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(ub) – Ein ereignisreicher Montag neigt sich dem Ende zu. Habe im Podcast mit dem Kollegen Jörn Meyn sehr verschiedene Themen abgeschritten: Was sagt es über Hertha aus, wenn Alexander Esswein in der Startelf steht? Warum die Diskussion um einen Zehner bei Hertha gerade niemanden interessiert. Live während der Aufnahme kam die DFL-Entscheidung über 50+1 dazu. Also haben wir darüber gesprochen. Der Aktualität zum Opfer gefallen sind die Themen „Drei Jahre Pal Dardai“ und „Was macht eigentlich Sinan Kurt“ –  wünsche Euch viel Spaß mit dem neuen Immerhertha-Podcast.

 

On Air

Inhalt:

0:30 Minuten Ruud Gullit – Am Ende des Regenbogens

1:05 Minuten Jordan Torunarigha und das WM-Aus für Kerem Demirbay

2:30 Minuten Stark vs Schulz – Elfmeter oder nicht?

5:45 Minuten Warum steht Hertha häufig so tief?

8:20 Minuten  Wie kommt Alexander Esswein in die Startelf?

9:25 Minuten Wenig Chancen bei hoher Effektivität

11:30 Minuten Stürmer-Training mit Andreas Thom

15:40 Minuten Schneckenrennen hinter den Bayern oder Die Bundesliga hat ein Qualitätsproblem

19:00 Minuten Der 10er spielt gerade keine große Rolle bei Hertha

22:20 Minuten Jarstein oder Kraft – es kann nur einen geben

24:45 Minuten Pal Dardai über seine Innenverteidigung nach dem Abgang von Sebastian Langkamp

25:50 Minuten Langkamp, Stocker, Haraguchi – Hertha macht reinen Tisch

30:20 Minuten Eichhörnchen-Taktik gegen den Zweiten, Bayer Leverkusen

32:00 Minuten Was bedeutet die DFL-Entscheidung, den 96er Antrag auszusetzen und mit den Vereinen neu über 50+1 zu diskutieren?

39:15 Minuten Nachspielzeit mit Michael Färber

 

Training am Dienstag, 14.30 Uhr, Schenckendorff-Platz


86
Kommentare

psi
5. Februar 2018 um 19:18  |  638038

Ha!


5. Februar 2018 um 19:19  |  638039

Ho!


Colossus
5. Februar 2018 um 19:31  |  638040

He!


Blauer Montag
5. Februar 2018 um 19:37  |  638041

Hertha BSC!


Blauer Montag
5. Februar 2018 um 19:41  |  638042

Das habe (nur?) ich anders verstanden. Herr Kind hat seinen Antrag heute ruhen lassen. Von einer Entscheidung der DFL habe ich heute nix gelesen.

…. Was bedeutet die DFL-Entscheidung, den 96er Antrag auszusetzen und mit den Vereinen neu über 50+1 zu diskutieren?


Blauer Montag
5. Februar 2018 um 19:52  |  638043

Wenig Chancen bei hoher Effektivität

Hertha hat zu wenig überraschende Momente im Spiel und kreiert deshalb nur wenige Chancen. Das schrieb ich bereits im vorigen Jahr. 😳

… Herthas Spiel fehlen die für den Gegner überraschenden, für die Hertha siegbringenden Momente.

Stillstand bedeutet Rückstand in jedem Wettbewerb. Dárdai muss sich, seinen Trainerstab und das Spiel seiner Mannschaft tagtäglich neu erfinden….

http://www.immerhertha.de/2017/10/30/dardai-auf-den-spuren-von-georg-kessler-und-falko-goetz/


Stiller
5. Februar 2018 um 21:09  |  638045

Habe mir heute mal den IH-Podcast angehört. Gut gemacht. Locker, flockig, kompetent. Und sogar mit einer Extraportion Information ausgestattet.

Zum Beispiel (ahnte ich) wusste ich nicht, dass Kind seine Hannover 96-Anteile für ein Apple und ein Ei erstanden hat. Roundabout 25 Mio. höre ich im Podcast. Aktueller Firmenwert 250 Mio. Ist doch wohl klar, dass es ihm nur um Fußball geht, wenn er die andere Hälfte auch einsacken möchte, der Fußballfreund. Und noch klarer, warum das Netzwerk von Gerhard Schröder angezapft wird.

Frage: Wie wird ggf. der Kaufpreis für Herrn Kind festgelegt? Oder gab es schon damals eine fixe Option oder werden seine Finanzspritzen gegen gerechnet? Ist das bekannt?


Opa
5. Februar 2018 um 21:50  |  638046

Money makes the world go around…
Wer für etwas, was 250 Mio. € Wert hat, nur 25 Mio. € bezahlt, hat genug Geld für wohlgesonnene Juristen und noch wohlgesonnenere Journalisten PR, die den Eindruck erwecken, der Status Quo sei illegal und ein Kippen von 50+1 nur eine reine Formalie.

Ich stelle mir hingegen z.B. die Frage, warum eigentlich die DFL an den Vereinen vorbei über die Modifikationen von 50+1 diskutiert und warum ausgerechnet dort eine Meinungsbildung stattfindet und nicht auf übergeordneterer (und vermutlich deutlich kritischerer) Ebene in den Vereinen, die heute größtenteils Mehrheitseigner ihrer ausgelagerten Lizenzspielerabteilungen sind? Warum scheint der (von mir aus auch schrittweise) Ausschluss der Teilnehmer, die mit einer Ausnahmegenehmigung spielen, überhaupt keine Option zu sein?


Uwe Bremer
Uwe Bremer
5. Februar 2018 um 21:54  |  638047

@Stiller

danke für die freundlichen Worte.
Bei Hertha, dem HSV und auch dem VfB Stuttgart waren es unabhängige Wirtschaftsprüfungsunternehmen vom Schlage KPMG oder Deloitte, die die Marktwert-Berechnungen angestellt haben.

Welches Wirtschaftsprüfungsunternehmen das bei Hannover 96 unternommen hat, weiß ich nicht.
Ohnehin ist es dort komplizierter. Weil 96 relativ verschachtelte Tochtergesellschaften aufgebaut hat (mit einer Management GmbH, einer GmbH & KGaA, einer Sales & Service GmbH usw.)
.
96-Strukturen – hier

Ein anderer Aspekt, der merkwürdig ist, aber nie öffentlich diskutiert wird:

Die Vereine unterrichten ja jeweils die DFL über diese Schritte (wenn Hertha KKR als Investor anheuert, wenn der HSV Kühne Aktienanteile verkauft, wenn in Stuttgart Mercedes Anteile am VfB erwirbt und wenn in Hannover Martin Kind sich Anteile sichert).
Was mich wundert: Die DFL erfährt, dass Hertha im Januar 2014 als Unternehmenswert 240 Mio. Euro angibt. Später im Jahr der HSV 300 Mio. Euro. Der VfB hat im Frühjahr 2017 als Grundlage für die Mercedes-Anteile einen Markenwert von 353 Mio. Euro angegeben.
Und dann nickt die DFL ebenfalls ab, dass Bundesliga-Konkurrent Hannover 96 seinen Unternehmenswert in etwa in der Größenordnung von 25 Mio. Euro beziffert (so habe ich es jedenfalls verstanden). Wenn dem so ist, kommt mir das sehr spooky vor.


Uwe Bremer
Uwe Bremer
5. Februar 2018 um 21:58  |  638048

@opa

Warum scheint der (von mir aus auch schrittweise) Ausschluss der Teilnehmer, die mit einer Ausnahmegenehmigung spielen, überhaupt keine Option zu sein?

ich vermute mal:
Angenommen die DFL versucht Wolfsburg, Hoffenheim, Leipzig und Leverkusen aus der DFL auszuschließen.
Dann sagen die betroffenen Vereine:

Klar, verstehen wir. Wenn ihr nicht mehr mit uns spielen wollt, dann gehen wir. Allerdings erlauben wir uns, der DFL für zu erwartende Einnahmeverluste, die wir in den kommenden 25 Jahren aus der Bundesliga erwartet hätten, der DFL 10 Milliarden Euro in Rechnung zu stellen – pro Verein.

Dann guckt DFL-Chef Christian Seifert auf Dirk Zingler und Andreas Rettig und fragt:

Jungs, Eure Meinung?


Etebaer
5. Februar 2018 um 22:19  |  638049

Hannover Anteilswert:
Weil der DFB die Zahlen nicht selber berechnet, sondern nur die Recht- und Rechenschritte, aufgrund der eingereichten Unterlagen, auf formale Richtigkeit prüft?


Etebaer
5. Februar 2018 um 22:21  |  638050

DFL meine ich natürlich…


derby
5. Februar 2018 um 22:30  |  638051

Gute Stimme – UB. Kommt gut rüber.

Tief stehen – Hertha steht fast immer tief. Und spiel extrem ohne Mut.

Hoffenheim ist beim besten Willen nicht mehr die Mannschaft der letzten Saison. Hier fehlen 3 wichtige Spieler.

Keine Chancen für Hoffenheim – na toll – wie viel hatten wir denn bitte? Kein Spielkontrolle, keine Struktur, nur tief stehen war das Kozept.

Da brauch man sich nicht zu wundern, wenn es bald unter 30.000 werden. Es gab eine Zeit – seit Bilbao – wo es Spass gemacht hat Hertha zu gucken, derzeit ist es wieder das alte Dardai Hertha – was ein graus ist! Da kann man nebenbei stricken. Macht keinen Spass.

Trotz neuer Spieler hat sich beim den Offensivaktionen nicht getan.


Stiller
5. Februar 2018 um 22:39  |  638052

Danke, @Uwe Bremer. Das muss man (ich) erstmal sacken lassen.

Was die fiktiven 10 Milliarden angeht, dürfte das nicht realistisch und rechtlich nicht haltbar sein. Denn es wird ja keinem Verein eine Ligamitgliedschaft oder gar der Kapital- oder Einnahmeerhalt garantiert. Und die Entscheidungshoheit über alle Belange der Mitgliedschaft in der DFL (bis hin zur Selbstauflösung) obliegen den Vereinen des DFB. Und das muss so bleiben!

Sollten wir uns aber (das war bis Obama stetiges Ziel) in Europa mehr und mehr dem amerikanischen Rechtsystem und dem Ausverkauf der Vereine an Investoren anpassen (bewahre uns vor TTIPP o. ä.), dann kann das eines Tages allerdings relevant werden. Zumindest mit Schadensersatzforderungen in den USA. Aber das steht ja hier (noch) nicht zur Debatte.

Dabei wird für uns viel auf saubere Informationen und unabhängigen Journalismus ankommen.


Tojan
5. Februar 2018 um 22:50  |  638053

@derby
das ist schlichtweg falsch. hertha hat mehrere chancen alleine durch offensives gegenpressing erspielt.


apollinaris
5. Februar 2018 um 23:02  |  638054

OT..der hier oft sehr hart kritisierte Plattenhardt stand in der Winterpause bei Hoffe auf der EK-Liste, Hertha hat aber widerstanden, Quelle: Rangnick bei sky
Schulle, Wagner, Platte..auch Genki wurde mal sehr von Nagelsmann gelobt..


Kamikater
5. Februar 2018 um 23:12  |  638055

@stiller
Was hast du gegen TTIP?


Stiller
5. Februar 2018 um 23:34  |  638056

Nur kurz:

Unvereinbarkeit zwischen angelsächsischem und römischem Recht. Aufgabe der freien demokratischen Entscheidung der Europäischen Bürger. Geheimgerichtsbarkeit / Aushebelung des Rechtsstaates. Möglichkeit von Schadensersatzforderungen privater ausländischer Unternehmen wegen parlamentarischer Entscheidungen, zB wenn Monsanto seine Genprodukte nicht mehr absetzen darf.

Und in dem Zusammenhang die Segnungen der schönen neuen global gesteuerten Welt:

https://www.youtube.com/watch?v=vctlaa95tFk

(Mag mühsam sein, aber diese Diskussion ist extrem wichtig!)


derby
5. Februar 2018 um 23:50  |  638057

@Tojan

wann, wo?

Wo ist die Statistik? Bitte zeigen.

Ausserdem habe ich geschrieben, dass es zwischenzeitlich besser war. Mir haben die Spiel, die mehr offensiv geführt worden sind – wie Bilbao z.B. – sehr viel besser geflallen, als Spele wie gegen Hoffenheim, wo man voher schon die Hose voll hat, oder der Trainer – wenn ich höre was für eine Taktik wir gespielt haben.

Wer hat gefehlt bei Hoffenheim – Rudy, Wagner und der Schrank in der Abwehr sind wech. Uth ist verletzt. Demirbay gerade erst zurück und Kamaric lange ausser Form.

Was machen wir – wir haben die Hosen voll und stellen uns hinten rein – gegen biedere Hoffenheimer. Hola die Waldfee.

Da habe ich kein Verständnis. Auswärts ist das eher ok. Zu hause – ein Graus!!


Uwe Bremer
Uwe Bremer
5. Februar 2018 um 23:51  |  638058

@50+1

Kommentar im KICKER zum Thema

Der Liga droht die Spaltung
Die DFL hat nicht viel Zeit, die 50+1-Regel zu überarbeiten – dabei steht die Solidarität des deutschen Fußballs auf dem Spiel. Ein Kommentar von Rainer Franzke, kicker-Chefredaktion.

Kommentar von Rainer Franzke, kicker-Chefredaktion

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Die 50+1-Regel wird den deutschen Fußball in den kommenden Wochen weiterhin intensiv beschäftigen; Hannover 96 und Martin Kind lassen den Antrag auf Erteilung einer Ausnahmegenehmigung (vorerst) ruhen und räumen der Liga etwas Zeit für eine Reform ein. Eine nette Geste.

Doch viel Zeit für ein zur Diskussion stehendes Grundlagenstatut auf juristisch stabilen Beinen kann sich der deutsche Fußball nicht leisten. Denn auf einer anderen Baustelle ruht die Arbeit nicht: Das Bundeskartellamt prüft aktuell die Beschwerde von Hasan Ismaik. Der Investor des TSV 1860 München würde beim Thema „50+1“ mit Sicherheit nicht den Gang vor ein ordentliches Gericht scheuen.

Die Grenzen der bestehenden Regelungen sind deutlich aufgezeigt worden, seit Kind schon im Jahr 2011 über eine Entscheidung des neutralen DFB-Schiedsgerichts Modifizierungen der 50+1-Regel bewirkt hatte. Unter dem Strich steht die Regel aber weiter auf dünnem Eis. Alle Beteiligten wissen, dass diese Vereinbarung nach EU-Recht wohl nicht rechtens ist.

Alle Klubs müssen jetzt Farbe bekennen und eine tragfähige Lösung finden, die – unter streng reglementierten Voraussetzungen – Investoren für ihr oft risikobehaftetes finanzielles Engagement durchaus auch eine gewisse Form der Mitgestaltung einräumt.

Gehen Bundesliga und 2. Liga beim Investoren-Thema getrennte Wege?

Die hitzigen Debatten und zum Teil auch unsachlichen und praxisfremden Einlassungen in den vergangenen Jahren werfen inzwischen ganz neue Fragen auf: Kann bei dem großen Themenkomplex „Investoren“ überhaupt noch eine gemeinsame Entscheidung aller 36 Profiklubs herbeigeführt werden? Oder werden Bundesliga und 2. Liga in diesem Thema getrennte Wege gehen? „50+1“ droht zum Anfang einer Spaltung der beiden Profiligen zu werden – mit unabsehbaren Konsequenzen. Dieser Gefahr müssen alle Beteiligten ins Auge blicken, wenn es bei 50+1 zum Schwur kommt.

Kind hat mit seiner Entscheidung die Hand gereicht – am Montag gab es keine Sieger und keine Besiegten, da das Ligapräsidium nicht entscheiden musste. Bei dem dringend erforderlichen Grundlagenstatut steht nun auch die Solidarität des deutschen Fußballs auf dem Spiel.

Quelle: Kicker.de


Jack Bauer
5. Februar 2018 um 23:58  |  638059

@Kicker Kommentar:

Kind hat die Hand gereicht?
Glaubt wirklich jemand ernsthaft, dass Kind den Antrag ausgesetzt hätte, wenn er nicht klare Zeichen bekommen hätte, dass er abgelehnt worden wäre?


Stiller
6. Februar 2018 um 0:05  |  638061

Er wartet ab, bis die Karten auf dem Tisch liegen und er seine Strategie anpassen kann; dann geht es zur Sache.


Tojan
6. Februar 2018 um 0:15  |  638062

@derby
wie willst du offensivpressing in der statistik sehen? um das beurteilen zu können, muss man das spiel sehen!

#50+1

das ist ein reines schmierentheather um die abschaffung durchzusetzen…


fechibaby
6. Februar 2018 um 7:13  |  638064

Ist das jetzt hier ein H96 Blog geworden?
Über die derzeitigen Hertha Leistungen zu reden wäre auch reine Lebenszeitverschwendung.


Derby
6. Februar 2018 um 8:04  |  638065

Danke habe ich – bin fast eingeschlafen in HZ 1 und habe mir das ganze Spiel die Haare getauft aufgrund der fehlenden Struktur, ständig länger Bälle und Pässe ohne Ankommen.

Na klar ist das übertrieben aber schön und nachhaltig ist was anders.

Wenn es jetzt ein Spiel wäre gut – aber ist es ja nicht.


6. Februar 2018 um 8:05  |  638066

DaWa 0076 – Einfach Fußball

Zum wiederholten Male müssen wir uns mit fußballerischer Magerkost abfinden. Hertha und Hoffenheim übertrumpfen sich gegenseitig in ihrer Mittelmäßigkeit und trennen sich am Ende 1:1.

Wir reden über die Entstehung des Elfers und hinterfragen die aktuelle Lehrmeinung in Sachen aktives und passives Abseits sowie absichtlichem Spieleingriff (deliberate play).

Gegen Ende geht es noch um Artikel 5 Grundgesetz und seine Grenzen. Alles ganz easy peasy.

Zwischendurch schweifen wir ab.


fechibaby
6. Februar 2018 um 8:45  |  638067

LG_IceT
6. Februar 2018 um 9:36  |  638068

Ich muss hier mal ne Lanze für Platte brechen.
Gegen Hoffenheim hat er wirklich nicht gut gespielt, aber liegt es nur an ihm?
Aus meiner Sicht waren die besten Spiele von ihm die, die er zusammen auf der linken Seite mit Mittelstädt gemacht hat.
Da waren wir sowohl offensiv als auch defensiv wesentlich effektiver.
Aus meiner Sicht ist hier Kalou das Problem. Das war gegen Hoffenheim klar zu sehen.
Anspiele längs dem Flügel nicht möglich, weil Kalou sich entweder viel zu weit innen positioniert oder nie entgegen kommt, um ein Anspiel zu ermöglichen. Die Folge ist ein Quer/Rückpass auf Touru oder Kraft gewesen. Auch wenn Kalou vorne immer für ein Tor gut ist, denke ich, dass wir mit Mittelstädt den wesentlich besseren Flügel über die gesamte Spielzeit haben.
Das er nicht dicht genug an Gnabry stand, hat mMn. auch damit zu tun, dass er defensiv tilweise ziemlich alleine gelassen wird.

Pro Mittelstädt, pro Jugend 😉

Gruß Torsten


Herthapeter
6. Februar 2018 um 9:44  |  638069

@ 50+1

Letztenendes macht es für den Fußballkonsumenten einen kaum wahrnehmbaren Unterschied, wie die Besitzverhältnisse der fußballspielenden Aktiengesellschaft auschaut. In Italien war es lange gang und gäbe, dass Mäzene einen Klub ihr eigen nannten. Es waren und blieben immer die populärsten Vereine des Landes. Bei PSG, den Manchesters und Arsenal sieht es ganz genauso aus.

Mal angenommen irgendein breitgrinsender Milliardär mit schneeweißen Zähnen würde sich Hertha kaufen und hunderte von Millionen in eine dann enorm stark aufspielende Mannschaft stecken. Das Medieninteresse und Faninteresse würden definitiv zunehmen. Einige altbackene Romantiker unter uns hätten darauf vermutlich keinen Bock mehr aber das fiele kaum ins Gewicht.
Am Ende des Tages würden mehr Fans, mehr Umsätze und mehr Gewinner alle Kritik obsolet erscheinen lassen.

Ich gehe davon aus, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis 50+1 kommt. Ich verfolge das ohne Blutdruck und entweder die Mannschaft begeistert mich oder ich überlasse das Feld gerne anderen sportinteressierten Konsumenten und kümmere mich dann entspannt um andere Hobbys.


Herthapeter
6. Februar 2018 um 9:48  |  638070

Korrektur:
Es kommt natürlich allenfalls die Abschaffung der 50+1 Regel, wir haben sie ja bereits.


Blauer Montag
6. Februar 2018 um 9:55  |  638071

Eine Betrachtung zum letzten Heimspiel…..

Nachdem die Berliner in der letzten Saison noch beide Partien gegen die Hoffenheimer verloren hatten, erreichten sie in dieser Spielzeit immerhin zwei Unentschieden. Eigentlich ein Schritt nach vorn. Aber insgesamt stagniert die Hertha. Zu viele Spiele dieser Saison endeten Unentschieden (9 von 21) und im heimischen Olympiastadion wird zu selten gewonnen (4 von 11). Okay, dafür hat die Mannschaft bislang auch nur 6 Niederlagen kassiert (6 von 21). Über kurz wird sich da wohl nicht viel ändern. Denn für die kommenden 4 Spiele gegen Leverkusen (A), Mainz (H), München (A) und Schalke (A) wäre der Ein-Punkt-pro-Spiel-Schnitt, also 4 Punkte mehr fürs Konto, eine akzeptable Ausbeute.

http://www.schiedsrichtergespann.de/immer-wieder-salomon-kalou/


Opa
6. Februar 2018 um 10:09  |  638072

Seid umschlungen, Fantastilliarden…
@Uwe Bremer um 21:58 Uhr: Zwischen Forderung und dem, was man zugesprochen bekommt, klafft eine breite Lücke. Ich wüsste auch nicht, dass es einen einklagbaren Rechtsanspruch auf die Teilnahme an sportlichen Wettbewerben gäbe. Ein Gericht könnte zu der Überzeugung kommen, dass ein im Hoheitsgebiet des DFB bzw. der DFL mit Konzernmillionen vollgepumpte Sporttochter einem gedopten Athleten entspräche, der leistungssteigernde Mittel genommen hat und daher auch vom Wettbewerb ausgeschlossen werden kann.

Und weshalb Du übers kicker Zitat nun Ismaik als Drohkulisse aufbaust, ist mir ein Rätsel, der hätte seinerzeit klagen können, warum hat er nicht? Und jetzt ist er überhaupt nicht klageberechtigt, weil sein Spielzeug nicht im Hoheitsgebiet der DFL kickt, sondern im bayerischen Fußballverband. Die Frage nach statutemgerechten Entscheodungsverhältnissen stellt sich zunächst dem DFB bei einer etwaigen Rückkehr in Liga 3.

So eindeutig, wie Du hier versuchst, die Rechtslage darzustellen, ist sie schlicht nicht.


Jack Bauer
6. Februar 2018 um 10:15  |  638073

@Herthapeter:

Bisher hat mir ja noch nie jemand glaubhaft erklärt, wieso ein Wegfallen von 50+1 die Liga nun spannender und ausgeglichener macht. Bayern, Dortmund, Schalke, Gladbach und co. können für ihre Anteile ein vielfaches verlangen, als Vereine wie Hertha, Frankfurt, Mainz oder Köln. Wird der Abstand dann größer oder kleiner?
Also bleibt dann nur das große Hoffen, dass sich irgendein Scheich finden lässt, der Bock drauf hat, den Verein mit seinen dubios verdienten Milliarden über Wert zu kaufen und nicht am Ende doch nur Tedi abzukriegen. Herzlichen Glückwünsch. Da bleibe ich lieber „altbackener Romantiker“.


Opa
6. Februar 2018 um 10:17  |  638074

Wie war das mit dem „alle Schiffe schwimmen dann höher“?


Etebaer
6. Februar 2018 um 10:31  |  638075

Taschenregelung:
„Größe im Format DIN A4 (29,7cm x 21 cm) mit einer Tiefe von höchstens 15 cm“

Bitteschön und mit Verbeugung 🙂


backstreets29
6. Februar 2018 um 10:41  |  638076

apollinaris
5. Februar 2018 um 23:02 | 638054

Brandheisse Info für dich:
Rangnick ist bei RB Leipzig tätig, aber nicht erst seit der Winterpause.


heiligenseer
6. Februar 2018 um 10:47  |  638077

@backs: Apo meinte bestimmt den Peter Rangnick von Hoffenheim. Die richtig geheimen Infos erhältst du nur im Off!


Jack Bauer
6. Februar 2018 um 11:01  |  638078

Wie Hoffenheim in die Gleichung kommt, verstehe ich auch nicht so ganz.
RB Leipzig hat wohl in der Tat bei Hertha bzgl. Plattenhardt nachgefragt. Herthas Ablöseforderungen waren Leipzig allerdings zu hoch.
Wer ist eigentlich mit Schulle gemeint?


6. Februar 2018 um 11:08  |  638079

#Plattenhardt

Ich dachte, der Nationalspieler hatte schon „fast“ in Herne-West unterschrieben? Was denn nun?

#immerdieseAufreger


Herthapeter
6. Februar 2018 um 11:13  |  638080

@ Jack Bauer
6. Februar 2018 um 10:15 | 638073

Ob die Liga dadurch spannender wird, lässt sich nicht vorhersagen. Das mag uns alte Romantiker beschäftigen, ist aber keine Entscheidungsgrundlage für die Juristen.

Wenn aber analog zu England mindestens 5-6 Klubs zum Milliardärsspielzeug werden, dann würde die Liga spannender. Ich denke Ismaik, Kind, Matteschitz, Hopp und 1-2 weitere könnten da schnell auf den Geschmack kommen. Wenn das ganze womöglich noch profitabel abläuft, wie Football in den USA, dann kämen sicherlich auch noch einige US-Investoren, russische Oligarchen und arabische Ölscheichs hinzu. Es wird dann eine schöne, milliardenschwere, neue Fußballwelt mit Pomp, Glitzer, neuen Fußballtempeln und viel mehr Spannung um die Meisterschaft. Die Vereine bekommen zwecks besserer Auslandsvermarktung noch hübsche Tiernamen dazu und der ruinöse Abstiegskampf entfällt. Die Hertha Bears werden sich dann 2030 in den Play-offs (Best of Five Modus) erstmals für das Championship-Final vor heimischer Kulisse qualifizieren.

Je länger ich darüber nachdenke, desto weniger kann ich es erwarten. 🙂


Jack Bauer
6. Februar 2018 um 11:21  |  638081

@Herthapeter:

Dein Argument war ja aber nicht, dass 50+1 fallen muss, weil es juristisch nicht tragbar ist (was noch zu beweisen wäre), sondern dass es ohne 50+1 alles viel toller wird.
Und wenn ich mir deine Ausführungen ansehe: Das stellt für mich die absolute Horrorvorstellung dar. Und ich glaube du überschätzt die Anzahl der Leute, die das gut finden und unterschätzt die Anzahl der Leute, für die der Profifußball dann gestorben wäre


Opa
6. Februar 2018 um 11:48  |  638082

Gelächter im Saal…
@HerthaPeter: Bei Ismaik musste ich lachen. Der hat die Löwen ja in ganz neue Sphären katapultiert 😀 Die haben Ebenen erreicht, wo selbst die Bayern nicht mehr mithalten können. Und wo wir gerade lachen: Wie viele Millionen hat Kühne in den HSV gesteckt und die wievielte Relegation erreichen die gerade?

Das, was Du beschreibst, ist die Horrorvorstellung einer Operettenliga, die genau wie Eishockey oder Basketball organisiert ist, was beides übrigens keine sonderlichen Erfolgsgeschichten in good old germany sind.


Herthapeter
6. Februar 2018 um 11:59  |  638083

Jack und Opa:

Leute, ich sehe das doch genauso wie ihr. Ich habe lediglich versucht ein Szenario zu beschreiben, um die hypotetische Frage nach der SPANNUNG DER LIGA mit einem JA zu beantworten.

@Opa:
Es gibt die Beispiele Kühne/HSV und Ismaik/1860, das stimmt.

Es gibt aber erheblich mehr Beispiele, in denen sehr viel Geld die wichtigen Tore schießt. Fast alle US-Ligen sind voll davon. Die Champions League ebenfalls. Dazu kommen Mannschaften in der Bundesliga, wie Leverkusen, Hoffenheim, RB Leipzig und die Meisterschaft 2009 von VfL WOB.

Die Investoren werden kommen und sie werden die bestehende Hackordnung mächtig aufwirbeln.


Uwe Bremer
Uwe Bremer
6. Februar 2018 um 12:10  |  638084

@opa

Du hast weder verstanden, worum es im Beitrag um 21.58 Uhr ging. Noch hast Du verstanden, warum ich den Kicker-Kommentar eingestellt habe.

Und natürlich (sicher zufällig) ist das falsch, was Du mir unterstellst:

So eindeutig, wie Du hier versuchst, die Rechtslage darzustellen, ist sie schlicht nicht.

Ich habe in jedem (von gefühlt 30 oder 40) meiner Beiträge zum Thema formuliert:
Das Problem für die DFL in der aktuellen Situation ist, dass die Rechtslage bei der derzeitigen 50+1-Regel unsicher ist.

Noch mal langsam und in Zeitlupe: Wenn eine Rechtslage unsicher ist, ist das Gegenteil von: Die Rechtslage ist klar.

Weiter habe ich ausgeführt, dass es insgesamt um mehr geht als um die Einzelfrage, ob Hannover96/Kind ihre Ausnahmegenehmigung bekommen (oder nicht). Insgesamt geht es darum, wie die Besitzverhältnisse für alle Profiklubs aussehen werden.

Und in jedem der Beiträge habe ich formuliert: Egal, wie die DFL-Regel zu den Besitzverhältnissen der Vereine am Ende aussieht: Diese Regelung muss einer juristischen Prüfung standhalten.

P.S. Die Passage im KICKER-Kommentar, die ich interessant fand, war diese:

Die Grenzen der bestehenden Regelungen sind deutlich aufgezeigt worden, seit Kind schon im Jahr 2011 über eine Entscheidung des neutralen DFB-Schiedsgerichts Modifizierungen der 50+1-Regel bewirkt hatte. Unter dem Strich steht die Regel aber weiter auf dünnem Eis. Alle Beteiligten wissen, dass diese Vereinbarung nach EU-Recht wohl nicht rechtens ist.

Deshalb ist das Interesante an der DFL-Mitteilung, dass sie die Diskussion anschiebt für alle Vereine (was meint auch in den Klubs mit den Mitgliedern und
Fans).

Aus Sicht des DFL-Präsidiums erscheint es zweckmäßig, in den kommenden Monaten die Formulierung und Umsetzung der 50+1-Regel zu überprüfen und dabei zu erörtern, wie wichtige Prinzipien der gelebten Fußball-Kultur in Deutschland zukunftssicher verankert werden können und ob gleichzeitig neue Entwicklungsmöglichkeiten zu eröffnen sind.

Quelle: dfl-Mitteilung

Das Ziel ist die Herbeiführung einer rechtlich sauberen Lösung über die Besitzverhältnisse in der DFL.


Jack Bauer
6. Februar 2018 um 12:13  |  638085

@Herthapeter:

Es ist eben ein Poker.
Vereine wie Arsenal, Liverpool, ManUnited waren vorher oben dabei und sind es jetzt auch noch. Vereine wie Chelsea und ManCity sind mit dazu gekommen, dafür ist bspw Leeds United abgestürzt. Im Endeffekt bleibt es also das für mich zweifelhafte Hoffen, dass sich Hertha einem Oligarchen um den Hals wirft, der der Meinung ist, dass er in Hertha mehr Geld stecken möchte, als der Verein eigentlich Wert ist. Dass Bayern, Dortmund und co keine Investoren auftreiben, die mehr Geld reinpumpen wollen. Selbst wenn Hertha damit zur nationalen Spitze aufschließen sollte (was ich stark bezweifle) – Mir ist der sportliche Erfolg nicht so wichtig, als dass ich mich dafür in die Hände eines Investors geben würde, der ja dann auch in der Regel mitbestimmen will. Ich wäre dann raus.


6. Februar 2018 um 12:20  |  638086

@Esswein und Artikel in der BZ

Wenn man das liest, so wird man erinnert an Hegeler.
Esswein also ein Hegeler 2.0 ?!
Training Top – Spiel Flop. Was daraus wurde ist allen bekannt.
Denke bei Esswein wird es ähnlich ablaufen.


fg
6. Februar 2018 um 12:21  |  638087

Bin ich froh, wenn es wieder um Fußball geht!


backstreets29
6. Februar 2018 um 12:24  |  638088

Wenn es um Esswein geht, kann es per se nicht um Fussball gehen


Opa
6. Februar 2018 um 12:36  |  638089

@Uwe: So weit auseinander sind wir vielleicht gar nicht, aber es ist wenig zielführend, wenn wir uns gegenseitig an den Kopf werfen, der andere habe nicht verstanden, worum es geht.

Der Begriff der Rechtssicherheit ist eh in Anführungszeichen zu verstehen. Die Rechtsprechung ändert sich, auch in fundamentalen Ansichten, was bisweilen zu überraschenden Ergebnissen führt (siehe z.B. Sorgerecht unverheirateter Eltern, was vor ein paar Jahren recht überraschend verändert wurde, ohne dass der Gesetzgeber da auch nur einen Buchstaben geändert hätte). Rechtssicherheit kann daher auch eine neue Vereinbarung der DFL kaum schaffen, denn diese „Sicherheit“ ergibt sich im Zweifel aus der Urteilssprechung von BGH oder EuGH.

Es gibt aber andererseits keinen Automatismus, dass die jetzige Regelung als nichtkonform zu betrachten wäre oder man keine Regelung finden könnte, um es rechtskonform zu bekommen. Und warum hat z.B. ein Ismaik nicht geklagt, als er noch konnte? Vielleicht, weil es für den Kläger auch kein unerhebliches Risiko bedeutet, sich auf einen jahrelangen Rechtstreit gegen ein „legales Kartell“ wie der DFL einzulassen?

Die Lizenzen heute werden für eine Saison erteilt und es steht vorher fest, unter welchen Voraussetzungen diese zu erteilen sind. Kommen die Mehrheit der in der DFL organisierten Vereine zu dem Schluss, dass die Lizenzordnung angepasst gehört, dann müssen die das untereinander ausfechten. Hierzu würden z.B. Regeln zum Erhalt des Wettbewerbs gehören, ein nationales Financial Fair Play. Die UEFA untersagt doch z.B. auch die Teilnahme an internationalen Wettbewerben, wenn von Investoren zu viel Geld geflossen ist. Deiner Logik zufolge dürfte dies ja auch kaum mit europäischem Recht vereinbar sein und Milliardenforderungen nach sich ziehen.

Mein Eindruck ist, dass die DFL als Interessenvertreter in der Frage der Wettbewerbsfähigkeit der in ihr organisierten Körperschaften gegenüber den Leistungsfähigeren deutlich mehr Zähne zeigen muss. Und kann. Ihr von vornherein mit Verweis auf unsichere Rechtslagen die Zähne zu ziehen, ist aber für mich der falsche Weg.


kraule
6. Februar 2018 um 12:44  |  638090

Hauptstadt Club
ein Vorteil der sich endlich auszahlen muss
und der sich nach dem Fall 50+1 auszahlen wird!
Kommt einer daher, der die Millionen,
im dreistelligen Bereich, raushaut,
dann ist Hertha interessant, nicht weil sie so toll sind,
sondern weil wir DER Fußballverein der Hauptstadt sind.
Das war und ist mein Reden seit Ewigkeiten.
Das mag uns gefallen oder auch nicht.
Auf uns Fans und z.Z. Stadiongänger wird keiner Rücksicht nehmen.
Es erschließt sich dann ein ganz neues Klientel!
Klatschpappen, Zuckerwatte, Musik…..
und das Alles für viel Geld.
Wer das alles nicht mittragen will,
der lässt das halt sein.
Nur so geht es mit Hertha (dauerhaft) in die Championliga.
Mit ein Investment ala Kühne und Hopp
kannste keinen Superstar verpflichten,
schon gar nicht mehrere!
Wollen wir hier Fußball auf höchsten Niveau erleben,
wird es wohl nur so gehen, leider.
Vielleicht tragen die gewonnenen Millionen
aus der e-Sport Abteilung mit dazu bei!
Ps.
Viel Blödsinn gemischt mit Befürchtungen und Wünschen.
Bitte nehmt nur das als ernst hin, was euch gefällt 😉


Uwe Bremer
Uwe Bremer
6. Februar 2018 um 12:59  |  638091

@Opa

da Du regelmäßig Behauptungen über mich aufstellst, die das Gegenteil ausdrücken von dem, was ich sage, werde ich Dich darauf hinweisen.

Wenn Du behauptest, ich stelle die Rechtslage als eindeutig dar, ist das falsch.
Richtig ist: Ich habe dutzendfach das Gegenteil geschrieben.

Stattdessen Nebelschleudern mit 1860. Die tun nix zur Sache.

Außerdem versuchst Du Sachen zu widerlegen, die niemand behauptet hat. Beispiel:

Es gibt aber andererseits keinen Automatismus, dass die jetzige Regelung als nichtkonform zu betrachten wäre oder man keine Regelung finden könnte, um es rechtskonform zu bekommen.

Wahr ist:
1) Niemand hat behauptet, dass einen solchen Automatismus gibt.
2) Niemand hat behauptet, dass es für 50+1 keine rechtskonforme Regelung gäbe.

Variante A) Natürlich ist es möglich, dass die DFL-Klubs eine Regelung finden, die den Sinn von 50+1 beinhaltet. Mit Blick auf die juristischen Zweifel an der bisherigen 50+1-Handhabung wird die aktuelle Regel aber mutmaßlich überarbeitet werden müssen.

Variante B) Es ist aber auch möglich, dass Vereine für englische Verhältnisse plädieren (= Freigabe aller Klub-Anteile).

Variante C) Weiterhin ist ein dritter Weg möglich, der irgendwo zwischen Variante A und B liegt.
Wer will, kann hier das Thema erweitern um die Varianten D, E, F …

Ich bin gespannt, was das Resultat der Diskussion sein wird, die jetzt bei allen Vereinen beginnt (oder fortgeführt wird).


Jack Bauer
6. Februar 2018 um 13:37  |  638092

@Uwe Bremer:

Vielleicht verstehe ich das falsch, aber wenn du sagst:

„Wie auch immer eine Lösung aussieht: Die Art, wie die DFL Besitzverhältnisse bei Klubs künftig regeln wird, muss einer Überprüfung nach Kartellrecht, EU-Recht, freiem Kapitalverkehr und Wettbewerbsrecht standhalten.“

dann implizierst Du doch damit, dass die aktuelle Regelung einer solchen Prüfung nicht standhalten wird!? Klar kann man sagen, dass es eher Wahrscheinlich ist, dass die Regelung vor Gericht fallen würde, aber großes Interesse das auszutesten hat (trotz etwaiger Interessen) bisher offenbar niemand.


Etebaer
6. Februar 2018 um 13:43  |  638093

Im Grunde gehts nicht nur um Rechtsicherheit, sondern auch um die Zukunftsvermarktung weltweit, die in einer entscheidenden Aufteilungsphase ist, wo diejenigen, die jetzt ihre Claims nicht abstecken, oder verteidigen, einfach unter den Bus der Weltkommerzialisierung geraten und letztlich, wie Freiburg in Zukunft, nur noch Zweitlgist sein werden, bei gleichzeitig einbrechenden Einnahmen, wegen der Umschichtung der Medien und PR Gelder in die weltweit nachgefragten Leuchttürme des Sports, was irreversibel sein wird und zudem den Verlust von sportpolitischem Einfluß bedeutet, also weniger Kontrolle im eigenen Haus und mehr Fremdbestimmung, so oder so, direkt oder indirekt.

Der Prozess ist längst im Gange und es geht um die Frage, will man in D. die Chance haben, sein Schicksal selbst zu bestimmen, über entsprechende 50+1 Regeln, Investorenregeln, oder man macht das nicht und hat am Ende nur noch die Bayern als Hecht im Haifischbecken Weltfussball, tritt ansonsten zur Seite und sieht zu, wie die Bundesliga jedes Jahr ihre Schaufenstertalente an die Welt verliert und regt sich über spielerische Magerkost auf und schwelgt in 60er Jahre Romantik und hat weniger Einfluß denn je, auf alle wichtigen Entscheidungen im Fußball und wird dann eben ohne jegliche Kanalisierung durch gültiges Recht zum Spielball von Investoreninteressen anderer.

So siehts aus!


Opa
6. Februar 2018 um 13:45  |  638095

Polarisierung um jeden Preis?
@Uwe Bremer: Hinter vorgehaltener Hand wird ja schon spekuliert, wir würden gemeinsam in einem Café sitzen und uns beim Heißgetränk konspirativ absprechen, wie wir den Blog polarisieren. Ich bin hingegen davon überzeugt, dass wir da gar keine Absprachen brauchen 😉 Was die Frage der Eindeutigkeit angeht, habe ich Dich bislang so verstanden, dass Deine Berichterstattung den Eindruck erweckte, die Beteiligten (DFL? Kind?) seien sich einig, dass die derzeitige Rechtslage nicht EU-konform sei. Diesen Umstand wage ich in Frage zu stellen ohne den Anspruch zu erheben, da richtig zu liegen. Es macht nur wenig Sinn, mit dieser Einstellung in einen Rechtstreit zu gehen, zumal die Büchse der Pandora seinerzeit ja mit Wolfsburg und Hopp geöffnet wurde. Übrigens ohne Steigerung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit, der Meister von 2009 ist froh, wenn er in der Liga bleibt.

Veränderungen ja, aber wie?
Und na klar, ich bringe es nicht fertig, ist aber auch gar nicht meine Aufgabe. Ich kann mit dem Status Quo durchaus leben, wenn nun eine Veränderung notwendig ist, dann wäre meine Vorstellung eher in eine komplett andere Richtung als das, was derzeit angedacht ist, also das, was Du mit Variante D, E oder F meinst. Ein Stufenmodell, welches den nicht von e.V. mehrheitlich geführten Körperschaften die Teilnahme Schritt für Schritt unattraktiver macht, indem man ihnen noch mehr TV Gelder zusammenstreicht und sie nicht mehr qualifiziert wären für internationale Wettbewerbe und den Pokal. Gleiches gilt für Vereine, die sich Investoren ins Boot geholt haben, die müssten das auch stückweise das Engagement ihrer Anteilseigner zurückfahren oder eben entsprechende Beschränkungen in Kauf nehmen. Das wären meine Varianten D, E, oder F.

Wettbewerbsfähigkeit interessiert mich, weil…?
Wer mir dann droht, dann wäre der deutsche Fußball nicht mehr wettbewerbsfähig, den lächle ich mit einem wohligen Lächeln im Gesicht, was aus in der Vergangenheit schwelgenden Erinnerungen gespeist wird, an und frage mich, seit wann es Aufgabe der deutschen Sportvereine ist, für die internationale Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Fußballs zu sorgen und wieso das eine mit dem anderen zusammenzuhängen hat. Es gab Zeiten, in denen es keine relevante Teilnahme deutscher Vereine an internationalen Wettbewerben gab und die Stadien in Deutschland waren dennoch gut gefüllt. Und bei der Nationalmannschaft? 1930, im Meisterjahr von Hertha, war Deutschland nicht einmal bei der WM dabei und das juckt mich einfach kein Stück. Angesichts von mehr als 3 Monaten (!) Sommerpause für die WM 2018 wäre es wohl eher ein Segen für die Fußballfans, die „richtigen“ Fußball verfolgen.

Alternative Operettenliga?
Eine weitere Variante G, H oder I wäre von mir aus die Abspaltung der Kommerzvereine in ein eigenes Ligasystem (was mich nullkommanull interessiert) und darunter ein vom DFB organisiertes Regionalligensystem, aus deren Regionalmeistern sich am Ende ein Play-Off um die deutsche Meisterschaft ergibt, so wie es vor Gründung der Bundesliga schon war und wie es seinerzeit auch in der Lage war, Massen zu begeistern. Zudem Auswärtsziele in Destinationen, die man auch bei unglücklicherer Ansetzung ohne Übernachtung erreicht und bei glücklicher Fügung des Schicksals auch mit dem Fahrrad erreicht. Für Hertha hieße das eine Nordostdeutsche Meisterschaft gegen Vereine wie Union, Viktoria, BAK, Magdeburg, Halle, Chemnitz, Erfurt, Zwickau, Rostock, Cottbus, Jena, Chemie, Lok und Co. zu spielen. Würde mich nicht wundern, wenn dann am Ende die Investoren in der anderen Liga irgendwann in schlechten Zeiten wegen Systemrelevanz nach staatlichen Hilfsgeldern plärren und mit Arbeitsplätzen argumentieren. Kennen wir vom Videobeweis. Oder von Karstadt, bei denen es meines Wissens nach auch nicht an 50+1 lag.

Und nu?
Ich bin mir aber sicher, dass die Aussicht, weiter am Futtertrog der DFL sitzen zu wollen, für alle Beteiligten zu reizvoll bzw. überlebensnotwendig ist, als dass wir eine Revolution erleben werden. Vermutlich wird am Ende eine sehr „deutsche“ Lösung bei herauskommen, die in der Überschrift „50 + 1 wird zukunftsfähig fortgesetzt“ etwas anderes suggeriert, als was am Ende im eigentlichen Text vereinbart wird, nämlich dass Kind seine 96er übernehmen darf und auch sonst jeder Anteile abtreten darf. Schleichend wie bei den TV Geldern wird man uns Fans dafür tiefer in die Tasche greifen, bis wir die Lust dran verlieren und aggressive Werber in den Fußgängerzonen Menschen für einen Stadionbesuch animieren wie für die Spende fürs Tierheim, den Leuchtturm oder das sky Abo. Was ich dazu meine, scheint mir beinahe irrelevant, ich werde einen milliardenschweren Apparat nicht stoppen können. Aber ich kann und werde mich ihm eines Tages entziehen, wenn es so weiter geht.

Nachsatz?
Na einen noch: Ich bin gespannt, wann der erste Verein gegen eine wegen des Verstoßes gegen das FFP verhangene Sanktion der UEFA vor einem ordentlichen Gericht klagt. Das dürfte der Argumentation einiger ja auch nicht EU-rechtskonform sein. Und selbst wenn, die UEFA sitzt nicht in der EU, man stelle sich die Auswirkungen für das Engagement von Investoren vor, es würde gegen die Complianceregeln der Konzerne verstoßen, sich bei einer Körperschaft zu beteiligen, die UEFA (Zwangs-)Mitglied ist. Rechtssicherheit? Pff, manchmal braucht es einfach Eier.


blauball
6. Februar 2018 um 14:01  |  638096

@kraule
Sehe ich genau so. Der Profi-Fussball ändert sich permanent, durch den globalen Druck von aussen. Jetzt schon sind 16 jährige Talente für durchschnittliche Buli-Vereine unbezahlbar geworden. Vereinstreue, auch wenn alles prima ist und Mios bezahlt werden, gibt es nur noch selten. Unsere Talente sind bisher sehr cool und geerdet.

Der Anspruch steigt bei vielen Fans wie selbstverständlich ins unrealistische. Wenn wir mittelfristig Weltstars und Cl-Format wollen, dann geht das sicherlich nicht ohne viel externes Geld. Muss halt jeder Verein für sich entscheiden, wie weit man gehen will. Wenn 50+1 fällt, stehen aber nicht automatisch kompetente Investoren bereit. Denn die stellen Ansprüche.


Opa
6. Februar 2018 um 14:08  |  638097

Man könnte auch ketzerisch fragen, ob Investoren überhaupt in einem Umfeld einzusteigen bereit wären, wo UEFA, DFL und DFB mit einer bisweilen dilettantischen Schattengerichtsbarkeit agieren 😉

Wer FFP aufstellt und dann Vereine teilnehmen lässt, die nicht mal ihre Steuern zahlen, wer Regeln aufstellt, die er dann aufweicht (50+1), wer Gestaltungsmissbrauch wie bei RB durchwinkt, der muss sich über schwindende Glaubwürdigkeit seitens des Publikums nicht wundern.


Blauer Montag
6. Februar 2018 um 14:16  |  638098

Danke für deinen erfrischenden Beitrag kr@ule 12:44.
Der mündige Leser folgt gerne deiner Empfehlung.
Mir gefällt Einiges, aber mir fehlt grad die Zeit für längere Aussagen dazu 😉

… Bitte nehmt nur das als ernst hin, was euch gefällt


Freddie
6. Februar 2018 um 14:28  |  638099

@ub
Angeblich gab es ja Interesse seitens RB an Platte.
Ist dir eine Summe zu Ohren gekommen, die Hertha verlangt haben soll?


Kamikater
6. Februar 2018 um 14:41  |  638100

Alles unter 10 Mio ist zu billig, auch wenn er keine so grandiose Saison spielt, wie letztes Jahr.

Allerdings haben wir meiner Wahrnehmung nach auch nicht annähernd die gleichen Freistosssituationen, wie entsprechend in der letzten Saison.

Wie brauchen einen fitten Weiser auf rechts und Lazaro auf links. Dann siehts offensiv quirliger aus und Platte kann sich auch wieder auszeichnen. Defensiv ist er aber m.M. nicht länderspieltauglich. Und das, obwohl Kalou ihn dort tatkräftig unterstützt.


Jack Bauer
6. Februar 2018 um 15:06  |  638101

@Plattenhardt

Mich würde da mal eure Meinung zu interessieren:

Plattenhardt hat vor ein paar Wochen in einem Interview mit der Morgenpost folgendes gesagt:
„Ich schnappe mir schon noch regelmäßig Bälle. Das muss auch sein. Früher in der Jugend habe ich damit angefangen, jetzt bei dem kalten Wetter macht man vielleicht ein bisschen weniger. Wenn es wieder besser wird, sieht man mich auch wieder öfter draußen.“
Sehe ich das zu hart, wenn ich sage, dass ich als Bundestrainer mir denken würde: „Du hast die – vermutlich einmalige – Chance zur WM zu fahren, und dann ist es dir zu kalt um nach dem Training noch ein paar Standards zu üben?“


Carsten
6. Februar 2018 um 15:07  |  638102

Ich persönlich hoffe das die 50+1 Regel irgendwie fallen wird, und Herrn Preetz wäre es auch lieber wenn jeder Verein selber entscheiden könnte wie er es handhaben möchte. So wie jetzt jedenfalls das es die Hopps,VWs, RB, Pillendreher usw. machen erschließt sich mir persönlich kein Sinn dahinter, und schon deshalb muss etwas sich ändern.


Carsten
6. Februar 2018 um 15:14  |  638104

@Jack Bauer
In deinen zusammenhang, verstehe ich Platte sowieso nicht da die Chance wahrscheinlich einmalig für ihn ist sich generell für die Nationalmannschaft festzuspielen und in dieser Saison kommt da nicht besonders viel bei rum. Ich weiß nicht ob er sich da schon zu sicher ist oder gar sein Ticket schon sicher hat, natürlich hinter vorgehaltener Hand.


Kamikater
6. Februar 2018 um 15:15  |  638105

Nicht die 50+1 Regel ist eine Hilfe, sondern Salary Caps.


Herthapeter
6. Februar 2018 um 15:31  |  638106

@ Jack Bauer
6. Februar 2018 um 15:06 | 638101

Meines Wissens hat Löw vor ein paar Jahren selbst noch gänzlich darauf verzichtet, Standards zu üben. Erst der Cotrainer hat es ihm wohl eingebimst und daraufhin hat Deutschland, oh Wunder, plötzlich Standard-Tore erzielt. Es wäre äußerst wunderlich, sollte Löw jetzt ausgerechnet einem Plattenhardt, der dafür freiwillige Extraschichten schiebt, einen Strick draus drehen, dass er dies bei extremem Sauwetter nicht tut.


Jack Bauer
6. Februar 2018 um 15:43  |  638107

@Herthapeter:

Geht mir auch eher darum, von was für einer Einstellung das zeugt. Weniger darum ob er jetzt Standards trainiert oder sonstiges.

Abgesehen davon gehe ich davon aus, dass Löw in Sachen Standards mittlerweile ein bisschen anders denkt. Nicht zuletzt war ja Auslöser für die Frage an Plattenhardt die Aussage Siegenthalers (Chefscout beim DFB), dass im Bereich der Standards wohl noch das größte Verbesserungspotential für die nächsten Jahre liegt.


Tsubasa
6. Februar 2018 um 15:45  |  638108

Es darf bei der ganzen Diskussion um 50+1 nicht vergessen werden, dass auch viel geld die bundesliga standorte nicht unbedingt auf eine Ebene hebt mit europäischen Metropolen. Dortmund ist ein toller Verein aber Spieler werden trotzdem keinen Bock haben im Pott zu wohnen, wenn Sie nach London, Paris oder München können. Gleiches gilt für Schalke. In das Kaff zieht doch jeder nur temporär.

Gladbach, Leverkusen, Wolfsburg etc… Die Bundesliga sollte nicht die Illusion haben, dass mit mehr Geld alles geregelt ist.

Hertha könnte neben München ggf. Profitieren aber ich kann mir ein Modell BSG hier auch nur schwer vorstellen.

Statt England und den anderen Irren hinterher zu rennen sollte die Bundesliga vielleicht über eigene Lösungen nachdenken. Der Deutsche Sonderweg!?

– Festgelegte max. Kadergrößen
– Salary Cap
– ligaweiter Austattervertrag
– gleiche Ausschüttung des TV Geldes wobei man die inoffiziellen Sonderverträge der Bayern ja nicht verhindern können. Stichwort alles erarbeitet…
– Aufteilung der trikotgelder zwischen Verein, Spielern und Pool aus allen Mannschaften
– Neue Wechselregeln zwischen Akademiespielern bei Wechsel ein Jahr Red Shirt


apollinaris
6. Februar 2018 um 15:55  |  638109

@heiligenseer@backs..ihr habt natürlich recht. Offenbar habe ich ne falsche Assoziationskette / Schaltung gehabt und RR immer noch in Hoffe verortet. Kalkablagerungen.
Kernaussage bleibt immerhin unberührt: (für mich ) Hochkaräter sehen einige Spieler von uns regelmäßig besser als viele fans es tun.
( irgendwer fragte nach, wer mit Schulle gemeint wäre: Nico Schulz, dem einige auch Bulitauglichkeit absprachen)
Für mich ist Platte zusammen mit einem gut aufgelegten Weiser eins der besten AV-Paare in der Liga. Für einen Mittelklassseverein fast ein bißchen zu gut..
Außer Hector sehe ich nicht viele deutsche Spieler, die das Niveau Plattes (auch defensiv) erreichen


Jack Bauer
6. Februar 2018 um 16:03  |  638110

@Apo: Ich habe gefragt. Danke für die Antwort.
Ich weiß nicht, ob wirklich die Mehrheit einem Plattenhardt die Klasse abspricht. Ich würde mich auch nicht zu den „Bashern“ zählen, ich finde nur, dass aktuell Plattenhardt und auch Weiser nicht „den nächsten Schritt gehen“. Etwas, dass ich vorher auch schon bei Schulz und später bei Brooks vermisst habe. Bei beiden kann man ja nun auch nicht davon sprechen, dass sie bei ihren Stationen nach Hertha aufgeblüht sind (auch wenn gerade Schulz natürlich großes Verletzungspech hatte und Brooks auch noch nicht länger zum Zug kam). Bundesligatauglichkeit haben sie natürlich, aber in meinen Augen eben nicht für das obere Drittel.


apollinaris
6. Februar 2018 um 16:03  |  638111

50+1 etc
Salary cup etc: das wird bei uns (Europa) nicht funktionieren. -Wir werden im Fussball die Mechanismen , die in allen anderen Wirtschaftsbereichen wirken, nicht verändern können.
Wir werden „das alles „nicht aufhalten können , auch nicht, indem irgendwer sky oder das Stadion boykottiert (für diesen Satz wurde ich vor etwa 3 Monaten tagelang genervt)
Die Entwicklungen in Italien und England solten zwar Warnung genug sein, aber das stört Gewinnmaximierer nicht: wenn dieren Geld im Sack ist, wenden sie sich anderen Dingen zu, sollte die Fussballblase geplatzt sein
Ob und wann die Blase platzt, kann niemand sicher prophezeien..deshalb, wie bei allen anderen Dingen: „weiter so“- „wird schon gut gehen.“


apollinaris
6. Februar 2018 um 16:07  |  638112

@Bauer..“obere Drittel“also ich finde, dass Hoffenheim eine ziemlich gute Buli-Adresse ist.-Abgesehen davon, sehe ich uns auch nicht im oberen Drittel, schon gar nicht als Schulle hier von einigen(!) so stark kritisiert wurde


heiligenseer
6. Februar 2018 um 16:11  |  638113

Hoffenheim musste drei Stammspieler abgeben. Die spielen bestenfalls noch gegen den Abstieg.


Opa
6. Februar 2018 um 16:20  |  638114

Salary Cap?
Das gab’s schon mal und hat super funktioniert, oder? Die gute alte Zeit, als man den Spielern Schwarzgeld zuschanzen musste. Und wer wie Hertha bei diesem „Muschemusche“ erwischt wurde, dem wurde die Lizenz entzogen. Dem einen oder anderen hätte es ähnlich wie dem Diskussionsniveau gut getan, wenn er den Weg zur Ausstellung ins Ephraimpalais gefunden hätte, da war das u.a. Thema. Nun mag das amerikanische System anders funktionieren, aber angesichts der Summen, um die es geht, sollte man das mit Millionen freisetzbare kreative Potential für die Entwicklung von Umgehungsmöglichkeiten nicht unterschätzen. In der NFL werden z.B. vom Signing Bonus nur 25 % in den Cap eingerechnet. Das ist nichts weiter als das gute alte Handgeld, nur legal. Das bringt in so einer Form niemandem wirklich was. Salary Cap ist eine Überschrift, ein „big picture“, aber was bedeutet das konkret und wo ist der Bremer, der vor Milliardenforderungen der Spieler warnt, wenn man ihn mal braucht? 😉 Das wäre nämlich tatsächlich ein Verstoß gegen EU Wettbewerbsrecht, wenn ein Kartell Obergrenzen für den Verdienst von Arbeitnehmern festlegen würde. Der Wiener Rechtsanwalt Öhlböck hat sich hierzu wie folgt geäußert:

Jede neue Regelung, die eine Deckelung von Gehältern der Fußballspieler (salary cap) vorsieht, ist am Maßstab des EU-Kartellrechtes, konkret Art 101 Abs 1 AEUV (Kartellverbot) zu prüfen. Das Kartellverbot verbietet Beschränkungen des Wettbewerbs. Hierzu gehören etwa Preisabsprachen, Wettbewerbsverbote, oder Marktaufteilungen. Wenn ein Fußballclub oder ein Fußballverband Salary Caps einführt, wird bewusst darauf verzichtet, die Kalkulation unabhängig durchzuführen. Verbände und Vereine würden damit den Wettbewerb um die besten Spieler beeinflußen. Spieler und die Spielermanger (Spielervermittler) könnten damit nicht mehr jene Beträge aushandeln, die bei freiem und unverfälschten Wettbewerb erzielbar wären. Salary Caps würden damit mit hoher Wahrscheinlichkeit eine künstliche Preissenkung und einen künstlichen Nachfragerückgang bewirken.

Liegt ein Verstoß gegen das Kartellverbot vor, greift die Rechtsfolge von Absatz 2, die regelt, dass die nach diesem Artikel verbotenen Vereinbarungen oder Beschlüsse nichtig sind.

Blog Evergreens – heute: Kernaussagen!
Ha, da waren sie wieder, die illustrativen Fakten (Merke: Es ist zulässig, Unsinn zu erzählen, so lange man etwas anderes zur „unveränderten Kernaussage“ deklarieren kann) und irrlichterten weiter philosophierend durch den Blog. Als Papst ist man ja schließlich Italiener. Carmen sibi intus canit.


Uwe Bremer
Uwe Bremer
6. Februar 2018 um 16:37  |  638115

@Plattenhardt

Diskretion war Ralf Rangnick in der Angelegenheit wichtig oder Wie Hertha den RB-Angriff auf Plattenhardt abgewehrt hat – mein Morgenpost-Text – hier


Uwe Bremer
Uwe Bremer
6. Februar 2018 um 16:50  |  638116

@FürEure

nächsten Vertragsverhandlungen am Arbeitsplatz, zur Orientierung die Zahlen, die bei Paris St. Germain gezahlt werden (laut L’Equipe): Alle Zahlen pro Monat 😉

Neymar 3,07 Millionen Euro (total 36,84 Mio. *)
– Edinson Cavani 1,54 Mio. Euro
– Kylian Mbappe 1,5 Mio. Euro

– Julian Draxler 600.000 Euro
– Trainer Unai Emery 450.000 Euro

#Kommerzialisierung

* erfahrene Football-Leaks-Leaks mutmaßen, dass bei so einem Jahresgehalt noch diverse weitere Bild-Rechte von Neymar anderweitig ausgelagert sein werden


Blauer Montag
6. Februar 2018 um 17:00  |  638117

Danke für deinen interessanten Text Uwe Bremer
6. Februar 2018 um 16:37 | 638115 !


Traumtänzer
6. Februar 2018 um 17:15  |  638118

Wundert mich ja, dass hier nicht gleich Kommentare auftauchen „Ach, hätte der Lange bei Platte doch bloß niedriger angesetzt…!“ 🙂


Frederic Raspe
6. Februar 2018 um 17:25  |  638119

@Jack Bauer – ich hab mich bei dem Interview von Platte auch gefragt, warum er das Wetter als Grund sieht keine Freistösse zu trainieren.
Nicht weil ich meine, er sollte die Härte aufbringen in der Kälte zu ackern, sondern weil ich denke dass der Ball im Winter ein anderer ist als im Sommer. Ich empfand einen kalten Ball immer als härter als ein warmer und wir reden hier von 20-25 Grad Temperaturunterschied und bei Materialbeschaffenheit sind das Welten. Also muss im Winter der Ball von der selben Position anders getreten werden als im Sommer. Korrigiert mich bitte wenn ich das übertrieben sehe.


Freddie
6. Februar 2018 um 17:45  |  638120

@ub
Merci vielmals


6. Februar 2018 um 17:56  |  638121

Sehr interessante Einsichten bei Podcast und Blog!
Danke @ub


apollinaris
6. Februar 2018 um 17:58  |  638122

..@opa..kannst du bitte mal aufhören, sich wie ein übellauniger Stalker zu gerieren?
Bin jedenfalls abgegessen und lass mich nicht mehr täglich anblaffen.


Start-Nr.8
6. Februar 2018 um 18:00  |  638123

Gibt’s vielleicht bei Schneeregen oder bei -10 Grad erhöhte Verletzungsanfälligkeit?


Kamikater
6. Februar 2018 um 18:13  |  638124

@ub
Dann lag ich ja mit den 10 mille fast richtig…
??


Opa
6. Februar 2018 um 18:47  |  638125

Stalking oder nicht?
@Apo: Könntest Du bitte aufhören, mir fälschlicherweise Übellaunigkeit oder strafbarerweise ($164 StGB) das Begehen von Straftaten (§238 StGB) zu unterstellen? Ich stelle Dir sicher nicht hinterher oder zerre etwas Persönliches oder Vertrauliches von Dir ins Licht der Öffentlichkeit, ich suche nicht mal den Kontakt zu Dir (im Gegenteil), sondern kommentiere nur, was Du freiwillig hier zum Zwecke des Meinungsaustauschs ohne jegliche Zugangsbeschränkung exponierst. Wenn Dir das nicht recht ist, kennst Du die Lösung.

Stets und ständig anderen zu unterstellen, sie würden das, was Du so an Absurditäten absonderst, nur nicht genau genug lesen, die Kernaussage nicht verstehen oder nicht genug in den Spiegel schauen ist keine Lösung für DEIN Problem, zu dessen Lösung ich leider nichts beitragen kann.


Uwe Bremer
Uwe Bremer
6. Februar 2018 um 19:12  |  638131

@opa

merkst Du Deine ermüdend-permanente Boshaftigkeit anderen gegenüber nicht mehr?


Opa
6. Februar 2018 um 19:18  |  638133

Wenn Du die Güte hättest, mir mitzuteilen, was genau an meinen Aussagen boshaft sei, bin ich gern bereit, dazuzulernen.


apollinaris
7. Februar 2018 um 13:41  |  638204

@opa..kannst ja gerne mal mit einem Anwalt über deine Rechtsauslegung diskutieren..ich belasse es bei einem Schmunzeln.
Kontexte sind wirklich nicht deins..

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