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(jl) – Ich musste schon kräftig schmunzeln am Freitagabend. Einmal mehr wurde Hertha BSC ziemlich stiefmütterlich behandelt, diesmal allerdings auf derart peinliche Art und Weise, dass man sich die Augen reiben musste. Zum Spiel der U23 bei Wacker Nordhausen hatte die Verantwortlichen Tafeln mit den Teamnamen anfertigen lassen – und es dabei nicht so genau genommen.

Nun ja, Trainer Ante Covic nahm’s mit Humor. Kein Wunder, zum Saisonstart der Regionalliga Nordost hatte sein Team dem Favoriten ein 1:1 abgetrotzt.

Klinsmann, Baak und Covic ärgern den Favoriten

In der Startelf fanden sich dabei Florian Baak und Maurice Covic wieder, außerdem Jonathan Klinsmann im Tor. Nicht im Kader stand hingegen: Sinan Kurt. Hier die Höhepunkte der Partie:

Auch die 3. Liga startet an diesem Wochenende in die Saison. Herthas Pokalgegner Eintracht Braunschweig spielte zum Auftakt 1:1 gegen den KSC. Der von Hertha ausgeliehene Keeper Nils Körber stand beim VfL Osnabrück in der Startformation. Gegen die Würzburger Kickers reichte es zu einem 2:1.

„Hertha? Nur eine Jugendsünde.“

Schon in der kommenden Woche rollt dann auch in Liga zwei der Ball. Ich weiß, ich weiß, für viele von euch ist der 1. FC Union eher ein rotes Tuch. Aber das Interview, das unser Morgenpost-Kollege Michael Färber mit den Neu-Köpenickern Florian Hübner und Manuel Schmiedebach geführt hat (zu lesen am Sonntag in der Morgenpost), könnte euch trotzdem interessieren.

Schmiedebach ist ja gebürtiger Berliner und spielte in der Jugend bei Hertha, scheiterte dort aber am Sprung zu den Profis. Ein Erlebnis, das Spuren hinterlassen hat. In besagtem Interview gibt er offen zu:

Frage: Ihr bisheriges Highlight in der Bundesliga?

Schmiedebach: Bei mir war es auch mein allererstes Bundesligaspiel – im Olympiastadion gegen Hertha. Ich bin ja nicht im Guten von Hertha weggegangen. Und das war einfach nur eine brutale Genugtuung, vor den Augen derer zu spielen, die gesagt haben, du bist nicht gut genug. Leider haben wir mit Hannover 0:1 verloren.

Ebenfalls interessant:

Frage: Haben Sie als ehemaliger Herthaner eigentlich gar kein schlechtes Gewissen, jetzt für Union zu spielen?

Schmiedebach: Ehemaliger Herthaner? Weil ich dort in der Jugend gespielt habe? Im Endeffekt hat jeder so seine Jugendsünden (lacht).

Herthas U19 ab 22 Uhr im Livestream

Als Rausschmeißer der Verweis auf die tägliche Dosis Hertha. Die U19 spielt in Los Angeles um 22 Uhr gegen Real So Cal. Den dazugehörigen Livestream gibt es hier:

Schönen Abend.


74
Kommentare

psi
28. Juli 2018 um 18:49  |  658900

Ha!


Stumpy
28. Juli 2018 um 18:59  |  658902

Ho


fg
28. Juli 2018 um 19:03  |  658903

Mehr Sonmerloch geht gerade kaum…


Better Energy
28. Juli 2018 um 19:43  |  658904

He!


Spree1892
28. Juli 2018 um 19:56  |  658905

Hertha BSC!

Übrigens Los Angeles Galaxy hat 2:0 gegen Club Atlas gewonnen und sind mit Tordifferenz +2 (3:1) und 5 Punkte aktuell 1. Platz. Wenn Hertha nachher mit 2 Toren Unterschied gewinnt zieht Hertha als Gruppenerster ins Finale ein. Hertha hat aktuell ein Torverhältnis von 0 (2:2). Sagen wir Hertha gewinnt 2:0 ist das Torverhältnis +2 aber durch mehr geschossene Tore. Direkter Vergleich ist gleich!

So oder so, spielt jedes Team morgen da es um Platzierungen geht.


28. Juli 2018 um 21:01  |  658907

Prochniev lt . Kicker nun wohl doch bei Aue!


jenseits
28. Juli 2018 um 21:24  |  658909

Solange es nicht Breschnew ist…


28. Juli 2018 um 21:30  |  658911

Wichtig ist doch nur, dass er ein integrierter
Migrant ist.


hurdiegerdie
28. Juli 2018 um 21:38  |  658912

Pronichev ist Russe, der darf sich wie Matthäus als Ehrenspiel-
Führer (huch) sogar mit Putin fotografieren lassen.


28. Juli 2018 um 21:42  |  658913

Alles gut ,ich wünsche ihm viele Tore bei Aue.
Sowie Selfies mit wem auch immer.


Spree1892
28. Juli 2018 um 22:08  |  658915

Unsere U17 dieses Wochenende am Binder Bundesliga Cup in Neckarsulm teil. Die Gruppengegner dort sind Borussia Dortmund, Schalke und der VfB Stuttgart. Das erste Spiel hat unsere U17 mit 2:1 gegen Schalke gewonnen und sich im zweiten Spiel mit 0:0 vom BVB getrennt. Morgen früh folgt dann das letzte Gruppenspiel gegen Stuttgart, in dem es um Platz 1 in der Gruppe geht (beide Mannschaften haben gegen Schalke gewonnen und gegen Dortmund unentschieden gespielt) und am Nachmittag dann die Platzierungsspiele.

Livestream oder sowas gibt es vom Veranstalter nicht, nur ein Twitter Account: https://twitter.com/bundesligacup?lang=de


Spree1892
28. Juli 2018 um 22:12  |  658916

1:0 Hertha durch Werthmüller!

Übrigens der Hertha U19 Kader ist gelistet. Hier zu sehen: https://www.herthabsc.de/na/nachwuchsteams/u19/kader/page/41-4226—.html

EDIT:
2:0 durch Weber!


psi
28. Juli 2018 um 22:21  |  658917

Mein Livestream ist ausgefallen, nur bei mir?


Spree1892
28. Juli 2018 um 22:24  |  658918

@psi

Bei mir auch, der Veranstalter hat wohl Internet Probleme. Kann schon mal passieren bei einen Hertha-Spiel. Wohl zu viel Angst vor den Herthaner. 😀

Aktuell steht es 3:1!


28. Juli 2018 um 22:25  |  658919

bei mir auch..unterdessen gefunden.. https://www.youtube.com/watch?v=bguQkN3hzRI


Spree1892
28. Juli 2018 um 22:49  |  658923

Livestream sollte wieder funktionieren!


psi
28. Juli 2018 um 22:54  |  658924

Ok, es ist Halbzeit !


psi
28. Juli 2018 um 23:07  |  658925

4:1


psi
28. Juli 2018 um 23:12  |  658927

5:1


psi
28. Juli 2018 um 23:28  |  658932

6:1
Sieht nach einem Sieg aus😊


jenseits
28. Juli 2018 um 23:38  |  658933

Prima. Glückwunsch. So wird dem BVB ja doch noch die Ehre zuteil, in einem Finale gegen unsere Jungs antreten zu dürfen.


29. Juli 2018 um 0:54  |  658934

Irgendwo in den USA..
..Fsszinierender Klopp: auf einer Marketing tour..spielt sein Klu vor 100 000 Zuschauern , trotz ca 10 Wechsels phasenweise begeisternd auf- mit viel Lust an Fussball in die Tiefe..unterwegs, knallen die ManU mit 4:1 verdient weg..Da kribbelt´s mir permanent in den Füssen..da will man echt noch mal auf den Platz und mitmachen. -Taktisch ist das eher Rock´nRoll..und genau den mag ich auf der Bühne..Klopp rock´s..ManU ohne Leben und und Herz-satt. So satt wie Mourinho?


moogli
29. Juli 2018 um 8:42  |  658940

Apo…. Das dürfte Michigan gewesen sein.


Jack Bauer
29. Juli 2018 um 10:41  |  658941

Diese Woche ist übrigens die dritte Liga gestartet, 20.000 waren am Freitag bei Braunschweig gegen den KSC, in Kaiserslautern waren gestern sogar 40.000 beim Spiel gegen 1860.
Die Nationalmannschaft unterdessen meldet mittlerweile sowohl in Test- als auch in Pflichtspielen fast nie mehr ausverkauft.

Werden wir trotzdem den Fehler machen, bei der nächsten Viertel- oder Halbfinalniederlage der Bayern auf den lauten Rolex-Kalle zu hören? Der der Meinung ist, dass sich die Menschen in Deutschland nunmal mehr für das Abschneiden der Nationalmannschaft und der Top-Teams interessieren, als für „die Amateure“…
Werden wir ihm zuliebe weiterhin dafür sorgen, dass die Geldverteilung so ist, dass die Kräfteverhältnisse zementiert sind. Dass sie dafür sorgen, dass die CL Teilnehmer in einer eigenen Liga spielen, die Aufsteiger in der Regel Abstiegskandidaten Nummer eins sind (von solch Regelwidrigen Konstrukten wie dem Dosenverein Mal abgesehen) und in der dritten Liga der härteste Kampf nicht um Auf- und Abstieg sondern gegen die Insolvenz stattfindet? Werden wir die Schere gar noch weiter öffnen?
Aber wenn schon für ein Testspiel der B Elf der Bayern gegen die A Jugend von Paris 70€ verlangt wird oder beim Testspiel zwischen Arsenal und Paris dem Sponsor zuliebe eine Kreditkarte statt einer Münze geworfen wird, sieht es wohl eher düster für den „Volkssport“ Fußball aus.


jenseits
29. Juli 2018 um 11:23  |  658942

Die U17 hat leider gegen den VfB verloren und steht somit nicht im Finale. Der VfB spielt gegen Werder um den Cup-Sieg.


Exil-Schorfheider
29. Juli 2018 um 11:26  |  658943

Jetzt wird es wirklich schwer, den Bremern(die neuen Kölner, Mainzer, Augsburger oder was auch immer angesagt war) noch Paroli zu bieten:

https://1.ftb.al/FQuaDDvxWO

Pizarro zurück in Bremen… Puuh… die werden alles in Grund und Boden spielen…


Jack Bauer
29. Juli 2018 um 11:57  |  658945

Der alte Mann und die Weser


Spree1892
29. Juli 2018 um 13:15  |  658946

Die U17 spielt um Platz 3 gegen Hoffenheim in Neckarsulm beim Turnier.


Uwe Bremer
Uwe Bremer
29. Juli 2018 um 13:45  |  658948

@jack

eine Antwort auf die Fragen, die Du stellst, liegt ja auf der Hand:

Wenn 50+1 in seiner derzeitigen Form samt den Ausnahmeregelungen (Leverkusen, Wolfsburg, Hoffenheim) sowie der Teilnahme von RB Leipzig erhalten bleibt, ja – dann ist der Automatismus zementiert: Die reichen Klubs werden mit jeder Saison immer reicher, der Abstand zum Rest wird Jahr für Jahr größer (über die nationale TV-Geldrangliste und die Einnahmen an der Auslandsvermarktung).

Die 50+1-Regelung in Kombination mit den Champions-League-Geldern, die allen deutschen Startern rund 35 Millionen Euro garantiert (nur für das Spielen der Gruppenphase + Marketingeinnahmen) – da haben die Bayern, BVB, Schalke, Hoffenheim, Leipzig so viel GEld – da können die jeden Fehler bei einer Trainerbestellung oder einen schlechten Kaderzusammenstellung ausbügeln.

Im Wissen um die neuen CL-Gelder ab 2018 hätten die deutschen Profiklubs Anfang 2017, als es um die Verteilung der nationalen TV-Geld von 2017 bis 2021 ging, mal ganz grundsätzlich diskutieren können: Teilen wir den großen TV-Geld-Kuchen für die Bundesliga vielleicht einfach durch 18? Ebenso wie den kleineren TV-Geld-Kuchen für die Zweite Liga?

Man hätte auch Zwischenmodelle nehmen können.
Beispiel: Dass die Erfolgsabhängige Rangliste im Prinzip erhalten bleibt, aber ab Platz vier (bis hoch zu Platz 1) gedecket ist. Die ersten 4 erhalten nationale jeweils die gleiche nationale TV-Geld-Summe. Die Differenz zur bisher üblichen Berechnung) wird nochmal auf die Klubs zwischen Rang 5 und 18 verteilt. Mit der Begründung, dass die ersten Vier in Champions League ohnehin weitere erhebliche Mehreinnahmen haben).

Haben die 36 deutschen Profiklubs aber nicht getan. Nicht mal diskutiert. Weder Hertha war da zu sehen. Noch Frankfurt. Noch Augsburg. Noch St. Pauli. Noch Union – alle waren zufrieden damit, dass das TV-Geld von 2017 bis 2021 für jeden Klub mehr wird. Und haben stattdessen noch einen Fallschirm eingerichtet für Traditionsklubs wie den HSV, damit die im Fall eines Abstiegs gegenüber dem Rest der Zweitliga-Konkurrenz auch ganz bestimmt einen finanziellen Vorteil haben …


apollinaris
29. Juli 2018 um 14:05  |  658949

# Me first..


Jack Bauer
29. Juli 2018 um 14:15  |  658950

@Uwe:

Mal abgesehen davon, dass ich bekanntermaßen eine Investorenliga ablehne und RB niemals unter 50+1 in der Bundesliga spielen dürfte:
Bis heute hat mir noch keiner erklärt, warum Hertha dann auf einmal bessere Chancen hätte und mehr von einem Wegfall von 50+1 profitieren würde, als es Hannover, Frankfurt, Köln oder gar Gladbach, Schalke und co liegen würde. Es hätten einfach alle mehr Geld zur Verfügung. Die Vereine, die heute eh schon mehr Geld haben und sportlich erfolgreicher sind, haben dann eben nochmal deutlich mehr Geld Klar, vielleicht hat man „Glück“, dass hier dann ein besonders reicher Typ einsteigt und mehr in Hertha investiert, als es eigentlich Wert ist… Also in etwa so, wie man ja bei jedem Sponsorenvertrag von Berlin und dem Hauptstadtbonus profitiert, was dann dazu führt, dass wir in der Sponsorentabelle ziemlich genau da liegen, wo wir auch sportlich liegen und solch renommierten Konzerne wie Tedi ins Boot holen können.

Edit: Lese den zweiten Teil erst jetzt. Dich dürfte weder überraschen, dass ich eine solche Regelung (Kuchen durch 18) begrüßt hätte, noch dass ich darüber enttäuscht bin, dass sich keiner der genannten Vereine dafür eingesetzt hat. Achso nee, bei Hertha bin ich nicht enttäuscht. Ich erwarte einfach nichts anderes mehr.


Uwe Bremer
Uwe Bremer
29. Juli 2018 um 14:29  |  658951

@jack

Du springst gerade unter der Latte drunterdurch.
Habe mit keinem Wort etwas über eine Investoren-Liga geschrieben

Ich habe Deinen Gedankengang aufgenommen und auf die Gegenwart geschaut. Und die Frage: Warum ist das so? Und, was ändert sich, wenn alles bleibt wie es ist.
Meine Prognose: Bleiben die Umstände, wie sie sind (mit der 50+1-Regel und ihren Ausnahmen), werden die bestehenden Ungleichgewichte zwischen „armen Klubs“ und „reichen Klubs“ nicht nur zementiert, sondern weiter verschärft.


Jack Bauer
29. Juli 2018 um 14:34  |  658952

@Uwe:

Habe ich schon verstanden. Ich sage: Ein Wegfall von 50+1 löst dieses Problem nicht sondern hat sogar das Potential es noch zu verschärfen.
In diesem Sinne können wir uns ja darauf einigen, dass die Ausnahmen abgeschafft werden 😉


Exil-Schorfheider
29. Juli 2018 um 14:58  |  658953

Ich sehe es wie @jack und auch @hurdie hatte ebenfalls mal ähnliches geschrieben:

Was sollte jemanden dazu bringen, in einen bisherigen Mittelkasse(Etablierungs-)klub mehr zu investieren als in die führenden Big Four?
Die vermeintlich schöne Welt, wie sie Martin Kind immer prognostiziert, wird so nichts bringen.


Uwe Bremer
Uwe Bremer
29. Juli 2018 um 15:00  |  658954

@jack,

in diesem Sinne einigen wir uns darauf, dass wir die jeweilige Argumentation verstehen.

Heißt aber: Wer 50+1 (in der bestehenden Form) verteidigt, ist kein Fußball-Romantiker.
Wer 50+1 verteidigt, sorgt dafür, dass sich die seit Jahren zuspitzenden Verhältnisse in der Bundesliga zwischen Arm und Reich noch weiter zuspitzen.

Bei der Frage, ob man die Spielgenehmigungen für die Ausnahmen von 50+1 wieder einkassieren kann (Leverkusen, Wolfsburg, Hoffenheim) – ich bin kein Jurist – aber gefühlt, begibt man sich da auf sehr, sehr dünnes juristisches Eis.

Oder anders forumliert: So einen Schritt muss sich die DFL (mit Blick auf mögliche Schadensersatzforderungen) finanziell leisten können …


Blauer Montag
29. Juli 2018 um 15:01  |  658955

Stümmt fg
28. Juli 2018 um 19:03 | 658903

Mehr Sonmerloch geht gerade kaum…

Auch heute brennt die Sonne wieder richtig heftig vom Himmel.
☼☼☼


Jack Bauer
29. Juli 2018 um 15:07  |  658956

Du kannst diese Einteilung gerne vornehmen, Uwe. Ich sehe es anders und warte immer noch auf den Hinweis, wie Hertha und die Spannung in der Liga von einem Wegfall von 50+1 profitieren sollen.


Blauer Montag
29. Juli 2018 um 15:23  |  658957

Und warum benötigt RB Leipzig keine Ausnahmegenehmigung
Uwe Bremer
29. Juli 2018 um 15:00 | 658954 ?


hurdiegerdie
29. Juli 2018 um 15:26  |  658958

Jack Bauer
29. Juli 2018 um 15:07 | 658956

Wirklich, dafür wurden dir schon mindestens 5-mal mögliche Erklärungsansätze gegeben. Du ignorierst sie nur einfach.


Blauer Montag
29. Juli 2018 um 15:30  |  658959

… Die Champions League stärkt durch die Verteilung der hohen Einnahmen einige wenige große Klubs in jedem Land und bringt sie in den nationalen Ligen in eine zunehmend konkurrenzlose Stellung. Und deshalb spielen in der Champions League fast immer dieselben Mannschaften mit. …
https://www.sportschau.de/fussball/championsleague/wachsende-ungleichheit-champions-league-100.html


Jack Bauer
29. Juli 2018 um 15:35  |  658960

@Hurdie:

Welche denn? Dass sich ein Typ Hertha als Spielzeug aussucht und hier mehr Geld reinpumpt, als es jemand in Gladbach oder Schalke tut?
In der Premier League hießen die ersten vier vor 20 Jahren: Arsenal, ManUnited, Liverpool, Chelsea. Also exakt die, die heute noch oben dabei sind. Auf 5 war damals Leeds, die konnten von der Entwicklung nicht profitieren, dafür hat ManCity davon profitiert. Klar, es gibt seltene Ausnahmen. Darauf sollen wir dann hoffen?
Ernsthaft, wenn es bessere Erklärungsansätze gab, kann ich mich nicht an sie erinnern.


Opa
29. Juli 2018 um 15:36  |  658961

Wirkliche Rechtssicherheit wird man wohl erst haben, wenn es dazu höchstrichterliche Rechtsprechung gibt, was einige Jahre dauern kann. Bis dahin wird wohl erstmal nichts passieren.

Die möglichen Szenarien sind ja bereits mehrfach diskutiert worden:

a) 50+1 wird in der bestehenden Form bestätigt, die Ausnahmegenehmigungen bleiben bestehen, Verlierer wäre in dem Fall in erster Linie Kind, dessen Unterstützung etwa so groß gewesen sein dürfte wie seine Bereitschaft, Transparenz zu schaffen, wieviel er denn wirklich gezahlt haben will 😉

b) 50+1 wird gekippt mit der Auflage, gleiche Bedingungen für alle zu schaffen, was dann zu

ba) Ausnahmegenehmigungen werden rückgängig gemacht (ggf. mit der Auflage, innerhalb einer gewissen Übergangszeit Anteile an Dritte zu veräußern oder diese z.B. treuhänderisch durch den Verein verwalten zu lassen – juristisch ist das eine extrem knifflige Kiste)

oder

bb) 50+1 wird abgeschafft, jedem Verein steht es frei, sich Kapitalgeber in jeder gewünschten Beteiligungsquote zu suchen

Egal, wie es am Ende ausgeht, bleibe ich skeptisch, dass abgesehen von den Vereinen in der europäischen Spitze sich so wahnsinnig viel für den Wald- und Wiesenbundesligisten ändern würde, dessen Aufgabe weiterhin bleiben dürfte, maximalen sportlichen Ertrag bei gleichzeitigem Abwenden der Insolvenz zu erreichen.

Dass nach Freigabe von 50+1 bei Hertha Manna vom HImmel regnet, gebratene Täubchen durch die Luft fliegen und durch die Spree Milch und Honig fließen, daran habe ich leise Zweifel, unsere Attraktivität auf Investoren dürfte ähnlich hoch sein wie die für Sponsoren. Ein halbseidener Wettanbieter, ein Eineuroshopbetreiber, ein Autoimporteur wenig imageträchtiger Fahrzeuge sollten da ein Fingerzeig sein, dass nicht die DFL Rahmenbedingungen, sondern andere Gründe hauptursächlich für das finanzielle Gap sind.


apollinaris
29. Juli 2018 um 15:42  |  658962

Bin da auch bei @ JB- man folgt einfach einer falschen inneren Logik
Aber ich bleibe auch bei meiner Einschätzung: es gibt hier kein richtig/falsch- ob mit oder ohne 50+1– das Grundübel wird nicht dadurch auch nur tangiert- die Entwicklung ist einfach nicht aufzuhalten, weil sich niemand gegen das „System“ stellt( stellen kann- ohne kaputt zu gehen)


Uwe Bremer
Uwe Bremer
29. Juli 2018 um 15:49  |  658963

@jack

Du kannst diese Einteilung gerne vornehmen, Uwe. Ich sehe es anders und warte immer noch auf den Hinweis, wie Hertha und die Spannung in der Liga von einem Wegfall von 50+1 profitieren sollen.

Ist es eine exklusive Erkenntnis von mir, dass die finanzielle Schere zwischen dem Ersten der Bundesliga, dem Zweiten … und dem Letztem mit jeder Saison weiter auseinandergeht?
Oder zeigt sich dieser Trend nicht seit 25 Jahren (zwei Saisons rund um die Kirch-Krise mal ausgenommen) in exakt diese Richtung – wenn Du Dir die Zahlen anschaust, die die Vereine nach jeder Saison veröffentlichen?

Du kommst aus der Argumentationsklemme nicht raus:
Wer 50+1 in der bestehenden Form beibehalten will, hält am bestehenden System der zunehmenden Ungleichheit fest

Damit wir uns recht verstehen: Diese Meinung kann man vertreten. Nur ist das ziemlich exakt das Gegenteil von Fußball-Romantik


Blauer Montag
29. Juli 2018 um 15:56  |  658964

Es mag vielfältige Gründe geben, warum die Suche nach weiteren Käufern für Anteile an der Hertha BSC KGaA so wenig Erfolg zeigt. Nur einer von vielen Gründen könnte sein, dass es die Hertha BSC KGaA seit Jahren nicht schafft, innerhalb von 12 Monaten ihren Jahresabschluss nach Ende des Geschäftsjahres zum 30.6. im Elektronischen Bundesanzeiger/Unternehmensregister zu veröffentlichen.


Blauer Montag
29. Juli 2018 um 15:58  |  658965

Bereits unter den geltenden Regeln findet die Hertha BSC KGaA keine weiteren Käufer für ihre Kommanditanteile Uwe.

Wer 50+1 in der bestehenden Form beibehalten will, hält am bestehenden System der zunehmenden Ungleichheit fest


Jack Bauer
29. Juli 2018 um 16:03  |  658966

@Uwe:
Exklusiv ist dir offenbar die Erkenntnis, dass 50+1 Schuld an besagter Schere hat. Ist diese Schere in anderen Ligen etwa nicht vorhanden? Ist es eine exklusive Erkenntnis von mir, dass Juventus gerade den siebten Scudetto in Folge gewonnen hat? In Frankreich ist Paris völlig ohne Konkurrenz, in Spanien sind es immerhin zwei Teams die Titelchancen haben.
Der Romantik Begriff ist mir nun nicht so wahnsinnig witzig, aber klar ist auch: In einer Liga nach englischem Vorbild ist gar nichts mit Romantik, egal ob es da nun spannend ist oder nicht.
Wenn 50+1 fällt sehe ich keinerlei Verbesserung zum Status Quo ausser der, dass Leverkusen, Wolfsburg, Hoffenheim und das aus Angst durchgewunkene Dosenkonstrukt nicht mehr diesen Wettbewerbsvorteil hätten. Ja, das wäre schön. Aber nicht um den Preis eines Wettlaufs um die potentesten Investoren. Bei diesem Wettlauf bleibt erfahrungsgemäß jede Moral und jede gesellschaftliche Frage früher oder später auf der Strecke.

…und Hertha sehe ich für diesen Wettlauf auch nicht sonderlich gut aufgestellt. Und ob Hertha nun 10. wird mit dem aktuellen Etat oder 10. mit dem dreifachen Etat… Wer’s braucht…


Jack Bauer
29. Juli 2018 um 16:09  |  658967

@BM:
Das stimmt natürlich, allerdings wird von einigen Leuten argumentiert, dass das Interesse an zu veräußernden Vereinsanteilen schlagartig steigen würde, wenn man die Mehrheit selbiger erwerben könnte.
Nur will man das? An welchen Stellschrauben würde so ein Investor wohl als erstes drehen, damit sich so ein Investment für ihn lohnt?

Oder mit Frau Schwedlers Worten:
„Ich sehe es extrem kritisch, wenn die Clubs der englischen Liga Kapitalgesellschaften sind, die ihren Sitz nicht mehr in England, sondern in Steueroasen wie Delaware oder Cayman Islands haben. Das ist total irre. Fußball kann so viel an gesellschaftlicher Verantwortung übernehmen. Aber das wird nicht mehr funktionieren, wenn alle Clubs Kapitalgesellschaften sind und die Investoren an solchen Themen kein oder wenig Interesse haben, weil es keine Rendite bringt.“

Aber Zitate von Vereinsangehörigen des FC St. Pauli sind ja hier nicht so gerne gesehen. Weil das ist ja bei denen alles Doppelmoral und deren Doppelmoral ist viel schlimmer als unsere und so…


Blauer Montag
29. Juli 2018 um 16:22  |  658968

Hertha könnte die Mehrheit der Kommanditanteile veräußern und bliebe dennoch geschäftsführender Gesellschafter der Hertha BSC KGaA Jack um 16:09. Genauso hat es Ingo Schiller letztmalig auf der MV im Mai 2018 dargestellt. 😎


29. Juli 2018 um 16:23  |  658969

@JB..“Däumchen“- die Abschaffung von 50 +1 würde am Prinzip der Schere nix, gar nix ändern ( das könnte man nur durch radikale Veränderung der CL erreichen)- es würde schlicht nur weitere Derugulierung bedeuten, mit den o.g. noch extremeren Auswüchsen. Die 50+1 Regelung mag im Prinzip nur noch symbolische Bedeutung haben, die Abschaffung ist für mich aber eben auch nix anderes als die Kapitulation vor den (selbstgeschaffenen ) Sachzwängen, ohne jede Aussicht auf Veränderung des Status Quo.
Ich habe aber-ganz ehrlich- tatsächlich jede Hoffnung auf Veränderung ad acta gelegt.
Insofern habe ich da längst das berühmte Apfelbäumchen gepflanzt..


Uwe Bremer
Uwe Bremer
29. Juli 2018 um 16:23  |  658970

@jack

die Beispiele Italien, England, Spanien taugen nicht für das, was Du sagen willst.
Warum, dazu gibt es umfangreiche Untersuchungen. Verglichen wurden die fünf europäischen Topligen von 1925 bis heute. Als Reverenzgröße jeweils die Faröer dazu – weil die weder großes Geld noch großes Zuschauerreservoir haben.

Die Resultate in allen Ligen sind verblüffend ähnlich. Mit Ausnahme von England, wo es jahrzehntelang einen Drei-Kampf um den Titel gab, dann einen Vierkampf. Und heute einen Fünfkampf.

Die Ergebnisse wurde gegenübergestellt den Titeln im American Football in den USA – wo ausgerechnet in der National Football League der reinste Sozialismus herrscht: Alle Einnahme, alle TV-Rechte, alle Erlöse in einen Topf – und das ganzen Milliarden Dollar geteilt durch die Zahl der teilnehmenden Teams.

Spanennd zu lesen finden sich der Zusammenhag von Geld und Fußball in:

Stefan Syymanski – Money and Soccer. A Soccernomics Guide: Why Chievo Verona, Unterhaching, and Scunthorpe United Will Never Win the Champions League, Why Manchester and Manchester United Cannot Be Stopped

Um nicht abzuschweifen … bei dem, was Du sagst, sehe ich keine Argumentation: Du sagst (unter Ausblendung der extremen Schere zwischen Arm und Reich, die sich unter 50+1 entwickelt hat) …

– 50+1 hat nix zu tun mit der Ungleichheit
– freie Investoren-Wahl würde ebenfalls weiter Ungleichheit bedeuten.

Also, wie hätte der Herr es gern?


Jack Bauer
29. Juli 2018 um 16:34  |  658971

@Uwe:
Das weißt Du doch. Kuchen möglichst gleich verteilen (von mir aus schrittweise). Ausnahmeregelungen abschaffen. Strengere Durchsetzung von Financial Fairplay. CL zu einer wirklichen Champions League machen und somit die EL aufwerten (sportlich und finanziell).

Klar, größtenteil illusorisch. Aber ich wurde ja gefragt, wir ich es gerne hätte.
Zu glauben, dass freie Bahn für Investoren und immer mehr Geld dieses kranke System noch retten kann ist in meinen Augen allerdings mindestens genauso illusorisch.


Blauer Montag
29. Juli 2018 um 16:34  |  658972

Ich hätte gern Financial Fairplay im Fußball.
Was nach meinem Verständnis nicht das Gleiche ist wie die deutsche 50+1 Regel.


Uwe Bremer
Uwe Bremer
29. Juli 2018 um 16:41  |  658973

@jack

dass mit dem gleichen Kuchen für alle Marktteilnehmer wird in den US-Sportarten gelebt.
Allerdings mit der kleinen, aber entscheidenden Auswirkung, dass alle Marktteilnehmer (Klubs) eine going-concern-Prämisse haben. Egal wie schlecht sie diese Saison spielen – sie sind nächstes Jahr wieder dabei.

Meint: Es gibt keinen Auf- oder Abstieg.

Ich würde sagen: Ein Modell, das in Europa nicht durchführbar ist.

Ebensowenig wie das Draft-System in den USA hier in Europa beim ersten Kreisgericht gestoppt werden würde.

Und wo im deutschen Fußball siehst Du irgendeinen Befürworter in Amt und Würden, der für eine Lösung „Alle Profiklubs sollen das gleiche bekommen“ steht?


apollinaris
29. Juli 2018 um 16:48  |  658974

…nur der Weg, der um 16:34 durch @JB aufgezeigt wird, würde am System etwas verändern- deshalb wird auch darüber nicht diskutiert werden durch die, die Einfluss ausüben. Weil leider die „fist me“- Haltung allgegenwärtig ist.


Jack Bauer
29. Juli 2018 um 16:50  |  658975

Du hast mich ja nun nicht gefragt, für welchen Vorschlag ich möglichst viele Befürworter habe. Und abgesehen davon, dass eine (möglichst) gleichmäßige Verteilung des Kuchens ja nicht zwingend mit der Abschaffung von Auf- und Abstieg einher gehen muss habe ich ja auch noch andere Dinge aufgelistet.


hurdiegerdie
29. Juli 2018 um 16:51  |  658976

Was ist den mit PSG?
Französischer Meister 86, 94,dann 2013, 2014, 2015, 2016, 2018 und man schau mal, wie da wann investiert worden ist.

Wie konnte denn RB hochkommen? Weil sie einfach – gegen die Regel – extrem inverstiert haben.

In England gab es die letzten 6 Jahre fünf verschiedene Meister (Stand letztes Jahr, habe keine Lust das nochmal zu eruieren).

Aber mir schwebt eh‘ eher eine „sozialistische“ Liga a à la US vor.


Jack Bauer
29. Juli 2018 um 17:03  |  658977

@Hurdie:
RB ist nun in der Tat ein sehr spezieller Fall und für mich kaum übertragbar auf andere Vereine.
PSG ist so ein Fall – ja. Aber im Gegensatz zu Hertha hatten sie überhaupt sportliche Erfolge in den 80ern und frühen 90ern. (Übrigens etwas, was Hertha in meinen Augen auch für ein bisschen mehr Interesse im Vergleich zu Vereinen wie Hamburg, Gladbach, Frankfurt fehlt).
Paris hat mehrmals Champions League gespielt, Spieler wie Anelka, Pauleta, Heintze oder Ronaldinho im Kader gehabt. Da war in meinen Augen schon deutlich mehr Glamour für einen potentiellen Investor als bei Hertha.

Abgesehen davon kann ich mir schöneres vorstellen, als dass mein Verein zur Werbeplattform für Katar umgebaut wird…


Jack Bauer
29. Juli 2018 um 17:04  |  658978

@Apo:

Netter Vertippser… Denn „First me“ wird zwangsläufig irgendwann zu „Fist me“ 😉


Uwe Bremer
Uwe Bremer
29. Juli 2018 um 17:06  |  658979

@jack

Dein Vorschlag beinhaltet, dass die wichtigsten Marktteilnehmer in England, Spanien, Frankreich, Italien und Deutschland (dabei belassen wir es, um es nicht noch komplizierter zu machen) sich alle darauf verständigen, im großen Stil abzugeben. Damit jeder Marktteilnehmer (zumindest theoretisch) die Chance bekommt, innerhalb von fünf Jahren Meister in seinem Land zu werden.

Dass dieses Herangehen der seit Generationen gelebten Fußballerwartung und der Fankultur total zuwiderläuft, blenden wir mal aus.

Auszublenden, dass der Zug in der Unterhaltungsindustrie Profifußball gerade mit Volldampf (= mit viel Geld) in Richtung Internationalisierung und Digitalisierung läuft … wird etwas schwerer zu ignorieren sein.

Wenn es nirgends Kräfte in der Branche gibt, die die Ressourcen beim Fußball umverteilen wollen in Richtung „Teilhabe für alle“ – worauf gründet die Annahme, dass der Profifußball sich in diese Richtung verändern könnte?


Jack Bauer
29. Juli 2018 um 17:19  |  658980

@Uwe:

Wo habe ich was davon geschrieben, dass ich annehme, dass sich der Fußball in diese Richtung verändern würde? Ich habe gesagt, dass ich es mir wünschen würde. Wohlwissend, dass das aktuell unrealistisch ist.
Und was die gelebte Fußballerwartung angeht: Dazu gehört es auch, dass man vorher nicht weiß, wie ein Spiel ausgeht. Sonst können wir Sport komplett sein lassen. Wenn also vorher klar ist, dass Bayern München auch dann souverän Meister wird, wenn sie ihren Trainer im Herbst entlassen und eine Führungsetage haben, die in den letzten Jahren einen Großteil ihrer Fußballfachkompetenz vergrault haben, dann ist das auf kurz oder lang nicht gut für den Sport… Oder das „Premiumprodukt Bundesliga“.
Vor 20 Jahren wurde der Aufsteiger Kaiserslautern deutscher Meister. Vor 19 Jahren wurde Hertha in der zweiten Erstligasaison Dritter. 2007 (glaube ich) wurde der VfB Stuttgart deutscher Meister. Das ist heute leider alles sehr unrealistisch. Du sagst, das ist wegen 50+1 so. Ich sage, es ist trotz 50+1 so und würde ohne noch schlimmer werden.


fechibaby
29. Juli 2018 um 17:46  |  658982

Heute ist so ein schöner Sommertag wieder und
hier läuft über Stunden die „Unendliche Geschichte“.
Der Profifußball hat doch schon lange nichts mehr
mit Sport zu tun! Es geht doch nur noch ums Geld!!
An der 50+1 Regel kann der Fan doch sowieso nichts ändern.

Wünsche @all noch schönes weiterschwitzen.
Nächste Woche soll es in Berlin ja noch heißer
werden.


Uwe Bremer
Uwe Bremer
29. Juli 2018 um 19:13  |  658990

@Rummenigge

als hätte er hier im Blog mitgelesen, hat der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern sich heute in Miami geäußert:

In Gesprächen mit Vertretern der NFL und der NBA habe Rummenigge während der Tage in Philadelphia und Miami gesehen, wie in den USA die Vermarktung laufe, die Bundesliga befinde sich nicht auf diesem Niveau.
Rummenigge: „Wir müssen Augen und Ohren offenhalten und lernen, um die Dinge zu professionalisieren. Wir dürfen nicht glauben, dass wir mit der Bundesliga einen Selbstläufer haben. Die Bundesliga ist ein gutes Produkt, aber am Ende des Tages ist es entscheidend, wie wir uns international präsentieren.“

Rummenigge plädierte mehr oder weniger direkt für eine Öffnung für Investoren, also die Abschaffung der 50+1-Regel.
„Unser Verhalten in dieser Sache wird hier in den USA etwas belächelt. Wir müssen aufhören, in dieser Republik den Populismus voranzutreiben. Den treiben wir in fast allen Bundesligaklubs, insbesondere aber in den Verbänden, auf ein absurdes Niveau. Deutschland wird keine Insel der Glückseligen bleiben. Entweder wir gehen diesen Weg mit oder wir werden eine Zeche zahlen. Wenn wir bei der DFL, nicht nur beim DFB, so weitermachen, wird es sehr schwierig werden.“

Rummenigge kann sich mit dem Vorschlag Eintracht Frankfurts anfreunden, dass jeder Verein selbst darüber entscheiden solle, ob er sich öffnet oder bei 50+1 bleibt. Er ist sicher:

„Deutschland würde davon profitieren, wenn man den Markt öffnet.“
Das Thema sei ein „Rumgeeiere, schließlich spielten in der Bundesliga mit Leipzig, Hoffenheim, Leverkusen und Wolfsburg bereits vier Klubs nicht mehr unter wettbewerbsgleichen Bedingungen.“ Eine Öffnung, so Rummenigge, würde dringend benötigte Konkurrenz schüren:
„Ich bin über jeden Klub, der uns unter Druck setzt und da oben mitspielt glücklich.“

Quelle: kicker.de – Wir müssen aufhören, den Populismus voranzutreiben – hier entlang


Jack Bauer
29. Juli 2018 um 19:50  |  658993

Hoeneß will nicht mehr in den Schlagzeilen auftauchen und Rummenigge will aufhören den Populismus voranzutreiben…

#Realsatire


sunny1703
29. Juli 2018 um 19:57  |  658994

Das ist doch aber nichts neues. Sowhl Rummenigge als auch Hoeneß haben sich schon früher für die Abschaffung von 50+1 ausgesprochen.

Wenn die Bayern Vorderen das vehement einfordern, fällt mir dazu nur ein Nachtigall ick hör Dir trapsen!!
Und ein „ich bin glücklich über jeden Klub, der uns unter Druck setzt“ wirkt auf mich schon fast wie Heuchelei.

Ansonsten stimme ich den Beiträgen von @Jack, Apo, und Opa ausdrücklich zu.

lg sunny


Uwe Bremer
Uwe Bremer
29. Juli 2018 um 19:57  |  658995

@Rummenigge

tja, den Verweis darauf, dass die Bundesliga in der Uefa-Rangliste von Platz zwei auf Rang vier abgerutscht ist (hinter Spanien, England und Italien), auf das schwache WM-Abschneiden, die Warnung davor, das Erfolgsmodell Bundesliga für einen Selbstläufer zu halten … kann man als #Realsatire abtun.

#Realismus


sunny1703
29. Juli 2018 um 20:01  |  658997

Übrigens für die Skyler. Ich habe ja schon vor einigen Monaten meine Kündigung zum 31.07. mitgeteilt. Außer zwei “ Angeboten“ mit einer Verteuerung meines alten Preises habe ich nichts weiter gehört.

Ich berichte, ob sich in den beiden letzten Tagen noch was tut.


apollinaris
29. Juli 2018 um 20:13  |  658998

..auf den schwächeren Fussball in der Liga, die Spielweise und das Selbstvermarkten ..habe ich schon hingewiesen, ich denke mal , vor 2-3 Jahren..das wurde mir meist mit vielen Zahlen versucht, zu widerlegen- Hier im blog- im TV malte Magath bei def ein falsches Bild, nur, um sich als Titelträger mit Wolfsburg keinen Glanz nehmen zu lassen..
-Ich jedenfalls glaube nicht, dass die 50+1-Regelung dafür das dominante Argument ist..also, wirklich nicht.-Aber wenn Scholl ( etwas zu naßforsch( Kritik an die Arbeit in den Akademien und der Trainerausbildung geübt hatte..gab es einen grossen Aufschrei der Experten und das anschließénde Ritual des “ sich auf die Schulter-Klopfen „beste Trainerausbildung der Welt“- beste „Schieriausbildung der Welt“- Mich erinnert das an das „Lewandowski, der beste Mittelstümer der Welt“-Gebrabbel der Experten ..na ja.. was soll´s :noch steht´s 0:0 bei unseren jungen Hüpfern..


hurdiegerdie
29. Juli 2018 um 20:25  |  659001

Aber @Apo

Magath sagte das 2011. Das ist 7 Jahre her. Das hat doch gar nichts mehr mit der heutigen Entwcklung in England oder Frankreich zu tun.


Bluekobalt
29. Juli 2018 um 20:53  |  659011

@Sunny,

ich habe nach der Kündigung (30.6)
Zwei „Komm-zurück“ Angebote erhalten:
Im ersten 29.99€ für Buli HD
Im zweiten 24,99€
die ersten drei Monate frei.
Jedes weitere Paket 5€
Alles auf zwei Jahre
mit Frist zum 31.07. innerhalb der ich zuschlagen musste…


sunny1703
29. Juli 2018 um 20:57  |  659012

@bluekobalt

Danke für die Info 🙂

lg sunny


Ursula
30. Juli 2018 um 10:45  |  659041

@ sunny

Nur als SKY-Info!

Habe soeben (m)einen Vertrag
doch noch erneuert, und ein Sky-
Angebot eingeholt, was ich nicht
abschlagen konnte!

Für ALLES: Euro 29,95, inkl. HD!!!

Angebote nur noch bis morgen!

Grüße!


apollinaris
30. Juli 2018 um 19:08  |  659068

@hurdi.ich hatte damals schon das Abschneiden der dt Mannschaften inder EL als Ziechen aufgefasst…als man schon damals reig´henweise gegen Mannschaftenaus Finnland, ´Slowenien etc ausschied..das wurde als Eintagsfliege abgetan, von der gesamten Liga..ich war nie dieser Meinung. Seit etwa 1 Jahr schnallt man es endlich..


Ursula
30. Juli 2018 um 19:59  |  659075

Sehe ich auch so, HATTE es auch
so gesehen…

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