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Der Hertha BSC Blog der Berliner Morgenpost

Über die Autoren

ImmerHertha_1Jörn Meyn (mey), kam eher unverhofft zu Hertha BSC. Wenige Monate vor Ende seines Volontariats bei der WELT-Gruppe bot man ihm den Posten des Vereinsreporters für den nunmehr zweitklassigen Klub an. Nach der turbulenten Abstiegssaison 2011/12 mit drei Trainern, der chaotischen Relegation und dem juristischen Nachspiel war das eine Aufgabe nach seinem Geschmack. Denn das Scheitern und Wiederaufstehen hat ihn schon immer fasziniert.

Geboren in einem Land, das es heute nicht mehr gibt, begann der Morgenpost-Redakteur seine journalistische Laufbahn beim Lokalsender des Norddeutschen Rundfunks in Schwerin und lernte dort das Finden des Großen im Kleinen. Über Praktika und freie Mitarbeit u.a. bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, der taz und dem Fernsehsender Phoenix landete er nach seinem Studienabschluss in der Hauptstadt schließlich bei der Berliner Morgenpost.

Dass er heute über Hertha BSC berichtet, hat im Rückblick etwas Schicksalhaftes: Bei einem Sichtungsturnier für die Jugendnationalmannschaft des DFB in Duisburg hatte er es im Team der Landesauswahl von Mecklenburg Vorpommern mit dem aufstrebenden Berliner Auswahl- und Herthaspieler Alexander Madlung zutun. Der spätere Profi zeigte ihm mittels einer schönen Blutgrätsche, war er von der lästigen Bewachung hielt. Bis heute ist davon eine satte Narbe am Schienbein des Hertha-Reporters zurückgeblieben.

Jörn Meyn hat das damals als Auszeichnung verstanden und gelernt: Wenn man Hertha kitzelt, bekommt man etwas Bleibendes zurück.

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ImmerHertha-2Uwe Bremer (ub),  Jahrgang 1960, lebt seit 1990 in Berlin. Gleich der erste Arbeitstag im November 1990 gab eine Vorstellung von Tempo und Dynamik in der damals noch angehenden  Hauptstadt.  Niemand in der BILD-Redaktion kümmerte sich um den Neuen, Hertha BSC hatte gerade Trainer Werner Fuchs entlassen. Mit Hochdruck wurde nach dem Nachfolger gefahndet (es wurde Pal Csernai).  Seit 1992 bei der Berliner Morgenpost, begleitet der Reporter Hertha BSC.

Neben einem ersten Höhenflug, dem Pokal-Märchen mit den Hertha-Bubis bis ins Finale im Olympiastadion gegen Bayer Leverkusen, gab es auch weniger ruhmreiche Kapitel. Etwa jene Dienstreise 1994 nach Leipzig. In der Gespenster-Athmosphäre des Zentralstadions (3300 Zuschauer) gewann Hertha  zwar 1:0. Das Tor verpasste der Morgenpost-Redakteur, weil er gerade seine Ecken-Statistik führte. Den Spieltext konnte er nicht nach Berlin senden, weil die Technik streikte.

Ein skurriler Höhepunkt war die August-Nacht 1999 auf Zypern, als Hertha BSC der größte Erfolg der Vereinsgeschichte gelungen war – die  Qualifikation zur Champions League: Da wäre die Rückreise nach Berlin beinahe gescheitert, weil auf dem Hinflug das für die Mannschaft bestimmte Essen  in der Bordtoilette des Fliegers umgestürzt und verdorben war. Um Mitternacht jedoch war auf dem menschenleeren Flughafen von Nikosia kein Catering zu organisieren. Auf Anordnung der sportlichen Leitung hatte die Mannschaft, die bereits Platz genommen hatte, die Boeing wieder verlassen und stand auf dem dunklen Rollfeld. 200 in einem nahegelegenem Hotel eilig belegte trockene Sandwiches bewegten den Champions-League-Starter zur Rückkehr in das Flugzeug.

Uwe Bremer begleitet bei Hertha BSC mit Werner Gegenbauer den fünften Präsidenten, mit Michael Preetz den sechsten Manager und mit Jos Luhukay den 19. Trainer. Sein Wunsch für die Bundesliga-Saison 2013/14:  ein ungefährdeter Klassenerhalt. Und vielleicht kann Hertha seine DFB-Pokal-Allergie überwinden.

6 Kommentare

6 Kommentare ↓

  • Immer Hertha | Hertha BSC Blog

    [...] diesem Blogprojekt stehen mit der Berliner Morgenpost nicht nur ein großer Verlag, sondern mit Daniel Stolpe und Uwe Bremer zwei Journalisten, die ihr Handwerk und Hertha verstehen. Das klingt nach viel Potential und [...]

  • Hertha gewinnt Union das Derby. at ***textilvergehen***

    [...] und Union war ein besonderes Spiel. Deshalb gibt es auch einen besonderen Podcast. Wir freuen uns, Uwe Bremer von der Berliner Morgenpost und Blogger auf immerhertha.de in unserer Runde begrüßen zu dürfen. [...]

  • “Scheißtag. Sport frei!” at ***textilvergehen***

    [...] äußert. Dazu kommt noch ein anonymer Text im Stadionheft. Diesen Punkten stellen wir Thesen von Uwe Bremer (Berliner Morgenpost) gegenüber. Zum Schluss geht es noch um die Frage, ob Dirk Zingler nun als [...]

  • achi

    Was schreibt denn der Bremer für einen spekulativen Bockmist über Herrn Babbel.
    Ich bitte um mehr Sachlichkeit, in der Kritik an Herrn Babbel.
    Das ist ja widerlich. Wenn Worte töten könnten , müsste man Ihnen mal retour einen reinwürgen. Sie Armleuchter, der noch nie einen Ball 10 Meter geradeaus geschossen hat.
    Schanauze !

  • Blauer Montag

    Igitt, welch garstiger Kommentar am 11.12.2011.
    Wer hier Schanauze schreibt, sollte sich vor die Retourkutsche werfen.

  • Blauer Montag

    Herzlich willkommen bei immerhertha.de Jörn Meyn. Ich hoffe, du kannst auch hier in diesem Blog bleibende Eindrücke schaffen.

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