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(ub) – Ein internes Trainingsspiel stand bei Hertha BSC am Nachmittag auf dem Programm. Rund 60 Kibitze sahen ein 3:3 (2:1) zwischen den Hertha-Profis und einer Nachwuchsmannschaft. Im zweiten Durchgang gab es diverse Wechsel, teilweise quer durch die Teams.

Trainingsspiel @herthabsc #schenckendorffplatz #hahohe #Länderspielpause

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Team Dunkelblau (4-4-2): Klinsmann (46. Smarsch) – Weiser, Stark, Rekik, Kade (46. Kraft) – Lustenberger (46. Storm/55. Tezel) , Skjelbred – Esswein, Kalou (46. Ibisevic) – Selke, Schieber.

Team Gestreift (1. Halbzeit 4-4-2, 2. HZ 4-3-3): Brüggemann (46. Zwick) – Tezel (46. Fuchs), Ernesto, Morack (46. Kraeft), Akyol – Haubitz (46. Egerer), Kauter (46. Krebs) – Kurt (46. Kiprit), Maurice Covic (46. Klehr) – Pronichev (46. Blumberg), Cakmak.

Tore: 0:1 Cakmak (28.), 1:1 Schieber (32.), 2:1 Selke (39.), 2:2 Kraeft (51.), 3:2 Ibisevic (53.), Kiprit (58.).

Tadel für Brüggemeier

Was ist zu sagen? Für den einen war mehr, für andere weniger Feuer im Spiel. Präsent war Trainer Pal Dardai, der U23-Torwart Brüggemeier drohte:

Dardai: Wie kommst Du dazu zu sagen: Was denn – weiterspielen. Wenn Du das nochmal machst, gehst Du in die Kabine. Wenn Lusti [gemeint war Fabian Lustenberger] sich vor Schmerzen am Boden krümmt, rufst Du sowas nicht rein. Du bist ein niemand. Ich verlange Respekt.

Brüggemeier [kleinlaut]: Ja, verstanden.

Der Trainer wollte nach der Partie kein Faß aufmachen, „das ist ein internes Spiel.“

  Dardai: Die beiden betroffenen Spieler [meint Cakmak und Lustenberger] regeln das selbst, da brauche ich nicht irgendwelche Sprüche von hinten. Leon ist ein Nobody. Da geht es nicht, solche Sprüche zu machen. Das ist eine Respekt-Sache. Wenn jeder junge Spieler anfängt, solche Sprüche zu machen, kriegen wir intern kein gutes Trainingsspiel auf diesem Niveau hin.

Maximilian Storm im Pech

Nach der Pause kam Maximilian Storm (18) nur zu einem Kurzeinsatz. Trainer Dardai hatte ihn nominiert als Belohung für eine Topleistung am Wochenende, als Herthas A-Jugend Bundesliga-Spitzenreiter HSV mit 5:1 bezwang, Storm erzielte dabei eine Treffen. Doch der Youngster knickte nach wenigen Minuten um.

Dardai: „Ich wollte den Spieler belohnen und nicht die U19 schwächen. Es ist eine Sprunggelenksgeschichte. Zum Glück war Dr. Schleicher da. Ich hoffe, dass er nicht lange ausfallen wird.

Schieber und Selke on fire

Lob gab es für Julian Schieber, der ein Tor erzielte und eines (für Ibisevic) vorbereitete:

Dardai: Es war ein gutes Spiel. Man hat gesehen, dass ein Julian Schieber richtig gut drauf ist. Das spricht für ihn. Es war ein Trainingsspiel, aber es hatte ein gutes Tempo.

Auch Selke haute sich ordentlich rein, ebenso Per Skjelbred. Mitchell Weiser dosierte seine Intensität. Mal sprang er, sicher aus Versehen, unter einem Kopfball durch (wie das so ist, wenn man nur fünf Zentimeter hoch springt). Dann legte er ein Solo gegen drei Verteidiger hin als wolle er sagen: Ihr müsst noch einiges lernen.

Kurt unauffällig

Über seine Aufstellung bei den Profis links in der Vierer-Abwehrkette, sagte der Trainer:

Dardai: Ich wollte Sinan [Kurt] etwas Gutes tun, damit er sich zeigen kann [als rechter Außenbahnspieler bei der U23]. Aber Julius Kade hat seine Sache sehr gut gemacht. Und Thomas löst das immer mit Leidenschaft und Einsatwillen

Im ersten Durchgang fiel U-23-Torjäger Pronichev mit einem Pfostenschuss auf. In der zweiten Hälfte stürmte Muhammed Kiprit, Torjäger der U19. Prompt erzielte Kirprit mit einem energischen Einsatz den 3:3-Endstand.

Obwohl zu lesen ist, dass „halb Europa“ den Herthaner jagt, hat Trainer Dardai eine differenzierte Meinung zu Kiprit.

„Muhammeds Torgefahr ist ein Hammer“

Dardai: Seine Qualität ist es, Tore zu machen. Das hat er gemacht. Seine Torgefahr im Strafraum ist ein Hammer.  Sein Problem sind die Laufwege und was man sonst noch so machen muss. Er hat Stärken, aber er muss auch noch lernen. Und Muhammed muss eine Entscheidung treffen, was er macht: Bleibt er bei Hertha, geht er? Ich habe meine Meinung zu ihm schon vor Monaten gesagt. Das muss er jetzt selber entscheiden.

Training am Donnerstag, 10 Uhr, auf dem Schenckendorff-Platz. Am Nachmittag wird in der Kabine gearbeitet.

P.S. Manager Michael Preetz und Geschäftsstellenleiter Thomas E. Herrich sind, verstehe ich die Tweets richtig deute,  derzeit in der BayArea in San Francisco unterwegs – hier


147
Kommentare

hurdiegerdie
21. März 2018 um 18:13  |  644159

Gold


Better Energy
21. März 2018 um 18:16  |  644160

(HA!)

HO!


HerthaBarca
21. März 2018 um 18:19  |  644161

He!


Paddy
21. März 2018 um 18:22  |  644162

Hertha BSC!


dewm
21. März 2018 um 18:22  |  644163

Der Meister von der Spree!


Spree1892
21. März 2018 um 18:24  |  644165

sunny1703
21. März 2018 um 18:55  |  644167

OT Betreff Turm

Momentan sind immer noch viele verseucht. Wie @Bolly schon richtig andeutete, haben wir uns überlegt den eigentlichen Mittwochtermin auf Dienstags zu verlegen.

Ob das eine endgültige Maßnahme ist, wird dann ganz sicher noch kommuniziert.

Zusammengefasst, solange nichts anderes insbesondere von @apo verlautbart wird, findet der nächste Turmtreff am Dienstag den 03.04. statt.

Wie immer hier

http://www.leuchtturm-kneipe.de/

ab 18 Uhr 15!

HAHOHE

sunny


U.Kliemann
21. März 2018 um 19:00  |  644168

Meine Güte dachte die Seuchen wären
ausgerottet. Gut das ich heute rechtzeitig
@Bollys Post gelesen habe.


Blauer Montag
21. März 2018 um 19:19  |  644169

Ich wünsche Allen, die’s grad brauchen GUTE BESSERUNG!
Ich hoffe, wir sehen uns gesund und munter wieder – im Stadion und/oder am Dienstagabend nach Ostern! Um möglichst über den ersten Heimsieg der Hertha im Jahr 2018 zu reden.

Danke sunny1703
21. März 2018 um 18:55 | 644167


monitor
21. März 2018 um 19:41  |  644170

@U.Kliemann
„Meine Güte dachte die Seuchen wären ausgerottet.“

Das ist aber nicht nett gegenüber @HerthasSeuchenvojel! 😉


Derby
21. März 2018 um 19:42  |  644171

@Kiprit

Na wir brauchen ja keine 18 jährigem Stürmer der im Strafraum der Hammer ist. Wozu auch – wir schießen ja genug Tore dort.

Weg mit ihm, wir kommen ja auch so selten dahin. Dann lieber bei anderen Vereinen durchstarten lassen.

Warum muss Dardai das so in der Öffentlichkeit kommunizieren? Der ist 18 und kann noch viel lernen. Vielleicht sehe ich das zu negativ, aber bei so einer öffentlichen Ansage und der Spielweise der Senioren, hätte ich keinen Bock zu bleiben, vor allem wenn ich noch andere luckrative Angebote habe.


U.Kliemann
21. März 2018 um 19:50  |  644172

Ich mag Vögel und alles was sie so zwitschern.
Ich geb ihnen sogar Futter, insbesondere bei
dieser Jahreszeit. Nein der Vojel dürfte mich
verstehen.


21. März 2018 um 19:58  |  644173

@Derby
Genau das habe ich mir auch gedacht! Aber hatte Sorge ich würde mich damit zum
Dardai-raus-Jünger qualifizieren?


Derby
21. März 2018 um 20:01  |  644174

Ein bisschen anders, oder für mich, hört sich das im Kurier an:

https://www.berliner-kurier.de/sport/hertha-bsc/stuermertalent-kiprit-ist-er-reif-fuer-die-insel–29906288

Ich bin ein Dardai Raus Jünger und stehe dazu ?☝️


U.Kliemann
21. März 2018 um 20:11  |  644177

Hallo Hertha hat gerade beim HSV gewonnen.
Klar hat nichts P. D. zu tun.


Uwe Bremer
Uwe Bremer
21. März 2018 um 20:14  |  644178

@derby

um Dich ernst nehmen zu können, beantworte eben noch mal die Frage:
Welche Zumutung besteht für einen 18-Jährigen Berufsanfänger im Profigeschäft, wenn der Trainer sagt: Neben den Dingen, die der Junge kann, gibt es noch einiges zu Lernen für ihn?


U.Kliemann
21. März 2018 um 20:14  |  644179

Ach ja ist ja Pause.Länderspielpause.
Und wie so oft in letzter Zeit ,ohne
Hertha Niederlage.


Luschtii
21. März 2018 um 20:15  |  644180

@Derby
Der Beitrag um 19:42 Uhr ist doch Satire, nicht wahr?


Blauer Montag
21. März 2018 um 20:18  |  644181

Ich find’s prima, dass Dárdai im Moment die Qual der Wahl hat unter seinen Stürmern.

Kiprit 18 Jahre
Pronichev 20 Jahre
Selke 23 Jahre – Vertrag bis 2022
Schieber 29 Jahre
Kalou 32 Jahre – Vertrag bis 2020
Ibisevic 33 Jahre – Vertrag bis 2019

Hoffentlich ist mindestens einer der sechs Genannten zum Torerfolg in der Lage bei den letzten sieben Pflichtspielen – und er schießt die Hertha in die obere Tabellenhälfte bis zum Saisonende.


Derby
21. März 2018 um 20:27  |  644182

@UB
Nein das ist keine Satire. Und wer mich ernst nehmen will entscheidet jede selbst.

Aber anscheinend bin ich nicht der Einzig der so denkt. Sind halt immer die anderen die etwas meschuggene sind.

Wenn ein 18 Jähriger kurz davor ist eine wichtige Entscheid zu treffen, ich will ihm behalten und ihn dazu motivieren, dann streichel ich ihn in der Öffentlichkeit. Ich lobe ihn was für ein Potential er hat. Und sage dann auch, dass wir die vorhandenen Schwächen bestimmt zusammen beheben können. Vor allem wenn er ein große Talent zu sein scheint.

Der Satz da oben hört sich anders an. Wenn ich der Meinung bin, mache ich das als Trainer natürlich intern. Aber mir gefällt die Art und Weise nicht. MIR.

Ob ihr mich nun ernst nehmt oder nicht oder das Ganze als Satire abkanzelt, kratz mich nicht. Das da oben ist meine Meinung.


Kamikater
21. März 2018 um 20:29  |  644183

@derby
Und was hätte Dardai anders machen müssen, damit Du ein „Dardai-Jünger“ wärst?

#ichbinwederJüngernochnichtJünger


Jack Bauer
21. März 2018 um 20:30  |  644184

Ich hoffe der Manager muss nicht auch dem Trainer den Unterschied zwischen interner und externer Kommunikation erklären 😉


Spree1892
21. März 2018 um 20:32  |  644185

Die Frage stelle ich mich manchmal, wieso geben die Medien wie Berliner Kurier ein anderen O-Ton an als hier im Blog, kurios. Kiprit wird sicherlich nicht im Blog mitlesen, von daher.

In Kurier steht es indirekt so: Kiprit unterschreibe bitte und du bist ab Sommer Profi und trainierst immer bei uns mit.

Ich denke, er überlegt: Insel oder bei Hertha bleiben, glaube um diese Entscheidung geht es.

Interessant ist ja auch das im Kurier steht: Vertrag bis 2019, wahrscheinlich rechnen die Jungs mit der Option die der Verein bei jedem Talent ziehen kann, schon mit ein.


Derby
21. März 2018 um 20:41  |  644186

@kami

Das ist schon so oft diskutiert worden hier.

Ich bin da bei Ursula. Mehr will ich gar nicht schreiben, das wird zu lang.

Nur so viel. Ich fand ihn am Anfang sehr gut. Jetzt sehe ich keine Entwicklung bei der taktischen Flexibilität, trotz erheblicher besserer Spieler als in seiner Anfangszeit.


Susch
21. März 2018 um 20:42  |  644187

Maier mit Elfmeter zum Endstand von 3:0 gegen Schottland bei der U 19 Nationalmannschaft.


Herthas Seuchenvojel
21. März 2018 um 20:54  |  644188

alles gut ihr beidender Scherz war in der Namensauswahl inbegriffen 😉

das Gute ist, als Seuchenvojel ist man fast immun gegen alles, nix Husten, Schnupfen, Grippe , Fieber etc. den kompletten Winter, während der halben Firma längst beinahe die Lungenflügel rausfallen
also ich könnte, wenn ich denn mal Zeit hätte…


Blauer Montag
21. März 2018 um 21:17  |  644190

Schön von dir zu lesen Seuchenvojel 20:54
Bleib immun und bleib gesund. 😉


monitor
21. März 2018 um 21:28  |  644191

@HSv
Es bot sich an und ich wollte die Gelegenheit nicht vorüberziehen lassen.
Verstehe es als anerkennende Sympathiebekundung! 🙂


Kamikater
21. März 2018 um 21:41  |  644192

@derby
Wie Du sicherlich auch weißt, gehört zum Trainer Pal Dardai aber auch mehr als die einseitige taktische Beurkundung eines Bayernfans. Gottseidank.


monitor
21. März 2018 um 21:44  |  644193

@Derby
Ich kann Deine Haltung nicht ganz nachvollziehen.
Wir diskutieren hier seit ewigen Zeiten die Spielweise von Kalou. Zuwenig nach hinten, eigensinnig, Platte ist völlig auf sich gestellt und kann kaum nach vorn.
Kalou ist aber unser bester Torschütze.

Jetzt möchtest Du unbedingt einen Nachwuchsstürmer im Profiteam haben, der beim Nachwuchs scheinbar nach belieben trifft, traust Pal Dardai, der nicht nur mittlerweile einer unserer dienstältesten Trainer ist, sondern als Spieler auch viele Kollegen kommen und gehen hat sehen können und dem traust Du allen ernstes nicht zu, einen Nachwuchsspieler richtig einzuschätzen? Ein Trainer der gerade viel mehr sein Augenmerk auf die Jugend richtet, weil er diese Jugend bei Hertha selbst trainiert hat, was ihm immer sehr wichtig war?
Andererseits ist da ein achtzehnjähriger der sich selbst auf Grund seiner Nachwuchserfolge schon bei den Profis sieht.
Meinst Du nicht, daß könnte möglicherweise der nächste sich selbst überschätzende Jungprofi sein, der seine Kariere wegen Überheblichkeit gegen die Wand fährt? Es gibt selbst bei Hertha negative Beispiele genug.
Andererseits gibt es Arne Maier. Wer wirklich bei den Männern etwas kann, der bekommt seine Chance.
Ein Sinan Kurt sollte als abschreckendes Beispiel genügen!


Blauer Montag
21. März 2018 um 21:59  |  644194

Jepp monitor
Dárdai ist (nach meiner Rechnung) seit 1140 Tagen Cheftrainer der Hertha.
Falko Götz war zweimal Cheftrainer mit insgesamt 1156 Tagen.
Amtszeiten > 2000 Tagen erreichten Kronsbein und Röber.

http://herthawiki.de/wiki/Alle_Trainer_in_der_Geschichte_von_Hertha_BSC


monitor
21. März 2018 um 22:05  |  644195

@Blauer Montag
Entschuldige bitte, Pal Dardais Dienstzeit bei Hertha wurde doch vor kurzem ausreichend gewürdigt und überall beschrieben. Das ist nun wahrlich kein Geheimnis.
Die Tatsache das man ihm die Beurteilung von Spielern nicht zutrraut gibt mir Rätsel auf!


heiligenseer
21. März 2018 um 22:10  |  644196

Nach Seppels Charakterisierung von Unterschiedspielern, müsste derby einer von diesen sein. Vielleicht sollte er mal bei Dardai vorspielen.

LG Heiligenseer


monitor
21. März 2018 um 22:13  |  644197

@heiligenseer
🙂


Ursula
21. März 2018 um 22:31  |  644198

# User um 21:41 Uhr

Ich bin ein Freund guten, ansehnlichen
Fußballs! Ich sehe auch sehr, sehr gern
Real Madrid und Barcelona und goutiere
auch taktische Raffinessen ganz anderer
Vereine, ohne deren FAN zu sein…

…UND obschon ich Mitglied bei Hertha
bin, bin ich in der Tat kein Hertha-FAN!

Ich bin ausschließlich überzeugter Fußball-
FAN, gar anspruchsvoller Ästhet, das muss
doch auch in Ihre einfach gestrickte Logik
hinein zu interpretieren sein, ohne dass Sie
nun zum permanenten Wiederkäuer mutieren….


herthaber
21. März 2018 um 22:42  |  644199

Wer Dardai nicht mag, sollte nicht nur; Dardai
rauß rufen, sondern auch eine Alternative nennen,
sonst kann ich ihn nicht ernst nehmen.
Im übrigen bemüht sich Hertha schon seit Monaten
um Kiprit, doch der hat sich bis dato nicht ent-
scheiden können und das liegt nicht an Dardai.
Oder @ Derby warst du bei den Gesprächen
dabai ? !


HerthaBarca
21. März 2018 um 22:49  |  644200

@derby
Kann die Kritik vielleicht auch Taktik sein?

Motto:
Er ist zwar gut – aber so toll nun auch nicht! Lohnt sich nicht, dass ihr euch mit ihm beschäftigt!

Auf der anderen Seite ist es doch völlig klar, dass vor Kiprit noch ein lehrreicher Weg liegt – was ich übrigens für völlig normal halte! Der Schritt vom Jugend- zum Männerfußball ist schon nicht unerheblich!

Als Negativbeispiel im Hinblick auf gravierender Selbstüberschätzung, sei hier Mukki genannt.

Oder auch mit Rekik kann er sich über seine Odyssee unterhalten!

…im übrigen sehe ich durchaus eine positive Entwicklung in unserer Mannschaft – Dellen mit eingerechnet!

Aber Deine eigene Meinung zu kommunizieren und zu behalten ist völlig okay – nur teilen tue ich sie nicht!


Derby
21. März 2018 um 22:54  |  644201

@ Kami 21:41
Kann dir nicht folgen

@Monitor
Ich dir im ersten Absatz auch nicht. Muss an meinem IQ liegen- sorry. Ist ubter 69!

Ab dem nächsten. In einem gebe ich dir recht – PAL ist endlich jemand der den Nachwuchs fördert ab dieser Saison. Korrekt- finde ich gut.

Bei Kiprit- traue ich ihn auch zu das er daneben liegt. Ich glaube- reine Spekulatioon – das Kiprit sehr selbstbewusst ist und das bei Dardai nicht gut ankommt.

Irren können sich alle – gar keine Frage. Ich wollte kurt auch haben. Es war eine Wette auf die Zukunft die 500.000 Euro gekostet hat. Das war gut und ist schief gegangen- so what.

Gleiches wünsche ich mit auch bei Kiprit- ob der Spieler allerdings noch bleiben will, ist die andere Frage. Und bei solchen, öffentlichen Ansagen wie oben, bin ich gespannt. Bleibt ee nicht, gilt es dann zu klären wsrum nicht.

Aus dem Umfeld hiess es – wenn ich es richtig verstanden habe – das Dardai ihm nicht so vertraut wie den anderen Jugendspielern. Kann mich aber täuschen.

Aber das weiß der erst genommene Blog Daddy bestimmt besser ??


dewm
21. März 2018 um 22:56  |  644202

Leider, leider @HEILIGENSEER:

Es ist zu spät!

Das große (Unterschiedsspieler-) Talent Derby wurde von Dardai vergrault und Preetz hat, wie einst bei Gnabry, mal wieder versagt. Derby hat sich zu BW 90 gerettet. Dort bekommt er ausreichendes Vertrauen entgegengebracht und es wird mit taktischer Finesse ausnahmslos nach vorn gespielt. BW 90 steht auch viel, viel höher…

Derby wird seinen Weg gehen und wir werden spätestens, wenn er bei den Bayern unterschrieben hat und von Jogi Löw berufen wurde, mal wieder schweren Herzens feststellen: Wie konnten wir DEN nur gehen lassen…

SCHLÜMM!


Etebaer
21. März 2018 um 23:02  |  644204

Mit vielen Dank an Tobi Escher – der den Link in seinem Twitter brachte:
https://www.youtube.com/watch?time_continue=1&v=YSEavC01j9k
„WESER-Strand 2018, Folge 2 – Zu Gast: Reinhard Grindel“
FYI – BB


monitor
21. März 2018 um 23:04  |  644205

@Derby
In der Berichterstattung wird Dardai zitiert, daß Kiprit zu eigensinnig ist, so wie Kalou bspw. Nicht mannschaftsdienlich!
Kann sich der Topscorer leisten, nicht der Newcomer!
Jetzt verstanden?

Ich neige zur Faulheit, deshalb zu Texten die das vermeintlich bekannte voraussetzen.


Ursula
21. März 2018 um 23:22  |  644207

# Um 22:57 Uhr

Ich habe DORT während meines Studiums
an der Basis gearbeitet, übrigens auf der
Station 21, dies waren dort Menschen, die
für jede einfühlsame „Aufmerksamkeit“
dankbar waren…

…Sie hingegen gieren nach unangemessener
Aufmerksamkeit, ohne Beachtung zu verdienen…

…für SIE empfinde ich nur Abscheu und Ekel!!!

NUR ignorieren reicht nicht mehr….


apollinaris
21. März 2018 um 23:32  |  644209

@monitor. 22:57..das geht zu weit.-

@ursula..ich habe da auch mal ne kurze, aber heftige Zeit gearbeitet. Liegt jetzt ca 4 Jahrzehnte zurück. Coole Reaktion- bleib dabei


apollinaris
21. März 2018 um 23:37  |  644210

#Kiprit und #Dardaigate..ach, ich weiss nicht: da kann man unmöglich ne klare Meinung zu haben, weil niemand, außer Intimkennern und Kiprit selbst auf dem Stand der Kommunikation sind. Wie @barca sagt: kann Taktik sein, sogar abgesprochene..da ist so vieles möglich.. Ich kann das nicht bewerten; nur davon ausgehen, dass man da nicht unnötig unsensibel ist.- Wir werden es sehen und ggfs kritisieren, wenn evtl eine falsche Entscheidung getroffen wurde. Aber die Erfahrungen mit Knoll & co sollten doch vor vorschneller Kritik eigentlich schützen?


ahoi!
21. März 2018 um 23:38  |  644211

mir ist heute weniger dardais kommentar zu kiprit aufgestossen als vielmehr dieser (oben zitierte) satz: „Du bist ein niemand.“ was soll denn diese beschimpung? dass er den jungen mann (u23-keeper) zurechtweist und respekt gegenüber gestandenen profis einfordert, finde ich gut und richtig. aber diese beleidigung ist für mich unterste schublade und spricht nicht für den „pädagogen“, sagt aber viel über die „denke“, das menschenbild dardais….kein mensch ist ein „niemand“. meine meinung!


ahoi!
21. März 2018 um 23:41  |  644212

@apo: kurze frage zum vorfred. warum steht kamis link auf dem index?


Exil-Schorfheider
21. März 2018 um 23:43  |  644213

Oh, @Ursula hat die von @apo zitierten Spiegel benutzt und sich beschrieben:

„…Sie hingegen gieren nach unangemessener
Aufmerksamkeit, ohne Beachtung zu verdienen…“

…während @apo mal nicht über Fußball schreibt, aber gut… Ich leg mich wieder hin…


Freddie
21. März 2018 um 23:43  |  644214

@ahoi
Du willst es aber auch falsch verstehen.
„Du bist ein Niemand -im Profifußball „ , nicht anders war es gemeint und im Kontext so zu verstehen.
Er würdigt ihn doch nicht als Menschen herab


Exil-Schorfheider
21. März 2018 um 23:49  |  644216

@freddie

Nein, sollte es wirklich so gewesen sein?
Viel eher zeigt sich doch wieder, dass Dardai nicht mit jungen Kreativen kann…

Brüggemeier hat keine Zukunft im Verein… das ist klllaaaarrr!


apollinaris
21. März 2018 um 23:50  |  644217

@ahoi..glaub´s mir: ist wirklich nicht wichtig, hätte ich mir sparen können.

zum „bist ein Niemand“: ach, komm: du weisst doch, dass das nicht zu ernst genommen werden sollte: manchmal muss man die Jungs eben vom Roß herunterholen. Ist derb und Trainer-Sprech..aber nichts, was man nich sagen dürfte.
Vor 10-20 Jahren hätte die Öffentlichkeit dazu applaudiert. Vielleicht auch falsch, aber ich würde das gaaaanz tief hängen. Bißchen ruppig geht´s nun mal her. Was sollen Turner oder Eisläufer sagen..? 😉


ahoi!
21. März 2018 um 23:50  |  644218

@freddie: dann muss er es auch so sagen. alles andere ist (deine) interpretation.


pathe
22. März 2018 um 0:23  |  644220

@Kommentar um 22h57
Habe ich verpasst und wurde offenbar gelöscht. Was war da los?


sunny1703
22. März 2018 um 0:34  |  644221

@derby

Das was Du ansprichst, habe ich schon vor einiger Zeit in einer Diskussion mit @susch beschrieben als er Betreff kiprit ähnliche Fragen stellte wie Du. Der Spieler hat ohne Zweifel einen torriecher,nur ist er eher ein Schieber von der Figur und ein ibisevic oder ein selke von der Position. Als ich vor 2 Jahren von ihm las ,habe ich vermehrt auf ihn geachtet,soweit das möglich war.
Um es etwas überspitzt darzustellen,trifft er die Bude nicht, sieht man ihn nicht und das in einem Team das aufgrund seiner Stellung in der Liga fast ausschließlich offensiv ausgerichtet ist.

Um in der A Mannschaft,einem team das selbst auf einem besseren Niveau nie so offensiv spielen wird wie die u19 und u17,Einsätze zu bekommen, muss er sich in anderen Bereichen die selbst ein reiner Strafraumstürmer in der Bundesliga können muss,verbessern, zumindest war das mein Eindruck und so habe ich auch dardai verstanden. Lob und Ansporn an sich noch einiges zu tun.

Nebenbei ist sein “ Problem “ eher das für eine Position zu passen, die bei Hertha genügend besetzt ist. Für mich ist es vordringlich egal von wo spielende Stürmer marke kalou zu finden und das wird schwer genug.

Ob pronichev eine zumindest hauseigene alternative dazu wäre,kann ich mangels u23 Kenntnissen nicht beurteilen.

Und was kiprit ( aus sich noch )macht liegt an ihm selbst.

Lg sunny


Susch
22. März 2018 um 0:58  |  644222

Wenn Kiprit vom Spielertyp Schieber, Ibisevic und Selke ist, dann finde ich es mehr als verständlich nicht bei Hertha zu bleiben.
Wann soll er denn spielen?
Und beim System mit 2 Stürmer hätten wir doch gleiche Problem wie bei Selke und Ibisevic die sich als reine Strafraumstürmer eher selten ergänzen.
Jetzt noch ein reinen Strafraumstürmer dazuzuholen halte ich persönlich für weniger sinnvoll.
Zumal unser bisheriges Spiel viel zu selten die Strafraumstürmer in Szene setzen konnte.
Und wenn man Dardai von Schieber so schwärmen hört, kann man ja fast von einer Vertragsverlängerung Schiebers ausgehen.
Wäre dann ähnlich wie bei Torunarigha der auch nicht spielt wenn Rekik fit ist.
Ob Pronichev ein spielender Stürmer ist kann ich nicht beurteilen.
Aber meiner Meinung nach brauchen wir genau davon mindestens zwei um vorne flexibler zu werden.
Meine Meinung ist das Kiprit nicht bleibt wenn wir uns im Sturm nicht von Schieber oder Ibisevic (oder beide) trennen werden.
Nur so eine Vorahnung ?
Kalou ist ja auch noch da.
Das ist eher ein Kandidat für eine Taktik mit zwei Stürmer.
Und ich erwarte vom Trainerteam das sie mehr anbieten in der nächsten Saison als 4-2-3-1 oder 4-4-2 mit zwei Strafraumstürmer.
Das kann man durchaus im 4 Jahr erwarten ohne zu große Ansprüche zu haben.
Zudem hoffe ich nicht das sie in Maier alleine die Lösung für eine spielerische Verbesserung sehen, sondern vielmehr das sie Maier jemanden an die Seite stellen der mit Maier zusammen die nächste Stufe zündet.


22. März 2018 um 1:01  |  644223

@pathe..die admin hat eine schwere Beleidígung gegenüber @ursula gelöscht.


22. März 2018 um 1:29  |  644224

@susch..viel Übereinstimmung. Schöner Diskussionsansatz


sunny1703
22. März 2018 um 1:46  |  644225

@susch

Mein Gefühl sagt mir, dass in den nächsten spielen es auch darum geht, wer bleibt, wer kann gehen und auch vedad und Schieber sich vermutlich diesem „Urteil “ stellen müssen.@ubremer wird sicher dazu bald näheres verlautbaren können, ich schätze noch vor der WM.

Ich bin freudig gespannt auf die kaderplanung für die neue Saison von der wir vielleicht schon im April erste Neuigkeiten mitbekommen.

Was diese ganzen Taktiken angeht, so ist mein Eindruck seit 50 Jahren werden mir irgendwelche am ende doch etwas die defensive sichernde Formationen mit schönen Worten als ja eigentlich auch offensiv gedacht verkauft. So ähnlich halte ich es auch mit dreier bzw Fünfer kette,aber das mal nur nebenbei.

Wenn Hertha in der neuen Saison sich als Mannschaft der mittleren Regionen ansieht, bin ich zufrieden, sollten sie zusätzlich zur bisherigen ordentlichen defensivtaktik noch eine halbwegs vernünftige offensivleistung, insbesondere gegen tiefstehende gegner anbieten. Anderthalb bis zwei Taktiken ordentlich gespielt erscheinen mir erfolgreicher als fünf oder sieben unvollendete.

Ob das am Ende sich eine dreier,vierer oder achter kette schimpft ist mir mumpe,hauptsache die punkte bzw die platzierung stimmt.

Bis dahin spielen wir jedoch erstmal die restlichen Partien und schauen bzw.diskutieren was daraus noch für Schlüsse gezogen werden können.

HAHOHE HERTHA BSC

sunny


Better Energy
22. März 2018 um 5:39  |  644226

Für Einige reichen ja die 125 Jahre, die Hertha besteht.

Aber keiner beantwortet die Frage, warum Hertha B.S.C. nicht weiter bestehen soll. Einige mögliche Antworten liegen sicher in dem Geschäftsgebaren der ROI-Runner:

https://www.11freunde.de/artikel/verkaufe-nicht-deinen-verein

Schon witzig, daß gerade Uwe Bremer Glazer so lobt…


Better Energy
22. März 2018 um 5:42  |  644227

„Nicht nur Martin Kind kann die 50+1-Regel so leiden wie Pierre-Emerick Aubameyang das Vormittagstraining. Immer mehr Journalisten versteigen sich zu der Feststellung, dass mit dem Ende der Regel endlich all die heimischen Investoren ihren Klub nach oben bringen könnten. Gewissenhafte Kaufleute, die schon ewig für ihren Verein schwärmen und neue Spannung in der Liga herstellen. Wie das genau abläuft, lässt sich sehr schön in Großbritannien ablesen. “

Quelle:
https://www.11freunde.de/artikel/was-passiert-wenn-501-faellt


Opa
22. März 2018 um 8:14  |  644229

Ich bin ein Niemand
Das ist ja großartig, was einem hier des Nächtens an Blogqualität serviert wird. Sätze für die Ewigkeit quasi, die man in den Muschelkalk an der Geschäftsstelle meißeln sollte,

„Abscheu und Ekel“

als Überschrift. Wobei, wären das nicht auch zwei passende Namen für vierbeinige Hinterherdackler für den täglichen 10-km-Lauf? Aber

„da kann man unmöglich ne klare Meinung zu haben“,

selbst dann, wenn man im Nachgang selbige, die man unmöglich haben kann, dazu breittritt. Wenn demnächst wieder ob einer fußballerisch angemessenen Gangart rumgeflennt wird, werde ich einigen den Satz

„Bißchen ruppig geht´s nun mal her. Was sollen Turner oder Eisläufer sagen..?“

ins virtuelle Taschentuch sticken. All das wird gekrönt von Taktikanweisungen eines Users, der über sich selbst mit

„kann ich nicht beurteilen“

eigentlich alles gesagt hat und als krönenden Abschluss gibt’s Zitate aus der offensichtlich im STEMO ausliegenden Wartelektüre. Und Aristoteles gehen die Schiffe unter. TOLL!

Vor so viel Weisheit werfe ich mich als bekennender Niemand in den Staub des Blogs.


hurdiegerdie
22. März 2018 um 8:17  |  644230

Ich empfehle den Kommentar im Link von
Better Energy
22. März 2018 um 5:42 | 644227


pathe
22. März 2018 um 8:23  |  644232

@apo
Danke! Wie einfallsreich von @monitor… 🙄


fussballfreund83
22. März 2018 um 8:56  |  644233

@ hurdie, die Artikel verlinkt von BE um 5:39 Uhr sind nicht minder lesenswert.


heiligenseer
22. März 2018 um 9:02  |  644234

Sollten dann nicht auch die Beiträge entfernt werden, die ausschließlich auf den gelöschten Beitrag reagieren und von ihrer unfassbar bewegten Vergangenheit erzählen wollen? Das ergibt doch gar keinen Sinn für den Leser im Nachhinein. Oder werden hier nur Beiträge bestimmer User gelöscht? Es reicht doch schon, dass der arme Fechi auf den „Index“ gesetzt wurde, und seine Fragen nach der unerwünschten Teilnahme am Turm nicht beantwortet werden, da er zu spät freigeschaltet wird.

LG Heiligenseer


Blauer Montag
22. März 2018 um 9:02  |  644235

Auf dem Fußballplatz wird rumgebrüllt – im Training wie im Spiel.
Nach dem Spiel gibt man sich die Hand und vergisst die Sprüche.

Das verstehe (nur?) ich unter Fairplay.


Opa
22. März 2018 um 9:14  |  644236

Sollte dieses „Fairplay“ dann nicht hier auch gelten? Also „rumbrüllen dürfen und hinterher vergessen“? Um Antwort ohne Verweis auf die Nutzungsbedingungen wird gebeten.


22. März 2018 um 9:19  |  644237

@heiligenseer

Für den „Index“ sind hier scheinbar andere zuständig, die dann Antworten auch noch verwechseln… aber gut, man hätte vielleicht wie Better Energy mit Art. 5 (1) GG argumentieren sollen…


Herthas Seuchenvojel
22. März 2018 um 9:26  |  644238

passend dazu, als zusammengefasster Überblick
für alle, die noch nicht durchblicken

http://www.spiegel.de/sport/fussball/bundesliga-dfl-debattiert-ueber-die-50-1-regel-a-1199263.html

@monitor: thx


hurdiegerdie
22. März 2018 um 9:57  |  644239

fussballfreund83
22. März 2018 um 8:56 | 644233

Ja, auch das habe ich teilweise gelesen.

Ich warte mal heute ab.
Für mich gibt es (mindestens) 4 Punkte:
a) die 50+1 gibt es bereits jetzt nicht durchgängig für alle Clubs,
b) 50+1 wird sich vermutlich in der jetzige Form, auch wegen z.B. EU-Recht aufrecht erhalten lassen,
c) es muss eine Regelung gefunden werden, um die Auswüchse, wie sie in dem Link von 5:39 beschrieben werden, zu verhindern,
d) eine Hauptaufgabe der DFL wird darin bestehen müssen, eine grössere „Gleichheit“ (legt mich nicht auf das Wort fest) innerhalb der Liga herzustellen. Das braucht zusätzliche Massnahmen (z.B. Verteilung der Fernsehgelder).

Mal sehen, was heute passiert.


22. März 2018 um 10:02  |  644240

@hurdie

Fehlt bei b) vielleicht ein „nicht“?

Ansonsten bin ich bei Dir und warte das ab…


sunny1703
22. März 2018 um 10:45  |  644242

@hurdie

Wenn der Europäische Gerichtshof im Sinne von mehr unternehmerischer Freiheit und gegen Regulierungen eingreift,so wie ich dich verstehe,wird er nicht eine Regelung ,nämlich 50+1, für ungültig erklären und die nächste dann zulassen.

Zumal es im europäischen Kontext, eben nicht nur Deutschland und die EU gibt,sondern auch noch den „Rest“europa, der durch EU genehmigte Einschränkungen irgendwelcher Art gestärkt gegenüber den Eingeschränkten sein könnte.

Was passieren wird, ich lasse mich überraschen.
Ob daraus mehr Gerechtigkeit wird,keine Ahnung.

lg sunny


Uwe Bremer
Uwe Bremer
22. März 2018 um 11:16  |  644243

@better

um 5:42 Uhr hast Du optisch hervorgehoben folgende Passage:

Immer mehr Journalisten versteigen sich zu der Feststellung, dass mit dem Ende der Regel endlich all die heimischen Investoren ihren Klub nach oben bringen könnten. Gewissenhafte Kaufleute, die schon ewig für ihren Verein schwärmen und neue Spannung in der Liga herstellen.

Kannst Du Beispiele nennen, wo Sportjournalisten in Deutschland im Zusammenhang mit 50plus1 solche Zusammenhänge behauptet haben (mit Ausnahme von Hannover 96, wo der heimisch Zeitungs-Verlag in irgendeinem Geschäftsverhältnis zum Verein steht) ?

Hintergrund: Mir ist das bisher nicht begegnet. Im übrigen würde ich diese Argumentation auch für ziemlichen Quatsch halten.

Ganz abgesehen davon, dass die Beispiele, über Investoren bei englischen Klubs eben nicht von heimischen Kaufleuten berichten, die den eigenen Klub unterstütz haben. Vielmehr ist in England zumeist die Rede von externen Geldgebern berichten, die eben nicht vertraut sind mit der Fußballkultur in England.


Uwe Bremer
Uwe Bremer
22. März 2018 um 11:17  |  644244

@better

unterlasse es zu behaupten, dass ich das Beispiel Glazer gelobt habe (5:39 Uhr). Wenn Du bei Twitter Unsinn behauptet und ich Dir dazu eine Frage stelle, die Du nicht in der Lage bist zu beantworten, frage Dich mal, warum Du die Frage nicht beantworten kannst.

Es hilft der Frage „wie wollen/sollen die deutschen Profiklubs ihre Besitzverhältnisse organisieren“ nicht, wenn Du das Thema zu einem heiligen Religionskrieg erklärst. Und alle, die Deine Meinung nicht teilen, vernichtet werden müssen.

Ein Aspekt einer sachlichen Diskussion besteht darin anzuerkennen, dass es neben misslungenen Beispiel gerade in England diverse funktionierende Beispiele für Investorenklubs gibt. (Was man daraus macht, ob die Bundesliga von der wirtschaftlich stärksten Fußballliga der Welt/Premier League etwas übernehmen will oder nicht, ob man sich in Deutschland für eigene Wege entscheidet, wie die Wege im deutschen Profifußball aussehen … das wird die Diskussion zeigen)

Aber es geht bei der Diskussion in Deutschland um noch andere Fragen:

Welcher Fan ist wie viel wert? Haben wir demnächst beim Fußball eine Drei-Klassen-Gesellschaft?

1. Klasse die echten Fans (die, mit den am meisten subventionierten Tickets), die „aktive Fanszene“, die die Meinungshoheit für sich in Anspruch nimmt?
2. Klasse Die Fans auf den teuren Stadion-Plätzen, die die Klappe halten und bezahlen sollen, sie sind ja nur wegen des Events da.
3.-Klasse die Fans, die Hertha vor dem TV verfolgen und finanziell das mit Abstand größte Stück zum Hertha-Finanzkuchen beitragen (über SKY, Eurosport usw.).

Bin mal gespannt, ob es da eine ehrliche und selbstkritische Diskussion geben wird …


Herthas Seuchenvojel
22. März 2018 um 11:39  |  644245

puh @ub, du machst gerade nen „Herzblatt“ auf

Kandidat 1 ist halbwegs erwünscht, weil er zeigenswerte Action im Stadion fürs Prestige einheimst, seine pure bannerkritische Anwesenheit und Mitbestimungswillen aber jede Menge Querelen mit sich bringt

Kandidat 2 ist noch besser, der bezahlt, hält die Gusche und ist auch sonst noch friedsam
dumm nur, daß man ihm ein sauteures Stadion vor die Nase stellen muß, damit er sein Geld auch herein trägt

also Kandidat 3, der den Verein jederzeit fröhnt, keine Immobilienkosten fordert, bequem ein Vielfaches an Einnahmen einbringt und von der Couch konsumiert und in erheblicher Größe als Kandidat 1 und 2 pro Spieltag vorhanden ist,

also du Alte Diva, äääh liebreizende Jungfer, was entscheidest du? 🙄


Herthapeter
22. März 2018 um 11:46  |  644246

@ 50+1
Ich bin da sicherlich eine Ausnahme, aber ich sehe das 50+1-Thema weniger kritisch als die meisten von Euch.
Wenn ich Fussball in England mit Deutschland vegleiche, dann steht fest, dass der Fall der 50+1-Regel keines den Untergang des Fussballs bedeutet.
Die vielen Nachteile des kommerziellen Profifussballs spüren wir ohnehin schon in Deutschland. Hinzu kommt, dass die mit Abstand größte Gelddruckmaschine, die Champions League, vornehmlich dem erfolgreichsten Verein zugute kommt, sodass sich der Abstand dauerhaft manifestiert bzw. sogar noch vergrößert.
Die Champions League ist der größte Problemfaktor des Kommerzfussballs und der wird sich bei allem Wunschdenken auf keinen Fall verringern.
Mit 50+1 können allenfalls die so sehr verhassten Wersklubs jemals in die Reichweite der Bayern gelangen, allen anderen wird das nicht mehr gelingen.
Mit der Abschaffung der 50+1 Regel öffnen wir vielleicht die bereits beschriebene Büchse der Pandora aber sehr viel schlimmer kann es doch gar nicht mehr kommen. Die Bundesligameisterschaft ist jedenfalls eine der langweiligsten in Europa, Besserung ist nicht in Sicht.


Kamikater
22. März 2018 um 11:53  |  644247

hurdiegerdie
22. März 2018 um 11:58  |  644248

Exil-Schorfheider
22. März 2018 um 10:02 | 644240

Ja ein „nicht“ fehlt. Danke.


Jack Bauer
22. März 2018 um 12:19  |  644249

@Herthapeter:

Und Hertha, Frankfurt, Stuttgart, Bremen, Köln profitieren von einem Wegfall der 50+1 Regel mehr als Bayern, Dortmund, Schalke, Gladbach weil…?
Bis heute hat mir niemand erklärt, warum die Bundesliga nach Wegfall von 50+1 ausgeglichener wird. Die wahrscheinliche Variante: Die Vereine verkaufen (wie auch schon jetzt bei den Kapitalgesellschaften) Anteile, welche von Wirtschaftsprüfern realistisch errechnet werden (ausser man heißt Martin Kind). Daraus resultiert, dass die Bayern mit Abstand am meisten Geld für ihre Anteile nehmen können. Dann folgt Dortmund, dann vermutlich Schalke. Irgendwann auf den Plätzen 10-14 folgen dann Hertha und co.
Das hilft der Bundesliga jetzt weil… wir hoffen, dass irgendjemand mehr Geld in Hertha buttert, als der Verein wert ist um die Lücke zu den großen zu schließen? Aber ich bin mir sicher – der will dann bestimmt nicht in sportliche Belange reinreden. Der hat kein Interesse daran, die Preise im Stadion zu erhöhen. Der will bestimmt kein Mitspracherecht, was Corporate Identity ääh ich meine Logo, Farben, Trikots usw angeht. Und ich bin mir sicher, der findet es cool, wenn die Mitgliederversammlung das höchste Gremium im Verein bleibt.


Paddy
22. März 2018 um 12:22  |  644250

@ monitor
21. März 2018 um 23:04 | 644205

jetzt verstehe ich erst Dardais Problem mit Kiprit…


Blauer Montag
22. März 2018 um 12:25  |  644251

Die Plätze in der 2. Klasse – Tageskarte wie Dauerkarte – sind die teuersten. 😮 Bei welcher Airline gibt’s denn so was?
Ach nee, das gibt’s beim Profifußball.


Opa
22. März 2018 um 12:29  |  644253

@Uwe Bremer um 11:17 Uhr: Auch wenn ich die Meinung, die ich aus Deinen Ausführungen interpretiere, nicht teile, finde ich es dennoch gut, dass Du versuchst, das Niveau und die Tiefe der Diskussion über Schlagzeilen hinaus zu hieven. Mögen dem alle folgen können 😉

Investment und privates Kapitalengagement hat in Deutschland noch keine so lange Tradition wie in angelsächsischen Ländern, im Fußball schon gar nicht. Daher fechtet der kapitalbedürftige Fußball hier auch als Stellvertreter eine Art Kulturkampf. Teile der 50+1 Befürworter scheinen da tatsächlich einen Kreuzzug gegen „das Kapital“ führen zu wollen. Es scheint aber auch in einer Zuspitzung nicht zulässig, die Befürworter von 50+1 auf eine Art Klassenkampf- oder Kreuzfahrerrolle zu verdichten. Denn es gibt ja durchaus gute und sachlich begründete Gründe für den Erhalt von 50+1.

Ich halte auch wenig davon, Klagedrohungen mit allzu schlotternden Knien entgegenzutreten, es sei denn, man möchte selbst genau das erreichen, woraufhin die Klage zielt. Ein Ligaverband bietet so oder so keinen freien Zugang, es gibt eine Vielzahl an Voraussetzungen, die erfüllt werden müssen, um dazuzugehören. Daher darf der Ligaverband sich auch Bestimmungen in Sachen Kapitalverkehr auferlegen. Das Problem des heutigen Modells ist nicht 50+1, sondern die gewährten Ausnahmen.

Daher dreht sich die Aufmerksamkeit der Debatte in meinen Augen um die falschen Punkte. Anstatt die vermeintliche Rückständigkeit der gut in 50+1 funktionierenden Vereine zu widmen, müssen die Ausnahmeregelungen weg. Aber wer Angst vor einem Kläger mit zweifelhafter Zahlungshistorie hat, wird wohl kaum die „Cojones“ haben, Hopp, Bayer, VW oder RB (nach einer Übergangszeit, in der diese Konformität herstellen können) vor die Tür zu setzen.

Dass in Deutschland Investorenclubs auch unter 50+1 funktionieren, darf dabei übrigens auch nicht unerwähnt bleiben. Bei Augsburg und Ingolstadt waren wir beide uns ja schon einig diesbezüglich. Das mag nicht so schön schillern wie das, was in England stattfindet, aber ich finde das, was in England in den letzten Jahrzehnten zu beobachten war, auch einfach nicht erstrebenswert.

Ich wünsche den Vereinen und dem Ligaverband die Stärke, die Diskussion kontrovers und zielführend im Sinne derjenigen zu führen, die von ihnen repräsentiert werden. Das sind (in den allermeisten Fällen) die heutigen Eigentümer in Form der eingetragenen Vereine und die diese tragenden Mitglieder.

Erwägungen in Sachen Wettbewerbsfähigkeit gegenüber anderen Ligen und Verbänden finde ich in diesem Zusammenhang übrigens ziemlich absurd. Das wäre Aufgabe der übergeordneten Verbände, bei denen ich noch größere Zweifel daran habe, dass dort Vernunft herrscht. Unterschiede zwischen den Ligen gab es schon immer. Um 1990 herum waren fast alle großen deutschen Stars (Matthäus, Klinsmann, Völler, Berthold, Brehme,) bei italienischen Vereinen unter Vertrag, Weltmeister wurde dennoch Deutschland. Die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Verbandsfußballs hängt nicht davon ab, ob der deutsche Vereinsfußball auf Augenhöhe mit den anderen europäischen Verbände verdient. Das Negativbeispiel dazu ist übrigens England.

Und was die Liga angeht: Die europäischen Ligen profitieren nicht vom heutigen europäischen Wettbewerb, der die Vormachtstellung eines oder weniger Vereine in der nationalen Liga massiv manifestiert. Das wird die DFL nicht lösen können, aber man kann sich bei grundsätzlichen Entscheidungen an solchen Mahnungen orientieren.


Herthapeter
22. März 2018 um 12:49  |  644254

@Jack Bauer
22. März 2018 um 12:19 | 644249
Ob Hertha selbst davon profitieren würde, weiß niemand. Die Bundesliga würde aber ganz bestimmt profitieren.
Weißt Du, was der wesentliche Unterschied zwischen den Dauergästen der CL-Viertelfinals und dem Rest ist?
Die Top-Mannschaften müssen Ihre Leistungsträger so gut wie nie abgeben. Deshalb konnte sich auch Dortmund auf dem Level nie festspielen, weil in jeder Saison Leistungsträger wegfallen. Mit etwas Glück und Geschick kann das kompensiert werden aber auf die Dauer geht das nicht gut.
Auch Bremen ist es um die Jahrtausendwende nach etwa 3-4 Jahren nicht mehr gelungen Leute wie Klose, Klasnic, Ailton, Micoud, Diego, Ismael usw. zu ersetzen.
Vizekusen war exakt nach dem Abgang des Duos Sergio-Ballack zu den Bayern kein Meisterschaftskonkurrent mehr.
Schalke wird gar nicht erst in die Reichweite eines Bayernjägers kommen, weil die Draxlers, Özils, Maiers den Klub so frühzeitig verlassen.

Angenommen, diese genannten Klubs hätten so potente Klubeigner gehabt, dass die Mannschaften zusammengehalten worden wäre, dann hätten wir heute eine andere Bundesliga. Die Bayern kennen solche Probleme gar nicht. Die Bayern würden vom Fall der 50+1 Regel relativ gesehen womöglich weniger profitieren, zumal sie dann nicht mehr so einfach die Topspieler ihrer ärgsten Konkurrenten wegkaufen könnten.


Spree1892
22. März 2018 um 13:01  |  644255

Max spielt im Moment keine Rolle für die WM. Platte’s Chancen deutlich gestiegen!


Uwe Bremer
Uwe Bremer
22. März 2018 um 13:09  |  644256

@opa

Auch wenn ich die Meinung, die ich aus Deinen Ausführungen interpretiere, nicht teile …

Über 50plus1 reden wir im Blog ja schon länger. Aber eine Meinung dazu habe ich noch nie formuliert (weder „muss bleiben“ noch „muss fallen“ oder …). Ich versuche aufzuzeigen, dass es eine Menge Gründe gibt, sich mit dem Thema zu befassen.
Einige sind ohnehin bekannt. Andere Argumente spielen vielleicht bisher nicht eine so große Rolle in der Diskussion.

Außerdem verweise ich auf Zusammenhänge, die im dritten oder vierten Schritt dieses Themas noch kommen werden (Mehr-Klassen-Gesellschaft der Fans?/ Erträgt es der erfolgsverwöhnte deutsche Fußballfan überhaupt, sollte sich die Liga im Mittelmaß einrichten) …

Wir alle können das DFL-Statut zu 50plus1 nachlesen.
Eine Meinung zu 50plus1 gibt es von mir bisher nicht, weil mir derzeit die Alternativen fehlen.

Wäre heute gern in Frankfurt bei der DFL-Vollversammlung dabei.

Ich würde erwarten, dass die DFL Szenarien vorlegt:

– was passiert, wenn 50plus1 bleibt?

– wie sieht ein überarbeites Statut aus, das 50plus1 dem Sinn nach erhält?

– wie sehe andere Mehrheitsverhältnisse für Klubs aus ohne 50plus1?

Szenarien, über die die Klubs mit ihren Mitgliedern und Fans reden können.


hurdiegerdie
22. März 2018 um 13:17  |  644257

Jack Bauer
22. März 2018 um 12:19 | 644249

Malen wir den Teufel an die Wand. Ein Investor kann uneingeschränkt hineinpuvern (nicht nur Anteile kaufen), siehe PSG, ManCity.

Wohin wird ein solcher Investor lieber gehen? Zu einer hippen Metropole wie Berlin oder nach Gladbach, Gelsenkirchen? Ich glaube, Berlin würde mehr profitieren.

Angenommen, es gäbe mehrerer solcher Investoren, die annähernd gleichviel Kohle auf den Markt feuern. Würde nicht die Vormachtstellung von Bayern zumindest einen Kratzer bekommen?

Aber das will ja niemand. Mir schwebt eine Liga nach Muster der US-Ligen vor. Nicht alles muss ja übernommen werden und kann wahrscheinlich gar nicht. Aber Vorschläge, dass man z.B. CL Mannschaften weniger am Fernsehgeld beteiligt, oder zumindest alle Mannschaften gleichbeteiligt, würde doch schon was bringen. Das hat natürlich weniger mit 50+1 zu tun aber mit meinem Punkt d).


Uwe Bremer
Uwe Bremer
22. März 2018 um 13:21  |  644258

@DFL-Versammlung

vor einigen Minuten hat die Initiative 50plus1-muss-bleiben DFL-Chef Reinhard Rauball die Unterschriftenliste von mehr als 2800 Fanklubs überreicht – Fotobeleg via Twitter – hier


Jack Bauer
22. März 2018 um 13:22  |  644259

@Herthapeter:

Sorry, ich kann die Logik nicht nachvollziehen. Wenn Bremen nach einem Investoreneinstieg den Gehaltsetat verdoppeln kann, verdient dort ein Kruse halt 4 statt 2 Mio. Wenn Bremen dann trotzdem weiterhin um Platz 10-16 spielt, weil „alle Schiffe höher liegen“ und Kruse in München 12 Mio. verdienen kann, dann kann Bremen warum genau die Mannschaft zusammenhalten?
Bei einem Wegfall von 50+1 haben grundsätzlich alle Vereine die Möglichkeit viel Geld einzunehmen. Bayern und Dortmund werden aber aller Voraussicht nach deutlich mehr Geld einnehmen, als Hertha oder Bremen. Die besten Spieler werden weiter zu den Bayern wechseln, der Unterschied was den Etat angeht, wird noch größer, als er es eh schon ist, und ein Champions League Aspirant wird aus Hertha oder Bremen schon gar nicht.


22. März 2018 um 13:38  |  644260

Jack Bauer
22. März 2018 um 13:22 | 644259

Kruse könnte doch aber die 12 Mio jetzt schon in München verdienen, wäre er dort ein Kandidat. Als Vergleich: Lewandowski soll 16 Mio p.a. erhalten.

Kann diesem, Deinem Argument nicht folgen, bin aber bei Dir, dass die Großen mehr Cash als „Team Mittelmaß“ hätte(ach nee, die hießen „Team Marktwert“, oder?).


Uwe Bremer
Uwe Bremer
22. März 2018 um 13:39  |  644261

@Jack

Die besten Spieler werden weiter zu den Bayern wechseln, der Unterschied was den Etat angeht, wird noch größer, als er es eh schon ist, und ein Champions League Aspirant wird aus Hertha oder Bremen schon gar nicht.

es gibt auch andere Überlegungen zu dem Thema: Finde auf die Schnelle nicht den Artikel eines Wirtschaftsmagazins aus den vergangen sechs Wochen.
Die haben argumentiert: Bayern und Dortmund werden (und können/BVB) keine Anteile an Investoren verkaufen.
Die gutplatzierten Werksklub profitieren ohnehin davon nicht (Leverkusen, Wolfsburg, RB Leipzig).

Dann gibt es Vereine, die aus internationaler Sponsoren-Sicht nur mäßig interessant sind wie Freiburg oder Augsburg oder Mainz oder …

Hoffnungen auf Investoren können sich mittelgroßen Traditionsklubs machen wie Hertha, Eintracht Frankfurt (die aber schon ihre Aktienanteile ohne Rückkaufsverrecht verkauft haben), 1. FC Köln, HSV, VfB Stuttgart, Borussia Mönchengladbach, meinetwegen noch Werder Bremen.

Mit Blick auf die Werte der Marke von Klubs wie VfB Stuttgart (350 Mio. Euro), HSV (260 Mio.) oder Hertha (ich spekuliere aktuell mal 350 Mio.) ist aber auch klar: Diese Vereine würden, selbst wenn sie 150 oder 200 Millionen Euro von Investoren erhalten würden, nach wie vor deutlich hinter der Wirtschaftskraft des FC Bayern zurückbleiben.
Die Frage bei Investoren wäre also: Sorgt dieses Geld (das der Verein wahrscheinlich nur einmal einnimmt) mit einer hohen Wahrscheinlichkeit dafür, dass mein Klub regelmäßig an der Champions League teilnehmen kann?

Weil: Die Champions League ist die Cashcow, die seit 25 Jahren zuverlässig sehr, sehr hohe Geldsummen an die Vereine zahlt.


Jack Bauer
22. März 2018 um 13:40  |  644262

@Hurdie:

Dass man an der Verteilung der TV Gelder – sowohl national als auch international – was ändern muss, da bin ich bei dir.
Was die Metropole Berlin angeht: Ginge es danach, müsste doch Hertha und Berlin schon jetzt für Sponsoren attraktiver sein, als es Gelsenkirchen oder sonstwas ist. Stattdessen hören wir doch in regelmäßigen Abständen, wenn mal wieder der Vergleich der Vereine der europäischen Hauptstädte ansteht, dass Berlin finanz- und strukturschwach ist, die Großunternehmen mehrheitlich einen Bogen um Berlin machen und es keine gewachsene Fußballbegeisterung in der Stadt gibt. Für mich nicht die besten Voraussetzungen für einen potentiellen Investor.

Aber, was ich auch mehrmals gesagt habe: Ich persönlich würde den Verein nicht mal dann in die Hände eines Investors geben, wenn es dann wirklich Chancen auf Titel geben würde.


Kamikater
22. März 2018 um 13:40  |  644263

@jack
Ich kann Dir nicht folgen. Wie kommst du darauf, dass dadurch genau Bayern mehr Geld einnimmt, als alle anderen Vereine? Das ist doch reine Spekulation.

Es kann durchaus auch sein, dass sich Investoren finden, die in Vereine investieren, die für sie einfach nur strategisch günstig sind. Das muss noch lange nicht Bayern München sein. Im Gegenteil.

Und genau darum geht es. Bisher gibt es nur ganz wenige Vereine, die Investoren annehmen dürfen.

Und wenn es alle Vereine dürfen, ist die Wahrscheinlichkeit, dass diese Vereine mehr Geld, gerade in Hinsicht auf ihre gesamten prozentualen Kosten einnehmen, logischerweise wesentlich höher.

Wenn 30 Vereine, die vorher ein Maximales Budget von 10 Millionen haben, plötzlich 50 Million zur Verfügung haben, ist es völlig egal ob parallel Bayern München 100 Million mehr einnimmt. Denn die Chancen, mit ein wenig Geld überhaupt etwas auf die Beine zu stellen, ist wesentlich höher.


Jack Bauer
22. März 2018 um 13:45  |  644264

@Exil:
Das Beispiel Kruse war hypothetisch. Ich wollte einen aktuellen Spieler aus dem Bremer Kader nehmen und nicht Diego, Micoud oder co. Und da ist Kruse für mich aktuell der einzige, der rein sportlich auch bei einem CL Verein spielen könnte. Um ein realistischer es Beispiel zu nehmen: Wenn 50+1 fällt, dann will Weiser trotzdem Champions League spielen und mehr verdienen. Dann geht er trotzdem zu Leverkusen oder Dortmund.

Apropos Weiser: Dortmund und Bayern sollen an Hector interessiert sein, der wohl für 8 Mio den Verein verlassen kann. Ich gehe also davon aus, dass erst Hector einen neuen Verein finden wird und man dann sehen kann, was mit Weiser passiert.


Uwe Bremer
Uwe Bremer
22. März 2018 um 13:45  |  644265

@jack

Was die Metropole Berlin angeht: Ginge es danach, müsste doch Hertha und Berlin schon jetzt für Sponsoren attraktiver sein, als es Gelsenkirchen oder sonstwas ist.

Ich arbeite seit 25 Jahren als Hertha-Reporter. In dieser Zeit hat der Verein diverse Verträge abgeschlossen mit Hauptsponsoren, Trikotsponsoren, Rechte-Vermarktern, Investoren usw.

Nach jedem einzelnen Abschluss, egal ob 1995 oder 2005 oder 2014, haben die Hertha-Verantwortlichen mir signalisiert: Der Vertrag ist höher ausgefallen, als es die sportliche Entwicklung von Hertha eigentlich rechtfertigt. Weil: Hertha seit Jahr und Tag vom Hauptstadt-Bonus profitiert.


Jack Bauer
22. März 2018 um 13:54  |  644266

@Uwe Bremer:
Warum haben die argumentiert, dass Bayern keine Anteile verkaufen wird?
Ich glaube die Bayern haben den Beschluss gefasst, dass man 75% der Anteile in eigener Hand behalten will, weil sie sich das aktuell leisten können. Ich bin mir ziemlich sicher: Sollten wirklich andere Vereine den Bayern gefährlich werden, wird man eben von den 75% abrücken. Und mit 20% mal eben das einnehmen, was ein Verein wie Hertha für 100% einnimmt.

@Kamikater:
Spekulation ist es anzunehme, dass ein Investor in Hertha deutlich mehr investiert, als der Verein wert ist. Und genau das müsste passieren, damit Hertha konkurrenzfähiger ist, als unter den aktuellen Umständen.
Realistischer ist es sich anzuschauen, was die Vereine oder von mir aus Marken laut Wirtschaftsprüfern Wert sind. Und danach berechnet sich, wieviel ein Verein durch den Verkauf der Anteile erlösen kann. Und da steht ganz oben Bayern, dann Dortmund und Schalke.


Jack Bauer
22. März 2018 um 13:59  |  644267

@Uwe Bremer:

Das ist schön, wenn das so ist. Meines Wissens zahlt bet-at-home um die 6 Mio. jährlich, womit man auf Platz 12 in der Bundesliga liegt. Das ist jetzt für mich nicht über Wert.
Ich erinnere mich aber durchaus an aktuelle Diskussionen, dass sich ein mangelndes Interesse an Hertha – dem Hauptstadtverein – auch darin widerspiegelt, dass wir halt nicht T-Mobile oder Mercedes auf der Brust haben, sondern lange gebraucht haben um mit einem Wettanbieter überein zu kommen und uns zur kommenden Saison wohl ein „Allround-Discounter“ schmücken wird. Und ich glaube nicht, dass ich mir einbilde, dass dann regelmäßig auf die schwache Wirtschaft in und um Berlin hingewiesen wurde.


pathe
22. März 2018 um 14:15  |  644268

@Spree1892
22. März 2018 um 13:01 | 644255

„Max spielt im Moment keine Rolle für die WM. Platte’s Chancen deutlich gestiegen!“

Im Kicker (Heft) wird darüber spekuliert, dass Löw fünf IV mitnimmt und dafür nur einen LV (Hector).


22. März 2018 um 14:19  |  644269

Uwe Bremer
22. März 2018 um 13:45 | 644265

„Nach jedem einzelnen Abschluss, egal ob 1995 oder 2005 oder 2014, haben die Hertha-Verantwortlichen mir signalisiert: Der Vertrag ist höher ausgefallen, als es die sportliche Entwicklung von Hertha eigentlich rechtfertigt. Weil: Hertha seit Jahr und Tag vom Hauptstadt-Bonus profitiert.“

Meine Denke hierzu wäre #nike2025, wo ja auch viele aufegstöhnt haben, wir aber zu einem Zeitpunkt verlängert haben, wo die Zahlungen höher als aktuelle Neuabschlüsse wie bei Eintracht Frankfurt(Nike, 1,2 Mio p.a.) lagen.

Andererseits fragt man sich, ob die kolportierten 1,2 Mio für Frankfurt stimmen, wenn bspw. Bremen von Nike 3 Mio erhält und ab Sommer 18 dank Umstieg auf Umbro 3,5 Mio p.a. erlöst.


Jack Bauer
22. März 2018 um 14:28  |  644270

@Weiser/Hector

Sorry, hatte da einen völligen Aussetzer. Gemeint war natürlich Plattenhardt, der ja auch Ambitionen in Richtung Champions League hegt.


Better Energy
22. März 2018 um 14:38  |  644272

„Der Fußball ist das Spiegelbild der Gesellschaft.“

Ein Satz, mit dem nur wenige etwas anzufangen wissen, haben sie nie darüber nachgedacht. Oder sie bezogen es nur auf das Publikum im Stadion. Schaut man aber wirklich richtig hin, – über den Sport hinaus und bezieht gerade die gesellschaftlichen Strukturen ein -, sieht man gerade am Beispiel von UK, wie wahr der Satz ist.

Der Zerfall der Clubs, – also weg von Mitgliedern hin zu Geldwedlern -, begann dort zu den Zeiten des Thatcherismus. „Private is the best“, hieß es nicht nur beim Fußball. Nicht die Gesellschaft, sondern der Herrschende/Geldbringer hat das alleinige Sagen; wie in Leipzig. Es wurde privatisiert auf Teufel komm raus. Selbst das Wasser gelang in die Hände des Geldes. Und sie haben in UK diesen Weg schon mehrmals bitter bereut.

Anfangs waren es Kaufleute aus UK, die sich der Klubs bemächtigten, die aber dann schnell Kasse machten und in alle Welt verkauften. Wer glaubt, daß Glazer der richtige Weg war, sollte die Geschichte von Manchester im Zusammenhang betrachten. Tatsache ist, daß Glazer den Club den vereinbarten Kaufpreis bezahlen ließ. Tatsache ist, daß sich ähnlich wie in Hamburg viele Fans von Manu abwandten. Und wer heute in UK Fußball in seinen eigenen Facetten erleben will, muß in die Pubs gehen, nicht in die Stadien, wo Geriatriegepflegten die Sitzplätze bevölkern; auch können sie nicht mehr 90 Minuten stehen. UK hat in der Zwischenzeit zwei Generationen verloren, die nicht in das Stadion gehen. Hertha kennt das ja.

Nun haben wir in Deutschland nicht nur Journalisten, die ausgewogen über diesen Weg des 50+1 ausgewogen berichten, es gibt auch andere wie HAZ, einige Kommentare beim Kicker und auch die so genannten Talkrunden bei den privaten Sendern.

Ein besonderes Beispiel eines funktionierenden Investorclubs erlebt man gerade in Erfurt. Der Verein meldet Insolvenz an, da Gelder für den Spielbetrieb in der dritten Liga ausblieben; nach einem Schuldenschnitt wird RWE sicher wieder aufstehen. Der Investor bekam vorher aufgrund seiner Zusagen von der Stadt das Stadiongelände für kleinstes Geld. Das Stadion soll nun gebaut werden. ROI stimmt also auch hier, genauso wie in Leipzig beim Stadion mit Kölmel (er hat auch Geld bei FC Union, früher auch in Dresden, deren Mitglieder ihn ausbezahlten).

Nun hat sogar SPON das Thema mit mehreren Artikel aufgegriffen. Einer davon ist ein Interview, was hoffentlich zum Nachdenken anregt:

http://www.spiegel.de/sport/fussball/bundesliga-sc-freiburg-darum-will-der-klub-die-50-1-regel-erhalten-a-1198873.html


fechibaby
22. März 2018 um 14:39  |  644273

Weiser und Hector vielleicht bald Mannschaftskollegen?

„Laut Sport-Bild steht Hertha-Flügelflitzer Mitchell Weiser bei Borussia Dortmund auf dem Zettel.
Offenbar planen die BVB-Bosse im Sommer einen Umbruch im Kader. Aber eine Kandidatenliste für die Auffrischung des Kaders steht wohl schon. Darunter befinden sich auch drei Bundesliga-Stars.
Einer von ihnen soll Herthas Flügelflitzer Mitchell Weiser (23) sein
Bei Hertha hat er eine Ausstiegsklausel.
Sein Vertrag in Berlin läuft bis 2020. Nach der vergangenen Saison hatte Weiser in einem Interview bereits betont, dass sein Ziel die Champions League sei. Die könnte er in Dortmund eher erreichen als momentan mit Hertha.
Die anderen beiden Kandidaten sollen Kölns Jonas Hector (27) und Leverkusen-Verteidiger Jonathan Tah (22) sein.“


Uwe Bremer
Uwe Bremer
22. März 2018 um 14:48  |  644277

@jack

Meines Wissens zahlt bet-at-home um die 6 Mio. jährlich, womit man auf Platz 12 in der Bundesliga liegt. Das ist jetzt für mich nicht über Wert.

Die Liste würde ich gern mal sehen, nach der elf Bundesligisten vom Brustsponsor mehr erlösen als Hertha.

Davon unabhängig mischt Du zwei Dinge durcheinander, die nix miteinander zu tun haben.

Ja, die Wirtschaftskraft in Berlin ist für eine Metropole unterdurchschnittlich. Ja, keines der DAX-30-Unternehmen aus Deutschland hat seine Hauptsitz in Berlin (oder drumherum). Ja, das gibt es im gesamten europäischen Vergleich nicht. Und ja – das ist ein Problem für Hertha und für Berlin (und ein Vorteil für uns, die wir hier leben, weil die Lebenshaltungskosten in Berlin deutlich günstiger sind als in Paris, London, Oslo oder Moskau).

Die Pro-Kopf-Wirtschaftskraft einer Stadt hat aber deutlich nicht zwingend etwas damit zu tun, dass der dortige Fußballklub potente Sponsoren hat. Wenn es danach ginge (hohe Sponsoren-Einnahmen = hohe Ausgaben für Personal), müssten die Bayern, der VfB Stuttgart, der HSV und Eintracht Frankfurt regelmäßig den Titel unter sich ausmachen.
Wenn es danach ginge, würden Gelsenkirchen und Dortmund keine große Rolle im deutschen Fußball spielen.

Nike (Sitz in Eugene/Oregon) hat sich deshalb mehr als zehn Jahre auf Hertha festgelegt, weil Hertha der Hauptstadt-Klub aus Deutschland ist.
Bet-at-home – bei Vertragsbeginn mit Sitz in Österreich und auf Malta – hat deshalb so viel Geld wie noch nie in die Hand genommen, weil sie beim Fußballklub der deutschen Hauptstadt präsent sein wollen.

TEDI, das ursprünglich aus NRW kommt, hat eine Offensive in Berlin und Brandenburg gestartet – deshalb Hertha. Und grundsätzlich will TEDI aus Imagegründen im positiven, emotional aufgeladenen Fußballumfeld (Bundesliga) wahrgenommen werden.

KKR (Sitz in New York und London) wollte mal schauen, ob man mit Sportrechten Geld verdienen kann. Deshalb haben die eine für deren Verhältnisse kleine Summe (62 Millionen Euro) in die Handgenommen und für erstmal sieben Jahre bei Hertha festgelegt. Das haben sie gemacht, weil sie Perspektiven in der deutschen Hauptstadt sehen und von einer Wertsteigerung der Bundesliga überzeugt wurden. Ich behaupte mal: Beim SC Freiburg hätte KKR so einen Versuchsballon nicht steigen lassen.

Fazit: Keiner der Investoren kommt aus Berlin oder der Region. Aber alle Geldgeber verbinden bestimmte Absichten mit Hertha, die u.a. mit dem Sitz in der Hauptstadt verbunden sind.
Finanziell profitiert Hertha davon seit Jahr und Tag.


22. März 2018 um 14:51  |  644278

Uwe Bremer
22. März 2018 um 14:48 | 644277

@jack

Meines Wissens zahlt bet-at-home um die 6 Mio. jährlich, womit man auf Platz 12 in der Bundesliga liegt. Das ist jetzt für mich nicht über Wert.

Die Liste würde ich gern mal sehen, nach der elf Bundesligisten vom Brustsponsor mehr erlösen als Hertha.

http://fussball-geld.de/die-trikotsponsoren-1-bundesliga-saison-20172018/

Angaben ohne Gewähr, ist aber eine Liste…


Better Energy
22. März 2018 um 14:51  |  644279

Nur eine kleine Frage:

Wenn nur von Investoren geführte Vereine die Chance haben ganz oben mitzuspielen, welche Investoren haben die Stars des europäischen Fußballs, genauer Real Madrid und FC Barcelona?


22. März 2018 um 14:56  |  644280

Better Energy
22. März 2018 um 14:51 | 644279

Solche Fragen kann ich ohne Bezugnahme auf die Schulden der beiden Vereine nicht ernst nehmen.

https://www.sponsors.de/barca-und-real-haben-850-millionen-schulden


Uwe Bremer
Uwe Bremer
22. März 2018 um 14:58  |  644281

@betterenergy

Dir ist bekannt, dass es in Spanien keine TV-Zentralvermarktung gibt?
Dir ist bekannt, dass der FC Barcelona 2016/17 allein aus dem spanischen TV-Markt 146 Mio. Euro erhalten hat – und Real Madrid 140 Mio.

Übertragen wir dieses Modell auf Deutschland, werden sich drei Vereine sehr freuen: Die Bayern, Dortmund und Schalke.

#ÄpfelBirnenKirschenMelonen

@exil

danke für die Liste.
Habe mir als erstes den Wert zu Gladbach angeschaut, die dort mit 9 Mio. Euro (von der Postbank) gelistet sind. Bei der Vertragsunterschrift war die Rede davon, dass die Summe von 5 steigen soll auf künftig 6,5 Mio. Euro. Das kommt mir realistischer vor.


22. März 2018 um 15:00  |  644283

Uwe Bremer
22. März 2018 um 14:58 | 644281

„Dir ist bekannt, dass es in Spanien keine TV-Zentralvermarktung gibt?
Dir ist bekannt, dass der FC Barcelona 2016/17 allein aus dem spanischen TV-Markt 146 Mio. Euro erhalten hat – und Real Madrid 140 Mio. “

Da muss ich leider widersprechen. War auch schon mal Thema:

https://www.sponsors.de/primera-division-fuehrt-zentralvermarktung-ein


Herthapeter
22. März 2018 um 15:05  |  644286

@Jack Bauer
Meine Argumentation lautete:
Bremen war mal Bayernjäger, Bremen war sportlich erfolgreich, sie durften sogar in der Champions League mitspielen, sie waren eine zeitlang ein großer Player der Bundeliga aber finanziell ein Hänfling im Vergleich zu den richtig fetten Kubs. Deshalb wurden die Leistungsträger reihenweise weggekauft und es folgte der sportliche Absturz in die Bedeutungslosigkeit.

Meine These: Hätte damals ein Investor diese Spieler durch sein Geld in Bremen halten können, wäre diese bremer Episode anders verlaufen.

Das heißt im Umkehrschluss NICHT, dass ich der Meinung wäre, ein Abstiegskandidat Bremen (mit oder ohne Kruse) würde durch einen Investor bis in die Champions League durchstarten. Das ist eine andere Nummer.

Wenn sich aber jemals eine sportlich halbwegs erfolgreiche deutsche Mannschaft neben den Bayern in der Riege der großen etablieren möchte, dann muss sich einiges gewaltig ändern. Ansonsten ist nach 1-2 Jahren sofort wieder Schluss mit dem Hurra-Fussball.


Better Energy
22. März 2018 um 15:06  |  644287

@exil

Bei dem Bericht über diese Vereine steht aber auch, daß es kein Grund gibt zur Beunruhigung, da sie ihre Verbindlichkeiten bedienen. Außerdem gehört ihnen das jeweilige Stadion.

@ub
Auch in Spanien wollen sie bekanntlich die Zentralvermarktung einführen…


Uwe Bremer
Uwe Bremer
22. März 2018 um 15:08  |  644289

@PhilipKöster

vom St.-Pauli-Fanzine 11Freunde, twittert

50+1 bleibt. Ein entsprechender Antrag des FC St.Pauli hat in der DFL-Mitgliederversammlung eine Mehrheit bekommen.

Quelle: Twitter – hier


Jack Bauer
22. März 2018 um 15:08  |  644290

@Uwe:

https://www.ispo.com/unternehmen/id_78796694/sponsoren-der-bundesliga-clubs-alle-trikots-alle-einnahmen.html

Bei Gladbach habe auch ich in der Tat gelesen, dass es 6,5 Mio seit 2014 sind, was sich durch Prämien erhöhen kann. Wie hoch, da gibt es unterschiedliche Angaben. Habe Quellen mit 7,5 und Quellen mit 9 Mio (bei CL) gefunden.
So oder so, es sind mehr als bei Hertha.


Jack Bauer
22. März 2018 um 15:09  |  644291

@Köster:

Großartige Neuigkeiten!


Uwe Bremer
Uwe Bremer
22. März 2018 um 15:12  |  644292

@jack

verweise auf die Ausführungen 14:48 Uhr – Warum Hertha seit Jahr und Tag bei jedem Vertrag vom Hauptstadt-Bonus profitiert.


Better Energy
22. März 2018 um 15:14  |  644293

@uwebremer

Jetzt müsste man nur noch wissen, wie sich Hertha auf der Versammlung positioniert hat. Schließlich ist ja im übernächsten Monat die nächste MV -:)


Jack Bauer
22. März 2018 um 15:19  |  644295

@Uwe Bremer:

Habe ich zur Kenntnis genommen, danke für die Infos.
Genauso, wie du sicherlich zur Kenntnis genommen hast, dass der Hauptstadtbonus zumindest beim Hauptsponsor kein Argument ist und ich deine Nachfrage nach einer Liste bedienen konnte 😉
Des Weiteren gehe ich davon aus, dass wir auch bei Tedi mit einem moderaten Wachstum rechnen können und nichts, was uns in neue Sphären hievt. Vielleicht habe ich irgendwann mal die Muße, mir die Erlöse unserer sonstigen Partner im Ligavergleich anzuschauen. Jetzt werde ich erstmal vier freie Tage genießen, auf Netflix „The people v OJ Simpson“ bingen (Empfehlung!) und mich über die Entscheidung der Vereine bzgl. 50+1 freuen.


sunny1703
22. März 2018 um 15:27  |  644298

Moment mal, um was geht es hier eigentlich? Um den Spleen einiger Unternehmer die meinen auch mit deutschen Fußballvereinen Kohle zu verdienen oder auch ausdem Fenster zu schmeißen ohne,dass ihnen jemand reinredet?
Um den Traum endlich mal was kostet die Welt bei Hertha spielen zu können ,weil wir vielleicht Microsoft oder alibaba als Sponsoren bekommen?
Um eine gerechte Bundesliga im deutschen Fußball?
Um bessere Chancen dieser deutschen Bundesliga gegenüber den anderen europäischen Spitzenligen,im Grunde gegenüber England und Spanien?
Um ein Beenden der Langeweile in unserer Liga,in dem man den Bayern ein wenig ihre Macht wegnimmt oder einfach mal anderen mehr Möglichkeiten in die
Hand gibt?

Um was geht es hier?

Ich für mich bin immer noch beim Sport,beim Spiel Fußball, bei dem was mich schon als kleiner Junge begeisterte,nicht nur beim Fußball knödeln auf der Straße,sondern beim Sport,bei mir insbesondere der Leichtathletik.

Ich,einer der vieles sich schwer erarbeiten musste, fand es toll eigene Leistungen zu verbessern um ein wenig näher an die besten heranzukommen, letztendlich war ich es im Fußball und insbesondere im Tischtennis.

Doch ich lernte auch, im Grunde bleiben die Guten,die Guten und die Allerbesten,die Allerbesten.

Das war in der Schule so, im Verein,beim Hochleistungssport,bis hin zum Spitzensport, den man damals schon teilweise im TV verfolgen konnten.

Für mich gehören Seriensieger zum Sport dazu und das blieb auch so ob der Sport TV Gerechter gewandelt wurde oder einen TV Beweis zu einer so genannten Gerechtigkeit einführte.

Sollte man Usain Bolt vor dem Olympiafinale oder dem Finale bei einer WM 5 Kilo mehr Gewicht mitgeben,damit die anderen auch eine Chance haben.

Sollte man den deutschen Reitern bei der Dressur, Brauereigaule geben,damit andere Nationen eine Chance haben?

Sollte man für die US Basketballer die Körbe zwei Meter höher hängen?

Deutschland ist seit meiner Geburt gemeinsam mit Brasilien die erfolgreichste Nation bei Fußballweltmeisterschaften?

Wie können wir das im Sinne der Gerechtigkeit verhindern? Sponsoren für solche Mannschaften oder schmalere Tore bei Deutschlands Gegnern?

Ja, Bayern ist seit Beginn dieses Jahrtausends 11x Meister geworden,insbesondere in den letzten Jahren gehäuft.
Nur wie sieht das woanders aus?
Im Eishockey wurden die Teddybären 7 x Titelträger
Im Basketball wurden in den letzten 8 Jahren 7x Bamberg Meister.
Im Hallenhandball holte der THW Kiel zwischen 1993/94 und 2014/15 17 x den Titel, @exil mag mich verbessern.
Im Volleyball siegte seit 1998 Friedrichshafen 13 x und Berlin 7x
Und es kann ja nicht fehlen im Wasserball heißt seit 1979 der Meister bis auf drei Ausnahmen Wasserfreunde Spandau 04.

Und in anderen Ländern beim Fußball?

In Jugoslawien/Serbien wechseln sich seit Jahrzehnten mit ganz wenigen Ausnahmen Roter Stern und Partizan Belgrad ab.
In der Schweiz ist seit 2009 der Meister der FC Basel.
In Italien gibt es seit 2011 wie auch bei uns keinen anderen Meister als Juventus Turin.
Die Niederländischen Meister der letzten Jahrzehnte lesen sich wie Finals zwischen PSV Eindhoven und Ajax Amsterdam mit ab und zu mal Unterbrechung.
Ähnlich in Spanien wo seit 2000 die „endspiele“ zwischen Barcelona und Real, zweimal von von Valencia und einmal von Athletico durchbrochen wurden.

Also geht es im Grunde vor allem nicht um einen Aspekt der zum Sport dazu gehört, nämlich dem Anerkennen der Überlegenheit eines Sportlers ,einer Mannschaft und den doch immer wieder Versuch an ihn heranzukommen,sondern es geht darum selber ein Anhänger einer solchen Mannschaft sein zu können.

Also Hertha Bayern-real-basel. Woooow, ach nee wir sind ja gerecht, wenn wir dreimal hintereinander Meister geworden sind,treten wir im nächsten Jahr nicht an, damit auch die anderen mal gewinnen können!!!???

Eine schöne neue gerechte Welt,aber hauptsache wir sind dabei? Und wenn nicht, wenn keiner Hertha für würdig für einen Einstieg hält und wir in mehreren Jahren wegen des Wegfalls von 50+1 in der 3.Liga spielen und vielleicht AppleUnion oder Google Berlin hier die 1.Liga rockt?

Macht nischt,dann gehen wir eben dahin?!

Eingriffe,die eine Sportart ausgeglichen und „gerecht“ machen sind in der Regel alles nur nichts eins, sportlich fair.

Die Öffnung für Investoren,heißt ja,eventuell aufgrund der guten Stellung der Stadt als Bundeshauptstadt eine Chance für Hertha,einen dicken Bonzen abzugreifen, doch ein Muss ist das nicht.

Und weiter gedacht, heißt das alles,Umbenennung des Vereins bis hin zu Verlegung des Spielortes und dann reden wir nicht mehr über Ludwigsfelde,sondern über Meppen oder Kassel.

Eine im Mannschaftssport wichtige Eigenschaft als Zuschauer,nämlich Fantreue zu einem Verein wird mit der Abschaffung von 50+1 immer weniger gebraucht.

lg sunny


22. März 2018 um 15:33  |  644299

Jack Bauer
22. März 2018 um 15:19 | 644295

Gehe ich nach Deiner Liste, spülen uns die von der Bild(daher mit Vorsicht zu genießen) kolportierten 7,5 Mio auf Platz anstelle des HSV.
Jetzt kann man angesichts der desolaten Lage, die der HSV seit Jahren abgibt, darüber spekulieren, warum die mehr als Hertha kriegen…
Beim Ärmel-Sponsoring sieht es ganz gut aus, aber TEDI fällt ja weg zur neuen Saison, die 2,5 Mio wollen auch erstmal wieder rein geholt werden.
Trikotausrüster ist breites Mitteldeld, wenn man fussball-geld.de Glauben schenken darf…

Viel Spaß beim Urlauben.


22. März 2018 um 15:36  |  644300

sunny1703
22. März 2018 um 15:27 | 644298

Nee, ich mag nicht.
Zum THW Kiel nur so viel:

Seit die RNL den „CL-Skandal 2007“ um Serdarusic/Schwenker aufdeckten, geriet der Verein auf Schlingerkurs, wenn auch auf hohem Niveau.
Sponosren brachen weg und man hat wohl nicht mehr den höchsten Etat der Liga. Außerdem haben andere aufgeholt.

Meister werden komischerweise jetzt andere…


sunny1703
22. März 2018 um 15:40  |  644302

@Exil

Danke für die Info, den Namen Schwenker habe ich noch als Spieler in Erinnerung

Jetzt sind doch die Rhein Neckar Löwen Meister,gehören die nicht zur Hopp Gruppe?

lg sunny


Spree1892
22. März 2018 um 15:59  |  644303

Ein Glück!

Ich habe nichts gegen Investoren in Vereinen aber die Mehrheit und Entscheidungsgewalt sollte beim Verein liegen. Wenn Hertha 49% Anteile verkauft, ist das okay für mich, genauso wenn der Stadionneubau ein Investor mit trägt. Dennoch sollte der Verein weiterhin die Entscheidung haben.

Was wäre wenn ein Investor kommt und erstmal das Logo geändert hat (siehe ManCity). Furchtbar sowas.

Der deutsche Fußball lockt insbesondere ausländische Fans an, aufgrund der Fankultur. Frag mal ein Engländer, die kommen alle gerade wegen der Stimmung/Choreos etc. ins Stadion. Sowas könnte der DFB und die DFL viel besser vermarkten.


sunny1703
22. März 2018 um 16:09  |  644305

50+1 Bleibt bestehen…meldet der Kicker

lg sunny


Opa
22. März 2018 um 16:19  |  644306

@Uwe Bremer um 14:48 Uhr: Ein Einstieg von KKR ginge beim SC Freiburg schon deshalb nicht, weil die ihre Profifußballabteilung nicht ausgelagert haben.

@Exil: fussball-geld.de ist keine erwähnenswerte Quelle.


Uwe Bremer
Uwe Bremer
22. März 2018 um 16:33  |  644307

@Videobeweis

hat die DFL -Vollversammlung nun fest eingeführt. Dir
In der Zweiten Liga beginnt ab dem Sommer eine Testsaison mit Videobeweis.


Uwe Bremer
Uwe Bremer
22. März 2018 um 16:38  |  644308

@50plus1-Abstimmung

laut DFL-Chef Reinhard Rauball:

34 Klubs anwesend
für den St.Pauli-Antrag (50plus1-bleibt): 18
4 Klubs stimmten dagegen
9 Klubs enthielten sich
3 Klubs haben sich an Abstimmung nicht beteiligt


Seppel
22. März 2018 um 16:44  |  644309

Mehrheit erreicht aber allgemeine Überzeugung sieht anders aus!


22. März 2018 um 16:52  |  644310

Opa
22. März 2018 um 16:19 | 644306

@Exil: fussball-geld.de ist keine erwähnenswerte Quelle.

Assoziiere ich da das böse Wort Index?

Hatte das auch in Erinnerung, aber er scheint sich beim Abschreiben gebessert zu haben. Denn die Trikotsponsoren-Liste gleicht der von @jack via ispo…


sunny1703
22. März 2018 um 16:58  |  644311

@Betreff Videobeweis

Auch wenn die Rückrunde noch nicht vorbei ist, ist mir die Auslegung der Nutzung des VB in dieser Form wesentlicher sympathischer als das Chaos von der Vorrunde.

In dieser Form müsste irgendwann nur noch der Stadionzuschauer transparent mitgenommen werden.

50+1

Erstaunlich, Gratulation an die Fans für ihren scheinbar nicht sinnlosen Einsatz.

Bin mal gespannt, wer wie abgestimmt hat!.

lg sunny


Herthapeter
22. März 2018 um 17:14  |  644312

Wenn man verfolgt, wie heiß das 50+1 zum Teil diskutiert wird und auf der anderen Seite enthält sich ein Drittel der Vereine bzw bleibt der Abstimnung sogar gänzlich fern, dann ist da schon eine mächtige Diskrepanz.
Hätte ich nicht erwartet.


Opa
22. März 2018 um 17:17  |  644313

@Exil: Was heißt denn Index? Jeder muss sich im Rahmen seiner individuellen Medienkompetenz selber wissen, worauf er sich bezieht und was er verlinkt. fussball-geld.de veröffentlicht in der Regel ohne Links und ohne Quellen und stellt die genannten Summen als Tatsachenbehauptung dar, ohne, dass sich das in irgendeiner Form nachvollziehen ließe. Das mag manchmal stimmen, vieles wirft Fragen auf. Ich selbst verzichte daher schon seit längerer Zeit auf diese Form der Desinformationsquelle.


Exil-Schorfheider
22. März 2018 um 17:21  |  644314

@opa

Index habe ich hier gestern im Vorfred aufgeschnappt.
Wurde vorher nie erwähnt, kam urplötzlich. Nach Metabebenen und Spiegeln scheint Assoziation das Modewort des Monat März zu sein.

Deswegen „schrob“ ich ja auch, dass er besser geworden ist, was das Abschreiben betrifft.


Uwe Bremer
Uwe Bremer
22. März 2018 um 17:23  |  644315

@DFL-Versammlung

wenn man sich durchliest, wie sich die Beteiligten äußern, ist mir nicht ganz klar, was da eigentlich abstimmt wurde.

offizielle DFL-Mitteilung:

DFL-Mitgliederversammlung spricht sich für Grundsatzdebatte unter Beibehaltung der 50+1-Regel aus

22.03.2018 – Die Mitgliederversammlung des DFL Deutsche Fußball Liga e.V. hat sich am heutigen Donnerstag in Frankfurt am Main mehrheitlich für eine Grundsatzdebatte unter Beibehaltung der 50+1-Regel ausgesprochen. Im Rahmen der Einholung eines Meinungsbildes stimmten 18 der 34 stimmberechtigten Clubs für einen Antrag des FC St. Pauli für einen „Prozess zur Verbesserung der Rechtssicherheit sowie weitere Überlegungen hinsichtlich geänderter Rahmenbedingungen unter Beibehaltung der 50+1-Regel“. Vier Clubs votierten gegen diese Formulierung des Antrags, es gab neun Enthaltungen. Und drei anwesende und stimmberechtigte Clubs beteiligten sich nicht an der Abstimmung.

Über die weiteren Schritte in Bezug auf den beschlossenen Prozess wird das DFL-Präsidium zeitnah beraten und anschließend zunächst die Clubs sowie dann die Öffentlichkeit informieren.

Quelle: DFL – hier

Andreas Rettig FC St. Pauli-Geschäftsführer:

„Allen, die es gut mit dem Fußball meinen, kann dieses Ergebnis gefallen. Ich finde, es war ein tolles Zeichen, was hier von der Versammlung ausgeht. Ich glaube, wir sind nicht alleine mit unserer Zufriedenheit. Die Zustimmung für den Erhalt war groß, auch wenn es kontroverse Diskussionen gab. Aber man hat gemerkt, dass letztlich am Ende niemand so richtig gegen die Regel ist.

Es geht um Nuancen. Aber man hat hier einen guten Kompromiss gefunden. Das Signal, was hier von der Versammlung ausgeht, ist wichtig. Man muss auch das Präsidium loben. Es hat hier gut moderiert und das hat ganz klar auch zu einem guten Ergebnis geführt. Der Fußball lebt von Diskussionen. Wir sollten uns heute erst einmal über das Ergebnis freuen. Aber auch das ist herausgekommen: Wir können uns nicht den neuen Entwicklungen verschließen. Auch das hat die kontroverse Diskussion ergeben. Wir dürfen die Hände nicht in den Schoß legen, sondern so, wie wir es besprochen haben, schauen, dass wir eine größere Rechtssicherheit hinbekommen und möglicherweise auch neue Erkenntnisse einfließen lassen, aber immer wichtig unter Beibehaltung der 50+1-Regelung.

Mit der Sorge einer Klage leben wir seit 1999. Bisher gab es noch keinen, der geklagt hat. Das wird ja auch einen Grund haben.“

Oliver Mintzlaff, Geschäftsführer RB Leipzig:

„Grundsätzlich möchte ich nicht kommentieren, was wir heute besprochen haben. Aber so viel kann ich ja heute sagen: Es ging nicht darum, ob 50+1 bleibt oder fällt. Wir haben hier während einer Mitgliederversammlung kontrovers und viel diskutiert. Das war eine gute Versammlung. Jetzt gehen wir die nächsten Schritte. Es ist hier ja noch keine Entscheidung getroffen worden. Selbstverständlich bleibt 50+1 Diskussionsgegenstand in Zukunft und es ist ja gut, dass wir darüber diskutieren.

Es geht ja nicht nur um 50+1, sondern natürlich um alle Themen, die den Profifußball beschäftigen, die man immer wieder auf den Prüfstand stellen oder diskutieren muss. Es wäre fahrlässig, wenn wir das nicht tun würden. Wir haben nicht nur ein Gestaltungsrecht als Bundesliga, sondern auch eine Gestaltungspflicht. Dementsprechend, unabhängig von 50+1, sind wir natürlich verantwortlich um uns auch mit all diesen Themen immer wieder auseinanderzusetzen.“

Christian Seifert/DFL-Geschäftsführer:

„Heute ist erst einmal ein guter Tag, wenn man mit der 50+1-Regel eine positive Zukunft für den deutschen Fußball verbindet. Das kann sein, denn sie hat uns wirklich weit gebracht. Wir werden sehen, ob es möglich ist, diese Regel und die damit verbundenen Ziele zu halten und ob das juristisch tatsächlich hält. Das würde bedeuten, wenn es nicht hält, wäre es automatisch ein schlechter Tag. Aber diese Kausalität kann ich nicht herstellen, weil ich auch unter Vorhandensein der 50+1-Regel einige Fehlentwicklungen gesehen habe in einigen Klubs. Deshalb finde ich generell diese Regel ein wenig überhöht.“

Quelle: Kicker – hier

Mein Eindruck : Jetzt liegt der Ball bei Martin Kind. Er braucht nicht länger darauf zu hoffen, ob die DFL die Regularien so ändert, dass er seine Ausnahmegenehmigung für Hannover 96 erhält. Nun ist es Kind, das zu tun, was er seit Jahren immer angekündigt hat: Gegen 50plus1 vor einem ordentlichen Gericht zu klagen.


22. März 2018 um 17:38  |  644316

@sunny

Nicht ganz. Lesetipp:

http://www.fr.de/sport/daniel-hopp-der-sohn-des-milliardaers-a-1152546

Nächster Link folgt…


22. März 2018 um 17:39  |  644317

hurdiegerdie
22. März 2018 um 17:49  |  644318

Uwe Bremer
22. März 2018 um 17:23 | 644315

Wie ich das lese:

Wir stimmen heute nicht gegen 50+1. Aber wir diskutieren weiter und prüfen.
Da wir es nicht heute abgeschaft haben, debatieren und prüfen wir unter bestehender 50+1.

Ich meine, das stellt erstmal Kind ruhig, um Lösungen finden zu können.
Aber natürlich nur eine Interpretation.


Uwe Bremer
Uwe Bremer
22. März 2018 um 18:01  |  644320

@hurdie

vielleicht ist es auch so.
Allerdings hätte man dann heute nicht abstimmen müssen: Weil doch allen klar ist, da 50plus1 nicht abgeschafft wurde, dass, egal was man diskutiert, bis auf weiteres der bekannte 50plus1-Rahmen gilt.

Und auch Rettig verweist darauf, dass die Liga sich neuen Entwicklungen NICHT verschließen dürfe.
Und er spricht von „einer Verbesserung der Rechtssicherheit“.


hurdiegerdie
22. März 2018 um 18:05  |  644321

Uwe Bremer
22. März 2018 um 17:23 | 644315

Ich weiss es auch nicht. Es wäre schön, wenn man den Wortlaut des Pauli Antrages lesen könnte. Ich habe ihn noch nicht gefunden..


Herthapeter
22. März 2018 um 18:07  |  644322

Wenn ich diese Aussage des Herrn Rettig lese, weiß ich gleich, auf welchem Niveau der FC St.Pauli diese Diskussion führen wird.

Alle, die es gut mit dem Fußball meinen, stimmen ihm zu … und für die anderen braucht es da gar keine weiteren Worte.
Das passt zu diesem Verein, es passt zu seinen Fans, aber es passt ganz sicher nicht in eine demokratische, sachliche und ergebnisoffene Gesprächskultur.


sunny1703
22. März 2018 um 18:15  |  644323

@Exil

Vielen Dank für die interessanten links. Ich hatte nur was über das sportliche Engagement der wohl dann Familie hopp gelesen, das reicht ja bis zu einem tennisclub der Region.

Lg sunny


frankophot
22. März 2018 um 18:20  |  644324

Der Mintzlaff seiert daher, als sei sein „Verein“-skonstrukt ein Gründungsmitglied von 63…


Jack Bauer
22. März 2018 um 18:32  |  644325

@Herthapeter:
Offensichtlich hast Du Dich mit der Person Rettig nie befasst.

Für mich liest sich das grundsätzlich so: Wir wollen 50+1 so gut es geht auf juristisch sicheren Boden stellen. Wir lehnen es aber (wiederholt) ab, 50+1 abzuschaffen oder aufzuweichen („die Vereine sollen selber entscheiden“).


Jay
22. März 2018 um 18:34  |  644326

Jordan leider nur auf der Bank, Anton und Tah in der IV bei der U21.

Gleich Live auf Eurosport.


hurdiegerdie
22. März 2018 um 18:35  |  644327

Jack Bauer
22. März 2018 um 18:32 | 644325

Das verstehe ich jetzt nicht. Wenn die Vereine selber entscheiden sollen, hiesse das doch, dass sie sich auch gegen 50+1 entscheiden könnten, oder habe ich dich da falsch verstanden?


Jack Bauer
22. März 2018 um 18:40  |  644329

@Hurdie:

Ein Punkt der von einigen Vereinsoffiziellen in den letzten Wochen vertreten wurde war: „Wir finden 50+1 wichtig, aber jeder Club sollte für sich selber entscheiden, ob und wie viele Anteile er verkauft.“ Was natürlich nichts anderes heißt als: 50+1 soll weg! Das wird erstmal nicht passieren.

Kind hat sich auch geäußert:

Martin Kind (Klubboss Hannover 96)
„Wir können mit dem Ergebnis leben, empfehlen aber nun eine zügige Umsetzung des Themas. Unser Hannover-Antrag basiert auf der DFL-Satzung und der Möglichkeit der Ausnahme von 50+1 nach 20 Jahren. Wir haben keinen Antrag zur Abschaffung der 50+1-Regel gestellt, das wird von Kritikern oft übersehen. Wir warten erst einmal ab, was modifiziert wird, unser Antrag bleibt ruhend gestellt .“

Lebt dieser Mann eigentlich noch auf dem Planeten Erde? Benutzt er ernsthaft immer noch seinen Antrag, von dem jeder weiß, dass er scheitern würde, als Druckmittel?


Uwe Bremer
Uwe Bremer
22. März 2018 um 18:41  |  644330

@Rettig

natürlich beabsichtigt er mit dieser Formulierung einen Schlag ins Gesicht derer, die nicht für 50plus1 sind.

Ich halte es für eine leicht durchschaubare rhetorische Volte.
Ob e.V. oder KGaA oder 50plus1 oder Investoren geführter Klub:

Entscheidend ist, ob ein Verein gut geführt wird. Mit einer schlechten Führung kannst du jeden Klub ruinieren, unabhängig von der Rechtsform.


hurdiegerdie
22. März 2018 um 18:45  |  644333

Jack Bauer
22. März 2018 um 18:40 | 644329

Ok, jetzt habe ich es verstanden. Danke!

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