Präsentiert von
Berliner Morgenpost
Anzeige

(ub) – Das eine oder andere bekannte Gesicht habe ich erspäht beim Treffen der aktiven Fanszene im großen Saal des Landessportbundes. @spree1892 war vor Ort, @betterenergy, @herthamuseum und einige mehr.  Fand es einen aufschlussreichen Nachmittag, über den noch etwas nachzudenken ist.

Da ich auch Spätdienst in der Morgenpost habe, ziehe ich mal einen Joker. Eigentlich versuchen wir, Euch hier stets etwas anderes anzubieten, als das, was wir in der Zeitung haben. Da das heutige Treffen aber auch in diesem Kreis interessieren wird, stelle ich im folgenden meinen Morgenpost-Text ein – Quelle – hier

Spott für die Digital-Strategie

Die Diskussion war zwei Stunden im Gange, als ein Fan damit herausplatzte: „Jetzt reden wir schon so lange, aber noch niemand hat gesagt, dass wir einfach auch schlechten Fußball spielen.“ Der Zuschauer-Rückgang um im Schnitt mehr als 5000 war ein großes Thema beim Treffen der Fanszene von Hertha BSC. Dazu hatte der Förderkreis Ostkurve geladen. Die Ultras der Harlekins und der Hauptstadt-Mafia hatten darauf verwiesen, dass sie „kein Meinungsmonopol beanspruchen“ würden, sondern mit allen ins Gespräch kommen wollen, „denen Hertha am Herz liegt.“

Rund 400 Anhänger folgten der Einladung, der große Saal des Landessportbundes Berlin am Olympiastadion war randvoll. Als Vertreter des Hertha-Präsidiums hörte sich Marco Wurzbacher die Veranstaltung an.

Eiszeit zwischen den Harlekins und der Chefetage

Grundsätzlich ist zu sagen, dass die Stimmung zwischen der aktiven Fan­szene und den Hertha-Verantwortlichen nicht gut ist. Die Harlekins haben ­(wieder einmal) die Kommunikation mit der Geschäftsführung eingestellt.

Der Kritikpunkt, der am häufigsten aufgeführt wurde, war das Gefühl, dass sich viele Fans durch die neue strategische Ausrichtung von Hertha mit Schwerpunkt auf das Digitale abgehängt fühlen. „Es wird versucht, Hertha auf Gleise zu setzen, wo wir einfach nicht hingehören“, sagte ein Anhänger. Herthas Versuche, hippe Botschaften via Twitter oder Facebook oder Youtube zu senden, kommen nicht gut an. „Es wird ein Bild von Hertha erzeugt, das nicht die Werte repräsentiert, für die wir eigentlich stehen“, kritisierte ein Redner.

Berlin vs China

Vor allem Paul Keuter, in der Hertha-Geschäftsleitung für die digitale Strategie zuständig, hat an der Basis bisher kein Verständnis erzeugt für seinen Aufgabenbereich. „Hertha braucht erstmal Leute aus Berlin im Stadion, ehe es um Investoren aus China geht“, kommentierte ein Redner die Sehnsucht des Hauptstadt-Klubs, sich internationaler aufzustellen. Der Umgang von Herthas Geschäftsführung mit Kritik aus den Fangruppen schilderten mehrere Redner als „arrogant“ oder „überheblich“.

Allerdings gab es auch andere Stimmen. So kritisierte eine Frau, die Ultras seien selbst Schuld, wenn die Verantwortlichen auf Distanz gehen. Homophobe sowie frauenfeindliche Plakate, wie sie in der Ostkurve im Pokalspiel gegen Köln zu sehen waren, „beleidigen auch mich.“ Ein anderer Redner sagte, er habe Verständnis dafür, dass Hertha Stadionverbote ausspreche. „Ich war mit meiner Tochter beim Pokalspiel in Rostock. Was da an Pyrotechnik und Leuchtraketen abging, geht gar nicht.“ Der DFB hatte Hertha wegen der Vorfälle mit einer Geldstrafe von 100.000 Euro belegt.

Ultras zeigen sich etwas selbstkritisch

Die Ultras gaben sich ein wenig selbstkritisch. Ja, in Rostock, das sei über der Grenze gewesen. Und ja, das eine oder andere Banner sei zu heftig gewesen.

Trotzdem herrschte bei den Anwesenden der große Wunsch, mehr wahrgenommen zu werden und mehr Einfluss auf die Entwicklung bei Hertha zu haben. Angekündigt wurde für den letzten Bundesliga-Spieltag am 12. Mai, wenn Hertha Heimrecht gegen RB Leipzig hat, ein „Marsch der Tradition“ vom Theodor-Heuss-Platz zum Olympiastadion.  ub


96
Kommentare

Colossus
25. März 2018 um 20:17  |  644657

Ha!


psi
25. März 2018 um 20:20  |  644659

Ho!


Opa
25. März 2018 um 20:22  |  644660

He!


Spree1892
25. März 2018 um 20:43  |  644661

Hertha BSC!

Text finde ich ganz gut gelungen, weiteres Infos abwarten. Entschieden wurde nichts auf dem Treffen.

Der Fanmarsch ist übrigens ein ganz normaler Marsch wie die Jahre davor.


Tojan
25. März 2018 um 20:44  |  644662

Der Meister von der Spree!


hurdiegerdie
25. März 2018 um 20:44  |  644663

Ich bin gespannt auf deine Nachgedanken @UB


Spree1892
25. März 2018 um 20:52  |  644664

Das was ich gehört habe, besonders am Anfang mit den Begründungen von Hertha für „Regionale Stadionverbote“ oder sonstiges, da hab ich die Augen verrollt. Ich weiß nicht mehr, den Wortlaut aber da stand: Nach Paragraph so oder so, ist das Spruchband zeigen verboten, da sie dadurch Leute die Sicht versperren. Oder Nach Paragraph bitten wir sie auf ihren Platz was auf der DK drauf steht, hinzugehen (Ähm, freie Platzwahl in der Ostkurve?).

Meine persönliche Meinung: Die Verantwortlichen von Hertha sind aktuell definitiv NICHT gesprächsbereit, egal was der Herr Keuter da gestern gesagt hat. Die Verantwortlichen müssen ein Schritt auf die Fanszene (nicht nur Ultras!) zu gehen sonst endet das irgendwann in ein Stimmungsboykott.

Die MV wird lustig werden. Herr Wünscher war auch da, der hat schon mal Informationen gesammelt.


25. März 2018 um 20:59  |  644665

„Es wird ein Bild von Hertha erzeugt, das nicht die Werte repräsentiert, für die wir eigentlich stehen“, kritisierte ein Redner.

Welches wären denn die Werte, für die die Herthaanhänger stehen?
Weiß das jemand?

Ich zum Beispiel sehe das Social Media Angebot nicht als Ersatz, sondern als zusätzliches Angebot. Hat dadurch etwas Anderes gelitten?

Und das die Ultras mal einsehen, das nicht alles was sie so treiben, gut ist, ist zwar ein guter Anfang. Aber da ist ja wohl auch noch einiges zu tun?!


Spree1892
25. März 2018 um 21:08  |  644666

@moogli

Niemand hat was gegen Social Media, es geht um das wie. Die Zielgruppe sollte immer noch sein, die Leute ins Stadion zu bewegen anstatt 300.000 Follower bei Twitter zu haben. Aktuell ist es so: Hauptsache die Leute im Internet sind zufrieden, der Fan im Stadion wird im Stich gelassen oder ins letzte Glied gebracht.

Herthas Augenmerk sollte: analog sein und nicht digital. Digital ist okay, aber nicht das Wichtigste.

Hertha ist aktuell dabei, ihren harten Kern von 30.000-40.000 Stück für Stück zu verlieren und das sind nicht nur junge Leute, Ultras oder sonstiges. Sondern von jung bis alt, heute war alles dabei. Es gibt verschiedene Meinungen aber Meinungen zu den augenblicklichen Marketingkonzept und Herrn Keuter sind sehr identisch. Ich glaube zur MV im Mai könnte noch ein Misstrauensantrag an Herrn Keuter (wenn das geht?) vorliegen.

Ich glaube Herr Keuter ist bald bei Hertha Geschichte.

Der ganze Konflikt, dort haben beide Schuld. Das weiß man, aber was Hertha da fabriziert, das hat mich heute sehr erstaunt. Ich kann die Reaktionen vieler Fans/Ultras und Co. total verstehen. Das Treffen heute hat mir gezeigt, das ich den Weg was viele sich wünschen mit aller Kraft auf der Fanseite bin. Das ist nicht UNSER HERTHA BSC!


hurdiegerdie
25. März 2018 um 21:28  |  644667

Herthas Zukunft wir nicht über die Ostkurve bestimmt. 5000 Zuschauer mehr oder weniger werden auch nicht Herthas Zukunft bestimmen.

Da Hertha klug ist, werden sie Anregungen der Ostkurve aufnehmen, aber Hertha wird sich nicht von Fanbestrebungen leiten lassen, die heute kaum noch eine finanzielle Relevanz haben.

Ob Keuter der Hit ist, werden wir sehen. Wenn er es nicht ist, wird ein anderer Keuter kommen.


Paddy
25. März 2018 um 21:32  |  644668

@ Spree1892
25. März 2018 um 21:08 | 644666

naja persönlich predige ich schon seit wirklich vielen Monden, dass etwas für uns Fans im Stadion getan werden MUSS und man möchte eben nicht ständig nur abgekanzelt sondern auch eigene Ideen wie z.B. viele für den Kern und nicht nur immer darum bemüht sein „neue Gruppen, die einfach nicht zur alten Dame Hertha passen ins Stadion zu lotzen“ da kann man ja gleich sagen, uns doch egal, wenn wir in 20 Jahren nur noch diese chinesischen Klatschpappenfans haben, aber die machen „Stimmung (die keine ist)“, da ist dann auch keiner mehr mit Herzblut dabei und Diskussionen in der Kurve wird es nicht geben, nur was man später zum Abendbrot nach dem Spiel zu sich nehmen wird… 😉

…die GF versuchte sich der ganzen Stadt zu öffnen, allerdings nicht auf diese Art bitte, wie wäre es wieder mit den Trainings in den verschiedensten Kiezen, dies hatte auch mich wirklich bewegt und da war ich mit Feuer und Flamme dabei, nur ist es die „Unterhaltungsindustrie“ die mit den Normalos bzw. Bürgern nichts mehr am Hut haben will, nur genau diese zahlen doch die Gehälter der Stars bzw. Spieler und der Vereinsverantwortlichen…

…es wird schon noch die Zeit kommen, wenn die Obersten begreifen, dass dieser momentane Weg ein klarer Weg des Scheiterns ist und man sich auf die Basis fokussieren sollte… aber da sage ich eher nichts neues…

Neue Medien hin oder her, man darf aber auch nicht „die Alten außer acht lassen“


Spree1892
25. März 2018 um 21:42  |  644669

@hurdie

Nochmal: Es sind nicht nur die Fans der Ostkurve, sondern der große Teil des harten Kerns (rund 30.000-40.000) die mit Sorge einige Sachen sehen. Es waren auch Leute heute da, aus Block 2.2 oder sonst wo im Stadion. Man lässt den harten Kern allein, schiebt ihn ins letzte Glied und das ist falsch. Niemand würde was gegen PR-Aktionen oder Social Media Hip sein, sagen wenn der harte Kern mitgenommen wird und an Lösungen und Kompromisse im Vereinsleben sowie in der Vereinspolitik teilzuhaben. Das hat 10 Jahre gut geklappt und aufeinmal schlagartig alles anders. Und ja, es haben beide Parteien Schuld aber das heute hat mir sehr die Augen gegenüber das Hertha-Marketing-Konzept und andere Dinge geäußert. Die Fronten sind so verhärtet, mir tut die Fanbetreuung leid, die zwischen beiden Seiten steht. Was @Paddy sagt, ist schon richtig.


Freddie
25. März 2018 um 21:42  |  644670

@spree

Herr Wünscher war auch da und sammelte?
Ich geh wohl zur MV, kann lustig werden.
Diese Karikatur hat hohen Unterhaltungswert


Spree1892
25. März 2018 um 21:44  |  644671

@Freddie

War nur als „Joke“ zu sehen. Aber ja, er war da.


hurdiegerdie
25. März 2018 um 21:48  |  644672

Spree1892
25. März 2018 um 21:42 | 644669

Ich habe das wohl verstanden. Aber es ist heute irrelevant.
5000 mehr oder weniger machen bei Herthe etwas um 2 Mio mehr oder weniger aus. Bei Platte reden wir über 25 – 40 Mio. Welche Relevanz haben diese 2 Mio, wenn ein Spieler etwa 5000 Zuschauer über 10 Jahre ausmacht.


Exil-Schorfheider
25. März 2018 um 21:51  |  644673

@spree1892

Nochmal, die Frage schien mir nicht beantwortet:

Für welche Werte stehen die Ultras und Fans von Hertha BSC?


Exil-Schorfheider
25. März 2018 um 22:00  |  644674

@hurdie

Es gibt Leute, die bei Twitter von 3,5 Mio Ertrag durch die fehlenden 6.000 Zuschauer pro Spiel schreiben… allein, vorstellen kann ich es mir beim besten Willen nicht…


Uwe Bremer
Uwe Bremer
25. März 2018 um 22:04  |  644675

@6000Zuschauer

bisher weist die Statistik bei Hertha ein Minus von 5000 aus (verglichen mit der Vorsaison).
Habe dieses Zahl mit 17 (Heimspielen) multipliziert = 85.000 Kunden, die nicht mehr kommen

Habe dann einen Durchschnittspreis pro Eintrittskarte angenommen bei 23 Euro und komme dann auf 1,95 Mio Euro.

Die Herausforderung ist folgende:

Hertha hat schon in der vergangenen Saison bei den Einnahmen ausgewiesen:
– Spielbetrieb (Zuschauereinnahmen) 15,7 Mio. Euro
– TV-Geld 33,8 Mio. Euro

In dieser Saison wird der Anteil am TV-Geld klettern auf gut 53 Millionen Euro. Da die Preise bei Hertha stabil geblieben sind (wir erinnern uns an den Applaus für Schiller), aber weniger Zuschauer ins Stadion kommen, wird der Zuschauer-Anteil sinken.

Habe neulich eine Statistik gesehen (aber leider nicht kopiert), wie es bei den Startern in der Champions League aussieht.
Dort hieß es (über den Daumen gepeilt):
– Einnahmen TV-Geld 80 Prozent
– Einnahmen Zuschauer/Sponsoren 20 Prozent

Es ist also klar zu sehen, in welche Richtung der Trend bei den Einnahmen für die Vereine geht. Die Herausforderung besteht nun darin, dem zahlenden Zuschauer im Stadion nicht den Eindruck zu geben, er sei das fünfte Rad am Wagen. Sondern eine Säule, die ebenso wichtig ist für ein funktionierendes Fußballspiel wie andere (die Klubs, die Sponsoren, die TV-Sender)


hurdiegerdie
25. März 2018 um 22:32  |  644676

Exil-Schorfheider
25. März 2018 um 22:00 | 644674

Ich habe es pi mal Daumen gehalten. Ich weiss, dass in der 2. Liga von Schiller publiziert 5’000 Zuschauer mehr etwa eine Million war. Das habe ich vereinfacht verdoppelt. @ubs Berechnungen kommen dem nahe.
Zuschauereinnahmen sind nicht das Ding.

Das heisst nicht, Hertha sollte darauf nicht achten oder den Dialog vernachlässigen (wie ich öfters hören musste, ist ja ein neues Stadion überlebenswichtig).
Aber: Zuschauer im Stadion sind heute ein Nebenkriegsschauplatz.


Tojan
25. März 2018 um 22:46  |  644677

ich möchte behaupten, dass die kulisse des stadions sowie die stimmung in diesem durchaus ein wichtiges vermarktungsmittel darstellt. denn ich denke kein werbepartner ist darüber begeistert, seine nachricht vor leeren rängen abgebildet zu sehen.

dazu hat gerade erst horst heldt ziemlich klar gesagt, dass die fehlende stimmung in hannover ein problem beim überzeugen neuer spieler darstellt. die attraktivität des fußballstandortes leidet also sehr wohl durch fehlendes/“falsches“ stadionpublikum.


Spree1892
25. März 2018 um 22:54  |  644678

Rechne mal das hoch wenn 20.000 Zuschauer mehr kommen, wie Herr Bremer im letzten Abschnitt sagt. Hertha vernachlässigt oder vergisst den harten Kern, die Leute die immer da sind. Ja der harte Kern ist unbequem, dazu zähle ich mich auch. Ich sehe viele Dinge kritisch an, schreibe sie nur oft nicht hier rein, da ich ein sehr emotionaler Mensch bin. Man muss aber diesen Kern, mitnehmen. Das gilt für alle Vereine!

Frag mal die ausländischen Fans, wieso diese jedes Wochenende nach Deutschland pilgern. Man hört oft den Grund: Die Stimmung in deutschen Stadien. Fußball ist Fußball, aber bitte mit emotionalen leidenschaftlichen Fans und das ist meistens der harte Kern, der das ausmacht. Ich will bei Hertha kein Hannover 2.0 aber befürchte es bald, wenn sich nichts ändert.

@Exil
Welche gleichen Werte die Fans von Hertha in sich haben, das ist schwierig zu beantworten. Für mich ist Hertha BSC nicht nur ein Hobby, sondern eine Leidenschaft. Ansonsten was wohl alle Herthaner in sich tragen ist: Jeder Neu-Herthaner ist willkommen, egal wie alt, wie man aussieht, welche Hautfarbe, woher man kommt. Zusammenhalt! Gemeinschaftsgefühl! Emotionen! Leidenschaft! Leidensfähig! – ich denke das sind alles Werte, was jeder Herthaner in sich trägt

@Tojan

Gutes Argument!


25. März 2018 um 23:01  |  644679

bin da völlig bei @tojan: wie sollen denn auf Dauer Fussballspiele im TV verkauft werden?
Überspitzt gesagt: auf dem Rasen zu 80% Mittelfeldgeschiebe und Anrennen , viele Ballverluste und 7-8 Szenen vor dem Tor, wo man den Eindruck hat, es könne viellleich mal etwas passieren.- Ist ja jetzt schon anstrengend, vor dem TV zu sitzen, ohne ständig auch noch was anderes zu fummeln) Wenn dann noch die Stadien leerer werden, die fankultur mininmalistisch und auf Klatschpappen runtergebrochen…ja, bitte?-wer kauft sich das denn auf Dauer?- Der TV-Zuschauer kauft sich die Illusion eines Fussballspieles: ein Abbild dessen, was normalerweise im Stadion passiert.-Wenn irgendwann die Stimmung im realen Stadion fehlt, wird auch der TV-Zuschauer wenig Lust haben, viel Geld für ein schal gewordenes Produkt auszugeben.- Irgendwann bricht das dann auch ein. – Könnte ne Rechnung , sein, die schneller in sich zusammen fällt, als man denkt
Zugegeben: ich gehe grad ein wenig von mir aus.


Exil-Schorfheider
25. März 2018 um 23:12  |  644680

@hurdie

Mir ging es vorrangig um das Wort Ertrag, welches ja finanziellen Geeinm suggeriert.
Daher konnten die kolportierten(oh!) 3,5 Mio bei Twitter schlichtweg nicht stimmen.

———————

@spree

Ist mir zu einfach.
Wenn auf einem einberufenen Dialog davon die Rede ist, muss man diese Werte vorher definiert haben.

Oder etwa nicht?


sunny1703
25. März 2018 um 23:28  |  644682

Ich bin in dem Fall eindeutig bei @hurdie.
Der krachmachende kurvenfan kann locker durch klatschpappen und ungewünschte protestler können durch billigkartenplätze ersetzt werden.

Die große Kohle läuft im TV. Und da gab es schon 2002 eine fast ausverkaufte WM mit vielen leeren Plätzen
England ist heute stimmungsmässig mau in Spanien ist es kaum besser und Italien erlebt teilweise geisterspiele.

Und in anderen Sportarten ist es ähnlich, wie oft waren jetzt Wettkämpfe bei Olympia familienveranstaltungen? Dass regeln oder Sportarten an sich dem TV angepasst werden habe ich schon oft erwähnt.

Es geht vor allem darum TV gerecht zu sein, damit wird die Kohle verdient.

LG sunny


Tojan
26. März 2018 um 0:07  |  644684

@sunny
da stellt sich die frage: warum macht hertha das dann nicht? und warum versucht hannover irgendwie das verhältnis zu den ultras wieder aufzubauen?


26. März 2018 um 0:10  |  644685

Hat schon mal jemand nachgedacht was es mit den Spielern macht, in einem Stadion ohne echter Stimmung zu spielen? Die Leidenschaft auf den Rängen ist einnahmetechnisch vielleicht nicht relevant aber ein essentieller Teil des Produkts! Ansonsten ist das wie Auto ohne Hupe oder Bremse. Wie Berlin ohne Funkturm.


dewm
26. März 2018 um 1:08  |  644694

@SPREE im übertragenem Sinne:

Was ich nicht verstehe: die 5.000 weniger sind doch kein Hertha-Phänomen. Mir scheint der beschriebene Austausch aus der Zeit gefallen. Oder irgendwie „SPD“. Warum wird über „ALLE Zuschauer im Stadion“ geredet. Es reichte doch, die eigenen Belange zu besprechen. Ich sitze in 5.2 (2.2. ist ja quasi „Ost-Kurve de Luxe“). 5.2. ist seit Jahren immer gleich. Mal abgesehen davon, dass seit diesem Jahr ein BLAUER Montag dieses „VON OBEN“ wählte. Nee, ist ein angenehmer Block. Gegen Bayern und Dortmund sitzen Menschen neben mir, ansonsten kann ich mich „austrecken“. Oft unterhalten sich Menschen in meiner Nähe über alles Mögliche. Man scheint den Stadionbesuch mit Karten in diesem Block als Teil eines Wiedersehens in Berlin nutzen. Und manchmal schläft der Kameramann neben mir ein. Aber das liegt sicher an der Hintenrumscheiße, die uns seit Jahren kredenzt wird. Die wiederum nervt dann wieder die „Meckersäcke“ von denen ich den Eindruck habe, dass sie sonst während des Spiels auf ImmerHertha schreiben… Im Ernst: seit Jahren dasselbe. Ist OKAY.

@SPREE: Worüber ich mich wundere ist, wollen die ganz HARTEN wirklich mehr Zuschauer im Stadion? Mir wäre das völlig WUMPE. Ich war ja gut 20 Jahre Teil der Ostkurve. Aus 5.2 kam und kommt doch da eh nie was zurück. Warum 5.000 Zuschauer mehr? Einst in den 80ern fand ich es viel besser. Damals waren die da, die Fußball wollten und nicht Zirkus oder Bundesliga als Sehenswürdigkeit Berlins (mit Tageskarten in 5.2.) betrachtet haben. Gern 10.000 weniger aber ehrlich. Ohne Familienblock, ohne Frauen, die eh nich verstehen, weshalb sie mitgeschliffen wurden und frieren müssen. Es geht doch um Fußball und nicht um Geselligkeit.

Keuter ist ein Clown. Logo! Mir missfällt gar nicht dessen „Twitter-MG-Feuer“, mir missfällt dessen völlig fehlendes Fingerspitzengefühl für Inhalte. Insbesondere die „Politik-Kacke“. Soll er sich für die Inhalte jemand aus der Kurve holen. Wäre doch nicht so schwer. Leider, scheint der SEINEN Stiefel durchziehen zu wollen…

_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _

Ach ja @SUNNY: Es ist schön, dass Du wieder mit lg abschließt. Unschön ist, dass Du als treuer SKY-Kunde dieses „Spiel“ weiterhin intensiv unterstützt, das Du in Deiner „eigentlichen“ Einstellung als „Kapitalismus-Kritiker“ so intensiv verabscheust. Kapitalismuskritik sollte der Kapitalismus-Kritiker auch leben. Sonst ist der „nur“ ein Salonkommunist.

________________________________

VERDAMMT, war das nun schon wieder schlaflose NACHT? NEIN, keine Angst! ich gehe jetzt (gleich) schlafen und werde genug Schlaf haben, ehe ich morgen meiner verantwortungsvollen Arbeit (die habe ich wirklcih) nachgehe. Auch wegen meines Alkohlgenusses muss sich keine Potsdamer Seuche sorgen. Der war in Maßen…

_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _

Dachte, ich musste diese Dinge klar stellen…


sunny1703
26. März 2018 um 1:20  |  644696

@tojan

Die Spieler passen sich an. Müsste die heutige Generation Spieler unter zuschauer Unterstützung der 60er und 70er Jahre würden sie heulend vom Platz rennen.
Sie finden es schon nicht schön, wenn kein lärm, aber der ist relativ herzustellen,klatschpappen auf jedem Sitzplatz.

Doch richtig heftig wird es bei pfiffen der Zuschauer, das ist eine direkte emotionale Äußerung, die ist unangenehm und unerwünscht.

In England ist es gelungen diese für die vereine unerwünschte fans zu ersetzen, am Ende könnte das auch hier in Deutschland stehen. Noch wird der Dialog zu den fangruppen gesucht, aber auf Dauer wird es nur einen konsens geben, der braves lärmen durch die Vereine gut heisst.

Lg sunny


sunny1703
26. März 2018 um 1:45  |  644697

@dewm

Ich bin in dieser Saison aus gesundheitlichen Gründen nur noch selten im Stadion. Das mal nur nebenbei.

Wenn du mich in die Schublade kapitslismuskritiker stecken möchtest, weil es in dein Weltbild von Menschen passt, sie zu kategorisieren mach das,begriffen hast du meine Art zu denken nicht, doch auch das erwarte ich von dir nicht..

Früher durfte man hier im westen nicht kritisieren, wer das machte sollte in den Osten. Ich kritisiere vieles und nehme dennoch daran teil, wie und mit welchem wissen und welchem Recht sollte ich denn kritisieren oder auch sonstwie das jeweilige beurteilen.

Wenn dich meine lg erfreuen, freue ich mich ebenso um diese frühe Uhrzeit ein gutes Werk getan zu haben.

Deshalb extra lg vom Schöneberger Seitenflügel zum tiergartener Dach, Schlaf gut und starte gut in die neue Woche

sunny


26. März 2018 um 8:36  |  644705

@Dewm
ohne Familienblock
Ich hoffe es handelt sich bei dieser deiner Aussage lediglich um eine Provokation!
Ohne Familienblock wäre mein Jüngster ein Sky Herthaner geworden. Grund: wir sind vor Zigarettenqualm geflohen, dem wollte ich einem vierfährigen Kind, dass unbedingt mit wollte zu Hertha, nicht weiter aussetzen.
Dort, im besagten Familienblock, hat er nun seit Jahren Spaß und nimmt die Stimmung der Ostkurve gerne auf, auch bedingt durch die räumliche Nähe zur Kurve.


exberger
26. März 2018 um 8:44  |  644706

Marsch der Tradition die Reichsstrasse entlang. Ist schonmal ne rhetorische Katastrophe


backstreets29
26. März 2018 um 8:51  |  644707

sollen sie wegen deinem verqueren Weltbild einen Umweg laufen?
#kopfschüttel


Kamikater
26. März 2018 um 8:54  |  644708

Einige Fans sind unzufrieden mit der Leistung auf dem Rasen.
Einige Fans sind unzufrieden mit dem Vorgehen des Vereins.
Einige Fans sind unzufrieden mit dem Vorgehen eigener Ultras.


Uwe Bremer
Uwe Bremer
26. März 2018 um 9:27  |  644709

@sunny

Doch richtig heftig wird es bei pfiffen der Zuschauer, das ist eine direkte emotionale Äußerung, die ist unangenehm und unerwünscht.

In England ist es gelungen diese für die vereine unerwünschte fans zu ersetzen, am Ende könnte das auch hier in Deutschland stehen.

wie war das noch mal in England:
War es so, dass die britischen Fans bekannt waren für ihre Unfairness im Stadion und beim Anfeuern der eigenen Mannschaft?

Oder war es so, dass es in den 1980igern ein dramatisches Hooligan-Problem gab. Weshalb die Vereine verpflichtet wurden, nur noch personalisierte Tickets zu verkaufen.

?


boRp
26. März 2018 um 9:39  |  644710

Zu der neuen Strategie: dieses start-up-ding hat, so glaube ich, keine neuen Fans geschaffen und die alten auch nicht mitgenommen. Solche Werbung braucht kein Mensch (außer die Werbeagentur).

Ich frage mich ja, wann endlich mal der Beiname ‚die alte Dame‘ vernünftig verwertet wird. Da ist sooo viel für den social-media-affinen Eventfan drin, aber auch für Berliner, Herthaner und alteingesessene Stadiongänger. Nun ja, wenn man sich seine Strategen aus Kalifornien holt…

Ich wünsche der GF und dem FK, dass wieder kommuniziert wird. Grüße vom Spreeufer.


elaine
26. März 2018 um 9:42  |  644711

das ist eine direkte emotionale Äußerung, die ist unangenehm und unerwünscht.

vor ein paar Wochen hatte ich das Spiel gegen Mainz mal am Radio verfolgt, was irgendwie gruselig war.
Im Hintergrund hörte man ununterbrochen den monotonen Sing Sang der Ostkurve und der Sprecher wollte durch unmotivierte Schreie Spannung in die Übertragung bringen, was aber dann doch skurril wirkte.
Pfiffe waren nun nicht zu hören, also glaube ich, dass da nicht so der Fokus liegt


Opa
26. März 2018 um 9:51  |  644712

@Uwe um 9:27 Uhr: Wer sich auskennt, weiß, dass die Stehplätze im Nachgang der HIllsboroughkatastrophe in blindem Aktionismus abgeschafft wurden, um von den Versäumnissen der Verantwortlichen und der Poilizei abzulenken. 2016 befand eine Untersuchungskommission, dass die Schuld für diese Katastrophe bei der Polizei lag, im letzten Jahr wurden 6 Verantworliche angeklagt. Dennoch gilt in Sachen Stehplätze bis heute in England das rheinische Grundgesetz: Wat fott is‘, is‘ fott.

Das Problem mit dem Hooliganismus hat man übrigens bis heute nicht gelöst. Die TV Zuschauer werden nur nicht mehr damit belästigt.


Opa
26. März 2018 um 10:06  |  644713

Den Link zu Hillsborough hatte ich offensichtlich fehlerhaft in o.g. Beitrag eingebaut: http://www.sueddeutsche.de/panorama/fussball-sechs-anklagen-wegen-katastrophe-von-hillsborough-1.3564597


exberger
26. März 2018 um 10:21  |  644715

@backs
Wieso Du mir gleich ein verqueres Weltbild vorwirfst, versteht wer will – ich nicht.

Es geht doch sehr viel um Symbole, die sollten mit bedacht gewählt werden. An den Diskussionen um homophobe und frauenfeindliche Banner kann man ja auch sehen, dass da sehr im eigenen Saft gekocht wird.

Logisch gehts die reichsstrasse runter: aber muss es unbedingt ein „Marsch der Tradition“ sein.

Ich bin kein Verfechter der political correctnesss, aber damit kann ich mich gar nicht anfreunden.


Opa
26. März 2018 um 10:27  |  644716

Reichsstraße
Bilderstürmen scheint ja gerade en vogue zu sein 🙄 Die Reichsstraße heißt allerdings seit 1906 schon so und bezieht sich auf die Reichsgründung und Nationwerdung 1871. Sich daran wegen des Aufrufs zu einem Traditionsmarschs zu stoßen bedarf einigermaßen absurder wie geschichtsvergessener Gedankengänge.


Paddy
26. März 2018 um 10:33  |  644717

@exberger ich habe das Gefühl, dass einfach nicht über die Begrifflichkeit „Marsch“ nachgedacht wurde und es angeblich aus den Köpfen verschwunden ist, doch verbinden wir damit nicht nur als Fans sondern als Bürger dieses Landes auch klare negative Assoziationen die keinem von uns gefallen und wofür wir nicht stehen bzw. niemals standen…
Ich glaube, dass er etwas martialisches an Begrifflichkeit wählte um die Wichtigkeit zu unterstreichen. Im Endeffekt aber ein klarer Griff ins Klo und es wurde das Gegenteil erreicht 🙁 kennen wir aber leider doch schon…


backstreets29
26. März 2018 um 10:34  |  644718

@Exberger

Warum stellt das ein Problem für dich dar?


26. März 2018 um 10:41  |  644719

Opa
26. März 2018 um 10:27 | 644716

Dinge, die mich auch immer wieder wundern, weil bekanntlich auch schon vor 1933 marschiert wurde.
Aber: „jedem Tierchen sein Pläsierchen“ oder so ähnlich….


backstreets29
26. März 2018 um 10:46  |  644720

Gibts heute nen Podcast?
Darf man Fragen stellen?

Wenn ja:
Wechselt AE7 zum Blindenfussball?
Wie ist die Situation um Sinan Kurt, wann kann man mit ihm als Heilsbringer rechnen?


Opa
26. März 2018 um 10:55  |  644721

Herthafans marschieren schon seit Jahren friedlich vom Theo zum Stadion, ohne dass sich jemand an dem Begriff Marsch oder an der Tatsache gestört hätte, dass die Route über die Reichsstraße geht, wie z.B. 2015 vorm Frankfurtspiel. Wer sich dieses Jahr daran stößt, scheint nicht nur die letzten Jahre im Tiefschlaf verbracht zu haben, er verkennt auch, dass wir bei solcher Bilderstürmerei auch über Hohenzollerndamm, Kurfürstendamm, Yorckstraße, Mehringdamm, Blücherplatz, Charlottenburg, Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirchen, Karl-Liebknecht-Straßen, Rosa-Luxemburg-Örtlichkeiten oder andere historisch durchaus strittige Namensgeber sprechen müssten. Und am besten den Breslauer Platz in Friedenau in Wroclawplatz umbenennen? War Kant plötzlich ein in Kaliningrad geborener Russe? Wie lebt es sich eigentlich so ganz ohne Kontextverständnis?


exberger
26. März 2018 um 10:57  |  644722

Danke @paddy, Du hast es verstanden


backstreets29
26. März 2018 um 11:07  |  644723

Schlimm wie so mancher in seiner indoktrinierten Haltung gefangen ist.


exberger
26. März 2018 um 11:13  |  644724

Muss jetzt leider arbeiten – vielleicht melde ich mich nachmttags nochmal zu dem Thema


26. März 2018 um 11:30  |  644725

Paddy
26. März 2018 um 10:33 | 644717

Oh ja… im Sinne der Entfernung von Wehrmachtsdevotonialien in den Kasernen der Bundeswehr, wo es anfangs bedauerlicherweise auch ein Bild von Helmut Schmidt erwischte, schlage ich vor, den Begriff Marsch im Ausbildungs- und Lehrplan abzuschaffen.

Du gute Güte…

————————————————————————–

Ich hätte ja schlichtweg die Traditionen(am besten noch ein Sarg mit Schwarzgeld, sonst kann man das ja nicht ernst nehmen) bei Hertha moniert, aber dann kommt ja wieder der selbsternannte Fansprecher umme Ecke und wirft mir Ahnungslosigkeit vor…


Blauer Montag
26. März 2018 um 11:35  |  644726

Die MV wird lustig werden.

Meine Prognose: stürmisch bis heiter. 😀


Blauer Montag
26. März 2018 um 11:39  |  644727

Zwei deiner drei Äußerungen stimme ich wie folgt zu
Kamikater
26. März 2018 um 8:54 | 644708
Meiner Einer ist unzufrieden mit der Leistung auf dem Rasen.
Meiner Einer ist unzufrieden mit dem Vorgehen eigener Ultras.


26. März 2018 um 11:41  |  644728

Aus dem obigen Beitrag:

„Es wird ein Bild von Hertha erzeugt, das nicht die Werte repräsentiert, für die wir eigentlich stehen“, kritisierte ein Redner.

Ich frage noch einmal ehrlich:

Für welche Werte stehen sie denn, die aktiven Hertha-Fans?


26. März 2018 um 11:51  |  644729

[…] [Immer Hertha] Das Fanszene-Treffen oder Sehnsucht nach Nestwärme: http://www.immerhertha.de/2018/03/25/das-fanszene-treffen-oder-die-sehnsucht-nach-nestwaerme/ […]


sunny1703
26. März 2018 um 11:52  |  644730

@elaine

Ich glaube das war auch gegen Freiburg mit den pfiffen. Und dafür gab es dann auch Kritik an den Fans. . …und ich hoffe Taschentücher vom blogchef. 🙂

@Opa

Danke für deinen Beitrag um 09 uhr 51.
100 Prozent Zustimmung zu deinem Beitrag um 10 uhr 55.

Daumen hoch

sunny


Paddy
26. März 2018 um 11:55  |  644731

@ Exil-Schorfheider
26. März 2018 um 11:30 | 644725

…naja Heutzutage kann man nichts mehr sagen, ohne, dass sich irgendwer daran stört, aber so ist nunmal die Zeit… man kommt damit klar oder eben nicht und ich wollte nur darlegen, was exberger damit wohl meinte und nicht einen „sinnbildlichen Krieg“ in Brand setzen… wäre ja noch schöner, dies alles aus den Lehrplänen zu streichen, mich persönlich hatte damals Geschichte NULL interessiert, aber nachgeholt habe ich es dann trotzdem, da es nicht unwichtig für dieses Land ist… die Geschichte wird dem deutschen Volk leider noch sehr lange nachhängen, auch dann, wenn wir alle schon im Grab sind…
es gibt nunmal sensible Themen, die man nicht so einfach abkanzeln kann, da auch ich keinen deutschen Hintergrund habe sondern aus dem Ostblock stamme und sehr viele verschiedene Sichtweisen dazu auch schon mitbekommen habe…
Ich glaube einfach ich sollte wieder mehr mit den Smileys arbeiten, bevor man in eine Ecke gedrängt wird, in die ich einfach nicht möchte… 🙂

@Exil-Schorfheider es sollte schon übertrieben klingen, damit es auch jeder verstehen mag 🙂 oder willst du mir erzählen, dass alles tutti ist, wenn plötzlich ein Trupp an dir vorbeimarschiert?^^ 😛
Ich habe da z.B. immer nachgefragt, was die da machen und wofür die stehen [bzw. sah man dies auf den Plakaten (Schildern) die in die Luft gestreckt wurden] 😛 …


Opa
26. März 2018 um 12:10  |  644733

Fragen zu Werten an aktive Fans
@Exil: Die Frage ist ungenau. Erstens müsstest Du definieren, wen Du unter den Begriff der „aktiven Hertha-Fans“ siehst. Sind das nur die Ultras oder umfasst dieser Begriff andere Teile der Fanszene? Das ist wichtig, um Deinen Erwartungshorizont zu kennen, von wem Du eine Frage auf Deine Antwort erwartest. Zweitens finde ich den Wertebegriff etwas schwammig. Was sind denn Werte, für die ein Fußballverein und für den Fußballfans so stehen? Schöner Fußball? Treue und Leidenschaft? Kampf gegen oder für gesellschaftliche Themen? Politische Statements?

Woran sich vernehmbar gestoßen wird, sind Aktionen wie „Take a knee“ oder „freedeniz“, deren Absichten zwar durchaus gut sind, aber die in ihrer Durchführung eher auf die kurzfristige Wahrnehmung auf Twitter zielen, ohne auch nur im Ansatz erkennen zu lassen, dass das eine Repräsentanz von Werten ist, für die Hertha steht, zumal beide Aktionen ja nicht nur bei Hertha, sondern in der Gesellschaft umstritten sind und beides auch als politisches Statement wahrgenommen werden kann.

Das eine als „disrespecting“ und als Zeichen des Protests gegen den US-Präsidenten (verpackt unter dem Mantel des Protests gegen Rassismus), das andere als Engagement für einen Mann, der zwar ohne Frage zu Unrecht in Haft saß, aber der eben auch extrem provokative und falsch verstehbare Texte publiziert hat, die wenig davon spüren ließen, dass er auf die Solidarität des deutschen Volkes Wert legen würde.

Und mit Hertha hatte weder das eine noch das andere wirklich zu tun.

Marschieren
Paddy: Vielleicht bist Du bereit, den bereits erläuterten Kontext zur Kenntnis zu nehmen, dass 1. der Marsch eine Gangart ist, der schon von den römischen Legionären vollzogen wurde, Alexander der Große marschierte durch die Gedrosische Wüste, Moses ließ sein Volk aus Ägypten marschieren. Dieser Begriff muss nicht zwingend martialisch besetzt sein, er ist es nur dann, wenn man ihn nicht in den Kontext bringt. 2. Die Reichsstraße wurde 1906 als Remineszenz an die Reichsgründung 1871 benannt. Ein Datum, was für die deutsche Geschichte eine immense Relevanz hat, weil zu diesem Zeitpunkt aus zerstrittenen Kleinstaaten eine Nation entstand. Das besungene „Einigkeit“ in der ersten Zeile unserer Nationalhymne ist Ausdruck für den Willen der Menschen, geeint im deutschen Vaterland zu leben. Das hat nüscht mit einem Kontext zu tun, den exberger oder Du hier fälschklicherweise konstruieren wollen, weil ihr Euch an einem Begriff stoßt, den ihr ganz offensichtlich schlicht inhaltlich nicht zu verstehen scheint. Scheinbar nicht mal dann, wenn man ihn Euch erklärt. Da helfen übrigens auch keine Smileys.

Wenn bei Hertha wie bei vielen anderen Fanszenen auch zu einem Fanmarsch aufgerufen wird, dann als Zeichen, den Verein zu unterstützen, die Einigkeit der Fans zu demonstrieren, die – seien sie inhaltlich in vielen Bereichen auch noch so weit voneinander entfernt – durchaus gemeinsame Interessen haben, z.B. dass sie nicht für Kampagnen instrumentalisiert werden wollen, die man auch der persönlichen Profilierung eines Mitgliedes der Geschäftsführung auslegen kann.

Hinterfragen ist immer gut. Nachplappern hingegen weniger und historisch falsche Zusammenhänge zu konstruieren, geht halt gar nicht.


Uwe Bremer
Uwe Bremer
26. März 2018 um 12:14  |  644734

@sunny

dass @Opa nix zu Deiner These gesagt hat, hast Du ja sicher gelesen.

Was ich nicht gelesen habe: Eine Antwort von Dir auf meine Frage, ob die negativen Pfiffe/Stimmung in den englischen Stadien (die Du behauptet hast) dazu geführt hat, dass die Fans aus den Stadien gedrängt worden sind.

In meiner Erinnerung ist das Gegenteil richtig. Europacup-Spiel auf der Insel in den 1970igern und -80iger für Bundesligisten Highlights. Weil die deutschen Profis die Stimmung „steil, nah, laut“ richtig gut fanden.

Dass die Holztribünen aus den 1920ern und -30ern irgendwann den modernen Anforderungen nicht mehr standgehalten haben, dazu das Spieltag-für-Spieltag-wiederkehrende-Hooligan-Problem waren der Grund für die Veränderung der Zuschauerzusammensetzung.

Wer sich auskennt weiß, dass das Hooligan-Problem in England eben nicht mehr im unmittelbar Stadionumfeld bei Premier-League-Spielen stattfindet. Warum nicht? Weil diese Klientel in der Regel dort nicht anzutreffen ist.


Paddy
26. März 2018 um 12:28  |  644735

@Opa

der Begriff „marschieren“ , hatte ich bisher immer mit dem dritten Reich in Verbindung gebracht… daher wohl meine Unkenntnis 🙁
Sorry dafür und vielen Dank für die kleine Geschichtsstunde, dass meine ich wirklich so, wie geschrieben… zu den Straßen hatte ich nichts verlauten lassen…


Opa
26. März 2018 um 12:40  |  644737

Kolportagen?
Wer sich auskennt, weiß, dass sich bis heute in England in den und um die piekfeinen Premier-League-Stadien gehauen wird. Wird halt nur in der Regel nicht von sky&Co. übertragen, weshalb es für viele als „gelöst“ wahrgenommen wird, obwohl das gesellschaftliche Phänomen von Gewalt nicht gelöst ist. So wie zwischenzeitlich der Görli auch „drogenfrei“ erklärt wurde, obwohl am Bahnhof Prinzenstraße schwungvoll Handel getrieben wurde. Vermutlich alles eine Frage der Definition von „Umfeld“. Oder der Wahrnehmung? Oder des Umgangs mit Wahrnehmung?


sunny1703
26. März 2018 um 12:45  |  644738

@Uwe

Vielleicht ist das etwas undeutlich rüber gekommen. Mir ging es darum zu zeigen, dass in England ein nicht genehmes Publikum entfernt wurde, durch was auch immer.

Ich war mehrmals bei spielen von Arsenal beginnend 1976 bei einem auswärtsderby bei West ham, einigen Spielen in highbury und zuletzt ich glaube 2007 in diesem Emirates klotz.

Und ja du hast recht, während ich in den Slums von West ham nach dem spiel fast die Hosen voll hatte als es dort zur Sache ging, war das letzte Spiel sicher wie der Besuch eines Zoos oder der Philharmonie.

Nur so war auch die Stimmung. Was dazu geführt hat, können @Opa und andere organisierte Fans sicher besser beurteilen. Es fehlte ein teil Fans, das war so mein Eindruck.

Lg sunny


26. März 2018 um 12:51  |  644739

@opa

Grundsätzlich richtet sich die Frage an denjenigen, der die Aussage auf dem Fan-Konklave getroffen hat, damit aber bestimmt den Tenor vieler Anwesenden getroffen hat.
Es muss ja folgerichtig also irgendetwas existieren, ein Manifest vielleicht(vielleicht ja zwei Tontafeln?), auf dem die 10 Gebote, äh, die Werte(sorry, in der Karwoche geht es wohl mit mir durch), für die man steht, festgehalten wurden.

Oder sehe ich das falsch?


26. März 2018 um 12:55  |  644740

Kann es sein, dass es sich bei diesen Leuten um das angeblich entfernte Publikum handelt?
Find ich übrigens großartig, dass die ihrem Investor huldigen…

https://www.youtube.com/watch?v=XZew1wc6COA


blauball
26. März 2018 um 12:56  |  644741

Seit Keuter hat man von Hertha mehr positive, lustige und zeitgemäss aufbereitete News gesehen, als die „Fans“ der Ostkurve jemals generiert haben und werden. Nun werden vom Verein die Regeln des Zusammenlebens durchgesetzt, denn die Zahl der negativen Fan-Aktionen und Fan-Skandale waren beschämend. Einen Teil vom Zuschauerdesinteresse an live kann sich diese organisierte Minderheit auf ihr Banner schreiben.

Was bin ich froh, dass die wenigstens bemerkt haben, ihr Traditionverständnis von Hertha ist von vorgestern.


Better Energy
26. März 2018 um 13:31  |  644742

Bei der letzten MV berichtete Ingo Schiller von einem Jahresfehlbetrag von über 7 Millionen Euro pro Jahr für die letzten zwei Jahre.

85.000 weniger Zuschauer pro Jahr heißt daher auch einen noch höheren Verlust pro Jahr.

Der von Uwe Bremer genannte Betrag von 25€ pro Person ist nur das Minimum des fehlenden Ertrags, da die Preise der Tickets variieren. Ausserdem sind von Uwe nicht berücksichtigt die zusätzlichen Erträge aus Merchandising usw. Hinzu kommt auch die geringeren Erträge aus Werbung auf dem Gelände.

Wie bereits aus dem letzten veröffentlichten Jahresabschluss ersichtlich, decken die Erlöse des Spielbetriebs nicht mehr die dafür notwendigen Aufwendungen.

Es geht also sehr wohl um Hertha und der harte Kern macht sich sehr wohl Sorgen.

Noch etwas : Bei der letzten MV zeigte Ingo Schiller den Mitgliedern die Entwicklung des Ebita, nicht jedoch den Ebit.


Opa
26. März 2018 um 13:32  |  644743

@Exil: Die Stimmung bei Westham fängt dieses Video wohl besser ein 😉

Aber zurück zu „Deinen Werten“: Mir ist nichts von Tontafeln, einem Manifest oder ähnlichem bekannt. Fußballfans organisieren sich oft „anarchisch“, das Bindeglied ist der Verein, in unserem Fall Hertha BSC, wo jeder Fan wohl mal ein individuelles „Erweckungserlebnis“ hatte. Einige (vermutlich wenige) fühlten sich vom schönen und erfolgreichen Fußball angezogen, andere wollten vielleicht nur Teil der Masse sein und dann gibt’s dann noch Lokalpatrioten und viele andere Motivationen, zu denen sicher auch „sich mal ausmeckern zu können“ gehört. Viele von denen fragen sich aber, was z.B. „Take a knee“ mit Hertha zu tun haben soll.

@blauball: Niemand bestreitet Keuters positiven Einfluss auf die digitalen Auftritte des Reiseschreibmaschinenvereins. Daran entzündet sich kaum Kritik, sondern an der Unverhältnismäßigkeit der z.T. aufwendigen Kampagnen und den strittigen Absichten, aus denen man Engagement zeigt.

Dass der Verein „Regeln des Zusammenlebens“ durchsetzen will, hatten wir in den 80er Jahren schon, damals gab’s Vertrauensausweise, die vom damaligen Sicherheitsbeauftragten ausgestellt wurden und ohne die man nicht in blauweiß ins Stadion durfte. War kein Erfolgsmodell. Überhaupt ist die Steuerbarkeit, wer sich für einen begeistert, nur eingeschränkt steuerbar.

Damals fragte allerdings kaum jemand, wofür Hertha stand, weil diese Frage einfach keine Relevanz hatte. Das war Fußball und alles, was dazu gehört. Ein von der Lebensrealität abgekoppelter Familienblock gehörte übrigens nicht dazu. Wozu auch, es war (fast) immer genug Platz im weiten Rund des Olympiastadions.


blauball
26. März 2018 um 14:02  |  644744

@opa
Ich finde, ein Familienblock ist absolute Lebensrealität. Die Nachfrage regelt das Angebot. Gerade wegen den nicht steuerbaren Gewaltausbrüchen. Der Verein hat bisher immer die Hooligans weitgehenst beschützt und jede Strafe ohne zu zucken bezahlt, ganz traditionell.


raffalic
26. März 2018 um 14:38  |  644745

@ Podcast:

Wie zufrieden ist man bei Hertha intern mit der aktuellen Digitalisierungs- bzw. Kommunikationsstrategie?

Auf die Entwicklung welcher Kennzahlen legt Hertha hierbei besonders großen Wert (Follower, Retweets, Likes…?) und wie liegt Paule diesbezüglich im Rennen?

Meine These:

Ich kann mir gut vorstellen, dass man intern mit Paul Keuter und seinem Team sehr zufrieden ist, die Frage ist ja immer welche Ziele intern gesetzt wurden. „Take a knee“ & co. haben bekanntlich international durchaus für Schlagzeilen gesorgt und so den Bekanntheitsgrad des Vereins vergrößert. Das muss nicht jedem gefallen, erfüllt aber möglicherweise genau seinen Zweck.


26. März 2018 um 14:53  |  644746

Ich finde die Ostkurve in der Regel klasse.
Ich finde die Digi-Kampagne überwiegend positiv
Ich finde den Familienblock wichtig und realistisch
An allem gibt es Dinge zu verbessern
Die Gemeinsamkeiten müssen vielleicht stärker betont werden als das Trennende


Kamikater
26. März 2018 um 15:19  |  644748

Heute wurden eine Menge richtige und wichtige Dinge geschrieben, von @blauball, @apo, @raffalic und @opa.

Danke dafür.


Etebaer
26. März 2018 um 16:13  |  644749

Hab heut mal wieder durchgelesen und fand das alles interessant und informativ.
Opa mit einem beeindruckenden Wissenschatz, UB weise, seids Alle und Beide bedankt!

OaO


Langer
26. März 2018 um 16:15  |  644750

@blaubal lGerade wegen den nicht steuerbaren Gewaltausbrüchen.

Zu dieser Aussage hätte ich gerne Konkretes, wenn Du das Olympiastadion meinst. Hier hat es in den gefühlt 50 Jahren in denen ich es Besuche eine Handvoll „Rangeleien“ gegeben. Die Situation im Stadion mit der von „Gewaltausbrüchen“ zu vergleichen halte ich doch für mehr als übertrieben und sie wird der Wirklichkeit einfach nicht gerecht.
Nach dem Nürnbergspiel gab es seinerzeit ein paar frustierte Fans, welche mit Plastikstangen(die in der Presse zu Eisenstangen wurden) in den Innenraum drängten. Ansonsten ist die Lage im Olympiastadion herzlich friedlich. Bitte mal bei der Polizei nachfragen. Auch die Pyroaktionen der Fans, welche meinen das gehört dazu, finden immer auswärts statt, nie im Olympiastadion.

Da sollten wir vorsichtiger mit Formulierungen sein.


dedel
26. März 2018 um 16:41  |  644751

Ich finde den Familienblock klasse und nutze diesen auch.
Dort sind die Leute entspannt und friedlich.
Keiner wird gezwungen sich für diesen Block Karten zu holen.


Blauer Montag
26. März 2018 um 16:48  |  644752

Ich teile diese Erinnerung.

Bei der letzten MV zeigte Ingo Schiller den Mitgliedern die Entwicklung des Ebita, nicht jedoch den Ebit.


Blauer Montag
26. März 2018 um 16:56  |  644753

Genau so war’s sunny1703
26. März 2018 um 11:52 | 644730

Zum ersten Mal in dieser Saison pfiffen die Zuschauer, wenn Hertha am Ball war und Querpässe spielte, statt den Ball nach vorne zu bringen. Gute Pässe in die Freiburger Hälfte wurden zu selten gespielt.


Kamikater
26. März 2018 um 17:07  |  644755

Ursula
26. März 2018 um 17:32  |  644757

Blauer Montag
26. März 2018 um 16:56

„Gute Pässe in die Freiburger Hälfte
wurden zu selten gespielt.“

DOCH es gab ab und zu „gute Pässe“
in die Hälfte des Gegners auch gegen
ANDERE als Freiburg…

…Herthas Problem ist ein anderes!

Die Verwertung solcher Pässe oder
Versuche des „Vertikalen Spiels“,
durch die richtigen Laufwege der
Mitspieler, eine Umsetzung in die
Strafraumnähe durch „Mitdenken“
der Angespielten!!

Ich erinnere gern an Iniesta zum 1 : 0
gegen Deutschland, einen vertikalen
Pass an Hummels vorbei, und sein
Mitspieler Rodrigo wusste, was der
Iniesta meinte…

…und folglich Gefahr oder Schlimmeres!

Ich erinnere ungern an den Kollegen
Esswein, der wahrscheinlich nur seinen
WEG nach Hause kennt und findet(?)…


Blauer Montag
26. März 2018 um 17:49  |  644758

Solch ein Vergleich wird Iniestas „no look Pässen“ nicht vollumfänglich gerecht um 17:32. Ein Steinadler hat ja auch andere Qualitäten als eine Wasseramsel.


Ursula
26. März 2018 um 18:00  |  644761

Nun gut, so weit würde ich
nicht gehen, einen Ausnahme-
Fußballer mit einem Steinadler
zu vergleichen und Herthas
„Mittelfeldler“ mit einer Wasser-
amsel( wer kennt die schon?),
netter Vergleich!

ABER ich bin ein Seher, ich
wusste, dass so ein Hinweis
in irgendeiner Form kommen
würde! Tja…

Aber es ging mir nicht um diesen
„Steinadler“, sondern um diese
Verwertung der Mitspielervögel…


Uwe Bremer
Uwe Bremer
26. März 2018 um 18:05  |  644763

@DieNamen

Iniesta und Isco tauchen im neuen Immerhertha-Podcast (siehe nächster Thread) gleich in den ersten zwei Minuten auf …


Ursula
26. März 2018 um 18:26  |  644766

Danke für den „Hörhinweis“!


26. März 2018 um 19:24  |  644770

@Kamis „Welt“-link..um Himmels Willen..wenn Rummenigge sauer ist..Na, bitte, dann kann ja es ja nicht so falsch gewesen sein.- Und dann fällt mir noch ein: tschüssi, Reisende soll man nicht aufhalten!


Uwe Bremer
Uwe Bremer
26. März 2018 um 19:50  |  644773

@apoll

die Mehrheit der Bundesliga-Klubs teilt übrigens die Rummenigge-Meinung (jedenfalls die ohne Ausnahmegenehmigung)


26. März 2018 um 20:17  |  644774

ist mir ziemlich egal, was die so denken. Sich zu enthalten, gar nicht dabei zu sein..und dann hinteher zu greinen..Kindertheater.


Uwe Bremer
Uwe Bremer
26. März 2018 um 20:42  |  644777

@apoll

die interessanten Entscheidungen liegen nicht hinter der DFL, sondern vor der DFL


26. März 2018 um 21:00  |  644780

..ist mir schon klar, finde Rummenigges Auftreten trotzdem zum schief lachen.


hurdiegerdie
26. März 2018 um 21:10  |  644784

Wobei Bayern ja als einer der 4 „Vereine“ dagegen gestimmt hat. Aber @Apos Frage finde ich schon richtig. Wenn ausser jenen mit Ausnahmegenehmigung alle Erstligaclubs eher mit Rummenigge gehen, warum haben sie nicht gegen den Antrag von Pauli gestimmt?

Ich gehe weiterhin davon aus, dass der Antrag so schwammig war, dass er wenig bedeutet.

Es wird eine Grundsatzdebatte geben und dann wird neu abgestimmt.


sunny1703
26. März 2018 um 22:25  |  644790

50 plus 1 kann doch, wenn ich es recht verstehe nur mit einer zweidrittelmehrheit des DFB Bundestages in der aber die liga keine Mehrheit hat, verändert oder abgeschafft werden.

Ich hoffe, ich habe das richtig verstanden.

Bei den juristischen fragen muss man abwarten, der europäische Gerichtshof greift bei solchen Fragen weniger in die innerstaatlichen Befugnisse ein, als bei dem Thema bosman und der dahinter steckenden frage der freien arbeitsplatzwahl.

Und es bleibt ja die frage ob man einer Liga mit einer so oder so schon marktbeherrschenden Stellung noch mehr finanzielle macht per Urteil gibt, um diese gegenüber der großen Anzahl anderer EU Ligen auszubauen.

Aber wer weiß schon wie die dort am EU Gerichtshof ticken. 🙂

LG sunny


hurdiegerdie
26. März 2018 um 22:49  |  644792

sunny1703
26. März 2018 um 22:25 | 644790

„50 plus 1 kann doch, wenn ich es recht verstehe nur mit einer zweidrittelmehrheit des DFB Bundestages in der aber die liga keine Mehrheit hat, verändert oder abgeschafft werden.“

Guter Punkt! Hatte ich so noch nicht berücksichtigt. Wie sehen die Regelungen zwischen DFB und DFL aus?


Exberger
26. März 2018 um 23:55  |  644797

Also seit wann und warum die Reischsstrasse Reichsstrasse heißt , war mir in der Tat nicht bekannt. Und meine spontane Assoziation des Marsches mit der Reichsstrasse war vielleicht etwas zu weit hergeholt.Auch ich bedanke mich für die historische Aufklärung.

Ich wollte damit auch zu keiner Zeit jemandem
irgendeine Gesinnung unterstellen. Was das betrifft bin ich im Gegenteil wirklich fast schon stolz, das sich rechtsextremistische Ausfälle im Rahmen unseres Fanumfeldes zu einem Randphänonomen entwickelt haben.

Unabhängig von der mir bisher unbekannten konkreten Geschichte der Reichsstrasse ist der Begriff Reich nicht nur für mich belastet. Und Hertha residiert nun mal auch in diesem Kontext an einem sensiblen Örtchen.

Ich habe wirklich kein Problem damit, wenn man nicht einer Meinung bzw. nicht meiner Meinung ist und dagegen argumentiert. Ganz im Gegenteil finde ich das interessant und anregend und ich revidiere auch tatsächlich das eine oder andere was ich so behaupte.

@opa: ich lese Deine Kommentare oft gerne – allerdings argumentierst Du manchmal auch zu Gunsten rhetorischer Höhepunkte nicht ganz richtig und wohlfeil.
‚ganz ohne Kontextverständnis‘ ist doch komplett übers Ziel hinausgeschossen ohne jegliches Bemühen auch nur zu versuchen zu verstehen was ich gemeint haben könnte. Das Schreiben ist mir scheinbar nicht so gegeben wie Dir.

@bckstreet, @exil
Ich kann leider nicht genau sagen warum, für mich fühlt es sich einfach nicht gut an. Als angemessene und vorallem produktive Reaktion darauf empfände ich: Ich habe davon schon gehört – oder ich kann das nicht nachvollziehen, ich bin nicht Deiner Meinung, meinst Du nicht … what eher.
Aber das plump mit verqueerer oder indoktrinierter Haltung oder jedem das Seine (Vorsicht Provokation ) zu diffamieren ist einfach schwach.
Berlin, das ist doch auch openminded – trifft das auch auf Euch zu?

Jedenfalls meine abgeschwächte These von heute morgen:

Marsch der Tradition ist für mich kein gutes Motto!


sunny1703
27. März 2018 um 1:26  |  644800

27. März 2018 um 2:14  |  644804

@exberger..danke für deine persönliche Erklärungen.
Was manche vielleicht zuviel an Sprachsensibilität haben, haben andere oft genug zu wenig- Und lieber bißchen zuviel, als zuwenig, würde ich in diesem Zusammenhang mal sagen..
Marsch UND Tradition..klingt deshalb (für dich und sicher auch andere), so ungut, weil gleich beide Begriffe ( dann noch das“ Reich“) an eine nicht ganz so tolle Zeit und verdrehte Köpfe erinnern.
Assoziationskette: Traditionen-Marschieren-Reichssfeld..du wirst nicht der Einzige gewesen sein, dem das etwas aufstieß
Ich bin sehr für Sensibilität- hatte aber zugegebenermaßen auch keinen Beiton wahrgenommen.-
Wenn nun jüngere Menschen zukünftig für solche Aktionen andere Begriffe finden sollten, wäre das ok. und vermutlich besser. Ich mag weder Stechschritt , noch allzu feste Ordnungen, wenn Menschen sich für eine gute Sache treffen wollen

Was ich sagen will: lass dir deine Sensibilität nicht nehmen: lieber mal, wie heute, etwas Relativierendes, sich sagen lassen- das ist allemal besser als gedankenlos zu sein
Nimmt man nämlich den Satz“Marsch der Tradition“ für sich ganz allein, stimme ich dir mittlerweile zu: irgendwie kein gutes Motto, und auch ein ziemlich schiefes Sprachbild, nebenbei gesagt.


27. März 2018 um 2:22  |  644806

trotzdem würde mich auch sehr interessieren, welche Werte denn genau, bei Hertha vermißt werden. Mal abgesehen von solchen ungenauen und deftig aufgeladenen Begriffen, wie „Tradition“.
Je differenzierter da formuliert wird, desto besser kann ein Austausch stattfinden.


sunny1703
27. März 2018 um 4:56  |  644816

@apollinaris

Wörter werden benutzt und von manch jemandem sogar missbraucht. Das geht bis in die heutige Zeit in der meinetwegen einstmals mit sozialen Errungenschaften zusammen hängende Begriffe nun genau mit der Abschaffung oder zumindest einer verschlechterung derselben benutzt werden wie das Wort Reform.

Ich verbinde mit dem Begriff Marsch die Rettung von Menschen bei Feuer durch Wasser Marsch.
Ich verbinde mit Marsch die auch demnächst wieder stattfindenden Ostermärsche, die wenn auch immer weniger Aufmerksamkeit erregend so doch eine wichtige pazifisTische und antimilitaristische Tradition darstellen.
Ich verbinde damit den Marsch auf Washington der für die USA so wichtig war, wie die montagsdemos in der DDR.
Wer reden des vermutlich beliebtesten deutschen Kanzlers erlebt hat, weiß wie einfache Worte ausgesprochen sich wie eine Waffe anhören können. Dieselbe rede heute im bt durch einen Abgeordneten der xy Partei verschallt im rhetorischen nichts von Langeweile.
Jedem das seine,benutze ich ebenso selbstverständlich wie andere Floskeln obwohl Angehörige von mir hinter einem Tor mit dieser Aufschrift umgekommen sind.
WeR sich von irgendwelcher Vergangenheit dazu ermuntert fühlt,manches mit bedacht in den Mund zu nehmen, bitte, nur er sollte nie vergessen in unserer Geschichte haben alle Blut an den Pfoten, manche mehr,manche weniger. Stellen wir damit zusammen hängende worte auf einen wortindex ist unsere schöne Sprache um 10 bis 20 Prozent ärmer.

Nein, es geht mir nicht um vergessen,nur erinnere ich mich auf meinem eigenen Weg .

Mit der DDR ist es noch gut möglich ,weil der Austausch mit bürgern des staates möglich ist.

Aber auch mit der nazizeit. Ich war zb.noch nie am holocaustdenkmal,nicht aus einem Dogma heraus,sondern weil ich ahne, dass ich dort nichts empfinde. Denn selbst die besuche in Sachsenhausen oder Buchenwald ließen mich ziemlich unberührt, da gab es keinen emotionalen Bezug trotz familiengeschichte.

Doch wenn uns der Zufall mal am s Bahnhof Grunewald sein lässt,gehen Wolke und ich Gleis 17 besuchen. DOrt bekomme ich ein Gefühl der Wut über die vielen die dem schreienden unrecht was dort an Menschen passierte,zugeschaut und meinten von nichts gewusst zu haben.
Aber während Busse zum Denkmal gekarrt werden, sind wir an Gleis 17 immer alleine. Zeit in ruhe zu besinnen, ein Teelicht anzuzünden oder einen Stein zu legen……Für das nichtvergessen und ein friedliches miteinander und einen respektvollen Umgang untereinander.

Es liegt an uns das umzusetzen und es liegt an uns Wörter als Teil der schönen Sprache zu nutzen und sie nicht von wem auch immer missbrauchen zu lassen.

Verzeiht meinen ot Ausflug

Lg sunny


Carsten Korjahn
27. März 2018 um 10:26  |  644820

Durch die 80er und 90er Jahre hat Hertha 1-2 Generationen verloren. Mit dem Aufstieg 97 haben wir wieder an Zuspruch gewonnen, so dass wir heute einen treuen Stamm von 35000 – 40000 haben. Aber die Abneigung bzw. nicht Beachtung in Berlin ist immer noch groß, auch im ehem. West-Berlin. Dann kommt noch hinzu, dass wir teilweise einen scheiß Fussball spielen, wo die Zuschauer nur noch die Hände vor dem Kopf schlagen. Außerdem verändert sich der Profifußball sich in seinen Strukturen, wo jeder mit sich ausmachen muss, wie weit er den Weg mit geht.
Ich werde immer Herthaner bleiben, aber mein Stadionbesuch bei den Profis scheint langsam auf der Zielgraden einuubiegen. Wann ich das Ziel erreiche, weiß ich aber selber noch nicht.
Da ich auch eine Dauerkarte von Ama Zwee besitze (1.Mannschaft des EV, Bezirksliga), bin ich weiterhin auf fem Fußballplatz und unterstütze weiterhin Hertha BSC.


exberger
27. März 2018 um 12:12  |  644835

@sunny – sehr gute Antwort!

Anzeige