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(db) – Die Wintersonne scheint über Berlin, beste Bedingungen für das einzige öffentliche Training der Woche vor dem Auswärtsspiel am Freitag bei Eintracht Frankfurt. Nach der Übungseinheit mit 20 Feldspielern trat Co-Trainer Alexander Nouri vor die Presse und sprach über…

… seinen Beginn in Berlin: In so eine Situation reinzuspringen hat natürlich viel mit Arbeit zu tun, aber es macht Spaß einfach wieder auf dem Platz zu stehen, mit den Jungs zu arbeiten, sich Gedanken ausschließlich um Fußball zu machen.

… wie der Kontakt mit Klinsmann kam: Er hat mich Montag Abend angerufen, gefragt ob ich mir vorstellen könnte so ein Projekt zu begleiten, ich habe sofort Bereitschaft signalisiert und musste ein bisschen warten bis die Gespräche fortgeschritten waren. Es hat sich dann so ergeben und ich bin natürlich froh drum.

.. woher Sie sich kennen: Ich habe ja selber auch eine Vergangenheit in den USA, habe bei den Seattle Sounders gespielt, war 1999 ausgeliehen von Werder Bremen. Das Interesse war immer da auch in dem Markt, ich habe mich informiert wie Vereine in der MLS arbeiten und selber gute Kontakte. Bei Los Angeles FC und Galaxy war Jürgen bereit mir zu helfen. Olli Bierhoff hat den Kontakt hergestellt, ich habe mir ein Programm für drei Wochen in USA zusammengestellt, das war vor über 2 Jahren.

… wie das Treffen mit Klinsmann ablief: Wir haben uns in LA ein paar Mal getroffen, hatten sehr sehr gute Gespräche, Dinge, die wir ähnlich gesehen haben im Fußball, was die Ideen betrifft, Führungsaspekte, die unheimlich an Bedeutung gewonnen haben. Seitdem waren wir immer in Austausch.

… was die gemeinsame Idee ist: Erfolgreich zu sein und Spaß zu haben. Fleiß und Beharrlichkeit sind Tugenden, die jetzt gefragt sind. Sich für nichts zu schade zu sein, sich nicht in Vordergrund zu drängen. Wir arbeiten im Team, ja, und es macht unheimlich Spaß.

… ob Umschaltspiel wie gegen Dortmund nun der Plan ist: Wir müssen sehen, hatten da erst drei, vier Trainingseinheiten… Wir müssen die Jungs besser kennenlernen, da hilft uns jedes Training zu verstehen, wie ist Ansprache bei jedem Spieler, wo kann Potenziale noch entwickeln, dass werden wir Stück für Stück abarbeiten gemeinsam mit Jungs, da freuen wir uns drauf.

… die Aufgabenteilung im Trainerteam: Wir erarbeiten die Trainingseinheiten gemeinsam, natürlich ist Jürgen der Chef und hat das letzte Wort, er entscheidet was wir umsetzen, wir schlagen Dinge vor.

… die Lautstärke auf dem Platz: Kommunikation ist natürlich wichtiger Aspekt, um Kompaktheit zu haben, um gewisse Abläufe zu implementieren. Sich gegenseitig zu helfen und zu coachen ist elementar auf dem Niveau, um immer die Abstimmung zu haben. Von daher ein Kernaspekt, den wir permanent einfordern, klar

… welche Schwerpunkte gelegt werden: Es gibt in allen Bereichen noch Potenziale, die wir entwickeln können, ob das in der Offensive ist, Lösungen zu haben oder in der Defensive Räume zu schließen, Zahlenverhältnisse zu optimieren. Das sind einige Aspekte unserer Arbeit. Aber auch mit den Jungs zu sprechen, Selbstvertrauen zu geben, weil wir grundsätzlich überzeugt sind, eine gute Mannschaft zu haben.

… den Zustand  der Mannschaft: Ich kenne die Situation auch aus Bremen, wenn Resultate nicht so sind wie vorgestellt arbeitet der Kopf, wir müssen jetzt in Handeln kommen, klare Vorgaben haben wonach sich die Spieler richten können. Aber ist natürlich ist es auch Aspekt nicht zu viel nachzudenken, sich Automatismen sich zu erarbeiten, aber man braucht auch Geduld.

... seine Perspektiv in Berlin: Ganz ehrlich: Für mich ist es so, dass wir einfach gut arbeiten wollen, alles reinhauen. Was sich hintenraus ergibt, hängt von Ergebnissen ab. Dann kann man sich natürlich auch alles vorstellen, es ist eine fantastische Stadt, ein Wahnsinns-Verein, es macht unheimlich Spaß im Team.

… den nächsten Gegner Frankfurt: Ich war auch in Mainz, habe mir das Spiel angeguckt, Es ist eine Mannschaft, die in der Entwicklung sehr weit ist, sie haben sehr gute Muster im Spiel, wissen genau wie sie aufbauen wollen gegen drei Spitzen, zwei Spitzen, haben einen klaren Plan. Das sieht man einfach, dass sie eine gute Abstimmung haben, im Prozess deutlich weiter sind. Deswegen wird das eine interessante Aufgabe. Aber du kannst jeden schlagen, das müssen wir uns erarbeiten dieses Selbstverständnis, dieses Selbstvertrauen. Das geht nur über Fleiß und Beharrlichkeit.

… Arne Maier: Wir haben grundsätzlich genug in der Breite. Er war lange verletzt, muss Geduld haben seinen Rhythmus zu finden, wir werden ihn da unterstützen. Er ist ein wichtiger Spieler für uns, wir müssen Geduld haben und sind im engen Austausch mit der medizinischen Abteilung, den Athletik-Trainer. Wir nehmen jeden mit und helfen alle, um die beste Version auf den Platz zu bringen.

Training am Mittwoch nicht öffentlich.


68
Kommentare

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Megman
3. Dezember 2019 um 16:30  |  712171

Ha !


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Dahnuta
3. Dezember 2019 um 16:31  |  712172

Ho!


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Carsten
3. Dezember 2019 um 16:35  |  712173

He!


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Colossus
3. Dezember 2019 um 16:35  |  712174

Hertha BSC!


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Lay-Z
3. Dezember 2019 um 16:42  |  712176

Der Meister von der Spree!


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hurdiegerdie
3. Dezember 2019 um 17:09  |  712177

Der neue Blogpapi, hehe


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Helli
3. Dezember 2019 um 17:28  |  712178

Gefällt mir der Nouri!


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psi
3. Dezember 2019 um 17:30  |  712180

Frankfurt muss wegen einer roten Karte auf Kohr verzichten. Überhaupt handelten sich die Frankfurter in letzter Zeit rote Karten ein. Wird wohl ein Kampfspiel werden, zimperlich sind die nicht.
Hoffen wir, dass die nächsten Trainingseinheiten was bringen, und sich unsere Mannschaft Stück für Stück verbessern kann.
Laufbereitschaft und Kampfbereitschaft waren ja schon vorhanden.


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NORDBERLINER
3. Dezember 2019 um 17:38  |  712182

Lay-Z 3. Dezember 2019 um 16:42 | 712176
Der Meister von der Spree!

Nee, leider nicht mehr 🙁
0:1 gegen Köpenik


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Carsten
3. Dezember 2019 um 17:56  |  712185

Und wenn es ganz bescheiden läuft, ist der Club aus Köpenick nächste Saison der einzige Bundesligist aus Berlin.😎


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blauweiss
3. Dezember 2019 um 17:57  |  712186

Am Ende der Saison wird abgerechnet! 😬


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Hertha_0701
3. Dezember 2019 um 18:31  |  712187

Seit vielen Jahren bin ich stiller Mitleser dieses großartigen Hertha-Blogs und wollte das eigentlich auch bleiben. Aufgrund der aktuellen Ereignisse habe ich mich aber nun doch zu einer kurzen Wortmeldung entschlossen. Im Moment befinde ich mich in einer Art Schockstarre. Uwe Bremer und Immer Hertha – das ist doch eigentlich wie Pech und Schwefel, dachte man. Nun verlässt Herr Bremer das (hoffentlich nicht sinkende) Schiff. Ich finde das sehr, sehr schade und bin traurig. Ich wünsche Ihnen für Ihre neuen Aufgaben alles Gute und genauso ein feines Händchen, wie Sie es in diesem Blog hatten.
Danke.


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Colossus
3. Dezember 2019 um 18:59  |  712189

Nouri machts Spaß? Is doch schön. Ich hab auch ne Menge Spaß gehabt in dieser bisherigen Saison. 😉


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frankophot
3. Dezember 2019 um 19:53  |  712190

„Wir müssen in Laufwege investieren“, ruft Alexander Nouri am Dienstag während des Trainingsspiels, und er wiederholt diese Aufforderung direkt danach.

Johoo… `n bisken loofn wär janz dufte, wa.


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ursula
3. Dezember 2019 um 20:09  |  712192

…man sollte aber auch wissen,
wohin man `n bisken loofn könnte…

Datt, nur datt wär janz dufte, wa!

# Laufwege


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alte Dame
3. Dezember 2019 um 20:14  |  712193

Naja, wenn ich die Laufwege unserer Truppe in den bisherigen Spielen gesehen habe dann hat er verdammt recht!


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Carsten
3. Dezember 2019 um 20:21  |  712194

Ist witzig wenn Fußballspieler lauffaul sind.😎


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TF-Fan
3. Dezember 2019 um 20:22  |  712195

Ich wüßte wirklich nicht, was HBSC jetzt hätte besser machen können.

Alle Einwände hier im Blog sind berechtigt, aber wenn dieses Trainerteam seine Arbeit ernst nimmt, wird es das beste aus dem Team herausholen können was geht. Oder die sind alle unfähig… IMHO spielen die nicht vorhandenen Erfahrungen im Abstiegskampf von JK und das Pech auf den letzten Trainerstationen von AN keine Rolle. So ein großes und professionelles Team gab es hier bisher noch nicht und wenn alle Räder ineinandergreifen sollte – dann doch noch so früh in der Saison – der Abstieg verhindert werden können.

Und dann kommt ja noch die Winterpause und man kann nochmal zuschlagen, per Leihe oder Kauf, wie auch immer, da werden wir noch unten rauskommen. Jede Wette!

Einfach nicht verzagen, ein bisschen entspannen, durchatmen und die Adventszeit genießen. Ha Ho He


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frankophot
3. Dezember 2019 um 20:28  |  712196

Advent, Advent, im Herthastrafraum brennt´s…


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frankophot
3. Dezember 2019 um 20:30  |  712197

oder auch: Erst eins, dann 2 dann 3, dann 4…


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ursula
3. Dezember 2019 um 20:33  |  712198

@ Carsten

„Lauffaul“ oder „Richtige
Laufwege“ sind zwei ganz
verschiedene Nikolausstiefel…


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Dd.
3. Dezember 2019 um 20:37  |  712199

In meinen Augen eine gute Analyse unsere jetzige Situation:
https://www.11freunde.de/artikel/kann-klinsmann-im-abstiegskampf-funktionieren/page/1


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Carsten
3. Dezember 2019 um 20:43  |  712200

@ursula Da unsere Mannschaft generell nicht unbedingt viel läuft, liege ich nicht ganz so verkehrt.😉


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ahoi!
3. Dezember 2019 um 21:02  |  712201

Soso, Klinsmann und Nouri kennen sich aufgrund einiger Gespräche. Davon, dass sich Klinsmann auch nur einmal angeschaut hat wie Nouri auf dem Platz und mit der Mannschaft arbeitet, ist nirgendwo etwas zu lesen oder zu hören. Auch in seinen Aussagen (oben) kommt Nouri leider über ein paar Plattitüden nicht hinaus:

Erfolgreich sein. Spaß haben. Fleiß und Beharrlichkeit. Offensive Potenziale entwickeln, defensive Räume schließen….

Ich lese da nüscht über ein Konzept, eine konkrete Spielidee, taktische Vorgaben. Habe mir daher heute mal ein altes Interview mit Nouri angehört….

https://www.youtube.com/watch?v=GyKVa8OHVv8

Auch da vor allem Floskeln: Mutig sein, bestmöglich vorbereiten, positive Entwicklung mitnehmen, Ergebnisse erzielen. Nie wird Nouri wirklich konkret. Stimmt mich schon etwas skeptisch. Ich kenne da ein paar Trainer, die in Interviews wesentlich deutlicher, detaillierter werden…


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apollinaris
3. Dezember 2019 um 21:10  |  712202

Ja, der von @ dD verlinkte Artikel der 11freunde ist sehr angenehm : kritisch, sachlich, nüchtern – aber wohltuend fair und respektvoll. Angesichts einiger ziemlich dämlich und frech daherkommenden Schnösel- Journalisten , ein kleiner Leuchtturm im Meer der Klugscheisserei und Spötterei.Erinnert mich ein bissl an @ Uwes Herangehensweise.


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ursula
3. Dezember 2019 um 21:21  |  712203

@ Nouri und @ Carsten

Wenn man z. B. aus einem evtl.
vorhandenen Mittelfeld (!?) über
kurz oder lang auch „Vertikales
Spiel“ aufziehen „möchte“, müsste
man eigentlich (!!??) nicht so viel
laufen, aber RICHTIG, resultierend
Laufwege, die der Hertha fehlen…

Wobei Spitzenmannschaften, um
richtig, wichtig erfolgreich zu sein,
auch VIEL MEHR laufen als unsere
Hertha, there is no doub about it!

Nächtle!


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Lupus Hildesheim
3. Dezember 2019 um 21:26  |  712204

Hätte Ihn gerne kennen gelernt den U.B. Sehr schade, dass er geht. Hoffentlich bleibt er dem Blog erhalten. Allein das Wort “ Blogtugend “ wird mir fehlen, genau wie seine wirklich informativen Hintergrundinformationen. Er hatte oder besser hat einen wirklich guten Musikgeschmack. Deshalb für ihn ein Lied, dessen Titel hoffentlich nicht für ihn zutrifft. Alles Gute Uwe Bremer und ich hoffe, Sie bleiben Hertha treu. https://www.youtube.com/results?search_query=between+mountains+into+the+dark


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psi
3. Dezember 2019 um 21:54  |  712206

Um Laufwege einzuüben, muss JK erstmal rausfinden, welche Spieler er einsetzen möchte, welche Spieler seinen Ansprüchen genügen.
Schwachstelle DM, bin gespannt, wie das Problem gelöst wird.
Wenn jedesmal eine andere Elf auf dem Platz steht, wird es schwierig mit eingeübten Laufwegen.


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3. Dezember 2019 um 22:23  |  712207

Frischeste Kost aus der Küche Eures Vertrauens!

*DaWa 129 – Manager auf Abruf*

Eines Erdbebens gleich ging ein Ruck durch den geliebten Verein. Das Trainerteam um Ante Covic wurde freigestellt und ein schillernder Ex-Weltmeister und -Nationaltrainer, sowie aktuelles Aufsichtsratsmitglied, erschien als strahlender Ritter samt üppigem Hofstaat – Jürgen Klinsmann! Und Ex-Herthaner Arne Friedrich wird Team/Performance Manager – aber wofür und vor allem warum? Und was macht der Lange jetzt? Und der Lars?!

Nach nur drei Tagen Training stellte man sich wacker den angeschlagenen Borussen aus Dortmund um den wankelmütigen Lucien F. – und hat nun weiter viel Arbeit vor sich.

Quasi nebenbei und fast geräuschlos verabschiedete sich mit Uwe Bremer ein Berliner Journalisten-Original (vorerst) aus dem Presserummel um Hertha. Geräuschlos?! Nicht mit uns! Wir lassen ihn nochmal ordentlich hochleben!

Zwischendurch schweifen wir ab.

Link: http://www.damenwahl-podcast.de/2019/12/03/dawa-129-manager-auf-abruf/


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Traumtänzer
3. Dezember 2019 um 23:01  |  712208

#Laufwege #Laufarbeit
Klar, sind das mitunter verschiedene Paar Schuhe. Wer viel läuft, läuft vielleicht nicht unbedingt richtig. Und wer wenig läuft muss nicht zwangsläufig erfolglos sein. Bei Hertha sind es halt die negativen Aspekte, die zusammen kommen, finde ich. Es wurde wenig Laufarbeit investiert, dann teilweise falsch gelaufen und obendrein war es meistens eben auch nicht erfolgreich. Am Samstag war es so, dass immerhin viel Laufarbeit investiert wurde und ich finde, es hat sich auch ausgezahlt, weil eben Dortmund trotz besserer individueller Klasse nicht schalten und walten konnte wie sie vielleicht wollten. Wie dann richtige Laufwege aussehen, haben wir dann allerdings bei den zwei Gegentoren in 3 Minuten gesehen. Aber die kannst du in dem Tempo auch nur umsetzen, wenn du auch die technischen Fertigkeiten dazu hast. Die würde ich der aktuellen Hertha zu einem Gutteil aber absprechen. Trotzdem fand ich den betriebenen Aufwand richtig, weil im Prinzip einfach nur lauffaul sein und auch verlieren, ist für mich keine Alternative. Das wirkt immer etwas wie „wir lassen einfach alles mit uns machen“. Das war Samstag zum Glück nicht der Fall. Wir haben Dortmund ein paar Mal mit unserer Laufarbeit durchaus in Verlegenheit gebracht. Aber klar, es ist auch hier immer ein schmaler Grat zwischen Aufwand und Effektivität. Das sehe ich schon auch. Mir ist es aber lieber, wir sind selbst im Spiel etwas aktiver und haben damit vielleicht auch eine größere Chance, etwas Zählbares zu erreichen. Das muss dann halt nur auch passieren, sonst schlägt das motivatorisch ins Gegenteil um, wenn man viel UND sogar richtig rennt, aber die Pille zappelt trotzdem nicht im gegnerischen Netz. Schlimmer noch, wenn sie nur in unserem Netz zappelte….


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Blauer Montag
3. Dezember 2019 um 23:20  |  712209

Du hast hoffentlich noch Gelegenheit, Uwe Bremer kennen zu lernen Lupus Hildesheim
3. Dezember 2019 um 21:26 | 71220

Vielleicht beim nächsten immerhertha Stammtisch
um 19 Uhr am Mittwoch 11.12.2019

im Leuchtturm
Crellestraße 41, 10827 Berlin

Die Termine für Januar 2020 werde ich zeitnah bekannt geben.


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ursula
3. Dezember 2019 um 23:46  |  712210

Na ja @ Traumtänzer, Du schreibst
neuerdings SEHR viel, aber man, ich
muss mit Deinen Interpretationen
anderer, indirekt zitierter Beiträge,
nicht unbedingt konform gehen…

Ich stimme leider mit Deinen letzten
Beiträgen, Deiner neuen Quantität,
fußballerisch kaum noch überein!

Leider, ganz im Gegenteil zu früher!

Nächtle!


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immer dabei
4. Dezember 2019 um 0:01  |  712211

Durch die Darstellung von Nouri ist nun auch mehr oder weniger offiziell, was bisher zwar offensichtlich, aber nicht mit Sicherheit bekannt war. Es gab am Montag schon Gespräche mit Klinsmann, während die Trennung von Covic erst Mittwoch bekannt gegeben wurde. Mal wieder keine gute Außendarstellung des Vereins.


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ursula
4. Dezember 2019 um 0:12  |  712212

Tja…

Nu abba!!


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TF-Fan
4. Dezember 2019 um 1:20  |  712214

@immer dabei Ehrlich? Darauf lege ich überhaupt gar keinen Wert. Es war doch seit längerer Zeit klar, dass – wenn keine Erfolge kommen – irgend etwas passieren wird… und dass man permanent immer, im Vorfeld und nach jedem Spiel, alles hinterfragt und sich intern abstimmt, oder auch immer mal wieder ‚perspektivischen‘ Kontakt zu Dritten aufnimmt, würde ich als vollkommen normal bezeichnen. Also in einem Konzern ist das jedenfalls so vollkommen normal.


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monitor
4. Dezember 2019 um 1:55  |  712215

@immer dabei
Hör Dir mal den Damenwahl-Podcast an, wo sich verschiedene Menschen des Hertha Kosmos kongenial austauschen. Für @ub war es übrigens sein letzter Arbeitstag, wie ich gerade nach 1:44h erfahren habe.
Dort erfährst Du mit welchem zeitlichen Vorlauf solche Situationen gehändelt werden.
Ist echt irre, was wir gerade mit Klinsmann hier erleben. Ich hoffe, es ist auch sinnvoll! 😉
An @Damenwahl:
Es war ein tolles Gespräch. Leider schweift Ihr immer ab! 😉


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monitor
4. Dezember 2019 um 2:17  |  712218

Ich glaube der Blog hier geht genau so ein, wie seinerzeit der von der BZ, als Cassandra da die Wortführerschaft hatte. Wer hat schon soviel Energie und Lust, das Ding hier immer wieder anzutreiben und die Spanischen Noten und Kollegen langsam heraus zu ignorieren.
Uwe Bremer verläßt die Mottenpost und ob seine Nachfolger Bock auf solche Zusatzbelastungen haben, bezweifel ich.
Das erinnert mich an die Zeit, bei der im TSP Forum beim Thema Sport plötzlich voll Ebbe war und ich hier bei ImmerHertha alle wieder getroffen habe!
Vielleicht gibt es so was ähnliches für mich ja nochmal. Laßt uns bitte wissen, wo sich die Truppe neu gefunden hat. 😉

Am besten wäre, wir können hier bleiben und uberemza und alorenza machen hier die Besserwissenden! 😉


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TF-Fan
4. Dezember 2019 um 2:35  |  712221

@monitor das glaube ich aber nicht. Aber eigentlich wäre der Blog bestimmt noch viel lebhafter, wenn in dieser Interessengemeinschaft jeder die Möglichkeit hätte eigene Threads oder Beiträge zu eröffnen, bzw. eine Hertha Wiki aufzusetzen mit Diskussion, Blog und Archiven/Rubriken. Ich denke immer an die tolle Hertha-Homepage, bevor Hertha eine hatte. Das waren auch Fans mit einer tollen und informativen Seite. Die Welt geht weiter und Dank Administratorenkonzept könnten hier viele Leute mitmachen. Die Kosten sind überschaubar, wir betreiben ein RZ, ich kenne den Rahmen einer solchen Lösung. Rechtlich ist das natürlich noch was anderes – aber grundsätzlich sollte niemand Angst haben, dass der Blog hier eingeht. Ihr würdet etwas neues und besseres schaffen können, da bin ich mir sehr sicher.


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monitor
4. Dezember 2019 um 3:26  |  712225

@TF
Du betreibst ein Rechenzentrum, @ub hat einen Raubtierzirkus gebändigt. Alle Raubtiere haben da miteinander gekämpft, wurde es zu doll, trat @ub auf den Plan.
Ist so ein bißchen wie mit den Schiris auf den Amateurplätzen. Wenn @ub hier reingeflucht hat, war man mindestens beeindruckt. Andere können Karten zucken und werden einfach über den Haufen geboxt!
#Respekt! #Ausstrahlung!
Das hat nichts mit Technik zu tun! 😉


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monitor
4. Dezember 2019 um 3:47  |  712226

Und TF,
hier waren wohl überwiegend ältere Herschafften aktiv, so wie ich.
Das war quasi mein allabendlicher Stammtisch, an den mich setzen konnte, ohne Verpflichtung etwas beizutragen.
Ich fand schon die Twitter/Instragram/Facebook Hinweise/Links extrem nervig, weil ich dieses Geschäftsmodell nicht aktiv unterstütze. Aber wenn Dein Vorschlag:
„eigene Threads oder Beiträge zu eröffnen, bzw. eine Hertha Wiki aufzusetzen mit Diskussion, Blog und Archiven/Rubriken“ dann ist das kein Stammtisch mehr, an dem man sich zur Entspannung dazusetzt und etwas beiträgt oder nur zuhört, wie es ja viele Mitleser auch gemacht haben. Dann wäre das etwas, was ich als übertriebene Anstrengung zur Selbstdarstellung sehen würde. Typisch Internet, völlig kontraproduktiv hinsichtlich Entspannung!
So hat halt jeder sein Bedürfnis.


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4. Dezember 2019 um 8:34  |  712232

DaWa 129 – Manager auf Abruf

Einem Erdbeben gleich ging ein Ruck durch den geliebten Verein. Das Trainerteam um Ante Covic wurde freigestellt und ein schillernder Ex-Weltmeister und -Nationaltrainer, sowie aktuelles Aufsichtsratsmitglied, erschien als strahlender Ritter samt üppigem Hofstaat – Jürgen Klinsmann! Und Ex-Herthaner Arne Friedrich wird Team/Performance Manager – aber wofür und vor allem warum? Und was macht der Lange jetzt? Und der Lars?!

Nach nur drei Tagen Training stellte man sich wacker den angeschlagenen Borussen aus Dortmund um den wankelmütigen Lucien F. – und hat nun weiter viel Arbeit vor sich.

Quasi nebenbei und fast geräuschlos verabschiedete sich mit Uwe Bremer ein Berliner Journalisten-Original (vorerst) aus dem Presserummel um Hertha. Geräuschlos?! Nicht mit uns! Wir lassen ihn nochmal ordentlich hochleben!

Zwischendurch schweifen wir ab.


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Plumpe71
4. Dezember 2019 um 9:17  |  712233

Der Blog war für mich nach der Installation von Klinsmann inklusive seinem All-Star Team vor lauter Euphorie zum Teil kaum noch lesbar und anbetrachts dessen, dass hier offensichtlich kollektive Freude verordnet werden sollte, und Kritiker gerne weggebissen werden, habe ich es zunächst mal ganz gelassen meine Position darzulegen.

Mit den Blogjahren wird man einfach irgendwann des Anschreibens müde, aber diese Aufbruchsstimmung wirkt auf mich etwas surreal.

Schön, dass sich aber zumindest einige wenige noch trauen ein paar grundsätzliche Bedenken zu äußern. Einen Trainer, also auch Jürgen Klinsmann vor , oder nach dem ersten Spiel in Grund und Boden zu schreiben empfinde ich mindestens genauso unangemessen, wie dass er hier von manchen als eine Art Messias gesehen wird.

Die Lage ist allerdings sportlich ausreichend prekär, so dass man unter Umständen keine 100 Tage warten kann, bzw. die Verpflichtung gerade im Verbund mit Nouri hätte überdenken sollen.

Ich sage gerne mal was mich konkret stört. Klinsmann wird hier mit einer derartigen Machtfülle ausgestattet, dass hier im Verein jeder Stein umgedreht wird. In Bezug auf Zsolt Petry ist das für mich völlig unverständlich und wie ich im Echtbetrieb die Leistung des Performance Managers messen soll, dessen Aufgabenbereich mir darüber hinaus viel zu vage umrissen ist, kann mir ja gerne mal jemand erklären.

Sehr gerne auch, was Arne Friedrich für diese Position in besonderem Maße qualifiziert und warum er bisher nicht von ambitionerten Erst- oder Zweitligisten geholt wurde, oder wie viele Konkurrenten mussten wir ausstechen?

Ich frage mich, wann hat es vergleichsweise einen solchen Umsturz gegeben, wo im laufenden Betrieb derartig viele Positionen ausgetauscht werden, ohne dass es mindestens mal zu verletzten Eitelkeiten derer kommt, die nun erstmal einmal ins zweite Glied zurück treten.

Für die Saison habe ich kein gutes Gefühl und befürchte für die Summe aller Fehler könnte es eine bittere Quittung geben.

Es kann in dieser Saison tatsächlich nur noch darum gehen, den Abstieg zu vermeiden, aber ob hier die richtigen Zutaten gewählt wurden ?

Ich breche ja sportlich in der laufenden Saison auch nicht eine ganze Mannschaft um, das sollte mit Augenmaß und sukzessive gemacht werden, und in Führungspositionen ist das nicht wesentlich anders. Wer alles will, schafft am Ende gar nichts.

Derartige Zweifel habe ich hier bisher nicht gelesen, wird alles akzeptiert und durchgewunken, Augen zu und durch ?

Wer gegen Dortmund eine veränderte Mannschaft hinsichtlich der Laufleistung und des Engagements gesehen hat, liegt für mich zwar richtig. Wer allerdings selbst gegen den Ball getreten hat, wird wissen dass es die Grundtugenden sind, die in jedem Spiel 90 Minuten+x mindestens abzurufen sind.
Die Frage ist aber tatsächlich, wie schnell begreift diese Mannschaft in dieser Zusammenstellung Abstiegskampf ? Wenn ich mir zb. das Defensivverhalten von Wolf vor dem zweiten Dortmunder Treffer ansehe, ahne ich wo die Reise demnächst hingehen könnte.
Diese Bräsigkeit seinen Gegenspieler aus den Augen zu verlieren und derart laufen zu lassen inklusive der dann vielen individuellen Patzer, macht summa summarum einen Abstiegskandidaten.
Mentalität und Galligkeit wird alleine die Klasse nicht halten und warum explizit Nouri mit seiner Vita im Gepäck der richtige sein soll, erschließt sich mir nicht.
Sehr gerne würde ich Abbitte leisten und würde mir für den Verein wünschen, dass nahezu jeder Stein erfolgreich umgedreht wurde, aber ja ich zweifel schon ..

Dieses Konzept von Klinsmann für verschiedene Länder und Szenarien mehrsprachige Mitarbeiter zu installieren, ist mir persönlich zu wenig individuell auf die konkrete Situation zugeschnitten.
Es wird pro forma erst einmal alles ausgetauscht, ohne tiefere Prüfung und ist faktisch eine Übernahme und Demontage von möglicherweise auch funktionierenden Strukturen und Abläufen.
Mit einer derartigen Machtfülle, wäre bei mir nur ein Kaliber wie Ralf Rangnick ausgestattet worden, aus Überzeugung.

PS: sorry für die Überlänge , wer will scrollt einfach 😉


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TF-Fan
4. Dezember 2019 um 9:42  |  712234

@monitor das sehe ich doch genauso. Es war einfach nur ein Hinweis, dass es keiner großen technischen Grundlage bedürfte. Und UB zu ersetzen, würde sowieso überhaupt gar nicht gehen, dass steht doch ausserfrage. Es würde halt dann anders sein, aber wenn hier aus wäre, dann könnte die community hier etwas _anderes_ auf die Beine stellen, was man technisch quasi relativ leicht aus der Taufe in Eigenregie heben könnte.


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wilson
4. Dezember 2019 um 9:58  |  712235

Stolpe … weg.
Meyn … weg.
Und jetzt auch noch der Bremer weg.

Er wird mir den folgenden Hinweis aber hoffentlich nicht verübeln:
Wenn Take That hier auch ohne Robbie weitermachen, sollten wir uns freuen.

Seid mal bitte nicht so abweisend den anderen Blogautoren gegenüber!


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Traumtänzer
4. Dezember 2019 um 10:25  |  712236

@Plumpe71
Ein gewisses Unbehagen, ob des totalen Umkrempelns beschleicht vermutlich mehr Leute als man denkt. Ich kann aber auch die andere Seite verstehen, die darin jetzt größere Hoffnung setzt, weil: Wie viel schlechter kann es noch werden? Sehr viel mehr geht vermutlich nicht. Und da jetzt mal ein ordentliches Wachrütteln reinbringen, ist doch vielleicht nicht verkehrt.

#Performance-Manager
Nur kurz: Da hat Klinsmann ja selbst gesagt, dass er dazu gewisse Vorstellungen hätte, sich das aber bewusst auch etwas entwickeln soll. Also, ein ganz klares Profil gibt es dazu noch nicht. So mein Verständnis. Arne Friedrich selbst ist ja immer noch etwas auf der Suche nach „irgendwas mit Fußball“ und Interesse an Hertha war ja anscheinend latent immer vorhanden. Man hat ihn ja zwischenzeitlich immer mal wieder im Interview wahrgenommen.
Ich würde der Sache eine Chance geben. Wenn es am Ende aber nur bezahlte Beschäftigungstherapie ist, muss das selbstverständlich auch wieder auf den Prüfstand.


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Exil-Schorfheider
4. Dezember 2019 um 10:37  |  712237

Plumpe71
4. Dezember 2019 um 9:17 | 712233

Danke für den klasse Beitrag.


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Plumpe71
4. Dezember 2019 um 10:51  |  712238

@Traumtänzer,

bin da durchaus bei dir, schlechter kann es nicht werden, aber so richtig wie ich die Ablösung Dardais fand, so falsch fand ich die Installation von Covic. Damit hat Preetz für mich seinen ersten richtigen Schritt konterkariert, aktuell scheint er ohnehin nur noch geduldet, so mein Eindruck aus der Ferne. Das Prinzip Hoffnung und sich aus diesem Grunde in diesem Stadium so auszuliefern, und glauben zu wollen, dass es keine Zweifel geben kann, dass es Klinsi nur rocken kann.. schwere Kost für mich, steht ja durchaus einiges auf dem Spiel. Bei Installation von Covic las ich hier im Blog, Ante kann Bundesliga, mir fehlten die Worte , woher diese Erkenntnisse kamen. Wo hatte er das denn zuletzt nachweisen können.

Mein Standpunkt habe ich ja auch oft dargelegt und wenn Hertha tatsächlich perspektivisch einmal etwas reißen möchte, sollte ich auch nach den Sternen greifen und mich um die besten Positionen bemühen. Genau da fangen meine Zweifel an, ich habe Arne bislang oft nur als Gastkommentator wahrgenommen. Das wäre mir jetzt erstmal zu wenig und ich frage bei der Personalie tatsächlich ernsthaft, warum Hertha und kein anderer Klub ? Unterm Strich besteht wohl kaum eine andere Möglichkeit als der Sache eine Chance zu geben, aber mehr als am Saisonende einen übern Strich zu stehe, würde ich nicht einmal von Klinsmann erwarten, obschon der Kader definitiv für Platz 8-10 ausreichen sollte und ausreichend individuelle Qualität hat, nur die Situation ist schwierig und mental frei ist die Truppe nicht.
Für mich ist einfach der Umsturz zu gravierend und selbst wenn nach aussen hin Ruhe im Verein suggeriert wird, nur Freunde wird dieses Maßnahmenpaket von Klinsi nicht finden, würde ich mal denken.

@Danke, Exil


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Blauer Montag
4. Dezember 2019 um 11:04  |  712239

… Es war ja spekuliert worden, dass Klinsmann sich in eine Art Supervisor-Rolle zurückzieht und das Tagesgeschäft den Assistenten überlässt, vor allem Nouri. Tatsächlich ist es der Co-Trainer, der die Spieler zur Ansprache an den Videomonitor oder zur Taktiktafel ruft, während Klinsmann die Zeit für Einzelgespräche nutzt, etwa mit dem zuletzt verschmähten Spielmacher Ondrej Duda. Im Trainingsspiel sind Klinsmanns Kommandos aber ebenso laut zu hören wie die von Nouri. Wer, fragt man sich, gibt in den Übungseinheiten die Linie vor?…
https://www.morgenpost.de/sport/hertha/article227820777/Herthas-neuer-Co-Trainer-Alex-Nouri-Klinsmanns-Vorarbeiter.html


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Blauer Montag
4. Dezember 2019 um 11:06  |  712240

… Jedes Team hat mal ein schlechtes Jahrhundert… 😆 😆 😆
Zitat aus Damenwahl etwa min 0:44


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hurdiegerdie
4. Dezember 2019 um 11:30  |  712241

Plumpe71
4. Dezember 2019 um 9:17 | 712233

Prima Beitrag. Ich glaube, dass es durchaus viele hier gibt, die nun Klinsmann nicht als den Wundertrainer sehen.

Deine Aussage:
„Ich sage gerne mal was mich konkret stört. Klinsmann wird hier mit einer derartigen Machtfülle ausgestattet, dass hier im Verein jeder Stein umgedreht wird. In Bezug auf Zsolt Petry ist das für mich völlig unverständlich.“

Gerade das finde ich gut. Deshalb kann ich mit Klinsmann leben. Aber natürlich muss er den Klassenerhalt schaffen.

Es geht aber (m.M.n) nicht darum, schnell einen neuen Trainer gefunden zu haben. Klinsmann bleibt ja auf der Position nur bis Sommer 2020, dann soll ein neuer Trainer gefunden werden. Köpke bleibt nur bis Ende Hinrunde diese Saison, dann wird wohl Petry wieder voll übernehmen.

Es geht neben dem Klassenerhalt und ausreichend Zeit, um einen wirklichen Trainer für die nächste Saison zu finden (und das im Kollektiv mit sportlicher Kompetenz, nicht als erneuter Alleingang von Preetz), m.E. wirklich darum, einfach mal alles auf den Kopf zu stellen und zu überprüfen. Nicht wieder eine nächste Saison „weiter so“, war ja nur eine sportliche Delle.

Das finde ich an Klinsmann gut, nicht seine Trainerarbeit bisher, sondern seine (hoffentliche) Fähigkeit mit einem Team möglichst viele Schwachpunkte (so es sie gibt) zu erkennen und so mittelfristig zu verändern (Athletik, Torwartraining, Verletzungsanfälligkeit, Alleinkompetenz Preetz etc.).

Das gibt mir die Hoffnung, sollten wir drin bleiben, dass es mal wirklich mittelfristig mit Hertha aufwärts geht.


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Plumpe71
4. Dezember 2019 um 11:48  |  712242

@Hurdie, auch erstmal herzlichen Dank.

Ich finde es ja auch richtig und gut auch jeden Themenbereich zu überprüfen und ggf. zu korrigieren, aber warum so schnell und warum muss Klinsmann jede strategische Position neu besetzen. Was konkret hat zb. Zsolt Petry nicht erfüllt oder wo nicht zufriedenstellend gearbeitet ? , warum die Leihgabe Köpcke ? Geht es darum, dass sich Petry hinsichtlich Jonathan Klinsmann die persönliche Bemerkung ( naiv) nicht verkneifen konnte ? Ich habe mir Klinsmann Jn. in Neuruppin angesehen und schätze ihn eher nicht als TW für einen Bundesligisten ein. Zsolt Petry hat ja sogar geschafft, dass sich Kraft verbessert, hätte ich nicht für möglich gehalten in dem Alter. Die Alleinkompetenz von Preetz gehörte längst aufgebrochen, sehe ich ganz genauso und das hätte weitaus früher erfolgen sollen. Wie schon gesagt, neben meinen Zweifeln derzeit, würde ich mich gerne irren und mich dann mitnehmen lassen, Vielleicht wird es ja tatsächlich ein interessanter Neuanfang, man kann nur hoffen dass der höchstselbst angerührte Kelch Abstieg an uns vorbeigehen möge und wir nicht darauf vertrauen müssen dass zwei, drei Teams schlechter sind. Paderborn hat sowohl gegen den BVB, als auch gegen Leipzig gut gekickt, abschreiben würde ich die noch nicht so schnell


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coconut
4. Dezember 2019 um 11:55  |  712243

@Plumpe71
Zwar kann ich verstehen, wenn da jemanden Zweifel beschleichen.
Aber mal eine Gegenfrage.
Was meinst wäre passiert, hätte ein „normaler“ Trainer den Job übernommen?
Der hätte ganz sicher auch seine eigenen Leute mitgebracht.
Wer ist denn da aufgeschlagen:
Trainer Klinsmann
Co-Trainer Nuri, Feldhoff, Fitness-Guru
Temporär: Torwartrainer für rd. 4 Wochen

Das bisherige Team ist nach wie vor da und sollen es auch bleiben.

Zu Arne.
Tja, begeistert bin ich von der Personalie nun auch nicht unbedingt.
Andererseits, was befähigt einen Kehl oder einen Kießling in gleicher/ähnlicher Position zu arbeiten? Warum waren da nicht andere Bundesligisten dran?
Also DAS (nachgefragt bei anderen) würde ich nun mit als letztes als Qualitätsmerkmal ansehen.
Performace-Manager ist der US Ausdruck für das, was hier Teammanager heißt.
Etwas anderes wird es nicht sein. Also das Bindeglied zur Mannschaft.
Möglicherweise soll er nebenbei auch Preetz auf die Finger schauen, was nicht so verkehrt wäre…

Kurz:
Bei aller verständlichen Skepsis, sollte man da dem jetzigen Team schon eine Chance geben.
Sooo verkehrt finde ich es jedenfalls nicht, das endlich mal alles hinterfragt wird.
Ein „immer weiter so“ hätte für mehr Frust gesorgt. Zumal Preetz seine Trainerfindungsexpertise nun auch kein Grund wäre, beruhigt zu sein.
Zu viel im eigenen Saft schmoren und die Wagenburg zum Stilmittel zu erheben, hatten wir ja genug. Erfolgreich war das jedenfalls nicht. Weder sportlich, noch finanziell.
Übrigens, auch ein angedachter Labbadia wäre ja keine Garantie für ein gutes Ende. Nur würde alles immer weiter im „Beamtentrott“ (Sorry an alle echten Beamten) verharren.
Dann lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.
Meine Meinung.

PS:
@hurdie hat ja schon ähnliches geschrieben.
Nun ja, das kommt davon, wenn man „Nebenbei“ das Essen zubereitet…. 😉


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paulpepper
4. Dezember 2019 um 11:58  |  712244

Oje… das liest man mal einen Tag den Blog nicht und schon verlässt der Kapitän das Schiff 🙁

Es fällt verdammt schwer mir diesen Blog hier ohne Uwe Bremer vorzustellen (geht eigentlich gar nicht)…

Auch von mir vielen Dank für die letzten rund 10 Jahre und alles erdenklich gute für deinen weiteren Lebensweg Uwe!


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Plumpe71
4. Dezember 2019 um 12:02  |  712245

absolut richtig, was du schreibst @coco, mit Labbadia wäre ja auch mindestens Sözer gefolgt. Das ist mir schon klar, dass jeder Trainer in aller Regel seinen Co im Schlepptau hat und zu deinem letzten Absatz auch viel Zustimmung von mir, Labbadia seh ich persönlich übrigens nicht ganz so kritisch und hätte ihn Klinsmann / Nouri wahrscheinlich vorgezogen, aber wer weiss ob er gewollt hätte und was da insgesamt aufgerufen wurde. Bleibt tatsächlich nur die Hoffnung dass es gut geht.


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Exil-Schorfheider
4. Dezember 2019 um 12:06  |  712246

Plumpe71
4. Dezember 2019 um 11:48 | 712242

Ich war auch überrascht, dass Köpke ins Boot(hihi) geholt wurde.
Wahrscheinlich soll er aber auch nur von außen kommend neue Impulse setzen?
Jarstein wirkte nun in den letzten Monaten(darf man überhaupt saisonübergreifend?) auch nicht immer sicher.
Warum also nicht für vier Wochen einen Buddy/Spezi drüber schauen lassen, was die tägliche Arbeit betrifft?
Ich glaube ja, in die Klinsmann jr.-Story wurde vom Boulevard zuviel rein interpretiert, wobei Petry das auch nie hätte öffentlich sagen dürfen.

Aber so ist das mit der ersten Säule – wer mit ihr im Fahrstuhl hoch fährt, der fährt auch wieder mit ihr runter. 😉


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coconut
4. Dezember 2019 um 12:43  |  712247

@Plumpe71
Jupp, war mir klar, das wir nicht so weit auseinander liegen. Als reinen Trainer sehe ich übrigens auch Labbadia als bessere Lösung. Aber dann hätte es all das andere nicht gegeben….
Ein „Kröte“ muss man wohl schlucken…. 😉

@Exil
Ja, das mit Köpke hat mich auch überrascht.
Sehe das so wie du. Der schaut mal drüber und gibt evt. noch Anregungen. Der Zeitraum ist ja sehr überschaubar.
Nebenbei soll Köpke auch Taktisch einiges drauf haben…..könnte wohl auch als „richtiger“ Trainer arbeiten. Hat aber seine Berufung als Torwart Trainer gefunden. Liegt halt nicht jedem, immer im Fokus zu stehen.
Nebenbei:
Den Werner Leuthard finde ich übrigens besonders gelungen. Der hat auch der Eintracht Beine gemacht. Sollten unsere Jungs demnächst auch so viel Power auf den Platz bringen, würde ich mich sehr freuen. Warten wir mal die Winterpause ab.


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Papa Zephyr
4. Dezember 2019 um 12:44  |  712248

Zu Nouris Statistik:
Bremen hatte 16/17 die ersten 3 Spiele unter Skripnik verloren + Bonus das DFB-Pokal-Aus gegen Lotte.
Dann kam Nouri: Es begann mit einem 1:2 (!), hatte dann bessere und schlechtere Phasen (darunter dann mal 11 Spiele am Stück ohne Niederlage)
Am Ende der Saison hatte er einen Punkteschnitt von 1,45 pro Spiel.
Würde ich aus heutiger Sicht sofort nehmen, weil es auf jeden Fall den Klassenerhalt bedeutet.
(soviel auch zum Thema Fakten, die im MoMa-Beitrag unterschlagen wurden unter dem Motto „Nouri kann nicht gewinnen“)


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Kamikater
4. Dezember 2019 um 13:22  |  712251

@Plumpe
Von wem im Blog sprichst Du denn, wenn Du schreibst:
„genauso unangemessen, wie dass er hier von manchen als eine Art Messias gesehen wird.“

Ich sehe hier keinen einzigen Euphoriker. Hier leben 90% Schwarzseher, Überängstliche und Bedenkenträger, deren letzter lustiger Tag im April 1947 gewesen sein muss. Also keine Panik.

Zu der Stellenbeschreibung von Arne und seinem Tun:
Warum sollte er zu einem anderen Club gehen, wenn er Berlin und Kalifornien liebt, bei Hertha gespielt hat und von Klinsmann gefragt wird?

Diese Position, so schreibt doch sogar der Kurier schon, ist etwas völlig Normales heutzutage. Aber irgendwie beschleicht mich, dass Du Dich am Anglizismus störst im Titel. Nun, das kann und sollte uns ahnungslosen Amateurguckern doch nun wirklich Wurst sein.

Was den Change Process (Achtung Anglizismus) betrifft, so kann man diesbezüglich ja nicht einerseits fordern, endlich müsse mal Preetz raus (was hier die 90% oben Beschriebenen plus X wollen), um dann, wenn es Ernst wird, ja doch wieder Angst vor jedem Umbruch zu haben.

Everybody wants to see the rainbow, but nobody wants the rain.

Ich sehe sogar aufgrund des Geldes von Windhorst eine Transformation, statt eines Change, also eine viel größere Veränderung. Und klar ist: Es gibt keinen idealen Zeitpunkt, so etwas einzuläuten. Aber die Investition und die Erfolglosigkeit der Spieler fallen nunmal aufeinander und da bietet sich das ja wohl mehr als nur an.

Nichtsdestoweniger triffst Du hier den Ton der Ängslichen und wirst für Deine Haltung genug Applaus bekommen. Ich hoffe, Du verübelst mir diese Zeilen nicht, aber ich hoffe natürlich auch als Nichtängstlicher, dass wir den Turnaround (Achtung Anglizismus) schaffen.

HaHoHe


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Blauer Montag
4. Dezember 2019 um 14:05  |  712254

Diese Sichtweise ist schlicht falsch Kamikater
4. Dezember 2019 um 13:22 | 712251

Ich sehe hier keinen einzigen Euphoriker. Hier leben 90% Schwarzseher, Überängstliche und Bedenkenträger, deren letzter lustiger Tag im April 1947 gewesen sein muss.

Soweit ich die hier schreibenden und lesenden Damen und Herren kenne, stammt meines Wissens kein Einziger aus dem Geburtsjahr 1947.

Alle Angaben ohne Gewähr


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jenseits
4. Dezember 2019 um 14:22  |  712255

@Plumpe71 um 9:17 Uhr

Auch ich finde Deinen Kommentar sehr gelungen. Außerdem deckt er sich inhaltlich weitgehend mit meinen Gedanken. Mir gefällt, dass Du das alles ohne Sarkasmus und Polemik schreiben kannst.

Viele machen die derzeitige Misere in erster Linie an Preetz (und eventuell Gegenbauer) fest. Ich habe aber vielmehr Bedenken, dass Preetz und Gegenbauer möglicherweise nicht die schlechtesten im Verein sind. Auch halte ich Preetz nicht für den erfolglosesten Manager, den man sich vorstellen kann. Die Welt hält noch andere Ligen als die Bundesliga oder ab und zu zweite Liga und meines Erachtens schlechtere Manager bereit. Hertha könnte da auch mal den Zuschlag erhalten und wäre nicht der erste Club, dem es so erginge.

Ich halte es also durchaus für möglich, dass diejenigen, die das Sagen im Verein haben oder haben werden, personelle Wechsel im Ergebnis nicht zwangsläufig zum Wohle und zur Prosperität Herthas vornehmen. Wessen Idee war denn die Installation von Klinsi und Nouri als Trainer? Aus meiner Sicht risikoreicher als zum Beispiel Labbadia. In dieser Saison steht der Klassenerhalt für mich an erster Stelle.

Diejenigen, die nun all die Steine umdrehen lassen, müssten aus Ihrer Analyse etwas Besseres hervorbringen und umsetzen, als dies bisher der Fall war. Aber wer sagt uns, dass dieser Prozess nicht Hertha-gemäß vonstattengeht?

Ich möchte nicht alles schwarz sehen, tue ich auch nicht. Aber die derzeitige Entwicklung – erst Covic und nun als Retter Klinsi und Nouri – und die eventuellen (diese denken bzw. erhoffen wir uns nur) Umwälzungen, die ja auch Chaos bewirken können, betrachte ich schon mit einem gewissen Unbehagen und finde sie zumindest sehr risikoreich.

Natürlich habe ich die Hoffnung, dass schon das nächste Spiel gewonnen wird, Hertha die Kurve kratzt und sich aus der prekären Lage befreien kann.


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Plumpe71
4. Dezember 2019 um 15:00  |  712256

Exil-Schorfheider
4. Dezember 2019 um 12:06 | 712246

“ Ich war auch überrascht, dass Köpke ins Boot(hihi) geholt wurde. “

schöne Umschreibung und spontan kam mir dabei der Gedanke, willkommen im Klüngelklub. Jarstein sehe ich wie du, nehme ich auch durchaus schon länger nicht mehr als souverän wahr, bis hin zu teils abenteuerlichen Aussetzern, Alternativen sind allerdings rar. Sollte der Leistungsabfall an Petry festzumachen sein, gäbe es in der Tat Argumente für Köpke.

coconut
4. Dezember 2019 um 12:43 | 712247

ja, so isses wohl mit der Kröte, aber Labbadia hätte ich tatsächlich gern gesehen und bin von seiner Arbeit auf seinen Stationen schon überzeugt und er selbst offensichtlich auch, wenn er sagen kann, dass Hamburg mit ihm nicht abgestiegen wäre 😉

Kamikater
4. Dezember 2019 um 13:22 | 712251

Nun @Kami, ich nehme da durchaus vieles anders wahr und meine dass ich hier anfänglich gegen den euphorischen Mainstream tatsächlich nur @sunny und @jenseits gelesen habe, und was Schwarzseher angeht, die zwischen gefühlten zwei-drei Spieltagen von einem Extrem in das andere pendeln, die lese ich ehrlich gesagt kaum. An Angliszismen störe ich mich nicht, das ist der Zeitgeist und Performance Manager klingt erstmal mindestens so attraktiv wie Bachelor. Mich interessiert schlicht, was wird konkret zum Wohle des Vereins geleistet, und da hätte ich mir andere Personalien gewünscht, die ihre Kompetenz bereits nachgewiesen haben, auf Arne wäre ich dabei nicht gekommen. Die Hertha Vergangenheit interessiert mich dabei ebenso wenig, wie sein Wunsch irgendwo unterzukommen.
Zwar finde ich es durchaus auch positiv und wünschenswert auch mal verdiente Ehemalige bei entsprechender Kompetenz später im Verein einzubinden, hätte aber wie gesagt lieber eine größere Lösung gesehen.

Das tragische an der Personalie Preetz ist für mich auch eigentlich eher, dass er nach 10 Jahren mit dieser Leistungsbilanz, wenn auch von immer weniger Blogger, trotzdem noch positiv gesehen wird, aber für mich kaum noch haltbar ist. Dann schreibst du von Chance Prozess, den einige ( auch ich ) gefordert haben, und dann von Angst vor dem Umbruch ? Weit gefehlt, alles hat seine Zeit, nur muss zu diesem sportlich ungünstigen Zeitpunkt so viel verändert werden und wenn es denn Klinsmann sein soll, ich hätte bis nach dem BVB Spiel gewartet, um einen besseren Start zu ermöglichen, halte jetzt aber deshalb nicht unbedingt den erhofften Effekt für schon verpufft. Es ist doch auch möglich neben den Sofortmaßnahmen wie den Trainer, danach erst langsam an weiteren Stellschrauben zu drehen, wenn nötig

Selbstverständlich nehme ich dir deine Zeilen keineswegs übel, den Klassenerhalt wünschen wir uns wohl alle. Nach bald 40 Jahren Hertha hatte ich selbst beim 0:4 gegen die Puppenkiste einen Ruhepuls, da regt mich nichts auf 😉


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Kamikater
4. Dezember 2019 um 15:02  |  712257

@BM
Nicht? Komisch. Na gut, dann sind sie eben nicht so jung.
#fallsDuesnichtverstandenhast-daswarHumor


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Kamikater
4. Dezember 2019 um 15:08  |  712258

@plumpe
Wo schrieben @sunny oder @jenseits etwas von Messias Klinsmann?

Warum hätte man das Dortmundspiel abwarten sollen, wenn die Mannschaft, allen voran Stark, unfähig ist?

Wieso sollte ein Investor den Point-of-no-return mit einem Veränderungsprozess abwarten, wenn er unternehmerisch denkt? Können wir das wirklich beurteilen?

Wir haben vielleicht doch mehr gemeinsam, als Du ausdrücken kannst. 🙂


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Plumpe71
4. Dezember 2019 um 15:19  |  712260

jenseits
4. Dezember 2019 um 14:22 | 712255

Bis auf die unterschiedliche Sicht auf Preetz , würde ich dir danach uneingeschränkt zustimmen.

Ich gehöre tatsächlich auch eher zu denjenigen, die nichts unbedingt alles, doch aber recht viel an der Schlüsselpersonalie Preetz festmachen, die schlechte finanzielle Entwicklung bei gleichzeitig bescheidenem sportlichen Output , die Notwendigkeit von KKR und weiterem Investor kann für mich kein Zufall sein. In Dortmund kommt der Sanierer Watzke und wer es in kleineren Dimensionen nachvollziehen kann, schaut halt nach Frankfurt zur Eintracht. Die Bilanz von Preetz den Schuldenstand von 40 Mio Miese auf über 100 Mio, ist schon eine Hausnummer. Ich war ja durchaus mal geneigt Preetz eine Lernkurve nach oben zu attestieren, auch die Ablöse Dardai, war stark und mutig weil er eben das erste Mal nicht als Getriebener agieren musste, sondern doch aus einer relativen Komfortzone. Bei der Entscheidung zu Covic , vor allem mit der Maßgabe die Mannschaft besser zu machen, da fehlten mir schlicht die Worte und ich befürchte fast dass er so manchen Mitarbeiter im Verein falsch einschätzt.

Kamikater
4. Dezember 2019 um 15:08 | 712258

Nirgendwo, das ist doch genau der Punkt 😉 und Messias ist auch als Metapher gemeint. Mir ist dieser Vertrauensvorschuß und die fehlende Skepsis fremd, da habe ich mich eher in @jenseits und @sunny Beiträgen wieder gefunden


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apollinaris
4. Dezember 2019 um 15:23  |  712261

Vorneweg: ich finde den Beitrag von @plumpe sehr gut, zu lesen . Sachliche Gedanken sind eigentlich immer inspirierend.
Einige Punkte sehe ich ähnlich, andere nicht so, insgesamt bin ich weniger skeptisch.
Ich sehe das „Projekt Klinsi“ ganz nüchtern als , zum einen “ Reissleine ziehen“ ( ob der konkreten Tabellensituation)), zum anderen wird gleichzeitig konkret geprüft , wie die Abläufe sind. Dass dies nun gleichzeitig geschieht, ist der konkreten Situation geschuldet: Abstiegsgefahr und Einstieg des Grossinvestors finden zur gleichen Zeit statt.- Darauf wurde reagiert, geplant war das harmonischer.- Ich hätte auch mit Bruno Labbaddia sehr gut leben können. Windhorst wird aber anders gedacht haben, vertraut Klinsmann in zweierlei Hinsicht
Bei Trainerwechseln ist es nicht selten, dass die ihre jeweiligen co‘s mitbringen. Insofern sind Arne F. , der Torwarttainer und der Fitnesstrainer überraschend . Beim Fitnesstrainer bin ich sehr froh, mal jemand anderen zu haben, denn die Fitness scheint seit Jahren ein Problem zu sein. – beim Köpke nehme ich Klinsmann‘s eigene Worte ernst: er ist enger Vertrauter von ihm, dessen Beobachtungen und Rat ihm am am Anfang seiner Arbeit wichtig sind.- die beschränken sich auch nicht nur auf die Torleute. Nach 2 Monaten ist dann schon Schluss
Für mich ist die aktuelle Struktur haargenau die, die ich mir letztes Jahr schon wünschte: Kompetenzzuwachs im sportlichen Bereich. Korrektiv und Entlastung für Preetz
Für mich hätte dafür weder PAL noch Preetz entlassen werden müssen – nun haben wir PAL verloren, aber durch Klinsmann nicht übel ersetzt.
Ich baue darauf, dass sich alles eingroovt und die Klasse erhalten bleibt und gleichzeitig ein paar strukturelle Dinge nachhaltig verändert werden
„Learning by doing“.. ist auch in der fussballbranche eigentlich nichts Neues
Schwer genug bleibt es.


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Plumpe71
4. Dezember 2019 um 15:29  |  712262

@Kami,

mal abgesehen davon, dass nach dem Derby gegen Union für mich mit Covic spätestens Schluss gewesen wäre, denke ich , dass es sich gegen Augsburg, oder eben jetzt demnächst Freiburg, Frankfurt vielleicht angenehmer neustarten lässt und ich wünsche mir die Umstrukturierung schon länger, ja, aber mit anderen Personalien. Aber gut, lassen wir uns einfach überraschen, positiv ist, dass Windhorst nicht beratungsresistent zu sein scheint und sich aus seiner Sicht die richtigen Leute holt um sein Invest abzusichern. Gelingt es den Bock umzustossen , war alles richtig. Verhältnisse wie bei den Löwen, wo dann der Scheich anfängt sportlich mitzureden, wird hier niemand haben wollen. Dein letzter Satz , 15.08 h , ja absolut 😉


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jenseits
4. Dezember 2019 um 15:37  |  712267

@Plumpe71

Ich bin mir nicht sicher, ob wir in der Beurteilung von Preetzens Leistungen wirklich so weit auseinanderliegen. Insbesondere, was die Entscheidungen in diesem Jahr betrifft, stimme ich mit Dir überein.

Ja, es lief und läuft vieles unter Preetz nicht optimal. Aber immerhin spielen wir im Moment noch erste und nicht dritte oder Regionalliga. In diesen Ligen versammeln sich einige ehemalige Bundesligisten. Was die meisten offensichtlich nicht für denkbar halten, tue ich sehr wohl: Dass es uns noch schlechter treffen könnte.

Dann stellt sich mir die Frage: Wandelt sich unmittelbar durch eine Entmachtung von Preetz und Gegenbauer der Verein hin zu einem erfolgreicheren? Wer sagt uns, dass Preetz und Gegenbauer die faulen Stellen in einem ansonsten gesunden Apfel sind? Welche Leute im Verein würden den nächsten Manager suchen und einstellen? Könnten die nicht beispielsweise auf einen Kreutzer oder so verfallen? Wer leitet denn hier den Umbruch ein?

Wir sind immer noch „nur“ Hertha. Meines Erachtens waren wir auch noch nie sehr viel mehr.


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Plumpe71
4. Dezember 2019 um 16:28  |  712272

@Jenseits,

wahrscheinlich liegen wir dann doch nicht ganz so weit auseinander und ich denke natürlich auch an Traditionsvereine und ehemalige Bundesligisten, die zum Teil nicht mehr auf die Beine kommen, aber unterm Strich denke ich auch ; wie hat Preetz den Verein sportlich wie finanziell übernommen und wie im Kontext zu anderen Vereinen weiterentwickelt, und da ziehe ich zb. gerne die jüngste Entwicklung von Frankfurt als fairen Maßstab heran, die in kurzer Zeit zweimal im Pokalfinale stehen und dabei einmal den Pott holen und deren Spielerwerte sich auch anders entwickeln. Ich sehe einen Eberl in Gladbach und seine Entscheidungen für den Verein, in der Gesamtschau kommt Preetz bei mir nicht sonderlich gut weg, was seine Entwicklung für den Verein angeht und wer den Coup mit dem Investoren – auch KKR- lobt, sollte fairerweise auch sagen, warum deren Einstiege jeweils nötig waren. Weil Preetz den Verein unter schwierigen Bedingungen übernommen, aber aus den gegebenen Möglichkkeiten zu wenig gemacht hat. Dabei geht es mir nicht mal um die obere Tabellenregion, der Zuschauerschwund im Oly tut sein übriges dazu und man könnte noch soviel zur Entwicklung des Vereins sagen. Es fehlt einfach an sportlicher Kompetenz bei Gegenbauer sowieso und bei Preetz erfolgt ja nun zumindest ein Korrektiv, bin gespannt mit welchem Ausgang. Da, wo beispielsweise Preetz Lukebakio für 20 Mio kauft, macht das Rangnick in Leipzig mit drei Spielern zu je 6-7 Mio mit entsprechendem Entwicklungspotenzial. Insofern begrüsse ich das schon, dass sich der Verein hier öffnet, aber nach dieser Saison und sein Coup mit Covic muss er bzw., wir nun die “ Besatzungsmacht“ erdulden.


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