahlen sind. Beamtenfussball war! genau das, was wir bisher von Dardai zu sehen bekommen haben. Das hatte nichts mit Attracktivität zu tun. Nichts.

In Berlin, einer Stadt mit so vielen Möglichkeiten, muss du dem Publikum action bieten oder ihnen den Eindruck geben, das man will, gewinnen will, fighten, spielerisch ud kämpferisch das Spiel zu – nun kommt es – gestalten.

Das ändert sich gerade!! und seit dem Bilbao Spiel habe ich das Gefühl, ich kann auch wieder mal ins Stadion gehen ohen dabei einzuschlafen und Langkamp dabei zuzusehen, wie er den 100sten Doppelpass mit Jarstein spielt.

Wir werden attracktiver. Doch für eine Veränderung der Zuschauerzahlen wird das erst langfristig sichtbar werden. Die für mich – zu vorsichtige – Spielweise hat einige Zuschauer gekostet. Und bei Preisen ab 30 – 40 Euro für 80 Miunten Langeweile und 10 minuten Action muss ich nicht in Stadion gehen, sondern hole mir den Player oder streame.

So weit meine Thesen 🙂

Spiel heute – wir haben gute Chancen Punkte mitzunehmen. Ein unentschieden ist mehr als drin. Mutig Spielweise ist angesagt, denn die Abwehr der Bine Maja ist nicht tauglich für die Top 4 – auch der Torwart nicht. Dass musst genutzt werden.

Unter Dardai haben wir erst ein Freitagsspiel verloren – gegen Hoffenheim – soll es dabei bleiben!!

tipp: 2:2


Blauer Montag
19. Januar 2018 um 10:02  |  636108

Es ist halt vertrackt und verzwickt mit der Attracktivität … 😳


Jack Bauer
19. Januar 2018 um 10:03  |  636109

@derby:

Und die Bundesliga wird dann interessanter weil…?

Bayern sich dann Neymar holen kann und mit 90 statt 80 Punkten Meister wird?


Opa
19. Januar 2018 um 10:06  |  636110

Die richtige Dimensionierung des Stadions…?
@Jack Bauer: Umso erstaunlicher ist doch, dass Hertha mit einem generischen 40.000er Schnitt ein Stadion für 55.000 Menschen plant. Dahinter kann doch nur die Absicht stecken, auch weiterhin reichlich Gästefans melken zu wollen. Kommt es dann zu einer Terminierung wie in der laufenden Saison, wird man wohl wieder Karten bei Groupon verramschen müssen.

Fanmüdigkeit
Dazu kommt, dass 12 Jahre nach der WM 2006 viele Fans übersättigt wirken und nicht mehr so leicht zu „melken“ sind. Noch höhere Eintrittspreise bedeuten im Klartext mehr Sponsorentickets, die dann wie Sauerbier im Frühstücksradiogewinnspiel angeboten werden, unterm Strich wird für den Veranstalter da nicht wirklich mehr übrig bleiben, wie wir aus anderen Sportarten wissen, wo diese Plätze am Ende oft leer bleiben und die wirklichen Fans über die Kartenvergabe irgendwann so vergrätzt sind, dass sie sich vom Sport abwenden oder in der Kneipe gucken. Wer sich an die letzten Auftritte der Nationalmannschaft (sei es im Confed Cup, sei es daheim) – immerhin Weltmeister und Rekordqualifikant, bei dem es nicht am mangelnden sportlichen Erfolg mangelt – erinnert, der bekommt einen Vorgeschmack dessen, was früher oder später auch in den Ligen passieren wird. Die Ursache dafür ist nicht zu wenig, sondern zu viel Geld und die daraus resultierende Gier. Und Seifert versucht, mit noch mehr Geld das Problem zu beheben? Beweist er nicht eher, dass er wie viele andere nichts verstanden hat?

Kontext…?
@hurdie und @sunny: Ich glaube schon, dass der Kontext zulässig ist, auch wir bringen ja Seiferts Worte mit Hertha in Verbindung. Die Bild bringt heute den Rekordmeister der Euroleague FC Sevilla ins Gespräch und schämt sich nicht dafür dass der Vergleich wie ein einbeiniger hinkt, denn in der ach so tollen La Liga hat ein Verfolger wie der FC Sevilla genug Abstand nach unten, dass er keine Existenzangst in Sachen Abstieg haben muss. Übrigens: Das letzte ausverkaufte Heimspiel des FC Sevilla war in der Saison 12/13. Zeigt das nicht umso mehr, was für ein Dampfplauderer der Seifert ist, der gern hätte, dass – wie hieß es neulich so schön – alle Schiffe weiter oben schwimmen?

Credits…?
@Sir und @Exil: Danke fürs Danke 😉


Opa
19. Januar 2018 um 10:14  |  636111

Einmal „mangeln“ zu viel, ein „Doppelmangel“ sozusagen, aber jeder dürfte wissen, was gemeint ist. Wer nicht, darf gern nachfragen 😉


Herthapeter
19. Januar 2018 um 10:17  |  636112

@ Derby
Ich lese deinen Beitrag so:
Die 50+1 Regel ist das Problem.
Aber eigentlich ist Herthas Beamtenfußball das Problem.Hertha hat allerdings das Beamtenfußball Problem erkannt und gelöst. Es braucht jetzt noch etwas Zeit, bis die Zuschauer das merken und honorieren.

Sorry, ich verstehe leider nicht mehr, was du mitteilen wolltest. Hat Hertha jetzt überhaupt noch ein Problem oder nicht (mehr)?


Kamikater
19. Januar 2018 um 10:58  |  636113

@hurdie
Deine Ausführungen erlebe ich bei den Medien generell genauso. Jeder möchte seine Interpretation untermauern und tut dies mehr oder weniger geschickt durch eine Aneinanderreihung von herausgerissenen Zitaten oder Unfakten.

Die gesamte Situation, so wie sie sich in der Ungleichheit zwischen den Vereinen ergibt, die Du richtigerweise dargestellt hast, hat der Verband in Zusammenarbeit mit den Herren aus München zu verantworten. Da nun die kleinen Vereine für verantwortlich zu machen ist die Krönung der Perfidität.

@DFL
Dass ausgerechnet Seifert als DFL Chef und Bayernfan sich über die Unausgegleichenheit mockiert, ist ein entweder ein Treppenwitz oder eine Vollverarschung. Der hat alles dafür getan, dass 50+1 nicht fällt und merkt nun gemeinschaftlich mit seinem Lieblingsverein, dass Alleinvermarktung seine Grenzen hat. Je schwächer die Liga, weil unausgeglichen, desto schwächer dazu im Verhältnis die Clubs. Deshalb ist auch England so stark geworden, wie @hurdie es ausführt. Da gibts eben keine Abosieger.

Jetzt, viel zu spät also, werden seine (und die des FC Mayern) Fehler deutlich, sich Jahrzehntelang derart vor den Karren des Mafiaclubs No1 in Deutschland vor den Karren spannen zu lassen. Das soll er mal schön selbst auslöffeln die Suppe.

50+1 fällt, das kann er gar nicht verhindern. Nur hätte man das viel früher machen müssen.

So aber gibts nur einen Gewinner: Den FC Mayern. Denn nun wird die komplette Rolle rückwärts in der Verbandstaktik durchgeführt, damit dieser Club international „mithalten“ kann. Und so ganz nebenbei meint man die Clubs, die durch die beisherigen gewollten Regelungen klar benachteiligt wurden, während einige weniger bevorteilt wurden, auch noch einen Seitenhieb mit auf den Weg geben kann. Lächerlich!

Ganz sicher kann man, wenn man es mit seinem eigenen Club ernst meint, nur dringend hoffen, dass der FC Bayern immer möchlichst schnell ausscheidet, aus allen internationalen Wettbewerben, sowie national nicht die Meisterschaft erringt. Nur dann ist die Liga auf Dauer ausgeglichener.

Ansonsten müssen wir auf die Scheichs und Chinesischen Investoren hoffen.

@derby
Bin da voll bei Dir.


hurdiegerdie
19. Januar 2018 um 10:59  |  636114

Herthapeter
19. Januar 2018 um 10:17 | 636112

Die Zuschauerzahlen sind doch das geringste Problem.

Ob nun 47k oder 53k das macht im Oly etwas um 2 Mio aus. Damit kommst du nicht an die Gelder in England. Warum will Hertha denn das Stadion verkleinern?


Opa
19. Januar 2018 um 11:08  |  636115

@hurdie: In Ludwigsfelde werden wohl 30.000 Zuschauerplätze reichen, zumal mehr auch nicht hinkommmen, weil weder Straße noch Schiene dafür ausgelegt sind 😉


Opa
19. Januar 2018 um 11:11  |  636116

EIL: Goretzka wechselt zum FC Buyern.


Opa
19. Januar 2018 um 11:12  |  636117

Das wird ja im Sinne von Herrn Seifert sein 😀


Jack Bauer
19. Januar 2018 um 11:13  |  636118

@Kamikater:

Gibt es von Dir auch einen Meinungsbeitrag, in dem nicht der FC Bayern die Schuld trägt?

Ich sehe ein (sehr gutes) Argument gegen 50+1: Die Wahrscheinlichkeit, dass es vor Gericht bestand hat, ist sehr gering.
Was ich nicht sehe ist, dass der Fußball in Deutschland besser, attraktiver oder gar spannender und gerechter werden würde, wenn 50+1 fällt.


Kamikater
19. Januar 2018 um 11:18  |  636119

@jack
Reichlich. Aber Du kannst ja gerne Gegenargumente liefern, statt jemanden pauschal mundtot machen zu wollen.
🙂

@Boxen und Fußball?
Der Ber­li­ner Un­ter­neh­mer Ingo Volck­mann (49), Mehr­heits­eig­ner des spa­ni­schen Fußball-Dritt­li­gis­ten At­le­ti­co Ba­lea­res, baut in der Haupt­stadt einen Box-Stall auf und hat be­reits den frü­he­ren Trai­ner von Re­gi­na Hal­mich, Tors­ten Schmitz (53), unter Ver­trag ge­nom­men.

http://www.spiegel.de/sport/fussball/der-deutsche-ingo-volckmann-ist-besitzer-von-atletico-baleares-a-1010837.html


Uwe Bremer
Uwe Bremer
19. Januar 2018 um 11:36  |  636120

@Seifert

wie läuft die Argumentation denn nun:

Die einen argumentieren, er sei die Personifizierung des Untergangs des Fußballs, weil er 50+1 abschaffen will.
Die anderen argumentieren, er sei die Personifizierung des Untergang des Fußballs, weil er 50+1 beibehalten will.

P.S. Es gibt schicke Untersuchungen über den europäischen Fußball vs US-Sport.

Eines der Resultate ist, dass seit 1928 in den vier großen Fußball-Ländern Europas (England, Deutschland, Spanien, Italien) nur sehr wenige Klubs verschwunden sind. Trotz des Mittels der Insolvenz (teilweise auch wegen) sind sehr, sehr viele Namen, die damals unterwegs waren, heute immer noch im Profifußball dabei.

Merke: Ein Traditionsklub ist fast nicht aus der Welt zu bekommen.

Ein anderes Resultat ist: Sowohl in großen europäischen Ligen als auch in kleinen (als Vergleich wird die Entwicklung des Fußballs auf den Faröern betrachtet) gibt es seit Einführung der Profiligen gleichbleibende Strukturen: Die Dominanz einiger weniger Großklubs, die immer die gleichen sind:

– Top-3 in England (ManU, Arsenal, Liverpool), die sich zu einer Top-4 (Chelsea) und nun Top-5 (ManCity) entwickelt hat.

– FC Bayern + ein Herausforderer in Deutschland

– Real Madrid und FC Barcelona in Spanien

– Juventus Turin + 2 Herausforderer (meist Inter und AC Mailand) in Italien

Die Einführung von Profiligen (in Deutschland 1963), das exorbitante Ansteigen aus den TV-Geldern seit Mitte der 1980iger, die Einführung der Champions League 1993 … alles gravierende Änderungen.

Was sich nicht geändert hat: Die Dominanz der bekannten Player in ihren jeweiligen Ligen.

Die Erklärung, die aktuelle Situation in Deutschland sei eine Intrige von Seifert und des FC Bayern, taugt also weder, um die aktuelle Situation zu beschreiben. Noch taugt sie, als Problembeschreibung, um die Zukunft zu gestalten.

Der Punkt, der das Gleichgewicht der Verein verändert, ist ein finanzielles Engagement in Größenordnungen, wie es der Profifußball bisher nicht gesehen hat (Beispiele):

– Abramovitch/Chelsea,

– Abu Dhabi United Group/Manchester City,

– Quatar Sports Investment/PSG.

Die Parallelen in Deutschland:

– VW/VfL Wolfsburg,

– Hopp/TSG Hoffenheim

– Red Bull/RB Leipzig.

Jetzt wird’s interessant:
Wenn dieses Prinzip sowohl national als auch international am Wirken ist: Was ist die Schlussfolgerung für die Gestaltung der Bundesliga (und Zweiten Liga) in Deutschland?


Herthapeter
19. Januar 2018 um 11:40  |  636121

@ hurdiegerdie
19. Januar 2018 um 10:59 | 636114

„Herthapeter
19. Januar 2018 um 10:17 | 636112

Die Zuschauerzahlen sind doch das geringste Problem.“

Jetzt erwischst du mich allerdings ein wenig auf dem falschen Fuß. Worum geht es denn überhaupt im Profifussball? Eine wichtige Frage!

Zuschauerzahlen, Fernsehzuschauerzahlen, Gewinn oder vielleicht auch nur reine Umsatzmaximierung, Sponsorengelder, internationale Leistungsfähigkeit, Profifußball als Lockmittel für den Breitensport, Kultur, Volksbespaßung???

Ich kann das nicht genau definieren, da mag wohl jeder seine eigenen Ansichten und Schwerpunkte haben. Ich glaube aber, wenn die Zuschauerzahlen dauerhaft rückläufig wären, dann rücken alle anderen Punkte in den Hintergrund.


Jack Bauer
19. Januar 2018 um 11:49  |  636122

@Kamikater:

Ich habe Dich nicht mundtot gemacht. Argumente habe ich reichlich geliefert und mehrmals keine Antwort auf meine Frage erhalten, wie denn der Wegfall von 50+1 die Bundesliga attraktiver und gerechter machen soll.
Meine Vermutung was bei einem Wegfall von 50+1 passieren würde: Die kleinen und mittleren (Hannover, Hertha, Frankfurt und co.) würden für Verhältnismäßig wenig ihre Anteile verkaufen. Bayern, Dortmund, Schalke und co werden deutlich mehr Kapital für ihre Anteile generieren können. Die Schere würde noch weiter auseinandergehen. Wenn einer der kleinen und mittleren Vereine seine Mittel besser einsetzt, als die anderen und dem FC Bayern damit gefährlich werden würde, würde der FC Bayern seinen internen Beschluss nicht mehr als 30% der Anteile zu veräußern rückgängig machen und für seine Anteile ein vielfaches der kleinen Clubs bekommen.


raffalic
19. Januar 2018 um 11:50  |  636123

Ronny spielt jetzt für Gera….???

#Wiekonntenwirdennur….


Herthapeter
19. Januar 2018 um 11:55  |  636124

@Uwe Bremer,

es ist richtig, dass die Einführung der Champions League die Verhältnisse keineswegs durcheinandergewirbelt hat. Im Gegenteil, hat sich doch der Abstand der CL-Dauergäste zu den anderen weiter vergrößert, insbesondere Turin und Bayern, Barcelona, Real Madrid und FC Porto können sich daran weiden.

Der Weg müsste eigentlich sein, diese Ungleichverteilung durch die Champions-League zu reduzieren.

Stattdessen findet, wie hier bereits heiß diskutiert, das Gegenteil statt.

Die Antwort darauf lautet für den DFB nun: 50+1 Regel muss fallen!
Das bedeutet, dass wir den Retortenklubs mehr Chancen einräumen, Investoren zu akquirieren, um die Ligen dadurch wieder spannender zu machen. Der geneigte Zuseher hat dann die Wahl, den sattsam bekannten Platzhirschen oder den neuen Oligarchenklubs die Daumen zu drücken. Wenn die geneigten Zuseher*innen dazu bereit sind, wird 50+1 ein voller Erfolg, wenden sie sich aber ab, wie ich, könnte das Ding mächtig in die Hose gehen.


Opa
19. Januar 2018 um 11:56  |  636125

@Uwe: Wenn Du schon fragst: Eine meiner Schlussfolgerung wäre, dass Hoppelheim, VW und RB aus der Liga verschwinden müssten 😉

Eine weitere wäre eine Neuordnung eines europäischen FFP, welches diesen Namen auch verdient hat. Das würde ein Engagement wie bei Chelski, Citski oder Inshallah Paris nicht möglich machen.

Ich bin mir darüber bewusst, dass das nicht eintreten wird, meine Alternative zur „Quengelei“ wäre allerdings Resignation, Abstumpfung und Abkehr. Dafür liebe ich meene Hertha noch zu sehr, als dass das für mich eine Option darstellt. Aber arg viel fehlt nicht mehr, dass ich mich vom Profifußball entfremde wie weiland von der Nationalmannschaft, deren Erfolge mich mittlerweile auch weitgehend kalt lassen.


Jack Bauer
19. Januar 2018 um 11:59  |  636126

@Uwe Bremer:

Klar, es gibt einige wenige Vereine, welche durch einen massiven finanziellen Einsatz eines Investors nun eine größere Rolle in ihrer Liga spielen, als vorher.

Aber was wäre das für ein Szenario? Wir öffnen die Liga für sämtliche Investoren und alle hoffen, dass bei Hertha nicht Tedi sondern irgendein dubioser Investor aus Katar einsteigt? Das ist dann soviel fairer und besser, als das aktuelle System? Für mich wäre das in Sachen Fußball die absolute Horrorvorstellung.

Ansonsten stimme ich @herthapeter und @opa vollumfänglich zu.

Noch ein Absacker für Fußballromantiker:
In der Champions League Saison 99/00 konnte Hertha, Sensationsdritter der Vorsaison, in der Champions League u.a. dem FC Barcelona (damaliger amtierender spanischer Meister) und dem FC Chelsea Paroli bieten.


Kamikater
19. Januar 2018 um 12:13  |  636127

@Jack
Der Wegfall von 50+1 würde Vereine flexibler in der Wahl ihrer finanziellen Mittel machen.

Wenn man Dir vorschriebe, Dein Geld ausschließlich als Selbstständiger Unternehmer im Bereich Dienstleistungen verdienen zu müssen, wärst du eingeschränkt, Wenn Dein Wohlergehen zudem in direkter Konkurrenz zu anderen Personen stünde, die diese Klausel nicht erfüllen müssen, würdest Du zurecht von „Wettbewerbsverzerrung“ sprechen.

Die Frage, welchen Nutzen also der Wegfall von 50+1 hätte, ergibt sich daraus erst in einem zweiten Schritt. Fairer Wettbewerb ist aber die Conditio-sine-qua-non. Und die hat es derzeit noch nicht gegeben. Insbesondere durch unser beider „Lieblingsvereine“ WOB, LEV, HOF oder RBL nicht. Eines nach dem Anderen.

@UB
Da stimme ich Dir vollumfänglich zu.


hurdiegerdie
19. Januar 2018 um 12:22  |  636128

Uwe Bremer
19. Januar 2018 um 11:36 | 636120

Ich weiss jetzt nicht, worauf du hinaus willst. Auf einen Vergleich mit US-Profiligen?


Opa
19. Januar 2018 um 12:24  |  636129

@Kamikater: Der kleinste gemeinsame Nenner dürfte sein, dass derzeit eine Chancengleichheit im Wettbewerb nicht gegeben ist. Nur, dass wir diametral unterschiedliche Auffassungen haben, wie man damit umgeht. Während Du eine Öffnung willst, würde ich gern zurück zu den Wurzeln. Vereine, die sich nicht über ausgelagerte Tochtergesellschaften nur noch kommerziell miteinander messen. Das mag naiv und romantisch sein, aber ich wähle meine Religion ja auch nicht nach der Popularität oder dem Kirchensteueraufkommen.


hurdiegerdie
19. Januar 2018 um 12:35  |  636130

Herthapeter
19. Januar 2018 um 11:40 | 636121

Natürlich geht es immer um den Zuschauer. Aber warum will den Hertha ein kleineres Stadion? Weil sie nicht glauben, den „Beamtenfussball“ auf bessere Beine stellen zu können, um das Stadion zu füllen (und womit wollten sie den Qualitätssprung denn bezahlen?)?

Wenn uns niemand das neue Stadion schenkt, wird der Grossteil der Selbstvermarktung und das Geld für den Stadionnamen über Jahre in die Kosten für das neue Stadion fliessen (glaube ich solange, bis mich Schiller persönlich und alleine in die Finanzierungsplanung einweiht).

Mehr Geld kommt über mehr Komfort und Verknappung der Tickets, die eine Preiserhöhung (und die wird saftig) möglich machen (alles nur meine Meinung).


Jack Bauer
19. Januar 2018 um 12:50  |  636132

@Kamikater:

Punkt 1: Klar würde es die Vereine flexibler machen. Aber eben nicht nur Vereine wie Hertha, sondern eben auch die Big Player, welche ihren Vorsprung dann noch weiter ausbauen könnten.
Punkt 2: Wob, Lev, RBL oder TSG dürften in meiner Welt gerne ihre Retortenliga gründen und sich aus Bundesliga verabschieden. Aber ein System, welches durch Konzerne und zu viel Geld krank geworden ist durch noch mehr Geld gesunden zu wollen, ist für mich ein Hirngespinst.


Blauer Montag
19. Januar 2018 um 12:52  |  636133

Jepp hurdie 12:35
Mehr Komfort, höhere Eintrittspreise – nur darüber amortisiert sich ein Stadionneubau.


Blauer Montag
19. Januar 2018 um 12:56  |  636134

Fußball ist die legale Art der Geldvernichtung im 21. Jahrhundert Jack Bauer 19. Januar 2018 um 12:50 | 636132. Oder verlangst du auf einmal von russischen oder kuwaitischen Ölscheichs, sie sollten stattdessen Steuern an ihre Heimatländer zahlen? 😮


SORGENKIND
19. Januar 2018 um 13:15  |  636135

Kann mir hier jeden Kommentar klemmen.
Wenn ich Opas Kommentare lese, komm ich aus dem nicken nicht mehr
raus. Wir sind zwei unverbesserliche Fussballromatiker!
Wer das Medium Twitter nicht nutzt, kennt meine YouTube Empfehlung
des heutigen Tages nicht. Ich möchte sie vor Allem denjenigen ans Herz legen, die glauben das der Fussball unendlich viel Kommerz verträgt und er dadurch besser wird und (ich muss lachen) international konkurenzfähiger wird!

Nehmt euch 45 min Zeit und denkt über 50+1 nach!
Oder warum so viele Leute in deutschen Stadien englisch sprechen?

https://youtu.be/I1Ictk3UY8g


SORGENKIND
19. Januar 2018 um 13:17  |  636136

In diesem Zusmamenhang liebe Grüsse an Simon! Ein positiv verrückter
aus Bristol, Mitglied der Axel Kruse Jugend!


Opa
19. Januar 2018 um 13:23  |  636137

Am Erfolg zugrundegehen?
Es gab schon mal eine Sportart, die durch den eigenen Erfolg und überhöhten Ticketpreise früherer Popularität hinterherhechelt. Im Tennis ist seit den großen Zeiten um Becker und Graf die Zeit vorbei. Mickrige Zuschauerquoten, hinwerfende Veranstalter (Stich auf dem Rothenbaum). Oder schauen wir uns mal die Probleme der deutschen Motorsportveranstalter an, nachdem Schumi aufgehört hat und wo es zuletzt nicht mal mehr einen Großen Preis von Detschland gab. Das sind Sportarten, in denen es keine „Behinderung“ durch 50+1 gab, sondern die an zu viel Erfolg und zu viel Geld erstickt sind. Ein solches Szenario könnte dem Fußball auch drohen.

Nun kann man sagen, international sähe das anders aus. Das ist zweifellos richtig, aber dann haben wir das Szenario, dass die Buyern in Shanghai spielen und der BVB in Kuwait. Alles wegen der „Wettbewerbsfähigkeit“. Das mag mitmachen, wer das gut findet, ich bin dann sicher nicht mehr dabei.

Derweil hoffe ich noch auf einen Weg der Vernunft.


Exil-Schorfheider
19. Januar 2018 um 14:25  |  636138

@opa

Nun wirfst Du aber wieder vieles in einen Topf und rührst ordentlich um.
Warum es keinen jährlichen GP von Deutschland gibt, ist ebenso bekannt wie das Aufhören (werden) von Stich, quasi gefährliches Halbwissen, wenn Du es so schreibst wie Du es geschrieben hast. 😉
Nimm noch Boxen dazu, dann passt es wieder.


Flankovic
19. Januar 2018 um 14:42  |  636139

Es ist eigentlich ganz einfach. Opa hat (wie so häufig) Recht mit seiner Argumentation.

Alle Anderen werden sich hoffentlich eines Tages umschauen und am Kopf kratzen, weil alles ja so anders kam als man sich erhoffte.

Das würde ich viel öfter wünschen, dass kopflose Konsumenten sich wundern warum alles vor die Hunde geht.

Setzt aber eine gewisse Auffassungsgabe und den Blick über den Tellerrand voraus.


Opa
19. Januar 2018 um 14:44  |  636140

Topf, Umrühren und das Halbwissen
@Exil: Wieso ist das umgerührt? Mir ging es doch darum, dass eine Aufweichung von 50+1 und damit ungehinderter Zugang zum Investmentmarkt nicht zwangsläufig bedeutet, dass das sportliche Niveau besser wird. Niemand hindert jemanden daran, ein Formel 1 Team zu gründen und es aufzupäppeln, niemand wird daran gehindert, ein Tennisturnier in Deutschland auszutragen. Beides ist aber kommerziell nicht sonderlich erfolgreich und weder das deutsche Tennis noch der deutsche Motorsport ist international wettbewerbsfähig (Mercedes Formula One fährt zwar mit deutscher Lizenz, hat seinen Sitz aber in England und Rosberg hat keinen Hype ausgelöst wie seinerzeit Schumi). Die Abschaffung der ungeliebten 50+1 Regelung wird nur dazu führen, dass „alle Schiffe im See höher schwimmen“, größer oder leistungsfähiger werden sie dadurch nicht. Sehen wir doch gerade bei den TV Geldern. Das viele Geld hat trotz höher schwimmenden Schiffs nicht geholfen, sich gegen „Angstgegner“ wie Östersund durchzusetzen.


Blauer Montag
19. Januar 2018 um 14:52  |  636141

Lesenswerter OT (nur?) in meinen Augen. …
Unser archaisch funktionierendes Gehirn ist in vielerlei Hinsicht nicht für die Stressfaktoren der Stadt gemacht, sondern noch aufs Jagen und Sammeln programmiert, auf das Leben in einer kleinen Gruppe unter freiem Himmel, auf Auseinandersetzungen mit Mammuts, Bären und Säbelzahntigern.

Und während Berlin wächst, sich modernisiert, digitalisiert und weiterentwickelt, bleibt unser Hirn seinem Steinzeit-Ich verbunden. Paradoxerweise sind wir zwar dank unseres Gehirns in der Lage, den Fortschritt der Menschheit mit immer neuen Erfindungen und Entwicklungen voranzutreiben, unsere Instinkte und Reflexe halten dabei aber nicht mit. „Unser Gehirn wird die Wende in die Gegenwart so schnell nicht schaffen“, sagt Mazda Adli mit einem Anflug von Bedauern in der Stimme. „Die Evolution ist ein zähes Geschäft.“…
http://www.tagesspiegel.de/berlin/warum-sind-die-berliner-wie-sie-sind-berlin-veraendert-das-gehirn/20842682.html


Uwe Bremer
Uwe Bremer
19. Januar 2018 um 14:58  |  636142

@Seifert

verstehe immer noch nicht, welche Argumentation hier geführt wird:

A) Der DFL-Chef ist der Totengräber des Fußballs, weil er unbedingt an 50+1 festhält
B) Der DFL-Chef ist Totengräger des Fußball, weil er unbedingt 50+1 kippen will … ?

Ignoriert wird weitgehend der Ausgangspunkt der Debatte:
Egal, welche Statuten die DFL sich künftig geben wird: Die Regularien müssen deutschem und europäischen Recht genügen.

Die bisherige Regel 50+1 stand nur deshalb bisher nicht in Frage, weil niemand dagegen geklagt hat.

Man kann als DFL versuchen, dieses Thema einige Jahre durch die Instanzen zu prozessieren. Dann, nach einem endgültigen Urteil wird sich die DFL als Interessensvertretung der Fußballklubs aber nicht damit rausreden können:

„Schade, dass wir 50+1 nicht beibehalten dürfen. Dabei hatte im Blog Immerhertha @opa gesagt, das sei dufte.“

Wer das Thema ernst nimmt, versteht: Eine 50+1-Regel, die künftig gelten soll, muss anders aussehen, als sie heute aussieht.
Und als zweite Aufgabe hat die DFL den Vereinen eine Alternative anzubieten, falls 50+1 als nicht vereinbar mit deutschem /europäischem Recht gewertet wird:
Wie geht es dann weiter mit der Bundesliga und der Zweite Liga?


Opa
19. Januar 2018 um 15:15  |  636143

Die DFL als kommerzielle Interessenvertretung mag kein Interesse an 50+1 haben, erst hat man aufgeweicht und ausgehöhlt und nun, wo sie unterminiert ist, zieht man den Schwanz ein und sagt achselzuckend, wir können uns ja eh nicht dagegen wehren? Nein, ich glaube nicht, dass die DFL sonderlich viel Angst haben müsste, würde sie für alle Vereine einheitliche Zugangsvoraussetzungen schaffen. Das ist spätestens seit VW schon nicht mehr der Fall. Gegenwehr gegen das Fallen von 50 + 1 erwarte ich seitens der DFL nicht.

Aber spielen wir den Fall mal durch: Am Ende eines solchen Prozesses könnte sehr wohl eben auch stehen, dass SAP, VW und Hannoi nicht mehr am Spielbetrieb teilnehmen dürfen. Auch das wäre eine 50+1 Regel, die anders aussieht als heute und die dann sicher auch vereinbar mit deutschem und europäischem Recht wäre.

Wie es dann weitergeht mit Bundesliga und zweiter Liga? Die gab es schon vor der DFL und die wird es auch danach geben.


Opa
19. Januar 2018 um 15:17  |  636144

Weil neulich die Frage aufkam, wie man das Spiel heute ohne Stadionbesuch ohne Verpflichtungen gucken kann: Wer Amazon Prime Kunde ist, kann den Eurosport Player für einen Monat für 4,99 € nutzen. Damit kann man nicht nur das heutige Spiel gegen den BVB sehen, sondern auch das Spiel am 16.02 gegen Mainz. Sofort nach Abschluss der Buchung kann man kündigen. Dann zahlt man pro Spiel 2,50 € und hat keine weiteren Verpflichtungen.


frankophot
19. Januar 2018 um 15:33  |  636145

…und wie is das, wenn man im kostenlosen Prime-Testmonat ist?
Wie buche ich dann den Player dazu ? Oder is das schon mit drin (was ich nicht glauben kann 🙂 ). Ich such hier rum, kann irgendwelche Filme sehen und Sport aus der Konserve (Tennis Melbourne z.B.) …aber einen Hinweis auf das Spiel oder eine Möglichkeit, die Bundesliga zu buchen finde ich nicht…
Hm.


Susch
19. Januar 2018 um 15:39  |  636146

Das kannst Du über Amazon Channels dazubuchen.
Das Spiel selbst wird spätestens 1 Stunde vor Spielbeginn (dann beginnt die Berichterstattung) abrufbar sein.


Kamikater
19. Januar 2018 um 15:41  |  636147

@Jack
Warum sollte ein Wegfall der 50+1 Regel ausgerechnet die Vereine stärken, die das bisher erfolgreich umgangen haben?


Opa
19. Januar 2018 um 15:41  |  636148

@frankophot: Links auf alle Kategorien, dann amazon Video, dann amazon channels, runterscrollen bis eurosport player oder einfach diesem Link folgen: https://www.amazon.de/gp/video/storefront/ref=atv_hm_hom_4_c_zagweur_29?ie=UTF8&benefitId=eurosport&pf_rd_i=home&pf_rd_m=A3JWKAKR8XB7XF&pf_rd_p=1612275007&pf_rd_r=YZB5MG756GF32V7MJCWQ&pf_rd_s=center-191&pf_rd_t=12401


frankophot
19. Januar 2018 um 15:44  |  636149

danke Euch… !


frankophot
19. Januar 2018 um 15:50  |  636150

…das mit erst 1 Std. vorher wusste ich nicht…im Augenblick sieht man nämlich nix davon…
würde also bedeuten wenn man heute den kostenlosen Prime Test Monat beginnt, hat man die beiden Spiel mit drin…


Jack Bauer
19. Januar 2018 um 16:02  |  636151

Zum Thema Streaming und speziell an @Pathe gerichtet habe ich gestern einen Beitrag geschrieben, der leider wegen der Verlinkungsproblematik untergegangen ist. Daher nochmal der Hinweis an @Pathe:

Jack Bauer

18. Januar 2018 um 20:40 | 636070

Streaming:

Wer Amazon Prime hat, kann den Player für 4,99€ für einen Monat abonnieren. Da ist dann auch noch das Freitagsspiel gegen Mainz (16.2.) mit drin. Auf den Fernseher streamen geht das dann bspw. über Fire TV Stick, PS4, oder Smart TVs, die Amazon Channels unterstützen. Ansonsten natürlich PC/Laptop und HDMI Kabel ran. Ohne Prime kostet der Spaß 6,99€ / Monat.

@pathe:
Soweit ich es verstanden habe, kannst du den Eurosport Player zwar überall nutzen, kannst aber dann halt nur das gucken, für das Eurosport in dem jeweiligen Land die Rechte hat. In Spanien hat meines Wissens movistar die Rechte. Was du also brauchst, ist eine deutsche IP Adresse.

Link siehe oben.

@Kamikater:
RB, VW, Bayer, TSG umgehen die Regel.
Wenn es auch noch Schalke, Gladbach, Dortmund (spezieller Fall), Bayern machen… wird es dann besser oder schlechter?

Ich brauche es nicht, da ich es kurzfristig heute schaffe ins Stadion zu gehen. Meine Heimspielbilanz, speziell gegen den BVB (ich gebe mir heute noch die Schuld am Pokal Halbfinale) ist miserabel, also seid nicht zu euphorisch. 😉


Susch
19. Januar 2018 um 16:12  |  636152

Um 19:35 Uhr beginnt bei Eurosport player die Übertragung.
Die haben da keine direkte Vorschau auf das Programm.
Mainz kannst Du auch schauen wenn Du heute gebucht hast.


Papa Zephyr
19. Januar 2018 um 16:19  |  636153

Für alle, die Amazon Prime schon haben… Wo ist der Unterschied zwischen buchen als Channel für 4,99 und direkter Buchung des Players bei Eurosport für 6,99?
Ist bei Buchung über Prime grundsätzlich nur der Freitag dabei? Und wenn Hertha Mal Sonntag Mittag oder Montag spielen sollte, hat man Pech mit Prime?


Susch
19. Januar 2018 um 16:45  |  636157

Amazon-Prime-Kunden können künftig auch Bundesliga-Spiele über Amazon Video ansehen. Zusätzlich zum Prime-Abo können Nutzer gegen einen Aufpreis von fünf Euro das komplette Eurosport-Angebot live und on demand ansehen. Der Eurosport-Player überträgt im Laufe der Saison 40 Bundesliga-Partien, darunter die Freitagsspiele und fünf Sonntagsspiele.

Da sollten dann die Sonntagsspiele mit dabei sein


Jack Bauer
19. Januar 2018 um 16:52  |  636159

@Zephyr: Das Angebot ist dasselbe, Amazon „schenkt“ Dir für die Prime Mitgliedschaft 2€.


hurdiegerdie
19. Januar 2018 um 16:57  |  636160

Ich fand, das war eine schöne Diskussion.

Danke


Papa Zephyr
19. Januar 2018 um 16:57  |  636161

Ok, Dankeschön.
Hab halt gefragt, weil bei Amazon explizit „Freitag-Spiele“ steht.


Etebaer
19. Januar 2018 um 17:29  |  636163

Der UB ist eine Perle dieses Blogs, nicht nur weil er einer der Blogpappas ist, viel Lesenwertes in die Blogbeiträge einstellt, sondern auch geduldig und verständlich viele Zusammenhänge des Geschäfts und seiner Umstände posted.

Vielen Dank!

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So, Schlappe 04 verliert den nächsten ablösefreien Spieler und weint, weil es doch sportlich so gut abschneided – was leider eine ziemliche Eintagsfliege bleiben wird, wenn sich die Schalker umstände nicht gravierend ändern.

Tor ist ok.

Abwehr – der Schlüsselspieler wird bald 36

Mittelfeld – Schalke verliert seine Talent schneller als man sie aufbauen kann, ohne dafür Geld zu bekommen, es steht also eine massive Schwächung ins Haus.

Sturm – LOL!
Mark Uth wird daran nix ändern, 26 und keine nennenswerten internationale Leistungsnachweise…

Das ganze zeigt nur Schalkes relative Impotenz sich gegenüber Spitzenkonkurrenz behaupten zu können und läßt das abschneiden in der CL, wenn es denn klappt, erahnen und auch die daraus erwachsenden Bundesligaresultate.

Schlappe 04 – die Beute vom Reh4.

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Der BVB zerschellt auch grade an den Mechanismen der Nahrungskette – nutz das aus Hertha!

Gut Sport!


Jack Bauer
19. Januar 2018 um 17:59  |  636166

@Hurdie:

Empfand ich auch so. Sollte mein Bayern-Seitenhieb in Richtung Kamikater zu hart rübergekommen sein, Sorry!

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