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(ub) – So, hoffe, dass Ihr alle gut über die Weihnachtstage gekommen seid. Wie Ihr es aus den vergangenen Jahren kennt, ist die Zeit zwischen den (Halb-)Serien Eure Chance, hier oben die Blogeröffnung zu gestalten. Einer, der sich in ein Thema gestürzt hat, ist @Ties. Wer hier länger mitliest, erinnert sich vielleicht: @Ties, gebürtiger Berliner, hat es in die Region Frankfurt verschlagen. Er hat im August hier im Blog berichtet vom U15-Cup aus Oberursel, wo auch Hertha BSC am Start war. Sein Interesse gilt dem Nachwuchs.

Deshalb Tusch, Trommelwirbel …  @Ties übernimmt das Ruder.

 

Die 99er – der goldene Jahrgang

von @Ties

Es ist mittlerweile sieben Monate her, dass Herthas U19 für Furore sorgte und erstmals in der Vereinsgeschichte Deutscher Meister wurde. Die 1999er waren ja schon länger als „goldener Jahrgang“ gehandelt worden. Zeit für eine Bestandsaufnahme: Was ist inzwischen, eine halbe Saison nach dem Meistertitel, eigentlich aus den Jungs geworden, die damals auf dem Feld standen?

Im Meisterschaftsfinale wurde die U19 der „Knappenschmiede“ aus Gelsenkirchen durch Tore von Ernesto, Krebs und Maier mit 3:1 bezwungen. Ich war vor Ort im Stadion Niederrhein in Oberhausen und muss sagen, dass ich mit diesem Spiel prägendere Erinnerungen verbinde als mit so manchem Spiel der Profis. Es war eine packende Partie, bei der nicht zuletzt eine starken Willensleistung zum Erfolg führte. Mehrerer hochinterssante Spieler waren auf dem Rasen unterwegs. Schauen wir also mal:

Wo stehen die einzelnen Spieler heute?

Dennis Smarsch (Torwart, Jahrgang 1999, Profivertrag): Wechselt sich in der U23 mit Jonathan Klinsmann ab. Es bleibt spannend, wie der Verein mit seinem Torhüter-Fundus umgehen wird. Smarsch ist mittendrin – aber schwer, seine Aktien dabei einzuschätzen.
Timo Hummrich (Innenverteidiger, Kapitän der Meistermannschaft, 1999): Spielt momentan bei den University of Delaware Blue Hens. Wurde in der dortigen College-Liga kürzlich als „Rookie of the Year“ ausgezeichnet. Habe keine Informationen darüber gefunden, inwieweit eine Rückkehr zu Hertha geplant ist.
Panzu Ernesto (Innenverteidiger, 1999): Stammspieler in der U23, 2 Spiele in der U19 (UEFA Youth League), einmal im Bundesligakader gewesen (gegen Stuttgart). Scheint in der Verteidiger-Hierarchie hinter Florian Baak zu stehen, der im Gegensatz zu Ernesto bereits einen Profivertrag hat. Wenn sich die Personalsituation in der Abwehr wieder entspannt, dürfte erstmal kein Platz mehr für ihn im Bundesligakader sein.
Maximilian Gurschke (Innenverteidiger, 2000): Stammspieler in der U19.
Mateo Kastrati (Linker Verteidiger, 2000): Stammspieler in der U19.
Max Mulack (Rechter Verteidiger, 1999): Ergänzungsspieler in der U23 (3 Einsätze bisher).
Arne Maier (zentrales Mittelfeld, 1999, Profivertrag): Zu ihm muss man hier wohl nichts sagen. Der DFB hat Arne im September erneut mit der silbernen Fritz-Walter-Medaille ausgezeichnet. Bleibt für alle Hertha-Fans zu hoffen, dass er seine Entwicklung fortsetzt und entweder noch lange das Hertha-Spiel prägt oder sein Marktwert eines Tages angemessen versilbert wird.

Florian Krebs (zentrales Mittelfeld, 1999): Stammspieler in der U23, außerdem 4 Spiele für die U19 in der UEFA Youth League. Schoss damals im Finale ein Traumtor (direkter Freistoß), ansonsten eher in defensiverer Rolle unterwegs. Mal schauen, wie bei ihm am Saisonende die Bestandsaufnahme ausfällt – derzeit sieht’s aber wohl eher nicht danach aus, als ob bei den Profis dann Platz für ihn wäre.
Julius Kade (offensives Mittelfeld, 1999, Profivertrag): Bis zu seinem Knöchelbruch 8 Spiele für die U23 (4 Tore, 2 Assists), eins für die U19 (UEFA Youth League). War auf dem aufsteigenden Ast, muss jetzt aber erstmal wieder auf die Beine kommen.
Nikos Zografakis (Linksaußen, 1999): U23, 11 Einsätze, aber nur 5 in der Startelf. Scheint zu stagnieren.
Palko Dardai (Rechtsaußen, 1999, Profivertrag): Er kann mittlerweile 5 Einsätze in der Bundesliga vorweisen, aber so richtig angekommen ist er dort noch nicht. Geht es so weiter, dürfte sich – auch aufgrund der familiären Thematik – die Frage stellen, ob eine Ausleihe vielleicht erstmal eine gute Idee wäre.
Julian Albrecht (zentrales Mittelfeld, 2001): Stammspieler in der U19. Vielleicht das vielversprechendste Talent dort, wirkte letzte Saison schon sehr reif für sein Alter.
Dennis Jastrzembski (Linksaußen, 2000, Profivertrag): Zuletzt hauptsächlich in der U19 unterwegs, und das mit ordentlichen Leistungsdaten (3 Tore, 4 Assists). Zu Saisonbeginn schien mehr für ihn drin zu sein und er galt schon als Geheimtipp für den großen Durchbruch. Dann jedoch fiel er bei Dardai etwas in Ungnade – angabegemäß wegen mäßigen Trainingsleistungen und taktischen Schwächen. Zuletzt schien Dardai aber wieder etwas zufriedener mit ihm zu sein und belohnte dies mit einem Kaderplatz gegen Leverkusen. Besondere Qualitäten hat er allemal – hoffen wir, dass er sie eines Tages auch in der Bundesliga zeigt!
Muhammed Kiprit (Stürmer, 1999, Profivertrag): Stammspieler in der U23, 6 Tore in der Regionalliga Nordost, 2 Spiele in der U19 (UEFA Youth League, 2 Tore). Wurde etwas früh als Supertalent gehypt, blieb dann trotz mutmaßlicher Wechselambitionen (zumindest aus seinem Umfeld) bei Hertha, was für seine Entwicklung vermutlich auch besser ist. So kann er in Ruhe weiter daran arbeiten, den Nachweis zu erbringen, dass er auch im Männerfußball weiß, wo das Tor steht.
Jessic Ngankam (Stürmer, 2000): Goalgetter der U19, 10 Tore in der U19-Bundesliga, 4 in der UEFA Youth League. Scheint sich stark zu entwickeln.

Im Finale nicht eingesetzt, aber vorher während der Saison in der U19 dabei:
Florian Baak (Innenverteidiger, 1999, Profivertrag): Stammspieler in der U23, 3 Spiele für die U19 (UEFA Youth League), 3 mal im Bundesligakader (ohne Einsatz). Im Rahmen der Verletzungsmisere in der Abwehr von Dardai schon mal als ernsthafte Option genannt, fiel die Entscheidung aber doch bisher stets gegen ihn. Wenn Stark und Rekik zurückkommen, wird es auch nicht einfacher für ihn.
Maximilian Storm (Defensives Mittelfeld, 1999): Ergänzungsspieler in der U19 (4 Einsätze).
Luca Naumann (Defensives Mittelfeld, 2000): Ergänzungsspieler in der U19 (9 Einsätze).
Miralem Ramic (Offensives Mittelfeld, 2000): Stammspieler in der U19 (5 Tore).
Steve Braun (Mittelfeld, 2000): Ergänzungsspieler in der U19 (6 Einsätze).

Fazit: Sieben mit Profivertrag

Ein Bundesliga-Stammspieler (Maier), zwei Bundesliga-Ergänzungsspieler (Dardai, Jastrzembski), zwei Spieler, die schon mal im Bundesliga-Kader waren, aber ohne Einsatz blieben (Baak, Ernesto). Diese 5 sowie Smarsch und Kiprit haben bereits einen Profivertrag. Weitere Spieler sollen sich zunächst in der U23 in der Regionalliga entwickeln (meine Meinung: gut, dass wir sie haben!), die jüngeren in der U19.

Ist das zum jetzigen Zeitpunkt weniger als vom „goldenen Jahrgang“ erhofft?

Meiner Meinung nach nein. Passt schon. Auch wenn die Hoffnung war, dass außer Maier auch schon andere Spieler zu einem Faktor werden könnten, darf man nicht vergessen: Das sind immer noch junge Kerle, die sich entwickeln müssen. Die Mbappés, Sanchos oder Havertz‘ wachsen nicht auf Bäumen. Wenn Hertha in der Kategorie darunter ein paar Jungs in petto hat, bin ich schon happy. Was meint Ihr? Hattet Ihr mehr erhofft?

Wie sieht’s beim Final-Gegner aus?

Beim Finalgegner Schalke waren mir damals  zwei Spieler aufgefallen: Zum einen der in Berlin geborene Linksverteidiger Lennart Czyborra, den ich stark fand. Er spielt mittlerweile in der Eredivisie bei Heracles Almelo, wo er bisher 4 Spiele machte, alle aber nur als Einwechselspieler. Zum anderen war es der Schalker Torschütze, Stürmer Ahmed Kutucu, der seinen eigenen Fanclub zum Finale mitgebracht hatte (saßen in Nähe des Hertha-Blocks, alle mit Kutucu-Trikot). Er ist mittlerweile im Schalker Profikader angekommen, hat sein Bundesliga- und Champions League-Debüt gegeben und in der Bundesliga kürzlich zum ersten mal getroffen.

Ausblick U19 / U17:

Herthas diesjährige U19 (Jahrgänge 2000/01) scheint von der Qualität her nicht an die des letzten Jahres heranzukommen – sie steht derzeit auf Platz 7 in der A-Junioren-Bundesliga Nord/Nordost. In der UEFA Youth League hat sie die Play-Off-Runde erreicht; dort wird sie jeweils durch bis zu drei Spieler des 1999er-Jahrgangs verstärkt (das ist gemäß Reglement erlaubt).

National erfolgreicher ist die U17 unterwegs, sie steht nach der Hinrunde an der Tabellenspitze der B-Junioren-Bundesliga Nord/Nordost. Das Talente-Reservoir von Hertha scheint weiterhin gut gefüllt zu sein – aus der U17 dürfen wir uns wohl vor allem auf Lazar Samardzic (offensives Mittelfeld, Jahrgang 2002, derzeit aber Knieverletzung), Luca Netz (linker Verteidiger, der als eins der größten Talente in Deutschlandf gilt, 2003) und Emincan Tekin (Stürmer, 20 Tore in 16 Spielen, 2002) freuen.

Als Rausschmeißer die nächsten Termine zum vormerken für Liebhaber des Nachwuchsfußballs:

  •  5. & 6. Januar 2019 Mercedes-Benz-Junior-Cup in Stuttgart mit Herthas U19 als Titelverteidiger.
  • 3. Februar, Rückrundenbeginn A-Jugend-Bundesliga: Jena – Hertha BSC (11 Uhr).
  • 19. Februar, UEFA Youth League Play-Off-Spiel (Sechzehntelfinale) gegen Paris St. Germain um 16 Uhr im Stadion auf dem Wurfplatzin Berlin.

Wenn ich es gegen PSG schaffe, schaue ich im Amateurstadion vorbei. Sehen wir uns?


67
Kommentare

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videogems
29. Dezember 2018 um 11:34  |  675194

Ha


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Colossus
29. Dezember 2018 um 11:46  |  675196

Ho!


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Bussi
29. Dezember 2018 um 12:12  |  675197

He!


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pathe
29. Dezember 2018 um 12:23  |  675198

Hertha BSC!


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psi
29. Dezember 2018 um 12:41  |  675199

Der Meister von der Spree!


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Blauer Montag
29. Dezember 2018 um 12:42  |  675200

Jugendmeister von der Spree!


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SORGENKIND
29. Dezember 2018 um 12:45  |  675201

@Ties Danke für die ausführliche Zusammenfassung. Ich verfolge ebenso interessiert (wenngleich aber lange nicht so fundiert) die U23 bis zur U17. Kannst du noch was zur Entwicklung von Omar Rekik sagen? Das Spiel gegen Paris steht ganz oben auf meiner Liste. Vielleicht sieht man sich…..


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Herthapeter
29. Dezember 2018 um 12:57  |  675202

@Ties
Danke für die Zusammenstellung! Ich finde es immer sehr interessant, was im Nachwuchs passiert.
Allerdings bin ich nach nunmehr 17 Jahren ziemlich ernüchtert, was die Erfolge dieser stets so hochgelobten Akademie anbetrifft, insbesondere was den Sprung in Herthas erste Mannschaft anbetrifft. Zu oft schon grüßte das Murmeltier vom tollen Nachwuchs und am Ende kam nicht viel bei rum. Auch dieser goldene Jahrgang scheint mir außer Arne Maier lediglich Ergänzungsspieler hervorzubringen.

Man muss sich wohl damit zufrieden geben, dass in jeder Saison etwa ein Spieler den großen Sprung schaft, nicht mehr und auch nicht weniger. Das sind dann auch hauptsächlich defensive Spieler. Bei Stürmern oder 10ern kommt seit vielen Jahren gar nix.


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apollinaris
29. Dezember 2018 um 13:25  |  675204

Ja, schönes Thema und gute Infos. – Ich. finde, dass der beschriebene Jahrgang ein wirklich guter ist. Maier sehe ich nicht als den nächsten Prince, aber er wird einen sehr guten Weg nehmen. Aus der Akademie wird Jordan noch einen sehr guten Weg haben..dann wird es eng , mit der Aussucht auf grosse Karrieren. Wenn man sieht, wie viele Jungs letztlich gar keine Chance auch auf 2. oder 3. Liga haben….Aber ist das nicht in allen Bereichen so?-zum Ende hin, wird es eng an der Spitze…

hier noch was zu einem extratollem deutschen Talent: https://www.morgenpost.de/sport/hertha/article216086729/Von-ganz-oben-nach-Down-Under.html


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Ties
29. Dezember 2018 um 13:28  |  675205

@Omar Rekik
In der Tat eigentlich skandalös, dass ich ihn im Text nicht erwähnt habe – passte aber irgendwie nicht ganz in den Kontext, weil er letztes Jahr ja noch in der U17 war. Inzwischen ist er Kapitän der U19 und hat vor ein paar Wochen – als damals noch 16-jähriger – sein Debüt in der tunesischen U21 gegeben. Er dürfte eins der heißesten Eisen sein, die in Herthas U-Mannschaften unterwegs sind. Habe ihn selbst aber noch nicht spielen gesehen.


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sunny1703
29. Dezember 2018 um 14:14  |  675206

@Ties

Erstmal vielen Dank für Deine Fleißarbeit. Ich bin dann aber eher bei der Meinung von @Herthapeter.

Mir wurde nach der Meisterschaft der U19 zuviel Tamtam in der Presse um diese Elf gemacht und zwar nicht weil sie für hre Leistung gelobt wurde, das hatte sie sich wirklich verdient,aber im Hinblick auf die Zukunftsaussichten.

Der Jahrgang 99 wird im nächsten Jahr 20 und wer es dann nicht zu ersten regelmäßigeren Einsätzen in der 1.Mannschaft geschafft hat und stattdessen in der 4.Liga ständiger spielt, sollte zumindest schon mal darüber nachdenken zu einem Drittligisten oder gar Zweitligisten zu wechseln,sofern die Möglichkeit besteht.

Ich denke Michael Preetz wird in diesem Bereich ehrlich kommunizieren und vielen Spielern raten sich beruflich ein anderes Standbein zu schaffen,wenn der Durchbruch nicht recht klappen will. Hier ist die Hilfe für mich übrigens auch Ehrensache!

Wenn aus jedem Jahrgang ein Spieler es ran an die 1.Elf schafft, wäre das schon eine gute Ausbeute und ganz klar,spielen wir nicht in der EL,wird es erschwert Einsätze für Nachwuchsspieler geben.

Natürlich bietet die 4.Liga die Möglichkeit auch Spiele gegen stärkere Teams zu absolvieren, doch wie weit ist das Wertmesser?
4.Liga liegt zwischen Bayern München und dem 1.FC Wilmersdorf als Gegner, 1. und 7.Liga.

Meine Forderung ginge dahin die U23 als U21 zu spielen, denn später werden kaum noch Entwicklungen nach oben möglich sein…..und drei (?) Spieler dürfen ja wohl älter sein.

Deiner fleißigen Untersuchung einzelner Spieler kann ich nur hinzufügen, es ist eben bei einem Verein wie Hertha so, dass sie erfolgsorientiert aufstellen müssen, das sieht man an Kiprit, der vielleicht noch eine Minichance bekommt,wenn mal Vedad aufhört,aber ich fand ihn in der U19 schon nicht so stark, an DJ der schon der neue shootingstar am Flügelhimmel sein sollte und dem von Dilrosun die Flügel gestutzt wurden und bei Baak ,der selbst beim Fasttotalausfall der IV keine Chance bekam. Alle müssen sich jetzt mächtig strecken.

Der 99er Jahrgang hat noch 2019 als Chance,zum Ende der Saison 19/20 werden wir sehen wo einzelne Spieler landen. Der Jahrgang 2000 ein Jahr mehr.

Um das alles zu unterstreichen nur nochmal zur Erinnerung ,John Brooks debüttierte mit 19 in der 1.Mannschaft, Mittelstädt mit 18, Jordan mit 19 und Arne mit 18 um die prominentesten Akademiespieler dieses Jahrzehnts aufzuführen.

lg sunny


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Kamikater
29. Dezember 2018 um 15:24  |  675207

@ties
Herzlichen Dank für den Beitrag!


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Blauer Montag
29. Dezember 2018 um 17:42  |  675209

Ein herzhaftes HaHoHe
und ein dickes Dankeschön an Ties!


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Blauer Montag
29. Dezember 2018 um 17:51  |  675212

Bei Stürmern oder 10ern kommt seit vielen Jahren gar nix.

Hoffentlich beweisen Dennis, Muhammad, Palko o.a. im Jahr 2019 das Gegenteil! 😀


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Herthapeter
29. Dezember 2018 um 18:35  |  675213

@Montag
Nichts wünsche ich mir mehr für Hertha. 🙂


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Spree1892
29. Dezember 2018 um 19:57  |  675214

Da es um den Nachwuchs geht, mische ich mich da mal mit ein. 😀

Ich hatte auch erst überlegt einen Beitrag darüber zu den Blogpapis schreiben aber mit @Ties’S Beitrag gehe ich fast nahezu mit.

Das größte Talent aktuell in der U19 ist Omar Rekik. Noch weit über Julian Albrecht. Ansonsten ist wie gesagt, der Jahrgang nicht der stärkste. Schön das du auch die U17 (teils auch die U16) erwähnst, die wieder vollgepackt ist mit Talenten auf Niveau von Arne Maier. Emincan Tekin muss körperlich noch einiges zu legen, aktuell kann er mit seiner Technik die körperliche Unterlegenheit wegmachen. Samardzic und Netz schaffen es, zu 100% bin ich mir da sicher!

Zu Hummrich kann ich ergänzen: Kommt definitiv nicht zurück zu Hertha! Er hat mir geschrieben im Sommer, das er sich auf das Studium neben den Fußball in den USA konzentriert.


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Spree1892
29. Dezember 2018 um 20:03  |  675215

@Herthapeter

Eigentlich ziemlich eine Frechheit dein Kommentar. Ich kann die Kritik an der Akademie vor einigen Jahren verstehen, heute nicht mehr. Das es wenige in der Bundesliga schaffen, ist klar. An Stürmern die Kritik verstehe ich überhaupt nicht, da kommen jetzt einige nach.

Der hoffnungsvollste 10er ist Lazar Samardzic. Manchmal muss sich einige Jahre gedulden.

Bei Hertha schaffen es deutlich mehr Talente als bei anderen Vereinen.


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Kraule
29. Dezember 2018 um 20:05  |  675216

Bitte Belege dafür @Spree1892
29. Dezember 2018 um 20:03
Würde mich freuen wenn es so ist.


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29. Dezember 2018 um 20:44  |  675217

Ties, bei den Bayern haben wir übrigens in Oberursel auch die Spieler (Kinder) gesehen, die die Bayern vor einem Jahr von Hertha kauften, als sie 13 bzw. erst 14 Jahre alt waren. War mir in dem Moment allerdings nicht bewusst.

Ansonsten: Schön geschrieben. Hatte ich bei Dir aber auch erwartet 🙂 .


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Freddie
29. Dezember 2018 um 21:11  |  675219

Schöner Gastbeitrag.
Danke dafür.
Ich finde den Input der Akademie auch nicht schlecht.
Aktuell Maier, Jordy und Maxi in der ersten Elf. Dazu Palko und DJ in der Pipeline. Vor kurzem JAB für 20 Mio verkauft, sowie Nico, für den dann Stark geholt werden konnte. Nicht die schlechteste Transferpolitik.
Dazu junge Spieler von außen wie Omar, der auf mich wie Jordy seinerzeit wirkt. Heißt, der ist auch bald im ersten Team. Heißt, z.B Stark könnte den nächsten Schritt tun und wir können uns dafür dann ein Dach für die neue Ostkurve kaufen 😉


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29. Dezember 2018 um 22:05  |  675220

Manmanman das Thema neues Stadion
ist doch schon lange obsolet. Zumal die
OK. eigentlich auch mit Regenschirmen
zufrieden wäre,sofern sie doch endlich
ihr neues Domizil bekommt. Für Stark
wäre mir ein neuer Spieler lieber. Na
ja die gesammte OK würde vielleicht
doch lieber ein Dach haben. Ergo
es bleibt alles wie es ist. Und ich
find das auch gut so.


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Papa Zephyr
30. Dezember 2018 um 0:19  |  675221

Danke @Ties für den schönen Beitrag
Und da ich finde, dass das gut dazu passt, hier nochmal der Link zum Interview mit Ante Covic vor ein paar Tagen
https://www.herthabsc.de/na/u23/u23-interview-ante-covic-jahreswechsel-1819/page/2202–52-52-.html


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hurdiegerdie
30. Dezember 2018 um 0:30  |  675222

Ich war (früher) immer der Meinung, dass sich die Investitionen in die Jugendarbeit nicht rechnen. Seit etwa 15 Jahren investiert man 4-5 Mio pro Jahr. Mal bekam man Geld für Boateng, Schulz. R-Fardi, Brooks aber kostendeckend war das aus meiner Sicht nie.

Heute muss man sagen, mit den gesteigerten Ablösesummen: es könnte sich (zukünftig) rechnen.
Also war es im Nachhinein vielleicht ok, die Jugendarbeit auf dem Niveau beibehalten zu haben. Aber nur, wenn wir zukünftig gute Erlöse erzielen können.

Erfolgsmeldungen wie „ist schon prima, wenn es einer in den Kader schafft“, teile ich nicht als Erfolgsmeldung.


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30. Dezember 2018 um 2:03  |  675223

Im letzten Jahr hatte ein Exfussballer, der jetzt viel in der Jugendarbeit unterwegs ist ( habe vergessen, wer das war), am Rande der TV- Berichterstattung während des Jugendendspieles ganz ruhig und sachlich gesagt:“ wenn wir von den Jungs da auf dem Patz, 2 oder drei in den nächsten Jahren im Profifussball sehen, wäre das schon recht viel.- Es schaffen einfach nur Wenige. ( ist ja eigentlich auch leicht nachvollziehbar, wenn man dann noch die Transfers aus dem Ausland bedenkt- rein rechnerisch , geht da nicht viel)
Bin bei @freddi und co.
„Einer“ wäre mir allerdings auch zu wenig.
Selbst Kloppo hat es geschafft, zwei Jugendspieler in sein absolutes Weltklasseteam zu hieven..und zwar als Stützen und Startspieler ( ala´Maier und auch Jordan, der eben zwei auch sehr junge Konkurrenten hat)
Trotz hoher Investitionen , hat Liverpool eine tolle Bilanz: ob Mane´, , Salah oder Shakiri: fast alle haben fussballerisch einen Sprung gemacht und ihren Marktwert zum Teil erheblich gesteigert.- ( Natürlich bleiben einige auch stecken)
Im Kleinen , ist das schon vorbildhaft auch für kleinere Klubs.
Innovation, Klugheit und Phantasie zahlt sich im Wettbewerb mit finanzstärkeren Klubs auf Dauer aus.
Deshalb ´fand ich unsere Transfers und die Idee dahinter klasse: Weiser, Stark, Rekik..auch der letztlich gescheiterte erste Versuch, mit einer Liverpooler Leihe ( Allan..)- die Grujic erst möglich machte. Lazaro, Omar Rekik, Klinsmann , Dilrosun etc pp.- da macht Preetz wirklich viel richtig.- Wenn er dann noch etwas Hilfe für all die anderen anfallenden Arbeiten hätte..


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sunny1703
30. Dezember 2018 um 4:33  |  675224

Ich denke mehr als einen Spieler pro Saison als zugehörig zum 18er Kader oder zumindest auf den weg dahin zu sehen, halte ich für schwer einlösbar. Schon meine mit einem Spieler ist recht hoch angedetzt.

Omar rekik zb sehe ich jetzt auch nicht als einen aus der Akademie an,mehr als Erwerb eines talents von einem anderen verein, in dem Fall Marseille.
Was bitte nicht als Kritik verstanden werden soll, sondern nur als Zuordnung.

Ich hoffe, ich behalte mit meinen etwas gedämpften Erwartungen unrecht und aus dem meisterjahrgang kommen noch 1 bis 2 nach in diesen 18er Kader der 1. Mannschaft. Momentan sind es mittelstädt,torunarigha und maier, drei spieler, wie werden sie sich schlagen wenn der Kader wieder vollständig ist?

@Apo

Wer aus dem gesamten Kader von Liverpool hat ausser alexander-Arnold die jugendmannschaften von Liverpool durchlaufen? Ich kenne mich mit dem englischen Fußball nicht so gut aus.

sunny


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Joey Berlin
30. Dezember 2018 um 6:45  |  675225

Grüezi in die Schwiiz

@hurdiegerdie 30. Dezember 2018 um 0:30 | 675222

…Investitionen in die Jugendarbeit nicht rechnen…

Neben dem betriebswirtschaftlichen Aspekt hat ein großer Verein wie Hertha BSC, der Berlin repräsentiert, auch wichtige soziale Verpflichtungen. Du weist sicher was ich meine, wollte es nur noch mal erwähnen…


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Joey Berlin
30. Dezember 2018 um 7:01  |  675227

Moin @Ties,
schöner Abriss, Bestandsaufnahme und Würdigung der erfolgreichen Jugendarbeit von Hertha. An den Erfolg der U19 mit Arne Maier gegen S04 kann ich mich auch noch gut erinnern. 🙂 Da hat auch Sport1 mal einen guten Job gemacht.


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Hertha Ralf
30. Dezember 2018 um 8:03  |  675229

Ich wünsche allen Herthanern / innen einen Guten Rutsch ins Neue Jahr, Gesundheit , Glück und Spaß am Leben und unserer alten Dame viel Erfolg 🍀!
Dem Blog spannende Geschichten, inspierende Beiträge , Fairness und Gelassenheit.
Eine Streitkultur , die nicht persönlich wird und nicht verletzt, einen Fehler auch mal zugeben, auch mal über seinen eigenen Nonsens lachen und nicht alles kommentieren und nicht auf jeden Mainstream aufspringen.
Dann wird auch unser Hertha Kosmos ein bissl bunter und schöner!
Macht et jut !
Blau Weiße Grüße von der Insel


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Elfter Freund
30. Dezember 2018 um 10:30  |  675231

Ein Träumchen….

Beim Lesen bekam ich ne Entenpelle :
https://www.berliner-kurier.de/sport/hertha-bsc/mein-hertha-traum-2019-frank-zander-singt-beim-pokalsieg-31805492

Guten Rusch allen !


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Ties
30. Dezember 2018 um 10:31  |  675232

Der Meistertitel hat bei mir durchaus die Hoffnung geweckt, dass es aus dieser Generation mehr als nur einer werden könnte, der sich bei den Profis durchsetzt. Glaube auch, dass das noch passieren wird. Sechs Profiverträge hört sich nicht so wenig an (kleiner Rechenfehler übrigens im Text oben: es sind sechs, nicht sieben; Ernesto hat ja keinen).
Zitat von Ante Covic aus dem vorhin von Papa Zaphyr verlinkten Interview dazu: „Ich sage ehrlich: Es werden sich noch mehr durchsetzen. Man muss ihnen nur Zeit geben, und auch die Jungs müssen sich Zeit geben.“


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paulpepper
30. Dezember 2018 um 10:45  |  675233

Wunderbarer Beitrag @Ties!
Ich lese gern über die Hertha Jugend und finde es auch sehr spannend etwas über die perspektiven einzelner Talente zu spekulieren. 😉
Zumal ich diese Infos ja in der Regel auch nicht übers TV oder die Zeitungen bekomme.
Gerne (für mich) dürfen @Ties oder auch @Spree hier öfter über den Nachwuchs schreiben und auch auf anstehende Ereignisse (Termine) dort hinweisen. 😀
Ist denn eigentlich gegen Paris ein volles Stadion zu erwarten?
Ich meine, bekommt man, wenn man da spontan hingeht, auch noch Eintrittskarten?


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Blauer Montag
30. Dezember 2018 um 11:22  |  675234

Unternehmer und Hertha-Präsident Gegenbauer „Es ging in Berlin zu wie bei Hühnerhugo“…
https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/unternehmer-und-hertha-praesident-gegenbauer-es-ging-in-berlin-zu-wie-bei-huehnerhugo/23795434.html


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Blauer Montag
30. Dezember 2018 um 11:27  |  675235

… „Das Thema Hebammen ist sehr wichtig in unserer Stadt und in Brandenburg“, sagt Theresa Hentschel-Boese von Herthas Medienabteilung. Sie ist selbst Mutter von zwei Töchtern. Es gibt zu wenige Hebammen und sie werden zu schlecht bezahlt. Das ist Fakt. „Wir sind bei Hertha ein junges Team, auf der Geschäftsstelle und auch die aktuelle Mannschaft hat sehr viele junge Profis in ihren Reihen“, so Hentschel-Boese, die sich mit diesem Thema befasst, „Kinderkriegen ist deshalb natürlich ein Thema.“…
https://www.berliner-zeitung.de/sport/hertha-bsc/ha-ho-he-hertha-nimmt-die-hebammen-in-den-fokus-31773846


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Herthapeter
30. Dezember 2018 um 11:32  |  675236

@Joey
Den sozialen Aspekt würde ich da lieber nicht erwähnen. In der Akademie wohnen Jugendliche weit ab von ihren Eltern, sie geben ihre ganze Jugend ausschließlich für den Fussball her und wenn es am Ende, wie bei so vielen, nicht klappt, dann war die komplette Jugend für den A… Wenn dann womöglich auch noch die Knochen kaputt sein sollten, ist der Schaden für den Einzelnen geradezu desaströs.
Im Spitzensport spielen die Jugendlichen ein sehr makaberes Roulette, einige wenige ziehen das große Los, für die anderen bleiben nur Entbehrungen und womöglich weitere Folgeschäden.
Sandro Wagner meinte sogar mal, dass die Spieler eigentlich sogar noch mehr verdienen müssten, bei dem was sie an Entbehrungen hinnehmen. Ich würde ihm klar widersprechen und sagen, dass die Sandro Wagners, die ja bereits fürstlich entlohnt werden, einen Teil ihrer Wahnsinnsgehälter in einen Fond stecken, für jene, die die gleichen Schmerzen allerdings ohne den Lohn ertragen mussten.

Wenn man den sozialen Aspekt ganz ernsthaft betrachtet, müsste man Profisport vermutlich sogar verbieten.


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Blauer Montag
30. Dezember 2018 um 11:34  |  675237

Hertha BSC – beständig unbeständig
Trainer Pal Dardai hat sich in diesem Jahr über weite Strecken wie im Legoland gefühlt. „Es ist in der Hinrunde ein bisschen so wie mit Lego: Wir basteln die Aufstellung von Woche zu Woche“, beschrieb der Ungar kopfschüttelnd die Personalsituation bei Hertha BSC zum Ende der Hinrunde.

Allerdings hieß es statt „Hertha im Spieleparadies“ eher „Hertha gehen die Legosteine aus“. Das Verletzungspech war beträchtlich…

https://www.rbb24.de/sport/beitrag/2018/12/fussball-bundesliga-hertha-bsc-jahresrueckblick-2018.html


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Blauer Montag
30. Dezember 2018 um 11:37  |  675238

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Blauer Montag
30. Dezember 2018 um 11:40  |  675240

Schon in der Nazi-Zeit war Walter Frankenstein ein Fan von Hertha. Noch heute wünscht er sich im Stadion auch politische Bekenntnisse. …
https://www.morgenpost.de/sport/hertha/article216093007/Walter-Frankenstein-hat-Hertha-ein-Leben-lang-im-Herzen.html


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Blauer Montag
30. Dezember 2018 um 11:42  |  675241

Pyrotechnik bitte nur zur Sylvester, aber nicht im Fußballstadion.

Ich wünsche allen HerthanerInnen einen Guten Rutsch ins Neue Jahr, Gesundheit, Glück und Freude bei der Arbeit ebenso wie bei der Urlaubsplanung!

Den aktiven Sportlern der Hertha in allen Alterklassen wünsche ich viel Erfolg beim Boxen, Fußball, Kegeln und Tischtennis!


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sunny1703
30. Dezember 2018 um 13:03  |  675242

@bm

Presseschau ist ja sonst gut gemeint, aber sie in einen Beitrag oder in eine laufende Diskussion eines anderen bloggers reinzutun, halte ich für störend und daher überflüssig. Nur mal so und natürlich ausschließlich meine Meinung.

sunny


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sunny1703
30. Dezember 2018 um 13:49  |  675243

@Herthapeter

Ich halte betrachtet vom Verein das Konzept des Jugendinternats fast für alternativlos.

Gleichzeitig teile ich jedoch Deine Bedenken gegen die Kaderschmieden. Die jungen Spieler werden doch nicht bei einer schon vorhandenen Reife und einer eigenen Meinung ab 15/16 herangezüchtet,sondern schon vorher mit den teilweise von Dir benannten Folgen. Da müssen Eltern weitreichende Entscheidungen für ihren Nachwuchs treffen.Und am Ende scheitern nicht wie von Dir diplomatisch beschrieben sehr viele,sondern fast alle.

Ein Fonds der auch durch Spielergehälter abgedeckt wird, wäre nicht schlecht.

Doch das wichtigste ist Ehrlichkeit, einem 20 bis 21 jährigen zu sagen, du wirst bei uns vermutlich nicht in die 1. Mannshaft kommen und höchstens 4.Liga spielen. Einen Floh ins Ohr setzen, lass Dir zeit, Du packst es schon halte ich für nicht fair.Die Chance in der Bundesliga nach 21 von 0 auf 100 durchzustarten wird immer geringer, geht vielleicht am besten noch bei Torleutenl Doch selbst da werden ja inzwischen eher welche aus dem Ausland geholt.


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Herthapeter
30. Dezember 2018 um 15:28  |  675246

Da stimme stimme ich dir vollkommen zu, @Sunny! Wenn Profifußball richtig angepackt wird, dann bitte auch mit einer guten Akademie. Ich denke schon, dass Hertha sehr viel richtig macht, auch wenn das im Tenor manchmal zu skeptisch rüberkommen mag.
Nur wollte ich den Verein an dieser Stelle nicht mit falschen Lorbeeren von wegen „Sozialer Verantwortung“ schmücken.


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Joey Berlin
30. Dezember 2018 um 15:45  |  675247

@Herthapeter 30. Dezember 2018 um 15:28 | 675246
Natürlich hat jeder Ausbildungsverein, wie auch jeder stinknormale Betrieb in der Wirtschaft, eine Verantwortung für seine Auszubildenden. Ein Profiverein hat natürlich mit spezifischen Problem zu kämpfen, ändert aber an seiner Verantwortung für die Bildung und die soziale Reifung seiner Azubis garnix. Skepsis ist immer angebracht; besser wäre es, Du könntest deine allgemeinen Einlassungen über die Hertha-Akademie mit Beispielen belegen…
PS: Auch außerhalb eines Fußball-Profivereins schafft nicht jeder Azubi, Schüler oder Student sein angestrebtes Ziel…


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30. Dezember 2018 um 16:22  |  675248

Nun ja..aus sozialpädagogischer Sicht, sind Karriereschmieden ala´Fussballakademie, immer fragwürdig. Für die Persönlichkeitsentwicklung nicht gerade der Königsweg- weil es vor allem um Anpassung und Funktionabilität geht.- Ich bin heilfroh (als Vater), dass mein Sohn mich da in keine Zwickmühle der Entscheidung brachte.
Andererseits ist eben jede Heranführung an Höchstleistungen aus dieser Perspektive problematisch: es gibt meines Wissens keinen Top-Pianisten, der nicht als Kind und Jugendlicher stundenlang probte.-Oder eben Sportler ( ob Langläufer oder Skispringer oder oder oder..)
Der Pädagoge schaut auf Ausgewogenheit und Vielfalt, fokussiert, aber eben nicht monothematisch.
Am Ende kommen dabei sehr gut ausgebildete Menschen heraus, aber keine Spezialisten, keine positiv Verrückten, keine Genies -Ohne Besessenheit, kann man keine Weltklasse in seinem Bereich erreichen, so meine Überzeugung- Besessenheit und Gier..sind aber nicht gerade jene Eigenschaften, die der Pädagoge fördern möchte..
Wir Westler hatten ( mit Recht) mit dem Finger auf die DDR-Sportausbildung gezeigt und waren voller moralischer Bedenken, bis hin, zur Abscheu.- Die Zeiten haben sich geändert..
Ich bin da jedenalls nicht ganz klar in meiner Meinung.- Für mich gilt ein Dogma: das Ganze muss auf völliger Freiwilligkeit beruhen. Eltern, die an Ihrem Kind den eigenen Ehrgeiz ausleben, sind genauso von Übel, wie jene, die ihr Kind nicht fördern und statt Interesse, nur Gleichgültigkeit zeigen.


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sunny1703
30. Dezember 2018 um 16:23  |  675249

@Joey

eine Durchfallquote von 90% vielleicht sogar etwas mehr oder etwas weniger, dürfte aber woanders so leicht nicht möglich sein.

Die Riesenmasse Gescheiterter verschwindet in irgendwelchen unteren Bereichen.


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Silvia Sahneschnitte
30. Dezember 2018 um 16:33  |  675250

Lieber @Ties, vielen Dank für den informativen Beitrag.
Einige der Spieler, wie Timo Hummrich liefen bei mir unter dem Radar.
Bei dem zuerst nicht erwähnten Omar Rekik, bin ich zwiegespalten. Bisher wechselte er immer den Verein mit seinem Bruder, also Karim fort, dann Omar auch? Bleibt abzuwarten.

Mit lieben Grüßen
Ihre Silvia Sahneschnitte


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sunny1703
30. Dezember 2018 um 16:40  |  675251

@apo

Im Grunde beginnt die leistungssport orientierte Förderung sehr früh, zu einem Zeitpunkt an dem eigentlich nur die Eltern entscheiden und seltenst werden sie das heutzutage gegen die Aussicht auf verdammt viel Kohle für ihren Nachwuchs tun.Den Punkt Freiwilligkeit sehe ich vielleicht bei den Nachwuchskräften ab 13,14 oder 15, doch da hat die Arbeit an und mit dem Kind oftmals schon begonnen.

lg sunny


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dewm
30. Dezember 2018 um 17:10  |  675252

@SUNNY um 16:23 Uhr: Zur „Durchfallquote“ gehört eine (Abschluss-) Prüfung die bestanden werden muss. Im Zusammenhang einer Fußballakademie habe ich noch nichts von Prüfungen gelesen, zu deren Bestehen ein Profivertrag übereicht wird. Du definierst all jene, die keinen Profivertrag bekommen als „Gescheiterte“. Evtl. sind all die Jungs aus Sicht des betreibenden Vereins „gescheitert“. Aber sehen sich die Jungs selbst als gescheitert?

Errechne doch spaßeshalber einmal, wie viele BWL-Studienanfänger es zum Geschäftsführer eines Unternehmens bringen! Oder auch nur ins Management eines Unternehmens! Betrachtest Du all jene, die es am Ende nicht zum eigentlich definierten Ziel eines Studiums oder einer Ausbildung oder gar in die Elite eines Bereiches schaffen (im Vergleich zur von Dir definierten Vorgabe „in irgendwelchen unteren Bereichen verschwinden“), auch als gescheitert?

Offensichtlich misst Du den Erfolg einer professionellen Fußballausbildung am Profivertrag. Aber jene, die es zum Profivertrag schaffen, sind die Elite. Am Ende nicht zur Elite gehören, bedeutet doch noch lange nicht, „gescheitert“ zu sein. Könnte es für Kinder und Jugendliche nicht auch einfach hilfreich sein, eine besondere (privilegierte) Ausbildung fürs Leben zu bekommen, in deren Mittelpunkt deren größte Leidenschaft – der Fußball – steht?

Ich verstehe den eigentlichen Punkt Deiner leidenschaftlichen Kritik nicht. Worum genau geht es Dir eigentlich? Das Wohl der Jungs? Das Wohl des Vereins? Das Wohl des (deutschen) Fußballs allgemein? Ist es Gesellschaftskritik?


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sunny1703
30. Dezember 2018 um 18:04  |  675253

@dewm

Gesellschaftskritik verstecke ich nicht hinter nicht zu Profis gewordenen Fußballern.

Wenn Eltern ihre Kinder in die Obhut von profivereinen geben, dann unterstelle ich mal, dass dahinter, sie den wunsch hegen ihr Filius wird der nächte kroos,boateng,neuer oder timo werner. Wenn diese Kinder am ende als junge Erwachsene dann in Liga 3 bis vereinslos sportlich unterwegs sind, ist das für mich ein nichterreichen des gesetzten Zieles,ein sportlicher Misserfolg oder scheitern.

Die wenigsten Studenten fallen durch prüfungen durch, die meisten sind abbrecher und gelten als gescheiterte studenten. Du hast aber in einem Punkt recht mit dem Vergleich, auch an der Uni scheitern eine menge.

Aber ich will dir gerne zubilligen, dass es auch Eltern gibt die hinter der Vereins oder kaderausbildung eine Stärke für ihr Kind sehen und denen es relativ egal ist, ob am ende dAnn ein profivertrag oder die 5.Liga steht.

sunny


Uwe Bremer
Uwe Bremer
30. Dezember 2018 um 18:46  |  675254

@sunny

Wenn diese Kinder am ende als junge Erwachsene dann in Liga 3 bis vereinslos sportlich unterwegs sind, ist das für mich ein nichterreichen des gesetzten Zieles,ein sportlicher Misserfolg oder scheitern.

warum unterstellst Du Eltern, dass sie mehrheitlich nicht in der Lage sind, die Fähigkeiten ihrer Kinder auch nur annähernd seriös einschätzen zu können?


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Elfter Freund
30. Dezember 2018 um 19:18  |  675255

@ub: Weil das des Öfteren so ist. Ist bei anderen Sportarten auch so. Wenn ich das richtig mitbekommen habe, sieht sich Hertha aber dort in der Verantwortung, nicht ?


30. Dezember 2018 um 19:22  |  675256

[…] Beitrag kann hier nachgelesen […]


Uwe Bremer
Uwe Bremer
30. Dezember 2018 um 19:28  |  675257

@elfterfreund

nö, Hertha hat nix zu tun mit, dem, was mit Talenten passiert.


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sunny1703
30. Dezember 2018 um 19:41  |  675258

Zum Zeitpunkt bei der sie die Entscheidung treffen, werden sie keine hellseherischen Fähigkeiten haben.
Ich halte es auch nicht für eine unterstellung, wenn Eltern ihrem Sohn die Chance geben wollen, groß rauszukommen. Ich kann sie ja verstehen. Geld entscheidet.
Zum Glück musste ich nie diese Entscheidung treffen und sie bei einer Ablehnung irgendwann gegenüber dem Kind zu vertreten ist nicht leicht, es geht nicht um kanu fahren.


Uwe Bremer
Uwe Bremer
30. Dezember 2018 um 20:25  |  675259

@sunny

wenn Eltern ihre Kinder in die Obhut von profivereinen geben, dann unterstelle ich mal, dass dahinter, sie den wunsch hegen ihr Filius wird der nächte kroos,boateng,neuer oder timo werner. Wenn diese Kinder am ende als junge Erwachsene dann in Liga 3 bis vereinslos sportlich unterwegs sind, ist das für mich ein nichterreichen des gesetzten Zieles,ein sportlicher Misserfolg oder scheitern

sorry, für mich ist Deine Argumentation durchgehend Humbug.
Das hat weder etwas zu tun mit dem, wie Jugendliche es sehen. Noch mit den Eltern. Noch mit dem, wie ein Verein umgeht mit den Talenten, die ihm anvertraut werden. Noch mit dem, wie sich Klubs mit Eltern auseinandersetzen.


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sunny1703
30. Dezember 2018 um 20:44  |  675260

@Uwe
Dir sei Deine humbugsmeinung unbenommen, meine Betrachtungsweise bleibt.


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Kraule
30. Dezember 2018 um 21:03  |  675261

@Ubremer
Da ich zwischen den Feiertagen nur wenig Zeit habe und nur kurz lese, mich aber dein „abwatschen“ an @sunny1703 gestört hat, sei nur ganz kurz und für heute ohne Begründung angemerkt, dass Du in deinem Kommentar mehr an Humbug inne hast als @sunny1703 um 18.04! Der sieht vieles (instinktiv?) sehr wohl richtig. Meiner Meinung nach.
Sollte das Thema nächste Woche noch aktuell sein, kann ich mit einigem an Fakten dienen, auch und nicht nur, aus eigener Erfahrung mit meinem Jüngsten / Kontakt U13 / RB Leipzig.


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monitor
30. Dezember 2018 um 21:09  |  675262

„Wenn diese Kinder am ende als junge Erwachsene dann in Liga 3 bis vereinslos sportlich unterwegs sind, ist das für mich ein nichterreichen des gesetzten Zieles,ein sportlicher Misserfolg oder scheitern“

Nach dieser Definition ist die Menschheit voll von gescheiterten Existenzen! Allein die, die durch die Führerscheinprüfung fallen sind immens viele. 😉
Ich habe mal einen Filmstudenten kennen gelernt, der war davor auf dem Weg zum Fußballprofi, trat im Training auf den Ball und hat sich das Becken gebrochen. Er besuchte daraufhin die Abendschule, machte das Abitur nach und studierte Regie.
Das war keine gescheiterte Existenz sondern ein Mensch, der auf Grund von Ereignissen einen nächsten Plan in Angriff nahm.

Fazit: Nicht jeder, dessen Pläne beim ersten Versuch nicht klappen ist gescheitert.
Es kommt darauf an, was sie daraus machen!


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sunny1703
30. Dezember 2018 um 21:35  |  675263

@Monitor

Ich bin von der elternentscheidung ausgehend ausgegangen. Zu einem frühen Zeitpunkt, ofTmals noch in der Grundschule. Genannte Eltern werden in dem Moment sicher nicht an beckenbrüche und regiestühle gedacht haben.

Die versuche zumindest nachdenkliche Töne über ein nachwuchssystem als dumpf allgemein en Unsinn abzutun, soll jeder mit sich selbst abmachen..


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Exil-Schorfheider
30. Dezember 2018 um 22:05  |  675264

sunny1703
30. Dezember 2018 um 4:33 | 675224

Gute Frage zu den Liverpoolern. Aktuell fiele mir auchnur einer ein, der regelmäßig spielt…


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monitor
30. Dezember 2018 um 23:17  |  675265

@sunny
Dieser Wunsch ein Star zu werden, steckte in vielen von uns, der Ansatz der Eltern das zu fördern ebenfalls. (Du sollst es mal besser haben als wir! 😉 )
Die Auswüchse, die Du anprangerst existieren! Aber die kannst Du nicht allgemein so über das System legen. Da gehören immer 3 dazu. Der Jungfußballer, die Vereine und wir als Konsumenten, die das System weiter finanzieren!
Ich denke wir Konsumenten haben da den größten Anteil daran. 🙁


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sunny1703
30. Dezember 2018 um 23:38  |  675266

@Monitor

Da kann ich jetzt mitgehen. Die Entwicklung geht leider in eine Richtung bei der die Stars immer jünger werden und junge Spieler zu wetten auf die Zukunft „verkommen“. Es gibt keine zeit mehr für eine „vernünftige “ Entwicklung und die Vereine sind durch den markt gezwungen,auch auf das Risiko von viel Ausschuss, möglichst viele jugendspieler zu binden. Einer oder auch mal zwei kommen schon durch. Und keine frage wir Konsumenten tragen einen Hauptanteil daran.

Lg sunny


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dewm
31. Dezember 2018 um 0:43  |  675267

@SUNNY um 18:04 Uhr:

Offensichtlich hatte ich mich nicht klar ausgedrückt. Ich meinte keine Studienabbrecher als Vergleich. Den Jungs, denen Du scheitern attestierst, weil sie keinen Profivertrag bekommen und „in irgendwelchen unteren Bereichen verschwinden“, stelle ich zum Vergleich all jene, die die Ausbildung oder das Studium erfolgreich schaffen, nur um dann ebenso „in irgendwelchen unteren Bereichen zu verschwinden“ und eben nicht, zur jeweiligen Elite aufzusteigen. Würdest Du all die Menschen als gescheitert bezeichnen?

Irgendwie schwingt in Deinen Kommentaren oft eine „Gegenwart-Schwermut“ gepaart mit der Unterstellung der besonderen Geldgier gegen irgendeine Gruppe.

Ich glaube, die meisten der Jungs erleben einige wertvolle Jahre, von denen sie ein Leben lang zehren.


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Kraule
31. Dezember 2018 um 0:54  |  675268

@dewm

Ich glaube, die meisten der Jungs erleben einige wertvolle Jahre, von denen sie ein Leben lang zehren.

Ich weiß, die meisten der Jungs erleben einige Jahre, von denen sie ein Leben lang erzählen können… ABER im Anschluss meist ohne Studium oder Ausbildung und viel zu alt dem Arbeitsmarkt gegenüber stehen!


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Bussi
31. Dezember 2018 um 10:28  |  675271

wie alt sind die denn im Anschluss an was @Kraule ? 🙄


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dewm
31. Dezember 2018 um 14:48  |  675288

Schließe mich Bussis Frage an @Kraule.

Immer wieder habe ich hier gelesen, DER oder DER Nachwuchsspieler hätte das Abitur bestanden oder stünde im Abiturstress. Andere werden ja in der Poelschauschule wohl mindestens einen Realschulabschluss hinbekommen. Aller spätestens mit „Mitte zwanzig“ sollte dann absehbar sein, dass das Tor zur Fußballelite geschlossen bleibt. Dann ist es doch lange nicht zu spät, ein Studium, die Fachhochschulreife oder eine Ausbildung zu beginnen.


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apollinaris
31. Dezember 2018 um 15:13  |  675289

Da denke ich ähnlich: die meisten haben ja einen vernünftigen Abschluss in der Tasche. Mein Probleme als Vater lägen woanders: der Alltag, die Prägung, das Gleichmaß..diese Ebene beschäftigte mich mehr
Dass eventuell Träume zerplatzen.. damit muss sich im Grunde sicher die mehr als die halbe Menscheit herumschlagen .. 😉😎
Allen Immerherthanern wünsche ich einen schönen Übergang…


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Kraule
31. Dezember 2018 um 16:17  |  675292

Erinnert mich bitte nächste Woche daran, dass ich eure Fragen beantworte. Ich will und kann das nicht in zwei Zeilen darstellen.
Wer aber Zeit hat sich vorher schon mal Gedanken zu machen bitte, ich gebe mit auf den Weg:
MSA, evtl. „Fußball-Abi“ und dann Mitte 20…….
Finde heute bitte mal ne Lehrstelle mit 16, 17 oder 18 Jahren und dann mit Mitte 20….???
Und….. bis auf wenige Ausnahmen sind die meisten dieses Klientel eher nicht (mehr) in der Lage ein Studium zu erfolgreich bestreiten.
Unabhängig von @apos zu recht geäußerte Bedenken.

Guten Rutsch allen Herthanern und auch Nicht-Herthanern

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