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Berliner Morgenpost
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(jl) – Good morning aus Los Angeles, das am heutigen Sonntag komplett von grauen Wolken bedeckt wird. Für den Nachmittag ist Regen vorhergesagt, was am Flair von Santa Monica aber wenig ändert. Das Palmen-Panorama am Ocean Front Walk ist legendär, die Pazifik-Brise tut ihr Übriges.

Der Landeflug auf diese „Mega-City“ hat mir ehrlich gesagt ein bisschen die Sprache verschlagen. Aus der Luft eröffnet sich ein endloser Teppich aus Häusern und Straßen, sodass einem fast ein wenig mulmig wird. So viel Stadt, so wenig Natur – ein krasser Kontrast, wenn man zuvor stundenlang über die weiten, fast unbesiedelten Teile der USA geflogen ist.

Zur Orientierung: In der Metropolregion L.A. leben rund 13 Millionen Einwohner. Verglichen damit wirkt Berlin wie ein Dorf.

Mitten in der Freak-Show

In Santa Monica, wo sich der Hertha-Tross eingerichtet hat, ist von diesem Gigantismus allerdings nicht mehr viel zu spüren. Hier dominieren kleine Häuser das Stadtbild, die Gebäude in Venice Beach erinnern sogar eher an bessere Gartenlauben. Ohne Frage: Santa Monica zählt zu den besseren Gegenden von Los Angeles.

Die Berliner landeten hier zwar erst am frühen Abend, wurden aber von tollem Wetter empfangen. Am Sonnabend schien die Sonne, und an der Strandpromenade war die Hölle los. Vor allem das Jungvolk wollte am Memorial-Day-Weekend ein bisschen auf den Putz hauen, dazu kamen die üblichen Heerscharen von Touristen.

Am Himmel kreuzten kleine Flugzeuge mit großen Werbebannern, am Boden flanierten die Freaks. Gesichtstätowierte Bademoden-Models, Countrymusiker im Reggaelook, Typen mit Teufelshörnern oder Frauen in Mittelalter-Gewändern – hier gibt’s offenbar nichts, was es nicht gibt. Wenn ein äußerliche verwahrloster Mann am Strand virtuos auf einem Flügel parliert und das Hippie-Mädchen im Hintergrund gedankenversunken mit ihrem Gymnastikreifen tanzt, weiß man, man ist in Venice.

Inspiration für Henrik Kuchno

Dass ich einen Stopp am weltberühmten Muscle Beach eingelegt habe, versteht sich von selbst. Ob sich Fitness-Coach Henrik Kuchno hier noch ein paar Inspirationen holt? Zum Mauerneinreißen (ihr wisst: das Motto der Tour lautet „tear down walls“) könnte das sicher nicht schaden…

Kraft tanken können Herthas Profis so oder so. Offizielle Termine stehen vorerst nicht an, stattdessen bekommen Salomon Kalou und Co. zum Beispiel eine Führung durch die Universal Studios. Am Dienstag steht dann eine Trainingseinheit in der Carr Intermediate School an, genauso wie der Besuch des Friendship Parks in Tijuana/Mexiko.

Treffen mit Hasselhoff

UPDATE: Am Samstagabend kam es offenbar zu einem Treffen der Mannschaft mit David Hasselhoff, Mr. Knight Rider und zugleich ewige Rettungsschwimmer von Malibu.

in Herthas Pressemitteilung heißt es dazu, Hasselhoff sei „extra angereist, um den Herthanern ihre Unterstützung auf der #TearDownWallsTour zuzusagen.“

„Sollte Trump wirklich eine Mauer bauen, dann werde ich diese zu Fall bringen, genau wie damals die Berliner Mauer“, kommentierte der Baywatch-Star die politischen Ereignisse in seinem Heimatland.“

Ob das nun ernst gemeint ist oder nur als großer Gag? Das beurteilt bitte selbst.

Schönen Abend.


34
Kommentare

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raffalic
26. Mai 2019 um 19:14  |  691028

Gold


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psi
26. Mai 2019 um 19:15  |  691029

Silber


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Blauer Montag
26. Mai 2019 um 19:28  |  691030

Bronze


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hurdiegerdie
26. Mai 2019 um 19:38  |  691031

Venice Beach ist so geil.

Geh mal vom Muscle Beach noch ein Stück runter zum Basketballfeld. Was die Jungs da spielen, ist der Wahnsinn und umsonst und draussen.


Uwe Bremer
Uwe Bremer
26. Mai 2019 um 19:39  |  691032

@PeterNiemeyer

neuer Cotrainer beim Aufsteiger FC Twente Enschede – die Morgenpost-Meldung – hier entlang


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psi
26. Mai 2019 um 19:45  |  691033

Dieses „Kräfte tanken“ hört sich gut an, abwechslungsreich und unterhaltsam, wünsche allen noch einige entspannte Tage. 😉

@U.Bremer
Dann wird P. N. vorläufig nicht bei Hertha anlanden? Wahrscheinlich gibt es keine entsprechende Aufgabe für ihn.


Uwe Bremer
Uwe Bremer
26. Mai 2019 um 20:09  |  691034

@psi

Niemeyer war über einige Zeit unschlüssig.
Finde ich noch einen Verein, wo ich die Karriere verlängern kann? Kann ich in Darmstadt, wie mir mal zugerufen wurde, nach Karriereende was werden? Wenn ja: was?
Ok, dann ging in Darmstadt nix – soll es künftig eher Richtung Trainer gehen oder in Richtung Manager? Oder was ganz anderes? Was denn?
Vielleicht mal ein Praktikum machen: So war Niemeyer u.a. bei Twente und (via Johnny Haitinga) bei Ajax Amsterdam.
Außerdem war Niemeyer immer wieder mit Hertha im Kontakt: Peter, was willst Du?

Ich glaube, dass es für Fußball-Profis, die solange sie zurückdenken können, immer relativ klare Leitplanken hatten (Ziel beim Verein ist Stammspieler zu werden, nach Verletzungen wieder Fitness zu finden/ eventuell sich für einen neuen besser bezahlenden Klub zu empfehlen/sich dort durchzusetzten/ Ziel Stammspieler zu werden usw.) diese Zeit unmittelbar nach Karriereende eine schwierige ist. So zwischen totaler Freiheit (endlich raus aus diesem ganzen Korsett mit Training, Reisen, Spielen usw.), neue Perspektiven sind möglich – und Bedenken: Was kann ich eigentlich, um perspektivisch gesehen einige Jahre Geld zu verdienen?

Nun bekommt Niemeyer einen Fuß als Cotrainer in der ersten Liga in Holland in die Tür – ich wünsche ihm alles Gute.


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psi
26. Mai 2019 um 20:24  |  691035

Danke für die Info.


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Kettenhemd
26. Mai 2019 um 20:41  |  691037

@ubremer welcome to the city of angels. Mit dem Wetter habt ihr echt Pech gehabt. Gersten war es noch super. Email if you need anything here. #SoCalHertha.


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26. Mai 2019 um 23:44  |  691038

#Europawahl…heute für einen kurzen Moment das Gefühl von den 70ern und 80ern wie einen flashback gespürt: Brandenburg als „Transitstrecke“ ..


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Exil-Schorfheider
27. Mai 2019 um 9:31  |  691041

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backstreets29
27. Mai 2019 um 9:47  |  691042

soviel zu „Politik hat im Blog nix verloren“


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Exil-Schorfheider
27. Mai 2019 um 10:26  |  691043

backstreets29
27. Mai 2019 um 9:47 | 691042

Einige dürfen eben, andere sollen nicht.
War sicherlich nur ein kurzes Aufstöhnen…


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wilson
27. Mai 2019 um 10:35  |  691044

Wenn ein äußerlich verwahrloster Mann am Strand virtuos auf einem Flügel parliert und das Hippie-Mädchen im Hintergrund gedankenversunken mit ihrem Gymnastikreifen tanzt, …

Boah ey!


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King for a day
27. Mai 2019 um 10:48  |  691045

Keine Politik im Blog?
Find ich gut. Somit Ruhe rund ums Thema Stadion. Hat schließlich auch mit dem Senat zu tun.


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Opa
27. Mai 2019 um 11:43  |  691046

Darf man statt kurz zu stöhnen sich auch räuspern, wenn es um bestimmte Themen gibt? 😉


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Blauer Montag
27. Mai 2019 um 12:06  |  691048

Bislang ist Kult-Schauspieler David Hasselhoff nicht als Hertha-Fan in Erscheinung getreten, nun aber empfängt er die Berliner in L.A…..
https://www.morgenpost.de/sport/hertha/article225363441/Herthas-Profis-treffen-David-Hasselhoff.html


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Etebaer
27. Mai 2019 um 14:20  |  691049

Ich Drück Berlin heut abend die Daumen fürs Derby.

Hertha plant das Stadion 15 Jahre zu spät – das hätte därr Dietherr noch machen müssen.
Ausserdem scheint die Planung Hertha zu bremsen.

Man wird sich mit wechselnden Platzierungen im unteren Bereich des Mitteldrittel anfreunden müssen, die mangels Investitionen, abseits der Talenteinbindung und billiger Ergänzungsspieler, Hertha im Ligavergleich eher zurückbleiben lassen, da es nicht gelingt durch erhöhte Transfereinnahmen (da diese ausbleiben) zusätzlich Begleitinvestitionen in herausragende Spielerqualität zu erbringen, weswegen die Wertzuwachsspirale ALLER Spieler, die ausserordentlichen sportlichen Erfolg begleitet, stockt und Hertha mehr und mehr ins hintere Mittelfeld abrutscht, während Hertha die derzeitige praktisch unregulierte Transferpreisinflationsphase nicht zu nutzen versteht.

Ich seh den Einnahmenhöhepunkt als fast erreicht an, da die Bundesliga ausserhalb irgendwelcher Restnischen für Mittelklasseteams ohne Weltruf nur wenig Interesse weckt, im Vergleich zu den Top Dog Klubs aus den Top Dog Ligen und je nach Entwicklung bei den CL-Klubs und den dräuenden Reformen (Erpressungen) könnte es schon bald (noch 1 oder 2 weitere Reformen) kollabierende Aufmerksamkeits- und nachfolgend Einnahmesituationen geben.

Ich wünsch Hertha alles Gute auf seinem Weg und verdrück mich damit!

Auf den Sport!


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Opa
27. Mai 2019 um 14:25  |  691050

@Etebaer: Dir wird sicher gleich vorgeworfen, dass Du einfach nur zu ängstlich und zu negativ seist 😉 Aber vielleicht hält man sich ja auch an das Motto der Sommerpause? 😀


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Blauer Montag
27. Mai 2019 um 14:46  |  691051

Ich teile Etes Sicht, dass der Einnahmenhöhepunkt fast erreicht ist. Mir fehlt schlicht die Fantasie, dass sich die aus den Einnahmen zu zahlenden Ablösesummen für Topspieler in den kommenden 5 Jahren noch einmal verdoppeln könnten.


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Blauer Montag
27. Mai 2019 um 14:50  |  691052

Was tut sich gerade auf der Baustelle des SC Freiburg am Wolfswinkel?
Kuckstu 😮
https://stadion.scfreiburg.com/baustelle/baustellen-cam/


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Paddy
27. Mai 2019 um 14:53  |  691053

@Blauer Montag
27. Mai 2019 um 14:46 | 691051

…sinken werden diese im oberen Segment allerdings auch nicht mehr, denn Spieler sind in der heutigen Zeit „Anlagevermögen“ welches wachsen soll und ohne solche Denke werden sich auch die „Scheichs“ aus diesem Metier zurückziehen… wobei es für diese Scheichs in deren Augen nur Peanuts sind, aber was weiß ich schon, soviel Geld habe ich noch nie besessen und werde es wohl auch nicht 🙁 …


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Opa
27. Mai 2019 um 14:59  |  691054

Was die Einnahmeprognose angeht, so hab ich schon noch genug Phantasie, dass sich noch höhere TV Gelder generieren lassen, indem man die Rechte noch mehr diversifiziert. Ob der Markt der Konsumenten das schlucken wird und sich diese Gelder somit refinanzieren lassen, steht auf einem anderen Blatt. Schon heute gibt es reichlich sky Abonnenten, die keinen Eurosport Player für 10 € im Monat dazubuchen wollen. Wenn noch zwei, drei Rechtepakete vergeben und andere Anbieter wie DAZN, Netflix, Amazon o.ä. auf den Markt drängen, dann geht für die Einnahmesituation der Clubs durchaus noch etwas. Besseren Fußball bedeutet das aber nicht, denn bekanntermaßen „schwimmen die Schiffe nur höher“. Der deutsche Konsument hat lange mit dem Pay TV gefremdelt, Erfolg verzeichnete dies nach weit mehr als einem Jahrzehnt erst, als man nicht mehr mit langen Laufzeiten geknebelt und mit Mondpreisen abgezogen wurde.

Die europäische Superliga wird so oder so eines Tages kommen und die Bedeutung der nationalen Ligen zurückdrängen. Das wird ein schleichender Prozess, der der Spur des Geldes folgen wird. Umso wichtiger ist es, einmal mehr die nicht unwesentlichen potentiellen Risiken bei langfristigen Investitionen auch vor diesem Hintergrund zu beleuchten. Spieler kann man verkaufen, Verträge auslaufen lassen, aber ein Stadion, dessen Finanzierung über zwei Jahrzehnte oder länger läuft? Aber generell bräuchte man ja erstmal ein Grundstück 😉


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Opa
27. Mai 2019 um 15:03  |  691055

@Paddy: Der Marktwert der Spieler ist heute nirgendwo im Anlagevermögen aktiviert, wir hatten bereits ausführlich darüber diskutiert, weshalb das so ist. Die Spieler werden zum Wert der gezahlten Ablöse abgeschrieben. Der Marktwert bildet sich nur in sog. „stillen Reserven“ ab, die jedoch nicht in der Bilanz auftauchen.


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Kamikater
27. Mai 2019 um 15:07  |  691056

@Union
Mal gucken, ob die ihren heutigen Elfmeter nutzen oder sich wie zuletzt im entscheidenden Moment als zu dämlich anstellen.

Ich drücke mal die Daumen für mehr Erstigaberlin.


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Blauer Montag
27. Mai 2019 um 15:20  |  691057

Vollkommen korrekt Opa 15:03.


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Bussi
27. Mai 2019 um 15:25  |  691058

@Opas Märchenstunde … 🙊😂
„Schon heute gibt es reichlich sky Abonnenten, die keinen Eurosport Player für 10 € im Monat dazubuchen wollen.“

… anstatt sich mal zu informieren 😜
https://promo-de.eurosportplayer.com/promo/football/Bundesliga-live-bei-Eurosport?utm_campaign=player-germany-prospect-football-bundesliga&utm_medium=referral&utm_source=eurosport.de&utm_content=promoevent-content-button-subscribe


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Bussi
27. Mai 2019 um 15:30  |  691059

und ich werde heute Union : VfB gucken … dank der von mir gezahlten Jahresgebühr von 25 € für den Eurosportplayer 🎅


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Papa Zephyr
27. Mai 2019 um 15:39  |  691060

ja – den 25,- Euro Tip habe ich letzten Sommer auch wahrgenommen – und umgesetzt.
Allerdings habe ich Hertha auch nur einmal auf Eurosport geschaut – muss wohl das Spiel gegen Gelsenkirchen gewesen sein.
– denn gegen Bayern am Freitag Abend September war ich im Stadion 🙂


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Paddy
27. Mai 2019 um 16:00  |  691062

@opa genauso war es auch von mir gemeint, zwischen den Zeilen lesen können nur wenige, aber Du gehörst mit dazu 🙂 , daher lasse ich auf die meinen auch nichts kommen, die die mich auch so verstehen können 🙂

…sehen hier viele anders, aber zwischen dem, was gesagt und dann auch gemeint ist mit den verwendeten Worten sind immer 2 Paar Schuhe, es ist ein einfaches Sender/Empfänger-Problem in der heutigen Zeit und besonders, wenn man die Mimik und Gestik zu den geschriebenen Worten nicht sehen kann… dieses Problem hat sich die heutige Gesellschaft allerdings selbst zuzuschreiben…


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Opa
27. Mai 2019 um 19:34  |  691075

Na Bussi, da haben wir beide prozentual um die selbe Marke daneben gelegen. Ich hab 100 % auf den Monatspreis raufgeschlagen, der Jahrespass kostet aber 100 % mehr, als Du gesagt hast. Sind wir quitt?


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Bussi
27. Mai 2019 um 19:53  |  691077

nö @Opa, du bekommst den Jahrespass jetzt für 21,76 € – diesmal dann über die polnische Seite 😉 und bei Sky zahlt wer den vollen Preis ? 🙊


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Paddy
27. Mai 2019 um 19:59  |  691078

@Bussi
…aber nicht, dass man dann plötzlich den Jahrespass für Union hat 😀 😛

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