Präsentiert von
Berliner Morgenpost
Anzeige

(jl) – Das nenne ich mal ein engagiertes Plädoyer! Pal Dardai wurde auf der Pressekonferenz am heutigen Donnerstag nach Herthas Stadion-Plänen gefragt. Die recht ausführliche Antwort könnt ihr euch im Clip am Minute 12:25 ansehen:

Fand diese Einlassung halbwegs überraschend. Bislang hatte sich Dardai in der Stadion-Debatte ja auffällig zurückgehalten, das Thema galant umdribbelt. Einerseits läge das angepeilte Eröffnungsjahr für eine neue Arena (2025) viel zu weit in der Ferne, da wäre er dann ohnehin nicht mehr Trainer; zum anderen sei er durch seine lange Geschichte in Berlin befangen, das Olympiastadion sein Wohnzimmer …

Geisel zweifelt an Alternativen im Olympiapark

Heute nun sprang er den Neubau-Vorantreibern aktiv zur Seite. Der Ungar bekannte eindeutig Farbe: „Wir brauchen ein neues Stadion!“ Manager Michael Preetz, der ausnahmsweise nicht auf dem PK-Podium saß, dürfte das mit Wohlwollen registriert haben.

Eher mit gemischten Gefühlen dürften derweil die neusten Statements Andreas Geisel (SPD) aufgenommen worden sein. Der Sportsenator signalisierte zwar einerseits Kooperationsbereitschaft („Wir wollen Hertha in Berlin halten“), reagierte auf Herthas Plan-B-Überlegungen jedoch skeptisch. Alternative Standorte im Olympiapark würden „die Debatte nicht leichter machen“, sagte Geisel – Stichwort Denkmalschutz.

Düsseldorf wird zum Charaktertest

Was das Sportliche betrifft, steht für Hertha gegen Düsseldorf einiges auf dem Spiel. Nach drei Niederlagen in Folge droht den Berlinern eine mitunter begeisternde Saison zu entgleiten. Charaktertest, Wiedergutmachung, Revanche – nennt es wie ihr wollt: Die Mannschaft muss am Sonnabend liefern.

Einer, der womöglich in die Startformation rücken könnte, ist Marvin Plattenhardt. Der WM-Teilnehmer hat sich mit guten Trainingsleistungen aufgedrängt, zudem kündigte Dardai an, definitiv mit einer Vierer-Abwehrkette spielen zu wollen.

Die Degradierung zum Bankspieler habe womöglich einen positiven Effekt gehabt, meinte Dardai unter der Woche: „Vielleicht ist Platte jetzt wacher. Für die Motivation schadet so etwas nicht.“

Muskelfaserriss bei Lustenberger

Definitiv nicht dabei sein wird Fabian Lustenberger. Heute verkündete Hertha die Diagnose Muskelfaserriss. Kann gut und gerne vier Wochen dauern. Man kann dem Schweizer nur die Daumen drücken, dass er in dieser Saison noch einmal spielfähig wird, um einen gebührenden Abschied aus Berlin zu feiern.

Wünsche euch einen schönen Abend.

Am Freitag zieht Hertha die Vorhänge zu. Wir blicken auf den 18er-Kader u.v.m.


107
Kommentare

Avatar
psi
4. April 2019 um 18:42  |  684205

Ha!
Charaktertest


Avatar
fußballfreund83
4. April 2019 um 18:48  |  684206

Ho!


Avatar
Oliver B.
4. April 2019 um 19:04  |  684208

He!


Avatar
Kamikater
4. April 2019 um 19:28  |  684212

Hertha BSC!


Avatar
dewm
4. April 2019 um 19:57  |  684214

Der Meister von der Spree!


Avatar
elaine
4. April 2019 um 20:29  |  684217

Und wenn man es braucht, dann kann man auch mal wieder den Denkmalschutz aus dem Hut ziehen 😆

Dann würde natürlich Tegel auch nicht passen, denn der Flughafen steht neuerdings auch unter Denkmalschutz


Avatar
Dd.
4. April 2019 um 20:30  |  684218

Avatar
Dd.
4. April 2019 um 20:55  |  684219

Avatar
Traumtänzer
4. April 2019 um 21:23  |  684220

Fast 50% der Befragten in der Civey-Umfrage beim TSP (im von @Dd. verlinkten Artikel) äußern sich, dass sie generell gegen den Bau eines neuen Stadions sind. Klar, geringe Teilnehmerzahl (laut Umfrageinfo wohl trotzdem schon repräsentativ), aber ich finde die Aufteilung bei den angebotenen Antwortalternativen zumindest beachtlich. Nun ja.

Ich glaube, Hertha wäre in der jetzigen Situation gut beraten, sich in der öffentlichen Kommunikation etwas zurück zu nehmen und eher im Hintergrund zu netzwerken. Man kann bei so einem Thema nicht einfach wie ein Kind mit dem Fuß aufstampfen und andauernd wiederholen: „Ich will aber…“. Aber sollnse machen…


Avatar
sunny1703
4. April 2019 um 21:30  |  684221

@Traumtänzer

Gut gemeint,aber kontraproduktiver Beitrag(vermutlich).Was bisjetzt weil eher unentdeckt, dennoch von Sportinteressierten abgestimmt wurde, wird nun (vermutlich) zu einer Aufforderung das Superstadion zu bauen.

Repräsentativ gleich null.


Avatar
elaine
4. April 2019 um 22:02  |  684222

Ich denke, heute sind viele generell gegen alles. Wenn eine neue Mall in Berlin gebaut werden soll führt der TSP auch keine Umfrage durch

Vielen wird es gleichgültig sein , andere wiederum denken, dass die Stadt das Stadion zahlt. Die meisten sind kaum informiert, weil sie es nicht sonderlich interessiert, haben aber eine Meinung dazu

Die Zugezogenen, werden sicher generell gegen Hertha und im weiteren auch gegen ein Stadion für Hertha sein


Avatar
hurdiegerdie
4. April 2019 um 22:05  |  684223

Eine Umfrage bei Tagesspiegel-Lesern – für welche Population soll die repräsentativ sein?

Dazu soll man noch Personaldaten hinterlassen. Grundpopulation also: dumme Tagesspiegelleser.

Ohne Zufallsauswahl aus dieser Population.


Avatar
Dd.
4. April 2019 um 22:08  |  684224

Man darf nicht unterschätzen was heute archiktonisch möglich ist…


Avatar
monitor
4. April 2019 um 22:12  |  684225

Ich habe mir jetzt erst die PK angeschaut und muß sagen: Pal Dardai ist immer authentisch.
Als ich laß, daß er sich zum ersten Mal vehement für das Stadionprojekt aussprach, dachte ich, er wurde dazu „überredet“. Aber nein, er ist da wirklich glaubwürdig rübergekommen.


Avatar
monitor
4. April 2019 um 22:17  |  684226

@elaine
In Berlin, oder besser heutzutage überall, sind viele Menschen erst einmal immer grundsätzlich „dagegen“! Weil sie im Zeitalter von social media immer eine Stimme haben, die von irgendjemand erhört wird und sie so ihre eigene Bedeutung viel besser erleben als früher, wo sie einen Leserbrief an Stern oder Spiegel schickten und der dann noch nicht einmal veröffentlicht wurde. 😉


Avatar
4. April 2019 um 22:21  |  684227

Schön in 2 Tagen geht es gegen den Trainer
des Jahres (für mich) . Und es wird weiter
um so etwas nebensächliches wie Stadion
neubau gejammert. Man werdet doch endlich
mal wach! Die Kiste hat sich ERLEDIGT.Hertha
darf weiterhin in einem 5 Sterne Stadion spielen.
Ist es auch im Winter:Weil eine Betonschüßel
steil nah laut auch im Winter Eiskalt ist.Und
häßlich .


Avatar
Dd.
4. April 2019 um 22:23  |  684228

Habe mich nach langer Zeit (diesmal schon früher am Abend) mal wieder eine PK angehört und prophezeie:
Diese PK wird später Kult!!!


Avatar
del Piero
4. April 2019 um 22:27  |  684229

Tja der Geisel bringt es auf den Punkt.
1.Wir wollen Hertha in Berlin halten
2.aber nur als Mieter im Olympiastadion.

Punkt 2. sagt er natürlich nicht.
Wenn man eines Hertha vorwerfen kann, dann das, dass man den Bekundungen der Politik gegelaubt hat.

Na der Tagesspiegel hat ja eine repräsentativen Querschnitt der Berliner an Lesern…oder sagt man jetzt an Lesenden? (Ironiemodus off)

4er Kette war ja klar. Und Platte eine Chance geben ist auch O.K. dann kann Maxi Links Offensiv spielen und Kalou mit Duda rochieren.


Avatar
elaine
4. April 2019 um 22:29  |  684230

@monitor

ja, das mag sein

Viele sind auch generell gegen etwas, dass sie nicht brauchen. Vielleicht war das früher auch so, aber wie du schriebst wurde man nicht so schnell gehört

Ich denke früher hat man dem Mitmenschen einfach mehr gegönnt, auch wenn es gerade nicht in eigenen Kosmos gehörte

Die Fans anderer Vereine, die hier leben, werden generell gegen ein Stadion sein und andere auch , weil sie keine Herthafans sind und ihnen wurscht ist, was aus dem Verein wird, oder ob die Zuschauer da ein Stadionerlebnis haben.

Wenn da etwas angeboten würde, was für die interessant wäre oder kostenlos, dann würden sie sich eventuell dafür erwärmen.
Durch die Auflagen des Senats ist das eher nicht möglich


Avatar
del Piero
4. April 2019 um 22:38  |  684231

Ne @Monitor @Elaine hat Recht
Sie sind dagegen, weil unsere Gesellschaft immer hedonistischer wird.
Kompromißbereitschaft und Ausgleich der Interessen erwarten viele nur von den Anderen ohne selbst dafür bereit zu sein.

Was in die Baulücke soll ein Wohnhaus? Ich weiß dass Wohnungsmangel herrscht. Aber doch nun gerade nicht vor meiner Tür bauen. Z.B.


Avatar
Elfter Freund
4. April 2019 um 22:56  |  684232

Pal Dardai- authentisch, realistisch, geerdet. Der kann im Umgang mit den Medien eigentlich gar nichts falsch machen.

Am Samstag gibt es für DüDo auf die Mütze. Die Spieler werden sich zerreißen. Nur um dieses peinliche Auftreten in Leipzig ein bisschen vergessen zu machen.

Stadiondebatte ? Wenn wir ehrlich sind, selbst mit der besten Kommunikationsstrategie hast du keine Chance gegen das Bestreben, Hertha mit aller Macht im Oly als Mieter halten zu wollen. Mich kotzt das echt an, ohne zu verkennen, dass man auch von Hertha-Seite immer noch alles besser machen kann. Dann raus der Stadt.


Avatar
monitor
4. April 2019 um 23:45  |  684233

Wenn Hertha in der Stadionfrage etwas erreichen will, muß ein Strategiewechsel her. Weniger von oben herab fordern, sondern mehr Demut.
Kann Hertha bei @ub lernen! 😉

Sonnabend:
Ich glaube die Spieler werden Sonnabend alles geben, um zu überzeugen.
Diese Klatsche gegen RotzigeBrauseLeibzisch kann denen nicht gleichgültig sein.
Dazu ist die Viererkette die für mich solidere Formation.
—–
Ich bedaure den Ausfall von Lustenberger. Der hat immer gute Leistung abgeliefert. Das Gegentor gegen Leipzig sah für ihn zwar blöd aus, aber schaut Euch mal an was für ein Zuspiel er da verarbeiten sollte. Und Poulsen war extrem schnell!


Avatar
Opa
4. April 2019 um 23:47  |  684234

Ich war ein paar Tage unterwegs und konnte nur lesend an der Diskussion teilhaben, bedanke mich aber bei denen, die mich zitiert oder sich auf die in den vergangenen Jahren zusammengetragenen Fakten bezogen haben und damit den Kampf gegen die Krakeeler und Populemiker „Frustrierten“ (© by Stoiber) weitergeführt haben.

Ich gebe Uwe Bremer und der Vereinsführung insofern Recht, dass es natürlich Aufgabe der Geschäftsführung ist, Zukunftsperspektiven für die kommerzielle Tochter des Vereins auszuloten und anzustreben. Dass in diesem Zusammenhang ein besser vermarktbares Stadion, welches auch sonst Mehrwerte hat, eine Rolle spielt, kann und darf niemanden überraschen. Das allein rechtfertigt auch keine ablehnende Haltung gegenüber dem Projekt und natürlich muss man auch bereit sein, Risiken einzugehen, um etwas zu erreichen.

Das, was bei mir Ablehnung hervorruft, lässt sich im Wesentlichen auf folgende Punkte zusammenfassen.

1. Mangelhafte Glaubwürdigkeit
Es sind die selben handelnden Personen, nach deren Aussage die bisherigen Bauprojekte längst erfolgreich umgesetzt sein sollten, genauso das Museum wie auch das Fanhaus. Nichts davon ist umgesetzt, Nachfragen danach sind eher schon ein „running gag“. Wer nicht mal solchen „Kleinkram“ umgesetzt bekommt, dem traut man vielleicht auch nicht unbedingt ein Projekt mit noch mehr Nullen hinten dran am Projektvolumen zu. Dass man das Projekt mit einem Investor stemmen will, aber aus Furcht um die Debatte nicht sagen möchte, um wen es sich handelt, lässt auch tief blicken. Wer den Anschluss ans nationale und internationale Spitzenfeld ins Visier nimmt, wird dem eigenen Anhang reinen Wein einschenken müssen, dass das im Zweifel nur mit Geld aus Quellen gehen wird, die man durchaus hinterfragen dürfen muss. Mateschitz? Irgendwelche Ölscheichs mit saloppem Umgang in Sachen Terrorfinanzierung oder Minderheits- oder Menschenrechten? Oder machen wir einen Kotau vor einem chinesischen Staatskonzern, der deutsches und europäisches Know How ausspioniert? Hertha auf dem Weg zum FC Putin? Mag ja sein, dass die Diskussion unangenehm ist, aber sie ist in einer Körperschaft wie Hertha alternativlos. Wer sich davor drückt, schürt Vorbehalte.

2. Intransparente Chancen-Risiken-Abwägung
Die Aussage, man habe hinterher keine größere Belastung als heute, bezweifelt unter derzeitigen Rahmenbedingungen (1. Bundesliga) niemand ernsthaft. Das ist aber kein Totschlagargument, mit dem man durchaus berechtigten sonstigen Hinweise auf die Risiken in einem solchen Projekt vom Tisch kriegt. Was ist im Fall eines nicht nur vorübergehenden Abstiegs? Was ist mit versteckten Baumängeln? Was ist mit Modernisierungsbedarf? Das sind alles aus der Erfahrung anderer (ehemaliger) Bundesligisten absolut realistische Szenarien, die es zu beleuchten gilt. Wer da mehr Unterstützung von der Politik, von den Bürgern der Stadt und vom eigenen Anhang möchte, sollte glaubwürdig und so transparent wie möglich darlegen, wie sich das in diesen Zeiten rechnet. Wer das nicht oder nicht glaubwürdig macht, darf sich über mangelnde Unterstützung schlicht nicht beklagen. Das ist einfach mieser Stil.

3. Image und Bedeutung
Hertha ist für viele in Berlin wichtig, aber Hertha überschätzt seine Rolle und seine Wichtigkeit für die Stadt. Hertha hat – auch mit Hilfe von Multiplikatoren – viel dafür getan, von vielen eben nicht mehr primär als Herzensangelegenheit, sondern eben als Teil der Unterhaltungsindustrie betrachtet und an diesen Maßstäben gemessen zu werden. Nun kann man das unwürdige Gezerre ums Erbbaurecht unterhaltsam finden, es ist aber im Fall des Stadionbaus eher wie bei einem Slapstick, wo man dem Tollpatsch zuschaut, wie ihm alles, was er anfässt, misslingt. Das kann man sicher unterhaltsam finden, aber es bringt Hertha nichts. Ob es als Körperschaft, die noch vor kurzem an der Überschuldungsinsolvenz nur mit Verweis auf nicht aktivierte Vermögenswerte vorbeigeschrappt ist, ratsam ist, nur wenige Jahre später so aufzutreten, als spiele Geld keine Rolle, darf obendrein bezweifelt werden. Hilfreich ist dieses „Graf-Koks-von-der-Jasantalt“-Auftreten sicher nicht, um die Stimmung in der Stadt für sich zu drehen.

Nichtsdestotrotz darf man die Politik nicht aus der Verantwortung lassen, die ebenfalls keine gute Figur abgibt. Beknackte Sportstättenpolitik, absurde Phantastereien von noch korrupteren (kaum zu glauben, dass es da noch eine Steigerung zu Fußballnmachenschaften gibt) Events wie Olympia, keinerlei Ideen für die Umgestaltung der Stadt und Vernachlässigung des „Tagesgeschäfts“ wie Überalterung des öffentlichen Dienstes oder des ÖPNV Fuhrparks. Das mag alles sehr „authentisch“ sein und vielleicht ist diese Politik auch der passende Partner für unsere bisweilen tapsige Vereinsführung, es ist und bleibt dennoch ein Ärgernis, dass man derart konfrontativ auf beiden Seiten des Verhandlungstisches miteinander umgeht.

Zudem muss uns klar sein, dass mit der Entscheidung der Wohnungsbaugenossenschaft nichts gelöst ist. Hertha wird weiter quengeln (wenngleich der Zeitplan 2025 schon heute völlig unrealistisch ist und eine in diese Richtung zielende Kommunikation nicht zur Glaubwürdigkeit beiträgt), der Senat eine Lösung fürs Oly finden müssen und viele Fans sind von dem Thema nur noch genervt.

Und nu?


Avatar
monitor
4. April 2019 um 23:55  |  684235

Und nu?
Wenn mich noch mal wer auf dieses Thema anspricht verweise ich auf @opa 4. April 2019 um 23:47 !
Ohne Smileys, sondern ganz ernsthaft!


Avatar
Dd.
5. April 2019 um 0:19  |  684236

„Ob es als Körperschaft, die noch vor kurzem an der Überschuldungsinsolvenz nur mit Verweis auf nicht aktivierte Vermögenswerte vorbeigeschrappt ist, ratsam ist, nur wenige Jahre später so aufzutreten, als spiele Geld keine Rolle“

nicht schlecht!
ich meine natürlich
Danke!


Avatar
Dd.
5. April 2019 um 0:55  |  684238

*Ein Kind behalten, das Badewasser ausschütten.*


Avatar
Joey Berlin
5. April 2019 um 6:15  |  684245

Moin
@Opa
4. April 2019 um 23:47 | 684234

Das wird vermutlich Multiplikatoren und die Pro-Nah-Steiler-Laut-Lobby in ihrer unkritischen Haltung nicht erreichen. Stellvertretend sei hier nur Sportkamerad Ulrich Zawatka-Gerlach vom TSP genannt. Wobei die Phrase „No Risk, No Fun“, hier im Blog gefallen, auch nur zu Kopfschütteln führen kann.


Avatar
Kamikater
5. April 2019 um 6:22  |  684246

@monitor
Mit der Einstellung kannste ja Samstag mal vor die Kurve von Düdo und Dir einen Ultra zum prügeln suchen. Schliesslich wurdest Du 1979 in Hannover nicht so wahrgenommen.

Sehr vielsagendes Seblbstverständnis und Weltbild, erst mal dagegen zu sein.


Avatar
monitor
5. April 2019 um 9:08  |  684248

@kamikater 6:22

???


Avatar
Herthapeter
5. April 2019 um 9:15  |  684249

@Opa
4. April 2019 um 23:47 | 684234

Zu deinem ersten Punkt gebe ich dir durchaus Recht! Hertha hat schon einige Projekte schwach gemanaged und hier soll womöglich auch ein eher unangenehmer Geldgeber verschwiegen werden Allerdings muss ich dazu sagen, ich wüsste keinen einzigen Geldgeber, der hunderte an Millionen in der Tasche hätte und trotzdem rundum reichlich Sympathie genießen würde. Es könnte allerdings auch rein taktisches Verhandlunggebaren sein, keine ungelegten Eier an die Öffentlichkeit zu tragen, das wäre durchaus verständlich.

Deine Punkte 2 und 3 kann ich nicht nachvollziehen.
Die Geschäftsführung hält das neue Stadion ganz offensichtlich für unabdingbar, dieses Ziel scheinst du nicht zu bestreiten, stattdessen argumentierst du mit handwerklichen Fehlern des Vereins (intransparente Risikoabwägung, Fehleinschätzung des Images Herthas in Berlin).
Ich habe von dir bisher ausnahmslos Inhalte gelesen, dass du gegen das neue Stadion bist. Ich habe noch nie gelesen, wenn nun diese oder jene handwerklichen Fehler korrigiert würden, dass du dann das lobenswerte Ziel des Vereins unterstützen würdest und dich z.B. mal über die CHANCEN des Projektes äußern würdest.

Meine Vermutung ist daher, Punkt 2-3 sind gar keine echten Einwände, sondern nur Vorwände.

@Joey
Die neue Arena hat überhaupt keine Lobby. Eine starke Lobby hat lediglich das Olympiastadion.

Mit nahen, steilen, lauten Grüßen!


Avatar
5. April 2019 um 9:28  |  684250

Meine Hoffnungstruppe gegen Düdo.:

Jarstein

Klünter Stark Rekik Platte

Meier Grujic

Lazarro Duda Mittelstädt

Selke

Kalou und/oder Leckie ab 70 Min. gerne


Avatar
Traumtänzer
5. April 2019 um 9:37  |  684251

So, hab jetzt auch den „emotionalen“ Auftritt Dardais auf der PK gesehen und den heutigen Artikel auf Mopo online gelesen: Also, was mich leider etwas ratlos zurück lässt, ist, dass auch Dardai (wissentlich oder unwissentlich) gewissen Trugschlüssen unterliegt:

1) 10 Punkte pro Saison mehr
Wenn das ein neues Stadion „garantieren“ würde, dann müssten sich wohl 90% der Bundesligisten mit reinem Fußballstadion mal langsam daran machen, diese Ansprüche darauf einzuklagen (nur wo?!). Ich frage echt, wo diese 10 Punkte extra herkommen sollen, wenn doch inzwischen alle mit einem reinen Fußballstadion am Start sind, die Gesamtpunktzahl, die es zu verteilen gibt aber immer noch diegleiche ist?

2) Neues Stadion immer voll
Was gibt den Vereinsverantwortlichen und auch Dardai die Gewissheit, dass ein neues, kleineres Stadion immer voll wäre? OK, wenn Hertha mit einer 25k-Arena plant, wäre das wohl tatsächlich so. Aber schon bei der wirklich geplanten 55k-Arena wird es Spiele geben, wo vermutlich 20k Plätze leer bleiben werden. Zumal, wenn unser Herzensbundesligist am Spieltag zuvor so prächtige Leistungen abgerufen hat wie wir das z.B. zuletzt miterleben durften. Die Zuschauer, gerade auch Berliner und Berlinerinnen stimmen mit den Füßen ab – das wäre in einem neuen, kleinerem Stadion doch auch nicht anders.

3) Der Zuschauer motiviert die Spieler
Das ist für mich nachwievor der wichtigste Punkt: Woher kommt eigentlich diese Mär, der Zuschauer sei verantwortlich für die Leistungen der Mannschaft auf dem Platz? OK, Dardai hat das so nicht direkt gesagt, aber seine ungarische Heimatgeschichte impliziert etwas den Eindruck als seien die Zuschauer verantwortlich gewesen, dass seine Mannschaft seinerzeit nicht die Leistung abrufen konnte. Und jetzt wird’s, wenn ich es richtig verstanden habe, ganz aberwitzig: Mit einem neuen, engeren Stadion wurden dann zunächst die Zuschauer „besser“ gemacht und deswegen wurde dann auch die ungarische Mannschaft gleich besser?! Aha, muss man ja auch erstmal verstanden haben, diesen Zusammenhang…. Und wenn’s wirklich so war, spricht das ja auch nicht gerade für den Einfluss des Trainerstabes oder? Woher kommt eigentlich diese Erwartungshaltung, dass die Zuschauer hier erst „Leistung“ bringen müssen, damit die Mannschaft richtig Leistung bringen kann???
Versteht mich bitte nicht falsch. Mir ist schon klar, dass es Wechselwirkungen zwischen Stadionatmosphäre und Mannschaft gibt, aber das MUSS doch in allererster Linie von der Mannschaft auf dem Rasen ausgehen?!
Mir kommt das ein wenig so vor wie das, was man dieser Tage häufig in unserem gesellschaftlichen Diskurs erleben kann: Wenn Demonstranten gegen Tatenlosigkeit von Politik protestieren und die Politik auf diese Kritik dergestalt reagiert, indem sie ihrerseits die Protestierenden kritisiert und von diesen ERSTMAL Lösungsvorschläge fordert…Absurd!


Avatar
Silvia Sahneschnitte
5. April 2019 um 9:48  |  684252

Unabhängig von der Aufstellung, gegen Düsseldorf möchte ich Einsatz, kampfbereitschaft, zweikampfhärte und laufvermögen jedes einzelnen Spielers sehen.
Nach der Leistungsverweigerung, der meisten eingesetzten Spieler, gegen Leipzig; und der desolaten Vorstellung im Hinspiel gegen Düsseldorf, erwarte ich dies von jedem einzelnen Spieler.
Das erwarte ich im übrigen in allen noch verbleibenden Saisonspielen.
Wer diesen, meinen Ansprüchen nicht gerecht wird, kann am Saisonende gerne gehen und sich eine andere Wohlfühloase suchen.
Und ich frage mich schon wieder, wer oder was ruft diese Anspruchlosigkeit bei vielen Spielern hervor?
@Traumtänzer klasse!
Ot Stadion
Oh Wunder, bin mit @opa mal einer Meinung.

Mit lieben Grüßen
Ihre Silvia Sahneschnitte


Avatar
Opa
5. April 2019 um 10:05  |  684255

@Herthapeter: Danke für Deine Replik. Ich habe bereits desöfteren dargelegt, unter welchen Bedingungen ich das Projekt unterstützen würde, vielleicht hast Du das einfach überlesen?

Eine wesentliche Bedingung ist, dass das Stadion auch in Zeiten „sportlicher Dellen“ nicht die Existenz gefährden darf. Dazu gehört ein anderes „Sizing“ und auch ein deutlich kleineres Investitionsvolumen. Wenn man „verknappen“ will, darf man sich nicht vom Zuschauerschnitt blenden lassen, der durch die „immer ausverkauften“ Spiele wie gegen die Bazis oder Biene Maja nach oben korrigiert wird, sondern muss sich am organischen Status Quo orientieren und man kann ja auch eine Baureserve einplanen. In Freiburg baut die Stadt dem SC ein 35.000 Zuschauer fassendes Stadion incl. Geschäftsstelle und Funktionsräume für 72 Mio. € (bei auch knapp 13.000 Stehplätzen rund 2000 € pro Zuschauerplatz). Da muss man schon einmal die Relationen dessen hinterfragen, was bei Hertha geplant ist (über 3.600 € pro Zuschauerplatz). Nun mag der Hospitalitybereich in Berlin etwas üppiger ausfallen, aber „Think big“ in diesen Dimensionen hat bei Hertha (und anderen) immer schon ins Verderben geführt, zumal die Verantwortlichen eben schon mit deutlich kleineren Projekten gescheitert sind.

Nun kann man sagen: Ja, Freiburg ist nicht Berlin und der SC nicht Hertha. Das ist beides fraglos richtig. Bauen ist im Breisgau noch teurer als in Berlin, das kann also kaum den Unterschied ausmachen. Was ist es dann? Fragen wie diese werden mit „entscheidend ist nur, dass die Belastung nicht höher ist als heute“ beantwortet. Wer seine Gesprächspartner so behandelt, muss sich nicht wundern, wenn man ihm nicht glaubt.

Und weshalb Herthas Imageproblem ein Vorwand für den Stadionbau sein soll, erschließt sich mir nicht. Ich habe nur dargelegt, was ich als Hinderungsgrund sehe, weshalb Hertha nicht auf die Unterstützung trifft, die man sich verspricht. Hertha versprach nach dem zweiten Abstieg Demut. Kaum lief es wieder, stellte man das Kieztraining ein und machte auf hippes Start-Up. Als man feststellte, dass das nicht gut ankommt, schwenkt man um. Es wird nicht nur eine Weile dauern, bis sich solche Aktivitäten in Glaubwürdigkeit auswirken, es ändert ja nicht an der Haltung, die zu so einem Zickzackkurs führt und die es manchmal so schwer macht, unsere Hertha sympathisch zu finden.

Dass Hertha keine Lobby hat, liegt jetzt genau an wem? Es gibt Profis, die man für so etwas engagieren kann. Aber auch das ist ein Langfristprozess, der im Übrigen auch eine Menge Geld kostet, den man aber wollen muss. Am Geld scheint es ja nicht zu scheitern, wenn wir KKR auslösen können und ein zweieinhalb bis knapp doppelt so teures Stadion wie die Freiburger bauen wollen. Aber das wirft alles Fragen auf, bei denen ich befürchte, dass ein Teil der Antworten die Bevölerung verunsichern könnte 😉


Avatar
Michael
5. April 2019 um 10:13  |  684256

Zum Stadionbau
Wenn nicht schon die bisher kundgetane Absicht von
Hertha ein neues Stadion, mit eigenen Mitteln, zu bauen, Begeisterung auslöst. Was denn dann ?
Alle die gegen einen Stadionneubau votieren, ganz gleich an welchem Standort in Berlin, handeln nicht zukunftsorientiert.


Avatar
Papa Zephyr
5. April 2019 um 10:16  |  684257

@Traumtänzer 5. April 2019 um 9:37 | 684251
Verstehe Deine Argumentation zu Punkt 1 überhaupt nicht.
Angenommen Dardai hat Recht (wo ich nicht sicher bin – aber gut – ich denke das könnte schon passen – auch was Schiedsrichterentscheidungen angeht…) – dann hätte Hertha zur Zeit bis zu 10 Punkte weniger im Oly – und das ist genau der Nachteil den Hertha gegenüber anderen Konkurrenten mit einer entsprechenden Arena hat.
Bin auch der Meinung, dass die Ostkurve (mit > 10.000 Mann / Frau) deutlich lauter ist als die Fans in Wolfsburg / Freiburg / Hoffenheim
Nur derzeit – hört man das auf der anderen Seite des Spielfelds kaum…


Avatar
Kraule
5. April 2019 um 10:23  |  684258

Das mit den 10 Punkten mehr ist wohl vergleichbar mit dem stetig steigenden Zahlen (Gelder) im Fußball.
Steigt der Wasserstand schwimmen alle Schiffe, große und kleine Schiffe gleich hoch….


Avatar
Opa
5. April 2019 um 10:25  |  684260

@Michael: Ich finde es bedauerlich, wenn man auf dieses „Argumentations“-Niveau herabsinkt. Ein solches Denken dürfte zudem ein weiterer Grund sein, weshalb Hertha es so schwer hat.

Wer ein solches Projekt realisieren will, kann sich im Vorfeld informieren, mit welchen Schwierigkeiten zu rechnen ist. Dann kann man Strategien entwickeln, wie man damit umgehen will. In dem Moment, wo sich aber das Gegenüber nicht ernst genommen fühlt, weil man es schlicht nicht ernst nimmt, kann aber auch eine noch so gute Strategie nicht helfen.

Und „wer nicht für mich, ist gegen mich“ lockt außer ein paar schlichten Gemütern doch niemand ernsthaft hinterm Ofen vor. Wer Menschen begeistern will, wer sie „fanatisieren“ will, muss mehr haben als Parolen. Hertha hat bei vielen in dem Moment die Unterstützung verloren, als sie Ludwigsfelde als ganz selbstverständliche Option präsentiert haben. Damit fanatisiert man nicht, damit schreckt man ab, weckt Mißtrauen. Hertha erntet, was man gesät hat.


Avatar
sunny1703
5. April 2019 um 10:33  |  684261

@herthapeter

@Opa hat öfters geschrieben, dass er nicht völlig gegen den Stadionneubau ist, er hat nur anders als andere hier sehr sachlich auf die Probleme die damit zusammenhängen, hingewiesen und das obwohl ich seine Aussagen zur Berliner Politik nicht insgesamt teile. sachlich waren seine Argumente.

Weder Berlin-,Berliner-, oder Politikerdresche bringt dem Verein sein Vorhaben ein Schritt näher. Denn die Verantwortlichen werden sich dieselben Fragen stellen wie @opa und auch noch andere.

Du schreibst, Hertha hätte keine Lobby, ein Glück aber auch,es war schlimm genug,wie der damalige 70er Jahre Sumpf in dieser Stadt und Hertha eins waren.

Für mich stellt sich die Situation so da. Gibt es keinen Konsens zwischen Hertha und Politik hat Hertha die Möglichkeit was irgendwo zu bausen und zu hoffen, dass die Stadt nicht ebenfalls bockig jegliche Infrastrukturmaßnahmen verweigert oder sie bleiben im Olympiastadion.

Wer diese Möglichkeit als absolut unmöglich ansieht,lebt an der Realität vorbei und kann schnell von jener eingeholt werden.

Ich sage nur, jeder ist ersetzbar!!!!!


Avatar
Traumtänzer
5. April 2019 um 10:36  |  684263

@Papa
Gegen Dortmund war es voll und laut bei uns im Oly und was war am Ende? Wir haben 2:3 verloren. Gut, gegen Bayern hamwer im vollen lauten Stadion mal 2:0 gewonnen. Verstehe mich auch hier bitte nicht falsch, aber ich glaube, diese Art Garantie auf zehn Punkte extra pro Saison, die hier und bei Hertha schon seit Längerem suggeriert wird, ist ein ausgemachter Popanz!
Gladbach hat zu Hause steil, nah und laut und ist von den Voraussetzungen vermutlich deutlich besser als Hertha aufgestellt und was passiert? Verlieren zu Hause, im engen Stadion, 0:3 gegen uns. Es gibt diese Garantie nicht.

Und wenn am Ende alle Vereine in steil-nah-laut-Arenen spielen – so meine These – gleicht sich das alles eh wieder aus. Für mich ist dieses 10-Punkte-extra-Argument reines Marketing. Leider gutes Marketing….


Avatar
Herthapeter
5. April 2019 um 10:36  |  684264

@Opa
Ich danke Dir ebenfalls für deine gut dargelegte Replik um 10:05h.

@Sunny
Das Oly bleibt sicherlich eine Lösung, aber keine, die den Verein irgendwie weiterbringen könnte.


Avatar
Exil-Schorfheider
5. April 2019 um 10:46  |  684265

@Papa

Bedeutet das im Umkehrschluss, dass Schalke und Stuttgart nochmal 10 Punkte schlechter da stünden, wenn sie noch im Parkstadion respektive Neckarstadion spielen würden?


Avatar
Hoppereiter
5. April 2019 um 10:54  |  684266

@Opa
Was spricht denn dafür,das bei einem neuen Stadion gegen Freiburg nur 35000 hingehen?

Ich sehe eher das Gegenteil,die Hütte wird zumindest die ersten Jahre Ständig voll sein.
Der Dauerkartenverkauf wird ungeahnten Höhen annehmen und wenn Hertha dann vielleicht mal weiter nach oben kommt und 20 Kaderstellen aus Eigengewächsen bestehen,wird das ganz schnell zum Dauerzustand und das Stadion is eher zu klein.

Ich selbst bin das beste Beispiel und ich kenne mindestens 20 Leute die
auch keine Dauerkarte mehr haben weil eben gefühlte 80% der Heimspiele bei Graupelschauer stattfinden und man sich das (meist)langweilige Spiel lieber in der Kneipe antut.
Im neuen Stadion wären die sofort wieder dabei.

Ein Neubau entfacht auch ne ganz andere Euphorie,die man im Olympiastadion höchstens noch entfachen könnte,wenn Hertha wie damals an der Meisterschaft schnuppert,ansonsten ist die Schüssel einfach nicht mehr Zeitgemäß trotz des 5 sterne Status.


Uwe Bremer
Uwe Bremer
5. April 2019 um 10:54  |  684267

@10-Punkte-Aussage

von Pal Dardai. Da hier ja einige Probleme zu haben scheinen, die Formulierung des Trainers einzuordnen, helfe ich, der ihn ja sehr regelmäßig erlebt, bei der Deutung.
Pal Dardai meint nicht, dass Hertha in einer reinen Fußball-Arena pro Saison 10 Punkte mehr holt (was sich in zehn Jahre auf zusätzliche 100 Punkte addieren würde).
Dardai, Ungar der er ist, meint diese Formulierung als Bild, als Metapher.

Dardai meint: Es macht mehr Spaß in einer Arena zu spielen. Die Athmo auf dem Platz ist intensiver. Aus der Erfahrung, die Hertha regelmäßig bei seinen Auswärtsspielen macht – Ihr wisst, dass die Konkurrenten so gut wie alle in Stadien ohne Laufbahn spielen – weiß Dardai, dass diese intensive Athmo in den Arenen sowohl den Gegner als auch die Schiedsrichter beeindrucken können.

Das Olympiastadion ist schön. Aber bei 30.000 bis 55.000 Zuschauern kommt von der Athmo (etwa aus der Ostkurve) kaum etwas auf dem Rasen an.


Avatar
sunny1703
5. April 2019 um 11:01  |  684268

@herthapeter

dieses sportlich nicht weiterbringen ist eine ziemlich bescheidenen Ausrede um eigene eventuell bescheidene Leistungen zu erklären. Im letzten Jahrzehnt wären wir einmal fast Meister geworden, hätten einige Male Cl gespielt,wenn Deutschland den 4.Cl Platz gehabt hätte und das in diesen Stadion gegen diese ganzen angeblich Superarenen. Damals hat auch niemand einen Stadionvorteil als Argument zu Hilfe genommen.
Das sportliche Argument zieht nicht. Das Fanargument,naja, da gehen auch Klatschpappen,die zündeln wenigstens nicht.

Und ab 2025 wird oder könnte sich zumindest der europäische Fußball ganz anders aufstellen, vermutlich dann nicht zum Vorteil von Hertha, niemand weiß also wie groß oder ob überhaupt ein Neubau gebaut werden muss.

@Uwe erwähnte gestern die Technik,das erinnerte mich an ein Interview mit dem (damaligen) Sony Chef,der 2015 etwa meinte 2020 sind smartphones out,aber er wisse nicht,was dann kommt. Hertha weiß es aber über 10,15,20 Jahre???!!!

Meine Hoffnung geht auf eine Einigung,bei der ich aber nicht weiß wie sie aussieht oder ein Neubau gemeinsam mit der Stadt bei der beide Seiten 50% tragen, und bei dem dann zwei,drei große Spiele,so sie es ab 2025 überhaupt noch gibt im Olympiastadion ausgetragen werden.


Avatar
Papa Zephyr
5. April 2019 um 11:02  |  684269

@Exil
wie kommst Du auf den Umkehrschluss?
Wer schlecht spielt – der verliert so oder so – zumindest wenn der andere besser spielt. Siehe auch unser Spiel gegen Leipzig im Hinspiel.
Aber es geht ja um die engen Spiele – wo die Waage rechts oder links runtergeht, da wo halt das Staubkorn oder die letzte Feder drauffällt…


Avatar
Hainer
5. April 2019 um 11:08  |  684270

@Uwe
Ich halte auch ein Stadion nicht für Unsinn.
Aber Hauptargument für ein Stadion ist doch das Mehr an zu Verfügung stehendem Geld, also mehr Gewinn aus dem Spielbetrieb. Nun stellt sich wirtschaftlich die Frage, wieviel mehr
kann ich verdienen und wie viel Risiko muss ich dafür eingehen. Das Risiko ist mit einer 200 Mio Investition für ein Unternehmen, welches ein paar Jahre zuvor nur knapp der Insolvenz entgangen ist, noch Altlasten zu tragen hat und über keine Rücklage verfügt bei dem derzeitigen Umsatz relativ hoch. Wie hoch die erwarteten Mehreinnahmen sein sollen ist bisher nicht offen gelegt worden. Dazu kommt das Hertha im Profifussball unterwegs ist also die Einnahmen sehr schwanken können dass ist in anderen Branchen besser planbar.
Außerdem muss das gesamtwirtschaftliche Umfeld beachtet werden und da ist eine internationale Finanzierung auf Grund der Stimmung und Risiken in der Weltwirtschaft auch nicht gerade der perfekte Zeitpunkt.

Das ist aber zu trennen von den Verhandlungen mit dem Senat und da wäre aus meiner Sicht sehr ratsam das Licht der Öffentlichkeit zu verlassen.


Avatar
Papa Zephyr
5. April 2019 um 11:13  |  684271

@Traumtänzer
gegen Dortmund war es zwar voll (und das auch dank viel zu viele Dortmunder im Stadion – so um die 20.000 laut https://www.fussballmafia.de/auswaertsfahrer/tabelle/1-bundesliga/)
Aber so richtig laut war es dann doch nicht.
Zumindest wäre es mit 55.000 Zuschauern in einem richtigen Fussballstadion deutliche lauter gewesen – und es wären dann auch nur 5.000-6.000 Dortmunder dabei gewesen.

„Und wenn am Ende alle Vereine in steil-nah-laut-Arenen spielen – so meine These – gleicht sich das alles eh wieder aus“
Eben – und jetzt ist es nicht ausgeglichen. Deine Theorie besagt dann ja gerade, dass Hertha jetzt einen Nachteil hat…
Allerdings gleicht sich es nur dann, aus wenn alle den gleich guten Support haben. Ich denke aber Herthas Support ist besser als manch anderer…
Wer spricht hier denn von Garantie – niemand. Gutes Spiel und Glück gehören weiterhin dazu.


Avatar
Exil-Schorfheider
5. April 2019 um 11:17  |  684272

Uwe Bremer
5. April 2019 um 10:54 | 684267

@10-Punkte-Aussage

Das muss dann diese Inflation sein, von der immer zu lesen ist, da es vor drei Jahren noch drei, vier Punkte waren.

https://www.morgenpost.de/sport/hertha/article207241235/Ein-neues-Stadion-soll-Hertha-mehr-Punkte-bringen.html


Avatar
sunny1703
5. April 2019 um 11:32  |  684273

Da in der nächsten Saison 17 von 18 teams in den Tempeln spielen, steht jetzt schon ein Absteiger einschließlich der Begründung dafür,fest.


Avatar
Opa
5. April 2019 um 11:43  |  684274

Ein zur Fußballarena verdichtetes Olympiastadion hat man bei Hertha kategorisch ausgeschlossen, das belegt ja, dass die Atmosphäre nur ein Teil des Anforderungspakets ist. In Kombination mit den Vermarktungsmöglichkeiten ist es beinahe zwingend, dass man bei Hertha zu so einer Lösung drängt. Damit hat grundsätzlich auch niemand ein Problem.

Aber warum muss das gleich ein solcher Protzbau werden, der keine Dehnungsfuge für sportlich wie finanziell schlechte Zeiten lässt? Woher kommt diese „All In“-Mentalität bei einer Körperschaft, bei der sich die Finanzberichte der letzten Jahrzehnte fast immer wie Offenbarungseide lasen? Berlin ist nicht reich, hier gibt es keine relevanten lokalen Geldgeber aus der Wirtschaft, bei Hertha stand im Tresor eigentlich immer „nüscht“ außer der Reiseschreibmaschine und nun tut man so, als könne man so ein Investment stemmen? Dass nicht nur die öffentliche Hand, sondern auch die Vereinsmitglieder wissen möchten, wer denn der Gönner wäre, der Hertha dieses Geld zur Verfügung stellen wollte und was wäre im Gegenzug seine Erwartung hinsichtlich der Gegenleistung, darf doch nicht ernsthaft verwundern. Und schon gar nicht dürfen solche Fragen als Majestätsbeleidigung betrachtet werden. Das sind nachvollziehbare Fragen und der (auch mediale) Umgang damit ist nicht geeignet, Vertrauen in die handelnden Personen zu entwickeln.

Und es gibt ja noch weitere Risiken. Ein harter Brexit kann innerhalb kürzester Zeiten Verwerfungen am Kapitalmarkt auslösen, was nicht nur auf die immer wieder genannte „Belastung“, sondern auf die gesamte Finanzierung eines solchen Projekts massive Auswirkungen hat. Ein Ausstieg der „Superclubs“ aus den nationalen Ligen kann zu ungeahnten Verwerfungen für den Spielbetrieb und vor allem für die Finanzen der verbleibenden Clubs führen, zu denen Hertha mit Sicherheit gehören wird, wenn man sich nicht „verhuren“ möchte wie Paris oder Chelski. Von Baurisiken, Baumängeln und der Frage nach Modernisierungsbedarf ganz abgesehen, habe ich bis heute auf keine dieser Fragen irgendwo eine plausible Antwort gelesen. Die Aussage, man habe eine Antwort muss ich wie die Aussage einordnen, das Fanhaus werde 2014 fertiggestellt sein.

Also raus aus der Öffentlichkeit? Ja und nein. Hertha hat Gremien, die die Geschäftsführung der kommerziellen Tochter beaufsichtigen. Spätestens innerhalb dieser Gremien müssten diese Fragen substanziell beantwortet werden. Und innerhalb dieser Gremien sitzen Menschen, die wissen, dass ein Investor wie der von Paris St. Germain in Berlin kaum vermittelbar sein dürfte. Irgendwann muss man „der Öffentlichkeit“ ja ein Ergebnis präsentieren und das letzte mal kam dabei „Ludwigsfelde oder Tod“ heraus. Ob das so sehr viel sinnvoller war, anstatt sich vorher mal rückzuversichern und sich zu überlegen, wie so etwas wirkt?

Eine public-private-partnership wäre im Übrigen auch noch eine Option, über die man zumindest mal nachdenken sollte und die viele Bedenken hinsichtlich der Unwägbarkeiten zerstreuen könnte. Zwar müsste man wie heute von der Vermarktung etwas abgeben, würde sich aber den potentesten Geldgeber ins Boot holen, der einem auch in schlechtesten Zeiten nicht den Kopf kostet. Das ist, Laufbahn hin oder Laufbahn her, in den Bundesligen im Übrigen auch neben dem rein öffentlichen Besitz das üblichste Modell. Da empfange ich von Hertha aber keine Signale, die darauf hindeuten, dass das eine Option sei. Aber vielleicht verhandelt man hinter den Kulissen ja genau darum, dann würde die Verpflichtung von Herrn Teichert auch Sinn machen, wenn am Ende die gemeinsam von Land und Verein finanzierte und betriebene Vivantes-Arena herauskäme. Wobei ich dazu dann auch ein paar Fragen hätte 😉

Es bleibt spannend und ich skeptisch.


Avatar
elaine
5. April 2019 um 11:52  |  684275

Ein zur Fußballarena verdichtetes Olympiastadion hat man bei Hertha kategorisch ausgeschlossen,

Ich habe es so in Erinnerung, dass der Senat den Umbau in ein reines Fußballstadion abgesagt hatte.
Wahrscheinlich auf Drängen des Präsidenten des Berliner Leichtathletikverbandes und Präsidenten des SCC Berlin Herrn Statzkowski


Avatar
Hainer
5. April 2019 um 12:01  |  684276

@Opa
Wenn das Modell eine public-private Partnership wäre, würde die Verpflichtung von Herrn Klaus Teichert erst recht keinen Sinn machen. In der Berliner Verwaltung insbesondere der für Finanzen zuständigen dürfte sich die Freude über ein Wiedersehen in engen Grenzen halten.

In dem Artikel kann man ungefähr erkennen, wie Herr Teichert so tickt, die Partei ist dabei eher nebensächlich.

http://www.welt.de%2Fregionales%2Fberlin%2Farticle1679589%2FStaatssekretaer-will-keine-Parteibeitraege-zahlen.html&psig=AOvVaw2w8LVfMtbWRQC1KkSEdKQv&ust=1554541888427814


Avatar
Freddie
5. April 2019 um 12:03  |  684277

…mal abgesehen davon, dass der Senat nach Umbau eine Miete von 15 Mio aufgerufen hatte, mithin das dreifache der derzeitigen Miete


Avatar
Opa
5. April 2019 um 12:04  |  684278

@elaine: Die Absage der Politik an einen solchen Umbau kam später. Im Mai letzten Jahres war das noch aktuell,, die Absage an einen Umbau zum Fußballstadion kam im September.


Uwe Bremer
Uwe Bremer
5. April 2019 um 12:06  |  684279

@opa

Aber warum muss das gleich ein solcher Protzbau werden, der keine Dehnungsfuge für sportlich wie finanziell schlechte Zeiten lässt?

Hertha BSC hat bisher weder dem Abgeordnetenhaus gegenüber noch den eigenen Mitgliedern gegenüber offengelegt, wie und mit wem die Finanzierung geschehen soll.

Es gibt einige dürre Eckdaten, die bekannt sind:

Kosten pro Sitzplatz rund 4000 Euro
Kapazität 55.137 Plätze
Gesamtkosten 200 Millionen Euro + X
Finanzierung in einem Mix aus mehreren Bestandteilen (Fremdkapital, Eigenkapital, Kredite).

Außerhalb von Herthas Chefetage weiß niemand Genaueres. Aber Du kritisiert nun schon mehrfach, dass Hertha es bei der Finanzierung nicht richtig anstellt.

Wenn niemand weiß, wie die Finanzierung aussieht: Worauf stützt Du Deine Behauptungen, dass es Hertha verkehrt macht?

P.S. Olympiastadion-Umbau: Vergesst das Thema, das Pferd ist mausetot (und Nein, damit sind nicht die Instandhaltungskosten von 40 Millionen Euro gemeint, die das Land Berlin in den nächsten Jahren ohnehin in die Infrastruktur des Olympiastadions investieren muss, unabhängig davon, ob Hertha dort spielt oder nicht)


Avatar
Traumtänzer
5. April 2019 um 12:25  |  684280

Dardai: „Mit besserer Atmosphäre sieht auch ein Scheiß-Spiel besser aus“

Ich weiß, auch das muss man bei Dardai nicht auf die Goldwaage legen, trotzdem mahne ich auch hier vor einem möglichen Irrglauben: Die Leute, egal ob im großen oder kleinen Stadion, sind meiner Meinung nach und i.d.R. SEHR nachsichtig mit ihrem Herzensverein. Da geht’s auch nicht immer nur nach Sieg oder Niederlage. Wenn man aber glaubt, die Leute über ein bestimmtes (nicht-)vorhandenes „Leisten-Wollen“ täuschen zu können, z.B. durch eine engere Stadionathmo, der hat glaube ich nicht verstanden, worum es geht: Wenn die Leute Intensität und Leidenschaft auf dem Platz sehen, dann leiden sie mit und stehen hinter dem Team. Wenn das Team aber begrenzt-motivatorisch nur abspult, das durchschauen die meisten doch früher oder später. Also, wenn ich z.B. am letzten Saisonspieltag auch im neuen kleinen Athmostadion quasi-obligatorische Pflichtergebnisse im Rahmen von 2:6 abliefere, dann checken die Leute das. Da muss man halt auch etwas aufpassen, finde ich. Klar, für uns Menschen ist es nicht (mehr) sehr leicht, einen längeren Fokus zu halten. Das wird ja immer mehr zum Problem. Meinetwegen können die Jungs die ganze Woche die Füße hochlegen und die Playse kaputt daddeln, aber am Samstag, 15.30 Uhr ist Action angesagt, egal in welchem Stadion. Das sind sie sich, ihrer privilegierten Stellung und nicht zuletzt einfach den zahlenden Zuschauern schuldig. Mir ist der Zuschauer hier mittlerweile zu selbstverständlich ins Gesamtsystem „eingepreist“. Das dem offensichtlich nicht so ist, sieht man an der sehr variablen Resonanz.
Sicher würde eine neue Arena die Neugier bei den Leuten wecken. Aber mehrere „Scheißspiele“ und der Zauber ist da auch ganz schnell verschwunden. Die Bindung hier in dieser Stadt ist eben nicht so wie in Dortmund, wo die Dauerkarten vermutlich nicht mehr aufm Markt erhältlich sind, sondern nur noch in der Familie vererbt werden…


Avatar
alf
5. April 2019 um 12:25  |  684281

Im Moment ist es doch so. Montags frage ich meinen Sohn, gehen wir am WE zu Hertha? Mal sehen wie das Wetter wird ob wir Lust haben. Mit einem kleineren Stadion wird das schon anders.


Avatar
Opa
5. April 2019 um 12:32  |  684282

@Uwe: Netter Versuch, mir zu unterstellen, ich hätte behauptet, Hertha stelle die Finanzierung falsch an. Und da es eine solche Behauptung nicht gibt, welche Behauptung sollte ich denn dann stützen? Zu den detaillierten Inhalten der Finanzierung kann niemand etwas sagen außer denen, die es wissen. Aber anhand der Eckdaten kann man doch rechnen, man kann vergleichen und dann stellt man sich und anderen Fragen.

Dass man in Freiburg beim neuen Stadion mit deutlich (!) weniger Geld pro Zuschauerplatz hinkommt, dürfte von Hertha nun also als offiziell bestätigt gelten. Ergibt sich da nicht zwangsläufig die Frage, woraus sich denn diese enorme Differenz ergibt? Gerade Du, der so vieles auf der Finanzseite hinterfragt, müsste doch hellhörig werden oder kriegst Du was von der Differenz ab? 😉

Dass sich die Frage stellt, wie man eine 55.000 Zuschauer fassende Arena mit Spielen vollkriegen will, zu denen heute weniger als 30.000 Zuschauer kommen, ist doch auch nicht von der Hand zu weisen. Na klar mögen es ein paar mehr sein, aber im trüb-kalten Februar werden auch im Luxustempel gegen Dorfmannschaften wie Hoffenheim oder Augsburg nicht mehr kommen als heute. Die Karten für die Premiumspipele dürften nur deutlich teurer werden, die Dauerkarten entsprechend auch. So wie gleichzeitig dann die „No-Show-Rate“ steigt, was ja in den anderen Stadien schon zu beobachten ist, auch wenn z.B. Hertha kommt. Nah und steil wird stimmen, aber laut? Naja, bis das Stadion eröffnet wird, dürfte bei derzeitiger „Inflation“ ja mindestens 20 Punkte mehr drin sein, gell? 😉

Der Umbau des Oly ist tot. Nur wie geht’s weiter? Nehmen wir mal an, Hertha findet ein geeignetes Grundstück an einem Standort, den man im Rahmen der Analyse bereits ausgeschlossen hatte, werden sich da Fragen stellen. Z.B. nach Infrastruktur. Und ich werde dann sicher wieder Fragen gestellt bekommen, woher ich das denn wissen will, denn darüber hätten die, die „auf alles eine Antwort haben“, ja noch gar nicht gesprochen. Das ändert aber nichts am Bedarf, dass man die Zuschauer, denen man das Geld aus der Tasche ziehen will, halt da irgendwie hinkommen müssen. In Mainz und anderen Städten kann man das einer eher ländlich geprägten Bevölkerung vielleicht nahebringen, über den Stoppelacker von der Tramhaltestelle Richtung Arena zu trotten, aber in Berlin? Wir rennnen ja selbst dann einer U-Bahn hinterher, wenn in drei Minuten die nächste kommt. Und unser Stadion soll ja immerhin doppelt so groß werden.

Es ist ein Kreuz.


Avatar
fechibaby
5. April 2019 um 12:58  |  684283

In Berlin wird Hertha kein Gelände finden, wo
sie ihre „Traumarena“ jemals bauen können!
Es bleibt in Berlin nur der Olympiapark übrig.
Wegen Denkmalschutz ist hier jedoch
kein Neubau möglich!

Schlussfolgerung:
Stadion in Brandenburg scheidet aus.
Entweder man spielt weiter im Olympiastadion
oder der Verein Hertha BSC wird im Juni 2025
aus dem Vereinsregister gestrichen.


Avatar
Herthapeter
5. April 2019 um 13:46  |  684284

@Opa

Rechnen wir doch mal zusammen durch:

Ein Sitzplatz kostet also 4000€.
Ein eher günstiger Sitzplatz wird pro Spiel für etwa 20€ vergeben, das macht bei sagen wir 80%iger Auslastung eine durchschnittliche Einnahme von 16€ pro Spiel. Somit bringt der eher günstige Sitzplatz pro Saison 272€ ein, ohne Catering, ohne Pokal, ohne Testspiele.
Dieser Sitzplatz hat sich, sehr konservativ gerechnet, bereits in 14-15 Jahren amortisiert. Hinzu kommt der Anteil erheblich teurerer Sitzplätze und vor allem die Vermarktung des Stadionnamens (allein letztere bringt alle 10 Jahre ein Viertel des Gesamtinvests). Ich wage mich mal so weit aus dem Fenster zu lehnen, dass Hertha auch in der zweiten Liga locker imstande wäre, den Neubau in weniger als 14 Jahren abzubezahlen. Und selbst wenn es 10 oder 14 oder 20 Jahre länger dauerte, dann wäre die Entscheidung für ein neues Stadion á 200 Millionen immer noch goldrichtig.

Und jetzt kommst Du! 😉


Avatar
Hainer
5. April 2019 um 14:02  |  684285

@Herthapeter
Laufende Kosten, Instandhaltungsrücklage, Kosten für die Spieltage, Finanzierungskosten, Erbaupacht, etc.
Du kannst doch die Einnahmen nicht gegen die 200 Mio rechnen.
Aber Finanzen sind ja vielleicht nicht so Deins, dafür kennst Du Dich mit Förderung für Soja-Latte, Buntblödeln und Flüchtlingspolitik aus. Ist doch auch was.


Avatar
Herthapeter
5. April 2019 um 14:16  |  684286

@Hainer
Wenn du jetzt noch grob die Größenordnungen deiner zahlreich genannten Schlagworte taxieren würdest, könnte das glatt eine interessante Diskussion werden.


Avatar
Hainer
5. April 2019 um 14:23  |  684287

@Herthapeter
Das ist leider nahezu unmöglich, da sich aus den von Hertha veröffentlichten Zahlen zum Spielbetrieb im Oly keine detaillierte Zahlen entnehmen lassen.
Bei der Finanzierung musst Du beim jetzigen Marktumfeld von mindestens 6 % ausgehen. Instandhaltungsrücklage, da es ein Industriebau ist mindestens 1 %. Erbbaupacht würde ich auf 1,5 Mio schätzen. Aber ohne mehr Infos ist das alles Stochern im Nebel.


Avatar
Carsten
5. April 2019 um 14:30  |  684288

Wenn man einige hier, ließt muss man echt denken 🤔 die bei Hertha haben alle nichteinmal im Ansatz Ahnung, von dem wat die da so machen, basiert alles auf Zufall. Ick persönlich werde mich nicht aus den Fenster lehnen und sagen das ich der wissende bin aber @Uwe hatte das gestern schon schön geschrieben, einfach mal den vertrauen schenken die ihre Arbeit machen. Ansonsten sollten alle Fachleute hier, sich mal netterweise bei Hertha einfinden und ihre Hilfe anbieten, wäre doch nett dann wird dat schon, mit unseren Stadion 🏟


Uwe Bremer
Uwe Bremer
5. April 2019 um 14:40  |  684289

@opa

Du ziehst als Bezugsgröße, mit denen Du Hertha in bestimmten Bereichen vergleichst, Klubs heran wie Alemannia Aachen, SC Paderborn, den FC Augsburg oder nun den SC Freiburg.
Hertha unternimmt das Arena-Projekt aber nicht, um mit den genannten Vereinen zu konkurrieren. Hertha unternimmt das Stadion-Projekt, in der Hoffnung, damit einen wichtigen Baustein zu haben, um zu den nationalen Topklubs aufzuschließen. Wenn man sich in diesen Regionen bewegen will, würde sich Hertha auch sofort in internationaler Konkurrenz befinden.

Um die Hertha-Pläne einzuordnen, vergleiche ich das Vorhaben mit dem, was in einer anderen europäischen Hauptstadt passiert. In London haben vor zwei Tagen die Tottenham Hotspur ihre erste Premier-League-Partie im neuen Stadion gespielt.

Tottenham Stadium,
Plätze: 62.000
Bauzeit: 2012-19
Kosten: 1 Milliarde Euro.

Halten wir kurz inne: London … Stadien …

Emirates Stadium des FC Arsenal
Plätze: 60.200
Bauzeit: 2004 – 2006
Kosten: 531 Millionen Euro

Moment, haben die in London nicht auch für die Nationalmannschaft was neu gebaut … allerdings gleich so groß, dass dort kein Klub dauerhaft einziehen mag

das neue Wembleystadion
Plätze: 90.000
Bauzeit: 2003-2007
Kosten: 1,3 Milliarden Euro

Und was macht der FC Chelsea in London?

Der will die Stamford Bridge abreißen und dort eine neue Arena hochziehen

geplante Kapazität: 60.000
geplante Stadioneröffnung: 2021
geplante Kosten: knapp eine Milliarde Euro *

* Projekt liegt derzeit auf Eis, nachdem Klubbesitzer Roman Abramowitsch von der britischen Regierung nicht das erwünschte Aufenthaltsvisum erhalten hat

Was sagt die Entwicklung in London über das Hertha-Projekt?

Schon klar, die Bundesliga ist nicht die Premier League. Aber in London wurden in den vergangenen Jahren drei neue Prestigestadien gebaut. Ein weiteres soll zeitnah dazu kommen.

Verglichen damit habe ich den starken Eindruck, dass Hertha mit einem Kostenrahmen von 200 Millionen + X eben kein größenwahnsinniges Prestigeprojekt plant (ich übersetze X mal mit einem Aufschlag von 20 % = 40 Mio.).

Hertha plant eher etwas Zurückhaltendes. Bekannt ist, dass eine neue Arena in Berlin nicht der Charme einer Hundehütte haben und auch keine seelenlose Kiste sein soll, wie sie Mönchengladbach oder Augsburg stehen.
Bei den Hertha-Verantwortlichen gilt das Stadion in Bilbao als Benchmark – Fotos hier entlang

Estatio San Mames in Bilbao
Kapazität: 50.000 Plätze
Bauzeit: 2010 – 2013
Kosten: 173 Millionen Euro

P.S. Das Ziel von Tottenham ist es, sich in den Top-ten-Klubs der Welt zu etablieren. Meint: Man muss sich auch schon mal Ziele setzen …


Uwe Bremer
Uwe Bremer
5. April 2019 um 14:44  |  684290

@hainer

Das ist leider nahezu unmöglich, da sich aus den von Hertha veröffentlichten Zahlen zum Spielbetrieb im Oly keine detaillierte Zahlen entnehmen lassen.

Da Du ja mehrfach betonst, wie gut Du Dich mit Zahlen auskennst: Ich empfehle die Lektüre des Geschäftsbericht der Olympiastadion GmbH. Der ist öffentlich zugänglich. Dort wird alljährlich ausgewiesen, u.a. welche Einnahmen es gibt und welcher Mieter davon welche Summe beigetragen hat.


Avatar
Hainer
5. April 2019 um 14:56  |  684293

@Uwe
Also erstmal würde ich nicht behaupten, ich kenn mich gut aus, das gehört sich nicht.

Es geht nicht um die Mietzahlungen von Hertha, sondern um die Kosten, die für den Betrieb und die Finanzierung des Stadions anfallen, weil Herthapeter die Einnahmen gegen die 200 Mio gerechnet hat und diese Kosten sind im Einzelnen eben nicht bekannt.


Avatar
Herthapeter
5. April 2019 um 14:56  |  684294

@Hainer
Hertha zahlt das KKR-Darlehen jetzt vorzeitig aus, weil es mit 6,5% verzinst ist. Offensichtlich kennt Hertha im derzeitigen Marktumfeld bereits Anbieter mit günstigeren Konditionen. Hinzu kommt, dass das Marktumfeld in Europa auf eine EZB Negativzinspolitik entgegensteuert. Ich tippe deshalb für Herthas Stadionfinanzierung auf eine drei vor dem Komma, bin da aber tatsächlich nur ein Laie.

Die Kosten von 4000€ stammten von @Opa. Ich habe nur die Einnahme gegen gestellt.


Avatar
Carsten
5. April 2019 um 15:24  |  684296

https://www.bz-berlin.de/berlin-sport/hertha-bsc/hertha-bsc-fehlt-die-zielsetzung
Deswegen meiner Meinung, trudeln wohl auch immer die Rückrunden so bescheiden aus. Zumindest könnte es ein Baustein sein woran gearbeitet werden müsste. Ick sag ja, irgendwie mia san mia für unseren Verein, der verinnerlicht werden muss, von allen Spielern sowie Trainer und Management.


Avatar
Hainer
5. April 2019 um 15:27  |  684297

@Herthapeter
Soweit ich mich erinnere hat Hertha die Option für die Anteile gezogen, um sie selbst wieder veräußern zu können und nicht kkr den Gewinn zu überlassen.
Ich halte die 3% für eine Illusion.


Avatar
Hainer
5. April 2019 um 15:29  |  684298

Die Kosten bezogen sich auf die Baukosten pro Sitz. Alle anderen Kosten fehlten in Feiner Rechnung.


Avatar
fechibaby
5. April 2019 um 15:36  |  684299

Berlin United träumt auch:
Europas modernste Fußballarena

„In 2019 starten wir mit einer Realisierbarkeitsstudie und werden mit einem Architekturwettbewerb die ersten Entwürfe präsentieren..“

https://berlinunited.com/de/arena/


Avatar
Opa
5. April 2019 um 15:38  |  684300

@Uwe: Ich vergleiche uns mit dem Wettbewerbsumfeld, in dem wir uns befinden. Dardai betonte gestern singemäß auf der Pressekonferenz, dass Platz 10 das ist, wo wir derzeit hingehören. Daher ist ein Vergleich mit der Ligakonkurrenz, die nun mal in Bremen (städtisches Stadion), Augsburg (Investorenclub, der im Investorenstadion spielt) oder Freiburg (städtisches Stadion) auch in der selben Liga spielt für mich zielführender als der mit englischen Investorenclubs, die ein gänzlich anderes Umfeld haben und mit denen wir überhaupt nicht auf Augenhöhe sein können. In der langen Geschichte Berlins gab es schon einige Persönlichkeiten, die sich lieber mit England messen wollten und bisher alle kläglich gescheitert sind. Aber das nur am Rande.

Dass man den Abstand zu den Spitzenclubs verringern möchte, habe ich übrigens verstanden, wenngleich diese durchaus mit Bedacht und klug gewählte Formulierung im Umkehrschluss nicht zwingend bedeutet, dass man da mitmischen oder gar überholen können will. Im Grunde genommen sagt diese Formulierung gar nichts. Woran möchte man denn auch den Abstand zwischen zwei Tabellenplätzen messen?

Und auf dem Weg zum eigenen Stadion ging es bei der Konkurrenz, die man im Auge hat, auch durchaus hoch her. Schauen wir mal auf die derzeitigen Spitzenteams:

Die Bayern haben das als Gemeinschaftsprojekt mit den Löwen gebaut, letztere hat es bekanntermaßen sportlich wie finanziell zerrissen. Erhebliche nicht eingeplante Instandsetzungs- und Modernisierungskosten trübten zudem zwischenzeitlich die Bilanz. Ein Festgeldkontoclub kann das wegstecken, aber Hertha?

Die Dortmunder konnten der Insolvenz gerade so entfliehen, indem sie sich das Stadion, welches als Tafelsilber bereits verkauft war, „zurückerpresst“ haben und die in der Stadiongesellschaft für spätere Instandhaltungs- und Modernisierungskosten schlummernde Rücklage zum Stopfen kurzfristiger Gelder verwenden konnten. Das soll doch bitte nicht ernsthaft ein Vorbild sein.

Die Leipziger taugen sicher nicht als Abziehbild, Mateschitz Privatclub dürfte nach den selbst auferlegten Regeln für die Lizensierung eigentlich nicht in der Liga spielen und spielt aufgrund der Strukturen außer Konkurrenz.

Die Frankfurter spielen genau wie Hertha im städtischen Stadion, welches sich aber für den Verein minimal besser vermarkten lässt. Nur wo soll man sich da ein Vorbild nehmen, wo doch die Parole „wir finanzieren zu 100% privat“ lautet? Die viel spannendere Frage in dem Zusammenhang wäre: Wie schafft dieser Verein es, eine ganze Region „brennen“ zu lassen, wenn es in der in Berlin unbeliebten EL gegen Barfuß Bethlehem geht?

Die Gladbacher finde ich als Maßstab übrigens dufte, allerdings hat man dort – so wie ich es begrüßen würde – zu Zweitligazeiten und für Zweitligazeiten geplant, dimensioniert und gebaut. U.a. deshalb haben die ihren zwischenzeitlichen Abstieg im Gegensatz zu anderen TROTZ des eigenen Stadions auch wegstecken können.

Die Bremer spielen in einem über eine Public Private Partnership finanzierten und betriebenem Stadion, wobei es da auch regelmäßig Knatsch gibt, denn die Stadt soll nach den Vorstellungen des Vereins die Modernisierungskosten tragen, während der Verein von den Erlösen nichts zusätzlich abgeben mag. Am Ende regelt man das vermutlich über die Polizei 😉 Nur auch hier vermag ich nicht zu erkennen, wo da die Leitschnur für Hertha sein sollte.

In Leverkusen spielt die Werkself im werkseigenen Stadion. Die Firma Bayer hat hier in Berlin einen Wettbewerber übernommen und dürfte uns von mir aus auch gern die Monsanto-Arena hinstellen. Aber das ist wohl kein Vergleichsmaßstab für Hertha.

Die Wolfsburger spielen in einem im wesentlichen zu VW gehörenden Stadion, wobei man in der Stadt eh nicht zwischen Öffentlichem und VW unterscheiden kann, weil nahezu alles von VW bezahlt wird, sogar wenn das städtische Klinikum neues Großgerät benötigt, wird das mehr oder weniger direkt in der Konzernzentrale angefragt und genehmigt. Sehe hier kein Blueprint für Hertha.

Wäre da noch die TSG Hoffenheim, deren kommerzielle Tochter mitsamt Stadion dem Mäzen Dietmar Hopp gehört. Auch das taugt für Hertha kaum als Vorbild.

Also, wenn ich das richtig sehe, ist der einzige, der aus der Spitzengruppe als Vorbild taugt, die Gladbacher und die haben mit einer extrem schlanken Dimensionierung und Planung auch für Risikozeiten Vorsorge betrieben, was ich in der Größenordnung bei Hertha nicht zu erkennen vermag, auch wenn man im Vergleich ´zu im Geld schwimmenden Premier League Clubs ja beinahe ein Armenhaus plant.

Das nun zum Vorbild ausgerufene Estadio de San Mamés wurde lt. Wikipedia nur zu rund einem Viertel vom Verein und der Rest von der Region, dem Landkreis, der Stadt und der städtischen Sparkasse finanziert. Ein Modell, was wohl für Hertha („100 % privat oder nüscht“) nicht in Frage kommt. Oder gibt es da Überlegungen, von denen wir nichts wissen?

Und wo wir gerade bei dem Stadion sind: Man musste den Dachausschnitt für 12 Mio. € verkleinern, weil sich die Zuschauer beschwert haben. 12 Mio. € entsprechen lt. transfermarkt der Investition in alle Neuzugänge, die hertha zur laufenden Saison getätigt hat. Würde bei Hertha, wenn man es auf zwei Saisonbudgets umlegt, umgerechnet konkret heißen: Kein Lazaro, kein Selke. Ich fände das angesichts der Erfahrungen 2010 und des Wettbewerbsumfelds, in dem wir uns bewegen, ganz schön heikel, wenn man aus finanziellen Gründen auf wichtige Leistungsträger verzichten müsste, weil man einen „Dachschaden“ hat. In Zweitligazeiten sähe das übrigens noch dramatischer aus.

Und angesichts der Vorgeschichte und der Bedeutung ist Hertha eben auch nicht „too big to fail“, als dass man sich darauf verlassen könnte, dass der Senat einen nochmal rettet.

@Herthapeter: Deiner Rechenlogik zur Folge sollten wir ein Stadion mit 250.000 Zuschauern bauen, dann werden wir finanziell uneinholbar sein. Verzeih bitte meine spitze Polemik, aber das kann doch unmöglich ernst gemeint sein, die Kosten pro Platz sind nur ein Indikator, aber keine Rechengrundlage, aus der heraus sich 30 Jahresprognosen ableiten ließen. Die Amortisationsrechnung im Hospitalitybereich, in dem man alle paar Jahre etwas Neues an Einrichtung und Drumherum bieten muss, ist eine ganz andere als für eine Plastikschale im Oberring. Letztere rechnet sich auch in Zweitligazeiten, während man im VIP Bereich dann weitgehend mit Flatterband absperren kann.


Avatar
fechibaby
5. April 2019 um 15:42  |  684301

Nachtrag zu Berlin United:

Bei denen steigt dann vermutlich ein
Großsponsor, ähnlich Red Bull, ein.
Die marschieren dann durch die unteren Ligen
und sind über kurz oder lang in der Bundesliga
angekommen.
Sie spielen dann in einer hochmodernen Arena
und Hertha…!

Wir haben ja Geduld und warten ab.


Avatar
hurdiegerdie
5. April 2019 um 15:45  |  684302

Ohne Gewähr, ich bin da nicht gut drin.

Notfalls bessere vor!

Ich habe das einfach mal in einen Tilgungsrechner eingegeben.
200 Mio Kredit mit einem Sollzins von 5% (fest über 20 Jahre).
Danach müsste Hertha, damit ihr das Stadion nach 20 Jahren gehört, knapp 16 Mio jährlich aufbringen.

Wenn es jemand besser kann, bin ich dankbar.

Dabei ist natürlich nichts drin wie Instandhaltungsrücklage, Erbaupacht, sonstige Kosten (wie neuer Rasen), etc.


Avatar
Joey Berlin
5. April 2019 um 16:03  |  684303

@Herthapeter 5. April 2019 um 9:15 | 684249
Keine Lobby unter den Multiplikatoren für das neue Stadion? Ein Scherz, oder?
Ich lese hier und woanders die Zukunft Herthas hänge vom neuen Stadion ab. HSV-Abstieg trotz eigenem Stadion, ach was! Und Werder ist froh, dass denen nur zur Hälfte das Stadion gehört, die Stadt finanziell aushilft. Es ist wie in anderen Dingen des Lebens: Schlichte monokausale Argumente und Lösungsvorschläge sind absurd. Wer behauptet die Atmo der Zuschauer käme nicht oder zu wenig auf dem Spielfeld des Olympiastadions an, sollte sich mal während des Spiel nach unten bewegen…


Avatar
Opa
5. April 2019 um 16:04  |  684304

Hurdie, dass der Finanzierungsbetrag höher ist, ist das eine, dafür ist die Einnahmesituation eine ganz andere. Wir geben heute ein Drittel von jedem Getränk und jeder Bratwurst an die Olympiastadiongesellschaft ab, wir können die Namensrechte nicht vermarkten, wir müssen von der Olympiastadiongesellschaft bestellte Dienstleister wie Aramark nehmen und bezahlen. Und der VIP Bereich ist ebenfalls nicht unserer und wir müssen den Senat an den Umsätzen beteiligen. Wir können außerhalb der Spieltage weder Hospitality noch Stadion selbst vermarkten. Das sind alles Aspekte, die auf der Habenseite zu Buche schlagen und die „Belastung“ auf das heutige Niveau senken. Daran besteht zumindest in Erstligazeiten kein Zweifel.


Avatar
Brehmchen
5. April 2019 um 16:13  |  684305

@Opa

Danke für Deinen Beitrag vom

4. April 2019 um 23:47  |  684234.

Entspricht mehr oder weniger meiner Sicht auf die Dinge.


Avatar
hurdiegerdie
5. April 2019 um 16:22  |  684306

Opa
5. April 2019 um 16:04 | 684304

Ich wollte das auch gar nicht bezweifeln. Ich bin da bei dir.
Aber dieses Geld muss erstmal bedient werden, d.h. es kommt dadurch vermutlich in den 20 Jahren, in denen das Stadion läuft, kaum mehr Geld für die Verbesserung der Mannschaft rein.

Und in den ersten Jahren (Stadionbau) kommt schon mal gar nichts rein.

Aber wenn wir dann erstmal 10 Punkte pro Saison mehr haben, brechen goldene Zeiten an.


Avatar
Exil-Schorfheider
5. April 2019 um 16:48  |  684307

Carsten
5. April 2019 um 14:30 | 684288

Wen genau meinst Du damit?
Hast Du Dich mal ansatzweise mit den Zahlen beschäftigt, die @Hainer und @Opa hier einbringen?
Von Dir kommt nur Polemik, von den beiden kommt Fachliches und beide sind lediglich Skeptiker, noch nicht mal Stadion-Ablehnende.

Interessant ist, dass von den totalen Befürwortern(ist das politisch korrekt?) falsche oder gar keine Zahlen kommen.


Avatar
del Piero
5. April 2019 um 16:51  |  684308

@ Joey Berlin
5. April 2019 um 16:03 | 684303

Woher weißt Du das Werder froh ist, dass ihnen das Stadion nur zur Hälfte gehört?
Ist es nicht gerade die Stadt welche von Werder 6 Stellige Beträge für die Sicherung von Hoheitlichen Aufgaben der Kommune verlangt?


Avatar
Exil-Schorfheider
5. April 2019 um 16:56  |  684309

Herthapeter
5. April 2019 um 14:56 | 684294

Bitte nicht die 6,5% Zinsen der kürzlich aufgenommenen 40Mio-Anleihe mit dem KKR-Darlehen in Verbindung bringen.
Das wäre gefährliches Halbwissen.


Avatar
Carsten
5. April 2019 um 17:03  |  684310

@Exil weißt DU, wie die Zahlen sind, die Hertha allgemein zur berechnung des Stadions, Finanzierung usw. nimmt? Ick jedenfalls nicht und deswegen brauch ich auch erstrecht nicht mit irgendwelchen Milchmädchenrechnungen hier ankommen. Das ehrt euch ja alle, die jenigen die meinen es zu können , das diejenigen die glauben es zu wissen wie Kai aus der Kiste kommen und alles vorrechnen, aber ohne die Zahlen mit denen z.B. Herr Schiller rechnet brauch man erst garnicht anfangen, und irgendwelche Schreckenszenarien niederschreiben. Meine Meinung, und das hat nichts mit Polemik zu tun. Meinst du nicht das Hertha EXPERTEN um sich haben?


Avatar
del Piero
5. April 2019 um 17:10  |  684311

@Opa
Warum berücksichtigst Du in deinen Betrachtungen nicht eine der Grundregeln kapitalistischen wirtschaftens?
Angebot und Nachfrage.
Ich glaube, dass Hertha mit Verkanppung des Angebots auch mehr Dauerkarten und insgesamt mehr Karten und weniger Rabattierte verkaufen kann.
Schöner Nebeneffekt wäre auch , dass die ganzen Eventzuschauer und die Pseudofans bestimmter Vereine dann nicht die optische Überlegenheit mehr stellen würden.
Also weniger rote und gelbe Trikots im Stadion.
Ich glaube es ist ein Nachteil für die Auslastung, wenn man sich fast immer noch in letzter Minute entscheiden kann(je nach Wetterlage) Hertha zu sehen!


Avatar
psi
5. April 2019 um 17:12  |  684312

@Exil
Es könnte auch „Befürwortende“ heißen. 😉

Und sollte es keine neuen Erkenntnisse bezgl. des Stadions geben, warte ich geduldig die MV ab.

Jetzt interessiert mich das Spiel gegen Dü mit der Erwartung, dass sich unsere Mannschaft zerreißt. Immerhin werden 50000 erwartet und zügig und kalt wird es auch nicht. Da sollte doch ein wenig Stimmung aufkommen können
Also es gibt keine Ausrede für die Spieler.


Avatar
psi
5. April 2019 um 17:23  |  684313

Noch was….
sollte das Stadion irgendwo am Stadtrand stehen und die Ticketpreise in die Höhe schießen, werde ich auf eine Dauerkarte verzichten, die ich sehr viele Jahre hatte. Vorausgesetzt natürlich, die Mannschaft spielt nicht plötzlich CL, wegen der besseren Atmo. 😊


Uwe Bremer
Uwe Bremer
5. April 2019 um 17:25  |  684314

@opa

15.13 Uhr

diese Liste, wie bei anderen Bundesligisten die Stadien finanziert werden, hast Du hier nun zum wiederholten Mal reingestellt.

Die hat allerdings nix mit dem zu tun, was Hertha als Ziel formuliert hat: unter die Top-6-Klubs und Deutschland zu kommen.

Es ist in Ordnung, wenn man alle Bedenken, die Wikipedia vermerkt hat – inklusive Wind und Regen in Bilbao – zusammenträgt. Auch wenn ich bei der selektiven Wahrnehmung immer Schmunzeln muss, dass alle Risiken, die Werksklubs wie VW (Dieselskandal) oder Bayer (Montesano) haben, die Risiken die Mäzenatenklubs wie Hoffenheim oder RB oder Hannover haben mit Eigentümern, die derzeit zwischen 74 und 78 Jahren alt sind, konsequent ausgeblendet werden.

Davon abgesehen sehe ich, hast Du keine Antwort, keine Einordnung darauf, dass der deutsche Hauptstadt-Klub eine Arena plant, die ein Fünftel von dem kostet, was in der englischen Hauptstadt für Fußballstadien ausgegeben wird.

Weiter lese ich keine Antwort darauf, warum allein in London gleich vier Fußballveranstaltungsorte geschaffen werden, die zeitgemäße Ansprüche der Zuschauer erfüllen wollen. Verbessert es Herthas Perspektiven im Kampf um Zuschauer, wenn man den Fans in Berlin diese Möglichkeiten vorenthält?

Entscheidend für das, was Hertha machen wird, sind die Mitglieder. Zum einen sind wir mal gespannt, was am 20. Mai auf der Mitgliederversammlung passiert. Davon unabhängig haben die Verantwortlichen zugesagt: Wie auch immer eine Stadionlösung aussieht: Die Hertha-Mitglieder werden darüber abstimmen.

Zur Wahrheit der Bedenkenträger gehört: Wer sagt: Lieber kein Risiko, es soll bitte alles im Olympiastadion bleiben, wie es war, der sollte auch die sich daraus ergebenden Ansprüche ehrlich formulieren: In der Bundesliga dabei zu sein, ist schön für Hertha. Wir haben aber keinen Ehrgeiz, was zu gewinnen, geschweige denn europäisch spielen zu wollen.

Wenn die Mehrheit der Hertha-Mitglieder das so wünscht, wird es so kommen.
Wenn die Vereins- und Geschäftsführung, die sich zum Leistungsgedanken und Wettbewerb bekennt, konsequent ist, wird sie sich dann zurückziehen.


Avatar
coconut
5. April 2019 um 17:27  |  684315

@ del Piero 5. April 2019 um 16:51
Jetzt fang bitte nicht auch du an Fakten zu verdrehen….
Zitat:
„Ist es nicht gerade die Stadt welche von Werder 6 Stellige Beträge für die Sicherung von Hoheitlichen Aufgaben der Kommune verlangt?“

Fakt ist, die Stadt Bremen verlangt von der DFL eine Kostenbeteiligung für den Einstaz der zusätzlich benötigten Polizeikräfte bei „Hochrisiko-Spielen“.
Wie nun gerichtlich festgestellt wurde nicht völlig grundlos….

#Stadion
Geht mir völlig am Allerwertesten vorbei. Solange noch nicht einmal feststeht, wo das Ding stehen wird, ist alles nur heiße Luft.

PS:
@Exil
Glückwunsch zum Klassenerhalt 👍
Der sollte jetzt fix sein.


Avatar
monitor
5. April 2019 um 17:38  |  684316

„Weiter lese ich keine Antwort darauf, warum allein in London gleich vier Fußballveranstaltungsorte geschaffen werden, die zeitgemäße Ansprüche der Zuschauer erfüllen wollen.“

Weil in London die Voraussetzungen dafür offensichtlich vorhanden waren und in Berlin nicht!


Avatar
Blauer Montag
5. April 2019 um 17:46  |  684317

Morgen ist der Aktionsspieltag „Ernährung und Gesundheit“!
https://twitter.com/HerthaBSC/status/1114089067984060417

Ein wichtiges Thema in meinen Augen – für Stadionbauer ebenso wie für Stadionverhinderer.


Avatar
psi
5. April 2019 um 17:56  |  684318

Der Kader für morgen ist immer noch geheim.🤭


Avatar
Exil-Schorfheider
5. April 2019 um 17:58  |  684319

Carsten
5. April 2019 um 17:03 | 684310

Diese Replik zeigt mir, dass Deine Meinung eben polemisch daher kommt, während die Skeptischen halt auch mal mit Zahlen argumentieren können.
Da geht es nicht um sie Experten, die Du anführst. Die stellt doch niemand in Frage. Man darf sich doch offenbar auch mal eine differenzierte Meinung bilden, als blind wie die Lemminge hinterher zu laufen, oder?

———-

@psi

Könnte es. Entschuldige bitte!

————

@coconut

Danke!
Morgen greifen wir in Frankfurt/Oder Platz drei an l.
Mein Platz im Oly bleibt also leer.


Avatar
psi
5. April 2019 um 18:00  |  684320

Mir ist das wurscht, Exil 😂
Meinetwegen braucht es keine Sprachveränderungen.


Avatar
Carsten
5. April 2019 um 18:12  |  684321

Schöne sache könnte interessant sein da ich gerade meine Ernährung umgestellt habe.
@Uwe deine Zeilen sind sehr gut zu lesen 📖, und für mich als Mitglied , würde wenn ich überhaupt kein Vertrauen in die Vereinsführung hätte die Schlussfolgerung heißen die verantwortlichen abzuwählen.
Fasenweise ließt sich das schon so als wenn einig hier im Block mehr Ahnung haben, als die von Hertha.


Avatar
Opa
5. April 2019 um 18:28  |  684322

@Uwe: Danke für die ausführliche wie auch schnippisch formulierte Replik:

Die hat allerdings nix mit dem zu tun, was Hertha als Ziel formuliert hat: unter die Top-6-Klubs und Deutschland zu kommen.

Das lese ich in dieser Deutlichkeit zum ersten mal. Ich hab bisher nur was vom „Abstand verkürzen“ gelesen. Aber ich las auch von felsenfesten Überzeugungen, man werde 2025 im eigenen Fußballstadion spielen. Schaunmermal. 😉

Es ist in Ordnung, wenn man alle Bedenken, die Wikipedia vermerkt hat – inklusive Wind und Regen in Bilbao – zusammenträgt. Auch wenn ich bei der selektiven Wahrnehmung immer Schmunzeln muss, dass alle Risiken, die Werksklubs wie VW (Dieselskandal) oder Bayer (Montesano) haben, die Risiken die Mäzenatenklubs wie Hoffenheim oder RB oder Hannover haben mit Eigentümern, die derzeit zwischen 74 und 78 Jahren alt sind, konsequent ausgeblendet werden.

Von mir aus muss keine dieser Körperschaften in der Bundesliga spielen, die den von Mitgliedern getragenen Vereinen wie Frankfurt, Bremen oder Hertha die Plätze am Futtertrog wegnehmen. Solche Körperschaften haben ihre Herausforderungen, wir haben unsere, das kann man m.E. nicht miteinander vergleichen, weshalb ich auch nichts ausblende, sondern schlicht darauf verweise, dass wir uns mit Vereinen auf Augenhöhe benchmarken müssen. Da hilft weder ein Blick in die Premier League noch zu den Mäzenaten- und Werksclubs. Das Ergebnis dieses Blickes ist, dass man dort trotz ebenfalls nicht vorhandenen eigenen Stadions offensichtlich bessere Arbeit leistet.

Davon abgesehen sehe ich, hast Du keine Antwort, keine Einordnung darauf, dass der deutsche Hauptstadt-Klub eine Arena plant, die ein Fünftel von dem kostet, was in der englischen Hauptstadt für Fußballstadien ausgegeben wird.

Weiter lese ich keine Antwort darauf, warum allein in London gleich vier Fußballveranstaltungsorte geschaffen werden, die zeitgemäße Ansprüche der Zuschauer erfüllen wollen. Verbessert es Herthas Perspektiven im Kampf um Zuschauer, wenn man den Fans in Berlin diese Möglichkeiten vorenthält?

Ich habe auch keine Antwort darauf, weshalb Berlin kein Disneyland oder Neuschwanstein hat oder warum wir zwei Zoos und drei Opern brauchen. Nur, was hat das mit Hertha zu tun? Arsenal, Chelski und Tottenham gehören alle drei Investoren. Mit denen und deren Bauvorhaben kann sich eine von einem e.V. getragene Hertha schlicht nicht vergleichen, ohne, dass es einigermaßen schräg wird. Oder ohne den Investor zu benennen.

Entscheidend für das, was Hertha machen wird, sind die Mitglieder. Zum einen sind wir mal gespannt, was am 20. Mai auf der Mitgliederversammlung passiert. Davon unabhängig haben die Verantwortlichen zugesagt: Wie auch immer eine Stadionlösung aussieht: Die Hertha-Mitglieder werden darüber abstimmen.

Wenn man über etwas abstimmen soll, muss man eine Grundlage haben, auf der man abstimmt, sonst kommt am Ende so etwas wie der Brexit oder das Tempelhofer Feld heraus. Es ist nicht an den Mitgliedern, diese Grundlage zu liefern.

Zur Wahrheit der Bedenkenträger gehört: Wer sagt: Lieber kein Risiko, es soll bitte alles im Olympiastadion bleiben, wie es war, der sollte auch die sich daraus ergebenden Ansprüche ehrlich formulieren: In der Bundesliga dabei zu sein, ist schön für Hertha. Wir haben aber keinen Ehrgeiz, was zu gewinnen, geschweige denn europäisch spielen zu wollen.

Wer garantiert denn, dass man mit mehr finanziellem Spielraum dauerhaft um die vorderen Plätze mitspielt? In Hamburg ist man an dieser Denke gescheitert. Sobald man da gegen den FC Watenbüttel gewonnen hatte, träumte, nein, fantasierte man vom Glanz vergangener Zeiten. Abstiege sind für Bundesligisten leider absolut realistische Szenarien. Der HSV hat Kühne, der zwar nur nörgelnd das Portemonnaie aufmacht, aber sein Investment nicht über die Klinge springen lässt. Aber wer rettet Hertha in einer ähnlichen Situation, wenn man sich den 200 Mio. € Betonklotz an den Hals gebunden hat? Vom Senat dürfen wir nichts erwarten.

Wenn die Mehrheit der Hertha-Mitglieder das so wünscht, wird es so kommen.
Wenn die Vereins- und Geschäftsführung, die sich zum Leistungsgedanken und Wettbewerb bekennt, konsequent ist, wird sie sich dann zurückziehen.

Würden Teile der jetzigen Geschäftsführung sich konsequent zum Leistungsgedanken bekennen, wären sie zudem längst nicht mehr da. Und so ganz unattraktiv dürfte der Job als Geschäftsführer bei Hertha nicht sein. Und wenn der eigene Anhang einem die Absolution erteilt, wenn es „nur“ Mittelmaß wird und sogar zwei Abstiege hintereinander verzeiht, ist das doch durchaus kommod.

Der Präsident hat ja wohl auch schon durchblicken lassen, dass das seine letzte Amtszeit ist. Insofern steht diese Frage ja so oder so zeitnah im Raum und hat mit dem Stadion weder direkt noch indirekt etwas zu tun. Und wessen Überzeugungskraft sich darauf beschränkt, anderen mit dem Rücktritt zu drohen, wenn man den bisher eher dünnen Informationen und Ergebnissen nicht traut, beeindruckt mich das jedenfalls nicht sonderlich. Ein Verein wie Hertha hat schon ganz andere Krisen und Führungskaliber überstanden.

Ich will es mal positiv formulieren: Ich lasse mich gern davon überzeugen, dass ein Investment in dieser Größenordnung sinnvoll und mit vertretbaren Risiken verbunden ist. Dafür bedarf es aber substanziellerer Antworten als die bisher gelieferten, solange die Anzahl der mit dem Stadionprojekt gescheiterten Bundes- und Zweitligisten ist immer noch größer ist als die der erfolgreichen. Und so lange muss ich halt Aussagen wie „Wir haben auf alles Antworten“ eben in die selbe Glaubwürdigkeitsstufe einordnen wie „Das Fanhaus ist Ende 2014 fertig“.

Glaub mir: Ich würde liebend gern die Werbetrommel für Herthas neues Stadion rühren und genauso engagiert für dieses Projekt schreiben. Das würde ich auch, wenn man mir u.a. meine Bedenken seriös und belastbar aus dem Weg räumt. Verweise darauf, was Milliardärsclubs in London machen, wecken allerdings eher mein Misstrauen. Und Drohungen aller Art gehen bei mir auch nicht als vertrauensbildende Maßnahme durch.


Avatar
Hainer
5. April 2019 um 18:36  |  684323

Hurdie hat es doch auf den Punkt gebracht, man stemmt ein Projekt was einem wenn es glatt läuft in 20 Jahren signifikante Mehrgewinne zu bringen die man in die Mannschaft stecken kann. Dieses Investment ist aber geeignet bei einer sportlichen Durststrecke oder einer globalen Finanzkrise den Verein in den Abgrund zu reißen, weil er keine Rücklagen hat.
Würde man jedes Jahr 10 Mio zusätzlich in die Akademie und junge Spieler stecken wäre das Renditeversprechen womöglich sogar höher.
Es muss doch erlaubt sein, die Frage nach der Sinnhaftigkeit zu stellen.


Avatar
Opa
5. April 2019 um 18:39  |  684324

@Hainer: Vorher müssen wir erst beantworten, warum wir Berlin Disneyland vorenthalten wollen 😉


Avatar
pathe
5. April 2019 um 18:39  |  684325

Das heutige Für und Wider von @Uwe Bremer und @Opa zum geplanten Stadionbau: Ganz großes Kino! Sehr lesenswert von beiden Seiten!


Avatar
King for a day
5. April 2019 um 18:51  |  684328

Jup, sollte mal bei Phoenix oder Jung & Naiv laufen 😉


Avatar
Hainer
5. April 2019 um 19:00  |  684329

@Opa
Die Antwort ist einfach: Daran sind der Senat und die Zugezogenen schuld.


Avatar
Blauer Montag
5. April 2019 um 19:05  |  684330

Wieso denn das jetzt Hainer 19:00?
Mickey und Donald wurden bereits vor der Gründung der Bundesliga mit der Luftbrücke eingeflogen und haben die Fahne der freien Welt in Berlin hochgehalten.


Avatar
Kamikater
5. April 2019 um 19:08  |  684331

@carsten
Merke: all Diejenigen, die keinen eigenen Plan haben, sind gegen jeden Plan, der vorgeschlagen wird.

Ob das
-neue Spieler und Trainer sind
(Argument: „Hertha kann doch eh nichts und versagt immer!“)
-Marketing
(Argument: „Hertha kann doch eh nichts und versagt immer!“)
-Stadionpläne
Argument: „Hertha kann doch eh nichts und versagt immer!“)

Man kann sich darauf verlassen.

@Fragen an die verzweifelten Zweifler

Welche Stadionplänen und entsprechenden Rechenwünschen werden denn Hertha als Hauptstadt mit neuen Vermarktungschancen und offensichtlich bestehenden Existenzangst gerecht, die nicht als zu groß bezeichnet werden?

30.000? 20.000? 10.000 Zuschauerkapazität?

Handelt es sich bei der von etlichen Blogjüngern gefeierten „Sachlichkeit“ nicht eher von einer typischen Phobie vor allem Neuen, die motorisch alles vernichten muss, was außerhalb der eigenen kleinen Welt liegt, die erwiesenermaßen von allen Bundesligisten größer gesehen wird.

Woran macht man das „All-In“ fest, wenn man gar nicht weiß, was „All“ ist und Schillers Wissen nicht hat?

Wo haben uns denn die derzeit handelnden Verantwortlichen im befürchteten Größenwahn jemals enttäuscht, dass diese Skepsis auch nur annähernd rechtfertigt?

Kann es u.U. sein, dass der Senat blockiert, was Hertha viel sebstbewusster hätte proklamieren müssen und dass Außenstehende neutrale Beobachter nicht über den Verein, sondern dessen Fans den Kopf schütteln?

Kann es sein, dass Hertha zu leise auftritt, um die vielen Fans zu erreichen, die vom Senat umd den Jaulenden genervt sind und diese angeblich sachlichen Kritiker uns Woche um Woche von der schlechten Laune auch noch die allerletzten genervte Fans vergraulen?

Ist hier im Blog außer den Nichtmehrscheibern, Carsten, Herthapeter, Uwe, Papa und etlichen Anderen überhaupt noch Jemandem bewusst, worum es eigentlich beim Stadionneubau geht, wie ihn @ub erneut sehr gut beschrieben hat?

Waurm gehen denn einige noch hin? Wollen die wirklich im neuen Stadion noch jubeln oder freuen die sich diebisch über jeden Punktverlust?


Avatar
Kamikater
5. April 2019 um 19:19  |  684333

@opa
Warum sollte man sich nicht mit den Bundesligisten oder internationalen Clubs vergleichen können.

Ob man einen Investor/Sponsor gefunden hat oder finden will, wird der nichts weiter als „Vergleichendes Marketing“ erwarten.

Dazu macht der Investor ein Benchmark. Nach Deiner Meinung ist das nicht möglich. Aber ich vermute bei Dir mal die Angst, keine Antworten auf die Frage zu haben: „warum bauen wir nicht einfach ein neues Stadion, dass den Anforderungen des Vereins gerecht wird und die Fans mal wieder hinter dem Ofen vorholt?“.


Avatar
Carsten
5. April 2019 um 20:39  |  684349

@Kamikater
Ich kann ja teilweise einige hier im Block ansatzweise verstehen, die gegen ein neues Stadion sind, aber mein vertrauen haben jedenfalls die verantwortlichen von Hertha, da sie die letzten Jahre meiner Meinung nach sehr solide gearbeitet haben im gegesatz zu den Kaosjahren.
Und es soll auch Menschen geben die grundsätzlich gegenüber etwas neuen negativ eingestellt sind, und das immer und immer wieder gebetsmühlenartig runter schreiben. Aber es kann doch kein zufall sein das in den letzten Jahren viele Vereine in Deutschland anfangen neue modernere Stadien anfangen zu bauen, alle zuviel Kohle glaub ich nicht ,oder selbstzerstörerischen Aspekt des Vereins glaube ich auch nicht.
Natürlich kann auch alles irgendwie schiefgehen aber die Risiken bestehen immer bei solchen vorhaben, aber ich gehe davon aus das die Risikominimierung oberste Priorität bei Hertha hat.
Und@Uwe hatte es auch in den letzten Tagen in seinen Artikeln sehr gut beschrieben und dargelegt worum es Hertha geht im stadionbau.
So nun aber ersteinmal genug vom Stadion, morgen steht ein super wichtiges Spiel an, vom Stellenwert für mich persönlich kommt dieses gleich nach einen Spiel gegen Union Berlin von der Präsenz. Würde mir einen klaren Sieg wünschen, naja Wunsch eben. HAHOHE


Avatar
Arno
6. April 2019 um 2:27  |  684377

Ich verstehe nicht warum der Heimvorteil angezweifelt wird. Der Heimvorteil ist ein empirischer Fakt.

Der Spiegel hat sich die Mühe gemacht dieses Thema genau zu beleuchten. http://www.spiegel.de/sport/fussball/heimvorteil-die-historische-datenanalyse-der-bundesliga-a-1068911.html
Der Artikel ist von 2015 und zeigt an wieviel Prozent der Mannschaften ihre Punkte zuhause geholt haben.

Und was sieht man? Hertha steht dort mit 58,6% auf Platz 14! Spitzenteams wie Dortmund oder Bayern sind unten zu finden weil sie auch auswärts viele Punkte holen und wenn man theoretisch alle Spiele gewinnt stünde man bei 50%.

Intersannt ist, dass Clubs wie Freiburg und Gladbach ganz oben auf der Tabelle stehen und somit den ein oder anderen Abstieg verhindern konnten

Anzeige