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Donnerstag, 17.1.2019

Röber fischt im Hertha-Teich

(ub) – Hertha BSC leiht Sidney Friede (20) bis zum Sommer an Royal Excel Mouscron aus. Dort, beim Tabellenvorletzten der Jupiler League in Belgien, trägt ein Duo die Verantwortung, das hier bestens bekannt ist: Sportdirektor in Mouscron ist Jürgen Röber, Trainer seit September Bernd Storck.

Worum es für Friede, der in dieser Saison sieben Mal mit der U23 in der Regionalliga im Einsatz war, ist klar: um Spielpraxis.

 

 Hertha-Manager Michael Preetz: „Für einen jungen Spieler wie Sidney ist es wichtig, möglichst viele Spielminuten auf möglichst hohem Niveau zu sammeln. Wir sind überzeugt davon, dass ihm diese Leihe helfen wird, sich fußballerisch und auch persönlich weiterzuentwickeln.“

Im Pärchen mit Skjelbred

Bei Friede ist bisher noch nicht klar, ob seine Vielseitigkeit ein Vor- oder ein Nachteil ist. Ursprünglich hatte Hertha-Trainer Pal Dardai Friede als eine Option für die Innenverteidigung eingeplant. Aber es ist nicht lange her, dass Dardai sagte, Friede müsse sich langsam mal klar werden, auf welcher Position er sich dem Konkurrenzkampf stellen will. Friede kann auch Offensive. In der U19 kam er bei 52 Spielen auf 17 Tore und 14 Vorlagen.

Seinen letzten Einsatz bei den Profis hatte Friede am Sonntag beim Telekom-Cup in der Partie gegen Düsseldorf (1:4) Dort spielte er auf der Doppel-Sechs neben Per Skjelbred.

Friede schreibt Vereinsgeschichte

Weiß nicht, wie es um die Französischkenntnisse von Friede bestellt ist. Mouscron liegt im belgisch-französischen Grenzgebiet. Die nächste größere Stadt, nur zehn Kilometer entfernt, ist Lille. Mit der Unterschrift unter den Leihvertrag (es gibt keine Kaufoption für die Belgier) schreibt Friede gleich mal Klub-Historie: Der Herthaner ist der erste deutsche Spieler, der bei Royal Excelsior andockt.

Training Am Freitag, 10 Uhr, findet auf dem Schenckendorff-Platz die letzte öffentliche Einheit der Hertha-Profis statt vor dem Rückrunden-Start am Sonntag beim 1. FC Nürnberg (15.30 Uhr).

 


52
Kommentare

psi
17. Januar 2019 um 18:19  |  676382

Ha!


dewm
17. Januar 2019 um 18:26  |  676383

Ho!


Friedrichshainer
17. Januar 2019 um 18:28  |  676384

He!


blauweiss
17. Januar 2019 um 19:24  |  676385

Hertha BSC!


hurdiegerdie
17. Januar 2019 um 20:55  |  676387

Wenn er denn spielt, ist das gut für Friede.

Ich wage das aber zu bezweifeln.

Die Liga ist so schlecht nicht, was nicht als abwertend gegen Friede gemeint ist, aber er hat keine Erfahrung und die stehen im Abstiegskampf.


Jack Bauer
17. Januar 2019 um 23:08  |  676389

Und wenn wir schon dabei sind…

Philipp Köster hat mal bei der DPA nachgefragt, wer die „Experten“ sind, die sich in diversen Artikeln immer einig sind, dass 50+1 gegen EU-Recht verstößt.
Ergebnis: Einer ist es. Und der war bereits mehrfach für Gegner der 50+1 Regel tätig, für diese Rechtsgutachten erstellt hat etc.

Sieh dir den Tweet von @philippkoester an: https://twitter.com/philippkoester/status/1083679731810267138?s=09


hurdiegerdie
17. Januar 2019 um 23:33  |  676390

Jack Bauer
17. Januar 2019 um 23:08 | 676389

Ich bin ja bekanntermassen nicht der Twitter-Fan.
Ich klicke auf deinen Link. Aber was sagt mir das?
Was ist der Inhalt? Was ist die Aussage? Wo ist der Informationsgehalt?

Was liest du daraus?


hurdiegerdie
17. Januar 2019 um 23:40  |  676391

hurdiegerdie
17. Januar 2019 um 23:33 | 676390

Uups, das klang jetzt böser, als ich es meinte.

Aber ich frage mich immer wieder, warum werden twitter „gepostet“. Was will man damit aussagen? Mich interessiert mehr die Meinung der Blogger zu den gegebenen Links als das in der Regel nichtssagende Gezwitschere.


Jack Bauer
17. Januar 2019 um 23:49  |  676393

@Hurdie:

Du sprichst jetzt auf den Köster Link an?
Er nimmt Bezug auf einen Artikel, in dem es um Kind und 50+1 ging. Dort wurde, wie so häufig in solchen Artikeln, erwähnt, dass sich die meisten Experten einig seien, dass 50+1 nicht mit EU-Recht vereinbar ist. Köster hat dann beim Autoren und der dpa nachgefragt, wer denn diese Experten seien. Den Rest habe ich ja schon beschrieben. Es ging mir weniger um den Informationsgehalt des Links, das habe ich ja schon grob wiedergegeben. Der Link war eher als Quelle zu dem gedacht, was ich geschrieben habe. Interessant fand ich es, da ja auch hier schon oft als Argument Contra 50+1 erwähnt wurde, dass sich die meisten Experten einig seien, dass es bei einer Klage fällt.


hurdiegerdie
18. Januar 2019 um 0:24  |  676394

Jack Bauer
17. Januar 2019 um 23:49 | 676393

Wenn ich auf deinen Link klicke, bekomme ich folgende Nachricht:

„Lieber @fhomburger, auch @dpa schreibt immer wieder gern zur 50+1-Regel: „Experten rechnen damit, dass diese Regelung nicht mit EU-Recht vereinbar ist und dann fällt. Welche Experten sind das genau?“

Was sagt mir das? Wie stehst du dazu? Mir gibt der Link keinen Bezug zu was auch immer. Wenn du das intensiv verfolgst und Bezüge siehst, ich sehe sie nicht. Also erkläre bitte, warum du es postest.

Folgt man der Diskussion zu 50+1, dann ist AUS MEINER UNMASSGEBLICHEN SICHT die Frage von Köster danach, wer die Experten sind, nichts als Nebel.

Ich meine, nur meine Meinung, wenn 50+1 vor Gericht geht, wird es nicht haltbar sein. Da kann Köster dann fragen, ob ich ein Experte bin 😉 <-

Aber das ist nicht mein Punkt.
Der Tweetr endet mit einer Frage: Welche Experten sind das genau?

Ohne Antwort. Was soll das?


Jack Bauer
18. Januar 2019 um 0:33  |  676395

@Hurdie:

Hauptsächlich habe ich es gepostet, wie eben schon gesagt, um eine Quelle zu dem, was ich wiedergegeben habe, anzugeben.
Außerdem sind unter dem Tweet mehrere Replies zu sehen, es entsteht also eine Diskussion aufgrund des Ausgangstweets von Köster, in dem sich u.a. die dpa und besagter Experte zu Wort melden, der übrigens vielleicht nicht gerade die unparteiischste Rolle in der 50+1 Thematik inne hat.

Ob du das ohne Twitter Account sehen kannst, weiß ich ehrlich gesagt nicht.


hurdiegerdie
18. Januar 2019 um 0:53  |  676396

Jack Bauer
18. Januar 2019 um 0:33 | 676395

Ist schon ok, ich war zu harsch.

Um 23:04 postest du einen Link zum Tagesspiegel und zum „Beleg deiner Meinung“ („wenn wir schon dabei sind“) einen Twitter-Link.

Wo ist deine Meinung?

Meine Meinung ist: Sollte Köster wirklich meinen, es gäbe nur einen Experten, dann würde ich ihm empfehlen, etwas sorgfältiger die Quellen zu durchsuchen.


hurdiegerdie
18. Januar 2019 um 0:57  |  676397

Trump tweetet auch sehr viel und viele tweeten unter seinen Tweets.

Aus meiner Sicht sind das alles fake news.


Jack Bauer
18. Januar 2019 um 0:59  |  676398

@Hurdie:

Meine Meinung zu 50+1 habe ich doch oft genug dargelegt. So oft, dass man die Diskussion schon auslagern wollte. Die Vorteile überwiegen für mich, ich sehe nicht, dass sich durch den Wegfall auf einmal eine starke „Machtverschiebung“ ergeben würde, erst Recht nicht zu Gunsten von Vereinen wie Hertha. Aber wie gesagt, hatten wir alles zig mal.

Köster weiß natürlich, dass es mehr als einen Experten gibt. Es ging darum, dass in zahlreichen Texten, so auch in dem, auf den er sich bezieht, zum Thema 50+1 einfach geschrieben wird „Experten sind sich einig“. Wer und warum wird nicht erwähnt, so auch in besagtem Text. Er fragte also nach. Es handelte sich nicht um Experten (Plural), sondern um einen einzelnen Anwalt, der dezidierte 50+1 Gegner vertritt, für diese Rechtsgutachten erstellt usw. Der Text wurde daraufhin angepasst.

Es posten sehr viele unseriöse Leute eine Menge Schwachsinn, teilweise gelogen und gefährlich, und es posten sehr viele Leute interessante, nützliche, wichtige Dinge. Das macht das Medium grundsätzlich weder gut noch schlecht, auch wenn ich Kritik an Twitter und co und speziell, wie sie die Diskussionskultur verändern, durchaus nachvollziehen kann. Nur: so herausragend ist die Diskussionskultur hier in meinen Augen über weite Strecken auch nicht.


hurdiegerdie
18. Januar 2019 um 1:23  |  676400

Jack Bauer
18. Januar 2019 um 0:59 | 676398

Das finde ich ist ein guter Beitrag!

Ich wollte dich auch wirklich nicht anmachen. Mir gehen einfach diese Links zu scheinbar (huhu Frederic Raspe 17. Januar 2019 um 18:02 | 676380 zur falschen Verwendung von scheinbar im Vorfred; sorry musste sein) relevanten Aussagen auf Twitter ohne Begründung, warum man sie nun postet, auf den Nerv.
——–
50+1 in der Idee, wie sie viele Fussballromantiker verstehen, existiert doch heute selbst in der deutschen Bundesliga nicht mehr. In anderen Europäischen Ligen schon gar nicht mehr. Es gibt doch viele Diskussionen, wie man die Idee von 50+1 für die Bundesliga irgendwie dem Sinne nach erhalten kann. Ich (nur ich) halte das praktisch nicht mehr für umsetzbar.

Aber zur Beruhigung: ich habe schon vor 30 Jahren gesagt, dass die BL bald nach amerikanischen Vorbild wird funktionieren müssen. Ich hatte 30 Jahre lang unrecht.


Better Energy
18. Januar 2019 um 1:49  |  676401

Zum Auswärtsspiel nach München wird es nun definitiv einen Sonderzug der Ostkurve Hertha BSC geben.
Tickets für den Zug gibt es ab dem kommenden Heimspiel gegen Gelsenkirchen zum Preis von 60€ für FKO-Mitglieder und 65€ für nicht FKO-Mitglieder. Steher auch verfügbar. #hahohe


apollinaris
18. Januar 2019 um 3:52  |  676402

Ibisevic im Kicker:
„“Es hilft nicht, wenn wir ständig das System wechseln. Wir müssen schon ein paar Spiele mit einem System machen, damit sich alle darauf einstellen können. Zu
Beginn der Saison haben wir mit einer Dreierkette gespielt. Das ist ein interessantes System, das eine Waffe sein kann. Aber man muss es gut üben.“
Beim letzten Satz frage ich mich, ob das ein älterer Spieler von Bayern, Gladbach, Hoffenheim oder Dortmund so formulieren würde. – Klingt für mich echt seltsam. Oder höre ich nur Gras wachsen? –


Anno1995
18. Januar 2019 um 7:39  |  676403

Du hörst Gras wachsen. Man sollte wirklich nicht jede Aussage hinterfragen. Das sind Interviews, irgendwas müssen sie ja erzählen.


Kraule
18. Januar 2019 um 7:49  |  676404

Ich denke, ein alter Hase wie der Vedator wird seine Worte mit Bedacht wählen.


Herthapeter
18. Januar 2019 um 8:59  |  676407

@Jack Bauer
Ich fand den Link zu Köster sehr aufschlussreich, danke!

@Hurdie
Hast Du in dem Dialog gelesen, dass die DPA sich aufgrund des Kösterhinweises bereits selber korrigiert hat?
„Wir haben das jetzt berichtigt: Es heißt nur ein Experte, wir haben Lambertz namentlich genannt. (rom)“

Wie kannst du dann schreiben, dass Twitter für dich nur Fake-News sind?


Bussi
18. Januar 2019 um 9:22  |  676408

boah, was für ’ne Fake-Frage 😂
lies genauer @Herthapeter – da haste Trump vergessen !

aber was soll das überhaupt … @Hurdie hat doch KEIN Twitter 😜


fechibaby
18. Januar 2019 um 9:30  |  676409

Endlich fängt heute wieder die Bundesliga an!
Nebenbei wird natürlich noch Handball WM
gesehen.
Bin gespannt, ob Hertha wieder die Rolle des
Aufbaugegners für Nürnberg übernimmt (wie in
Düsseldorf und Stuttgart) oder ob man konzentriert
einen Auswärtssieg einfahren kann.
In 2 Tagen sind wir schlauer.
Wünsche @all bis dahin schon einmal ein schönes
Wochenende.


Herthapeter
18. Januar 2019 um 10:09  |  676410

@Bussi
An deinem Kommentar war jetzt durchweg alles falsch. Ich habe auch keinen Twitter-account und @Hurdie konnte den Link ebenfalls lesen, er hat ihn ja bereits zitiert. Den wesentlichen Teil hat er allerdings ausgelassen, den habe ich beigesteuert und eine ernstgemeinte Frage gestellt.

Das Trump-Bashing tut rein gar nichts zur Sache, nur Ablenkungsmanöver, so sad!


hurdiegerdie
18. Januar 2019 um 10:19  |  676411

Bussi
18. Januar 2019 um 9:22 | 676408

Wie gesagt, habe ich auf den Link geklickt und ihn wortwörtlich um 0:24 zitiert.


Silvia Sahneschnitte
18. Januar 2019 um 11:00  |  676412

Komm mal bitte wieder etwas runter, lieber @herthapeter.
Mit lieben Grüßen
Ihre Silvia Sahneschnitte


Exil-Schorfheider
18. Januar 2019 um 11:14  |  676413

Weil ja einige gedrängelt haben, was die Verletzung von Jeff betraf:

https://twitter.com/herthabsc/status/1086199102151553024?s=21


Herthapeter
18. Januar 2019 um 11:24  |  676414

@Silvia Sahneschnitte

Ich bin mit beiden Beinen auf dem Teppich, kein Anlass zur Sorge.
Meinst/Meinen Du/Sie denn nicht, dass sich die geschätzte @Bussi vielleicht ein wenig zurücknehmen könnte? Der Beitrag um 9.22h war unsachlich und auch nicht gerade höflich mir gegenüber.

Was genau stört Dich/Sie an meinem Kommentar? Gerne räume ich etwaige Missverständnisse aus der Welt.

Mit lieben Grüßen zurück!


Jack Bauer
18. Januar 2019 um 11:58  |  676415

@Dilrosun:
Das ist sehr gut. Hatte befürchtet, dass sich das noch länger zieht. Wenn alles gut läuft, ist er vielleicht eine Option fürs Wolfsburg Spiel und dann vor allem für das Pokalspiel gegen die Bayern.


Jack Bauer
18. Januar 2019 um 12:08  |  676416

@paldardai zum Personal: Hinter Jordan steht noch ein Fragezeichen für Sonntag, Javairo hat heute erstmals wieder mit der Mannschaft trainiert, Marko war die ganze Woche dabei. Das macht Hoffnung. Alle anderen Spieler sind gesund. Wir sind bereit fürs Wochenende.

Quelle: Twitter 😉


King for a day
18. Januar 2019 um 12:18  |  676417

Da hat der Pal auf der PK aber gerade ganz schön ausgeholt was die Ziele angeht.
Lässt sich gar nicht grob zusammenfassen. Müsst ihr euch dann selbst anschauen.


Kamikater
18. Januar 2019 um 12:26  |  676418

50+1 ist eine reine populistische Formel. Sie bringt nur Denjenigen etwas, die das erhalten wollen, wodurch sie durch das jetzige System bisher profitieren. Das tun wir bei Hertha ganz sicher nicht. Wir sind die klaren Verlierer. Und sind im Verhältnis zu den uns überholenden Clubs auf einer steilen Abwärtsspirale nach unten, während immer noch Einige annehmen, dass ja durch 50+1 alles ok ist. Fatal!

Keiner kann in klaren Worten erklären, was 50+1 überhaupt bewirken soll, denn unterlaufen ist es ja schon lange.

Wenn denn der euopäische Sport überhaupt politisch initiierte Reglements braucht, die nachhaltig wirken, dann durch Salary Caps.


Opa
18. Januar 2019 um 12:43  |  676419

Na wie gut, dass gerade Du, kami, Dich niemals des Stilmittels des Populismus bedienen würdest 🤣😂

Aber mal im Ernst: Abgesehen von der Tatsache, dass die Investorenclubs einigen Etablierten die Plätze am Futtertrog 1. Liga wegnehmen, wo stehen denn die, die heute schon von den Ausnahmen profitieren und als Vorbild taugen könnten? VW kämpft mehr gegen den Abstieg als um Titel,, Hopp fliegt unterm Radar und hat alle Hände voll zu tun, seine Gedenkarena voll zu kriegen (Karten für Hoppenheim dürften ähnlich inflationär unterwegs sein wie damals AOL CDs) und RB Leipzig kämpft mehr mit dem Charakter einiger Spieler als um Titel. Von Vizekusen, denen ich aufgrund der besonderen Umstände auch eine berechtigte Ausnahme zusprechen würde, will ich gar nicht reden.

Deiner „Logik“ folgend müssten die doch jedes Jahr selbst die Bayern und andere Großkopferten weghauen und auch international richtig mithalten können. Das passiert aber nicht. Also kann doch alles bleiben, wie es ist, auch wenn Du noch so trotzig mit dem Fuß auf den Boden stampfst wie Martin Kind bei seinem verzweifelten Versuch der Welt weißzumachen, er würde alle Voraussetzungen für eine Ausnahmegenehmigung erfüllen. Musst Du Dich nicht selbst ein bißchen amüsieren ob Deiner dann doch offensichtlichen wie augenscheinlichen „Populemik“?

Du schießt in dieser Frage genau wie beim Stadion mit Platzpatronen (Du hattest schon behauptet, dass alle anderen ein eigenesStadion hätten, nur Hertha nicht. Dass neue Stadien sich immer „von halleine“ ausverkaufen, nur dass dem nicht so ist. Nur, um mal an zwei Deiner populären „Irrtümer“ zu erinnern, von der Arbeitsplatzsicherung durch Videobeweis ganz abgesehen). Einfachere Gemüter wirst Du damit sicher beeindrucken, mir entlockt es eher ein müdes Gähnen.


Herthapeter
18. Januar 2019 um 12:58  |  676420

Ich stimme @Kamikater vollends zu.
Während in der Bundesliga immer mehr Werks- und Retortenklubs Fuß fassen, träumen die Romantiker immer noch von einer heilen Vereinswelt, geschützt durch die Beibehaltung der guten, alten 50+1 Regel.

Auch der Salary Cap ist auch aus meiner Sicht unverzichtbar. Ich merke selber, dass ich plötzlich sogar angefixt bin, von American Football, eine Sportart, die mir vor 2-3 Jahren noch völlig gestohlen bleiben konnte. Dafür bin ich mittlerweile sogar bereit, demnächst zwei Nächte durchzumachen, um mitzufiebern. Zwei wesentliche Gründe sind die augeglichenen Wettbewerbschancen im Football und ganz sicher auch die zunehmende Langeweile in der Bundesliga sowie noch mehr Langeweile in den Europapokalen. Anstatt hier neue Wege zu gehen und die Mißstände zu beheben, wird wohl sogar noch eine EL2 eingeführt, also nochmals ein mehr an Langeweile. Wenn man den Fußball totlaufen lassen will, dann sind Fifa, UEFA und DFB auf einem sehr guten Weg dahin.


apollinaris
18. Januar 2019 um 13:37  |  676421

In den USA kann dir dann aber auch passieren, dass der Investor/ Besitzer mal beschliesst “ Berlin bringt’s einfach nicht“- in Dresden ist mehr Nachfrage..und beschließt, mit seinem Klub umzuziehen.
So geschehen im Football.- erinnerte mich an Vorwärts Frankfurt/ Oder.
Ich finde den Salary cap auch cool..und wünschte mir, man würde beispielweise die. Tv- Gelder reziprok zum Tabellenstand verteilen…aber das amerkanische System ikann nicht übertragen werden und ist auch nicht wirklichst vorbildhaft. Die günstigste Karte für den Superbowl entspricht ca 8 jahre Dauerkarte bei Hertha BSC…
Nur mal so nebenbei…


apollinaris
18. Januar 2019 um 13:42  |  676423

edit: wirklich vs wirklichst


Jack Bauer
18. Januar 2019 um 13:42  |  676424

Mal abgesehen von dem für mich gültigen Grundsatz, dass du ein System, dessen Hauptproblem in absurden Geldsummen besteht, nicht durch noch astronomischere Geldsummen, aus dann noch fragwürdigeren Quellen, heilen kannst, stellt sich ja auch die Frage, wieso wir in Deutschland die TV-Gelder so unsolidarisch wie sonst fast nirgends verteilen.
„In der Bundesliga bekamen die Großen vor zehn Jahren das 1,9-fache dessen, was die Mittelgroßen erhielten, heute ist es das 2,5-fache. Klingt nach nicht viel, aber die Lücke ist damit um fast ein Drittel größer geworden. Und in nicht weniger als 14 europäischen Ligen ist der Wert besser als in der Bundesliga.

Die Ungleichheit schlägt sich auch bei den Personalkosten nieder, die für den sportlichen Erfolg entscheidend sind. In der Bundesliga geben die Top vier durchschnittlich 179 Millionen Euro aus, die nächsten vier Klub 86 Millionen, und 49 Millionen die Vereine ab Platz neun. Der Unterschied zwischen oben und unten beträgt also mehr als das Vierfache oder genau 420 Prozent.“

https://www.11freunde.de/artikel/deshalb-ist-die-bundesliga-ungerechter-als-die-premier-league

Natürlich ist es unfair, dass Vereine die Regelung einfach umgehen, in dem sie mit ihren Anwälten drohen und das die DFL einknicken lässt (RB). Aber weder moralisch noch rational gesehen halte ich es deswegen für richtig, dass wir die Regel einfach abschaffen sollten. Und wer glaubt bitte ernsthaft, dass Hertha BSC durch den Einstieg eines Investors in die Größenordnung von Bayern oder Dortmund aufsteigen können? Von den englischen Vertretern ganz zu schweigen.
Wer heute schon viel Geld hat und erfolgreich ist, wird auch durch den Verkauf seiner Anteile mehr Geld generieren können, als ein Verein wie Hertha BSC, Eintracht Frankfurt oder der 1. FC Köln. Natürlich, es gibt Ausnahmen. PSG hat sich Katar an den Hals geworfen. Seitdem gewinnen sie in Frankreich alles, entlassen trotzdem die Trainer, weil nur der CL-Titel zählt. Ist das dann der Weg, auf den wir hoffen?

@Herthapeter:

„Anstatt hier neue Wege zu gehen und die Mißstände zu beheben, wird wohl sogar noch eine EL2 eingeführt, also nochmals ein mehr an Langeweile. Wenn man den Fußball totlaufen lassen will, dann sind Fifa, UEFA und DFB auf einem sehr guten Weg dahin.“

Du hast ja an sich völlig Recht. Nur: Schleusen auf für Investoren löst in meinen Augen nicht das Problem. Es lässt die Kluft größer werden, die Langeweile steigen.
Über ein Salary Cap können wir ja gerne diskutieren, aber da sind sich halt auch „die Experten einig“, dass das nicht geht 😉
Worüber wir natürlich nicht reden müssen, ist die EL2. Solche Entscheidungen zeigen nur, wie weit Entscheider von UEFA und natürlich auch FIFA und DFL von den Fans und deren Interessen entfernt sind. Außer natürlich man behauptet felsenfest, dass der Wettbewerb für Vereine wie Hertha gemacht sind und die Bundesliga einen europäischen Startplatz mehr erhält… (Spoiler: Ist nicht der Fall)


Uwe Bremer
Uwe Bremer
18. Januar 2019 um 13:49  |  676425

@Finanzreport

der UEFA, heute publiziert, basiert auf den tatsächlichen Zahlen, die die Klubs ihren Verbänden melden (auch jene, die wie Leverkusen, Leipzig, Wolfsburg, Hoffenheim ? das eigentlich nicht öffentlich zugänglich machen wollen).

Demnach ist es so, dass jene Klubs, die mit Ausnahmegenehmigungen durch die 50+1-Nummer segeln, mit sehr hohen Summen unterwegs sind.

Bei den Umsätzen etwa zeigt sich im europäischen Vergleich:

22) VfL Wolfsburg 198 Mio. Euro
24) RB Leipzig 191 Mio. Euro
26) Bayer Leverkusen 171 Mio. Euro

Zum Vergleich: Hertha hat für 2017/18 152 Mio. Euro ausgewiesen.

Ähnlich sehen die Relationen aus bei Personalkosten. Und im Rücklauf bei den Geldern, die die Vereine 2017 von der Uefa erhalten haben.
RB Leipzig etwa hat für die erstmalige Teilnahme an der Champions League 32 Mio. Euro erhalten.

Will sagen: Das ist schon ganz schick, so eine Ausnahmegenehmigung von 50+1 zu haben.
Schauen wir auf die Bundesliga-Tabelle nach der Hinrunde (alle Klubs in Schlagdistanz zu internationalen Startplätzen):

4) RB Leipzig
5) VfL Wolfsburg
7) TSG Hoffenheim
9) Bayer Leverkusen

Quelle: Uefa – hier entlang

P.S.
In Kapitel 3 widmet sich der UEFA-Report Stadionprojekten in Europa (S. 30 bis 35) – wird ganz schön viel gebaut in diesem Sektor. Das scheint bei der Wettbewerbsfähigkeit zu helfen …


Herthapeter
18. Januar 2019 um 14:00  |  676426

@Apollinaris
auch da stimme ich vollkommen zu! Eine 1:1 Kopie des amerikanischen Systems würde ich definitv ablehnen. Wenn Spiellizenzen als reine Franchises für Investoren vergeben werden, keine Aufstiegs. oder Abstiegsmöglichkeiten gegeben sind und jedes Team seine eigene Vermarktung ins Uferlose treiben kann; das wäre auch nicht meine Welt.
Aber sich mal abschauen, was woanders besser funktioniert, ist ja immer sinnvoll. Es darf da keine Denkverbote geben, wenn man daran wirklich etwas ändern will.
Wir erleben derzeit durch die Championsleague einen monetären Konzentrationseffekt, wie noch nie im Fußball. Das Ungleichgewicht zwischen den Bundesliga Topclubs und denen, die in der der mittleren und unteren Etage spielen, wird immer grotesker und es raubt mir gänzlich den Spaß am Wettbewerb um die deutsche Fußballmeisterschaft. Wenn die einzig spannende Frage lautet, ob Dortmund die Bayern jetzt ausnahmsweise mal nach sechs Titeln in Folge ärgern kann, dann löst das in mir nur sehr begrenzte Euphorie aus. Alles was einem bleibt, ist die Spannung im Abstiegskampf, was die Spieler leider nicht ansehnlicher macht.


apollinaris
18. Januar 2019 um 14:04  |  676427

@ Uwe.. alles ok, was du sagst
Aber wenn man über die Profiteure des Systems wie Bayern das immer sagt, sollte man bei zB Hoffenheim deren klugen Umgang mit Geld erwähnen ( Stichwort transfererlöse)
Ich frage mich oft, worin eigentlich der große Unterschied von Bayer und Hoffenheim zu anderen Klubs besteht, die ähnliche Gelder verballert haben oder es immer noch tun oder Konstrukten wie Frankfurt , Dortmund etc.
was früher bei Hertha, was in Köln, in Hamburg, bei Schalke an Geldern verbrannt wurde/ wird-


Bussi
18. Januar 2019 um 14:06  |  676428

PK vor Nürnberg (ab ca. 10. Minute) https://www.youtube.com/watch?v=sHOLbRNHKW4


Exil-Schorfheider
18. Januar 2019 um 15:08  |  676430

@apo

Den Kaderbeschluss, einen Verein umzusetzen, mit der Entscheidung eines profitorientierten Teambesitzers gleichzusetzen oder daran zu erinnern, das schaffst auch wirklich nur Du.
Und wenn man es genau nimmt, was wir ja nicht sollen oder wollen, dann muss man eigentlich bei Vorwärts Leipzig anfangen, die nach Berlin zogen, um dann nach Frankfurt zu gehen.


Frederic Raspe
18. Januar 2019 um 15:27  |  676431

@hurdiegurdie – tut mir leid, dass dir Twitterlinks auf den Sack gehen – mir gehen Unsinn wie dein falscher Verweis auf den Sack – der von dir genannte Beitrag enthält eine Aussage und zwar, dass ich Pilles vorangegangen Beitrag nachvollziehen kann. Was du da für Links gefunden haben willst erschließt sich mir nicht.


Blauer Montag
18. Januar 2019 um 15:37  |  676432

Jepp

…Wenn die einzig spannende Frage lautet, ob Dortmund die Bayern jetzt ausnahmsweise mal nach sechs Titeln in Folge ärgern kann, dann löst das in mir nur sehr begrenzte Euphorie aus. Alles was einem bleibt, ist die Spannung im Abstiegskampf, was die Spiele leider nicht ansehnlicher macht.>/blockquote>
Die einzig spannende Frage aus meiner heutigen Sicht lautet: Kann Hertha am Sonntag in Nürnberg punkten, um nicht nach weiteren Niederlagen am Abstiegskampf teil zu nehmen?

Alle dafür notwendigen Antworten gaben Dárdai und Preetz in der heutigen PK. Hoffentlich kann die Mannschaft dies umsetzen.


Blauer Montag
18. Januar 2019 um 15:41  |  676433

Weil’s in der alten Bundesliga nicht mehr reicht? :mrgreen:

Hertha greift in der neuen Bundesliga an.
https://www.morgenpost.de/sport/hertha/article216217709/Hertha-greift-in-der-neuen-Bundesliga-an.html


Blauer Montag
18. Januar 2019 um 15:43  |  676434

EDIT: 676432

…Wenn die einzig spannende Frage lautet, ob Dortmund die Bayern jetzt ausnahmsweise mal nach sechs Titeln in Folge ärgern kann, dann löst das in mir nur sehr begrenzte Euphorie aus. Alles was einem bleibt, ist die Spannung im Abstiegskampf, was die Spiele leider nicht ansehnlicher macht.

Die einzig spannende Frage aus meiner heutigen Sicht lautet: Kann Hertha am Sonntag in Nürnberg punkten, um nicht nach weiteren Niederlagen am Abstiegskampf teil zu nehmen?

Alle dafür notwendigen Antworten gaben Dárdai und Preetz in der heutigen PK. Hoffentlich kann die Mannschaft dies umsetzen.


Uwe Bremer
Uwe Bremer
18. Januar 2019 um 15:56  |  676435

@England-Vergleiche

es gibt auch andere Sichtweisen auf die Premier League als die der 11Freunde.
So veröffentlicht heute die Internetplattform football365 einen großen Text unter der Überschrift: The Premier League’s Big Six is bad for English football.
Auszug:

Yet the myth of the competitiveness of the Premier League persists, usually on the back of the latest Big Six meeting or rare instance of an outsider snatching victory over one of their bigger brothers. The reality is a league split into three parts, with a mid-table muddle and a relegation rabble left scrapping for places. The annual £94m-plus handouts have become a significant raison d’etre.

The greatest league in the world has already been reduced to a ‘title race’ of two rich yachts jostling for position in the elite marina while the locked-out plebs watch on from the gates.

The people purporting this competitive myth are normally the ones that rely on the Premier League machine for a living, those who exist in a state of almost permanent selective amnesia.

Wenn das Thema interessiert, zum ganzen Artikel – hier entlang


hurdiegerdie
18. Januar 2019 um 16:34  |  676437

Frederic Raspe
18. Januar 2019 um 15:27 | 676431

Da hast du was in den falschen Hals bekommen. War nicht böse gemeint.

Es ist ein kleiner running gag im Blog, dass das Wort „scheinbar“ häufig falsch verwendet wird. Scheinbar ist nicht gleichbedeutend mit anscheinend, sondern sagt genau das Gegenteil aus.

Wenn du also, wie in deinem Post, dem Pille scheinbar zustimmst, bedeutet das eigentlich, dass du ihm in Wirklichkeit nicht zustimmst.

Es war ein blöder Gag von mir auf deine Kosten. Tut mir leid.

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#twittergate: Ich habe nichts dagegen, wenn Leute tweets verlinken. Mir persönlich wäre es lieber, sie würden begründen oder erklären, was sie damit meinen oder belegen wollen. Mir war an dem Köster-Link nicht klar, worauf er (Köster) sich bezieht (auf eine dpa-Meldung oder einen anderen Tweet von Homburger?). Offensichtlich ging es wohl um eine fälschliche dpa-Meldung, ich hatte es aber so verstanden, als gäbe es nur einen Experten, der 50+1 unverträglich mit EU-Recht sieht, was meiner Meinung nach nicht richtig ist, da es da schon einige mehr als nur einen gibt.

Aber twittert ruhig weiter, ich muss es ja nicht aufmachen. Ich wollte damit aber jetzt auch kein so grosses Ding aufmachen.


Jack Bauer
18. Januar 2019 um 16:51  |  676438

@Uwe Bremer:

Ich glaube, dass die 11Freunde weit davon entfernt sind, die Premier League als perfekt darzustellen – das Gegenteil ist wohl eher der Fall. Aber gerade wenn mal wieder die 50+1 Regel für die Langeweile der Bundesliga mitverantwortlich gemacht wird, ist es doch interessant zu sehen, wie ungleich die TV-Gelder in der Bundesliga im Vergleich mit anderen europäischen Ligen, u.a. der Premier League, verteilt werden. Ich bin wirklich weit davon entfernt, das System der Premier League verteidigen zu wollen, aber wenn ich richtig informiert bin, hatte die Premier League seit 12/13 vier verschiedene Meister. Gut möglich, dass diese Saison der fünfte hinzu kommt. In der Bundesliga gab es im selben Zeitraum einen Meister und mit etwas Glück kommt diese Saison ein zweiter hinzu. In den meisten Jahren wären wir froh gewesen, wenn es wenigstens einen Konkurrenten im Titelkampf gegeben hätte. Ich frage mich, wie ein Artikel von football365 aussehen würde, wenn sie diese Langeweile der Bundesliga beschreiben würden. Wie gesagt, ich bin kein Fan von „englischen Verhältnissen“, die wir hier im Übrigen eh nicht kriegen, da England alleine schon aufgrund der Historie und der Sprache einen nicht aufholbaren Vorteil in der Auslandsvermarktung hat, aber wenn selbst dort die TV-Gelder gerechter verteilt werden, lohnt sich doch in meinen Augen die Frage, warum das kein Konzept für die Bundesliga ist.


Jack Bauer
18. Januar 2019 um 17:00  |  676439

@Hurdie:

Ich will da jetzt kein großes Ding draus machen, aber ich habe schon geschrieben, was damit gemeint war:

„Philipp Köster hat mal bei der DPA nachgefragt, wer die „Experten“ sind, die sich in diversen Artikeln immer einig sind, dass 50+1 gegen EU-Recht verstößt.“

Wie gesagt ging ich davon aus, dass man die Antworten auf Kösters Tweet anhand des Links lesen kann, womit sich dann auch der größere Zusammenhang ergeben hätte.
Da das in deinem Fall offensichtlich nicht der Fall war, habe ich das dann auch noch dargelegt.


apollinaris
18. Januar 2019 um 20:26  |  676449

@ Exil.. für den Verein, für die regional entstandenen Strukturen, für die Fans .. ist das im Ergebnis haargenau das Gleiche . Das nicht zu verstehen, schaffen auch nicht viele
Dass ich als Berliner mein genanntes Beispiel nenne, ist doch logisch , habe ich es doch selbst als 10 jähriger erlebt und erklärt bekommen.. abgesehen davon, das es nichts, gar nichts zur Sache tut
#Sandkasten

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