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(jl) – Die sozialen Netzwerke glühen und halb Fußball-Deutschland diskutiert sich den Mund fusselig. Der Grund: Noch-Nationalspieler Mesut Özil hat sich auf seinen persönlichen Profilen erstmals zu seinen scharf kritisierten Fotos mit dem türkischen Staatschef Erdogan geäußert. Die Selbstkritik hält sich dabei in Grenzen, stattdessen teilt der Weltmeister von 2014 aus, unter anderem gegen den DFB, Sponsoren und einseitig berichtende Medien.

Kalou und Co. posen für die DFL

Die Hertha-Profis zeigten sich den Medienvertretern derweil von ihrer Schokoladenseite. Am heutigen Sonntag stand der obligatorische Mediaday der DFL auf dem Programm, Teamfoto inklusive. Wie das aussah? Ungefähr so:

Einer erschien dabei in gewöhnungsbedürftigen Look zum Pressetermin, nämlich mit zwei Gehhilfen. Vladimir Darida hat mit dem Knochenmarksödem in seinem Knie offenbar mehr zu kämpfen als erhofft. Die Schonungsmaßnahmen haben bisher keine Besserung bewirkt. Nun wird der Mittelfeldmotor komplett aus der Belastung genommen. Den Saisonstart wird Darida deshalb verpassen. Trainer Pal Dardai:

 „Mit Vladi wird uns zum Saisonstart ein wichtiger und erfahrener Spieler fehlen. Der Ausfall schmerzt. Ich hoffe, dass er möglichst bald zurückkehrt.“

Geburtstagsständchen im Flieger

Apropos Rückkehr: Herthas Rückreise vom Test in Bergamo (2:3) geriet durchaus unterhaltsam. Verantwortlich dafür waren zwei Routiniers. Torhüter Thomas Kraft, der in seinen 30. Geburtstag feierte. Und Teamleiter Nello di Martino, der es sich mal wieder nicht nehmen ließ, ein Ständchen zu schmettern. Hört und seht selbst:

Vorerst haben Herthas Profis ein paar Tage frei. Sie werden die individuellen Trainingspläne von Fitness-Coach Henrik Kuchno abarbeiten. Die Rede war von vier freien Tagen. Wann genau die nächste Übungseinheit auf dem Schenckendorffplatz stattfindet, ist noch nicht terminiert. Wir halten euch auf dem Laufenden.

Schönen Abend, kommt gut in die Woche.


112
Kommentare

dewm
22. Juli 2018 um 19:05  |  658366

HA!


Elfter Freund
22. Juli 2018 um 19:08  |  658367

Ho


Colossus
22. Juli 2018 um 19:10  |  658368

He


psi
22. Juli 2018 um 19:13  |  658369

Hertha BSC!


Better Energy
22. Juli 2018 um 19:23  |  658370

Der Meister von der Spree!

Bald in Bolzano


Friedrichshainer
22. Juli 2018 um 19:43  |  658371

Mann, mann. Propagandafoto mit einem Diktator machen und sich dann über die negative Resonanz beschweren. Da kann man echt nur den Kopf schütteln. Aber ihm jetzt die Schuld am Ausscheiden der deutschen Mannschaft zu geben ist auch ziemlich übertrieben.


Uwe Bremer
Uwe Bremer
22. Juli 2018 um 20:10  |  658373

@Özil III

der dritte Teil seiner Erklärung, eine frontale Attacke auf DFB-Präsident Grindel samt der Ankündigung, nicht weiter das deutsche Nationaltrikot zu tragen – hier


Colossus
22. Juli 2018 um 20:14  |  658374

Teils nachvollziehbare Argumentationen,teils viel Ablenkung,heutzutage whataboutism genannt und selbstmitleid.Denke er ist damit seiner Nichtnominierung zuvor gekommen. Dass Grindel angezählt wird find ich wiederum nicht schlecht


Jack Bauer
22. Juli 2018 um 20:24  |  658376

In der Tat, viel whataboutism und ein bisschen zu wenig Selbstkritik. Dennoch hat er wie schon vorhin von mir gesagt mit einigen Punkten durchaus Recht. Wenn das beschriebene Verhalten von Grindel nur im Ansatz der Wahrheit entspricht (er sagte ihm persönlich in Berlin, die Geschichte sei vorbei, um ihn dann später den Leuten zum Fraß vorzuwerfen), ist dieser Mann endgültig nicht mehr tragbar für den DFB.


22. Juli 2018 um 20:27  |  658377

Nun ja ,was macht Gündogan? Erleichtert auch
er Löw das aussieben?


Jack Bauer
22. Juli 2018 um 20:33  |  658378

Ich denke, dass Gündogan weiter für Deutschland spielen will und dass auch Löw sportlich weiter auf ihn setzt. Da sich Grindel, Bierhoff und co. ausschließlich auf Özil gestürzt haben, werden sie wohl weiter auf Gündogan bauen. Da ich denke, dass Khedira Zeit abgelaufen ist, wird er neben Kroos wohl gesetzt sein, zumal er auch die 10 spielen kann (Özils Position).


King for a day
22. Juli 2018 um 20:39  |  658379

Whataboutism. Wie ich dieses Wort… liebe.

What about the Highlights gegen Bergamo?
https://youtu.be/_W6rlROsRRc
Was hat denn Kalou für eine Auszeichnung bekommen?


Blauer Montag
22. Juli 2018 um 21:05  |  658380

Das Trikot des besten Bergfahrers Kfday 20:39? 😕


Ursula
22. Juli 2018 um 21:32  |  658381

Ich bleibe dabei, dieses ganze Gedöns
um Gündogan und Özil hätte spontan
weit vor der WM vom Tisch sein müssen,
was aufgrund des mangelnden Intellekts
dieser Protagonisten Grindel, Bierhoff
und letztlich auch Löw, einfach nicht
möglich, nicht gewollt war…

…UND DIE sind zum Nachtteil „unseres“
deutschen Fußballs noch immer in Amt
und Würden! Denn Özil spricht trotz der
vielen Diskrepanzen zur Öffentlichkeit
einige relevante Punkte durchaus als
richtig an, wie ich finde, in my opinion …..

Nächtle!


Uwe Bremer
Uwe Bremer
22. Juli 2018 um 21:48  |  658382

@Özil-Statement

in deutscher Übersetzung – Ich werde nicht länger der Sündenbock für Grindels Inkompetenz und seine Unfähigkeit sein – via SZ – hier


pathe
22. Juli 2018 um 22:11  |  658383

Schöne Tore beim Testspiel gegen Bergamo! Vor allem das von Dilrosun. Gefällt mir, der Junge!


dewm
22. Juli 2018 um 22:28  |  658384

Mir ist nicht klar, in welchem Zusammenhang Grindels Inkompetenz, die ich auch gar nicht bezweifle, von Özils „Erdogan-Begegnung“, samt Foto steht. War nun Erdogan Özils Präsident oder war Erdogan Grindels Präsident?

Warum soll die Feststellung eines Deutschen Nationalspielers, ein Präsident eines anderen Landes wäre SEINER (weil er Wurzeln in jenem Land hätte), mit der Inkompetenz des Präsidenten des DfB oder anderer Offizieller des DfB in einen Topf geschmissen und durchgerührt werden? Obwohl. Ich weiß das natürlich. Ich gehöre ja auch nicht der Zielgruppe dieser unsäglichen „Respektbekundungen“ an. In meinem Umfeld redet man nicht ständig von Respekt, man handelt verantwortungsbewusst. Und man gesteht seine Fehler ein. Fehler passieren und mit Fehlern kann nach deren Eingeständnis umgegangen werden. Als deutscher Nationalspieler hat Özil nicht verantwortungsbewusst gehandelt. Mir gehen diese Respektbekundungen orientalischer Art in Verbindung mit NULL Selbstreflexion und dem ewigen Gejammere vom Rassismus, all die anderen seien immer (!) so, so, sooo schlecht (und respektlos) zu einem, extrem auf den Keks.


Kristensen
22. Juli 2018 um 22:32  |  658385

„Meine Mutter hat mich gelehrt, nie zu vergessen, wo ich herkomme. Das sind die Werte, über die ich bis heute nachdenke …“ Zitat Özil
Mir scheint, der Herr Özil ist ein Beispiel für nicht gelungene Integration. Was haben wir falsch gemacht? An ihm kann es sicher nicht liegen.


22. Juli 2018 um 22:34  |  658386

..ach so, was mich bei bvb/Favre auch noch reizt. auf den ersten Blick scheint ja da ne Menge Konfliktstoff möglich: auf der einen Seite , die Idee, auch möglichst viel Sachverstand aufzubieten: um die Mannschaft kümmern sich neben dem üblichen staff, nun auch noch Kehl und entfernter, auch noch Sammer- af der anderen Seite wird ein Trainer geholt, der neben seinen fachlichen Qualitäten , auch den Ruf des eigenbrötlicheren Zauderers hat, der sich ungerne reinreden lässt: könnte auch von daheraus ( copyright: Stevens) eine spannende Sache werden- spannend in vielleicht mehrlei Hinsicht..

@kristensen..nö, in diesem Satz liegt nichts Falsches. Vielleicht meinst du Assimilation?-oder ich verstehe dich falsch.


Seppel
22. Juli 2018 um 22:38  |  658387

Oftmals necke ich gerne Leute, biete Ihnen Stöckchen an, aber folgende Zeilen sind meine ehrliche Meinung.
Ps.
Ich wähle nicht Rechts! Ganz im Gegenteil!
Özil hat nicht nur mit dem Foto für mich jedes Maß überschritten, sondern auch damit indem er sich lange Zeit nicht dazu äußerte.
Nun hat er es endlich geschafft dieses zu tun, bzw jemanden damit beauftragt dieses zu tun.
Keinerlei Selbstreflexion, kein Gefühl dafür das er eventuell etwas getan hat, was andere Menschen verletzt und viele nicht im Ansatz verstehen können warum er diesen „Präsidenten“ unterstützt! Er meint er sei „nur“ Sportler und kein Politiker! Aha! Was anderes als Politik ist das was er nun getan hat?
So sehr sich der gemeine Fan über Aussagen zu DFB Funktionären freuen mag, so sehr wird versucht diese zu instrumentalisieren.
Bis gestern fand ich sein Verhalten eher enttäuschend. Seit heute bin ich der Meinung, voll daneben und ich frage mich, wie dumm ist der eigentlich!?
Sollte ich Özil jemals wieder als Zuschauer sehen, werde ich ihn in Grund und Boden pfeifen!
Und ja, seit heute ist vergessen was er zum Erfolg beigetragen hat. Er hat (bei mir) alles verspielt! Schade, ein guter Fußballer zerstört sich und sein Denkmal 🏛 selbst.
Er geht den Weg wo es kein Zurück mehr gibt.
Ein Sinnbild für gescheiterte Integration?


Trikottauscher
22. Juli 2018 um 22:40  |  658388

#özil
herzlichen glückwunsch zum rücktritt, mesut özil!!

mit einem statement, das einen eigenanteil an der misere komplett außen vorlässt und lediglich die fehler bei anderen zu verorten versucht, lohnt es nicht, sich näher auseinanderzusetzen. werd erstmal reif…

bzw. um noch deutlicher zu werden: deine leistungen auf dem platz nach der wm 2014 waren i.d.r. ebenso verzichtbar, wie die fotosession mit erdogan bzw. deren missglückte rechtfertigung.

so lieferst du nur den populisten, ob deutscher oder türkischer herkunft, argumente. super!


dewm
22. Juli 2018 um 22:56  |  658389

@Apollinaris um 22:34 Uhr: War das nun ein Statement zum Thema Özil?

Kristensen hat mit dessen Feststellung RECHT. Özil ist Deutscher mit türkischen Wurzeln. Was genau dessen Mutter meinte, als sie ihrem Sohn Mesut auf den Weg gab, nicht zu vergessen, wo er her käme, bleibt im Dunkeln. Bei Wikipedia lese ich über Mesut Özil: Er ist in Gelsenkirchen geboren. Wo also kommt er her? Was wird Mesut seinem Sohn sagen wollen, wenn er diesem mitgibt, er solle nie vergessen, wo er herkäme? Was ist gemeint? Ist damit gemeint, dass der türkische Präsident immer und für alle Zeiten der Präsident der Özils sein wird? Und überhaupt, wie hältst Du es mit Deutschen, denen deren Herkunft und das „Deutschsein“ derart wichtig ist?

Und außerdem: Was ist DEINE Unterstützung des „Free Deniz“ wert, wenn Du nun das Özil-Statement von vorn bis heute zum Finale als „nie zu vergessen, wo ich herkomme. Das sind die Werte, über die ich bis heute nachdenke“ abtust. Erwartest Du von Deutschen nicht, dass die über ihre Statements nachdenken? VERDAMMT! Das ist Erdogan auf dem Foto. Nicht Yücel.


Ursula
22. Juli 2018 um 23:10  |  658390

# Missverstanden um 22:28 Uhr und
um 22:56 Uhr?

Ich gehe mit Ihnen ja grundsätzlich
konform und bin auch der Auffassung,
dass Gündogan und Özil diesen „Faux
pas“ hätten vermeiden sollen, MÜSSEN!

Nur bleibt es, für mich, doch dabei, dass
was ich ahnte und sich JETZT abspielt,
vor der WM hätte „abgewickelt“ werden
MÜSSEN!

Özil war und ist mit dieser spezifischen
Konfrontation überfordert, und wenn
man seine aktuellen Statements hinter-
fragen würde, wären seine Bekundungen
„pro Erdogan“ noch durchsichtiger!!

ABER dieses „Rumeiern“ von GRINDEL
ist auch für mich das Kriterium, wie der
„gute“ Özil (auf seine Kosten ) es sieht,
eine fast klassische Fehlinterpretation
der Vorkommnisse während der WM,
die wir gar nicht kennen, kennen können….

Özil versucht mit seinen bescheidenen
Mitteln, wohl von „Ghostwritern“ be-
einflusst, Feststellungen in seinem Sinne
nachzuvollziehen, oder was?

Seine Karriere in der Nati zu beenden,
wäre sicherlich auch von anderer Stelle
gekommen!

Özil kam dem nur zuvor…

…und das ist auch gut so!!

# Für den deutschen Fußball hätten Löw
und Bierhoff ähnliche Konsequenzen
wie Özil ziehen MÜSSEN!!

Von Grindel kann schon gar keine Rede
mehr sein! Keine Sekunde länger!!!


22. Juli 2018 um 23:24  |  658391

Nach dem Beben dürfte nichts mehr sein
wie es war. Und was passiert? Nichts!


hurdiegerdie
22. Juli 2018 um 23:34  |  658392

Man wollte eine Stellungnahme von Özil, jetzt hat er sie gegeben.
Und er kommt der deutschen Forderung nach, aus der Nati zurückzutreten. Jetzt müssten doch alle zufrieden sein.

Was hätte er noch mehr tun können? Alles war ein Fehler zu rufen und die erste Strophe singen?

Deutschland first?


Ursula
22. Juli 2018 um 23:40  |  658393

Mensch @ hurdie…

…du gute Güte…!

Nu abba!


Exil-Schorfheider
22. Juli 2018 um 23:45  |  658394

@u.kliemann

Was soll denn an einem Sonntagabend noch passieren?
Zum einen war es ein Scoop, dass die dritte Bombe nach 18 Uhr kam.
Zum anderen denke ich, werden alle zum runden Geburtstag von Otto Waalkes sein…

——-

@hurdie

He he… Du meinst also wie nach dem ersten WM-Sieg? weil es die Zuschauer nicht besser wussten?
Vielleicht hat ja der eine oder andere von hier mitgesungen…


dewm
23. Juli 2018 um 0:03  |  658395

NEE @HURDIE und hier bin ich URSULAs Meinung. Diese Doppelmoral nervt einfach. Das „Free Deniz“ war so vielen SO, so wichtig. War ja auch super einfach. Ein LIKE genügte. Und nun geht es ums konkrete und bei vielen ist alles vergessen. Integration gelingt offensichtlich grundsätzlich. WIR müssen das verstehen. Dann – UH HU – Erdogan wird von zwei deutschen Nationalspielern „Präsident genannt“. Darauf kommen auf Nachfragen umständliche Erklärungen. Selbst einigen einstigen „Free-Deniz-Protagonisten“ fallen „schlüssige“ Erklärungen ein.

Es ist lächerlich.

Deshalb: NEIN @HURDIE. Özil ist ein volljähriger Millionär und trug die Verantwortung eines deutschen Nationalspielers. Er kann sich schlaue Berater leisten. Wenn er gesagt oder wenigstens geschrieben hätte, es wäre ein Fehler gewesen… Statt dessen waren es wieder andere, die ihm schlimm mitspielten. Hat der Mann keinen Anteil an der Geschichte? War er es am Ende gar nicht auf dem Foto? Oder wurde er von Grindel vor die Linse geschoben? Hat Özil gar keinen Anteil? Singen kann und soll er, was er will. Was Deine Frage „Deutschland first?“ mit dem Thema zu tun haben soll, weißte nur selber.


Knipper1892
23. Juli 2018 um 0:04  |  658396

King for a Day 20:39:

Wenn ich den Kommentar richtig verstanden habe, bekam Salomon Kalou die Auszeichnung als Fairster Spieler des Matches.


Seppel
23. Juli 2018 um 0:10  |  658397

Nein @hurdiegerdie
Und ich bin hier mal mit @dewm seiner Meinung Eins.


Herthas Seuchenvojel
23. Juli 2018 um 1:30  |  658399

bin da (mal wieder) bei @hurdie
das Ding war von Anfang an durch im Thema, sein Schweigen sprach Bände
mir ging das eh alles schon viel zu weit, die Sommerpause hat das Thema aber großartig gefüllt
soll er doch
wenn innerhalb der ersten und zweiten, teilweise sogar in der 3ten Generation unserer „Gast“arbeiter noch größtenteils türkisch gesprochen wird, sollte man sich nicht wundern, daß auch ganz andere türkische Dinge und Ansichten vor dem gewollten deutschen Bild stehen
die Abgrenzung außerhalb zu ihrer Bevökerungsgruppe hat durchaus seine Gründe
jeder frage sich mal, wann er zuletzt ein intensives längeres persönliches Gespräch mit einem türkischen Mitbürger geführt hat außerhalb von „Döner schön scharf“ und „Kippen Pall Mall 6er“
Integration erfordert ein Zugehen von beiden Seiten, rein deutsche Erwartungshaltungen von anderen Kulturen im Sinn zu haben ist da zuwenig…


pathe
23. Juli 2018 um 6:09  |  658402

Dieser Kommentar zum Thema Özil spricht mir aus dem Herzen:

m.spiegel.de/sport/fussball/ruecktritt-von-mesut-oezil-der-dfb-und-sein-versagen-in-der-integration-a-1219640.html


boRp
23. Juli 2018 um 6:10  |  658403

Nach dem, was einige schreiben, dürfen Anhänger von autokraten also keine offiziellen Stellen in Deutschland bekleiden (außer Gerd vom Gas, aber der ist ja arier) und man muss sich schon entscheiden, ob man deutsch ist oder nicht. Ich werde nun niemals von Herrn Kaczynski eingeladen werden, da muss ich mir solche Fragen nicht stellen… Aber mir fällt schon eine gewisse Überschneidung auf, zwischen den Leuten, die mir ins Gesicht Polenwitze erzählt haben und die jetzt Özil für mangelnde Integration kritisieren (nicht hier, in meinem Privatleben).

Und die Entscheidung zum Deutschsein verlangen auch immer nur die, die diese Entscheidung nie treffen mussten.

Zuletzt: Jeder Trainer, jeder Spieler ab 3. Liga aufwärts lobt Özils Spiel. Wer da nicht mitgeht, dem fehlt der professionelle Blick. Einer der größten der letzten 10 Jahre wird aus dem Team geekelt. Nicht von Dolchstoß-Fipsi, sondern vom Präsident und dem „wir sind nicht rechts, aber…“-Mob. Das macht mich schon traurig.


backstreets29
23. Juli 2018 um 7:38  |  658404

Wer meint, dass Integration eine Einbahnstrasse ist, fährt beim Denken in eine Sackgasse.

Özil hat sich mit einem Diktator übelster Kategorie ablichten lassen und bezeichnet ihn als „seinen Präsidenten“. Darauf zielte meine Kritik ab, nicht für angeblich „mangelndes Deutschsein“, was ja heutzutage sowieso alles andere als „schick“ ist. Dieser Kritik entzieht er sich, indem er die Nazikeule schwingt und sich in die Opferrolle kuschelt.

Über die Kompetenzen beim DFB zu diskutieren, hiesse Eulen nach Athen tragen.
Es zeigt aber leider sehr gut die selbstzerstörerische Entwicklung unserer Gesellschaft, wie mit diesem Vorfall umgegangen wird.

Ich freu mich ja schon wieder auf die Wortmeldungen von Chebli und Co, die Deutschland als einen einzigen Rassismus-Sumpf diskreditieren.

Wenn dem so wäre, hätte man wohl eher Klaus-Wolfgang oder Johannes die Ausbildung angedeihen lassen und Ilkan und Mesut


boRp
23. Juli 2018 um 7:51  |  658405

Dass jetzt die Beziehung zu Erdogans Politik als Goldstandard für Integration genommen wird… Ich dachte immer, das wären Gesetzestreue und Respekt, aber da erwarte ich wohl zu wenig.


boRp
23. Juli 2018 um 7:56  |  658406

… Um mal meinen Lieblingskommentar zu zitieren: „Wenn ihr Özils politische Ansichten nicht mögt, dann wählt ihn halt nicht in den Bundestag.“


Valadur
23. Juli 2018 um 8:11  |  658407

@backstreets

Özil hat Erdogan nicht als „seinen Präsidenten“ bezeichnet. Das war Gündogan.

Aus Özils Sicht hat er nur ein Foto machen lassen wie er es schon z.B. 2011 in Ankara getan hat.


Exil-Schorfheider
23. Juli 2018 um 8:25  |  658408

Valadur
23. Juli 2018 um 8:11 | 658407

Was interessieren in solch einer staatstragenden Angelegnheit schon Fakten?
Wichtig sind hier anscheinend andere Motive, die da durchscheinen…


Joey Berlin
23. Juli 2018 um 8:41  |  658409

Moin,
@boRp
23. Juli 2018 um 7:56 | 658406,

Wie sind denn Özils politische Ansichten, weißt Du da mehr wie der Rest der Republik? Ist er nun Erdogan AKP Aktivist oder…
PS: Türkische Nationalisten sind schwer begeistert von ihrem Özil…


boRp
23. Juli 2018 um 8:50  |  658410

Valadur hat das Problem gut beschrieben. Da wird halt über einen Kamm geschoren. Nicht jedoch, wenn es sich um Gasgerd oder andere ‚echte deutsche‘ handelt, da muss man differenzieren.


boRp
23. Juli 2018 um 8:51  |  658411

Moin Joey,
Özil hasst Erdogan nicht, mehr weiß man nicht. Ich wähle ihn sicher nicht in den Bundestag.

PS: deutsche Nationalisten sind schwer begeistert von Grindel.


psi
23. Juli 2018 um 9:05  |  658412

Für Harald Stenger ist Grindel der schlechteste
Präsident, den der DFB je hatte. Er erwartet seinen Rücktritt.
Bin gespannt, was Herr Grindel
nun zu sagen hat.


Blauer Montag
23. Juli 2018 um 9:15  |  658413

Nur die dümmsten Kälber wählen ihre Metzger selber.

Es steht mir jedoch nicht zu, jene Wähler in Polen, Großbritannien, Katalonien, Ungarn, USA, Bayern, italien, Türkei oder andernorts zu kritisieren, die der Parole folgen: „America first!“ „Britan first!“ „… first!“
Der nationale Egoismus kommt als Populismus daher und ist derzeit in Mode. Vernunft, Geduld und Augenmaß zur Lösung der mannigfaltigen Probleme auf diesem Planeten werden vom Wähler derzeit weniger honoriert. 🙁


backstreets29
23. Juli 2018 um 9:21  |  658414

oops….hab ich verwechselt, ändert aber nichts an meiner Meinung
zu Özil der sich mit seinem Dreiteiler komplett disqualifiziert hat.
Ich möchte auch Gündogan nicht mehr in der Nationalelf sehen.

Ich möchte mal den Aufschrei der Relativisten hier sehen, wenn sich ein Nationalspieler mit Alice Weidel fotografieren liesse.


Blauer Montag
23. Juli 2018 um 9:35  |  658415

Sind die Relativisten Anhänger oder Gegner der Relativitätstheorie?


Derby
23. Juli 2018 um 10:02  |  658417

Darida ist verletzt – wen interssiert jetzt noch Özil.

Die Frage ist, wie wir ohne Selke und Darida die Abstiegsränge vermeiden können. Bei den ersten Spielen und der so tollen Defensiv- und hintenherumgespiele Taktik unseres Trainners, erwarte ich Böses.

Wir haben 16 Mio eingenommen und 4 Mio ausgegeben. Es wird Zeit, dass noch ein Spieler für das Mittelfeld kommt, der auch helfen kann. Und der sollte sich auch schon mit der Mannschaft einspielen können.

MP – es ist Eile geboten – finde ich jedenfalls – denn bis auf Nürnberg kommen dann die harten Brocken ab dem zweiter Spieltag. Da brauchen wir eine eingespielte Mannschaft!

Her mit dem Ösi (nicht zu verwechseln mit Özil) oder wer noch immer im Mittelfeld gescouted wird. Manchmal ist zu viel Zeit lassen und falsch – auch wenn es vielleicht etwas die Preise dürckt. Und komm mir keiner 🙂 wir haben ja kein Geld !!


backstreets29
23. Juli 2018 um 10:05  |  658418

Zulj ist wohl kein Thema mehr.

In England endet die Transferperiode in knapp 2 Wochen, danach wird der Markt nochmal richtig Fahrt aufnehmen.

Kennt man alles seit Jahren, also kein Grund zur Hektik


23. Juli 2018 um 10:25  |  658419

Wenn das stimmt, das Bremen an Davy Klaassen dran sein soll, so möchte ich gerne das sich unsere Vereinsoberen auch mal ein wenig sputen und über eine Leihe dieses Spielers nachdenken. Falls das nicht der Fall ist und ihn sich doch Bremen schnappt, wäre mein zweiter Vorschlag Hans Vanaken. Auch er wäre genau so ein Spieler wie wir suchen. Das Peter Zulj zu uns kommt, glaube ich nicht mehr. Wie geschrieben, man muss nicht gleich kaufen, wenn man kein Geld hat, man kann solche Spieler auch erstmal nur Ausleihen, falls die Möglichkeit besteht.


raffalic
23. Juli 2018 um 10:31  |  658420

Falsch, @Blauer Montag, ganz falsch um 09:15 Uhr.

Was weiß der Brite schon über den Brexit,
der Amerikaner über Trump,
der Türke über Erdogan?

Wir Deutschen können die Lage in den jeweiligen Ländern doch wohl viel besser einschätzen als die Menschen vor Ort.

Wir wissen was richtig und was falsch ist, wer gut und wer böse ist.

Fragt uns doch einfach, wir sagen euch dann schon wen ihr zu wählen habt.

Die fundiertesten Meinungen kommen hierbei in der Regel von denjenigen, welche gar noch nie in UK, der USA oder der Türkei waren, Alexander von Humboldt lässt grüßen.

Wir Deutschen sind schließlich allwissend und moralisch allen anderen überlegen. Ach ja, und tolerant, hätte ich fast vergessen. Wir akzeptieren alle Meinungen, solange sie sich mit der unserer Mainstreammedien decken.

Immer schön „schwarz-weiß-Denken“, macht die Welt gleich viel einfacher!


23. Juli 2018 um 10:33  |  658421

Vielleicht können ja auch noch Johannes Geis oder Daniel Schwaab zu einem Thema werden, wenn man Innenverteidiger als Rechtsfuß sucht und evtl. ein wenig günstiger zu haben sind. Nur mal so meine Idee.


raffalic
23. Juli 2018 um 10:37  |  658422

Könnt ihr die Beiträge die sich auf Hertha beziehen nicht irgendwoandershin auslagern, empfinde ich dann doch als sehr störend hier. Kommt mir manchmal so vor als gäbe es zu Hertha keine anderen Seiten im Netz.


Seppel
23. Juli 2018 um 10:39  |  658423

https://m.bild.de/sport/fussball/nationalmannschaft/oezil-analyse-julian-reichelt-56397550.bildMobile.html
Nette Diskussionsgrundlage! Und das von mir…. als bester Blödhasser!


Better Energy
23. Juli 2018 um 10:41  |  658424

Wie in Twitter gerade berichtet wird, erhält das Oly morgen einen neuen Rasen.

Und da die Konzerte vorbei sind, kommt das Gras dieses Mal aus Mecklenburg-Vorpommern.

Das letzte Gras im Oly kam bekanntlich aus Holland und wurde von den Konzertbesuchern abgeerntet 😎🤗


23. Juli 2018 um 10:42  |  658425

Tschuljung – dachte es sei ein Hertha Blog !? Es haben schon genug Leute ihren Senf und Kommentare über Özil abgegeben und sich geäußert. Langsam muss auch wieder gut sein mit dem ganzen. Die Welt dreht sich auch ohne ihn und jeden anderen in der N11 weiter. Ganz nach Stepanovic – Das Lebbe geht weiter ….


Plumpe71
23. Juli 2018 um 10:45  |  658426

Es ist eben noch nicht alles und auch noch nicht von jedem gesagt worden zum Thema Özil, deshalb nun auch Hoeness :

https://www.tagesspiegel.de/sport/stimmen-zum-ruecktritt-von-mesut-oezil-hoeness-oezil-hat-seit-jahren-einen-dreck-gespielt/22831754.html


Seppel
23. Juli 2018 um 10:47  |  658427

Interessant auch die Reaktionen von deutschen und türkischen Politikern.
Der Junge hat sich kpl. verlaufen…….


23. Juli 2018 um 10:54  |  658428

@Better

Bleibt das Problem, dass im September noch das Lolla stattfindet. Zwei Tage volles Programm von früh bis spät.

Mal sehen, wie der Rasen diese Belastung zu dieser Jahreszeit noch wegsteckt. Erholt der sich nochmal im September? Oder nimmt der die Schäden mit bis zum turnusgemäßen Wechsel im Frühjahr?

Habe große Befürchtungen, dass unser Rasen wieder mal ab Dezember ein einziger Stoppelacker ist. Nicht gerade unser Aushängeschild, das Geläuf.


23. Juli 2018 um 10:59  |  658429

Im August ist doch noch Leichtathletik EM in Berlin oder nicht ??


elaine
23. Juli 2018 um 11:00  |  658430

Jedenfalls ist es doch schön, dass die Özils sich innerhalb der Familie wieder lieb haben
und gegenseitig Respekt zollen

https://www.google.com/search?q=%C3%B6zil+verklagt+vater&ie=utf-8&oe=utf-8&client=firefox-b


Better Energy
23. Juli 2018 um 11:01  |  658431

Özil hat seine Meinung publiziert. Das ist in Ordnung und es ist zu akzeptieren, dass dies seine Meinung ist. Ausserdem ist er Gelsenkirchener, was ich eher als Fehler empfinde.

In der Sache vereint, in den Farben getrennt, werden sicher Viele zustimmen, dass Grindel nicht die beste Wahl war für den Posten des Präsidenten.

Die Sportgerichtsbarkeit hat auf seine Anordnung hin nur die Preise bei Verfehlungen erhöht und dabei echte Straftaten unter den Teppich gekehrt (Rostock und der Einbruchdiebstahl ins Oly). Von Rechtsstaatlichkeit und Transparenz ist weit und breit nichts zu sehen.

Grindel sollte eine Fortbildung in Toleranz und Rassismus besuchen. Wendehälse hatte Deutschland schon genügend


23. Juli 2018 um 11:01  |  658432

@NKBerlin

Ja. Und?


Exil-Schorfheider
23. Juli 2018 um 11:04  |  658433

@derby

Ich verweise auf meinen damaligen Hinweis aus dem Kicker, dass die 12 Mio für Weiser nicht komplett in den Kader gehen, weil man sie zum Löcher stopfen benötigt…

———————

@nkb

Raffalic hat es spaßig gemeint…

———————-

Wer den Hetzer Reichelt zitiert, hat die Kontrolle über das Stöckchenhalten verloren…


Better Energy
23. Juli 2018 um 11:05  |  658434

@sir

Die Bühnen der Lola sind auf dem Maifeld und vor der Ostkurve und nicht im Oly


23. Juli 2018 um 11:09  |  658435

@Better

Laut diesem Plan befindet sich die „Perry’s Stage“ im Stadion.

https://www.lollapaloozade.com/festivalgelaende/


23. Juli 2018 um 11:10  |  658436

Und wird auch kräftig bespielt.

https://www.lollapaloozade.com/running-order/

Aber vielleicht habe ich den Plan auch fehlinterpretiert?


Seppel
23. Juli 2018 um 11:13  |  658437

@Exil-Schorfheider
23. Juli 2018 um 11:04 | 658433
—–
MATTHIAS BRÜGELMANN, CHRISTIAN FALK, JULIAN REICHELT, MARC SCHMIDT, NILS SULING UND MICHAEL MANSKE
—–
Ganz ohne Stöckchen! Schatzi😘
Immer schön bei der ganzen Wahrheit bleiben, so schwer das auch fallen mag. Küsschen aufs Nüsschen😎


Jack Bauer
23. Juli 2018 um 11:15  |  658438

Wer einen Kommentar von Julian Reichelt als „nette Diskussionsgrundlage“ bezeichnet… Nunja, der gute Julian hat sicher an vielen Dingen Interesse, aber an einer Diskussion sicher nicht. Ich hätte ja gedacht, dass klein-Julian ein wenig stolz auf Özil ist. Die Kunst der fehlenden Selbstkritik und der Schuldumkehr ist schließlich Julians Spezial-Disziplin. Aber da fehlt wohl der Spiegel, um das zu erkennen.

Der Hoeneß Kommentar in bester Basler und Waldi Manier. Ohne jegliche Fachkenntnis aber schön vulgär. Ein wahrer Ehrenmann eben. Selbst Gary Lineker kann es nicht fassen.
Wie haben eigentlich seine Bayern bei der WM gespielt? In meiner Wahrnehmung stammen die besten Bayern Leistungen bei der WM aus Interviews nach den Spielen. Bei so einem Präsidenten ist es natürlich auch kein Wunder, dass Selbstkritik bei den Bayern-Spielern quasi ausgestorben ist und sie sich alle für die größten unter der Sonne halten.
Vor ein paar Jahren war bei den Bayern mit Guardiola, Sammer, Reschke eine Philosophie erkennbar. Es wurde regelmäßig vor zuviel Selbstzufriedenheit gewarnt. Jetzt sind alle drei genannten weg und der eine wurstelt wieder rum, während der andere daran arbeitet seine Rolex, ääh die Schere zwischen Amateur- und Proficlubs immer weiter aufzuziehen.


23. Juli 2018 um 11:18  |  658439

@Jack

Lass uns dankbar sein für die Herren Hoeneß und Rummenigge. Vielleicht die entscheidenden Personalien, die den Tanker Bayern zum Kentern bringen.

Es gab schon ganz andere Mitteltständler, scheinbar unanfechtbar, die die Übergabe der Macht von den alten Granden zu neuen Leuten nicht überlebt haben und daran zerbrochen sind.


Herthapeter
23. Juli 2018 um 11:28  |  658440

Ich wundere mich ja darüber, dass jener Mesut Özil, der sonst kaum einmal drei zusammenhängende Sätze hervorbringt uns plötzlich seitenlange Instagram-Postings präsentiert. Ich fresse ein Besen, wenn diese Zeilen tatsächlich von ihm stammen würden, das schaut alles vielmehr nach den ätzenden Rundumschlägen seines Vaters aus.

Ich frage mich ja, welche Unfähigkeit ausgerechnet die ÖZIL-Family & Co dem Grindel vorwirft. Womöglich, dass dieser „unfähige Grindel“ nicht Willens oder in der Lage war, Özil bereits VOR der WM achtkantig aus der N11 rauszuschmeißen? Dieser würdelose Instergram-Abgang setzt dem unsäglichen Schauspiel noch die Krone auf.

Das trostloseste an dem ganzen Thema finde ich, dass die Schuldigen – neben Grindel – einmal mehr die schlimmen, braunen deutschen Nationalisten sind. Diesen Sündenbock kann man mittlerweile wohl zu jedem Thema aus dem Schrank holen, man muss nur ein bisserl an der Dialektik feilen, dann passt das schon. Den Özils und deren Lieblingspräsidenten scheint diese Methode jedenfalls sehr zu gefallen.


Seppel
23. Juli 2018 um 11:28  |  658441

Alle doof, außer mich 😂 😂 😂
——
@Herthapeter
23. Juli 2018 um 11:28 | 658440
👍. Bis auf Grindel, dass sehe ich etwas anders.


Jack Bauer
23. Juli 2018 um 11:30  |  658442

@Henry:

In der Tat, diese Hoffnung habe ich auch.


sunny1703
23. Juli 2018 um 11:31  |  658443

Ich stehe zu meiner Meinung betreff özil und gündogan, respektiere aber auch andere Ansichten, es sei denn es endet darüber in irgendeiner ressitimentsschublade gegenüber einer großen Gruppe von deutschen Mitbürgern.

Doch ich frage mich ob Hoeneß noch beisammen ist, wenn er der zweimal durch den Dreck deutscher Medien und der Öffentlichkeit aufs extremste gezogen wurde, nicht an dieser stelle seine Meinung mit etwas mehr Empathie äußern kann.
Zumal ich mich noch dunkel daran erinnern kann, dass der fc Bayern,sicher in der zeit des im Knast uli, aber auch danach,diesen Alibi Spieler vom FC Arsenal fast verpflichtet hätte oder es zumindest ein Thema war.

sunny


Derby
23. Juli 2018 um 11:35  |  658444

@Exil

Das ist mir schon klar, dass diese Argumente immer wieder kommen. Was ich beim besten Wille nicht glauben kann!

Wo wandert das Geld denn bitte hin – oder schon wieder hin? Wo sind die 20 Mio vom Brooks Verkauf hingegangen? Wieviel Geld haben wir für Neuverpflichtungen ausgegeben? Lazaro, Selke und dann??? Sind diese überhaupt in einer Saison fällig oder werden diese auf mehrer Jahre verteilt?

Zusätzlich haben wir die höchsten Einnahmen aus der TV Übertragungsrechten ever.

Wenn da noch weitere Löcher gestopft werden müssen, trotz der Investor Beteiligung, kann man nur von Missmanagement reden!!

ich denke eher – das ist Gefühl und kann total daneben liegen – man erzählt uns, dass dass man Löcher stopfen muss um am Transfermarkt die Preise drücken zu können.

Meine Einschätzung!

Grüße aus dem Blau Weiss 90 Vereinshim in den Norden.


Herthapeter
23. Juli 2018 um 11:41  |  658445

@Favre
Bei allen seinen Mannschaften ist auffällig, dass diese im ersten Jahr eine erkennbar positive spielerische Entwicklung durchmachen. Dieser Zauber hält dann etwa 1-2 Jahre an, bis die ersten Schwierigkeiten eintreten und der kauzige und sehr eigensinnige Favre damit immer mehr Vereinsobere gegen sich aufbringt. Die erste Krise ist dann sehr schnell auch das Anfang vom Ende der Ära Favre. Ich erinnere mich jedenfalls nicht daran, dass er schon mal irgendeine Krise in einem Verein bewältigt hätte.

Meine Prognose:
Dortmund spielt dieses Jahr eine Top-Saison! Die Bayern hingegen könnten dieses Jahr erstmals nach ihrer sechsjährigen Meisterschaftsserie ins trudeln geraten, das dürfte Favres BVB nochmals zusätzlich befeuern.
Bereits in der nächsten Saison aber werden die Kontrahenten Antworten auf Favres Stil finden und dann folgt der erste Durchhänger. Spätestens in der übernächsten Saison, wenn Stagnation oder womöglich einmal drei Niederlagen in Folge eintreten, ist Favre nicht mehr lange Trainer beim BVB.


Exil-Schorfheider
23. Juli 2018 um 11:49  |  658446

@derby

Du verfolgst Hertha doch.
Lazaro war letzte Saison ausgeliehen, die 6,5 Mio Kaufsumme werden diese Saison fällig.

Dazu die steigenden Gehälter.
Haben wir hier doch alles schon durchexerziert.
Da ist nun nichts Neues. 😉


Herthapeter
23. Juli 2018 um 12:04  |  658447

@Hertha
Testspielergebnisse bleiben was sie sind, Ergebnisse von Tests. Wo viel ausgetestet wird, was womöglich geht und was eben nicht geht, gibt es zwangsläufig positive wie negative Resultate. Da ich die Vorgaben der Trainer üblicherweise nicht kenne, was vielleicht neu einstudiert werden soll und worauf das Hauptaugenmerk liegt, vermag ich auch nicht die Testergebnisse zu bewerten. Das Endergebnis des Spiels ist definitiv untergeordnet, das wird jeder Trainer immer wieder so bestätigen. Mir fällt bei Dardai auf, dass er in den Testspielen stets sehr experimentierfreudig ist und das finde ich ausgesprochen gut!

Nichts finde ich langweiliger, als nach irgendeinem verlorenen Testspiel Dardai und Hertha die bundesligatauglichkeit abzusprechen.
Anders herum gibt es auch genügend Mannschaften, die sich nach großartigen Testspielresultaten als wahre Trainingsweltmeister präsentiert haben und bereits wenige Monate später hinter den Erwartungen weit zurückgeblieben sind. Mit Testspielen handhabe ich es daher so, wie mit anderen Trainingseinheiten der Bundesligamannschaften: Es ist sicherlich ganz nett vor Ort dabei zu sein und live zu gucken aber im Fernsehen brauche ich sie mir nicht anzuschauen.


Jack Bauer
23. Juli 2018 um 12:15  |  658448

@Herthapeter:

Favre hat Gladbach in aussichtsloser Situation in der Saison 10/11 übernommen. Er hat Gladbach dann noch in der Relegation gerettet.
11/12 ist er mit Gladbach 4. geworden
12/13 8. Platz
13/14 6. Platz
14/15 3. Platz
Nach 4 1/2 Jahren, nachdem er immer die Ziele übertroffen hat und aus einem sicheren Abstiegskandidaten einen Champions League Aspiranten gemacht hat, kam dann der Absturz und sein (eigenwilliger) Rücktritt.

Soviel zum Thema der Zauber hält nur 1-2 Jahre an. Aber gefühlte Wahrheiten sind eben schöner als Fakten, nicht wahr?!


Herthapeter
23. Juli 2018 um 12:33  |  658450

@ Jack Bauer
23. Juli 2018 um 12:15 | 658448

da hast Du mich ertappt, ich habe tatsächlich nach Gefühl geschrieben und nicht nach Wikipedia Recherche.
Anstelle von „etwa 1-2 Jahre“ müsste es heißen „nach ein paar Jahren…“. Zum restlichen Text stehe ich weiterhin, Favre kann mit diesem Charakter aus meiner Sicht keine Krise bewältigen. Sobald die kommt, geht Favre.
Das hast du aber auch gar nicht angezweifelt, nicht wahr?!


Derby
23. Juli 2018 um 12:48  |  658451

@Exil

Nur am Rande! Ich bin ja hier festeingebunden in das Projekt – Bundesliga 2022. Also viel zu tun. Und wir zahlen auch die Ablöse immer gleich und haben noch kein Inverstor gefunden und auch die Zahlen aus den TV Verträgen sind noch mau.

Wie gesagt, meine Meinung. Für mich ist das eher Misswirtschaft bei Hertha, ohne dass ich es nachweisen kann.

Geniesst den Sonnentag.

Derby


Jack Bauer
23. Juli 2018 um 12:52  |  658452

@Herthapeter:

Naja. 4 1/2 Jahre sind für einen Bundesliga Trainer deutlich überdurchschnittlich. Erst Recht, wenn das nicht bei einem kleinen Verein wie Freiburg (nicht despektierlich gemeint) passiert. In 4 1/2 Jahren konstant überzuperformen ist äußerst selten im Profifußball. Dass Favres Abschiede oft einen sehr faden Beigeschmack hinterlassen stimmt natürlich. Kann daran liegen, dass Monsieur ja (so wird kolportiert) alle paar Wochen hinschmeißen möchte und man ihn dann in einer wirklich ernsten Situation nicht mehr ernst nimmt. In Gladbach war es allerdings wirklich nur eine temporäre Delle. Favre hat eine taktisch super eingestellte Mannschaft hinterlassen, mit der selbst Frontzeck einige Zeit glänzen konnte. Bei Hertha lief es leider bekanntermaßen anders…


Herthapeter
23. Juli 2018 um 13:25  |  658453

@Jack
wir sind vermutlich gar nicht so weit auseinander in der Bewertung von Favre, fachlich halte ich Favre für zweifellos sehr gut.

Dann lehnen wir uns entspannt zurück und schauen mal, wie das so läuft in Dortmund. Interessant wird ja auch, welches Erbe er jetzt in Nizza hinterlassen hat und was da schwerer wiegt – der Teil, der mit den Händen oder der mit dem Hintern bewegt wurde.


apollinaris
23. Juli 2018 um 13:32  |  658454

@dewm, ich versuche, dir zu antworten..
..da ist keine Doppelmoral. Du sprichst nur eben von verschiedenen Dingen. Ich habe vom ersten Tag an, ziemlich unmißverständlich meine Position über das Fotogate hier mehrfach dargelegt.- Aber mittlerweile ist daraus mehr geworden. Ein permanentes, überhöhtes Politikum. Und es mischen sich Dinge hinzu, die ich nun mal ganz und gar anders sehe. @Kristensen vermischt Assimilation mit Integration, z.B. Was du da in deiner replik schreibst, ist deine Meinung, hat aber mit der lebenswirklichkeit vieler Menschen, die multikultrell geprägt sind,nix zu tun.
Ich hätte mir gewünscht, das Özil etwas Kritisches sagt, dass das Erdogan-Regime ihm nicht passe oder oder . So, wie Emre Can in etwa. -Aber ich kann nicht erahnen, was das für ihn, seine Familie oder Freunde bedeuten könnte. Ich weis es schlicht nicht. Ich stehe mit meinen türkischen und kurdischen Nachbarn in sehr gutem Kontakt und merke, wie extrem verängstigt die Menschen z.T. sind. Wie sie betreten zur Seite schauen etc- erinnert mich sehr an meine Familie, wenn wir im Friedrichshain bei offenem Fenster diskutierten haben..in der DDR und meine besorgte, ziemlich 100%ige (..) Tante die Fensterläden schloss, damit die Nachbarn die Kontroversen mit dem West-Besuch nicht mitbekommen..Nee, nee..da traue ich mich nicht, von einem Prominenten Dinge zu verlangen, die ich nicht richtig einschätzen kann. Ich erinnere noch mal daran, dass ich das umgekehrt mit Lingen, Herberger, Rühmann oder Rökk auch nicht tue. Mitäuferschaft ist übel-aber ebenso übel ist üble Nachrede oder falsche Verdächtigung. Das mochte ich bei vielen aufgeregten Feuilettonisten des Kursbuch usw nicht, wenn sie die Prominenten allzu sehr vom hohen Roß herunter moralisch nieder machten.- Ich mochte deshalb auch Klaus Manns Mephisto nicht, wie der Rest der Republik- Ich bin mir darin also treu
Noch mal zurück: ich hätte mir eine aufklärende Rede von Özil gewünscht.- Die ist aber nicht gekommen. Stattdessen hat er die Methode Grindel gewählt: ablenken und zurückfeuern.
Das macht ihn mir nicht sympathisch und ich werde ihm sicherlich nicht bei Instagram folgen.-Aber ich gestehe ihm aus gleich mehreren Gründen, seine freie Meinung zu. .–ich verlange auch keine Maßnahmen von Liverpool und Klopp gegen Lovren, der zu den extremsten Nationalisten in der kroatischen Mannschaft gehört und lauthals extrem antisemitsche Lieder trällert immer und immer wieder- Ich werde Lovren nicht in mein Panini-Album kleben und ihn nicht sehr schätzen..aber da war´s dann auch.- Mir ist das mitlerweile denn doch ein wenig zu viel an Gesinnungsprüfung, um ehrlich zu sein- Es wird mir zu hoch gehängt. Und wenn wir schon über Doppelmoral reden wollen, dann würde mich sehr interessieren, warum Matthäus zugestanden wird, mit Orban ein gutes Verhältnis zu pflegen..Dem Ehrenspielführer ist deshalb jedenfalls noch kein Leitartikel einer grossen Zeitung gewidmet worden.-
Ich war und bin enttäuscht von den beiden ( Özil und Gündogan) ..aber der grosse Wirbel darum ,erscheint mir längst nicht mehr angemessen zu sein
..keine Gedanken z.B. darüber, wie schwer es für Özil einst war, sich gegen die türk. Nationalmannschaft zu stellen.-Das wird , ohne jedes Wissen, schlicht als reine Berechnung abgetan.-Da fängt es für mich an, ungerecht und denunziatorisch zu werden.
Und ab dann habe ich keine Lust mehr, in irgendeinen „Haltet ihn““- Modus zu verfallen
Der Zirkelschluss, das es sich bei seinem Winden um „klare Kante“- im Grunde um Zustimmung ( zu Erdogans Türkei) handelt, ist mir viel zu schnell gezogen.
Er hat sich letztlich zu den deutschen Werten bekannt, hat seinen Stolz beschrieben, das Trikot u tragen und und und.
Weshalb will man aus einem Fussballer nun partout einen Widerstandkämpfer machen?-
Ich erinnere daran, dass hier auch schon Deniz Yüzel als schlechtes Beispiel für einen Journalisten gehalten wurde, weil der angeblich ein Deutschen-Hasser sei. ( „soll er doch im Gefängnis verrotten““was ist mit den ganzen anderen?“) Wer sich diese innere Logik mal näher anschaut, sollte beim Thema Doppelmoral noch mal drüber nachdenken..
sprüfung, um ehrlich zu sein- Es wird mir zu hoch gehängt. Und wenn wir schon über Doppelmoral reden wollen, dann würde mich sehr interessieren, warum Matthäus zugestanden wird, mit Orban ein gutes Verhältnis zu pflegen..Dem Ehrenspielführer ist deshalb jedenfalls noch kein Leitartikel einer grossen Zeitung gewidmet worden.-
Ich war und bin enttäuscht von den beiden ( Özil und Gündogan) ..aber der grosse Wirbel darum ,erscheint mir längst nicht mehr angemessen zu sein
..keine Gedanken z.B. darüber, wie schwer es für Özil einst war, sich gegen die türk. Nationalmannschaft zu stellen.-Das wird , ohne jedes Wissen, schlicht als reine Berechnung abgetan.-Da fängt es für mich an, ungerecht und denunziatorisch zu werden.
Und ab dann habe ich keine Lust mehr, in irgendeinen „Haltet ihn““- Modus zu verfallen
Der Zirkelschluss, das es sich bei seinem Winden um „klare Kante“- im Grunde um Zustimmung ( zu Erdogans Türkei) handelt, ist mir viel einfach gezogen
Er hat sich letztlich zu den deutschen Werten bekannt, hat seinen Stolz beschrieben, das Trikot u tragen und und und.
Weshalb will man aus einem Fussballer partout einen Widerstandkämpfer machen?-
Ich erinnere daran, dass hier auch schon Deniz Yüzel als schlechtes Beispiel für einen Journalisten gehalten wurde, weil der angeblich ein Deutschen- Hasser sei. Und einige schrieben dann, das man ihn ruhig im Gefängnis vergammeln lassen solle.- An dieser Stelle, lohnt es sich tatsächlich über Doppelmoral nachzudenken..
P.S. Julian Reichelt und Konsorten als Leselektüre in diesem Zusammenhang zu empfehlen..zeigt mir, das hier mittlerweile argumentativ doch einiges aus dem Ruder läuft. 😖😱


apollinaris
23. Juli 2018 um 13:40  |  658455

sorry, den text hatte ich nachts geschrieben , nicht abgeschickt, sondern zwischengespeichert. Beim Kopieren ist dann etwas schief gelaufen..


Opa
23. Juli 2018 um 13:45  |  658456

Finanztips von Pleitiers?
Wenn ich mich recht erinnere, endete der letzte Aufenthalt der Mariendorfer Großkotze beim Konkursrichter inklusive vollständiger Liquidation der Körperschaft. Mit Missmanagement kennt man sich dort also aus. Sollte bei Hertha einer mit Missmanagementkompetenz gesucht werden (hier wird ja das absurdeste an Kompetenzerweiterung gefordert), ist Derby sicher ein heißer Kandidat. Genau wie bei Fragen zum Themenkomplex, wie man eine Neugründung auf alt und Traditon trimmt. Bis dahin freue ich mich auf Bundesligafussball von Hertha und hoffe darauf, dass die Löcher, die im Laufe der Jahre entstanden sind, so weit zugeschüttet werden, dass ein Spielbetrieb sichergestellt ist.

Özil – Never ending story
Eigentlich ist alles gesagt, nur noch nicht von jedem. Wer vorher der Meinung war, Integration sei eine ausschließliche Bringschuld der „biodeutschen“, latent rassistischen Gesellschaft, wird sich durch die Ereignisse genauso bestätigt fühlen wie derjenige, der Multikulti schon vorher für gescheitert gehalten hat. Dass die Nummer noch nicht durch ist, dürfte auch der DFB wissen, der jedoch auf eine Art Solidarisierungseffekt als Krisenbewältigung hofft. Alles im Grunde genommen falsch und es gibt nur Verlierer. Dass Özil kein einziges Wort der Selbstkritik übt, ist mir als Wahlneuköllner als „kulturkreisentsprechendes Verhalten“ durchaus geläufig, macht aber nichts besser, erklärt auch nichts und trägt zur Versöhnung auch nullkommanix bei. Da ich nicht mehr erwartet habe (auch von Grindel und anderen DFB Granden nicht), bin ich allerdings auch nicht enttäuscht, nur ernüchtert. Wie an einem Morgen, an dem man mit einem dicken Kater aufwacht und so etwas wie „nie wieder“ faselt, bis man sich denkt, „was für ein Glück, ich hab’s Auto nicht dabei“, als man an seiner Lieblingskneipe vorbeikommt. Von Queen Bee (das Duett, in dem Ina Müller von der großartigen Edda Schnittgard am Klavier begleitet wurde) gab’s da mit Morgen ein passendes Lied, was mit der Erkenntnis endet: Morgen wird alles anders. Oder auch nicht.

Und Hertha?
Nach dem Trainingslager ist vor dem Trainingslager. Aus Schladming wird es ein Opas Reisetagebuch geben, am 4.8. geht’s u.a. mit zwei anderen immerherthanern los in Richtung Alpen. Die Playlist mit Bergklassikern wie Bergvagabunden, Kufsteinlied, die feschen Zillertaler, diversen Polkas und anderen Stimmungskrachern ist bei spotify bereits „deployed“, bei G’selchtem, Gösser Radler und Haselnussbrand werden wir die Höhenluft und die Höhensonne genießen. Ick freu ma.


Opa
23. Juli 2018 um 13:56  |  658457

@Apo: Es sei Dir unbenommen, dass Du jedem seine Meinung lässt, aber was gibt Dir das Recht, andere Meinungen als „ungerecht und denunziatorisch“ zu werten?


Blauer Montag
23. Juli 2018 um 14:13  |  658458

Als Stimmungskracher ♫ ♪
Die Draufgänger – „Die Hektar hat 2.0“
https://www.youtube.com/watch?v=IklQXkKDLJ0


apollinaris
23. Juli 2018 um 14:17  |  658459

@ Opas.. ich habe es begründet, und die Begründung steht
p. s.
By the way, ein für mich besserer Ansatz als der vom unsäglichen Julian Reichelt,- weil er die Perspektive weg vom -aktuell- wütendem und fordernden Bürger, hin zum Rücktretendem lenkt. Wer sich ein bisschen bei Twitter und Facebook auskennt, weiß, was da abging..Integration ist keine Einbahnstraße – Yao – sage ich seit 30 Jahren auch schon-
Aber solche Schlagworte reichen nicht aus..
https://www.zeit.de/sport/2018-07/mesut-oezil-fussball-rassismus-kommentar-ruecktritt


fechibaby
23. Juli 2018 um 14:30  |  658460

Özil hätte bereits vor 2 Monaten zurücktreten müssen!
Aber lieber zu spät als nie.
Nun ist noch Gündogan dran!
Denn mit dem handgeschriebenen Gruß auf dem
Trikot für Erdogan: „Mit großem Respekt für
meinen Präsidenten“ hat auch er nichts mehr in der
N11 zu suchen!!

Und tschüss zum Zweiten.


Jack Bauer
23. Juli 2018 um 14:33  |  658461

Ich stimme sowohl Apo als auch Opa (größtenteils) zu.
Soll vorkommen.


Uwe Bremer
Uwe Bremer
23. Juli 2018 um 14:37  |  658462

@DFB-Stellungnahme

PRESSEMITTEILUNG

Erklärung des DFB zum Rücktritt von Mesut Özil

Das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat sich heute in einer Telefonkonferenz mit der Rücktrittserklärung von Mesut Özil befasst. 92-mal hat Mesut Özil für die deutsche Nationalmannschaft gespielt. Er hat eine erfolgreiche Ära mitgeprägt, auf und gerade auch neben dem Platz. Er hatte entscheidenden Anteil daran, dass Deutschland 2014 in Brasilien Weltmeister geworden ist. Deshalb ist und bleibt der DFB Mesut Özil für seine herausragenden Leistungen im Trikot der deutschen Nationalmannschaften sehr dankbar.

Vielfalt ist eine Stärke, nicht nur im Fußball. Deswegen hat unsere Integrationsarbeit auf allen Ebenen eine zentrale Bedeutung. Von der Kreisklasse bis in die Nationalmannschaften gehören Spielerinnen und Spieler mit Migrationshintergrund zum DFB. Wir spielen und leben zusammen mit unseren unterschiedlichen familiären Wurzeln, unseren Religionen und Kulturen. Was uns alle dabei auf und neben dem Platz verbinden muss, ist die Beachtung der im Grundgesetz verankerten Menschenrechte, das Eintreten für Meinungs- und Pressefreiheit sowie Respekt, Toleranz und Fair Play. Ein Bekenntnis zu diesen Grundwerten ist für jede Spielerin und für jeden Spieler erforderlich, die für Deutschland Fußball spielen.

Die Bilder mit dem türkischen Staatspräsidenten Erdogan haben deshalb bei vielen Menschen in Deutschland Fragen aufgeworfen. Dass der DFB im Umgang mit dem Thema dazu auch einen Beitrag geleistet hat, räumen wir selbstkritisch ein. Und dass Mesut Özil das Gefühl hatte, als Ziel rassistischer Parolen gegen seine Person nicht ausreichend geschützt worden zu sein, wie es bei Jerome Boateng der Fall war, bedauern wir. Es war aber wichtig, dass Mesut Özil, wie vor ihm bereits Ilkay Gündogan, mit Blick auf dieses Foto Antworten gibt, unabhängig vom sportlichen Ausgang des Turniers in Russland. Im DFB gewinnen und verlieren wir zusammen, alle, als ein Team.

Der DFB hätte sich gefreut, wenn Mesut Özil auf dieser gemeinsamen Basis weiter Teil des Teams hätte sein wollen. Er hat sich anders entschieden. Der DFB respektiert das, und es gehört für uns als Verband auch zum respektvollen Umgang mit einem verdienten Nationalspieler, dass wir manche für uns in Ton und Inhalt nicht nachvollziehbare Aussage in der Öffentlichkeit unkommentiert lassen.

Dass der DFB mit Rassismus in Verbindung gebracht wird, weisen wir aber mit Blick auf seine Repräsentanten, Mitarbeiter, die Vereine, die Leistungen der Millionen Ehrenamtlichen an der Basis in aller Deutlichkeit zurück. Der DFB engagiert sich seit vielen Jahren in hohem Maße für die Integrationsarbeit in Deutschland. Er verleiht unter anderem den Integrationspreis, er hat die Kampagne “1:0 für ein Willkommen” ins Leben gerufen und Zehntausende Flüchtlinge in die Fußballfamilie integriert. Er hat in den vergangenen 15 Jahren eine vielschichtige Integrationsarbeit etabliert, die bis in die Amateurvereine wirkt. Der DFB steht für Vielfalt, von den Vertretern an der Spitze bis zu den unzähligen, tagtäglich engagierten Menschen an der Basis.

Der DFB bedauert den Abschied von Mesut Özil aus der Nationalmannschaft. Das ändert aber nichts an der Entschlossenheit des Verbandes, die erfolgreiche Integrationsarbeit weiter konsequent und aus tiefer Überzeugung fortzusetzen.

Direktion Öffentlichkeit und Fans


Blauer Montag
23. Juli 2018 um 14:39  |  658463

Kleiner Bruder folgt dem großen.
https://www.bz-berlin.de/berlin-sport/hertha-bsc/hertha-hat-jetzt-zwei-rekiks-unter-vertrag
Schullijung, falls bereits verlinkt. 😳


Opa
23. Juli 2018 um 14:45  |  658464

@Apo: Ich habe Deine Begründung entweder in Deinem wüst zusammenkopierten Konvolut nicht gefunden oder Dich schlicht nicht verstanden, daher meine Nachfrage, aber Du musst diese natürlich nicht beantworten. Ich finde es seit Wochen nur ganz schlechten Stil, hier immer wieder die üblichen Keulen wie (in Deinem Fall) Denunziation oder (in anderen Fällen) Rassismus oder – wie letzte Nacht – den „wir sind nicht rechts, aber…“-Mob rauszuholen, wenn es jemand wagt, Özil und dessen Umgang mit der Erdoganaffäre zu kritisieren.

Ich finde auch diesen unsäglichen „Whataboutismen“ falsch, was Gasgerd oder Loddar darf, soll Özil nicht dürfen? Wer nicht versteht, dass es da getrennt zu betrachtende Stränge gibt, sollte sich bei den Debatten vielleicht auf das beschränken, was er inhaltlich zu begreifen im Stande ist. Ja, wir haben sicher ein Integrationsproblem in Deutschland, aber mit Menschen, die wie Özil der Meinung sind, nur alle anderen seien schuld, wird das nunmal auch schwer mit der Integration, da kann er ein noch so guter Fußballer (gewesen) sein.

Loddar ist übrigens ein exzellentes Beispiel, dass man sich von fußballerischem Ruhm allein keine personality erwirbt, das ist bei dem Gelsenkirchener auch nicht anders, der sonst – wie es Herthapeter treffend ausdrückte – keine drei Sätze unfallfrei herauskriegt, aber nun ein geschliffenes Pamphlet auf englisch als jammerige Stellungnahme veröffentlicht.


dewm
23. Juli 2018 um 15:05  |  658465

@SEUCHE um 1:30 Uhr:

„jeder frage sich mal, wann er zuletzt ein intensives längeres persönliches Gespräch mit einem türkischen Mitbürger geführt hat außerhalb von „Döner schön scharf“ und „Kippen Pall Mall 6er““

Dir ist schon klar, dass viele, die hier schreiben in Berlin und nicht in dunklen Kiefernwäldern oder der Märkischen Heide wohnen. In Berlin hat man Nachbarn mit allen nur erdenklichen familiären Hintergründen und/oder arbeitet mit jenen als Kollegen zusammen oder trifft auf sie beim Fußball als Gegner oder Mitspieler. Da Menschen mit türkischen Wurzeln eine nicht ganz unwesentliche Gruppe darstellen, findet selbstverständlich intensiver Austausch mit jenen statt. Es gibt weniger und mehr „orientalisch“ geprägten unter jenen.

„Integration erfordert ein Zugehen von beiden Seiten, rein deutsche Erwartungshaltungen von anderen Kulturen im Sinn zu haben ist da zuwenig…“

Bei „Integration“ wird nichts erwartet sondern die sollte geschehen (sein). Auf jene, die in Deutschland geboren wurden und ihren gesamten Bildungsweg in diesem Land genossen ist sicher nicht zu wenig zugegangen worden.


moogli
23. Juli 2018 um 15:12  |  658466

Der DFB reagiert wie zu erwarten.

Ich denke, die Nationalelf ist für’s Erste sehr beschädigt. Alles bleibt. Schwierige Zeiten. Und das in diesem politischen Kontext. Well done meine Herren.


Opa
23. Juli 2018 um 15:19  |  658467

@moogli: Dass die Ursache durch das Foto von Özil gesetzt wurde, dürfte unstrittig sein. Dass der unwürdige Umgang damit, erst beschwichtigen und unter den Teppich kehren wollen, dann Özil öffentlich anzählen, ein ebensolcher Skandal ist, ist eine Folge davon. Verloren hätten bei einer Nichtnominierung von Özil auch alle. Insofern war das von Anfang an eine loose-loose-Situation, von der Erdogan genauso profitiert hat wie die Rechtspopulisten, zumindest hat mir noch keiner ein Szenario gezeigt, in der man da hätte das Gesicht bewahren können. Die Ursache hat Özil gesetzt, er hat sich dazu zwar spät und ungewöhnlich ausführlich, aber ebenso unverständlich geäußert. Sein unreflektiertes Nachtreten gegen Schule, Verband, Heimatland und Sponsoren ist weiteres Wasser auf die Mühlen derer, die mit Spalten ihr Geschäft machen. Nicht sonderlich klug, aber beinahe erwartungsgemäß.


Seppel
23. Juli 2018 um 15:31  |  658468

Ich bin weder auf Facebook noch auf Twitter unterwegs und ehrlich, ich weiß auch nicht was dieser oder jener Journalist bisher verzapft hat.
Ich (nur ich?) finde die Entgegnung in der Bild-Zeitung angemessen und kann vieles von dem unterschreiben. Mag ich dieses Blatt mögen oder nicht. So kann ich (nur ich?), in diesem speziellen Fall nur zustimmen.
Und das kann die deutsche (…. Ist das rassistisch?) hoch intellektuelle Fanszene hier ganz anders sehen und diesen Artikel schon aus Prinzip blöd finden, da er in der Bild steht, ich finde gut, dass das auch mal so beleuchtet wird.


apollinaris
23. Juli 2018 um 15:45  |  658470

@opa..ich mag deine Art nicht. Weshalb sollte ich mich dir unterhalten, wenn du permanent deine Fragen mit einem „wüsten Konvulat“ und so weiter garnierst?- Du benutzt mich fü deine eigenen Zwecke. Hinzu kommt, dass du nicht mal die einfachsten Dinge verstehst, vermutlich, weil du zu schnell liest.
Ich finde, das man ab dem Alter von ca 16 meinen Satz

–.keine Gedanken z.B. darüber, wie schwer es für Özil einst war, sich gegen die türk. Nationalmannschaft zu stellen.-Das wird , ohne jedes Wissen, schlicht als reine Berechnung abgetan.-Da fängt es für mich an, ungerecht und denunziatorisch zu werden.

nicht als Herabsetzung einer Meinung mißverstehen kann. Das ist wirklich nicht möglich.- Konkreter geht´s auch nicht unbedingt.

Und auch „whataboutism“ scheinst du nicht wirklich verstanden zu haben.- denn ich betreibe keinen. Ich spiele nichts gegeneinander aus, oder begründe das eine durch das andere.,sondern ich stelle PARALELLEN auf, zeige drei Beispiele auf, zu denen ICH mich IMMER GLEICH verhalte.
Ich sage z.B. nicht: was Matthäus darf, darf auch Özil. Ich sage: beide machen Dinge, die unterschiedlich aufgenommen werden.
Ich aber hatte weder von Matthäus noch von Özil etwas verlangt.
Ich sage auch nicht: „die Marikka Rökk war eine Mitäuferin, die das naziregime für sich und ihre Karriere nutzte“
„Whataboutism“ ist wirklich ein unsägliche Herangehensweise- Ist aber keine neue Erkenntnis für mich. Schon Handke schrieb vor ca 40 Jahren: „wer immer nur in Vergleichen denkt, bleibt dumm“


Seppel
23. Juli 2018 um 16:07  |  658472

Eine prominente Dame schreibt das Folgende:
Die Rassimus-Karte zu ziehen, wenn man Fotos mit einem Diktator macht, dessen Werte weder für die Deutschen noch für das Heimatland der Eltern steht, der ist entweder am schlechtesten beraten oder einfach nur stockenblöde. #Özil“
Quelle: Web. de
Hatt’se recht.


dewm
23. Juli 2018 um 16:36  |  658473

Es tut mir sehr leid @Apollinaris. Aus Deinem langen Beitrag von 13:32 Uhr erkenne ich nur schwer eine Replik auf meinen Beitrag von gestern Abend. Du hast einfach zu viele Themen angesprochen. Matthäus und Lovren haben sicher nichts mit dem Özil-Ding zu tun. Die sollten „draußen“ bleiben. So hat auch Gerhard Schröder, der heute Morgen Erwähnung fand, nichts mit dem Özil-Ding zu tun. Du @APO, willst aus einem Fußballspieler keine Widerstandskämpfer machen. Niemand hat das von ihm verlangt. Von mir aus kann er auch Anhänger Erdogans sein. Das geht mich nüscht an. ABER (das ist eben der Punkt), wenn man sich ernsthaft (!) für Yücel, als Beispiel für zehntausende (aufgrund deren Meinung) entlassene Staatsangestellte in der Türkei und hunderte verhaftete Journalisten, einsetzt, dann hat man sehr wohl das Recht (vielleicht sogar die Pflicht) einen deutschen Nationalspieler (egal welche familiären Hintergründe der hat) scharf zu kritisieren, der aus Verantwortungslosigkeit mit dem Mann posiert (wie geschehen), der nun mal das aktuelle System in der Türkei verantwortet. Wenn man das nicht darf, dann verbietest DU jede Äußerung von Kritik oder es ist Doppelmoral. So wäre es wirklich besser gewesen, wenn Du Dich, wie gestern versprochen, nicht mehr geäußert hättest. Bitte sortiere einmal die jeweiligen Argumente Deiner Diskussionspartner!

Menschen dürfen für ihr Handeln kritisiert werden, ohne dass man dabei auf frühere Ereignisse in deren Leben Rücksicht nehmen muss.

Deine Meinung zu „Assimilation vs. Integration“ in Verbindung bzw. mit dem Nachweis DEINER Lebenswirklichkeit. Ist Deine „Lebenswirklichkeit“. Nimm Dich doch einfach etwas weniger wichtig. Vielleicht könnte der eine oder andere Beitrag DEINE Lebenswirklichkeit befruchtend ergänzen.


derby
23. Juli 2018 um 16:40  |  658474

@Opa
Ich stehe natürlich sofort bereit wenn es bei Hertha brennt bezüglich Behebung des Missmanagements. Danke für die Anfrage. Ich komme sofort und als gelernter Busfahrer habe ich alle Kompetenzen dazu.

@Özil – eine Presseerklärung – in ENGLISCH – die Dreiteilig ist – erinnert mich eher an den Herren der Ringe als an ein Statement eines Fußballprofis. Vor allem – wer glaubt denn – dass die Worte von Ihm stammen. Das sind PR Profs die versuchen das Handel ihres Klienten in jeder Art und Weise zu rechtfertigen.

Und dem Statement von Opa und dem Kulturkreis innewohnenden Hang zu gar keiner Selbstkritik, kann ich leider nur zustimmen. Da habe ich mehr als Erfahrungen damit und kann diese Opferrolle Allüren nicht mehr hören!

Damit werde ich wahrscheinlich als Rassist bezeichnet – oder als Kulturkreisrassist – aber ist mir wurscht.

Schade um den Fußballer von 2014 . Aber auf den von 2018 kann und muss (auch ohne Rücktritt) die Nationelf sowieso verzichten! Eigentlich noch auf einige mehr – aber so was scheint ja in unserem Land auch immer weniger üblich, dass man die Fehler mal bei sich selbst suchen sollte – wobei wir wieder beim Kulturkreis wären :-).

So – zurück nach Mariendorf 🙂


Herthapeter
23. Juli 2018 um 16:45  |  658475

@apollinaris
23. Juli 2018 um 14:17 | 658459
Ist der verlinkte Zeit-Kommentar etwa das, was du uns mitteilen willst?

In diesem Artikel, der sich 11 Mal der Worte rassistisch und Rassismus bedient, um dem Leser einzubimsen, dass einzig die deutschen Rassisten für Özils Abgang verantwortlich sind, nur der kleine Mesut, der ist gänzlich unschuldig und verzweifelt an seiner geliebten Wahlheimat. Dieser Artikel geht glatt als Karikatur des „linksliberalen“ Meinungsjournalismus durch, das ist doch weder dein Stil, noch deine Augenhöhe, oder irre ich mich?


apollinaris
23. Juli 2018 um 16:48  |  658476

I@dewm..ich habe sortiert. Ziemlich sorgfältig.- Und , .natürlich habe ich nicht mich selbst und meine Lebenswirklichkeit gemeint, bzgl einer multikulturellen Vergangenheit–schlicht, weil ich überhaupt keine solche habe. Ich bin ziemlich deutsch..vielleicht..haben Hugenotten noch mitgemischt..aber mehr auch nicht.- Ist mir wirklich langsam zu fad, ständig solche Verständnisfragen zu klären, by the way.
Und nochmal für Dich: an meiner Kritik an dem Foto mit Erdogan hat sich vom ersten Tag bis jetzt nix geändert. Ich habe von mittlerweile ganz anderen Dingen gesprochen. Yücel bringst du ständig in´s Gespräch- leider . Aber ich steige hier erstmal aus.
@hertha-Peter..es geht mir um den Ansatz. Und der ist mir sehr viel näher als der von Reichelt.


dewm
23. Juli 2018 um 17:51  |  658482

Lieber APO: Ich spreche Dir Deine tiefen deutschen Wurzeln nicht ab. Von mir aus haben die Hugenotten bei Dir mitgemischt. Du formuliertest „Lebenswirklichkeit“ als Nachweis Deines Arguments. Darauf bezog ich mich. Dann argumentiere zukünftig ohne „Lebenswirklichkeit“, dann retourniert Dir die auch niemand.

Selbstverständlich bringe ich Yücel rein. Es ging um die Kampagne „Free-Deniz“. Mein Tenor: Wer diese Kampagne ernst nimmt, kommt gar nicht umhin, Özils „Erdogan-Posing“ zu kritisieren. Dabei spielen weder Özils Wurzeln noch dessen fußballerischen Verdienste eine Rolle. Es geht allein darum, dass Özil als deutscher Nationalspieler eine Verantwortung hat. Der Verantwortung ist er nicht gerecht geworden. Deshalb das ganze Theater. Es gibt keinen anderen Grund.


Jack Bauer
23. Juli 2018 um 18:07  |  658487

Grundsätzlich ist es ja auch möglich Özils Foto zu kritisieren, seine mangelnde Selbstkritik blöd zu finden und trotzdem der Meinung zu sein, dass er mit einigen Punkten, speziell in Richtung DFB und Medien, durchaus Recht hat und dass Grindel absolut untragbar ist.

Aber da ja offensichtlich hierzulande immer noch der Rassist entscheidet, wer Opfer von Rassismus wurde und wer nicht, und Klein-Julian, investigativ wie er ist, festgestellt hat, dass es keinen Rassismus gab (also abgesehen von den Sprüchen, die eselfickende Türkensau solle sich nach Anatolien verpissen) ist ja alles gut.

Nein, nicht ganz. Einen in Richtung Uli habe ich noch…
2013 gab er der Zeit ein etwas weinerliches Interview über seine Zocker-Affäre und dem, was daraus entstanden ist.
Ich zitiere den Präsidenten des familiären FC Bayern:
„Ich wälze mich und wälze mich. Und dann wälze ich mich noch mal. Und denke nach, denke nach und verzweifle. Ich bin morgens auch manchmal schon eine Stunde nach dem Aufstehen völlig fertig. Da höre ich wieder, was irgendeiner über mich geschrieben oder gesagt hat.“


apollinaris
23. Juli 2018 um 18:22  |  658488

@ dewm.. peinlich, dir das erläutern zu müssen: die Lebenswirklichkeit von Menschen mit Hintergründen und Herkünften, wie die von ÖZIL und vielen anderen.. wird von deinen Aussagen gestern Nacht nicht berührt ( komplex „ Omas Werte“) -wie kann man das nicht zuordnen können?
Und das du schon wieder Yücel und die Kritik am posing von Özil in Relation bringst, weist darauf hin, dass es völlig egal ist, wenn ich dir da zum Xten Mal sage, dass ich diese Kritik teile- insofern dieses Argument einfach am Thema vorbei geht
Nu abba wirklich.
PS .. @ Jack.. was % UH betrifft: ist mir langsam echt unangenehm , das ich meinte , ihn dermaßen lange in Schutz nehmen zu müssen
Tja..


hurdiegerdie
23. Juli 2018 um 18:55  |  658489

pathe
23. Juli 2018 um 6:09 | 658402

Meiner Meinung kommt dieser Beitrag auch sehr nahe. Danke dafür.


coconut
23. Juli 2018 um 18:59  |  658490

@Jack Bauer 23. Juli 2018 um 18:07
Allgemein zu deinen Kommentaren in letzter Zeit: 👍

Özil hätte wohl gut daran getan, sein Bedauern drüber auszudrücken, das er mit diesem Foto in seinem Geburtsland für Unwillen gesorgt hat.
Einfach Dummheit? Vielleicht hat er tatsächlich nicht bedacht, das sich „der Wind gedreht hat“.
Was 2011 noch völlig OK war, ist es heute nicht mehr. Spätestens seit Erdogan sich hinstellte und was von Nazis faselte und viele Menschen in der Türkei unter der Unterdrückung und Verfolgung zu leiden haben , war Schluss mit lustig…das hätte auch ein Özil mitbekommen müssen.

Sein Austeilen Richtung DFB ist aber dennoch absolut nachvollziehbar und auch angebracht. Grindel und auch Bierhoff müssen gehen.

Zu UH: 💩 labern kann er gut


Plumpe71
23. Juli 2018 um 19:20  |  658496

coconut
23. Juli 2018 um 18:59 | 658490

“ Was 2011 noch völlig OK war, ist es heute nicht mehr. “

bingo, das ist aus meiner Sicht der springende Punkt und 2011 wäre das Echo sicher auch ein ganz anderes gewesen, aber seitdem ist tatsächlich viel passiert in diesem Land und die Folgen hätten beide – respektive- deren Berater besser abschätzen können, ja müssen. Aus diesem Grunde zog ich für mich sehr früh die rote Linie und hätte beide Spieler daheim gelassen, eben auch um die Spieler zu schützen und Unruhe aus der Mannschaft zu nehmen. Obwohl, nach allem was im Turnier zu sehen gewesen ist an anderen Hemmnissen, ist es in der Tat nur ein weiteres Puzzleteil , das gewichtet ohnehin jeder ein klein wenig anders.


Joey Berlin
23. Juli 2018 um 19:28  |  658497

#Özil-Erdogan-DFB,
in der Debatte sollte man aufpassen, wen man als Zeugen beruft. Wenn ich im TSP von einem AKP und Millî Görüş* Mitglied folgendes lese:

Der in Deutschland aufgewachsene Abgeordnete der türkischen Regierungspartei AKP, Mustafa Yeneroglu, monierte nach dem Özil-Rücktritt die „weitverbreitete Bevormundung von Deutschtürken“. Die deutsche Debatte konzentriere sich vor allem auf Özils Foto mit Präsident Erdogan. Migranten solle „das einseitige deutsche Bild von Erdogan“ aufgezwungen werden – jenen, die nicht spurten, würde der Weg zum Ausgang gewiesen.

https://www.tagesspiegel.de/sport/stimmen-zum-ruecktritt-von-mesut-oezil-hoeness-oezil-hat-seit-jahren-einen-dreck-gespielt/22831754.html#kommentare

wird mir übel!

Erdogan selbst kramte schon die alte Rassismus-und Nazikeule raus, weil man seine Wahlkampfhetzreden in Deutschland verboten hatte.

Ein Gerald Asamoah hatte deutlich mehr unter rassistischen Anfeindungen zu leiden, nahm aber nicht die ganze deutsche Gesellschaft in Sippenhaft. Die PR Abteilung von Özil versucht plumpe Ablenkungsmanöver: Umkehrung Opfer und politischer Wirrkopf!

*wird vom Verfassungsschutz beobachtet.


apollinaris
23. Juli 2018 um 19:39  |  658498

Der von mir sehr geschätzte Marold, hat einen Kommentar geschrieben, der meiner Sicht äußerst nahe kommt
https://www.tagesspiegel.de/politik/oezils-ruecktritt-ein-land-spielt-falsch/22835954.html


Ursula
23. Juli 2018 um 20:02  |  658500

HUNDERTELFTER!!! Prost auf Mesut,
Grindel und Bierhoff, der von allen
am ahnungslosesten ist….

„Wir haben alle Fehler gemacht, aber
ich weiß nicht warum und möchte es
auch gar nicht wissen…

Ich will und werde im Amt bleiben!!

Ich lass` Euch den Grindel als Bürgen,
den wollt` ich doch längst schon
erwürgen….

…und Mesut ist ohnehin außen vor!

UND dann werde „ich“ DFB-Präsident“…

So oder ähnlich hat Bierhoff gedacht
und denkt vielleicht noch immer so!?

Also ein wenig mehr Respekt vor den
Verantwortlichen in der Causa ÖZIL…


coconut
23. Juli 2018 um 20:29  |  658504

@apollinaris 23. Juli 2018 um 19:39
Jupp, dem kann ich nur zustimmen.

Bin drüben—>>>

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