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Mittwoch, 14.2.2018

Peka forever

(mey) – Über die Kleiderwahl müssen wir noch einmal reden, aber ansonsten war das, was Herthas Manager Michael Preetz am Mittwochvormittag über Twitter verkündete, eine schöne Sache. Seht selbst:

Ist das wirklich ein Panter auf Peter Pekariks T-Shirt? Nun gut. Der Slowake hat seinen im Sommer auslaufenden Vertrag bei den Berlinern verlängert. Sie haben sich bei Hertha ja überlegt, dass es besser ist, die Laufzeiten der neuen Kontrakte nicht mehr publik zu machen. Was auch immer das soll. Fakt ist: Der Rechtsverteidiger bleibt der Hauptstadt erhalten. Und das ist eine gute Sache.

Vereine brauchen im globalisierten Fußball dieser Tage mehr denn je Identifikationsfiguren. Zumeist funktioniert das über eigens ausgebildete Spieler. Aber da die oft rar sind (außer bei Hertha im Moment), können auch importierte Profis – wenn sie nur lang genug da sind – eine solche Figur werden, mit der sich die Leute identifizieren. Pekarik ist so einer.

Nie überdurchschnittlich, aber immer verlässlich

Seit 2012 ist der 31-Jährige bei Hertha. Er ist gemeinsam mit dem Klub gewachsen – aus der Zweitklassigkeit heraus, in die er irgendwann nach der Meisterschaft mit dem VfL Wolfsburg 2009 gerutscht war, bis in die Europa League. Nie brauchte man von Pekarik Überdurchschnittliches erwarten, aber immer Verlässlichkeit. Trainer schätzen sowas. Fans auch. Preetz sagt zur Verlängerung nun Folgendes:

 „Peter ist ein unglaublich wichtiger Spieler für Hertha BSC. Mit seinen immer stabilen Leistungen ist er zu unserem ‚Mr. Zuverlässig‘ geworden. Er ist mit seiner Erfahrung ein Vorbild für unsere jungen Spieler. Wir freuen uns daher, dass er auch zukünftig bei uns spielen wird.“

Pekarik selbst wird so zitiert:

„Hertha BSC war bei meiner Entscheidung allererste Wahl. Der Verein ist mir ans Herz gewachsen und gehört praktisch schon zu meiner Familie. Hier hat sich in den vergangenen Jahren eine Menge entwickelt, deshalb bedeutet es mir viel, weiterhin ein Teil dieser Mannschaft zu sein. Ich freue mich auf die Herausforderungen mit diesem tollen Team und werde alles geben, diesen Weg mit den vielen jungen, talentierten Spielern weiter zu gehen und gemeinsam etwas zu erreichen.“

146 Pflichtspiele hat Pekarik für Hertha absolviert (zwei Tore erzielt, zehn weitere vorbereitet). Nach Vedad Ibisevic und Per Skjelbred ist Pekarik der dritte Kapitän bei Hertha. Jos Luhukay sowie nun Pal Dardai haben stets seine Professionalität gelobt.

Zudem kommt der Fakt, dass Pekarik keinem Nachwuchsspieler den Weg in den Profifußball verstellt. Auf links gibt es Maxi Mittelstädt als Backup von Marvin Plattenhardt. Auf rechts aber drängt da derzeit keiner der Jungen nach vorn. Shawn Kauter fiel mir noch ein. Aber der ist im Moment weit weg von einem Profieinsatz.

Comebacker wie Lustenberger

Mit nunmehr fünfeinhalb Jahren Verweildauer bei Hertha liegt Pekarik übrigens nach Fabian Lustenberger (10,5 Jahre) und Thomas Kraft (6,5) auf Platz drei der dienstältesten Profi im Berliner Kader.

Mit Pekarik ist es ja wie mit Lustenberger: Man denkt vor jeder Saison, nun ist er aber raus. Jetzt wird er kaum noch spielen. Und dann spielt der Bursche trotzdem wieder. In dieser Bundesliga-Saison hat er neun Partien bestritten. Zuletzt stand er dreimal hintereinander in der Startelf. Und wenn nicht alles täuscht, dürfte Pekarik auch gegen Mainz am Freitag wieder auflaufen.

Frage an euch: Gute Entscheidung, mit Peka zu verlängern? Oder hättet ihr euch im Sommer neues Personal gewünscht?

UPDATE: Davie Selke, der am Dienstag noch wegen einer Erkältung gefehlt hat, konnte am Mittwoch wieder mittrainieren.

Gehabt euch wohl.


157
Kommentare

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Helli
14. Februar 2018 um 11:14  |  638968

Ha!


Kamikater
14. Februar 2018 um 11:21  |  638971

Ho!


elaine
14. Februar 2018 um 11:26  |  638972

He!


14. Februar 2018 um 11:29  |  638974

Hertha BSC!


14. Februar 2018 um 11:30  |  638975

Mit der Eröffnung kann es am Freitag auch bei minus fünf Grad nicht schief gehen, wenn es noch um etwas geht…


Uwe Bremer
Uwe Bremer
14. Februar 2018 um 11:39  |  638979

@Ursachenforschung

erstaunlich Erkenntnisse, warum der Zuschauerschnitt bei Hertha in diesem Jahr drastisch sinken wird … und in Wolfsburg … und in Leverkusen … und in Augsburg … und in Mainz .

Zum Thema Olympiastadion sagt Manager Michael Preetz:

Das Argument, das erfolgreicher Fußball mehr Zuschauer ins Stadion bringt, ist eine Mär.

Dazu: die exklusiven DFL-Zahlen, wie viel Zuschauer die 18 Bundesligisten in der Hinrunde 2017/18 hatten

mein Morgenpost-Text: Sag mir, wo die Zuschauer sind – hier


Etebaer
14. Februar 2018 um 11:59  |  638981

Pekarik – find ich gut.

Preetz – Völlig falsche Schlußfolgerung aufgrund falscher Parameter.

Grüsse


elaine
14. Februar 2018 um 12:00  |  638983

Mir ist das unverständlich, wie man ein Fußballspiel am Fernseher, dem Liveerlebnis vor ziehen kann.

Natürlich gucke ich mir die Auswärtsspiele auch im TV an, aber ich muss dann schon den Kommentar weg drücken, weil der mich nervt und die Kommentatoren es auch meistens nicht unbedingt gut mit meiner Hertha meinen
Die Stimmung des Stadion kann nie und nimmer über den Äther wieder gegeben werden

Dazu dann die laufende Berieselung durch Werbung, die einem bei Sky auch durch die Sprecher aufgedrückt wird.

Na klar ist es im Winter kalt im Stadion, aber früher war es viel schlimmer, als es noch keine Snowboots gab. Ich erinnere mich, dass ich nach einem Spiel oft kaum auftreten konnte, weil die Füße eingefroren waren.
Das ist heute nicht mehr nötig

Wenn dann so ein Schaumschläger bei Sky tönt:
„Winter ist draußen, drinnen ist Fußball“, dann frage ich mich schon , weshalb ich mir den Sender noch an tue.“

Aber, kein Fußballspiel am Fernseher, kann einem das Erleben im Stadion wieder geben, wenn ein Tor fällt (ist bei mir noch immer so)

Glücklicher Weise muss ich meinen inneren Schweinehund nicht besonders überreden, die Tasche zu nehmen und ins Stadion zu wandern.

Die neue Generation ist bei Hertha noch nicht so weit, um die Alten, die zu faul werden zu ersetzen, die sauren Gurken Jahre müssen überbrückt werden, aber ich glaube, auch die kommenden Generationen werden wieder Spaß am Liveerlebnis haben.


14. Februar 2018 um 12:08  |  638984

@Preetz – immer das Gerede von dem; wir Wissen wo wir herkommen oder man will sich immer nur Konsolidieren, dazu mit den vielen netten „Schwiegersöhnen“, das reizt keinen Fan oder reist ihn vom Hocker. Wo sind die Typen, welche auch DIE Zuschauer ins Stadion locken. Sicherlich können wir uns keinen großen Namen leisten, jedoch fehlen mir bei Hertha DIE Typen, welche sich auch mal den Arsch Aufreizen und nicht nach dem ersten Sieg in Leverkusen schon wieder mit allem zufrieden sind. Das der Mannschaft ganz oft die Gier fehlt, haben ja schon andere im Trainerteam bemängelt. Ein Boateng, so wie er in FFM auftritt, hätte uns auch gut zu Gesicht gestanden. Problem Profis mag aber Herr Preetz ja nicht so gerne verpflichten.


Susch
14. Februar 2018 um 12:15  |  638986

Vielleicht sollte man sich mal damit abfinden das Hertha nicht mehr als 30 000 + Fans in und um Berlin hat die zu jeden Heimspiel kommen.
Der Rest sind Sympathisanten oder Gästefans.
Und die Sympathisanten werden das Sofa dem Stadion bei minus 5 ° vorziehen.
Dazu wurden wir mehrere Jahre fußballerisch nicht verwöhnt.
Auch das kann prägen.
Ergebnisfußball bedeutet nicht gleich mehr Zuschauer.
Zumindest dann nicht wenn es um weniger wie Champions League oder sogar Titel geht.


pathe
14. Februar 2018 um 12:18  |  638988

Einen Blogeintrag über die Vertragsverlängerung eines Spielers ohne Nennung der Laufzeit des neuen Vertrages kann ich nicht ernst nehmen… 🙂

Wie schon im Vorblog gesagt: Ich bin sehr glücklich über den Verbleib von Pekarik bei uns!!


14. Februar 2018 um 12:18  |  638989

@NKB

Na klar!
Eintracht Frankfurt… KPB… Typen…

2016/2017 – 48.940

2017/2018 – 49.054

Dann hätte Hertha also 44.050 Zuschauer im Schnitt anstelle der 43.944?


Etebaer
14. Februar 2018 um 12:22  |  638991

Grundsätzlich hat die Toleranz für das TV-Erlebnis durch die Verbesserung des TV-Erlebnisses und eben dem Umstand, das Live-Übertragungen heute Normalität sind und jeder damit aufwächst zugenommen.

Wenn man das Stadionerlebnis dann wegen Mangelinformation, Spielansetzungen während Unwetterjahreszeiten, zersplitterten Anstoßzeiten, mangelnder Stadionpflege etc. unattraktiver macht, ist die Motivation für eine Besucherverhaltenänderung groß.

Vor allem wenn man eben nicht enger zum Klub rückt, sondern sich zwar nicht abwendet, aber die Vereinsbande loser werden, wie das Angebot grösser.

Wo Hertha steht:
https://de.uefa.com/memberassociations/uefarankings/club/index.html

Hertha ist Nummer 100 hinter Klubgrössen wie Astra Giurgiu – sicherlich Bahnbrechend bei der Aquise neuer Stadionzuschauer.

In Amerika oder China interssiert sich kein Schwein für Nummer 100 gegen Nummer 145 der zweitklassigen EU-League.

Ich denke, das es über Jahre mehr Spiele wie gegen RB Leipzig geben muß, mehr Pokalerfolge, mehr Überraschungssiege gegen größere und so viele CL-Teilnahmen wie möglich, oder Hertha bleibt die Graue Berliner Schmuddelmaus mit Zweitligahistorie!

Selbst der 2:0 Erfolg gegen die Leverhosen wird im Prinzip wegen der Regelunkunde Jarsteins zum Medienthema und nicht wegen Sieges.
Solange das so ist, muß man noch lange Dicke Bretter bohren, um bloß den Ruf so aufzupolieren, das ein neutraler Zuschauer sich nicht mehr schämt, ein Hertha Spiel im Stadion gesehn zu haben.

Wenn man sich das nicht zutraut, oder für unmöglich hält – willkommen in der baldigen neuen 1. Zweiten Bundesliga!

Grüsse


Uwe Bremer
Uwe Bremer
14. Februar 2018 um 12:22  |  638992

@VertragslaufzeitPekarik

mir ist sie bekannt. Werde die Jahreszahl mal nennen, wenn es im Zusammenhang Sinn macht 😎


Etebaer
14. Februar 2018 um 12:29  |  638994

Man kann nicht immer von einem Zuschauerzuwachs, oder Zischerschwund darauf schließen, das man als Verein etwas richtig/falsch macht, es gewisse Mechnismen nicht gibt, oder doch gibt, oder das eine Entwicklung proportional stattfinden muß.
Manchmal ist es auch der Unterschied zum Trend, der eine Aussage zuläßt und es gibt disproportionale Entwicklungen.
Das muß man Komplex und im Kontext bewerten unter Berücksichtigung auf menschliche Verhaltensmuster und Vereinsgeschichte und Standing.

Grüsse


Opa
14. Februar 2018 um 12:34  |  638996

Ohne Kenntnis der Konditionen tue ich mich schwer, die Verlängerung zu bewerten. Sportliche Sprünge erwartet wohl keiner mehr von ihm, weshalb seine Rolle wohl eher die des erfahrenen Silbernackens und Mentors definiert werden kann. Wenn das eingepreist ist, kann man sicher mit der Verlängerung leben.


Better Energy
14. Februar 2018 um 12:57  |  638998

@Ete

Wenn du schon das UEFA-Ranking zur Beurteilung des Zuschauerzuspruchs heranziehst, dann solltest du ehrlicherweise auch sagen, daß sich fast alle deutsche Mannschaften auf diesen Plätzen dort herumtummeln.

Somit ist genau dieses Kriterium nicht dafür angetan, den Rückgang zu erklären.


14. Februar 2018 um 13:09  |  638999

@Pekarik – Rechtsverteidiger Peter Pekarik hat seinen Vertrag
beim Fußball-Bundesligisten Hertha BSC vorzeitig verlängert. Das
teilte der Verein am Mittwoch mit. Zu Details machte der Club keine
Angaben. Mehrere Berliner Medien berichteten von einer Laufzeit bis
2020.


Blauer Montag
14. Februar 2018 um 13:12  |  639000

Die Zahlungsbereitschaft und -fähigkeit des Publikums könnte die aktuellen Zuschauerzahlen verursachen?


heiligenseer
14. Februar 2018 um 13:23  |  639001

@NKBerlin: In welche Kategorie fällt denn Kurt? Schwiegersohn -oder Problemprofi?


pathe
14. Februar 2018 um 13:33  |  639002

@Opa
14. Februar 2018 um 11:32 | 638977

„@pathe: Die Variable in der Kneipe ist der Durst 😉 Zudem darfst Du bei dieser Kalkulation nicht vergessen, dass Du daheim ja auch Getränke konsumierst, Strom verbrauchst, Wasser und Abwasser anfallen und wenn Besuch kommt, sich das ganze dann vervielfacht. Daheim zu gucken ist daher fast unkalkulierbar. Von den englischen Wochen ganz abgesehen. Und was machst Du, wenn Hertha Freitags spielt, dafür fallen je nach Übertragungsweg nochmal 5-10 € an.“

Wenn ich an einem Spieltag in der Kneipe zwei Spiele schaue, also dort etwa fünf Stunden verbringen würde, kämen bei mir alleine für Getränke 15 – 20 € zusammen. Und dazu vielleicht noch eine Kleinigkeit zu Essen. Macht bei sagen wir acht Spieltagen im Monat um die 150 €. Dafür bekomme ich locker Sky, Getränke, Strom, Wasser, Abwasser und obendrauf noch den Eurosportplayer. Und dabei liege ich auch noch gemütlich auf dem Sofa mit bester Sicht auf meine Glotze.

Kurz: Die Rechnung, aus Kostengründen auf Sky zu verzichten und stattdessen in die Kneipe zu gehen, geht bei mir ganz sicher nicht auf… 😉


Elfter Freund
14. Februar 2018 um 14:23  |  639004

Du hast die Mettkosten vergessen, @pathe. Was für eine Diskussion.


Opa
14. Februar 2018 um 14:34  |  639005

Dass diese Diskussion nicht ganz ernst gemeint war, hat der elfte Freund sicher mitbekommen?


Elfter Freund
14. Februar 2018 um 14:46  |  639006

Das bin ich mir hier nicht mehr ganz so sicher. Und ich bin mir auch nicht sicher, ob das immer so eindeutig zu bestimmen ist. Oder war es eindeutig ? Ich jedenfalls konnte nicht sehen, dass du beim Eintippen vor Lachen fast in die Tastatur gebissen hast.

Das Ende vom Lied ist doch: Der Fan hat mglw beides, Sky und Dauerkarte. Oder ? Und dann wählt man halt. Aber gut.


Joey Berlin
14. Februar 2018 um 14:48  |  639007

Wg. Videobeweis = weniger Zuschauer? Komisch, dass trotz VB einige Vereine ihren Zuschauerschnitt steigern konnten oder der Schnitt in der Vorrunde nahezu gleich blieb. Der Stadionbesuch bzw. das „Fernbleiben“ hängt nun wahrlich von sehr unterschiedlichen Motiven ab, den VB als eine Ursache zu erwähnen ist schon mehr als abwegig kühn.

Zweithöchster Zuschauerschnitt der Bundesliga-Geschichte
und das trotz/wegen dem Videobeweis, Sachen gibt es… 😉
http://www.kicker.de/news/fussball/bundesliga/startseite/717222/artikel_zweithoechster-zuschauerschnitt-der-bundesliga-geschichte.html


14. Februar 2018 um 14:53  |  639008

Joey Berlin
14. Februar 2018 um 14:48 | 639007

Viel schlimmer ist der Rückgang des Schnitts in Liga zwei – dort kann man es nicht (unter anderem) auf den VB schieben… 😉


Elfter Freund
14. Februar 2018 um 14:54  |  639009

Ich tippe mal auf Übersättigung auf allen Kanälen. Und da hat man einfach mal keinen Bock, ins Stadion zu gehen. Wird einem schlicht zu viel. Und Geld wird von den Kapitalgesellschaften in der Bundesliga doch längst woanders generiert. Wenn es rein um die Zuschauer gehen würde, hätten wir doch auch keine Stadiondebatte, meine ich.


wilson
14. Februar 2018 um 15:01  |  639010

Möglicherweise lassen sich die Verlängerung des Pekarik-Vertrages und der maue Zuschauerzuspruch im großen kalten Stadion in einen Topf packen.

Pekarik verlängert – @mey schreibt:

Nie brauchte man von Pekarik Überdurchschnittliches erwarten, aber immer Verlässlichkeit.

Nichts gegen Pekarik – und wahrscheinlich ist das mit der Verlängerung durchaus eine gute Sache, aber …
Nichts Überdurchschnittliches, aber Verlässliches heißt eben auch Durchschnitt und wer in Verlässlichkeit mitunter auch ein geregeltes Maß Langeweile verortet, liegt nicht ganz so falsch.

Trifft dies womöglich auch auf Hertha BSC zu?
Und wieviel sind wir bereit, für Langeweile auszugeben, wo woanders Spektakel – oftmals zu Unrecht – vermutet wird?

Kurzum:
es geht gegen das Graue Maus-Image anzugehen; ob der digitale Weg die Verheißung verspricht, darf bezweifelt werden.
Eine gescheite Idee habe ich aber auch nicht.


Elfter Freund
14. Februar 2018 um 15:13  |  639011

Auch ein Aspekt @wilson.

Und noch eins:

Couch vs. Stadion

Wir brauchen doch gar nicht den Fussball isoliert betrachten, sondern wohin geht denn das Leben in der Gesellschaft, das Verhalten des Einzelnen in Bezug auf sich selbst und zu den anderen.

Wer sich gerade mit seinen Kindern auseinandersetzt, hat doch ganz oft die Schwierigkeit, die Brut aus dem Zimmer zu locken. Zu verlockend sind YouTube, Chats und was weiß ich nur. Wo wir uns früher treffen mussten, um zu spielen, zu reden oder zu feiern, kann man sich doch wunderschön die Zeit vertreiben mit dem Alleinsein und der virtuellen Welt.

Oder einfach nur Augen auf, wenn wir unterwegs sind. Animation allenthalben, in den Verkehrsmitteln gefühlte 80% an den Smartphones, Tablet. Alles hübsch aufbereitet.

Ich muss doch gar nicht mehr aus dem Haus oder ins Stadion. Und so geht das immer munter weiter, jeder kann ergänzen.

Und dann kommt noch Hertha oder der Fussballvereins meines Vertrauens. Dann noch die Kommerzialisierung und und und……

Alles nur eine logische Entwicklung, oder ? Und die Uhr zurückdrehen geht eh nicht mehr, jedenfalls nicht im Geschäft 1.Bundesliga. Wäre ja mal gespannt, wenn Hertha beschließen würde, das nicht mehr mitzumachen. Sympathisch der Verein. Aber spätestens am Spieltag ist der Hintergrund hier speigrün vor Galle.


14. Februar 2018 um 15:22  |  639012

Entfernung Hauptbahnhof Stadion Bruchwegstadion oder OPEL Arena?

„Wenn Sie … vom Hauptbahnhof in Mainz … in zehn Minuten, ohne, dass Sie nochmals einchecken müssen, dann starten Sie im Grunde genommen.. am … am Hauptbahnhof in Mainz starten Sie Ihre Fahrt. Zehn Minuten. Schauen Sie sich mal die größten Stadien an, wenn Sie in London oder sonst wo, meine … Paris äh in Frankreich oder in …äh… in … in…äh…in Rom.

Wenn Sie sich mal die Entfernungen ansehen, wenn Sie Frankfurt sich ansehen, dann werden Sie feststellen, dass zehn Minuten… Sie jederzeit locker in Frankfurt brauchen, um das Stadion zu finden. Wenn Sie vom Hauptbahnhof starten – Sie steigen in den Hauptbahnhof ein, Sie fahren mit der Straßenbahn in zehn Minuten ans Stadion in … Mainz.“


Opa
14. Februar 2018 um 15:33  |  639013

Das Kreuz mit dem Image?
@Wilson: Es gibt ja durchaus Ideen, wie man ein authentisches Image kreieren könnte, ob sich da allerdings Wertschöpfung im gewünschten Maß betreiben lässt, darf bezweifelt werden. Und passt auch nicht zu Aktionen wie takeaknee & Co.

Früher war mehr Lametta?
@Elfter Freund: Die älteren unter uns erinnern sich vielleicht, wie es früher in der U-Bahn aussah, bevor das Smartphone erfunden wurde Bild

Politik und Sport?
@Bolly: Politik? Hier? Ein ganz, ganz heißes Eisen, besser nicht ansprechen 😛 Ansonsten nicht nur köstlich, sondern auch passend wie die Faust aufs Auge zum Aschermittwoch. Und zu der Diskussion aus dem Vorblog über die *hust* „Schönheit“ der „zentral gelegenen“ Opel Arena.


timo
14. Februar 2018 um 16:34  |  639014

@Ubremer:
Warum liegt der Schnitt vom langweiler Meister über der Stadionkapazität? *verwirrt*


Ursula
14. Februar 2018 um 16:53  |  639015

Fein passend gemacht @ Bolly,
den „alten Stoiber“…

Ich liege bei diesem „Flughafen-
Stoiber“ noch immer auf der Erde!!


Ursula
14. Februar 2018 um 17:10  |  639017

…ansonsten kann man zu Teilen
des „Vorfreds“ nur resümieren,
„du gute Güte“…

…und nur noch „duck und wech“!


Silvia Sahneschnitte
14. Februar 2018 um 17:26  |  639019

Pekarik Verlängerung finde ich gut. Tippe mal auf zwei Jahre und zusätzlich ein Jahr auf Option.
Wie Hertha in der Veröffentlichung damit um geht, verursacht bei mir Stirnrunzeln. Vor wem wollen sie die Vertragslänge geheim halten und warum? Jeder Spielerberater weiß um die Vertragslänge seines Schützlings und damit um die Bedingungen seinen Schützling an einem anderen Verein weiter zu vermitteln. Geheimhaltung für die anderen Spieler in der Mannschaft, wegen evt. auftretender Begehrlichkeiten? Na ja, da laufen die Mechanismen. Das ist schnell durch.
Also warum?

Zuschauerzuspruch und Hertha
Ein Verein, der seit 1931 keinen nennenswerten Titel gewonnen hat (den wichtigen Ligapokal mal ausgenommen) ansonsten in der breiten, auch Berliner Öffentlichkeit, sich in Jahrzehnten mühevoller Arbeit, eher den Ruf einer „jammernden“ Skandalnudel erworben hat; braucht dieselbe Zeit kontinuierlich positiver Schlagzeilen und Erfolge, um seine Attraktivität zu steigern.
Die Event-Zuschauerin, der Eventzuschauer, die/der das Stadionerlebnis mag, die Fangesänge, die Choreos. Mag die/der auch attraktiven Fussball, von der eigenen Mannschaft?
Ansonsten bin ich bei @ Etebaer am 14. Februar 2018 um 10:57 Uhr.

Mit lieben Grüßen
Ihre Silvia Sahneschnitte


hurdiegerdie
14. Februar 2018 um 17:47  |  639020

Die Zuschauerzuspruch-Debatte hatten wir doch schon oft.
Ich habe mir mal (und auch schon öfter berichtet), den Spass gemacht den Zuschauerschnitt mit der Platzierung zu korrelieren. Die ist praktisch 0, also kein Zusammenhang.

Wir haben nach Aufstiegen mal etwas mehr, das geht aber im Folgejahr schon wieder zurück, mal in fast Meisterjahren etwas mehr. Wir hatten kaum mehr als wir noch regelmässig EL spielten etc. Es spielt sich immer so um 50’000 plusminus ab.
Dieses Jahr scheint es wohl wirklich deutlich weniger zu werden (40k plus etwas), aber das ist ja (noch) kein Trend.

Ich bin da bei @UB.


pathe
14. Februar 2018 um 17:55  |  639021

@Sahneschnitte

„Wie Hertha in der Veröffentlichung damit um geht, verursacht bei mir Stirnrunzeln. Vor wem wollen sie die Vertragslänge geheim halten und warum? Jeder Spielerberater weiß um die Vertragslänge seines Schützlings und damit um die Bedingungen seinen Schützling an einem anderen Verein weiter zu vermitteln. Geheimhaltung für die anderen Spieler in der Mannschaft, wegen evt. auftretender Begehrlichkeiten? Na ja, da laufen die Mechanismen. Das ist schnell durch.
Also warum?“

Meine Rede!


Better Energy
14. Februar 2018 um 17:57  |  639022

Grundsätzliches:

Jeder Zuschauer, der sich bei einem Stadionbesuch geärgert hat und deswegen ein paarmal weg bleibt, das Erlebte wiederum anderen mitteilt, sorgt dafür, daß 50 Zuschauer weniger inst Stadion kommen. Denn Unzufriedene betreiben negative Werbung.

Einen neuen Zuschauer zu gewinnen kostet zehnmal mehr als vorhandene zu halten.

Zuschauer, welche in das Stadion gehen, sind Gäste und als solche im und auch außerhalb des Stadions auch so zu behandeln.

Die bisher gemachten Fehler seitens der Zuschauer sind viele kleine, aber genau diese bringen auch einmal das Fass zum Überlaufen.

Seifert hat als alter Fernsehmann die DFL eben genau auf dieses TV-Produkt hin ausgerichtet, weil er bis heute immer noch nicht verstanden hat, wie das Kuppelprodukt „Fussball“ funktioniert.

Denn weniger Zuschauer in den Stadien heißt auch weniger Umsatz bei Bandenwerbung usw.

Oly
Schauen wir uns doch mal die kleinen Ärgernisse an. Nicht vergessen, jeder unzufriedene Fernbleiber bleibt auch noch länger fern, bis er mehrmals gehört hat, daß die Übel abgestellt sind.

Taschengröße
Da verkauft Hertha Rucksäcke. Sie sind sogar geeignet, Decken für Sitzer zu transportieren. Aber seit Neuestem darf man mit einem Hertha-Rucksack nicht mehr ins Stadion. Im Familienblock kommen schon zwei größere Gruppen nicht mehr, weil sie nicht wissen, wie sie nun die Decken transportieren können. Und im TV gibt es auch Hertha.

Es gehört schon eine Menge Chuzpe dazu, gerade Liselotte nicht in das Stadion einlassen zu wollen, weil ihre Handtasche dicker als 15 cm ist. Und da redet die KGaA von Tradition!

Ein Familienvater ging mit Anhang vom Parkplatz zum Stadion. Jeder trug eine Decke. Der Kleine hatte Probleme beim Tragen und wischte so den Boden und andere Autos mit der Decke ab. Sehr zum Mißfallen des Vaters. Er kam auch nicht wieder…

Merke: Je mehr Zuschauer sich bei einem Stadionbesuch drangsaliert fühlen, umso mehr verzichten darauf. War da nicht mal die Rede davon, daß sogar Leibesvistitationen erfolgen sollten? Auch das gehört zum Thema „Wie vergraule ich Zuschauer“.

Stadionöffnung
Fast überall öffnet das Stadion 2 Stunden vorher. So ist auch Kommunikation untereinander möglich. In Berlin? Quatscht nicht so viel, rin ins Stadion, Spiel ansehen und sofort nach 20 Minuten raus. Eben die freundliche, gastfreundliche Berliner Art. Woanders trifft man sich noch zu einem Bier…

Treppen
Beim Dortmundspiel sind im Block 14/15 mehrere Personen die Treppen heruntergefallen, weil sie auf dem Glatteis dort ausgerutscht sind. Gehört das Abstreuen der Treppen nicht zur so oft erwähnten Sicherheit?

Bier
August. Es ist heiß. Man bestellt 1 Liter Wasser. Man bekommt 2x 0,5 Liter Wasser. Der Bitte, dies auf einen Becher umzufüllen, konnte nicht entsprochen werden. Man hätte dann einen Becher zu wenig. Ach, Servicewüste Aramark…
Schon einmal Bier im Stadion geholt? Gibt es Bier mit Wasser verdünnt, dann steht dies ganz klein auf den Tafeln. Ebenso bei Leitungswasser mit Farbe. Ehrliche Auszeichnung der Ware ist etwas anderes…

Toiletten
Im Oly sind zwar die Toiletten sauber, aber zu wenig. Qualitativ hochwertige Toiletten findet man in Hamburg und München. Bei deren Besuch Spuckbeutel nicht vergessen…

Halbzeit
Wer schafft es, im Oly auf die Toilette zu gehen und anschließend noch ein Bier und eine Wurst in 15 Minuten zu holen? Niemand. Daher sollte Hertha beim DFB beantragen, die Hz auf 30 Minuten verlängern zu dürfen. Grund: bauliche Mängel nach Umbau. Oder: wie haben sie es zu den olympischen Spielen geschafft, diese Strecke in der Zeit zu bewältigen?

Woher also die Tendenz der Abstinenz beim Fussball? Zum Einen dürften die krakeelenden Medien dazu beigetragen haben, die von einer Unsicherheit in Stadien sprachen (Beckmann). Zum Anderen die Clubs selbst, die Eingangssperren errichteten, die jeder JVA zur Ehre gereichen würde. Als Drittes ist anzuführen, daß Gäste und Fans oft als unerwünschte Personen behandelt werden mit rigorosen Kontrollen (die nie etwas bringen) und Unfreundlichkeit, dreckigen Toiletten und weiterem Service dieser Art.

Das sicherste Stadion ist das, das keine Zuschauer, keine Spieler und keine Funktionäre hat. Der DFB und die IMK in ihrem Sicherheitswahn werden das sicher bald schaffen.


Silvia Sahneschnitte
14. Februar 2018 um 18:13  |  639023

Naja, lieber @hurdiegerdie am 14. Februar 2018 um 17:47 Uhr.
Nach der dunklen Zeit in den 80er und 90er Jahren, als ab 1997 Aufbruchstimmung in Berlin und Brandenburg um unsere Hertha herrschten. Als es attraktive Spieler und Spiele, sowie das ein oder andere Kabinettstückchen zu bewundern gab, als das Publikum nach Bundesliga und Internationalen Fußball dürstete, da vervielfachte sich der Zuschauerzuspruch im Stadion, auch war in dieser Zeit der Fensehfußballkonsum noch keine ernsthafte Alternative.
Leider wurde in diesen „Boomjahren“ das Stadion umgebaut und weiten Teilen der Neufans ein „Zugang zum Stadion verbaut“.
Mir kommen heute noch die Tränen, ob der „verbauten“ Chance.
Allerdings, ob die Zuschauerresonanz nachhaltig gewesen wäre, wage ich zu bezweifeln; nachdem der „Großkopferte“ den Verein in den Finanzkeller gewirtschaftet hat.
Mit lieben Grüßen
Ihre Silvia Sahneschnitte


Silvia Sahneschnitte
14. Februar 2018 um 18:20  |  639024

Lieber @ Better Energy am 14. Februar 2018 um 17:57 Uhr
„Treppen
Beim Dortmundspiel sind im Block 14/15 mehrere Personen die Treppen heruntergefallen, weil sie auf dem Glatteis dort ausgerutscht sind. Gehört das Abstreuen der Treppen nicht zur so oft erwähnten Sicherheit?“
Nee, oder?
Unverantwortlich! Allerdings hätte ich anschließend meinen Anwalt des Vertrauens eingeschaltet.

Mit lieben Grüßen
Ihre Silvia Sahneschnitte


Better Energy
14. Februar 2018 um 18:34  |  639025

@Silvia // 18.20

Doch stimmt!


14. Februar 2018 um 18:39  |  639026

Ich sehe das mit den Zuschauern mal wieder völlig anders.

Es liegt an jedem von uns.
Wir, der Gatte und ich, würden auch nicht öfter ins Stadion gehen als heute, wenn Hertha um den Meistertitel spielen würde.

Wir sind wirklich a) zu vielseitig interessiert und b) zu faul.
Nach 60 Jahren hat man das Meiste schon gesehen, gemacht, erlebt.
Und ein neues Stadion würde da maximal einmal was dran ändern. Damit man mitreden kann.

Ich glaube, daß viele älteren Menschen das so sehen. Dazu kommt, daß die eigenen Erholungspausen immer mehr Zeit benötigen.

Wir freuen uns auch zu Hause über jeden Sieg unserer Lieblingsmannschaften. Aber euphorisch feiern? Weder in den Stadien noch zu Hause. Das müssen schon ganz aussergewöhnliche Spielsituationen sein. Dann gehen wir auch aus dem Leder. Aber das passiert wirklich ungewöhnlich selten.

Schönen Abend allerseits, ich schau jetzt Alba.


elaine
14. Februar 2018 um 18:43  |  639027

weil sie auf dem Glatteis dort ausgerutscht sind.

war das wirklich Glatteis?
Es war zwar lausig kalt, aber , wie ich ein Erinnerung habe keine Minusgrade???


hurdiegerdie
14. Februar 2018 um 18:44  |  639028

Na ja liebe Frau Silvia Sahneschnitte
14. Februar 2018 um 18:13 | 639023

Nach Jahrelanger Abstinenz vom Erstligafussball, lag der Schnitt in den ersten beiden Saisons Ende der 90er Jahre bei 52k; schon im dritten Jahr (vor Stadionumbau) bei 47k.
Über 51k hatten wir danach im Fastmeisterjahr und nach den Aufstiegen 11/12 und 13/14.

Auch in der glorreichen Zeit vor dem Bundesligaskandal lag der Zuschauerschnitt deutlich unter 50k (und da waren Berliner noch Berliner und nicht Zugereiste).


U.Kliemann
14. Februar 2018 um 20:12  |  639030

Der Skandal 70/71 ,damals gab es auch noch
keine erfolgreichen Füchse ,Albas ect. Nur die
Wasserfreunde Spandau 04 waren ein Begriff.
Den Schlittschuhclub nicht zu vergessen. Aber
sonst in der selbstständigen politischen Einheit Westberlin?
Da blieb nur Hertha . Und dann kam Canellas
und die Meineider von SO5.


monitor
14. Februar 2018 um 20:22  |  639031

Vielleicht kommt Fußball so langsam aber sicher gerade aus der Mode?

Möglicherweise hat der sogenannte demographische Wandel etwas mit den ausbleibenden Zuschauern zu tun?

Und erlebt dann später eine Renaissance?

Wer weiß?


Dennis
14. Februar 2018 um 20:42  |  639032

Guten Abend
Mich wundert das keiner die doch nahe liegenden und einfachen Erklärungen sieht.
Warum ist der Schnitt von Hertha zurück gegangen ? Ganz einfach weil wir bedingt durch die EL öfter sonntags ran mussten, dazu in beiden englischen Wochen – Heimspiele gehabt ( ja einmal gegen Bayern – und selbst das war nicht ausverkauft). Dazu der frühere Start in die Rückrunde. Die Zuschauer kommen mehr wenn es warm ist . Und 1 spiel davon ist quasi auf Mitte Januar vorverlegt.
Und die anderen beiden offenen Fragen kann man leicht mit einer Antwort geben. Warum ist der Bundesliga schnitt trotzdem so hoch ? Und warum ist er in de 2. Liga so gesunken ? Weil mit Stuttgart und Hannover 2 Zuschauer starke Vereine aufgestiegen sind und mit Darmstadt und Ingolstadt 2 eher schwache ( schon alleine von der Stadiongrösse ) Vereine abgestiegen sind.
Hat nichts mit dem VB oder sonst was zu tun. Warum nicht generell mehr Leute zu hertha kommen – das ist eine ganz andere Frage….
blau weiße Grüße


monitor
14. Februar 2018 um 20:53  |  639033

Es ist schon ziemlich bitter, was hier manchmal so abgesondert wird.
Dabei gibt es User die immer wieder auf mehr Sachverstand, Qualität und fußballsystemische Themen drängen.
Aber deren Ruf verschallt hier einfach.
Echt traurig, wo sie doch selbst Meilensteine hier einbringen, die beispielhaft für eine vernünftige Blogkultur sein könnten.

Ursula
14. Februar 2018 um 17:10 | 639017

…ansonsten kann man zu Teilen
des „Vorfreds“ nur resümieren,
„du gute Güte“…

…und nur noch „duck und wech“!

Nur ein Beispiel unter vielen, aber vielleicht wegweisend für Zuschauerschwund im allgemeinen! 😉


hurdiegerdie
14. Februar 2018 um 20:56  |  639034

Dennis
14. Februar 2018 um 20:42 | 639032

Der Schnitt von Hertha ist eben nicht zurückgegangen. Er lag in der CL Saison zur Jahrtausendwende bei knapp über 47k und liegt jetzt 18 Jahre später bei knapp unter 47k.

Da wird einfach viel zu viel hineininterpretiert. Hertha hat einen natürlichen Deckel bei etwa 50’000 Zuschauer, mal ein bisschen mehr mal ein bisschen weniger.


Tojan
14. Februar 2018 um 21:08  |  639035

@hurdi
nja momentan ist er zurückgegangen. es gab die drei zuschauerstärksten spiele der saison bereits und dennoch hat man nur einen 44.000er schnitt. von nun an gehts damit auch nur noch bergab…

Gründe gibt es dafür, gerade bei hertha auch abseits des sportlichen, einige. wer aber den deutschland weit wirkenden einfluss der spieltagsverlagerung in den winter verneint, war vermutlich noch nie in seinem leben im Dezember/Januar/Februar im stadion (außerhalb der VIP-loge)…


14. Februar 2018 um 21:14  |  639037

@Monitor..ist dir wirklich nicht bewusst, dass ich dir mit einer Suchzeit von 10-20 sec jederzeit einen Satz von jemandem hier reinkopieren könnte,( vielleicht von Leuten, denen du gerne deine Verbundenheit zeigst )der ähnlich zum Zuschauerschwund beitragen könnte, wie du es bei @ursula diagnostizierst?
Diese Art von Kommunikation ist ohne Sinn und schon gar nicht konstruktiv.
Meine Meinung. Vielleicht kannst du ja mal nen Augenblick darüber nachsinnen..


Ursula
14. Februar 2018 um 21:40  |  639039

# @ apo, das bringt nichts mehr!!

Krank, Hass, Neid, weiß der Geier!?

Dagegen simplifizierte Thesen!

Unabhängig von den offiziellen
Bewertungen der Gesamtfußball-
situation im Land und einzelner,
sehr spezifischer, soziologischer
Stadiongegebenheiten, verbunden
mit unterschiedlichen, sehr lokalen
Städtestrukturen und Einwohnern,
ergibt sich in Berlin für mich um
die Hertha eine ziemlich einfache
Zuschauerrückgang-Darstellung!

Der „Wintersport“ Fußball geht auch
nicht an mir als „Dauerstadiongänger“
vorbei, aber diese aktuelle Situation
in diesem „Oly“ und um die Hertha
aus rein fußballerischer Sicht, liegt
relativ nahe, einfach auf der Hand…

Das diese Hertha, auch in „besseren
Zeiten“, es nach ordentlichen Spielen
und unerwartet gewonnen Punkten, es
(fast!) NIE geschafft hat, erwartungs-
frohe, neue (zusätzliche) Neugierige
zu BINDEN!

Es immer wieder (zu Hause!!) danach
versäumt hat, Werbung in eigener Sache
zu machen, den evtl. „Neuen“ kurioser-
weise oft (zu oft!) leider Grottenspiele
angeboten hat!

LEIDER nicht einmal kämpferisch!!!

Eben keine Leistung geboten hat…

Dieses „grandiose Hertha-Phänomen“
zieht sich wie ein „roter Faden“ durch
viele Jahre, egal mit welchen Spielern,
unter welchen Trainer…

Meine Erfahrungswerte, sehr Hertha
spezifisch, sehr vereinfacht, auf einen
Nenner gebracht! Tja…

UND tschüss! War schon zu viel Präsenz!


14. Februar 2018 um 21:54  |  639040

#Zuschauerschwund…
im Kontext „Fussball als Wintersportart“..das ist, anders als viele vielleicht meinen, war das noch nie anders..mein Opa hat meiner Mama, als sie Kond war, diese Strophe immer vorgesungen, wenn es zum Spiel ging:
„Fußballspiel´n bis in die Nacht
ist´s was uns Vergnügen macht
Regen, Schnee und Sturmgebraus
halten niemals uns zu Haus
Wenn alles tritt, läuft, stößt und rennt
sind wir in unserm Element
Denn nur beim Kampf von Goal zu Goal
fühlt sich der Spieler wohl“
In einer anderen Zeile heisst es:
„Fort mit den Tennisplätzen, die Fussballzeit ist da-hurrah!“ 🙂

Das stammt aus einem Lied, das in der Zeit der Weimarer Republik erdacht wurde.. 😉
Auch ich (kursiv) hasste schon als Kind und Jugendlicher Schnee oder Eis auf dem Fussballplatz..als Aktiver, wie als Zuschauer ,und auch die eingeführten Roten Bälle haben daran nix verändern können.
Aber an der eiskalten Jahreszeit liegt es vielleicht doch weniger .
Ich glaube an das, was @monitor um 20:22 anklingen liess: für sehr junge Menschen gibt es mittlerweile eine Vielzahl an spannenden Identifikationsflächen.
dauüberhinaus:
– Ich finde, dass Fussball eine sehr teuere Angelegenheit geworden ist
– Das extrem aufgeblasene Getue einiger der Megastars und kleineren Stars trägt dazu bei, dass Fussball immer mehr eindeutig als show wahrgenommen wird und immer weniger als Sport.-
– Das ewige Schlecht-Gerede über Schirientscheidungen hat dem Sport empfindlich geschadet. Der VB überflüssiges Ergebis dieser unguten Entwicklung
– Nationscup und noch´n coup , die Totalvermarktung ( „Die Mannschaft“)
nervt den aufgeklärten Erwachsenen zunehmend
– Das Gewahrwerden, dass die These „Kohle schiesst Tore“ , doch zutreffend ist, desillusioniert immer mehr und macht den Zirkus Profifussball für mehr und mehr Leute weniger zum Lusterlebnis oder auch nur glaubwürdig
– Wie idiotisch das alles wird, zeigt sich in der CL, wo der Dresscode konservativer daherkommt als der heutige normale Theaterbesuch.
Mit Barock gewinnst du im Fussball auf Dauer auch nicht die Zukunft.-Voll peinlich, was die in diesem Zusammenhang auch bei sky machen: bald wird aus dem Schlips noch die Fliege.-
Der normale fan ahnt: „denen geht´s echt nur um den Schampus für die Reichen“ Für den Rest Brosamen ( statt die EL besser auszurüsten)
-Ich glaube nicht daran, dass Fussball noch sehr lange boomen wird Die Dekadenz jat den Fussball schon ziemlich angefangen, anzuknabbern
-Ein Verein, ein ganz normaler Verein wie Hertha, der seine Stars nicht halten kann und abgeben muss, nie um Titel wird spielen können und dafür Identifikationsfiguren wie Lusti und Peka hat, wird immer nur dabei sein.- Das Los von über 90% aller Fussballvereine in den Profiligen.
-Langfristig ist das Leben vielleicht aber zu teuer geworden für solche Normalo-Vereine
Und in jeder Stadt und seinem Umfeld kommen dann noch sehr spezifische Dinge hinzu.
In Berlin ja sogar recht offensichtliche


hurdiegerdie
14. Februar 2018 um 21:54  |  639041

Tojan
14. Februar 2018 um 21:08 | 639035
In der CL Saison lag der Schnitt bei 47.334
In der jetzigen Saison liegt er bei 46.858. Da liegen 18 Jahre dazwischen.

Das sind weniger als 500 Zuschauer im Schnitt oder etwas mehr als 8’000 Zuschauer über die gesamte Saison, die gesamte Saison!!!! Das sind Variationen, die man mit Wetter, wann man die Bayern hat etc. erklären kann (wobei ich das nicht untersucht habe).

In den letzten 4 Saisons hatten wir im Schnitt insgesamt über 50’000 Zuschauer, im Schnitt mehr als 2000 mehr als in unserer CL Saison (ohne Stadionumbau), und das obwohl der Fussball von Hertha ja so schlecht ist 🙂 Schwer einen Zuschauerrückgang zu erklären.

Sorry, da greifen vereinfachte Erklärungsansätze zu kurz, ausser – aus meiner Sicht – dass Hertha einfach einen Deckel an Zuschauern hat.


Ursula
14. Februar 2018 um 21:54  |  639042

…welchem…

Nächtle!


Derby
14. Februar 2018 um 22:09  |  639043

Das ZDF hält strikt sein Qualitätsnuveau.

Erst Bela Rety

Und jetzt die gute Frau am Mikro.

Meister der hohlen Phrasen ohne Inhalte.
Einfach zu schön um sich ständig zu übergeben.

Tolles Niveau.


psi
14. Februar 2018 um 22:13  |  639045

Dann doch lieber Sky, diese Frau ertrage ich auch nicht.🙄


Uwe Bremer
Uwe Bremer
14. Februar 2018 um 22:13  |  639046

@Verratti,

Isco oder Rabiot – kann mich nicht recht entscheiden, wen Hertha für kommende Saison verpflichten sollte …


Ursula
14. Februar 2018 um 22:17  |  639047

BEIDE!!! Kampf den Bayern…

…UND Paris „scheint“ gieriger!?


Derby
14. Februar 2018 um 22:19  |  639048

Madrid zu Hause ohne jede Chance.

Deren Zeit ist vorbei. Zu alt und satt.

Paris sehr anspruchsvoll. Würdiger Nachfolger die PSG.


Uwe Bremer
Uwe Bremer
14. Februar 2018 um 22:19  |  639049

@VerrattiIscoRabiot

wenn schon, denn schon alle Drei


U.Kliemann
14. Februar 2018 um 22:21  |  639050

Na ja muß man sich ja weder anhören noch an-
sehen! Das Ass.


Opa
14. Februar 2018 um 22:22  |  639051

Wintersportart Fußball?
Ansonsten stimme ich Apo (ganz ohne kursiv, konjunktiv oder gespiegelt) um 21:54 Uhr in weiten Teilen zu. Bis auf das mit der gefühlten Wintersportart. Zwar war es früher durchaus üblich, in WM Jahren rund 3 Monate Sommerpause zu machen, aber in den turnierfreien Jahren wie z.B. 1987 ging die Sommerpause vom 17.6. bis 31.7. nur rund eineinhalb Monate. Im ebenfalls eigentlich turnierfreien Sommer 2017 ging die Sommerpause vom 20.5. bis 18.8. rund zwei Monate, dem Confed Cup sei Dank. Verschärfend kommen die „exotischen“ Ansetzungen dazu. Um die null Grad fühlen sich in der Nachmittagssonne deutlich weniger kalt an als Freitag Abend bei Dunkelheit.

Neuverpflichtungen und CL-Scouting?
Mit den Einnahmen aus der Laut-Nah-Steil-Arena finanzieren sich doch diese Spieler wie Verratti, Isco oder Rabiot von ganz allein 😛 Aber im Ernst: Das ist schon auf einem anderen Niveau, was dort gezeigt wird, aber wie es zustande kommt, bleibt einfach pervers. Steuerschulden bei den Madrilenen vs. vom Terrorregime unterstützer Retortenclub in einem Wettbewerb, der unseren Fußballalltag wegen der Zementierung von Machtverhältnissen veröden lässt. Nette Unterhaltung, aber in Wahrheit ein Hering im Mondenschein. Er glänzt, aber er stinkt.

Jammerei
Um es mal frei nach jemandem aus dem Vorthread zu sagen:

Die Jammerei, dass bei immerhertha das schöne Niveau für den Leser nicht mehr gäbe, erschließt sich mir ja nach wie vor nicht.


Opa
14. Februar 2018 um 22:23  |  639052

Kommentarista?
Hat sie schon Schalke 05 gesagt? 😉


Tojan
14. Februar 2018 um 22:24  |  639053

@hurdi
ich bin doch grundsätzlich voll auf deiner seite. ich sehe wie gesagt auch nicht hertha als „schuldigen“ an der zuschauermisere, sondern andere. deswegen wird der zuschauerschnitt dieses jahr (mit mehr spielen im tiefsten winter… *hust*) leicht unter dem der letzten saisons abschließen.

@apo
dein gegenbeweiß ist schlichtweg zu kurz gedacht, denn bis vor kurzen gab es immer eine winterpause die diesen namen auch verdient und die spiele im januar mehr oder weniger komplett verhindert hat und dazu bis vor wenigen jahren auch deutlich weniger abendspiele im winter. englische wochen, wie sie im Dezember inzw zur regel geworden sind, kommen noch on top hinzu. glaubst du wirklich, dass fans, die hertha nicht so unglaublich viel zuneigung entgegenbringen wie die oftmals zitierten 30.000, sich nicht von ungemütlichem wetter vom stadionbesuch abhalten lassen? genau um die geht es nämlich, wenn es um besucherzahlen geht.

ich saß damals mit 13.000 anderen bei -18° gegen benfica im stadion und ich habe jeden verstanden, der sich das nicht antun wollte. dazu wette ich mit dir, dass kaum mehr gekommen wären, wenn hertha nicht schon quasi abgestiegen gewesen wäre.


Dennis
14. Februar 2018 um 22:24  |  639054

@ Hurdie
Ja ich bezog mich ja nur auf die aktuelle Saison Bzw auf den Morgenpost Text, wo meines Erachtens zu tiefgründig gesucht und das offensichtliche eben nicht erkannt wurde.

@ Tojan:

Eine kleine Korrektur-> Leipzig kommt noch – dazu am letzten Spieltag. Das könnte nochmal voll werden


Derby
14. Februar 2018 um 22:28  |  639055

Tja Totgesagte leben länger.

Was für ne Murmel- und Madrid wie immer mit dem Bayern Dusel.

Ich fall ab vom Glauben.

3:1

Ich glaube es nicht


psi
14. Februar 2018 um 22:28  |  639056

Tor Real
Und ich bin für Isco
Und noch ein Tor 😀


Immerlockerbleiben
14. Februar 2018 um 22:29  |  639057

Pekarik hätte die Flanke jedenfalls nicht so einfach zugelassen.


Tojan
14. Februar 2018 um 22:30  |  639058

@Dennis
die dosen wurden letzte saison schon als zuschauermagnet hochgejubelt und trotz hype kamen „nur“ 62k bei bestem fußballwetter…

wenn man danach geht steht das spiel also hinter den top 3…


Ursula
14. Februar 2018 um 22:30  |  639059

Na bitte 2 : 1 @ Luschtii,
bestimmt doch gesehen…

…oder…? Grüße!

SPIELER, wie oben genannt,
sind ja trotz ihrer dubiosen
„Bezahlung“, auch etwas für
das noch „altmodische“ AUGE…

UND nu 3 : 1…..

Kurioserweise wird HIER doch
mehr „CL“ gesehen als gedacht


Uwe Bremer
Uwe Bremer
14. Februar 2018 um 22:31  |  639060

@dennis

Du segelst an allen relevanten Punkten vorbei und erklärst Fragen, die niemand gestellt hat (weil jeder weiß, dass Ingolstadt/Darmstadt abgestiegen sind sowie H96/Stuttgart aufgestiegen)

Was Du nicht beantwortest:

– warum hat Augsburg Probleme das Stadion voll zu bekommen?
– warum Leverkusen?
– warum Leipzig?
– warum Hannover?
– warum Wolfsburg?
– … und schon steht Hertha nicht alleine da.

Es gibt seit dem Herbst vergangenen Jahres ein größeres, zusammenhängendes Problem.
Wer genau hinschaut, erkennt es seit zwei, drei Monaten an JEDEM Bundesliga-Standort


TassoWild
14. Februar 2018 um 22:36  |  639061

#WasserimWein

So gut der Rabiot spielte: am 1:3 hat er auch eine deftige Aktie… Ließ Marcelo machen.
Aber insgesamt doch eine imposante Schar toller Kicker im Bernabeu.


Tojan
14. Februar 2018 um 22:39  |  639062

aprospos winterzuschauer: bevor hier jemand mit der fragestelung nach spanien oder vor allem england kommt: alles eine frage des klimas 😉


Uwe Bremer
Uwe Bremer
14. Februar 2018 um 22:42  |  639063

@warum

das 5:0 von Liverpool (beim FC Porto) nicht mit rechten Dingen zugeht und das 4:0 von Manchester City (in Basel), werden wir gleich anhand der 50+1-Regel erklärt bekommen …


hurdiegerdie
14. Februar 2018 um 22:48  |  639064

Tojan
14. Februar 2018 um 22:24 | 639053
Ich weiss schon, dass wir auf einr Linie liegen. Aber wieder redest du von Zuschauermisere.

Es gibt sie einfach nicht. Das ist meine Kernaussage.

Was @Apo 21:54 schreibt: nichts ist wirklich haltbar.

@Dennis 22.24 selbst wenn diese Saison deutlich schlechter (Zuschauer) werden würde, ist es kein Trend. Wir wissen nicht mal, ob es schlechter werden wird. Die 4 Saisons davor zeigen keinen oder nur einen marginalen Trend. Man sollte die aktuelle Saison bezogen auf Hertha nicht überbewerten.


Ursula
14. Februar 2018 um 23:06  |  639065

Tja, oder die Hertha würde
„ZU HAUSE“ auch „vermehrt“,
nicht nur die „Wintersport-
enthusiasten“ im eiskalten
Olympiastadion, fußballerisch,
„minimal“ spieltechnisch, ein
„klitzekleinwenig“ überzeugen…

…wie es „auswärts“ gegen B04
zuweilen, und eben auch mit den
Punkten (!), durchaus „anderswo“
funktionierte…

Nu abba! Schläfle!


ahoi!
14. Februar 2018 um 23:11  |  639066

gute sicht auf den „zuschauerschwund“ bei hertha im speziellen von @ursula und beim profifußball im allgemeinen von @apo. ich jedenfalls bin aktuell ziemlich satt… 😉

aber bevor allet den bach runter geht, hier noch ein song zum abend-ausklang. passend zum kantersieg vom lfc:

https://www.youtube.com/watch?v=r_ISxPURQ6Q


ahoi!
14. Februar 2018 um 23:13  |  639067

gute sicht auf den „zuschauerschwund“ bei hertha im speziellen von @ursula und beim profifußball im allgemeinen von @apo. ich jedenfalls bin aktuell ziemlich satt… 😉

aber bevor allet den bach runter geht, hier noch ein song zum abend-ausklang. passend zum kantersieg vom lfc:

https://www.youtube.com/watch?v=r_ISxPURQ6Q


apollinaris
14. Februar 2018 um 23:15  |  639068

“ nichts ist wirklich haltbar“- natürlich nicht, habe auch gar nicht den Anspruch, die Phänomene erklärten zu können
Ich suche die für mich plausibelste Etklärung für meine Wahrnehmungen
Reine Deskription liegt mir nicht


Tojan
14. Februar 2018 um 23:22  |  639069

@hurdi
der zuschauerschwund ist da. nur eben nicht nur bei hertha.


Jack Bauer
14. Februar 2018 um 23:28  |  639071

@Dennis: Faktencheck:

Diese Saison stand jetzt:
1x Freitags
3x Sonntags
2x Engl. Woche

Letzte Saison zum selben Zeitpunkt:
1x Freitags
3x Sonntags
1x Engl. Woche

Ein Spiel unter der Woche mehr oder weniger zieht den Schnitt nicht um 3-4k nach unten.

Was ich noch anmerken möchte: Durch Stadt und das große Olympiastadion gibt es in keinem deutschen Stadion mehr potentielle Gästefans. Es gibt schlicht immer Karten und viele zugezogene in der Stadt. Ich stelle die steile These auf, dass auch bei den in Berlin ansässigen Bayern, Dortmund, Schalke, Bremen, Stuttgart Fans eine Art Übersättigung eintritt.


hurdiegerdie
14. Februar 2018 um 23:42  |  639072

Tojan
14. Februar 2018 um 23:22 | 639069

Erkläre mir doch mal einen Zuschauerschwund, wenn regelmässig (ein Ende ist abzusehen) die Zahlungen für Übertragungsrechte steigen?

Es wird m.E. häufig Zuschauerschwund mit marginalen, kaum begründbaren Rückgängen von Stadionbesuchern argumentiert.

Dafür zahlen wesentlich mehr steigende Kosten für Sky und 3-4 zusätzliche Anbieter. Es gibt keinen Zuschauerschwund. Es gibt ihn kaum in den Stadien. Es gibt mehr, die bereit sind für Fussbahl im Fernsehen zu zahlen und mehr, die bereit sind mehr zu zahlen. Nur nicht unbedingt im Stadion. Das erhöht die Gewinne der Vereine und vielleicht sogar die Zuschauerzahlen. Ob 5’000 mehr oder weniger im Schnitt ins Stadion gehen, macht vielleicht 2-4 Mio aus. Peanuts gegenüber dem, was man über Fernsehgelder machen kann.

Man drückt vielleicht ein paar aus den Stadien raus, aber die schauen immer noch zu. Und im ernst, es werden nicht wirklich bedeutsam weniger in den Stadien. Es gibt eine Umverteilung bei den Zuschauern aber sicher nicht weniger, sonst könnten die Fernsehgelder nicht steigen.

Ich war gerade in London, die Stadien sind nicht leer. In den USA bekommst du kaum Karten für was auch immer, trotz guter Medienbegleitung im Fernsehen.

Was manchen stört ist, das man im Winter nicht auf Schnee spielt und alles nicht mehr so romantisch ist.


Dennis
14. Februar 2018 um 23:50  |  639073

@ Uwe Bremer…
Dann scheine ich deinem Artikel falsch zu deuten . Ich dachte darin geht es um die Frage, warum
Weniger Zuschauer ins Stadion gehen. Mit dem Schwerpunkt hertha und abschließend auch um den Rest der Liga.
Zum Teil habe ich auch eine Meinung zu deiner (tatsächlich) gestellten Frage:
– warum hat Augsburg Probleme das Stadion voll zu bekommen?
– warum Leverkusen?
– warum Leipzig?
– warum Hannover?
– warum Wolfsburg?
– … und schon steht Hertha nicht alleine da

Bei Leipzig ist einfach die erste große Euphorie weg… gerade zum Ende der Rückrunde wo man angefangen hat zu schwächeln – setzte auch der „Zuschauerschwund“ ein.
Hannover: der Fan boykot. Kenne persönlich welche aus der Szene die aktuell nur noch zu den Amateuren Bzw den Jugendmannschaften gehen.
Wolfsburg: weil sie sportlich immer mehr abrutschen… dazu der VW Skandal. Ich denke da werden mir sicherlich viele wiedersprechen wollen. Aber ich denke das das auch mit rein spielt…. und gerade in Wolfsburg ist „zum Fußball gehen“ für viele ein Event. Und wenn man jetzt im 2. Jahr schon in folge keine tollen großen Superstars kauft – wird es für viele von denen langweilig.
Hertha habe ich ja schon ausgiebig erläutert….

Zum Schluss 2 allgemeine Punkte die auf alle Bundesliga Vereine zutrifft.
1. auch hier spreche ich aus Erfahrung. Nach dem Terroranschlag in Paris, hat sich unsere Gruppe, die jedem Heimspiel dabei war um 2 reduziert und nach dem Abschlag in Berlin nochmal um 3. wir waren jahrelang ein harter Kern von 20 Männern und Frauen, die eigentlich immer dabei sind Bzw. Waren. Jetzt sind wir noch 11-12.
und das 2. ist die Jahreszeit. Das „vorgezogene“ spiel hätte ich ja schon erwähnt. Und dazu kommt dann eben noch der Gegner. Wenn man Bayern im Februar zu Hause hat und Mainz im mai. Kommen zusammengerechnet mehr Zuschauer als umgekehrt.
Klar spielen außerdem Faktoren wie anstosszeiten wie Sonntag 13:30 Uhr oder jetzt ja auch noch montagsspiele.
Ein weiterer Punkt ist das diese Saison Bayern so stark ist und vor allem so früh schon ,mehr ode weniger, die Meisterschaft entschieden hat. Und zu guter letzt – wie ja auch schon bereits erwähnt wurde. Diese nervigen ständigen Skandale “ wer von wem stimmen gekauft hat“ und natürlich diese enormem Unsummen die gezahlt werden , welche sich der geistigen Vorstellungskraft einfach entziehen.
Ein letzten Punkt habe ich noch. Wahrscheinlich einen kleinen und eher unwichtigen Punkt. Ich habe einen Freund der sich der Bundesliga völlig abgewandt hat. Er war mal BVB Fan und ist jetzt zum Liverpool Fan mutiert. Früher ist er fast noch zu jedem Heimspiel nach Dortmund gefahren. Jetzt spart er sich das Geld und flieht 4-5 mal pro Saison nach Liverpool


Dennis
14. Februar 2018 um 23:55  |  639074

Jetzt habe ich doch tatsächlich den Schlusssatz nicht geschrieben:
Es gibt inzwischen Leute die die primier League in England spannender finden als die Bundesliga.


Dennis
14. Februar 2018 um 23:59  |  639075

Was vielleicht mal spannend währe, ein Vergleich zu den anderen Sportarten in Berlin oder Deutschland. Eishockey, Handball, Volleyball…. wie sind denn da die Zuschauer Entwicklungen. Vielleicht das ja neue Aufschlüsse zu, Bzw entkräftet einige Ansätze


hurdiegerdie
15. Februar 2018 um 0:05  |  639076

Dennis
14. Februar 2018 um 23:55 | 639074

Und das, obwohl die Ticketpreise da so hoch sind und die ganzen wahren Englischen Fans zu Bundesligaspielen kommen? 😉


Tojan
15. Februar 2018 um 0:47  |  639077

@hurdi
mir geht es die ganze zeit nur um die stadionzuschauer. es geht hier nicht um irgendwelche blasen, die sich langsam in richtung sättigung bewegen.

Es geht mir darum, dass offenkundig die anzahl der stadionzuschauer in den wintermonaten leidet, was für mich besonders relevant ist, da ich fußball fast nur noch ausschließlich im stadion konsumiere. wenn dieses erlebniss jetzt also immer weiter abgewertet wird, war es das für mich bald mit dem zuschauen bei profifußball aka wer schmeißt geld am besten zum fenster raus.


Etebaer
15. Februar 2018 um 8:15  |  639079

Hab ne Weile nicht mitgelesen, aber die nach wie vor bestehenden und über lange Jahre verfestigten Ressentiments, gegenüber Hertha, der fehlende Glaube an nachhaltigem Erfolg, sind nach wie vor nicht überwunden und erleichtern nicht unentschiedene Zuschauer ins Stadion zu locken, Fremdfans zu konvertieren, zumal die allgemeine Atmosphäre doch eh überall eher Richtung zunehmendem Verzicht geht.

Und wenn da irgendeine Agentur Hertha weismacht, sie könnten gegen den Strömung dicke Bretter schneller Bohren als andere sind die entweder sehr gut, oder nehmen nur den Mund viel zu voll.

Wegen Esswein, Leckie und Rekik kommen nun auch nicht grade mehr Zuschauer.
Lazaro, Weiser und Selke könnten es mal erreichen, falls sie lange genug bleiben und Hertha was Besonderes erreicht, in der Zeit.

Aber dann muß man auch immer auf die Trends schauen und die allgemeine Lage, das Sentiment potenzieller Stadion-Zuschauer, ob nationaler Fußball dann überhaupt noch eine Rolle spielt, wenn man das Dicke Brett endlich durchbohrt hat, oder ein 35.000 Zuschauer Stadion völlig ausreicht.

Weil die EU-Superliga alles in seinen Bann zieht und den Deutschen Klubs dann nur noch die Rolle als moralisierende Staffage der Glorie Englisch-Mediteraner Klubs bleibt.

Und wenn der Watzke allen Ernstes Barcelona und Madrid mit deutschen 50+1 Klubs gleichsetzt, dann zweifel ich an seiner geistigen Gesundheit und bei solchen Entscheidungsträgern auch an der Zukunft der Bundesliga!


Blauer Montag
15. Februar 2018 um 9:09  |  639080

– warum hat Augsburg Probleme das Stadion voll zu bekommen?
– warum Leverkusen?
– warum Leipzig?
– warum Hannover?
– warum Wolfsburg?

Das können nur die dortigen Zuschauer beantworten.

Hat denn hier in den vergangenen Tagen jemand die Frage beantwortet, warum er/sie nicht mehr, oder nicht mehr so häufig, zu Hertha ins Stadion geht?
Oder rätseln wir nur über die Entscheidungen der Abwesenden?


heiligenseer
15. Februar 2018 um 9:23  |  639081

@BM:

Leg‘ die Excel Tabellen doch einmal für einen Moment zur Seite, um die Beiträge der letzten Tagen zu lesen. Auch du wirst dann ein paar Beiträge finden, in denen die Mitglieder des Blogs darlegen, warum sie die heimische Couch oder Kneipenbesuche dem Stadionerlebenis vorziehen.


Opa
15. Februar 2018 um 9:57  |  639082

Einfache Fragen, nicht ganz so einfache Antworten?
Die Antworten auf die Fragen…

warum der Zuschauerschnitt bei Hertha in diesem Jahr drastisch sinken wird … und in Wolfsburg … und in Leverkusen … und in Augsburg … und in Mainz

…ist m.E. nicht so ganz profan, sondern ein Konglomerat aus einem Teil allgemeinen Gründen (Langeweile der Liga, Übersättigung), aber z.T. regional unterschiedlich wirkenden Kräften (Stadionkomfort, Anfahrtwege, Kaufkraft/Zahlungsbereitschaft oder – jaja – rasenmähende Präsidenten 🙄 ) und einem Teil sehr individueller Gründe, aus denen sich langjährige Stadiongänger zurückziehen (z.B. Terrorgefahr oder dass man keine Taschen mit einer wärmenden Decke mehr mitnehmen darf). Das alles zusammengemixt ergibt dann bei einem Verantwortlichen der DFL die Aussage…

Die Fundamentaldaten sprechen eine eindeutige Sprache. Fakt ist: Es gibt so viele Bundesliga-Interessierte wie noch nie, die Zuschauerzahlen sind weiter auf extrem hohen Niveau

…die ein bißchen an die letzten Zuckungen des Politbüros erinnert, was auch nicht verstehen wollte, dass sich etwas verändert hatte und somit eher den Ursachen des Problems zuzuordnen ist, welches lt. DFL ja gar nicht da ist. Bizarr, oder, zumal es einige Vereine gibt, die zumindest kommunizieren lassen, dass sie verstanden haben, dass es so nicht weiter geht.

Und bei Hertha derweil? Plant man ein Stadion, was über dem derzeitigen Zuschauerschnitt liegt. Auf der grünen Wiese. Zumindest eventuell. Als man merkt, dass das nicht auf Gegenliebe, sondern auf Widerstand stößt, gibt man zwar ein Versprechen ab, dass man nicht ohne ein in der Satzung gar nicht vorgesehenen Entscheid agieren würde, aber ansonsten erweckt man nicht den Eindruck, dass man wahrgenommen hätte, dass sich da gerade etwas verändert. Das ist auch nicht nur der übliche Widerstand gegen Veränderung, sondern Folge einer zunehmenden Abgehobenheit.

Das Ende des Wachstums könnte aber auch bedeuten, dass die Vereine für Investoren uninteressant werden. Niemand bei klarem Verstand greift schließlich in ein fallendes Messer. Naja, von Herrn Kühne oder Herrn Ismaik mal abgesehen.

Am Ende bekommen die Vereine das, was sie püber Jahre gefordert haben: Marktwirtschaft. Das bedeutet bei sinkender Nachfrage eben die Notwendigkeit, auf Angebotsseite etwas zu verändern. Ein Zurück zu den Wurzeln könnte da hilfreich sein, zumindest für die Vereine außerhalb der Operettenliga CL.


Uwe Bremer
Uwe Bremer
15. Februar 2018 um 10:32  |  639084

@Dialog

zwischen Fans und der Vereinsführung:
Der FC Southampton hat ein Panel ins Leben gerufen, um Kontinuität, Konstanz und

Ein Beispiel für Hertha (oder überhaupt Bundesliga-Klubs?

Southampton Football Club has announced the creation of Saints Voice – a new supporters’ panel designed to encourage and maintain a positive dialogue between the club and its fans.

The group of up to 12 supporters will meet with key staff at the club three-to-four times each year, to discuss a wide range of off-pitch subjects.

It is hoped this will allow the club to deepen its understanding of issues affecting fans, as well as being able to explain the thinking and processes behind important decisions that have been, or are being, made.

Additionally, it is intended that the panel will provide a forum for supporters to share and discuss new ideas of their own for how to improve any aspect of their experience.

The club would like to assemble as diverse a panel as possible, to ensure the broadest representation of its fanbase, and is encouraging applications from anyone who would like to be involved.

All those who are chosen will be encouraged to liaise regularly with their fellow fans, to ensure their best interests are served at the meetings.

With this in mind, each person on the panel will have their photograph and contact details displayed on a dedicated page on the club’s website, to encourage supporters to engage with them.

Managing Director Toby Steele said: “Our supporters are the lifeblood of the club, and we hope Saints Voice will provide them with a valuable route through which to raise issues and discuss ideas, while also allowing us to keep them informed on key matters.“

Quelle: http://fcbusiness.co.uk/news/southampton-launch-fans-panel-saints-voice/


Kamikater
15. Februar 2018 um 10:36  |  639085

@ub
Wird in der Bundesliga bei einigen Clubs bereits seit Jahren praktiziert.

Allerdings würden sich diese an dem Dialog Beteiligten Ultras nie der Öffentlichkeit stellen wollen.


Jack Bauer
15. Februar 2018 um 10:40  |  639086

Den Dialog, ziemlich genau so beschrieben wie im Artikel, gab es auch bei Hertha jahrelang, fast schon jahrzehntelang. Auch wenn er aktuell auf Eis liegt.


Blauer Montag
15. Februar 2018 um 10:41  |  639087

Danke Opa um 9:57
Das von dir gut beschriebene Konglomerat

… aus einem Teil allgemeinen Gründen (Langeweile der Liga, Übersättigung), aber z.T. regional unterschiedlich wirkenden Kräften (Stadionkomfort, Anfahrtwege, Kaufkraft/Zahlungsbereitschaft oder – jaja – rasenmähende Präsidenten 🙄 ) und einem Teil sehr individueller Gründe, aus denen sich langjährige Stadiongänger zurückziehen (z.B. Terrorgefahr oder dass man keine Taschen mit einer wärmenden Decke mehr mitnehmen darf).

ist meines Erachtens geeignet für die Hypothesenbildung einer Befragung zur Zufriedenheit der Zuschauer beim Fußball. Die Schwierigkeit besteht darin, die Abwesenden zu befragen.


Uwe Bremer
Uwe Bremer
15. Februar 2018 um 10:45  |  639088

@kami

Schon klar. Das gibt es ja bei Hertha (und den meisten Bundesligisten) auf informellen Ebenen seit Jahren. Bis hin zu Anweisungen der Ultras, der Mannschaftsbus möge doch nachts auf der Heimfahrt auf dem Parkplatz X anhalten (Nürnberg). Dort würden noch ein paar Leute mit Trainer und Spielern reden wollen.

In England gehen sie das etwas institutioneller an: Wie oft es stattfindet. Wer vom Verein zu erscheinen hat. Interessant ist natürlich: Wer vertritt die Interessen der Fans? Die möchten in Deutschland wie in England mit ihren Anliegen wahr genommen werden. Hier ist aber oft nicht klar, wer das eigentlich ist.

Zumal auch die Diskussionen seit Jahren hier im Blog zeigen: Den Fan gibt es nicht. Frage acht Hertha-Fans – und du hörst neun Meinungen. Die Gruppe ist vielfältig.

Wie bekäme man die Vielfalt repräsentiert? Und was ist, wenn bestimmte Gruppierungen an diesem Dialog nicht teilnehmen?

@jack

Gibt es bei Hertha, sagen wir „in etwa“ repräsentative Treffen zwischen Fan-Vertretern und Vereinsführung? Vertreter jener 35.000er-Hertha-Fan-Fraktion? Oder gibt es Treffen zwischen einer vergleichsweise sehr kleinen Gruppe mit Klub-Vertretern?


Kamikater
15. Februar 2018 um 10:54  |  639089

@UB
ja, das ist natürlich der alles entscheidende Punkt. Es gibt zahlreiche Gruppierung die daran teilnehmen würden, aber sobald man andere zulässt dann eben nicht mehr kommen. Die Arroganz einiger ganz Weniger.

Man will unter sich sein und das Gefühl haben, den Club zu steuern. Ein offener Dialog, wie oben in dem von Dir gebrachten Beispiel, ist das naturgemäß nicht.

Man kann denen in Southampton nur die Daumen drücken, dass es fruchtet.


Jack Bauer
15. Februar 2018 um 11:01  |  639090

@Uwe Bremer:

Es gibt die OFC Treffen (in meinen Augen meist relativ substanzlos) und die Treffen, an denen „aktive Fans“, also Vertreter der Ultras und bspw. des FKO (der gleichzeitig als Sammelbecken dient für alle, die an einem aktiven Vereinsleben und Dialog interessiert sind. Dass nicht alle Gefallen am FKO finden liegt in der Natur der Sache).
Es steht ja auch jeder anderen Gruppierung frei in den Dialog mit Hertha zu treten. Ich glaube nur abseits der „aktiven Fanszene“ gibt es da nicht allzu viele, die Interesse haben regelmäßig ihre Freizeit zu opfern (oder Freizeit zu schaffen) um in relativ langwierige und oftmals wenig zielführende Gespräche einzutreten. Wie viele der 35.000 Leute haben Interesse an einem aktiven Vereinsleben? Ich glaube für 95% dieser Leute findet Hertha am Spieltag statt und sonst nicht. Und wenn Hertha in der Europa League spielt reduziert sich diese Zahl ja auch auf 15.000. Wenn Hertha auswärts spielt auf 1-2.000. Das ist auch völlig okay, nur glaube ich eben nicht, dass hier die Interessen einer schweigenden Minderheit übergangen werden. Auch der Blog hier stellt sicher kein repräsentatives Bild der Fans dar. Ebenso wenig wie es hertha-inside oder die 335.000 Twitter Follower tun.

Anders gesagt:
Ich halte es für relativ absurd zu behaupten, dass diese kleine Gruppe an Fans schuld daran sei, dass die Interessen der „schweigenden Mehrheit“ bei Hertha nicht wahrgenommen werden. Wie schon gesagt: Ausser im Internet habe ich abseits der aktiven Fanszene bisher wenig mitbekommen von Dialogbereitschaft.


Jack Bauer
15. Februar 2018 um 11:06  |  639091

@Kamikater:

Wo sind denn diese zahlreichen Gruppierungen?


Kamikater
15. Februar 2018 um 11:07  |  639092

@jack
Wovon sprichst Du?


Jack Bauer
15. Februar 2018 um 11:10  |  639093

@Kamikater:

Du schreibst: „Es gibt zahlreiche Gruppierung die daran teilnehmen würden[…]“
Ich frage ganz ernsthaft, weil es mich wirklich interessiert, von welchen Gruppierungen du sprichst.


Kamikater
15. Februar 2018 um 11:13  |  639094

Bei verschiedenen Fan-Dialogen verschiedener Clubs gibt es immer wieder unterschiedliche Interessen, innerhalb der Fanszene. Daher ist nicht bei allen Vereinen ein gemeinschaftlicher Dialog möglich. Siehe 1.FC Köln.


Jack Bauer
15. Februar 2018 um 11:18  |  639095

@Kamikater:
Das hat ja auch niemand angezweifelt.
Aber was hat das mit deiner ursprünglichen Behauptung zutun? Du hast gesagt, dass diverse Gruppierungen „Gewehr bei Fuß stehen“ um endlich mit Hertha in den Dialog zu treten. Nur die Eitelkeit der aktiven Fanszene würde das verhindern.


pathe
15. Februar 2018 um 11:20  |  639096

Kicker schreibt übrigens in der Print-Ausgabe, dass der neue Vertrag von Pekarik bis 2020 läuft. Bei TM steht es genauso. Gehen wir also mal davon aus, dass das so stimmt… 🙂

Die Laufzeit finde ich in Anbetracht seines „fortgeschrittenen“ Alters für angemessen. Er ist bei Ablauf des Vertrages knapp 34. Eine ähnliche Konstellation wie bei Kalou und Ibisevic, die beide bei Ablauf ihrer Verträge knapp 35 Jahre alt sein werden.


Kamikater
15. Februar 2018 um 11:27  |  639097

@jack
Du hast das auf Hertha bezogen, nicht ich. Deswegen das Beispiel aus Köln. Es gibt aber auch hier Menschen, die sich aufgrund von Einschüchterungen der Ultraszene nicht mehr im Dialog blicken lassen, wenn Du das meinst. Wie im Blog.


Wendenschlosser
15. Februar 2018 um 11:29  |  639098

Dennis
14. Februar 2018 um 23:59 Uhr

Jetzt keine andere Sportart und sicher nur eine Momentaufnahme aber Fußball in Berlin. In letzter Zeit sind tausende Fans in einen Verein ( Stand jetzt fast 20000 Mitglieder) unter anderem deswegen eingetreten, um sich das Vorrecht auf einen Dauerkartenkauf zu sichern und die Spiele an der Alten Försterei sehen zu können. Die Heimspiele sind auch trotz der letzten Niederlagen im Heimbereich fast immer ausverkauft. Der Verein reagiert um vielen die Möglichkeit ins Stadion zu gehen auf die neue Situation und erweitert die Kapazität des Stadions mit eigenen Mitteln und ligaunabhängig auf fast 37000 Zuschauer.
Es werden jedenfalls nicht überall und aus welchen Gründen auch immer weniger Stadionbesucher.


playberlin
15. Februar 2018 um 11:37  |  639100

Apropos Rechtsverteidiger:

Ein ehemaliger Konkurrent von Peter Pekarik, Yanni Regäsel, scheint ja seit langem bei der Eintracht ziemlich abgemeldet zu sein. Letzte Saison setzte ihn eine Hüft-Op lange außer Gefecht, aber seit dem Sommer habe ich immer mal wieder am Rande vernommen, dass er sogar vom Training freigestellt sei. Hat da jemand nähere Infos? Transfermarkt führt ihn unter Sonderurlaub bis Ende Juni 2018. Finde das alles irgendwie mysteriös… interessiert mich einfach, was da los ist.


Exil-Schorfheider
15. Februar 2018 um 11:45  |  639101

Wendenschlosser
15. Februar 2018 um 11:29 | 639098

Wenn mich mein Schnellcheck eben nicht getäuscht hat, war die Försterei bei bisher 12 Heimspielen in dieser Saison ganze drei Spiele ausverkauft.
Da von „fast immer“ zu schreiben, hat schon was sehr spezielles…


Kamikater
15. Februar 2018 um 11:57  |  639102

@wendenschlosser
97% Auslastung sind gut, stimmt.

Bin gespannt wie das bei unserem neuen Stadion mal wird mit dem Run auf die DK.


Jack Bauer
15. Februar 2018 um 12:03  |  639103

@Kamikater:

Okay. Ich hatte nicht auf dem Schirm, dass du derartige Kenntnisse von anderen Vereinen hast, dass du weißt, welche Gruppierungen da nur darauf warten, in den Dialog zu treten.


Kamikater
15. Februar 2018 um 12:04  |  639104

@jack
Das hab ich mir gedacht.


15. Februar 2018 um 12:10  |  639105

Wendenschlosser
15. Februar 2018 um 11:29 | 639098

Ebenso muss ich über „erweitert die Kapazität des Stadions mit eigenen Mitteln“ schmunzeln.

Wird es wieder einen Subotnik geben oder meint das die Finanzierung des Ausbaus?
Letztere ist mit klassischer Hypothekenfinanzierung vorgesehen, nicht mit „eigenen Mitteln“.


Uwe Bremer
Uwe Bremer
15. Februar 2018 um 12:14  |  639107

@jack

Ich halte es für relativ absurd zu behaupten, dass diese kleine Gruppe an Fans schuld daran sei, dass die Interessen der „schweigenden Mehrheit“ bei Hertha nicht wahrgenommen werden

Wer hat das behauptet?

Andrerseits rechnest Du vor, dass es am Ende doch eine vergleichsweise kleine oder sehr kleine Gruppe von Fans ist, die sich im Austausch mit der Vereinsführung befindet.

Dann gibt es, wie immer bei diesem Thema, merkwürdige Unschärfen in der Argumentation.

– Du sagst, der Blog Immerhertha spiegelt kein repräsentatives Bild der Fans.
– Das Forum hertha-inside auch nicht.
-Die 335.000 Twitter-Follower von Hertha auch nicht.

Mal abgesehen davon, dass dieser Blog nie beansprucht hat, alle und alles zu repräsentieren: Wo findest Du ein repräsentative Bild der Hertha-Fans ?

Schmunzeln muss ich beim Stichwort „Dialogbereitschaft“ und der Formulierung:

Es gibt die OFC Treffen … und die Treffen, an denen „aktive Fans“, also Vertreter der Ultras und bspw. des FKO (der gleichzeitig als Sammelbecken dient für alle, die an einem aktiven Vereinsleben und Dialog interessiert sind.

Meint Dialogbereitschaft jenes Verhalten, wie es vor der Hertha-Mitgliederversammlung im Mai 2017 von denen praktiziert wurde, die „an einem aktiven Vereinsleben und Dialog interessiert sind“: Wo Leute, die teilnehmen wollen wie Präsidiumsmitglied Thorsten Manske aus dem Raum komplimentiert werden? Oder die Vorabansage an Leute wie Axel Kruse oder Ingmar Pering, sie sollten nicht auf die Idee kommen, bei diesem Treffen aufzukreuzen?


Wendenschlosser
15. Februar 2018 um 12:16  |  639108

@Exil-Schorfheider

Ich habe mit weiser Voraussicht geschrieben, dass es im Heimbereich fast immer ausverkauft ist. Das ist etwas anderes.


Better Energy
15. Februar 2018 um 12:20  |  639109

Mainz

Es war schon interessant hier zu lesen, wie die Erkenntnisse über Anfahrten zum Stadion in Mainz gewachsen sind. Der Eine maß die Luftlinie per Google Earth, der Andere nahm Maps zu Hilfe. Aber keiner kennt die Arena offensichtlich, weil er nie da war.

Eigentlich ist die Arena in Mainz die Inkarnation der gebauten Intoleranz, genau der gleichen Intoleranz wie sie in Augsburg, Wolfsburg, Leverkusen, München und andere Arenen vorzufinden ist. Und das ganz nach Albert Schweitzer: „Erst bauten die Menschen Häuser, dann die Häuser Menschen.“ Früher waren Stadien auch Begegnungsstätten der unterschiedlichen Anhängerschaften. Man kam ins Gespräch, tauschte sich aus, trank ab und zu sogar ein Bier zusammen, wünschte „gutes Spiel“ und ging in seinen Block. Heute sind die Auswärtigen Aussätzige, wie man es auch in Mainz erleben kann.

Eigentlich wollten sie in Mainz, – wie es bis in die 80iger opportun war -, ein autogerechtes Stadion bauen. Dafür planierten sie einen Acker, vergaßen dabei anfangs, daß es auch in Mainz ab und zu regnet; es wurde dann matschig. Für diese Parkplatzbenutzung haben die Besucher extra zu bezahlen – bis zu 10 Euro bei den deutschen Stadien für einen Pkw.

Und so stellten sie 1,5 km von der nächsten Tramhaltestelle entfernt ihre rote Arena hin. Dies ist auch zugleich der Wegweiser für Zuschauer, wohin sie laufen müssen, kamen sie mit der ÖPNV.

Von der Straße aus, an der die Tram hält (Tramhalte vor Stadion gibt es nur 1 Stunde von Spielbeginn, ebenso danach), schaut diese Arena aus wie der Ulugu. Und wie beim Ulugu ist der Zugang nur für Eingeborene.

Erblicken die Ordner einen Auswärtigen, wird er sofort in die Gäste-Quarantäne separiert, ein Bereich mit einem 2,5 Meter hohem Zaun mit Übersteigschutz. Auch fremdartige Busse werden dort untergebracht, könnten sie doch die Maul- und Klauenseuche haben. Nachdem man dann durch die Sperren ist, – die im Übrigen jeder JVA als Absperrung zur Ehre gereichen würden -, durchquert man einen Tunnel, um nicht mit den Eingeborenen in Kontakt zu geraten. Erst dann kommt man in Gästeblock. Ich verstehe es ja: Wie kann man auch aussätzige Großstädter mit der Dorfbevölkerung in Kontakt kommen lassen!

Der DFB hat mit seiner Stadienrichtlinien diese Intoleranz zu verantworten. Heute meint er, daß Dialog der bessere Weg sei, hat aber nicht verstanden, daß der DFB selber mit seinem Wahn die Dialoge behindert.

In Augsburg ist das gleiche Parkplatzproblem. Das Stadion ist zu einer JVA ausgebaut. Wo bleibt der Wohlfühlfaktor? Und Gäste bekommen dort sowieso nur Wasser mit Farbstoff, müssen darüber hinaus nich mit einer stadioneigenen Paycard bezahlen (ja genau der, die pleite ging).
Kleine Episode vom letzten Spiel in Augsburg: Wie so oft ssammelten sich die Blau-Weißen in der Bahnhofsgaststätte 1612. Damit war der Laden mehr als gut gefüllt. Natürlich bekamen es auch die Augsburger Szene mit. Und so stellten sich auf die dortige Empore und trällerten eines ihrer Lieder. Natürlich bekamen sie per Lied sofort Contra und so entwickelte sich ein nettes Gesangsbattle. Dies rief wiederum die UCK auf den Plan mit der Begründung, daß 60 db(A) überschritten seien. Das ist gelebte Augsburger Fankultur: Still sein, Schnauze halten. Im Übrigen gibt es in Augsburg kaum noch Sky-Kneipen.

Leverkusen, Leipzig, Wolfsburg und Hoppelheim muss sich halt mehr um ihre Kunden kümmern. Aber das ist das Problem der Vereinsalleineigentümer.

Für die anderen Vereine gilt seit ewig immer noch: In den Farben getrennt, in der Sache vereint.


Kamikater
15. Februar 2018 um 12:21  |  639110

Bitte niemanden durch Fakten verwirren


Wendenschlosser
15. Februar 2018 um 12:21  |  639111

@Exil-Schorfheider

Bei dem Einwand mit den eigenen Mitteln hast du Recht, es sind normale Darlehen.


dewm
15. Februar 2018 um 12:22  |  639112

@KAMI um 11:57 Uhr:

“Bin gespannt wie das bei unserem neuen Stadion mal wird mit dem Run auf die DK.”

Wenn Du schon so weit vorn in der Schlange stehst, könntest DU bitte, bitte (!) für meine Leute und mich, 5 Karten mit bringen? Nicht, dass wir hier hinten keine mehr abbekommen.

DANKE DIR schon mal sehr sehr herzlich.


Kamikater
15. Februar 2018 um 12:29  |  639113

@BE
Ja, die mit Diskutanten zu Mainz kannten das Stadion bestenfalls über Google. Das ist wirklich ein schlechter Scherz.

Ebenso schlecht ist allerdings auch der Auswärtsblock in Mainz. Das sehe ich genauso. Das ist nicht nur fanunfreundlich, sondern schlicht menschenfeindlich konstruiert worden.

Dennoch ist das Stadion nicht weit vom Zentrum entfernt und die Zufahrtswege sind – und das war ja der Ausgangspunkt der weitgehend polemischen Diskussion, nicht der wahre Grund für eine zurückgegangene Zuschauerschar.

In Deutschland kann Jeder seine Bedenken beim Bau in einer Stadt anmelden und klagen, bis nichts mehr geht. Und was dann passiert sieht man in Paderborn.

Es gibt aber auch gelungene Beispiele, wie zum Beispiel jetzt in Freiburg. Und die von dir genannten sehe ich nicht alle als gescheitert an, nur weil sie vielleicht deiner erhofften Seele des Fußballs nicht entsprechen.

Wie muss denn ein Fußballstadion beschaffen sein, dass es dem entsprechend kann?

Es ist eben nicht so leicht in einem Stadtzentrum ein solches Projekt anzulegen. Das geht geräuschloser eben nur in Großbritannien.

@dewm
Wenn Du mir dieses mal das Geld vorschiesst, vielleicht.


Better Energy
15. Februar 2018 um 12:30  |  639114

@Kami

Ingolstadt ist doch der Zweitverein der VW AG. Was wundert es da, daß die gegen die 50+1 sind?


Kamikater
15. Februar 2018 um 12:33  |  639115

@BE
Ja, weiß ich. Sehe ich genauso.


Better Energy
15. Februar 2018 um 12:37  |  639116

Keiner Tippfehler: Es muss Uluru heißen.


Jack Bauer
15. Februar 2018 um 12:41  |  639117

@Uwe Bremer:

@Kamikater hat das behauptet. Einen Beleg blieb er dann schuldig.

Ich war beim damaligen Treffen nicht anwesend. Ich weiß nicht aus welchen Gründen besagten Personen der Zutritt verwehrt wurde. Von außen betrachtet finde ich das nicht gut, weil es nicht meinen Verständnis von Dialog entspricht. Dennoch frage ich mich wie du das Southampton Beispiel auf Hertha anwenden möchtest? Auch da werden aktive Fans sitzen, die vermutlich beim Großteil der Spiele anwesend sind und an Stimmung und fanpolitischen Dingen (Eintrittspreise, Stehplatze etc.) interessiert sind. Ich halte es für normal, dass diejenigen, die für die Stimmung und Choreographien „verantwortlich“ sind, die viele soziale Aktionen machen die nicht immer die entsprechende Aufmerksamkeit finden, die bei allen Spielen anwesend sind, dann auch diejenigen sind die vor dem Verein für ihre Interessen einstehen. Für nicht normal halte ich es, wenn Leute von diesem Dialog kategorisch ausgeschlossen werden.


Jack Bauer
15. Februar 2018 um 12:46  |  639118

@Kamikater:
Ich habe dir gestern ausführlich erklärt wie sich meine Ansichten zum Mainzer Stadion zusammen setzen. Währenddessen warst du noch damit beschäftigt uns über das Verhältnis von Greenkeeper und Präsidenten aufzuklären. Verbunden mit deiner Unfähigkeit auf Argumente anderer einzugehen, deren Aussagen gar zu ignorieren oder als Lüge anzusehen („die kennen die Stadien nur durch Google Maps“) – da kommt dann eben auch ein bisschen Polemik auf.


SORGENKIND
15. Februar 2018 um 12:49  |  639119

Peka:

Wir haben unlängst bei einem Spiel über den Jungen debatiert
und die hier beschriebenen Eigenschaften des Jungen ebenso beurteilt.
Kein Künstler am Ball aber grundsolide. Der Begriff Mr.Zuverlässig fiel wohl dabei auch. Ich vermute wie Frl. Sahneschnitte ein 2 Jahres Kontrakt + Option auf ein Weiteres.

Stadion:

Wohltuend empfinde ich die mittlerweile diskutierte Erkenntnis, das es kein Berliner Problem ist.
Viele Theorien hier im Diskussions Verlauf erscheinen mir plausibel.
Jedes Stadion hat seine eigenen Probleme, die natürlich auch unmittelbar mit dem sportlichen Erfolg oder auch nicht zu tun haben.
Andere grosse Städte wie Berlin stehen in Konkurrenz zu anderen regionalen Sportereignissen. Bei Hertha würde ich sagen, das wir geboren aus unserer Historie kein Honigtopf für Eventfans darstellen. Wir werden wohl genauso lange daran feilen müssen, als seriöser Sportplayer wahrgenommen zu werden, wie man an der Demontage des Rufes gearbeitet hat.
Wer mich kennt, weis das ich ein unverbesserlicher Traditionalist bin. Ich habe meine dezidierte Meinung zum Thema 50+1 und Kommerz im Allgemeinen. Hier liegt für mich persöhnlich einer der Hauptgründe. Die Masslosigkeit, mit der dieser Sport ja geradezu vergewaltigt wird ist atemberaubend. Allgegenwärtig, die Kenntnis über unappetitliches Verhalten bei FIFA, UEFA, DFB usw.

Nationscup, Superleague, WM mit 64 Mannschaften, mehr Tore durch Aufheben des Abseits, Playoffs in der Bundesliga. Ein Strauss an hirnverbrannten Ideen treibt langsam bunte Blüten. Ich habe mal als Kind eine unfassbare Menge an Schokolade verdrückt. Das ist mir so auf den Magen geschlagen, das ich seit dem keine mehr esse. Beim Fussball steuern wir langsam in eine für mich schokoladige Richtung.
Wettbewerbsverzerrung durch unfassbare Mengen an Geld, die den handelnden Personen einen Kurzschluss der letzten beiden Hirnwendungen beschert haben, sowie den Umherstehenden nur noch ein Kopfschütteln herbeizaubert. Ich habe Personen aus dem Dunstkreis Dortmund-London im Kopf. Der gelangweilte Renditesuchende hat den Fussball unlängst für sein Portfolio entdeckt. Die Gewinnmage scheint unendlich. Der Wirt hat aber ein unwägbare und nicht käufliche Komponente des Ganzen vergessen. Der gemeine Fan, der mit seinen Ansichten aber auch gar nichts am Hut hat. Was ist das Produkt Fussball vor leeren Stadien wert?

Wir leben in der Age of Delivery. Alles wird geliefert und der moderne, Kunde benötigt zum Ausleben seiner Fussballaffinität weder Stadion, Bratwurst noch S Bahnticket.
Zuletzt fällt Sky, DAZN und Eurosport Player auf das die Stadien nicht mehr voll sind. Ihre Kunden sitzen witziger Weise vor der Glotze und regen sich jetzt übers leere Oly auf!
Wir müssen uns entscheiden. Wollen wir Fussball oder Show. Wem das egal ist, begrüsse ich einer Welt von Red Bull gegen Volkswagen. In der Halbzeitpause performt Helene den Abgesang!
Im Moment habe ich das Gefühl, meine Zukunft als Fussballfan endet in den Untiefen der Berliner Amateur Fussball Ligen.


Jack Bauer
15. Februar 2018 um 12:52  |  639120

@PK:
Torunarigha und Selke sind fit.
Erwartet werden 30.000 Zuschauer.


Kamikater
15. Februar 2018 um 12:58  |  639121

@jack
Ich habe die Diakussion anders erlebt. Nur weil ich auf Argumente nicht eingehe, die jemand verzerrt oder in meinen Augen Irrelevant sind, kann man polemisches Bashing Außen vor lassen.

Ich jedenfalls bin einigermaßen erstaunt über die Frechheiten einiger User hier, zumal wir uns persönlich kennen. Da zieht man dann seine Konsequenzen. So einfach ist das.


Opa
15. Februar 2018 um 13:00  |  639122

Die Krux mit Eigen- und Fremdmitteln?
„Privat finanziert“ ist ja auch so ein Wortungetüm, was reichlich Interpretationsspielraum lässt. Der (mittlerweile in den Ruhestand getretene) Kabarettist Marin Buchholz hat das mal so beschrieben:

Diese seltsame Privatheit ist abgeleitet von dem lateinischen privatio – und das heißt ursprünglich nichts anderes als Raub, Beraubung, Diebstahl. Wann immer Sie also künftig vor einem Schild stehen mit der Aufschrift: „Privat! Durchgang verboten““ – dann wissen Sie: Da wohnt ein Räuber. Oder ein Privatmann, wie man heute sagt.

Das alles verdanken wir jenem Mann, der auf dieser Erde als erster Räuber einsaß – auf gutem Grund, somit aus gutem Grund. Eine göttliche Idee, die dem Herrn Gott so gut gefiel, dass ER sie in SEINER Schöpfung als SEIN geistiges Privateigentum deklarierte. So schuf ER den Garten Eden als einen patriarchalischen Besitz, der ER im Zaun hielt. In der griechischen Übersetzung der Bibel wurde daraus das Paradies, ein aus dem Persischen geliehenes Wort, das auf „pardez“ zurückgeht, das Umzäunte. Auch im Deutschen ist der Garten (indogermanisch: gher – umzäunen, einhegen) ein sprachlicher Wink mit dem Zaunpfahl: Achtung, privates Eigentum!

Ich wünsche allen Räubern Förstern viel Spaß beim sich einzäunen „privaten Eigenmitteleinsatz“. Und nicht wieder die Bürgschaft fälschen, ja? 😛

Sich auf die schweigende Mehrheit berufen?
Ich finde das schon in der Politik ein schlechtes Stilmittel, weshalb es beim Fußball nicht besser wird. Andererseits findet das Thema Interessenvertretung von Fußballfans ja schon auf unterschiedlichsten Ebenen und mit durchaus hohem Organisationsgrad statt. Es gibt diverse Organisationen wie BAFF oder Kampagnen. Bei Hertha findet der Dialog auf mehreren Ebenen statt und da spielen entgegen dem Eindruck, der hier entstanden sein könnte, nicht nur die Ultras eine Rolle. Und wie das beim Dialog (und der dafür erforderlichen Kommunikation) manchmal eben ist, ist das auch nicht immer konfliktfrei oder geräuschlos. Und da „die Fans“ eben sehr heterogene Interessen haben, ist auch dieser Dialog heterogen. Während es Ultras um Themen wie Stadion- oder Materialverbote geht, geht es für „Normalos“ eher um solche Themen wie „warum darf ich keine Thermoskanne für den Tee für den Sohn mit ins Stadion nehmen“? Auch diese Fans haben Interessenvertretungen in Form der OFCs. Was Mehrheitsmeinung ist, lässt sich aber schwerlich quantifizieren. Und manchmal muss man auch interpretieren. Das „Ja zu Berlin“ hat zwar nicht die erforderliche 3/4 Mehrheit zur Änderung der Satzung geschafft, dennoch stimmten rund zwei Drittel der Mitglieder für diesen Antrag. War die schweigende Mehrheit in dem Fall die, die sich auf ein Stadion in Ludwigsfelde freuen? Langer Rede kurzer Sinn: Mit dem Hinweis auf eine schweigende Mehrheit kommt man der Lösung keinen µ näher. Das wiederum kann man natürlich als Quantensprung verkaufen 😉

Wenn man polemische Diskussionen…
…unterbinden will, helfen dann sachliche Argumente wie der Hinweis, dass die Zuschauer vom rasenmähenlassenden Präsidenten genervt sind? Oder ist es besser, wider besseren Wissens die Lüge zu verbreiten, sein Gegenüber würde das Mainzer Stadion nur von google Maps kennen? Ist es einer sachlichen Diskussion förderlich, Argumente anderer als „irrelevant“ zu entwerten? Ich frage für einen Freund, den Du persönlich kennst.

Zukunftsvisionen?
Ja, @SORGENKIND, so fürchte ich auch zu enden. Wobei, wäre das wirklich so schlimm? Freier Eintritt, Begrüßung mit Handschlag aller Zuschauer, Spieler, Schiedsrichter und Funktionäre, echtes Bier aus echtem Glas, keine Einlasskontrollen und Fußball mit fast allen Sinnen, man sieht das Spiel aus Trainerperspektive, riecht Gras, Blut und Schweiß, der angepöbelte Linienrichter pöbelt zurück… Zu Auswärtsspielen kann man mit dem Fahrrad oder AB Ticket. Es ist nicht so schlimm, wie Du es Dir ausmalst. Das einzige, was dabei fehlt, ist der Austausch über „immeramateurfussball“, aber das kann ja noch kommen. Wollen wir den Blog starten? 😉


Jack Bauer
15. Februar 2018 um 13:02  |  639123

@Kamikater:

Dass ich sowohl in der neuen Arena, als auch am Bruchweg war, scheint aber nicht so ganz irrelevant, wenn du jetzt behauptest dass „unsere“ Argumente ja eh lächerlich sind, weil wir das Stadion nur von Google Maps kennen.


Wendenschlosser
15. Februar 2018 um 13:21  |  639124

@Opa

Vielen Dank für die Wünsche und ich wünsche euch natürlich auch viel Spaß bei der Standortsuche und der Finanzierung.


Kamikater
15. Februar 2018 um 13:22  |  639125

@opa
Du glaubst nicht was hier los wäre, wenn das unser Präsident gewesen wäre. Aber es ist mir wurscht, ob Du das für relevant hälst oder nicht, weil Du Dich ebensowenig an meinen Argumenten orientierst, sondern meinst, mich hier fast täglich lächerlich machen zu wollen.

Dafür, dass wir uns schon lange kennen, ein starkes Stück.

@jack
@BE hat das so zusammengefasst, was @opa mit google maps schrieb. Ist doch prima, dass Du die Arena genauso kennst, wie ich.


Opa
15. Februar 2018 um 13:34  |  639126

Verzeihung, mir war nicht bewusst, dass ich mich an Deinen Argumenten zu orientieren hab. Mein Fehler! 🙄


Kamikater
15. Februar 2018 um 13:37  |  639127

@opa


15. Februar 2018 um 13:42  |  639128

Jack Bauer
15. Februar 2018 um 12:46 | 639118

Grandios zusammengefasst.


SORGENKIND
15. Februar 2018 um 13:57  |  639130

https://twitter.com/zdfsport/status/963842787870261248
Das passt gerade irgendwie in meine kleine Gefühlswelt!

@opa

Wir werden uns wohl mindestens mal auf ne Bratwurst und Bier verständigen. Für einen Blog bin ich nicht eloquent genug. Aber vorher darüber zu senieren, wer beim Spiel Tasmania Berlin gg Blau Weiß 90 gewinnt und es nicht vorher zu wissen wird erholsam sein!
Und denkt dran, jeder hat ne Meinung und das ist auch gut so. Also seid nett zueinander. Denn wir sind alle gleich bekloppt genug um Hertha zur Herzensangelegenheit gemacht zu haben!


ahoi!
15. Februar 2018 um 14:01  |  639131

@BE um 12:20: richtig schönen text haste da vafasst, du ulugu du 🙂
hat spaß gemacht zu lesen!


Uwe Bremer
Uwe Bremer
15. Februar 2018 um 14:31  |  639132

@Neymar

FootballLeaks und die Fans – spannende Aussagen von Spiegel-Autor Rafael Buschmann im ZDF, 5:59 Minuten, die sich lohnen – hier

… auch @sorgenkind hat schon drauf hingewiesen (13.57 Uhr)


Jack Bauer
15. Februar 2018 um 14:38  |  639133

@Dauerkarten-Tattoo:

Der Gewinner der Aktion wird ja bekanntermaßen morgen das erste mal mit dem Tattoo ins Stadion gehen.
Was ich sehr gut finde: Alle (ich glaube 847) Bewerber bekommen zwei Karten für das Spiel gegen Freiburg.


15. Februar 2018 um 14:58  |  639134

Nochmal zum neuen TV-Vertrag in England:

„180 Live-Partien pro Jahr sind in England wegen des Schutzes der Amateure am Samstagmittag geschützt. Diese Spiele sind live nur im Ausland zu sehen. Für diese Rechte kassiert die Premier League aktuell 1,2 Milliarden Euro und damit eine Milliarde mehr als die Bundesliga.“

http://www.bild.de/sport/fussball/premierleague/neuer-tv-vertrag-auf-kosten-der-fans-54811660.bild.html


Paddy
15. Februar 2018 um 15:10  |  639135

@ Exil-Schorfheider
15. Februar 2018 um 14:58 | 639134

…dies können die Engländer bzw. englischen Klubs bzw. die Liga doch nicht wirklich Ernst meinen :-O

…soviel zum Thema, wenn die Globalisierung überhand nimmt 🙁


Uwe Bremer
Uwe Bremer
15. Februar 2018 um 15:10  |  639136

@jack

12:46 Uhr

Dennoch frage ich mich wie du das Southampton Beispiel auf Hertha anwenden möchtest?

Ich habe (nicht zum ersten Mal) einen Vorschlag aus England hier eingestellt, versehen mit der Frage, ob das ein Beispiel sein könne für Hertha oder die Liga?

Sinn der Fragestellung: Eine Diskussion anregen. Die, wie die Resonanz zeigt, durchaus zustande gekommen ist.

Eines der Resultat ist: Würde man in Deutschland so ein Treffen Fans/Klubverantwortliche institutionalisieren, stellten sich Fragen:

– wer sind die Fans?

– wie würde man eine repräsentative Fan-Gruppe von 12 Leuten (so im Vorschlag in Southampton) bilden?

– Warum sollen da nur Fans zusammensitzen mit Klubverantwortlichen? Oder besser Fans und Mitglieder mit den Klubchefs? Oder gehört der meiste Einfluss in einem Verein nicht überhaupt den Mitgliedern?

Beschäftigt man sich mit solchen Themen, stellt sich heraus: Da gäbe es einiges zu diskutieren.

Du bist im übrigen noch eine Antwort schuldig: Wo siehst Du, wo findet man ein repräsentives Fan-Bild in Sachen Hertha?

Dass die mikrokleine Gruppe von Hertha-Fans, die Du nun mehrfach argumentativ beschrieben hast, alles möglich ist, nur nicht repräsentativ für alle Hertha-Fans – da können wir uns drauf einigen, oder?

Woraus sich schon wieder die nächst Frage ergibt: Wer ist denn glaubwürdig in der Lage für die Hertha-Fans zu sprechen?


Better Energy
15. Februar 2018 um 15:29  |  639137

@ub

Es gab doch schon einmal ein eindeutiges Signal von 12, nämlich in 12:12.

Wir haben Vereine mit Mitgliedern, die der Souverän sind. Warum will das keiner wahrhaben? Traust den MV nicht zu, ihren Willen eindeutig zum Ausdruck zu bringen? Dies setzt natürlich voraus, daß es keinen Hr. Kind gibt, der die Beschlüsse des Souveräns mißachtet.

Im Übrigen brüstet sich doch der DFB gerade doch auch mit den Mitgliedern.

Ausserdem haben wir keine englischen Verhältnisse und daher ist das nicht übertragbar


Paddy
15. Februar 2018 um 15:34  |  639138

@UB ich werde da mal dem Jack vorgreifen, in den Kurven stehen nicht bloß hirnverbrannte Typen, sondern auch studierte Anwälte usw. die auch in der Lage sind sich zu artikulieren, es ist ein Querschnitt der Gesellschaft, der in der Kurve steht, daher finde ich generell diese Pauschalisierungen: die bösen „blöden“ Herthafans relativ weit hergeholt (von den allgemeinen Medien)… Familienväter, Opis, Lehrer o.Ä. stehen auch dort, daher ist es nicht wirklich so einfach „Sprecher einer Kurve“ in den Vordergrund zu schieben, die da eigentlich nicht hinwollen… dies sollte wenn dann gemeinschaftlich erörtert werden, da nämlich sonst auch „vielleicht falsche Interessen“ in den Vordergrund geschoben werden würden…
genau dies ist aber ein großgesellschaftliches Problem und da sind auch die Bundeswahlen immer wieder ein ganz netter Spiegel der Gesellschaft…

Ich persönlich erachte die Findung einer solchen Person bzw. Gruppierung als ein schwierieges Unterfangen, es werden niemals alle Interessen vertreten werden können…
zum Beispiel schon alleine beim Thema Stadionneubau kommen sehr viele Standpunkte zum Tragen, wo sich dann einige nicht ans Mikro trauen, da Sie die Antworten bzw. Reaktionen des Groß der Fans kennen und keine Angriffsfläche bieten möchte, daher werden wir auch dort immer wieder die „Gleichen (wie drücke ich mich am besten aus) Langweiler“ stehen haben die schon seit Jahren das Gleiche runterbeten…
…und vor allem wird man es niemals schaffen alle Ideen und Visionen zu realisieren, da uns auch hier NOCH das liebe Geld fehlt

@BE Danke, wollte ich auch noch einbringen, da kamst mir allerdings zuvor *Daumen hoch*


Jack Bauer
15. Februar 2018 um 15:35  |  639139

@Uwe:

Niemand ist logischerweise in der Lage für alle Herthafans zu reden.
Es gibt Interessenvertreter der aktiven Fanszene (das sind natürlich auch, aber nicht nur, Ultras). Die vertreten auch die Interessen der Ostkurvengänger. Dass damit natürlich nie 7.200 (mit Oberring über 10.000) Leute einverstanden sind, ist logisch. Schaue ich mir die Mitmachquote an, egal ob bei Spenden, Support oder Choreographien, scheint die Akzeptanz aber nicht so schlecht zu sein, wie es hier oder in anderen Foren manchmal den Eindruck macht.
Dann gibt es die OFCs, die regelmäßige Treffen und meines Wissens auch Ansprechpartner im Verein haben. Wenn es darüber hinaus Fangruppen oder Einzelpersonen gibt, die in den Dialog mit Hertha treten möchten, muss von ihnen halt Initiative ausgehen.
Wer sagt eigentlich, dass sich die Gruppe der 12 Personen in Southampton anders zusammen setzen und damit repräsentativer sind, als das hier der Fall ist?

Die Frage warum dort „nur Fans“ mit Vereinsvertretern zusammen sitzen sollen verstehe ich nicht so ganz. Ich gehe davon aus, dass der Großteil, wenn nicht sogar alle, die an den Diskussionen teilnehmen, Vereinsmitglieder sind.


Paddy
15. Februar 2018 um 15:49  |  639140

oh 😀 -1 e im Wort schwierieges Unterfangen… entfernen… da waren die Finger schneller, wie das Hirn^^


pathe
15. Februar 2018 um 15:52  |  639141

Einen Kommentar bei Twitter zu dem Interview mit Buschmann finde ich interessant:

„… – jedoch Neymars Berater können nur deshalb nahezu jede Summe aufrufen – weil er einfach einer von den 3 besten Fussballern der Welt ist. Und die anderen beiden werden die Verein nie mehr wechseln. Somit ist er eine Art Monopolist auf dem Fussballmarkt.“

Da ist was Wahres dran.


Spree1892
15. Februar 2018 um 16:00  |  639142

Bei Hertha hat jeder die Möglichkeit sich „aktiv“ in der „aktiven Fanszene“ zu engagieren und seine Standpunkte zu verdeutlichen. Da hilft schon mal eine Anmeldung beim FKO, die auch größtenteils die Choreos bezahlen. Choreos, die dann deutschlandweit in den sozialen Netzwerken die Runde machen. Choreos die sogar von „bösen“ Ultras meistens ausgedacht werden. Und noch was: Jeder der eine Idee zur Choreo hat, kann diese sogar an die verantwortlichen Personen weitertragen.

Bei Hertha ist zwar aktuell ein Disput zwischen Ultras und Geschäftsführung, aber ich hoffe mal das es bald möglichst geklärt wird. Beide Seiten haben Schuld, das ist bei einem „Streit“ auch so. Nie hat jemand alleine Schuld!

Zum Dialog:
Es gibt OFC Treffen, Treffen zwischen Vereins- und Fanvertreter. Das es oft Ultravertreter und FKO-Vertreter sind, ist normal, denn Ultras haben oft den besten Einfluss in der Kurve. Der FKO als „Dachverband“ gehört genauso dazu. Das einige Herthaner das anders sehen, ist bekannt.

Ich kann dennoch unzählige Beispiele nennen, in dem die Ultras ein guten Einfluss haben und oft Situationen beruhigt haben. Mir fällt oft das Stichwort: Rassismus. (deutschlandweit bezogen)

Fazit:
Seid froh, das Hertha Ultras hat, denn ich habe bisher mit den Jungs nur gute Erfahrungen gemacht. Sehr sympathisch und hilfsbereit! Das sind echt schlaue und kreative Köpfe. Ich genieße die Zeit, in dem es noch Ultras gibt. Ich glaube kaum, das es in 20 Jahren noch welche aktiv im Stadion gibt. Ich hoffe, ich irre mich.


Kamikater
15. Februar 2018 um 16:30  |  639143

@Hertha-Mainz
http://www.weltfussball.de/news/_n3080351_/mainz-coach-schwarz-vor-endspiel-in-berlin/

Schiri: Martin Petersen
(„pfoff“ 2012 das 2-2 in Duisburg und 2017 das 1-1 in Augsburg)

@Spree
Ebenso unbestritten wie Deine Zeilen ist die Tatsache, dass Ultras bei uns und auch anderswo andersdenkende Fans manchmal nicht akzeptieren und diesen gegenüber Drohungen aussprechen und sie einschüchtern wollen.


Jack Bauer
15. Februar 2018 um 17:05  |  639144

Better Energy
15. Februar 2018 um 17:09  |  639145

Kurzfassung

Es gab nichts zu vermelden. Termin wurde auf die MV vertagt


Uwe Bremer
Uwe Bremer
15. Februar 2018 um 17:27  |  639146

@Erklärung

von Geisel und Gegenbauer im Original:

Gemeinsame Erklärung von Hertha BSC und der Senatsverwaltung für Inneres und Sport zum Thema Neubau eines Fußballstadions oder Umbau des Olympiastadions.

Berlin – Am Dienstag (13.02.18) gab es in der Senatsverwaltung für Inneres und Sport ein Treffen von Sportsenator Andreas Geisel und Staatssekretär Christian Gaebler mit dem Präsidenten von Hertha BSC, Werner Gegenbauer, und dem Geschäftsführer Ingo Schiller. Das Gespräch fand in vertrauensvoller und konstruktiver Atmosphäre statt. Hierbei wurden zwei Varianten diskutiert, die Hertha BSC und die Senatsverwaltung für Inneres und Sport in den vergangenen Monaten erarbeitet haben: „Neubau eines Stadions auf dem Olympiagelände“ und „Umbau des Olympiastadions“.
Auf Wunsch von Hertha BSC werden die beiden vorliegenden, bereits sehr konkreten Varianten noch einmal vertieft auf Umsetzung, Kosten sowie auf die wirtschaftlichen und sportlichen Auswirkungen geprüft. Beide Seiten haben das Ziel, eine gute und darstellbare Lösung sowohl für das Land Berlin also auch für Hertha BSC zu finden.
Zeitlich soll diese Prüfung bis zum 30.04.2018 abgeschlossen sein. Bis dahin haben beide Seiten Vertraulichkeit verabredet.

Was gibt es dazu zu sagen?

1) Gibt es erstmals ein Datum, zu dem die Kosten sowie die Modalitäten auf dem Tisch liegen sollen, den 30. April.

2) Nach dem eher konfrontativen Ton, der zwischen Politik und Hertha in der Stadion-Frage über Monate geherrscht hat, hat man sich geeinigt, gemeinsam nach einer Lösung zu suchen, die die Interessen beider Seiten gerecht wird. Das ist eine Änderung in der Tonalität, die sicher nicht zum Nachteil von Hertha ist.

3) Interessant ist, was nicht in der Erklärung steht: So findet der Vorschlag, den Innensenator Geisel vor einigen Wochen vorgebracht, keine Erwähnung mehr: Dass in Sachen Olympiastadion und Hertha als Anker-Mieter „alles bleibt, wie es ist.“ Diese Option ist also vom Tisch.


Opa
15. Februar 2018 um 17:27  |  639147

Neuigkeiten zum Stadion?
Da fällt mir ein Zitat von Ottmar Issing (ehem. Chefvolkswirt der EZB) ein:

Wir schauen nicht untätig zu
wir beobachten die Entwicklung!

Jetzt ein Quantensprung…


Tojan
15. Februar 2018 um 17:46  |  639148

#Stadion
Im Westend nichts neues…


Better Energy
15. Februar 2018 um 19:49  |  639159

—->>>> Drüben geht’s weiter – – – – – >>>>


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